Nr. 145 Mittwoch, 27 Inui 191'.. 136. Jahrgang ^Macher Zeitung Pr^«u««oatl«»n»prei«: Mit Postvr ssenbung: gaii^iihrin 30 X. halbjährig id «. Im Kontor- °ani,iä!!na « lt. liillbiähriss il ü, Mr dic> Z,!stfll!!i!g < «0 k, flröhcve prr Zeilr lli l>; dei öfterr» W!l'dsr!,l>,u!,»v„ per Zeile « l,. Dir «Lnil'lich!! ^itimss» cisldriiit löblich mit Au^lalüiie drr Conn» üüd Feirrtagt D>e Administrationbrfindet sict, Milluii<>s!ranf Äir, <»! di< Nednl»tt«n Milwiiittrafic ^c'r, 1«. <-plschstüiidni d« Redallwn von » bii> l v Uhr vcinnUla^. Uusmnl's'le ^ricsc werdü, »ich! ai^iüomms», V. Lieber Dr. Baernreither! Über Ihr Ansuchen enthebe Ich Sie in Gnaden vom Amte Meines Ministers und spreche Ihnen bei diesen, Anlasse für Ihre mit hingebungsvollem Eifer entfaltete vorzügliche Wirksamkeit Meinen wärmsten Dank und Meine volle Anerkennung aus. Gleichzeitig verleihe Ich Ihnen taxfrei das Oroßkrcuz Meines Leopold-Ordens. Laxenburg, am 23. Iuui 1917. Karl in. i». ElaM'Martinic m. p. > ! Lieber Generaloberst Freiherr von Georgi! ! In Gnaden enthebe ich Sie über Ihre Nitt^vom Amte Meines Ministers für Landesverteidigung. Hie- i ^bei gedenke Ich gerne nnd dautbar d»r vicljä'hrigen,! «stets ausgezeichneten Tätigkeit, die Sie sowohl in i Ihren früheren militärischen Verwenduugen wie auch ! auf Ihrem gegenwärtigen Posten entfaltet l,abcn. In« ; dem Ich Ihnen hiefür neuerlich Meiue volle Ane^ ', kennung aussprcchc uud Mir Ih»e Wiederverwendung ^ , im Dlenste vorbehalte, berufe ich Sie in Anwendung zdes ß 5 des Grundgesetzes über die Reichsvcrtretung lvom 21. Dezember Ittli? als Mitglied auf Lebens-'dancr m das Herrcnhims des Neichsrates. i Laxen b u r g. um 23. Juni 1917. Karl m. p. Clam-Martinie m. zi. Lieber Dr. Freiherr von Förster! Ich enthebe Sie auf Ihr Ausuchen in Gnaden! von der Stelle Meines Eiscndahnministers und spreche! Ihnen bei diescm Anlasse sür Ihre ans diesen» Posten! !"U aufopfernder Hingebnng geleisteten ausgezeichneten, l Dleujte Meme volle Anerkennung und Meinen wärm-lsten Dank aus. Indem Ich Mir Ihre Wiederver-i Wendung tm Dienste volbchdlle. berufe Ich Sie iu Au-wcndung des § 5 des Grundgesetzes über die Reichs-vertretnng vom 21, Dezember 1«li7 als Mitglied auf Lebensdauer in das Herrenhans des Reichsrates. ! Laxenburg. mn 2:^. Inui 19I>. > Karä m. p. Ela,u. Lieber Dr. Freiherr von H,,sjarct! Auf Ihre Bitte enthebe Ich Sie'in Gnaden vom Amte Memes Ministers sür Kultus uud Unterricht. I^ch wnrdige hiebci dankbar und mis warmer Anerkennung Ihre vieljährige, hingebungsvolle und hervorragende Tätigkeit und behalte Mi/ Ihre Wieder-l vl'Nveudung im Dienste vor. Gleichzeitig verleihe Ich ^hnen taxfrei Meinen Leopold-Orden erster Klasse. ! Laxenbnrg, am 2^.. Juni 19 l7. Karl m. ^ Elam-Martinic m. p. Lieber Ing. Freiherr von Trnta! Indem Ich Sie hiemit auf Ihre Vitte von dem Posten Meines Ministers für öffentliche Arbeiten unter Vorbehalt Ihrer Wiederverwendung im Dienste in Gnaden enthebe, spreche Ich Ihnen für Ihre viel-erprobte, vorzüqliche Wirksamkeit in dieser Stellung Meinen wärmsten Dank aus. Zum Zeichen Meiner vollen Anerkennung verleihe Ich Ihnen taxfrei Mei-nen Leopold-Orden erster Klasse. Laxcuburg, am 23. Iimi 1917. Karl m. i). ClaM'Martinic m. p. Lieber Dr. vou Spitzmüller! Aulählich der von Ihnen erbetenen und hiemit in Gnaden bewilligten Enthebung vom Amte Meines Finanzministcrs gedenke Ich gerne der besonderen Verdienste, die Sie sich während Ihres Wirkens auf diesem Postcu iu trcubewährter Hingebung erworben haben. Indem Ich Ihnen hiesür Meine volle Aner» lennung nnd Meinen wärmsteu Dank ausspreche und Mir Ihre Wiederverwendung im Dienste vorbehalte, ver» leihe Ich Ihneu gleichzeitig taxfrei den Freiherrnsiand. Laxenburg, am 23. Juni 1917. Karl m. p. Elam-Martinic m. p. Lieber Freiherr vou Handel! Ihrem Anstichen um Enthebung von der Stelle Meines Ministers des Innern willfahre Ich in Gna-!den. Indem Ich Sie hiemit von Ihrem Posten enthebe und Mir Ihre Wiederverwendung im Dienste vorbehalte, spreche Ich Ihnrn für Ihr vuu aufopferndem Pflichteifer getragenes, vorzügliches Wirten Meine volle Ancrkcnunna. und Meinen wärmsten Dank aus. ! Gleichzeitig berufe Ich Sie in Anwendung des § 5 des Oriludgesches über die Reichsuertretung vom 21. Dezember 18<>7 als Mitglied auf Lebensdauer in das Herrenhaus des Neichsrates. Laxcnburg, am 23. Juni 1917. Karl m. i>. Elani-Martinie m. p. Lieber Freiherr von Schent! Indem Ich Sie, Ihrem Ansuchen willfahrend, !von dem Posten Meines Iustizmmisters in Gnaden ! enthebe, spreche Ich Ihnen für Ihre vieljähria/, ^ !gebungsvolle Wirlfamteit im öffentlichen Dienste ^i.^ !l»en wärmsten Dank aus und verleihe Ihnen zum Zeichen Meiner vollen Anerkennung taxfrei Meinen Orden der Eisernen Krone erster Klasse. Laxenburg, am 23. Juni 1917. Karl m. I. Elam-Martinn in, ^, Lieber Dr. Urban! In Gnaden enthebe Ich Sie auf Ihr Anstichen vom Amte Meines Haudelsministcrs uud spreche Ihnen für Ihre sehr verdienstliche Tätigkeit Meine volle Anerkennung und Meinen wärmsten Dank ans. Gleichzeitig verleihe Ich Ihneu taxfrei Meinen Orden der Eisernen Krone erster Klasse. Laxenburg, am 23. Juni 1917. Karl m. p. Elam-Mnrtinic m. ri. Lieder Generalmajor Höfer! Über Ihre Bitte enthebe Ich Sir in Gnaden vom Amte Meines Ministers. Laxenburg, am 23. Iuui 1917. Karl m. p. Elam-Martiuic iu. p. Lieber Dr. Ritter von Seidler! Ich erneune Sie zu Meiuem österreichischen Mi. nisterpräsidenten und verleihe Ihnen gleichzeitig taxfrei die Würde eines Geheimen Rates. Ferner ernenne Ich in Genehmigung Ihrer Anträge den Geheimen Rat, Generalmajor Anton Höfer uuter Bestätigung in der Leitung des Amtes für Volts« ernährnng neuerlich zu Meinem Miuister, den Gehe,'-men Rat und Statthalter iu Meiner gefürsteteu Grafschaft Tirol uud Vorarlberg Friedrich Grafen von Toggenbnrg zu Meinem Minister des Innern und betrane gleichzeitig den Geheimen Rat, Präsidenten der Statistischen Zentraltommission Dr. Viktor Ma-taja mit der Leitnng Meines Handelsministeriums, den Geheimen Rat, Sektionschef Dr. Lndwig (^wi> llinsti mit der Leitung Meines Ministeriums für Kultus und Unterricht, den Geheimen Rat, Direktor der Nordbahu, Sektionschef Dr. Karl Freiherrn von Ban haus mit der Leitung Meines Eisenbahnulini-stcriums, deu Geheimeil Nat, Seltiouschef Dr. Hugo Ritter von Schauer mit der Leitung Mciues Justizministeriums, den Geheimen Rat, Sektionschcf Emil Ritter von Homann von Herimberg mit der Lei« ^aibacher Zeitung Nr. 145 946 ________________________ 27. Juni 1U17 tung Meines Ministeriums fur öffentliche Arbeiten, den Sektionschef Tr. Moritz Ritter von Ertl mit der Leitung Meines Ackeruauministeriums, den Sektionschef Dr. Ferdinand Frciherrn von Wimmer mit der Leitung Meines Finanzministeriums und den Settions-chef, Feldmarschalleutnant Karl Czapp von Vir teuft etten mit der Leituug Meines Ministeriums für Landesverteidigung. Endlich betraue ich den Miuisterialrat Dr. Julius von Twardowsli-Skrzypna unter gleichzeitiger Ernennung zum Seltionschef in Meinem Ministerrats» Präsidium mit der provisorischen Führung der zuletzt von Minister Dr. Michael Bobrzynski versehenen Agenden. Laxenburg, am 23. Juni 1917. Karl m. p. Seidler m. p. Lieber Generalmajor Höfer! Ich ernenne Sie unter Bestätigung in der Leitung des Amtes für Vollsernährung neuerlich zu Meinem Minister. Laxenburg, am 23. Juni 1917. Karl m. p. Seidler m. p. Lieber Graf von Toggen bürg! Ich ernenne Sie zu Meinem Minister des Innern. Laxenburg, am 23. Juni 1917. Karl m. p. Seidler m. p. Palitische Uebersicht. Laib ach, 27. Juni. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet: Der Kultusminister hat eine Anordnung an die Unter» richtsverwaltung erlassen, den Religionsunterricht in polnischer Sprache in den Schulen der Provinz Posen da wieder herzustellen, wo er wegen Mangels an Polnisch sprechenden Lehrern eingestellt und durch einen Religionsunterricht in deutscher Sprache ersetzt werden mußte. Nunmehr soll auch überall dort, wo von den in die Schule eintretenden Kindern ein Teil der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig ist, für diese Kinder auf der Unterstufe der Religionsunterricht in polnischer Sprache eingeführt werden. Der Chef des deutschen Admiralstabes der Marine meldet unter dem 26. d. M.: Unsere Mittelmeer-U-Boote haben neuerdings 10 Dampfer und 9 Segler von insgesamt 28.580 Nrutto-Registcrtonnen versenkt. — Neue U-Boot'Erfolge im Atlantischen Ozean, im Englischen Kanal und in der Nordsee: 24.000 Brutto» Registertonnen. Die Petersburger Agentur meldet: Die Summe der Zeichnungen auf die Frciheitsanlcihc nähert sich anderthalb Milliarden Rubel. — Das Fiuanzmini-sterium hat der vorläufigen Regierung Gesetzentwürfe unterbreitet, betreffend Erhöhung der progressiven Einkommensteuer für Einkommen über 400.000 Rubel bis zu 30 Prozent und betreffend Einführuug einer Steuer auf die Gewinne der militarisierten Industrie von 70 bis zu 90 Prozent. Die vorläufige Regie» rung hat eine Neuorganisierung der Militärbezirksgerichte und der Korpsgerichte sanktioniert, wonach die Teilnahme von Geschworenen vorgesehen ist, die in gleicher Zahl aus Offizieren und Beamten des Kriegs» ressorts einerseits und aus Soldaten anderseits gewählt werden. Die vorläufige Regierung hat den Ernährungsminister beauftragt, an die Organisation einer systematischen Verteilung von Kleidung, Stoffen, Ve-schuhung, Petroleum, Seife und anderen Erzeugnissen dringendsten Bedarfes unter der Bevölkerung zu schreiten. Die Preise, zu denen diese Erzeugnisse zur Verteilung gelangen werden, sollen die Kosten ihrer Herstellung, Beförderung und Verteilung decken. Der „Temps" meldet aus Athen: Dem Prinzen Nikolaus, dem Bruder des Königs Konstantin, ist mitgeteilt worden, daß die Schichmächte sich in die Notwendigkeit versetzt sehen, seine Abreise zu verlangen. Der Prinz hat die Absicht kundgegeben, Griechen» land unverzüglich zu verlassen. — Das Reuter-Bureau meldet: Der König hat Ionnart und den Ministerpräsidenten Zaimis empfangen. Ionnart. klärte den König über die wirkliche Lage auf und trat den Einflüssen entgegen, die dem König gegenüber geltend gemacht worden seien. Lokal- und Provinzial-Nachrichten. Laibach am Ausgang der römischen Kaiserzeit. (Schluh.) Jedenfalls war, wie Dimitz ausführt, Aemona damals eine bedeutende Kolonie in jenem Teil Pan-noniens, der durch Galerius an Severus zu Italien abgetreten worden war. Der Besitz jenes Landstrichs als der Pforte Italiens schien briden Machthabern (dem östlichen Licinius, dem westlichen Konstantin) gleich wichtig und begehrenswert. So wird die von Licinius verfügte Gewalttat an den Bildsäulen Konstantins in Laibach zu einer Ursache des nun entbrennenden Krieges, nach den Worten des oben genannten antiken Schriftstellers: „Die Eintracht ward gebrochen, indem zu den Streitursacheu hinzukam, daß er bei Laibach die Bilder und Statuen Konstantins umstürzen ließ. Hierauf trat zwischen beiden offener Krieg ein." Die weitere Umgebung Laibachs spielt in der so greuelvollen Geschichte Konstantins und seiner Familie eine bedeutende Rolle. In Pola ließ der Selbst« Herrscher seinen trefflichen Sohn Krispus erdrosseln. Im Thronslreit der beiden Söhne Konstantins, Kon» stans uud Konstantin, wurde der letztere, wi: Rufin (Kirchengesch. X) sagt, bei Aquileja am Flusse Alsa in einen Hinterhalt gelockt und erschlagen. In Pettau wurde später Konstantins Neffe, der Cäsar Gallus (Bruder Julians Apostata) eingekerkert und dann eben« so, wie einst Krispus. in Pola ums Leben gebracht. Merez'lovslij gibt in seinem schönen Buche „Julian Apostata" eingehende Schilderungen dieser Vorgänge. Aus allem können wir wohl die Meinung schöpfen, daß auch das Illyrien im eigentlich en Sinne, also die weitere Umgebung Laibachs, im konstantinischen Zeitalter einen Mittelpunkt der Ereignisse bil» dcte. Auch in rein kultureller Hinsicht dürfte ein Hervortreten Illyriens in jener Zeit nicht abzuleugnen sein. Der Stolz der abendländischen Gelehrsamkeit jener Tage ist noch in der konstantinischen Zeit (um 340) im heutigen Südösterreich geboren: Hierony-mus hat zu Stridon in Dalmatien das Licht der Welt erblickt, bekanntlich der Schöpfer der lateinischen Bibelübersetzung, und zusammen mit Augustinus zweifellos die eindrucksvollste Gestalt des christlichen Altertums im ganzen Abendland. Leider weiß kein Mensch, wo jenes Stridon gelegen haben soll, so daß es so« gar schon in die Nähe Laibachs verlegt worden ist (in Zöcklers: „Hieronymus, sein Leben und sein Wirken", Gotha 1865). Hieronymus, ein Laibacher! Tatsache ist jedenfalls, daß er sich längere Zeit in unserer Nähe, in Aquileja, aufgehalten hat, worauf auch eine ziemlich rätselhafte Inschrift im dortigen Dom (rechte Seitenwand) hinweist. Tatsache ist ferner, das; Hieronymus mit einem Lailiacher Mönch (Monachus AenMensis) korrespondierte. Aquilrja ist auch das Tätigkeitsfeld des bekannten lateinischen Kirchengeschichtschreibers Rufin us gewefcu, Aqui« lcja. das der rvmische Dichter A us on ins (geb. 309) nennt: „neunte uuter den Großstädten; Italcr-tolonie, gelagert an illyrischen Bergen, hochberühmt durch den Kranz der Mauern nnd auch seinen Hafen" (in „Ordo nobilium mbium"). Wir wissen, daß in der letzten Periode des sinklnden West-Römerreiches im vierten und fünften Jahrhundert oas alte Laibach noch eine