Präniinieralions-Preise: F ü r Laibach: Ganzjährig . . . 8 fl. 40 tr. Halbjährig . . . 4 „ 20 „ Vierteljährig. . . 2 „ 10 „ Monatlich . . . — „ 70 „ M i t der Post: - Ganzjährig Laib ach er Halbjährig . Vierteljährig. 11 fl. - Ir. 5 „ 50 „ | 6ür Zustellung in« Hans viertel« jährig 25 kr., monatlich 9 tr. Einzelne Nummern « fr. Tagblatt. Anoinme Mittheilungen werden nicht berücksichtig!; Manuskripte nicht zurückgesendet. Nr. 20. jjliltivud), 25. Jänner 1871. — Morgen: Polikarpus. R16 « k I i o it: Bahnbofgasse Sir. i;is. Srpedilio» uni Inscraten-Surcau: Longrejjplatz 3!r. 81 (Buchhandlung »on 3. v.Kleinmavr Ss F. Bamberg). Znftrlionspreisc: Für die einspaltige Pelitzeil« 3 Ir. bei zweimaliger Einschaltung ä s tr. dreimal i 7 Ir. InsertionSslempcl jedesmal 30 tr. Bei größere» Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt, 4. Jahrgang. Krainische Zustände. Die „Augsb. Allg. Ztg." bringt ans Krain folgenden jedenfalls von fachkundiger Feder herrüh-renden Artikel: Der krainische Laubesschulrath, in seiner Aiehrheit aus Klerikalen zusammengesetzt, hat die gänzliche Abschaffung des deutschen Unter« 1 richts iii den Volksschulen verordnet; der Geincinde-I der Stadt Laibach protestirt bei der Regie-| run8 gegen diese ungesetzliche Vergewaltigung ; die ; Angelegenheit wird mit Recht von der liberalen Partei als eine Lebensfrage der Deutschen in Krain, ; ja des krainischen Volkes selbst aufgefaßt; deshalb dürfte es augezeigt sein, die in benannter Richtung s obwaltenden Verhältnisse im südlichsten Lande des I ehemaligen deutschen Reiche« in kurzer und objekti-j vcr Darstellung vorzuführen. Für die floveuifche Sprache stimmen erstens f die Parteiführer der Slovcnc», zweitens der Klerus, ' drittens viele Beamte, viertens viele junge Schul-| tehrcr und endlich die fanatisirten ©chiiler' der Mit-v telschuleu; für die Erlernung der deutschen Sprache lind, bet aller Liebe zur ererbten slovenischen Muttersprache, alle übrigen Bewohner Krains, das gelammte Volk lind insbesondere die Bürgerschaft, ' der Geschäftsmann. Daß hier und dort Ausiiah- I "teu von einer Seite nach der ändern hinüber fpie- ■ len, ist selbstverständlich. Suchen wir nach dem ' Einflüsse der erwähnten Faktoren, so finden wir, daß die Führer bei einem großen Theile des Bolks den Kredit verloren haben; der intelligentere Theil, ja btt Studirenden vorzugsweise verargten es dem lungst verstorbenen Reichsrathsabgeordueteu Tomau, N>r dessen wilde poetische Heroenschaft sie sehr begreiflicherweise mit aller Kraft leicht begeisterter r , schwärmten, daß er es als Führer des Volkes ..io herrlich weit gebracht," und daß er sein Schäf-)11 nicht unter „Tomaiuens" Himmel, d. h. iii Krain, sondern zu Wien ins Trockene bringen wollte; eilt tiefgreifendes Mißtrauen ist allenthalben gegen die noch übrigen Führer, von "betten eigentlich nur Dr. Bleiweis uttb Dr. Costa einige Bedeutung hctbeir, erwacht — ein Mißtrauen, das sich durch die Hemmnisse, welche sie der freien Entwicklung der Literatur entgegenstelle», in eine nicht mehr zu verkennende Mißachtung umwandelt. Denn die gebildeten „Jungsloveneu" träumen von einer Emanzipation von der Umklammerung des Klerus, dem sie sich nur für so lauge in die Arme zu werfen behaupten, bis sie nach Erhöhung der Volksbildung sich der lästigen Parteigenossenschaft eutlebigcii könne«, uitb verzeihen es beshalb den Führern nicht, daß sie zur Unterdrückung freisinniger Köpfe unb bet trefflichen belletristischen, in Wie» erschienenen Zeitschrift „Zvon" beut Klerus hilfreiche Hand leisteten. Matt empfindet Furcht und die Ahnung, es werde dein slovenischen Volke bei so bewaudten Verhältnissen nicht gelingen, sich zur Freiheit bes Gedankens zu erheben, uttb ruhige Leute gestehen wohl öuI) rosa: auch sie glaube», daß dies nur durch die beutjche Sprache möglich sei, unb baß ber Klerus nur für sich kämpfe/ wenn er gegen das Deutsche kämpfe. Unter den jüngst heraiigewachsenen, v el verschrieenen Studenten lebt mehr gesunder Geist, als man im slovenischen Lager sich gestehen will. Hat sich boch ein großer Theil im Interesse ber Weiterbildung bes slovenischen Völkchens gegen bic Errichtung einer slovenischen Universität in Laibach ausgesprochen. Bei bem gemeinen Volk haben bic Führer viel buvch bic Tabors eingebüßt. Der Laubinann burchschaut nicht bic Motive, warum man ihm in bieseit Volksversammlungen Versprechungen macht, wohl aber erkennt ber Klügere, baß sie unerfüllbar sinb; er erkennt ferner bic Lügenhaftigkeit ber Behauptung, baß er von bett Deutschen nur übles zu erwarten habe. Die bei Beginn bes jetzigen Sckul-jahres erfolgte Errichtung eines rein slavischeu Gymnasiums in Kraiuburg ward nur von der Geistlichkeit und ihren Freunden mit Genugtuung begrüßt, das Volk murrte dawider. Und gerade in Oberkrain eine slavisirendc Anstalt zu errichten, entsprach den vorhandenen Verhältnissen nicht. Denn die Obcr-kraincr schicken ihre Kinder nach Kärnten, damit sic dort Deutsch lerne»; die Obcrkraincr sind in beträchtlichen Prozenten der deutschen Sprache mächtig, das