Verwaltung: Rathau««affe Str. » r«lc»h«i> Nr. »I. Inttmbtm. BezugSdedinzunzei, Ixrch tit tieft tr>»(ic«: VKtlrljJittig . . . I ISO h«>»itdr>, . ... K « »0 •«on.j Dd{ . . . . K i TM Bit <3 111 i «» £uft<0inf in» fm! WcnatHOi . ... K l't* Swvtr(jä|)ti(l . . . K »■— tz-Iti-dri, Äaiiijityrtz . . . . K 12.— giir« ?»«Iai,t rrbütirn sich die »fiunJurtU'jrtu »«»(«hoixt»» t>ct5«»d» >>.>».»«« übten. Cingflcktrtt >»»» cditn bti int 11-MlHHina. SdjrifllthuHfl: Siatdausgassr Nr 5 1(1(^)1 Kl. »I. itlrmUt. e jajiiai <» «ilu^nu trt ««»»- u. i>r«CT-!»»«' »o» »t—l»Ubc tonn. $o«*Mit«>» «»d»n«i» I /ch! d-rüilfich>i,l. Vnfiinfttsunacn »l!»i»i die (Irtnioltuug |tm «?n«d»»ng «et diUigll lefl-jtfttlltfn »rtiittttt (nrorirn. Sri witdrtdolinjln ftfil-nachloh. Ik .®»*!(d)c»o !t" rrl4>rixt i«#«s Will., odl an» Com«U| «InM. Com>att#ift—*ont» SO tsuo Nr. HJ. Die imiidischrn Aus schrei' tumtrii int Kntrrlandr. Die Abgeordneten Marckhl, W a sti an und Genosse» richteten in der Sitzung des Ab-georduetenhauscS om 27. ds. an den Minister des Innern uachsteheude Anfrage wegen der sich häufenden Ausschreitungen gegen di< deut» scheu Bewohner UntersteiermarkS: Wohl nur infolge der das wünschenswerte gute Einvernehme» zwischen den Städte- und Märktebewohuern in Untersteiermark störenden Hetztätigkeit gewisser als Führer der unterstei» rifchen Slowenen sich gerierenden Persönlich-keittN Hänsen sich wieder in neuerer Zeit die Angriffe auf deutsches Besitztum, ja selbst auf Personen. Insbesondere in der Umgebung der Stadt Cilli sind derartige Ueberfälle betrunkener Sokolisten »nd zu diesem Zwecke eigens be-zechter Taglöhner und Knechte auf harmlose Deutsche auf der Tagesordnung. Nicht einmal Frauen nnd Kinder sind vor derartigen Aus-schreituugen sicher, die noch gefördert werden durch die grenzenlose Indolenz und eine von politischen Behörde trotz mannigfacher Beschwerde» geduldete Mißwirtschaft in der UmgebungSge-lneinde. Aehnlich sind die Verhältnisse in Rann, wa» folgender unlängst im steirischen Landtage erörterter Borfall beweist. Bei der Rückreise von dem am 12. Sep' tember 1909 in Hrastnigg stattgesundenen Schul- Aor der Ktassenlüre. Von Bernhard Merth. Der Unterricht hat soeben begonnen. Einige einleitende Sätze haben in den Stöpselt der Schüler jene Borst«Wings«asse» in leises Fluten gebracht, die gerade in dieser Unterrichtsstunde »och weiter geklärt, befestigt, mit anderen kunstvoll verknüpft werden sollen, alle übrigen sind einstweilen in das Meer des Unbewußten hinabgetaucht — wer durch Tändeln, Herumschauen, Schwätzen, verrät, daß er die gewünschte seelische Operation noch nicht an sich vorgenommen habe, wird eindringlichst dazu ermähnt — einige weitere Fragen des Lehrers heben gerade jene Borstellungen über die Schwelle des Bewußtseins, an die angeknüpft werden soll, daS Ziel der Unterrichtsstunde ist ins Auge gefaßt, unsichtbar, aber vom Lehrer doch deutlich erkennbar, spinnen sich die Fäden des Interesses zum Katheder hinaus — da klopft es leise an die Tür und die ganze Klasse läßt die kaum gehobenen BorstellungSmassen sofort wieder untersinken und nist in dem bekannten Tonselle: „Draußt is wer!" Unmutig erklärt der Lehrer vorerst, daß man doch zu sagen habe: ..ES ist jemand draußen," dann crmahnt er noch zur Ruhe und verläßt das Lehrzimmer. Nach einer Weile erscheint er wieder und versucht, die abgerissenen Fäden neu zu knüpfen. Immer größer wird die Borstadt, immer um-fangreicher daS Schulhaus und nninerklich, aber stetig wird ans dem Lehrer, den jedermann kennt, von dem jeder weiß, wann er zn Hause ist, wo er seinen Frühschoppen oder sein Jausenkrü^el trinkt, den man im Berein oder am Stammtisch ganz Samstag, HO Oktober 1901). feste und Gründungsfeste des deutschen Turn-Vereines worden die Mitglieder des deutschen Turnvereines vo» Rann durch Sokolisten auf die gröblichste Weise angegriffen. Der Zug, in welchem die deutschen Turner fuhren, wurde mit Steinen bcworfeu; bU deutschen Festgäste wurden ganz grundlos von Soko'isten beschimpft uud angespuckt. Durch die Gewalttätigkeiten der offenbar aufgehetzten Massen wurden nicht nur d'e deutschen Turner, sonder» auch alle übrigen Fahrgäste auf da« höchste gefährdet. So wurde unter anderem ein ungarischer StaatSbahnrevisor und ein Gendarnieriewachtmeister durch Stein-würfe getroffen und mußte sich der letzgcnannte infolgedessen in das Spital nach Cilli begeben. Das planmäßige Vorgehen bei diesen Angriffen seitens der Sokolisten schließt jeden Zweifel aus, daß es sich um einen ans nationaler Gehässig-keit unternommenen, wohlvordereitendeu Ueberfall auf Deutsche handelt. Daß sich auch die Geistlichkeit i» den Dienst der gegen die Dentschen UntersteiermarkS gerichteten nationalen Agitation stellt, ist eine bekannte Tatsache. Bei dem große» Ei»stuß, dessen sie sich heute noch bei den breiten Be> völkeruugSschichten erfreut, wirkt die von dieser Seite ausgehende Verhetzung viel nachhaltiger, iubesondere dann, wenn sie — wie zum Beispiel bei der Heuer gegen die deutsche Schule in Tiiffer betriebe»«! Agitation — die kindliche Seele in Mitleidenschaft zieht. Sie wirkt aber auch folgenschwerer und gefährlicher, zumal sicher treffen kann, der bei längerer Dienstzeit fast zu einem Wahrzeichen seines Bezirkes wird, ans ihm wird allmählich ein Beamler, von dem kein Mensch weiß, wo er wohnt, was er sonst treibt, und bald ist der Platz vor der Älasseniür oft der einzige Boden, auf dem Haus »nd Schule mittin-ander in Fühlung treten. Ernstes und heiteres spielt sich da ab. „Sind S' nicht bös', Herr Lehrer, aber ich war einkaufen nnd find' unier der Decken den Tür-schlüsfel nicht. Gewiß hat ihn der dalkerte Bub' eingesteckt'." — E» beginnt ein hastiges Suchen in den Hosensäcken, aus denen allerlei BorschriftS-widriges zutage kommt; der Lehrer aber will es die. mal nicht sehen uud reicht den Schlüssel zur Tür hinaus. Ein stämmiger Mann im SonntagSgewande, das Gesicht stark gerötet. „Interpellant scharfer Tonart. Hat sich Mut zugetrunken." Also klassifiziert ihn der Lehrer und sieht ihm ruhig ins Ge-ficht. „Sie, muß den» daS sein, daß mein Bub' alle Mittwoch uud Samstag, die Gott vom Himmel gibt, in der Schul' bleiben muß?" «Das ist ganz einfach. Jeden Mittwoch »nd Samstag ist eine der Hansansgaben zu verbessern »nd da sie Ihr Knabe entweder liederlich geschrieben oder schlecht hat, so mache ich sie mit ihm und den anderen Nachbleibern noch einmal. Diese Stunde ist für mich eine Unterrichtsstunde wie jede andere, nur daß ich blos sechs oder zehn Schüler darin habe. Sie würde Ihnen als Privatlektivn gewiß mindestens zwei Kronen kosten." Der Mann ist paff; von diesem Standpunkte aus hatte er das „Schulbleiben" noch nicht be- 34 Jahrgang. sie sich zumeist in Formen kleidet, die, wie die bekannten im steirischen Landtage und aus der Laibacher Tigung der slowenischen Bolkspartei aus geistlichem Munde gefallenen Aeußerungen beweisen, den leicht erregbaren Instinkten der minder gebildeten Kreise zugeschnitten sind. Nicht genug an den», daß einmal zu er-wartende Angriffe auf daS Privateigentum, ein andermal der Vormarsch windischer Baueruba-taillone gegen Graz — dieS von der Kanzel herab — in Aussicht gestellt werde», gefällt sich eine dritte Aeußerung — ebenfalls aus geist» lichem Munde — in der nicht nußzuversteheuden brutalen Wendung, daß auf dem in Betracht kommenden Gebiete „genug Raum sei für die Gräber der Feinde." Daß die durch derartige und ähnliche Redensarten aufgestachelte Menge nur allzu be» reit ist, die gegebenen Winke und Andeutungen in die Tat umzusetzen, beweist eine Reihe der auch schon hier im hohen Hause besprochenen Ereignisse, dann die obbeschriebenen Borkomm-nisse der letzteren Zeit, sowie auch der in den öffentlichen Blättern besprochene jüngst unter» nommene nächtliche Angriff auf die deutsche Schule in Hrastnigg; binnen kurzer Zeit da» dritte Attentat auf diese Schule. Wir sind unS wohl bewußt, daß gegenüber der von der Geistlichkeit ausgehenden Verhetzung, wenn sie nicht mit einem als Folgewirknug sich darstellenden strafgefetzlich verpönten Vorkommnis in Verbindung steht, die Staatsgewalt veisagt, zumal ja nicht einmal die kirchliche Gewalt, trachtet. „Hauen Sie ihn nur fest dnrch, Herr Lehrer!" ..Wenn Sie mich unterstütze» wollen, fv lasse» Sie sich die verbesserten Ausgabe» stets von ihm zeigen. Hat er sie nicht getroffen, so ermähnen Sir ihn zu größerer Ansmerksamkeit, ist die Aufgabe liederlich gearbeitet, dann, meinetwegen, strafen Sie ihn; aber vernünftig sein!" Die beiden schüttelten einander wärmsten» die Hand und scheiden als gute Freunde. Slawisch« Ziegelschlägerin mit Knaben und Mädchen. .Josef und Maria Udrzal", liest der Lehrer von den vorgezeigten Uebersiedlun gsschei nen. „Ano, ise ganz richtig," pflichtet die Mutter eifrig bei. „Den ise den Josef Udrzal, a den ise den Maridl Udrzal." „Ich danke." sagte der Lehrer lächelnd, „ich unterscheide das auch selbst. Der Junge bleibt bei mir, mit dem Mädchen gehen Sie um die Ecke in die Mädchenschule." Der Knabe hat ei» schlechtes Zeugnis nach Hause gebracht. Sein B.iter. ein Zimmermann, eilt vom Arlteitsplatze weg in die Schule und er-sährt hier den Grund dazu: Unaufmerksamkeit. Der Mann zittert vor W»i. endlich stoßt er hervor: „Wissen S' was, Herr Lehrer, in» S' mir