Schriftleituog: «atha»Sgafic Nr. 6. tflruto« «r. »I. tMrmtoa sw ■ntutoif Hi Hon»- a. Ifrfitt-Cot< »»» II—t» ü*i »«rm. C tn*| *rt:bm mrrV» (MI ■ «ridwM h aaawnlak tu- llINlim *<6t lall]!((■■|- „t ulk»» «««»• crtöttu l*n »ie-w> ch »»d italt. f*f> prl'tfltt-SsttJt (*.»« «knoaltllig: MathauSgaflc Vh. 5. Zelctt» Rt. 11, 1nttt«rt>«n »»«« du f»ft ocn jt« : mtcrKltlitcti . . . K $ K änlMUMa . ... IC 6«« •amlltirig . . . K 1* *0 1*« <1111 ott Aufteilen, in« (Ul I PttBUtU« . . . .« 1-StcctcfMtia . . K fr— fcmlbjitocig . . . X <■-•anuDirti . « .» U-— }*»• lollnn» ntzvhc» stch ktf » stand, s beim Ministerpräsidenten und anderen Mitgliedern der Regierung. Einstimmig wurde folgender Beschluß geiaht: „£er Deutsche Nationalverband spricht neuerlich die bestimmte Er-Wartung aus, daß die Regierung die schon längst al» notwendig erkannte und vorbereitete Neuordnung der Dingst in Oesterreich durchführen und die Möglich-feit für die Wiederaufnahme der parlamentarische» Arbent schassen wird." Die von dem hierzu bestimmten Ausschüsse im Einviernehmen mit der christlichiozialen Partei aus gestellten gemeinsamen RichiUnien wurden entsprechend) den Borschlägen deS Vorstandes mit geringen Aend»erungen angenommen und der Vorstand beaus« verwundete.*) ?lu« einem Krämer Reservespitale. Von f. f. Land sturm-Oberarzt Dr. Friedrich Steiner, Cilli, Der Theaterfaal, groß, einsach, rechts und li>. ks ei» Säulengong, helle Malerei, nicht ausdringlich, vier Stufen führen hinunter, breit ausladend, ge> schweift. Hoch ist der raal und luftig, nicht groß die Bühne, schön beleuchtet, ganz bescheisen der Ein-flüsterkasten, Es wird gespielt; Schauspieler >nd Mittelschüler, auch die Frauenrollen werden von Bürschchen g spielt. von Bürschchen, sz jung, sosreu-dig in ihrer satten, gesunden Kraft. So — war es vor einem Jahre, al« man für Soldaten vor Soldaten spielte, al« der Spitalibelag ein geringerer «ar. Heut' sieht'S ander« auS. An der Tür des Theaitersaale« ist ein weißes Pappkärtchen angebracht, mit Wort und Zahl: Zimmer 43. Und drinnen im Saale sind 75 Betten ausgestellt, ein kleine« Kranken-hau« im großen Krankenhause, schön warm. Eisen-betten und gute Decken: blau >und schwarz, rote Tupsf.'n. grüne Tupfen, schwarz und blau, schwarz und grün, grün und blau gestreift. Dazu d.rS eintönige Weiß der Bettwäsche, da« zum Augenausruhen einla.de'. Der Saal ist mit Leichtverletzten und Leicht-kranker voll belegt. Einige verbundene Augen und köpfe und Hände, •) Mit B«n> ttigung des Verfassers der »Oesierr Bollszjeitung" (Wien) enlnommen. tragt, da« weitere Einvernehmen mit der christlich-sozialen Parte: zu pflegen. Einen breiten Raum in der Erör'erung nahmen die Fragen der Lebensmittelversorgung ein. Fast sämtliche Anwesenden beteiligten sich an der Bera-tung hierüber, welche zu wertvollen Beschlüssen führte, über die not' zu berichlen sein wird. Es kam hierauf die vor kurzem verfügte Er-höh»ng der Eisendalmlarife zur Sprache und e« wurde sodanu folgender Antrag deS Abgeordneten Heine zum Beschlusse erhoben: Die neuen Eisenbahntarise finde» ihre sachliche Begründung in der KriegSlage. Die finanzielle Rüstung des Reiches wird dadurch verstäikl und da« wirtschaftliche Durchhalten bis zu einem siegreichen Ende nntgesichert. ES muß aber auS diesem Anlaß von der Regierung mit allem Nach druck verlangt werden, daß auch durch innere Re-sorwen im Zinne der bekannten Anträge deS Staat»-eisenbahnratcS die Verwaltung der SlaatSbahnen ökonomischer gestaltet und dadurch Ersparnisse erzielt werden, die zur Deckung der durch den Krieg er-höhlen Betriebskosten herangezogen werden können. Auch wird neuerlich die restlose Auflassung der völ lig »berechtigten Frachtbegünstigungen sür einzelne mächtige Kailelle undGioßunt^inehmungen verlangt. Durch diese Maßnahmen würde es ermöglicht, sie in ihrer Gänze zur Verzinsung der Kriegsschulden zu verwenden. Endlich hätte die Regierung zu verfügen, daß den Privat bahnen aus den in AuSsicht genome menen Anteilen an den KriegSzuschlägen kein ge-schäftlicher Nutzen ei wachse. Dieser Anteil wäre daher ohne Rücksicht aus die Rentabilität deS Ui ternehmenS lediglich daraus zu beschränken, daß die BetriebSsüh-rung gesichert bleibt. Im Anschlüsse daran wurde der Vorstand be-auftragt, im Eisenbahnministerium im Interesse der Wohnungssürsorge die Forderung zu erheben, daß die Preiserhöhung der MonalS- und Jahreskarten für die Fahrt von den in der Umgebung großer Städte gelegenen Orten in die Stadt aufgehoben werde. Ueber den Verlauf der Beratung wird noch mitgeteilt: Der Vorsitzende berichtete eingehend über die Vorsprach- beim Ministerpräsidenten Grasen Clam° die Fußverbände sieht man nicht, hin und wieder ein leichter Hustenstoß. Viele, viele Sprachen hört man. Mancher betet, andere schwätzen halblaut, oder — putzen sich die Nägel, oder lesen. Die Zk'tungen sind nicht neuesten Da ums, sie erfrischen jedoch immer und bringen denen immer Neues, die nur an Gleichsörmige» ge-wöhnt sind: Schwarmlinie und Reserve, Berwun dung, Sammelstille, Marsch, Reserve, Schützen-graben. Das Essen kommt. Eßschalen auf großen Bret-tern, die von je zwei Wäitern getragen werden. Gut ist die Suppe; dazu Rindfleisch mit Kohl und ein Glas Wein. Die Decken werden abgehoben, man setzt sich an den Bettrand, leert die Eßschalen, schaut zum Fenster hinaus, freut sich der Sonne und des Spa-zierganges nachmitt.gs. Neben dem Theateriaal ist ein geräumiger Ankleidtraum angebaut, und wo sich früher Pinsel, Puder, Farbe, Schwarzstift, lange Zöpfe, schöne Bärte, Frauenkleider, schlanken Sextanern angepaßt, Fächer und Spitzen um den Vorrang stritten, ist jetzt -ine Vorratskammer: Hunderte von Binden liegen do t, Dreiecktücher, entfettete und nicht entfettete Watte. Körperwäsche, Handschuhe, SpitalSmäntel für Eol-daten, Lederstiesel sür die, welche weggehen. Bett- wäsche und vieles andere. ♦ » Heut ist »Transport ins Hinterland" — gegen vierhundert Soldaten fahren weg. Weder wir noch sie kennen das Endziel der Zahrt und fast jeder der Martinic. Dieser habe zwar aus Einzelheiten nich eingehen können, habe jedoch erklärt, daß die „Neu-ordnung der Dinge in Oesterreich" durchgeführt werden wird. Eine» Termin konnte der Minister-Präsident damals noch nicht angtben. Unrichtig sei eS, daß — wie von einzelnen Seiten gemeldet wurde — die Vertreter des Nalionalverbandes von der Rücksprache mit dem Ministerpräsidenten einen ungünstigen Eindruck mitgenommen hätten. An die Beschlüsse deS Vorstandes über die Richt-linien, die vom gemeinsamen Ausschusse der Ehrist-lichsozialen und Deutschnationalen aufgestellt wurden, knüpfte sich eine sehr eingehende Debatte, an der sich die Abgeordneten Kraft, Profeffor Erb, Kernetter, Dr. von Ntühlwerth, Dr. Steinwender, Dr. Stölzel, Hummer, Professor Dr. Redlich. Dr. Waber und Glöckner beteiligten. Gegenüber den im Jahre 1915 ausgestellten gemeinsamen Forderungen enthält Punkt t> eine Aenderung, der nun lautet: „Die Reform der staat-lichcn Verwaltung ist durchzuführen, die Selbstver-waltung der Länder und Gemeinden ansrechtzuerhal-ten und mit Rücksicht aus die in einzelnen Ländern bestehenden Verhältnisse noch in einer den Bedllrf-nisfen der Bevölkerung entsprechende» Weise um-und auszugestalten. Insbesondere ist die Kreiseintei-lung in Böhmen durchzuführen und die deutsche Minderheit in den anderen «ronländern unter ent-sprechenden gesetzlichen Schutz zu stellen. Punkt 7 lautet nunmehr: „Dem Königreiche Galizien ist eine Sonderstellung zuzuerkennen, wobei die volle Wahrung der Interessen dei Reiches gesi-chert erscheinen muß " Punkt 8 verlangt die Einführung der deutschen Staatssprache. Punkt 10 lautet: . Bei der Regelung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Oesterreich und Ungarn sind die Interessen Oesterreichs nachdrück-lichst zu wahren." Hierauf gelangte im Wege der Dringlichkeit ein Antrag des Abgeordneten Dr. von Mühlwerlh zur Beratung, der sich gegen die Wiederherstellung der nichtdeutschen Namen in Südlirol wendet. Hierzu sprachen die Abgeordneten Hartl. Dr. Steinwender, Soldaten hat einen Einzelwunsch, eine Sonderah-nung. „I müßt' nach Wien, wenn i wa« zu besehl'n hätt'", sagt ein Deutschmeister. Eine Hand ist ver-bunden, ein Dreiecktuch stützt sie, links an der Kappe trägt er drei rote Tuchstreifchen. weil er schon drei-mal verwundet war, rechts an der Klippe eine eigen-artige Verzierung: ein kleine» Malteserkreuz auS blauem Tuche, eine Auszeichnung der Deutschmeister. „Und ich wollen in ein Spital in die Krko-nosche." „Was hoaßt Krkonose — muaßt daitsch reden, mai liaber Kamerad — sunst vasteh' i Di net" ..Krkonosche is Riesenkepirk." „Naiürli! Dir wernS extra ein Spital im pirk" bauen — kannst lang warten. Bleib' nur bei bei un«, wir haben Di ja alle ganz gern I" So geht'S weiter, mehr heiter al« ernst, mehr willig al« gezwungen, mehr ruhig al« traurig. Män-tel werden geglättet, Wickelkinden straff gespannt, einer zeigt seinen Säbelkorb, den eine Kugel durch-geschlagen hat, ehe sie sich in feinem Oberschenkel verirrte, zwei Wunden schuf und wieder herausflog; der Nebenmann zählt seines Mantels Kugellicher: zwölf sind'«. Diejenigen, welche liegend zu überführen sind, werden von Wärtern sachte aus Bahren ge«ragen, ungleichen Schritte». Der Appetit steigt oft in« Riesenhafte, der Tag der „Vorstellung" kommt. Die Verwundeten, die Kranken sind geheilt, werden von den leitenden Aerz- €*tf« 2 der besonder« die Verhältnisse in Kärnten und Krain besprach, Einspinner, der aus die Verhältnisse Dal-maiienS hinwies, Morckhl und Dr. Groß. £« wurde beschlossen, beim