Marburger Zeitung AMTLICHES ORGAN DES ▼•rU« nad SckrlftleltuDg Muborf •. «. Dm, BadgatM Ht. $. Peraraf! Nr. IS-tV, »-«•, tS-tt. Ab M Ute (Uglld- auAtt Samitag) 1kl di« Scbrlftlaitung nur auf Pernni' Nr 26-67 «rralrbbar. Unverlangta Zutchrlftaa wardai •lebt rÜckgMandt. Bei timdldieii Anfragen iit daa RA rkport ^^aizulagn. Poiti'-heckkonto Wien Nt. S4.60t. GMcbKUatall** • ClUl. M^rktplati Nr. 11, Pararuf Nr. T, oad la Palla«, UngartorgaiM Nr. 1, Femnif Nr. M. STEIRISCHEN HEIMATBUNDES fcKA«la» i^tlgHck Mor««ualtufif. •mgapratt «■ rermta Mhiba«) ■ofLatUeh RM 2,M l;T bat Ltefarung !■ Streifband luiflgltch Portoj bei Abholen la der GeirUftMtalU ^Altreidi durch Pott monatlich RM J.tO (einirh' Rpf PoftzeilungigebObr) and M Rp( ZuateD- gavnu. natelaaaiaieTa Warden aar gagea Vorataiaadanfl daa Rnzelprelaef and der Portoauilagea lafeaandat. Nr. 113 — 83. Jahrgang Narbur^'Drau, Freitag, 23* April 1943 Einzelpreis 10 Rpf Gerechte Strafe für USA-Mordbrennerl Gan(|sterflieger, die Tokioer Zivilbevölkerung terrorisierten, zum Tode verurtefli — Roosevelt Ifigt für die M5rder an nnscbiildigen Frauen und Kindern Berlin, 22 Apiil Am 18. April 1942 unternahmen ame-rikaniiche Luftpiraten einen Terrorangriff auf die japanische Hauptstadt Tokio. Bei diesem Angriff, der sich wie alle n Goldbestände der Welt den um Goldanleihen nachsuchenden Staaten die wirtschaftlichen Bedingungen diktieren, unter denen sie Gold für den sogenannten Stabilisierungsfond erhalten können. Um von vornherein auch die Möglichkeit auszuschalten, daß sich ein Staat auf anderem Wege die erforderlichen Goldmengen für den Stabilisierungsfond beschafft, sieht der Plan eine internationale Kurskontrolle vor, durch die jede Währungsbewertung für eine aktivere Gestaltung der Handelsbilanz\inmögiich gemacht wird. Die für eine Änderung des Wech«!el-kurses erforderliche */# Mehrheit In der Verwaltung des Stabllisicrunystonds ist ohne die Zustimmimg de- Amerikaner deshalb nicht möglich, weil die Wallstreet In dem Direktorium über mindestens 25 Prozent, also '/4 der Stimmen und Aber einen noch weit größeren Einflußfonds die Stimmen der von den USA wirtschaftlich direkt abhängigen Staaten haben wird. Mlit zyniischer Offenheiit wird d«r*its «in geiwisser Druck au&gedbt wird, um den Reichtum der USA an Goldvorräten wieder in Fluß zu bringen, verlauten gut informierte Newyorker Bankkreise, die erklären, daß die Vereinigten Staaten Zill starke Interessen im Gold 'Investiert haben, um es untätig Uegen zu lassen. Die Festsetmng des Francs-Kurses erfolgte beispielswedse in einem so niedrigen Verhältnis zum Dollar, daß er kleinere und mittlere französische Sparer in Nordafrika praktisch an den Bettelstab gebracht hat. Di« amerikanischen Juden aber konnten alles, wai ihne.n kaufenswert erschien, ähnlich billig erstehen, tkm seinerselt unter Ausnutzung der deutschen Inflation 1920—1923 das Deutsche lUich auege-kauft haben. Mit dem Plan einiar InleiiiatlonÄlen WährungsstabiWeierung auf der GoJd-basis sind aber die letzten Sclilel®r von den amerikandsch-jödiBchen Weltver-sklavtingsplänen gefallen. England, da* sedne bisher beträchtlichen ven während des Krieges ganz an WaJl-street abgegeben hat, stellt nur noch schwache Versuche an, sich den amerikanischen Versklavungsplänen lu entziehen, und hat deshalb einen eigenen Vorschlag für eine allgemeine Wäh-rungsstabilrisrierung nach dem Kriege ausgearbeitet, zu welchem es seine wichtigsten Gedanken übrigen« aus der Währungspolitik des bo verhaßten nationalsozialistischen Deutschland bezog. Die englische Opposition gegen die amerikanischen Pläne ist jedoch