MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES Verlag und Schrif'ttltuBg Mai1>arg t. I. Dritt, BadgaiM W». Paranrfi Iff. H-It. M-Il, !#•«. A¥ It Ulf (taollch außer S^milag) Ut dl« Scbnftlattung Bot auf Pamruf Nt M «7 «fralchbu. Unvarlaagl« ZuachriftaB wcrdaa oicS» rü.'kgetandt Bol a»mlllcheB Antragan Ut daa Itackpnito baliulegan Porticlwekkonto Wlaii Mr. S4.HÄ. GatrbdflMtallm lo CMI, Marktpiati Nr. 12, Ptninif Nr. ». «ad Pattau UBgaitorgaaM Nf. 1 Paranif Ni. N. STEIRISCHEN HEIMATBUNDES IndMlat «vktlfbik •!* MorgaOMltang Batugaprala da voraai uhlbar) ■onalllck RM 3,10 alnicbllaBUrh lff,l Rp' ^ofltuttuBgKgebühri bai Liafarung im Stralfband niiflg'irb Portoi bat Abnoltso In dar GetrhAftsstell« ItM Attrvlcb dnirb Poit moDstlicb RM 3,10 (alaichl it.l Kpf Pofizaltungig^bübr) und M Rpf Zustfil fsbObr ÜBialauiiiiBarD wardan nur gagao Voralntandung daa BlBialpra'.c« "od -^ar Portoauilagen tuqea^n(1(>t Nr. 208 — 83. Jahr{{ansf Marbur^^Drau, IMenstag, 27. Juli 1943 Einzelpreis 10 Rpf Mit allen Waffenarfen Wechselnde Angriffstaktik, gleichbleibende Fehlschläge der Sowjets Berlin, 26. Juli Tn der großpn Schlacht an der Ostfront versuchten die Sowjets in den letzten Taqen, dem staiken Verschleiß ihrer Kräfte dadurch entgoqenzuwirken, daß sie die Angriffe nicht immei von allen Waffengattungen gemeinsam tragen ließen, sondern dns Schwergewicht bald raehi auf die InJantfjrie oder auf die Panzer oder auf die Artillerie verlegten. Dem dritten diesjährigen Ringen lüd-' lieh des Ladoga-Sees lum Beispiel gab der Feind daher betont den Charakter eines schweren Artllleriekampfes. Uber 350 Batterien alle: Kaliber hotten die Bolschewisten zusammengezogen, deren Trommelfpuer am 22. Juli Punkt drei Uhr morgens begann. Da die Angrtffsabslch-len der Sowjets aber rechtzeitig erkannt worden waren, nahm unser« Artillerie •ofort den Feuerkampf auf und beschoß ihrarseiti ebenfalls mit Tausenden von Granaten die feindlichen Gräben und Bereitstellunnsräume. Vier Stunden lang bebte die Erde zerbrachen dlp Kiefern, Fichten und Birken des Sumnfwnldes unter den alnsrhlnqenden Granaten und verwandelte sich das Kampfgelände, die beiderseitigen Stellunnen wie das Nle,-mandsland In ein Durcheinander von lerfetzten Baumstämmen und rauchenden Trichtern Erst als der Feind die deut- schen Stellungen für zerschlagen hielt, begann der Infanteriekanipf. In den zermalmten Wäldern warteten aber unsere Grenadiere und Gebiiqsjäger auf den Ansturm der Sowjetschützen. Schon in der Bereitstellung hatte der Feind durch unsere Artillerie schwere Verluste gehabt, jetzt aber geriet er noch vui dem Drahtverhau und den Minensperren in das mörderische Sperrfeuer unserer Geschütze und Maschinengewehre. Ganze Sowjetregimenter biachen zu Boden, obwohl der Feind, als der Angriff ins Rollen kam, sein Artilleriefeuer auf die Stellungen unserer schweren Waffen konzentrierte. Nur an einigen Stellen kam es zum harten Kampf Mann gegen Mann. Im Gegensatz zu der entscheidend von der Artillerie getragenen Schlacht südlich des Ladoga-Seei stehen die Abwehrkämpfe am Mius. Schon die hohen Panzerabschußzahlen weisen daraufhin, daß hier der Feind den Durchbruch durch massierten Einsatz seiner Panzerbrigaden zu erzwingen sucht Im Orel-Boqen wechseltpn die Sowjets dagegen mit den Waffengattungen ab. Nachdem In den ersten Tagen Dutzende von Panzerbrigaden aufgerieben worden waren setzten sie später Tnfanterlemas-sen ein. Als Hie Schützendivision ebenfalls auf Bruchteile ihrer ursprflnqllchpn Stärke lusommengeBchmolEen waren, führte der Feind seine aus operativen Reserven genommenen Infanterie- und Panzerkräfte wieder kombiniert in den Kampf Ein Frontabschnitt, In dem der Feind jedoch immer noch Infanterie, Panzer, Artillerie und Flugzeuge zu gemeinsamen Aktionen zusämmeofaBt, ist der Kuban-Brückenkopf. Kein Trommelfeuer und kein noch so maMlerter Schlacht-fllegereinsatx vermochte aber unsere Grenadiere und Jäger zu erschüttern. Unbeirrbar hielten sie in Ihren Gräben aus, Ihre Maschinengewehr« mähten die stürmenden Schützenwellen des Feindes reihenweise nieder, während unsere Artillerie, durch dicht am Gegner stehende Beobachter zu höchster Wirkung gebracht, die feindlichen Batterien niederkämpfte und Bereitstellungen zerschlug. Kam der Feind aber mit Panzern, so iand er In unseren Sturmgeschützen einen überlegenen Gegner. . Die Hauptstöße richteten sich am 23. Juli gegen den Sfidostabschnitt des Kuban-Brückenkopfes Jedoch brnrhen alle Vorstöße schon Im Vorfeld blutig zusammen, öberall scheiterte der FefpH. led^r zusammengebrochene Angriff kostetp ihn schwerste Verluste nnd Ist ein neuer A Herlaß an seiner Kraft. Schwertträger des Abendlandes Dm Reich und Europa — Geisili{e und politische WirklichkeHen pd. Marburg, 26. Juli Nicht mit ({ewöhnlichco Maßen läßt sich messen, was in unserer Zeit vor sich geht. Wohin die Strömungen münden werden, die in ihren Strudeln glänze Wellen hcrabzureißen drohen, vcrmögtin nur auf Gefjenwartsnähe eingestellte Augen nicht zu übersehen. Mag aber der Blick vieler Europäer noch so verRchleiert sein, er ahnt zumindest, daß der noch chaotisch Deutschland war nur noch ein ^eoi^raphi-scher Begriff Nur wer den Blick vom historischen Atlas ior' und au[ die Cc-samtgeschichte richtet, d. rlm ^en bunteri Klecken zusammengesetzt ist, gesamtcurop-ilschcn der so Sicht dte politische Karte des nach dem Dre,Öig)ahngen Kriege ««« Kräften ihres Geistes soll der starke Kor-— per gebaut werden der in (fleichen MtQc Iv'iderstandskräftig ist ^ci|en die Süßeren und inneren Feinde des Abpndlandcs wie die Retchsidee gerfen ihrr triiim- nhicrte, als das Reich aller Deutschen Wirklichkeit wurde. Leüpoldo Pircardi, Volkskulturminister: Botschafter Guido Rocco, bish. Generaldirektor der Auslandspiesseabteilung. Außpnhandf"Ismin ister: Genoraldirektor der Banca d Italia Dr. Giovanni Acanfora, Minister für Rüstungsinduslie; General Cirlo Favagrossa, Unterst-ialssekrater im Minlsteipräsidium: Dr. Pietro Baratono. 