Poetinn« platana * g0t0Tißi<) Deutsche Zeitung Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat — Schristleitung und Verwaltung: PreLernova «liest S, Telephon Nr. 2l >interurban» t Bezugspreise für da» Inland: Vierteljährig 10 Din. halbjährig 80 Din, ganz-«Kündigungen werden in der Verwaltung zu billigsten Gebühren entgegengenommen s jährig l«0 Din. Für da, Ausland entsprechende Erhöhung, «injelnummer Din l'50 Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Sonntag Nummer 39 Celje, Sonntag, den 14. Mai 1933 58. Jahrgang Tagesschau Außenminister Bogoljüb Jevtic ist nach Genf abgereift, wo er Jugoslawien auf der Ab-rüstungskonferenz vertreten wird. Während seiner Abwesenheit vertritt ihn Minister Dr. Albert Kramer. Der Apostolische Nuntius am Beograder Hof, Pelegrinetti, ist nach Rom abgereist. Seine Reise soll mit dem Bestreben der jugoslawischen Regierung, alle kirchenpolitischen Fragen zu bereinigen, im Zusammenhang stehen. Vor dem Staatsgerichtshofes zum Schutze des Staates wird der Prozeß gegen die Kommunisten Petko Miletic und Peter Berta abgehalten. Miletic, der im Bezirke Kolasin geboren ist, wird angeklagt, daß er als Mitglied der kommunistischen Partei Jugoslawiens Ende 1926 nach Rußland zu einem propagandistischen Kurs geschickt und nach Abschluß des Kurses im Jänner 1930 von der Komintern zum Mitglied des Zentralkomitees der kommunistischen Partei Jugoslawien» in Wien ernannt wurde. Er kam 1930 auf ungesetzlichem Wege nach Beograd und übernahm das Amt eines Gebietssekretärs für Serbien. Berta, geboren in Horgos, Landwirt, ist angeklagt, daß er den Angeklagten Miletic geheim über die Grenze brachte. In Beograd verhaftete die Polizei zwei Man-ner, die au» Bulgarien gekommen sein sollen und dm Auftrag hatten, in der jugoslawischen Härmt-Habt in Ministerien und anderen öffentlichen Ge-däuden Höllenmaschinen zu legen. In der Wohnung der Verhafteten wurden 4 Höllenmaschinen, KZün-der für Höllenmaschinen und 20 Revolvermagazine vorgefunden. Der deutsch« Außenminister von Neurath erklärte in einem Aufsatz über die deutsche Politik aus der Abrüstungskonferenz, man müsse leider seststellen. daß die Forderung nach Durchführung der Gleichberechtigung durch Abrüsten der anderen an dem mangelnden Abrüstungswillen der höchst-gerüsteten Staaten gescheitert sei. Deutschland werde daher zu Rüstungsergönzungen gezwungen sein. Was anderen recht sei, sei Deutschland billig. Die ErUSmng hat in Paris wie ein Bombe gewirkt. Das Vermögen der sozialdemokratischen Partei Deutschlands und ihrer Organisation „Reichsbanner" wurde auf Anordnung des Reichsanwaltes zwecks Wiedergutmachung an den geschädigten Arbeitern beschlagnahmt. Die angekündigte Umbildung der österreichischen Regierung ist erfolgt. Der bisherige Finanzminister Dr. Weidenhoffer, Handelsminister Jakoncig und Innenminister Bachinger sind aus dem Kabinett ausgeschieden. Die neuen Minister sind: Finanzen Dr. Josef B u r e s ch (bisher Landeshauptmann von Oesterreich), Handel Kommerzialrat Fritz Stockinger, Inneres Abg. Vinzenz Schumy. Staatssekretär Fey wurde zum Sicherheitsminister ernannt. Die Gegensätze aus der Abrüstungskonferenz werden immer größer. Zwischen dem französischen und dem italienischen Vertreter kam es zu einem schweren Zusammenstoß. Die Franzosen sind be-müht, die Anrechnung aller nationalen Verbände in Deutschland (S. A., S. S. und Stahlhelm) zur deutschen Wehrmacht durchzusetzen, um die Effektivstärke der Reichswehr zu schwächen, wogegen die deutschen Vertreter natürlich auftreten. Der englische Ministerpräsident Macdonald erklärte im Unterhause, daß die Vereinigten Staaten bereit seien, an der Befriedung Europas größeren Anteil zu nehmen als bisher und einem konsulta-tiven Pakt beizutreten, vorausgesetzt, das die Ab- Krise Es ist wohl zum Muttertag recht und gut, wenn man einmal Gedanken schreibt und liest, welche eine alte Mutter aus Erfahrung heraus gedacht und gesagt haben kann. Es ist mit der Krise wie mit den Krankheiten: man kann sich diese auch einbilden. Damit soll nicht gesagt sein, daß die jetzigen vielfach trostlosen Wirtschaftsverhältnisse bloß eine eingebildete Krankheit seien; vorweg sei unbedingt festgestellt, daß viele be-dauernswerte Unschuldige mit schwerer Not kämpfen müssen. Gesagt muß aber auch einmal werden, daß ein namhafter Teil des Krisenjammers durch unnöttge Wünsche und deren Befriedigung verursacht wird, weil da» Geld zum Lebens«twendigen für anderes ausgegeben wird. Unsere vielgepriesenen und denei-deten Altvorderen in der „guten alten Zeit" hatten e« da merkwürdig schlecht und gut. Schlecht — weil ihnen sehr viele Mittel zur Bequemlichkeit und An-nehmlichkeit des Lebens, die der heutigen Jugend überreichlich geboten find, fehlten — gut. weil sie ihre Wünsche nicht zu hoch stecken konnten und da-her ohne Krisenjammer in einer angenehmeren Be-schaulichkeit lebten. Die gute alle Zeit mit ihren selbst-gestrickten Strümpfen, dem vererbten Seidenkleid der Mutter, dann und wann mal mit einer Zigarre und einem Sonntagsausflug für ein paar Sechserin — ohn« Kino und Kaffeehaus, nur mit Hausmusik, ohne jährlich ein Paar neue Skier, ohne Auw, Badezimmer und Romreise, in der Ruhe eines nicht gefühlten Mangels — diese gute alle Zeit kannt« das Wort Kris« nicht. Das Beispiel und die Kund« vom guten, flotten Leben anderer und der damit aufleimende Neid machten und machen erst die meisten so arm, daß fast der meisten Menschen Tag und Nacht damit ausgefüllt find, dem Schein der Bequemlichkeit anderer nachzustreben und nach-zujagen, und dabei das zur Erreichung größerer Bequemlichkeit wesentlich Grundlegende versäumt wird — die eigene fruchtbare Arbeit. Zu dieser Arbeit hat man gar nicht Zeit, das heißt zur richti-gen Arbeit, die nicht darin besteht, bestimmte Stunden im Betrieb zu sein und dort seine Obliegen-heiten schlecht und recht zu erledigen. Seine Tätig-keit durch Gedanken leiten lassen, die seiner Arbeits-gemeinjchaft greifbaren Vorteil bringen, Neues, Vorteilhaftes dazu ersinnen — das ist wahre, produk-tive Arbeit! Hat dann einmal diese richtige Arbeit einen Nutzen gebracht, so ist der entsprechende Ge-winn doppelt wertvoll, weil er die eigene Persön-lichkeit zum rechten Stolz hebt, nicht zu einer Ueber-heblichkeit, die nur am äußerlichen Kleide oder flott verjubelten Stunden hängt. Die peinvolle Sucht nach Aeußerlichkeiten ist es, die vor allem einen Teil der wirklichen beste- henden Krise geschaffen hat. Di« verwirrten Nach» kriegsverhältnisfe waren so recht der Boden für ge-wagte Spekulationen und künstliches Aufblähen, und die Erinnerung an diese „reichen Zeiten" ist weiter verderblich wirkend geblieben. Alan möge nicht mißverstehen: Das soll keine Predigt sein. Es wäre verfehlt, die Entwicklung in der gegebenen Richtung zurückschrauben zu wollen. Es ist gut und recht, daß das Leben so vielen Menschen freier gemacht wurde, daß sie nicht mehr zwölf öde Stunden im Arbeitsjoch stecken und den freien Sonntag entbehren müssen, daß die Mädchen nicht mehr beim ewigen Zu-Hause Sitzen und Au»-stattungnähen bleichsüchtig werden. Zweck dieser Darlegungen soll fürwahr nur der sein: in dem atemlosen Vorwärts einmal ein Hall zur Selbstbe-sinnung zu rufen, zu sagen, daß doch nicht alles gar so schlecht ist, wie es manche sehen, daß e» noch besser sein könnte, wenn das Gegebene mehr ge-schätzt und die Wünsche nicht zu hoch geschraubt würden. Daß wir heute viel bequemer und leichter leben können als seinerzeit, ist der Arbeit vieler vorange-gangener Generationen und großer, wagemutiger, dabei leidenschaftlich arbeitender Menschen zu ver-danken. Und so wird es wohl auch bleiben: Der nächste Aufstieg kann wiederum nur dann kommen — und er wird hoffentlich bald kommen — wenn die heutigen Jungen sich zu ihrer Arbeit besinnen, mit rechter Freude schaffen, und wenn mal aus dieser Arbeit auch nichts Rechtes wird, dennoch immer wieder mit Freude daran gehen, wie es eben die Alten getan. Auch die Fünf-Tage-Woche und das Auw für den kleinen Mann kommen ja einmal, aber wirklich nur dann, wenn man dem aufgehobenen Finger der Alten ein wenig folgt und nach den bewährten Erfahrungen der Vergangenheit nicht raunzt, fpeku-liert und mehr Zeit als notwendig dem Vergnügen widmet, sondern nach der sinnvollen Parabel wieder einmal in den Weinberg geht, um dort den Schatz zu suchen. Für jene, die im Dränge der vielen Zer-streuung diese gute alte Parabel vergessen haben sollten, sei sie kurz wiederholt: Drei Söhne wurden von ihrem Vater in den Weinberg geschickt. Es wäre dort ein Schatz zu graben. Die Jungen gru-ben lange und fleißig: und nach Jahresfrist hatten sie wirklich den Schatz gehoben, den Ertrag des Bodens den Segen ihrer Arbeit. Freilich, freilich müssen die Alten Platz zur Arbeit geben und machen. Sie tun's sicher lieber als man glaubt, wenn nur greifbare Vorschläge^ wie's besser gemacht werden soll, vorliegen. rüstungskonferenz zufriedenstellende Ergebnisse zeitigt. Dadurch würde die Sicherung vor Kriegen be-deutend erhöht. Dieser Entschluß der Vereinigten Staaten sei von weltumfassender Bedeutung. Der frühere englische Außenminister Sir Austen C h a m-b e r I a i n erklärte, dies sei die beste Nachricht seit Jahren. Der Zollwaffenstillstandsplan. der von der eng-lischen Regierung gemeinsam mit Norman Davis ausgearbet wurde, soll von der Washingtoner Re-gierung gebilligt werden. Nach diesem Vorschlag verpflichten sich die an der Weltwirtschaftskonferenz teilnehmenden Machte und Staaten, keine Revision der Zolltarife nach oben vorzunehmen. Seite 2 Deutsche Zeitung Nummer 39 Zum heutigen Muttertag lheht h«ut' durch» Üand fein Glockenton? &ärt beut* nicht aus Arbeit und Fron? Woll» ihr euch »ich! sittlich schmücken. Euer Miittericin beglücken? Sie ha« heut' ihren Ehrentag. Seht. <* duftet und blüht am Hag. lind eine Amsel hoch im Baum Singt jü'g von eurem Kindheit»traum. — Und die Winde, die lind wehen, Sie heiheil euch heimwärts gehen Und vom »indcidanl abtragen. Und wär's nur im: Mutter jagen. Erika Thomy. Die Mutter — sie ist der Mensch, der uns am nächsten steht — cder, bei der bitteren Entfremdung im Laufe eines Lebens, uns zumindest ein mal am nächsten gestanden hat. Und wie wenig wissen wir von der Mutter! Sie kennt uns, weil sie uns liebt. Und wo wir in gedankenloser Härte ihr den Weg zum letzten Verständnis unseres Le> bens »erschlichen, da sucht sie, eine rastlose Pilgerin. mit liebevollem Herzen unser (ölflcf, Leid. Schicksal zu erfüllen, wenn ihr das Wissen verwehrt ist. Und wir? Wir haben ein Gefühl der Ver-trautheit. Aber ist das oft nicht nur eine Vertraut-heit mit den äußeren Lebensumständen? Was wissen wir vom Leben, Lieben und vom Schicksal der Mutter? Wir kannten sie jung — und sahen sie älter und älter werden. Was wissen wir von unserer Mutter? Wir begegnen vielen Menschen in unserem Leben. Mit manchen verbindet uns Freundschaft und starkes Gefühl. Mit manchen spricht man über Wetter, über Weg, über Saat und Ernte. Mtt einigen spricht man über die tiefsten und gewaltig sten Dinge des Daseins — mit den allerwenigsten sprechen wir von unserer Mutter-- Die deutsche Erneuerung und das Auslanddeutschtum Welche Rückwirkungen wird die Umwälzung im Deutschen Reich auf die Behandlung der Auslanddeutschen in den verschiedenen Staaten Europas haben? Diese Frage untersucht das Siebenbürgisch-Deutsche Tagblatt" (Hermannstadt» und gelangt dabei zu Feststellungeen, deren Endergebnis kurz hervorgehoben zu werden verdient. Zunächst wird die Rückwirkung sicherlich ungünstig sein: Alle die Staaten, die aus der bisherigen Ohnmacht Deutsch-lands irgendwelchen Gewinn gezogen hatten, werden ihre Entrüstung über die jetzige Erneuerung Deutsch-lands an denen auslasfen, die ihrem Zugriff zu-gänglich sind, an ihren deutschen Minderheiten. Ader es wird die Zeit kommen, in der sich Deutichlands Erneuerung mit einem starken und unerschütterlichen Willen Achtung verschaffen wird auch bei denen, die in diesen letzten anderthalb Jahrzehnten gemeint Haben, Deutschland ungescheut mit Füßen treten zu können. „Wir deutschen Minderheiten können ruhig dieser Zeit entgegensehen, wenn sich Deutschland durchgesetzt haben wird. Wenn wir bis dahin auch noch manche Unbill zu erleiden haben werden, so werden wir sie ertragen können. Der Tag wird kommen, wo jeder Deutsche in der Welt seinen Kopf stolz tragen wird im Bewußtsein dessen, daß ihm niemand sein Daseinsrecht verweigern darf!" - D. A. I. Die Wahl des Gemeindeausschusses Die wichtigsten Bestimmungen des neuen Semein degesetzes Wir setzen nachstehend die Veröffentlichung der wichtigsten Bestimmungen des neuen Ge> meindegeseyt? fort. Die Schriftleitung. Der Gemeindeausschuß besteht: in Gemeinden von 3000 bis 5000 Einwohnern aus 24, in Gemeinden von 5000 bis 8000 Einwohnern au» 30, in Gemeinden mit über 8000 Einwohnern aus 3t> Mitgliedern. 3n Gemeinden, in denen ausnahmsweise die Zahl der Einwohner geringer ist als 3000, besteht der Gemeindeausschuß aus 18 Mitgliedern. Die Zahl der Gemeindeausschußmtt-glieder, wie sie in diesem Gesetze festgestellt ist, kann im Gemeindestatut, das der Bonus genehmigt, herabgesetzt werden. Der Gemeindeausschuß wird mit allgemeinem, gleichem, unmittelbarem und mit öffentlichem Wahlrecht auf drei Jahre gewählt. Das Stimmrecht haben alle Einwohner, die in _ die Wählerliste der Gemeinde nach dem Gesetze über die Wählerlisten eingetragen sind. Zum Gcmeindeausschußmitglied kann enes Gemeindemitglied gewählt werden, das das Wahlrecht nach dem Gesetze über die Wählerlisten p, das 23. Lebensjahr vollendet hat und von Wahl nicht ausgeschlossen ist. Personen, welche die Amtssprache nicht sprechen und nicht schreiben, und Personen, die sich in aktiver Staats- oder Selbst« Verwaltungsanstellung befinden, wie auch Geistliche, können als Kandidaten für die ersten echs Stellen der Kandidatenliste nicht aufgestellt werdew. Die ordentlichen Wahlen für die Ge-meindeausschußmitglieder ordnet der Banus nach Ermächtigung des Innenministers an. Fünf Tage vor den ordentlichen Wahlen kann keine Behörde die Wähler zu irgendwelchen Versammlungen ein-berufen, wie zu gemeinsamer Arbeit, Robot, Milttärkonttollversammlungen oder Waffenübun-gen. außer im Falle dringender Gefahr: ebenso dürfen auch einzelne Wähler nicht vorgeladen wer-den, außer in Fällen unaufschiebbarer Notwendigkeit oder in Fällen einer Untersuchung wegen Verbrühen oder Vergehen irgend welcher Art. Wenn die Wähler schon früher zusammenberufen oder versam-melt waren, sind sie drei Tag vor der Wahl zu entlassen. Die Abstimmung geschieht nach den Wählerlisten an so vielen Orten, als es Wählerlisten gibt, und der Wahlplatz muh auf dem Gebiet? derselben Gemeinde sein. Die Abstimmung kann nicht in Gotteshäusern stattfinden. Für jeden Wahlplatz ist ein Wahlausschuß zu bilden, der aus drei Mitgliedern und ebensomelen Stellvertretern besteht. Die Wahlausschüsse entscheiden mit Stimmenmehrheit. 