Nl. 177. Freitag, 5. August 1892. 111. Jahrgang. MilmcherOMmg. «°NMb^3 ,°5^"^' Mit Postderstnbuna: «an,jilhr<8 fi, lb, halbMli« fi, 7 H0, I« «omp»o!r: ^ Di, .«albachn Ztilun«. »scheint tüglich. mit «««nahmt der Sonn» und Feiertags, Dlc «b»i»ift»»tt«! l,.^'"^. il, Whaling n. s, 5<», Fj>7 ^e Zuslslllm«, in« Haus ganzlähri« fl, l, — Inftrtionöyebür: Für V befindet stch «ongreszplah Nr, ll, b!c «cdaction Hrrrengllsse Nr, «, Sprechstunden der Nedaction täglich v. Lederfabrik des I. Dörfles in Görz beschäftigten Altern Joseph Trampns und Andreas Clede > 5^"ennung ihrer vieljährigen, einem und demfelben ^"'"unternehmen zugewendeten treuen und belobten "rrussthatigfeit das silberne Verdieustkrcuz allergnädigst zu verleihen gernht. UN ^^' ""b k. Apostolische Majestät haben mit ^MMer Entschließung vom 22. Juli d. I. die ^n^- I"h"nn Muruik zum Präsidenten der ass^Ä^fts-Gesellschaft im Herzogthume Krain uuergnadlgst zu bestätigen geruht. Falkenhayn m. p. Nichtamtlicher Hheil. Bulgarien. I. H,.. Der vor kurzen, beendigte Process gegen die ^ "der des bulgarischen Ministers Belccv hat die n«r ^ Europas wieder auf das jüngste Staatengebilde "°l der Balkan-Halbinsel gelenkt. Der Process war nnientlich aus dem Gesichtspunkte interessant, weil er lit, ' ^ ""^ geahnte Einmeugung der russischen Po- ll in die inneren Verhältnisse Bulgariens durch Unmäßige Belege zur Thatsache erhob und den da» ^ nachwies, den dieser aufstrebende Staat gegen ^ mächtige Zarenreich auszufechtcn hat. Dieses Re-^ an dessen Spitze Fürst Ferdinand und Minister- präsident Stambulov stehen, wird von den Gegnern desselben als ein Regiment des Schreckens bezeichnet, welches das Land an den Rand des Abgrundes dränge, in den es über kurz oder lang stürzen müsse, falls der jetzige Fürst und seine Rathgeber nicht beseitigt werden. Für den Wissenden ist 'es zwar klar, dass diese Phrase der Wahrheit entbehrt, indem das Land in stetem wirtschaftlichen und culturellen Aufschwünge begriffen ist. Doch macht man sich von diesen Fortschritten ini westlichen Europa keine richtigen Vorstellungen, weil die Daten, die hiezu dienen, nicht allgemein bekannt sind. Wir wollen im Folgenden einige dieser Daten für die Anschauung sprechen lassen, dass die Entwicklung Bulgariens sich in aufsteigender Linie bewegt und dass gerade die Zeit des Regimes des Fürsten Ferdinand und Stamlmlous den Aufschwung des Landes in entschiedener Weise bedentet. Ziffern reden eine deutliche Sprache und bedürfen keines Commentars. Dass ein erst in den Anfangsstadien der Cultur befindliches Volk noch nicht alles, was es für das Leben braucht, selbst produciereu kann, ist eclatant; es wird deshalb niemanden verwundern, dass der Außenhandel Bulgariens noch passiv ist, dass also der Import die Ausfuhr übersteigt. In der That übertraf der erstere den Export im Jahre 1891 noch um über zehn Millionen Francs; dennoch ist ein stetiges Steigen der Ausfuhr bemerkbar, dem das Steigen des Importes nicht im felben Maße entspricht. Das Plus des Imports betrug 1887, im Jahre der Wahl des Fürsten Ferdinand, nahezu 19 Millionen, fiel also um beinahe 9 Millionen, während sich der Export gleichzeitig von 45 7 Millionen auf 71 Millionen hob. Die Höhe des Importes in den Jahren 1889 bis 1891 resultiert zudem aus den infolge des serbisch-bulgarischen Krieges nothwendigen Ergänzungen der Heeresausrüstung, während das Wachsen der Ansfnhr der steigend vervollkommneten Bodenbearbeitung, für welche der fleißige! Bulgare so viel Sinn und Verständnis hat, zuzuschrei-ben ist. Die landwirtschaftliche Production hat sich demzufolge in diefen letzten Jahren ill erfreulicher Weise entwickelt. Aber auch die gewerbliche uud industrielle Entwicklung des Landes hat mit der ersteren Schritt gehalten. In dieser Beziehung weisen wir auf die öffentliche und private Bauthätigkeit hin, welche für das laufeude Jahr mit 30 Millionen budgetiert ist, von denen 11 Millionen auf die öffentlichen, li Millionen auf die communalen und 13 Millionen auf die pri» vaten Bauten in Sofia und der Provinz entfallen. Nun bekundet sich jedoch der wirtschaftliche Fortschritt Bulgariens nicht bloß nach der einseitigen Richtung der , Bauthätigkeit, sondern erstreckt sich auch auf die Ge< biete des Ackerbaues, des Berg- und Forstbaues, der Landwirtschaft, der Fischzucht sowie des Wciu- und Gartenbaues; ja, es werden sogar schüchterne Versuche mit der Anlage industrieller Etablissements nicht ohne Erfolg gemacht, um den bisher nur spärlich ausgebeuteten Boden-, Wald- und Viehreichthum des Landes zur besseren Verwertung zu bringen. So kommt es, dass sich Bulgarien infolge der Unterstützung der Regierung und der Banken bereits im Besitze von elf Tuchfabriken, fünf Mahl- und Dampfmühlen, mehrerer Holzschneidemühlen, von Webereien, Spinnereien, Eis-! werken zur Conservierung von Fleisch- und Lebensrnitteln, dreier Bierbrauereien, einer Seifen- und Mac-, caronifabrik, einer Seilerei, einer Steinzeugfabrik u. a. m. befindet. Auch die Verkehrsanlagen erfreuen sich großer Fürsorge der Regierung. Das Straßennetz hat eine Länge von ungefähr 3200 Kilometer, wovon 1900 Kilometer Nationalstraßen erster Classe sii Meter breit) und 850 Kilometer Bezirksstraßen (6 bis 9 Meter breit) sind. Auch beim Ausbaue der Städte hat die bulgarische Verwaltung ihr Augenmerk auf die Herstellung guter Straßen gelenkt. So wurden beispielsweise in Sofia 40 Kilometer Straßen theils neu angelegt, theils erweitert und eine doppelte Länge von ! Trottoirs hergestellt. Abgesehen von diesen Verkehrs« wegen liegt auch in Bulgarien das Hauptgewicht der Verkehrsentwicklung bei den Eisenbahnen Das Eisen» bahnwesen hat nun in den letzten Jahren einen bedeutenden Aufschwung genommen. Es war lediglich die l Forcieruug des Eisenbahnbaues, was die bulgarische Regierung veranlasste, überhaupt an den europäischen Geldmarkt zu appellieren. Das Eisenbahnnetz ist zum großen Theile in Händen des Staates, und das eigentliche Staatsbahnnetz umfasst die Linien Ruscuk-Varna mit 22ft Kilo» meter, Zaribrod - Vakarel mit 107 Kilometer und Iamboli-Burgas mit 110 Kilometer, zusammen 443 Kilometer. Diese Linien sind Staatseigenthum, und es wurde die erstere Linie von Seite des Staates einer früher bestandenen selbständigen Gesellschaft abgelöst, Jeuisseton. Tie EMfckttttg AmcM's. Von Pro^.Dr.R. üanvpert. sein ^ erstenmale war der Atlantische Ocean in strpil ganzen Breite durchquert worden. Durch vorüber-Cnl.. 5 Vogchcharen, die nach Südwest flogen, hatte ans's^ '" ben letzten Tagen der Fahrt sich ver-Nebm UAlM' seinen Curs südlicher als bisher zu er ?' ^"^ "b'e ursprüngliche Richtung beibehalten, kübn ^"hl "uf Florida gelandet; so betraten die auf? Entdecker den Boden der neuen Welt zuerst klNer Insel. Cilan^"?