Priinumerations-Preise: Fiir Laibach: Ganzjiihrig ... 8 fl 40 !c. Halbjiihrig ... 4 „ 20 „ Bierteljiihrig . . 2 „ 10 „ Monatlich ... — ,, 70 „ M i t b e r Post: Sanzjiihrlg... 11 fl. — kr. Hatbjiihrig ... 5 „ 50 „ Lierteljithrig . . 2 „ 75 ,, giir Zustellung in« HauS vicr-teljiihrig 25 kr , monatt. 9 kr. Sinzelne Nummern 6 kr. Laibacher Redu.uon: Bahnhosgaffe Nr. 132. Ex-edition- & Jnserateu. Bureau: Longrehplatz Nr. 81 (S hindlung von Jgn. mayr & Fed. ®am-fii;.. JnsertionSpreis^ > Fttr bit einspalkige Pclilj?ft» a 4 kr., bei rweimaliger $in» fchallung k 7 kr., brtimaligtr A 10 ft. JnsertionSstcmpel jtbtemol 30 kr. Bn grSheren Insera:en un* bftercr Einschaltung entspre, chenbtr Rabalt. Anonyme Mitthrilungen »erben nicht bcrUcksichtigt; Manuscripte nicht zuriickgesendet. Nr. 74. Dienstag, 1. April 1873. — Morgen: Franz P. 6. Jahrgang. Die Wahlreform tin Herrenhause. (Schlutz.) Wir haben wiederholt gesehen, dah die natio-nalen Gehassigleiten, die politischen Reibungen immer mehr uto sich greifen; wir haben die Unbotmahig-keit gegen die Verfaffung wachsen, wir haben die Widersetzlichkeit gegen Anforderungen dev Behorden sich immer steigern, wir haben sogar die Bande der Ordnung und die Ruhe des friedlichen Theiles der Bevolkerung dadurch gestort gesehen. Dah solchen Zustanden ein Ende gernacht wer-den miifse, ist klar. Manches ist schon besser ge-worden durch den weisen Entschluh der Krone, die Ordnung durch seste Handhabung der Berfassung herzustellen, und durch die hierauf gerichteten Schritte der gegenwartigen Regierung. Auch ist durch das Nothwahlgesetz wenigstens die Moglichkcit gegeben, den Widerstand der Landtage zu brcchcn. Wer aber sagen wollte, dah es init dent Nothwahlgesetze allein gelhan sei, der wiirde sehr irren. Nun hat man freilich auch gesagt, fur die Vollstandigkeit des Reichs-raths und fiir dessen Beschluhfahigkeit sei selbst mit den directen Wahlen wenig gewonnen, weil diejenigen gewahlten Abgeordneten, welche uom Reichsrathe nichtswissen roollen, ihn ebensogutmeiden werden, wenn sie von den Landtagen gewahlt, als wenn sie direct ge-wiihlt find. Es liegt aber hierin ein doppelter Jrrthurn. Furs erste wevdcn die versassungstreuen Wahlkorper, welche direct wahlen, doch nur solche Abgeordnete wahlen, welche das Mandat nicht nur annehmen, sondern dcinselben auch Folge leisteu. Furs zweite werden diese _ direct gewahlten Abgeordneten nicht mehr durch die Majoritiit des Landtages von der Theilnahme an der Reichsvertretung ausgeschlvssen werden konnen. Allerdings kann man nicht leugnen, dah es immer noch Bezirke geben wird, welche versassungs-feindlich wahlen; aber der Urnfang der Nicht-beschickung des Reichsrathes wird bei directen Wahlen niemalS ein so groher sein konnen, als er bei der Wahl durch die landtage ist, und aus keinen Fall wird mehr eine Beschluhunfahigkeil oder ein Nichtzustandekommen des ReichsrathS zu besorgen sein. Schon nach ben gegenwartigen Aerhaltnissen haben wir ein Beispiel, wie die Beschluhfahigkeit des Reichsraths durch directs Wahlen gerettet wor-den ist. Als der versassuugsseindliche Landtag von Bohmen die Sendung von Abgeordneten in den Reichstag verweigert hat, war der Reichsrath in der Gefahr, beschluhunsahig zu werden. Durch directe Wahlen ist es moglich geworden, die Beschluhfahigkeit auher Zweifel zu setzen, und hatten solche directe Wahlen schon sruher bestanden, so hatte cine Gefahr fur dir Beschluhfahigkeit des Abgeordnetenhauses nie eintreten kSnnen. Man kann aber Bllrge stehen dafur, dah sie kunftig um« foweniger eintreten wird, weil nach dem gegenwartigen Gesetze, ungeachlet die Zahl der Reichsraths^ abgeordneten von 214 auf 353 vermehrt worden ist, doch zur Beschluhfahigkeit des Abgeordneten-haufes, ebenso wie friiher, die Anwesenheit von nur 100 Mitgliedern crforderlich ist. 2)?an mnh ferner, wenn man den Werth der directen Wahlen abwagen will gegen die Wahlen durch die Landtage, auch die Verschiede«heit der Personlichkeiten in Rechnung bringen, welche als Ab-georbnete in den Reichsrath kommen. Wenn die verfassungsfeindli'chen Landtage, um den directen Wahlen, die durch das Nothwahlgesetz eintreten konnen, zu begegnen, wirklich Abgeordnete wahlen und fenden, was fur Abgeordnete werden es dann sein? Immer wieder Abgeordnete der herrschenden Partei im Landtage, die nicht die Stimme des Landes, sondern die Stimme tiner Fraction r»prci» scntieren; immer werden es Abgeordnete sein, die unter dem Terrorismus jener Fraction stehen, die sic gesendet hat, und welche durch Drohungen den Reichsrath zur ungelcgenften Zeit zu verlasscn oder dadurch, dah sie diese Drohung wirklich ausfjihren, ihr frevelhaftes Spiel treiben, wie wir es bisher bei den Polen zu wiederholten malen gesehen haben. Immer wird der Zeitverlust, der dadurch ent-steht, dah erst der Termin abgewartet werden muh, bis die ausgetretenen Mitglieder ihrer Mandate verlustig erklart und bis directe Wahlen vorgenom. men werden konnen, das Hindernis sein, fiir einen rechtzeitigen Ersatz zu sorgen, und es wllrden dadurch Stockungen nicht allein in der ThStigkeit des Reichsraths, sondern es wLrden auch Stockungen in der Thatigkeit der Delegations bewirkt, weil mil dem Erliischen des Mandats fiir den Reichsrath auch ba» Mandat fiir die