hervorragende Rolle neben Aquileja spielte. Von Laibach aus hat Valentinian, der Gründer dcr letzten weströmischen Dynastie, wichtige Verfügungen erlassen. Über den festlichen Einzug des Kaisers Theodosius d. G. in Laibach besitzen wir vom römischen Dichter Latinus P aratus eine anschauliche Schilderung: „Der freie Adel, die Patrizier, die Ratsherren in weihen Kleidern, christliche Bischöfe und heidnische Opferpriester erwarteten den Kaiser vor den Toren dcr Stadt. Diese waren mit grünenden Kränzen behängen, die Gassen mit Teppichen überdeckt, der Glanz der Fackeln wetteiferte mit dem Tageslicht." Laibachs Bischof spielte schon damals auf einem Konzil in Aquileja eine namhafte Rolle. Das Andenken des hl. Maximus als Bischof von Aemona wurde im ganzen Bereich des Patriarchats von Aquileja begangen. Der berühmte Berliner Theologe Adolf v. Har« nack schreibt in seiner Mission und Ausbreitung des Christentums": „Selbst das ferne Pettau hatte um das Jahr 300 einen Bischof, und zwar einen als Theologen nnd Schriftsteller bekannten, mit griechisch, christlicher Literatur vertrauten Mann, Viktorin. Pan» nonien war romanisiert (auch Laibach ist in der späteren Kaiserzeit wohl dorthin zu rechnen); aber das Griechische mag in seinen letzten Ausläufen bis in diese Provinz gedrungen sein." In der genauen Liste samt« licher Orte, in denen um 300 christliche Gemeinden sicher nachweisbar sind, fehlt Laibach. Der Hunnenschrecken (452) hat auch das alle Laibach für Jahrhunderte in einen Schutthaufen ver» wandelt. Zwar wissen wir nichts über den Untergang des alten Aemona, aber die Rumen sprechen deutlich genug davon, daß die Stadt mit Gewalt genommen worden sein muß, da die Zerstörung diesmal voll» ständig war. Erst nach einem mehrhundertjährigen Zwischenraume erhob sich auf der alten Kulturstätte eine neue Stadt, die niemals ein feindlicher Fuß betrat (von der kurzen Franzosenzeit abgesehen). Dr. Ottmar Hermann. — (Kriegslluszeichnung) Seine Majestät der Kaiser hat in Anerkennung vorzüglicher Dienst« leistung im Eisenbahnkriegsdienste dem mit dem Titel eines Hofrates bekleideten Staatsbahndirektor Doktor Rudolf Schmitz den Stern mit der Kricgsdekoration zu dem ihm bereits verliehenen Komturkreuzc des Franz Joseph-Ordens mit der Kriegsdetoration verliehen. — (Kriegsanszeichnungen.) Seine Majestät dcr Kaiser hat den Leutnanten Peter Bajc und Vin» zcnz Ialen, dem Einj.-Freiw. Kadettaspiranten Josef Matek und dem Einj,°Freiw. Zugsführer Peter Otrubelj, sämtlichen beim Kronprinz-Infanterieregiment Nr. 17, die Silberne Tapferteitsmedaille 2. Klasse verliehen. — (Ehrung.) Aus Wocheiner Feistritz wird uns unter dem 24. Juni gemeldet: In dcr heutigen Sitzung des Gemcinderates wurde über Antrag des Herrn Ortspfarrers Franz Hvan Herr Bezirkshauptmann Dr. Friedrich Mathias in Radmannsdorf einstimmig zum Ehrenbürger der Gemeinde Wocheiner Feistritz ernannt. — (Heldentod.) Rechtshörer Hermann Tscha« mernil aus Lutowitz, Leutnant i. d. R., hat am 19. Juni auf der Cima dodici durch einen Kopfschuß den Heldentod erlitten. — (Verlnftlisten.) In der Verlustliste Nr. 583 sind folgende aus Krain stammende Heeresangehörige ausgewiesen: Schütze Horvat Johann, SchR 36, 7., kriegsgef.; die LstInf. Lindner Alois, IR 30, 5., Zeny Anton, IR 80, 5., verw. — In der Verlustliste Nr. 5)84 siud folgende aus Krain stammende Hecresangehörige ausgewicsel«: vom Infanterieregiment Nr. 55:'die LstInf. Branisel Franz, 2., Hokevar Georg, 16., verw.; die LstInf. Pelman Josef. Pret» nar Alois, 2., kricgsgef.; LstInf. Resnik Johann, 2., LstGefr. Siviö Franz, 2,, tot; — vom Schühenregi« ment Nr. 36: LstGefr. Matrucik Franz, 6., Schütze Rupar Matthäus, 3. K, oerw. — (Krainische Austauschinvaliden.) Mit dem diesertage über die Schweiz aus Italien eingetroffenen sechsten Transport von österreichischen Austaujchinva« liden sind 26 Ossiziere und 238 Mannschaftspersonen in die Heimat zurückgekehrt. Aus Krain befinden sich darunter: Peter Iagodic aus Zirklach, vom 23. In» fanterieregimcnt, gefangen am 8. August 1916, und Rudolf Zajc aus Dol bei Laibach, vom I7.Infan» tcrieregiment, gefangen am 11. November 1915. — (Verunglückte Soldaten.) Einer Mitteilung des Stadtpfarramtes St. Andrä im Lavanttalc zufolge sind bei einem Brande drei aus Krain stammende Sul« daten tödlich verunglückt, und zwar Johann Pleuel aus Moste, Johann Kozjel aus Ober-Feßnitz und Alois Koeder aus Koseze. Desgleichen ist bei einem Brande in Wolfsberg Johann Drenil aus Cesnjica bei Rudolfswert tödlich verunglückt. — (Billigere Flcischabssabe für Bcamtcnkntcgo« rien.) Heute nachmittags wird die städtische Appro-visionierung in der Iosefilirche billigeres Rindfleisch für Beamtenkategorien abgeben. Reihenfolge: von halb tt. bis 6 Uhr Kategorie I Nr. 1 bis 200, von 6 bis halb 7 Uhr Kategorie I Nr. 201 bis Ende; von halb 7 bis 7 Uhr die Nummern der Kategorie II; von 7 bis halb 8 Uhr alle Nummern der Kategorie III und von halb 8 bis 8 Uhr die gesamte Kategorie IV. Die Familienlegitimation ist mit'zubrin« gen. Kleingeld ist bereitzuhalten. le—. — (Villigere Flcischabssabe auf rote LeMma« tionen.) Heute nachmittags wird in der Iosefilirche billigeres Rindfleisch auf rote Legitimationen abgegeben. Ein Kilogramm kostet 2 K. Reihenfolge: von 1 bis 2 Uhr alle mit ä. signierten roten Legitimationen; die anderen roten Legitimationen, und zwar: 2 bis halb 3 Uhr Nr. 1 bis 200, von halb 3 bis 3 Uhr Nr. 201 bis 400, von 3 bis halb 4 Uhr Nr. 401 bis 600, von halb 4 bis 4 Uhr Nr. 60 l bis 800, von 4 bis halb 5 Uhr Nr. 801 bis 1000, von halb 5 bis 5 Uhr Nr. 1001 bis zum Ende. Die mit ^ be« zeichneten Legitimationen kommen von 1 bis 2 Uhr an die Reihe. Die Fleischlarte ist mitzubringen und Kleingeld bereitzuhalten. le—. Laibacher Zeitung Nr. 145___________________________947_____________________ 27. Juni 1917 — (Billigeres Fleisch auf die gelben Legitimationen.) Die städtische Aftprovisioniernng wird morgen nachmittags in dcr Josefilirche auf gelbe Legitimationen billigeres Rindfleisch, das Kilogramm zu 2 K., abgeben. Reihenfolge: von '/^2 bis 2 Uhr alle Nummern der Gruppe ^; die Gruppe ll erhält das Fleisch: uon 2 bis halb 3 Uhr Nr. I bis 150, von halb 3 bis 3 Uhr Nr. 15.1 bis 300, von 3 bis halb 4 Uhr Nr. 301 bis 450, von halb 4 bis 4 Uhr Nr. 451 bis 600, von 4 bis halb 5 Uhr Nr. 601 bis 750, von halb 5 bis 5 Uhr Nr. 751 bis 900. von 5 bis halb 6 Uhr Nr. 901 bis 1050, von halb 6 bis 6 Uhr Nr. 1051 bis zum Ende. Äußer der gelbeu Legitimation ist die Familienlcgitimation mitzubringen. Kleingeld ist bereitzuhalten, le—. — (Abgabe billigeren Fleisches in Moste.) Die städt. Approvisionieruug wird morgen