Ministerpräsidenten und beim Mi-nister des Innern vorzusprechen. Die Beratung über die Geschäftsordnung des Nationaloerbande« wurde aus die nächste Sitzung ve« schoben. Es gelangte sodann ein Antrag des Abgeord« neten des Agrarpaitei zur Verhandlung, in dessen Vertretung der Obmann Abg. Dr. Damm da« töorl ergreift; er erhebt die Forderung nach Rechnung?» legung der verichieden n Lebensmittel- und anderen im Kriege geschaffenen Zentralen. Zu dem Antrag, besten Verlemng mit lebhaftem Leisall begrüßt wird, spreche» die Abgeordneten Einspinner, Hummer, von Pantz. Dr. Sleinwender un» Kemetter. Die Ver-öffentlichung de« Wortlautes de« Antrage« wird erst Ipäter erfolgen. In der Debatte wurden die Bei-Hältnisse bei einzelnen Ernährungszentralen in er-regier Weife kritisiert. Der Antrag selbst, sowie ein Antrag Hummer, wegen der langwerigen Behand-lung der Zensurstücke im KriegSüberwachungiamt beim Ministerpräsidenten einzuschreiten, wurde an» genommen. Zum Antrag Heine über die Eisenbahnlarife sprachen die Abgeordneten Dr. Lteinwender, Ding hoser und Dr. Waber. M't Rucklicht auf die vorgeschrittene Stunde wurde die Sitzung »ach vierstündiger Dauer ge-schlössen. Die Einberusung einer neuerlichen Voll-Versammlung ist für die allernächste Zeit in Au«sich> genommen. Alpenlandische Vereinigung. Ueber die Beratung der deutschen Abgeordneten au« den Alpen und Donauländern werden folgende Mitteilungen veröffentlicht: Die Beratung hatte den Zweck, in wichtigen nationalpolitischen und wirtschaft-lichen Angelegenheiten Südösterreich«, die zum Teil mit der äußeren Politik der Monarchie eng zufam-menhängen die so wünschenswerte und notwendige Uebereinstimmung zu erzielen. Diese Angelegenheiten, denen in der Oesfentlichkeit leider nicht die Ausmerk, samkeit geschenkt wird, die ihnen gebührt, sind u ter anderem: die künftige Entwicklung auf dem Balkan, die Zukunft der Adria, die Stellung Trieft? nach dem Kriege, die Bedeutung Dalmatien« sür Oester-reich, die Besiedlung im jetzigen südlichen KriegSge-biet, die Pflege de« StaatSgefühle« und de« Schul-wefeni in bett betreffenden Ländern, dann die Au« nützung der Wasserkräfte, die Zoll-, Verkehr«- und Tarifpolitik vom alpenlSndischen Standpunkte au« und die Bauernfrage. In der eingehenden sachlich'« Wechselnde wurde alifeit« die große Wichtigkeit dieser Fragen sür das Reich und für da« gesamte Deutschtum nachdrücklichst betont und die Zniammenfussung oller Kräfte zu ihrer Vertretung al« ein wünschenswerte« Ziel hin-gestellt. Im besonderen legte Abg. Hinspinner die un- ten der Abteilungen dem Spitalskommandanten vor-geführt und gehen dann zur nahen „Personalsam mel-stelle-. Dort weiden sie »on neuem kriegsmäßig au«-gerüstet und ziehen in« Feld. Manchmal treffen sie e« gut: Konzert ist, die Spieler entstammen einem in der Nähe wohnenden Bataillon, der Kapellmeister ein — Ltul»anlrtchiiung«führer. So will'S der Au genblick. # • • Ich habe von einem Arzte gelesen, der mit ge-zogenem Säbel die versprengten Reste der T'Uppe, der er zugeteilt war. lammelte und gegen den Feind führte. Da« war ein Tapferer, von diesem weiß man'«. Wie viele Tapfere, Tapferste gibt's unter denen, die still au« unserem Spital« in die SammelsteUe gehen, ungenannt, unbekannt. Wie oft höre ich diese Worte. „Herr Assistenzarzt, bitt' g'horsamst, ich will zu meiner Kompanie, ich bin ja gesund." „Da« gehl ja nicht — Sie sehen noch sehr schmal au«.' „Bitt' schön, schicken Sie mich." „Sie halten« ja nicht au«!" ..Ich gkh' auf meine eigene Verantwortung! ' „Geht nicht — die Verantwortung muß der Arzt tragen." .Bitt' schön, schicken S' mich doch wenigsten« in drei, vier Tagen " Und ich tat ,«. Vorgestern. Schnee überall, die Kohlköpfe im Garten sehen so au«, al« ob sie weiße Perücken anhätten, Schnee im Hose. Eine kleine. Deutscht Wacht bedingte Notwendigkeit der Erhaltung Dalmatien« für Oesterreich wegen de« freien Verkehre« zur See und nach dem Balkan dar und stellte da« Erscheinen einer Schrift, welche diesen Gegenstand ausführlich behandelt, für die nächste Zelt in Aussicht. Bei Besprechung der Bauernfrage wurde auf die außerordentliche Mehrinanspruchnahme der Vieh-zucht der Alpenländer in der KriegSzeit hingewiesen. Durch de» Mangel jeglicher Kiasisultermitlel wiid eine schwere Gefährdung der Viehzucht, der Haupt-einnahmequelle der alpenländischen Landwirifchaft, herbeigeführt. Die alpenländischen Abgeordneten müssen daher die Regierung eindringlichst ersuche», der alpenländi-scheu Landwirtschaft gleich den Verfügungen deS Statthalter» von Niederösterreich vom 10. Novem ber 191K Kraftfutlermittel im weitestgehenden An«-maß zur Verfügung zustellen. Auch die Ausgestaltung der kaiserlichen Verordnung vom 9. August 1915 zum Schutze des Bauernlandes gegen Umgehung«-versuche fei unaufschiebbar. Die alpenlänftifchen Abgeordneten werden sich mü diesen Fragen ununterbrochen befassen und be> absichiigen in Bälde allgemeine Vertrauensmänner-tage einzuberufen. Der erste dü.ste in Linz statt finden. An die Regierung wird im Einvernehmen mit dem Vorstand de« Dentschcn NaiionalverbandeS da« Eisuchen gerichtet, vor Neuordnung der Dinge in Südösterreich die Ansichten der alpenländischen deutschen Vertreter zu hören. Der Weltkrieg. Gegen Ruhland und Rumänien. Die Berichte de« österreichischen G e n e r a I st a b e s. 17. Jänner. Heeresgruppe de» Seneralseld-marschallS v. Mackensen. Tultscha und Isaccea in der Dobrudscha wurden von russischer Artillerie be schössen. HeereSsront de« Generalobersten Erzherzog Josef. Zwischen dem Putna- und Sufitatal hatte eine kleine Unternehmung vollen Erfolg. Sin Offizier. 230 Mann und ein Maschinengewehr wurden eingebracht. Süd-lich der Oitozstraße brachen stark« russische Angriffe in unserem Artillerie- und Maschinengewehrfeuer zu-samme». 17. Jänner. Amilich wird verlautbart: Heere«-gruppe de» GeneralfeldmarschallS von Mackensen. Bei Vadcni wurden vorgeschobene »«manische Si-cherungen vor überlegenen feindlichen Kräften auf die Haupisicherungslinie urückgenommen. Ein fein licher Angriff aus die Stellungen etwa zwei Kilometer westlich von Va^eni kam durch unser Sperrfeuer zum Stehen. Front des Generalobersten Erzherzog Josef. Zwischen dem Casinu- und Snsitatale gingen die Russen und Rumänen mit starken Kräften zum Au- .lustige Schneeschlacht beginnt. Kameraden winken au« den Fenstern, Zigarre». Zigaretten werden au«> geteilt. Ein letzier Blick zurück, die Rotkreuzflagge weht neben der schwarz-gelben. „Antreten!" Mein Held geht weg, laullo» in einem kleinen Trupp . . . Viele Kraftfahrzeuge stehen vor dem Spital« eingang, auch viele landesübliche Fuhi werke Je zwei Bahren werden quer auf ein Fuhrwerk gelegi, dann geht'« im Schritte zum Bahnhose. Viele gehen, etwa» hinkend, wollen jedoch keinen Wagen be-nützen. Eine Menge Auszeichnungen sieht man. und wo sie sehlen, ist anderes an der Brust geheftet zu sehen: Eine Mutter Gotte« au« Porzellan, ein Kreuzchen au» Birkenrinde, wohl au« Vater» Baum-schätz, drei italienische Gewehrkugeln, mit Oesen an einer Sicherheitsnadel hängend, ein kleines Schrapnell-fprengstück mit weißem Metall eingefaßt, ein Blech stern, einem Italiener abgenommen, der töten wollte und nicht mehr dazukam. Manche KriegSerinnerung baumelt am Brotsocke: eine italienische Soldaten-Wasserflasche aus Holz, in Fäßchenform, ein fran-zöstscher Helm, eine Rissenmütze. Man winkt und grüßt und scheidet; viele sind mir menschlich nähergerückt, al« andere. Ich e» innere mich an die Worte; Schisse, die nachts sich begegnen, begrüßen sich bei der Begegnung. Nur ein Signal wird gehißt und still ist'« dann wieder und dunkel. 'iummer 6 griffe über. ES gelang dem Feinde, sich aus einer Höhe sestzusetzen. während er aus dem üb igen Front-teile restlos abgewiesen wurde. Front des Generalseldmafchall« Prinzen Leopold von Bayern. In Wolhynien erhöhte feindliche Ar-tiklerietätigkeit. 19. Jänner. Der Feind richtete gestern nach mittag« heftige Angriffe gegen unsere Stellungen zwischen dem Susita^ und kein Casinutale. de in unserem Feuer restlos scheiterten. Z» Wolhynien h«> die GefechtStätigkeit wieder abgenommen. Der Stellvertreter de« Chef« de« Generalstabe«: v Höfei, Feldmarfchall-Leutnant. Die Berichte der Deutschen Obersten Heere«leitung. 17. Jänner. Front de« Generalfeldmarschall« Prinzen Leopold von Bayern. Heftigem Artillerie, feuer folgten nachmittag« russische Angriff? gegen unsere Stellungen südlich Smorgon. die abgeschlagen sind. In schmaler Front eingedrungen«: Feind wurde zurückgeworfen. Die Stellung ist restlos in unserer Han». Zahlreiche tote Russen bedecken da« Anzriss«-feld. Während ;e: Nacht wurden an mehreren Stel-len gegen unsere Linien vorgehende ErkundungSab teilungen und Jagdkommando« abgewiesen. Front des Generalobersten Erzherzog Joses. In den Ostkarpathen holten Stoßtruppen deutscher Jäger am Coman (nördlich der Goldenen Bistritz) mehrere Russen und ein Maschinengewehr au« den feindlichen Gräden. Zwischen Casinu und Sufitatal fetzten Russen und Rumänen ihre Angüsse gegen die ihnen in den letzten Kämpfen entrissenen Höhen-stellungen mit starken Massen erbittert fort. Auf einer Kuppe gelang e« ihnen, Fuß zu fassen, an al« len anderen Stellen sind sie unter großen Verlusten blutig abgewiesen. Heeresgruppe de« Generalfeldmarfchall« von Mackensen. In der Sumpfnieberung zwischen Vraila und Galatz srnd vorgeschobene türkische Postierungen bei Vadeni vor überlegenen feindlichen Kräften befehlsgemäß auf die Haupisicherungslinie zurückgenommen. Gegen La Burtea vorgehende russische Abeilun-gen wurden durch unser Artillerieseuer zum Halten gezwungen. 