80. Jahrgang Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung, Verwaltung und Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-68. 25-69, Maribor. Kopališka ul. 6. STMZM U kUi OMd Nr. 15$ Mittwoch, den 10. Jwli W40 Inseraten- und Abonnements-Annahme ln der Verwaltung. Bezugspreis: Abholen oder durch die Post monatlich Din 23.—, bei Zustellung Din 24.—. tiir das Ausland monatlich Din 35.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2,—. Manuskripte werden nicht retourniert Bei Anfragen Rückporto beilegoa. Poštnina plačana v gotovini Pf QIS Dtlt 1*50 Marilwrer Heilung ;)Per6en Hitler, Llano und Ribbentrop ihre Aussprache fortsetzen / 8ei^?^msfes zu Frankreich / Vor Maßnahmen zur Ausrechterhaltung des Fri Berliner Besprechungen über Neuordnung die ^ledensjrhiuß ß 6 r .n c\ t..1 • n. Die Achsenmächte vor der Revision ihres ^ _ . „ . Friedens in Güdosteuropa / Roosevelt wünscht und findet Worte der Anerkennung für die totalitären Mächte / Der Kamps gegen England geh! weiter e rn> 9. JttM. Wie die Associated w*8 °f America aus Berlin erfährt, Rihh° Graf Ciano und v. bentrop am Mittwoch ihre große Und hi über die gegenwärtige Lage Que« 8118 ihr sich ergehenden Konse-fortsetzen. Berlin ist auf diese pl e, Mittelpunkt der europäischen di-g^^üschen Aktivität geworden. Da in-Riehl! ÜE Konsultierungen nach allen dürft ^en üin fortgesetzt worden sind, Chu Cn die morgigen Berliner Bespre-eurJÜ5=.n ü>e weitere Entwicklung der ^VpPäischen Lage von schicksalhafter Hutung werden. Über die ersten Be-hitihLhungen Hitlers mii Ciano ist noch nicht üurchgesickert, man dürfte aber nt fehlgehen, wenn man die Bezugnah-der Besprechungen auf folgende Fra-8 " gerichtet erklären würde: • Der innerpolitische Wandel in Frank-^ und ^ die veränderten Beziehungen cinlSCh.en Frankreich und England höben intensiven Gedankenaustausch zwi-beiden Achsenmächten nötig einen sehen den gemacht jjj schon gegenseitig Wic£1SSe haben P —und Rom haben ihre Einstellung Weich gegenüber unter dem Ein-ck der innen- und außenpolitischen Pr^dng des militärisch geschlagenen vipu - ch stark geändert Es ist der Tag lanrt Cht n*cht mehr weit, da Deutsch-mei tind ^ibn in Frankreich einen ge-daRnSamen Mitarbeiter haben werden, so der Krieg mit Frankreich nur noch u .em unglückliches Spiel des Schicksals . d als ein unerwünschter Zwischenfall achtet werden wird. Die Beziehungen ein 6,1 England und Frankreich haben derart tiefe Veränderung erfahren, dus den ehemaligen Verbündeten ich Feinde geworden sind, die bekriegen. Die sich derart rasch ent-—1 daß sich der Gedankenaustausch “chen Rom und Berlin unerläßlich er-8j. ‘ Da Laval die Führung der franzö-qq /60. Politik übernommen hat, dürften f,.. die französisch-italienischen Streit-i^gcn eine für beide Teile gedeihliche ttng erfahren, sich Die berliner Besprechungen dürften auch auf die Planung jener Maßnah-haifl ^erogen haben, die zur Aufrechter-p ug des Friedens in Südosteuro-Wi Und der Wahrung der deutschen so-gj der italienischen Interessen auf dem erforderlich sind. „i8" Da infolge der veränderten Verhält-„,1t der Ankara-Pakt der Türkei Zur r M^estmächten überhaupt nicht li»hr?eltung gekommen ist, hat sich die nohurprüfung der Lage der Türkei als Ita i dig erwiesen. Die Beziehungen uiüs!"8 Und Deutschlands zur Türkei Rum ”• nack den jüngsten Ereignissen in inc?nien mit den Interessen der Achse mklang gebracht werden. \ im Rahmen der Berliner Besprechungen H°llen Werner die jüngsten Bestrebungen • Amerikanischen Regierung daR ^ wei"den, die daraufhin abzielen, y. .dem Waffengang ein vorzeitiges En-hin 6rej.*e* wCrde bei gleichzeitiger Rege. n g a" kOOs aller Probleme am grünen Tisch. N 3 e v e 11 hat sich in einer kürzlich gebenen Erklärung ziemlich anerken. nend für die Regimes der totalitären Staaten ausgesprochen, deren Erfolge er anerkannte. Durch diese Erklärung des Chefs des größten demokratischen und neutralen Staates scheint die allgemeine Spannung nachgelassen zu haben. Berlin, 19. Juli. (Avala). DNB berichtet: Das »Hamburger F r e m-d c n b 1 a 11« gibt nach Abschluß der zweiten Kriegsphase und vor Beginn der Abrechnung mit dem Feind Nr. 1, d. i. England, einen überblick über die Lage, wobei folgende Feststellungen gemacht werden: 1. Die Interessen des französischen Volkes sind den Interessen der britischen Inseln geopfert worden. 2. Die demokratische Ideologie hat ihren Zusammenbruch erlebt. Frankreich wird jene autoritative Staatsform erhalten, die nach dem Vorbild Deutschlands und Italiens geschaffen werden wird. 3. Die entente cordiale ist ebenfalls zusammengebrochen. Es ist Churchill gelungen, das Werk, an dem die britische Diplomatie 35 Jahre arbeitete, zu vernichten. Die Tat sache der Kriegsstimmung zwischen Eng- land und Frankreich ist der klarste Beweis für die Änderung der Lage in Europa. Ebenso ist auch die englische Festlandspolitik gescheitert. Allen Festlandsstaaten sind die Folgen britischer Politik ad oculos demonstriert worden. England zittert jetzt vor der Invasion, vor der politischen Isolierung und der Wirtschafts blockade. England kann das Deutsche Reich nicht mehr besiegen, weil das Reich gemeinsam mit Italien zum anerkannten Schutzherrn des gesamten europäischen Kontinents geworden ist.« Schlachtschiff „Richelieu" gekapert oder versenkt? REUTER MELDET ERFOLGREICHE AKTION GEGEN DAS 35.00G-TONNEN-SCHLACHTSCHIFF »RICHELIEU«. — DIE WERDEN NOCH HEUTE AMTLICH MITGETEILT WERDEN. FRANZÖSISCHE EINZELHEITEN London, 9. Juli. (Avala.) Reuter berichtet: Wie mitgeteilt wird, hat die britische Flotte auch im Laufe des gestrigen Tages ihre Operationen zur Verhinderung des Ueberganges der französischen Flotte in deutsche Hände fortgesetzt Wie erklärt wurde, ist eine Aktion gegen das Schlachtschiff »Richelieu« (35.000 Tonnen) erfolgreich beendigt worden. Die Einzelheiten über den Verlauf dieser Aktion werden im Laufe des heutigen Tages mitgeteilt werden. London, 9. Juli. (Avala.) Reuter berichtet: Das französische Schlachtschiff »Richelieu«, gegen welches die britischen Seestreitkräfte eine erfolgreiche Aktion unternommen haben, zählt zu den neuesten Schlachtschiffen Frankreichs. Die Armierung des »Richelieu« setzt sich aus vier großen Geschützen zu 38 cm, 15 Geschützen zu je 15 cm und 18 kleineren Geschützen zusammen. »Hood« bei Oran schwer beschädigt Bern, 9. Juli. (Avala). Das Deutsche Nachrichtenbüro teilt mit: Nach einer Havasmeldung aus Algier wird amtlich mitgeteilt, daß zwei britische Flugzeuge während des Angriffes auf die französische Flotte bei Oran durch französische Jagdflugzeuge und Küstenbatterien abgeschossen wurden. Englands größtes Schlachtschiff »Hood« (42.000 Tonnen) wurde bei dieser Gelegenheit getroffen und schwer beschädigt. Zwei englische Zerstörer wurden so schwer beschädigt, daß ihre Versenkung anzunehmen ist. Kriegsberichte von gestern Berlin, 9. Juli. (Avala) Das Deutsche Nachrichtenbüro meldet: Der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom 8. d. M. lautet: Deutsche Tauchboote haben an der spanischen Küste 21.500 Tonnen feindlichen Handelsschiffsraumes versenkt. Unter den Schiffen befindet sich auch der 10.000-Tonmen-Dampfer »San Fernando«. Deutsche Flugzeuge bewarfen den Bahnhof von Bughton u. die Küsten-baitterien der Insel Wight mit Bomben. Bombardiert wurden ferner der Hafen von Falmouth und Newcastle. An der Südküste Englands wurde ein Angriff auf Handelsschiffe unternommen, wobei zwei Schiffe versenkt wurden. Britische Flugzeuge warfen über Westdeutschland ohne größeren Erfolg eine bestimmte Anzahl von Bomben ab. Zwei Personen wurden hiebei getötet. Insgesamt wurden gestern 14 britische Flugzeuge abgeschossen. Drei deutsche Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Irgendwo in Italien, 9. Juli. 9. Juli. Stefani teilt mit: Der offizielle Bericht Nr, 28 des Oberkommandos der italienischen Wehrmacht vom 8. d. lautet: Die Bombardierung der Seestutzpunkte ge- von Malta und Alexandrien wurde stem mit sichtlichem Erfolg fortgesetzt. Zwei von unseren Flugzeugen sind nicht zurückgekehrt. An der Grenze der Zyre-naika spielten sich Kämpfe mit feindlichen Motor- und Panzerdivisionen ab. Die Kämpfe endeten zu unseren Gunsten. Einige Panzer- und Motoreinheiten wurden vernichtet. Ein Tank und ein Panzerauto wurden erbeutet. Nach nachträglichen