Deutsche dringt immer weiter nach Süden ; da kommt die Regierung und errichtet in dem slavischen Gymnasium zu Kraiuburg oegeu diese Strömung einen Damm, der um so wirksamer ist, als die Verordnung erlassen würbe: cs solle kein Schüler ans Oberkrain ohne bic triftigsten Gvüubc an bem beut-scheu Gymnasium zu Laibach ausgenommen werben, foubern jeber fei nach Kraiuburg zu weisen. Wenn bic Regierung einem allgemein gefühlten Bedürsniß abhelfen zu müssen glaubte, so war sie auf das einseitigste unterrichtet. (Schluß folgt.) Des deutschen Reiches Sendung. Der Großherzog von Baden erhielt vom Kaiser Wilhelm ein Schreiben, in welchem dieser zunächst bat übrigen beutscheu Fürsten feinen Dank für die übertragene Würbe ausspricht unb dann zu ber Aufgabe übergeht, bic bem nucbcrcrstmibciicn Reiche nach seiner Ansicht zukomme: Deutschland — heißt cö in bem Briese, — stark buvch bie Einheit seiner Fürsten unb Völker, hat wieder seine Stellung im Rathe der Rationen gewonnen, und das deutsche Volk hat weder das Bedürsniß noch die Neigung, über seine Grenze» hinaus etwas anderes, als einen auf gegenseitiger Achtung der Selbständigkeit uitb der gemeinsamen Förderung der JeniÜ'eton. Bon der Poesie zur Prosa. Zwei Tage aus btm Leben einer Frau. Vo» Ainand v. Lrrche»fcld. (Schluß.) aein,„ beruhigen Sic sich, Jadwiga, begann ich „ach Wien Wir müssen scheiben; Sie nrlffov r d’cfcs traurige Wiedersehen unsere Lebens-B l ei erlahmen macht — morgen will ich Sic be-1 che» uitb Ihnen nach Thunlichkeit helfen. mit ^llen mich fort haben, Karl, wendete sie "Nt Mernber Stimme ein. fefilufi briJJ, toi“ bi1e furchtbare Szene zum Ab-ü£L Ä ftfe ^hrt zu nichts gutem; rgett u, aller Frühe sprechen wir weiter.’ m • Jld) öom Divan uttb schwankte J t unstchere« Schritten gegen die Thürc. Sic ver- ich^J -f111' ÄV»'« ö» sehen, und als hol? u6e,r nk Treppe führte, bat sie mich wieder-M. anzuhattn, ba ihre Kräfte sie zu verlassen drohten. Als sie in der Dunkelheit der Nacht ver- schwand, stürzte ich wie wahnsinnig auf mein Zimmer, uttb in der Ecke des Divans zusammengekauert, versank mein Geist in verzehrendes Brüten. Es mußte spät nach Mitternacht gewesen sein, als ich mich aufraffte und zu Bette ging. Mit dem kommenden Morgen wuchsen meine Besorgnisse. Mit fürchterlicher Klarheit traten nunmehr bie Silber bieses verhäugtiißvvlleit, vom Schicksale verhöhnten Lebens vor meine Seele unb nun erst erkannte ich bic Größe von Iadwiga's Elettb. Ich war entschlossen, sie zu besuchen, boch entbeckte ich erst jetzt, baß ich in Folge ber Unkenntnis; ihrer Wohnung sie nur mit äußerster Schwierigkeit würbe cmsfuchett können. Ja ich sah sogar bie Unmöglichkeit jedes Versuches ein, und trotz meines Versprechens irrte ich mehrere Tage planlos umher, ohne die geringste Spur von Jadwiga finden zu können. Da kam am dritten Tage Licht in die Situation. Mein Stubenmädchen machte mich aufmerksam, daß sie vor einigen Tagen, in aller Früh beim Reinigen des Zimmers, eine Fotografie unter bem Divan gefunbett, bie sie in ber Schublade bes Tisches verwahrte. Hastig riß ich bieselbe auf unb griff nach bem Bilde; es war das Iabwiga's. Obwohl keine Adresse angezeigt war, hatte ich durch den beigefügten Namen des Fotografen viel gewonnen. Ich suchte ihn sogleich auf, uttb hier gelang es mir, ihre Wohnung aus einem der Bestellung«» biicher ausfindig zu machen. Als ich in ihr Zimmer trat, faß sie bleich uttb abgespannt in einem -lieberen Fauteuil unweit bes Kamins, so daß ich im ersten Augenblicke nicht wenig über ihren Anblick erschrack. Ich reichte ihr die Hand, nach der sie mit fieberhafter Hast griff unb sie sobanit kräftig brückte. Die Sprache schien sie verloren zu haben. Ich nahm neben ihr Platz. Ein Zufall, begann ich, hat mich Ihre Wohnung fiitbttt lassen, Jadwiga; eine Fotografie nämlich, bie Sie in meinem Zimmer verloren hatten. Ich zog sic hervor unb wollte sic ihr zurückstellen. Sic wehrte mit der linken Hand ab. Behalten Sie sie als Erinnerung an diese dunkle Stunde Ihres Lebens, flüsterte sie kaum hörbar. Ich steckte das Bildtiiß wieder zu mir und frug sodann die kranke Frau nach ihrem Befinden. Sie hüllte sich tiefer in eilten behaglichen dicken Shawl und antwortete mit frostiger, bebender Wohlfahrt begründeten Berkehr der Böller zu er. streben. Sicher, befriedigt in sich selbst und seiner eigenen Kraft, wird das deutsche Reich, wie Ich vertraue, nach siegreicher Beendigung des Krieges, in welchen ein unberechtigter Angriff uns verwickelt hat, und nach Sicherstellung der Grenzen gegen Frankreich ein Reich des Friedens und des Segens sein, worin das deutsche Volk finden und genießen wird, was es feit Jahrhunderten gesucht und erstrebt har. Die Russifizirung von Polen und Miauen wird auch im neuen Jahre mit Nachdruck und Umsicht betrieben; für diesen Zweck haben die russischen Kassen immer Geld, wie knapp es auch sonst mit ihnen bestellt sein mag. So wurde hiesür dem Wilnaer Sprengel allein vom Unterrichtsministerium für das Jahr 1871 die Summe von 44.500 Silber-Rubel angewiesen, von betten 6000 Silber-Rubel zur Subventionirung des in Wilna erscheinenden russischen Amtsblattes, 28.000 Silber-R. für die Druckerei des Wilnaer Wehrbezirkes, 4000 S.