^""' nannten die Eingeborenen das kleine diaer V??" Salvador taufte es'Columbus in freu-oder .?« ü^er Dankbarkeit, mit dem gleichen Namen schen m v. """W-Insel bezeichnet ist die zur history der N^ """"g. ^langte kleine Insel aus der Gruppe Der ar "ü'""«t?"^" ""ch °"f unseren Kartell verzeichnet. Weise °ve ^"^ "^ gelungen, allerdings in anderer that ä'ckl'^ ^lulubus es annahm, denn dieser glaubte und da A^nS^'g. nach Judien gefunden zu haben, ostwärts » "° Polo die dunkle Kunde vou einem Eurova ?." 1"'" liegenden Inselreiche (Japan) nach Anblick. ^"'Ml "ar, so glaubte Columbus beim befinden. ^reichen Inseln, sich in Japan zu Verw^i?» ^"c^ A"zahl von Inseln wnrde nach kurzem Krone A > ^"" Salvador angelaufen und für die ^ beiden ^??""^ "' Besitz genommen, darunter die »"Hen Antillen-Inseln Cuba uud Hayti; auf letzterer Insel blieb, da die «Santa Maria» Schlffbruch gelitten, eine Anzahl der Genossen von Columbus zurück, die erste europäische Ansiedlung aus amerikanischem Voden an/Mich der Meitnl Entdeckung Amerika's; die beiden anderen Schiffe wandten sich mit Columbus der Heimat zu, die sie nach schweren Stürmen glücklich erreichten. Der kühne Held stand auf dem Gipfel seines Ruhmes; auf das huldvollste wurde er von dem spanischen KüniaMaare empfangen, mit Ehren aller Art überhä'llft, und durch gauz Europa flog sein Name — bald sollte auch er die alte bittere Wahrheit von der Wandelbarkeit des Glückes wie der Undankbarkeit der Menschen erfahren. Mit größtem Eifer wurden die Vorbereitungen zu einer zweiten Reise getroffen, an der Spitze einer Flotte von 17 Schiffen kreuzte Cowmbns 1493 zum zweitenmal den Atlantischen Ocean, aber nur Widerwärtigkeiten warteten seiner in der neuen Welt. Die Ansirdlung auf Hayti war zugrunde gegangen, und auch neu gegründete Niederlassungen wollten nicht gedeihen ; das Dichten und Trachten aller stand nach Gold, mühelos reich werden, war ihr einziges Bestreben, uud bald stellte sich inmitteu wr fruchtbarsten Natur das Elend ein; unausbleiblich waren Conflicte mit den Eingeborenen, uud bald waren auch unter den Colomsten, die sehr fragwürdige Elemente zu sich zählten, Zwistigkciten an der Tagesordnung, unter den Führern herrschte Neid uud M^sguust. , Wohl wurden wieder manche neue Insel" eut-, deckt, wohl wurden Columbus, als er mich d^ Iahn>n in die Heimat zurückkehrte, alle seine Chrcn ">'d lo.mr bestätigt. aNein es blieb ihm nicht verboi.i^d"ls,em S ern im Sinken sei. Das Interesse an dei Colonu, die, statt die überschwenglichen Hoffnungen auf ungeahnten Reichthum irgendwie zu rechtfertigen, nur Geld kostete, war im Schwinden, und willig lieh man den Klagen der zahlreichen Unzufriedenen Ohr, die über Columbus sich beschwerten. 1498 trat er seine dritte Rei^e nach Amerika an, die ihn gegenüber dei Insel Trinidad zum erstenmal an das Festland führte-allein er fand keine Zeit, weiteren Entdeckungen nachzugehen, auf Hayti herrschte in der Colonie fortwährende Empörung, deren Beilegung CowmvnK' Anwesenheit erheischte, und bald brach über ihn selbst das Gewitter herein. Auf Bestreben feiner zahlreichen Gegner sandte der König von Spanien zur Untersuchung der Beschwerden einen Richter, Aobadilla, der sich in seinem rücksichtslosen Austreten soweit hinreißen ließ, den Entdecker Amerika's in Kelten gelegt nach Spanien zurückzuschicken. Wohl wurden ihm diese in Spanen ab< genommen, und Köuig ui,d Königin suchten die ,ym widerfahrene Schmach, die anch auf sie selbst ,yre 'Schatten warf, durch rmeute Gunstb^.^'n '' u r- gess n zu machen, ^er s^ !"^'M>T7^ Wlte er "ach ^ .3 Trac>"k i" scinem Leben, dass, Me dle neue W..lt ""ch nicht scum, Namen trägt. Columbus auch die Vl-dculililg seiner Entdeckung nie voll erfafsen sollte. Stets glaubte er im Inselreich Japan oder wenigstens in dcr Nähe Indiens zu sein; wohl durchblitzte ihn. als ihm auf seiner dritten Reise die Süßwasscrfluten des Orinoco eutgegenrauschten. einmal der Gedaute, ein Laidacher Ztitung Nr. !77. 1524 5 August 189.' die beiden anderen Linien theils aus eigenen Mitteln, theils aus dem Erlös der Anleihe vom Jahre 1889 erbaut. Ueberdies hat der Staat im Betriebe die Linie Vakarel - Sarembey mit 64 Kilometer Länge. Das übrige Bahnneh des Landes setzt sich aus den Linien der türkischen Elsenbahngesellschaft zusammen, und zwar: Sarembey-Mustafa Pascha 206 Kilometer und Trnovo-Sejmen-Iamboli 106 Kilometer. Die gesammte Länge der Eisenbahnen beträgt daher 810 Kilometer. Außerdem trägt sich die Regierung mit wichtigen Plänen für den Ausbau der noch zur Hebung des Getreide-Exportes und Verwertung der reichen Äoden-und Waldftroductc des Landes nothwendigen Eisenbahnlinien, so der seit Jahren geplanten Transversalbahn zur Verbindung der Hauptlinie Sofia-Belova mit der vom Donaustrome zum Schwarzen Meere führenden Linie Ruscuk-Varna und anderseits durch die Anlage zahlreicher Secundär- und Schmalspurbahnen behufs Verbindung der kornerzeugenden Districte mit den Stationen der Hauptbahnen und den Umschlagplätzen der Wasserstraßen, endlich mit der Herstellung von Hafenanlagen in Burgas und Varna. Eine gesunde Entwicklung des Handels, des Ackerbaues und der Gewerbe sowie des Verkehrs setzt auch eine gesunde Entwicklung des Geld- und Creditwesens eines Landes vorans. Den Mittelpunkt desselben bildet die bnlga« rische Nationalbank; dieselbe ist ein Staatsinstitut und arbeitet mit einem vom Staate ihr zur Verfügung gestellten Capitale von zehn Millionen Francs, welches erst seit dem Beginne dieses Jahres voll eingezahlt erscheint, da die bulgarische Regierung diese Einzahlungen nicht auf dem Wege der Anleihe aufbringen wollte, sondern aus der regelmäßigen Gebarung. Die Bank untersteht dem Finanzminister. Vom Reingewinne gehen 63^ Procent an die Staatscasse. 33'/.