Ni. 195. Samstag, 26. August 1893. 112. Jahrgang. Mtmcher Zeitung. '"^^«g f, ,,. haibjührl« fi, 5«», Mr die Zuftellxnz in« So,,« »anMhri« fi. 1. - Insn-tion«»tbkr: Fill lltwe Inserate bi« ,u 4 «eilen »!> lr,. areheie per «ell, S tt.: be? »steren Wleberholungen prr Zeile 3 lr. Dt, «Uaib «»«» er« .Dem geschiedenen edlen und kunstsinnigen deutschen mnilen. dem warmen Freund Oesterreichs', widmet ein ä>Mr Theil der Presse ehrenvolle, meist tiefempfundene "acyrufe. SS schreibt das «Fremdenblatt.: e« x ^ der "lächtige Fürst eines weiten Reiches ist , , der gestern in Thüringen die Augen für immer gc« MM hat, nur der Herzog eines deutschen Klein-a« ' "^ dennoch übt sein'Tod tiefen Eindruck auf ^«sanze deutsche Voll. Herzog Ernst II. hat eben eine H,"e gespielt in unserem Jahrhundert; er, der lleine Gesss?^' ^ wesentlichen Einfluss genommen auf die beli.? ^ Erdtheiles, er ist mitten in der Zeit« seben H. gestanden, er hat große Ereignisse werden W,". und selbst Hand angelegt, sie vorzubereiten. Sein Gren "'^ ^ ^"""6 iiber seines Landes enge ist "k"' ebenso wie sein Haus hoch hinausgewachsen sche 3 ^ Coburg'sche Erde. Sprossen der'Coburg-A?. ^astie zieren eine Reihe europäischer Throne; fr? en dankt diesem Herrscherhause die edlen, menschen-' .^"lichen Herrscher, welche das junge Königreich be-A. "det und zur vollen Blüte entfaltet haben. In dem ^"lschen Weltreiche hat die Herzensallianz Victoria's Ne, l!"^. weisen Prinzen von Coburg die Dynastie C°f> ^^3^ für eine unabsehbare Zukunft; dem Hause So« ^ entstammen die Herrscher Portugals, und in C^°c' dem jüngsten Fürstensitze Europa's, hat ein EtW ^'^^ H°"^ ^"^ gefasst. So durfte sich stoll "^ der Patriarch einer weitverzweigten, mit se^" Kronen geschmückten Herrscherfamilie fühlen; von »- ""^ bescheidene Residenz war die Heimstätte ^^umgen geworden, und sein weiser Rath ist gewiss oft und gern gehört worden, wenn es galt, die Geschicke von Völkern und Staaten zu lenken und zu entscheiden. Er selbst blieb ja als schlichter deutscher Reichs-fttrst dennoch des Gesammthauses Oberhaupt, und dieser Würde nicht bloß, sondern auch seinem Geiste beugten sich willig die Träger großer Titel und Namen. Die Bedeutung des Eoburger Fürsten aber wäre nur wenig gewürdigt, wenn wir seiner politischen Thaten allein gedenken wollten. Er kannte noch einen anderen Ehrgeiz als jenen, der Mitarbeiter an epochemachenden Weltereignissen zu sein: er wollte nicht bloß au dem politischen, sondern auch an dem geistigen und künstlerischen Leben seines Volles unmittelbaren und innigen Antheil haben. Aus den Memoiren, welche sein inhaltreiches bewegtes Leben darlegen, spricht der Staatsmann ebenso wie der geistvolle Schriftsteller und der echte, vollgiltige Künstler. Die Thüringer Lande sind seit Jahrhunderten der Schauplatz herrlicher geistiger Thaten; sie sind fruchtbringend gewesen für ganz Deutschland, für die literarische und musikalische Welt. Ernst zu Sachsen-Eoburg wandelte auf den Spuren der bestcu Thüringer Fürsten. Die Pforten seiner Residenz standen weit offen dem deutschen Schriftsteller und Künstler. Und er wurde nicht bloß der warmherzige, opferfreudige Förderer alles geistigen und künstlerischeu Streben«; er war selbst erfüllt von schöpferischer Kraft und hat die deutsche Opernbühne mit Werten bereichert, welche glücklicher gewesen wären, hätte ihres Schöpfers Haupt leine Hcrzogskrone geziert. Schwer erringt sich den Lorbeer der. den die Krone schmückt; man glaubt nicht an die eigene Künstlerkraft des fürstlichen Meisters. Eine der letzten Thaten des Herzogs war eine mächtige Belebung deutschen Künstler» lebens, die Anregung zur Bethätigung deutscher Meisterschaft auf musikalischem Gebiete. Wieder war seine Residenz in den Mittelpunkt des Künstlerlebens gerückt; er selbst fühlte sich glücklich, seinen Reichthum, seine Macht einsehen zu können für die Kunst seines Volles. Aber diesen frohbewegten Tagen folgten die Tage des Siechthums; sie bedeuteten dem Mitschöpfer des neuen deutschen Reiches, dem Schöpfer der «Santa Chiara», das letzte Aufstammen seiner Lebenssonne. Bald nach den Coburger Festtagen ist er dahingeschieden; ein britisch-deutscher Prinz, ein auf englischem Boden erwachsener Spross des alten Sachsenhauses, besteigt den Thron von Coburg. Der Name des zweiten Ernst aber wird immer und in Ehren genannt werden, wenn man die Geschichte deutschen Geisteslebens in unserem Jahrhundert, die Geschichte des wieder geschaffenen Deutsch, land schreibt; man wird ihn nennen in der Reihe der menschenfreundlichsten, volksthümlichsten Fürsten Europa's! Ueber die freundschaftlichen Beziehungen des Ver< cwigten zu unserem erlauchten Kaiserhofe berichtet die «Presse» : Bei allen Wechselfällen der Ereignisse und der Beziehungen, die in den fünfziger und sechziger Jahren des Jahrhunderts weit größer waren, als in langer Zeit vorher, blieb auch Herzog Ernst ein gern gesehener Gast an der Donau. Man erzählt, dass bei einem noch vor wenigen Jahren ftattgefunbrnen Besuche des Herzog« in Wien Ihre Majestät die Kaiserin sich besonders huldreich dem Herzog gegenüber erinnert habe, wie der» selbe in den ersten Tagen und Wochen ihrer jungen Ehe am Wiener Hose anwesend und Zeuge des einzigen, innigen Seelenverhältnifses unseres jungen Herrscherpaares gewesen war. Im April und Mai des Jahres 1854, wo der Himmel in der österreichischen Hofburg so herrlich und beiter und der politische Horizont so voll von dunklen Wollen stand, hatte sich Herzog Ernst viel mit den Angelegenheiten der orientalischen Frage zu schaffen gemacht und begann einen sehr merkwürdigen Kampf gegen die Manteuffel'sche russenfreundliche Politik Berlins. Indessen würde es viel zu weit führen, an die Einzelheiten dieser Entwicklung zu erinnern, die dann dahin geführt hat. dass der Herzog in dem Intriguenspiel Napoleons im Jahre 1859 die Sache Oesterreichs in Deutschland bundestreu und patriotisch vertrat. Damals hatte eine Broschüre, die gegen den Kaiser Napoleon gerichtet war und den Titel führte: «Despoten als Revolutionäre», ungemein großes Auf» sehen erregt. Sie wurde in England unter dem Namen des Herzogs von Eoburg gedruckt und verbreitet und. Napoleon gestand selbst, bass ihm laum ein anderes Pamphlet in seinen internationalen Verhältnissen nach« theiliger geworden ist als dieses. In den deutschen Verwicklungen der nächsten Jahre hatte der Herzog bis in den Mai 18l>6 eine der österreichischen Stellungnahme sich warm anschließende Politik verfolgt, und manche Mittheilungen desselben in den von ihm hinterlassenen Denkwürdigkeiten werden dazu dienen, die österreichische Geschichte zener Jahre in einem