Delegation erlischt. Es wird daher nieinals auf diese Weise moglich sein, die vielen Kiirperschaften, welche wir zu leiten haben, nemlich die siebzehn Landtage, den Reichsrath und die Dele-gationen, in einem regelrechten Gang zu hatten, ohne dah die eine die andere in ihrer Thatigkeit hindert. Abgeschen von diefen praktischen Schwierigkeiten, kann das Nothwahlgesetz immer erst dann in An-wendung gebracht werden, wenn ein Kampf mit dem verfaffungsfeindlichen Landtage vorausgegangen ist, Iemlleton. Chamkteristik der i»d!a»ische» Beliiil-kerung Mexicos. Nachdem Herr von Gagern in seinem frLheren Vortrage die friedlichen Jndianer, welche die mexi-canifche Republik bewohnen, in grohen und allge-Meinen Ziigen charakterisiert hatte, bernuhte er sich in dem zweiten in der wiener geographischen Ge-sellschaft gehaltenen Bortrage eine Reihe von aus dem Leben gegriffcnen und zurn groheren Theile aus eigener Erfahrnng geschopften Thatfachen anzufiihren, um die Richtigkeit jener Charakteristik darzuthun, und mit diefen Details wird uns das hauSliche Leben der Jndianer in ganz neuer Beleuchtung dar-gelegt. Wir folgen im nachstehenden dem Vortrage. Dem Rcijenben wird in Mexico haufig Gele-genheit geboten sich uber die Eingeborenen zu argern. Sobald er sich von den Hauptstrahen entfernt, muh er oft lauge Zeit suchen, ehe er eine Hutte findct, urn dort sein Nachtquartier zu nehmen, denn die Jndianer, hauptsachlich der tropischen Gegenden, lieben es, ihre Wohnungm und Anpfianzungen in der Tiefe der Walder oder im Grund von Schlnch-ten zu oerbergeii, so weit wie moglich von der Be-rnhrung mit der weihcn Civilisation fliehend, die fiir sie sich fast stets nut in feindlichen Formen ge-zeigt hat. Dringt nun ein Frcmder bis zu ihrer einsamen Siedlung, so sieht er sich mit schlecht ver-hehltem Unwillen empfangen, und wenn er sie um Gastfreundlichkeit anspricht, so stellen sie sich entwe-der, als ob sie das Spanische, selbst wenn sie des-selben machtig siud, nicht verstiinden, oder sie bringen cine Menge von Griinden vor, um einen zu bewe-gen, nicht bei ihnen abzusteige«, zu gleicher Zeit jeboch eine iibertricbene Unterwurfigkeit an den Tag legend. Laht man sich trotzdem nicht von dcm Ent-fchlusfe, in ihrer Hutte die Nacht zu Metben, ab-bringen uud verlaugt etwas zu esfen, so lautet ihre stereotype Antwort: No hay nada — es gibt uichts, — in der Regel begleitet von Klagen uber ihre Armuth. „Konnt Ihr unS nicht wenigstens etwas MaiS verkaufen fiir unsere Pferde und tin paar Eier, Bohnen und Tortillas fur uns?" Immer dasselbe No hay nada! Endlich nach langen Kam-psen erlangt man das gewiinschte Result at, doch nur um sofort einen neuen gegen ihre Apathie zu be-ginnen, damit die Nahrungsmittel, welche man sich oft Halb gewaltsam Hat onnediren miissen, jubereitct werden. Vor alien Dingen barf man nicht zu gut-iniithig auftreten; Giite und Schwache find fftr fit gleichbedeutend, und leicht werden sie trotzig, wo sie glauben, damit durchdringen zu konnen. Wenn man sie nachher nach dem Belaufe der Rechnung fragt, so werden sie sich ihre erzwungene Gastfreundschaft moglichst theuet hezahlen laffen, und bei Annahme des Geldes beweisen sie ein hochst verletzendes Mis« lrauen, jede Miinze sorgsaltig von alien Seiten be* schauenb, ob auch das Geprcige auf betsclbtn noch mit gcnugenber Dcutlichkeit hervortrete, sie auf der Hand wiigend, sie mit den Zahneu zu zerbeihen suchenb, um die Echtheit des SilberS zu prSfen, weil sie, von sich auf andere schliehend, stets befLrch-ten, ubervortheilt zu werden; (Fvniktzungtsoigi.) nrmlich metin cin solcher keine Abgeordneten in den Reichsrath schicken will. Dieser Kampf ist aber allein schon gcnug, die Leidenfchaften in der Bevol-kerung wieder aufzuregen mid den Verband der Lander auf daS innigste zu beruhren. Die Besorgnisse, der Kampf mit den Land-tagen werde nun urn so heftiger entbrennen, wenn die directen Wahlen eingesiihrt werden, find durch-aus unbegriindet, deshalb, weil durch die Einfuh-rung dec directen Wahlen jeder Anhaltspunkt fur einen solchen Kampf den Landtagcn genommen ist. Die BevLlkerung mirhte sehr knrzsichtig sein, wenn sie nicht einsehen wurde, dah fie durch die Einsiih-rung der directen Wahlen weit besser berathen ist, als wenn die Landtage wahlen. Tie werden also direct in den Reichsrath wahlen, sowie sie in den bisher vorgekommenen Fallen direct gewahlt haben. Ist dieses aber geschehen, dann ist den Landtagen alle Gelegenheit entzogen, iiber die Wahlen zu spre-chen: dann hort von selbst aller Kampf auf und dann mogen die versassungsfeindlichcn Landtage sich auf einige ohnmachtige Protestationen befchranken; welter wird von ihnen nichts gethan werden konnen. Es gilt aber nicht allein diese Kampse zu endigen, es gilt auch die bisher im Reichsrathe fehlenden Nationalitaten in den Schoh der Reichs-vertrctung zuriickzusiihren. Dieses kann niemals geschehen, so lange die Landtage berechtigt find, in den Reichsrath Vertreter zu fenden. Dies ist nnr mog-lich durch directe Wahlen. Was Galizien betrifft, so wissen wir, dah die Stimme bes Landtages bet« weitem nicht die Stimme des Landes ist. Die Stimmung des Landes richtet sich nach der Be-schaffenheit der Bevolkerung. Nun find von den 5'/2 Millionen Einwohnern Galiziens nur 