zu schwach, um überhaupt ernst genommen zu werden. An ihr werden die Pläne der Wallstreet kaum schedtem. Schedtem werden sie nur durch die Reaktion, die der ungeheuerliche jüdiisdhe Betrugs- und Ausbeutungsplan in allen betroffenen Völkern eines Tages auslösen wird. 04 T. H. des Weltgoldbestandes In USA-Besitz Madrid, 22. Aprfl Der EFE-Korrespondent berichtet: Nach einem aus Kapstadt von der Südafrikanischen Finanzgesellschaft erhaltenen Telegramm besitzen die USA heute 64 v. H. der Goldbestände der Welt. Diese Bestände werden für Ende 1942 mit 3731,3 Millionen Kilo angegeben. • Stolze Waffentafen einer Division InfanteriediTision »Großdenttchland« Temichtete Im enten Jahr ihres Bestehens 838 Sowjetpanxer und 757 Geschütze Berlin, 22. April Vor Jahresfrist wurde am Geburtstag des Führers das aus Freiwilligen aller deutschen Gaue gebildete Infanterieregiment »Grofldeutschland« gegründet und dann zur Division erweitert. Im ersten Jahre ihres Bestehens stand die von Eichenlaubträger Generalleutnant Heernlein geführte Division immer wieder im Brennpunkt entscheidungsschwerer Kämpfe und rechtfertigte von neuem durch hervorragende Leistungen ihre Sonderstellung innerhalb der Wehrmacht. Bereits der Sommer 1942 brachte der .^ätets mit den neuesten Waffen ausgerüsteten Stoßdivision bei den Angriffsoperationen im südlichen Abschnitt der Schon wieder einer, der die Welt verteilt Mr< Clappers Fin^crzci^ auf die amerikanisch-sowjetische »Ordnung« Kirikalurt Dthncn-DIcnil Churchill: »Es krabbelt schon aller lei. .. aber die Pacht- und Leih-Laus Isl doch die größte im britischen Pelzl« Lissabon, 22. April Die Zustimmung der Vereinigten Staaten zum britischen Verrat an Europa und die damit verbundene PrcisjJibc der sogenannten »verbündeten Exilrejjierungcn* wird durch 4®n dem Weiften Haus besonders nahestehenden Journalisten Rei-mond Clappcr, der als Sprachrohr Roo-sevelts ang[esehcn werden kann, im ersten Aprilheft der Zeitschrift »Look« erneut bestätigt. Die Sowjetunion werde, so verkündet Clapper als ersten Grundsatz der USA-Politik, an ihren Westgrenzen die von ihr geforderten Gebiete erhalten. Zwar werden, so meint er, einige kleine Staaten dagegen protestieren, aber die Versailler Politik, die auf die Schaffung von Kleinstaaten hinausging, hat sich als keine Ideallösung erwiesen, denn die kleinen Nationen wurden zum Nährboden neuer Kriege. Man müsse darum endgültig Ober die Auffassung hinwegkommen, daß eine Nation, nur weil sie klein sei, automatisch mit besonderen Rechten ausgestattet werden solle. Im Falle eines angclsSchsich-sowjeti-schen Sieges müsse die Führung der Welt in den Händen von Roosevelt, Stalin, Churchill und Tschiangkaischck liegen. Zwei der genannten Männer wurden von Clapper aber offenbar nur aus Höflichkeit erwähnt, denn er erklärt weiter mit besonderem Nachdruck, daß nur die gro-Ben Nationen im Rahmen einer »amerikanisch-sowjetischen Weltordnung« in die Lage versetzt werden dürften, Waffen herzustellen. Die Notwendigkeiten der USA für die Landesverteidigung werden, so fügt er gleichzeitig hinzu, nach diesem Kriege wesentlich großer sein als je zuvor. Amerika müsse besonders alle Annäherungswege nach dem amerikanischen Kontinent schützen und beherrschen. Das gilt — so erklärt er ausdrücklich — nicht nur für den Pazifik, sondern auch für den Atlantischen Ozean, Präsident Roosevelt habe darum nach der Konferenz von Casa-blanca ganz klar verständlich gemacht, daß Dakar, der Absprungplatz zu der westlichen Hemisphäre, unter amerikanischem Einfluß stehen müf^te Grönland und Island, hebt Clapper hervor, sind bereits