gerechteren Lichte erscheinen zu lassen, als es manchen neuesten Historiographer« beliebt. Herzog Ernst hat das Alter seines Oheims, des Königs Leopold von Belgien, erreicht, mit welchem er Zeit seine« Lebens ein unendlich intimes Verhältnis aufrechterhalten hat. Er war auch in gewissem Sinne der Bewahrer jener großen internationalen Beziehungen, durch welche das coburgische Haus in unserem ablaufen-den Jahrhundert eine eigenartige weltgeschichtliche Be« Jeuisseton. Im Bannkreise Zlatorogs. II. Nein^^ feuchtfröhlichen Abende, den wir bei den unter KÜ,"^sHe" ^r wohlbestcllten Alpenheimstube Nych ^Herzreden ziemlich heiter verbrachten — er wäre füh^ZAuthllchcr geworden, hätte der Bedarf an ver-Nicht l goldigem «kumor sx kor^so» in der Kiste Nlora^ ""selchte Ebbe erfahren — war ein trüber hiena ^UUgt. Fast bis auf das Schneefeld herab Ueb" ?!WM"nicmd, ^den Augenblick mit nassen freunlW""lM drohend. Nur selten that uns ein Hiebe ^i. Wmdzilg den Gefallen, das flüchtige Ge-Und ein ^ ^^ "^ den Triglav hinauszutreiben über ,lnf Quadratmeter zartblauen Actherhimmels «!? -?" Häuptern freizumachen, wo ^/.Zwohl strebten wir zeitig der Höhe zu, um k^ah U« a- solange der Regen noch aussehte, unser Unserer Vil^ ö" erreichen. Auch über diesen Theil ich nickt s^^ ko'rmle ich füglich weggehen, wenn küsste k c gewissenhafter Berichterstatter erwähnen in einem ^ ^ den herrlichen Triglav-Gletscher heuer kläaiickp!. m"^"den Rückgänge, ja in einer wahrhaft beHH" Erfassung gefunden habe. Wer den Gletscher hat. ,^ "">e in den Jahren 1888 oder 18!12 gesehen lcheint a^ "^k an seiner Identität zweifeln. Er "UH alt und schäbig geworden zu sein, der sil- berne Firnmantel, von dem zarte Dichterseelen schwärmten und Vater goys, unvergesslichen Andenkens, noch in den Tagen seines Alters träumte! Noch ein halbes Dutzend so schneearmcr Winter und Frühjahre, und die Poesie des flockigen, flaumigen Hermelintcppichs, der feenhaft schimmernden Eisströme mit ihrem blanken, grünen Elfe gehört der Märchenwelt an. Aber deswegen ist der alte Bursche, der in allen seinen Gliedern Reißen und Schwund hat, nicht gemüthlicher geworden. Schritt man früher auf dem weiten Firnmeere leicht und sicher hinauf, fuhr es sich flott und lustig darüber herunter, so gehört heute der Gang über die Wellen und Rund-Höcker des schmutzig-dunklen, schlüpfrigen Gletschereises mit den zahllosen Spalten und Schrunden, in denen kaffeebraune Schmclzwässer ihr schäumendes und tosendes Spiel treiben, nicht zu den besonderen Annehmlichleiten einer Hochgebirgsreise. Die obere Gletscherpartie ist dick mit Schutt und Steinen überlagert, stark gefurcht, und wen es nicht verdrießt, an einem fonnenwarmen Nach« mittage ein Stündchen zwischen den vielen Wasser, laufen, Rissen und Rinnen im sulzigen Schnee herum« zupatschen, der kann an ein Paar Löchern nach Art der berüchtigten Gletschermühlen die herrlichsten Lichteffecte fchauen. Es war gegen 6 Uhr, als ich mit dem ersten Fähnlein unserer in mehrere Gruppen gegliederten Karawane auf dem Gipfel des Beherrschers der Iulischen Alpen anlangte. Wieder sah ich seine drei Stem-pyramiden. bei deren Aufbau ich in früheren Jahren redlich mitgeholfen, wieder athmete ich seine Luft wieder fchnitt mir der eisige Wind. der über sein Haupt hin« braust, im innersten Lebensmarle. Sonst sah ich nichts, rein nichts, und es geschah mir schon recht: warum musste ich auch zum achtenmale auf den Verg laufen, von dem ich siebenmal eine wundervolle oder doch befriedigende Niederschau genossen hatte? Schattengleich, in dichte Schleier gehüllt, um den entschwundenen Sonnenstrahl trauernd, standen die trotzigen Zwing-Herren jener Nlpentafelrunde «weit in nebelgrauer Ferne». «Xon »empsr i-i^kl^polw,» sagt der klassische Römer. Nun, seines Lächelns hätten wir entrathen können, obschon er uns recht lieb gewesen wäre, der hübsche Junge mit dem vielbesungenen Silberbogen und den goldenen Pfeilen; aber dass er bei unserem Anblicke wie ein ungezogener Gassenjunge fortlaufen und uns beim Papa verklagen würde, das hatten wir von einem guterzogenen hellenischen Gütterjüngling, obgleich wir ihm schon auf der Schulbank einen unregelmäßigen Vocativ hatten nachsehen müssen, nicht erwartet. Muss schon so ein grauer Sünder unter uns gewesen sein, dass luppilkl- pluviu« so rasch aus seine Wünsche cin-gieng und uns jeden möglichen Tort anzuthun nicht müde ward! Von einer Deulalionischen Flut aber an den grauen Lenden des Triglav herabgcschwemmt zu werden, erschien mir denn doch ein etwas gar zu fraa-wnrdMK Sommervergnügen, und alle Schneejunakauen der Welt hatten nuch aus dem nasslallen Hochsitze nicht ftstzunageln vermocht. «Vernünftige bleiben in so einem . - Wetter nicht hier!» meinte mein Freund N. und Wenn er das geeignete Bestimmungswort zu diesem L«il»acher Zeitung «r. 195. 1674_________________________________________26 August 1998. deutung erhalten hat. Davon wird sich in Zukunft nur, noch eine dunkle Erinnerung erhalten Das ausgebreitete Haus lebt in seinen einzelnen Zweigen selbständig fort; und wenn es schon früher wenig bedeutete, von einer coburgischen Politik zu sprechen, so wird man in der Zukunft diese Bezeichnung sür eine Mythe erklären. Politische Uebersicht. Laib ach, 25. August, In Anwesenheit Seiner Excellenz des Herrn Ministerpräsidenten Grafen Taaffe in Wien finden täglich Ministerrathssitzungen bezüglich' der von uns bereits gemeldeten Nothstandsaction der Regierung statt. Der Statthalter von Böhmen, Graf Thun. weilte am 22. in Wien und ist wieder nach Prag zurückgekehrt. Seine Anwesenheit war mit der Frage des Trautenauer Kreisgerichtes in Verbindung! gebracht. j Die Ergänzungswahl eines Abgeordneten für! den Görzer Landtag an Stelle des verstorbenen, Abgeordneten Ivancic wird demnächst ausgeschrieben werden. Die Slovenen candidieren den Reichsraths-Abgeordneten Grafen Toronini. die italienische Partei den Bürgermeister von Tolmein Dr. Eazzafura. Die Rechtssection des Prager Gemeinde' rathes hat einen Recurs gegen die Entscheidung der böhmischen Statthalterei beschlossen, die das Anbringen einsprachiger czechischer Straßentafeln untersagte. Der Recurs führt aus, dass, wenn die Gleichberechtigung doppelsprachige Tafeln in Prag erfordere, ein gleiches für Karlsbad, Brüx, Troppau und Brunn gelte. Ein deutsches Eorrespondenzbureau meldet, dass die bei der Frankfurter Finanzminister - Conferenz in Aussicht genommene Berathung von Abgesandten der Staaten, die an der Ausarbeitung der neuen Steuer-vorschläge interessiert sind, im ersten Drittel des September in Berlin beginnen wird. Dass die deutschen Finanzminister nochmals im