nachmittags in Moste (Flcischhaucrci Kail Strutelj, Zalogcr Straße Nr. 14) billigeres Riudflcisch auf provisorische weiße Legitimationen, und zwar mit ^ K. das Kilogramm abgeben. Reihenfolge: von 2 bis halb 3 Uhr Nr. 1 bis 150, von halb 3 bis 3 Uhr 'Nr. 151 bis 300, von 3 bis halb 1 Uhr Nr. 30l bis 450, von halb 4 bis 4 Uhr Nr. 451 dis 600, von 4 bis halb 5 Uhr Nr. 001 bis zum Ende. te—. — (Der Verkauf von Grieß für Kinder unter vier Jahren) wird in der Kriegsverkaufsstclle in der Herrcngasse auf die bereits iu den Händen der Parteien befindlichen Gricßtarten in folgender Ordnung stattfinden: Nr. 1 — 400 am 4., Nr. 401—800 am 5,, Nr. «01-1200 am 6., Nr. 1201—1600 am 7., Nr. 1601-2000 am 9., Nr. 2001-2400 am 10., Nr. 2401 ^-2800 am 11., Nr. 2801—3220 am 12teu Juli. Auf jede Karte sind 2 Kilo Grieß, das Kilo zn 94 H. erhältlich. Kleingeld ist bcrcitzuhaltcu. — (Mitteilungen dcr k. k.Zcntral'Preispsüfnngs-Kommissiou.) Unter Redaktion und Verantwortung der t. l, Zentral-Pleisprüsuugs-Koulnnssiou in Wien werden periodische „Mittelungen dcr t. t. Zeulral-Preisprüfnngs'Koiuluission" herausgegeben. Der Bezugspreis belrägt 3 K. für den Band von l2 bis 15 Druckbogen. Einzelnummern losten 20 H. Nestel-luugeu uehlueu alle Buchhandlungen und der Verlag (Manzsche t. l. Hof« uud Uuivcrsitätsbuchhaudluug, Wien I., K>hlmartt 20) entgegen. — (Waisenljcinl iu St. Veit.) Wie bereits gemeldet, hat der Viuzeuziusverein für Kram iu St. Veit ob Laibach zwei Bauobjekte, dir sogenannte „alte schule" uud das Handwerteihciln zu dem Zwecke käuflich erworben, um daselbst das in Aussicht genommene Waiseuheim unterzubringen. Die erforderlichen Adaptierungsarbeilcü wmdeu bereit« in Angriff genommen. Das Haudwerkerheim foll auf zwei Stockwerke erhöht und die „alte Schule" als Ökonomie-gebäude adaptiert werden, iu dem die Küche, die Waschküche, das Anstaltsbnd uud andere Wirtschasts-rälliue hergerichtet wcrdeu sollen. Has projektierte Wllisenheim ist in erster Linie für Kinder iu vor-schulpflichtigem Alter bestimm», die uuu iu der uächstcu Nähe der Laudeshauptsladt ei» gesuudes und zweck-mähiges Heim erhalten. Das Waiscnheim soll einen Belagranm für 70 bis 80 Kinder aufweisen. Die Adapturuugslosten siud mit ruud 20.000 Kronen präliminiert. Mit der Leitung der Austalt solleu Schulschweslcru aus Marburg betraut werdeu. — (Von 5er Sudbahu.) Der Titularrevideut Frauz Kuciaucie, Staliouschef iu Adclsbcrg, und der Revideut Lorenz Potkar iu Laibach wurde» zu Oberrevideuleu befördert. Dem Revidentcn Johann Maufred a in Laibach wurde der Titel eines Ober-revidcnten verliehen. Der Adjunkt Anton Nejedly in Laibach wurde zum Revidcnten befördert Die Assi' stenleu Andreas Cernic iu Rakel, Marcell R utter und Iohaun Edler von Znceato, beide iu Sankt Peter in Kram, wurde», zu Adjunkten ernannt. Dcr Bauadjuutt Emil Taub in Laibach wmde znm Aau-kommissär befördert. - (Vou dcr Erdbebenwarte.) Sonutag und Mon« tag wurden anf den Apparaten der Warte ein Fern-und ein Nahbebeu aufgezeichuet. Begiun der Aufzeichnung des Fernbebcns am 24. Juni um 22 Uhr 9 Min' 24 Sel. Größte Bodenfchwanlung von 0,04 Millimeter um 23 Uhr 6 Min, 46 Sel. Ende gegen 24 Uhr. Herdentfernnng über 10.000 Kilometer. Beginn des Nahbebeus vom 25. Juni um 15 Uhr 12 Min. 35 Sek. Größte Bodeuschwankung vou 0,05 Millimeter um 15 Uhr 14 Miu. 45 Sel. Ende der Aufzeichnungen gegen 15 Uhr 45 Min. Herddistanz bei 800 Kilometer.' - Gestern (26. Juni) verzeichneten sämtliche Apparate ein katastrophales Fernbeben. Beginn der Aufzcichuuugcn um 8 Uhr 10 Miu. 13 Sek. Einsatz der zweiten Vorläufer um 8 Uhr 22 Miu. 23 Sel. Grüßte Bodeuschwanluug von 0,103 Millimeter um 9 Uhr 14 Miu. 4 3 Set. Eude der Aufzeichuuugeu gegeu 12 Uhr. Herddistanz über 10 000 Kilometer. B. - (Das Schauturnen,) das am 29. d. M. im Kasiuogartcu uuter gefälliger Mitwirkung der Isouzo-kapclle statlfiuden wi'.d, umfaßt uachsteheude Übungs-solge: Ansmarsch, Freiübungen (ohne Belastung), Bari'l'uübuugcu (gleichzeitig auf füuf Barrel», früher schweizerisches Settiousturueu genaunt), Slabfcchtreigen uud Fahncuschwingeu; mit eiucr Barrenpyramidc schließt sie ab. — Nach der fleißigen Vorbereitung zu schließen, dürfte sich ciu schönes Bild turnerischer Tätigkeit eutwickclu, der man um so weuiger seiue Teilnahme versagen darf, als fie ja nicht nnr dcr „Erlüchtiguug" uuserer ki'mfligeu Kriegeljugend, sondern auch eiucm vaterläudisch-wohltätigeu Zwecke dient. — (Elektrische Vclcnchtung iu Rudolfswert.) Der Realitätenbesitzer Frauz Seidel in Rudolfswert besitzt an dem unterhalb der Burgruiue Luegg ^bei Precna hervorquelleudcn Bache ein Elcltrizitätswcrk, das meh» rere Jahre hindurch einer rationellen Ausnützuug förmlich eutzogen war und, obwohl relativ teuer läuflich eiworben, dem Besitzer bis in die letzte Zeit sehr spärlichen Nutzeu ciutrug. Außer einigen Hänscrn und der neuen Kilche iu Prccua wurde uur das Spital der Barmherzigen Brüder iu Kaudia als größeres Objekt von diesem Werke elektrisch beleuchtet. Es wurdeu zwar seiuerzeit vom Stadtgemeindramte iu Rudolfswcrt wegen Erwerbuug des elettriscben Stro-nies mit Seidel Verhandlungen gepflogen, ste ergaben aber wegeu Entschädigungbdisfereuzen kein günstiges Resultat. Das Stadtgcmciudeamt ließ dcmuach das Vorhabeu der Einführung deö elcttrifcheu Lichtes fallen uud führte für die Straßenbeleuchtung Pelroleum-bogeulampen eiu. Infolge des Pctrolcummangels wurde der Knoten aus Grilnd des Kricgsleistungsgesctzes gelöst. Das t. nnd t. Kommando dcr Isonzu-Armce ver-sügte auf Anregung der kompetenten Kommando-slellen die Verlängerung des elektrischen Kabels über den Gurlsluß nach Rudolsswert. Iu verhältnismäßig turzer Zeit wurdeu die Iustallieruugsarbeiteu beendet. Nun sil,d bereits alle Spitäler in Rudolfswert iin BcMe des elektrischen Lichtes, Außcrdcni erhielt die elektrische Beleuchtung das Gebäude der l. l. Bezirks, hauptmauuschaft, weiters wurdcu iu der Stadt drei Bogenlampen zur Straßeubcleuchtimg aufgestellt. Die Einführung des elektrischen Lichtes m Privatacbändc wurde aus technischen Gründen vorläufig aufgeschobeu. — (llufällc.) Dcr 10 Jahre alte Besitzcrsohu Anton Traluit in Zirtlach stieg zu Hause auf eiucu Kiischbaum uud wollte Kirschen pflücken. Plötzlich brach aber der Ast. auf dem er stand; der Knabe fiel vom Baume uud brach sich das rechte Aeiu, — In Zeje, Gcmciude Vrezovica, wollte der 13 Jahre alle Besitzcrssol),, Franz Orehel eiue Sense auf deu Dachboden tragen, stürzte aber über die Stiege, fiel mlf die Sense uud schnitt sich den linken Arm im Handgelenke ab. — In Uuter-Kiöka wurde der 6 Jahre alte Flüchtlingssohn Karl Rusijan beim Spielen vou einem Knaben mit ciucm