Angaben wurden gelegentlich des feindlichen Angriffes vom 5. d. drei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Es ist sehr wahrscheinlich, daß das vierte feindliche Flugzeug ebenfalls abgeschossen wurde. In Ostafrika hat unsere Luftwaffe eine ganze Reihe von Enkundongsflügen durch geführt und Angriffe auf motorisierte Abteilungen unternommen. Unsere Luftwaffe überfiel außerdem auch die feindlichen Luftstützpunkte in Amalacala und Porin. Syrischer Araberführer ermordet. Istanbul, 9. Juli. Der syrische Araberführer Abdurahman Schafbender ist nach hier eingelangten Nachrichten ei-mordet worden. Die Folge dieses politi- schen Mordes sind große Unruhen in Sy-, rien. Man erwartet angesichts der anwachsenden Unruhen den bewaffneten Zusammenstoß zwischen eien Arabern und den französischen Mandatstruppen. Da man auch mit der Möglichkeit einer britischen Intervention rechnet, ist auch die Intervention anderer interessierter Mächte nicht ausgeschlossen. Die engli. sehen Truppen sollen die französische Ölleitung im Mossul-Gebiet an der Grenze des Irak beschädigt haben. Irland bleibt neutral. N e w y 0 r k, 9. Juli. (Avala.) Reuter berichtet: Der irische Ministerpräsident De V a 1 e r a gab dem Vertreter der »New York Times« eine Erklärung, in der betont wird, Irland werde, was immer sich auch ereignen möge, neutral bleiben. Sollte es von welcher Nation immer angegriffen werden, dann werde Irland sich energisch zu verteidigen wissen. Der Kaiser von Annam ermordet? Bangkok, 9. Juli. (Avala). Reu-* t e r berichtet: Wie die Blätter berichten, wurde der Kaiser von Annam in der Stadt Hug im Osten von Annam ermordet. Der Kaiser stand im 17. Lebensjahr. Eine Bestätigung dieser Nachricht liegt noch nicht vor. Banemjugend-Festival in Weimar Weimar, 9. Juli. (Avala) Das Deutsche Nachrichtenbüro meldet: In Anwesenheit von 4000 jungen Bauernschülern wurde gestern abends in Weimar der von der deutschen Hitler-Jugend trotz des Krieges veranstaltete Festival abgeschlossen. Im Rahmen des Festivals wurden Werke von Goethe, Schiller und Richard Wagner zur Aufführung gebracht. Am Festival beteiligten sich auch 25 Führer der italienischen Staatsjugend. Internierung eines englischen Admirals. London, 9. Juli. (Avala.) Reuter meldet: Admiral Sir Berry D o m v i 11 e und seine Gattin sind interniert worden, Sir Domville war Präsident der im Jahre 1937 gegründeten Deutsch-englischen Gesellschaft. Martinique wird nicht blockiert. Newyork, 9. Jul!. (Avala). Reuter teilt mit: Wie die »Newyork-Timcs« erfährt, hat die britische Regierung die Regierung der Vereinigten Staaten dahin verständigt, daß die französische Insel Martinique von der Blockade ausgeschlossen bleibt, Marschall Petain errichtet in Frankreich die Diktatur Präsident Lebrun soll vor dem Rücktritt stchen Genf, 9. Juli. (Avala) Das Deutsche Nachrichtenbüro meldet: Heute treten in Vichy Kammer und . Senat getrennt zusammen, um über die Vorschläge zu beraten, die sich auf die Vereinigung der beiden Kammern zur Großen Nationalversammlung beziehen. Sollte die von der Verfassung geforderte Anzahl der anwesenden Deputierten und Senatoren nicht erreicht werden und sollte die Große Nationalversammlung nicht ein bestimmtes Forum besitzen, so ist bereits die Gesetzesformel gefunden, auf Grund deren das Parlament seine Arbeit fortsetzen würde. Die Große Nationalversammlung tritt am Mittwoch zusammen. In dieser Sit- / Ein Triumvirat Laval - Marquet - Weyganö zung wird Pierre Laval über die gegenwärtige Lage berichten, worauf dem Marschall Petain das Vertrauen ausgesprochen werden wird. Die Regierung wird zu der Ausarbeitung einer Verfassung ermächtigt, die Arbeit, Familie und Heimat respektieren wird. Die neue Verfassung "wird von einer Sonderkommission ausgearbeitet werden. Die erste Kammer wird die ständischen und wirtschaftlichen Inter essen vertreten, die zweite hingegen die erforderliche Zusammenarbeit der Stände und der Familien. Genf, 9. Juli. Associated Press berichtet: Der »Petit D a« p h i n o is« — ein der Regierung nahe stehendes Blatt — in Grenoble schreibt, Präsident Lebrun werde von seinem Posten zu-rüoktreten. Marschall Petain werde den Posten des Staatschefs in ähnlicher Weise übernehmen wie General Franco in Spanien. Die Führung der französischen Politik übernimmt ein Triumvirat, bestehend aus Laval, Marquet und General Wcygand. Dieses Triumvirat wird unter der Führung des Marschalls Petain arbeiten. Dei Informationen des »Petit Dauphi-nois« sind umso bedeutsamer, als dieses Blatt in der letzten Zeit als offiziöses Or- Sowjetrusflsche territorial- feröenmgen an die Türkei Moskau Wird die Z^röanellenfrage sowie die Frage der einstigen russisch-armenischen Ge-vm§ rniichrmöra / Bulgarien fordert Türkisch-Thrazien / Deutschland unterstützt die russischen Foröerungen Istanbul, 9. Juli. Associated Preß berichtet: Wie bereits berichtet, hat sich der Sowjetbotschafter in Ankava, Terentiew, über Instanbul und Odessa nach Moskau begeben. In diplomatischen Kreisen rechnet man damit, daß die Moskauer Regierung gleich nach der Ankunft Terentiews in Moskau der türkischen Regierung eine Note unterbreiten wird, in der gewisse Territorial-jorderungen enthalten sein werden. Wie es heißt, wird die Sowjetregierung vor allem ein neues Regime in den Dardanellen fordern. Es soll ferner die Fra-’ge der Schwarzmeerbefesti-jungen geregelt werden und nach bestimmten Gerüchten wird Moskau auch die R ü ckgabc jener Gebiete fordern, die die Türkei nach dem Weltkriege in Armenien okkupiert und annektiert hatte. Große Aufmerksamkeit hat die Tatsache ausgelöst, daß Botschafter Terentiew vor seiner Abreise aus Istanbul mit dem ebenfalls hier weilenden deutschen Botschafter von Papen eine ein-stündige Aussprache hatte. Wie in diplomatischen Kreisen verlautet, unterstützt Deutschland die sowjetrussischen Forderungen gegenüber der Türkei. Die Türkei setzt inzwischen ihre militärischen Vorbereitungen fort. Istanbul, 9. Juli. Die Lage der Türkei wird immer schwieriger. Die Schwierigkeiten sind durch die Veröffentlichung des deutschen Weißbuches vermehrt worden. Die deutsche und italienische Presse veröffentlichen zum Weißbuch Kommentare, in denen die Türkei offen angegriffen wird, indem ihr der Vorwurf der seinerzeitigen Konspiration mit England und Frankreich gegen die Achsenmächte gemacht wird. Aber auch die Sowjetregierung ist nach der Veröffentlichung des deutschen Weißbuches der Türkei gegenüber sehr mißtrauisch geworden. Der Moskauer Rundfunk bezog sieh in seinen heftigen Angriffen gegen die Türkei auf die im deutschen Weißbuch enthaltenen Geheimdokumente, aus denen hervorgeht, daß die Türkei an den Vorbereitungen zum Angriff auf die russischen Erdölgebiete beteiligt war. Die türkischen Blätter bemühen sich selbstverständlich, diese Anschuldigungen zurückzuweisen und in Abrede zu stellen. Die Abreise Terentiews nach Moskau wird daher als Beginn der sowjetrussischen Aktion gegen die Türkei ausgelegt. Wie der »U1 u s« berichtet, sind die Schwierigkeiten der Türkei im Verhältnis zur Sowjetunion noch deshalb angewachsen, weil nun auch Bulgarien formell d:e Frage Türkisch-Thraziens rsrfrcv:o*'en hat, o' Pu'-nrlcn sen"' den Nachbarn in friedlicher Weise regeln zu wollen. Moskau, 9. Juli. Der Ankunft des Botschafters Terentiew wird in Moskauer politischen und diplomatischen Kreisen mit großem Interesse entgegengesehen. A4 an erwartet eine schlimme diplomatische Offensive gegen die Türkei. Besondere Bedeutung wird in Moskau dem Umstand beigemessen, daß Terentiew vor seiner Abreise aus Istanbul eine sechsstündige Aussprache mit dem deutschen Botschafter Franz v. Papen hatte, der in Ankara bekanntlich eine bedeutsame Rolle spielt. In russischen Kreisen wird erklärt, daß die Sowjetunion in Sachen gegen die Türkei nichts unternehmen werde, ohne sich mit Deutschland auszusprechen, das im Nahen Osten und in der Türkei seine besonderen Interessen besitzt. Es ist daher auch nicht ausgeschlossen, daß Deutschland die russischen Forderungen in der Türkei unterstützen wird. Die Tatsache, daß Moskau den Erdölvorkommen des Nahen Ostens große Aufmerksamkeit zuwendet, wird als ein Zeichen dafür gewertet, daß die Möglichkeit einer unmittelbaren Intervention gegen Irak und' Iran bevorsteht. Angeblich soll eine