^ 4« Mittwoch dm 18. Aprit 18?7. XVI. JahkMg Die „Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — für Marburg: ganzjährig 6 fl., halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 fl. 50 kr; für Zustellung ins Haus monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 3 si., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebühr S kr. pr. Zeile. Eine volksvirlhschastlichc Vrnppt drr Adgtokdnklcn. Jtn Deutschen Reichstage hat sich eine „wirthschastliche Gruppe" gebildet, welche insbesondere die handelspolitischen Fragen aus il)r Programm gesetzt. Was hier in Betracht kommt, ist die Vereinigung der Fachmänner zti gemeinsamer Arbeit, die Zusamntenlvirkung der bislang vereinzelten, durch Parteirücksichten oft gehemmten oder wohl gar gelähmte» Kräfte. Die Verhandlnngen z. iiber die Bank hätten einen mehr objektiven Charakter gewon-neu, beständen iii Wien und Pest solche Ver-einigullgen der volkswirthschastlich Gebildeten und wiirden diese die Frage vorher vom Standpunkte der Theorie und Praxis studirt, vorbe» reitet und im Hause vertreten haben. So jedoch überwog der öde Formalismus, welcher mehr der politischen Eitelkeit als der sachlichen Zwecke Mäßigkeit diente. Beiläufig dasselbe wiederholte sich ebenfalls iil jüngster Zeit im Abgeordnetenhause, als dieses über dic Eisenbahn-Vorlage den Schick-salssprnch fällte. Nicht die wirthschastliche Zweck-Müdigkeit, sondern die für wirthschastliche Fra» gen ganz nebensächliche und zufällige Gruppi» rung nach nationaleii und politischen Nilcksichten gab den Ausschlag. Hätte es damals eine or-ganisirte Maffe der VolkSwirthschafter gegebei». es wäre nicht vorgekommen, daß eine Vorlage, von deren gtinstiger Erledigung ein großer Theil des österreichischen Eisenbahn-Kredites abhing. durch die rein zufällige Abwesenheit voi» zwei Mitgliedern zu Falle gebracht wnrde. Diese Erivägungen führetl ilaturgenläß zu dein Vorschlage, auch in Wien und Pest solche Gruppen der Volksvertreter zu schaffen. Ai e tt i k s c t o tt. Dir jchwar)-lvcißr Prrlr. (Kortseputtg.) „Von welcher Affaire reden Sie da . . . Llicano . . . was ist mit dem?" fragte der Baron aushorchend. „Er ist verhaftet! Wissen Sie eü^ noch nicht V" „Verhaftet?" „Auf deNt^Besehl des Kölligs." „Nild lveshab?" ziannitz zllckte die Achseln. nicht etwa," suhr der Baron Bre-tcnil sort, „lveil er meiner Koustile ein wenig lebhast den Hof gemacht hat? Ich habe lneine Kousille gelvarnt, aber sie ist ganz so vernarrt in ihn. lvie er in sie, nnd am Eilde seh' ich nicht ein, weßhalb sie nicht ein passeildes Paar sein sollten." „Es ist allch schwerlich deshalb geschehen, Exzellenz, obwohl es den Anschein haben könnte, als habe er sich die königliche llngnade durch seinen häufigen Verkehr mit der frallzösischen Znr Lehre von den Produktionsbtdiilgilnglli. Der NeichsrathS'Abgeordnete Dr. A. Peez schreibt in seiner letzteil „Volkswirthschaftlichen Rulldschau" i^^Deutsche Zeitulig") ullter An-derein : Oesterreichische Haildelspolitik in» Wiener Stadttlieater! Zwar nicht auf de^ Bühlle — wohl aber in deln Geschäftsberichte und kein Geringerer als der kerngeftinde nild unerbittliche Logiker Laube ist eS, lvelcher uns eine heilsame Vorlesung über österreichische Handelspolitik gehalten. „?Vir Wiener subventioiliren Paris, ivir subveiltioiliren französische Drauiatiker verniöge einer .^loilveiltioi», die uilser Ministerium in; Jahre l86tt mit Frankreich abgeschlossen hat. Der Minister Bach ließ inich eines Tages rlifen, unl lnich zu fragen: lvas es für eiil Resultat liabeii könllte, lvenn Oesterreich einen Vertrag über literarisches Eigenthuln abschlöße, nach welcheln französifche Stücke, »venn sie von uns jlbersetzt werden sollten, nnd deutsche Stücke, lvenil sie von Fraiizosell übersetzt »verdell sollteil, gekaust lverden müsztell. Vis dahiil lvar nälll-lich jede Uebersetzung sreigcgeben. Ich erwiderte: Das Resultat dieses Handelsvertrages wird sein, daß lvir grobe Sumineil nach Frankreich zahlen iverdeil, »ind daß Frankreich »licht Eitlen Kreuzer an llllS zahlen lvird. Denn «vir brauchen die sranzösischell Stücke, die Franzos^in aber braucheil die nllserigell ilicht. Meiile Beinerkling hat keinen Ersolg gehabt, der Vertrag »vurde voll eilieln Nachfolger Bach'S abgeschlossen, und jetzt, »lach zehn Jahren, liegt das Ergebniß vor: lvir haben für französische Stilcke Hun^ derllatlsende von Frailks »lach Paris bezahlt. die Franzoselt haben für deutsche Stücke ilicht Einen Kreuzer nach Wien gezahlt." Ans dieser interessanten Reminiscenz wird ersichtlich, daß der Minister Bach, der sich nil-geachtet seiner später« Waildlnngen doch iminer als ein scharsblickender und mindestens