spitzigen Stocke ins linke Auge gcslocheu uud schwer verletzt. — Ein Bcsitzerssohu in Vrhovec, Gemeinde Dobrova, brachte auf dem Acker eine gefundene fcharfe Patrone zur Explosion. Im selben Momcute ging dcr 8 Jahre alte Nachbarssohu Josef Humcr vorbei, der von einem Splitter am rcchteu Auge gelrosfeu uud schwer ver. letzt wuide. - Der 13 Jahre alte Bcsitzerssohn Leopold Leban in Evctrez, Gemeinde Kal, spielte mit eiucr gefundenen Handgranate uud brachte sie zur Explosion, wobei er schwere Vcrletzuugen au der rechteu Hand sowie au beiden Beinen erlitt. — In Ober-Schleinik fiel ein 15 Jahre alter Kcnschlerssohn während der Fahrt vom Nagen und brach sich den rechten Arm. — Ein viereinhalb Jahre alter Fabrits-arbciterssohn ging aus Neugicrdc auf eiue Wiefe ii, Brdu und beobachtete das Mähen mit dcr Maschine. Hicbci lam er dcr Mähmaschine zu nahe nnd wurde von dieser erfaßt; es wurde ihm dcr liuke Fuß im Knöchel abgeschnitten. — (Selbstmordversuch.) Am 19. d. M. jagte sich der 25 Jahre alte Eisenbahnbedienstete Franz Tom-sie im Heizhause am Staalsbuhnhofe in Untrr-Oista in selbstmörderischer Absicht eine Revolvcrlugel in die Brnst. Der Lebcnsübcrdrüssige wnrde schwer verletzt ins üanoesspital überführt. — (Den Bruder bestohlcn.) Einem Besitzer in Ncutal wurdc vor drei Wochen ans dem versperrten Keller ein Gefäß mit 30 Kilogramm Schweinefett ge-stöhlen, ohne daß man dem Täter anf die Spnr tom« mcu tonnte. Diesertagc aber gelang es der Gendarmerie, den Täter in der Person des Bruders des Gestohlenen auszuforschcu. Das Gefäß mit dem noch teilweise vorhandenen Fett wurde auf dem Dachboden seiner Keusche im Heu versteckt aufgefunden. — (Einbruch iu rincu Gemischtwarculadeu.) Unlängst brachen uubctanute Diebe ins Geschäftslolnl der Gemischtwarcnhändlerin Maria Ahcau in Sagor ein und stahlen daraus eine größere Menge von j Spezereiartileln uud Schnittwaren im Gesamtwerte von 1760 K. Die Täter ließen nnweit des Tatortes auf einer Wiese drei Stücke Stoff, vier Männer« Unterhosen, sechs Seidentücher, 24 Paar Socken und vier Kilogramm Zucker zurück. — (Viu diebischer Lehrling.) Dem Schuhmachermeister Josef Kolmau in Veldes wurde diesertage aus einem Koffer von eiuer größeren Geldsumme der Teilbetrag von 3l0 K. entwendet. Als tato^rdächtig wurde ein 15jähriger Lehrling verhaftet und dem Be« zirlsgerichte in Radmannsdorf eingeliefert. — (EinbruchSdiebstahl.) Dem Tischlermeister Ioh. Srebotnjak in Nußdorf wurden, während er mit seinen Angehörigen auf dem Felde befchäftigt war, aus der versperrten Wohnnng eine silberne Ankeruhr samt silberner Panzerkette mit einem Silberhcrz alv Anhängsel, ein Goldring mit blauem Stein, drei neue Leintücher und andere Wäschestücke, dann Tabak uud Zigaretten, schließlich 825 K. Bargeld entwendet. — (Verstorbene iu Laibach.) Francesco Sator» nino, ita!. Infanterist, Kriegsgefangener; Iofef Hlavae und Franz Perhal, Landsturminfanteristen; Johann Not, Siecher, 41 Jahre; Aima Mral, Private, 59 Jahre; Elda Mazzari, Friseurstochter. 7 Jahre; Stephanie Vertelj, Druckereibedienstete, l9 Jahre; Snn« dor Kelcmeu. Iufauterist; Alois Hoyer, Trainsoldat. Das neue Programm im Kino Central im Lau dcbthcater. Kino Central im Landestheater läßt erfreulicherweise auch während des Summers Neuheiten erscheinen uud bringt jrtzt das prachtvolle Lebensbild „Die Lcideuschaftcu des Lcbeus", das lebhafte» Beifall findet, währeud das Lustspiel „Zwei glückliche Tage" das heitere Genre auf das glücklichste repräsentiert. Auna Müller-Lincke in der Hauptrolle! Die Spielordnung wird mit dem neuesten Sascha- und Mcfttcr.'Vrri'cht eröffnet. „Die zchute Isonzo-Schlacht im Film." Erste Vorführung in Lailmch Freitag! Aus Wie» wird uns geschrieben: Diese Vorführung hat sich auch in Wien zu ciuem verilablcn gescllschajtlicheu Ereignis gestaltet. Die in drei Teile gegliederten Aufnahmen für „Die zehute Isonzo-Schlacht" wurdeu vou vicizehu Kmo^ Operateuren bestlitten, die in gleicher Linie mit deu tombattautcn Trnppen agieren nnd ihre Tätigkeit uuter demselben militärischen Kommando entfalten wie alle anderen Truppengattuugeu. Aus Befehl des Armeeoberkommandos wmden vier Kinokxftositnren der l. und l. Kriegsfilmpropaganda der Isouzo-Armce zugeteilt und zu den Sturmtruppen eingereiht. Die Bil» der der zehnten Isonzo-Schlacht, die mit den» frohen Bewußtsein eiuer bereits crrungeuen siegreichen Entscheidung vor den Beschauer treten, gehen uns naturgemäß viel uäher als jede andere Klicgsaufnahme, weil sie unsere nächste Angelegenheit sind. Der technische Apparat, der diesen Film innerlich und äußerlich belebt, fuuktioniert mit erfreulichster Präzision: äußerlich meinen wir die Filmaufnahmen selbst, die einen ladellofeu Bildeindruck erzielcu, innerlich ist das Bild der einzelnen uud bestimmteu Kampsepisode zu verstehen, die von dem telegraphisch übermittelten Re« gimentsbefehl bis zur siegreich beschlossenen Sturm-und Augriffshandluug eiue Probe der vorzügliche» Verfassung uud des stolzen Geistes unserer Truppen bietet. Der Film vou der zehnten Isonzo-Schlacht hat seinen besonderen Clou: das ist die Überschreitung eines Karstsees durch uusere Sturmtruppen, die sich vom feindlichen Abwehrfeuer nicht zurückschrecken lassen. Es ist eine Szene, die die'grause Größe des Krieges dem Bewußtsein am nächsten bringt. Ein wuuderbares Kapitel dieses Filmwertes bilden die im Schluhteil erscheinenden Anfnahmcn von der Unternehmung eines unserer Marine-Kampfflugzeuge, das die vom Feinde bcfctzte Ifonzo-Mündung, die Sdobba, mit Bomben belegt. Die Aufnahmen in Wollenhöhen, die der Kino-opcrateur vou dem Flugzeug selbst ausführt, ragen in ihrer grandiofen Einfachheit in dus Gebiet derKnnst hinüber, die Grenzen der Malerei sind hier eng berührt, die herrlichste Kunsteutfaltuug tauu den Eindruck dieser Natürlichkeit, die aus dem photographischen Bild spricht, uicht erzielen. Ein herrliches Panorama von dem Flug über Trieft, die Riviera, über Mira-mare aus der Flugzeugperfpettive wird zum Erlebnis des Vefchauers, der sich am meisten jedoch an dem Anblick des einsam m Woltenhöhc schwebenden Flugzeuges entzückt. Der Kaiser, in den entscheidenden An-genvlicken stets nahe seinen Soldaten, beseelt mit seinem gütigen Geist auch diesen Film realistischer Kriegsbilder, die alle wirtlich echt und nicht «gestellt" sind. Die zehnte Isonzu-Schlacht war eine der großartigsten des Weltkrieges und der Film der zehnten Isonzo-Schlacht ist der dokumentarische Beweis ihrer Großartigkeit. Dcr Film wird uon Freitag angefangen durch füuf Tage im Kino Central im Landes» theater vorgeführt werden. Laibacher Zeitung Nr. 145_________ 948___________________________________27. Juni 