-l Procent des Reingewinnes fließen dem Reserve» fonde zu, der Rest wird als Tantieme an die Beamten vertheilt. Die Bank fungiert als Vermittlerin der Zahlungsgeschäfte des Staates. Sie pflegt ferner das Cscompte-, Lombard- und Hypothekarcredit-Geschäft, sie ertheilt Darlehen an Departements, Communen und landwirtschaftliche Cassen. Der Zinsfuß der Bank war im Jahre 1891 für Escompte« und Hypothekardarlehen an Private, für Lombard und Contocorrent acht Procent, für Darlehen an Communen und landwirtschaftliche Cassen sieben Procent. Diese Sätze können nach den Geldverhältnissen des Landes als sehr niedrige bezeichnet werden. Der Gesammtumsatz der Bank 1891 betrug 571 Millionen Francs (gegen 225 im Jahre 1887), der Reingewinn in dem ersteren Jahre 1 ^ Millionen Francs. Ferner besitzt Bulgarien in den oben genannten landwirtschaftlichen Cassen Institute für den Hypothekarcredit, um welche manche vorgeschrittene Länder Bulgarien beneiden dürfen. Solcher Cassen bestehen, theilweise noch aus der Zeit der türtischen Occupation stammend, derzeit 74, die mit einem Capitale von 15,000.000 Francs arbeiten und durch die Creditgewährung seitens der Nationalbank in die Lage versetzt werden, dem Creditbedarfe ihrer Mitglieder zu genügen. Die andauernde finanzielle Erstarkung des Landes, sein wachsender Wohlstand und Capitalsreichthum drücken sich aus in der Gründung einheimischer Actien - Unternehmungen mit einheimischem Gelde. So wurde im Vorjahre eine nationale Versicherungsgesellschaft gegründet zn dem Zwecke, sich dem Einflnffe der rumänischen Assecuranzgesellschaften zu entziehen. Ebenso bilden sich seit einer Reihe von Jahren zahlreiche kleine Industrien mit nationalen Mitteln, hauptsächlich mit Geschäftsbetrieben, die mit der landwirtschaftlichen Prodnction im Zusammenhange stehen. Ueberall sehen wir in Bulgarien ein Streben nach vorwärts, nach gedeihlicher Entfaltung der reichen Kräfte, über welche das Land verfügt. Politische Ueberltcht. (Kärnten.) Für das erledigte Landtagsmandat der Stadt Klagenfurt candidieren der Realitätcnbesitzer Sigmundowski und der Bürgermeister von Himmelberg, Lakner. Letzteren candidiert der Nauerubund. Als con-seroativer Candidat wird Anton Tscharre genannt. (Der Kaiser in Galizien.) Das Festcomite des Lemberger Gemeinderathes hat sich an sämmtliche Musikvereine Galiziens mit der Bitte gewendet, ihm für den Festgesang zu Ehreu Sr. Majestät des Kaisers bei Nllerhöchstdessen Aufenthalt in Leinberg die besten Gesangskräfte zur Verfügung zu stellen. Das Comite' beschloss, Sr. Majestät den Text der polnischen und ruthenischen Cantate in prachtvoller Ausstattung zu überreichen. (Zur Valuta-Regulierung.) Finanzminister Dr. Steinbach begibt sich Anfangs kommender Woche, von Ellischau, wo er als Gast des Grafen Taaffe weilt, zurückkehrend, nach Budapest. Zweck dieser Reise ist in erster Linie die Feststellung der Ausführungsbestimmungen zu den Valntagesetzen in Gemeinsamkeit mit dem ungarischen Finanzministcr. Es dürfte wohl auch der parallele Vorgang in Bezug auf die Durchführung der Finanzoperationen Gegenstand von Besprechnngen zwischen den beiden Ministern sein. (Reform der Gebändesteuer.) Im Fi-nanzministerinm sind, wie verlantet, bereits die ersten Vorarbeiten in Angriff genommen, welche die Reform der bekanntlich nicht nnr sehr hohen, sondern auch sehr unpraktisch veranlagten Gebäudesteuer mit ihrem Zuschlagswesen anzubahnen berufen sind. Es soll anch bei diesen Arbeiten jener Grundsatz, der bereits in den bis^ herigen Steuervorlagen zur Geltnng gekommen ist, beobachtet werden, indem für größere Wohnungen eine progressive Erhöhung der Steuer eintritt, welche den Inhabern kleinerer Wohnungen zugute zu kommen hätte. (Zur Situation.) In einer Besprechung des bevorstehenden Rücktrittes des Ministers Freiherrn von Prazcik gibt das Organ der mährischen Altczechen, die «Moravska Orlice», dem Bedauern Ausdruck, dass die Czechen eine so ausgezeichnete Kraft im Rathe der Krone verlieren. Die Demission Prazak's bedeute einen weiteren Fortschritt des Einflusses der Linken, woran nur das Vorgehen der Iungczechen schuld sei. Am czechischen Volke liege es nnn, die Iungczechen zu verständigerer Handlungsweise zu zwingen. Das Blatt glaubt, dass Baron Prazäk keinen Nachfolger mehr auf dem Posten eines böhmischen Landsmannministers erhalten werde. (Neue Militär-Strafprocefsordnung.) Die schon seit Jahren im Gange befindlichen Arbeiten an dem Eutwmfe einer neuen Mililäl - Sttaspl^ ordnung sind, wie man dein «Pester Lloyd» aus M" berichtet, so weit vorgeschritten, dass wichtigere Msch"'" desselben, bezüglich welcher ein Einvernehmen zwW dem gemeinsamen Kriegsministerium und den 3»^ Ministerien in Wien uüd Budapest hergestellt werde» mnss, in nächster Zeit den leiden Ne^ierungen Z>' gemittelt werden können. Da hinsichtlich dei w^ lichen Principien zwischen den betheiligten dm Stcl"> schon früher eine Uebereinstimmung erzielt wurde, > sei zu hoffen, dass die hier in Betracht ton'meiM Abschnitte des Entwurfes keinen Schwierigkeiten n>ey begegnen werden. Die Beendigung aller Theile dle, weitläufigen uud schwierigen Arbeit stehe allerdG noch in solcher Ferne, dass ein Zeitpunkt zur VuM des Entwnrfes an die Vertretungskörper vorläufig »M nicht in Aussicht gestellt werden kann. (Zlir Lage in England,) Das gestern j", sammengetretene englische Parlament wird die AdM' Debatte bereits nächsten Montag beginnen, und" Abstimmung über Gladstone's Antrag gegen das Ca>M dürste, wie mau aunimmt, spätestens Freitag den lst noch ungewiss. Der vorgestrige Vesuch "" Salisbury's bei der Königin auf Schloss Oöbornc " Cowes dürfte der Thronrede gegolten haben. Ueber auswärtige Politik des künftigen Cabinets Gladly wird jetzt, gerade zur Ankunft des deutsche» Ka>! in England, ein bedeutsamer Artikel der ^^"^ nahestehenden «Daily News» signalisiert, welchen. ^ aus Paris telegraphiert wird, alle dortigen W" wiedergeben. Es wird darin versichert, dasö die ^ wärtige Politik des Cabinets Gladstone dieselbe ^. werde wie die bisherige, nur mit dem UnterW,^ dass sie Frankreich frenndlich sein und den ^V,^ verineiden werde, als neige sie zu den Mächten, Frankreich als seine Feinde betrachte. . ^ (Die Franzosen in Dahomey.) ^w l^ zösischen Marimministerium glaubt man, dass N » Lage in Dahomey erheblich gebessert habe. ^ ^ Dodds hat gegenwärtig seine Truppen vollständig der Hand, er hat dnrch dieselben eine Reihe von ^ mnnicationen herstellen lassen, nnd die ''iuzelnen ^ theilungen sind nunmehr zu eiuem einheitlichen K^ verschmolzen und von festem Vertrauen zu ihrem W^ erfüllt. Die Operationen scheinen nunmehr an ^ dehnung zu gewinnen. Man hat 3000 Träger cMgc , und ernste Vorbereitungen zu eiuer energischen /H^ ! sive getroffen. Oberst Dodds hat die ausgedehnM Vollmachte». ^ ,^m (Kaiser Wilhelm in England.) 