2,400,000 polnischer Nationalitat, die ganze ubrige Bevolke-rung, bestehend aus Ruthenen, Deutsche« und Jsrae-liten, zusammen iiber brci Millionen, ist verfaf-sungstreu gesinnt. Schon oster war in diesem hohen Hause von dem Patriotismus der galizischen Land-bevolkcrung die Rede. Dieser Patriotismus bezieht fich aber nicht blos auf die Landbevittkerung ruthe-nischer Abkunst, er bezieht sich ebcnso auf die Land-bevolkerung polnischer Nationalitat. Zum Beweife dessen erlaube ich mir, auf ein Manifest hinzndeu-ten, welches im Jahre 1846, nachdem die polnische Revolution mit Hilfe der galizischen Landbevolke-rung besiegt worden war, von dem damals regie* renden Kaiser erlassen worden ist. I« diesem Manifeste hat Se. Majestat sich dahin ausgesprochen, dah zur Zeit, als die blutige Fahne der Emporung geschwungen wurde, daS verbrecherische Unternehmen an dem Widerstande gescheitert ist, welcher ihm von allen Seiten in der Landbevolkerung entgegentrat. Was die iibrigen polnischen Elemente der galizischen Bevolkerung betrifft, welche der Verfaffung widerstreben, so find sie in sich zersahren, sie losen sich in Parteien auf, die einander selbst bekampfen. Die Wiinsche der extreme« Partei des Landes ruhen auf der Erinnerung an die einstige Unabhangigkeit deS Landes Polen und ihr Streben geht auf die Wiederherstellung dieses KonigreichS los. Wer das bestreiten will, der moge das Programm lesen, welches schon vor mehreren Jahren von den pH-rern der nationalen Partei bekannt gemacht worden ist, der moge die leidenschastlichen Reden im Land-tage, der moge die Verhandlungen des abgehaltenen Polentages lesen, und er wird es nicht writer leug-nen konnen. Die Wiederherstellung des Konigsreichs Polen — sagt Furst Georg Czartorhski in seinem im Jahre 1871 erschienenen Werke — bleibt das unwandelbare Ziel der Galizier. Oesterreich selbst sei ihnen nur Nebenzweck, insofern sie in diesem Lande cine unabhangigc Existenz finden werden. Die iibrigen Parteien in Galizien streben entweder in der Resolution vom Jahre 1868 tin mit der Ein-heit und Machtstellung des Kaiserthums an sich schon unvereinbareS Ziel an vder sind ihrer Ziele sich selbst nicht klar. Sie finden nur Gefallen damn, sich vor Europa als unterdriickte Nationalitat geltrnd zu machen. Welche autzerordcntlichen Ersolge die directen Wahlen in Galizien haben werden, da-ruber gibt einen Fingerzeig eben dieses Werk des Fursten Czartorhski, dessen ich sruher erwahnt Habe. Er schildert namlich lebhast, dah die direct aus der BevLlkerung gewahlten Abgeordneten eine ungeheure Madst in der Quelle ihreS Mandats finden werden. Darum miisse, sagt Furst Czartoryski, die Hauptaufgabe der anti-centralistischen Parteien sein, einen unausloschlichen Kampf gegen dieses Prinzip der directen Wahlen zu suhren. Ich glaube, es kann feincn sicherern Fingerzeig geben, welchen Weg wir in Galizien einzuschlagen haben, als eben dtesen. • Was aber die Nationalitat der Czechen betrifft, so ist es ohne Zweifel beklagenswerth, dah ein gan-zer sahiger Volksstamm sich von der Reichsvertre-tung zuruckhalt. Wenn wir aber auf die Grtinde dieses Berhaltens zuriickgehen, so miissen wir sagen, dah es nie zu enter so festen Opposition, rate sie gegenwartig besteht, gekotnmen ware, wenn iiber die Reichsrathswahlen nicht in den Landtagen selbst tjiitte entschieden werden mussen. Ware es jedem Gewahlten selbst uberlassen gewesen, nach seiner Ueberzeugung sich zu enlscheiden, ob er die Wahl annehmen wolle oder nicht, so wiirden ohne Zweifel sehr Diete die Wahl angenommen haben und es ware nie zu dem Zwiespalt gekommen, tote er jetzt besteht. Aus dem Zustande, tote er gegenwartig durch die Declaration geschasfen ist, gibt es durch die Landtage keinen Ruckweg mehr. Ein Ausweg ist nur moglich durch die ganzliche Abschaffung der indirecten Wahlen. Biele Erscheinungen geben 3it erkennen, dah die Nation des ihr von ihren Fiih-rern aufgedrungenen Widerstandes gegen die Ver-fassung mnde sei. Wird sie dieses Drucks enthoben und wird der Nation die Freiheit der Wahl zuruck-gegebett werden, so ist zu hossen, dah allmalig ein immmer groherer Theil wahlen und in den Schvh der Reichsvertretung zuriickkchrcn wird. So fehen wir, nach allcn Seiten hin betrach-tet, in den directen Wahlen allein das Mittel, aus unserett verworrenen Zustandcn zu kommen. Die Krone bietet uns nun in ihrer Huld in der Wahl-resorm das Mittct bar, bies zu erreichen. Nehmen wir dieses Mittel an, dann konnen wir hoffen, dah in Zukuuft der Reichsrath und die Landtage, jeder Theil in seinem Kreise, ihre Thatigkeit ersolgreich entfalten werden. Wir konnen hoffen, dah untcr der ungestiirten Herrfchaft der Verfaffung und einer kraftvollen Administration allmalig politischer Hader und nationals Zwietracht schweigeit werden. Stohen wir dieses Mittel leichtsinnig von uns, bann sind wir selbst und die Bersassung dem Znsalle preis-gegeben; dann durfen wir unS nicht beklagen, wenn unser Zustand sich in verderblicher Halbheit hin-schleppt; dann durfen wir uns nicht beklagen, wenn vielleicht at; Stelle einer consequenten und sich ihrer Ziele bewuhten Rcgiernng eine Regierung tritt, die wieder durch schwankende Mahregeln und planlose Experimente die unlosbare Ausgabe zu losen be« strebt sein wird: Forderungen, die