politisch uild lvirthschastlich streng die österreichischen Interessen wahreltder Staatsmann erwiesen hat, durch die Warilungen Lanbe'S allsmerksmtt gemacht. jene Konvention nicht abschloß, daß aber ein späterer Nachfolger des Ministers, der von den vagen GerechtigkeitS-Jdeen der Manchesterschule angekränkelt war, richtig in die sranzö« sischen Schlingen hineingetappt ist. Bei allen Verhandlungen iiber internati» onale Verträge volkswirthschaftlichen Inhaltes hat nälnlich Frnnkreich iln lvohlverstandenen Jnteresie seiner Bürger auf den Abschluß von Konventionen zum gegenseitigen Schutze des literarischen Eigenthuins gedrungen. Selbstverständlich präsentirte es diese Ablnachullgen stets ulUer der Flagge der Parität: „Wir werden die Leistungen eurer Schriststeller anfeuern, indenl lvir ihnen die Verwerthullg ihres geistigen Eigellthums auf deln großen französischen Markte sicherll, und wir stellen nur vie eillzige Bedingung, daß ihr in Oesterreich unsere Schriststeller llicht schlechter behalldelt als wir die eurigell." Eine solche Beweissührnng —' ulan muß es gestehen - ist für Geii^er voil lnehr forlllaler als praktischer Bilduilg von einer geradezu überwältigenden Krast. Der älcherlichen, auf del» Buchstaben erpichten Gerechtigkeit ist durch einen solcheil Gegenseitigkeitsvertrag Genüge geschehen. Die Verantwortlichkeit ist nuf den Paritä^.Sschilnmel abgeladen uud wenn doch wider Erwarten später die Sache die Wendung nilnlnt, daß zwar der französische Schriftsteller Gesalldtfchaft zugezogen . . . denn Sie wisseil, der Köllig liebt es ilicht, lveiln seine Kavaliere sich lnit den freillden Gesandten zu set)r be-sreullvell; llein, die Ursache ist eille andere, nnd so lnachell wir nllS keine Illusioilen und glallt)t'il nicht, daß etwas sür unsere Sache Feierliches darin liege, ivenil . . „Ich verstehe; aber sa^ei» Sie lnir, lvas ist denn der Grulld der königlicheil Ungnade gegell dell arlnen Kavaliere?" „Ahnell Sie das ilicht? Sie, der Sie so gnt voll Allein, ivaS aln Hose vorgeht, niiter-richtet silld?" „Ich weiß, lnan sagt, die Marchesa von San Danliano . . ." „Das sagt oder vielinehr flüstert inaii iii der Tl)at, vielleicht auch nicht gailz ohne eilien Grulld . . ." „Schlvcrlich!" ficl niit cynischenl Lächetll der Baron ein. „Es lnnß", snlir Kallnitz sort, „etwas vor-gesallell seill, ,vas den König aufgebracht und znnl Elltschlusse gesl'lhrt t)at, deil zu glücklichen Unglücklichen v?rhasten ul.d ans das Fort Bard schicken zn lasseii, wohin er morgen abgesührt werden sollt Die Marchesa soll anßer sich sein über dies Schicksal ihres Lieblings!" ..Was erzählen Cie liur da?" ries der Gesandte aus, seiile Schritte anhaltend und sein Kinn mit der manschettenbewehrten Rechten streichelnd. „Es ist so. lvie ich sage", sprach Kannitz lveiter, „nnd so", setzte er mit einer Miene des höchsten AergerS niid wie von seinein Verdruß zii diesen» Ausrus fortgerissen hiilzn, „spielt das Schicksal iinmer Ihnen alle Karten ln die Hände ... es ist znln Vi?rzweiseln!" „Alle Karten . . . llnr!" wollte der Baron verwnlldert ausrufen, aber er verschluckte diplo-lnatisch diese Worte, die Kaunitz verrathen hät-teii, daß er nicht iln geringsten wahrnahtn, welcher Vortheil für ihi, aus der Lache zu ziehen sei, er sagte iinr: ..Der arine Kavaliere . . . was wird Aitnee dazn sagen! Eie wird Niltröstlich sein!" „Aber schwerlich lailge^', versetzte Kannitz lvie noch iinmer in seinenl Aerger . . . „ihre weiße Hand wird den Unglücklichen aus der Tiefe seines Unglück« schoil wieder elnpor-ziehen ..." Dem Baron von Breteltil ging ill diesem Augenblicke ein Licht ans. Er sah scharf in die Züge des jungen deutschen Grasen . . . was darin zn lesen, war liichts, als ein ausrichtiger tüchtiger Aerger, daß das Schicksal einmal wieder ihln, dein Baron, die „besten Karten" gegeben . . . ^in der That", dachte Bretenil, „dieser Deutsche ist sehr schlalt, aber er isj den österreichischen Markt besetzt, der österreichische Schriftsteller dagegen nus deni sranzö-stschen Markte keinen Älnverth sil^det — nun, so erfolgt da« dekannte Achselzucken und natiir-lich isl es dann die Schuld des Oesterreichers, nielchenl nach der Ausfassung der Neunmal-Weisen entweder das Genie des Franzosen sel)lt oder der Fleis; nnd die tÄenalligkeit der Arbeit. Kurz, wenn der Oesterreicher nicht reussirt, so hat er es !'ur sich selbst Anzuschreiben. Oline Zweifel mar es ein solcher Gedankengang, welcher deil Freil)errn v. !!!ieust und seine Natt)« qeber dewog, aul 1^. Dezember I80K ihren Nanlen unter einen Staatsvertrag zn setzen, welcher den gegenseitigen Schutz des Autorrechts an Werkeil der Literatur und Kunst zwischen Oesterreich