16. Jänner. Front de« Generalseldmarfchalls Prinzen Leopold »on Bayern. In vielen Abschnitten der F'vnt lebte die beiderseitige Artillerielätigkeit bei klarer Sicht merklich aus. Nördlich von Kralchin drangen russische Stoßtrupp« mit zehnfacher Ueber legenheit in eine vorgeichobe e Feldwache ein. Die Feldwachitellung ist wieder in unserem Besitz An ander«'! Stellen wurden Jigdkommando» und Pa-irouillen abgewiesen. HeereSsront deS Generalobersten Erzherzog Joses. Während süd'.ich der Oitvjstraß' »in von starken russischen Kräften unternommener Angriff in unsere« Artillerie- und Maschinengewehrfeuer zusammenbrach, gelang e« uns, durch überraschenden Vorstoß zwischen Sustto- und Putnatal einen Offizier, 2^0 Mann und Wenn man sich Verwundeten und Kranken gei> stig nähern will, muß ihre Friedensbeschäftigung in Anbetracht gezogen werde». Das Gleichgewand gleicht Riesen au«. Da liegt ein Korporal mit der Diagnose: „Un-terarmstlckfchuß links, Kugel, italienisches Gewehr-geschoß, hier entsernt." In Friedenszeiten ist er Fleischhauer, außerdem Gemeinderai und Laudtag«. abgeordneter seiner Vaterstadt; Sozialdemokrat; er hat jedoch viele« über Bord geworsen, da« Rein menschliche ist geblieben. Ein langer Feldwebel mit drei TapserkeitSme-daillen, im Frieden Diener eine« Wiener Theaters. Wenn man jedoch mit ihm spricht, gibt'» keinen A«< klang mehr daran, wa» er früher tat. Er hat all da» vergessen und schwelgt nur in militärischen BiU dern, greift Einzelheiten heran«, vergleicht sie mit anderen, da» FriedenSlcbe» ist ihm jetzt nicht einmal eine leise Erinnerung wert. Ein Fähnrich, königlich preußischer Holschau-spieler, gewesener Lehrer, schriftstellert manchmal. Ein Bürschchen noch, fauler Briefschreiber, dafür schreibt die Halbe Welt ihm. Groß im Hoffen, tanzt er in feinen Gedanken, in seinen Worten, die so — so rühmlich seinen 24 Jahren angepaßt sind, zwischen Beruf und militärischem Träumen, erinnert an ein« kleine Provinzstadt, wo noch heute in den Gcschästsauslagen seine Lichtbilder hängen, und zeigt gleich daraus seine von Gelchofsen verbrannte Bluse. Sein Gespräch ist das fröhliche Gemisch eine« selbst, trunkenen Genußmenschen und ernsten Soldaten. Em Mittelschulprojessor, der Gefreiter ist, liegt Nummer 6 ein Maschinengewehr aus den feindlichen Stellungen zu holen. Heeresgruppe des Generalfeldmarschall« von Mackensen. In der Dobrudscha werden seit einigen Tagen Tulcea und Jsaceea von russischer Artillerie beschossen. Mehrere Einwohner, vor allem Frauen und Kinder, sind getötet. 19. Jänner. Front dcS Generalseldmarfchalls Prinzen Leopold von Bayern. Die in den letzten Tage» rezere GefechtStäligkeit flaute wieder ab. Front deS Generalobersten Erzherzog Josef. Nördlich des SusitataleS in der Gegend von Marasti scheiterten gegen unsere Höhenstellungen unternom-«ene Angriffe unter schweren Verlusten für den Feind. Gegen Frankreich und England. Die Berichte der deutschen Obersten Heeresleitung. 18. Jänner. Heeresgruppe des Kronprinzen Rupprecht. An eine englische Sprengung bei LocS schloss.n sich kurze kämpfe an, bei denen »vrgedrun-gener Feind in erbittertem Nahkampfe schnell wieder zurückgeworfen wurde. In der N cht vom 12. auf den 13. d. wurden »ach den Kämpfen bei Serre die noch von uns gehaltenen Teile ter Vorstellung plan-mäßig und unbehindert vom Feinde geräumt. Seit» dem lag täglich schweres Feuer auf den veil ffenen leeren Gräben. Gestern erfolgte hingegen der von unS erwartete englische Luftstoß, welcher dem Angreiser schwere Verluste brachte. 17. Jänner. Amilich wird verlautbart: HereS-gruppe Kronprinz Rupprecht. An mehreren Stellen der Front nahm der Artilleriekampf an Heftigkeit zu. Im ?)perndvgen wurde eine feindliche Unterneh-mung durch unsere Batterien im Keime erstickt. Er-folgreiche eigene Patrouillenunternehmungen bei Le SarS. Gueudecourt und westlich Peronne brachten 27 Gefangene und ein Maschinengewehr ein. Heeresgruppe des Kronprinzen. Nach wirkungS-voller Sprengung auf den CombreShöhcn drangen hannoveranifche Infanteristen und Pioniere in die feindliche Stellung ein und kehrten nach Ueberwälti-gung der Grabenbesatzung mit mehreren Gefangenen in die eigenen Linien zurück. Der Krieg gegen Italien. 18. Jänner. Amtlich wird verlautbart: Aufd fchinengewehr ein. Der Stellvertreter de« Chefs des SeneralstabeS: v. Höfer, Feldmarschall Leutnant. Ereignisse zur See. Ein russisches Torpedoboot gesunken-D pxn in den gestrigen Kämpfen 144 Gefangene. Aus Stadt nnii $anö. Das Ehrenzeichen 2. Klasse vom Roten Kreuze mit der Kriegsdekoraiion wurde verliehen: dem Hauptmanne a. D. AlfonS Gallinger, Kommandanten des RotreferoespitaleS in Eilli; dem Regimenttarzte im Verh. d. Evid. Dr. Georg Rubner dcS Notreservespitales in Eilli. Für Verdienste um Kriegsgräber. Kaiser Franz Josef l. hat mit allerhöchster Ent-schlirßung vom 1 Novembrr in huldvoller Würdigung besonderer Verdienste um die Kriegsgräbersür sorge dem Postoberoffizial Artur Charivat in Eilli daS Goldene Verdienstkreuz mit der Krone verliehen. Spende für die Stadtarmen. Bürger, meiste, Raimund Hosbauer in Weitenstein hat "für die Stadtarmen von Eilli den Betrag von lO Ä gespendet. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-tag findet i» der EhristuSlirche um 6 Uhr abends ein öffentlicher Gottesdienst statt, in welchem Herr Pfarrer May predigen wird über „GotteSgröße". Cillier Mufikverein. (Kammermusik-Abend) Der Vorverkauf der Karten hat bis heute »och nicht, trotz deS wohltätig» Zweckes — der Reinertrag verbleibt sür die Hinterbliebenen dcS 87. Regimentes — die erwünschte Steigerung er-fahren. Sollte es in Eilli bei einem Kammerkonzert nicht, wie in anderen Städten möglich sein, ein ausverkaufte« Haus zu haben? Warum sind Lichtspielhäuser ausverkauft? — Die Konzenbefucher werden ersucht, sich der Beifallsäußerungen während der beiden Quartettsätze, welche als musikalische Trauer« seier für den verstorbenen Kaiser gedacht sind, zu enthalten. Städtische Lichtspielbühne. Heute Sams> tag und Morgen Sonntag wird ein prachtvoller Film „Polnisch Blut" gegeben. Es wird uns damit der Herzensroman einer Ballettänzerin in wundervoller Ausführung vorgeführt. Dieses Bild mußte in Graz wiederholt aufgeführt werden. Der Dienstag, 23. Jän-«er, lringt etwas für Freunde des guten HumorS, das großartige Lustspiel .Der neugeborene Vater*. Dabei kann man sich wirklich ordentlich auslachen. Der Film wird nur einmal gebracht. Einem Wunsche deS Publikum» wird dadurch entsprochen, daß von nun an, die Spielordnung sür jede Woche im Stadt-theater angeschlagen wird. Bestellungen von Sitzen sür die ganze Woche oder einzelne Vorstellungen können bei der Kasse gemacht werden. Aufhebung der politischen Befugnisse der Höchstkommandierenden. Zu Beginn und während de« Krieges wurde den Höchstkomman-dierenden eine Berordnungs» und BcfehlSgewalt über die politischen und Polizeibehörden sowie über die Gemeindevorstände in allen in Betracht kommenden KriegSgebiet'Kronläudern übertragen. Nun wurde durch eine kaiserliche Verordnung vom 9. Jänner diese Befugnisübertragung aufgehoben; die politischen Aemter unterstehen ausschließlich wieder ihren über-geordneten Zivilbehörden. Soldatenbegräbnisse. In den letzten Ta-gen wurden aus dem hiesigen Heldenfriedhofe nach-folgende Soldaten, die in den hiesigen Krankenhäusern gestorben sind, zur letzten Ruhe bestattet: am 15. JSn» «er russischer Kriegsgefangener Gregor! Jelischv, Infanterist Dominik Koller. dcSJR. 72, am 19. Jän-ner Ldst.-Jnf. Andrea« Goralik, des JR. 56, am 22. Jänner Londsturm-Jnfanterist Slanko Vjestica. Kurkostenbeiträge beim Beamten-Vereine. Vom ersten allgemeinen Beamtenvereine Seite 3 der österreichisch ungarischen Monarchie wurde für daS Jahr 1917 ein Betrag von 25.000 K für Kurkvstenbeiträge zum Besuche von Kurorten in Oesterreich.Ungarn ausgeschrieben. Dem Vereine stehen auch in verschiedenen Kurorten Freiplätze und Ermäßigungen zur Verfügung. Vereinsmitglieder er» fahren die Bewerbungsbedingungen bei der Zentral-leitung des Beamtenvereine« in Wien 1., W'pplin« gerstraße '■ib. Zur Einigung der slowenischen und kroatischen Abgeordneten teilt der „Elo-venski Narod" auf Grund von Informierung an zuständiger Stelle mit, daß die slowenischen Abge-ordneten Dr. Ravnikar und Dr. Rybar einem ge» meinsamen Klub der slowenischen und kroatischen Abgeordneten nicht beigetreten sind, weil sie dazu nicht eingeladen wurden. Auch entspreche es nicht der Wahrheit, daß die dalmatinisch kroatischen Abgeord-neten versprochen hätten, einem Klub beizutreten, welcher alle Vertreter der österreichischen Südslawen umfassen würde. gum Parteizwist in der slowenisch-klerikalen Partei. Der Laibacher ,Slove»ec", das Organ der klerikalen Partei, hat dieser Tage über die Gcneraloersammlung des „Genofsenschasts-verbände«' berichtet und dabei mitgeteilt, daß der Direktor des Verbandes, Pfarrer Treven, seine Funktion niedergelegt hat. Direktor Treven ist einer von denen, die die Schusterschitzsche Politik vertreten. Interessant ist es, daß die Vertreter der kärntneri-ichcn und steirischen Genossenschaften (Smodej, Pisek) für die Kr-ksche Richtung gestimmt haben. Eine Reichs Butter- und Schmalz-Verordnung. Das Reichsgesetzblatt veröffentlicht eine Verordnung deS VolksernährungSamle», welche die Aufbringung und Verteilung von Butter und Schweinefett in Oesterreich regelt. Die Verordnung besagt im wesentlichen: Das Vvlksernährnngsamt schreibt den politiichen Landesbehörden v"r, wie viel Butter in ihren Verwaltungsbezirken nach der Zahl dir dort vorhandenen