deutsch-russische Einigung gegen die englischen Ölfelder des Nahen Ostens bereits zustande gekommen sein. Iran dürfte hiebei eine gewichtige Rolle spielen, und zwar sowohl im Hinblick auf seine Erdölfelder als auch im Hinblick auf den neuen Druck, den Sowjetrußland’ an den Grenzen Indiens gegen England ausüben wird. Nach der Stimmung zu urteilen, die in Moskau herrscht, wird es in diplomatischen Kreisen als sicher angesehen, daß in allernächster Zeit neue Schritte Sowjetrußlands gegen die Türkei und gegen die englischen Positionen im Nahen Osten zu erwarten sind'. Hinsichtlich der Tragweite der kommenden russischen Aktionen können Einzelheiten nicht in Erfahrung gebracht werden. Als charakteristischestes Moment wird in Moskau die Tatsache bezeichnet, daß die Sowjetunion ihre Schritte im Einvernehmen und im Einklang mit Deutschland und mit Italien unternehmen und nichts tun wird, was die Interessen der Achsenmächte schädigen könnte. Irr Moskau ist man sogar der Ansicht, daß Rußland den Angriff gleichzeitig mit dem deutsch-italienischen Angriff auf England durchführen wird. gan der Regierung des Matschalls Peia'n gilt. Diese Informationen hätten aber an* gesichts der strengen Zensur in Frankreich nicht veröffentlicht werden können, wenn die Regierung der Veröffentlichung nicht zugestimmt hätte. Heute tritt in Vichy die Kammer gleichzeitig mit dem Senat zusammen, um dl® neue Verfassung zu genehmigen. Morg®^ wird die Große Nationalversammlung dem Kabinet des Marschalls Petain auß® ordentliche Vollmachten erteilen. Deni a'' gemeinen Erwarten zufolge werden 50 dann Kammer und Senat aufgelöst wer den. Kanal. Die italienische Marine verfüg nun über wichtige Seestützpunkte ^ Pantelleria, Tobruk und die Inseln im D° dekanez. Alle diese Stützpunkte sei nicht nur zum Angriff, sondern auch die Verteidigung besonders geeignet. A dererseits sei noch zu berücksichtig® ^ daß die Italiener den Engländern zur o und in der Luft überlegen sind. Seine o trachtungen schließt das Blatt mit ^iZ® den Worten: »Das Leben wird mit d Waffen geschmiedet werden.« Gras Eioiio auf den Schlacht selbem des Westens Berlin, 9. Juli. Der Sonderzug, mit dem sich der italienische Außenminister Graf Llano in Begleitung des Protokollchefs v. Doernburg sowie der Botschafter A 1 f i e r i und v. Mackensen nach dem Westen begeben hat, ist gestern um 10.05 Uhr in Saarbrücken eingetroffen. Dem italienischen Außenminister wurden von einer großen Menschen- ' inne, menge stürmische Sympathiekundgebungen zuteil. Von Saarbrücken begab sich der italienische Außenminister mit seinem Gefolge in jene Gegenden, in denen vor kurzem die Schlachten tobten. Gestern besichtigte er Metz und Verdun. Auch der Besuch der Maginot-Linie ist vorgesehen. Die Führung hat General Dittmann Berlin: Vorherrschaft Italiens isn MMelmeer ,linier Detc-ucu Ten Berlin, 9. Juli. (Avala) Stefani meldet: Über die Lage Englands im Mittel me er schreibt der »Völkische Beobachter«, daß die englische Vorherrschaft in diesem Gebiet nur noch auf dem Papier bestehe. Malta sei wegen der häufigen italienischen Bombardements als [ Marinebasis nicht mehr geeignet. Auch ; über Alexandrien dominiere die italieni-rhe Luftwaffe. Haifa, wo die Petroleum -lei tun gen aus dem Irak enden, werde gleichfalls von italienischen Flugzeugen bombardiert. Nach dem ersten Bombardement von Gibraltar habe sich die britische Marine aus diesen Gewässern zurückgezogen. Das Blatt sagt weiter, daß die Verbin-j düng zwischen England und Indien unter-! brochen sei. Aden werde ständig bombardiert. Die Schiffahrt um das Kap der ! guten Hoffnung darr : viel länger und l '-ei auch viel teurer durch den Suez- Ännenminifter Dr. Mihalörik Zurückgetreten Beograd, 9. Juli. (Avala.) Der niglichc Regentschaftsrat hat im Num 8. M. des Königs das Rücktrittsgesti des Innenministers Dr. Stanoje Miha žič genehmigt. Der aus seinem Am scheidende Minister wurde zur Dispo tion gestellt. Mit dem gleichen Dekr wurde Ministerpräsident Dragiša C v e kovic zum interimistischen Leiter Innenressorts bestellt. Die Lage Europas nach Comviegne des (Von unserem Fa.-Mitarbeiter). Dr. Fa. Berlin, Juli. Die Lage ^ europäischen Kontinents ist nach de französischen Waffenstillstand durch d Tatsache gekennzeichnet, daß Frankrei® zunächst als Militärmacht nicht mehr_ steht und aus allen machtpolitischen K°^ binationen und Möglichkeiten ausgesti11 den ist. Der letzte und wichtigste Stu punkt Englands auf dem curopäjsc Festland ist damit fortgefallen. Mit ■ sem Ereignis hat sich eine kontinen Machtverlagerung von umwälzender in rntal® deutung angebahnt. Sie drückt sicn der Tatsache aus, daß das kontinei Europa — von dem sowjetrussischen bensraum abgesehen — heute eine mae ‘ politische Einheit darstellt, die ganz dem Schwergewicht der beiden Achs , mächte beherrscht ist. Für die For s zung des englischen Krieges ge§ Deutschland ergeben sich hieraus ® Reihe schwerwiegender Folgerung England selbst hat diese entscheiden Wendung nicht weniger deutlich als a anderen erkannt. , n Die Ausschaltung Englands aus europäischen Festland hat in dei wirtschaftliche und militärische Ausw kungen, denen das englische Volk v ständlicherweise mit größter Unruhe gegensieht. In wirtschaftlicher H'ns ist sie der sichtbare Ausdruck einer kierung bzw. einer »Kontinentalsperre . die der englischen Versorgung kaum nen Weg zu den europäischen Län offen läßt. Ebenso total wie die W1 schaftliche Front des Festlandes is militärische Front Deutschlands _ ri um die britischen Inseln aufgeuc Auch hier ist keine Lücke: Von Berg in Norwegen bis zu Brest, der at!a sehen Spitze Frankreichs und daru hinaus zur spanischen Grenze bestellt ne einzige zusammenhängende Front, der die militärische Macht des Kontinen -j von den Waffen der Achsenmächte repf Abrüstung tooffr und der sranzöflschen Lust-Geestlltzpunkle eingefteM Die deutsche Waffenstillllandskommission in Wiesbaden erleichtert Frankreichs Abwehr gegen England - Wie die Franzosen in englischen Häfen «bewältigt wurden den bisherigen Ministerialdirektor in der politischen Abteilung des Unterrichtsministeriums Boško Bogdanovič zum Gehilfen des Unterrichstministers ernannt. Ro ,jj m> 9. Juli. Wie bereits bekannt, hat in vTtsche Waffenstillstandskommission gty. Ie®*3a Bevölkerung von Tezno. Eine Musik* ^ pelle verschönerte die eindrucksvolle " tenfeier, die ein neuerlicher Beweis da für war, welch großer Wertschätzung sich Ing. Tempel allseits erfreute. Herrenwäsche iertig und nach Maß Eigene Erzeugung ! I. Bah Gosooske ulico * m. Aus dem Staatsdienst. Der Kataste^ Verwaltung in Maribor wurde der Ge° meter Miroslav Lorger aus Ljubija11 zugeteilt. m. In Selnica a. Dr. verschied SonfltaS der dortige Pfarrer Ferdinand Ci uh im Alter von 66 Jahren. Der Verstorben wirkte in Selnica 28 Jahre als Pkarre -Friede seiner Asche! m. Aus dem Sanitätsdienst. Zur Pfa^ tikantin am Krankenhause in Slovenjgra^ dec wurde die Aerztin Dr. Maria Ru p e r t ernannt. m. In Ljubljana wurden Sonntag dt® eben fertiggestellten AufbahrungshalK am Friedhof von Sv. Križ von Fürst® schof Dr. Rožman eingeweiht und 1 rer Bestimmung übergeben. Vor dem e gentlichen Friedhof sind die Kapelle11' wo die Toten, ähnlich wie dies bei ufl^ in Maribor der Fall ist, aufgebahrt wer* den, in einem Hain angelegt. Die ganz Anlage, Žale genannt, ein Werk des be kannten Architekten Professor PjecnV verleiht dem Gottesacker ein einzigar ges architektonisches Gepräge. Die Ba kosten betrugen mehr als 2 Millionen P nar. m. Aus dem Bahndienste. Versetzt wiK den die Bahnbeamten Ivan Žibert v Ptuj nach št. Ilj, Cyri'll Adam von Nov^ mesto nach Zidani most, Franz T r 3 n i k von Semič nach Konjice, Stah'w Sajovic von Konjice nach Semič, jan Petrovič von Ormož nach ”a ’ Franz Če re von Maribor nach Roga ’ Franz Fatur von St. Ilj nach Brez Ribnica, Jakob Vrečko von Br?r Ribnica nach Maribor, Ivan M1 a c ^ Maribor nach Pfuj und Rudolf S e d o n i k von Dolnja Lendava nach Ribnica. m. Polizeiadjunkt Drago Jug, der 1 Alter von 57 Jahren verschieden ^ wurde gestern unter großer Beteiligt der Öffentlichkeit beigesetzt. Der Vers bene stand durch lange Jahre hindurc der Spitze der Marineabteilung der *J tiranska straža« und erfreute sich als < rekter Beamter und aufrechter Men allseitiger Wertschätzung. Friede $e Asche! _ m. Die Sammelergebnisse anläßlich Antituberkulosetages in Maribor wel . noch folgende Summen auf: Jug°s sehe Unionbank 100, Theaterleitung Erste Kroatische Sparkasse 100, Geh de Slivnica 200 und Gemeinde Zg. Kungota 230, Feuerwehr Sv. BenediKi « IN V CI der Sokolverein in Radvanje 59, in 30 und in Slivnica 45, die Seidenfabr Radvanje 400, die Textilfabrik Vlah/ .. J .... n.