September, und zwar in Berlin zusammentreten, ist dieser Eorrespondenz zufolge zwar noch nicht beschlossen, aber nicht unmöglich Nahezu sieben Monate ist jetzt das englische Parlament beisammen, und vor Mitte September wird es wohl in Westminster nicht stille werden. Ge« stern abends wurde das Berichtsstadium der irischen Bill abgeschlossen, und es wird noch vor dem I.September die dritte Lesung der Vorlage vorgenommen, worauf das Gladstone'sche Schmerzenskind den Lords überantwortet wird. Das Oberhaus dürfte am Iten September sofort in die zweite Lesung der Bill eintreten, deren Verwerfung der Führer der liberalen Unionisten. Herzog von Devonshire, beantragen soll. Das Unterhaus wird sich dann mittlerweile an die Erledigung des Budgets gemacht haben, welche, wie verlautet, Mr. Gladstone gleichfalls nach seinem zweimal bewährten Knebelrecepte herbeizuführen entschlossen ist. Die Herbstsession ist trotz allem noch nicht gewiss, hingegen macht sich unter den Liberalen die Meinung geltend, dass die neue Session bereits mit Beginn des Vecember einberufen werden sollte. — Gladstone hat dem Arbeiter-Deputierten S. Woods auf dessen letztes Schreiben erwidert, er werde sehen, ob er in der Herbsttagung ein oder zwei Tage für die weitere Berathung der Nchtstunden-Bill für Bergleute erübrigen könne. Die Pariser Presse ist noch mit der Abschätzung der Wahlergebnisse vom letzten Sonntag beschäftigt und kommt dabei natürlich zu ganz verschiedenen Urtheilen. Während mehrere republikanische Blätter fortfahren, in der neugewählten Kammer eine Regierungsmajorität anzukündigen, werden anderseits ernste Zweifel daran laut. Nach Petersburger Telegrammen entstanden neue Schwierigkeiten in den Unterhandlungen wegen des österreichisch-russischen Handelsvertrages. Gleichwohl werde schließlich ein günstiger Ausgang der Unterhandlungen erwartet. «Times» melden aus Philadelphia, die Mehrheit für die Abschaffung der Sherman-Bill wurde im Senat gewonnen. Die Regierung kaufte 165.000 Unzen Silber zu 74 25. Tagesneuigleiten. — (Galizische Manöver.) Wie das «Wiener Abendblatt» meldet, ift die definitive Entscheidung über die in Galizien stattfindenden Manöver noch nicht getroffen worden, und haben sich die zu diesen Uebungen designierten Generalftabsofficiere bereits von Wien nach Galizien begeben. — (Die Kaiserjagden in Vellye.) Ueber die Vorbereitungen für die Jagden der beiden Kaiser auf der erzherzoglich Nlbrecht'schen Herrschaft Vellye in der Varanya wird von dort bericht t: Der Vellyer Urwald, in der Dimension von mehr als 30.000 Joch. ift in sieben Reviere eingetheilt und jedem Revier steht ein Oberförster vor. der wieder dem in Vellye im erzherzoglichen Eaftell wohnenden Forstmeister Feningsberger untergeordnet ist. Herr Feningsberger hat bereits die Iagdprojecte fertiggestellt und der Erzherzog Nlbrechl'schen General-Direction nach Wien zur Genehmigung übersendet. Es wurde bis in die kleinsten Details ausgearbeitet, in welchem Revier Kaiser Franz Josef, Kaiser Wilhelm, der König von Sachsen und der Herzog von Connaught pürschen werden. Das zu erlegende Wild, in erster Reihe wohl Hirsche und Adler, befindet sich im Inundations« Territorium der Donau und der Dräu, und bei kleinem Wasserstand oder gänzlicher Trockenheit sowie bei einer eventuellen Ueberschwemmung des Iagdterrains wird selbstverständlich die Piirschftelle eine Veränderung erfahren. Wie hier verlautet, war es der Entschluss des Kaisers Wilhelm selbst, das Varanyaer Iagbterritorium auszusuchen, da ein ähnliches in ganz Europa nicht mehr vorhanden ist. Der deutsche Kaiser sah nämlich jene Herr« lichen Achtzehn« und Zwanzigender im Gewichte von zehn bis zwölf Kilogramm, welche Kronprinz Rudolf in der Nellyer Forsten geschossen hatte, und äußerte schon vor Jahren den Wunsch, wenn er einmal nach Ungarn komme, in den Bellyer Waldungen jagen zu wollen. Kaiser Wilhelm benutzte die erste Gelegenheit, um dieses längst gehegte Project zu verwirklichen- und auch Kaiser Franz Josef, der noch nie auf dem 120.000 Joch großen Gute seines Oheims, des Erzherzogs Albrecht, geweilt, wird sich an diesen Jagden betheiligen. Seit dem Kaiser Josef jagte lein Monarch in den Vellyer Forsten, Dafür aber kamen wiederholt weiland Kronprinz Rudolf, die Erz« Herzoge Franz Ferdinand, Friedrich, Eugen, Prinz Eroy, der Herzog von Vraganza lc. Hieher. — (Eine Erzherzogin als Fahnenmutter.) Der Vudapester Veteranenverein «Erzherzog Albrecht» begeht am 1. October d. I. das Fest der Fahnenweihe. Laut einer an den Präsidenten des Vereines gelangten Verständigung des Vereines hat die Gemahlin des Erzherzogs Friedrich, Erzherzogin Isabella, die Func-tionen der Fahnenmutter angenommen. Erzherzog Josef August und der Ehrenpräses des Vereines, Vischof Con-stantin Schuster, haben ihr Erscheinen in Aussicht gestellt. — (Hof-unbStaatshandbuch.)Das Finanzministerium hat sür das Jahr 1894 die Herausgabe eines neuen Jahrganges des Hof- und Staatshandbuches genehmigt und zu diesem Zwecke die sämmtlichen Vehörden, Aemter und Anstalten angewiesen, die erforderlichen Daten zur Verfügung zu stellen. — (Jagden in Obersteiermark.) In der nächsten Woche beginnen in den Jagdrevieren des Herzogs von Parma in Vuchberg im Hochschwabgebiele die großen Treibjagden, zu welchen zahlreiche Gäste erwartet werden, — In den Oberwölzer Revieren des Fürsten Adolf Schwarzenberg haben die Jagden bereits begonnen, und wurden schon vorgestern im Schöttl-Reviere Gemsjagden abgehalten. — (Ueberfall durch Neamte.) Aus Groß' wardein wird gemeldet: Während der Dienstag-Theater' Vorstellung wurde der Redacteur des Tagblattes «S^ badsag», Anton Ujlaky. hinausgerufen und dort vow Stuhlrichter Vela Valacs und vom Eomitats-NicenM Paul Veöthy, indem sie ihm Schimpsworte zuriefen, w" Stöcken attaquiert. Ujlaly ohrfeigte beide, worauf dieselben derart auf ihn einHieben, dass er blutend und besinnungs los zusammenstürzte. In diesem Momente eilten Stadt^ hauptmann Rimler und Arzt Dr. Nodor herbei «"0 trennten die Wüthenden mit Mühe von ihrem wehrlose" Opfer. Der Schwerverwundete wurde mittelst Wagens '" seine Wohnung transportiert. Der Grund des Attentate» war eine abfällige Kritil des «Szabadsag» über eine ^ untergeordnete Schauspielerin. Die strengste Untersuch""« wurde eingeleitet. — (InternationaleTelegraphen-so^ ferenz.) Die nächste internationale Telegraphen llonfereni ift auf der letzten Conferenz für das Jahr l«^b a"' beraumt und als Ort der Abhaltung derselben Budap^' bestimmt worden. Wie man nun aus der ungarisch Hauptstadt schreibt, hat das ungarische Handelsministe"« eine Verschiebung der Eonserenz auf das Jahr 1896 a geregt, in welchem Jahre bekanntlich in Ungarn Millemumsfeier begangen werden wird. Dieser VorsaM ist an die Regierungen der an der Telegraphen-^ vention betheiligten Staaten zur Meinungsäußerung s leitet worden. ^ — (Für Nichtraucher.) In Wien hat sich '. Verein gebildet, der es sich zur Aufgabe machen «" ' «die Interessen der Nichtraucher nach besten Kräften i schützen». Wie wir hören, ist auch die Gründung " Zweigvereinen in Prag, Vrünn und Glaz geplant. . — (Rudolf von Roth.),In Tübingen !"' der 72jährige berühmte Sanslritforscher Profess" ° Roth sein 50jähriges Doctor.Iubiläum. Seine S^ geben aus diesem Anlasse ihm zu Ehren eine 3^'^ heraus. Roth ist Mitglied aller großen gelehrten Kor? schaften seines Faches in Europa. Sein Sanslritw" .