nnd Frankreich zum Zweck l)atte. Die thatsächlichen Wirklnigen dieses Ver« träges aber l)at Lanöe in folgenden Worten gekeilnzeichnet: „Der französische Autor verlangt ein großes Eiineichinlgs-Honorar, Prinie genannt, welches bis zlt t»0U0 Franks geht, und außerdem eine zehnperzeiltige Tantieme. Ermessen Sie die ^^ostspietigkeit, weinl ein Theater, wie das unsrige, die franziisischen Konversations» Stücke, diese LiebliugSgattung der Wiener, absolut lticht entbehren kann. Wir l)aben es denn richtig dahin gelnacht, daß der französische Alltor höher bezahlt werden nluß al? der deutsche, denn der deutsche nlnß mit der Tantieme zufrieden sein. Das ist ebenfalls eine Folge jener Konveillion." Hienaäi hat also der Staatsvertrag vom N. Dezenlber l8(is' sür den flanzösijchen Schriftsteller die erivnrteten reichlichen Früchte getragen. ^)tichl so sur den österreichischen Schriftsteller. Denn es dürften nur sehr wenige literarische Werke österreichischen Nrsprnngs auf dem französischei: Markte zur Verwerthung gekommen sein. Mit dieser thatsächlichen Unliillig-keit sind aber die Folgen jener Konvention noch lange i'.icht erschöpft, denn indem der sranzö-sische Schriftsteller nnnniehr die fremden Thealer sich tributär macht, wird der für Novitäten be^ stinunte Unterilehmerfonds durch die Leistungen an den freulden Autor so sehr geschlnälert, daß die Theaterleiiungen, ohnedie? durch dieunglin» stigen Zeitverhältnisse sehr beengt, gegenüber den einheiunschen Nersassern nothgedrutigen stet« karger werden und bei der Auswahl zu lln^ guusten des Julandes immer kritischer verfahren, wie denn jetzt schon nach Lande's unverwers-lichem Zeugniß der französische Versasser ein Präzipuum bis zn dem Belause von 6000 Fr. recht einfältig, dieselbe Schlauheit in jedem Andern vorauszusetzen uild diesem dadurch Winke zu geben, die ein guter Diplomat silr sich behalten hätte!" „Apropos", sagte der Baron jetzt, das Gespräch pliitzlich sallen lassend, „ich habe mich in Paris wegen der Perle erkundigt, von der Sie neulich redeteil; Sie haben sich geirrt, mein lieber Graf, es ist keine derartige inl Schatze des Königs!" „In der That nicht? daini nnlß ich freilich mich geirrt l)abrll", versetzte Kanniz;. „Melleichl habe ich sie danll im Tower in London, inl Schatze des jiöiiigs voli Ei^gland gesehen." „Möglich . . . vorhanden ist eiitt solche Perle wenigstens, und die, inein lieber Gras, ist in nieincm Besitz!" „In Ihren« Besitz!" rief Kanlntz mit cr-henchelter Verwunderung ans. „Seit gesteril!" „Aber woher ist Ihnen möglich gewesen .. „Ja, lvoher versetzte lächelnd der ^-^^aron von Vreteuil . . . „das ist mein Geheimniß!" „Sie Glücklicher, seuszte Kaunitz w,e mit gesteigertem Verdruß. „Anch das noch!" „Aber null, mein lieber Gras, leben Sie wol)l", sagte der Gesandte, indeul er sich plötzlich wandte, „ich mnß l)ein,gehen, denil nleine Geschäste rufen nlich." ftlr jedes zur Anuahine gelangte Stück vordem österreichischen Schriftsteller voraus liat. (Schluß folgt.) Zllr iZeschiihts de!; Tai;«!;. Denl Kriege von l8ktt ging bekanntlich eine grosje Maiparade zu Wien voraus. D i e Jubiläunisseier des Erzherzogs Albr e ch t, welche voil niaßgebeilden reisen jetzt so plötzlich und mit so großartiger Pracht ill Szene gesetzt worden, trifft mit den» Vor-niarsche der ^tussen zusanlmen. Ist dies Zufall oder Absicht? Die Ti'lrken beabsichtigen, den Nnssen zuvor zu kommen llnd sich Widdin gegenüber auf rtnnänischem Gebiete sestzusetzen. Die Brücke, welche bei Kalasat geschlageit wird, läßt an der Wahrheit dieser Nachricht wohl nicht mehr zweifeln nnd es dürste der Kamps nm den srag» licheii Donanübergang zu den blutigsten KriegS-ereigllissen aus europäischen» Voden geboren. Welche Großnmcht die erste sein wird, d e n r n s s i s ch - t r k i s ch e Ii Krieg z tt einen» allgemeinen zu eriveitern, ist noch ungewiß; sicher dagegen ist, daß England sich zur Theilnahme vorbereitet »nid na-ineiltlich den Fanutisnnls der mahomedauischen Jndier zu verwertl)en gedelckt. Voi» tetzterei, sollen hunderttausend Main» ausgerüstet »litd der Psorte zu Hilfe gesandt werdei». Die Beziehungen der Nord-att»erika»»er z »l ^^tu ß land in» nächsten Kriege scheinen sich iinngst gestalten zn wollen. Sännntliche Krieg^schisfe der Nepllblik, welche sich ill den europäischen Gewässer,» befilldei», haben den Befehl erhalten, nach Konstantinopel z»» gehen — „zum Schlitze anlerikanischer Vur» ger". Rußland stellt seiile Unterthanen auf türkischem Gebiet nnter ven Schutz der nordaiue« rikanischen Vertreter. veriuischte Ztachricht« ». (N e b e r das Schicksalder Türkei.) Montesquieu schreibt ii» seinen „Perserbriesen" aus den» Jahre 17 