„ AAdVflC 1U| die Firma »Kristall« 52, Stanko Mavric Podravska tiskarna 50, die Anges der .Ljudska tiskarna 100, Kauf«»” I, Dr. Glančnik 100, Mta Franz Weiler 50, 5 Der Tod auf der ©froste DREI VERKEHRSUNFÄLLE MI T TÖDLICHEM AUSGANG _ Mittwoch, den 10. Juli 1940 Dr i3i0b K°geJ 100, die Rechtsanwälte Dr' n“**«* 100, Dr. Rapotec 20 und Pr" c°S^30, die Gastwirteinnung 300 in pj°belnik 6, die Jirngmannen-Sektion wic ri- V^;JC 64 und jene in Sv. Ana 7 so-nad. lc Direktionen der Tonkinos »Espla-Den hi11^ Enion« zusammen 387 Dinar. Dant- Cn Spendern wird der herzlichste Sch„i,a1SgesProchen! — Die Vereins- und liga . nSen> die der Antitubenkulosen-Uichf 'n, ^ari*30r die Abrechnung noch diese , rsandt haben, werden ersucht, V{) , a zuschließen und sie samt dem ev. senden^6'160 ^^opagandamaterial cinzu- Staf ^^Eubahnuntall in Poljčane. In der Poljčane stieß eine Versehubloko-leisr ’n den Prellbock eines Nebenge-Qljj ® uud verbohrte sich in das Erdreich. §c,c 'eherweise kam hiebei niemand zu He n #n Und auch der Verkehr erlitt kei-h0r n erhrcchung. Die Arbeiter der Mari-kiit-61 ^'senbahnWerkstätten behoben in zester Zeit den angerichteten Schaden. niča' ^U*° lötet Pferd. Unweit von Sliv-ein PfVUrcie Zcstern von einem Lastauto vere überfahren, das auf der Stelle q üdete. Der Besitzer des Pferdes Job. § , c 11 aus Fram erleidet hiedurch einen den von 6000 Dinar. ,-c"1' Fahrraddiebstahl. Der Besitzerin Jedrn a v ’ č e k wurde in der Aleksan-stnw CCsta c>n Fahrrad , Marke UJE, ge-\!„ ,en- Das Rad trägt die Evidenztafel Nr- 129.512. rem‘ ^°n einem rücksichtslosen Radfah- pr ^urde gestern am Slomškov trg die fall C ^ava Terbuč aus Pobrežje über-er|.^n> wobei sie erhebliche Verletzungen c,Eine Autocailahrt rund um den Ba- rn veranstaltet das Reisebüro »Putnik« nimenden Sonntag, den 14. d. Die Rou-H ri'*’1'* “her Dravograd, Slovenj Gradec, 11 a luknja (Besichtigung), Konjice und dlov- Bistrica. ^*5 I|m§ ---- A IIMIIIBWIIMBWIIIIIIWIIIB p P; Die Agenden des Bürgermeisters von 0^1 leitet bis zur Ernennung eines neuen crhauptes der Stadtverwaltung Vize-Ul"genneister Ivan Cvik 1. P- Die nachträgliche Impfung in Ptuj lrd nur noch Mittwoch, den 10. d. i 8 Uhr für Schulkinder und um 13 Uhr r die kleinen Kinder stattfinden. Die TPfung ist obligatorisch. P- Todessturz vom Lindenbaum. In jek fiel der 16jährige Besitzerssohn ,^anz ■ M a 1 e k von einem Lindenbaum y ü erlitt dabei derart schwere innere ^‘ictzungcn, daß er ihnen kurz nach der ln 'clerung ins Krankenhaus erlag. Der Vsychvkvoe hilft bei Ehekrftm choie r.1 * n> Juli. (**) Die moderne Psy-bCrp°^5 *lat fcstgcstellt, daß bis zur Pu-s , a* >n jedem Menschen neben ausge-'Qi;neuen Charakterzügen des eigenen rp^^Dchts auch noch solche des ande-'|;gen. Jeder Mensch ist anfangs Zeit " ICb UI1C* weiblich zugleich. Von der ücr Reife an wird von dem jungen SDrnn, dann erwartet, daß er sich ausge-chc°C 'uännlich benimmt, vom Mäd-„c n’ öaß sie nur noch weibliche Regun-vvei ZC'Ft’ und das wird auch erwartet, gar1'' d'° Jungen Menschen seelisch noch jlln ”'cht rcif genug daz.u sind. In einer jengen Ehe geschieht .es dann leicht, daß (ien° ^drängten Züge, weibliche bei auf1 ,^ann und männliche bei der Frau ste„,cin° verhirrende und ein wenig ent-k0ll Art von Neuem zum Vorschein Uiien. Aus diesen Gründen kommt es eljG Zwischen ernsthaften jungen Leuten, 2(| KSi.ch aus Neingung geheiratet haben, ah, [lsen und Mißverständnissen. Ist dem 'uzuhelfen? Drofessor Battinberg bejahte die Frage g jneni interessanten Vortrag in der Jun„lne[ Medizinischen Gesellschaft... dCr 4 °ute sollen wissen, daß die Ehe il,r p Mang einer Entwicklung ist, nicht zWe;'f •es falsch sei, anzunehmen, Gern -erti^e Menschen täten sich zu einer teil J'Meüaft zusammen, daß im Gegcn-srj,af^e' Anfänger sich in dieser Gemein-gültin- er p zu ^cr für si? möglichen end-wickM ?.fm dea Zusammenlebens ent-n ruüssen. Krisen soll man nicht In Košaki ereignete sich gestern gegen Abend ein Verkehrsunfall, der den sofortigen Tod eines Menschen zur Folge hatte. Der 45jährige Schlosser Franz M a-her kehrte abends aus Košaki, wo er tagsüber beschäftigt war, mit seinem Rae? nach Radvanje heim. In der Nähe der Fleischwarenfabrik Welle stieß er gegen einen daherkommenden Kraftwagen. Maher wurde zu Boden geschleudert und schlug mit dem Ko,pf so schwer aufs Pflaster auf, daß er auf der Stelle tot liegen blieb. * Bei Sv. Ana in den Slov. gorice war der 50jährige Winzer Franz škrg et aus Ščavnica im Walde des Besitzers Franz Zver in Gesellschaft eines Nachbars mit dem Aufladen von Baumstämmen beschäftigt. Als der Wagen Wagen fahrbereit war, platzte plötzlich die Kette, die Die erste und wichtigste Voraussetzung für das Gelingen des Sterilisiercns ist größte Sauberkeit, sowohl in der Vorbereitung der Gefäße als auch des Einum chgutes. Das Sterilisieren selbst kann in Gläsern oder in Dosen vor sich gehen. Im Stadthaushalt pflegt man im allgemeinen Gläser, in Landhaushaltungen und größeren Nutzbetrieben Dosen zu bevorzugen. Beim Sterilisieren in Gläsern ist zunächst zu beobachten, ob die Ränder von Gläsern und Deckeln auch fehlerfrei sind. Man fährt am besten mit dem Finger darüber und prüft sie auf etwaige Risse oder Schäden. Die Einmachgefäße sollen nach gründlicher Reinigung 24 Stunden lang mit Wasser gefüllt stehen bleiben, damit die noch vorhandenen Fäulnisbakterien N»«sMtfteäSi* --*u=UÄv'.'-> als Katastrophen ansehen. Man soll nach ihren Ursprüngen forschen und so ihre Motive allmählich abzuschleifen versuchen. Das eben sei die Entwicklung, um die,sich vor allem junge Menschen >n de Ehe gemeinsam bemühen müssen. die schwere Last zusammenhielt. Ein Baumstamm flog zur Seite und riß Škr-get zu Boden, wobei er diesem den Kopf und den Brustkasten eindrückte. Der Bedauernswerte war sofort tot. * In Pečovnik bei Celje brachte der 26-jährige, bei der dortigen Kalkbrennerei beschäftigte Arbeiter Ivan Žnidar aus čret zusammen mit einem anderen Arbeiter mit einem Wägelchen Asche und Kohlenreste zum Bahndamm, wo die Abfälle abgelagert werden. An einer unübersichtlichen Straßenstelle tauchte plötzlich ein schweres Laustauto von ihnen auf. Žnidar versuchte das Wägelchen zum Stehen zu bringen, er stürzte jedoch und im nächsten Augenblick gingen die Räder des Kraftwagens über ihn hinweg. Der Arbeiter blieb in einer Blutlache tot liegen. und Schimmelpilze zunächst lebensfähig werden, um dann mit Sicherheit durch das Sterilisieren abgetötet zu werden. Gummiringe müssen durch Auseinanderziehen auf ihre. Elastizität geprüft werden. Brüchiges Material darf man nicht verwenden. Gefäße, Deckel und Gummiringe werden vor dem Einfüllen nicht mit Tüchern abgetrocknet, weil die Gefahr besteht, daß sich Stoffasern des Tuches an den Verschlußflächen festsetzen. Die Gläser sollen grundsätzlich nur bis 2 cm unter den Rand gefüllt werden. Man verwende weiter keine zu weichen Deckelklammern, d'a diese nicht schließen. Aber auch nicht zu fest spannen, damit der Deckel nicht springt! Für Obst und Säfte sind dunkelgrüne Flaschen mit breiter Öffnung und Patentverschluß empfehlenswert, da sic in jedem Kochtopf, auf einen Drahtuntersatz gestellt, mit Holzwolle vor dem Auscin-anderstoßen geschützt, erhitzt werden können. Ist der Patentverschluß nicht mehr einwandfrei, so verbindet man mit »Ma ribo rer Zeitung« Nummer 153 Burg-Tonkino. Bis einschl. Donnerstag der erschütternde Emil Zola-Film »Bestie Mensch« mit Jean Gabln und Simone Simon in den Hauptrollen. Ein Film, der bei seiner Erstaufführung im vergangenen Winter eine wahre Sensation auslöste. — Es folgt der Zarah Leander-Film »Das Lied der Wüste«. Esplanade-Tonkino. Bis einschließlich Freitag der hochinteressante und spannende Kriegsfilm »Ultimatum 1914« mit Dita Parlo und Erich v. Strohheim in den Hauptrollen. Der einzige Film, der uns über die Geschehnisse nach der Übergabe des Ultimatums schildert. Der Film zeigt uns die wahren Begebenheiten des Jahres 