^ buch, an dem er 22 Jahre gearbeitet hat. steht selb' Indien in hohem Vnjehen. Italienische Marine-Manöver Man schreibt aus Neapel, 20. August: Seit n«h"^ Tagen finden in dem herrlichen Golf von Neaps ^ großen Marine-Manöver statt, an denen sich i^' ftl den grüßten Schiffen Italiens gebildete Escadres "^ den Vefehlen des Vice-Ndmirals Herzog von Genua , des Vice.Ndmirals Accini betheiligen. Dem Manöver? .^ nach beabsichtigt eine von Gaöta kommende ^Ml» Flotte (Vice-Admiral Nccini) mit überlegenen ^r ' einen Angriff auf Neapel, welches von der vom v von Genua commandierten Flotte vertheidigt tvirb-^^ Wetter nicht deutlich hörbar über den Zaun der Zähne ließ, so geschah es nur aus Achtung vor der mannigfach erprobten Gönnerschaft, in der wir bei den Wetter» göttern in Tagen früherer Alpenreisen gestanden hatten. Das war gut gesagt. und einem klugen Worte folge ich gern. Wir sagten also den übrigen Genossen, so viele deren die hohe Warte erreicht hatten, Lebewohl, sandten noch einen umflorten Blick nach dem Berge unserer Sehnsucht u»d bliesen zum Rückzüge. Lebe wohl, heiliger Triglav! So unhold du auch heuer warst, von einem Triglav scheidet man immer mit Wehmuth. Tausendfache Erinnerung schickt dein Bild mir in kommenden Wintertagen in die Seele! Ein feiner, dichter Regen gab uns das Geleite, als wir mit stoischem Gleichmuthe über die Felsbänke des Gipfelgrates'hinab torkelten. Aber schon während wir über die Höhe des kleinen Triglav schritten, schlug der Wind um; die Wolkenschleier an den Bergen rissen, und in den zartrinnenden Nebelstreifen fpielten d^e warmen Lichter der Morgensonne. Eine ausgiebige Frühstücksrast, die wir uns. mit den Nachzüglern un^ lerer Gesellschaft zusammentreffend, bei der Weggabelung ?^7,^"^^'^ bewilligten, bot im scharfen, sturmfeuchten Hauche de« Nordwindes manchen fchönen Bllck auf den Glpfettranz der Wocheiner Berae unk darüber hinaus. Solche Bilder mü en ew m ewen Theil der Wettertücke aufwiegen, will man w reaen trächtigen Sommern feine Rechnung im Hochgebirge finden, hier sammelte sich wieder unsere Gesellschaft.^ mit Ausnahme eines Herrn aus Deutschland, den sein Führer Klancnik wieder die Thalrinne, durch welche er ihn heraufgeliefert, «hinunterschleifte», und ange-gesichts der noch immer schlechten Witterungsaussichten wurde beschlossen, nach Velopolje abzusteigen, um von dort kommenden Tages Mojstrana oder Veldes auch dann erreichen zu können, wenn das Wetter in seiner unliebenswürdigen Unbeständigkeit verharren sollte. Der grüne Rasenteppich bei der jetzt wieder leid« lich instand gesetzten Maria-Theresien-Hütte brachte uns noch eine genussreiche Plauderstunde, dann gieng es lässigen Schrittes den Pfad über die edelweißbesäeten Hänge von Ledine hinab, und eine halbe Stunde später umfieng uns die gastliche Behaglichkeit unseres freundlichen Alpenweilers. Der köstlich'klare, glanzvolle Tag und alle erdenklichen Genüsse, welche unsere Vorräthe in Verbindung mit denjenigen der Hütte und der Kochkunst eines Freundes zu schaffen vermochten, ließen uns den Misserfolg des heutigen Morgens leicht verschmerzen und träufelten wieder neues Oel in un« fere gesunkene Lebensflamme. Die lürchenholzenen Tröge am plätschernden Röhrenbrunnen ober den Hütten, der von den stillschleichenden Wasseradern droben am Vernar zusammengeschüttet wird, verschafften uns einen balneologischen Genuss ersten Ranges. Der Rasttag war schön und süß. Gesegnet sei die Erinnerung an l die Stunden, die wir im Banne jener großartigen Natur verbrachten! ' F. Hintner. ___-^ Z)ie Keitnat des Olücks- Roman von Max von Welßenthurn. (41. Fortsehnn«.) ^ «Auf diefe Frage gebe ich Ihnen leine ""^ Herr Vandergrift,. sprach sie. ihn mit st^?qhne" messend. «Ueber meine äußere Stelluna raun" ^ das Testament unumschränkte Vefugms ein /^ M inneres Leben aber hat damit nichts zu ^Mndel denke. Herr Vormund, Sie haben mit Ihrer ^ nichts mehr zu sprechen.. ^ del Sie hatte nach ihrem Gartenhut gearM" - M neben ihr im Rafen gelegen - sie war offenbar u ^l um ihm nicht weiter Rede stehen zu müssen, zu verlassen. .. ^nve^ .O doch,, hielt er sie, angesichts dieser ^ lennbaren Thatsache, jedoch zurück, 'ich nw^ ^ eine Frage an Sie richten. Dieselbe betr'N ^M Vater. Haben Sie mit ihm über das Thema gA s^ über welches wir neulich redeten? Ist er be" -Verpflichtungen offen darzulegen?» ^ Si<^ Seine Frage raubte ihr jäh wieder aue ^"' heit, welche seine früheren Worte ihr geg"^ v"" und indem sich über ihr Gesicht ein M^ Hilflosigkeit legte, antwortete sie: . _ ih" §, -Ich möchte, ich hätte die Frage me a" Aet' stellt. Er warf mir vor. dass ihm eme fo^ ^ss.'" losigkeit noch nicht vorgekommen sei, w« ^.^ V>'" ihm zumuthen könne, er soll> mir, seinem "' Lnikachrr Zeitung «r. 195. ___________________________!67b________________________________________26. August 1893. Die beiden Escadres bestehen aus folgenden Schiffen: die vom Herzog von Genua befehligte Flotte ist aus den großen Panzerschiffen: «Leftanto», «Lauria», «Euridice», 'Italia», «Doria», «Iride», «Dandolo», «Affondatore», 'Mozzambono. und sechs Torpedobooten, jene des Vice-«dmirals Nccini aus den Schiffen »König Humbert», des "ueften und größten Panzerschisses der italienischen Marine, «Duilio», «Minerva», »Fieramosca», «Vesuvio», '^etusa», «Caftelfidardo», «Stromboli», «Urania» und >kchs Torpedobooten zusammengesetzt. Borgestern früh vereinigten sich beide Escabres im ^v'f von Neapel unter dem Oberbefehle des Herzogs von «enua. um die große Revue, welche der König mit dem ""«Prinzen von Italien und dem Prinzen Heinrich von Preußen über die gesammte Flotte abhält, selbst mit. zumachen Der König, der Prinz von Neapel und Prinz Vnnrich von Preußen hatten sich in Spezzia an Nord °es Schiffes «Savoja» eingeschifft und wurden von der "Schlachtordnung zwischen Neapel und Ischia auf-»Mellten großen Escadre in voller