l1 (Nr. tt)): „Wir hielten nns nllr acht Tage in Tocat aus; nach ei»»er Reise von 35 Tagen kanien wir in Smlirna an. Bon Tocat bis Sm»)rna sindet man nicht eine einzige Stadt, die diesen Namen verdiente. Ich habe mich »nit Staunen von der Schwäche des MoslemiN'Neiches überzeugt. Dieser kral»ke StaatSkörper sucht sich nicht durch eil» milde« und gemäßigtes Negierttngss»)stem, sondern durch Er niachte Kaunitz eine etivas tr»un»pt)irel»de höfliche Berbeugung uild schritt dann die Allee wieder hina»»s, de»n Schlosse zu. Kaunitz blickte ihltt eine Weile »nit einer ausdr»tcksvoll bewegte»» Miene nach und daiu» sagte er, sich schadensroh die Hände reibend: „Ich glanbe, der Fisch hat den Köder verschluckt! Und zun» Ueberflub wird er jetzt auch noch »nit der Perle Effekt machen »vollen . . . hätte er sie ilur srülier bekoln»nen, und »vie ich hoffte, seiner Ainl6e sofort abgenonln»e»»! Doch jetzt »vird Alles glit gehen !" Der Baron voi» Breleuil wanderte »»nter-dessen nnt beschlelln'.gtell Schrinen heiin illld suchte, sobald er iu seiner Wot)»»llng augekon»« men. sei»»e Konstlie Ailn6e von Brissac aus. Er hatte eii» langes Gespräch niit ihr Daraus setzte er sich »»ieder, »ln» eil» Billet an dei» Kavaliere Geni»aro die Lucailo zl» schreibe»». Nach einer halben Stunde »vnrde ihln das Billet ulleröffllet zlirtickgebracht. Es sei, lautete die Meldllng seine» Kanlinerdieners, »velcher es ihn» übergab, »«ach den Neglen?e»lts den Militär-gesangenei» vor ihrer Aburtheilung d»lrch das Kriegsgericht jede Korrespol»de>«z verböte«». „Und ivas llun?" sragte der Baroil seil»e Kollsil»e, als er ihr diese Nachricht gebracht. „Es ist ein böser Querstrich", versetzte Ailuöe ein »veilig bestürzt. gewaltsaine Mittel zu erhalten, die ihn er« schöpfen und unaufhörlich gefährden. Die Pa-schas, »lielche zu ihren Aemteri» »»»»r durch Auf-»vendung großer Geldsunlmen kommen, gehen ruinirt in die Provinzen uild plN»»dern dieselben wie erobertes Feindesland. Das zügellose Militär erkeilnt nur die eigene Laune als Gebieter an. Die Festungen sind ihrer Mauern beraubt, die Städte sil»d verlasse»», die Felder ver»VNstet. Ackerbau u»»d Ha»ldel liegen völlig darnieder. Iii diese»»» barbarisch streng regierten Laiide herrscht doch wiederilu» völlige Straflosigkeit; die Christe»», welche vie Felder bebauen, die J»lde»i, »velche die Steuern einzieheii. sind ta»»-send Gewaltthätigkeiten schritzlos a»tSgesetzt. Der Besitz von Grund »»nd Boden ist unsicher, da-rum anch der Eifer sür den Lalldl»au ein geringer; kein Besttztitel, keine Urkunde gilt vor der Laune Derjenigen, die an der Spitze der Negiern»ig stehen. Diese Barl'are»» haben sich so sehr von aller Kilnst und Wissenschast los-gescigt, daß sie selbst die Kriegskunst vernachlässigt l)abei». Während die übrigen Völker Enropa's ihre Kenntnisse a»is diesen» Gebiete täglich weiter ansdehne»», bleiben jel»e »»» ihrer altei» llnwissel»heit und llehlnen die neuen Er» ftndullgen nicht eher al»f. bis dieselbe»» tansend-inal gegei» sie angelve>»t'et »Vörden sil»d. Sie siild ohl»e alle Ke>»i>tnib i»n See- und Schiffs-mesei» »»nd n»a»» sagt, daß eine Hand voll Christen (die Malteser) dei» Ottoinanen viel zn schassen inache»» und ihren» Reiche sehr lästig werde»!. Selber unfähig, den Handel z»» be-treibe»», geben sie es n»ir n»it knapper Noth zn, daß ihn» die durchwegs arbeitsa»l»e»» und unter-nehinungslustigen Christen obliegen, sie glanben, diese»» Fre»ttdei» eineil Gefallei» da,nit z»» erlvei-se»». wei»n sie sich dl»»ch dieselben bereichern lassen. A»lf dieser »veiten Läl»derstrecke, die ich durchreist habe, ist es das einzige Sm»)r»»a ge-wesel», d'S u»an eine reiche und ansehnliche Stadt nennen konilte. Und zwar sind es Christen, die es dazu lnachen; es liegt »»icht etlva an den Türken, »vei»»» Sinyrna nicht alle»» übrige»» Städte»» ihres Landes gleicht. Da hast D»i, lieber Rusta»». ei»»e Vorstellung voi» dem Lailde, »velches noch vor Ablauf von zwei Jahrhunderten den Schauplatz der Triu»nphe irge»»d eine» Eroberers abgebe»» »vird." (Jes uitische Auslegu ngskunst.) A»tt Grttlle»» Doi»nerstag fand i»» der kleii»en protesta,»tischei» Kapelle in einer enge»» Straße von Cadix der Abeild-Gottesdieilst um e Uhr statt Es »vohnten der Eereinonie etlva 400 spanische Protestanten bei. Der Prediger, eii» „Ein sehr böser! Alier »»»einst Du nicht, daß ich trotzde»»» . . „Ich glaul'e, n»eil» Vetter", sagte Ai»nve leicht errötl)end. . . „ich glanbe, Sie könlle»» es trotzdeln . . „D»» hast Recht . . . also z»ltn Könige!" 