1913 aus Beograd und Zemun, wo der Film auch teilweise aufgenommen wurde. — Es folgt: Der neueste deutsche Film »Brand am Ozean«, mit Hans Söhnlker. Union-Tonkino. Bis einschließl. Dienstag »Banditen der Prärie«, ein glänzender und spannender Cowboyfilm mit Buck Jones, dem ungekrönten König des Wilden Westens. Piraten, Mörder und Verbrecher, die vor keiner Missetat zurückschreckten, erzittern wie Espenlaub vor Bucks treffsicherer Sechsschußflinte. — Unser nächstes Programm »Sünder des Paradieses«. _____ Cellophan. Empfehlenswert ist es, zwei Einsätze zu einem Einkochapparat zu haben, um schneller arbeiten zu können. Ist ein Einsatz mit Gläsern fertig sterilisiert. wird er an zugfreiem Ort zum lang samen Abkühlen mit einem Handtuch umhüllt aufgestellt. Das Wasser im Einkochapparat wird zum Teil durch kaltes Wasser ersetzt und der andere Einsatz mit Gläsern hineingestellt. Stets sollten nur gleich hohe Gläser zusammen sterilisiert werden. Im Back-und Bratofen sowie in der Grunde läßt sich eine größere Anzahl von Gläsern auf einmal sterilisieren. Allerdings müss. hier bei die Vorschriften genau befolgt werden, um Glasbruch, Brüchigwerden der Ringe, zu schwaches oder zu starkes erhitzen zu verhüten. Beim Sterilisieren in Dosen verwendet man für Obst die goldlackierten (vernier-ten) Dosen, zu Gemüse die verzinnten. Tomaten, Spinat, rote Rüben und alle mit Essig oder Zitronensaft angemachten Ge müse dürfen nur in goldlackierten Dosen gegeben werden. Wer noch verzinnte Weißblechdosen hat und diese mit Schwerzblechdeckeln verschließen muß, achte darauf, daß die Dosen beim Sterilisieren und später beim Aufbewahren stets mit dem Schwarzblechdeckel nach oben stehen, damit die Obst- und Getnil-sesäuren den Deckel nicht zerfressen. Schwarzblechdosen dürfen für Spinat, Sauerampfer, Rhabarber und Tomaten nicht verwendet werden, auch soll man diese Dosen im Winter möglichst zuerst aufbrauchen. Mit der Maschine verschließbare Dosen werden bis an den Rand' gefüllt. Obst und Gemüse werden genau so vorbereitet wie für das Einkochen in Gläsern. Die Dosen sollen sofort nach dem Schließen nach Vorschrift gekocht werden. Steigen beim Erhitzen kleine Luftbläschen auf, so ist dies ein Zeichen für undichte Dosen, man füllt dann den Inhalt s dort :nn. Die abgekochten, mit kaltem Wasser abgeschreckten Dosen sofort aV.hocknen, sonst rosten sie. Sollten Dosen nach dem Kochen einen gewölbten Deckel aufweisen, so drückt man ihn herunter. N c w y o r k, Juli. (M) Die innerpolitische Frage, die sich bei den kommenden Präsidentschafts wählen in den Vordergrund schiebt, ist der New Deal. Wie der republikanische Präsidentschaftskandidat W i 1 k i e in einer Pressekonferenz erklärte, kommt cs bei der bevorstehenden Auseinandersetzung nicht mehr auf die verschiedenen Meinungen der Partei an, sondern vor allem darauf, wie sich die Bevölkerung zu der größten und prinzipiellen politischen Glaubensfrage verhalte: ob sie teilhabe an der Philosophie des New Deal oder an einer Philosophie, die dem New Deal entgegengesetzt r",i. Dies sei die fundamentale Äuseinanr!'---setzung dieses Jahres. Fröhliche Sommerzeit mme»we,T Wie sterilisieren wir? WICHTIGE REGELN FÜR DIE EINMACHZEIT. JUutdstkou Kursbesserung hält an WOCHENBERICHT DER BEOGRADER BÖRSE Effekten: Die im Laufe der letzten Woche von allen Staatsobligationen ver-zeichnete Kursbesserung hat auch im Laufe dieser Woche weiter angedauert. Die private Nachfrage nach Papieren blieb auch weiterhin sehr lebhaft. Nach anfänglich et v/, flauerer Tendenz herrsch te sodann bis Ende der Woche eine ausgesprochene feste Tendenz an der Börse. Der Umsatz war auch in dieser Woche verhältnismäßig gering, obwohl er sich gegenüber dem Umsatz der Vorwoche um 1,550.000 Dinar erhöht hat. Fast alle Papiere sind im Vergleich zu den in der letz ten Woche notierten Kursen im Kurse gestiegen. Nur die 6%igen Beglukobligatio nen und die 8%ige Blairanleihe sind im Kurse unverändert geblieben. Die Aktien der Nationalbank sind um 200 Dinar per Stück im Kurse gestiegen. Im folgenden geben wir einen vergleichenden Ueberblick der zu Ende dieser u. der vergangenen Woche notierten Kurse: 27. Juni 5. Juli -f od. — Kriegsschadenrente 429.— 433.— + 4.— 7 % Investitionsanleihe 94.50 96.— + 1 % 4% Agrarobligationen 51.— 52.— + 1.- 6% Beglukobligationen 76.— 76.— — 6% dalrnat. Agrarobligationen 72.— 73.50 4- l % 6% Forstobligationen 70.— 72.— + 2. 7% Blairanleihe 90.— 93.— -{- 3,— 8% Blairanleihe 96.— 96.— — 7% Seligmananleihe 101.— 101.50 + * 7% Stabitisationsanleihe 91,— 93.— + 3— duzenden zum Preise von 170 Dinar pro Meterzentner aufgekauft; die Ware darf zu 182 Dinar bei Waggonsendungen und zu 185 Dinar ab Lager weiterverkauft werden. In Slowenien dürfen die Transportkosten zu diesen Preisen hinzugezählt werden. X Neue Handelsbeziehungen sollen mit jenen Staaten angeknüpft werden, die während' des gegenwärtigen Krieges von Deutschland besetzt worden sind, demnach mit Holland, Belgien, Luxemburg. Polen, Dänemark Und Norwegen, ln den nächsten Tagen werden einschlägige Besprechungen in Berlin aufgenommen wer de, wohin noch in dieser Woche eine ju goslawische Delegation abfährt. X Die eingeführten Naphtaerzeugniss6 werden in Jugoslawien hinsichtlich der Monopoltaxe nicht in gleicher Weise behandelt. Die Kartellfirmen entrichten A di eaußerhalb des Kartells stehenden Fd-men hingegen 3.75 Dinar Taxe. Jetzt ha auch die Zagreber Handelskammer die Forderung nach Ausgleichung oder Ab' Schaffung der Monopoltaxe für Naphta-erzeugnisse aufgestellt. Sport Lehrgang für Leichtathleten Aktien: Die Aktiven der N a t i o, nalbank sind zu Beginn der Woche zu 7900.— bis 7925, sodann zu 8000 und Ende der Woche zu 8100 notiert worden. Die Aktien der Priv. Agrarbank (gro ßc Stücke) sind zu Beginn der Woche zu 198—196, sodann zu 196, Ende der Woche zu 199 gehandelt worden. Devisen: Die Clearingmark wurde im Laufe der ganzen Woche zum unveränderten Kurse 1480 gehandelt. Für Termingeschäfte bestand kein Interesse. Soloniki-Bons wurden zu Beginn der Woche zu 40, sodann zu 39.35 und Ende der Woche zu 39.75 gehandelt. Sofia wurde zu Beginn der Woche zu 87 und Ende der Woche zu 90 gehandelt. Mit allem Nachdruck bereitet sich der Slowenische Athletikverband für die kommenden Ereignisse in der heimischen Leichtathletik vor. Der Verband wird zwei besondere Lehrgänge veranstalten, die der Sportlehrer Otto Klein leiten wird. Der Kurs findet bereits in der Zeit vom 17. bis 24. Juli in Ljubljana statt, während der zweite vom 5. bis 11. August gleichfalls in Ljubljana folgen wird. Den Höhepunkt wird die Saison mit den slowenischen Leichtathletikmeisterschaften am 3. und 4. August in Ljubljana erreichen, dem am 27. und 28. d. in Ljubljana ein Handicapmeetmg vor sich gehen wird, während zum selben Zeitpunkt in Maribor die lokalen Meisterschaften in Szene gehen. Beim Dreistädtekampf Ljubljani' Zagreb-Beograd vom 23. bis 25. Augu& in Beograd sowie bei den Balkan-Meister schäften vom 8. bis 15. September Istanbul bzw. Ankara sollen die Bemüht111 gen des Slowenischen Athletikverbaflde5 ihre Krönung erhalten. * Der Verband hat bereits auch ieIje Athleten namhaft gemacht, die für d,e beiden Lehrgänge in Betracht gezoge!l werden sollen. Außer den bekanntest611 Ljubljanaer Athleten wurden für das gemeinsame Tarining ausersehen LončariO Gracijanski, Kolarič, Hlade, Schmide66 Lužnik, Gregorovič und Stranic. Bezahlung der Umfuhr aus England Beograd, 8. Juli. Die Devisendirektion der Nationalbank hat folgende Anweisungen zur Frage der Bezahlung der Wareneinfuhr aus England erteilt: »Auf Grund der in England’ erlassenen Vorschriften erfolgt die Bezahlung der nach England eingeführten Waren seitens der englischen Käufer durch Einzahlung des Fakturabetrages in englischen Pfunden auf das Spezialkonto der jugoslawischen Nationalbank bei der Bank of England (London). Diese Guthaben können ausschließlich nur . für Bezahlungen in England und in den englischen Kolonien für nach Jugoslawien eingeführte Ware oder für nicht aus dem Warenverkehr her-rührende Bezahlungen verwendet werden. In Zusammenhänge hiermit werden die folgenden Anweisungen hinsichtlich der Art und Weise erteilt, auf welche die jugoslawischen Firmen, welche Waren nach England exportieren, aus dieser Ausfuhr herrührenden Guthaben realisieren bzw. die jugoslawischen Firmen, welche Waren aus England einführen, ihre Zahlungsverpflichtungen begleichen können: 1. Für alle Beträge, worüber die Natio-nalbank von der Bank of England, von der erteilten Bewilligung von englischen Pfunden für das Spezialkonto zu Gunsten der betreffenden jugoslawischen Exporteure avisiert worden ist, wird die Nationalbank den entsprechenden Gegenwert in Dinar zum täglichen Börsenkurse ausbezahlen. Die jugoslawischen Exporteure können den Nachweis ihrer Zahlungsverpflichtungen mittels der Bewilligungen, auf Grund deren die betreffende Ware ausgeführt wurde, mittels der Abrechnung der Devisendirektion der Nationalbank oder mittels einer Bescheinigung befugten Geldinstituts erbringen. 