Kriegsausrüstung und w ^ 3laggenschmucle empfangen. Gegen 9 Uhr früh wurde die von einem Torpeboschiffe begleitete «Savoja» Malistert, und der Nice-Admiral Bertelli, welcher als Schiedsrichter bei den Flottenmanövern fungiert, begab NY an Bord der «Trinacria» den hohen Gästen ent. Als das königliche Schiff erschien, wurde dasselbe von lammtlichen Schiffen mit je 21 Schüssen begrüßt, und ^ sesammte Flotte zog Flaggengala auf. Die Torpedo- °ote der beiden Flotten-Abtheilungen vereinigten sich und Mpften im schnellsten Tempo der «Savoja» entgegen, «urz «ach u Uhr traf die . Savoja» bei der Flotte ein k«. ^5^'"^ die Revue unter den donnernden Hurrahs ^" Mannschaft. Ungefähr um '/«ü Uhr traf die link °^' "" ^" ^'^ ber Escabre ein und wendete « ab. Die beiden Escadres, immer parallel mit einer ontreMarfchbewegung manövrierend, stellten sich in "continue auf. Um 11 Uhr gab die «Savoja» da« A"" und die beiden Escadres trennten sich in fol> ?l" Ordnung: die vom Vice-Nbmiral Accini befehligte ?°s.""'Nl>theilung wendete mit einer gleichzeitigen Con. bel^"l/°" ^"" Graden, machte Kehrt und dampfte, wie Mosten war, gegen GaMa, aber bald darauf gab die ,.^^"' ^ Signal, sich gegen Pozzuoli zu wenden "Nd bort Anker zu werfen. lbell " ^"" H"^^ "°" ^""° befehligte Flotten-Ab« folllt 3 Endete sich gegen Neapel Die «Trinacria» da» »>7 'Savoja. nach Pozzuoli, wo Prinz Heinrich lebl ^'"slhiff «König Humbert, besichtigte. Auf Ve-des N - ^^"'^ .^^"" sämmtliche Schiffe zu Ehren aui, di?^n ^anonenfabril Armstrong besichtigt. Sodann wurde a Bereinigung beider Flolten'Abtheilungen in Pozzuoli Nack ' ""b ^er König lehrte mit seinen hohen Gästen sek? ^""" ö"^' ^'^ ^"^" Flotten-Abtheilungen o?t ^ ^"^^ ^^ ^^"^ unterbrochenen Manöver ", Welche noch ungefähr 4 bis 5 Tage dauern werden. Local- ulld Provinzial-Nachrichten. — (Todesfall.) Gestern verschieb im 8l). Lebens-jähre nach langer, schwerer Krankheit Herr Johann Nep. Horak, Hausbesitzer, Ehrenbürger, Besitzer des goldenen Verdienstlreuzes mit der Krone, Gründer und Director des gewerblichen Aushilfscassevereines. Der Verblichene gehörte durch viele Jahre dem Gemeinderathe als Mitglied an, war Vicepräsident der Handels- uud Gewerbe-lammer und Landtagsabgeordneter. In Krumau in Mähren im Jahre 1814 geboren, war er durch nahezu 60 Jahre in Laibach ansässig, erfreute sich allgemeiner Hochachtung und erwarb sich durch seinen unermüdlichen Pflichteifer um das allgemeine Neste, insbesondere jedoch um das Gedeihen des Gewerbestandes große Verdienste. Als Gründer des gewerblichen Aushilfscassevereines ist ihm besonders der kleine Gewerbestand zu Dank verpflichtet. Eine Tochter des Verewigten ist die Gattin des kaif. Rathes und Landesausschusses Herrn Johann Murnil. — (Heimatliche Kunst) Ein schönes Zeugnis für die Leistungen der Fachschule für Kunststickerei bietet die für die freiwillige Feuerwehr in Ibria bestimmte Fahne, welche in dem Geschäftslocale des Herrn Doberlet ausgestellt ist. Der Fahnenftoff, rother Grosgrain mit violetten Zacken, hat reich in Gold gestickte Ecken in verschiedenen Mustern. Die kunstvollen Goldstickereien wurden unter Anleitung und persönlicher Mitwirkung der Lehrerin Frau Marie Hlavla hergestellt. Das Bild des heiligen Florian, das die eine Seite der Fahne schmückt, ist vom akademischen Maler Herrn Grilc gemalt; die andere Seite ziert das Wappen der Stadt Ioria mit den Feuerwehr« Emblemen, umgeben von Lindenzweigen. Das Wappen ist nach dem Originalcntwurfe des Herrn Pecirar in Ibria vom Director der Gewerbeschule Herrn I. Subic gezeichnet und vollendet worden. Der Fahnenstock wurde ebenfalls in der Gewerbeschule ausgearbeitet, wie überhaupt die ganze Fahne ein Werk heimatlicher Kunst ist. Da« präch» tige Fahnenband ist ein Geschenk der Fahnenmutter Frau Johanna Plaminek, Oberbergraths-Gattin aus Idria. — (Gabriels Museum und Pan-ofttilum) auf dem Kaiser-IosessPlahe erfreut sich regen Zuspruches seitens des Publicums. Die erste Ab» theilung des Panoptilums bietet eine Sammlung von großen mechanischen beweglichen Figuren und Gruppen historischen und heileren Genres sowie eine Zusammenstellung der verschiedenen Menschenrassen. Bekhrenb ist eine Collection verschiedener Reptilien, Vögel u. s. w. Die anatomischen Präparate sind sorgfältig und sauber ausgearbeitet. — (TodteSaiso n.) Mit dem Abmarsch unseres heimatlichen Regiments entfallen auch bis zum Eintreffen des 27.Inf..Negiments am 23. September die musikalischen Productionen und Promenade.Concerte, die dem Publicum zur angenehmen Gewohnheit geworden sind und die es jetzt recht schmerzlich vermissen wird. Während in anderen Städten in solchen Fällen rascher Ersah zur Hand ist, müssen wir in Ergebung die musillose schreckliche Zeit über uns ergehen lassen, denn zum Besitze einer Civil" lapelle haben wir uns noch nicht emporgeschwungen. — (Vermächtnis.) In Ergänzung unseres Berichtes über die Verlassenschast des verstorbenen hochw. Pfarrers Babnik geht uns die Mittheilung zu, dass die Hinterlassenschaft nur in beweglichen Wirtschaftsgeräthen besteht, die, hochgenommen, einen Wert von 2000 Gulden repräsentieren. Zum Erben hat der selige Pfarrer bekanntlich das Collegium Marianum eingefetzt. — (DiftanzfahrtAgram-Tilli.Laibach.) Der kroatisch - slovenische Radfahrerbund hat für die Straßenbistanzfahrt Agram.Eilli'Laibach nunmehr die Propositionen herausgegeben, welche im wesentlichen folgende Bestimmungen enthalten: Theilnehmer darf jede« Mitglied des Radfahrerbundes werden, welches sich rechtzeitig (bis 2. Sept. mittag«) meldet und die Einlage von 6 Kronen erlegt. Der Start ist in Ngram vor dem Nationalcaf«!, und beträgt die Entfernung bis zum Ziele 200 Kilometer. Radwechsel ist nur bei unverschuldeter Beschädigung erlaubt. Jeder Fahrer bekommt ein Eontrolbuch, welches er in den Controlftationen am Start, in Gurkfeld, Steinbrück, Cilli, Trojana und am Ziele vidieren zu lassen hat. Die Stationen sind mit weißen Fahnen, die Controlftationen mit kroatischen und slovenischen Tricoloren bezeichnet. Bei Kreuzungen ist für Führer vorgesorgt, welche den Radfahrern den richtigen Weg weisen werden. Jeder Theilnehmer erhält nach der Reihe der Anmeldungen eine Zahl. die an beiden Vermein sichtbar zu befestigen ist. Der Sieger erhält den Titel «Meister des kroatisch-slovenischen Rabfahrerbundes» und eine goldene Medaille. Wer auf dem gewöhnlichen Rabe die Strecke in 14, auf einem Rade mit Hohlreifen in 111 und einem folchen mit pneumatischen Reifen in 12 Stunden zurücklegt, bekommt eine silberne Medaille. Die Distanzfahrt wird bei jedem Wetter abgehalten. — (Zum Capitel «Weint aufe»,) Eine nicht näher