61 Terrorflieger abgesciiossen Bei neuen DiirchbnichsTersuchen verloren die Sowfets 130 Panzer Anordnungen Marschall Badoglios Rom, 26. Juli Mantchsll Badoglio hat eine Reihe von Anordnungen erlassen, um die Ruhe und Ordnung In Italien sicherzustellen. In dlecvi»! Anordnungen wird u. a. bestimmt: daß Kundgebungen, die die öffentliche Ruhe stören, ^ nicht geduldet werden, Akte bewaffneter Streitkräfte des Stoates und die Polizeitruppen in den Provinzen, die vertchiedenen Milizen, die bewaffneten Zlvllkorps und die Wachtruppen werden dem Befehl des Marschalls Badoglio unterstellt. Von der Abend- bis zur Morgendäm-mening wird ein Ausf^ehverbot eingeführt. Kein Zivilist darf während dlesei Zelt außerhalb seinei Wohnung sein Öffentliche Amter aller Art, V^arieteea, Theater, Kinos und Sporthallen müssen während der Stunden des Ausgehverhot« geschlossen bleiben. Untei alten Umständen ist es dauernd verboten, dnf mehr als drei Personen sich in dei Df fentllchkelt oder in geschlossenen Räumen versammeln oder miteinander re- den. Das Anschlagen von gediuckten ; _ ^ lt u n uu Zetteln. Manuskripten oder Propaganda-1 Sladt ihre vergeblichen Durchbn.chj^vcr-Art nul öffentlichen schweren K zum Teil im Nahkampf, mit starker Un-terstützunil der Luftwaffe unter Vernichtung zahlreicher Panzer abgeschlagen An mehreren Stellen traten deutsche Truppen zum Gegenangriff sn und warfen den Feind Hurflck. Fortgesetzte starke Angriffe im Ab-Rchnitt südlich des Ladoga-Sees wurden unter hohen feindlichen Verlusten ab-l^ewchrt Ein in unsere Stellungen ein<*e-brochencs Sowjetbataillon wurde Im Ge-{{«nstoB völlig aufgerieben. Insgesamt wurden gestern 130 Sowjetpan^er abgeschossen. Im Schwarzen Meer griffen leichte Führerhauptquartier, 26 Juli Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt; Die Sowjets setEten auch gestern Ihr« vergeblichen Versuche am Kuban-Brük-kenltopf, im Raum von Orel und südlich des Ladoga-Sees. durch die deutschen Abwehrstellungen durchzubrechen, fort. Im gesamten Südabschniit vom Asow-schen Meer bis Bjclgorod ließen ihre Angriffe infolge der b'öherigcn Verluste gegenüber den Vortagen erheblich nach. Im einzelnen wird gemeldet: Am Kuban-Brückenkopf wurden Ertliche, zum Teil mit starker Artillerie- und Schlachtfl'egeruoterstüteung vorgetragene Angriffe durch Gegenstöße zum Stehen gebracht oder schon in der Bereitstellung zerschlagen. Im Kampfgebiet Orel erneuerten die Sowjets auch gestern wieder mit starken Infanterie- und Panzerkräften südlich, südöstlich und nördlich der materials jeder Plätzen ist verboten. Dds Tragen von Waffen wird der Bevölkerung unter-sagt. Alle Italiener, die ihre Wohnung verlassen, müssen Ausweispapiere mit einem Lichtbild bei sich tragen. Auf Ersuchen der Angehörigen der Militär- und Arots-behörden müssen sie ihr« Kennkarten vorweisen. Die Türen aller GeWiude, die auf eine öffentliche Straße führen, dürfen Tag und Nacht geöffnet bleiben und im Rahmen der geltenden Verdunkelungsbestimmungen beleuchtet sein. Während der Stunden des Ausgehverbots müssen die Fenster aller Gebciude geschlossen sein. Die Anordnungen des Marschalls Badoglio schließen mit der Feststellung, daß die Durchfi'ibiung der öffentlichen Ordnung und der von den MllltÄrbchör-den verfügten Maßnahmen gegebenenfalls mit WafU^ngowalt durcbgesalzt wird. Ein Aufruf des neuen Staafschefs Rom 2f« .luli Der nriip'niinnto itulienischf.- Regie rungsf hef Marsthali Badoglio hat un mHtelhar rmrh Übernahme seines Amtes folciiindon Aufruf erlassen: »Aul Refehl des Königs und Kaisers üboniehme ich die militärische Regle ruiiri rlcs Ltinrips mit allen Vollmacht:«n Df Krie.g neht weiter. Itdlien ist In SP ripfi nlifr|nj|pi)f>n Provinzen. In seinen zerslöilrn Si^irlten hatf getroffen, hält a'ier nls f>if»'iliifhlitier Wächter seiner t« Msrii'ljiiliMfKMi Tradition dein gegebe neu Wort die Treue. S' hMpIli die Rpihen um den König und Kii'sf'f, ihs Ifbenditie Vorbild des Vater Irimt'»-. fliis Rrispipl für alte! Der mir zuteil ftrvriritr ne Auftrag ist klar und prri/i'e, [ir wird skrupellos durchgeführt, und jf-c'er l^luscht sich, der glaubt, seine normale Durchführung beeinträchtigen zu können. Wer versucht, di« öffent- liche Meinung zu stören, wird unerbittlich bestraft werden Es lol)r Ilollenl Es lebe dei König!« Die neoe italienische Regierung Die Agentur Stefanl meldet- Seine Majestät der König und Kaiser hat auf Vorschlag des Regierungschefs und Ministerpräsidenten folgende Minister ernannt; Außenminister: Botschafter Raffaele Guariglia, Innenminister Prälekt Rune Fornaclarl, Minister für Itallenlsch-Afrikii General Senator Melchlade Gabba, Justizminister Generaldirektor des Justizrninlsteriums Dr. Gaetnno Az-zaritl Finanzminister Generaldirektor Domenico Bartollinl. Kriegsminister: Staatsrat General Antonio Sorice, Marineminister; Konteradmiral Raffaele De Courten, Luftfahrt-minister: General der Flieget- Renato Sandalli, Erxiehungsminlittr: Staatsrat Dr, SchwerttrSgci des Abendlandes Die Bedrohungen, denen Europa heule ausgesetzt ist, schaffen uns den B1 ck für ähnliche Wendezeiten der ah'-ndlänc'isc'-''n Geschichtc. Sie lassen die I.cisturnl dr*s Reiches für Gcsamteiiropa umso ch«*r werden Da« Reich war der Schwertträger des Abendlandes Von K»»-! M.ir-teil, der vor achthundert .I.ihrcn d.-n F'n-hruch der Araber vcrhindorfo, die Sachscrkönige. bis hin zu des PcIHm^r-schalls Prinz-Eugen-Sie^i (iher d-e Türken. Dag alles waren keine Kr'cfjc um des Krieges willen, sondern schick«nlhnf»e Aufträge an das Reich n^cht nu' s'fh selbst, sondern für alle Völker Euroois Mit der militärischen Auf'iabe war stets eine politische Ordnuni}s;ui''*i-den. Wenn die hnltischen Sfiitrn Wall gegen den z.iristischcp Ini'»«"^'' ' s-miis wurden, wenn die ftsfcrreirh-'^r'ie Militärgrenze im Südostpn Fu- "la ! gegen die Einfälle der O^manop sicherte. dann or?tnnisiertc hier wie d irt 1 der deutsche Kern an den Markör i^es deutsche Seestreitkräfte Landestellen und Vcriadecinrichtungen der Sowjets an und wrseiikten zwei Nachschuhfahrzeuge mitVusammen 800 brt. Auf Sizilien wurden mehrere gegen den Nord- und Mittelabschnitt der Front geführte, von Panzern unterstützte feindliche Angriffe durch die deutsch-italienischen Truppen abgewiesen In den Gewässern von Syrakus versenkten deutsche KampHlu>?zeuge drei feindliche Handelsschiffe mit zusammen 20 000 brt und beschädigten 14 weitere Transporter schwer Feindliche Fliegerverb&nde führten neue schwere Terrorangriffe gegen deutsche Stadt«. Am gestrlrfcn Tage wurden Hamburg und Kiel sowie einige Orte im norddeutschen Küstenraum und in den besetz- ten Westgebieten angegriffen und in Führung und vergangenen Nacht die Stadt Essen erneut I Eigenständigkeit in bombardiert Dshei entstairden wieder schwere Vcrlurte unter der Bevölkerung und starke Verwüstungen in den Wohngebieten der angegriffenen Städte I.uft-verteidigungskrsifte schössen aus den britisch-nordamerikanischen Angriffsver-hlnden 61 Flugzeuge ab Fünf eigene Jagdfluilzeuge gingen verloren, Ein Verband schwerer deutschei Kampfflugzeuge bekämpfte In der Nacht zum 26, Juli Stadt und Hafen Hull mit Bomben aller Kaliber Drei Flugzeuge kehrten nicht zurück. Bei den gestern gemeldeten Gefechten deutscher Sicherun.'isstreitkrfiffe mit britischen Schnellbooten haben sich unsere Erfolge noch erhöht Insgesamt verlor der Feind zwei Schnellboote, zwei weitere wurden in Brand geschossen. 