2. Alle aus England und den englischen Kolonien eingeführten Waren können aus schließlich nur in bei der Nationalbank zu beschaffenden englischen Pfunden bezahlt werden. Für die Bezahlung der aus England und aus den englischen Kolonien eingeführten Waren werden die befugten Geldinstitute daher in Zukunft keine Nach frage, für freie Devisen für Rechnung ih-,cr Komittenten an melden, sondern der Dev sendirektion entsprechende Orders ertcMcn, u. zw. unter Mitteilung aller nötigen Angaben und der Ermächtigung, daß die Devisendirektion der Nationalbank ihr Girokonto mit dem Gegenwert der betreffenden Devisen und Spesen belastet. Bei der Erteilung dieser Orders werden die befugten Geldinstitute folgende Angaben mitteilen: a) Name und Adresse der Importfirma; b) Art und Menge der zu bezahlenden Waren; c) Eine Erklärung betreffend die Beweisunterlagen gemäß Art. 3 der Devisenvorschriften. 3. Mit den aus der Einfuhr aus England herrührenden Devisen, welche die befugten Geldinstitute direkt für Rechnung ihrer ausländischen Korrespondenten erhalten werden, wird wie mit den Devisen gemäß Art. 7 der Devisenvorschriften verfahren werden. 4. Unter England sind im Sinne dieses Zirkulars außer Großbritannien auch die britischen Kolonien sowie Ägypten und Irak, nicht aber Neufundland und Hong-Kong zu verstehen. Der erste Tenmsgast Der ISSK Maribor absolviert am kommenden Sonntag das erste Klubmatch und zwar wird sich uns das Team der »Slavij ä« aus Varaždin vorstellen. Den Propositionen gemäß werden vier Herreneinzel- und zwei Doppelspiele zur Durchführung kommen. Die Gäste ließen wiederholt von sich hören und besitzen namentlich in den Brüdern B r i k s i zwei vielversprechende Talente. Diesem Treffen wird am 21. d. das Finale der jugoslawischen Mannschaftsmeisterschaften zwischen dem ISSK M a r i b o r und dem Zagreber ATK folgen, mit dem die heurige Tennissaison gewiß ihren Höhepunkt erreichen wird. Börsenberichte Ljubljana, 8. Juli. Devisen: London 166.35—169.55 (im freien Verkehr 205.75—208.95), Newyork 4425—4485 (5480—5520), Zürich 1005.39—1015.39 (1242.40—1252.40); deutsche Clearingscheine 14.70—14.90. Zagreb, 8. d. Staats werte: 2,/^°/o Kriegsschaden 0—428, 4%> Agrar 0—51, 7°/o Investitionsanleihe 93,50—0, 7% Blair 90—0, 8"/o Blair 95—0. X Heuer Maiseinfuhr in Jugoslawien. Da infolge der überaus ungünstigen Witterung heuer in Jugoslawien mit einer Mißernte in Ma:s zu rechnen ist, hat die Regierung beschlossen, Mais einzuführen. Die Nationalbank hat bereits größere Kredite für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. X Die neuen Weizen- und Maispreise. Die Prizad hat jetzt die Höchstpreise für , Wo:zen und Mais festgesetzt, Die An-! kaufspreise werden in der Wojwodina für ' Weizen mit 230 Dinar pro Meterzentner für den Produzenten festgesetzt, wäh rend der Verkäufer den Weizen zu 245 Dinar weitergeben darf. Im Draubanat I als passivein Land darf zu den obigen | Pre'sen ein Zuschlag von 15 Dinar pro ! Meterzentner eingehoben werden. — • M a i s wird in der Wojwodina beim Pro- Werbemeetlng für die Leichtathletik Der Sportklub »železničar« bringt am Sonntag, den 14. d. um 9 Uhr in seinem Stadion ein leichtathletisches Wer bemeeting zur Durchführung. Die Kampffolge lautet: 100 Meter Vorläufe für Senioren und Junioren; Hochsprung für Senioren u. Jun.; Kugel für Jun.; 400 m für Senioren; Stabhochsprung für Junioren; 100 Meter Finale; Speer für Junioren; 1000 Meter für Junioren; Weitsprung für Senioren und Junioren; Staffel 4X100 m. Die Anmeldungen sind bis zum 13. d, 12 Uhr an den 8K. železničar zu richten. Nepngebiihr wird1 keine eingehoben, weshalb auch keine Preise ausgesetzt sind. Subotica als Schauplatz öes 3. Mltropa-Lupspieles Wie aus Bukarest berichtet wird, haben sich die Rumänen damit einverstanden erklärt, das dritte Spiel des Mitropa-Semifinale zwischen »G r a d j a n s k i« und »R a p i d« bereits am Mittwoch, den 10. d. M. in Subotica zur Entscheidung zu bringen. Die »Gradjanski«-Mannschaft kehrte deshalb nicht nach Zagreb zurück, sondern begab sich direkt nach Subotica, wo im Laufe des heutigen Tages auch der Bukarester »Rapid« erwartet wird, Wie man erfährt, hatten die Rumänen zunächst Temesvar und wieder Bukarest als Austragsort vorgeschlagen und den Zagrebem 60 Prozent des Gesamtinkassos in Aussicht gestellt. »Gradjanki« lehnte jedoch ab und brachte Beograd und Subotica als Austragsort in Vorschlag. Nunmehr fiel die Wahl auf Subotica. : Die Wörthersee-Sportwoche, die 31,1 20. d. M. eröffnet werden sollte, wurde abgesagt. Damit fiel auch , der geplan -Leichtathletikkampf Jugoslawien Deutschland ins Wasser. : Die Schwimmliga nimmt am 14. d. ihren Anfang. Das erste Treffen geht Dubrovnik zwischen dem dortigen »JUS und dem Zagreber Schwimmklub sich. vor 7/ Als Fritzchen Stubenarrest bekomme11 hatte. mir irgend- Höflich. »Herr Ober, bringen Sie etwas Illustriertes!« . »Bitte sehr, mein Herr! Illustrier -Platte, illustrierte Gurke, illustriertes Bu' terbrot, illustriertes Steak oder illustrier Zeitschrift?« Kriegseindrücke von einer Fahrt durch Belgien und Nordfrankreich Sonöerbericht unseres Fa.-MüarbeUers Aul Einladung der Prcsscabteilung der deutschen Reichsregierung hat _'nc Gruppe von Journalisten eine Reise durch Belgien und Nordirank-reich unternommen. Der Berliner Fa.-Mitarbeiter der »Mariborer Zeitung«, der an dieser Fahrt teilgenommen hatte, schildert im Nachstehenden seine dort gewonnenen Eindrücke. sen V,lin. Ende Juni. In zwei Omnibus-aUtoh- rn W’r d‘c schöne Rcichs-tuhre 3 m RichtunS nach Westen. Wir und n durch cine friedliche Landschaft Reich Uf der sehr gerin8e Verkehr auf der 5ej Sautobahn und die Tatsache, daß \Varp er Feldarbeit fast nur- Frauen tätig ein I*1’ er*nnerfe daran, daß wir durch Rrie and ^hren, das in seinem größten seid**6* S*ebt* Lieber Hannover und Düs-Bomh das einige Spuren von englischen pa] enangriffen aufweist, ging die sten" T*aCb ^ac*ien' von wo wir am nach Beb a?e nack Belgien weiterreisten. brQ X dle Rbeinbrucke — beide Rhein. Beitr- 611 S‘nc* noch intakt — ging es nach tice ^ir besichtigten das Fort Ba-Ebe p3S daS zweitsträkste Fort (neben Fort'1 ) von Lüttich gewesen ist. Die schl'S Selber ze‘igten außen nur wenig Ein m a§^> boch sind die Panzertüren, verzen durch Flammenwerfer, zerschmol den Ur!d der Bunker »ausgeräuchert« wor itl ih Stadt Lüttich selbst weist außer gen ren Vorstädten keinerlei Beschädigun Sp auE nur die von den Belgiern ge-Käi nften Brücken zeigen, daß hier de st stattgefunden haben. Mitten in Sto L- Eöttich sieht man an einem drei wü°f hohen Hause, das durch Bombengen £ beschädigt wurde, eine Tafel hängig 111 b o'er Aufschrift »crime des An. LiittM is^ das einz>gc Haus, das in IjablC bombardiert wurde. Die Bomben Le, en Englische Flieger abgeworfen. Das . en in der Stadt Lüttich hat fast wie. vöVe'h normales Bild erhalten. Die Be-DiP erUnS billigt den Schritt ihres Königs. re ^olen Sandsäcke und Straßensper-Lüt’t h m den einzelnen Straßen d. Stadt nian'ri- n°Cl1 zu aohen sind, zeigen, daß Do h Stadt Lüttich verteidigen wollte. So C drangen die deutschen Panzerkräfte gl ascb gegen Lüttich vor, daß die belohn °v ^rmeeführer beschlossen, Lüttich VOfic Rampf aufzugeben. Die Fahrt ging tai ■ a*dcb dann weiter durch das Maas-Tief'1 R'cbfung zur französischen Grenze, hip» ^"Beschnitten fließt die Maas in ru-steiJ1 ^Vcl*en dahin, auf beiden Seiten schö Röilen bis zu 1200 m an, die mit Wi nen Laubwäldern bewachsen sind. ring uhren kilometerweit, ohne die ge-Häif C bpun eines Krieges zu sehen. Die ren ?'e Straßen und Ortschaften wa. n0ca a intakt, es waren weder Bomben. feuer, "nnteinschläge, noch Gewehr-Häy Spuren zu sehen. Nur die Läden und unn.Scr warcn geschlossen, die Bevölker- ausgezogen. es a6 bindt Namur dagegen zeigt, daß V/a,..