2m Falle einer Stimmen-gleichheit gilt als angenommen das, wofür der Präsident gestimmt hat. Die Vertreter der Kandidatenlisten haben das Recht, der Tätigkeit der Wahlausschüsse und des Hauptwahlausschusses während der ganzen Kantor Oedland Sti'.ze von Waller Mittasch Die steile Stiege zur Orgelempore — wie eine schmale, von schwarzbraunem Dämmernebel durch-rieselte Schlucht kroch sie hinan — ächzte und knarrte leise, als wollte sie sich auflehnen gegen einen Fremden. Aber Kantor Oedland ließ sich nicht be-irren. Trotz seiner müden Augen, über die heran drohendes Greisenalter Staub gewischt hotte, trotz bager und spröde gewordener Hände und Füße stieg er die Stufen hinan. Die kannte er gut. Als Knabe war er sie oft genug mit blankem Hoienboden hinabgesaust. Damals trat er mit Begeisterung die Bälge. Später hatte er die Orgel gespielt. Und dann war ein anderer gekommen. Ein spitzschädeliger In-trigant. Da hatte Kantor Oedland weichen müssen... In einem Winkel der Stadtmauer, zwischen Holundergewucher und dem Hühnerhof des Wachtmeisters hatte er sich eingenistet. Hauste dort still und schüchtern, und ein alt' wurmstichig Klavier war ihm Geliebte, Hausfrau und Wegweiser in Gefilde der Seligen. Aus diesem Scherbenhaufen von Glück und Unglück ward er nun heute aufgestöbert. Der In- trigant hatte einen Wink vom Meister Sensenmann gespürt. Wer sollte nun zu Gottes sonntäglicher Ehre die Orgel beseelen? Deshalb mußte Oedland den Weg zum Dom machen. Ueber Dächern und Gassen brüllte der Frühlingssturm, die Dachrinnen geiferten graues Wasser und die Ziegel klapperten. Nun saß der frierende Greis vor der altge-liebten Orgel. Die vergoldeten Posaunenengel starrten ihm verwundert auf die schneeweißen Locken. Der Spiegel der Manualen zeigte kühl und unverfroren die fast leere Kirche. Die Orgel aber griff sogleich mit hundert unsichtbaren Händen nach dem ehemaligen Freund und Herrscher: „Wo warft Du so lange?" Der weißhaarige Zauberer breitete die Arme aus, tastete nach den Registern und Zügen, tauchte das tote Werk in den melodischen Sturm der be-seelten Pfeifen. Ihm war. als fiele nun vieles von ihm ab und gleite auf den klingenden Wellen davon. Was Menschen ihm Böse, getan, da» verloderte nun in seines Herzens rot spielenden Flammen. Was ihn gekränkt hatte, das graue, verschleiernde Gespinst, mit dem hartherziges Schicksal ihn verwickelt hatte, da» verwehte im grandiosen Tonsturm der Reger« schen Fugetta, unter dem die Orgel zittern mußte. Zeit der Wahl beizuwohnen und Bemerkungen zu machen, die auf Verlangen in da» Protokoll auf-zunehmen sind. Jeder Wähler kann nur einmal, nur persönlich, nur auf dem Wahlplatze seiner Ge-meinde und nur sür eine der bestätigten Kandidatenlisten stimmen. Die Wahl erfolgt nach Kandido« tenlisten, die soviel Kandidaten und Stellvertreter enthalten müssen, als die Gemeinde Ausschußmit-glieder zählt. Die Kandidatenliste ist in zwei On-ginaleiemplaren dem zuständigen Bezirks- oder Kreisgericht gegen Bestätigung unmittelbar oder im Wege des Gemeindevorstehers längstens bis zum achten Tage vor der Wahl einzureichen. Das zu-ständige Gericht prüft binnen 48 Stunden, von der Zustellung an gerechnet, die Liste und, wenn es sick» überzeugt,' daß sie vorschriftsmäßig zusammengestellt ist, bestätigt es sie. Im gegenteiligen Falle verwirft es die Liste, wovon die Listenunterbreiter durch einen Bescheid zu verständigen sind. (Fortsetzung folgt.) Aus Stadt und Land Mutterdienstwerk der evangelischen Frauen Deutschlands. Der Reichsfrauenbund der evangelischen Frauenvereine Deutschlands hiett eine Tagung ab. Es wurde beschlossen, ein Mutter dienstwerk ins Leben zu rufen. Dem Bund gehören über 3 Millionen Frauen an. Der diesjährige Muttertag soll der Beginn einer planmäßigen Für-sorgearbeit für die Mütter werden. In siedendes Kaltwasser gefallen. In Jejenice ereignete sich am Donnerstag ein furcht-bares Unglück. Der 5» jährige Arbeiter Josef Sta-ric, der in den Eisenwerken beschäftigt war. stürzte auf ungekärte Weise in einen mit kochendem Kalk-wasser gefüllten Behälter und starb eines fürchter lichtn Todes. Die völlig zersetzte Leiche konnte erst eine halbe Stunde nach dem Unglück geborgen werden. Bankdirettor als Mörder. In Beograd verschwand vor einigen Tagen der Kaufmann Äng. Georg Stankovic spurlos. Seine Leiche wurde schließlich in einem Koffer aus einem Sumpf bei Smederovo gezogen. Die Kriminalpolizei leitete um-fassende Nachforschungen ein. die nun zur Berhaf-tung des Beograder Bankdirektors Mihaflo Ma r-kovic führten, während dessen Helfershelfer, der Handelsagent Nikola Miljkovic flüchtig ist. Die beiden lockten Ing. Stankovic unter Vor-jpiegelung eines großen Geschäftes in ein Haus, wo' ihn Miljkovic mit einem Beilhieb tötete. 67.000 Dinar, die der Ermordete bei sich gehabt hatte, nahmen die Mörder an sich, packten die Leiche in einen Koffer und schafften sie nach Smederovo. wo sie den Koffer in einen Sumpf verfenkten In der Wohnung des zweifelhaften Bankdirektors Mar-kovic, der nebenbei eine Filmvertretung innehatte, wurde Einbruchswerkzeug vorgefunden. Allem Anscheine nach führte Markovic ein Doppelleben: bei Tag feiner Herr, bei Nacht Einbrecher. Die Polizei verhaftete nachträglich auch die Frau des Markovic, die von den dunklen Machenschaften ihres Manne» gewußt hat. Markovic ist geständig. Man hält es nicht für ausgeschlossen, daß der verschwundene „Sie sollen mich wieder einmal hören!" trotzte der Einsame, Verstoßene. „Noch lebt der alte Oed-land. Hören sollt Ihr ihn... Wieder hören!" Und er ertastete mtt zuckenden Füßen die Pedale. Unter der Kirchenwölbung hin brandeten die Tonwogen, als wollten sie den Stein sprengen... Doch plötzlich rührte eine Hand des Phantasten Schütter an, über die ein glattes, fades Gesicht sich bog: „Der Herr Pfarrer lasse Herrn Oedland ersuchen. sich zu beherrschen. Das seien kein« V»r-und Zwischenspiele, sondern alles andere. — Er möge die Zeit einhalten ..." Der Zehenspitzenmann schwebte durch den braunen Treppenschacht hinab. Die goldenen Posau-nenengel blinzelten mtt den wimperlosen Augen. 3u seine» Gottes Ehre machte Organist Oed-land ein kleine» Nickerchen. Au» aller Gewohnheit tauchte er genau zur rechten Zett aus den schwarz-blauen Tiefen eines gestattenlosen Traumes. Auf das Kirchendach hämmerte der Frühlings-wind. Bunte Fenster läuteten mtt hartem Klappern. Heimwärt, hasteten die wenigen aus den Bänken, und Kantor Oedland spielte die Schlußmusik. Kühn und trotzig stürzte er sich in ein eigenes Werk, seine große Choralfantasie über „Jesus, meine Zuversicht". Hinauf und vorwärts rissen ihn die brausenden Klangfluten. Summer 39 Deutsche Zeitung Seite A Ntiljkovic aus dem Wege geschafft worden sein könnte, um die Spur des Verbrechens zu verwischen. Die Polizei führt die Untersuchung auch in der Richtung, ob Markovic nicht in den in der letzten Zeit in Beograd vorgekommenen zahlreichen Verbrechen, u. a. bei der noch ungeklärten Ermordung der Millionä-rin Draga Mitricevic seine Hände nn Spiele hatte. Unter dem Namen „Kneipp" werden verschiedene Nachahmungen des echten Kathreiner-kneipp Malzkaffes verkauft. — Die erfahrene Hausfrau nimmt nur Originalpakete mit dem Bilde des Pfarrers Seb. Kneipp. Gelse Evangelische Gemeinde. Heute, Sonn-tag. den 14. Mai, findet der Gottesdienst (Mutter-tagvfeier) um 10 Uhr in der Ehristuskirche statt. Dort wird im Anschluß daran auch Kindergottes-dienst abgehalten. Der Hauahaltvoranschlag der Um-gebungsgemeinde Celje für 1933 ist von der Draubanalverwalwng mit kleineren Abänderungen genehmigt worden. Die Gemeindeumlage auf die direkten Staatssteuern, die im Entwurf mtt 100 v. H. festgesetzt war, wurde von der Banalvenoattung auf 80 v. G. ermäßigt. Der neue städtische Kraftftellwagen-Fahrplan, der am 15. Mai in Kraft tritt, ist gedruckt und wird dieser Tage ausgeschickt. Wesent-liche Veränderungen in den Fahrzeiten wurden nur aus den Strecken Celje-Vransko und Celje Mozirje wegen der Aenderung der Bahnfahrordnung auf diesen Linien vorgenommen. Ab 15. Mai wird der Kraftstellwagen nach Vranjsko vor dem Bahnhof in Celje um 10 Uhr 30 Mm. abgehen und in Vranjsko um 11 Uhr 50 Min. die Rückfahrt an-treten. Gegen Mozirje wird die Abfahrt in Celje um 11 Uhr 15 Min. erfolgen, die Rückfahrt von V Mozirje um 12 Uhr 45 Min. Auf dieser Strecke wird überdies um 18 Uhr 10 Min. ein Wagen bis Braslovc abgehen, der dort um 7 Uhr früh die Rückfahrt antritt und um 7 Uhr 55 Min. in Celje eintrifft. Der Sonntog-Kraftftellwagen wird aus dem Logartal schon um IS Uhr abgehen und in Celje zu'den Abendzügen nach Zagreb und Ljub-Hana eintreffen. Die Fahrordnung auf allen anderen «trecken bleibt nahezu unverändert. Sommerfahrplan ab 15. Mai. Montag, den 15. Mai, tritt auf den jugoslawischen Staats-bahnen die neue Sommerfahrordnung in Kraft, die bis zum 15. Oktober gilt. Für Celje bedeutet die neue Fohrordnung nicht größere Veränderungen. Bon Celje werden nach dem neuen Fahrplan Züge abgehen: in der Richtung nach L j u b l j a n a Schnellzüge um 4 Uhr 12 L5 Uhr Ihr 16 Min. und 19 Uhr 26 Min., ab 4. Juni bis 27. Min. und 15 Uhr 26 Min., und Personenzüge um 7 Uhr 03 Min., 11 Uhr 16 Min, 15 Uhr 57 August noch ein Personenzug um 21 Uhr 28 Atm.; in der Richtung nach Maribor: Schnellzüge um . 