den Äesallen nnd erichlagen T' mir den Bilden!" Dann stürmt tx uftcüa' jvu. Das sind die jähzornigen Bäter, die keinen Apfel zur Rute finden und deren Mithilfe man nicht in Anspruch nehmen darf. Sine schreiende Stimme auf dem Gang«, da-zwischen Geheul eines Knaben, veranlassen den Leh-rer, hinauszutreten, ehe noch geklopft wird. Ein t Nummer 87 Ertrag des ZündholzmoiwpolS mit 15 Millionen Kronen und der der Mineralölsteuer für Motoren» betrieb kämen. Seite t wen» sie c« auch wollte, diesem Gebaren Ein« halt zu tun vermag. Darum muß aber begehrt werde», daß nicht uur den deutschen Bewohnern gegen ahn liche Ausschreitniige», wie die obgefch lderten, der bisher vielfach verniißte Schutz zuteil werde, sondern dijj auch in jedem einzelnen derartigen Falle gegen die Beranstaller und Teilnehmer ans da« schärfste vorgegangen werde, daß ins-besondere oie politischen Behörde» den B.r-heynngen, ssweit eS in ihrem Machtbereiche liegt, mit aller Energie entgegentritt. Die Gefeitsten stellen sonach die Anfrage: „Ist Seine Exzellenz der Herr Minister de« Innern gewillt, über die abgeschilderte» Borkommnisse einen ein» gehenden Bericht einzuholen und da» Nötige zu veranlasse», a) damit die unterstehenden politischen Be-Horden in jedem gegebenen Falle die zum Schutze der deutschen Bewohner nötigen Mißregel» ergreifen und damit aller Energie auf die Einhaltung der von ihnen zu diesem Zwecke zu erlassende» Beifügung dringen, weite,S b) damit die f. k. Bezirkshauptmauiischaft in Cilli ohne Berzug auf die Abstellung der obbeschritdenen, in der Cillier Umg.bungS-gemeine« herrschenden Mißstände uiit allem Nachdruck dringt?" Der Finaiyplan. Der Finanzplan. der dem Abgeordnetenhaus« »vorliegt, faßt folgende Maßnahmen ins Auge: 1. Die Erhöhung der Branntweinsteuer, von der man ein Mehreinkommen von 35 Millionen Kronen erwartet, von denen 20 Millionen den Länder» zngewicicn und 15 Millionen dem Staate verbleiben sollen. 2. Die Erbschaft»- und Schenkungssteuer, die ebenfalls in unveränderter Form wieder eilige-bracht worden ist und ein Plus von 10 Millionen Kronen abwerfen soll. etwa neunjähriger Knabe, barhaupt und barfuß, hat einen Strick um den Arm gebunden, das Ende des-selben hält eine energische Frau in der Hand; so hat sie ihren Sprößling zur Schule getriehen, mit einem Spanischen in der Rechten, dessen Gang be» schleunigend. „Wart', ich werd' dir geben, anstatt in die Schule zu geh'n, beim Zirkus herumzuschliefen!■ Entschiedenheit, gepaart mit der notwendigen körperlichen Kraft, werden obigen Knaben trotz alle« dem im Geleise erhalten. Viel bedenklicher ist der Fall »nit der Näherin, die sich jetzt mit gefalteten Handen an den Lehrer wendet: „Ist es denn wirk« Uch wahr?" $■ Ihr Knabe hatte sich an einem Diebstahle be-teiligt. Einst hatte sie bessere Tage gesehen, bis Liebe und schweres Schicksal sie in diese Lage brachten. Als txr Lehrer aus diese Frage schwieg, da über-wältigte die Frau der Schmerz. Sie versuchte nicht mehr ihre Tränen zu trocknen, ihre beiden Hände sinken herab, sie lehnt sich an die Wand, nur ein halbersticktes Schluchzen erschüttert ihren Körper. Sie selbst wollte ja nichts mehr vom Leben, sie hatte die Rechirung schon längst abgeschlvsten, aber ihre Kinder sollten wieder in jene gesellschaftlichen Schichten eintreten, aus der sie sich durch ihre Heirat ausgeschlossen hatte. Darauf allein wäre» ihre Hoffnungen bisher gerichtet gewesen. Mein Kollege, der mir den Borfall mitgeteilt hat, war der Retter. Er machte den Knaben zum Diener für seine Jniiggesellenwirtschaft, wodurch er ihn der Straße entzog; er half ihm im Rechnen ein wenig nach und brachte ihn dann — sehr zum Schmerze der Vtntter — zu einem berühmten Deutsche Wacht 3. Die Erhöhung der Personalein-nommensteuer, die in ihrer abgeänderten Form von einem Ein-kommen wo» 21.000 Kronen angefangen mit einer Steigerung der Steuer um fünf Prozent beginnt uud bis zur höchsten Stufe des Gesetze» bei einem Einkommen von zehn Millionen bis zu einer Stei-gerung der Steuer um HO Prozent steigt. Der Mehrertrag der Erhöhung der Einkommen-steuer wird auf acht Millionen geschätzt. 4. Die Dividenden- und Tantiemen-steuer, In dem neuen Entwürfe solle» bei Berechnung der Steuern zn dem Aktienkapital auch die Reserven zugerecheuet werde», dafür die Progression viel stärker gestaltet werden. Der vorausichtliche Ertrag »vird mit 5 Millionen Krone» veranschlagt. 5. Die Mineralwässersteuer, Die Steuer beträgt bei Mineralwässern zehn Heller, bei «vhlensäurewässerii (Sodawasser und anderen) sechs Heller per Liter. Die Mineralivässerstener wird von jeder in der Fabrik erzeugten gefüllten Flasche eingehoben. Steuerfrei bleiben Heilwässer nnd an der Quelle gefüllte Miueralivässer. Der Ertrag der Steuer bei Kohlcnsäureiväfsern wird mit 1.8 Millionen, bei Mineralwässern mit 2 2 Millionen angenommen. 6. Das giindhölzchenmonopol. Das Monopol soll ein Prodnktions- und Handelsmonopol sein. Die „Einheitsschachtel", enthal-tend 50 Stück schwedische Zündhölzer, soll znm Preise von vier Heller verkauft werden. Da die gegenwärtige jährliche Produktiv» Oesterreichs eiuen Fakturenwert von 15 Millionen Kronen repräsentiert, so rechnet man mit einer Mindestmehreinnahme von 15 Millionen Kronen, wobei nach die Frage zu lösen ist, ob der Staat das Mouopvl selbst ausüben oder es nnter günstigen Bedingungen zunächst einer BetriebSgesellschaft für eine bestimmte Anzahl von Jahren überlassen soll. 7. Eine Mineralölsteuer. Endlich plant der Finanzminister die Aushebung der gesetzlichen Bestimmung vom Jahre 189L, wo-nach Mineralöl zum Motoren betrieb steuerfrei be-zogen iverden konnte. Dadurch wird die Automobil-steuer, mit der man sich oft beschäftigte, und der Ertrag e^n verschwindender sei, eine Ergänzung erfahren. Der Gesamtertrag der dem Abgeordnetenhaus? bereits vorgeschlagenen Steuern »vird sich demnach aus 42 Millionen Kronen beziffern, wozu »loch der Schneider am Graben. DaS halbe „goldene Wien" wird heute von dem Enkel des Betriebsdirektors zwar ein wenig tener, aber künstlerisch bekleidet. Es erscheint eine elegant gekleidete Dame, eine BeamtenSivitwe mit eiuigem Vermögen. Ihr Knabe steht im 14. Jahre, er ist zuerst im Gymnasium, dann in der Realschule durchgesallen »nd die Mutter bittet um Rat. Es ist die alte Geschichte: DaS Bor-urteil gegen daS „Handwerk" beginnt endlich zu schwinden, besonders bevorzugt sind dermalen die Maschineiischlosserei und die Elektrotechnik, denn sie sind doch wenigstens mit dem Ingenieur etwas ver> wandt, aber die Furcht vor dem rohen Tone unter den Gesellen! Zufluß aus lasieren GesellschastSschichten, der auch daS meist sehlende kleine Betriebskapital mit-brächte, würde unserem Handwerk« im allgemeinen gewiß nicht schaden, er »vürde die Bänke unserer Mittelschulen eutlasten uud Hunderter ganz intelligenter Köpfe, bei denen nun einmal die Gehirn-windnnge» für Latein »nd Griechisch, für Englisch nnd Französisch »nentivickelt geblieben sind, rinem nährenden Bernfe zuzuführen. Ich stelle hiemit öffentlich die Frage: Ist obige Klage berechtigt? — Vielleicht schreibt einmal ein Meister eine Antwort. „Herr Lehrer, nnd wenn Sie »nir alle Tage ..Post" schicken, ich mnß doch meinen Buben öfters zu Hause behalten. Meinen Mann hat es vor einem halben Jahre in der Sandgrube erschlage», vierzehn Tage darauf habe ich entbimden. ein Mädel mit drei Jahren ist auch noch da, ich muß „waschen" gehen uud alle Tage kann ich von meinen Nach« barinnen doch nicht verlange», daß sie mir ans mein Kind ausschauen!" Bom Reichsrat. Die Eröffnung der Dienstag-Sitzung verlief zieinlich ruhig. Die Tschechischradikale» unterlassen diesmal beim Erscheinen der Minister ihre lärmeudeu Kuudge-bungen. Der Präsident teilt mit, daß der Kanzlei-direktor Sektionschef Ban er zum Protokollführer des Hauses nuauut wnrde und daß die Abgeord« ueten Breiter (Sozialdemokrat) und Müller (Sozialdemokrat) wegen Ehrenbeleidigung verfolgt werden. Der I u st i z m i»i st e r übermittelt einei» Ge. setzentwnrf, betreffend den Dienstvertrag der Handlungsgehilfen und anderer Dienstnehmer in ähnlicher Stellung. Der F i n a n z in i n i st e r überreicht die Au«-weise über den Umsang der für die Dnrchsühnuig von Flußregelungen erfolgten Begebung von Lbli-gatione». Dringlichkeitsanträge überreiche» die Abgeordneten Eugen Lewickyj (Ruthene), betreffend die Lösung der Sprachenfrage im ganzen Staate im Wege eines Reichsgesetzes, und Budzynowski iRnthene), betreffend Maßnahmen gegen die Lebensmittel-tenerung. Es werde» 30 Anträge überreicht, darunter von den Abg. Hofmann v. Wellenhof. Waftian, Doberuigg, Einfpinner, Marckh l und Geiioffeu betref-send die B e r st a t t l i ch u n g der S ü d b a h n. In * dem Antrage wird die Regierung ansgesordert, die Berstaitlichung der österreichischen Linien der Süd-bahn einer ernstlichen Prüfung zu nnterziehcn und die dazu nötigen Vorarbeiten ohne Vorzug einzu-leite», zunächst aber die erforderliche»» Maßnahmen behufs Uebernahme der Südbahnlinien in den staatliche» Betrieb zu treffen. Dieselben Abgeordneten bringen einen Antrag betretend die vorzeitige militärische Beurlaubuug der Steueramtspraktikanten nnd -Assistenten ein. Es »vird gefordert, daß die staatlich geprüften uud amt> lich beeidigten aktiven Steueramtspraktikanten