Milchkühe aufzudringen ist. Die Landesbehörden verteilen die auszubringende Menge aus die einzelnen politische» Bezirke und diese auf die einzelnen Gemeinden, in denen die Gemeinde-Vorsteher bestimmen, welche Menge» die einzelnen Erzeuger abzugeben haben. Die Verpflichtung zur Abgabe von Schweinefett tritt anläßlich'einer jeden Abfchiachtung, also auch HauS- und Notschlachtung ein und die abzugebende Menge ist nach dem Schlacht-gkwicht des Schweines abgestuft, n obei wie bei der Butter aus den Eigenbedarf der Besitzer entsprechend Rücksicht genommen wird. Die Verordnung ist rück-wirkend auch auf die bereits erfolgten Schlachtungen. Sobvld die Aufbringung der LieferungSkontingente organisiert sei» wird, wozu sich die politischen Lau» deebehörden einzelner Einkäufer oder bestehender Or» ganisationen (Molkereien, landwirtschaftlicher Genos» senschaflen usw ) oder aber eigens sür diesen Zweck zu schassender Organisationen bedienen, wird durch eine weitere Kundm.chung des BolkSernährungS-amteS auch der die LieferungSkontingente überfiel« gcnde Rest der Erzeugung von Butter und Schweine-fett zugunsten des BolkSernährungiamtes monopolisiert, d. h. die betreffenden Mengen Butter und Schweinefett dürfen, insoweit sie nicht für den Eigen-bedarf dienen, nur mehr an das VslksernährungS-amt verkauft werden. Der Preis wird von de» La»» desbehörden mit Genehmigung deS BolkSernährungS-amte« festgesetzt. DaS Berfügungsrecht über sämtliche aufgebrachten Menge» an Butter und Schweinefett steht dem VolkSernährungSamte und nach dessen Wei-sungen den politischen Landes und Bezirksbehörden zu Die Verordnung enthält Vorschriften über die Verpflichtung der Erzeuger zur AuSkunftSerteilung über die Höhe ihrer Erzeugung, den Lagervorrat der Waren, Prüfung der Betriebs- und BorratSräume u. f. w. DaS Volkkernährungsamt behält sich vor, diese Vorschriften auch aus Butierfchnalz, Käse und Topfen auszudehnen. Die Verordnung tritt sofort in Kraft, doch werden die organisatorischen Vorar-beit:n bei den politischen Landes- und Bezirksbehörden immerhin einige Zeit beanspruche». Sobald sie lx-endet sind, steht zu erwarten, daß die Versorgung der Verbraucher, namentlich in den größeren Städten ohne Beeinträchtigung der berechtigten Interessen der Erzeuger geregelt und gebessert wiro. Ein Streifkorps gegen die kroatt-fchen Räuberbanden. Aus Rohitsch wird be-richtet: Um den fortgesetzten Einbrüchen und Dieb» stählen seitens der kroatischen Räuberbanden, welche seit geraumer Zeit den Rohitscher Bezirk unsicher machen und bei den Einbrüchen selbst vor Gewalt« tätigfeiten und TodeSdrohungen nicht zurückschrecken, ein Ende zu bereiten, wurde im Markte Rohitsch ein Gendarmerie Slreifkorps von 5»0 Mann zusammen. N.rm».er ö K-ntsche Wacht ceitf 4 gezogen, welches in den umliegenden Ortschafte« und an »er kroatischen Grenze Streifzüge nach den Ein-brechn» unternimmt. Die ganze Bevölkerung de« Bezirkes ist durch die immerwährenden Einbrüche in größter Furcht und Aufregung. Da die genauesten und eifrigsten Nachforschungen nach der Verbrecher-bände eingeleitet wurden, hofft man bald aus günstigen Erfolg. Der Schade«, den die Bande bis jetzt angerichtet Hai, beziffert sich schon auf viele taufend Kronen. Doppelselbstmord zweier junger Mädchen. Am Donnerstag abend« kam in die Gendarmerie» kaserne in Eilli der Infanterist G. CakS in aufge-regten, Zustande und meldete, daß sich in der Tisch-lerwerkställe des Tischlers Sternischa im Haufe de« Golvgranc in Gaberje zwei Mädchen erschossen hätten. Die Meldung bewahrheitete sich. In der Wcrkftätte fand man die l 9jährige Tischlermeifterslochler A>»na Sternischa und die 26jährige gewesene Kellnerin Anna Sager entseelt am Boden liegen und zu ihren Füßen eine Browningpistole. Beide Leichen wiesen Schußwunden in der Brust auf. Ueber dies« Verzweiflungstat der jungen Mädchen ist »n« folgendes mitgeteilt worden. Kurz vor der Tat erklärten die beiden Mädchen der Mutter der Sternifcha, daß sie rn da« Kino gehen werden. Die Mutter verbot ihnen dieS mit Hinweis auf die traurigen, teuren Zeiten. Die Mädchen, die übrigen« gaiz heiter waren, lä< chelten darüber un» sagten dann, daß sie in die Tifchlerwerkstätte gehen werden, um im Ofen nach dem Feuer zu sehen. Die Anna Sternifcha nahm noch vorher au« einer Tifchlade ein in weißes Pa-pier eingehüllte« Paket heraus. AIS dann die Mäd-chen nicht zum Nachtmahle kamen, suchte sie der ob-erwähnte Infanterist, ein Better der Anna Sternifcha, in der Werkstätte. ES siel ihm auf, daß die Türe verschlossen war, während der Schlüssel von innen im Schlosse steckte. Da alles Rufen vergeblich blieb, schlug er ein Fenster ein und stieg durch dasselbe in die Werkställe und da wurde ihm der grausige Anblick. Ueber den Beweggrund der traurigen Tat kann niemand Aufschluß geben. ES hat weder das eine noch da« andere Mädchen vorher LebenSüber-druß geäußert. Die Browningpistole hat die Anna Sternifcha zwei Tage vorher in Eilli gekaust. Ablieferung militärischer Ausrü stungsgegenstände. Im Nachhange zu der im Monaie November 1916 ergangenen Aufforderung bezüglich der Ablieferung militärischer Ausrüstung»-gegenstände wird daraus aufmerksam gemacht, daß diese AuSrüstungSgegenstände — falls die« wider Erwarten nicht geschehen sein sollte — nunmehr binnen 24 Stunde« an daS nächste Gendarmerie» postenkommando oder Elappenstation«kommando ab-zuführen sind, widrigenfalls im BelrelungSfalle strenge Bestrafung jm gewärtigen ist. Gefunden wurde ein kleines Geldtäschchen mit einem kleineren Barinhalle nebst einem Anhängsel usw , daS vom Verlustträger gegen Nachweisung de« Eigentumsrechtes beim Siadtamte behoben wer-den kann. Militärische Iahlungsbescheinigung Es wird hiemit kundgemacht, daß die Bescheinigungen, welche von den militärischen Truppen, Kommanden und Anstalten, an Gelde« statt für irgendwelche Lei-stungen ausgegeben wurden, behusS Weiterleitung an die liquidierende OperationSkaffa beim Etappensta-tionSkommando übergeben, oder demselben bei ge-nauer Adressenangabe übersendet werden können. Um Irrtümer zu vermeiden, wird betont, daß dieser Vor» gang einzig nur den Zweck hat, diese Dokumente re-kommandiert an die Feldpostadresse ter Operation«-kafsa zur Absendung zu bringen, nicht aber, daß die Bescheinigung beim EtappenstationSkommando liqui-diert wird. Eine Sonnenfinsternis, und zwar die erste der vier Sonnenfinsternissen dieses Jahre«, wird sich am 23. d. ereignen. Sie wird nur eine partielle, aber für uns wahrnehmbar sein, denn ihr SichtbarkeitSgebiet erstreckt sich aus Nordasrika, fast ganz Europa mit Ausnahme des größten Teile« der spanischen Halbinsel, Großbrilannien« und des nord» westlichen Skandinavien«. Wir in unseren Gegenden werden nicht den ganzen Verlaus der Verfinsterung beobachten können, sondern nur ihren letzten Teil, da die Verfinsterung am 23. d. morgens 6 Uhr 43 Minuten bei Medja in Tripolis ihren Ansang nimmt, die Sonne szwit bei un« schon verfinstert ausgeht. Durch Geistesgegenwart zehn Arbei terinnen das Leben gerettet. Au« Graz wird der „A.-Z." geschrieben: In einem Laboratorium einer großen stettischen Fabrik waren zahlreiche Arbeiterinnen bei der Erzeugung von Hand-granaten beschäftigt. Plötzlich sahen die Arbeiterinnen, daß sich eine am Boden liegende Granate entzün-dete. Während die meisten wie erstarrt vor Schrecken dastanden, ergriff die Arbeiterin Man« Heller ohne Besinnen die Granate und warf sie zum Fenster hinau«. In diesem Augenblick explodierte die Gra-nate und verletzte die Heller schwer; eS wurde ihr der linke Arm zerquetscht und auch das Antlitz und die Augen schwer verletzt. Eine andere Arbeiterin erlitt auch Verletzungen, andere zehn Arbeiterinnen wurden durch die Gewalt de« Luftdrücke« zu Boden geworfen, kamen aber ohne Verletzungen davon. Aber nicht nur diesen, sondern wahrscheinlich auch den zahlreichen anderen Arbeiterinnen, die in der Fabrik arbeiteten, hatte die Heller durch ihre Gei-ste?gegenwart da« Leben gerettet, wenn auch sie selbst schwer verletzt wurde. Gräßlicher Tod. Kürzlich verunglückte der ZugSdegleiier des Trifailer KohlenwerkeS Aloi« Re-novfek dadurch, daß er im Liegestollen. als er über daS Geleise springen wollte, zwischen Motor und Slollenmauerung geriet und vom Mokor an die Mauerung gepreßt wurde. Er erlitt furchtbare Quetschungen und starb unter großen Schmerzen am nächsten Tage. Renovsek war ein braver Arbeiter, verheiratet und Vater mehrerer Linder. Ob an dem Unglück jemand ein Verschulden trifft, werden die eingeleiteten gerichtlichen Erhebungen ergeben. Ein Mitglied der kroatischen Räu verbände verhaftet. Wie bekannt, hu das Räuberunwesen an der kroatischen Grenze, nament-lich im Bezirke Rohitsch in der letzlen Zeit einen ge-radezu bedenklichen Umfang angenommen. Die Be-völkerung kam au« der Furcht nicht mehr heraus und e« konnte niemand mehr ruhig schlafen. Die Ein-drüche geschahen in der Regel mit großer Frechheit und wurden immer von mehreren wohlbewaffneten Personen ausgeführt. Mau drang einfach in die Wohnungen ein und verlangte unter fürchterlichen Drohungen Gut und Gdd. "Hiebet wurden mehrere Personen lebensgefährlich verletzt. Erst kürzlich wurde bei einem solchen Einbrüche die Tochter der Besitzerin Galun in Tlake bei Rohitsch. ein junges Mädchen, von den Räubern mit einer Hacke überfallen und fo fchwer verletzt, daß sie im Marbu^ger allgemeinen Krankenhause mit dem Tode ringt Der Gendarmerie gelang e« nun nach eifrigen Nachforschungen eineS Mitgliedes dieser Bande habhaft zu werden. Es ist dies der Keuschler Franz Plavcak auS St. Rochus bei Rohitsch, ein