-R. zn den Umzugskosten für die nach Littauen überfiedeln-den ruffich-orthodoxen Geistlichen und 55)00 Silber-Rubel zu den Reisekosten für die nach Littauen versetzten russischen Lehrer bestimmt sind. Die angewiesene Summe' ist dem Ministerium der öffentlichen Aufklärung aus dein littauifcheu Kontributionsfond zur Verfügung gestellt. Nach einem dem Minister-Komitee zur Berathung vorliegenden Projekte soll das Gouvernement Minsk ebenso, wie dies bereits mit dein Gouvernement Mohilew geschehen ist, von dem Verwaltungsbezirke des Gene-ral-Gmwerneurs von Littauen losgetrennt und als selbständiger Verwaltungsbezirk unmittelbar unter das Ministerium des Innern gestellt werden. Die projektirte Maßregel hat offenbar den Zweck, das polnische Element in dem Gouvernement Minsk durch seine Lostrennung von den Littauischen Gou veruements zu isoliren und dadurch dem von Petersburg ausgehenden Rnssifizirungs-Einfluß zugäng lich zu mache». Bom Kriege. Die Beschießung vonPariö, deriune-rui Stadt, wurde am Montag mit verdoppelter Heftigkeit fortgesetzt, ein Telegramm der „Times" meint, ohne sichtbaren Erfolg. Deutscherseits scheint man jedoch des Erfolges sicher, denn der „Pr." wird aus Berlin telegrafirt, daß dort ein Schreiben aus Ber sailles eingetrosfen sei, welches die Uebergabe der Stadt für nahe bevorstehend hält. Nach derselben wolle der Kaiser den Oberbefehl dem Kronprinzen übertragen und nach Berlin zurückkehren. Eine Proklamation der Regierung in Paris, welche am selben Tage erschien, als der letzte große Ausfall stattfaud, läßt von einer Geneigtheit zur Uebergabe aber noch durchaus nichts merken: „Der Feind, heißt es darin, tödtet unsere Frauen und Kinder; er bombardirt Paris Tag und Nacht und bedeckt unsere Spitäler mit Granaten. Der Ruf: Zu beit Waffen! ertönt aus der Brust aller. Diejenigen unter euch, welche ihr Leben auf dein Schlacht-selde opfern können, werden gegen den Feind mar-fchiren. Die Zurückbleibendeu, eifersüchtig, sich des Heroismus ihrer Brüder würdig zu zeigen, werden nöthigenfalls die härtesten Opfer als ei» anderes Mittel ertrage», um sich für das Vaterland hinzu-gebe». Seien wir entschlossen zu leide», zu sterbe», we»n eö sein muß, oder zu siegen." Ueber jeneu letzten, so furchtbar blutigen großen Ausfall am 19. liege» i» Bordeaiixcr und Versailler Telegrammen einige Einzelheiten vor. Darnach brachen die Franzosen mit gegen 100.000 Manu beim Mont Balerien hervor gegen das 4. und 5. deutsche Korps (prenß. Sachsen und Posen). Der Kampf begann um 8 Uhr und dauerte bis Abends 6 Uhr; er entwickelte sich bei Sevreö und zog sich gegen Meudou, Garches, St. Cloud, Pau-cresson, Malmaiso» und Bougival, so daß das Schlachtfeld fast zwei deutsche Meile» umfaßte. Die Franzosen entwickelte» eiu furchtbares Artillerie-, Mitrailleusen- und Ehassepotseuer, wie es bei Wörth und Sedau selbst nicht gehört wurde; deutscherseits kouute die Feldartillerie des Terraius halber anfangs nur schwach wirken, aber die Belagerungsbatterien griffen fürchterlich mit ein, so daß der dreimal überlegene Gegner, der im ersten Anprall Terrain gewonnen hatte, schließlich überall zurückgeworfen wurde; die errichteten Verschauzungeu und Verhaue erwiesen sich als undurchdringlich. Bei Moutretoitt, links von St. Cloud, gelang es den Franzosen »ach fünf maligem Sturme eine von einer Jagerkoiupagme gegen ungeheuere Ueberinacht vertheidigte Schanze zu nehmen ; dieselbe wurde aber in der Nacht noch wieder zurückerobert. Die beiderseitigen Verluste müssen sehr groß sein, denn sowohl die Franzosen als die Deutsche» „kennen sie noch nicht." Trochu gesteht in seinem Berichte ein, daß der Ausgang des furchtbare» Kampfes der anfangs gehegte» Hoffnung nicht entsprach. Vor der Nacht und dein feindlichen Feuer habe er sich wieder zurückzieheu müssen. Die Truppen belobt er wegen ihres guten Geistes. Auf die Nachricht hin, daß alle drei Entsatzheere geschlagen sind, soll, einer Berliner Mitthei lung zufolge, Trochu neuerdings seine» Rücktritt als Gouverneur und Kommandant von Paris angebote» haben. Ucber die französische W e starinee dringen nur spärliche Nachrichten in die Oeffentlichkeit, so daß es nicht leicht möglich ist, über die gegenwärtige Lage derselben eine richtige Vorstellung zu gewinnen. Das Eine steht fest, die Hauptrichtung der zurückgehenden Armee ist nicht, wie inan anfänglich ver-mutheii mußte, auf Aleiison, sondern auf Rennes gerichtet. Da die Armee des Großherzogs von Mecklenburg schon am 15. Jänner Alenxo» erreicht hatte, ohne auf feindliche Abteilungen von namhafter Stärke zu stoßen, hat die Armee zunächst die Rich tung nach Mayenne genommen. Da auch die Armee deä Prinzen Friedrich Karl die Richtung auf Rennes nimmt, so i|t es wahrscheinlich, daß schon in nächster Zeit in dieser Gegend ein erneuerter Zusammenstoß stattfinden wird. Go eben sucht seinen Sieg von, 19. d. nach bester Möglichkeit