besetzt. England sei ein »sicherer Verbündeter« (!). Aber auch Frankreich sei für den amerikanischen Kontinent wichtig, da von dort aus ein U-Boot-Krieg gegen Amerika ermöglicht werden könne. Die USA leien darum entschlossen, sich eine Kontrolle über die französische Regierung zu sichern, ebenso wie sie in den übrigen Ländern Europas mitreden würden, um die Sicherung der Wege nach Amerika in der Hand zu haben. Das bedeutet nichts anderes, als daß die USA bereit sind, Europa an den Bolschewismus abzutreten unter der Bedingung, daß man ihnen an der Westküste Stützpunkte zur Sicherung ihrer Schiff-fahrtsliniea überläßt Bemerkcn.swert ist dabei, daß Clapper die amerikanische Öffentlichkeit mit dem Gedanken vertraut zu machen versucht, daß die Sowjets auch Forderungen im Pazifik stellen werden, die nicht zu umgehen sein dürften, und daß «s zweckmäßig sein würde, eine gemeinsame Verantwortung der Sowjetunion, der Vereinigten Staaten und Chinas in Südostasien zu organisieren, Dieses Programm Clappers ist typisdli Politik treiben n kAmiM wfl)iiii Es Ist darum in erster Linie Interessant als Symptom amerikanischer Mentalitlt, die den Wahn nihrt, die Welt nach ei|t*i^*>o Belieben aufteilea tu kfonen, wobei man sich großzügig Aber die jahrtausendealte Tradition anderer Kontinente, Aber die Lebensrechte fremder Völker nnd Aber die primitivsten Grundsitie intemationa* ler Moral hinwegsetzt. Dieses Programm hat nur den erfrettlichen Nachteil, daß es alle Faktoren der fetfenwlrtigen and zukHnÜigen Weltlage auBer acht liOt, denn diese werden nicht von einer amerikanisch-bolschewistischen Allianz, sondern von den Mächten des Dreierpaktes bestimmt. Ostfront viele siegreiche Gefechte. 236 vernichtete Sowjetpanzer, 208 zerstörte oder erbeutete Geschütze und 26 502 Gefangene waren das zahlenmäßige Ergebnis dieser Kämpfe. Nicht weniger erfolgreich war die Division bei den schweren Abwehrschlachten des Herbstes und Winters. Den Auftakt für das erbitterte Ringen in Eis und Schnee bildeten die Herbstkämpfe im Räume Ton Rschew, bei denen der Feind 132 Pan-zerkampfwageu, 49 Geschütze und über 700 Gefangene nnd ein Vielfaches der Gefangenenzahl an Toten verlor. Auch unter den erschwerten Gefech.tsbedln-gungen des Winters verlor die Diri-slon nichts von ihrer Kampfkraft; »on-dern zerschlag bei Jedem Einsatz die bolschewistische Übermacht and erhöhte bei geringen einigen Ausfällen ihre Beutezlffem um weiterer 196 Panzer und 181 Geschütze. Den eindrucksvollsten Erfolg errang jedoch die Infanteriedivision »Großdeutschland« Im März dieses Jahres. An der Spitze eines Armeekorps stieß sie von Charkow nach Norden gegen BJel-gorod Tor, zerschlug dabei die sowjetischen Armeen und tieschtofi die erfolgreichen Kämpfe mit dem Sturm auf Bjelgorod. Vom 7, bis 23. März yernich-tete die mit »Tigerc-Panzem angreifende Division in überaus harten Kämpfen nicht weniger als 274 Panzer, 319 Geschütze und Tausende Ton Bolsche-wisten aller Waffengattungen. Insgesamt hat damit die Infanteriedivision »GroBdeutschland« im ersten Jahre ihres Bestehens 838 Sowjetpanzer und 757 feindliche Geschütze vernichtet oder erbeutet Dank an die USA-Sträflinge Ein Meisterstück Mrs^ Koosevells Lissabon, 22. April Einige amerikanische Reklamegefängnisse sind bekanntlich mit allem Komfort der Neuzeit ausgestattet. Weim man vor dem Kriege die von den geschäftstüchtigen amerikanischen Fotoagenturen in Umlauf gesetzten Bilder betrachtete, konnte man der Melnimg sein, dafl ein »Unternehmen« das andere zu überbieten versuche, so schön waren die Baseballplätze, die Lesehallen und schlieA-lich auch die