20000 brf und ein U-Boot versenkt Deutsch-italienische Erfolge vor Sizilien Rom, 26. Juli Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlaut; In Sizilien wurden feindlich«, von Panzern unterstützte Angriffe im mittleren Abschnitt der Front zurückjjewiesen. Im nArdlichen Flügel setzt der Feind seinen heftigen Druck fort. Im Hafen von Syrakus versenkten deutsche Kampfflugzeuge drei Dampfer mit zusammen 20 000 brt und beschädigten 14 Dampfer mit zusammen 61 000 brt. Ober der Insel wurden drei Flugzeug« von der Luftwaffe der Achsenmächte, zwei von der Bodenabwehr ab^schossen. Im Verlauf der beiden letzten Tage schössen zum Geleitschutz eingesetzte Flotteneinheiten im Verlauf von Angriffen auf unsere Geleitzüge zehn Flugzeuge ab. Drei U-Boot-Jäger unter dem Befehl von Kapitänleutnant Gtuglio Pelli, Ho-nassola (^ezia) versenkten im nördlichen Teil des Tyrrhenischen Meeres ein feindliches U-Boot. Der 1200. Felndllug Bprlln, 26, Eirhenlaubträgpr Hauptmann Ulrich Rudel, Fluqzeugltthrer in Juli Sturzkampfgeschwadar, unternahm die- ser Tage seinen 1?00 Peindflug. Er ist der erste deutsche Flieger, der diese hohp Zahl erreicht hat. Der Verwundung erlegen Berlin, 26. Juli GenprdhndjoT Walther von Hüners-dortl ist bciiier an der Ostfront erlittenr-n Verwundung erlegen Bei der deutschen Gegenoffensive nördlich Bjelgorod durchbrach «r am 8. Juli mit seinen PHnzern eine zäh verteidigte Panzergrabenabteilung, stieß an der Spitze zweier Panzerregimenter weiter nach Osten vor und erstürmte eine wichtige Ortschaft, Am 14. Juli, dem Taq. an dem er für diese Tat als 259 Soldat der deutschen Wehrmacht mit rlem Elchenlaub zum RitterkreiiT ausgezeichnet wurde, führte er wieder beim Durchbruch eines stfl'ken feindlithen Stelliinrisvstrms seinen Panzern voraus und wurde dabei schwer verwundet. Dieser Verwundung Ist er am 17, Juli erlofien. In der Niihe der kleinen Inse' Glze der Saiünionen-Cii'jupe winden im Ltuite eines Nd( hiangi itfes lupaniachi'i Was serflugzeuge diei feindliche Toipedo boot« versenkt. Abendlandes politische Gemcin'c''tf!'?n mit anderen Völkern, in denen -dio Ji'iit- die anc'crsv organischer abrfcwo(*cn wai'en ' Und wem ir -n Ftolzfn Kaiserfilel den noch .l()?;o'-^ iührtc, Unffarn, Böhmen Krnaf = '>'' *^lo-wenien, Dalmatien Galizipn, Si^b^nt^iv-gcn, Kfirnten und Krain boüordprc mif geführt werden, dann spricht hf^utf i!an)! anders zu un« als es in Zrit-^r <rf<»rl an, Hugenotten und Salzbun^eT karr"" in das Land des Großen Kurfürsten Dit Formen der bürgerlichen GeselNchaft, di« ständige Gliederung, war hei nllon cum päischen Nationen gleich Die Hanse, die Gcwerke d'*r Handarbeiter, die flohen Schulen, sie alle tragen ein gemeineurn-päisches Gepräge Der überwölbende Gedanke des Reiches aber schickte «eine Ausstr,i?-liin gen von dem Herfen Europas aus w- ler Weithin ist die Weltgeschichte d e Geschichte des Abendlandes Seine geistige Einheit mag (iherdcckl erscheinen du'ch die innerniropäischcn Kriet'e w'ie die deutsche Kinheit dem überdeckI erscheinen mußte, de' in de Zeit rerfal-lerden ersten Re-ch^s der D« ii*'^chen nur auf dis Karto"t>il(1 schnnfe Ge't.trken, die einmal r die Ge«chirhte geworfen wurden, wirken weiter, und sie siichen ♦bre Gestaltwerdung gegen alle W.der-ständ«. Die U iderständ« lasten da» Bild ■ Seife 2 * Nr, 208 * Dienstag, 27. Juli MARBURGER ZEITUNG dessen, was im Werden beijriffen ist, nur noch klarer erscheinen. Auch das, was es 7.U vcrlcidi||2en Widersacher und Feinde Die Idee des Reiche* wie die des Abend- i landcs hat ihre Widersacher und ihre erbitterten Feinde. Es sind die {«leichcn hier wie dort. Der zusammenfügenden und schöpferischen Kraft der Reichsidee und der fthcndländischen Idee setzen sich die Mächte entj'eilen, die ihrem |{anzen Wesen nach auf ZerspliHcrunfj hinarbeiten müssen Zum Teil jjriffcn sie die abcndländ'schc Sehnsucht nach der «ucli fiußcren Hinirfitn^ auf. Den europäischen Frcihcitsbcilriff fälschten sie in den der bindupjjs- tmd veranfwortunsJsloscn Freiheit des Individuums um. aus dem Abendland wollten sie dtn VöP'.erbrei eines »Paneuropas« machen, aus dem sozialen AufSiii des alten Ständestaates den klas-8cnkri-npfe''ischcn Zerfall; statt «Geordneter Wirtschaft wotlen sie die »Weltwirtschaft ■. It! dorn Aurfcnbl'ck, in dem Europa sieb auf r'ch selber besann, trat immer un-vcrhiillter die Feindschaft ({ejfen jede OdnunfJ Tif dem Festlnnde üutaöe Die h rrsrhondcn Schichtcn auf der Insel, die Männer de« Roo^eveltschen »Gehirntrn-stcs*. rite Gewal' ^aber im Kreml ließen die SchlajJworte der Menschlichkeit und der Völkerversöhnunö fallen und bekannten offpp ihren Vcrnichtunt'swillcn. Ihre Kricf'führuniJ ';eij}l die brutalen Ziiie unerbittlichen Hasses. Die Methoden des Krieges fietfen Frauen und Kinder drö-bep. die des M.issenmordes und der »Lt-quidierumf« hüben zeiijen die f[an?.e Größe der Gefahr, die das Abendland bedroht. Ks bat seine F.ntscheidun^Jsstunde bejjrif-fen. Wie einst im Abwehrkampf iJei^cn die Hunnen, wie im Kampf jäeijen die Horden d;"r Sto*'pe. i'^f daj Reich der Schwert-tiäjjer des Abendlandes. SA - Wehrabzeichen 310 000 Wilhrend dM Kriege* Berlin, 26. Juli Von rwoioinhfilb MillionPn W^hr-mannern, die seit Krieqsbeglnn durch die SA auf den Wehrdienst vorbereitet Würden, erwarben 310 000 das SA-Wehr-•tj^eichen, Nach dreimonatiger Gründau sbi! du nq haben strh dies« Wehrrain-rer freiwillig In die WehrabzeirJienge-niein<*ch(ift der SA, die trotz des Krieges bei allen Standarten tätig sind, elnge-roiht, lim sirh fiU die Abnahme der er fuiderlirhen Leistunqspi iifung vorzuhe-reiipn. Dif"hrbnr Insel stationierten Truppen nicht «chwflchen könnten. Er 8chr'?ibt: »Die Insel Kreta ist ebenso re'ch an Bergen wie auch an natürlichen Hohien. in den letzten zwei Jahren ;st l.ier e.n unterirdisches babyrinth an Gängen, Kasematten, Wohnräumen, Veipilegung»-lagern und Munitiousstolleo entstanden, das bewunderungswürdig ist. Mm siftht kaum etwas von diesen Stollen ond Gängen, über die sich teilweise 7—10, teilweise sogar 50 m Felsboden tü.'Uien. Mit den modernsten Spezialgardtiin haben sich die Pioniere und Mineure Hunderte von Metern in den Felsen iiineln- gearbeitet Die Eingänge sind dick oeto niert, zur Verteidigung jusgebaut und mustergültig getarnt. Jede Hutc e, fast jedes Geschütz bildet ein V'ifteidungsi werk für sich. Unabhängig von dem Aujb lu staiker Befestigungsanlagen befänden sich In großer Zahl Spezialtruppen auf Kreta, die in dei Verteidigung der Insel besonders ausgebildet worden seien. Abschließend stellt der Kriegsberichter fest: »Die Insel Kreta ist eine Festung, die abwehrbereit ist bi» zum letzten.