2 Uhr l0 Min. und 14 Uhr 26 Min. und Per-sonenzüge um 4 Uhr 20 Min., 7 Uhr 42 Min., 9 Uhr 39 Min., 16 Uhr 13 Min. und 21 Uhr 03 Min. i in der Richtung nach Zagreb: Schnell-züge um 4 Uhr 12 Min. und 15 Uhr 26 Min. „Hören sollen sie! hören! — Mein Werk, an dem Blutstropfen und Tränen haften". Kopf an Kopf füllten Andächtige die Kirche-Alle Herzen fieberten im Rhythmus des Werkes. Lauter als der Frühlingssturm, heller als die flüchtigen Sonnenstrahlen — tiefer als Gottes tiefftes Meer. Die Orgel brüllte den C-Dur Schlußakkord heraus und veratmete... Kantor Oedland zuckte hoch, starrte in den Spiegel. Der zeigte höhnisch die klaffend leere Kirche... ,,9Iu«, vorbei... Zurück in den Winkel!" Aber da war ein leises Rascheln vor des Einsamen Fähen. Eine graugelbe Maus regte sich dort unten, funkelte den Zauberer aus zwei blanken Aeuglein an. „Siehe da. einen Zuhörer hast Du doch gehabt". Organist Oedland blickte sinnend zu ihr hin. „Ich bin so armselig und verstohlen wie Du", flüsterte er. „Und wir wohnen beide in einem Dom. Deiner ist aus Stein, der meinige aus Kristall ... Man muh e» ertragen, wie es ist". Er ging. Sein Antlitz aber leuchtete im Wi-derschein ferner Wetten. Wer sie kennt, bleibt ihr treu! Schon von jeher hilft Schicht Terpentin Seife gründlich woschen und den Haushalt blitzsauber halten. Also* Achten Sie ganz genau auf die Originalpackung und die Schutzmarke HIRSCH. Dann sind Sie geschützt vor Nachahmungen. SCHICHT TERPENTIN SEIFE DAS BELIEBTE JUGOSLAWISCHE ERZEUGNIS! Aber vorherzum Einweichen: Frauenlob! und Personenzüge um 7 Uhr 03 Min., 11 Uhr 16 Min. (nicht direkt), 15 Uhr 57. (nach Ljub-ljana, ab 1. Juni Schnellzugsverbindung nach Zagreb) und 19 Uhr 26 Min. Vom 4. Juni bis zum 27. August wird an Sonn- und Feiertagen von Celje noch ein Personenzug um 21 Uhr 28 Min. abgehen, der in Zidanimost Schnellzugsanschluh nach Zagreb haben wird. Sommer-Arbeitszeit bei der Arbeiter-krankenkafse. Ab 15. Mai gilt bei der Expositur Celje der Arbeiterkrankenkasse folgende Sommer-Arbeitzeit: Montag, Mittwoch und Freitag regel-mähige Amtsstunden von 7 bis 13 Uhr, nachmittag diensthabender Beamte von 17 bis 18 Uhr: Dienstag und Donnerstag Amtsstunden von 7 bis 13 Uhr und von 17 bis 19 Uhr: Samstag Amts-stunden von 7 bis 12 Uhr. diensthabender Beamte von 12 bis 13 und von 17 bis 18 Uhr. In der Ambulanz der Arbeiterkrankenkasse ordinieren die Amtsärzte an Werktagen von halb 9 bis dreiviertel 13 Uhr. Die Krankenpflegerin hat überdies täglich, außer Samstag, von halb 8 bis halb 9 Uhr und von halb 17 bis |18 Uhr Dienst, an Samstagen aber von halb 8 bis halb 9 Uhr. An Sonntagen erledigt dringende Angelegenheiten ein diensthabender Beamte in der Zeit von 9 bis 11 Uhr. Parteienempfang täglich von 8 bis 13 Uhr. Schweizeruhren S"?"1 Gold- und Sllber- waren, Optik, Orljf. Zei«-Augengläser, erstklassige Reparaturwerkstätte Anton Lefenik, Celje, Glavni trg 4. Die Arbeitslosigkeit ist etwas zurückge-gangen. Gegenüber 1075 im vorletzten Ausweis waren am 10. Mai bei der Erpofitur der Arbeit«-börse nur mehr 988 Arbeitslos« verzeichnet. Maikäfer unv andere Schädlinge ver. tilgen! Der Stadtmagistrat Celje ordnet auf Grund des Gefetzes über die Bekämpfung von Pflanzen schädlingen an: Me Grundbesitzer und Pächter sind verpflichtet, in den Morgenstunden Bäume und Sträucher durch Abschütteln von den Maikäfern zu säubern und die Maikäfer (am besten durch Ueb«-schütten mtt kochendem Wasser) zu vertilgen. Die vertilgten Dtaikäfer sind in Süden oder Behältern bis 10 Uhr vormittags im Stadtpark (unter dem Berg» dem hiefür bestellten Aufseher gegen Be- stätigung zu übergeben. Aus Grund dieser Bestäti- chlen. ikäfer rn 0 50 Dinar je Liter Maikäfer auszahlen. Vertilgung und das Samn sogleich aufgenommen und werden, bis die Maikäfer verschwunden sind linge sind bei der Bodenbearbettr nichten. Die Obstkulturen müssen' mutz sogleich aufgenommen und solange sortgesetzt cschwunden sind. Enger-beitung sofort zu »er- und im 100 bis 5000 Dinar zugunsten des Landwirtschaft»- ~......solchen gungen wird die städtische Kasse minderbemittelten Mo itmi >d itmi itut ijfen jetzt Herbste von allen Schädlingen samt Brüt gesäubert worden. Nichtbeachtung dieser Vorschriften wird nach zj 21 des erwähnten Gesetzes mit Geldstrafe von " Dti fondes geahndet und der' Magistrat wird bei l Besitzern die erforderliche Schädlingssäuberung auf deren Rechnung vornehmen lassen. Festnahme eine» Unverbesserlichen. Der 35-jährige Arbeiter Peter 8 e r c aus Bistrica bei Nuse. den die Polizei weaen zahlreicher DiebstShle gesucht hatte, wurde verhaftet. Der Unverbesserliche ist wegen Diebstählen, Einbrüchen und Veruntreu-ungen schon zwölfmal bestrast. Zreiw. Feuerwehr u. Rettungsabtg. Celje. Tel. l In der Woche vom Ib./V. bis ai./V. ist kommandiert: ,ren«ötfnfi: IV. Zug ZugSf.: Schlosser Gottfried Sanilättdunst: II. Rotte Prisloschct Joses Kaschier Adelmar Fmdeisen Heinrich ,n>hrer: Sun» Vtefan Inspektion: Obmann Zellen, Johann. Wahrer: Xarbeutz 9nm| Maribor Wie der große Einbruch in die Aolloer» mittlung Zallic aufgedeckt wurde Aus Maribor wird uns berichtet: Der vor kürzerer Zett in die Kanzleiräume der Zollvermittlung Iaklic verübte Einbruch, bei dem 70.000.— Dinar in barem und Brillantringe im Werte von 30.000.— Dinar gestohlen wurden, konnte — wie beretts kurz gemeldet — geklärt werden. Der Verdacht war auf den bei der Zoll-Vermittlung bediensteten Diener Franz Novak ge-fallen, der samt seinen Söhnen Karl und Otto, seinen Töchtern, dem Schwiegersohn und dessen Bruder verhaftet wurde. Nach der ersten Einoer-nähme mutzten alle mangei» an Beweisen steige-lassen werden, dort verdichtete sich berett» am zweiten Tage der Verdacht, so datz zu ihrer neuerlichen Seite 4 Deutsche Zeitung Nummer 39 Verhaftung geschritten wurde. Karl war inzwischen geflohen, was den Verdacht erst recht bestätigte. Nach längerem Leugnen gestand schließlich die Tochter Frieda, daß ihre Brüder Karl und Otto in der kritischen Nacht erst um fünf Uhr früh noch Hause gekommen waren. Bei der hierauf erfolgten Gegenüberstellung muhte dies auch der Bater ein-gestchen. Nun kam auch heraus, daß der Sohn viel Geld nach Hause gebracht und im Keller m> steckt hatte. Bei einer Untersuchung des Kellers wurden tatsächlich 15 Tausenddinarnoten verscharr« vorgefunden. Otto leugnete noch immer, mutzte sich aber schließlich doch zu dem Teilgeftändnis bequemen, daß den Einbruch nur sein Bruder verübt habe. Karl hätte ihm lediglich ein Schweigegeld von 200.