3" "";„ Leitartikel über den Vesuch des deutschen Kaise^ England schreiben die «Times»: Die wiederholten ^ suche des Kaisers liefern den Beweis, dais s^'Hi' keine Neigung vorhanden ist, die unzähligen P^M und Familicnbande zwischen England und DeiM. .„ zu schwächen. Etwaige Reibungen in den gegeni^ >^, Beziehungen dürfte», so lange er den deutschen ^, einnehme, sich nicht ernst gestalten. Er wie d«e , tischen Staatsmänner verständen ihre wechse^ ,^z Interessen zur Genüge, um zu wissen, welch u»e"" Unglück dies für beide Länder sein würde. solcher Strom müsse aus einem großen Festlande kommen, allein er hieng ihm nicht weiter nach, und als auf seiner vierten Reise er an der Landenge von Panama vor Anker gieng, da hatte er keine Ahnung davon, dass wenig Meilen von ihm ein Ocean sich öffne, defsen Fluten zwischen dem schmerzlich gesuchten Indien und einem neu entdeckten Welttheil schäumen. Die gehoffte Durchfahrt nach dem Wunderland des Ostens ans diesem Wege blieb ein schöner Wahn. Wenn die Landenge von Panama durchbohrt sein wird, wenn es der menschlichen Thatkraft gelungen sein wird, wiederum die Entfernungen der Erde zu verkürzen, wird auch dieser vor vier Jahrhunderten geträumte Traum in Erfüllung gehen. Entbehrungen der fchwersten Art. Enttäuschungen und Widerwärtigkeiten hatte Columbus auch auf dieser seiner letzten Reise zu bestehen; müde und gebrochen kehrte der auch körperlich hart leidende Mann Ende des Jahres 1504 nach Spanien zurück, wo nicht lange daranf, am 2l. Mai 1506. der Tod dem ruhelosen Manne die Ruhe brachte. Seine Gebeine freilich sollten noch nicht Ruhe finden. Auf Columbus' Wunsch in Santo Domingo auf Hayti begraben, wurde die Leiche bei Abtretung der Insel an Frankreich nach Cuba übergeführt; doch ist es nach neueren Entdeckungen unsicher, ob die übergeführten Reste wirklich die von Columbus gewesen sind, und so ist, wie der Geburtsort, so auch die letzte Ruhestätte des großen Entdeckers in Dunkel gehüllt. Fortleuchten aber wird für alle Zeiten sein Name; mag es auch wahr fein, dass die Entdeckung Amerika's, wie fast alle großen Entdeckungen, in der Luft lag, Kolumbus war es, der das «Ei auf die Spitze stellte', und mit der Entdeckung Amerita's für die alte Welt eme neue Aera begründete. Das Keheitnnis öer Vosenpassage. Roman aus dem Leben von Drmanob Vandor. t129. Fortsetzung.) Freilich, in weiter Ferne dämmerte schon einmal eine enthüllende Andeutung in ihr auf, die dem klugen Kinde nie aus dem Sinn gekommen war. «Ist es dein Kind?^ hatte Lude gefragt, und: «Deins vielleicht?» hatte Lene ihm geantwortet. Sie war nicht das Kind des Hafenarbeiters und seiner Frau, aber wer war sie denn? Sie war das Kind eines armen Mädchens, das der Liebste verlassen hatte und — ihre Mutter war lange, lange todt . . . Wie es aufschrie in ihr! Wie ihr das Herz vor Weh und Sehnsucht nach der Niegekannten zuckte! O, nun wusste sie es, warum sie niemals wirklich kindliche Gefühle für das Paar dort drinnen gehegt, warum, trotzdem sie uicht schlecht behandelt wurde, immer und allzeit ein unbezwingbarer Widerwille gegen die platte, ordinäre Lene und den bctruukenen Hafen« arbeiter in ihr lebte. Nicht die Armut, nicht das Laster vermögen die Liebe eines warmherzigen Kindes zu den rechten Eltern zu untergraben, aber'dies — dies war es. Sie war ihnen eine Fremde! Und die große, hagere Frau mit dem unangenehmen Gesicht und den stechenden Augen hatte ihrer Mutter die Angen zugedrückt und das hilflose, verwaiste Wesen in das düstere Haus der Nosenpassage geschleppt. Ach, wie gern halte sie von der Verstorbenen gehört, wer sie gewesen war, was und wie. Aber dieses Weib fragen . . .? Nimmermehr! ________________________________________B?^ «So leuchte einem doch, Lene!» rief ^»^ bekannte, auf den Flur tretend. «Es ist hier l" ' finster; ich finde nicht die Thür!» .^ ghcl Lene brummte etwas Unverständliches, (M^L doch nach der Lampe und trat in den kleine» ^, platz. Von einen» Ruck ihrer derben Faust i^e geschlendert, flog die Stubeuthür auf, und ^"^,ecz Bewegung nur rettete Francisca vor eine»» !<^ ^e haften Stoße. Diese Bewegung aber genügte, " ^ Anwesenheit zu verrathen. Voll siel der La,npe"> über ihre Gestalt. ^ >'! Lene stand einen Moment verdutzt sti^' .M' der nächsten Secunde in ein lautes Freudeng auszubrechen. .. ^ ^ «Francisca, meine Francisca!» jub'^. zh^ «Siehst dn. Lina Iebsen, dass die sich "" og ^ Eltern schämt! Unsere Francisca!. Und s" ?^ d Mit jener gutmüthigen, classischen ^>, d>e seinem Genre eigen ist. packte er Lina Iebie" ^W Schultern und spedierte sie, ehe sie wohl no") ^B was die joviale Umarmung zu bedeuten h"^.' ^ den Flur zur Thür hinaus. Hierauf zog er .^ ^, Segeltau aus der Tasche, schlug es nm die " ,^c< Thür und befestigte es in kunstgerechten, W"" ^M an einen diesseits des Pfostens' in der M",^c" lichen Nagel. Nachdem er in derartig sü"" Lalbachrr Zeitung Nr. »77. 1525 5. August 1892. Die H^/'sch'deutscheZollverhandlungen?) ^,,„N°lmsche Zeitung, schreibt: Aus zuverlässiger 52« ^°^l' die russische Regierung habe sich an-s. 3 l 5 bevorstehenden Aufhebung des Roqgenaus. V""botes entschlossen, Verhandlungen mit der deut-Mn ^egienlng herbeizuführen behufs Beseitigung des N^". Zolles auf die Einfuhr von russischem Getreide. "'f^Hsregicrung nimmt den grundsätzlichen Stand-^ w "', ^ ""e Herabsetzung nur bei entsprcchen-oer Gegenleistung erfolge. li<5 ^^seng'crüchte in Berlin.) Fast sämmt-M' l4 !?"' Walter verzeichnen das Gerücht, dass "lMlster Herrfurth wegen seiner Bedenken gegen die nikuerreform-Enlwürfe des Finanzministers zu demis-^meren beabsichtige oder bereits demissioniert habe. "lsyer liegt keinerlei allthentische Nachricht vor. (Der achtstündige Arbeitstag iuNord-l"^rila.) Präsident Harrison vollzog e'in Gesetz, in welchem die Arbeitszeit aller Bergleute und der Ar-^ner m Staatswerkstätteu auf acht Stuudeu beschränkt Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das un« ^Nsthe Nnttsblatt meldet, der evangelisch-reformiertm «lrchengemeinde Kereki für Schulzwecke 100 fl. zu spenden geruht. ^ -" (Die Hitze in New York.) Aus Newyork, ^ Juli, wird gemeldet: Die furchtbare Hitze hält noch nmer au, und es fallen ihr eine Menge Menschen zum pser. Auf der meteorologischen Station in Newyork nand das Thermometer gestern auf 99 Grad 1' und auf °" Straße auf 101 und 1U2 Grad I?. Seit Menschen-«eoenken hat es keine so lange heiße Periode gegeben, "abel regt sich kaum ein Lüftchen. Viele öffentliche Vu-.""l sind geschlossen worden und das Geschäft stockt fast "°"lg. Gestern starben 27 Erwachsene und 160 Kinder ^.