Zellen. Man hätte sogar meinen können, Bilder aus einem mondänen kalifornischen Badeort vor sich zu haben, wenn man durch die Unterschrift nicht eines besseren belehrt worden wäre. Vor den 2500 Insassen eines solchen neuzeitlichen Instituts in San Quentin— Kalifornien, sprach dieser Tage die Frau des Präsidenten. Mrs. Roosevelts Rede wurde nach dem amerikanischen Bericht von den Sträflingen »Jubelnd aufgenommen«. Ihre Ausführungen waren aber auch wieder einmal genau das, was nach dem Herzen ihrer lieben Landeskinder ist Zunächst dankte aie den Häftlingen für »ihre großartige Arbeit für die Kriegsanstrengimgen«. Auf die soziale Frage eingehend, tröstete sie die Gefangenen, indem sie sagte: »Der Kri^g erlegt vielen anderen Männern noch größere Behinderungen auf als Sto sie zn ertragen habenc. Es gehört keine besondere Gellte»-schärfe dazu n erraten, dafl damit wold nur die amerikanischen Soldaten gemeint sein können, und wenn man die Ansicht der Frau Roosevelt rerallgemei-nem wollte, könnte man annehmen, daS sich die amerikanischen Männer im Gefängnis wohler fühlten als auf dem Schlachtfeld. Sollte das aber nicht der Fall sein, dann dürfte diese zynische Äußerung eine Ohrfeige für die Soldaten sein. Wir wollen uns darüber nicht den Kopf zerbrecheni wie deutsche Soldaten darauf reagierem würden, wli wir Jedenfalls genau. Vlerzlgjahiiges DlenstJablllaH 4ee Generals der Infanterie tob Botk. General der Infanterie Kuno Hans tos Both, der einer alten SoldatenfamiUe entstammt, trat Tor rierdg Jahren, am 24. April 1903, in die deutsche Wehrmacht ein. Im Weltkriege errang er sich als tapferer nnd unsichtiger Führer den Groden Pom )m m^te. Gegenwärtig steht General von Both im Osten an besonders verant woi tungsvolier Stelle. Marsdiell Antosesca kestcktlgte Gemeinschaftsaasstellnng. Die Tor kurzem in Bukarest eröffnete mmftniscb-deutsche Gemelnschaftsansstelhing >Ao-tobahn md Wasserstraße« wurde Mittwoch vom ^itunAnischen StaatsfAhrer Marschall Antonescn besichtigt Der Marschall gab nnter dem Eindruck der Ausstellung selbst unmittelbar Anregungen zu rumänischen Projekten. Regiemngskrise In Syrleo. In der syrischen Regierung ist edse neue Krise eringeitreAflO. Emir Mustafa Seihabi hat, so meldet »Meesaggerro« ans Ankara, seine Demissdon eingeredcht Tat- sache, die unvso emster bewertet wird, als der Emir zugleich Versorgungamiini-ster war. Minute des Angriffs ist djal Handgranaten schlagen die Bresche Am Donez, kn A])ril 1942 Als der deutsche Gegeostofi die wedt nach Südwesten durchgebrochenen sowjetischen Panzerarmeen aiiffing nnd bis auf den mittlereii Donez zurückwarf, blieben aiiiige besonders zäh verteddigte Bmckenköpfe auf dem rechten Flußufex in Feindeshand. Einen davon ednzudrük-ken, lautete der Auftrag, der einem thüringischen Panzer-Grenadierbataülon gestellt wurde. Begleitet vom Singen der Granaten, die hoch in. der Luft gegen die sowjetischen Stellungeci jagen, /.leht die lange Reihe der Grenadiere schweigend nach voine in den Bereitstellungsraum. Tagelang haben sie alle so selten wie möglich den Fuß vor die Bunkerlinje geseift, die Schutz und Si-cheriieut gewaiirte. Nun sind sie herausgekrochen aus den Erdlöchern, gewin-uen durch euie Gasee im eigenen Minenfeld den nahen Waldrand, um üch über den Irühiingsatmenoen Boden, aus dem blaue Scilla und gelbe Zwergkrokusse hervorbrociien, behuLsam oach vorne zu schieben. X-mal sind die meisten von ihnen schon auf Spähtrupp hier gewesen, als es galt, die Gewohnheiten und die Stärke der gegnerischen Posten bei Tag und Nacht zu erkunden, wenn möglich aus ihrem Versteck herauszuholen oder