1917 Aus der großen berühmten Serie ist das gestern mit großem Beifall im Kino Ideal aufgenommene Drama „Der Leidensweg der Blanche Gordon." Alice Brady ist eine erstklafsige Künstlerin, und auch die kleinste Besetzung im Film ist erstklassig. Ein reizen« des Lustspiel ist „Helencns Kinderchen". Das beliebte Theaterorchester begleitet die Filmspiele mit ausgesuchter Musik bei der 9 Uhr-Vorstellung im Garten. Sonn- und Feiertags schon um halb 8 Uhr im Freien. Dieses Programm bleibt bis Freitag. — Samstag: Joe Deeds im Deteltivschlager „Das rät« selhafte Inserat". Tagesneuigkeiten. — (Die „verdroschene" Frau.) Aus dem schonen Thiiringen wird berichtet: Als sich Sonntag nachmittags der Eisenbahnzug von Gotha kurz vor dem Bahnhof Schünstedt befand, hielt er ganz plötzlich. Da sprang ein Mann aus einem Abteil und rief: „Ich habe bloß meine Alte verdroschen, Ihr lönnt nun weiterfahren!" So einfach war die Sache nun freilich nicht. Seine „verdroschene" Frau hatte aus Äugst die Notleiue gezogen und den Zug zum Stehen gebracht. Nachdem die Personalien des Missetäters festgestellt worden waren, fuhr der Zug weiter, aber ein Strafmandat wird ihn wohl bekehren, daß es bil« liger ist, wenn er seine Alte zu Hause „verdrischt". Der Krieg. Telegramme des k. k. Geographen »Aorre' spondenz-Mureaus. Oesterreich - Ungarn. Von den Kriegsschauplätzen. Wien, 26. Juni. Amtlich wird Verlautbart: 26. Juni. Östlicher Kriegsschauplatz: Unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz: Am 25. Juni haben Kaiscrschützen und Teile drs westgalizischen Infanterieregiments Nr. 57 nach gründlicher Vorbereitung uud mit wirkfamster Artillerie-llntt-lslützung die auf dem Grenzlücken südlich des Sugmia-Tales noch in Feiudeshand verbliebenen Slel-lungsteilc in tapferem, zähem Kampf voll wiedcr genommen. Alle Gegenangriffe des Feindes scheiterten an der tapferen Haltung unserer Besatzung. Visher wurden hier gegen 1800 Gefangene, darnnter 44 Offiziere, eingebracht. Der Chef des Gcneralstabcs. Das Aligeordnctcuhans hielt gestern eine Sitzung ab. Ministerpräsident Doktor Ritter von Seidler verwies in seiner Erklärung aus die Notwendigkeit der rechtzeitigen Erledigung der Volks- und Staatsnotwendigleitcn, so des Staatshaushaltes, der Verläugeruug der Maudatsdauer, der Vornahme der Delegationswahlen, der Erfassung der Kricgsgewinne uud der Verteiluug der Steuerlasten. Die Regierung wcrde deu Aufgaben der Volkscrnäh-rung einschließlich der Kohleuversorguug ihre vollste Aufsicht zuwendeu. Schließlich appellierte dcr Ministerpräsident an das Haus, die Regierung, die nur eiucn provisorischen Charakter an sich trage, bei der Lösung dieser Aufgaben zu uuterstützen. Nachdem Berichterstatter Abg. Dr. Steinwender die Verhandlung über das Budgetprovisorium eingeleitet hatte, erwiderte der Leiter des Finanzministeriums, Seltionschef Dr. Freiherr von W immer, auf die Ausführungen des Referenten. Er erklärte, daß die Negierung der Verkürzung des Budgetprovi-soriums auf vier Mouate zustimme, ebenso der Beschränkung der AnlehenermÜchtiguug für den Betrag von fechs Milliarden. Die Frage einer Aushilfe für die Staatsbedienstetcn werde eingehend geprüft und erwogen werden. — Die feinerzeitige Regierimg werde jedenfalls in der Lage sein, das Budget im Herbste vorzulegen. Hinsichtlich der Kriegsgewinnsteuer werden die normalen parlamentarischen Verhandlungen in der nächsten Zeit erfolgen. Zum Schlüsse verwies Redner auf den außerordentlichen Erfolg der sechsten Kiiegs-anleihe, für de« der patriotischen Hingabe der Bevölkerung der Tank gebühre und der die Kraft uud deu Willen beweife, auch finanziell durchzuhalieu. In der Budgetdebatte sprachen verschiedene Redner, u. a. namens der Südslaven Abg. Dr. Korosec, der erklärte, dah es in dieser politischen Lage die Südslaven als das Richtigste erachteten, durch Bejahung der Monarchie und durch Gewühruug des unbedingt Notwendigen der Regierung ihre Aufgabe raschestens vollenden zu helfen. „Dies geschieht allerdings iu der festen Zuversicht, dah auch der Staat Südslaven bejaht und daß wir eine Negieruug vorbereiten, die die Neuordnung der Monarchic in ihr Programm aufnimmt." Hierauf wurde das viermonatige Nudgetproviso-rium samt der Kreditermächtigung für Kreditoperationen in der Höhe von sechs Milliarden mit 292 gegen 150 Stimmen angeuommeu. — Nächste Sitzung heute. Einschränkung der Zuständigkeit der Militärgerichte. Wien, 26. Juni. Den Blättern zufolge verlautet in parlamentarifchen Kreisen, daß in den nächsten Tagen im Abgeordnetenhaus eiu Gesetzentwurf unterbreitet werde, wodurch die zu Kriegsbegiun auf Zivil-persouen ausgedehnte Zuständigkeit der Militärgerichte für gewisse Verbrechen dahin eingeschränkt wird, daß diese nur für das Kriegsgcbiet aufrechterhalten wird, während sie für das Hinterland aufgehoben wird. Heutsches Reich. Von den striesssschauplähen. Berlin, 26. Juni. Das Wolff°Äureau meldet: Großes Hauptquartier, 26. Juni. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe des Kronprinzen Rupprecht Uon Vayern: Längs der Front bekämpften sich die Artillerien stellenweise unter großem Muuitionseinsatz. Gegen die Iufauteriestelluugcu richtete sich die Feuerwirkung nur in einzelnen Abschnitteu, meist zur Vorbereitung von Erkunduugsstößen, die mehrfach zu Grabenkämpfen führten. Heeresgruppe des Deutschen Kronprinzen: Bei Vauxaillon lag starkes französisches Feuer auf den seit den Kämpfen am 21. und 22. Juni fest iu unserer Hand befindliche,» Gräbeu. Nach lebhaftem Feuertampf griffen die Franzoscu uordwestlich des Gehöftes Hurtebisc die von uns ncnlich gewonnenen Hühenstelluugeu au. Der Gegner drang trotz seiner argen Verluste, die seine Sturmwellen iu uuserem Feuer erlitten, au einigen Stellen in unsere Liuie ein. Sofort ausetzender Gegenangriff warf ihn zum größten Teile wieder hinaus. Die Artillerielätigkeit war auch in anderen Abschnitten der Aisue- nud Champaguc-Front bei guter Sicht recht lebhaft. Eiu eigenes Stohtruppenuuternehmeu südöstlich von Ta-hure führte zum beabsichtigten Erfolg. Heeresgruppe des Herzogs Albrecht von Württemberg: Nichts Besonderes. — Rittmeister Freiherr von Richthofen hat an deu beiden letzten Tagen seinen 54., 55. uud 5li,, Leutuant Allmeuroeder gcstern seinen ^0. Gegner im Luftkampf besiegt. Östlicher Kriegsschauplatz: Südwestlich vou Lucl sowie zwischeu der Strypa und dem Dnjester hält die rege Gefechtslätigkeit an. Mehrfach wurden russische Strcifabteilungen verjagt. Mazedonische Front: Die Lage ist unverändert. In Vorfeldgefechten be« hielten die Bulgaren die Oberhand. Der Erste Generalquartiermeister: v. Ludendorff. Berlin, 20. Juni. Das