°rt zu heftigen Kämpfen gekommen spr’ ausSebrannte und zerstörte Häuser Spr. !^n e>ne stumme, aber eindringliche rieten C‘. Rast keiner Zivilperson begegne W'r au^ dieser Fahrt; sie wurden w?Wan8sweise evakuiert und waren per le d'e wenigen zurückgekehrten Zivil vers "en erzählten — bis nach Calais OrtsCrPPt W0I’d'en. In einer größeren der °.aR war ein einziger alter Schuster, blieb110 mebr gehen konnte, zurückge-v°n T Uad erzählte mit Tränen im Auge ten y*} Ereignissen, die sich in der letz. Qe. in dieser sonst so friedlichen Brjj Z1 abgespielt hatten. Die vielen von a”’ die über die Maas führen, sind spje m zurückweichenden Feind geli^ worden. Die gegenteiligen amt-blsch banzösischen Meldungen sind WeiCh ^ewesen- Es ist erstaunlich, mit Pen tri ^nelligkeit die deutschen Trup baut h fsbrücken über die Maas aufge-lonp 1aben: So war es auch unserer Ko-e möglich, ohne irgendwelche Schwie rigkeiten den Weg durch das ganze Maastal, der oftmals die Maas, überquert, zurückzulegen. Heber Dinant, das ebenfalls Spuren eines heftigen Kampfes aufweist, führte unser Weg an die belgisch-französische Grenze. Während die Fahrt durch das MaaStal den Eindruck vermittelte, daß hier fast gar nicht gekämpft wurde, bietet die Grenzstation an der bei gisch.französischcn Grenze, G i v e t, den Anblick einer zerstörten Stadt. Schon aas Zollhaus und der Bahnhof waren als Bunker eingerichtet, Schützengräben umsäum ten die Grenze und jeder Straßengraben, jedes hügelige Gelände waren zu Stellungen aufgebaut. Givet ist eine Ortschaft von 1500 Einwohnern, vollkommen evakuiert und die inzwischen zurückgekehrte Bevölkerung von ca. 300 versucht nun aus den Trümmern ihrer ehemaligen Wohnstätten noch das Brauchbare heraus zusuchen. In Givet haben wir in Häusern, die von ihren Inhabern verlassen waren, übernachtet. Ich schlief mit zwei Kameraden in einem drei Stock hohen Hause im Speisezimmer einer größeren Wohnung und es war ein eigenartiges Gefühl, als ich in der Frühe aufwachte und vor mir einen Speisezimmertisch, ein Büffet, die Standuhr, Photographien von der Familie und Ledersessel sah. Wo mag wohl der Inhaber dieser Wohnung zurzeit gewesen sein? Auch hier konnte wieder festgestellt werden, daß nach dem deutschen Vormarsch sehr bald die Organisation Todt furchtbaren Krieges zu beseitigen und die Verbindungswege herzustellen. Von Givet ging es dann weiter an der Maas entlang über Fumay nach Rcvin, wo die »Weygand-Linie« besichtigt wurde. Es ist schwer zu verstehen, wieso die Franzosen die Weygand-Linie als starke Linie bezeichnet haben, denn sie bestellt nur aus Schützengräben, die allerdings in mehreren Reihen gestaffelt sind, aber ohne irgendwelche größere Befestigungsbauten. Es war daher für die deutschen Panzerkräfte gewiß keine besondere Schwierigkeit, diese Weygand-Linie in kürzester Zeit zu durchbrochen und dadurch hier den Vormarsch vorzutragen. Die Ortschaften, durch die wir auf dieser Strecke fuhren, zeigten allerdings, daß hier fast um jedes Haus und um jeden Kilometer Boden zäh und hartnäckig gekämpft worden ist. Ausgebrannte Häuser, zurückgelassene Geschütze und Panzerwagen zeigen, daß sich hier Gegner gegenüberstanden, die, von der Vaterlandsliebe durchdrungen, bereit waren, ihr Leben einzusetzen, um die Heimat zu verteidigen. Auch Ortschaften, um die und in denen wenig gekämpft worden ist, zeigen ein Bild der Verwüstung, die hier das Werk der zurückflutenden Massen ist. In den Wohnungen sind Tische umgeworfen, Schranktüren und Schubladen aufgerissen, Wäsche, Bilder, Dokumente liegen auf dem Boden verstreut herum, die Speisekammern sind erbrochen, Nahrungsmittel herumgeworfen, Gläser zerschlagen. Dies alles sind die Spuren einer eiligen und undisziplinierten Flucht. Unsere Fahrt über die schön asphaltierte Straße, die nirgends von den Franzosen oder Engländern beschädigt wurde, geht vorbei an vielen deutschen und französischen Soldatengräbern, die uns mahnend ansehen. Durch grüne Wälder, bergauf, bergab führt der Weg gegen die Ardennen. Einige Kilometer vor der Stadt Charleville haben wir die französische so genannte Daladier-Linic erreicht, die eine Fortsetzung der Maginot-Linie bildete. Von dichten Wäldern umschlossen stehen schwere gepanzerte Bunker mit schwersten Kalibern, die den Vormarsch der deutschen Truppen aufhalten sollten. Nach hartem Kampf wurde auch diese Linie durchbrochen, wodurch der Weg nach Reims und Paris frei wurde. Char 1 e v i 11 e, eine Stadt von ca. 80.000 Einwohnern, ist bis ein Viertel der Stadt voll kommen zerstört. Hier konnte man die Wirkung der Stuka-Bomben deutlich sehen, denn von den Häusern, die bombardiert wurden, blieb nichts anderes als ein Stein- und Türmmerhaufen- zurück. Meter hoch liegen Steine und Schutt herum, und hie und da raucht es wohl noch aus diesen Trümmerhaufen. Aber seltsamerweise sind solche beißenden Rauchschwaden in dieser von Verwesungsgestank erfüllten Luft fast angenehm für Nase u. Auge. Immer wieder ist es interessant, die Treff Sicherheit der deutschen Stukas festzustellen. Während z. B. der Marktplatz (in Charleville) mit seinem Rathaus vollkommen unversehrt ist — abgesehen von den entzweigegangenen Fensterscheiben — sind die Häuser einige Meter vom Rathaus entfernt vollkommen zertrümmert. An den unversehrten oder nur teilweise beschädigten Häusern merkt man die Spu ren des zurückgeschlagenen Heeres, das in seiner Verzweiflung alles vernichtet, zerschlagen, zerstreut und beschädigt zurückgelassen hat, um dem vorwärtsstürmenden Gegner jedes Hindernis in den Weg zu legen! Je weiter wir nach Frankreich hineinstoßen, desto deutlicher werden die Spuren des gewaltigen Ringens. Rethel, die Stadt, um die ein heftiger Kampf entbrannt war, ist bald erreicht. Rethel, so wie fast alle Ortschaften an der Aisnc und Maas entlang, ist ein lang gestrecktes Dorf (Reihendorf), dessen Häuser an der Straße entlang standen. Diese Häuser von Rethel sind einmal gewesen. Abgesehen von ein oder zwei Häu ser-Vorderfronten, die ausgebrannt und gespensterhaft in den Himmel ragen, ist von dieser ganzen Ortschaft nur mehr Staub und Schutt übrig geblieben. Ein erschütterndes Bild! Von Rethel fuhren wir auf einer vollkommen unversehrten Straße nach Reim s. Reims ist die Stadt, die auf Befehl des Führers unter besonderem militärischen Schutze steht. Erst nach einigen Verhandlungen mit dem Stadtkommandanten war es uns möglich, die Stadt zu besichtigen. Die Stadt selbst ist überhaupt nicht zerstört. Sie zeigt keine Spuren vom Krieg, bis auf ein Haus, in dem im dritten Stock die Fensterscheiben kaputt geschlagen sind. Die Kathedrale, die durch viele Sandsäcke geschützt gewesen ist, ist ebenso wie alle anderen Bauten in Reims vollkommen unversehrt. Ein deutscher Posten hält Wache, um das französische Nationalheiligtum vor Beschädigen gen zu schützen. Auf dem Platz neben der Kathedrale das Standbild der Jeanne d’Arc, der Jungfrau von Orleans, das ebenfalls unversehrt ist. Abgesehen von dem deutschen Militär, das in Reims einquartiert ist und einigen deutschen Eisen bahnbeamten, die die Aufgabe haben, den Bahnhof von Reims wieder betriebsfähig zu machen, sieht man keinen Menschen in Reims; die Geschäfte und Wohnungen sind verschlossen, die Fensterläden heruntergelassen. Es ist ein seltsames Gefühl, durch eine so große menschenleere Stadt zu fahren. Man fühlt sich etwa an die verlassenen Dörfer auf dem Artillerie- eintrifft, um die gröbsten Schäden dieses Millionen Flüchtlinge Ziehen Wer Frankreichs Landstraßen Nach dem Eintritt des Waffenstillstandes zogen Millionen von Franzosen, Männer, Frauen und Kinder, darunter viele alte Leute, über die endlosen Landstraßen von Frankreich, um in ihre Heimatgebiete zur ückzukehren. NGV verteilt erbeutete Lebensmßtte? an Flüchtlinge Im ganzen besetzten Gebiet Frankreichs wurde dic »Nationalsozialistische Volks wohlfahrt« (NSV) eingesetzt, um die heimkehrenden Flüchtlingsströme, die durch ein namenloses Elend gekennzeichnet sind, zu betreuen. — Unsere Aufnahme wur de in Le Havre gemacht, wo NSV-Mitglieder erbeutete Lebensmittel an Flüchtlinge