« Treu, pflichtbewusst und gehorsam Dr. Ley gibt die Parole auf dem Relchsappell der Deutschen Jugend Dresden, 26. Juli In allen deutschen Betrieben war Montag motgeii die sctiaffende Jugend zu einem Reiclisappeli angetreten, um aus dem Munde des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley ihre Parolen für Deutsch-land? Freiheitskampf zu hören. Dr. Ley sprach von dei Bewährung der Jugend in der Zeit der Geineinschaft, der Leistung und der Tapferkeit. In den luftgef^^irdeten Gebieten habe die Jugend in den Stunden der Terror-angriffe Heldentaten vollbracht und leuchtende Beispiele von Tapferkeit und Einsatzbereitschaft gegeben Ob in der Landwirtschaft, ob in den Fabriken und Werkstätten, ob in all den anderen Hilfsdiensten der Jugend — überall helfe die Jugend nach besten Kräften mit. Was wir heute tun — so führte Dr. Ley aus — geschieht für euch Die schaffende Jugend beweist dafür auch weiterhin Tugenden, die ihr ganzes Leben bestimmen werden: Seid treu vor allem, treu eurer Fahne, eurer Idee, seid Fanatiker des Glaubens, seid treu dem Führer, dessen Namen ihr tragt. Erfüllt stets eure Pflicht. Seid fleißig und gewissenhaft in der Arbeit. Bildet euch weiter. Lernt, nutzt eure Zeit. Der beste Arbeiter ist immer der beste Soldat. Seid gehorsam, hallet Zucht, Disziplin und Ordnung in freiwilliger Selbstverantwortung» Seid gehorsam euren Eltern, vor allen Dingen der Mutter gegenüber, die heute vielleicht allein zu Hause t«t. Tut ihr alles zu Liebe. Seid tapfer und zäh, hart wie Stahl, wie es der Führer von euch verlangt. Stählt euren Körper und schult euren Geist. , Wir gewinnen diesen Krieg, weil wir jung sind. Die feindliche Welt fällt, sie ist veraltet. Die Zeit arbeitet für uns. Wir haben alle Chancen. Wir sind eine einige Nation. Unter einer Fahne und in einem Glauben marschieren Mann und Frau, Jung und Alt. Arbeiter, Bauer und Soldat. Freude am Feuer »SoUttn Brartdbomen auf dh ägyptischen Siädit abgeworfen werden», bemerkt die ägyptische Zeitung *Mlsr*, »«o würde ohne Zweifel ein» große Verhee-rang dei ganzen Landes erfolgen, da man über keine Brandpumpen und andere Feuerlöschmittel verfügt, denn alle Gegenstände dieser Art find von den britischen Militärbehörden beschlagnahmt worden.* E$ sind schon in manchen Gegenden Brände ausgebrochen und haben ganze Gruppen von Dörfern vernichtet. So in Niederägypteri,^ wo in dem Dorf »Nin-schat Badawi* 'alle Häuser niederbrannten. In einem anderen Dorfe wurden 190 Wohnungen durch das Feuer zerstört und 1734 Personen obdachlos Die an der Ernte auf den Feldern und in den Getreidespeichern angerichteten Schäden sind gleichfalls sehr schwer. Die Ursache der Brände ist die Trockenheit des Sommers. Die Mannschaft einer britischen Militärstation weigerte sich trotz der Bitte der dortigen ägyptischen Behörden, am Ort der Katastrophe beim Feuerlöschen zu helfen. Der britische Kommandant, ein gewisser J.H Burns, war bei dem Unfjlitck zugegen. Er machte einige Filmaufnahmen und bemerkte, daß dieser Brand *zauberhaft schön* sei. Auch dieser J.H. Burns ist einer von Großbritanniens ^christlichen Soldaton-. Soll er nicht seine Freude am Feuer haben, Wo doch sein Meister Churchill selber ein Meister des Brandsttftens ist? Whiskyschiebungen grössteii Ausmasses Die Schieber nach England eingewanderte Juden — Geschädigte britische Aktionäre Lissabon, 26. Juli Vor elnigmi Tagen wurde durch die Enthüllungen eines britischen Oberhaufc mitgliedes, Lord Satoun, eine Hiosen-schifrbung aufgedeckt, die von eingewanderten Juden an den Aktionären der bekannten, 200 Jahre alten britischen Whisky-Fabrik und Kellerei Longemore u. Comp, verübt wurde. Lord Saltoun. der selbst zu den betrogenen .^ktionären gehört, verlangt, von einem Ausschuß des Parlaments vernommen zu werden um über diese Riesenschiebung seine Aussagen zu machen. Wie die »Daily Mail« jetzt mitteilt, wui die Aktienmehrheit der Whisky-Kellerei von einer Reihe von Juden erworben worden, an deren Spitze der bekannte Londoner Theaterdirektor Jay Pomeroy steht, der nicht weniger als sieben The^«-ter Londons kontrolliert und leitet. Jay Pomeroy, der ein russischer Jude lit, der, bevor er die britische Staatsangehörigkeit erwarb, Josef Pommeranz hieß, hatte zusammen mit einem ebenfalls nach England eingewanderten polnischen Juden Husicl Winocour die Geschäftsführung der Longemnre Fabriken an sich gebracht, (wobei auch eine Miss Sarath Hurst eine große Rolle spielte). Sofort nach seiner Machlentfaltung mit dem Geschäftsunternehnien wurden WTiisky-Pestande, die einen Marktpreis von rund 7.50 000 Piund — das sind etwa 7,5 Millionen Mark — darstellten, für noch nicht 30 000 Pfund, also für ungefahi vier Prozent ihres tatsächlichen Werte« verschoben, (wobei, wie es scheint, der Verkauf an Zwist henmftnner der Direktion oder an mehrere Mitglieder selbst vorgenommen wurde). Die Aktionäre wurden um diese Werte einfach betro- gen. Wie dai Londoner Blatt schreibt, ist das ganze Schiebungsunternehmen ebenso finanziell wie rechtlich in höchstem Grade verwickelt, so daß es schwer ist, überhaupt hindurchzufinden, umsomehr als eine ganze Reihe von Zwischenhändlern eine Rolle spielen. Der Jude Pomeroy ist, bisher vor altem durch die Veranstaltung seiner Sym-phoniekonzerte und die Einrichtung eines russischen Balletts in London bekannt geworden. Der britische Staat Ist um riesige Steuerbeträge durch die jüdischen .Schieber geschädigt worden. — Es läßt sich auch, wie »Daily Mail« eingesteht, noch gar nicht feststellen, wo diese Mengen an Whisky geblieben sind und man nimmt an. daß sie unter Umständen sogar ins Ausland, wahrscheinlich nach Amerika, verschoben wurden. Englands neue „Welthandelsallianz'' Planwirtschaftspläne aus Furcht vor dem amerikanischen Übergewicht Berlin, 26. Juli In London berät man über eine Welthandelsallianz, die für die Zeit nach dem Kriege geschaffen werden sull. Die Epoche des ungeregelten Wettbewerbs werde nich» wiederkehren. Produktion und Verbrauch müßten in der ganzen Welt geordnet werden, sonst werde es keinen Frieden geben. Das sind schöne Worte, die man sich seit einiger Zeit in England angeeignet hat, aber man denkt in London dabei nicht an einen geregelten Welthandel, der allen Staaten einen gerechten Anteil an den Rohstoffen zubilligt, und auf den Märkten einen von spekulativen Einflüssen fielen festen Preis garantiert, sondern man möchte, wie die »Times« berichten, die alten inteniationalen Roh-stoffkcirtelle wieder aufleben lassen Das heißt, daß man den großen Konzernen rlie Vormacht lassen will, die sich zusammentun