und -Assistenten nach einer achtivöchigen militärischen Ausbildung und den sonst abzuleistenden periodischen Waffeiliiblliigen gleich den VolkSfchnllehrern im Vcr-ordnnngSwege als vorzeitig beurlaubt behandelt, beziehungsweise dauernd beurlaubt werden können. Die Abg. Dr. H o f m a n n von Wellenhof, Wastian und Eiufpinner bringen einen An-trag ein, betreffend die Erhöhung der Erhaltung»- Oft blutet einem das Herz bei der Masse von Sorge und Not. die sich offenbart. Doch nicht die Armut an sich ist das Schreckliche, das Elend tritt erst da auf, wo der Vater seinen Pflichten als Er-zieher »nd Erhalter nicht nachkommt. Ich möchte sagen, die Frauen aus den arbeitenden Schichten leisten oft weit mehr, als die Männer, sie machen a»S nichts ein Mahl, ans Lumpen ein Gewand, wahre Heldinnen, kämpfen sie den Kampf gegen Not und Sorge und oft auch gegen — den Mann. „Herr Lehrer, Sie dürfen meinen Buben heut' nicht strafen ivegen der Aufgab«. Mein Mann hat gestern wieder seinen Rausch gehabt, er hat nnS all« hinausgejagt nnd die ganze Nacht nicht hinein-gelassen, so daß ich mit den Kindern bei einer Nach-barin bleiben mußte." — Der Lehrer will eine be dauernde Bemerkung machen, aber das Weib fällt ihm sofort in die Rede: „Wiffen S', mein Mann ist soiist der beste Mensch, aber seinen Rausch muß er öfter haben, anders geht'S bei ihm nicht. Was will ich machen? Schließlich der Vater von den Kindern ist er doch nnd verdienen tnt ja auch er." Ich weiß nicht, ob ich recht habe, aber ich meine, daß diese deutsche Gattentreue unsere moder-uen Theater mit ihren Ehebrnchsdrainen noch laiige nicht aufsaugen »verden. So flutet das Leben gar mannigfach bis in die Gänge des stillen Schulhauses; hundert Winke; denn gar viel lehren ihn die Borgänge „vor der Klassentüre." Gedenket ££5£tr»£. McUe« and Legate» l Vlätter zur Unterhaltung und Velrhrung siir Haus und Familie. S»»»tag»beika«e der „Deutschen Vacht-' in fiifft. Kr 44 -Di« Südmart" erschein, lcden «onnlaq al» unen,.,eltliche Beilage für die Leser *g Teuli»«» 9Pad)l". - <*»s»rtn ist ..Die ©übrnarf" nick, käuflich 1909 Aus meiner Kestungszeit. Bon Frih Reuter, aui dem Plattdeutschen überseht von A. Grund. II. ?»nsevung. UsNtfK. Slm andere» Tag dasselbe. Wieder eine Portion Kaffee und ein Silbergrvschenlaib. Ich wollte nun den Kriminaldirektor sprechen; als HanSvogt war es feine Pflicht, Klagen von Gefangenen entgegenzunehmen und wir hatten Grnnd zu klagen. Die Antwort aber war: der Herr Kriminaldirektor will uns überhaupt nicht sprechen, geschweige denn eine Klage entgegennehmen. Ich verlangte einen Protokollen?, denn ich wollte eine Beschwerde an das Kammergericht richte». — Keine Antwort. — Am Abend wieder der freundliche Gute-nachtgrnß des Inspektors und das kalte Lager auf dem Fußboden. Der dritte Tag brach an und brachte dasselbe; aber es war ein Tag an den ich zeitlebens denken werde. Er fügte dem Unglück und Elend, welches unS so mürbe gemacht hat, neue Angst hinzu. Mein gnttr Freund wurde krank. Eine große Unruhe, eine jagende Angst überkam ihn; er griff sinnlos hin nnd her. In diesem Loch lag nun eine Bibel ; er ergriff sie und las — warf sie weg uud ergriff sie wieder, von neuen, darin zu lesen. Dann lief er wieder im Zimmer herum, rot, blaurot im Gesicht, bis er sich schließlich erschöpft aus den Bodeu warf.--Ich weiß eS, damals, an jenem Morgen empfing er den Keim einer Krankheit, die ihn später auf der neuen Fefnmg befiel. Eine Bibel in einem Gesängnis ist eine schöne lobenswerte Einrichtung und derjenige der sie zuerst traf war einer jener auserwählten Menschen, der nicht nur das schwache trostbedürftige Menschenherz, sondern auch die guten Absichten Gottes kannte. Manches steinerne Herz erweichte durch Gottes Wort; mancher Verbrecher mag durch solches znr Einsicht nnd auf Gottes Pfad zurückgekehrt sein. Aber wir, obwohl Sünder, waren keine Verbrecher, wenigstens keine solchen Lumpenhunde als jene, die ans ihren zwei Beinen frei herumlaufen. Wir hatten nichts verbrochen; darin standen wir frei vor Gott. Aber diese Göite« Strafe traf nns auch nicht, nein, dieses Elend und diesen Jammer hatten wir der Niederträchtigkeit von Menschen zu verdanken, die ihre grausame Lust an nns anSlasse» wollten und mit unserem Herrgotte nichts, desto mehr aber mit dem Teufel zu tun hatten. „Lasse das Buch liegen, Kapitän, Gott straft dich nicht; fein Ebenbild ist eS, daS dir die Steine auf den Weg geworfen hat! Lasse das Buch liegen, Kapitän I Mache dich nicht zum Mitschuldigen von Gotteslästerern, die mutwillig ihre Nächsten ins Unglück bringen und diesen dann Gottes Wort zum Trost hinlegen !" Ich klopfte an die Tür nnd ward auf den Gang hinausgelassen, wo ich einen alten Kammergerichtsboten traf. Henbold hieß dieser «erl; später soll er wegen Unterschlagung ebenfalls auf Festung gekommen sein. Aber beweisen kann ich es nicht. Wen» er aber wirk« lich dahin kam, dann hat es der Halln,ike schon für sein hohngrinzendes Gesicht verdient, daS er mir schnitt, als ich an ihn die Frage stellte: „Heubold, wissen sie nicht, wie lange wir »och hier bleiben werden?" — Da stellte er sich vor mich hin mit seinem aufge-dunsenen bleichen Gesicht, ein eckelhafteS Schmunzeln um fein schlappes Maul und in seiner fuchsigen Perücke: „Sie bleiben immer hier. Glauben Sie daß der König all diese großen Gebäude leer stehen lassen will? Nein, sie bleiben hier nnd alle ihre Kameraden kommen nach." Der Schuft log. Er wußte ganz genau, daß wir nur aus einige Tage hier untergebracht waren, aber es kitzelte ihn, nns zu all dem Eleud und Mutlosigkeit noch einen Fußtritt mit auf den Weg zu geben. Man konnte ihm seine infame Lust vom Gesicht lesen, als er die Worte sprach: „Sie bleiben hier." Ich kann und will es nicht leugnen, daß ich mich von diesem Elenden ins Bockshorn jagen ließ. Ein Gefangener ist gar zaghaft; und wenn man obendrein drei Tage bei Kaffee und Brot leben und auf dem Fußboden nächtigen mußte, woher sollte da Eourage s kommen. Ich glaubte daher, er spräche die Wahrheit und ich verfärbte mich bei seinen Worten mehr al« damals, als man mir das Todesurteil vorlas. Der Tod ist eine Augenblicksfache, der Aufenthalt hier aber eine laugsame Todesqual. Es gibt wohl uur wenige Menschen welche wissen, was es heißt, auf Staatskosten langsam zü Tode gequält zu werden. Möglich wäre es ja gewesen; der Anfang war ja bereits gemacht, es fehlte nur die Fortsetzung. Ach. mir war eS damals schlecht zu Mute. Aber. eS sollte noch schlimmer werbe». Kapitän hatte alles mitangehört nnd was für mich eine jammervolle Onal war. konnte für ihn ein tötlicheS Gift werden. Als sich das Tor wieder geschlossen hatte fielen wir einander in die Arme, gegenseitig Schutz und Trost suchend. Wie lange wir so standen — ich weiß es nicht mehr. Aber das eine weiß ich noch, daß Kapitän nach Ueberwindung des ersten Schmerzes stark nnd ausrecht im Gefängnis auf und ab ging und daß auch mir ein mächtiger Trotz zu Hilfe kam, mich über das Unglück und die Verzweiflung hinwegzusetzen. Ich klopfte an die Tür; ich wollte einen Proto. kolleur haben um mich beim Kammergericht zu be-schweren.— Richtig, nach ein paar Stunden kam so ein, in- und auswendig schmieriger Kerl von einem Referendar, einer jener Art, die durch alle Examina gerasselt und dann bei höheren Gerichten als Stiefel-putzer benützt werden. „Sie wollen sich beim Kammergericht beschweren V" __ !" — „Dann wäre es wohl am besten, Sie setzten ihre Beschwerde selbst auf.« — „Nein," sagte ich, „Sie sind dazu da und nicht ich." Dabei könne er ja gleich als Zeuge fungieren, daß wir die Nächte ans den nackten Dielen schlafen nnd tagsüber von Kaffee, Wasser und Brot leben mußte». Er würgte u»d drehte sich eine zeitlang bevor er anfaßte. Aber die Redensarten, in denen ich meinem Aerger über den Herrn Kriminaldirektor Luft machen wollte, die wollte er nicht ins Protokoll anfnehmen. Natürlich mußten wir auch diese Nacht auf dem planen Boden schlafen. Wir legten nns zusammen; mein braver Kapitän lag in meinen, ich in seinen Armen. Ja das Unglück wirst manchmal die Menschen höllisch dich» zusammen. Am nächsten, am vierten Morgen dasselbe. Der Kapitän blieb still auf seinem Lager liegen, während ich auf und ab ging und nach dem Tag spähte, der sich in der Oeffnnug zwischen Blechkasten uud Mauer durch ein graues nebliges Licht ankündigte. Du lieber Gott und hier noch fünfundzwanzig Jahre! Mein guter Kapitän war aufgestanden uud griff wieder nach der Bibel. „Laß da» Buch liegen, Kapitän, unser Herrgott hilft nur dem der sich selbst hilft." — Wir wollen uns wehren Kapitän!" Ach du lieber Gott! Wir standen dicht zusammen iu einem düsteren Loch, nichts in und nichts aus dem Leib und wollen uns gegen eine Welt voll Hasses wehren! ES ist möglich, daß mich dieser Worte «nd Gedanken wegen ein Mucker verachten wird, ich kann ihm aber die Versicherung geben, daß ein frisches, Helles Gottvertrauen ohne Bibellesen über mich kam und zum Ruhm und Ehre Gottes sei es gesagt: ES hat mich nicht betrogen. Die Tür öffnete sich und herein trat der Gendarm Rof'. der mich vor fünf Jahren so oft zum Verhör zum Herrn Kriminalrat gebracht hat. Er war ein alter, langer »nd magerer Mann; sein Gesicht war mit Pockennarben bedeckt und von Sommersprossen ver-stellt, ein