wegen DiedstahleS wiederholt vorbestraftes und in der dortigen Gegend al« gemeingefährlich sehr gesürchtele« Individuum. Er hat sich dadurch verdächtig gemacht, daß er im Kausmann« geschäfte des Aloi« Preaz, in diesem Geschäfte wurde wiederholt eingebrochen, «ine Taufendkronennote wech-feln wollte. Ueber die Herkunft de« Geldes befragt, verwickelte er sich in solche Widersprüche, daß er ver-haftet und dem KreiSgerichte Eilli eingeliefert wurde. Die Gendarmerie scheint mit ihm einen guten Fang gemacht zu haben. Hoffentlich gelingt eS ihr, bald noch andere Mitglieder dieser Bande dingfest zu machen. Mord an einer Greistn. In Rindscheid bei Luttenberg wurde am letzten Tage des vergan-genen Jahres die verwitwete 72jährige Inwohnerin Maria Erhatitsch vor der Winzer keusche, die dem Kausmann Zimmermann gehört und die sie allein bewohnte, in einer Blutlache tot gesunden. Neben der Leiche lagen Stücke zweier W«ingartstecken, die mit Blut besudelt waren. Die Leiche wieS schwere Schädelverletzungen aus und die Leichenöffnung er» gab einen komplizierten Schüdelbruch als unmitiel-bare Todesursache. Die Gendarmerie verhaftete zu-nächst sechs Burschen au« der Umgebung, da aber oer l 8jährige WinzerSfohn Zakob «ramberger bald nach seiner Festnahme daS volle Geständnis seiner alleinigen Täterschaft ablegte, ließ man die übrigen fünf wieder frei. Kramberger gab an, nach einer Weingartenarbeit am 30. Dezember 3 Glas Wein getrunken zu haben. AIS er aus dem Heimwege an der Winzerkeufche vorbeikam, fei ihm der Einfall ge-kommen, die Greisin, gegen die er einen alten Groll hegte, zu erschlagen. Er klopfte an und als die Er-halitfch öffnete, schlug er sie mit dem Weingartstock nieder; dann ging er heim. Verbesserung der Hühnerzucht im Bauernhause. Kürzlich wurde in den ländlichen Blät ern vom LandeSkulturinfpektora^e hingewiesen, daß alle Bäuerinnen mit den wichtigsten Fragen richtiger und erfolgreicher Hühnerhaliung vertraut werden sollten, da jetzt und später getrachtet werden muß, die Geflügelzucht möglichst leistungsfähig zu machen. Denn eS hängt schließlich von der Haltung und Z«cht ab. ob die Henne 110 bis 120 oder nur 80 Eier im Jahre legt. Nach dem Kriege muß ja getrachtet werden, jeden Zweig der Landwirtschaft aus höchste Leistu«g zu bringen. Als einfache, kurze, jedermann verständliche Anleitung wurden di« „Gol-denen Regeln der Geflügelhaltung" von Wieninger empfohlen. Leider wurde trotz deS nicht in Betracht kommenden Preises nur eine lächerlich geringe An-zahl der Schrift bestellt, als ob in der Geflügelhal-tung nicht« zu verbessern wäre. Da« Landeskultur» infpektorat, landw. Abt., Graz, macht daher nochmal» auf die „Goldenen Regeln der Geflügelhaltung" aus-merkfam, die gegen Einsendung einer 10 Hellermarke übermittelt werden. In jedem Bauernhause sollte diese« Schristchen zu finden sein und jede Bäuerin und jede« Landmädchen sollte den Inhalt genau kennen. Aufruf! Ein dringender Hilferuf kommt auS den englischen Konzentrationslagern, wo unsere LandSleute seit mehr al« zwei Jahren ein traurige« Dasein fri-sten und von allem abgeschnitten sind, was das Leben lebinSwert macht. In zwei Gefangenenlagern tn Lon-don im Lehmbodenlager Peel, auf der Insel Man, in unwirtlichen Teilen Englands und Schottlands, in Malta, Aegypten und aus den Bermudainseln, in Indien und aus Ceylon, sind jene österreichischen Zivilisten interniert, welche als Pioniere unsere« Han-dels bei KriegSbeginn in englischen Regionen weilten und von denen mehr als die Hälfte, ohne einen Heller in der Tasche, nur auf Gesangenenkost und Gefan-genenkleidung angewiesen, schmachten. Die Behandlung der Engländer, die von ihren kolonialen Kriegen her bekannt ist, macht den Eamp zum Arrestlokal und den Ausenthalt daselbst unerträglich, umsomehr, als aus der Heimat nur spärliche Gaben zufließen, welche das hart« Lo« der Internierten mildern, während di« dkutschen Zivilinternikrtrn au« der Heimat reichlich mit Liebesgabe« bedacht werden. Deshalb erscheint eS dringend notwendig, unseren Landsleuten wiffen zu lassen, daß wir an ihrem herben Schicksal Anteil nehmen. Es handelt sich nicht um große Beträgt sür den einzelnen, sondern um eine Verbesserung von Wäsche und Schuhwerk und ähnlichen Lebensbedürfnissen, welche sich die Gefangenen anschaffen müssen. Auger Geld ist von hier nur eine direkte Zusendung von Büchern — auch nichtdeutschen — in Betracht gezogen und durch Bei-hilse de« ZentralnachweiSbüro« in die Wege geleitet. Spenden sind entweder an die Administration deS Blattes oder an daS Postsparkassenkonto Nr. 155.512 sür mittellose Oesterreicher in englis^en Gefangenenlagern zu senden. Es ergeht daher die herzliche Bitte, unseren in England und seinen Kolonien internierten Zivilge-fangenen — es kommen fast 3000 Mittellose in Be-tracht — Spenden sür Liebesgaben zukommen zu lassen, welche im Wege der amerikanischen Botschaft unseren Internierten in England übermittelt werden. Unter dem Ehrenpräsidium de« früheren Bot-schasters in London, Sr. Exzellenz de« Herrn Grafen Mensdors—Pouilly Dietrichstem und Excellenz Frau Erneftint v. Spitzmüller, hat sich in Wien I., Do-minikanerbastei 4, ein vom Ministerium auS antori-sterte« Hilfskomitee für Zivilgefangene gebildet, daS bisher an 20.000 K aufgebracht hat. Unler andern hat auch Ihre kaiserliche Hoheit, Frau Erzherzogin Efabclla, eine namhafte Spende der Aktion gewidmet. Kürzlich konnte» an daS Ministerium des Aeußern, zu Handen de« ersten Sektionschef Baron Machio, 10.000 K als WeihnachtSgabe für die Gefangene« übergeben werden. DaS Geld wurde durch die ameri» konische Botschaft weitergeleitkt. Bei der großen An-zahl an Gefangenen, muß man aber bedenken, auf wieviele Köpfe sich diese Summe verteilt. Bisher hatte Wie« für all«» auszukommen und erst kürzlich denkt man daran, durch Bildung von Filialkomitee« in den Landeshauptstädten, die Anteilnahme der ganzen Länder darzutun. Da die Gefangenen au« allen Teilen Oesterreich« stammen, fo ist es natürlich, daß auch ganz Oester-reich sich hieran beteiligt und steht zu hoffen, daß diese Sache, die unS alle gleichmäßig angeht, auch überall den gleichen patriotischen Widerhall fände. Elsa Gabriele von Emperger Wien 1., Dominikanerbastei 4. 5§t -A- A A -s*- A A* des Tillier Stadlo erschölle-vjFvVCIlIvl rnngsvereines bei Spielen, Wetten und Vermächtnisse». Nummer 0 Zugendpflege und Jugendfürsorge. Di« beiden Begriffe wurden fiüfrer vielfach ver» wechselt. Seit dem Erlasse de» preußischen Unterricht«-Ministers vom 13. Jänner 19!I wendet man da» Wort .Jugendpflege" auf alle, auf freiwilliger Tätig-k«it zum Wohl« der schulentwachsenen Jugend beruhende Tätigkeit an, während unier „Jugendfürsorge" die gleiche Tätigkeit verstanden wird, soweit sie sich auf da» schulpflichtige und vorschulpflichtige Alter erstreckt. Wohl der erste, der auf die Bedeutung einer ge« ordneten Jugendpflege für den Staat mit allem Nach-druck hingewiesen hat, war der Turnvater Ludwig Iahn, der im Frühjahr 181 l auf der Hasenheide bei Berlin die Jugend zu turnerischen U bungen »ersam-melle, beinah« genau vor 100 Jahren vor dem bedeut-famen Erlasse der preußischen Suatsregierung vom 18. Jänner 1811, welche zum erstenmal die Jugend-»siege unter Mitwirkung des Staate» im umfassenderen Sinne zu organisieren suchte. Genau so wie Fichte« Gedanken von der staat»-bürgerlichen Erziehung der Jugend 100 Jahre brauchte, um sich allgemein durchzusetzen, so auch der Gedanke Iahn», die Jugend im Dienste de» Vaterland«» zu schulen und leiblich »u stärken. Unter den Vereinigungen, die sich mit der Pfltge der schulentwachsenen Jugend beschäftigen, gebührt der deutschen Turnerschaft der erste Platz, sowohl ihrer Be-• beutung al« auch ihre« Alter« wegen. Im Jahre 1912 zählte sie 172.564 Jugendliche im Alter von 14—17 Jahren zu ihren Mitgliedern. Bezüglich der körperlichen Ausbildung wurde vollwertige Arbeit geleistet und auch die Charakterbildung wurde nicht vernachlässigt. Einer Ausgestaltung bedarf die Tätigkeit der Turnerschaft auf diesem Gebiete in der Richtung der Belehrung und wirtschaftlichen Förderung der Jugendlichen. Sie ist durch da« Zusammenwirken mit ter von den deutschen Schutzverriarn geschaffenen „Deutschösterreichischen Haupt stelle für Jugendpflege" gesichert. Unsere schulentwachsenen Mädchen bedürfen inSbe-sonders, soweit sie den erwerbenden Ständen angehören, der Jugendpflege in beinahe noch höherem Grad« al» die jungen Burschen. Von der hauSwirtfchafilichen Au«-bildung dieser Mädchen, von der ja in so vielen F5l> len da» Glück d r Ehe abhängt, ist leider in viel?» Familien kein« Rede mehr und veshalb muß eine ge' ordnete Jugendpflege hier einsetzen, um die heranwach-feirdrn Mädchen, die tagsüber gezwungen sind, ihr Brot zu »«»dienen, an Wocheirtagabend«n oder, wo dieS des anstrengend«» Berufes wegen nicht möglich ist, an Sonn- und Feiertagen die allernotwendigsten Kenntnisse über die Kinder- und Krankenpflege sowie über die Führung eine» einfachen Haushalte» beizubringen. Für solch« Mädchen sind aber auch körperliche Uebungen, Wandern und Singen, gemeinsame Spiele von größtem Wertle. Schafft man ihnen die Möglichkeit, an freien Sonmtagnachmittagen zu solch nützlicher und angeneh« m«r'Beschäftigung zusammenzukommin, so bewahrt'man sie davor, Vergnügungen nachzujagen, die in gesund-beitliicher und sittlich«! Hinsicht für sie von größtem Nachtteil sind. Gerichtssaal. Der Gemeindesekretar von Ober Feistritz vor Gericht. Vom Marburger Bezirksgerichte wurde am 9. d. nach neunstündiger Verhandlung der Gemeindest!