und die Mftrkte überwachen sollen. England setzt sich für eine solche Art »Welthandelsailianz« ein, weil dies der Londoner City am eheHleri verspricht, im Geschäft bleit)en zu können Die Angsi vor der amerikanischen Konkiirrcn/ ist der entscheidende Faktor bei allen handelspolitischen Überlegungen, und schon wenn ea die neuen Verhandlungen in London gibt, kommt die Aiileh nung Washingtons. Man erinnert sich, daß die Währungs-Verhandlungen, die im vergangenen Winter in Lonrlon stattfanden, plötzlich abgehrochen wurden, und nach geraumer Weile von Washington forttje). bis 26, September; OG Windischgraz; 4. bis 5. September: OG Pulsgau und Windisch-feistrltzi 11, bis 12.'September: OG lo-renzen a. B.; 18. bis 19. September: OG Egidi l. d. B. Kreis Marburg-Stadt: 14. bis 15. August: OG Marburg II, Marburg III, Marburg IV und Leitersberg; 21. bis 22. August: OG Marburg VI; 2H. bis 29. August: OG Gams) 4. bis 5. September: OG Brunndorf. Kreis Pettau: 14. bis 15. August: OG Pettau I DU. und Pettau r. DU.; 21. bis 22. August: OG Thomasberg; 28, bis 29. August: OG Ankenstein; 4, bis 5. September: OG Friedau; 11. bis 12, September: OG Polstrau; 18. bis 19. September: OG Jörgendorf und Leonhard i. d. ß. Kreis Rann: 18. bis 19. September: OG Lichtenwald. Kreis Trifail: 14. bis 15. August: OG Trifail-Süd. Das Ein7.elprogramm der Cillier Ortsgruppentage bringen wir in den nächsten Tagen. So wird auch in diesem Jahr die Untersteiermark bis in die kleinste Ortsgruppe hinein einen stolzen Leistungsbericht abstatten und zeigen, was in Konzertreise ins Unterland Verstärkter Musikchor einer dlvlslon zu Gast Gebirgs- Bereits einmal, 1941 42 nach dem Abschluß des Norwegen-Feldzuges, entsandte der frühere Kommandeur des Grazer Gebirgspionierbataillons und spatere Kommandeur unseres Grazer Htius-regimcnts, der sich übrigens zur Zeit als Verwundeter in Graz befindet, aus dem hohen Norden das Musikchor seines Bataillons in die Heimat um die Verbindung mit der Heimat zu wahren. Bei der Bevölkerung unseres Heimatgaues fand diese Reise großen Anklang, Ebenso entstand bei der Gruppe auch wieder der Wunsch das Band der Verbundenheit mit dem Heimatgau nicht zerreißen zu lassen, und durch die Darbietungen der Musikchöre den Dank der Front an die schaffende Heimat abzustatten, den Rüstungsbetrieben etwas Entspannung zu bringen und bei der Jugend für unsere tapfere Gebirgstruppe zu werben Diesmal ist der Rahmen der Veranstaltungen noch weiter gezogen. Es findet eine Konzertreise des verstärkten Musikchores einer Gebirgsdivision statt. Die Musikchöre werden außer der knapp zweieinhalb Jahren an AuFbauarbeti Steiermark in Salzburg, Kärnten, Tirol, gelpistet wurde und erneut beweisen Vorarlberg — Abend-, Stand- und Werk-d.iß der untersteirisrhe Mann, die unter- I pausenkonzerte durchführen. Der Rein-steirische Frau, wie auch der Bub und ' ertrag der Konzerte fließt dem Roten da^ Mädel des Unterlandes wissen, um Kreuz zu. Die Reihe der Veranstaltun-was es heute geht und ihnen der feste gen beginni Dienstag, den 27, mit einem Glaube und die Kraft nicht fehlen, die an sie gestellten Aufgaben bedingungslos zu erfüllen. Die Aufgabe des Bürgermeisters Vereidigung in Oberradkersburg Freitag, den 23. Juli, fand In Oberradkersburg die feierliche Vereidigung der ehrenamtlichen Bürgermeister des Kreises Luttenberg in Anwesenheit des Kreisführers Dipl.-Ing. Roman Nemetz statt, die von Dr. Karl Aßmann, Land-rat In Leibnitz, in feierlicher Weise vorgenommen wurde. In seiner Aussprache strich er die Verantwortung der Bürgermeister besonders heraus und unterwies sie, sich von den Stadträten und Ratsherren, bzw. den Beigeordneten und Gemeinderäten in fachlicher Hinsicht beraten zu lassen, die die Brücke zur Bevölkerung bilden. In Fortsetzung seiner Rede führte der Landrai aus, daß nur bei einer gedeihlichen Zusammenarbeit zwischen Partei von 73 Mann bestrittenem Großkonzert in Cilli, am 28, Juh in Marburg. Weitere Konzerte finden statt: am 29. Juli in Gratkorn und Frohnleiten, am 30 Juli in den Grazer Betrieben, wo Werkkonzerte abgehalten werden. Am 31. JuH kommt ein Großkonzert im DAF-Saal in Graz zur Durchfübrunn. Am 1. August sind Kon-zertp In Köflach und Welz, am 2. August ein GroRkonzert in Kapfenherq vorgesehen. Nach zwei weiteren Konzerten am 3. August in Peggau imd Kaisdorf erfolgt die Abreise nach Kärnten. und Staat früchtebrinqende Fortschritte werden möge. im Gemeindewesen erzielt werden können. Nach der darauffolgenden Vereidigung richtete Kreisführer Nemetz richtungweisende Worte an die Bürgermeister, wobei er mit Stolz feststellen konnte, daß es sich durchaus um Bürgermeister handle, die zwei Jahre vorbildlich die Gemeinden führten und durch ihre Initiative zum Aufbau dieser beigetragen haben. Mit Freude stellte er fest, daß in seinem Kreis von elf Gemeinden acht ehrenamtlich von ortsansässigen Volksgenosseri geführt werden. Er dankte ihnen für die bisher geleistete Arbeit und lür ihr großes Verständnis j Genehmigung zulässig ist. Anträge auf gegenüber der politischen Führung und Erteilung dieser Genehmigung sind an sprach seine Hoffnung aus, daß diese'das Städtische Wohnungsamt zu richten, vorbildliche Zusammenarbeit auch wel-1 Dort sowie auch bei allen Polizeirevieren terhin zum Nutzen des Volkes geleistet sind die hierfür erforderlichen Vordrucke Zuzug nach München gesperrt. Der Oberbürgermeister der Hauptstadt der Bewegung veröffentlicht eine Verfügung d^s Beichswohnungskommissars, wonach München zum »Brennpunkt des Wohnungsbedarfs« mit der Folge erklärt wurde, daß ab sofort der Zuzug auswärtiger Familien nur noch mit vorheriger erhältlich. Für das Wohl der Draustadt Deutsche Männer und die Marburger Straßennamen Eine Stadt wird nie die Namen Ihrer | Marburg In der Zeit der Monarchie für 1 besondere Sorgfalt zu. Er erbaute da» großen Söhne vergessen. Sie leben in ihren Mauern fort, der Atem ihrer Taten und Schöpfungen weht über ihren Gassen und Plätze, ihren Gebäuden und Gartenanlagen. Sichtbarer Ausdruck der ihr Deutschtum, deutsche Kultur und' Kasino und vermehrte das Vermögen Fortschritt eintraten. »Arthur Mally-'des Armeninstitutes und des Bürgerspi- Wir verdunkeln im Juli von 22 bis 4 Uhr Alexandt-r Nagy Verehrung jener Männer, die zum Wohle einer Stadt und ihrer Bewohner lebten oder bleibende Worte schufen, wurde seit jeher durch Bezeichnungen von Straßen und Plätzen nach jenen Großen der Stadt gegeben. So haben wir in Marburg auch nach der Eingliederung ins Reich die Wiedergeburt von Narnen deutscher Männer erlebt, die wieder zu ihren alten Ehren kamen. Zahlreiche Anschrifttafeln auf Plätzen, Gassen und Straßen