kümmerliches graues Haar bedeckte zur Not sei« Haupt und aus jedem Nasenloch hing ihm wie ein graues Talglicht ein „Friedrich Wilhelm der Dritteheraus. Hübsch war er nicht — aber dennoch! — Wenn mir jemals mein Herrgott in meiner Todesstunde einen Erlösungsengel senden will, so soll er mir den Gendarm Ros' schicken. Dort stand er in der Tür in seiner preußischen Engelsunisorm und rief: „Meine Herrn, machen Sie sich bereit: in einer halben Stunde reisen wir ab." Ach, Kapitän! Charles mitteilenerung eingebracht worden sind, zur Verhandlung. Am Schlüsse der Sitzung gab es wieder die obligaten Anfragen an das Präsidium. Auch diesmal knüpflen diese Anfragen an die Aeuße-mngen des Zentraldirektors (t e st r a n e k über das Parlament an Der sozialdemokratische Abg. Doktor Ellenbogen brachte bei dieser Gelegenheit die Affäre des Abgeordneten Dr.' Kroy zur Sprache, der von der Perwaltnng der Nordwestbahn einen Tag vor der offiziellen Verstaatlichung übernommen wnrde. Er fragte, was der Präsident in diesem »nd andere« z«r Wahrung der Würde des Hauses zu tun ge> denke? Präsident Dr. Pattai stellte auf den voll-kommen korrekten Standpunkt, daß jeder einzelne Abgeordnete zunächst iu erster Linie selbst dasür zu sorgen habe, laß das Niveau der Volksvertretung nicht sinke. Im übrigen sei zu bedauern, daß wir >u Oesterreich fein Jukoiupatibilitätsgesetz besitzen, durch da» bestimmt werden würde, daß das Abge-ordnetenmandat erlischt, sobald der Inhaber des-selben eine Staatsanstelluug annimmt. Die Arbeitsfreudigkeit deS Hauses hat sich wieder einmal in ihrer gewohnte» Art bewährt. Ursprünglich war beabsichtigt, Donnerstag und Freitag längere Sitzungen bis '/,8 Uhr abends «nd So««abend eine bis 2 Uhr nachmittags zn halte«. Allein schon die Do»nerstag-Sitz«ng endete um 5 Uhr nnd am Freitag wurde nur die Lebensrnittel-tenermigsdebatte abgeschlossen. Samstag fand keine Sitzung statt. Das Haus tritt erst Mittwoch 11 Uhr vormittags zusammen. Zn Beginn der Freitag-Sitzung gab es neuerlichen Lärm bei den Tschechisch-radikalen. Der sozialdemokratische Fanatiker Abge> ordneter Dr. Renner unterstützte sie dabei, indem er in ihre Klagen über die „Verlegung des Ministerrates in das Rathaus" einstimmte. Wo die Sozialdemokraten können, helsen sie den Tschechen und sördern deren Bestrebungen. Politische Rundschau. Das Kabinett Bienerth bleibt. Ein Mitglied des Kabinetts erklärte in einer Unterredung: „Die Entfernung der deutschen Mi. nister auf „Wunsch" der Tschechen wäre eine Jtapi-tnlation. ES wirb aber überhaupt nicht kapituliert. Der Rücktritt des Gesamtkabiuetts ist ausgeschlossen, selbst wenn die tschechischen Minister anf dem Rück-tritt bestehen sollten. Das Ministerium Bienerth wird in seiner bisherigen Znsammensetzung ver-bleiben und eine allsällige Obstruktion mit Rnhe Über sich ergehen lasten." Aus Stadt uud Land. Evangelische Gemeinde. Morgen, Sonn-tag, um 10 Uhr vormittag, findet in der Christus-kirche anläßlich der Resormationsfeier ein Festgottes-dienst statt. Musikvereins - Konzert. Der Eillier Musikverein hat beschlossen, daS Konzert am 7. November trotz des schmerzlichen Schlages, der den Deutsche Wacht Verein getroffen hat, abznhalten. Die Vordere tungen sür dieses Konzert sind eben so weit gediehen, daß an ein Zurück ohne schwere Schädigung der Vereins-inleressen nicht mehr gedacht werden tan». Ein Ge-bot der Pietät steht der Veraiistaltnng des Konzertes nicht im Wege, da ernstes Musizieren die einem toten Freunde schuldige Pietät niemals verletzen kann, am allerwenigsten, wenn bei Verewigte selbst Musiker war. I» unserem Falle wird das Konzert geradezu die würdigste Gedenkfeier sür den heim-gegangenen Kapellmeister Moriz Schachenhofer sei». Demi dieses Konzert wird dcr Znhörerschast zeigen, was die rastlose und echt küustlerische Arbeit SchacheuhoferS aus der Vereinskapelle gemacht hat. In diesem Sinne sind alle Mitwirkenden anf daS eifrigste bemüht, dein Konzerte einen großartigen Erfolg zu sichern. Die Vortragsvrdnnng enthält die sinfv»ifä>ePhantasie „Es muß sein" von Dokwr Aiitoit Rojic und die „Reformation»- Sinfonie" von Mendelssohn. Das Ereignis des Abends wird Zweifels-ol»ie die erste Aufführung der sinfonischen Phantasie „Es muß sein" bilde». Die Ansschrift „Es muß seilt" versteht sich aus der diesem Werke zu Grunde liegende» Idee einer alle Hindernisse besiegenden, Lnst und Leid, Wonne und Wehe überwindende» Notwendigkeit, es ist die Apotheose des starken Willens, der sich mit einem stolzen „Es muß sein" über das Schicksal stellt. Das Werk gibt diesem erhabene» Gedanken einen geradezu überwältigenden Ausdruck nnd eine hinreißende Wirkung aus die Zuhörerschaft kann der Aufführung mit Rnhe vorhergesagt wer-den. Wir erinnern nns des Begeisterungssturmes, welcher die Tonhalle i» Laibach durchbrauste, als die Tondichtung dort ihre Erstaufführung erlebte. Auch in Cilli wird dieses Werk sicherlich deu größte» Eindruck hervorbringen. Es ist nicht nur die Ton-dichtung au sich geeignet, die mächtigste Wirkung zu erzeugen. eS werden mich die Mittel der Ans. führung im gehörige» Verhältnisse zu dem großartigen Charakter der Tondichtung stehen. Der Musikvereiu fetzt diesmal Kräfte in Bewegung, wie niemals zuvor. So kommen allein ans Laibach un» gefähr zwölf Herren, die zu den ausgezeichnetste» Kräften der berühmte» Philharmonischen Gesellschaft iu Laibach gehöre». Die Laibacher Herre» habe» bei der Erstausführung des Werkes in Laibach mit-gewirkt nnd wurden damals von der Tondichtung so eingenommen, daß sie gerne dem Ruse des Cillier Musikvereines gefolgt sind, auch bei der erste» Aus-führung des Werkes in Cilli mitzuwirken. Auch aus Marburg und Graz kommen viele bewährte Mu-siker, so daß das Orchester etwa 60 Mann stark sem wird. Eine reizvolle Besonderheit der Cillier Aufführung ist, daß der Schöpser des Werkes Doktor Anton Rvjic in Cilli lebt nnd wirkt und daß er selbst das ganze Konzert lei-ten wird. Cilli würde sick> nicht nur vor den mitwirkenden Laibachern und deu sonstigen auSwär-tigen Gästen des Vereines, scudciu vor der ganzen musikalische» Welt ein AnnntSzeuguiS ausstellen, wenn der Saal diesmal leer bliebe, wie dies leider fast jedesmal der Fall gewesen ist, wenn der Musik-vereiu versucht hat, deu Cillieru ausnahmsweise etwas anderes als Walzer und Märsche zn bieten. Der Musikverein selbst und seine Freunde fasse«, wie schon eingangs betont, diese? Konzert vor allem als Gedenkfeier für den verstorbenen hochverdienten Kapellmeister Moriz Schachenhofer auf. Schon die Vortragsordiinng ist dieser Bedeutung der Vera«» staltnng durchaus angemessen. Die schöne und feierlich eruste «Reformation»-Sinfonie" ist noch von Moriz Schachenhofer selbst vorbereitet worden. Die sinfonische Phantasie „Es muß sein" aber ist wie geschaffen, Geist nnd Gemüt der Zuhörer in tief innerliche Beziehungen zu den nnersorschlichen, mit eiserner Notwendigkeit wirkenden Kräften zu setzen, denen auch der teure Künstler zum Opser gefallen ist, den ganz Cilli so innig betrauert. Von der Novembervorrückung. Die Majore des 87. Infanterieregimentes Joses Krasser und Richard Morelli wurden zu Obeistleutnanten und dcr Leutnant des 87. Jnsanterieregimentes zum Oderleutnant befördert. Der Oberarzt Dr. Wilhelm Donau wurde zum Regimzntsalzte beim Pionier-battaillone in Pettau und der Oberleutnant der Reserve, GesangenenhauSverwalter R. Patzelt in Cilli zum Hauplmann beförderl. Unverschämt. Zu den übrigen fchöueu Tu-aenden deS Abgeordneten Korolet gehört auch die, sich feinen Wühlern gegenüber mit fremde» Federn zu schmücke». So erzählt er in der „Straja" seine» gläubigen Wählern, daß der baldige Ausbau der Bahn Rohitsch Ärapina sein Verdienst sei. DaS heißt doch, unverschämt lügen. Dr. Korosec hat nicht daS geringste zur Verwirklichung dieser Angelegen- Seite 3 heit getan, sie ist das einzige Verdienst unseres Ab-geordneten Marckhl. Dr. Korosec hat davon erst erfahren, nachdem die Angelegenheit schon längst ibre gedeihliche Lösung gesunden ha«. Höher geht die Frechheit nicht mehr! Aistrich und der „Untersteirisch« deutsche Lehrerverein". Ans Kreisen des Unierlteiiische» deutschen Lehrervereincö erhalte» wir folgende Zuschrift: „Der Unterstenische deutsche Lehrer-vereiu" mußte in jüngster Zeit einzelne Angriffe erdulden, weil sein Obmann, Herr A Aistrich. seit der letzten Landtagswahl eine politische Tätigteil ent-faltet, die vielfach Mißfalle» erregt. C« wi,d hiemit festgestellt, daß der Verein auf diese Betütigurig des Obmannes gar keinen Einfluß hat. Herr A. Aistrich erkläile nämlich i» der Vereiiisvelfamnilung am 19 März d, Z (seither wurde keine solche mehr einberufe») diese Angelegenheit als seine persönliche Sache, die er allein auslämpsen weide. Wen» »un Herr A. Aistiich seine» Aitikel in der „Ur.lersteirischen deuischen Volks,eitung" als Obman» des .Uiner» sieirische» deutsche» Lehrervereines" unterzeichnet, so kann der Verein wahrlich nichts da'ür. Tatsache ist, daß der Verein weder vom Erscheine» dieier Zeitung »och voi dem Aitikel Aistrichs K,n»tnis halte Im übrige» kann gesagt werden, daß sich der Unier-steirische deutsche Lehrerderein" niemals vom rechten Wege entfernen werde. Zählt er doch zn seinen Mit-gliedern und Beratern Männer, die durch Jahrzehnte als bewährte Streiter aus den härteste» Posten im nat-onale» Kampfe des Unterlandes stehe«. Der Verein veisslgt keine Londelbestirbungcn. Wie bisher so wird er sich auch fernerhin slels an seine» Leitsatz hallen: Tre» mit dem deutschen Volke, Schuller an Schuller sür das deutsche Lolk — besonders sür das kleine! Ernennung im Pvstdienste. Die Post- nudTelegraphendirekiion hat den absolvierten Recht»-Hörer Max Paulie m Cilli, deu absolvierten Glininasialschüler Ludwig Asseubauer in Alt-dörsl bei RadkerSburg uud den absolvierten Real-schüler Johann Ortner in Graz zu Postpraktikanteu ernannt und dem Postamt Graz 1 zur Probcpraxi» zugewiesen. Aus der Theaterkanzlei. Dienstag den 2. November gelangt das dreiaktige Lustspiel ..Da» Heiratsnest" von Gustav DaviS zur Aufführung. Das höchst unterhaltende Werk gehört dem Reper» toire des Burgtheater« au, und erzielte dort 50 Wiederholungen. Die Hauptrollen liege» in bewähr« ten Handen. Das Lustspiel wird hoffentlich auch an unserer Bühne den gewohnten Ersolg haben. Als erste Klassikervorstellung wird Samstag den 6. No-vember LessingS „Nathan der Weise" ausgeführt. Derzehrungssteuer-Abfindungsverein Cilli und Umgebung. Dieser Verein hielt am ?