7. Die Alldieilz, »velche der Baron vo»» Vre-teuil bel»n Köl»ige nachgesllcht l)atte, »var ih»n, wie i»»»>ner de»» sreinden Gesaildtei», sosort ge-wäl)rt worden. Als sie zu Enve, hatte der sran-zönsche (^tesandte sich ii» das Vorge»»»ach der Marchesa ooi» Sai» D^»n»iauo begeben u>»d n»n die Ehre i»achgesl»cht, sich ihr vorstellen zu dürfen. Die Marchesa l)atte ihn sehr huldvoll enl-pfailgen, obivolil sie, wie sie sagte, leidend war; il)r bleiches AllSseheil straste die Worte der schönei» Frau nicht Liigei». Bretenil nahin es zu seil»er großen Befriedign»»g wahr und »var entzilckl, eine Nachricht zu haben, »velche sosort die Rose»» a»»s die blassu» Wangei» der Marchesa znrückrnsei» »n»»bte. (FortschultZ sol^t.) Mann von ruhigem Charakter nnd mäßiger Beredsamkeit, mochte etwa die Hälfte seines harmlosen Vortrages beendet haben, als plötzlich zwei Polizisten in voller llniform in den^ Gotteshause erschienen, zu dem Pulte »des Redners schritte« und demselben bedeuteten, die Predigt abzubrechen und die Versanlmlung zu entlassen. Da Widersland gegen die bewaffnete Macht unmöglich war, that der Pastor, wie ihln besohlen. Des andern Tages erst, als der englische Konsul in Cadix für seine Glaubensgenossen inv^rvenirte. wurde der augebliche Grund dieses wUIkurlichen Vorganges bekannt. Die Anordnung zur Unterbrechung des Gottesdienstes war auf Verlangen des Bischofs von deni Altalden gegeben worden, und der Vischof hatte sein Verlangen echt jesnitisch damit begründet, daß „mau die Stimme des Predigers aus der Straße gehört habe, wodurch der Gottesdieust, obgleich bei verschlossenen Thllren al>gehaltcn, eine össentliche Handlung und somit ein Vergehen gegen den Artikel XI u. s. w." gen'or-den sei. Der Konsul gab dem englischen Ge» sandten in Madrid von dem Vorsalle Kennt,üß. (V e r s i ch e r »l n g s w e s e n. S ch a d e n-ersatz beiExplosione n.) N. Poirler, Chemikalien- und Farbwaaren Erzenger in Paris hatte seine Fabrik bei 13 Gesellschaften gegen einen Schaden voll 1,653,750 Frankeil versichert. A»u 19. Novelnber l874 brach nun in der Fabrik wirklich Fener aus. welcheu» sich eine schreckliche Explosiou zugesellte. Ein Arbeiter lvar unversichtigerweise nlit einem Lichte eillem Kessel, welcher sogenannteil „Salpeter-säure-Methl)l-Aelher euthielt, so nahe gekommen, daß dieser leicht entzünd- ulld explodirl'are Slosf Feuer siug. Dasfelbe verbreitete sich rasch lind gelailgte zu einer Anzahl von Kriigen, welche mit MetlWl Aether gefüllt lvaren. Das Entzünden desselben uud eine furchtbare Explosion war das Werk eitles Augenblicks, die angerichtete Verheerung sehr beträchtlich. Der durch das Feuer allein verursachte Schaden »vurde auf 525 Fr., jener .5chaden, welcheil die Explosiou bewirkte, auf 56,608 Fr, geschätzt. Die VersichernngS-Gesellschaften erklärten sich null bereit, deil Lchadell voll 535 Fr., welcheil die in Brand gesetzten Ol»jekte erlitten hatteil, zu ersetzet', lveigerten sich jedoch silr jene iveitereil 56,808 Fr. oufzukolulnell. welche aus Rt.chliu,lg der Explosioll zu setzen walen. Die Gejellschc^s-ten fülirtel' ilänllich an. sie c-älten sich für die FeuelSgesahr verpfllchl.k, keinesfalls aber die Gefahr einer Explosioil ül'erlloinmen. Poirier betrat daraufhin dell !)iechlülveg. ^echö Gejell-fchaften glichen sich ilil Latife des Prozesses mit dein Versicherten ans, iväl)rend sleben ans ihretn ursprüllgtichetl Sla»ldpnnkle verharrten und den Rechtsstreit «ortsetzteil. Das Civilgericht des Seille-Departetneitts fallle in der Sitzung vom 3l. Jälltter d. I. das llrtheil, ivelches dem Kläger vollends zliin Siege verHals. Das Gericht sagte: „Da die Explosioit durch eine entzündbaren Slosf.il lliioo'slchligerweise ge-näl)erte Flainme hervorg^rufeil wordeil, so siild alle aus der Explosion entsprungenen Schäoen so zu betrachten, als wären sie llilttlittelbar dnrch das Feuer verlirsacht lind lnilssetl folge richtig von den Feuerversicheruiigs-Gefellschaflei» getragen werden. In Erlvägnng, datz die geklagten Geselljchasieil l^ehanplen, sie hätteli Herrn Poirier «licht für deu Fall eluer Explosioil, tvohl aber gegell den durch eineti Brand angerichteten Schaden versichert, dein Versicherten daher 525 Fr. als Ersatz für den durch das Feuer eiltstaildenen Schaden anbieten; itl Er-tvägung, daß die Gesellschaften für allen dnrch das Feuer verursachteil Schade» haften; nachdem es lveiter feststeht, daß die Explosion durch die Entzündullg brelinbarer Stoffe hervorge-rufeu wurde, liachdein also alle darans folgen» den Schäden nnr dein Feuer zuzuschrcibell siild, lvelches die elltscheidende Veranlassutlg »var, die durch das Feuer vernrsachtell Schädel» aber den Versicherungs Gesellschaften zur Last fallen ; da endlich die geklagten Gesellschaften die durch Schätzuug fixirte Schadenfumtne nicht bestritten habeil — allS allen