bezeichnete Weinhandlungs-Firma hatte ihrem Wein lediglich Wasser zu dem Zwecke beigemischt, um die Menge des Getränkes zu vermehren. Im Hinblicke aus die Bestimmung des Gesetzes vom 21. Mai 1880, wonach auch die Vermischung von Getränken aus Traubensaft mit anderen Stoffen, die nicht ausschließlich dazu dienen, die Beschaffenheit des Weines zu verbessern oder ihn dauerhaft zu machen, sondern lediglich den Zweck haben, die Menge des Getränkes zu vermehren, nur als erwerb-und einkommensteuerpflichtiges Gewerbe betrieben werden darf, hat sich das k. k, Ackerbauminifterium entschieden, dass die in dem obgedachten Falle erfolgte Vermischung des Weines mit Wasser als eine Halbweinerzeugung anzusehen ist, auf welche die Bestimmungen des obbezeich' neten Gesetze? U 2, 4 und 5 Nnwendung finden. —n. — (Reglement für den Import von Waren aus Oesterreich-Ungarn nach Rufs-land.) Im Nachhange zu unserer Notiz vom I2ten August l, I, womit das am 12. Juli in Kraft ge-tretene Reglement be« kaiserlich russischen Finanzmim, steriums Über die Nachweisung des Ursprunges der in Russlanb zur Einfuhr gelangenden Waren mitgetheilt wurde, Wirb vom Handelsministerium im Wege der hie-sigen Handels» und Gewerbelammer eröffnet, das« alle Document?, welche nach diesem Reglement zur Nachweisung des Ursprunges verwendet werden können, der Beibringung einer russischen Uebersehung nicht bedürfen, falls sie in anderer Sprache abgefasst sind. — (Theater. Eröffnung) In jüngster Zeil war in Laibach das Gerücht im Umlauf, das« die Theatervorstellungen bereits am 15. September beginnen werben. Nach den von uns eingeholten Erkundigungen hat weder der Director des deutschen Theaters noch der slovenlsche dramatische Verein die Absicht, vor dem I.October Vorstellungen zu veranstalten. — (Aus dem Bezirke Gottschee) wird un» gemeldet, dass im Pfarrorte Unter-Deutschau ein Musik-und Gesangverein gegründet wirb. Das dortige Gemeinde, amt, welches sich um das Zustandekommen dieses Vereines Mein ^w"' welche nur ihn allein angiengen. Mit das« Antwort, dass er mich falsch verstanden habe, Mack ^ "^ ""^' ^"^m Ihnen die Darlegungen i^att" c ' ^ " '"'ch 9" nicht zu Ende kommen. Wein/>^ sp""6 er auf, und im ersten Momente Ni? ^ ^ " "°lle mich zu Boden schlagen. Ich werde wieder mit ihm davon sprechen.» Nitl >^ Stimme zitterte bei den letzten Worten, und Körtet .6 °"^ ^"kni Ton, indem er ihr a„t- und '?ltnes Kind, hätte ich das vorausgesehen, nie Mb-i^ni" würde ich Ihnen den schlimmen Rath geab" b"bM' al« welcher sich mein Vorschlag unHast ^"^ "wiesen hat. Es ist mir jetzt unzweifel-anderer 5 , Verpflichtungen Ihrcs Vaters noch ganz Wutbei- n ,!"" müssen, als wie ich es bereits vcr-Nehen ' ^'w Sie ihn. wie er es will, seine Vkge sie zuf'".^^" ihm die Hand geboten, und er hat Eie ^ ^"beu. Mag er denn seinen Willen haben, lviederk, bekümmern sich nicht weiter darum. Ich Er ist z ^"etl' was ich Ihnen bereits einmal sagte: letzt ,n l "'^ wert, dass Sie sich um ihn sorgen — 9tw?n ^wkmger, wenn er nicht so viel Vertrauen zu Nefr?.. "bt, Ihnen, die Sie ihm die Haudhabe zur Nahrb'? "°" 'b" drückenden Lasten bieten wollen, die ^H nick/ ö" offenbaren! Wollen Sie mir versprechen, denke«? """uh zu quälen und nicht mehr daran zu Sck..?^. Wte den Blick aesenkt; eine unbestimmte A !" "b. zu ihm aufzusehen. '>!ch will es versuchen,» sprach sie leise. »Sie brauchen es nur zu wollen,» trat er ihr einen Schritt näher, und ihr seine Hand hinstreckend, vollendete er, «und nicht wahr. Hetty, wir scheiden nicht als Feinde heute, weil ich mir herausnahm, von einem Rechte Gebrauch zu machen, welches eine weise Fürsorge über Sie mir einräumte, sondern im Gegentheil, wir gehen als Freunde voneinander — als gute Freunde?» Sie konnte mcht anders, sie musste ihm ihre Hand reichen; zwar versuchte sie, nur mit ihren Finger, spitzen die seine zu berühren, aber das gab er nicht zu; er nahm vielmehr die ganze, kleine schlanke Mädchenhand in die seine und umschloss sie mit festem Druck, während er wiederholte.- «Wir fcheiden als gute Freunde, Hetty?» In dem Eifer, ihm ihre Hand zu entziehen, hob sie die Augen zu ihm und ihre Blicke trafen sich. Siedendheiß fühlte sie es im nächsten Momente in ihre Schläfen steigen. «Ich danke Ihnen, Hetty, für Ihre Antwort,, ließ er ihre Hand nur mit Ueberwindung frei, denn wieder kam es wie mit übernatürlicher Gewalt über ihn, sie in seine Arme zu ziehen und so festzuhalten auf Nimmer-, NimnieNlmderlassen. «Ich danke Ihnen, Hetty, denn ohne dafs Sie mir es fagen, weiß ich es jetzt — wir fchciden als Freunde!» Hatte sie noch einen Rest von Fassung sich be« wahrt, seine Worte raubten ihr dieselbe vollends, und während er sich, um dem Zauber des Alleinseins mit ihr nicht zu erliegen, abwandte und hastig davonschiitt, sank sie, wie einer Ohnmacht nahe, auf den Garten-sessel zurück, in dem sie bei seiner Ankunst gelehnt hatte «Was — was war das?» flüsterte sie in abgebrochenen Sähen vor sich hin. »Was verrieth ihm meine Antwort? Was sagte ihm dieselbe? Könnte ich ihn nicht ebenso gut hassen wegen des Zwanges, den er über mich ausübt? Himmel, habe ich mich ihm verrathen ^ habe ich mich ihm verrathen?» XVIII. Die Fremde. Käthe Meredith hatte ein Picknick im Walde, wie das zu ihren Lieblingsarrangements gehörte, in Scene gesetzt, und was in der Umgegend nur irgend wie An-spruch auf Stellung machen konnte, hatte dazu eine Aufforderung zur Theilnahme empfangen. Herr Clyde wies selbstverständlich mit Indiana» tion den Gedanken zurück, sich an der Vergnügung bctheiligen zu sollen. Auch Barbara hatte zum großen Entzücken Käthe's die Aufforderung mit kalter Höflichkeit abgelehnt. Alle übrigen sagten zu, sogar Hermann Vandergrift, was Käthe einigermaßen überraschte. «Es ist zum erstenmale, dass er sich so gesellig zeigt,, theilte sie im Verlaufe des Waldfestes ihrer geliebten Hetty im Vertrauen mit. «Gewöhnlich schützt er unabweisbare Geschäfte vor. die sich nicht aufschieben assen; als ich demzufolge auch diesmal imkerte ich sel auf sem Nichtkommen jchon gesajst, erklärte er'mk. es läge un Gegentheil in seiner Absicht, ganz bestimmt zu kommen, wenn auch nur. um Leslie Gesellschaft zu Irchen. Das sagte er, gemeint aber hat er es zweifellos ganz anders, denn ich bin überzeugt, er kommt eigent llch Nur deinetwegen !. (Fortsetzung solat) Laibacher Zeitung »r. 195. 