das Reich aus seinen Fugen reihen, mit der Einheit und Machtstellung bes Reiches zu vereinigen (Ruse: Sehr gut!), und wenn wir dem Zustande der Berwir-rung anheimsallen, dessen auherste Perspective eine hochst traurige sein wird. Wer alles dies erwagt; wer sich der Verantwortung bewnht ist, welche mit der Zuruckweisung dieser Borlage verbunden ware, der, glaube ich, taint nicht zweifelhaft scin, wie er heute stimmen soll. Und so moge dentt bieses Gesetz der Entschei-bung entgegengeheu; ein Gesetz, ohne Zweifel bas wichtigste, welches seit bem Bestande der Constitution uns vorgelegt worden "ist; ein Gesetz aber, riick-sichtlich dessen mir wenigstenS die Hoffnung lebt, dah es bestimmt ist, dem Reiche innern Frieden, Festigkeit und damit auch jene kraftvolle Stellung in der Reihe der Grohmachte zu verleihen, welche es dem osterreichifchen Adler, der, gegenwartig ge-druckt durch unsere innere Lage, gesenkten FlugeS seine Bahn verfolgt, moglich macht, sich wieder zu jener Hohe zu erheben, welche der Erhabenheit der Krone und der Wiirde derselben entspricht, deren Symbol er ist." (Lebhaster Beisall.) Politische Rundschau. Laibach, 1. April. Der Bericht des Ministers Lasser iiber die von beiden Hiiusern des Reichsrathes beschlossenen Wahlresormgesetze ist dem Monarchen bereits am 29. v. M. erstattet worden. Wie sich von selbst versteht, beantragt tier Bericht die Sanctionierung der Wahlresormgesetze, und in Abgeordnetenkreisen zweiselt man nicht, dah die Sanction in Kiirze er-solgen wird. Diese Zuversicht ist so allgemein, dah bereits im Lager von Freund und Feind fur den nach sten Wahlkamps gerustet wird. Allen voran sind, wie immer, die ruhrigett Deutschboh-uten. Schon am 9. April tritt in Prag ein Aus-schuh deutschbohmischer Vertrauensmanner zusammen, um Vorbereitungen zu treffen ftir die directen Reichsrathswahlen. Auch in den iibrigen Kron-landern werden seitens der Versassungspartei Aus-schiisse eingesetzt werden, welche in engster Beruh-rung mit den Wahlern die Leitung der Reichsrathswahlen in die Hand nehmen werden. Der Kampf der Versassungspartei wird voraussichtttch kein leichter sein, da die Gegner ebensalls schon jetzt stir den Wahlkampf die Riistungen beginnen. In Prag, Briinn, Lemberg, Laibach und Innsbruck werden, wie es heiht, bereits jetzt von gegnerischer Seite Anstalten zur Einsetzung von Comics ge-trosfen, welche sofort nach der Sanctionierung der Wahlreform ihre Thatigkeit beginnen werden. So buntscheckig auch die Elemente der versassungsgeg-nerischen Opposition sind, deren Spitzen sich jungst aus dem Foderalistencongreh begegneten, in der Er-kenntnis scheinen sie sich alle geeinigt zu haben, dah mit der Wahlreform als einer vollendeten Thatsache gerechnet werden miisse. Dem gegenuber kann die Versassungspartei aller Lander nicht zeitlich genug fiir den bevorstehenden Wahlkampf sich rnsten, und gefehtt ware es von ihr, wollte sie im Vertrauen auf die Regierung sich etwas von der Arbeit erlassen. Geradejetzt werden die Gegner ihr auherstes aufbieten, um sich in ben Besitz der Regierungs-gewalt zu setzen, um der Funbameutalpolitik zum Siege zu verhelsen. Darum ungesaumt an bie Arbeit! Der Fin anzmini ster beabsichtigt, noch vor Beginn ber Osterserien des Reichsrathes eine Vorlage, betresfend die Leistung der Zucker-, Brannt-toein- und Salzsteuer, einzubringen. In der Vorlage follen die untcr bem Sistierungsministerium lediglich mit Riicksicht auf die grotzen Unternehmun-gen unb zum Privatvortheile bcr Sistierungsmini-ster erlasscnen Steuergesetze abgeandert, speciell soll die Pauschalierung und Riickvergiitung der Zucker-und Branntweinstcuer praktischcrcn Prinzipicn als den jetzt geltenben angcpaht werden. Die Abande-rungen, welche die Salzsteuer bctrcffen, ent* sprechen den wiedcrholt von wirthschastlichen Auto-ritatcn geauhcrten Wiinschen. In u n g a r n riiftet man sich bereits zur Revision der 1867cr Vertragc. In ber lctzten Sitzung bes ungarischen Abgeordnetenhauses tier-suchtc es die vereinigte Opposition, dem Zoll- und Handelsvertrag mit Oesterreich ein Bein zu stellen, indem sie sich fiir den Jranyi'schen Antrag erklarte, eine Commission zur Untersuchung ber Resultate jcncs Vertrags zu entsenden. Die Majoritat ging jedoch auf biefen Antrag nicht ein, obwohl ihn ber Jranyi fecunbierenbe Fiihrcr ber Linken, Koloman Tisza, als ganz uttocrfanglich darzustellen suchte, fondern ncthrn ben Deal 'schcn Antrag an, dcm-zusolgc die Regierung beauftragt wird, eine En-quete zu veranstalten unb auf Grund der gepfloge-nen Qjnhebungen iiber die Folgen des VcrtrageS dem Hausc zu bcrichtcn. Was die eventuellen Be-schliisse des ungarischen Reichstages auf Grund der Regierungsbertchte betrifft, so ist jener allerdingS berechtigt, um, da die ersten suns Jahre der Ver-tragSdauer abgelaufen sind, die Ervffnung der Ver- handlungen mit Oesterreich zu verlangen, wenn auch die Untersuchung bet bisherigen Wirkungen des Vertrages nachtheilige Folgen fur Ungarn er-geben wurben. Ausland. Im deutschen Reichstage kamen jttngft zwei Regierungsentwurse zur Sprache, welche Klarheit zu verschaffen geeignet find uber die Kanale, in welche dec uberwiegende Theil der Milliarden abflietzt. 