diese»! Gründell werdeil die siebeil Gesellschaften znr Zahlung der voin Kläger begehrten Beträge vernrtheilt. (Znr w i r t h s ch a f t li ch e n Lage. U ll f e r e M a f ch i ll e ll i n d lt str i e.) Oester? reich besitzt iln Ganzen drei Mafchinetlfabriken ^für Lokoinotivell), lvelche seit Jal)ren nnr zum allergeringsten Theil beschäftigt sink'. Bei eiliem Lokomotivstallde der österreichischen Bahnen voll 3000 Lokolnotiven, lvelche eitlen jährlicheil Ersatz von 150 ^tück benöthigen, wurden iin vorigen Jal)re drei, sage drei Stück bestellt, lvährend für dies Jahr vierzehn Stück in AilS-sicht stehen uud zwar sechs für die Nordbal)n, sechs sür die Elisnbeth-Westbahn und zivei sür die Buschtetirader Bah,l. All dieseil vierzehn Lokomotiven solleil nur drei Fabrikeil arbeilen, von deneil eine allein, die Nenstädter, eine Leistungsfähigkeit von 2l)0 iln Jahre besitzt. Seit der letzteil Niederlage dieser Fabrik iin 5^onkttr-renzkalilpfe mit deutfcheil Fabriken ill Nlißland hat dieselbe il)re Revanche in Jtaliell genoltl-nlen. Die It.'rllu hat zlvailzig Lokoillotivell allsgeschrieben und l)at die Renstädter Fabrik als billigster Offereilt die Llefermig ilbernoinlnell, deren faktischer Znfchlag llnr luehr von der Ratisikatioil der italieliischen Regieruilg abhängig ist. Diese l)at liur 15 Fabriken ill Europa zur Koilkulrenz ausgesordert ui,d betheiligten sich an derselbeil englische Fabriken »nit einelll Offert voll 170 Frk. per 100 Kilo, srailzösische Fabrikeil offcrirtell gar incht, da sie für inländischen »Ledarf hiiiläilglich beichäfligt sind, belgische offerirten mit 150 Frk., deutsche mit 130 Frk., während die Neustädter 10ld dürfte ullserer Ma-schinen-Jitdilstrie lvesentliche Austräge zuführe«. Aus Rußlaild liegen ebenfalls Aufträge vor, es siild dies die Ailfertlguiig ei.liger huildert Räc>erpaare für Lokomotiven llach denl System Hall. Diese l)adeil den Zlveck, den Uebergang rnssischer Lokotnotiveli auf die größere Spur-lvelte der rulnänischeil !l^ahneil ohile grosse Schivierigkeiteil zu eriilöglichen. .iliarljurtiel .Uerichle. (Z u tn V e r g st ll r z e inSteinbru ck.) Jin Laildtag hatte Herr Dr. Reckertnalin an den Statthalter die Frage gerichtet: „Ob und waiiil die hohe Regierung gewillt sei, den durch deil Bergsturz in Steiilbrlick ('ittstandeneil Schutt' tegel lin Sannslusse ivegzuräuinen und die Aus-baggernlig der uilter der Oelsabrik iln Flnsse liegeildeil Schilttuiasse aussühreil zu lasseu." — Hieraus gab der Statthalter sogleich folgende Antivort: „Es lvurde voll Seite der Laudes-steUe schon vor längerer Z^it ilach dem Ein-jchreiten des Bezirksausschusses Tüffer der An-trag gestellt, dle ilöthigell Vorkeliruugeil zu treffen, uin den Schltttk.'gel beseitigen zu kön-. neu. Das Ministeriuin hat iin Ansantie dieses Monats die Bewilligung ertlMlt, die Hälfte der Kosten zur Beseitigung des Schuttkegels a»lf Staatskosten zll übernehineil. Die Berechnlnlg der Kosteii betrug etwas lnehr als 6000 fl. Rachdein diese Erlllächtignng eingetall^^t ist, wurde der Auftrag gegeben, sogleich Konknrrenz-verhandluugeil einzuleiteil uiid sobald eiii güii-stiges Ergeblliß derselben zu Stande gekoiuineil ist, lverden die Arbeite»! sofort ill Angriff ge-nomllleil. (S chadeilf e u e r.) Der Wii^zer des Gruildbesitzers Georg Schischek zu Tronkan hatte aul N. d. M. vergesseit, beitn Verlasseil der Wohnltng das angeinachte Feuer auszulöschen. Infolge dieser Rachlässigkeit eiltstand eiil Brand tlnd wnrde das galtze Gebäude eingeäschert. Der Lchadeil beläust sich aits 050 fl, wird jedoch bis zllr Höl)e von 500 fl. durch die Versicheruitg gedeelt. (B aulnfrevle r.) Ill Radkersburg siild dreißg Stänllne der Kastanienallee dnrch Abschälen in einer Nacht deriilaßen beschädigt wolden, daß sie umgehauei» und durch uelle Pflauzuugell ersetzt werde» inüsseil. Die Thäter sind Bauernburschen aus der Rachbarschast uud hat Ulan den Ansührer bereits „dingfest" gemacht. sW einba u.s ch tl l e.) Der Landtag hat den Bericht des Laildesausschusses über die Verhandlungen desselben mit dein Ackerball-ininisteriulll, betreffend die Errichtuil.