1676 _______ ____________26. August 1893. lebhaft interessiert, hat die bezüglichen Statuten bereits zur behördlichen Genehmigung vorgelegt. Ein auf dem stachen Lande gewiss selten vorkommender Fall, welcher größeren Orten zum Veispiele dienen sollte. —o. — (Staatsunterstützungen) Die heutige «Wiener Zeitung» vubliciert die kaiserliche Verordnung, durch welche die Regierung zur Gewährung von Staats-unterftützungen für die durch Ueberschwemmungen vom Nothstande heimgesuchten Gegenden Galiziens, der Bulovina und Tirols ermächtigt wird. Demgemäß wird nach Maß-gäbe des dringendsten Vedarfes der Betrag von 240.000 fl. verausgabt werden. — (Truppen-Transporte.) Gestern passierten zwei Landwehr-Vataillone von Klagenfurt und Villach in der Stärke von 3 Stabs-, 45 Oberofficieren und 1363 Mann unsere Stadt. Die Ankunft des Militärzuges erfolgte um 11 Uhr 20 Minuten, die Abfahrt um 12 Uhr 20 Minuten nachts. Heute früh um 5 Uhr 42 Minuten kamen mit Militärzug 3 Stabs-, 46 Ober-officiere und 1378 Mann Landwehrtruppen von Graz an, die um 7 Uhr 20 Minuten die Fahrt fortsehten. Um 11 Uhr 17 Minuten vormittag« erfolgt die Ankunft der Landwehr«Vataillone aus Cilli und Leoben, die hier menagieren und u« 1 Uhr 35 Minuten nachmittags abfahren. Alle diese Truppen betheiligen sich an den großen Manövern bei Adelsberg — (Zu den Kaiser'Manövern.) Vei den in Anwesenheit der Kaiser Franz Joseph und Wilhelm in Ungarn stattfindenden großen Manövern wird, wie wir erfahren, die Nordarmee Feldzeugmeister Freiherr v Schönfeld, die Südarmee Feldzeugmeister Freiherr von Reinländer commandieren. Die Oberleitung hat Se. l. und 1. Hoheit Feldmarfchall Erzherzog Albrecht. Die Nordarmee wird sich aus dem 2. (Wiener) Corp« unter Feldmarschall' Lieutenant v. Kooacs, dem 5. (Pressburger) Eorps unter Sr. k. und l. Hoheit Erzherzog Friedrich und einem aus Linien' und ungarischen Landwehr-Truppen combinierten Corps unter Feldm.«Lieut. Graf Uexküll-Gyllenband (dem sommandanten des Kaschauer 6. Corps) zusammensetzen; die Südarmee dagegen wird aus dem 3. (Grazer) Corps, commandiert vom Feldmarschall'Lieutenant Reicher (sonst Commandant des Innsbrucker 14, Corps) und dem 13ten (Ngramer) Corps unter Feldmarschall'Lieutenant Freiherrn v. Vechtolsheim gebildet werden. Das Wiener 2. Corps rückt mit seinen sämmtlichen Truppen aus; nur das 2. und 8b. Infanterie«Regiment, welche zu entfernt von ihren Ergänzungsbezirlen sind, um ihren Friedensftand rafch und billig zu ergänzen, bleiben während der Ma« nöoertage in Wien als Besatzung zurück. — (Die freiw. Feuerwehr in Krain-burg) veranstaltet morgen nachmittags um 3 Uhr am städtischen Hauplplahe eine öffentliche Tombola. Die Ge« winfte repräsentieren einen Wert von 120 fl. Abends findet ein Concert in den Localitäten des Herrn P Mayr jun. unter Mitwirkung der Domschaler Feuer» wehrkavelle statt. — (Prähistorische Funde.) Der Museums« Director in Trieft, Dr. Karl v Marchesetti. hat auch heuer seine Fvt schungen in Santa Lucia bei Tolmein fortgesetzt. Aus den 167 geöffneten Gräbern brachte der emsige Gelehrte eine reiche Iahl Nadeln und Spangen verschiedener Form, Vronzescheiben, Ringe, Perlen, Töpfe u. a. ans Licht. Die Funde wurden dem Triester Museum einverleibt. Auch Höhlenbürenknochen entdeckte der Forscher unweit von Santa Lucia. — (Neues Postamt.) Am I.September d. I. wird in Plava. politischer Vezirl Görz, ein neues Postamt eröffnet, welches seine Verbindung mit den zwischen Oörz und Flitsch, bezw. Vörz und Tarvis, täglich je einmal verkehrenden Postbotenfahrten erhält. — (Curliste) Die Curliste von Nbbazia weist in der Zeit vom 17. bis 23. August 151 Neuankömmlinge, seit Veginn der Saison 6102 Personen auf. Mit 1. September wird die Mufiltaxe eingehoben. — (Localbahn Klagenfurt« Kirschen» theuer) Pas k. k. Handelsministerium hat die l. l. Landesregierung in Klagenfurt beauftragt, bezüglich des von der l. l. Veneral'Infpection der öfterreichifchen Eisen» bahnen ausgearbeiteten Vorprojektes für die Localbahn» strecke Klagenfurt»Kirschentheuer im Sinne der bestehenden Vorschriften die Tracenreoision einzuleiten und über das Ergebnis der Amtshandlung einen Vericht zu erstatten. — (Selbstmord eines ungarischen Abgeordneten.) Aus Trieft wird berichtet: Am 23. d. tödtete sich im hiesigen Hotel «zum schwarzen Adler» ein au« Kroatien zugereister, vornehm aussehender Herr, welcher sich als Kaufmann Kritovac aus Ruma gemeldet hatte. Wie da« «Tr. Tgbl.» erfährt, wurde der Selbst» mdrder als da« Mitglied des ungarischen Abgeordneten-Hauses Namens Vaso Kritovac von seinen aus Velovar herbelgeeilten Verwandten agnosciert. l^. ^^.^ 'Programme der l. l. techni-A i«A/A?«"^ in Graz.) sür da« Studien. ^ ^^ lft zu entnehmen, das« an dieser Hochschule 154 Vorlesungen und Uebungen werben abgehaltin werden. Hlevon entfallen 1b auf d« mathematischen 29 auf die naturwissenschaftlichen. 14 aus die techno^g> fchen, 69 auf die Vau- und Ingenieur». 9 auf die land» und forstwirtschaftlichen Fächer. 1 l auf allgemein bildende Vorlesungen, 7 auf Sprachen und Fertigkeiten. Der «Vtudienplan» enthält Anleitungen für die Studierenden über die Wahl der in den Semestern und Jahrgängen zu hörenden Vorlesungen. — (gugsverspätungen.) Im Monate Juli b. I. wurden auf den österreichischen Eisenbahnen 74.907 Züge mit Personen'Neförderung in Verkehr gesetzt, und zwar 5061 schnellfahrende. 49.129 Personen- und 20.717 gemischte Züge; von diesen find mit Verspätungen in den Endstationen 278 schnellfahrende, 466 Personen- und 75 gemischte, zusammen 819 Züge angekommen. Vei 61 Zügen konnten infolge deren Verfpätung die Anschlüsse nicht vollzogen werden. — (Regierungsrath Dr. Valenta Edler von Marchthurn) hat heute eine dreiwöchentliche Urlaubsreise angetreten. — (Die Scharlach-Epidemie) in Nrunn« dorf ist nunmehr erloschen.__________________—o. Neueste Post. Original-Telegramme der Laibacher Zeitung. Prag, 25. August In dem Processe gegen die Excedenten nächst dem Wolschaner Friedhofe, wobei mehrere Wachleute verwundet worden sind, wurden sieben Angeklagte zu Freiheitsstrafen von Neben Tagen bis zu fünfzehn Monaten verurtheilt; acht Angeklagte wurden freigesprochen. Neapel, 25. August. Bis mittags ereignete sich kein Iwifchenfall. Der Verkehr der Bevölkerung ist der gewöhnliche; trotzdem sind die Läden geschlossen. Der Omnibus- und Tramway - Verkehr ist eingestellt. Der Kutscherstreil dauert fort. Nachts sind Truppenverstärkungen eingetroffen. Die Zahl der Verhafteten beträgt mehr als 200. Ajacno, 25. August. Eine Gruppe junger Leute veranstaltete vor dem Gebäude des italienischen Consuls lärmende Scenen und versuchte, das Wappenschild zu beseitigen. Die Polizei legte sich ins Mittel und zerstreute die Manifestanten. Libau, 24. August. Die russische Kaiserfamilie ist heute abends 8 Uhr an Bord des «Polarstern» nach Kopenhagen abgereist. Cholera. Budapest, 25. August. Cholera-Bulletin: Im Szabolcser Comitate 2 Erkrankungen, 4 Todesfälle; in Zsurk 2 Erkrankungen, im Szatmarer Eomitate je eine Erkrankung. Berlin, 24. August. Den Abendblättern zufolge soll bei den zwei Töchtern d«ö Schiffers Pinnow, welcher mit seinem Fahrzeuge im hiesigen Nordhafen lag, im Moabiter Krankenhause asiatische Cholera festgestellt worden sein. Petersburg. 