— Dinar eingehändigt. Im Laufe der Untersuchung brachte die Po-lizei in Erfahrung, daß den beiden Söhnen des Speditionsdieners auch zwei schon oft vorbestrafte Berufseinbrecher behilflich waren. Weiters konnte festgestellt werden, daß dieselbe Bande auch den Einbruch in die Kanzlei der Baufirma Ielenc und Schlajmer auf dem Gewissen hat. Die immer hau-figer werdenden Einbrüche und Diebstähle sind zweifellos zum Gutteil auf das Konto der Wirt-schaftskrise und der dadurch bedingten Arbeitslosig leit zu buchen. Der flüchtige Karl Nooak, der von Beruf Schlosser ist, wurde am Donnerstag in Maribor verhaftet. Er war nach Beograd gefahren, wo er einen Brillantendiebstahl verübte, und kehrte nach Maribor zurück. Dort wurde er gleich gefaßt. Anläßlich des Muttertages findet heute. Sonntag, im Mariborer Stadtpark ein Konzert des Frauenöereins statt, dessen Reinerträgnis für die Unterstützung armer Mütter verwendet wird. Gemeinderatsbeschlüsse. Der Mariborer Gemeinderat hielt Donnerstag abends seine ange-kündigte Sitzung ab. Auf Rechnung des Pflape-rungsfondes wurden 537.500 Dinar Kredit bewilligt. Die Pflastersteine sollen mit Teer vergossen werden, um die Staubplage zu bannen. Die Gemeinde wird auch heuer 120 Kinder in Ferien-kolonien schicken. 35 ans Meer. 85 ins Bachern-aebirge. Der öffentlichen Küche wurden 50.000 Dinar Unterstützung gewährt. Mit der Erweiterung des städtischen Wasserwerkes wird in Kürze begon-nen. Für diesen Zweck soll bei der Staatlichen Hypothekarbank eine Anleihe von 700.000 Dinar ausgenommen werden. Für den Bau eines Offi-ziersheims wird kostenlos ein städtischer Baugrund abgetreten. Zum Ehrenbürger der Stadt wurde General Rudolf Meister ernannt, der beim An-schluß Maribors an Jugoslawien eine Rolle ge-spielt hat. Statt 164 nur 47 Gemeinden. Durch die Zusammenlegung von Gemeinden im Sinne des neuen Gemeindegesetzes werden die beiden Mariborer Bezirke statt 164 nur mehr 47 Ge-meinden zählen. Todesfall. Nach kurzem schweren Leiden ist am Donnerstag der bekannte Holz- und Kohlen-Händler Alois Bacheim im 50 Lebensjahre ver-schieden. Das Inselbad. An Leihgebühren werden Heuer im Inselbade eingehoben: je Leintuch 4.—, Handtuch 2, Damenbadeanzug 6.—, Badehose S.— Dinar. An Einsatz hiefür sind zu entrichten: je Leintuch 30.—, Handtuch 15. , Damenbade-anzug 40.—, Badehose 20. - Dinar. Bei der Rückgabe dieser Gegenstände wird der Betrag selbstverständlich zurückerstattet. Für die Hinterlegung von Wertgegenständen sind von 2.—, für die Benützung des Telephons I.—, für die Benützung eines Liegestuhles 5. , als Garderobegebühr für ein Fahrrad 0.50, für ein Motorrad 2.— Dinar zu entrichten. Sin neuer Ausflügler»Kraftstellwagen wird zurzeit gebaut, um kleineren Reisegesellschaften für Ueberlandpartien zur Verfügung zu stehen. Da das Dach des Wagens abmontierbar sein wird, werden die Reisegäste in den Sommermonaten den Sonnenschein und nicht zuletzt auch eine freiere Aussicht genießen können. Vorsorge für den Bomben- und Gas-schütz der Zivilbevölkerung. Aus Maribor wird uns geschrieben: Wie in anderen Staaten, geht man nun auch bei uns daran, die vorhandenen Kellerräume der einzelnen Städte auf die Brauch-barkeit im Falle eines Luftangriffes durch Bomben flugzeuge zu untersuchen. In Maribor kamen vor-erst die Keverräume der staatlichen und anderen öffentlichen Gebäude und der Schulen an die Reihe, dann folgten die der Gast- und Kaffeehäuser. Nun sollen auch sämtliche Privathäuser an die Reihe kommen. Schon bei den öffentlichen Gebäuden und den Gast- und Kaffeehäusern im Verein mit an-deren großen und solid gebauten Kellerräumlich-feiten gelangten die behördlichen Organe zur Fest-stellung, daß dank dieser Notunterkünfte unsere ge-samte Zivilbevölkerung im Ernstfälle darin Zuflucht finden würde. Die schlechten Zufahrtstrahen. Aus Maribor wird uns geschrieben: Unsere Stadt ist leider dadurch berühmt, daß die Zufahrtstraßen in ungewöhnlich schlechtem Zustande sind. Bei dem großen Verkehr und der weiteren Entwicklung des-selben ist weiterer Schaden in dieser Beziehung zu erwarten, wenn nicht Beschotterung nach modernen Gesichtspunkten angewendet wird. Der runde Schwemmschotter bindet sich nicht und wird von den schnell fahrenden Fahrzeugen weggeschleudert, wodurch Gruben und im weiteren Gefolge die ge-fürchteten Schlaglöcher entstehen. Eine billige Schotterquetsche, die den vorhandenen Grundschotter grob auflöst, müßte da mit großem Erfolg ange-wendet werden können. Das Ergebnis wäre billi-gere Beschotterung, weil seltener Schotter aufgelegt werden brauchte, und dabei ein wesentlich besserer Straßendamm. Guter Fang der Finanzorgane. Aus Maribor wird uns berichtet: Diese Woche machten Organe unseres Hauptzollamtes bei der in der Jenkova ulica wohnhaften Privaten S. T einen guten Fang. Sie entdeckten bei ihr ein ganzes Magazin von Schmuggelwaren. Aus einem Versteck zogen sie vier und einhalb Kilogramm Saharin, einige Hundert Pakete Zigarettenpapier, 50 Feuer-zeuge und eine Menge anderer geschmuggelter Waren hervor. Wenn die Schmugglerin es nicht vorziehen wird, die hohe Geldstrafe zu erlegen, so kann sie sich auf eine Reihe von Monaten hinter den schwedischen Gardinen gefaßt machen. Ueberfall auf ein Mädchen. Aus Ma-ribvr wird uns berichtet: Mittwoch um 5 Uhr früh ging der ehemalige Bankbeamte K. aus der Bar nach Hause und begegnete in der Presernova ulica einem 10-jährigen Mädchen, das zum Bahnhof eilte, um an einem Maiausflug teilzunehmen. K. zog die Kleine in ein Haustor und versuchte ihr Gewalt anzutun. Das Kind wehrte sich schreiend, wodurch zwei Arbeiter aufmerksam wurden, die herbeigeeilt kamen. K. ließ sofort von dem Mädchen ab und floh. Als ihn der Arbeiter Simic in einer Hausflur ausgeforscht hatte, setzte sich K. mit einem gezückten Taschenmesser zur Wehr und drängte Simic soweit zurück, daß er wieder weiter flüchten konnte. Er konnte entkommen, wurde aber bei der Verfolgung von einem Manne erkannt und bereits um »j Uhr früh hatte ihn die Polizei gefaßt. K. ist angeblich beretts in Ljublsana wegen eines ähnlichen Falles zu 5 Monaten bedingt verurteilt worden. Da er nun rückfällig geworden ist, winkt ihm nicht nur eine weit härtere Gefängnisstrafe, sondern er muß auch noch die erwähnten 5 Monate absitzen. Er ist italienischer Staatsbürger und offensichtlich krankhaft veranlagt. Aus dem Gefängnis entsprungen. Aus dem Gefängnis des Mariborer Kreisgerichtcs sind die Sträflinge Josef >!ep und Franz Simenko entsprungen, indem sie das Fenstergitter durchfeilten und sich mittels Leintüchern die Wand hinunter-ließen. Pwl Fremdenverkehrswerbung in Ptuj Aus Ptuj wird uns geschrieben: Der Früh-ling mit seiner warmen Witterung hat um die Osterzeit überall da und dort die Städter aus ihren Winterstuben getrieben. Die Wanderlust ist allen in die Glieder gefahren und so wurde auch unsere hübsche Draustadt Ptuj wieder das Ziel frühlings» froher Wandergruppen, nicht nur aus den benach-Karten Städten sondern auch aus Oesterreich, ein ersteuliches Zeichen, daß der Fremdenverkehr trotz Wirtschaftskrise und Grenzpfählen auch Heuer wieder in unser entzückendes Weinland Leben und Fröhlicheit und nicht zuletzt den so erwünschten Mammon bringen wird. Es wäre nun wohl anzunehmen, daß man auch bei uns alles daransetzen will, um den Gästen von da und dort den Aufenthalt angenehm zu gestalten und alles zu vermeiden, was friedlichen Ausflüglern die Lust an Fahrten nach Ptuj ver-leiden könnte. Leider ist dies aber, wie wir zu unserem Bedauern feststellen müssen, nicht der Fall. Die in gewissen Hetzblättern in letzter Zett neuerlich zu Tage tretende Feindseligkeit gegen alles, was deutsch ist, hat in unserer Stadt, wie es scheint, einer Gruppe besonders ambitionierter Staatsbürger derart den Kopf verdreht, daß sie es neuerlich für ihre Pflicht erachten, jedem, der deutsch spricht, in unzweideutiger Weise die Faust unter die Rase zu hatten und ohne Anlaß peinliche Szenen und hoch-notpeinliche Untersuchungen heraufzubeschwören. * So erging es