künden wieder von ihrem Wirken. Machen wir einmal einen Streifzug durch die Stadt an der Drau und suchen wir jene Namen auf den Straßenschildern, die in den letzten zwei Jahrzehnten der Vergessenheit anheimfallen sollten. Wir werden überrascht von der Fülle sein und sehr viele werden wohl den Namen einer Gasse lesen — der Träger aber wird ihnen unbekannt sein Die größte Straße ist nach dem größten Sohn des Unterlandes benannt — Te-getthoff. Daß weiß wohl jeder und daß unsere Kernstockgasse den Namen eines großen stelrischen Dichters trägt, dessen Geburtshaus in Mcirburg eine Gedenktafel ziert, auch Aber schon beim »Sophienplatz« werden manche gedankenlos vorbeieilen, ohne zu wissen, daß er nach einer ganz bestimiiiten »Sophie« gefault wurde, nach der Sophie Gräfin Brandis aus dem Geschlecht Brandis, nach dem es auch noch eine »Brandisgasse^« gibt. Besonders die jüngere Generation wiid nicht viel mit jenen Gassrn anzufan gen wissen, die nach den Namen deutscher Männer benannt wurden, die In Gasse« — wer war Mally? Ein Chronist von Marburg, der Obmann des Deutschen Vereines und Vizebürgermeister der Stadt in den Jahren des Weltkrieges. Bis vor kurzem werden viele wohl nicht viel von einem Rudolf Puff gewußt haben, obwohl sie den Namen dieser Gasse oft im Munde führten. Rudolf Puff erfuhr vor einigen Tagen anläßlich seines 150. Todestages eine ausführliche Würdigung, Er war der bedeutendste Geschichtsforscher der Stadt Marburg, ein vielseitiger Gelehrter und Künstler. Wandern wir weiter. Wir schlendern durch die schöne »Kokoschinegg-Allee« und erfahren, daß Kokoschinegq ^im Jdhre 1900 Landtagsabgeordneter war. Krlehuber — die Gasse trägt seinen Namen — war der Inhaber des Mellinger-hofes, Grofigrundbesitzer, Postmeister und erster Industrieller in Marburg, die »Badlgasse« erinnert an den Industriellen Badl, die »Perkostraße« an den bedeutenden Wirtschafter Perko, die »Brandgasse« an die Herren der Burg, die Grafen von Brand. Vier Bürgermeister der Stadt Marburg, deren Namen wir auf den Anschrifttafeln von Straßen und Plätzen lesen, verdienen besondere Beachtung und den Dank der späteren Generationen. Da ist der »Tappeiner-Platz«, der an das segensreiche tales, auch erweiterte er das Städtische Krankenhaus und gründete 1862 die Sparkasse. Ii Aufnahmen Stclfi-n-Liclilblld. Gm OIhmdr Reiser Wirken Andreas Tappeiners, am 30. November 1810 in Marburg geboren, erinnert. Andreas Tappniner war zuerst Besitzer der jetzigen Tscheligi-Brauerei und errichtete dann eine Glaslabrik in Lorenzen am Bachern 1861 wurde er zum Bürgermeister gewählt und an seine Amtszeit erinnein eine Reihe von Taten, Dem Unten ichtswesen wendete er seine Johann Schmlderer Bürgermeister Alexander Nagy — nach Ihm ist die Nagystraße benannt — wurde 1892 in den Geraemderdt, ein Jahr spater in den Stadtrat berufen. Der hochverdiente Bürgermeister und Ehrenbürger unserei Stadt entfaltete als Ingenieur schon früher eme ersprießliche Tätigkeit bei Bahnbauten, Er erbaute — meist nach seinen eigenen Planen — die Turnhall^, eine Knaben- und eine Mädchenschule, einen Städtischen Kindergarten, die Landwehrkaserne, das Versorgungshaus und den Schlachthof Unter seiner Ära wurde am 1. Juli 19Ü2 die Wasserleitung eröffnet Othmar Reiser (Reiserstraße), 1792 im Schwarzwald geboren, studierte in St. Paul in Kärnten. 1825 wurde er zum Verwalter der Stiftlh^rrschaft Viktringhof in Marburg bestellt, im März 1850 wählte man ihn zum Bürgermeister, Ihm verdanken wir die Umwandlung des Gymnasiums in ein Obergymnasium und die Erbauung des k. k. Kadetteninstitutes, ferner baute er das alte Theater zu einer Mädchenschule um. Johann Schmiderer — an ihn denken wir, wenn wir durch die Schmiderergasse gehen — war der letzte deutsche Bürnff* meister in der Monarchie, zu den man ihm im Jahre 1902 wählte Auch ihm verdanken wir viele Schöpfungen, unter anderen den Kaiser Franz Josef-Knaben-hort Im Marburger Museum werden die großen Porträts der alten, deutschen Bih-germeister Marburns qe,'o nl. Sie nlle lebten nur für das Wohl der schön-n DrauätadL A. Seite 4 * Nr, 208 * Dienstag, 27. Juli MARBURGER ZEITUNG Einkaufsnetz und Gefässe Schon lange hat sich di* Hausfrau beim Einkaufen daran gewöhnt, daß dai Verpackungsmaterial knapp geworden ist. Die zur Herstellung von Papier benötigten Rohstoffe werden heute an anderer Stelle unserer Kriegswirtscljafft dringender gebraucht, so daß mit Ver-packungsmateiial in Zukunft immer spar-fcHmer umgegangen werden muß. Mit dem nötigen Verständnis hat sich die Hausfrau auch auf diese kriegsbe-dingte Einschränkung eingestellt. Es ist »ulbstverslänrilich geworden, daß auf dem Markt Gemüse und Obst ohne die fiühcr gewohnten Tüten in das Einkaufsnetz oder in den Korb wandern, es ist solbstverständlich, daß beim Bäcker Beutel oder Netze für die Brötchen hervorgezogen werden. Beim Grünwaren-hcindler tauchen mitgebrachte Schüsseln auf. Cs macht der Hausfrau nur wenig Mühe, ein oder zwei Gefäße zum Kauf-nidiin mitzunehmen und bedeutet doch fiir die Verkäuferin die einzig mögliche Hilfe beim Lösen der Verpackungsfrage. Manche berufstätige Hausfrau wird da den Einwand erheben, daß diese Art des F.inkaufens für sie zu unbequem ist, da sie doch eist am Abend Gelegenheit zum Einkaufen hat und ihre Gänge gleich auf dem Heimweg von der Arbeitsstätte erledigt. Doch auch hier läßt sich Rat schaffen. Gewiß kann «ie in ihirer großen Handtasche ein Schraubglas unterbringen, das sie dann auf Jeden Fall bei sich hat, wenn sie beim Kaufmann gerade Sauerkraut sieht. Und das Einkaufsnetz ist sowieso der tägliche Begleiter, der so gut wie gar keinen Pl«tz beansprucht. ■k Einheitliche Prölungsordnunfl !Ur Übersetzer und Dlplom-Dolmelscher. Der Reichserziehungsminister hat eine einheitliche Prüfungsordnung für akademisch gpprülte Ubersetzer und für Di-plom-fJolmetscher erlassen, die am 1. Ja-IUI II 1944 in Kraft tritt. Zur Zeit ist deren Ausbildung und Prüfung an den Universitäten iierlin, Königsberg und Wien sowie an der Handelshochschule Leipzig möglich. Die Fachprüfung für Übersetzer verlangt ein Studium von mindestens vier Halbjahren! falls der Studierende nicht das Reifezeugnis besitzt, genügt (las Zeugnis über die Versetzung In die 7, Klasse einer achtstufigen Höheren Schule. Die Diplomprüfung für Dolmetscher setzt ein Studium von insgesamt mindestens sechs Semestern voraus. Der Bewerber muß die Fachprüfung für Übersetzer bestanden und ganz besondere Lignung lür den Dolmetscherberuf nachgewiesen haben. Voraussetzung ist das IstolU werden, die den Schuhtypen (ins Prodtikiionspiogrammes entsprechen, j !)as Schaufenster des Schuhhantlels soll im