187 Millionen verlangt die Regierung zur Griindung eines Invaliden-fonde und 72 Millionen zu Festungsbau-ten. Der Reichstag bringt den beiden Forderungen eine giinstige Stimmung entgegcn, will jedoch die Controle uber die Verwendung der obigen Sum-men nicht ohneweiters aus der Hand geben. Die beiden Vorlagen wurden einer Commission von 21 Mitgliedern uberwiesen. Lasker und Volk bereiten Jnterpellationen vor, welche kurz nach den Oster-serien an die Reichsregierung gerichtet werdeu sollen. Lasker beabsichtigt, die Frage der gesetzlicheu Competenz bei Grunduug und Verwaltuug von Actiengesellschasten zur Sprache zu bringen; Volk bringt die Angelegenheit der Einrichtung von Civil-stands-Registern in Fluh. Die v e r s a i l l e r Kammer hat in ihrer letzten Sitzung beschlossen, vom 6. April bis zum 19. Mai Ferien zu halten. Die ruralen Vertreter Frankreichs werden somit durch sechs Wochen Ge-legenheit haben, sich uber die Gesinnungen ihrer Wahler und ihrer Wiinsche, betreffend die Consoli. dierung der Republik und den Auslosungstermin, zu iuformieren. Das in London bestehende Carlisten - Comit6 de» mentiert die Nachricht von Don Carlos' Abdan-kung, ebenso von seiner Riickkehr nach Gens; Carlos werde mentals abdanken, er wolle sein Leben fiir Spanien opsern und bereite sich zum Marsche auf Madrid vor. Erst am Donnerstag empfing das Co-Mit6 Boten von Carlos mit Dcpeschen. Die Be-richte sollen gunstig lautcn, und wurde die Auf bringung von 50,000 Pfund, welcher Betrag zur Ervberung des Thrones fiir ausreichend gehalten wird, iefchtosfen. Viele carlistische Soldaten find Mit Remington-Gewehren bewaffnet. Franzosische Blatter erhalten Mitiheilungen aus Lissabon, dah die Proclamierung der spanischen Republik in Rio de Janeiro, Hauptstadt von Brasilien, Unruhen hervorgerusen Habe. Die Repu blikaner dieser Stadt wollten illuminieren, und in eiuzelnen Kausladen sah man das schon geschmuckte Bild der markantesten Personlichkeit der Republik, Emilio Castelar. Bewaffnete Macht mutzte eiuschrei ten. Man sieht, datz die republikanische Idee ihre Macht noch nicht verloren hat. Ueber den Ocean hinuber erweckt fie Begeisterung in alien Herzen, die fiir Freihcit und Selbstbestimmnngsrecht des Volkes schlagen. stir den Herrn Offizier vorhanden fci. Unfer Reisen-der erkannte in bent wohlbeleibten Diener des pariser Goldonkel« eintn Sohn der freien Stadt Frankfurt und fragte ihn deulfch, ob er wifse, was eitt Stroh-bund fei? Der gute Frankfurter sah ihn verbliisft an. Bismarck ntcinte writer, auf einen solchen Stroh-bund werden renitente HauShofmeister mit bent Riicken in bie Hohe gebunben, unb das anbere ergebe sich von felbst ... In weniger at« einer Viertelstunbe war alles gesorbertc bo. Zur TageSgeschichte. — FUrst Bism arck unb Baron Roth, fchilbs Ha u s h ofmei st er. Die „Voss. Ztg." er-ziihU - FUrst Bismarck hat seine Lblichen Einlabungen iu seinen Samstag-Eoirsen an bie Reichstogsmitgliebet e*|affen. Diesen ging gestern, 27. b., eitt parlamenta *%« Diner in ber AmtSwohnung be« Reichskanz )ct8 Doran, bent MUgtieber aller Patteien be« Par jament« beiwohnten. Er wurbe betnerlt, batz bie Con-ftrbatiben nicht fo zahlreich at« fonst vertretkn »aren. Unter ben Anwefenben befanben sich PrLsibent Dr! Simson, Freiherr von Bennigsen u. a. m. Der Reichekanzler war in seiner besten Laune, unb als nach Qusgehobener Tafel seine Gemahlin ben Gasten bie ®igarrett herumreichte unb ber Flits} seine (ange Pfeife Otiziindele, erzcihlte er unter mannigfachen Abenteuetn a«s bem letzten Kriege auch nachfolgenbe broUige Historic; Er fant fpLt abends nach einem vielstiindigem Rttte er-wiibet uub huitgrig auf ber bcrUhmten Besitzung bes Baron tottt Rothschild an. Der HauShofmeister von Ferti&rtS Degcgnete ben befcheibenen Wvnfchen bes bamoligen ®rafen nach Speife, Irani unb Lager mit hechfahrenben '^nzLsifchen Worten, bie barauf hinauSlief en, botz nichtS Local- unb Provinzial-Angelegenheiten. — (SBieber eine Adreffe an ben Papst.) Urn eine angenehme AbwechSlung in baS alltagliche Leben zn bringen, fcheinen bie Frontmen, ba ihnen in letzter Zeit alleS rnisglllckt ist, ihrem Aerger in einer Beileibsadreffe an ben „mit Effig unb Galle getrSnk-ten* Papst Lust zu rnachen. (Mutz tin gutcr Effig sein, ber jahrlich einige Millionen ben Jtolienern ko» stet!) Wie nnS vcrfchicbenc Ohrenzeuzen etzohltcn, hat beint neutichen RealschulgotteSbienste ber vielseitigc Koch-buchfabrifant P. Lesar bie Jngenb bereitS Uber ben Werth folcher Abreffen ausgettart unb in gewohn-ter genialer Weise ben unserem Staate besreunbeten Ko-nig von Jtalien einen Lanbesvater genannt, „ber nicht bag Wohl, fonbern bie Wolle seiner Unterthanen will"!! Wir erwarten itbrigcn«, dotz, wenn ber Adressenschwin-bel roirtlich in Szene gesetzt wird, bie ©chulbirectton ihre ©chutbigteit ihue unb einem solchen MiSbrauch der Jugend enetgtjch entgegen trete. — (Zur Weltausstellung.) Das mit bem OessentlichkeitSrecht auSgeflattete unb mit einem Kinbergarlen verbunbene Modcheninstitut bet Fraulein Rehn in Laibach fanbte zur Weltausstellung Arbeiten aus bem ©ebiete be« Kindergartens. Dicselben wurben am 19. unb 20. v. M. in bem Schullocale, Fiirsten. Hof l. Stock, zu jebetmann« Besichtigung ausgestellt. — Bon ben beibcn stcilischen Knaben-Volksschulen in Lotbach schickle bie erfte an 100 geichenarbeiten, 