«-tär von Oberfeistritz und Bezirkskrankenkafsesekretär Andreas Suppanz zu einer Geldstrafe von 210 K oder zu drei Wochen Arrest verurteilt, weil er in einem Briefe an die Lezirkshaupimannschaft behauptet hatte, daß die Offiziersburfchen von Windisch Feistritz zwei Stunden in der Umgebung alle Milch, Eier und Butter zum Versande auskaufen, mit der Drohnng, alles müsse sür Graz gekaust werden, sonst werde e» weggenommen. In dem gleichen Schreiben hirß eS weiter: „Die Offiziersfrauen und deren Angehörige werden in der Offiziersmenage verpflegt und dennoch bekommen sie Brot- und Mehlkarten. Zackerkarten; wozu ? Die Zivilbevölkerung bekommt gar nühts mehr. Ist denn in Windisch Feistritz alles erlaubt? Wir habe» nichts mehr zu essen, kein Mehl, kein Fett nno in der OffizierSmeffe wird gebraten und gebacken, daß der Br-ttengeruch den ganzen Ort erfüllt" Die Ei Hebungen ergaben, daß Suppanz das Schreiben »erfaßt und der Schriftenmaleriehrling Josef Kafka de« Brief geschrieben hat. Oberst von Majorkovic« erholt» gegen beide die Privaiehreribeleidignngsklage, der die Offiziersklage folgte. Suppanz erklärte sich nichttschuloig; nicht Abneigung, sondern Not und Elend hättet« ihn gezwungen, bei der Bezirkshauptmann-schafft Abhilfe zu suchen. Die Zeugenaussagen sör- _Deutsche Wacht denen wenig Tatsächliche» zutage; meist handelte eS sich um daS Hörensagen und au« allem ging hervor, daß ganz Windisch Feistritz mit solchen Gerüchten cr-füllt war. Nur ein Gendarmeriewachtmeister stellte fest, daß ein OssijierSbursche einmal mit der Bahn eint Kiste abgeschickt habe, deren Inhalt auf „Obst" lautete, während sie 100 Eier enthielt. Bürgerinn-ster Dr. Max Murmayer sagte u. a, daß man im-mer noch Eier bekomme, wenn man aufs Land gehe; er selbst bekomme sie von seinen Patienten. Ober-lehrer Schiestl, der auch den Schreiber festgestellt hatte, erklärte, daß die Anwürfe gänzlich unberechtigt seien. LandesgerichiSrat Modrinäk, der d e Berhand-lung leitete, erkannte Suppanz sür schuldig; der Lehrling Kafka wurde nach § 259, Z. 3, Str.» P.O., freigesprochen. In der Urteilsbegründung heißt es, daß die Offiz'ersmcsfG in Windisch Feistritz weder Maffeneinkäufe von Eiern sür sich durchführte, noch in ungerechtfertigter Art, ohne durch Mehlkarten be-rechligt zu sein, sich zum Schaden der Zivilbevöl-kerung Brot und Kochmehl verschaffte oder zu ver» schaffen suchte. Nuchßau5kung Mvitz Nasch Rathau»- . . fjfltfft ♦♦ Rathaus floff« 1 ♦ ♦ WHUl • » „äff« 1 Schrifttum. Kaiser Franz Josef I. Von Dr. Karl Schneicer. (Prei» 50 Heller, mit Post^ersendung 00 Heller. Verlag von A. Haas«, Prag, Annahof.) Mit kurzen Worten wiid in scharfen Umrissen die geschicht-liche Bedeutung de» verewigten Kaiser» gezeichnet. Von hoher Warte wird die Zeit feiner Regierungszeit über-blickt und beleuchtet. Die äußere Geschichte, die Reichs» entwicklung und die hervorstechendsten Charakterzüge des dahingegangenen großen Habsburger» sind dem leben-den Geschlechte mit außergewöhnlicher Schärfe frei von Ruhmredigkeiten, frei von Byzantinismus gegeben. Von Philipps Bücherei erschien soeben Band 13, „Schloß Borin*, Roman von Elisabeth Westhoff. T>otz der großen Wohlfeilhtit empfiehlt sich diese neue Sammlung auch durch ein« wirklich gediegene Ausstattung; große Schuf», scharf« Druck und gutes Papier zeichnen die so schnell beliebt ge-wordene eammlung aus. Es ist eine Freude, diese Bücher in die Hand zu nehmen, über deren Auswahl eine glückliche Hand waltet. Eine Schrijtstel-lerin schrtibt: .Diese Romane sind wirklich ltsenS-wert, und nur freudig zu begrüßen." Die Bände der Philippi-Büchere^ sind durch alle Buchhandlun-gen oder vom Verlag Zakob Philipp, Wien 6., Bar-nabilengaffe 7, gegen Boreinsendung von l K, auch in Briefmarken, für einen Band zu beziehen. Eine neue Modenzeitung. Im Verlage d«r bekannten „Wiener Mode" ist soeben die «rste Nummer einer neuen billigen Modenzeitschrift erschienen, die „Wiener Illustrierte Familien- und Modenzeitung". Bereit» durch ihr Titelblatt erregt sie besondere Auf» merlsamkeit. E» stellt ein Orakel dar, daS von allen Lesern und Leserinnen über die ihnen i« Jahre 1917 b«vorstehend«n Ereignisse befragt werden kann. Ein reichhaltiger Mode- und Handarbeitsteil, eine Rubrik „Handschristendeutung", eine sehr originelle Rätselecke, flotte Skizzen und ein spannender LiebeSroman statten die Zeitung derart aus, daß sie sicher in Bald« zu den gelesensten Mod«zeilung«n der Monarchie zählen wird. Auf den außerordentlich billigen Prei» (24 Heller) sei noch speziell hingewiesen. Eingesendet. Der abgefertigte Gendarm Die BereinSleitung hat die Wahrnehmung ge-macht, daß vitlt Mitglirder seinerzeit nur mit einer Abfertigung entlassen wurden und bi» heule noch nicht in dem Besitze der dauernden Penston gelangt sind. Nachdem wir bereits in 30 Fällen unseren Mitgliedern die dauernde Pension erwirkt haben, werden alle Gendarmerieangehirigen unsere« Ver-eine» ersucht, sich cin die Zentralleitung zu wenden, damit wir di« »öligen Schritte zur Erlangung der dauernden Pension unternehme» können. ReichSoerein ehemaliger staatlicher Sicherheitsorgane, Wien 2., Nordbahnstraße 20. Präsident: Joses Mlcoch. Seite 5 Vermischtes. Die serbische Freiwilligen-Divi-sion in der Dobrudscha. Die »Kölnische Zei-tunz" meldet: In der Dobrudscha wurden zahlreiche Angehörige der sogenannten .serbischen Freiwillige«-Division' gefangen genommen. Wohl ist die Füh-rung derselben serbisch, aber die Mannschaft ent-puppte sich als größtenteils aus österreichischen Kriegs-gefangenen bestehend, die man zum Eintritt in die serbische Division gezwungen hatte und die eiue schmähliche Behandlung erdulden mußten Einer die» ser Gefangenen, der Landwehrmann Anton Habe aus Schwarzenberg in Kram, erzählte: „Ich wurde am 13. August 1916 bei Kolomea gefangen und von den Russen nach Kiew geführt. Nach zwei Tagen wurden wir nach der Nationalität geschieden und die Slowenen, Kroaten und Serben nach Odessa ge-bracht. Keinem wurde gesagt, daß man die Absicht habe, un< an die Front zu schicken. Wir mußten in die russische Armee eintreten. Wer nicht gehen wollte, wurde in Gegenwart des ganzen Bataillons mit 2b Stockschlägen bestraft. Bei einigen Leuten nahm der Kommandant selbst diese grausame Bestrafung vor. In Odessa blieben wir vier Tage und von dort ging es zur Front, zuerst nach Reni und dann nach Eer-navoda." Ein erdnaher Fixstern entdeckt. Pro-fessor Barnard v.kennt»iS ihres Nährwerte«, ihrer Schn?ackhaf>igk«it und VerwendungS-fähigkett jurückzufühien ist. Die Wrucke ist leicht v«r» d.mich und enihält die Nährstoffe, besonders Eiweiß, in leicht aufnehmbarer Form. Die Zubereitung ist ebenso mannigfaltig wie bequem und einfach. Sie besteht der Hauptsache nach lediglich im Dämpfen oder Kochen der geschälten und geschnittenen Rübe. Zur Suppe wird die Rübe würfelförmig geschnitten, in Salzwasser gekocht, nach Belieben mit Wurze^erk und Thymian versetzt und wie eine Erdäpfelsuppe zubereitet, der sie an Schmackhaftigkeit und Nährwert keineswegs nachsteht. Häufig findet die Wrucke Verwendung als warme« Ge-müse und als Salat. AI» warme» Gemüte wird die Wrucke gleichfalls zu kleinen Würfeln zerschnitte.», in Salzwasser gekocht, mit einem Staub Mehl oder ge-riebenen Erdäpfeln eingebrannt und je nach Geschmack mit Zwiebel, Thymian und etwa« Essig versetzt. Zur Bereitung von Salat wird die Rübe in längliche Spal-ten geschnitten, in Salzwasser gekocht und nach Au«-kühlen mit Essig und Oel zubereitet. Für Feinschmecker kann mit der Rübe auch ein KriegSgulasch hergestellt werden, wozu sie würfelförmig zugeschnitten, in Salz-wasser gekocht und mit Kr«ut und den üblichen sonstigen Zutaten wie ein Szegediner und RindSgulasch zubereitet wird. Wichtig ist, daß in jedem Falle daS Brühwasser gut abgegossen wird, weil in diesem hauptsächlich der Rübengeschmick enthalten ist, der unserem Gaumen wenig zusagt. In Eilli findet der Wruckenverkauf täglich im Ruthause. Brotkarten^uSgabe, in den Vormittag«-stunden statt. Deutsche unterstützet eure Schntzvereine! Das Erscheinen des heimischen Verlagsunternehmens ♦ ♦ PHILIPPS BUCHEREI wurde vom Publikum aufs herzlichste begrQsst und die ersten Bände nähern ausverkauft. Bisher sind 12 Bände erschienen. D 4 I ! Preis für jeden Band K 1."» Bücherverzeichnis gratis. Diese 12 Bände enthalten 6 Romane, 81 Novellen un4 Humoresken und eignen sich besonders zur Anlegung einer billigen II i rTQPTTPTIT7l? PT mit durchwegs gediegenem und einwandfreien ÜAIJ ÖD U tlllljIiM literarischen Inhalte. Jeden Monat erscheint abwechselnd ein weiterer Roman- oder Novellen-Band. Durch jede bessere Buchhandlung oder gegen Voreinsendung des Betrages vom Verlag PHILIP PS-BÜC HKREI, Wien, VI., ßaraabitengasse Nr. 7, zu beziehen. 