Kriege kein modisches Gesicht zei-ncn, sondern den Gebrauchswert der vorschriftsmäßig hergestellten Schuhe. Vor allem sollen nur solche Schuhe ausgestellt werden, von denen ein ausreihendes Sortiment auf Lager Ist. WIRTSCHAFT UND SOZIALPOLITIK Die Bekämpfung des Kartoffelkäfers Er soll ausgehungert werden — Aus einem »Spielzeug« wurde eine Geiahr lür Europa Koblenx, 26. Juli Mitten in dem fruchtbaren Kartoffel-anbaugabiet des Mosallandes, dem Maifeld, lietft In der Nähe von Koblene das Reichsforschunifsinstitut für den Kartof-felkäfer-Abwehrdienst, eine AuGenitelle der Biologischen Reichsanitalt für Land-und Forstwitschaft in Berlin-Dahlem. Über die wissenschaftlich sehr notwendige und erfolgreiche Tätigkeit dieses Institutes berichten die nachstehenden Zeilen; Als die ersten Kartoffelstauden an Bord einer spanischen Fregatte nach Europa kamen, um in Spaniens Hofjärten und in denen der Niederlande als seltene exotische Pflaazen angestaunt zu werden, da ahnte noch niemand, daß die Erträge dieser Pflanzen einen wichtigen Beitrag zur europäischen Ernährung liefern würden. Ei ahnte aber auch niemand, daß sich dreihundert Jahre später «in Käfer auf den Weg nach Europa machen wQrde, der diese Pflanzen zerstört und ganze Jahresemten vernichten könnte, würde man ihn nicht ganz energisch'abwehren. 1 850 kam er nach Frankreich Etwa um das Jahr tSSO wurde man Zuerst in Frankreich auf den Kartoffelkäfer, auf die gelbgestreift« «Leptinotarsa decemlineata«, aufmerksam. Man fand ihn auf den Kartoffelfeldern, ahnte jedoch noch nichts von seiner Gefährlichkeit, zumal man bald darauf fOr fünfzig Jahre wieder Ruhe von diesem Eindringling hatte, den französische Bauernkinder neu- gierig in die Hände nahmen, um mit die» sem Mai> und Marienkäfer« — wie sie ihn nannten — zu spielen Wie gesagt: der Käfer war, so schnell er aufgetaucht war, urplötzlich für ein Menscnenalter wieder verschwunden, bis er im Jahre 1922 wieder, und diesmal massenweise, in Frankreich auftrat und von dort seinen Flug über die Grenzen der benachbarten Länder antrat. 1^35 tauchte er in Belgien, ein Jahr später in Spanien und Deutschland auf. 1937 hatte er die Schweiz und Holtand erreicht. Wie es möglich war, das der Gelbgestreifte so schnell Qberall eindringen konnte, wird wohl nie ^anc geklärt werden. Deutschlands Abwehr Aus dem schöngestreiften Käfer, mit dem vor knapp hundert Jahren noch die Kinder spielten, wurde eine Gefahr, die nicht etwa auf ein einzelnes Land beschränkt blieb, sondern sich zu einer Bedrohung für ganz Europa auswuchs. Das bedeutete, daß man Abwehrmaßnahmen treffen mußte, wollte man verhindern, daß die Käfer die Ernten ganzer Länder vernichteten. Deutschland ist bei der Bekämpfung und bei der Abwehr sofort führend gewesen. Die Erfolge, die zum Beispiel durch systematische Suchaktionen erzielt wurden, sind dann auch in den anderen bedrohten Ländern anerkannt und für ähnliche Maßnahmen nutzbar gemacht Wör- des gcgenwirti|cn Krieges mit den Abwehrmaßnahmen nachgeUssen hätte, so daß die Käfer ungestört über neue Kar-toffelaabaugebiete herfallen konnten Glücklicherweise ist jedoch auch in Frankreich der Abwehrdienst wieder auf den Plan gerufen worden, so daß auch dort ansteigende Ernten verzeichnet werden können. Man ist sich jedoch in maßgebenden Kreisen darüber klar, daß der Kampf gegen den Kartoffelkäfer von Jahr zu Jahr ununterbrochen wird weitergehen müssen, nachdem der Schädling vorläufig in Europa festen Fuß gefaßt hat. Auf der Suche nach einer käferfesten Kartoffel Die Frage nun, die mit wissenschaftlicher Gründlichkeit in dem Reichsfor-sohungsinstitut auf dem Maifeld bei Ko-bleni beantwortet werden soll, ist die, wie erreicht werden kann, daß dem Käfer und seinen Larven das Fressen verleidet wird, so daß er aus den europäischen Kartof-felanbaugcbieten wohl oder übel den Rückzug antreten muß. Es handelt sich also darum, eine Kartoffel heranzuzüchten, deren Stengel und Blätter dem Käfer und seinen Larven nicht mehr schmecken, so daß nicht nur die Gefahr gebannt werden würde, sondern auch alle die Mittel eingespart werden könnten, die alljährlich für die Bekämpfung dieses Schädlings zwangsläufig SPORT u. TURNEN den. Sie hätten noch größer sein können, ausgeworfen werden müssen. wenn man nicht in Frankreich bei Beginn Erdgas in Siebenbürgen 600 Milliarden Kubikmeter stehen bereit Wir hören im Kundfunk DltntUI, 37, JbIIi Relthmnder« 12 J5-H-«! D«r Stricht »ur 1 (jr, _ lVJ0'-t6: Solitlcnmuiiki Krik Thto jlrriih, Leo Pelroni, Heim Sthröltr, — t4—t7i (iprrn- und RiillrUniuiik, — 17.15—18: »Eint Stund« ror Abend. n>« Tolk»1flmUch«r Unttrh«!-tun^, — 18 18.30; Ju(«nd tinjt. — 18.JO -10: D«r — I'.IS—19 JOi FroMbt- rieht*. — lP4S^-20: Vorlraj Ton GtntrilltuJninl — 20,15—21! Flfittnional« voo .1. mtnn, HnfT-Janoi Suile Ton Kodtlr. — 21—22i Sfhftnt M«lodl*n «u» Wientr Operfittn. n*at«chland«cnd*rt 17.30—IB.30: Konitrt d«f Vt'ientr Symphoniker: Gluek, Htvdn, Buioni, .Van. ~ 20.15—21) •Mutikaüiche Klelnittkelttn«. - 21—22i »Em# Stunde lür dich« mit Unterhal-tunitaorchetttr und Solialen. Am 11. Juli 1933, also vor zehn Jahren, ereignete sich in Siebenbürgen auf freiem Felde ein urgewaltiger Erdgas-Ausbruch. Das Gas mit über hundert Atmosphären Druck, hatte einen riesigen Krater mit einem Durchmesser an zehn Metern gebildet, «US dem wie aus einem Vulkan, Erde und Steine durch die Luft gewirbelt wurden. Eine Woche danach entzündete sich das Gas durch den Funkenschlng ausgeworfener Steine, und seitdem brannte durch sieben volle Jahre eine ungeheure Flamme, Tag und Nacht. Am Kr a t er So war man aufmerksam geworden auf die ungeheuren Reichtümer, die unter diesem Boden schlummern. Erst 1908 waren ja hier Erdgasvorkommen überhaupt festgestellt und die Vorräte damals auf 72 Milliarden Kubikmeter geschätzt worden. Heute weiß man, daß Europas Erdgas das amerikanische weit übertrifft, den Rumäniens Erdgasvorrat wird auf zumindest 600 Milliarden Kubikmeter ge-srhätzti eine schier unvorstellbare große Menge, sicher für Jahrhunderte ausreichend. Zurück zu unserer öuellel Wohl konnte sie 1940 endlich gelöscht werden; aber die Gase entwichen noch immer in unverminderter Stärke. Schon von weitem liegt auch noch heute ein zischendes Brausen von solcher Gewalt in der Luft, daß dagegen kein menschliches Brüllen zur gegenseitigen Verstaän-digung hilft. iDome« unter der Erde Man halte 1933 eine neue Gas-Sonde erbohren wollen — aber die Gase entwichen durch eine »undichte« Erdstelle siebenhundert Meter vom Bohrloch entfernt. Seit dieser Zeit wandert der Krater immer näher zur usprOnglichen Bohr-stelle. Die Erde mischt sich mit Grundwasser zu einem