24. August. In Moskau sind vom 15. bis 18. August 171 Personen erkrankt und 74 gestorben. In Petersburg ist vom 19. bis 20sten August eine verdächtige Erkrankung vorgekommen. In Orel sind vom 6. bis 12. August 047 Personen er« trankt und 213 gestorben. In Podolien kamen vom 30. Juli bis 12. August 1178 Erkrankungen und 423 Todesfälle vor. Im Dongebiete sind vom 15. bis 19ten August 498 Erkrankungen und 202 Todesfälle vor« gekommen. ___________________ Angekommene Fremde. Den 24. August. Hotel Elefant. Prinz Polignac, Podwein. — Kanobel. Tessana. — LuMtto, Glanzmann, Trieft. — Feil, Kniely, Hellersberg, kfm., Wien. — Ralus s. Kinder, Cilli. — Eichhorn, Namberg. — Pakiz s. Frau, Storje. — Dürler, St. Gallen. — Domladis. Illyr.-Feistritz. — Handler, «bbazia. — Fa-biani s. Familie, Metluvic. — Rogall, Kfm., Berlin. — Bau« hofer s, Frau, Zürich. — Deutsch, Kfm., Graz. — Heinrich, Kfm., Verona. — Kos, Domcapitular, Warasbin. Hotel Stadt Wien. T>r. Embambio s. Familie, v. Kaucz, Greger, Fürst Nredil, Illel, Mysliarz. Duschner, Kflt., Wien. — Seeger, .Nfm.; Dürr, Kfm., Graz. — Aichwalder, Klagenfurt. — Schinl und Trinker, Sagor. — Respaldiza, Pola. — Leonhard und Machae, Dresden. — Vilic, Mostar. — Fürst, Kfm., Prag. — Harpner, Kfm., Vudapest. — Körner, Berlin-— Magry, Nrünn. — Stern, Ngram. — Flesch, Lehrerin, Reifmh. — Kumberg, Priv., s. Familie, Oörz. Hotel Haitischer Hof. Decovich, Private, s. Kindern, Trieft. -^ Obermann, Wien. — Brachina, Lieutenant, Monfalcone. Hotel SUdbahnhos. Zizlavsly, Forstbeamter, s. Frau, Reifnitz. -Zahn, Lehrer, Karlsruhe. — Peters, Kfm., Chemnitz. Gasthof Kaiser von Oesterreich. Pettauer, Laibach. - Pipan, Besitzer, St. Georgen. — Slusel, Rudolfswert. — Perdan,, St. Georgen.______________________________________ Verstorbene. Den 24. August. Leopold Kumelj, Arbeiters-Sohn, 22 Mon., Hühnerdorf 4, Masern. Den 2 5. A u g u st. Angela Gturm, Schneiders'Tochter, 3 Mon., Rain 14, Tuberculose. — Angela Arusek, Arbeiter»' Tochter, 3'/. I-, Triesterstrahe 28, Fraisen. Meteorologische Beobachtungen in Laibach.__ "I7^ll7Mg^733^^s 1^(7'IZOTschwäös^bewMt , .5 25.2. N. 737 1 23 5 O. mäßig bewölkt m,,est 9. Ab. 738-4 170 W. mäßig ! bewittlt "" Morgens gelockerte Wollendecke, tagsüber ganz bewölkt, merkliche Abkühlung der Luft; nach 6 Uhr Regen, nicht lange anhaltend; die Nacht lühl und trübe. — Das Tagesmittel der Temperatur 19 8°, um 18' über dem Normale. Für die Redaction verantwortlich: Ottomar Vamberg. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem Hinscheiden unseres unvergesblichen Sohnes und Bruders MMo sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenben und die große Netheiligung am Begräbnisse statten wir hiedurch den tiefgefühltesten Dank ab. Stein am 2b. August 1893. Für die tieftrauernde Familie ANartin Movak l. l. Postmeister. Tiesbetrübten Herzens geben wir allen Ver< I wandten, Freunden und Bekannten die traurige l Nachricht, dass unser innigstgeliebter, unvergesslicher l Gatte, beziehungsweise Vater, Großvater, Bruder ! und Schwiegervater, Herr ! Johann Ncp. Horat Vesihei be« goldenen lUerdiensllreuze« mit der Krön», Ehre"' l kürzer der Lalideshaoplstadi ^aibach, Iir«!or des newerhüchs'' l AuOliilsscasssverrines, aMelener Viceprüsibenl der Handel« »"d ! Nlelm'lbelnmmcr <üi Kram, Hausbesitzer ""'^ Zer gewerbliche Aushilfscasseverein in Aaibach erfüllt hiemit seine lrau-, rige Pflicht. Nachricht zu geben vom Ableben des hochwohlgeborenen Herrn Gründer und erster Director des Nushilfscassevereines in Laibach, Besitzer des goldenen Verdienstlreuzes mit del Krone und des serbischen Verdienstlreuzes, Hausbesitzer und Ehrenbürger von Laibach ,c. ?c. I welcher nach langen, schweren Leiden, versehen mit den heiligen Sterbesacramenten, heute um ! Uhr nachmittags im 80. Lebensjahre verschied. Das Leichenbegängnis des überall Hochgeehrten findet Sonntag den 27. b. M. um halb 6 Uhr nachmittags vom Trauerhause Floriansgasse Nr. AK aus statt. Vhre seinem Vnbenlen! ! Lllibach am 2b. August 1893. Der Vorstand des gewerblichen Aushilfscaffeuereines in ßaiboch' Laibachrr ZeituW «r. 195 l 677 26 August i ^^o Moiiatziiiiiucr geräumig und unmöbliert, wird SOgleloh zu mieten geloht. — Anerbietungen an die Administration dieser Zeitung. (3835) Eine Aisisteitei-Sti £* bei der k. k. Landwirt«ohaft»-Ge«ell«ohaft in /**on mit des" 1- September 1. J. zu hesetzen. Bewerber, welche eine schöne Handschrift haben und der ^oyenischen untj der deutschen Sprache in Wort und r^nrm mächtig sind, wollen ihre Gesuche sofort persönlich "fettn Secretariate der Gesellschaft vorlegen. (Mil) JWohinnen, Btubenmädohen, Vorkäuferinnen aufs PiH»a> *e^norinnen (auch Anfängfrinricnj, gute, dauernde n*«e. Näheres Bureau Q. Flux, Rain Nr. 6. (3824) Ä bis 1O fl. tagliohen ¦»oheren Verdienst ohne Capital und Risico bieten wir jedermann, der sich mit dem Verkaufe von gesetzlich Bestatteten Losen und Staatspapieren befassten will. An-™ge unter „Loie" ad. Annonc.-Exped. J.Danneberg, J^fP I., Wollzeile 1!). (278«) 10—10 Der im Hofraume des Hauses Dampfmühlgaise Nr. 8 befindliche Stall 1M Pfrt ist nebst Fntterkammer, Heuboden und Wagen-Remise zu vermieten und könnte sogleich übernommen werden. Bezügliche Auskunft beim Eigenthümer Frans Pirker. (3712) 2-2 wegen ihrer Wirkung, prämiiert wegen ihrer heilsamen Eigenschaften mit dem Ehrendiplome und mit der goldenen Medaille in den Ausstellungen zu I London und Paris, mit der goldenen Medaille zu Brüssel und Tunis. 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Siebenbuigei Eisenbahn, erft« — — ^.__ 3wal»tilenb»hn »W st b — — _ > Lübbahn «UN fi, Lilbei ' ' >__ ^ ,1 Lübnorbb. »erd.« ,m fi, «„' ,„ ^ ,^, Ilamway-»e1.,Wr,.,7ust»U ,4«. »5, »flft War, lramway «es , neu, Wf , Prio-r-itat« Nstien NX' N »4^»u «»»>«< Uiill^llal» ^'l,,.,, '.,„, c. ,,.. ,..,..........^,,^ Una.wsstl> ,,» Wiener lw. Ind»llri»-KllilM ..lllbsM!«!,! 4« 4« i^, LieNnae^ V! «,« ^1,4 VtoNlüü ,?> s>ii 7,, 5>» IrifoÜ« l, Wassens, « Wl»«»o» iieihliliü,, «U«. in iiiefl, ^ «<>ss........ «zl» . 8«, ,. w! VauaestMcha»! l!X> fi. . 1«ü »,»«»» Mn,«l>«ael^leuel.«ct,^_ «lmNerbam . . , , Deutsche Mütze, ' ', iionbon , , , 3.?ieter.b«« . "_^.°2 Valuten. Ducatn, , , ^... ,„„ »»-^ranc« Ltülle ,u — ,<,„, Lilber....... _ _^_ DeuNch» N»ich»b«lnlnuten ^ „n. », nz Vovler-Mub,! , ^.. >,»",,