einer Gesellschaft von jungen Leuten, die aus Maribor kamen, um sich die Alter-tümer und landschaftlichen Schönheiten unserer Stadt anzusehen und deren einziges Vergehen anscheinend darin bestand, daß sie deutsch sprachen und mit bunten Bändern gezierte Gittaren mitführten. Gesungen wurde nicht ein Laut. Zu Ostern unternahm eine Schar von deutschen Knaben aus Ptuj einen mehrtägigen Osterausflug in die Kollos. Die Folge davon waren Gendarmerieerhebungen bei den er-staunten und empörten Eltern dieser Knaben. Der liebenswürdige Angeber, der, wie es scheint, bos-hafterweise aus diesem unschuldigen Knabenausflug eine staatsfeindliche Aktion konstruieren wollte, ist leider unbekannt geblieben. Es ist zu lächerlich, als daß man sich darüber ärgern könnte. Vor ein paar Tagen war — wie wir bereits berichteten — eine größere Gruppe von Ausflüglern aus Graz auf der Durchfahrt nach So. Vid in der Kollos in Ptuj. Auf dem Reiscautobus befand sich eine Tafel, auf der zu lesen stand: „Sonderfahrt Graz St. Veit bei Pettau". Die Folge davon war, daß einige unserer besorgten Staatsbürger ob dieser entsetzlichen Tafel, bzw. der deutschen Benennung der Orte, in Aufregung gerieten und ein nicht geringes Getöse auf dem Florianiplatz veranlaßten. Die armen Oesterreicher, die den Sinn nicht verstanden, wurden schließlich aufgeklärt und nahmen die entsetzliche Tafel vorn Autobus. Was sich die guten Oesterreicher, gegen 40 an der Zahl, dabei gedacht haben mögen, können wir uns vorstellen. Jedenfalls haben sie den angenehmsten Eindruck von der Gastfreund-lichtest, der Lebensart und Gesinnung der Ptujer Bürger Fremden gegenüber mitbekommen und wir hoffen nur, daß sie nicht alle Ptujer Bürger in einen Topf werfen. Wir glauben ruhig behaupten zu können, daß sich der Großteil der hiesigen Bürgerschaft mit diesen unverantwortlichen Krakeelern kaum identifizieren wird. Als Fremder wird man heute wohl, wohin immer man kommt, mit dem größten Entgegen-kommen und der größten Rücksicht behandelt. Nur unier gutes Vtuj scheint, was den Fremdenverkehr anbetrifft, noch immer einem Standpunkte zu huldigen, der dem Fremdenverkehr kaum förderlich sein dürfte. Todesfälle. In Graz ist am 6. d. M Major i. R. Oskar Winkler nach kurzer Krankheit im 53. Lebensjahre verschieden. Frl. Anna Winkler und Frau Ida Schachenhofer in Ptuj betrauern in dem Verstorbenen ihren Bruder. — In Ptuj starb am 0. d. M. der bekannte Bäckermeister Herr Drago Hornaticek nach längerem schweren Leiden. Bürgermeister Ladislaus Ierse wurde zum Mitglied des Steuer-Reklamationsausschusses ernannt, der vom 15. bis zum 27. d. M. in Maribor tagt. Während der Abwesenheit des Bürger-meister wird Magistratsdirektor Zavadlal die Parteien empfangen. Diebstahl in einem Pfarrhause. In das Pfarrhaus in So. Lenart bei V«l. Nedelja schlichen sich dieser Tage während des Gottesdienstes zwei Strolche, die 5000 Dinar und zwei Taschenuhren mit Ketten stahlen. Die Gendarmerie machte indessen die Diebe bald ausfindig und nahm sie fest. Die Diebsbeute wurde vorgefunden. Selbstmord oder Verbrechen? Auf der Bahnstrecke Moskajnci—Ptuj wurde die furchtbar verstümmelte Leiche des 18-jährigen Dienstmädchens Maria Cus aus Spuhlje, das dieser Tage aus dem Dienste entlassen worden war, vorgefunden. Der Kopf der Leiche war vom Rumpfe getrennt.^ Die Gendarnrerie forscht, ob es sich um einen Selbstmord oder ein Verbrechen handelt. Den Schwiegersohn im Streit erstochen. In Grajena bei Ptuj hat der Besitzer Franz Dolinsek im Strette wegen Ueberschreibung des Besitzes seinen 20 jährigen Schwiegersohn Franz K o l a r i c, der angeheitert nach Hause gekommen war, mit einem Messerstich in den Unterleib tödlich verletzt. Kolaric verschied bald nach seiner Ein-lieferung ins Krankenhaus in Ptuj. Dolinsek, der verhaftet wurde, verteidigt sich mit Notwehr. Nummer 39 Deutsche Zeitung Seite 5 7 Das Haus an Eine düstere Geschichte aus verganger Von nun an hielt sich der Wirt ein paar Jahre lang dadurch, daß er anfangs von Zeit zu Zeii und endlich immer öfter den Weg zu jenem Manne fand. Im Dorfe merkten sie nichts vom Zweck dieser Fahrten. Trogdem prophezeite mehr als ein Be-sonnener dem Treiben im Haus an der Heerstraße ein schlimmes Ende. Bei alledem fehlte es der Wirtin nie an munteren Gästen. Der Wirt aber zog es seit einiger Zeit vor, allein hinter dem Weinkruge zu sitzen, denn er sand, daß das einsame Trinken beschaulicher sei als solches im Kreise von Zechgenossen, weil man da auf keine Weise gestört oder abgelenkt wurde. Derweilen gaben die allezeit wohlgemuten Freunde seines Weibes ständig Grund zu allerlei Skandalgeschichten, welche, nachdem sie erst im ganzen Dorf genugsam bekanntgeworden waren, zum Schluße immer ins Haus zurückkehrten und dem Manne zu Ohren kamen. Da gab es dann erneuten Zank und häßliche Szenen, welche schon seit geraumer Weile die einzige Gelegenheit bildeten, bei welcher die Wirtsleute überhaupt noch ein Wort miteinander wechselten. Eines Tages aber wollte der Kaufmann in der Stadt dem Almwacher Wirte kein Geld mehr vorstrecken, weil er ihm aus seinen Büchern nach-weisen konnte, daß seine Schulden den Wert ^es gesamten Besitztums bereits überstiegen hatten. Der Kaufmann gab ihm auch den Tag an, bis zu welchem er zu bezahlen hatte, falls er nicht von Haus und Hof gehen wolle. Da nahm das lustige Leben im Wirtshaus« mit einem Mal ein Ende. Die Wirtin mußte ihre kostbaren Fidibusse ausgeben, weil im ganzen Hause bald nicht einmal ein Viererbatzen geschweige denn eine Banknote zu fünf Gulden aufzutreiben war. Der Wirt aber besaß nicht mehr so viel Wein, um sich daran betrinken zu können. Die Freunde der schönen Frau verliefen sich, wie dies im Leben überall und jederzeit der Brauch ist. vor der hereinbrechenden Armut wie das Un-geziefer vor dem Licht. Kaum ein paar Wochen gingen hin, bis die Herren vom Gericht angefahren kamen und das Haus samt Feldern, Wiesen und Wald dem Haupt-jchuldner zusprachen, der die Auszahlung einiget Leute mit kleineren Forderungen übernahm. An einem regnerischen Aprilmorgen haben die Erben des reichen Joses, jedes mit einem Bündel unterm Arm, das Haus verlassen und sind in die Stadt gewandert. . Dort sollen sie allerlei Geschäfte angefangen haben, ohne daß ihnen irgendwas so recht gelungen wäre. So blieben ihnen Not und Armut allezeit anhängliche Begleiter. Wach einiger Zeit vergaßen die Almwacher der beiden Leute und sie blieben manches Jahr verschollen.----- Anfangs nahm der neue Besitzer Pächter in das Haus an der Heerstraße, doch vermochte sich keiner recht zu hasten. Der eine klagte über schlechten Geschäftsgang, der andere über Mi'gwachs und Viehseuchen. Als dem letzten von ihnen gar an einem Karsamstag die große Scheune niederbrannte, geriet der Hof in derartigen Verruf, daß sich kein Pächter mehr für denselben finden wollte. So blieben Türen und Fenster des Hauses geschlossen. Der grüne Fichtenzweig an der Haus-türe hatte alle Nadeln verloren und baumette als ein braunes Gerippe traurig im Winde hin und her. Aus den Fugen der bretten Steinstufen vor dem Hause ipricßte das Gras und im Garten überwucherte das Unkraut alle Beete. Kein Mensch bettat den Hof. Ging einer in der Dämmerstunde draußen vorbei und knarrte die halboffene Stalltür im Wind, so schrak er zusammen und beschleunigte seine Schritte. So verstrich manches Jahr und die Gebäude begannen zu verfallen. Und keiner mochte den stattlichen Hof am Einginge von Almwach. II. Teil Wollen und werden Frühling im sonnigen Unterland! Nur die es ihre Heimat nennen, kennen seinen ganzen Zauber. Denn ihnen ist ein süßes Geheim« nin vertraut aus ihrer Kindheit fernsten Tagen. der Heerstraße n Tagen von Anna Wambrechtsamer Dort unten kommt der Lenz nicht brausend