auszunützen. Er folgt der französischen Nordarmee hart auf den Fersen und hat das ganze Land bis zu den Festungen vom Feinde gesäubert. Am 22. d. waren Abteilungen seiner Truppen bereits vor Eauibrai, wohin sich ein Theil der Franzosen gewendet, eingetrosfen und boinbardirten sofort diesen Platz. Ans dem ö st l i ch c it Kriegsschauplätze gehen die Dinge seit der Einnahme von Dole nicht recht vorwärts. Am 21. wurde diese Stadt von deutschen Truppen besetzt und sic bedrohen somit die Rück-zugsliuie Bourbaki's, der auf Besan^on znrnckgeht, aufs ernstlichste, aber Garibaldi blieb in Dijon stehen. Es erscheint durch die Besetzung Dole'S allerdings auch feine Rückzugslinie gefährdet, aber jene Deutschen stehen gleichsam wie ein Keil zwischen de» beide» feindlichen Armeen unter Bourbaki und Garibaldi und sind daher bei einem kühnen Vorstöße des erstereit arg gefährdet. Manteuffel versuchte deshalb Garibaldi aus Dijon zu vertreiben, aber vergebens. Der alte Haudegen mit zirka 35.000 Mann hielt seine Stellung zähe fest und wies bis jetzt alle Angriffe siegreich ab. Am 21. wurden in 12slnndigem heißen Kampfe die Franzosen wohl aus vorgeschobene» Stellungen geworfen, als aber anderntags der Angriff auf die Stadt selbst begann, wurden die Deutschen blutig abgewiesen und mußten Tobte und Verwundete auf der Wahl-statt zurücklassen. Sie sollen bei biesetn Kampfe, nach französischer Mittheilung, die Genfer Konvention nun auch ihrerseits arg verletzt haben, was allerdings ein bedauerliches Zeichen der in Folge des Krieges einreißenden Verwilderung auch der diSziplinirtesten Truppen wäre. Bei Dole fielen den Deutschen 230 Waggons mit Lebensmitteln, Uniformen und AuSrüstungsgegenständen in die Hände. In der Gegend von Toul und Nanctj mache» sich Franktireurbanden in für die Deutschen höchst nachtheiliger Weise zu schaffen. Am 22. sprengten sie d i e E i s e n b a h n b r ü ck e über die Stimme: Ich fühle mich elend, sehr elend und muß — reisen. Und weshalb? frug ich nicht ohne Erstaune». Mein Vater liegt im Sterbe», entgegnete Jadwiga, indem ihr große Thränen über die bleichen Wangen liefe», man hat es mir geschrieben. Bevor er aus dieser Welt tritt, will ich seine Vergebung erflehen. Und soll das bald geschehen? frug ich weiter. Sobald als möglich, doch fehle» mir — sie hielt inne. Nun, Jadwiga? Die Mittel — stotterte sie hervor — ich bin ärmer wie eine Bettlerin. Ich griff nach meiner Börse und entleerte sie auf dem Tische. Viel befand sich nicht barin, boch war bie Summe nicht zu verschmähen, beim sie bestaub in bem ganzen Honorar, bas ich für mehrere größere literarische Arbeiten vor einigen Tagen erhalten hatte. Jabwiga errölhete uub mit niedergeschlagenen Auge» dankte sie mir. Sie retten mich aus meiner Verzweiflung, flüsterte sie; von nun au soll der gute Genius mich wieder gängeln, vielleicht ist es noch Zeit, daß ich umkehre. ' Eine Stunde später begleitete ich Jadwiga auf. den Bahnhof und zwei Tage darauf kam der erste Brief aus Freudenau. Ich kam gerade von Klein- 1 LiSchen, als ich beuselben auf meinem Nachtkästchen fand. Er enthielt traurige, sehr traurige Nachrichten. — Richard, Jadwiga'S Vater, war gestorben. Er hatte ihr verziehen, und einige Minuten später gab er seinen Geist auf. — Lange Zeit hindurch folgte kein weiterer Brief von Jadwiga, bis ich endlich gegen Weihnachten von ihr die Nachricht erhielt, daß sie an einem Nervenfieber schwer darnie-berliege; ber Brief war nicht von ihrer Haitb, son-bern ihrem Arzte in bie Feber biktirt. Von ihm erhielt ich auch am Silvesterabenb bie Trauerbotschaft, baß Jabwiga vor wenigen Tagen ihren Eltern nachgefolgt sei.--------- In den letzten Sätzen wurde Karls Stimme immer leiser, und als er beendet hatte, schien er kaum mehr derselben mächtig, die Mitthciluug dieses dunklen Ereignisses hatte ihn selbst tief ergriffen. Und in der That, eö war ganz dazu geschaffen, Herz und Seele beängstigend niederzudrücken. Als wir schon durch die erste Gasse der Vorstadt von * fuh- ren, brängte mich bie Neugierbe, noch einige Fragen an Karl zu richten, uub als ich im Scheine ber Gas-laternen in feinen Zügen las, daß er sich beruhigt hatte, that ich eS ohne Rückhalt und erkundigte mich nach Klein-Lischen. Sie ist gesund und munter, antwortete Karl mit wohlthnender Lebhaftigkeit, ich habe sie in der Residenz zurückgelassen und hoffe sie, bis meine Angelegenheiten vollkommen geordnet sein werden und ich sodann eines annehmbaren Einkommens mich erfreue» dürfte, als liebende Gattin heimzuführen. So kann man gratuliren? frug ich mit scherzhaftem Tone. Noch nicht, man darf sich nicht übereile», am allerwenigsten mit der Heirat. Ich bin fleißig und strebsam, das weitere mag der Himmel fügen; auch die Gebulb ist eine Tugenb. Die schon manchen zum Ziele geführt hat, wen-bete ich ein, wir wollen baö beste hoffen. Ju biesem Augenblicke hielt ber Schlitten vor bem Gasthose „zum König von Ungarn." E n b e. Maas bei N a »cy, wodurch diese wichtige Ber-bindungslinie mit Paris auf einige Zeit völlig unterbrochen