Wolff-Vureau meldet: Großes Hauptquartier, 26. Juni, abends: Vou den Fronten keine größeren Kampfhandlungen gemeldet. Ein neuer Kriegskredit. Berlin, 26. Juni. Auf der Tagesordnung der am 5. Juli stattfilldeudeu Reichstagssitzuug steht eine neue Kriegslreditvorlage, worm, wie bestimmt verlautet, 15 Milliarden Mark angefordert werden. Her Seekrieg. Neue U Bootcrfolge. Berlin, 26. Juni. Das Wolfs. Bureau meldet: Eincs uuscrer N-Boote hat im Atlantische»! Ozean neuerdings acht englische bewaffnete Dampfer mit 40.500 Bruttoregistertomm! versenkt, daruuter eiucn unbekannten Dampfer von etwa 12.000 Tonneu, der schwer beladen nach Amerika fuhr. Der Chef des Admiralstabes der Mariue. Hie Schweiz. Eine Friedenskonferenz iu Bern. Berliu, 26. Iuui. Dcm „Vorwärts" wird aus Bein geschrieben, daß dort in der vorigen Woche eine internationale Konferenz stattgefnndrn hat, bei der 29 Verbände der verschiedenen kriegsührcudeu uud neutralen Länder vertreten waren. Das Bureau war aus Angehörigen der einander bekämpfenden Staate» zusammengesetzt. Grundgedanke der Verhandlungen war, Statt jeder besonderen Anzeige. Vom tiefsten Schmerze gebeugt geben wir hiemit allen Verwandten, Freunden und Bekannten die erschütternde Nachricht, daß unser innigstgeliebter, einziger Sohn Otto Drelse Handelsschüler Dienstag den 26. d. M. um 3 Uhr früh, nach kurzem schweren Leiden, vorsehen mit den Tröstungen der heil. Religion, selig im Herrn entschlafen ist. Das Leichenbegängnis des unvergeßlichen Dahingeschiedenen findet Mittwoch den 27. Juni 1917 um 6 Uhr nachmittags vom Trauerhause Sv. Florijana ulica Nr. G auf den Friedhof zum Heil. Kreuz statt. Die heil. Seelenmessen werden in mehreren Kirchen gelesen werden. Laibach, am 26. Juni 1917. Otto und Mara Drelse 172!) als trauernde Eltern. Städtische LoiclienliestattuiigHanstalt in Laibach. ^aibachcr Zeitung Nr. 145___________________ 949 27. Juni 1917 die an der Wiederherstellung friedlicher Kulturarbeit interessierten Kräfte zu einer einheitlichen Friedens« aktion zusanünenzufassen. Die Einmischung Wilsons in die innere staatliche Entwicklung Drulschlands und Osterreich.Uugarns wurde einmütig zurückgewiesen. Schweden. Die Stockholmer Konferenz. Stockholm, 25. Juni. Das Auslunftsamt des Ar-beiter- und Soldatenrates teilt mit, daß der Termin des Zusammentrittes des Kongresses gemäß dem Wunsche der französischen Genossen, die nicht rechtzeitig lommen können, aufgeschoben worden sei. Griechenland. Allgemeine Amnestie für die Bcniselisten. Mailand, 2«. Juni. „Secolo" meldet aus Athen vom 15. Juni: Im Laufe der Woche wird eine allgemeine Amnestie für die Veniselisten erlassen werden.! Vemselos wird persönlich die Regierung übernehmen, z Die Franzosen in Athen. Amsterdam, 26. Juni. Die „Times" melden aus Athen, daß die Franzosen Sonntag früh in der Um« gebnng des Stadion nnd des Zappeion verschiedene Punkte der Stadt besetzten. In Prevesa landeten neben der französischen Abteilung auch Truppen der vorläufigen Regierung. Spanien Aufhebung der Verfassung. London, 25. Juni. Das Rcuter.Bnreau meldet aus Madrid: Der Ministerrat beschloß heute abends die Aufhebung der verfassungsmäßigen Garantien. Hie Vereinigten Staaten von Amerika. Der Plan der Rationierung der europäischen Ncntralcn. Washington, 25. Juni. (Reuter.) Präsident Wilson hat durch eine Ausführungsverordnung einen Beschlag« nahmerat zur Durchführung des Spähergesetzes und der Beschlagnahme der Lebensmittel geschaffen, um zu verhindern, daß Lebensmittel durch Vermittlung der Neutralen nach Deutschland gelangen. Der Plan zur Rationierung der europäischen Neutralen ist ausgearbeitet worden und soll sofort in Wirklichkeit umgesetzt werden. Ausbruch des Aetna. Lugano, 2s». Juni. Die italienischen Blätter melden aus Catania über eine große heftige Lava-Eruption des im Jahre 1911 neu entstandenen Nord'Ost-Kraters des Aetna, begleitet von einem Erdbeben. Die bisherigen Anzeichen lassen erwarten, daß der Ausbruch bald zum Stillstande gelangen werde. Gedenket der Uamenstags-und derGeburtstagsspende! Verantwortlicher Redakteur: Anwn Funtek. Razglas. S tetn se v zmislu pravil razglaša, da jc izredni obèni zbor podpisanc blagajne dnc 26. maja 1917 soglasno sklenil spremembo blagajnicnih pravil v zraislu cesarskc naredbe z dne 4. januarja 1917, drž. zak. št. 6, katere spremembe stopijo provizorièno v veliavo _ _ _ ._ _ - _ _._ -— i dine 1. jnllja 1917. To se dajc p. n. intcrcscntom na znanje z dostavkom, da so bistvenc spremembe naslednje: 1.) Prit;laševanje in odglaševanje zavarovancev je vršiti pismeno na tiskovinah, ki jih izda hlagajna- — 2.) Celokupni zavarovalni prispevek, od katerega plaèuje delo-dajalec eno trctjino, zavarovanec pa dve tretjini, se doloèi tako, da znaša na teden Stiri desctine povpreènega dncvnega, delovnega zaslužka mezdnc stopnje, ki so že bile sporoèenc p. n. interesentom s posebno okrožnico. Šesti del tedenskega prispevka da dnevni prispevek, šestindvajsctkratni dnevni pa meseèni prispevek. Nedelje sc ne upoštevajo. Plaèevanje kakor do sedaj, in sicer meseèno za nazaj. — 3.) Uvede se izredni podporni sklad za izrednc podpore potrebne zavarovance, jetiène in škrofulozne tcr v svrho podpiranja akcij zoper ljudske bolezni. Posamczni deli sklada zaèno po-slovati dne 1. avgusta 1917, 1. septembra 1917 in 1. januarja 1918. Prispevek znaša za zavarovanca po 1 vinar, za delodajalca pa po pn] vinarja na dan. — 4.) Bolniška podporna doba sc podaljSa od 20 na 30 tednov za vsc Clane, za one, ki so zavarovani vsaj eno, ozir. dve leti, pa na 40 tednov, ozir. eno leto. — 5.) Boinišèina in pogreb-nina se zviSata za 15°/0 n:id postavni minimum. — 6.) Poleg matcrinskega in varstva dojencev se uvede družinsko zavarovanje za èlanove svojce. Podporna doba 30 tednov. Do definitivnc uredbe zavarovanja in razposlatve pravil, so daje na željo na-tanènejša pojasnila v biayajni, Turjaški trg štev. 4/1, od 8. dopoldne do 1. popoldne, kjer je na vpoyled tudi nekaj izvodov pravil. Soèasno se razpoSljc natanèen p reg led lavaroyalnih prispevkov. Uvrstitev v nove mezdne stopnje sc bo izvcdla takoj na podlagi dosedanjih podatkov, tekom julija pa tcmeljem naznanil, ki jih bo treba na-praviti. Okrajna bolniška blagajna v Ljubljani, dnc 25. junija 1917. Mihael Rožanec s. r. ¦¦ • ¦ ¦ naèclnik. Zah114 Verlautbarung. lliemit wird im Sinne der Statuten verlautbart, daß die außerordentliche Vollversammlung der gefertigten Kasse am 26. Mai 1917 die Abänderung der Kassestatuten im Sinne der kaiserlichen Verordnung vom 4. Jänner 1917, R. G?BI. Nr. 6, einhellig beschlossen hat, welche Abänderungen mit 1. «Juli 1S17 provisorisch in Kraft treten. Dies wird