und tosend in den gewalttgen Lawinenstürzen und wilden FLhnstürmen. Sacht und leise klingend, feierlich erweckend, kommt er über Nach! und steht am Morgen licht und schön, von abertausend Blüten umramt, im Grün des weiten Feldes. Ein starker, ober milder Herrscher. Denn froher Lebenswille paart sich mtt ernstem Schöpfergeist in seinem Blicken. Solch ein Frühling war auch wieder über Almwach gekommen. Stand einer oben am Bühel, wo die Häuser aushören und die wetten, sanften Hänge und Matten anfangen, so mußte ihm das Herz im Leibe lachen ob all der Wunderpracht, die seine Heimaterde schmückte. Da war zuerst das frijchtreibende Grün der Wiesen, übersät von tausenden winziger weißer und größerer gelber bienenumsummter Sterne. Das waren Gänseblümchen und Löwenzahn, die da ihre Aeuglein dem jungen Lichte öffneten. Unten am Waldrand, wo das Bächlein im braunen Graben schwatzte, standen in dichten Büscheln Frühlings-safran und üppige Dotterblumen. Der Buchenwald am jenseitigen Hang hatte sich in wunderzarte, junggrüne Schleier gehüllt und die hohen dunklen Fichten, die den dichten kleinen Wald am Moosgrund umsäumten, hatten an allen Zweigspitzen winzig kleine frische Triebe angesetzt. In den fernen, unabsehbaren Bergwäldern oder wehten die Wipfel junger Birken und Achorne gleich jubelnden Fähnlein. Im nahen Gelände prangten weiß und rötlich als volle Riesensträuße die blühenden Obstbäume. Die Leute zogen mit ihrem Ackergerät auf die Felder. Tief schnitt der Pflug in die Stoppeln des Borjahres und wars breite glänzende Schollen auf. welche alsbald von den blinkenden Zähnen der Egge zerrissen wurden, um die braunen Samen-körner aufzunehmen. Am Haus an der Heerstraße standen Türen und Fenster weit offen und nach langer Zeit strömte das volle Sonnenlicht hinein. In den düsteren modrigen' Stuben regte sich geschäftig werktätiges Leben. Die Almwacher schauten verwundert und konnten die lenzerstandene Wahrheit kaum glauben. Ein hochgewachsener blonder Atann aus dem Flachlande draußen, den die meisten Almwacher von seinen Handelsfahrten aus kannten, hatte Hau« und Hof samt Gründen und Wäldern erstanden, hatte eine Schar von Arbettern gedungen und ging nun daran, sich in dem verlassenen Ge-bäude einzurichten. Da wurde gehämmert, gehobelt und gestrichen, neue Fensterscheiben wurden statt der allen erblin-deten eingesetzt und aus den Dächern kletterten muntre Maurerburschen, welche die vermorschten Schindeln gegen rote Dachziegel vertauschten. Gottfried Ehrenwald, der neue Eigentümer, welcher überall mit Hand anlegte und die Arbetter durch heitere Zurufe anspornte und bei guter Laune hielt, war ein gar stattlicher Mann, hochgewachsen und kräftig. Sein blondes Haar und der kurzgeschnittene Vollbart hatten leicht goldigen Schimmer. Seine großen blauen Augen schauten warm und weich wie die eines Kindes. Das Schönste an ihm aber war sein stilles, heiteres Lächeln, das wie freund-liches Sonnenlicht um Mund und Augen spielte. Seine Bewegungen waren frei und sicher, nur manchmal für den hohen Dreißiger fast zu unge stüm und jugendlich. ' Die Almwacher waren mtt diesem neuen Nachbar wohl zufrieden. Nur hegten sie ihre Be-denken wegen der abergläubischen Scheu vor dem verrufenen Gehöft, welche sich mit den Jahren überall eingebürgert hatte. Da hieß es, daß sich nächtlicherweile allerlei Spukgestalten im Hofe her-Umtrieben. Als die Arbetten beendet und die Handwerker abgelohnt waren, ging Ehrenwald am Feierabend zu seinen neuen Nachbarn ins Kirchenwirtshaus. Die Männer umringten ihn und schüttelten ihm als neuem Dorfgenosien kräftig die Hand. Stundenlang saßen sie beisammen und re-deten manch gewichtiges und wohlmeinendes Wort. Als aber der Wein mit der Zeit die Gehirne um-nebette und jedem seine Meinung ftei auf die Zunge trat, da rückten sie den einer nach dem an-deren mit ihrem heimlichen Bedenken heraus. Swvenska Bistrica Das „Rotkreuz"-Tonkino bringt heute Sonntag, um 13 und 2030 Uhr „Afrika spricht!". eine Tonfilmreise durch den Schwarzen Erdteil, zur Vorführung. Der Film zeigt eine Forschungserpe ditton unier wilden Tieren und wilden Volks-stämmen. Naturschönheiten und Schrecknisse Afrikas lösen einander ad. Niemand versäume es, sich dieses sensationelle Großtonfilmwerk anzusehen, das trotz der großen Anschaffungskosten bei normalen Platz-preisen vorgeführt wird. — Vorher Tonwochenschau nebst Beiprogramm. - Wirtschaft ».Verkehr Banknoten werden eingezogen. Nach Mitteilungen der Nationalbank werden die Bank-noten zu 1t) Dinar vom 26. Mai 1926 und 1. Dezember 1929 eingezogen, femer die Banknoten zu 100«) Dinar mit dem Datum vom 30. November 1920. Diese Noten werden im Laufe der nächsten drei Jahre an allen Kassen der Nattonalbank gegen andere Banknoten umgetauscht, worauf sie aufhören, als gesetzliches Zahlungsmittel zu gelten. In wetteren drei Jahren können die Noten nur an der Haupt-staatstasse umgewechselt werden. Die Kaufleute der Donaustaaten helfen sich selbst. Wie der „Pester Lloyd" berichtet, haben die Kaufleute Oesterreich», der Tschechoslo-wakei. Ungarns, Jugoslawiens und Rumäniens unter dem Druck der steigenden Schwierigketten im Handelsverkehr beschlossen, in einer gemeinsamen Konferenz für den Abbau der Beschränkungen des Handelsverkehres Stellung zu nehmen. Die Anre-gung hiezu ging von den ungarischen Kaufleuten aus. Die Konferenz soll demnächst in Wien statt-finden. Man glaubt, daß ihre Beschlüsse eine Grundlage für die handelspolitische Annäherung der Donaustäaten bilden wird. Neue jugoslawisch-deutsche Tarife. Mit 1. Juni d. I. ttitt ein neuer Tarif für den jugo-slawisch-deutschen Reise- und Gepäckverkehr in Kraft tritt, ferner ein neuer Tarif für den jugoslawischdeutschen Eipreßgüterverkehr über die Tschecho-slowakei, Oesterreich und Ungarn. Kompensationsvertrag mit Ungarn. In Budapest wurde am Montag ein Ergänzungs-Handelsvertrag zwischen Jugoflawien und Ungarn unterzeichnet, der am 15 Mai I. I. in Kraft tritt, ein Jahr läuft und aus Kompensationen fußt. Zchweineeinfuhrsperre seitens Oester reichs. Wie aus Wien gemeldet wird, hat die österreichische Regierung die Einfuhr von Schweinen au» dem Ausland auf drei bis vier Wochen ver-boten. Diese Sperre beginnt nach der amtlichen Meldung am 16. Mai d. I. und erstreckt sich auf Jugoslawien, Polen und Rumänien. AK Be-gründung dieser Maßnahme wird ancjefüfyrL daß die österreichische Landwirtschaft selbst sooiele Schweine auf den Markt werfen könne, daß eine Einfuhr vorderhand nicht notwendig sei. Sport 2. Lt. Eelje: S. «. La! lo. heute, Sonn Kia. den u. Mai um 15 Uhr a<> Mm. treffen sich au» dem Sportplatz (WlenkU« beide Mannschaften im Meisterschaft^ sptel. DaS Vorspiel wird von der Reseru« Athletik S. St und eurer Mannschaft au? ätore beftritten. Spielbeginn 10 Uhr. Tennis-Sektion des -tiktubs Celje. Wie schon mitgeteilt, findet beute, Sonntag, den 14. d. Ä . das Meister schaftswettfv«! »michen dem l. &. 6. Ä. „Maribor- und der Teunissettion des SKklubs am Tenmspla« bei der' evangelischen »irche statt. Beginn 8 Uhr vormittags, mit einer Spielunterbrechung zu Mmaa, wenn das Tunner bis dabin noch nicht beendet sein sollte. Da» Spiel erweckt umso gröbere-? Interesse, als es da« erste g-sammmtrefier, der beiden Mannschafte« «st. Bridge - Problem 3 teilt aus und sagt „Ein San» Atout" an. W sagt „Eontra". N hat Pick - U, 8, 3, 2; Herz - A, D, 5; Karo — B, 9, 4; Treff — A, 8, 7. Was soll X sagen? Lösung in der nächsten Sonntagsfolge. Seite 6 Deutsche Zeitung Nummer 3g Schrifttum Hans Eibl. Bom Sinn der t^egenwart. Ein Buch von deutscher Sendung. Verlag W. Braumüller, Wien IX. Sroßollav, 4», Seiten. 