°" Stadt am Sonnenstich. In Brooklyn wurden so ? '^ v°n der Hitze überwältigt, dass die Hospitäler M mehr ausreichen. Die Pferde leiden furchtbar. Gc-M?ccc " 162 um. In den großen Städten des "l'WWpvi-Thales ist die Hitze ebenso groß und die ^lervllchleit nicht minder bedeutend als im Osten. N ."" (Der Afrika - Reisende Theodor h. 't^art) ist vorgestern nach Wien zurückgekehrt, um lom '^"^ "" "" "eues ^"k su lege», das im mmenden Winter einem größeren Publicum bekannt bel^ - ^' ^^ 'lt leine der landläufigen Reise- .'cyre,bungen. sondern — ein Ausstattungsstück mit dem "el «Unter den Menschenfressern.. Das Stück, in ^lcyem mit vollster Wahrheitstreue Stanley, de Brazza h . andere Forschungsreisende auf die Scene gebracht una?' ^'ell natürlich am Congo. Ein Vorfpiel zeigt ""2 dle Abfahrt der Congo-Reisendeu vom Brüsseler lvrobahuhof, weiter sehen wir folgende Bilder: »Am ^auator., «Ein Menschenopfer., «An Bord des En ant», «Station Leopoldville», «Tara^Tara», «In der "e!wenz des Königs Pokontaba», «Bei den Menschen->"iiern». . ^- (Die Cholera.) Ein Vertreter der Newyorker ^«»ocilttoä rro«». hat die Professoren Virchow, ^.lh und Hirsch interviewt und dieselben um ihre "elnung über die Cholera befragt. Alle drei Gelehrte ^'nten, dafs die Ausbreitung der Cholera durch ganz üb ^" .^^ unaufhaltsam sein werde, äußerten sich aber lichf?^-"'"^ dahin, dass die äußerste allgemeine Rein-Arnf« ^ bchk Prophylaxis gegeu die Epidemie sei. ^^sorVirchow, der im Begriffe steht, in die russi- schen Cholera-Bezirke zu reisen, wird noch im Laufe dieses Monates über seiue Wahrnehmungen daselbst ausführlich berichten. — (Die Rache der Schwalben.) Aus Stuttgart wird dem «Schwarzwälder Boten» gemeldet: Der Besitzer eines in einem nahen Dorfe gelegenen Gartens bemerkte mit Befremden, dass das Nest, welches die Mauerschwalben vor nicht allzu langer Zeit unter einem Balken seines Gartenhäuschens angebaut hatten, seit zwei bis drei Tagen keine Ocffnung mehr habe. Verwundert darüber, stieg er mittels einer Leiter zum Neste empor, öffnete dasselbe mit einem Taschenmesser und fand in dem Neste fünf kaun, mit Flaum bedeckte Spatzen todt vor. Die Schwalben hatten offenbar, von den Spatzen vertrieben, in Abwesenheit der Spaheneltern durch rasche Vermauerung der Oeffnung die Nrut erstickt und sich fo au den Nesträubern gerächt. — (Eine Streitfrage.) In Szakällhäza bei Temesvar brach am letzten Juli-Tage mittags Feuer aus. Die Häuser von fünf Landwirten brannten nieder, und die Besitzer beziffern ihren Schaden mit liO.OOl) fl. Nun hatten aber die Landwirte ihren Besitz gerade tagszuvor versichert, und die Polizze sollte im Sinne des Gesetzes am 31. Juli mittags 12 Uhr in Kraft treten. Nach der Zonenzeit war noch nicht 12 Uhr, als das Feuer aus-brach, während die Szakällhäzaer Uhr bereits 12'/^ Uhr zeigte. Es ist nun fraglich, ob die Assecuranzgesellschaft den Schaden bezahlen wird oder nicht. — (Ein irrsinniger Prose ffor.) In Arad wurde der Professor der rumänischen Präparandie, La-dislaus Pescula, plötzlich wahnsinnig. Pescula stürzte in die Gemächer des Araber Bischofs Metianu und brachte diesem die Neuigkeit, draußen stünden Demonstranten, welche die Residenz zerstören wollten. Er, Pescula, gebe dies aber nicht zu. Dabei riss er einen Revolver hervor und feuerte einen Schuss nach dem andern ab. Die Dieuerschast konnte den Wahnsinnigen nur schwer unschädlich machen. Der Bischof ist infolge des Schreckens krank geworden. — (Das neue Zürich.) Im vorigen Jahre wurdcu der Stadt Zürich die Vororte einverleibt. Dadurch zählt die Stadt, welche in, Jahre 1U60 eine Einwohnerzahl von 10.758 und im Jahre 1888 eine solche von 28.225 besaß, heute rund 105.000 Einwohner. Das Gebiet der Stadt umfasst 44 Quadrat-Kilometer; Zürich ist also ungefähr fo groß wie Petersburg und größer als Rom. Der See reicht mit seinem Endpunkte, d. h. dem Ausflusse der Limmat, so ziemlich bis zum Mittelpunkte der Stadt. Im Stadtgebiete befinden sich acht Bahnhöfe. — (Eine entführte Cassa.) Aus Rom wird gemeldet: Aus der Wohnung des Directors der National-bank, Ccwaliere Iurati, entwendeten Diebe auf bishrr uuaufgellärte Weise eine feuerfeste Casse; dicsrllie enthielt Wertpapiere im Betrage von 80.000 Lire. Der Raub muss in wenigen Minuten bewerkstelligt worden sein. Mehrere Hausbewohner und der Portier wurden verhaftet. — (Egyptische Bildsäulen.) In Luxor sind kürzlich drei Bildsäulen aufgefunden worden. Zwei von ihneu sind leider ohne Köpfe, während die dritte sich in gut erhaltenem Zustande befindet und mit Inschriften versehen ist, nach denen zu urtheilen sie den König Nec» tanelcs der 30. Dynastie darstellt. — (DerA usbruch des Aetna) Die Eruptiou des Aetna hat neuerdings begonnen; der Auswurf an Rauch und Afche jedoch hat sich vermindert; auch das Getöse ist schwächer geworden. Ebenso hat sich das Ausströmen von Lava wieder eingestellt. ! — (Der Schimmel im Kriegsdienste.) Da die weiße Farbe bei dem Gebrauch des rauchschwachen Pulvers ein weithin sichtbares Ziel bildet, so werden, wie deutsche Blätter melden, höherer Anordnung zufolge die Schimmel demnächst aus dem Pferdebestande des deutschen Heeres ausgeschieden werden. — (Schnee in Italien.) Wie aus Brescia mitgetheilt wird, ist in der hochgelegenen Val Camonica reichlicher Schneefall eingetreten und das Thermometer auf 3 Grad unter Null gesunken. Auch in Bagotino und in verschiedenen anderen Orten der Umgebung hat es geschneit, so dass man sich dort in den Jänner versetzt glaubt. — (Ein Fa milien drama.) In Würgsborf in Preußisch-Schlesien wurde am 28. Juli der Bürstenmacher Alde wegen gewaltsamer Erstickung seiner Gattin durch Kohlenoxydgas verhaftet. Sein Sohn Julius, der sich wegen Mitthat.rschaft freiwillig gestellt hat, erhängte sich am 29. Juli in seiner Haftzelle. — (Distanzritt.) Für den großen Officiers-Distanzritt Wien-Berlin und vi«« v^»u wurden in Wien 133 Unterschriften abgegeben. Zum Distanzritte zwischen Berlin und Wien haben sich bereits 148 deutsche Osficiere angemeldet. Wetterpropheten ans dem Thierreich. Von Dr. Wilhelm Teschen. Der Glaube an den Einfluss des Wetters auf den Körper und den Geist des Menschen ist kein leerer Wahn, und es darf heute als eine allgemein bekannte Thatsache gelten, dass der Witterungswechsel, also die Ab- und Zunahme der Feuchtigkeit und des Druckes der Luft, die größere und geringere elektrische Spannung der uns um-gebenden Luftschicht, aus die Stimmung und Gesundheit des Menschen