>uuooch nachmittag im Hotel Erzherzog Johann seine Generalversammlung ab. Der Repräsentant Herr Anton Neubrnnner eröffnete die Versammlung und beglüßte die sehr zahlreich anwesenden Mit» ^lieber aus Cilli und der Umgebung Nachdem die letzte VerhandlungSschiist verlesen und auch genehmigt ivnrde. berichtete der Repräsentant übee die Tätigkeit des Vereinsausschusses, der in 2 Hauplvei sarnmlungen und 14 AuSschußsitzungen die lausenden Geschäfte erledigte. DaS Ansuchen deS Vereines an die Stadt-gcmeiiidevertretung Cilli. die pro 1908 angesetzte Erhöhung des GeineindezuschlageS rückgängig zu machen, wuide leider abgewiesen; dagegen wurde den wiederholten und wohlbegründete» Rekursen deS Vereines, gegen die hiesige k. k Steuerbehörde, be-treffend die Auskunftserteilung interner Geschäfts-angelegenheiten, von der f. k. FinanzlaudeSdirektion in Sraz endlich Folge gegeben. Dies wird mit Bei« fall zur jtennlniS genommen. Weilers bringt der Repräsentant zur allgemeinen Kenntnis, daß die Amtsräume von der Grabengasse auf den Haupt» platz verlegt wurden und daß die neue Abfindung». Hauptversammlung, Mittwoch den 3. November l. Z., nachmittags 2 Uhr. im Hotel „zur goldenen Krone" stattfinden wiid. Heu Karl Mörtl belichtet über die dreijährige Geschäflspeiiode nnd teilt mit, daß die BeiriebSergsbnifse der Jahre 1907 »nd 1909 keine guten gewesen sind, doch habe das Jahr 1903 in welchem die ganz vorzügliche Weinernte einerseits uud der große Bierboykoil anderseits ausschlaggebend waren, einigen Er'ay gebracht uud man müsse sich mit den, erzielten Erfolge, wenn derselbe auch als kein besonders günstiger bezeichnet werde» kann, zu-frieden geben. Schließlich ergriff Herr Otto Küster daS Wort und gab eingehende Aufklärung über die dreijährige GeschäslSgebahrung, welche in jeder Weise alS eine mustergiltige bezeichnet werden muß. Jeden Monat wurde» die Bücher des Vereines von den Ausschußmitgliedern geprüft und eS sind dieselben Seite 4 Qtv£8kt WaM 3^ r w vl Nummer 87 stet« in größter Ordnung befunden worvrir. D>«S-sei i» erster Linie ein Perdienst de« Repräsentant» Herrn ?!eubru»»er, dem Redner, unter aUgeme««r Zustimmung im Namen de« Vereine» den besten Dank »um Ausdrucke dringt. Ebenso gebühre dem AmiSleiter Herrn Nußmüller für seine Tätigkeit die vollste Anerkennung. Nachdem noch rinstirinuig. be-schlössen wurde, in eine neue Abfindung am kommen-den Mittwoch einzugehen, und an der Wahl de« bisherigen Repräsentanten Neubrunner und Gujta» Stizer« dlS Stellvertreter festzuHalt««, würd« die Sitzung gcs^lossen. Schadenfeuer. Gestern um 4 Uhr nach mittag wurde unsere Wehr durch zwei Schüsse, «xl» che ei» Großseuer in der Nähe Cillis meldeten, alar. miert Es rückte sofort ein Löschzug der freiwilligen Feuerwehr unter dem Befehle des Hauplmamie« Herrn Karl Feijen au«. ES war das Wirtschafts, gcbäude des Besitzer« Andrea« Ocvirk iu Forsthos (Ostrosno) in Brand geraten. Al« die Wehr am Brandplatze erschien, war daS mit Stroh gedeckte und mit Futtervorräle» gefüllte Gebäude bereit« im voll-sten Brande. Die Wehr mußte sich, umsomehr al« in nächster Nähe da« Wohnhaus steht, darauf b,° schränke», das F uer auf seine» Herd zu beschränken, waS ihr auch nach mehrstündiger harter Arbeit gelang. Die Landbevölkerung hielt sich, wie gewöhnlich wieder fern. Die Rettung«arbeite» der Wehr wurde» wacker unterstützt durch die Mannschaften des hiesigen Bataillons des 87. Infanterieregimentes, welche eben am großen Exercierplatze waren und aus Befehl des MajorS Herrn Pifchelli zu Hilfe eilten. Dem Brande fielen außer vielen Futtervorrälen auch eine »aldin zum Opfer. Der Besitzer war nur teilweise versichert. Das Feuer soll durch spielende Kinder ausgekommen fein. Die Fahrt durchs Schaufenster. Heute vormittag« tuhr ein Bauer au« Gutendorf mit einem Einipänner in die Stadt. In der Grazergasfe scheute das Pferd. Der Bauer konnte da« Pferd nicht mehr hallen und dasselbe raste samt dem Wagen ge,;e» den Haupiplatz zu. An der Straßenkreuzung machte da« Pferd eine plötzliche Schwenkung und fuhr in das Schaufenster des Äanfmanne« Äaisek hinein. Das Gespann fahr mit solcher Wucht an, daß es durch beide Auslagesenster drang und daS Pferd mit den Hufen auf den Berkaufsladen zu flehen kam. Im Geschäfte besannen sich eben viele Käufer, die entsetzt di« Weite suchten Der Schade am Schaufenster und den darin zur Schau gestellten Waren ist ein ziemlich beträchtlicher. Auch das Pferd hat bedeutenden Schaden genommen; es blutete aus mehreren schweren Wunden und mußlc dem Tierarzte übergebe» werden. ES war nur ein Glück, daß da« Pferd nicht über den Hauplplatz rannte, den» es war gerade Wochenmarkt, der vor Aller Heiligen immer fehr stark besucht Ist. DaS Unglück wäre unabsehbar gewesen. E« wäre gut, wenn die Gemeindevertretung sich darüber schlussig werden würde, welche BorsichtSmaßregeln gegen solche Fälle zu treffen wären. Südmarklotterie. Am l l. November findet bereits die Ziehung der Südmarklotterie in Wien statt. Nur wenige Tage also stehen für die Werbe-arbeit beim LoSabsatze zur Verfügung und diese soll-ten von allen Freunden des Vereine« Südmai k aus-genügt werden, um eine recht hohe Zahl abgesetzter Lo>e zu erzielen. Es gilt ja einem wohltätigen Zwecke, da da« Erträgnis zur Unterstützung in Not geratener Handwerker und Bauern bestimmt ist. Nahezu 30.000 Kronen wurden zu diesem Zwecke aus dem Erträgnisse der ersten Lotterie bereit« aus« gegeben und der Berein SÜduiark wird »och mehr tun können, wenn er durch den Erfolg der zweiten Lotterie seinen NotstandSsond stärkt. Dazu ist die Eüdmarklotterie, wie jederzeit ziffernmäßig nachge wiesen werden kann, tatsächlich die bcftauSgestatiete oller Effekienlotterien und bietet die denkbar beste und reichste Gewinnstau«sicht. Bei solcher Sachlage kann e« wohl nicht schwer fallen, sich für den Ber trieb der Südmarklose einzusetzen. Anfrage» und Bestellungen nimutt entgegen die Lotteriekanzlei Wien I2£/4 Drelhackenaaffe 4. Nichts lesen! Da« ist das seligmacheiide Rezept, welche« die klerikale» Hirten ihren Schäfchen virfchreiben. In dem neueste« „Bouifatius".Blatte kann man folgende« lesen: „O, mein teurer Leser Ich beschwöre dich beim lebendigen Gott, bei dem Heiland und Erlöser, bei all seinem Blute, bei dem Blute von Milloneu Märtyrern, die so viel gelitten für ihren Glauben und alle gefallen wären, wenn ke gelese.r hätten: Orientiere dich nicht! Lie« nicht Lie« nicht! Werf (!) da« Teufelszeug in« Feuer wo immer du e« erwischen kannst, damit e« nicht dich und andere in« Feuer bringt. Die Furcht ist fchö» von Ansehen «»d ange»ehun z» genieße!«' — ctlwv entsetzliches' Seeieugist. Wle viele Schraeine-Hüter in der W»lt, die jetzt ihre». Bauch fülle» mit de« Trcbern der Unfittlichkeit, die ihnen des Un-glaube bietet, '.»nd dabei umfM»neu vor GtisteS-hnnger, wäre«: einst wie dn un5> sehne« sich zurück nach ihrem einstigen, uud deine:»- Sttücke. — Sieh zn. daß du i^cht eürit wirst iv» sie. Zurücks ist so schrecklich säxver! — A«ri kreolisches roiair nicht gelesen. — Alle« derartige Lhe von vornherein, ohne alles Besehe«, ans benum Index. Hu wirst trotzdem nvch^i tauimdmal mehp davon hör«, müssen als der UiHgläubize von dei»«m Glauben^ denn eS stürzt wie tausend' Bäche mvj allen Seite» ans dich ein; die Kurze «oderne LM ist verpestet und ver« ftunken twa Urlauben. Lies nicht! Lie* nicht >— und du «ist bombenfest fein in deiner» katholischen Glaubens — Man siel)», der alte klerikal» Wahl-spruch besteht nvch in»»er zn Recht: „Herr, laß Dummheit regnen über« Land, dann bleibt die Macht in unsrer Hand." Weinlese in Untersteiermark. Die Be« fürchtungen der uutersteirischen Weinbauern für die heurige Weinlese sind zum Glücke nicht eingetroffen. Trotzdem das Wetter im September für dcr Reben sehr ungünstig war, ist die Weinerute sehr gut an«-gefallen. In der P et tauer Gegend hat es seit 22 Jahren, das ist dem letzten ergiebigen Wein-jähr 1867, nicht so niedere Weinprcise gegeben, wie heuer, es wäre denn das berüchtigte Peronospvra-jähr 1888. Der durch den allgemeinen Gebinde-mangel bewirkte Preisdrnck ist so weit gediehen, daß Moste