richtigen schokoladenfarbigen Brei, der, zäh kreisend, wie in einem risiegon Kochtopf durcheinander* guirlt. Und aus drei mächtigen Rohren, von Menschenlechnik noch lange nicht zu bändigen, strömt das unsichtbare Gas in die Luft, täglich rund eine Million Kubikmeter Gas. Es war inzwischen auch gelungen, einen Teil des Gases wieder in die ursprünglichen Sonderrohre 7U leiten und damit die Gewalt de» Ausbruchs zu schwächen. Erdgas findet sich Im siebenbflrglschen Raum fast überall. Es ruht in den unter- Irdischen »Domen«, das sind durch andere, schwere Maasen hermetisch abgeschlossene Schichten, in denen, wohl durch Verwesung gewaltiger Massen urweltlicher Lebewesen auf einstigen Meeresgnmd, Methangas sich entwickelte, so wie anderorts eben das (in der menschlichen Ausnutzujig weit ältere) Erdöl, von dem Rumänien ja gleichfalls höchst wichtige Vorräte besitzt. Viele »Dome« sind noch unaufgeschlossen, sind wesentliche europäische Wirtschaftsreserven. Andere — ruan sieht äußerlich bloß harmlose Sonden- Die »Solanum dtmittum« An und für «ich ist ja eine käferfestc Kartoffel bereits vorhanden. Es handelt sich dabei um die vor 400 Jahren aus den sndamerikanischen Anden nach Europa gebrachte »Solanum demissum«, um jenen Wildling also, der im Laufe der Zeit zu der für den menschlichen und tierischen Genuß verwendbaren Knolle herangczflchtet wurde, deren Weltproduktion heute schon Über sieben Milliarden Zentner beträgt. Die Blätter dieses Wildlings munden dem Kartoffelkäfer nicht, jedoch sind die Knollen derart winzig, daß sie sich für die Ernährung nicht eignen. Das Reichsforschungsinsti-tut hat sich deshalb die Aufgabe gestellt, eine Kreuzung mit diesem Wildling heranzüchten, die erstens käferfest ist und zweitens eine kräftige Knollenbildung Sitflll OUlJCl I iL.ll j I , iTaf r^rln® r"Di^'E^Ö^bnisse der bisherigen Arbeiten und diesem Gebiet lassen die Hoffnung der gewünsrhtn Menge in ''«s .in Gelingen dieser großen Aufgabe Verteilungssystem geleitet werc.en kann hinweist, daß mehr wegiu- endgültigen Lösung noch manch« Jahr« in« Land g«h«n werden. — sind seit Jahren nicht denkende Wirtschaftsfaktoren. Das Bohren nach Erdgas ist des oft unberechenbar gewaltigen Druckes wegen entschieden gefährlicher und schwieriger als das nach Erdöl. Ist aber eine Bohrung gut gelungen, so kann ein einziger Wärter oft zugleich mehrere Sonden regulieren — es kostet sozusagen weiterhin nichts mehr. Denn das Gas besorgt ja (anders wie das Erdöl) selbst seinen Transport und hat einen Heizwert von rund 800 Kalorien, also mehr als unser aus Kole gewonnenes Industriegas Vielerlei Verwendung Und dieses rumänische Erdga« Ist «o-zusagen Universalstoff: es läßt sich nach Belleben etwa in Dampfkraft umwandeln, in elektrischen Kraftstrom, Im Wärme für Industrie und Haushalt, In Licht f>der In Büß für mannigfache Verwendung. Und das alles zu konkurenzlos niedrigen Preisen! Ein wesentlicher Vorteil der Erdgas-Verwendung ist die ErsparnU an Erdöl, da« man jetzt zu wichtigeren Dingen al» etwa für Heizung verwenden kann. Ein weiterer beachtenswerter Vorteil Ist die sehr bedeutende Einsparung de« überall so wichtigen Rohmaterials Holz. Die Landeshauptstadt Rumänien« wird derzeit bereits mit Erdgas zum Teil versorgt. Ihr Beq-Liclii»piele Lilii itraB»» Voa 27. bli 29. Ju'l Nur drtl Tage Verwehte Spuren mit Krtitlna SOderhaum, Frlli v. Dogen, Friedrich Krayaler, Charlolle h. Schuli, Jakob Tiedtke. PUr JugendlUhe nicht (ugelaiteBl ___ lleiii«Bl lon-Licilispieie PeiDTark«tir Irafwachial und Halral U Rpf. da* fattgedruckla Worl 40 Rp(, '«r all* Obngra Wortaniatgn 10 Rpl. dai (attgednickla Won JO Rpf I>«i Wortprala gilt bli tu 13 Buch-• tahrD te Worl Ktit Dworlyebühr bei Abbolang dnr Angebote 15 Rpl bal iuipndung durch Po»l odei Buten »ü Rpf Auskuntliqebühr »Qr Aniel-qeii alt dam Verüitrk AuttunM ti da Varwalluoq odai Geirbifta-stelle' JO Rpl Anieirs trat c in die Srhr'ft'oituiiq der 'KI f U7.70iliiiici e'n. Aus sriiipii ongli-^rhnn Hoobti'hl unacn entstanden d'e BiKhr«r ."Hin S'">mnir'r in Lonüdiit (IH-S-l), ■ It'nsfils c!cs Twi'Pd (1060> und »Aus Tinnlrind' finGO), Ihnen folqtt'ii die vinr-b.inriitien vWiindrrtmgcn fUi'Ch die R-'ind'Mihu'f!' dio spiler (l'ircb Piinf ^clilösstT' (18Hfl erqcin/t wnrdrn !n rlon roli)'ii.|pn von IRW. und 1t<70 fnlplf' roMtane den piFUlVschen tf( e pn, um ,iii( Cinind e'^^^n('r Anicliiiu-unq tiet Krieq^isi liaiipldize und nnnniq-Idltiqpr Qnelienbenutzuiiri mit seibstän-d*qrm Urteil und in volkstümlicher Form d'e Geschichte dieser Kriege er/ählen zu können. Vährend des Krieges 1B70 geriet er für kurze Zeit in fr.in/osisrhe Ge-fanftpnsrh(ift. '^'-vh 7(?hn'ähriqrr Tätigkeit hei d"r »Kreuzzeitnng« trrtt er im Frühjdbr 1R70 zur »Vossischen Zeitung» über, für die er bis IRBH Theaterkritiken srhritjb, in denen er sich skeptisch qe-qen die Rpiqonend'ch'unq, ablehnend qe-ffcn VilflenhT-uch bmlinnt für Ibsen und entsrliioflpfi fi'if ri^ihart 'Iinitpmrinn erklärte. Er stflrb am 20 S^pfember 18^8 zu Boi'l'ii, nfirbdem er bis in seine letzten leben^taqe voll qel«tiqpr Friicbe und Arheitukrnft gewesen war. Der neuen Rich'iinn der deutschr>n Li-tpratur ist Fontane als Erzähler vornus qeqrinqen. _ Letzte Woche Roscööer-At^sstcIluD^ Die Rosegqer-Ausste'lnnn der Steier-markischen Lnndesbibliothek am Joan-nciim ist nur noch in dei kommenden Woche geöffnet. Der letzte Ausstel-lungsstag ißt Sonntag, 1. August. In der verflossenen Woche erfreute sich die Ausstellung, die auch außerhalb der Güugrenzen starke Beachtung gefunden hat, wiederum hervorraqend guten Besuches. Unter den Besuchern befand sich ein gleirhhaltriger Zeitgenosse Peter Rosoggers, der 1R4;1 geborene, also nun hundertjährige Feinmechaniker Nltsch aus Graz, der sich für die Austelhinqs-qeqenstände, die ihm aus seiner Jugend vertraut sind. Improvisationswcttbcwerbc An der staatlichen Hochschule für Musikerziehung in Graz fand zum ersten M.tle der vom oefallenen Uozenlen-tiihrer I)r Ludw iq Ke'belz anqeieqte und mit rn»cist(M/unf| des GoulpitGis du ( ligehihrte Improvis itionswetlbe wrrb lür Lehrri unrl Studierende des «tpirisrhen \Ui> ikschulwerkes statt. Zehn Lehrer und Stiurorpnde hiHten S'f h zum Wpttbe'vorb qenieldet bei dem D'>7rnt''n und "^ludierrnd.' unter völlig qleichen Bedinqungen miteinfinfier in Krnkurrenz trftcn An Studierende wurden diesmal 2 Preise verliehen die Rein hold Schrtbel und Gisela Gaede zuer-k-inn! wurden/ Ppr W'^ttiiewerb wird filljfihrlich wiederholt worden. « Dr. (ioehbf's ehrte Max von Sehl? lings. Alafilirh des zehnten Todestage«. Max von Srhilliiigs .im 21 Juli wur-t'p nm G^-abe des Komponisten durch den l^Pifpr dos R'*irh Soldaten.