verteilen »Manlborer Zettung« Nummer 153 8 Mittwoch, iden 10. JuÜ 1840 Schießplatz bei Jüterbog erinnert. So mag es im dreißigjährigen Kriege in den Gegenden Deutschlands ausgesehen haben, wo die Bewohner vor Krieg und Pest gefluchtet waren. Während der Bahnhof von Reims vollkommen ausgestorben war, sah man später zwei Lokomotiven, davon die eine mit der Hakenkreuzfahne und grünem Tannenreisig geschmückt, unter Dampf stehen. Die deutschen Eisenbahner, befragt, ob bereits der Eisenbahnverkehr wieder in Betrieb sei, antworteten uns, daß sie diese beiden Maschinen in Reims vorgefunden haben und für den Lokal verkehr in Betrieb gesetzt haben: es waren Maschinen, die auf Reparationskosten von Deutschland seinerzeit an Frankreich geliefert wurden! Von Reims ging es über Fissmess-Braisne weiter nach Soissons. Auf der Fahrt nach Sois-sons sind nicht allzuviele Spuren des Krie ges zu sehen: die Felder und Aecker sind unversehrt, das Getreide ist reif und wartet auf die Hand des Bauern, um eingebracht zu werden. Unsere Wehrmacht hat Lautsprecherwagen hier und weiter im Süden Frankreichs eingesetzt, die die Auf gäbe haben, die Bevölkerung von Reims und Umgebung nach Hause zu rufen, um an ihre unversehrten Wohnstätten und »Das ist — das kann nicht sein. Nicht fort vom Hof — nur das nicht! Lassen Sie den Arzt hierher kommen, und wenn es Tausende kostet —« »Es geht nicht anders, Herr Eickhoff«, unterbrach der Arzt ihn sehr bestimmt, »weil es hier im Hause nicht zu machen ist. Ich habe das Ihren Angehörigen auch schon klargemacht. Unverantwortlich lan ge ist schon gewartet worden.« Und als er sah, daß Schwiethardt sich seiner weinenden Mutter zuwandte, trat er ganz nahe heran und setzte sehr leise und eindringlich hinzu: »Es geht um Leben und Sterben.« Eickhoff sank auf den nächsten Stuhl. Er glaubte fühlbar im Nacken den Streich zu spüren, den das Schicksal ihm zu versetzen sich anschickte. »Ich habe schon in der Klinik angerufen, damit man alles vorbereitet«, fuhr der Arzt fort, »ebenso bei meinem Kollegen; er wird schon unterwegs sein. Wollen Sie nun auch bitte alles Nötige packen, Frau Eickhoff. Ich bringe Ihre Schwiegertochter mit meinem Wagen hin. — Sie fahren wohl mit?« wandte er sich an Schwiethardt. »Ich auch!« sagte der Alte heiser und stand auf. »Nein, o nein, Hermann!« jammerte Frau Eickhoff. »Bleib’ doch hier! Laß mich nicht allein!« Er sah sie an, starr, mühsam beherrscht, und wiederholte nur: »Ich fahre mit«. Arbeitsplätze zurückzukehren. Soissons isr eine größere Stadt, um die schwer gekämpft wurde und die starke Verwüstungen aufweist. Auch hier ist, bis auf ganz wenige inzwischen zurückgekehrte Zivilpersonen, keine Bevölkerung zu sehen. Ueber Ambleny, wo ein Heldenfriedhof dem Gedenken an die im Weltkrieg 1914—18 gefallener. Engländer und Franzosen errichtet ist, ging es nach Compfčgne, wo wir einen Bunker besichtigen konnten. Im Wald von Compiegne wurden heftige Kämpfe geführt, denn die Franzosen hatten dort große Mengen Militär in dem Wald, der für die Verteidigung wie geschaffen ist, zusammengezogen, um 60 km vor Paris den deutschen Vormarsch aufzuhalten. Der aufsteigende, süßliche Verwesungsgeruch zeigt, daß hier trotz der sonst so rasch erfolgten Aufräumungsarbeiten noch manche Arbeit auf diesem Gebiete zu tun sein wird. Stacheldraht, der noch gar nicht verwendet wurde, liegt in großen Mengen am Eingang des Waldes, Handgranaten, scharfe Patronen, andere Munition sind hier ungebraucht zurück-gelassen und liegen in Mengen herum. (Schluß folgt.) Bauparzellen im schönsten Teile der Mariberer Peripherie. Adr. Verw. 5537-2 Kaufe altes Gold. Silberkronen, falsche Zähne zu Höchst preisen. A. Stumpf, Goldarbeiter. Koroška e- 8. 7926 Damenfahrradi gut erhalten, zu kaufen gesucht. Anträge Eine Viertelstunde später lag Hille sorg sam gebettet in dem großen, bequemen Wagen des Arztes. Schwiethardt hockte neben ihr und stützte sie. Sein Vater hatte sich nach vorn zu dem Arzt gesetzt. So fuhren sie in den sinkenden Abend hinein. Und dann? Ja, dann saßen sich Vater und Sohn in dem Wartezimmer des Krankenhauses gegenüber. Eine Schwester hatte sie hereingeführt und war dann verschwunden. Nun saßen sie hier, schweigend, mit starren Gesichtern, und warteten. Die Minuten dehnten sich zu Ewigkeiten; der unvermeidliche Krankenhausgeruch legte sich ihnen beklemmend auf die Gemüter. Aufreibend, zermürbend war dieses Warten, aber noch glimmte ein Fünkchen Hoffnung. Einmal wurde Schwiethardt von einer Schwester hinausgerufen auf den Flur, Als er wieder hereinkam, war sein Gesicht noch fahler als vorher. Sein Vater sah es, aber er tat keine Frage. Er wagte es nicht. Zum ersten Male in seinem Leben war der Eickhofbauer feige. Schwiethardt griff nach einer Zeitschrift, um den Eindruck zu erwecken, als ob er lese, aber das Blatt zitterte in seiner Hand. Und wieder rannen die Minuten, Der Alte glaubte manchmal, die Spannung nicht mehr ertragen zu können und dehnte die Entscheidung herbei. Und zitterte doch vor ihr! Dann wieder betete er. Ja, das tat er in seiner Not! Er, der stolze Eickhofbauer, der immer geglaubt hatte, das Schicksal nach seinem Willen lenken zu können! Er betete zu Gott, er erflehte, er forderte von ihm die gute Wendung, den Erben für den Eickhof. Endlich ging die Tür auf — die Ärzte traten ein. Die beiden Männer sahen ihnen entgegen, als ob sie ihr Todesurteil erwarteten. Dr. Winter, der Chirurg, reichte Schwiethardt die Hand. »Es ist überstanden — endlich. Es war sehr schwer. Ihre Frau, Herr Eickhoff, lebt; das Kind aber — es war ein Junge — ist tot.« »Nein!« schrie der Alte auf. Es war wie der Schrei eines todwunden Tieres, ein Schrei, der die Ärzte frösteln machte. Ihr Ohr hatte schon viel Menschenleid gehört, aber noch nie einen so elementaren Ausdruck des Schmerzes. Dr. Winter sprach weiter: »Vielleicht wäre es zu retten gewesen, wenn wir Ihre Frau gleich hiergehabt hätten. Doch das sind jetzt müßige Betrachtungen. Sie lebt wenigstens, und wir hoffen bestimmt, sie durchzubringen. Aber —« Er zögerte merklich. Mußte er wirklich den beiden, auch noch den letzten, vielleicht schwersten Schlag versetzen? War es nicht genug? Aber dann gab er sich einen Ruck. Nein, es war seine Pflicht, jetzt gleich zu sprechen und nicht erst Hoffnungen Raum zu geben, die sich nie erfüllen konnten. Er mußte es Eickhoff sagen, als Mann zum Manne. »Aber«, nahm er den Faden wieder auf, »ich muß Ihnen eines sagen: Jede Hoffnung auf Nachkommenschaft ist leider vorbei. Frau Eickhoff wird kinderlos bleiben . . .« »Ooh!« Ein ächzender Laut. Wie et gefällter Baum sank Hermann Eickho auf einen Stuhl. Sein Gesicht war bis Unkenntlichkeit verzerrt. Erschreck« trat der Arzt hinzu. h »Beruhigen Sie sich, Herr Eickhoff- $ mußte es Ihnen sagen. Tragen Sie beide als Männer und bedenken Sie, da es die Frau noch viel schwerer tre' wird,« »Und1 es ist . , . es ist kein Irrtum mok* lieh?« »Leider nicht.« . d Da stand Eickhoff schwerfällig auf ging zur Tür, ohne ein weiteres V/ott-»Wo willst du hm, Vater?« fr3» Schwiethardt. »Nach Hause.« . »Aber doch nicht allein, Herr Eickn _ Wir fahren ja gleich mit meinem V/ag^ zurück«, wandte der junge Arzt a Göhrden ein. nie »Nein — ich will — allein sein«, v* Tür fiel hinter ihm ins Schloß. Betroffen sahen die Zurückbleibenc« sich an. Durfte man den alten, erreg Mann allein lassen? Jetzt in der Nac ■ Wie wollte er denn den stundenwei Weg nach Hause — über zwanzig E> 0 meter — zurücklegen? . »Lassen wir ihn«, beruhigte der Oo dener Arzt. »Er hat eine eisenstarke tur und wird den Schlag überwin c • Nur — er muß erst damit fertig werde1, und' das tat er wirklich am besten al e» ■ — Fahren Sie mit zurück, Herr Eickho »Nein«, sagte Schwiethardt, »ich m°c te wenigstens bis zum Morgen bei mew Frau bleiben. Und ich möchte von Her Doktor Winter auch nähere Einzelhei e hören —« f Durch die Nacht irrte ein gebrochene Mann. , Für den Herausgebar und den Druck Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der „Mariborska tiskarna" in Maribor, — verantwortlich Direktor STANKO DETELA. — Beide wohnhaft m Maribor. Bett samt Einsatz u. Nacht-kasten sowie 1 Staubsauger zu verkaufen. Slovenska 28, Tischlerei. 5541-4 Schönes, trockenes, ausgesuchtes Holz zu verkaufen. 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