erscheint. Das Vordringen Garibaldi's bei Dijon und die Hoffnungen überhaupt, die man auf die Ostarmee setzte, haben das Freischaarenthum wieder gekräftiget und den WiderstandSgeist der Bevölkerung neu belebt. Die Stadt Nancy soll sich z. B. auf Aufstandspläne eingelassen haben, weshalb dort zu strengeren Maßregeln gegriffen wurde. Nirgends dürfen mehr als drei Personen zusammen stehen, Abends 10 Uhr muß alles Licht in den Häusern gelöscht sein und ist das Betreten der Straße bei Arretirung untersagt. Mehrere Notabeln, welche hier förmliche Werbebureaux für Franktireurs unterhielten und dies Unternehmen auch pekuniär unterstützten, sind verhaftet worden und letzthin hat eine Hausdurchsuchung nach Waffen stattgefunden. Nach amtlicher Feststellung ist die Zeitungsnachricht, wonach das deutsche Kanonenboot „Meteor" vom französischen Aviso „Bouvet" in den westindischen Gewässern am 24. Dezember 1870 aufgebracht worden sei, eine Erfindung. Die letzten Nachrichten von französischer Seite legen alle Zeugniß davon ab, wie große Bestürzung die Niederlage Chauzy's auf allen Seiten hervor-gerufen hat. So schreibt der Berichterstatter der „Daily News" in Havre: „Die Nachricht ist hier mit einent Gefühl ausgenommen worden, welches fast an Verzweiflung grenzt. Mit Hoffnung und Vertrauen sah ganz Frankriich auf Chanzy und allgemein war die Meinung verbreitet, daß eö ihm vor allzulanger Zeit gelingen würde, den belagerten Parisern Entsatz zu bringen. Es läßt sich nicht leugnen, daß die Niederlage Chanzy's ein ernster ■ Stoß für Frankreich ist." __________ Politische Rundschau. Laibach, 25. Jänner. Die österreichische Delegation, die am Donnerstag Zusammentritt, wird sich mit dem Ma-rine-Budget, der 80 Millionen - Schuld und dem Extra-Drdinariuin des Krieges beschäftigen. In der ungarischen Delegation begann am Montag die Verhandluug über das Budget des Ministeriums des Aeußern. Pulszky freute sich über den Ausschluß Oesterreichs aus Deutschland und bezeichnete denselben als Grundbedingung des Dualismus; nur die frühere deutsche Stellung der Monarchie sei der Grund all ihrer Beschwerden gewesen. Er wünscht deshalb, daß man Deutschlands Entwicklung im Innern unbeeinflußt lasse, will aber Freundschaft mit dem neuen Reiche und mit der Türkei. Auch Gras Szirrnay empfiehlt Allianz mit Deutschland. Eber meint, wer im Orient uns hilft, der ist unser Freund, wer uns dort stört, ist unser Feind. Ans Pilsen wird gemeldet, daß das czechische Landvolk des dortigen Kreises eine Petition um Er-theilung des deutschen Sprachunterrichtes in den Schulen unterschreibe. Solche kleine Züge von nüchterner Einkchr sind schon oft vorgekommen, aber immer von dein Geschrei der „Führer" über „Ver-rath" unterdrückt worden. Die Vorbereitungen zu den Wahlen ins deutsche Parlament werden bereits getroffen. Dieser „Reichstag" dürfte Anfangs März zusammentreten. In einem Tagesbefehl zeigt der König von Preußen den deutschen Armeen die Annahme der deutschen Kaiserwürde an. Zum Schluß hußt es in demselben: „Euere Tapferkeit uud Ausdauer, wofür Ich Euch wiederholt die vollste Anerkennung aussprach, hat das Werk der innere» Einigung Deutschlands beschleunigt, ein Erfolg, den Ihr mit Einsetzung Eueres Blutes und Lebens er- c”'! rcr !,abk Seid stets eingedenk, daß der Sinn l'U n7 Kameradschaft, Tapferkeit und Gehorsam die Armee groß und siegreich macht; erhaltet diesen Stitn, daun wird das Vaterland immer, wie heute, stolz ans Euch blicken, Ihr werdet immer sein starker Arm sein." ' Eine Vcrtheidignngskommission hat in Florenz cum Entwurf über zu errichtende Befe- stigungen in Italien vorgelegt. Die Kosten würden über 80 Millionen betragen. Die Befestigung Roms ist gleichfalls einbezogen. Jules Favre hat das ihm vom Grafen Bismarck geöffnete Hinterpförtchen benützt und wird nun zur Konferenz nach London eilen. Die „Kreuzztg." meldet nämlich: Nachdem Bismarck es abgelehnt hat, Favre einen Geleitschein auszustellen, hat sich derselbe an die Militärbehörde um einen Passirsch ein gewendet, von der er ihm, natürlich ohne alle politischen Konsequenzen, ertheilt wurde. Alle Anzeichen sprechen übrigens dafür, daß auf der Konferenz die Friedensfrage noch nicht zur Sprache kommen werde. Offiziöse Stimmen deuten an, daß eine Friedensvermittlung der Neutralen im gegenwärtigen Momente nicht allein ohne Erfolg, sondern eher schädlich wirken würde. Graf Bernstoff konnte den» auch nach Versailles berichten, daß die Konferenzbeisitzer einstimmig beschlossen hätten, außer der Pontnssrage keine andere Angelegenheit zu dis-kutiren._______________ Zur Tagesgeschichte. — In Graz fanden am Montag wieder Gemeinde r a thS wähle n statt, bei welchen mit gro-;er Majorität die Kandidaten der liberalen Partei durchdrangen. — Ein interessanter Strafrechts-a tl kam in Graz zur gerichtlichen Verhandlung. Ein k. k. Beamter klagte seinen Amtsvorstand, weil ihn dieser anläßlich einer Kompetenz in der Oualifikationstabelle einer unsittlichen Handlung beschuldigte. In erster Jn-tanz wurde der Geklagte, da man den Thatbestand der Uebertretnug der Ehrenbeleidiguug nicht fand, freigesprochen, das Oberlandesgericht aber hat den Amtsvorstand über Berufung des Klägers wegen Uebertretuug des § 488 St.