schon um 12 Heller per Liter verkauft würde», wenn der Käufer nur Gebinde mitbringt. Uud der-artige Fälle sind gar nicht selten. Dabei sind die in Betracht kommenden Moste nicht etwa schlecht, ob-wohl eS heuer bezüglich der Qualitäten sehr große Unterschiede — selbst in benachbarten Weingärten — gibt. Im Durchschnitt weisen die heurigen Moste 16 Prozent nach der Klosterneuburger Mostwage ans; jene an« den geringeren Rieden und minderen Lagen mit minderwertigen Sorten 14 Prozent, während ans besseren Lagen mit edleren Sorten, wie Traminer Furmint (Mostet), Riesling, Ruländer, Burgunder und Eabernet, bereits l8 Prozent nnd darüber — Gewürz-Traminer sogar 21,5 Prozent — auswiesen. Dabei hieug ein Großteil der Lese lange am Stock und harrte der mit Gebinde» versehenen Abnehmer. Angesicht« der Heuer quantitativ in allen Weinbauläudern genügen Lesen ist es geradezu unbegreiflich, daß sich Wirte nnd Wein-Händler so lange znm Zugreifen entschließen. Die einzigen Abnehmer waren bisher die Feldlerbauern. die sich für Haustrunk statt mit Aepfelmost. an dem e« hier ganz fehlt, mit billigem Wein versorgen. — In Windifch -F ei stritz ist die Lese als eine sehr günstige zn bezeichnen. Der Zuckergehalt wurde durch die schöne warme Witterung in den letzten Woche» erhöht und wird mit 13 bis 16 Grad an-gegeben. Die erzielten Weinmengen sind gegen 50 Prozent höher als im Borjahre, doch die Güte kommt dcr vorjährigen nicht nach. — In Rohitsch wnrde die Weinlese am 23. d. beendet, nachdem die Weinbauern schon mit Anfang dieses Monais damit begonnen. Die Qualität ist sehr verschieden. Während der srühgelesene Weinmost 13 bis 14 Prozent Zucker ausweist, hat der spätgelcscnc 17, ja sogar 20 Prozent Zucker. Die Quantität ist Heuer viel größer als im vorigen Jahre. — I» der R a n n e r und Wiseller Gegend fiel die Weinlese auch sehr gut aus. Sehr ergiebig war die Lese in Kroatien, so daß kroatisch« Weinbauern in den steirischen Grenzvrten den Wein mit 8 bis 10 Heller per Liter antrugen. Kollekturwein. Hiezu schreibt man noch der „Marburger Zeitung": Als ehemaliger Besitzer einer Weiuganenrealilät in de» Windiichen Büheln kann ich leider davon auch ein Liedl fingen. Nicht nur bitlend. viel ö ter in befehlender Weise, alS ob e« sich um die E'füllung einer selbstverständlichen Pfficht handeln würde, wurde verlangt? Die Ber messenheit ging sogar soweit daß mir die Menge de« Weines vorgeschrieben wurde, die ich für den Hoch-würdige» abzugeben hätte. Gab man nichts, so hotte mau wieder mit der Nachbarschaft Verdruß und die Arbeiter tvurden durch geistliche Einflüsse derart aufgehetzt. daß man den notwendigen Arbeiter, nicht nachkommen konnte. Dies machte mir dort das Leben und die Wirtschaft derart verhaßt, daß ich gezwungen war, meinen schöne» Besitz zn verkaufen. Al» ich in einem Jahre keine» ttollekturwein gab. wurde von gewisser Seile da« Gerücht ausgesprengt, ich fr schuld an der fchechten Ernte jene« Jahre«! ES ist eher zu niedrig gegriffen, wenn ich behaupte, daß zuweile die verabreichte Menge de« Kollrkturweine« an Geld mehr ausmacht als die Staatssteuer! E« Sammt den Pfarrer, der Äaplan. der Organist, der MeSnev. eS kommen Franziskaner und kommen Kapuziner ». Bon den „Barmherzigen" wollen wir nicht sprechen, weil die Spende» sür diese einem WohltätigkeilSakte gleichkommen. Alle kommen und allen soll und muß von dem geopfert werden, wa« i in harter Jahresarbeit vollendet wurde. Bor etwa 30 Jahre» noch war es wohl noch Pflicht, den Kolletturwei» abzugeben; die Menge war vorge schri hen. ,>etzt ist die« ander«. Unsere Borsahren. wie auch noch. heule lebende alle Besitzer mußten dieW Kolleklur ablösen. Der Wert des abzugebenden Koll«klur»ei»e« wurde kapitalisiert und verteilt au' mehrere Jahre mußte» große Summe» behuss Ab-l»iu»g der ttollektur aufs Steueram» getragen werden. Au« diesem auf solche Art gebildete« Fonde enl-»landen fette Pfründen und schöne Einkünfte für die geistlichen Herren. Die Hochwürdigen haben also gar kein Rech« mehr, Souekturwein de» Bauer» und Be-sitzern abzuverlangen, da die ttolleklur um große Summe abgelöst wurde. Sie genieße» das Geld jener Ablösungssummen und kommen nun trotzdem wieder um den Kolleklurwein! Zuerst mußte die geplagle Bevölkerung die Kolleklur unter schweren Geldopser» ablösen und «un sollen sie den Kollekturwein oben-drein und geradeso hergebe», als we»» die Ablösung gar nicht stattgefundn» hätte! Bemerkt sei noch, daß die mit Butleu umhergehenden Abgesandten der Pfarrer, Kapläne K. jedem Angeschnorrten ein Buchet hinhalten, in welches der Angeschnorrte die Meng« des von ihm geopfert«» deines eintrage» svll Das soll augeblich der Kontrolle der Buttenlräger dunen Sämtliche Bauern und Besitzer seien aber hiemil gewarnt, i» jene Büchel Eintragungen vorzunehmen. Denn wenn solche Eintragungen Jahr sür Jahr vor. genommen werden, dann sind die betreffenden geilt-ichen Herren imstande, aus Grund dieser verduchlen Regelmäßigkeit eine neuerliche gesetzliche Abgabenpflicht der Bauern und Besitzer zu konstruieren! Also jr nicht« unterschreiben! Weit besser ist e« natürlich ür die ohnehin geplagten und mit Sorgen über-asteten Bauer« und Besitzer, wen» sie die Butten« träger überhaupt abweisen, ganz entschiede» abwei'e» und »ichls mehr gebe». Die geistliche» Herren werde» trotzdem »och alle Tage, was der Bauer nicht hat, ihren Biaie» und ihren Wein haben. Schließlich s«: noch darauf verwiesen, wie süß geistliche Hcrien um die Kolleklur kominen, mit welcher Gehässigkeit oder sie bei Gemeinde und andere« Wähle« dieselben Besitzer verunglimpfen und bekämpfe«! Auch auf da? soll gedacht werden! Ein großes Fest für St. Leonhard. Am 8. Dezember d. I. findet i« de« Sofienfälen zn Wien unter dem Schutze des deutschen Schul-Vereines ein Fest zugunsten der deutschen Schule in St. Levnhard i. W. B. statt. I« den Ehren vor-stand sind bisher eingetreten: Landsmannminlster Dr. Schreiner, Abg. Dr. Groß, Obmann des deutschen SchnlvereineS, Obmannstellvertrctcr Doktor Baum, ferner die Abgeordneten Dr. Steinwendtr, Malik, Dr. Sylvester, Wastian Marckhl, Einspinner »nd Dr. Hofmann vvn Wellenhof. Im Fest«»«-schliffe sind außer den deutschen Schutzvereine auch viele deutsche Vereine und Körperschaften vertreten. In Anbetracht der großen Wichtigkeit de« Feste» mögen alle «reise des deutschen Bolke« sich recht zahlreich an demselben beteiligen! Güterwagen-Plünderer. Mau schreibt a»S Pragerhof : Begangenen Montag wurde der hiesige Schnhmachermeister Jakob Fidersek verhastet und dem Bezirksgerichte Wiudisch-Feistritz einge« liefert. Er hatte Waren, die fein Komplize der Berschnbsarbciler Franz Sorjak aus Kerschbach, aus de» Güterwag.n gestohlen hat, übernommen und jedenfalls weiter an den Mann gebracht. Nach Sor-fak, der feit 16. jkrank gemeldet und nirgend« auf-sindbar ist, fahndet die Gendarmerie. Fidersek, der von seinem entlassene« Gesellen angezeigt wurd?, soll bereits teilweise eingestanden haben, der Hehler des Sorsak gewesen zu sein. Wenn nicht alle« trügt, dürfte man mit dieser Berhastnng einer Baude aus die Spur kommen, die schon seit geraumer Zeit zum Schaden der Südbahugesellschast Güterwagen plündert. Vom Hochtör abgestürzt. Am So»»« abend unternahmen der BuchhandlungSgehilfe A. Larisch mit dem HandelsangesteUten Josef Griser au« Wie» einen Ausslug in« Gefäuse. Am Dien«-tag hätten sie zurückkehren solle». Da sie bi« zum Abend nicht zurückkamen vermutete man, daß ihnen «in Unglück zugestoßk« sei. Al« auch den nächsten Tag keine Nachricht von ihnen kam, machte sich eine RettungSexpedition zur Suche nach den beiden Ber-mißten auf. Die Vermutung hatte sich bestätigt. £ie beiden Bergsteiger sind vom Hochtor abgestürzt. Man hat sie mit zerschmetterten Gliedern im sogenannten Rummer 86 Hendelkarren tot aufgefunden. Larisch ist dcr Lohn des gewesenen BrauereibesitzerS in Tüffcr. . Er war 30 Jahre all. Zwei Brüder deS Larisch sind Ossi« ziere, der eine Generalstabshauplmann und Lehrer an de? technischen Militärakademie, der andere Ober» leutnant im 5. Feldkauonenregimcnt. Abschiedsseier. Dcr Abend de« 27. Of. tobcr wird den SteiubrÜckern und ihren Freunden und Bekannten lange Zeit im Gedächtnis bleiben. Der Schiitzenklnb in Steindruck feierte an diesem Tage das AbschiedSfest feines langjährigen Mitgliedes «nd Freundes, deS IchützenmeisterS Herrn Hubert Skala! samt seiner lieben Frau Gemahlin. Der Besuch ivar ciu geradezu großartiger uud dieser Besuch mußte sür das volle Gelingen des Abends Gewähr leisten. Aus der ganzen Umgebung waren Freunde »nd Bekannte herbeigeeilt uud es konnte der Oberschützeumeister die Schütze»»vereine von Hrastnigg uud Lichtemvald, welche beide sehr zahl-reich vertreten waren; fcrnrr Gäste ans Cilli, Mar-bürg, Laibach, Tüsfer uud Römerbad begrüjW viele, welche am Erscheinen verhindert waren, hatten sich entweder schriftlich oder drahtlich entschuldigt. Eingeleitet wnrde dcr Abend durch einen von dem Steinbrückcr Schrammel-Qnartett stramm vorgctra-genen Marsch, woraus dcr derzeitige Oberschützen-meister Herr Ingenieur Hans Hawa iu warmen Worten des vrrdieustvollen Wirkens und der regen Tätigkeit, welche unser scheidender Schützenmeister stets an den Tng legte, gedachte und ihm im Namen des Bercincs die Urkunde über feine Ernennnng zum „Ehrenschützenmeister" uud ein sinnvolles Ge-schenk überreichte. Ebenso wurde seiner lieben Frau Gemahlin eine Blumenspende mit einer ErinnernugS-schleise überreicht. Hierauf solgte» einige Liedervor-träge unsere» Kassier« Herr» A. Harbich, «mlcher durch seine klangvolle Stimme »nd den seinfinnigen Bortrag rcichcn Beifall erntete. Schützenmeister Herr Albert Kossär dankte dem Scheidende» mit warmen Worten für feine jederzeit bereitwilligst betätigte materielle Unterstützung des Bereines. Fran Ober-lehrer Kropej gedachte dcr vielen Verdienste, die sich Herr Skala! als Obmann dcs hiesigen OrtSschul-rates erworben hat. Fcrncr hieltet« noch lierzliche Änsprachen Herr Dr. K. Killer im Namen des Hrastnigger Schützeuvereines nnd Herr I. Winkle, welcher des nicht mehr bestehenden Steinbrücker Radfahrerklnbs gedachte, sür den sich der Schei-dendc ebeusalls verdient gemacht hat. Herr Hubert Skalak erwiderte, sichtlich gerührt, mit herzlichen Worte» nnd dankte sür alle ihm und seiner Frau Gemahlin dargebrachten Ehrungen »ud versicherte, uns seiner auch seruerhiu gleich bleibenden, treuen Freundschaft und des steten Mitgefühle? mit dem Schütztiikliib. Ein kräftiges Heil folgte diesen Wor-Un, woraus dann wieder das SchrammelOuartett seine gediegenen Vorträge brachte. So verflogen die Sluuden nur z» rasch und selbst als schon die frühen Morgenstunden angebrnchen waren, dachte »jemand an den Änfbruch. Erst als die nach Nor-den uud Süden fahrende» Züge an die Heimfahrt mahtitrit, lichteten sich die Reihen. So war dieser Abend würdig dem Andenke», welches wir nnserrm lieben Schützeuuikistcr Herr» Skalak und seiner all» geliebten Frau Gemahlin immer bewahren wollen verlaufen, und wir wünschen diesen beiden lieben Freunden fUv ijgHjjfSiUM Zukunft in Marburg das herzlichste WohlerMiA. Jfct j Tüffer. Jl> bei .'iacht von Donnc» «tag aus Freitag braMeu die Stallungen des der Firma Neuberger uud Löhne in Punk gehörigen «chlosses in Gairach bei Tüßer Wilkonuaeis äb Dem Brande fielen auch seHtz BAat' Ochjen zum Opscr. , Gonobitz. (Deutsche Schale «nd Deutscher Schul verein.) Der sqt Jahren immer regere Besuch der deutschen Volksschule «jpcht deren Erweiterung zu einer Notwendigkeit, welche nunmehr so dringend geworden ist, daß sich die schon seit langem geplante Vergrößerung des Lchulgebäudes uickt weiter aufschieben läßt. Bei der Knappheit der ihm iur Verfügung stehenden Mittel wandte >'ch der Ortsschulrat um Hilfe an den bewährten Helfer in der Not: an den Deutschen Schulverein. Am 26 d. traf nun zu unserer großen Freude dcr steiermürkische Referent Herr Dr. Baum hier ein, um sich duich persönliche Anschauung ein klares Bild über die Angelegenheit zu verschaffen. Es ist volle Aussicht vorhanden, daß der Deutsche Schulverein. welcher bereits bei der Erbauung der hiesigen deutschen Schule ei», namhaste Bauuntcrstützmig gewühlt hat, gsstockunge» die Rede gewesen. Zeuge sei zu Weihnachten 1907, da er wußte, daß Ivan Vosnjak in kurzer Zeit ruiniert sei» werde, zu Dr. Mayer gegangen und habe ihm den Rat gegeben, sich mit Ivan Vosnjak nicht zu viel in Geld einzulassen. Dr. Mayee aber glaubte den Worte» des Zeuge» als Konkurrenten und nationale» Gegner nicht. Der Zeu^e bezeichnet als Ursache des Zusammenbruchcs vor allem die' Preisstürze deS Jahres 1906/7, serner die mangel-ha'te Kenutnis der Einkaujsverhäliuisse und den Umstand, daß die Firma ohne Kassa aus «redit ar-bettele, weshalb sie auch «eurer einkaufe» mußte. Der Zeuge Franz Ttadler sieht als Ursache des Zltsammenbiuches nur den Preissturz von 19 6,07 au. Dieser sei nach keiner Ansicht ei» „Unglückssall" im Sinue des Gesetzes, der auch von dem vorsichtigsten Geschäftsmanne nicht vorhergesehen werden könne. Früher wäre der Lederhandel das reellste und rentabelste Unternehmen gewesen, aber seitdem die Amerikaner den Mai kl beherrschen «nd die Preise vorschreiben, sei er zu einem reinen Börsenipiele herabgesunken MObiNM bie™' deren al? Znigen vernommenen Fachmänner aus Der Zeuge Eerosek, der für Zvau Vosnjak mit Dr. Mayer sich mitverbüigie, sagt, daß uach seiner Ansicht die Leiter des Unteinehmens ihre» Stellungen nicht gewachsen waren. Der Notar Binzenz KolSek. der Kontursinasse-Verwalter war, bezeichnet als Ursache des Zusammen-brncheS, die iowohl in kausmännischcr, wie technischer Beziehung > angelhafte Leitung des Unternehmens. Das Elektriziiätswerk werfe noch jetzt einen Rein-gewinn ab. Der Konti ollor der Poiojitnica Tatnif behauptet, daß Vosnjak nie die beide» Schlüssel der Kassa be-sessen habe, daß immer er (Zeuge) den Resjo'tschlüssel und Vosnjak den Außenschlüsjel gehabt hätten. Zvan Vosnjak habe daher nie allein in den Geldschrank komme» können Bezirks« ichter Tertuik gibt folgendes an: Als im Jahre 1908 die erste Pfändung bei Vosnjak hätte vorgenommen werden sollen, habe sich Vosnjak dagegen getvehrt und als ihm Zeuge erklärte, daß er die Pfändung vornehmen lasse» müssen und ihm die Bestimmungen der Sonknrsoidnung vorgelesen hatte, habe VoS»j«.k gesag: „Dann «nuß ich den KoukurS anmelden " Er habe dann erklärt, daß er zu diesem Zwecke am Nachmittage wieder kommen werde, waS er aber nicht getan habe. Die Sachverständigen, die Herren Stadtbuch-Halter Rudolf Laug aus Eilli uud Direktor Kasper aus Pellau sprechen sich zunächst gegen die Kassen» adzänge bei dcr Pofojilna auS. Bis zum Jahre 1899 habe «und eiu Betrag von 77,000 Kronen gefehlt, welcher Fehlbelrag sich im Laufe der Jahre auf j>0.000 Kronen erhöhte. Diese Fehlbeträge glich Boanjak im Jahre 1906 dadurch aus, daß er den Einlagenstand um 90.000 Kronen erhöhte und aus feinen Namen einen Schuldschein darüber ausstellte, Seite 5 ohne das Geld je behoben zu haben, daher ist auch die Bilanz des Zahres 1906 von den Eachverstän-feigen als richtig bezeichnet worden. ?ie Sachver-ständigen sprechen sich weiterS einverständlich dahin aus, daß die Buchführung eine sehr mangelhafte und den Bestimmungen deS Gesetzes nicht entsprechend gewesen sei, daß die für fabriksmäßige Gewerbe un-bedingt notwendigen Bücher, wie das Jnvenlurduch-, das Rohmaterialien-, FabrikatiouS- und Warenkonto gefehlt halten. Der SlaalSanwalt Dr. Bayer hält die Anklage in vollem Umfange aufrecht. Der Ber>eidiger deS Ivan, Milan und Vladimir Vosnjak, Dr. Filipic und jener des Dr. Mayer, Dr. Brecko. suchen in längeren Ausführungen die gänzliche Schuldlosigkeit der Angeklagten nachzuweisen und ersuchen »m deren Freisprechung. Nach längerer Beratung verkündete der Vor-sitzende das Urteil, nach welchem Ivan VoSnjak wegen Vergebens der schuldbaren Kriva nach § 486 St -G zur Strafe deS strengen Arreste? in der DaUer von zwei Monaten, verschärft mit einem Fastloge alle 14 Tage verur-teilt wird. Vom Verbrechen der Veruntreuung wird Zvan Vosnjak freigesprochen. Dr. Mayer, Milan und Vladimir VoSnjak wurden freigesprochen. Schauliühnr. ..Moral" betitelt sich die Komödie, die am Donnerstag über nnfere Bühne ging. Ob darin das liegt, was der Titel des Stückes auzcigt, überlassen wir dem'Urteile jener, die das Stück kenne». Das Stück klingt in den Schlußakkord aus, daß die Moral ein gutes Ding, aber nicht jedermanns Sache ist und daß auch in dieser Richtung die so modern gewordene Per-versttät cinc Rolle spielt. Der große Spötter Thoma hat unS aber trotzdem Lebenswalirhciten vorgeführt, allerdings nnter dem scharse» Messer der Satyre. Der Grundgedanke, der die Komödie beherrscht, ist der dem konservativen deutsche» Kleinstaatler aus den Leib geschnittene Grnndsatzi Moral soll man haben, zeigen braucht man sie nicht. Dabei kommt aller-dings der überspannte moderne Bolksbildner, der in der Verfolgung feiner Ideale gewöhnlich einseitig ist, schlecht weg. Die Handlung die in der Residenz eines deiltschen Kleinstaates spielt, ist bald erzählt. In diesem Neste hat sich ein „SittlichkeitSverein" gegründet, dem sich alle konservativen Kreise der Residenz angeschlossen haben. Die Tendenz des Vereines ist Erhaltung der Würde und Heiligkeit der Ehe und aller sittliche» Gesichtspunkt«. Innerlich schwöre» alle auf den Grundsatz: Nur keinen Skandal, die Moral ist Nebensache, sie ist nur sür die niederen Volksschichten da Zum Unglücke kommt in diesen »noralischen Orteine Circe, der der Präsident und die vornehmsten Mitglieder des Vereines intime Besuche abstatten. Der Uebereiser eines jungen PolizeiastefsorS biingt die Geschichte beinahe zur Kenntnis der Oessentlichkeit und nur dem Umstand, daß der Erbprinz selbst in die .unangenehme" Geschichte verwickelt ist, ist es zu danken, daß der Skandal noch rechizeitig vennicht wird. Zum Schlüsse stiehlt der Präsident des SittlichkeitsvereineS das Tagebuch der Circe. Die Aufführung war einspruchs-frei. Es lat jeder Darsteller seine Schuldigkeit. Herr Direktor Richter war wieder durch sein nätürlicheS Sp'el zwingend. Her« Hohenau gab den überspannten zitaten - schwangeren Gymnasiallehrer sehr gnt Frl. Theresia Bellau war als Ninon von Honteville sehr gut. Auch das Spiel der übrige» Darsteller verdieilen volles Lob. Wir können aber nicht mnhin, aus einen Uebelstand aufmerksam zu »lochen, der nun schon das zweitemal vom Publikum übel bemerkt wurve — das etwas starke Kürzen des letzten Aktes. ES geschieht dies gewiß aus dem Grunde, um den Schauspielern die Rücksahrt nach Laibach noch am Abende zu