einwirken. So hoch nun heute auch Stern-und Wittcrungskunde stehen, so trügen dennoch die Wetter« berichte m>d Barometer noch sehr häufig, auch sind sie nicht immer zur Ha.id, und so sind denn die Menschen, und ganz besonders die Landbewohner, darauf bedacht gewesen, gewisse Veränderungen in ihrer Umgebung, die einen bevorstehenden Witterungswechsel ankündigten, sich zu merken, zu sammeln und sie dann als Wetterpropheten zu verwerten. Manche Thiere empfinden früher und auffallender als der Mensch die obgenannten Veränderungen der sie umgebenden Atmosphäre, welche stets einem Witterungswechsel vorangehen. So weiß jeder Jäger, dass das Wetter umschlägt, wenn sein Hund Plötzlich träge und faul wird und geringe Fresslust zeigt, der Hund ist dann wetterlaunig, d. h. er ist unwohl, strömt einen widerlichen Geruch aus, wodurch er immer unfehlbar kommenden Regen anzeigt. Ebenfo sicher zieht ein Gewitter auf, wenn die Schafe blökend und lärmend unruhig hin und her laufen. Hirsche und Rehe werden vor einem herannahenden Gewitter sehr unruhig, stoßen oft kurze, eigenartige Laute aus, sie «schrecken», wie der Waidmann sagt. Vorzügliche Wetterpropheten sind die Eichhörnchen, sie fürchten Regen, Sturm und Gewitter in hohem Grabe und zeigen dieses schon lange vorher. Meister Vrehm sagt darüber: «Ihr Vorgefühl der kommenden Witterung lässt sich nicht verkennen. Schon einen halben bis ganzen Tag, bevor das gefürchtete Unwetter eintritt, zeigen sie Unruhe durch beständiges Umherspringen auf den Bäumen und ein ganz eigenthümliches Pfeifen und Klatschen, welches man sonst nur bei größerer Erregung bei ihnen wahr-nimmt. Sobald die ersten Vorboten des schlechten Wetters sich zeigen, ziehen sie sich in ihre Nester zurück, oft meh« rere in ein und dasselbe, und lassen, das Ausgangsloch an der Wetterseite sorgfältig verstopfend und behaglich in sich zufammengerollt, das Wetter vorübertoben.. des fehlen-Etul -^ überflüssig gemacht, kehrte er in die «u,,,/ .^ Frauenzimmer, die Iebsen,» kicherte er, ram°,?/"even ^ eine Ratte. Hab die Thür vernicht? ^ ^ nicht horchen kann. Wir sind ja auch Vewus^l" ^"" - - -' Und in diesem erhebenden n in - ' '°uch nicht von gestern» zu sein. fügte hinzu - "!^ humoristisch-poetischen Gefühlsaufwallung ^ k""" keener an die Wimpern klimpern!» Francs? «^ ""^ "Ht lange hier aufhalten,» sagte entzieh ^ ''^ "^ich gewaltsam Lene's Umarmnng habe,/ '7,.s/"ud was wir miteinander zu sprechen schon denÄ "^ geschehen. Ich bin, wie ihr euch wenn js" .werdet, hier in Hamburg verheiratet, und Anordn.n " ""sprecht, ganz nieinen Wünschen und Meines M ""chzukommen. werde ich euch den Namen Schnürn freche" dir alles, was du willst, während V»' versicherte das Ehepaar einstimmig, über ^,. ? ? "the Rechte liebkosend, bewundernd Tuch aeU"^s aus duukelblauem. seidenglänzendcm Irancisca f" '"" Senator Hellwig verheiratet.» fuhr "'ch reichst *^m Mann hat mir verfprochen, bü'guna >)? ö", uuterstühen, aber nur unter der Ve-lemaudeu,? ^ niemals in unser Haus kommt, noch b" Str^I ^""" s^t, wo ich weile, noch uns auf ""pr anruft!» Das Ehepaar versprach alles. «Und nun noch eins,» sagte die junge Frau mit leise bebender Stimme. «Ich hörte euer Gespräch mit der Frau, die vorhin hier war, von Anfang bis zu Ende. Ich zürne euch nicht, dass ihr mich bisher über meine wahre Herkunft hinwegtäuschtet; nun aber sprecht die Wahrheit, die volle Wahrheit: Woher habt ihr mich, und wie lange bin ich bei euch?» Das würdige Paar stürzten die Worte Fran-cisca's sozusagen aus allen Himmeln. Lude fasste sich zuerst. «Was soll das heißen?» fragte er finster. «Du bist unser Kind!» «Ich bin es nicht!» sagte Francisca fest. «Leugnet nicht. Nach wie vor wird es mein Nestreben sein, für euch zu sorgen, euch euer Dasein zu erleichtern; dafür verlange ich von euch eiue unumwundene Antwort: Wer bin ich? Wer sind meine Angehörigen?. «Ja, wer das wusste,» brummte Lude. Und dann begann das Ehepaar, nachdem es einen Blick drs Einverständnisses getauscht, der wohl sagen sollte: Ausnden nützen nichts, alles gestehen, heißt von zwei Uebeln das kleinere wählen, abwechselnd zu erzählen, wie Lina Iebsen eines Abends vor cinundzwanzlg Jahren mit einem neugeborenen Kinde zu ihnen gekommen s", von dem, wie sic gesagt hatte, die Mutter, die " denen sich der Landtag zu beschäftigen haben w'^ Dahin gehören ein Sanitätsgesetz, em Amigeseh, , Forstgrs'etz sowie ein Gesetzentwurf, betreffend c» Regelung der Hauscommunionen. ... Berlin, 4. August. Die «National Zeitung' "im"' Infolge der Anregung Nusslands betreffs der Halw^ vertrags-Verhandlungen und der dadurch veranlag Pourparlers beider Regierungen wurden die betheM Neichsressorts aufgefordert, ihre Anträge betreffs dw nächstiger Verhandlungen zu formulieren. .» Paris, 4. August. Die Blätter melden: In P«' kamen siebeu Cholerafülle uor, von welchen sechs tIw!6'a m^ll-n-l befallen; zwei Personell Mv. Simla, 4. August. Demnächst sollen ^0 britA Officiere nach Gilghit abgehen. Diese Entsend»"«. d"U mit dem Eintreffen russischer Truppen auf dem ^ teau uou Pamir zusammenhängen. ^^^-« Das Milswuoliaus in Gottschec. . Das Eomite zur Erbauung eines Missionshauses >> ^ fühle semer Pflicht beehrt sich. öffentlich seiuen P. T> ^"'^. uud Wohlthäten, dcu wärmsteu Danl auszusprechru. ^" ^. zM tige lilott vergelte jede, auch die kleinste Gabe vielmals, d>ee> ,^ uud jenseits! Wollten die P. T. lWuucr dem Missionshaus Wottschec. das das geistliche Wohl des dortigen Bezirkes »"' < hat, auch fernerhiu eiu freundliche) Eutgegeulommen bcw^. ^ Eines solchen Enlgegeulommeus ist das Unternehmen a"p ^ bedürftig. T>eun, obwohl die Fördeier aller edlen ''^'A^e», dieses Unternehmen theils mit (Geldbeiträgen, theils wit^.,^, die als Gewinste bei der ministeriell bewilligten Effecte'"" ^. zugunsten des benannten Missionshauses verwendet werden, N^, müthig zu nntcrsiü^rn die Güte hatten, so fehlt doch "H^ nm die Bantostcn, welche bei dem nnn fertig stehenden M>!! ^. hause angewachsen, ganz decken zu lönnen. Die mit de" "'.^ cember 1tt!)l, Z. 43.041, bewilligte, gegeuwärtig im ^ ^ stehende Essectenlottcrie lässt auch nicht gar zu glänze»^ .,^ folge erwarten. Viele, namentlich sleinere t^eimust-Esf"'"'" „^ uoch anzuschaffen; die Lose, <;<».<>im gauzeu, 5^5'lr,, l" ^ vcrschicdenru Richtungen verschickt werden, wurden fehl "' ^,i nicht augeuommru rrtouruicrl uud müsseil mit ueuc» > ^. wieder anderweitig versendet werden. Wer demnach dieses U» ^, men, wie immer unterstützt, leistet nicht uur dem Nlf"^ .