6 Jahresberichte unb ben Lehrplan, bie zweite eine teiche Sammlung von Zeichenarbeiten ein. — Vom „ Slovensko učiteljsko društvo" in Laibach gingen eitt; oerfchiebene Zeichnungen aus ber k. k. WetkS.VolkS-schule in Jbria, Zeichenvorlagen unb ein Tellurium mit au« bem Deutschen in bos Slovenische llbcrsctzter Erklarung; mehrere Holzgattungen, bie in Dbettrain zu Iischleratbeiten cerroenbet werbcn, al« Lehrmittel; Mobelle von lonb- unb houSwirtschaftlichen Geriithen, von ben Schiilern ber Volksschule zu St, Marein auSgeslihtt; bie literarifchen Arbeiten bet beibcn Leh. ter, bie ben Serein reprosentieren. — Die Lehrer Cedin in Krainburg unb Levični! in EiSnern fchidf* ten je eine Rechenmaschine, erfieter auch ein beweali-ches ABC ein. — (Flora Krains.) Herr Stobtzimmer« meister A. Gvaiz hot im MogistrotSsoale ein Tableau, bie Flora Krains borstellenb, ausgestellt, welched ber* felbe zur Weltausstellung in Wien einfenben witb. Das Tableau, in gefchnitztem Holztahmen, mit bem Wop-pen KrainS gefchmUckt, eulhall olle befonbetett Et-fcheinungen bet Blumenwelt KroinS nebst einigen auch autzkrhatb unfetes Lanbes votfommenben. Im Hinter-gtunbe ist bag Alpenpanorama von Laibach mit bem ©rtntouc, bet Kotfchna unb bem Grohkahlenbera qemolt, bic AuSftihrung bet Pflanzen ist eine feht correcte unb genaue. (Sin Verzeichnis gibt Namen unb Funb-ort ber Pflanzen an. Da bas Tableau nut kutze Zeit ausgestellt bleibt, fo machen wit bas Publicum barouf aufmertfam, eS balb zu befichtigen. — (LnlS tzlich ber Rin betpest in Dbertratn) etloht bie l. k. LanbeStegierung fot« genbe Kunbmochung: Da tout bet Serlautbarung vom 26. v. M., Z. 2325, bie Rinberpest burch (roattfcheS Hornvieh auch in Kroin in ber Ortfchoft ProZe unb bet Stobt Ktoinbutg, fpfitet abet noch infolge bet* fetben »eranloffung in FltiCnigg im Bezirke Ktain. burg unb in Rolfchoch im Bezirke Rabmannebotf zum AuSbruche kam, gegcn welche Ausbrllche foalei* bte: flcengflen veietinLrpolizeilichen Mogtegeln, barunter ouch bie Keulung fLmmilichet kronken, a ber auch qe-funber, mu biefen in Bervhrung gewefener Rivbet in Au«fiihrung (amen, so haben bie k. f. ©tatthaf« teteien unb LanbeSregietungen bet benachborten Lan« ber unb lout hieher getangter iimtlichen Mittheilung auch bic k. k. LanbeSregierung in Solzbutg in Gernah-heit bes RinbetpestgesetzeS vom 29. Juni 1868 ihte ©renje gegen Stain obgcspetrt unb jeben Berkehr mit ben im § 2 bieses GesetzeS benanntcn Vich. unb anberen ©egenjitinben mit Kroin vcrboten. Dies wird hiemit zut Dornochochtung mil bem weiteren Bebeu. ten zut allgemeinen KenntniS gebracht, botz in Ge. mohheit be« § 27 be« obbczogcncn GesetzeS auch in benjenigen Otten KroinS, welche im Umfteife von btei Meilen von ben bisherigen ©euchenorten Praše, Kroinburg, FlLdnigg unb Rotfchoh liegen, fUt bie Doucr ber Scuchc bos Adhaltcn von Viehmorkten firenge untcrfagt ist. — (Theater.) Die gcsttigc Votstcllung im Theater fanb vor einem in alien Raumen UbcrfUlltcn Hanfc stott unb dot be« Schoncn unb Jntercffonten viele«, wenngleich ein pele mele von Dctfchicbcnen Opernokten nicht nach unferem Gefchmocke ist unb jede Jbee einer bramatifchcn Entwicklung von vvrn-herein ausfchlietzt unb bohet ba« Spiel be« Schou-spielers faum verstonblich macht, welches abet gonz unvcrstonbcn bleibt fttr ben, ber bie vorhergehenben Akte nicht lennt ober sich viclleicht ihrer Hanblung nicht erinnert. Frl. Klementine Ebcthordt fang die Agothe im 2. Akt be« „Frcifch1itz« und ba« Duett im 4. Aktc der „Hugenvtten"; ba« Aennchen follte Frl. Ziizilie Eberharbt fingen, boch wurbe beren Auftteten unpotzlichkeitShalbet abgefagt, unb Frau K topp fang bie Partie, betannttich eine ihrer votzllglichsten Leistungen, mit witklich hinteihen. bem Humor unb reizenber Solorotur. So eine Agothe, fo ein Aennthen, das lieh sich HSten. Ftl. Eberharbt fang inSbefonbetS boS ©ebet feht fchtin unb ttaf ben Jubelton be6 MiibchenS, boS ben lange unb bange er* roarteten Geliebten plotzlich vom Fenster ouS sieht, fo fchtin unb wohr, wie wir ihn tange nicht meht ge» htfrt haben. Beibe Domen wurben mit (tilrmifchem 33cifalle belohnt. Die Leistnng Klementine QberharbtS im 4. Akte bet „Hugenotten" zeigte un« bie Kraft bet Stimme, bie ©efongSfunfl unb ba« bewegte bra* matifchc Spiel bes Fraulein« im gtdnjenbflen Lichte. Herr Stoll untetstiitzte bos Fraulein iiberrafchenb gut, insoweit seine Stimme unb sein Spiel fttr fo hochttagische Momente auSreichen fiJnnen. Beibe fan* ben vetbienlen Beifoll, Frl. Eberharbt wurde Uber. dies beint Erfchetnen at« Valentine mit *nem ftirm« Uchen ©lumenregen tiberfdjUttet. ,.Marthas" 2. Akt von Flotom wurbe vortrefflich gefungen in ber bem Publicum bereitS befannten Befetzung. Neu war nut Hett Pollak als Plumfett. Hetr Pollak hielt Mafj unb mochte infolge beffcn ben besten Einbruck, deffen wit uns bei alien seinen bisherigen Leistungen ent-flnnen. Sein etwas berbeS Spiel hatte ctwaS frifthce unb erquicfenbe«, seine Stimme flang voll unb ange. nehm, unb ba er Mafj hielt, war auch seine Jntona. non Iiberrafchenb rein. ,.Fra Diovolo" (1. Akt) ist noch von zwei jllngst gefpielte« Ausilthrungen her be. fannt. Hett Gerstner, bet Benesiciont, fpielte ba« Anbante auS bem Menbelssohn'schen ©ioltnconcerte (E-moll) so vvllendet, so -mei|ierhafl, wie uns dieser (unge unb talentreiche Ktinstler e« zu htiren bereitS verwLhnt hat. Der gonze Abenb tann baher al« tin intereffanter unb genutzreicher genannt werden. — (Schlutzverhanblungen be’im k k. Lonbesgerichte in Laibach.) Am 2. April. Franz Berloncet: Tobtfchlag; Franz Pogačnik: Roub. — Am 3. April. Florian Prosem unb 2 Genoffen: fchwere korperliche Beschobigung; Ursula J?rainc: Be-trug; Fronz Trojer: schwere kLrperliche Beschobigung unb Lffentliche Gewaltlhotigkeit. — Am 4. April. Martin Boltič unb Genoffen: schwere kvrpcrliche Be« schabigung; Martin Skočir: Lffentliche Gewoltthotigkeit' Anton Slugo: Bergehen gegen die Sicherheit be« Leben«! Telegraphischer Coursdericht am 1. April. Papier-R-iite 70.25. - Silber-Renle 73.