^ einer öilologischeil Versuchsstativii ail der Obst- lind Weiilbauschule zur billigendsii Kenlltniß ge« nointnen. (U n t e r ft e ir is ch e Bäder. Re u-h a u s.) Der Landessoild will die Villa Hl^giäa itl Neuhaus salnlnt Grundstücken illn 30.000 fl. erwerben ttnd soll dieses Geld di>rch cine Kreditoperation beschafft lverden. (R eislleize n.) Die Gellleinde Pöllitsch-berg l)at beschlossel,, zltr lnöglichsten Verhütung der Frostschäden zivangsweise die Grulideigner zll verpflichtell, daß sie das s. g. Reifheizen lllorgens vorllehlnen, lvelin eill Frost zu ge-lliärtigen ist. Die Gelneindevorstehttllg läßt durch Pöllerschitsse au geeigiieteu Punkten das Zeichen gebell. (Kaff ee - Esse ,l z.) Herr I. Httpsl l)at auf die Erftildung der Kaffee Esseliz bei den österreichisch-ungarischen Millisterien uln das Privitegillln angesucht. (S ch a u b ü h n e. G astspie l.) Die Redaktioll der „Tl)eatersignale" berichtet ltnS: „Die Mitglieder des Wielier Stadttheaters lver-deii iin Juli d. I. eine Gastspieltour antreten llild beabsichtigt dieses großartige Eiisetilble auch ill Marburg einige Vorstellttiigeil zu geben. Au dies?ill Gastspiele, welches i,l der That ein seltener Kltnstgelluß zu tverdeil verspricht, betlieili-gell sich n n r Mitglieder des Wieller Stadttheaters, welche blos Rovität>zn zur Allfführilng bringell. Vorläufig siild 3 Vorstellungen ili AltSsicht geiiotnlueu. Letzte Vvst. Das Wehrqesctz soll ciiifach auf meh-rere Jahre verlängert werde». Kaiser Alexander wird einen Ausruf .,n sein Heer erlassen. Die grtecbtsche Stegiernna beatistchtigt, secbzigtausend Mann t?egen die Türkei anfzu-stellen. Gin Theil der tkrkischen Flotte wird »ach den Donauiuttnvuttnen abt^eheu, der andere Theil zwischen Aarna und dem Bos-PvruS kreuzen. England ist ftefonne», de» (?iiiniarfch vor Russen in Rumänien nicht ruhig hinzunehmen. Kol» Ailchertisch. „Die Hliiiiat", welche tnit Nr. 27 iil das lll. Quartal des II. Jahrganges tritt, l^ringt noch iill Lause dieses Jahres solgeude Origiiial-Beiträge: Eilien neueii, hochinteressallte vaterländische VeU)ältnisse be-halldelilden Rolllall: „Das HailS Fragsteill" von Friedrich Uhl, ivelch>?r bereits i» Rl'. 27 begiullt. Anßerdeln liegen der Redaktioil zur Verössentlichnng zivei llelte Ronlane vor: „Jit todter Hand" von E. v. Dil'cklage. „Eill Ge-heilttniß" voll Theodor Schiff. Alls delti Geblete der Novelle bringen ,vir znilachst: Der alte Hoslneister. Von S. H. Mosentl^al. (Rachlaß.) — Erste Liebe. Von Ferdillaild von Saar. — Drei Kanieradeli. Von Aglaja von Eiideres — Der GebirgSpfarrer. Voll Jnl. von der Traun. — Deutsche Liebe. Etne Geschichte aus Podo. lieu. Voil Karl Eluil FranzoS. — Eine Heldiil Von Berlepsch. — Snem. Geschichte eiiles ara-blscheil MädchellS. Voil C. v. Vu«ceilti. Außer deil beliebten stäildigeil Nul'rlken: „Randglossen", „Bildende Kltllst", „.Kuilstindustri.:", „Briefe all die Heilnat" u s. tv veröffentlicht die „Heiluat" ill liächster Zeit all Essat)S. Skizzell, popillär« iviffellschastlichen')ibl>aildltlngell tt. dgl.: llnsere Sünden gegen das Alige. Voll Prof. Edliard von Jäger. — Oesterreichs Thierwelt. Von Dr. Gllstav Jäger. — ^^retonische Kiistenfnhrt. Von Carl Vogt. — Der neuere .Holzschnitt in Oesterreich. Von Const. von Wurzbach. — Wauder-skizzen aus dem BöhmerMlUde. Von Prof. M. Willkomni. — Ueber Stinune nnd Sprache. Von Pros. Dr. Schnitter. — Meister Favilla. Zur Erüinernn^ an Josef Dessauer. Von Bau-ernseld. — Bekannte von der Straße. Genrebilder von Ludwig Anzengruber. — Tiroler Schntzenlebeu. Von Ludwig von Hörmann. — Ein ungarischer Reisender in Chiwa. Von Pros. H. Vambery. — Afrikanische Reiseskizzen. Von Ernst Maruo zc. zc^ Course der Wiener Börse. 17. Einheitliche StantSschuld in Noten . Ü8.4V in Sil'ier . 68.25 l^oldrente .... 69.40 1v6ver 105.7.'» Bank^ftien . . . 762.— April. Creditaktien . . i 34.50 London . . . jZV.bl) Silber .... II4.7Ü Napoleond'or . . 1V.44 Ä. k. Mslnz-Dttknlen <».15 IVO Reichsmark . 64.-- Der Kksertigte licehrt sich l)iclni! anzuzrinen, dttsj er in der Herrn (467 Tl). Götz'schtll PrllUtrei die Nestauration überllommen und am II. d. M. eröffnet hat. Es wird Mkin Ziel und Streben dahin j,e-richtet sein, durch vorzügliche Kilche. gute Getränke, solide und prompte Bedienung mir die Gunst des geehrten 'l'. PulilikumS zu erwerben. Hochachtungsvoll ^okann kvrnreitsr, Restaiirateur. Marburg, 1ö. April 1377. ^ Liuo VowlMlL, bestehend l^uö 3 oder 4 Zimmern sammt Zu-gehör und Kcller ist in der Kaiserstraße, im Pagallischen Hause ebenerdig, gassenseitig sogleich zu vermiethen. — Diese Wohnung ist auch für ein Geschäft geeignet. (402 Anzufragen beim Hauseigenthümer Kajetan Pagani, Schillkrstrabe Nr. 16. Gine Wohnung mit zwei Zimmern und Küche im ersten Stock ist zu vergeben. (465 Auskunft im Comptoir d. Bl._ zu halben in der Spezereihandlung (466 Mn schwar^rn gond, Käralnergasse. Die ehemalige Militär- Schwimmschule iu St. Magdalena ist aus Familienrücksichten sofort zu verkaufen. Auökuiift in der Kanzlei des Herrn Dr. Mullv in Ä!arburg. (472 Ein großer Kettenhund wird verkauft. 