-G.-V. zu einer Geldstrafe von 50 ft. verurtheilt. — Einer vorgenommenen Schätzung zufolge betrug die letztjährige Kohle n p r oduk t i on Böh. mens gegen 70 Millionen Zentner. — In Rom sind der Kronprinz von Italien und dessen Gemalin zu längerem Aufenthalt eingetroffen. Lokal- und Proviuzial-Angelegenheiteu. Lokal-Chronik. — (Bürgerkräuzcheu.) Trotz der möglichst vollständigen Versendung von Einladungen ist doch die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß einzelnen Per-onen, die entweder im Vorjahre die Einladung erhalten haben oder noch nicht in Laibach domizilirten, keine briefliche Mittheilung zukam. Man ersucht uns deshalb mitzutherlen, daß in solchen Fällen die Abon. nementskarten auch ohne den den Einladungen beigedruckten Koupon bei den Herren Zeschko & Till und A. Po-povik behoben werden können, nachdem ohnehin einem Komiteebeschluß zufolge die Kartenausgabe noch fort-dauern wird. — (Zur Ball-Chronik.) Da im heurigen Fafching ohnehin des Vergnügens zur Genüge geboten wird, soll, wie wir aus sicherer Quelle vernehmen, von dem Arrangement eines Turuerballes während des Karnevals abgesehen werden, dagegen sind wir in der Lage miizmhe'ilen, daß ein solcher während oder nach der Fastenzeit in Aussicht steht. — (Eine Vodnikseier) wurde am 19. d. im hiesigen Priestcrseminar abgehalten. Nach einer Korrespondenz des „Slov. Narod" nahmen von auswärtigen Gästen mehrere Kanonici und auch die Bolks-sührertrias, Dr. Bleiweis, Dr. _Epfta, Dr. Razlag, daran Theil. Den interessantesten Punkt des Pro-! gramnis bildete die von einem Theologen gehaltene Fest» rede, das Thema: „Vodtük als Zeitungsschreiber" behandelnd. Der Redner forderte die Kleriker auf, als Wächter der Wahrheit (??) in unserer der Wahrheit und der katholischen Kirche höchst feindseligen Zeit den, Vodiük nachzuahmen. Sie mögen sich die Gegner zum Muster nehmen und tagtäglich mit der ausgiebigen Mitraifleufe, d. i. mit Tinte, Feder und Papier los-feuern, denn die Schläfrigkeil der katholischen Welt er- muntert und kräftiget ihre Gegner. Die Journalistik ist heutzutage die erste Macht, deshalb mögen sich auch die Wächter der Wahrheit derselben bedienen und sie geistig und materiell unterstützen. Eö sei keine Schwierigkeit, die Wahrheit zu verteidigen, man darf nur nicht vor den Opfern zurllckschrecken. Die Kirche hat keinen Nutzen davon, wenn man ihre Wahrheiten nur zu Haufe verficht, oder wenn man seinen Zorn Uber die lügnerische Journalistik nur zwischen den vier Wänden ausleert. Das Losungswort der Kleriker muß sein: Kampf, und zwar werkthätiger Kampf! Der Korrespondent berichtet, diese Rede habe auf die Zuhörer einen sichtlichen Eindruck gemacht, man hörte die lauten Rufe: Gott gebe es! — Wir hingegen sind der Ansicht, daß es bei solcher journalistischen Kampfeslust jugendlicher klerikaler Hitzköpfe, welchen sogar ergraute Priester Beifall klatschen, sehr wohl erklärlich sei, warum man von der Kanzel nur Polemik und so selten wahre Christusreligion zu hören bekommt. Wenn die Priester den journalistischen Kampf al« ihre Hauptaufgabe betrachten, so liegt schließlich den Journalisten ob, das brach liegende Feld der Religion der Nächstenliebe zu bebauen. (Theater.) Statt der wegen Erkrankung des Frl. M a u g s ch nnanfführbar gewordenen „Emilie Galotti" gab man vorgestern Hersch' „Anna-Lise." War dies auch kein erwünschter Tausch, so ist die „Anna Lise" immerhin kein übles Stück, ein Schauspiel, das frisch uud lebendig heruntergespielt, sich wohl anhören läßt. Um die Aufführung machte sich zunächst Frl. Groß in der Titelrolle verdient. Dieselbe entfaltete wieder ihre von uns schon gebührend gerühmten Borzüge und fand für ihre von fleißigem Studium und sicherem Verständnisse zeugende, anmuthige Leistung die lebhafteste Anerkennung. Hr. S t u b e l verfiel in seine gewöhnlichen üblen Gewohnheiten: in abgebrochenen Sätzen zu sprechen, über die Gebühr loszulegen, uunöthig hin und her zu rennen u. s w. und brachte den Prinzen Leopold so nur in wenig befriedigender Weise zur Darstellung. Die Herren B u r m e i st e r, R a st e r und Richter wurden ihren Aufgaben in anständiger Weife gerecht. — Heute ist die erste Aufführung einer großen Offenbach'schen Operette, des von uns bereits genannten „Pariser Leben." Wenn die Jns;enesetzung, wie wir hoffen, wieder eine so sorgfältige wie beim „Blaubart" sein wird, so können wir einem recht vergnügten Abend entgegensetzen. — Morgen kommt abermals ein neues Schauspicl zur Aufführung: „Der letzte Jude " Wir wünschen dem Benefizianten Hrn. Pcnnantr, daß er mit dieser Novität ein volles Hans erzielen möge. — (Repertoire.) Am 26.: Zum 1. mal: Der letzte Jude. 27.: Zum 1. mal: Der Pfarrer von Kirchfeld. — 28.: Pariser Leben. - 29.: Zum 1. mal: An der blauen Donau. Witterung. Laibach, 25. Jänner. Thanwetter, abwechselnd dünner Schneefall, Wolkenzug aus Südwest. Temperatur: Morgens 6 Uhr — 0.6", Nachm. 