________i860« J ; ~ Silver 107.75. - St.k. Mttm-Ducatn, —. — SO-Kr°ne-Stttcke 8.73. ' Staatsfonds. Lperc. Rente, ost.Pap. bto. bto. 8(1. in Silb. Wiener Borse vom 31. Man 70.75 73.35 C von 1854 .... 97.25 c von 1860, ganze 104 25 -----------ft. 121.— 145 50 80 Lo............. u—u Lo e von i860, Fitnfi Pramiensch. v. 1864 Grundentl.-Obl. Eteiermark zu 5 pCt. SLrnten. Krain. u. Kitstenland 5 Ungarn zu. . 5 Aroat.u.Slav.5 Giebenbltrg. zu 5 Action. Nationalbank . Union - ©anl . EreNtanstalt . N. b. EScompte-Ges. Anglo.-osterr.Bank Deft. Bodencred.-A. Oest. Hvpoth.-Bank Steier. EScompt.-Bk. Franco - Austria . Saif. Ferd.-Nordb. SLdbahn-Gesellsch Saif. Elisabeth-Bahn. Karl-Ludwia-Bahu. Siebenb. Bsenbahu Etaatsbahu ... Saif. Kranz-IosefSb.. FLuft.-Barcser E.-B. «lfS!d-Fium. Bahu. Pfandbriefo. ttetion. 5.83. verloSb. flog. Bod.-Lrediranst. Lug. Sst. Bod.-Lredit. dts. in 88 I. ntckz. .j 90.- 89.50 81 25 83.75 79.25 965.- 249.- 335.- 1190 307.- 2-?4.- 860.'- 139.50 2250 190.50 244.— 225.50 172.50 332.— 222.50 187.— 170. Ware 70.80 73.40 97.50 105.51 121.50 146. 91.— 90.50 81.75 83.75 79.75 967. 249.50 335.25 1190 807.50 295.— 90.; 87.75 100. 88. 140.- 2255 191.— 245.— 226. 173. 33.3. 223.— 188. 170.50 Oest. Hypoth.-Bank. Prioritats-Obl. SLdb.-Ges.zu 500 Fr. bto. BonS 6 pCt. Nordwb. (100 fl. CM.) Sieb.-B.kMOfl. 8». StaatSbahn pr. ©tild StaatSb. pr. St. 1867 Rudolfb. (sooft.o.sm.) Franz-Iof. (200 fl.S.- Loso. Credit 100 fl. 8. W. Don.-Dampssch.-Ges. zu 100 fl. CM. . Triester 100 fl. S3) bto. to fl. 8.W. Osener . 40. fl. 6.SB. ©aim P-lftY . Clary . „ St. @citoie„ Windischgriitz Waldstein . Legleviq . RudolsSstift. Wechsel (3Mon.) Aug«b.i00fl.Md.W. Franks. 100 ff. „ „ London 10 Pf. Sterl. Paris 100 Krave- • Mttnzen. 90.55 Kaif. Miinz-Ducatrs. 88.—Iso-tzranksstitck . . . 100.25 BereinSthalcr . . . 89.251 SVber.................... Geld 91.50 109.25 100.50 91.50 129. 123.75 94.30 100.40 189.50 89. 118.— 30.50 38.— 27.75 38.— 23.25 24.-17.06 15.25 91.80 92.10 108.95 42.65 5.18 8.72 163.25 Ware 92.— 109 50 100J5 91.75 130.— 124.— 94.79 100.80 190,- 99.— 118.50 3L-39 — 28.55 23.75 24.50 18.25 15.50 92.20 109 10 42.75 5.19 8.72s 163 50 107.90 108 10 Bdmerbad, . (das steirische Gastein), Ervffmmg bcr Saisvn am 1. Mai, an bcr Siidbahn (mittelst Eilzuges von Wien 8*/8, von Triest 6 Stunben), sehr kraftige Alpenthermc von 30 Grad E., bksonders wirk-sam bei Gicht, Rheumatismus, Nervenleiden, Lah-mungen, Schwachezustanden, Frauenkrankhei-ten, Menstruationsstorung, Knochen- unb Ge-lenkskrankheiten etc. Reizendste Alpenlandschaft, auZ-gedehntc fchattenreiche Promenaden, comfortable Wohnungen. Badearzt H.rr Professor Dr. Karl Folwarczny. — Ansfiihrliche Profpccte mit Tarif gratis unb franco zu be-ziehen dnrch die (i76—1) Badedirection Rbmevbad in Untcrsteiermark. Das „35ct*riiicr tLflnrlHuir ist die billigste unb reichhaltigste Zeituni; Dcutschlands. Dasselbe bringt in fetiicm umfangreichen |ialtti= schen Theil freiftimig gehaltene Leitartikcl, politische Nachrichten unb Correspondenzen, fowie zahlreickie tele-graphische Depefchen; es enthalt fcrnct berliner Local-und vermifchte Nachrichten. grLtzere anssiibrliche Be-richte und Leitartikcl iiber ruiminumlc Angelegen-heiten, tin interessontes Fenilleton, sowie einen Biir-sen- nnd Handclstheil, welcher alle stir das grvtzere Pnblicnm wichtigen Handclsnachrichten sowie einen vollstairdigerr Conrszettel der berliner Biirse in sich fchlietzt. F!ir das II. Qnartal abonniert man anf das „verli»er Tageblatt", wel-chem jeden Donncrstag das hnmoristisch-fatirische Wo-chenblatt Telegramme. Wien, 31. Mcirz. Das Abgeordnetenhaus nahm das Vagabundengesetz unb ben Gesetzentwurf, bctrcffcnb bit Herstellung eincr Eisenbahn von Ra-konitz an bie pilsen-priesener Bahn unb von Falkenan an bie sachsische Grenze, an. Die Regierung brachte einen Gesetzentwurf, betreffend bie Eisenbahn Knit-tetfelb bis an bie steirische Grenze, ein. Der Ver-fassungsausschutz genehmigte enbgiltig das Gesetz, betreffend die zeitweise Einstellnng der Geschwornen-gerrchte. (186—1) UMl Docent Dr. Tanzer ans Graz wird vom C. April d. I. an in Laibach im ,,Hotel Elefmit66, 1 Stock, Zimmer 9ir. 20 und 21, taglich von 8 bis 6 Uhr im zahnarzllichen nnd zahntechnischen Fache ordinieren. Der Anfcnthalt ist oaf nut' 15 ZitflC fixiert. Die p. t. Zahnpatienten wollen sich daher beeilen, gleich in den etflen Tagen vorzukommen. Dr. Tanzer. Witternng. Laibach, 1. April. NachtS sternenhell, starker Dicif. Wolkenloscr Vormittag. NachmittagS