„t ^ mill! eine große Hilfe, sondern er fördert zugleich ein ""'^,^1" ligiös-vatriotisches Unternehmen und übt eiu für sich selbst I^ ^» dienstliches. Gott aber äußerst wohlgefälliges Verl ans na ^ ^ Worte» des heil. Papstes Mregorius: «Eo gibt lein Opfer >"^ftl allmächtigen (hott, welches ihm so augeuehm wäre. als der . für die Seelen.. Lastto»^^ Ailgclommcue Fremde. Am3. August. ^! Hotel Stadt Wie», klasnic. Kfm., Villach. ^M".' dl''! Sohn 1 (Urünhut und Schwab. Me. ; Podhraczl»), -'"^fi"' Wiszgort, Tourist ; Straßer »ud Schwame, Wien. ^^ti^ Rentier, und Mantoc, Privatier, Trieft. — (Nerbaz, s^«^ ssiume. — Patern». Susal. — Ehrlich. Apotheker, '-," ^' Alois Iurchl» s. Frau. Luudenburg. — SiebenM" ^ü, gcnieur. Agram. — Deutsch. Militär < Intendant, >' Sarajevo. - Bedic, l. und l. Hauptmanu, s, ^rm'' ^ ^, Hotll Elefant. Radich, Privat, s. Tochter, Ragusa. — ^"^stc'"' Neuscch. — Pucich. Oberforstcommissär. («drz. ^, ^,»,»' Prag. - Ambroz. Pola. - Vöhm, Hauptmannsgatnn, ^,», Tochter. Leitmeritz. — Ruda, Kfm., Budapest. - aM'^ Müller, krenberger. Kflte.. Wien, - Schoß. Profrs'AHF — Lautar, Professor, Marburg. —.Nummer. Pfarrer, .""^! — Berlii. Pfarrer. Woch..Nellach. - Vidergar, Pfarw^,F weoryen. — Smreler, Ingenieur, Lichteuwald. ^ Hotelier, Tüffcr. ^nl"^' Hotel Elldbahnljllf. Koruu s. ssrau, St. Thomas. — Sl"A „,tec. Lehrer, Oarham. — Milauz, Zirtnil), — VhborlN), " Wien. — Dr, Kober, Veamter; Äljancie. Trieft. ^M^ Gllsthof ssaiscr von Oesterreich. .Kottin, Cooperator, ^'^^ — Schulz, Coovcrator, Prag. - Lavrcncii, Wir,! Trieft. - Voll. Lnbno. - Benedil. Mediciner. M'^M!!' Hotel Vllierischer Hof. Udir, Vahnbeamtens'Wüwe, ' H^ Sftalato. — Rottnager, Postosficial, Trieft, ^ ^ Privat, Graz. Verstorbene. ^o» D c n :z. A u g u st. Eerur Paul, Iuweliers'Sohn» Polanastraße 23, Darmlatarrh. Im Spitale. 7,?^ Den 5l. August. Megliö Mathias, Mg"", ^ Altersschwäche. Meteorologische Beobachtlingen ill^aibA^' ?Ü?W 735 1 18 4 W. schwach MA g l!" 4.2.N. 734-4 24-1 NO. schwach h"'" ,,, li.Ab. 735 3 IN 8 O. schwach ^ ^gei"'' Morgens dünner Nebel, danu heiter. ^ ^s der Temperatur I« 1°, um 17' unter^wn Nonna;^^ «erantwortlichec Redacteur: I. Aaglil- &lbad)er 3eitung Hr. 177. 1527 b. August 1892. Eonrse an der Wiener Börse vom 4. August 1892. n^ dem off^n L...«>.... 4b >'ri. Aotmreute. . . ,W«5i0>,«b «chnlbverschrelbunaeu. dt° ,ürN«^."'''^arl - l1»4.» N3 4.» "nv«gt^NaHn »mlss. l«»t vü 5<> 96 bn !>t° f.<, bl° N.5^" ^bl.-Ob.lUOfi. 89-l". 100 5» ^lg,.Lo,r t«/,. «u., st. 5, W, ,8« ^5! 1«« ?z Vtld Ware Gnlndenll.'Pbligalionen fsür 1N0 fi. C?1l). l>"/„ «allzische...... w« »li 105 . v'<- - And,« iissenll. Anlehen Donau-Mrg.^ole 5«/„ llX> fi, . 12» 7» 12» — d!°, «nlelbe 1878 . . IW' - INl» l,<> «nichen ber Stadt Körz , , 109 — :iu - Nnlchs» d, Ltadtgemeinbe Wien 104 7Ü lvl, 75 Pvam,Anl, d. O' Mgcm. Wien It.» — <6l, - ^»rsrndau Nnleh» vrrlo«, 5"/« Vl»' - «9 75 Vsandbriefe (für 10» fi.), Uudnllr. oll«, »st, 4",„ V. . 1I?bft --— dt?, bto, 4'/.°/«. . 100 — 101' - dlo. dto. 4"/„ , . . »« 15 9N t>5 dto. PlHm,-Schlllbveischr, »°/« II?" ili!^ 0eft, Hypothrfenbanl I0j, 50"^ »» 8N 99 f>l» Ocst.ung. Vanl verl, 4'/,"/° - »<«> »o 1'"'- - dettll » 4«/„ . , »9 70 100 »0 detto üOjHhr, » 4« n . . 99 70 100-80 Priorität»'Vbllgllliontn Mr ion st,), sserblnaiibs^lorbbahn Vm, 188» 9»' - »9 8l> «all^slbr «art ilndwig Valm Hm, >< fi, K, 4>///„ , —— "'— Gelb war, veslerr. Nordwestbaun . . , IN? - lN7 «> Staatsbahn.......«885« - -^ Vübbahn k »>>/„.....145 »i. 1<, Divers» Loft (per Etüll). Creditlose ION fl...... Is?-- l98 - Clart^Losr 4U fi...... K4'«5 l.b- 4°/„ Dvüan.Dampssch. 100 fl, . 1««' - l27 - Laibllcher Prüm.-«nlel,, 2N fi. 2«— l»b<. Oscner Lose 40 fi..... 5b - 65 5" Palssl,-Lose 40 fi...... 57' 57'i«. Nöthen Kreuz, «ft, Ges. u, 10 ft. l7-s0 lph Lost 10 fi..... »»75 24 75 3alm iiose 4« fi...... 61 — 6i- <2t,°Gen°!« Lose 40 fl. . . . «S— «4-- WaldsteinLose 20 fl..... 36 ?ü 37 75 WlndlschViüh Uose 20 fi. . , 59— 64-Vew, Lch,d,»/.. Ädcr,-«»s>, «st., 200 fl, S, 40°/„ 873 — 875— «lrbt, Nnsl, s, Hand. «. G, IKUfi. 313 «5 813 7» Trebitbanl. «lllg, ung,, 200 fl. . 8»9 5. . . 2L> «»» 22«-10 vcsterr,«ung. Van! »oo «,. . . 999 I0<>25 i«2 75 Attl»n von Zlan«p«rt» Vnt,rn»hmungen (per Vtück). «lbrecht-Vahn 200 fi. Silber . 9»- S2 sl «llsvlb'ssiuman, Vllhn 200 st. E. 200 25 »00 t,0 VöhM, «ordbllhn 15U st. . . 187 50 189 — . Weftbahn 200 st. . . »44 — »4« - VuMichrader fi. . 448 - 450 - Donau - DampfschiMhrt - Ves., Oesterr, 5>c«> fi. CM, . . . »4» - »45 - Dralles, lV,'Db.-g.)2«0fi. E. 19955 20'ii>5 Dill'V°de,ib, 0fi.Vllb. »14 75 «5 — bto. (lit, «,) 200 fl. V. . . »84 30 »35 — Plllg'Dllter Lisenb. 150 fi, Kill». 9»- »2 5l/ Vtaat«eisenbahn »00 fl. Tilb«r »^4 25 304 75 Eüdbahn 200 st. Tilber . . 100 2ü I <<< /5 «Mb°Norbb.Verb.»». 200 st.IN. 187!.«, 188 20 T«mw»y'«e!.Mr.,l?0st.e.W. »32- »37--» nni, Wr., Prlorltltl» «crien 100 fi......94 — W — Un«.»«»llz.«llenb. »»U st.Vllbe, 199 5u 200 — , »«ld Ware Ung, Norboftbahn 200 fi. Vllber 19?— il«7 «l»8— li„ . ««ybier Visen' unb Vt»hl»Ind. in Wien 100 fl...... bl- l« 76 «lstnbllhnw.L^ha.erftt, 80st. "- l»» »5 ««lbemühl. Papiers, u. V.^». "'«1 58 5u Llefinqer Vrauerei lvn st. . . l<» - 1"2 50 Montan-Gesell, «fterr-lllplne "^0 «8 .. Präger ^ Ealllv.Iarj, Ltetnlohlen 80 st, "«»'^ b»o-- «LltlögelmW», Papiers. »00fi, "8- ^»l . «Vteyrermühl»,Papiers u «.^l. "< - 14«- IrlsailerKohlen»..««,, 70fi. . «5- le? WllNenf....0est,«nW!enI0Ust. «" " "t- Waggon-Leihanft,, Nllg, in Pest ... 80 fi......... i<>4'— 10»'- - Nr. »<,u«esellschaft 100 fi. . . ^« " ""^ W " Devisn». Deutsche Plütze...... « b». 5« «,, London üb t>u X'9 !»<> Pari«......! , "". 4?bi Daluten. Ducaten........ z-«> 5«» 20-Fr»nt»°Stülle..... »4». 9 zo» Dsntsche Relchlbantiwtrn . . 58 si^ 58 «v Vapitl »«»del...... , 2<,.. !->»'„ ItaKlülsch, Viüitnoten (100 L) « l>5 45 95 LaiöacJüer fleutsclier Tnrnverßin. Morgen Samstag den E. August in "er Glashalle des Casino z-watiig-ioser Unterhaltungsahend unter Mitwirkung ^rSängorrunde des VereineB. Ver Beginn halb neun Uhr. ^SlniiRlk,der und dorori AnReliöriRe sowie re««nde,des Vereit.es haben freien Zulritt. nicht^T* Bcsondere Einladungen weiden "i ausgegeben. (iV493) <*e»uoht wird eine Wohnung 'ß (SI"S ?lns Zimmern bestehend und bis ¦ Ucloh« beziehbar. (-5466) 3-2 »tratin, 'j.Ke unler «O. S.» an die Admini-^«ou^dieser Zeitung. hödifcF Wohnung eehölZlimn?Ielr mit zwei Cabineten und Zu-fj,!" 1U- Stock, ist sofort zu vermieten. Zeitun res in der Administration dieser -... 