2 Uhr + 2.0" R. (1870 — 0.9°, 1869 — 8.5°.) Barometer im fallen 324.51"'. Das gestrige Tagesmittel der Temperatur — 0.5”, um 1.0” über dem Normale. Der gestrige Niederschlag 5.14'". Verstorbene. Den 24. Jänner. Bartholomäus Skerjanz, Taglöhner, alt 40 Jahre, in der Hradetzkyvorstadt Nr. 28 an der Gehirnlähmung. — Romano Segantin, Taglühner, aus Missa in Italien, alt 41 Jahre, im Zivilspital an Renin gitus. — Gertraud Kunaner, Magd, alt 29 Jahre, im Zivilspital an Lungenödem. Telegramme. (Orig.-Telegr. des „Laib. Tagblatt.") Berlin. (-Offiziell.) Versailles, 34. Jänner. Deutscher Verlust beim Pariser Ausfälle am 11). Jänner: 39 Offiziere und ttRtt Mann. Gegen die Pariser Nordfrvnt wnrde» neue Batterien aufgeführt und sind ans nähere Distanzen thätig. Abtheilungen der Südarmee überschritten südlich vvn Besan;>on im Rücken Bonrbaki ö den Donbs. 8 o n «t to i) kapitulirte ; 400« Gefangene, 200 Geschütze. Bordeaux, 24. Jänner. Aus Dijon, 23. d., wird offiziell gemeldet: Nachmittags wurde Dijon oon einer starken Preußcukoloiine von Worden und Westen heftigst angegriffen. Abendö zog sich der Feind geschlagen zurück. Riciotli erbeutete eine Fahne, O. €|DER BAZAR tyi'v ff ‘“di° § rciclihalligstc u. niilzliclislc A Famllleii-Zclhing, das beliebteste und belesenste Blatt für Mai® und Aöüimciiinils-Ä'reis Incl aller SupiilüiniMite ii Kxlra-Beilagee vierteljährlich I)vucf do 11 Jgn. d. Älemmaijt * Fed. Bamberg in Laibach. Verleger und für die Redaktion verantwortlich: Ottomar Bamberg. Wiener Börse vom 24. Jänuer. Staatsfonds. toetc. Mente, öst.Pav. Mo. dto. öst.in Silb. Lose von 1854 . . . Lose von 1860, ganze Lose von 1860, FÜnft. PrLmiensch. v. 1864 . Orundentl.-Obl. Steiermark »u5pCt. Kärnten, Kram ».Küstenland 5 „ Ungarn. . zu 5 w Kroat. u. Slav. 5 „ Siebenbürg. „ 5 „ Aotlen. Nationalbank . . . Union - Bank . . . Treditanstalt . . . R. ö. EScompte-Ges. LvgLo-österr. Bank . Oest.Bodencred.-A. . Oest. Hvvoth.-Bank. Steter. E»compt.-Bk. Franko -- Anftria . . Kais. Ferd.-Nordb. . Südbahn-Gesellsch. . Kais. Elisabeth-Bahn. Tarl-Ludwig-Lahn Siebenb. Eisenbahn . Staatsbahn.... Kais. Franz-IofefSb.. Fünfk.-Barcser E.-B. «füld-Finm. Bahn . Pfandbriefe. Nation. ö.W. verloSb. llna. Bod.-Ereditanst. Allg.öst.Bod.-Lrcdit. bto. m sau.Ttidz. . Geld 68.40 67.50 88.50 95 20 107.50 11% 60 98.— 86.— 78.— t>8.— 74 76 726.— 230.60 »62.50 93«.— 2j8 .co 211. Ware 68.60 67.60 89.- 95.ro 108.- 119.— 93.- 86.60 78 25 8 t.— 75.2*> 958 — 239.— MS.-*13.-215.-230.-1 — IC 3.40 ltiO.FO 2118; 2122 185.30 18V10 222.5')|223.-214 ? 0i 2/* 60 163.— 168 50 380.50 380.50 ]<*) 60 191.-163.60 164.-169 50 170 — 93.—, 98.10 88.50 89.— 107.- ; 107.25 89.*5l 88.75 Geld Ocst. HypotH.-Bimk. —.- Priori t&ta-Obllg. @übB.=@«f. jufiOOgr. dto. LonS 6»$t. Nordb. (100 fl. EM.) Si-r.-B.sroo fl. ö.W.) Staatsbahn Pr. Stück StaatSb. pr. St. 1S87 tRubolfet.lSOOfl.e.lB.) Franz-Jos. (SO'i fl.S.) 114.90 237.— 92.60 88.— 135.60 133.— M.- Loae, Credit 100 fl. ö. SB. . Don.-Dampf|ch.-Gef. ju ioo fl. CM. . . Idcftct 100 fl. EM. . dto. 50 st. ö.W. . Ofenet . 40 fl. ö.W. Kalm . „ 40 „ Palff, . „ 40 „ slarv . „ 40 „ £t. @cnoi8„ 40 „ Windischgratz 20 „ Waldflein . 80 „ Äegltvich . 10 „ RudolsSstiit. 106.0. 160.25 95.— 115.— 54.— 22.— 42.- Urf.— 36.- 29.— 20.— 18.— 15.— 15.50 Wechsel <3 Mon.) «ugob. 100 fl. filbb.ro. Franlf. lOOst. „ „ Sonbon 10 Bf. Stert. Paris 100 Franc« . 103.75 103.35 184.15 Mttnien. 'tail. Münz-Ducatea. «>-Franc«stLck . . . Bereinithater . . . Silber . . . . 5 85* 9.95 1.83' 128.— Ware 115.20 *38.— 93.— 88 25 136.— 133.50 90.16 9420 160.75 96.— 185.— 58.- 29.— 43.- 30.— 87.— 30.— 22.— 20.— 17.-16.60 103.90 103.95 124 25 5.86» 9.951 1.83 122.26 Telegrafischer Wechselkurs vom 25. Jänner. 5perz. Rente österr. Papier 58.50. — 5per}. Rente österr. Silber 67.60. — 1860er Staatsanlehen 95.50. — Bankaktien 725. — Kreditaktien 258.90. — London >24.25 — Silber 121.90. — K. k. Münz-Dukaten 5.85 7, - Na-poleonsd'or 9.96. Theater. Heute: Pariser Leben. Operette. Josef Karinger. m Baufächer in großer Auswahl von 1 fl. bis 12 fl. — Kotillon-Lkdeil, das prachtvollste, von 2 bis 40 kr. pr. Stück. — Änspnh-Artikel, leouische, aller Art. — Glas-uud «antschlikschmnck, neuester mit Brillanten. — Toilette-Wegenstände, best assortirt, von mindester bis feinster Qualität, in Kämmen, Bürsten. Parfüms, Pomaden, Oelen, Seifen, Toilette-Essig, Köllnerwasser echt und »liecht, große FlakonK st 25, 50, 70 fr. und fl. 1.10. — Papillote», Haarkräusler, beste Haarnadeln, Karlsbader, Stahl- und englische Ttecknadeln re. re. - Resraicheurs und Par-fnm-Vertheiler, sehr praktisch, sür Kleider-, Wäsche , Zim-merparfumiren. (38 - 3) Stets vorrälhig: Anatherin-Mnndwafser, echtes, von I. G. Popp. — tt. Greal'S Zahnpulver. - Prinzessen-Wasser von Renack — Patent - Miedersederu, elastische, sehr dauerhaft! 