sonnig, fedrige »chidjtrooltcii, schwachec Rordost. Temperatur: Morgens 6 Uhr — 0 2°, nachmittaq« 2 Ubr + 15-2" C. (1872 4- 13-4", 1871 + 7 3 ). Barometer im Fallen, 736 34 Millimeter. Das gestrige Zagesiaittel der SBarme + 5-9°, um 10° nnter dem Normale. C. J. Hamann „znr goldenen Quaste“ Laibacli, Hanptplatz, cmpfiehlt sein stets mit dcm Neuesten gut sortiertes Lager von: Seiden- und Woll-Crepin, Gallons, Quasten, Behange, Spangen, Woll-, Seiden- und Pelz-Fransen, schwarz und farbig RepS, Atlas, Noblesse und Taffetas, schwarz und farbig Seiden- und Baumwoll-Sammte, Woll- und Selden-Plusch, schwarz und farbig Noblesse, Faille, Atlas, Moiree-und Sammt-Bander, schwarz, weiss und farhig Baumwoll-, Zwirn-, Seiden- und Woll-Spitzen, weiss und schwarz, glatt und fa^onniert Selden-Tiill, •/, und */4 Blondgrund fur Brautschleler, Gaze, Frou-Frou, Hutschleier, Tull’ anglais, Batist-Clair, Moul, Crepe-Lisse, geschlungene und gestickte Moul-, Batist- und Leinen-Streifen, Mousselin, Organtln, Aermeifutter nnd Futterleinen, Sarslnet, Percail, Vor-hang- und Schlafrock-Quasten, weisse Vorhang-Halter, Mobcl-Chenillen-Fransen und Crepin, Wagenborten, Leinen-und Percail-Bander, Knopfe jeder Art, Seide, Zwirn, Na-deln etc. etc. Bestellungen nach Ausw'arts werden postwendend expe-diert und GcgenstUnde, die nicht auf Lager, bereitwilligst besorgt. (12—32) Angekommene Freiude. Am 31. Mcirz. Slot«! Ir'ilt'l'uilt. Wo- ratscheg, SchLnlinde. — Prnker, Karnten. — Pec, Stein. — Supan, Sauer-brnnn. — Birk. — Ka-nitz, Pest. — Fran Vicic mil Familie, III. Feistriz. Hotel Stall* Wft*n. Luj, Ksm., Gottschee. — Adler, Werner nnd Tal-bing, Kausleute, Wien. — Ruprecht, Kfm., Prag. 99 mit me isterhaften Illustration en von II. Sclierenberg;, sow e jeden Sonntag das fenilletonistische ,3onn!(igsblntV< bcige^cben werden, zinu Preise ban it nr 1 Xl)lv. 15 Sgv. fur alle brei Bliitter znsammen. (184) Verstorbene. Den 31. Mar 3. Leopold Ukak, Taglohnerskind, 5 Bio-nate, Elisabeth-Kinderspital, Auszehrung. — Dem Thomas Wolta, Schnhmacher-meister, feine Gattin Theresia, 54 I., Sladt, Nr. 209, nnd Anton Perdan, Hansbesitzer, 74 I., Krakan Nr. 65, Eirt-artung der Unterleibsorgane. Gedenktafel fiber bie am 3. April 18 73 ftattfiubenben Li-citationen. 3. Flb,, Drobnii'sche Real., Grotzoblak, BG. Laas. — 3. Feilb., Stojan'sche Real., Lanzowo, BG. Nadmanns-dors. —2. Feilb., Walland’sche Real., Seisenberg, BG. Sei-senberg. - - 1. Feilb., Trn-ben’fche Real., Jgendors, BG. Laas. — 1. Feilb., Palcic'sche Real., Podcirkn, BG. Laas. — 1. Feilb., Vertaknik’sche Real., Grabiše, ®G, Laas. — 1. Feilb., Pregel'scke Real., llslje, BG. Littai. Zu vttpachtm cm Gemusegarten in der Ltadt allsogleich. Na-heres in der Expedition dieses Blattes. (187) Die WechseSstube der Wiener Commissulls-Lank, Schottenring Nr. 18, einittiert Hczag§*§<;ltciiie anf nachstehend verzeichnete Losgrnppen, nnd find diese Znsammenstellnngen schon ans dem Grunde zn den vortheilbastesten zn zahlcn, weil jedem Jnhaber eines solchen Bezngsscheines die Mtiglichkeit geboten wird, faminttidbe Hanpt- nnd Nebentreffer atleiii zn machen und antzerdem ein Zinsenertragnis von 30 Frcs. lie tialil Mild lO 11. lit Banknoten zu genichen. <3nipi>e -A.. (Jiihrlich 16 Ziehnngen.) Monatliche Raten L 10 fl. Rack Erlag der letzten Rate erhLlt jeder Theilnehmer solgende 4 Lose: 1 5per*?. JSOOcr fl. 1 Oei*c. kut«, tiirk. 400 Francs - Stanlsloe. Hanpttreffer 600.000, 300.000 Francs effectiv Gold, t lierzoigl. llr«miscl»wel|eer ISO TEinlrr - IjOS. Hanpttreffer 80.000 Thaler vhne jeden Abzng. 1 IiisiNbruclter- (Tirolci*-) f>oe;. Hanpttreffer fl. 30.000. Gruppe 13. (Jiihrlich 13 Ziehungen.) Monatliche Raten L sl. 6. Nach Erlag der letzten Rate erhLlt jeder Theilnehmer solgende Lose: t Stpere. kalN. tiarlt. 400 B«'rcs.»Staat»los. Hanpttreffer 600.000, 300.000 Frcs. effectiv Gold. t licrzotcl. braiBiiMPhwpiicer SO Tlialer-IiOS. Hanpttreffer 80.01 0 Thlr. ohne jeden Abzng. Saelisen-MeliileijBCH-Sjos. Hanpttreffer fl. 45.000, 15.000 fitbb. Wahr. Fcrner Bteziigssclieine aiiC l‘iinl'tel OOer Spere. Staats-Eose. Monatliche Raten a fl. 6. Ferner Bez«K*8elieiiie a eel" fcaiize ISltier Slaatslose. Monatliche Raten u fl. 10. Ferner ISeziigssclielne nul' lialbe 18»ru*ker-Lose; Monatliche Raten L fl. 2._____________________ Anherdem itbernimint das BLrfen-Comptoir nnd die Wechselstnbe der Wiener Commissions-Bank alle roie immer Namen habenden Bank-, Wechsler- nnd Borfengeschafte. Vista-Wechfel nnd Accreditive werden anf alle grotzen Pliitzc Enropas und Ame-rikas billigst ansgefchrieben. Die Austriige am hiesigen Platze nnd ans der Provinz werden sehr rasch, reelt und prompt ansgefiihrt und die dnrch das Borfen-Comptoir ang'.uften Werthpapiere nnd Valuten mit Riicksicht auf die jeweilige Lage des ffielo: ..;Eie§ miter ten billigsten Bedingnngen belehnt. Die Gefchastslocalitaten bleiben taglich von 9 Uhr morgens bis 6Uhr adends ohne Unterbrechiing gevffnet. Anowijntirra Anftnairo werden prompt und auch gegen Nachnahme effectniert. nllundl Ll^tJ Alii 11 dp — Ziehnngslisten werden nach jeder Ziehnng franco gratis verfendet. (152—8) Druck vm Jgn. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibach. Berleger und stir bit Redaction verantwortlich: Dttoraai Bamberg.