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Hilda nahm ihren ganzen Stolz zusammen, um während der Fahrt auf den Bahnhof ihre wäh-rend langer, schlafloser Nachtstunden mühsam er-kämpfte Fassung zu behaupten. Immer noch glaubte ihr Herz an ein Wunder. Warum sollte sie, was sie gestern gesehen, nicht Täuschung sein? Wenn Fred Hartenau lächelnden AugeS auf dem Bahnhof erschien, wenn seine Hand ihr mit verheißungsvollem Drucke zum Abschied leuchtende Rosen bot: durste sie noch zweifeln? Mußte ihr Vertrauen nicht auch daS ihr Unverständliche, daS Hassenswerteste über« dauern? Ein Blick, ein Wort »on ihm, dem Gelieb-ten, und alle Bangigkeit, alles Grauen vor einer hoffnuvgSarmen Zukunft liegt weit, weit hinter ihr. Niemals dürfen ihr die Nachtgespenster wieder nahen, die kaum erst zerflatterten. Hilda stand mit umflorten Blicken auf dem P«rron unter all' den gleichgiltigen Menschen. Er, den ihre Seele suchte, er blieb fern l ES war ihr feinen Augenblick der Gedanke in den Sinn gekom-men, Fred Hartenau könne die Begegnung am vor-hergehenden Abend falsch ausgefaßt haben. Sie liebte zum erstenmale. Sie liebte so stark und so innig, d.iß in ihr di« Ueberzeugung lebte, Fred Hartenau müsse wissen, wie unauflöslich sie sich ihm verbun« den wähnte. Ebenso war sie überzeugt, das Aden-teuer mit jenem Unverschämten hibe auf die Vor-übergehenden den Eindruck machen müssen, den sie selbst empfangen halte: eine empörende Zudringlich-keit, die abzuwehren nicht in ihrer Macht gelegen. Ach, die Jugend ist so hoffnungsreich, fo wun-dergläubig! Hilda wartete auf das Erscheinen Fred'S, bis d>« Dampfroß sich ächzend und schnaubend in Be-wegung setzte. Dann erst kam eine nervöse Abspan» nung über sie. JedeS Beobachter? ledig — denn sie saß allein im Koupee — warf sich ausschluchzend, händeringend in die Polster ihreS Sitzes zurück. Er konnte sie wirtlich ohne Abschied fahren lasten? Ohne einen letzten Händedruck, ohne den Wunsch aus ein baldige« Wiedersehen? DaS war liebloS von ihm, nein, mehr als daS, unbarmherzig, grau-sam! Und es gab keine Entschuldigung für ihn, denn er wußte ja durch Zufall die Stunde ihrer Abreise! Die Bitterkeit, die mächtig in ihr aufquoll, ließ ihre Tränen versiegen. Die großen, sehnsüchti-gen Augen, die immer trostloser in die grüne Welt draußen schauten, wurden starrer und finsterer. „Eine Tändelei, weite«- nichts!" höhnte sie sich selbst. Ihr ganzes Sein bäumte sich dagegen auf, sich fo will'g einer Laune, einem von Ansang an beabsichtigten Flirt gefügt zu haben. Ach, er wußte leider Bescheid in ihrem Herzen! Ihre Wahrhaftig-keit hatte ihm zu einem leichten Triumphe verhol-fen l Und nun lachte er über das „Gänschen", über die .Kleinstädterin', die so leicht zu gewinnen ge« wesen war l O, pfui über solche Denkweise, pfui über die niedrige Gesinnung, der nichts heilig bleibt! Was hätte sie nicht mit Freuden für diesen Mann tun mögen? Mi« brennenden Wangen rief sie sich all' die Momente zurück, die ihm verraten haben mußten, wie eS um sie stand. Wenn er um ihrer Liebe lachte? Unfaßlicher, qualvollster Gedanke in all' dieser Seelenangst! Die erste schwere Enttäuschung rüttelte mit furchtbarer Gcwalt an dem gläubigen Gemüte Hilda's. Zitternd, ratlos, zweiselnd an der Gerech-tigkeit Gottes schaute sie ernüchtert in die für sie entgötterte Welt . . . Langsam »erging ihr die Zeit. Die wenigen Mitreisenden, welche nach und nach einstiegen und das Koupee mit ihr teilten, erhielten kaum einen Blick von ihr. Dennoch war eS ihr lieb, in Gesell-schaft weiter zu fahren, weil sie auf ditse Weise ge« zwungen wurde, Selbstbeherrschung zu Üben. Sie fürchtete die forschenden Blicke der Ihrigen, die sie lustig und heiter hatten in die Welt fahren sehen und zu denen sie nun mit umflorten Blicken zurück-kehrte. Nein, nein! Niemand in der Heimat durfte von ihrem Kummer wissen! Niemand durfte die bit» tere Erkenntnis, welche ihr .draußen" geworden, von der Stirn ablesen I Nicht die Mutter, nicht die fpottsüchtige, selbstherrliche Schwester! Als jetzt der Zug in den Bahnhof ihrer Hei» «atstadt einfuhr, zwang sie ein Lächeln auf ihr blasses Gesicht. Sie sah gespannten AugeS auf den Perron und sie erschrack heftig, als sie «eben den Eltern und der Schwester einen jungen Offizier ge-wahrte, dessen Blicke sie ungeduldig suchten. Was wollte Trenkhoff hier? Sollte er um ihretwillen auf dem Bahnhof weilen? Und war die Mutter fo strahlend anzusehen, weil sie Trenkhoff zum Beglei-ter hatte? Erschreckt zögerte ihr Fuß, den Wagenabteil zu verlassen, als »un der Zug hielt. Aber sie war ja längst bemerkt worden. Unter Lachen und Scherzen eilte man zu ihr hin, und der gute Papa hob sie fürsorglich aus den Bahnsteig herunter. Mit einem lauten Wortschwall wurde sie von sämtlichen Anwesenden begrüßt. Ein Rosensträußchen, daS ihr Trenkhoff mit vielsagenden Blicken bot, »erriet ihr, daß sie auch hier Kämpfen entgegen-ging. Erst als man im Wagen saß, verabschiedete sich der Leutnant von der Familie. .Auf Wiedersehen morgens sagte Frau von Versen bedeutungsvoll, und der zierliche, geschmeidige Mann mit der selbstzufriedenen Miene wiederholte zu ihr gewendet und verheißungsvoll: „Aus Wieder-sehe.,, mein gnädiges Fräulein!* Die ältere, verblüht aussehende Schwester streifte sie mit einem neidischen Blicke: „Welch' ein Glückspilz dieses Mädchen ist," dachte sie. „Ein Of-fizier bewirbt sich um sie! Und er verlangt nicht ein-mal die Kaution, denn «r hat einen alten, reichen Onkel, dessen Erbe er ist!" „Ich fürchte: nein!' entgegnete Hilda im Trotz. Und sie freute sich beinahe der verwunderten Blicke der Schwester, deS mißbilligenden Achselzuckens ihrer Mutter. .Ich hätte dich nicht zu Versen'S schicken sollen," meinte die Mutter resigniert. „Ulrich ist Schriftsteller! Er lebt immer etwas in Wolken-kuckuckSheim. Und feine Frau? Die ist über alle Maßen unpraktisch, und von Kindererziehung hat sie leider keine Idee!' „Aber, liebe Grele," mischte sich hier Hilda'» Voter iu's Gespräch, „von Erziehung sollte doch bei Versen'S auch keine Rede fein! Hilda ist ja Gott Lob eine gut erzogene Tochter, die weiß, waS sie ihren Eltern schuldig ist!' Sollten diese Worte eine Bedeutung haben? Der Gerichtsrat Versen sah streng drein. Er war zwar kein tyrannischer Vater, aber er verlangte Ge-horsam von seinen Kindern, wenn er nach feinem Ermessen sür ihre Zukunft sich besorgt zeigte. Hilda konnte einen tiefen, beklommenen Seufzer nicht u»-terdrücken. Sie redete auch während der kurzen Fahrt nur daS Nötigste. »Ich bin müde!* wehrte sie sich. „Ich schlief in der letzten Nacht so wenig." „Du siehst auch erbärmlich auS!" rief Schive« ster Tilli ironisch lachend. „Allzu gut hast du dich .Trenkhoff nicht prifenliert! Ich sagte es Mama gleich, es sei eine nnglückliche Idee, ihn zum Bahn-hose mitzuschleppen! Und die Rosen hätte er sich ouch sparen können. Hilda hat kaum dafür gedankt!" „Leutnant Trenkhoff kennt Hilda nur zurück-haltend," sprach Frau von Versen überlegen. „Und wenn er sie blaß aussehend sand, so kann dies nur schmeichelhaft für ihn fein. Es hat ihr eben an-derSwo nicht gefallen! Zch habe Hilda ja auch nur von hier fortgeschickt, damit sich Trenkhoff über feine Neigung klar werden sollte. Du mußt eingestehen, Tilli, daS Resultat ist glänzend zu nenne»! Trenk-hoff konnte nämlich deine Wiederkehr kaum noch er-warten, liebste Hilda." Hilda'S Antlitz überflog bei diesen letzten, an sie gerichteten Worten ein heißes Rot. Zhre zittern-den Hände falteten sich. So mußte sie wirklich einen Heiratsantrog über sich ergehen lassen? Wie würden die Ellern zürnen, wenn sie „nein" sagte? Trenk-hoff galt als brillante Partie. Er selbst war vermögend und das Erbe deS unverheiratet gebliebeneu Onkels fiel ihm allein zu. Sie sah der Schwester Blicke neidvoll aus sich gerichtet. Wie gern hätte Tilli diese .Eroberung' für sich in Anspruch ge-nommen. Endlich hatte diese für Hilda so peinlich.' Fahrt ein Ende, und es wurde ihr vorerst gegönnt, sich vor der Mittagsmahlzeit noch ein wenig auSzu> ruhen. Schlaf fand sie nicht. Sie legte sich auch nicht auf's Sofa nieder. Sie lehnte unbeweglich am Fenster und sah in den kleinen Garten hinunter, in dem der Sonnenschein gleißte und die Vögel zwit- scherten. Aber sie gewahrte nicht» von Sonnenlicht und VogeNied. DaS Bild deS „Ungetreuen" stand vor ihrer Seele. Und neben ihm erblickte sie die be» zaube'nde Frau, die Jeder lieben mußte, der sie in ihrer Schönheit schaute! Vielleicht beging Fred Har-tenau nicht einmal ein Unrecht mit seinem Wankel-mute? Wer denkt noch der Wiesenblume, wenn eine farbenprächtige Trvpenblüte ihm heißen Dust ent« gegenhaucht? Ach, da ist Vergessen so leicht, so na« türlich I Sollte sie sich nun auch zum Bergessen zwingen? Die Gelegenheit bot sich sofort. Wenn sie morgen dem unwillkommenen Bewerber ein sreund-liches Gesicht zeigte, wurde sie eine vielbeneidete Braut und die armen Eltern hatten eine wohlver-sorgte Tochter. Wie? Wenn dies ihre Rache an Fred Hartenau wäre? Wenn dieses Bündnis ihm sagte: du hast dich doch getäuscht I Ich gab dir nie« mal» Liebe! Würde er sich täuschen lassen? Neinl Und dann mußte ihm ihr VeihältniS verächtlich erscheinen. Konnte sie denn aber die Gattin eine« ungeliebten Mannes werden? Niemals! Niemal»! Lieber wollte sie sterben, sich zu Tode grämen um ihn, der sie verriet! Bei Tisch ging es nicht so lustig her, wie HildaS Mutter eS erwartet hatte. ES machte den Eindruck, als sei die Tochter Jahre lang vom elter-lichen Hause sort gewesen und könne sich nur schwer wieder in die ihr sremd gewordene Umgebung ein-gewöhnen. Der Mutter bemächtigte sich ein beklem-mendeS Angstgefühl. WaS hatte nur das Mädchen? Wenn sie wirklich Schwierigkeiten machte? Sie war bisher die Heiterste in dem kleinen Familienkreise gewesen. DaS geringste hatte ihr Freude errezt. Die bescheidenste Gabe hatte sie dankbar empfunden. Und in fünf Wochen sollte sie sich völlig vom Älternhause emanzipiert haben? Da konnte doch nur der „verrückte Schwager, der Schriftsteller" die Schuld tragen. Welch' ein Unglück, solch einen über-spannten Menschen in der Familie zu haben! Aber Gottlob, sie war eine resolute Frau. Sie würde mit HildaS GejühlStram schon fertig werden . . . Bald nach diesem, der wiedergekehrten Tochter zu Ehren festlich gehaltenem Mittagsmahle berief Frau von Versen Hilda in daS Wohnzimmer. Ohne große Umschweife teilte sie ihr mi', daß Leutnant Kuno Trenkhoff bei dem Vater um ihre Hand