gestalten, aber das Publikum von Cilli ist ein sehr dankbares und verdient ein Entgegenkomme» in dieser Richtung sicherlich. Nachtrag. vom »indischen Bruderzwist. Der Kamps zwischen der klerikalen sloivenilcheu „Volks-Partei" und der sogenannten liberalen Partei dauert nun schon einige Jahre. Seitdem es der liberalen Partei gelungen in, de» slowenischen Schulverein (Cyril-Metud-Vrreia) an sich zu reiße», ist dieser «STett« 6 Dentsche Wacht ftsamet 87 Kamps nur noch erbitterter geworden. Neide Parteien kämpfen mit allen nur möglichen Mittel». Unbedingte Herrschast über das Volk, das ist daS Endziel der Bestrebungen b:ider Parteien. Die .liberale" PaUei hat in diesem Kampfe eine schwere Stellung, denn die Bolkspartei hat, wie der „Narodni dnevnik" zugibt, das Geld und die politische Macht. DicscS Blatt schildert die KampseSweise dcr VolkSpatte! solgendermabt»: „Ihr Geld und ihre Macht wenden sie ohne Bedenken an. Den Studenten verschaffen sie Plätze im bischöflichen Seminar, auf den Hochschulen Unterstützungen und Stipendien, de» Advokaten und Aerzte» Mliniteii, den Lehrern, Professoren und Beamte» eine schöne Karriere, den Geistlichen gute Pfarre», den angesehenen Bauern Bürger weilte»-stellen, den Gemeindeausschüsseu einflußreiche Stellen in den Vereinen und Abgeordnetenmandatc. Den Handwerker» und Kaufleuten drohen sie mit drin Boykott, wen» sie »icht ihre Ka»didate» wählen. Der politische Kampf n»ter den Slowenen hat noch nie mit solcher Wut, mit solcher brutaler Nücksichts-losigkeit und Leidenschaftlichkeit eingesetzt, wie gerade jetzt. Keine Partei hat noch mit solcher Herzlosigkeit ihre Gegner ;u vernichten gesucht, wie dies die slo-wenische klerikale Partei tut." Daß unter diesen Umständen die liberale Partei eine» äußerst schwierigen Standpunkt hat, ist erkläilich. Einigen Erfolg kann diese Partei nur in Laibach ausweisen. Hier hat die Partei unter dem Schutze der Hribarschen Gewalt-Herrschast die gleiche Taktik eingeschlagen. Hier wird niemand in städtische Dienste aufgenommen, der »icht auf das liberble Programm schwört. Nun haben sich die Liberalen in ihrer Bedrängnis über HalS und Kopf auf die Erroberung der Schule» und der Jugend gestürzt. Vorderhand haben sie noch wenig Aussicht ihj Ziel zu erreiche» In der Nummer 247 deS „Narodni dnevnik" jammert ein gewisser Ludevit Furlani über die Verklerikalisierung der Schulen. Er sagt, in Kraiu seien die Slerikalen die Herren, welche die Schulen so lange reformieren werden, bis sie wieder so sein werden, wie zur Konkordatszeit. An den Mittelschulen seien die Verhältnisse nicht viel besser. Hier sei das Angebertum zwischen Schülern und Lehrern in schönster Blüte. Die klerikalen Studenten vcrschwärzen ihre Lehrer beim Religions« lehrer und dessen Anhänger im Prosessorenkollegium. Von einer Kollegialität unter den Lehrer» und einer Freundschaft und Offenherzigkeit zwischen den Schüler» sei keine Spur mehr vorhanden. Solche Verhältnisse vergiften die jungen Seelen und vernichten die Eharakierfesiigkeit. (Von letzterer haben wir auch srüher nichts bemerkt. Anm. d. Schristl.) ^hre ganze Hosinung setzt jetzt die liberale Parlei au? die Organisation der slowenischen männliche» wie Weib« lichen Jugend. Aber auch da scheinen sie nicht viel Glück zu haben. Am Sonntag fand in Sachienjeld eine Versammlung der slowenischen Jugend Unter-steiermarks statt, welche den Zusammenschluß der slowenischen Jugend zu einem großen nationalen Verbände zum Zwecke hatte. Trotzdem die liberale Presse schon Wochen vorher in spalteiilangen Artikeln für diese Versammlung Stimmung machte, war der Besuch nach den Berichten der klerikalen Blätter und nach dem Geständnisse der liberalen Presse ein klag' licher. Die Klerikalen bliebe» eben nicht müssig; die Kanzeln täte» ihre Schuldigkeit und die liberale» Agitatoren schriee» sich vor leeren Bänken heiser. Nun findet eine solche Versammlung nächsten Sonntag in Polstrau statt. So ringen nun beide Parteien im heißen erbitterten Kampfe, der alle Spalten der «indischen Presse ausfüllt. In einer Beziehung aber find die beiden sich blindwütend verfolgenden Parteien einig — in Hasse gegen das Deutschtum. Um dieses auszurotten reichen sie sich brüderlich die Hände. Die Beute, wegen der die Parteiführer gegeneinander die Zähne fletschen, ist nichtS anderes, wie unser Besitz-stand. Für uns Ist jede der beiden Parteien ein grimmiger, unversöhnlicher und heimtückischer Feind, gegen den wir stetS auf der Hu» sein müssen. Eingesendet. Beachten Sie beim Einkaufe von' Seife dreierlei: Güte, Preis und Stückgnvicht. Die teuerste Seife ist keineswegs immer die beste; nament-lich ausländische Waschseifen, die durch den hohen Einfuhrzoll bedeutend verteuert werden, versucht man dem inländischen Publikum zn wahren Phantasiepreisen anzubieten, die absolut durch nichts ge« rechtfertigt sind. Gewiß richtig und immer giltig ist aber der Satz, daß die billigsten Seifen in Wirklich-keit die teuersten sind, denn sie reinigen schlecht und ruinieren überdies Wäsche durch die schädlichen Zu-sätze die sie enthalten. Vin empfebleuSw. > teS Spielte»,r. Mit Rücksicht aus das herannahende Weih» acht «seit wird ti vielen Eltern erwünscht sein, durch diese Zeilen aus ein Spiel und Beschäftign nqsmittel ausmerksam gemacht zu werden, da» «ine Äuenabmestellung unter de» vielen spiet-waren einnimmt »nd fvi besonders dadurch au4jeicknei> daß die »inder dauernd gern damit spielen. E« ist ein Artikel, der sich mii jedem Iahe» immer htnsiaer von dem Vater aus den Lohn vererbt und der somit lein Schaustück ist, das durch seine schönen starben feiend t. Aast glauben wir. daß die Nennung gar nicht nöiiq ist: oder sollte ti wirtlich noch Familien geben, in denen Die Änker Stein-baukast n nicht bekannt sind? Sie sind ti. die wir hiermit als bestes Weibnachisgeschent empfehlen mochlrn. denn] sie verdienen die allerwäimste Empfehlung mit Recht Ta es kurz voe dem Fest in den Geichäsien sehr Iibdasl heigeht, so dürste e4 am beste» sein, sich von der Firma F. Ad. Richter k Cie., König!. §of< und Kammerlieseranlen in Wien I. Lperngasse 10, vor dem Eintaus die neueste illustrierte PieiSIiste kommen zu lassen, um danach in aller Ruh« den in der Größe passendsten Anker-Tteinbaukailen auswählen »u können. 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Mit der Stelle eines Sicherheitswachmannes ist ein Jahresgehalt von 920 Kronen, drei von 8 zu 8 Jahren fällig werdende Dienstalterszulagen zu je 80 Kronen, ein jährliche« Bekleidungspau-schale von 150 Kronen und die krtserumäasige Unterkunft verbunden. Die l'robezeit beträgt ein halbes Jahr gegen ein Taggeld von 9 K 66 li und wird nach zufriedenstellend zurückgelegter zweijähriger provisorischer Dienstzeit der Anspruch auf definitive Anstellung und Pension nach den Normen für die angestellten Diener der Stadtgeineinde Cilli erworben. Bewerber um diese Stelle haben ihre ordnungsmässig belegten •nd eigenhändig geschriebenen Gesuche bis 1. Dezember 1909 beim Stadtamte Cilli zu überreichen. Stadtamt Cilli, am 20. Oktober 1909. Der Bürgermeister: 15920 I)r. Heinrich von Jabornegg. Realitäten -Verkehrs-Vermittlung der Stadtgemeinde Cilli. Ein neugebautes Fa- I Weingartenrealität a 1 . h •. a L. • M M - > M L» > flA WA il 1 I.• tl milienhaUSj no hparterrc mit 3 ZiiMiil Kbch'. Speise, !! 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Spezereigeschäft samt Konzession zu verpachten. Auskunft bei Anton Gregl, Cilli, Laibacherstrasse (neben Gaswerk). 16930 Danksagung. Die tieftraueirnden Hinterbliebenen fahlen sich verpflichtet, für die bewiesene liebevolle herzliche Teilnahme anllsslich des allzusrüheu Heimganges unsere* unvergeßlichen lieben ." ohne* und Bruders etc., des Herrn Moriz Schachenhofer für die überaus zahlreiche Beteiligung der ganzen Bewohnerschaft Cillis und auswlrtiger Freunde am Leichenbegängnis*), für die zahlreichen Blumen- und Kranzspenden fflr die tröstenden Beileidsbezeugungen weiters den Abordnungen der deutschen Vereine Cillis, insbesondere dem verehrlichen Cillier Muaikverein, dem MAnnerge-sangvorein Cilli für die Absingung des ergreifenden Trauerchores, den geehrten Mitgliedern der Musikvereinskapelle, sowie überhaupt allen teilnehmenden lieben Freunden und Bekannten unseren tiefst-geitUilten innigsten Dank autzusprechen. Ehre seinem Andenken! Cilli—Schelbbs, am 20. Oktober 1909. Familie Michael Schachenhofer. Wer sieh in den Alpen-ländern ankaufen will, verlange franko nnd gratis ein Probebltttt der Alpen-IHndischen Verkehrszeitnng von der Verwaltung Marburg a. D., Rathausplatz 4. Zu verkaufen ein eleganter, halbgedeckter Wagen, auch zum selbstkutschieren, samt Geschirr für ein Pferd. Anfragen Bingstrasse 10, I. Stock, von 8—10 Ohr vormittag. 15931 Junges, höchst anstand, intellig. Fräulein das das schöne Cilli seine Vaterstadt nennt, jedoch weit davon entfeint lebt, sucht mit einem dort ansässigen, gebildeten Herrn reiferen Alters iu Korrespondenz zu treten bshuls Ehe, der eine häusliche Erziehung und vorzügliche Eigenschaften einer Frau höher schätzt, als Geld und Gut. Gefall. Zuschr. unter .Vielleicht 1909* postlagernd Laaben bei Wien, N.-Oe. güt die todjttjtlfitunfl verantwortlich: Guid» Schidlc. Xnidtr, Verleg», Herausgeber: LereinSbuchdruckerei .Eeleja" ia CilU-