8f (3294) 4-3 A°* Hathhanaplatz ist eine schöne Wohnung gehöJ16?^ TH füns Zimmern sammt Zu-«iletenUr " Noveml)er-Term'n zu ver- Ad»nh!l?rUrst erlheiu aus Gefälligkeit die ¦^^^dieser Zeitung. Aufgenommen werden: Oasthausköohln oder Handmädchen; mehrere gute u. einfache Köohinnen; Kindsmädohen zu einem Kinde; ein lediger Gärtner für ein Schloss. Näheres im Bureau Egy im Ursulinnen gebäude. (3494) 2-1 (2420) 3^1 St. 5172. Oklic. Neznano kje bivajoèemu Francetu Otonièarju, bivSemu posestniku v Cèrk-nici, oziroma njegovim pravnim na-slednikom, imenoval se je gospod dr. Franc Munda, advokat v Ljubljani, kuratorjem ad actum, ter se mu je dostavila tožba Marije Otonièar do praes. 28. junija 1892, štev. 5172, za razveljavljenje ženilnih pogodb, o ka-teri se je doloèil narok za poskus sprave, eventuelno za redno usl.no razpravo, na dan 12. septembra 189 2. 1. dopoldne ob 9. uri pri tem sodišèi. C. kr. okrajno sodišèe v Logalci dne 30. junija 1892. (3421) 3—1 ' St.. 5575. Oklic. Lovrencu Modicu, dalje Ani Obreza, Tomažu Devjaku, Mariji Modic, Jožefu Modicu, Janezu Modicu, Andreju Modicu, Mariji Modic in Matiji Korenu, potem Luki Kranjeu, oziroma njih pravnim naslednikom, imenoval se je gospod Karol Puppis v Cèrkovski Vasi skrbnikom za èin, ter so se mu do-stavile tožbe de praes. 13. julija 1892, št. 5573, 5574 in 5575. C. kr. okrajno sodisèe v Logatci dne 19. julija 1892. !! Beste und billigste Toilette-Seife. jj 11 $ie flci-ifliiftfic Seife ,yir (136B) 7—ß ,, ;; ^flegre der Haut ;; (, l'1 bu'ttn|VeraniaHHiiii|c inndicinlNclier Antoritttten nen einjcelübrte {, II joeringB Žcifc mit ber (Kult i: | ^tciclbe ist eine milde, neutrale, fehlerfrei« ! \ <• boM Toilette-Seife ersten Ranges <» , > otl WeWUem Parfüm «nb bott eminentem ttinffuf« auf i > ;j ^esehineidigkeit und Schönheit der Haut J (i sowie zum Erlangen und Erhalten eines feinen Teints. 4, (• ^cuirb »on Seiten ber «erjlc Soerino« {, ' • «»QcIefliMitiiclft r. ttUlC °ncU m'lttn" *Mm *ö«f*c" *« SöUöünfltr mit» ftinber i, 1! Nuucn fe!°-lCU lMit ^ ''"PPnbKdjct obet |old)c mit fleriffener ober gröber $»out ] | ii tlcff(idji« *L»,lc" »u*rfifl*i*cre», mUfcere» 2Öslfd»niittd finben, ali Soerhifl« !' ^'«toninS*»,19l« ftcnnjei^cit ist jebeiu Stiirf cdjtor «Sorriiifld «eise unsere < 1 ' * ttttie". ' ttulc» oufnepräßt, b«I)cr bte »eiiftiuiuifl „Soerhiftd Seife mi< ber «1 11 ^¦«1«tinÄfr.- ~" — 3« ^ofien i. 30 fr. \>to Stücf bei ZZHH ,> ( * iiVih" S!»lbc«cn ftlVli1"'!"«' rtcib- a'ilinsl * «'if*; »U'flWrc t«rö»f*O»; ««t. Mi if v ¦»•¦ ^- ^'"Dr; Whit« 9Ti>pi^. ( , I k Jt. „"""t- «Star,, f« ¦.' "'""^ ®nbr- V««Pli. \iiiii (iiiflcl'; Ub. v. Ivnr^cjlj, flu-thef« ; W.utin ^dtuu, I L. O||>l»., Wii!.."i ' Äiai»b»«'B. - Wcnfral.!öcr(rrJu«n f«r CeflfrrrtrtMlnonrn: A. Mol««l» O *%^%^.^ ^™ " '•¦ ''»»f«'«K ». , > E^UIT ABLE] Ij«kbeiiMverNieherniig»-OeMellMeliatt der Vereinigteu Mtaaleu Errichtet 1859. Concessioniert in Oesterreich 11. October 1882. Wien, Btook-lm-Eisen-Platz, Im eigenen Hause. Rechnungaabschlnss 1891. ] Einnahmen.........fl. 97.637.359-63 Ausgaben......... » 57.417.712 78 Ueberscimss................fl. 40,219.64685 II. Vermögen.........sl. 34u.496.2iJu'95 Verpflichtungen zu 4 und '6%*l0 » 274,768.844 55 Gewinstfonds................fl. 65,732.451 40. Die *Equitable> ist die grösste und reichste Versicherungs-Gesellchaft der Welt. Sie hat die grösste Prämien- und Gesammt-Einnahme, den grögsten Uebert*chu»H der Einnahmen über die Ausgaben und den grössten Gewinstfond. Sie hatte 1891 das grösste neue Geschäft............fl. 582,795.827 • 50 den grössten Versicherungsstand.........» 2.012,236.392 50 den grössten Zuwachs im YersicherungBstand ...» 210,580.457 50 den grössten Zuwachs im Vermögen.......» 42,387.184-78 den grössten Zuwachs im Gewinstfond......» 6,381.333 05. Als Specialsicherheit für die österr. Versicherten hat die «Equitable> in Wien das Palais im Werte von . . » 2,300.000- — KrgelmiMMe der zwanzigjährigen Tontineu der «,Eqnltable" Basis der Auszahlungen 1892. A. Gewtfhnllohe Ablebens-Veraloherunff, Tabelle I. Alter üesamtnlprärnie Barwert PWimienfreie Ablebens-Polizze 30 fj. 454 — fl. 539— fl. 1160- — 35 » 527-60 > 651 •— » 1240 — 40 » 626-— , 798— » 1360 — 46 > 759-40 » 997-— > 1520-— 50 » 943-60 » 1291 — » 18O0- — B. Ableben»-Ver»loherung mit zwanzig Jahreaprämien, Tabelle II. 30 fl. 607-20 fl. 862- fl. 1850 — 35 » 681-60 »986-- » 1870 — 40 » 776-60 » 1140-— » 1930 — 45 » 900-60 » 1343 — » 2050- — 50 »1087-60 » 1638-— » 2280 — 0. Oemlaohte zwanzigjährige Ab- und Erlebena-Venioherung, Tabelle Z. 30 fl. 970-60 fl. 1632 — fl. 3490• — 35 »995-80 » 1667 — » 3160"— 40 »1035-60 » 1727'— » 2930* — 45 > 1100-80 » 1834-— > 2800 — 50 »1209-— » 2034-— » 2830- — Wie obige Ziffern zeigen, gewährt die Tontine nebst der unentgeltlichen Ableben»-Versicherung durch 20 Jahre bei der Tabelle I. die Rückerstattung sämmtlicher Prämien mit 2*/4 bis 4V8#/o; d«e Tabelle II. mit 4»/g bis b'-»H •/„; die Tabelle X. mit 6«/4 bis 7% an einfachen Zinsen. Die prümienfreien Polizzen gewähren das Doppelte bis zum Vierfachen der eingezahlten Prämien. Die freie Tontine, ebenfalls eine Halbtontine mit etwas höheren Prämien, ge stattet nach einein Jahre volle Freiheit mit Bezug auf Reisen, Wohnort und Beschäftigung, mit Ausnahme des Kriegsdienstes, sie ist unanfechtbar nach zwei, unverfallbar nach drei Jahren und gewährt bei der Regulierung sechs verschiedene Optionen für den Bezug des Tontinenantheils. (2932) 3 Auskünfte ertheilt die General-Agentur für Steiermark, Kärnten and Krain in Graz und der Hauptvertreter für Krain Alfred Ledenik in Laibach, Rathhausplatz Nr. 25. (3441) 3—2 Nr. 10.217. Curatorsbestcllmlg. Vom l. k. städt.-dckg. Bezirksgerichte in Laibach wird mit Bezug auf das Edict vom 23. Juni 1892, Z. 13.394, kundgemacht : Den Tabulargläubigml Anton Sliuar in Laibach. Mmili Mehlc, Vws M'h e. Franz Dedcuc in Mm,,.sln.rg, Ma ha s hagar. Francisca Far^ntta "''d ^ ^aud Bricel r.sp. deren ^ts.mchfolg n, un^ liekan, ten Anftüthaltc's, wild Helr 4)r. Kndni Ädl^ >n Laibach znm linrawr 3ä."m,' bestellt und werde,! demselben die Execntionsbescheide Z. 13.394 sx 1892 zugestellt. Laibach am 22. Juli 1892. CuratorSbcslelllMll. Dem IlihannIlwancic uonHrenovice. ,„ln unbekannten Anfenthaltes. wird Mat-thm,s Milhariic von Hruöevje zum Kurator bestellt illtd demselben der dies-gerichtliche Grundbnchsbeschcid vom Ittten Illni 1895 Z. 224t). zugestellt. K. k. Bezirksgericht Senoklsch am 10. Juli 1892.