den P. T. Interessenten mit dem Beifügen zur Kenntnis gebracht, daß die wesentlichen Abänderungen folgendes betreffen: 1.) Die An- und Abmeldungen von Versicherten haben auf den von der Kasse ausgegebenen Vordrucken zu erfolgen. — 2.) Der Gesamtversicherungsbeitrag, von welchem der Arbeitgeber ein Drittel und der Versicherte zwei Drittel zu zahim hat, wird derart festgesetzt, daß er pro Woche vier Zehntel des durchschnittlichen t iglichen Arbeitsverdienstes der Lohnklasse, welche den P. T. Interessenten mit besonderen Rundschreiben bereits mitgeteilt wurden, beträgt. Der sechste Teil des Wochenbeitrages gibt den Tages- und der sechsundzwanzigfache Tagesbeitrag den Monatsbeitrag. Sonntage werden nicht berücksichtigt. Einzahlung der Beiträge wie bisher, und zwar monatlich nachhinein. — 3.) Eingefühlt wird ein außerordentlicher Unterstützungsfond für außerordentlicher Unterstützung bedürftige Mitglieder, weiters für Tuberkulöse und Skrofulöse sowie zwecks Förderung von Aktionen zur Bekämpfung von Volksseuchen. Einzelne Teile des Fondes beginnen am 1. August 1917, 1. September 1917 und am 1. Jänner 1918 mit der Tätigkeit. Der Beitrag des Versicherten ist mit 1 Heller und jener des Arbeitgebers mit 7, Heller per Tag bemessen. — 4.) Die Krankenunterstützungsdauer wird für alle Mitglieder von 20 auf 30 Wochen, für jene, welche bereits ein Jahr, birzw. zwei Jahre versichert sind, auf 40 Wochen, bezw. auf ein Jahr ausgedehnt. — Das Krankengeld und der Beerdigungskostenbeitrag werden um 15% ul:>er das gesetzliche Minimum erhöht. — 5.) Neben Mütter- und Säuglingsschutz wird auch die Familienversicherung für Angehörige der Mitglieder eingeführt. Unterstützungsdauer 30 Wochen. K b Bis zur definitiven Regelung der Versicherung und Versendung der Statuten werden in der Kasse, Turjaški trg 4/1, wo auch einige Statuten zur Einsicht aufliegen, von 8 Uhr früh bis 1 Uhr nachmittags auf Wunsch alle näheren Auskünfte erteilt. Gleichzeitig weiden genaue Übersichten der Versicherungsbeiträge versendet. Die Einreihung in die neuen Lohnklasscn wird sofort auf Grund der bisherigen Angaben, im Laufe des Monates Juli jedoch auf Grund der noch zu erstattenden Meldungen durchgeführt werden. Bezirkskrankenkasse in Laibach, am 25. Juni 1917. . ' Michael Rožanec m. p. Obmann. Erste Laibacher Schönheitspflege- i :: anstalt und Parfnmeriegeschäft Poljanska cesta Nr. 7, Parterre. ! Pflege des Gesichtes, der Haut, der Haare, der Brüste I und der Hände. KörpermaBsage und Geiiohtidampf- \ bäder. Entfernung von Wimmerln, Sommersprossen, Mitessern, gelben Flecken, Böte der Haut und der Nase, Schlaffheit der Haut, des Unterkinns usw. Damen vom Lande erhalten Anweisungen zur weiteren Selbstbehandlung. i60i 8-5 Vertrauens • Artikel 1 Dampfgewaschene u. keimfreie Bettfedern und Cl^fcm *fBjftj a^ «mpflehlt die Betts•d«rn-V ICiUlll^Sii und Flaumenhandlung. V.J. HAMANNf RathausplatzNr. 8. Gegründet 1866. 56 32 AChtUng1! 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An dm nachbenannten österreichischen Staatsmittclschulen gelangen demnächst erle» digte Mrettorstellen zur Besetzung. a) ?Iü den Gymnasien mit deutscher Unterrichtssprache im XVI. und XVIII. Wiener Gemeitidedl'zirle, in Salzburg, Eger, Lands« lron, Mies und Mährisch-Ostrau; mit deutscher und slooeni scher Nnter» richtssprache in 3iudoifswert und am II. Staats» gymnasium in Laibach; mit polnischer Unterrichtssprache in Teschen, Drohohycz und am VI. Ttaatsgymna' sium in Lcmberg; mit kroatischer Unterrichtssprache in Ragusa üüd Zara; b) au dem Erzherzog Raincr-Realgymna' sium im II. Wiener Gemeindebezirle und am Staatörealgynmasium mit böhmischer Unter» richtssproche in Prag, Tischlergasse; c) an den Realschulen mit deutscher Unterrichtssprache im V. und XI. Wiener Ge< meindcbe^irle, in Laibach, Bcrgreichenstein und Neutitsch.'in. Vewcrber um eine der bezeichneten Stellen i haben ih-'c an das Ministerium für Kultus und Unterricht gerichteten Gesuche längstens bis 15. Juli 1917 im vorgeschriebenen Dienstwege einzubringen, wobei die derzeit im aktiven Militärdienste stehenden Anwärter ihre Newer» bung in einfachster Form (auch mit Feldpost» karte) anmelden lönnen. Wien, im Juni 1917. Vom t. f. Ministerium für Kultus und Unterricht. Neuer, ecliter »iiiii ist um 11K per Kilogramm verkäuflich. Wo, erfiilirt mau in der Administration dieser Zeitung. 1716 2 — 1 Krieosinualide Unteroffizier, kommerziell hochgebildet, 25 Jahre Praxis, Spediteur, Tariseur, orBtklaBs. Korrespondent otc. sucht nur für Kriegsdauer BeschäiilguoQ. Gefl. Anträge unter ,,RepräBenta-tlonafähiff ' au die Ariministrutioii dieser Zeitung. 1714 2 1 ScMm 11 ii Im ii bestehend aus Küche, drei Zimmern und zwei Veranden, vollkommen möbliert, in Obergamling, am Fußo des (jroßgiillonbergeg beim fließenden Wasser, für Madozwoeke geeignet, in fccbr geHiinder Lage in Walduiihe gelegen, wird über den Sommer oder für dauernd abgegeben. Auskunft dnreh die Besitzerin Alolsla Blaanik in Obergamling Nr. 18 bei Lalbaoh. 1670 3-3 1716 Št. 9318. Razglas. . Dobava di»v« Mestna obèina ljnbljanska kupi do 3000 vagonov že posekanih ¦uhih trdih in mehkih drv, ter pozivlje dobavitelje, da stavijo èim hitreje mestuemu županstvu v Ljubljani svoje ponudbe z navedbo kolièino in ceue. Eventuvalno (Èe se posreÈi dobiti vojake-sekaèe in voznike) se reflek-tuje tudi na drva, katera bi bilo fiele posekati, toda le v ugodni legi, ako mogoÈe v okoliŠu ljubljanskega, kamniškega, litijskega in koèevskega okrajnei!,a glavarstva. IVlestni magistpat \r Ljubljani, dne 22. junija 1917. \ Wimmers Fahrplan \ der i Bahnen der österr. Alpenländer und der angrenzenden I Verkehrsgebiete der südlichen und westlichen böhmi-i sehen Bahnen etc. f gültig vom 1. Juni 1917 bis auf weiteres 9 ist soeben erschienen und in der Buch- und Musikalienhandlung lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg I 0VT* zum Preise von 50 h erhältlich. HJ^ L Nach auswärts 10 h mehr. 1712 8-2 *j 5i _______,«41 K, k. österreichischer Militär-Witwen- und Waisenfonds. Axiträge a,«if Kriegs-Anleihe«Versicherungen f<^ werden bis 31. Juli 1917 "91 entgegengenommen. 71S Von dieser günstigen Gelegenheit zur Ki?ie^s-Änleilxe-.Zeielxniingr soll jeder Gebrauch, machen, der seine Pflichten gegen das Vaterland erfüllen, seine Ersparnisse auf lange Jahre hinaus gut und sicher anlegen und für seine Angehörigen sorgen will. — Anträge nehmen entgegen: unsere IL&ndesstelle, Laibach, Franzenskai 1II., die Bezirksstellen, unsere bevollmächtigten Vertreter, sowie die k. k. Steuer-, Pfarr- und Gemeindeämter und die Schulleitungen. • I Tr,:ck r.n'' Vi-rlig von Jg. v. Klliüü'.ayr H Fed. Äamberg.