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Skvvran, Wien. — Anto-liö, Pribir. — Pichler, Kfm., Wien. — KoZuh, Dechant, Alllack. — Roß matin, Priester, Altlack. — Larnpel, Sekretär, Jessenitz. Bahntlinskh, Privat, Hof. — Rudolf, Maschinist, Stein. Stadt Wien. Bucca, Bahnbeamte, Wien. — Muhlsteiu, Kaufm., Wien. - Bucar, k. k. Lieutenant, Karlstadt. — v. Rauschenfels, Ingenieur, Billach. - Olshansen, Ingenieur, Ratmanns-dors. — Resch, Kaufm., Wien. — Matnschka, Kaufm., Wien. — Ott, Kaufmann, Wien. — Deutschländer, Kaufm., Wien. Gedenktafel über die am 26. Iänner 1871 stattfindendcn Lizitationen. 3. Feilb., Marin'schc Real., Ru-dolsswertb, BG. Rudolsswerth. — 3te Feilb., Bezelak'sche Real, Felizheuverh, BG. Jdria. — 1. Feilb. Krei'scher Besitzrechte, Tcrsain, BG. Stein. — 3. Feilb., Plevel'sche Real., Moste, BG. Stein. — 1. Feilb., Malner'sche Real., tasenberg. BG. Rudolsswerth. — 3tc eilb., Dereniin'fche Real., St. Michael, BG. Senosetsch. — 1. Feilb., Ostanek'sche Real., Sternica, BG. Adelsberg. — 1. Feilb., Jankovii'sche Real., Unter-koschana, BG. Adelsberg. — 1. Feilb., Habec'sche Real, Skure, BG. Adelsberg. — 1. Feilb., Srebotuak'sche Real, Nuß-dors, BG. Adelsberg. — 1. Feilb., Bo-bek'sche Real., Reudtrubach, BG. Adelsberg. — 3. Feilb., Kovaiii'sche Real., Ponikve, BG. Laas. — 3. Feilb., Bnrja-sche Real., Verch, BG. Egg. - 3. Feilb., Buiar'sche Real., Kaudia, BG. Rudolfswerth. Zu kaufen wird gesucht: in Laibach, wo möglich mit Garten, in der Stadt oder einer nahe gelegenen Borstadt. — Anfrage im Zeitungskvmptoir. (46-1) Ein junger Mensch, der gut lesen und schreiben kann, der slovenischeu und deutschen Sprache kundig, wird für Geschäftsgänge nnd Zei-tungsaustragen aufgenommen. (45-1) Das Nähere im Zeitungskvmptoir. Jaden Monat zwei Doppel-Nummern im Umfange von 3—4 Bogtm im grüssicn Folio-Format mit Extra - Beilagen und zahlreichen V * r Alle Buchhandlungen und Postämter Abbild« itgen. des In - und Auslandes nehmen Bestellungen an ».liefern auf Verlangen probe ttnmmern. nur 25 Sgr. I» Oestcrreicli nitch Cours. BAZAR Ist das gelegenste Blatt der Welt, ' Er ersclteint in 12 verschied. Spi aciien ^ in einer Auflage von im-hr als ciiwi ei» Matt für alle Stände. Halle» Million Kremplare. In mehr als einer Ijnlbcit Million lAoinphire und in 12 Spra-clicn wird gegenwürtig der Bazar gedruckt. Wir stellen diese Mtiz voran, weil sie (len stärksten, den tliatsfichliehen Be-weis dafür liefert, dass unsere Zeitung kein Luxus, sondern ein Bedürfnis» ist und im vollsten Masse erfüllt hat. was der erste von uns in die Well geschickte Prospcct von ihr verhicss, niim-lich eine alle modischen, ökonomischen u. iisthetischcn Interessen der Frau vertrelende und fördernde Zivtung zu sein. ®rrijsjcljtt 3nljrc hindurch hat der Bazar sich bewährt und als Weltblatt nicht nur sich Bahn gebrochen> sondern auch, was schwerer ist, sich he ha u pte t. In demselben Masse, wie die Zahl seiner Abonnenten wuchs, so dass sie jetzt wie gesagt mehr als eine Ijttflic Million sS— beträgt, erweiterte sieh allerdings auch das Programm und wuchs die Fülle des Stolles. Trotzdem ist heute noch der Bazar verhältnissmässig die billigste Frauenzeitung und trotz seiner Billigkeit die reichhaltigste. Alle Interessen der Frau wabrzunehmen ist die in den Arheits-wie Unterba11ungsnummern des Bazar bethäligtc und ausgeführle Absicht der Redaction. Nicht lässt sich letztere am sicheren Erfolge genügen, sondern, mH der Zeit und den gesteigerten Ansprüchen Schrill haltend, macht sin es zu ihrer fiewissens-saclie, nach jeder llichtung hin und auf jedem Gebiete nur das Gute zu wollen und vom Guten das Beste zu geben! Unsere Ahonnentiunen werden, den nunmehr beendigten Jahrgang als ein abgeschlossenes Ganzes vor Augen, die Wahrheit des Ausspruchs bestätigen: Der Bazar ist eine nützliche und zwar allseitig nützliche Zeitung. Was in den grossen Städten Europa s die Mode, diese Vertraute der Reichen und Ernährerin der Armen, dictirt, bringt er aus erster Quelle, aber mit Wahl und lehrt gleichzeitig die weniger Bemittelten, das Moderne mit den geringsten Kosten, durch ihrer eigenen Hände Gesehieklichkeii sich hcrzustellen. Doch mit der Mode, welche, weil sie der Ausdruck der Zeit Ist, stets wechseln muss, crscböplt sich keineswegs die Fülle und das Programm dessen. was der Aazar enlyätt! 4^-- Wie der Bazar jedes Altem, jeden Stand berücksichtigt,so bringt er Unterhaltung u. Belehrung, St oll' u. Anregung für das ganze Haus, die ganze Familie. Die Grundsätze, nach welchen wir in Modesachen stets das Einfache dem überladen Prächtigen vorziehn, leiten uns auch bei der Auswahl für die belletristischen Nummern. In grösser, doch auch sturm- und drangvoller Zeit schicken wir diesen Vorboten des neuen Jahrgangs in die Welt, gelrostvJcnn unser Streben gilt dem Nützlichen wie dem Schöne.xVgilt der Sache der Frauen, in welchen der Sinn ffir Beides immer lebendig war und bleiben wird für alle und in jeder Zeit1 Für Abonnement empfiehlt sieh: Ignaz v. Kleinmayr & Fed. Bamberg’s Buchhandlung in Laibach. Probe-IWummer Hr. 1 steht auf Verlangen gratis zu Diensten. Das Abonnement für das Vierteljahr beträgt für hier 1 fl. OO Kr.. mit frankirter Postzusendung 1 fl. 90 kr.