angehalten habe, und daß man diese glänzende Partie in der Familie al» ein großes Glück betrachte. Morgen zu Tisch werde Leutnant Trenk-hoff erscheinen, und eS solle den jungen Leuten dann Gelegenheit gegeben werden, unter sich einig zu werden. „Das ist unmöglich, Mama?" erwiderte Hilda fest- »Ich kann nie Trenkhoff'» Frau werden. Sage du ihm da«, und erspare mir eine peinliche Auseinandersetzung mit dem mir unwillkommenen Bewerber." Frau von Versen starrte ihrer Tochter erschreckt in das ernste, blasse Gesicht. „Ja! Bist du denn wahnsinnig. Mädchen!" murmelte sie. Al« sie keine Antwort erhielt, fuhr sie laut und zornig sort: »Also, daS wäre dein Dank für alle die Mühen, die dein Vater und ich deineSwegen auf sich genommen haben! Sine Partie, wie sie dir zum zweitenmale nicht wieder geboten wird, weisest du eigensinnig von dir und weißt doch, daß, wenn wir sterben, du dich mit deiner Hände Arbeit er-nähren mußt." „ES ist daS Schlimmste nicht," beharrte die Tochter. „Lieber, viel lieber ums tägliche Brot sich mühen, als in liebeleerer Ehe dahinfchmachten. Ich kann es nicht." „Aber, Hilda! Das darf dein Ernst nicht sein!" rief Frau von Versen, heftig'erregt auf die Tochter zufahrend. »Du bist nicht fähig, die Tragweite einer so unüberlegten Handlung zn ermessen. Ich will deiner Jugend diese Kopflosigkeit zu Gute rechnen. Wir aber, deine Eltern, haben die Pflicht, für dich auch in Zukunft zu sorgen. Du darfst eine solche Heirat nicht zurückweisen. Deine Eltern verbieten eS dir." „Und dennoch, Mama I' sagte Hilda ruhig und beherrscht. »Ich bringe dieses Opfer meinen Eltern nicht! Sie mögen von mir fordern, was sie wollen, freudig will ich ihnen gehorchen. Aber mein junges Leben an einen Mann binden, der mir schier unei« träglich ist: lieber in den Tod, Mama! Und da» w'rst du nicht wollen, daß ich fahnenflüchtig werde, ehe Gott mich au« dieser Welt ruft!" Sie hatte die letzten Sätze mit fo fürchterlichem Ernst gesprochen, daß Frau von Versen mit einem leisen Schauder die Blicke zu ihrem blassen, starren Antlitz erhob. „Hilda I" sagte sie in bangem Entsetzen. „Ich verstehe dich nicht mehr!" „Laß eS gut sein, Mutter," entzegnele Hilda sanst und zärtlich. „Später findest du wohl einmal den Schlüssel zu meinem Tun. Jetzt aber quäle mich nicht. Nicht wahr, du siehst ein, daß ich geson-uen bin, meine Freiheit mit allen mir zu Gebote stehenden Mitteln zu verteidigen. Und bin ich denn dir. bin ich dem Vater Jo sehr im Wege, daß Ihr mich durchaus von Euch geben wollt'? Ich will gar nicht länger die nichtStueri che, dahinlebende, ver- 4 wohnte Tochter spielen. Laßt mich sür Such arbeitet», und wir werden (jewijj sietS sroh und glücklich zu-sammcn bleiben!" „Du meinst (8 gut 1" entgegnete die Mutler mit einem tiefen Seufzer. „Aber du kennst daS Le-den nicht Und Hilda. die Wünsche der Eltern er-füllen, bringt immer Segen . . . Nun, wir zwingen dich zu nichts. Das aber wirst du gestatten müssen, daß Herr Trenkhoff weiter in unserrr Familie ver-kehrt. Einem solchen Bewerber weist man nicht ein-fach die Türe. Man hält ihn fest so lange als möglich." „Das ist, denke ich, ein schweres Unrecht, wel-cheS Ihr Herrn Trenkhoff zufi?gt", sagte Hilda fest. „Meine Ansicht in dieser Sache ändert sich nie. Ein schnelles Ende wäre also daS Beste." „Erlaube, duß ich anderer Meinung bin," ant-wertete Frau von Versen heftig. „Ich hege die feste Ueberzeugung, daß du schon nach Wochen das Un-vernünftige deiner Weigerung einsehen wirst. Dann wirst du den Eltern Dank wissen, daß sie den gut situierten Fruer sür dich erhielten. Und ich loffe, du bist eine so wohlerzogene Tochter, daß du die geehrtesten Gäste im Hause deines Vaters nicht schroff und abstoßend behandeln wirst." Hilda zuckle mit einem schmerzlichen Lächeln die Schultern. „Es soll also doch bei der Qual bleiben," sprach sie traurig. ..Wozu, Mama? Und wenn Ihr auch den Leutnant Trenkhoff weiter in Eurem Hause empfangt: von mir wird er niemals den Eindruck haben, daß ich die paffende, liebevolle Gefährtin für ihn fei. Unhöflich werde ich ihm nicht begegne». „DaS genügt I" versetzte die Mutter aufatmend. „Und eS bleibt dabei, daß Trenkhcff morgen bei unS zu Gaste ist. Auch sind wir für Sonntag zu feinem Onkel, dem reichen Sonderling, geladen. Ei ist das ein Borzug, Hilda. Der alte Herr ist men-fchenscheu und mißtrauisch. Aber er hat dich ein paarmal gesehen und du gefällst ihn als Gattin für seinen Neffen. Bedenke, was du für Verwirrung an-richtest, wenn du solche Konnektionen in den Wind schlägst. Weißt du, daß der alte Herr Trenkhoff ein fchwer reicher Mann sein soll?" „Er kann doch auch nicht mehr als sich satt essen und satt trinken," meinte Hilda fast verächtlich. „Gold zibt noch kein Glück. Ihr überschätzt den Reichtum." (Zorsesung folgt.) A^ A A, At A^ A A A AA; A« A At At Ac des Cillirr Stadlverschöne-rongsvereiiies bei Spiele», Wetten und Vermächtnisse». ^Y y y y y Y 3$ ^ Vermischtes. In der Narkose. Wir lesen in der „Liller KriegSzeitung" die folgende «nekdote: I» der Rar-kose redet man gern, und mancher schöne Unsinn mag da z» Tage kommen. Viele Soldaten versalle« dabei inS Singen, und der operierende Arzt singt dann gewöhnlich die zweite Stimme mit. Das ist der Humor im Opcrationssaal. Gelacht hat aber neulich der Doktor Kilo, Chesarzt eines Reserve-lazaretti, als er den Wehrmann Schulz operierte und diefer währenddem seinen schönen Namen. Dr. Kilo, zergliederte. „Kilo, was ist das für 'n spaßi« ger Name! Dreht man den. 'mm, dann heißt er Olik. O lief, so lang du liege» kannst! O liek, so lang du liegen magst! Di« Stunde kommt, die Stunde kommt, wo du aui OhligS gehen mußt!* So ging das weiter in den verrückteste» Betrach-tunge»; und der Ehefarzt schnitt und lachte in einem sort: »Schulz, hören Sie aus! Hören Sie auf!" Der Aberglaubt als Lebensretter. Nach einem in England herrschenden Aberglauben darf ein Streichholz nur zum Anzünden von zwei Zigaretten dienen. Wenn man auch eine dritte Zi-garette mit demselben Streichholz in Brand steckt, soll dies unweigerlich Unglück bringen. Dieser Aber-glaube hat, wenigstens behauptet dies das Pariser „Journal", jüngst einem Soldaten das Leben ze-rettet. In einem Beobachtungsstand bot ein engli» scher Soldat seinen beiden Kameraden Zigaretten an, «ntzündete hierauf ein Streichholz und steckte damit zwei der Zigaretten in Brand. AIS auch der dritte Soldat sich dem brennenden Streichholz näherte, stieß der abergläubische Soldat ihn mit einer heftigen Bewegung zurück. Gerade in diesem Augenblick aber pfiff eine Gewehrkugel vorbei, die den Soldaten unbedingt getroffen hatte, wenn er nicht zurückgestoßen worden wäre. Mit Berusung aus diesen, „von einwandfreien Zeugen beglaubig-te»" Vorfall, rät daS „Journal", daß auch die französischen Soldaten sich davor hüten sollten, drei Zigarette» mit ein und demselben Streichholz in Brand zu stecken! Deutsche, unterstützet eure Schutzvereine durch die Verbreitung der von ihnen heraus-gegebenen Wirtschaftsgegenstände. Nummer 6 Deutsche Wacht Seite 7 ZI. 14629/16. Aufforderung Gesucht 1—2 schöu möblierte ZIMMER der Militärtaxpflichtigen zur Meldung. Auf Grund des Gesetzes vom 10. Februar 1907, R.-G.-B1. Nr. 30, haben »ich alle Militärtaxpflichtigen bis zum Erlöschen ihrer Militärtax-pflieht alljährlich im Monat Jänner bei jener Gemeinde zu melden, in welcher sie am 1. Jänner dieses Jahres ihren Wohnsitz haben. Die wegen eines 1600 K nicht übersteigenden Einkommens oder aus anderen Gründen zu gewärtigende oder im Vorjahre eingetretene Befreiung von der Personaleinkommensteuer oder von der Dienstersatz-taxe enthebt nicht von der Verpflichtung zur Meldung. Die Meldung kann entweder schriftlich oder mündlich geschehen. Schriftliche Meldungen haben durch Einsendung zweier in allen Rubriken mit leserlicher Schrift vollständig und wahrheitsgetreu ausgefüllter Mcldeformulare an die Gemeinde zu erfolgen. Meldeformulare sind bei der k. k. Bezirkshauptmannschaft und bei der Gemeindevorstehung unentgeltlich erhältlich. Die Einsendung der Meldungen geniesst in den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern die Portofreiheit. Die Meldetormulare sind derart eingerichtet, dass sie. zusammengefaltet und adressiert, ohne Verwendung eines besonderen Umschlages der Post übergeben werden können. Mündliche Meldungen werden von der Gemeinde in beide Meldeformulare eingetragen. Meldungen, welche durch eine Mittelsperson erstattet werden, entheben den Meldepflichtigen nicht von der Verantwortung für die Erfüllung der ihm obliegenden Verpflichtung. Meldepflichtige, welche die vorgeschriebene Meldung nicht rechtzeitig oder in wesentlichen Punkten unvollständig erstatten, können mit Geldstrafe bis 50 K belegt werden. Militärtaxpflichtige, welche sich in ihren Meldungen wissentlich Verschweigungen oder unwahrer Angaben schuldig machen, verfallen — insofern die Handlung nicht den Tatbestand einer nach dem allgemeinen Strafgesetze zu ahndenden strafbaren Handlung begründet — in Geldstrafen bis i>00 K, bei Vorhandensein besonders erschwerender Umstände bis 1000 K. Die verhängten Geldstrafen werden im Falle ihrer Uneinbringlichkeit in Arreststrafe verwandelt. Ueberdies steht es im Falle nicht rechtzeitig oder unvollständig erstatteter Meldung der politischen Behörde frei, auf Grund der bekannten oder von Amts wegen zu erhebenden Daten die Veranlagung der Militärtaxe ohne weiters vorzunehmen. Stadtamt Cilli, am 9. Dezember 1916. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich r. Jabornegg. 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