10 und 12 RMark. Das lang-erwartete Buch de» Wiener Philosophen und Volksdeutschen sichrer«, bedeutend durch die PeriSnIichkeit des Verfassers und durch die «reise, die hinter ihm stehen. Es ist leine politische lageSschrist, sondern erwächst aus einer breiten vhilossphiichen Grundlegung und kritischen Durchleuchtung der Gegenwart zur politischen Prophetie. Eibl fühlt sich al» Prophet des kommenden Reiches der Teutschen, da« die Fortsetzung deS alten yeUigen römischen Reiches deutscher Nation ist und, anders als das BiSiuantsch« Reich, zwei Bollwerke nach dem Ost«, haben wird: Preußen und Oester-reich; eS wird aber auch die starke Schinnderrschast der deutschen Volksgemeinschaft in aller Well sein; und endlich soll es der Mittel- und Kristallisationspunkr der schicksals-mäßig vorgeschriebenen organischen Gliederung Mittel- und EüdosteuropaS werden. mdem es die neue Nechtsa»schau»„g schafft und die Rechtsordnung findet, in der alle deutschen und nichtdeutschen Volksgruppen in voller Selbständigkeit ihr eigenes Leben gestalten können. Das glänzend geschriebene Buch will alle ErneuerungSbesirebungen im deutschen Volk unter einem katholisch-idealistischen Gesichtspunkt Zusammen fassen und ist von tinem hinreißenden Glauben an die Macht der Ideen, vor allem an die Idee deS reinen Rechtes getragen. Wir freuen un« besonders der Darlegungen über d,e Sendung der Minderheiten und ihre Bedeutung für die neue Rechtsordnung Europas. — Was uns auffiel: Eibl begründet seine Schau des Dritten Reiches aus einen neu. platonisch !»,gedeuteten Katholizismus. Bon ganz anderer geistiger Begründung ist man zu einer ganz ähnlichen Ver-iiindung des Tritten Reich« gekommen. Warum verschweigt Sibl. der sonst viel zitiert, diele bedeutenden und politisch ivirksameren Propheten des Reiches ? Möller van den Brück, Edgar Jung oder Stapel werden mit keinen» Wort erwähnt. Ferner: aus seinem platonischen Idealismus her glaubt Eibl, daß die Idee des Rechte« sich unabhängig von äußerer Macht durchsetzen werde. Davon lebt sein ganze» Buch. Die« glauben wir nicht. Wir glauben, daß in der Welt der harren Tatsachen und der menschlichen Bosheit auch da« Recht Fleisch werden, d. h. von politischer Macht getragen und durchgesetzt werden muß. Mit diesem Glaube» an die Idee hängt Sibls Ueberschätzung des alten Teutschen Reiches zusammen, daS schließlich n»r ein jämmerliches Schattenspiel war. und seine hochjchätzung de» HadSburgerftaate«. dem man zivar gute Ideen zubilligen kann, dem aber eben die Macht und Weisheit ermangelte, diese Ideen zu verwirklichen. — Aber wir freuen uni. daß hier eine Konzeption de« ReichSgedankens au» dem besten österreichischen Seift alS Gegenstück zu mancher preußischen Prägung gegeben ist. wobei wir nicht verhehlen können, daß EiblS Buch den Eindruck verstärkt, daß nicht der harte Wille zur Politik, sondern die Pflege einer menschlich reichen und schönen Kultur die besondere Gabe und Aufgabe de« österreichischen Menschen sei. ' May Die Psychologie der nationalen Minderheit. Bon Dr. Erich M a > r. Die Frage der nationalen Minder-heit bat neben ihrer praktischen Bedeutung auch ein sehr weitgehendes theoretische! Interesse. Die pravikche Seile der Frage trat im leisten Jahrzehnt als Frage der politischen Ordnung, als Auseinandersetzung zwischen dem Staate, oder der im Staate die Mehrheit bildenden Nation und den or-ganisaNonSsähigen Minderheiten in Erscheinung. Aber die Bestimmung und Klärung der Begriffe Nalion. Volk, i»ano-nale Gruppe ist noch immer nicht erfolgt. Diese Begriffe und Merkmale, die sie umfassen, sind daher immer Gegenstand der wissenschaftlichen Erörterung ... Die einen nehmen Sprache. Rasse, Kultur^ also objektive Merkmale als ent-scheidend an, andere Forscher wiederum halten eher die subjektiven Momente für entscheidend. Natürlich liegen sowohl den subjektiven, wie den objektiven Momenten s«lische> psychologische Tatbestände zu Grunde. Die schicksalsmüßige Verbundenheit, die politische und historisch-kulturrlle Gemein schaff bilden den eigentlichen Kern- und KnstaUiialionspunkl deS nationalen Problems und somit der völkischen Mmder-heit. Diesem psychologischen, seelischen Unterbau geht die Darstellung nach, und hier bietet die vorzügliche Arbeit Dr. Mairs die Klärung der Kernprobleine. Die nationale Minderheit ist keine ZwangSgemeinschaff, ihre Greruen sind dauernd im Fluß und stet» von sozialen und psychologischen Bedingungen abhängig. Entscheidend ist das Gemeinschaft«-gefühl deS Einzelnen. Dieses Schristchen, das als 61. Heft der Reih«, «Deutschtum und Ausland" in Münster i. W. bei Aschendorff erschien, bahnt auch in seiner Auseinandersetzung den Weg zur Verständigung »wischen den nationalen Gruppen an. Verständigung zwischen Mehr und Minderheit ist letzten Endes ein p!»chologisches Problem, das tief in das sittliche Gebiet einschneidet Diese klärenden Auseinandersetzungen der vorliegenden Schrift haben nebe» ihrer wissenschaftlichen Bedeutung einen erzieherischen Wert. I. t. Hitler und die katholische Kirche. Bon Dr. Simon Pirchegger, Weltpriester der Diözese Seckau, Dozent an der Universität Kraz. Dr. Ptrch-egger, ein strenggläubiger katholischer Priester, will — dies Ziel setzt er sich selbst im Vorwort — dazu beitragen, die Meinungsverschiedenheiten über den Nationalsozialismus vom katholischen Standpunkt aus zu klären. Hiezu setzt er sich mit den katholischen Gegnern des Nationalsozialismus vernünftig und leidenschaftslos auseinander. Leidenschaftslos bedeutet aber durchaus nichts fade und trocken, denn Satz für Satz der 44 Seiten umfassenden Schrift ist mit dem Herzblut der Liebe zum eigenen deutschen Bolk und der Treue zum katholischen Glauben er-füllt, in dem Dr. Pirchegger als katholischer Bauern-söhn erzogen wurde und dem er als Priester auch mit dieser Schrift dienen will. In der Hauptsache ist das Werk dazu bestimmt, den Nationalsozialismus gegen ungerechte Vorwürfe zu verteidigen. Die An-griffe, ohne die e, dabei nicht abgehen kann, sind von so ruhiger Gemessenheit, Vornehmheit und priesterliche Milde, dag sie niemanden verletzen können, der guten Willens ist, um so mehr Pirch-egger diesen guten Willen und den nationalen Sinn denen nicht abspBcht, die den Nationalsozialismus aus religiösen Gründen glaubten ablehnen zu müssen. Nie geht Pirchegger über das Ziel hinaus, nicht im entferntesten versucht er, den National-sozialismus als die „katholische" Partei zu reklamieren — was ja auch den Absichten und Grundsätzen der Führung widerliefe — er kommt nur zu dem Schiufo: „Der einzige Platz für Katholiken, die tat-sächlich im großdeutschen Sinn national handeln wollen, ist in der von Adolf Hitler geschaffenen nationalsozialistischen Bewegung". Panoptitum der Zeit Pleite in »ens 27 Mitgliedsstaaten des Völkerbunds sind mit ihren Beiträgen im Rückstand, 26 Millionen Gold-franken fehlen in der Genfer Kasse. Am tiefsten steht China in der Kreide — vermutlich nicht ohne Absicht, denn es hat am meisten Grund darüber m klagen, doh der Völkerbund für die hohen Beitrags-summen keinen entsprechenden Gegenwert liefert. Humoristisches «s kann stimmen Fritz: „Papa, was heiht denn das: Er starb nach sehr langem, namenlosem Leidens Vater: „Na, da werden die Aerzte wahr-scheinlich nicht gemuht haben, was ihm fehlte!" Optimismus „Gestern war ich wieder bei Schulze, mich vorstellen." „Der hat dich aber doch schon dreimal hinaus-geworfen. Wie war es denn diesmal?" „Diesmal war es besser; er war nicht zu Hause! Philosophie „Wenn einer weiß, was er will, und nur das will, was er kann, und kann, was er will, und weiß, dah er kann, was er will — dann macht er Karriere!" Lehrfräulein deutsch and slowenisch in Korrespondent wird fQr eine Versiehe-rungskanzlei aufgenommen. Aniu-fragen Kralja Petra cesta Nr. 32, parterre links. 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