469 Auskunft im Comptoir dieses Blaties. Ein Zimmer 421 im 1. Stock, hilbsch »nölilirt, mit separatem Eingang, sogleich zu vermiethen: DomplaK Nr. 6. Mölitl ülls lveichtm Hlilz (lackirt) — 1 Vetlstatt mit Einsatz, 1 Wasch-tasten, 1 Tisch, 2 Strohsefscl, 1 Nachtkastel —-sind zu verkaufen. Näheres im Comptoir d. Vl Dampf-n.Wamlciibad in dcr Aäriitncr-Vlirltiidt täglich von 7 llhr Früh bis V^UHr Abende. Schmiderer. !llli»äm»vlnwe. Der Gefcrtigle beehrt sich himeit zur all-gcnleinen Kenntnih zu bringen, daß ihm die Agentschaft der k. k. priv. MiiSz ^zikMiek i» Mü!. ältesten österreichischen Feuer- und Lebenver-sicherungs-Anstalt, für Marburg und dessen llmgebung ilbertragen wurde. (409 Es werden demnach bei mir Versicherungen auf Gebäud,', Waaren. Möbel. Mirthfchafteigeräthe, Getreide. Vorrät he an 5törnern u. Geströh, Biehstand ze., ferner alle Einträge für die elxbriiiiK auf Todesfall, Leibrenten. Ausstattung Vol» Kindern zur Heirat oder sonstigen Versorgung, dann alle Einlagen zu wechselseiti-iien „IltberiebknS-Gettossenscht'lsten" angenommen, in allen diesen BersicherungSbranchen die billigsten Plämien berechnet und über mündliche oder srldrift. l'che Anfragen bereittvilligst die Auskünfte ertheilt lo8. Kaillilt, Marburg, Stadt, Webergaffe Ne. b. l1»ml)u>'gvk' Zwllt-I.oUki'iv Diese,-die nltt'stc — seit s)undcrtundsituszifl Jahren bestellende — '»»tnnt««- britttit in der 26. biz 16. d als ! zuvui^bedingtettEiltscheidttiin. durch dl« GewiiM' bis zum Schlüsse d?r ."itehungen v ahrrn und er« haltt» die dann nicht jiezonkncn Loose nnentgelt-»ich ein LooS zur lsten Gewinttiiehui,» dcr folgen« den Lotterie. Ordre? auf Oritsini^iln«?^' K»r. . Att . »«N»« » » » 72 » eiseetulrvt unter Veisilgnnn de« «»»»!«>in/l^lilunp veS '^etras^cS. Amtl. Gewinnlisten send n sofort und »ahlen lj^ewtnne:< lagc nach der Zi'hndg. Kt»»t1. oovc^US. Lkuptoollsotsurv. vmili ävn liluK^t;» ttefi«» In uncT Z D>e vielen Dedatte» »tge» da« Lotto l«n iAttfhebllng desselben im Rcichöta^ze di,selbst mit, ^Erwähnung des Namens „I'i'ntv««»!' NuUolf )v«»» vrlie«" erweckten in mir die Sieu^ierde nuch' ^t>ei'nnal zu spielen, denn die vorjiebrachteu Gründe ^waren ja melir dazu n>ij;ethatt zu reizen als ^abzuhalten. Ich schrieb nach Berlin, ^Willielm-Aslraße 127) an den tiekannten Professor nnd Schrist« tttclier der Pkathemat.k vnn v, liri'z und kerliielt sur dle unbedeutende Correspoudeuz-Ent-^schiiditiun^; von nur ^ fl. ö. W. eine Spiel-Jnstrnction ?flir Terno-Serco uud — gewann bereits in der A. ^^>80 Wlcderl)ole nochmals: jl1anl< den itlugsn Uerron m I'e5t! B.......tiei Hainblirtj. A. v. Jersy, Gutsbesitzer. sUnterschrift notariell bestäti Mlitl a«s michtm Alz (licht lackirt) 2 Bettstätten mit Einsätze, 1 Schubladkasten, 1 Nachtkastel, 1 Waschkasten, 1 Tisch — sind lvegen Mangel an Nannl aus freier Hand billig zu verkaufen; bis I. Mai muß die Wohnllng fchon geräumt sein. Anfrage in: Viktllaliengefchäft in der Schlllgasse Nr. 5. (452 Vrvttor V«rk»iil^ Aul Gute Freiste in, 1^/4 Stunde von der Station Pragerhof entfernt, werden Montag de»» ÄS. Äprit 10 Uhr Vormittag 10000 Stück vollkommen trockene s^ußboden« bretter inl Lizitationswege veräußert. (459 Anfrage bei Herrn Anton Badl hier. Wohnungen. Kleine mit Ziinmer und Kiiche, sonn-seitig, frellndlich, — oder in: ganzen 3 Zimmer und Alles was zu einer Wohnung gehört, in einem soliden honetten Hause in der Kärntner-Vorstadt, fiir ruhige ordentliche Partheien. Auskunft im Conlptoir d. Bl. (455 Gin Hans, nur 5 Minutcn von der Bahnstation Maria Rast entfertit, worauf bisher die Greislerei mit bestem Erfolge betrieben wird, und zu jedem anderen Geschäfte geeignet ist, wird wegen Standesveländerung auf mehrere Jahre in Pa cht liegtben. Nähere Auskunft ertheilt die Eli^enthümcrin Josefa Frühaus, Realitäten-besttserin Nr. 21. in Maria Rast an oer Kärntnerbahn. (454 icn's solidtstt und größte I!isöiuiiödö1-?a^nl! von HVIvii, III. öo2., HanorgssLo 17, empfiehlt sich zur prompten Lieferung ihrer geschmackvollst anSj^eführten Fabrikate. Jllustrirte Musterblätter gratis. (1194 haben laut Origlnalbriefen gemacht — nach den Instruktionen des Professors der Ma-^ thematik von (Berlin,^ ! Wilhelmstraße 127): ! Ziehung N. November l870 : ! Herr Maz Steiner. Agram. Zliea. S00. j Frau WUl). Karmuth. Klagensurt. „ Walburgcr Krie Zuschriftell. — Seine neueste Ge-»oinullste versendet Professor v. grati» und franeo. 106) Alois lierantwortliche Kedaktiou. '^ruck ui>l> V-rtaa van »tduard Auusch't, »n ^Nariiuru. „ von Weinstein, Hadern, Messing, Kupfer, Ziu", Eise«, Blei, Kalb« und Schaffellen, Roh-, Ochsen-u. Schlveinhaaren, Schaftvolle, allen Gattungen Rauhlvaaren, Knochen, Klauen nebst allen anderen Landesprodukten. »oil ungarischen Bettfedern, Flaumen und gesponnenem Roßhaar zu den billt^st.n Prcisrn. .1. 287 M a r b n r Burgplaß.