einige Gefangene heimzubringen. Diesmal aber gilt esl Leise kracht dninten in der Schlucht der nasse Schnee, brechen cbe zur Seate geschobenen Zweige. Aber diese Geräusche werden r erstickt durch das Brummen der Motoren. Denn jetzt, da die' Angriffszeit näher rückt, jagen durch die Luft Stukaa und Bomber, Jäger und Zerstörer. Eine Hakenkreuzfahne cun Waldrand zeigt den Homissen-schwärmen, bis wohin die eigene Angriffsspitze schon vorgedrungen Ist. Aber nicht viel welter setzen die Stiikas zum Sturze an, und dann zerreißt ohrenbetäubendes Krachen die Luft! Wohl eine Viertelstunde lang ist das eigene Wort nicht zu hören. Während die'Grenadiere wie gebannt dem Schnuspigl folgen, schiebt der Kompaniechef den linken Ärmel zum Handgelenk und verfolgt den Zeiger auf seiner Uhr. Mit einem Ruck drückt er sich vom Boden, blikt den Soldaten, die Ihm I für die Art, in der man in Washinjiton am nächsten sijid, in die Augen. Dann hebt ar den Arm. Die Minuia des Angriffs iat da. Und die Männer, die dem Tod i^cht erst ednmal ins Gesicht geschaut haben, besinnen sich ndoht ednen Augenblick. Sie wissen, daß schnelles Handeln Verluste erspart Noch ehe die Sowjets Zeit gefunden haben, dia Köpfe aus den Löchern zu heben, müssen dia Handgranaten fliegen. Zügig geht es voran, doch nie unbedacht Feindliches Feuer vnrd mit dem schnell in Stellung gebrachten MG ndederge-halten. Durch den Wald wird gepirscht, über Schneisen und Wiesen im Sprung rasch wieder Deckung glommen. Befehle, Weisungen fliegen von Mann zu Mann. Stets folgt die Ausfühnmg auf dem Fuße. Links ist der zweite Zug In einen Graben eingebrochen, hat ihn in schnellem Zugriff aufgerollt. Einige Sowjet-armifiten schössen, bis sie getroffen vcm der Brustwehr rutschten. Aua einem tiefen ErdJoch schaut uns erstaimt ein Offizier an. Noch ehe er seine Maschinenpistole hochreißen kann, ist er unschädlich gemacht. Zwei jtmge Biu-schen von 17 bis 19 Jahren fallen als erste Gefangene in unsere Hand. Ihre Schußwaffen haben sie bereits weggeworfen. Nun können sie sich gar nicht genug beerilen, ihre Koppel abzuschnallen und »ich ihrer Seitengewehre zu entledigen. Erleichtert schauen sie sich an, als die Angriffswelle über sie hinwegspült. Für sie — so hoffen sie — lät der Krieg aus. Leuchtkugeln steigen zum Nachthimmel. Der Ruf »Sanitäter nach vom« läßt wissen, daß es auch bei uns Ausfälle gegeben hat. Aber die Mehrzahl der Verwundungen Ist nicht ernst, Granat-werfersplitter, Risse, blutende Wunden. Mit Notverbänden können die meisten der Getroffenen ohne fremde Hilfe den Weg nach hinten antreten. Inzwischen hat die Nacht ihre Schleier über das Land gesenkt. Gerade zur rechten Zelt, denn nun führt der Weg hinaus aus dem Wald, über offene Hänge zu einer Höhe, dem Angriffsziel. Die Blickverbindung zu den rechts und links angreifenden Kompanien reißt ab, Aus allen Richtungen schallt Gefechtr.lärm über die Felder und auch die dicht am Ohr vorüberzwitschernden Geschosse lassen kein sicheres Urteil zu, wo Freund und Pednd steten. Nnr gledAeodi Lancfilk»-geln, deren Hochsteigen aUetraells dnrch »volle Deckung« beantwortet wird, gm-ben eine Antwort Es ist finster gewonlen, vi* einem Sack. Durch die NaohA schieächea im Regen die vernuunmLen Gestaiteo. Allem das Angriifaziel, an dem eiae Stuk*-boihbe einen Bunker in Brand geactit hat, uiKi ILanunende Dörfer geetattea stets wiieder eine Orientieomg, Spähtrupps suchen AnJehnuug an die Nach-barkompanien. Links mit Erfolg, rechts zwingt mörderisches MG-Peuer zur Umkehr. Der Rest der Kompanie hat aber längst das Schanzzeug zur Hand genommen und wühlt sich in die Erdei. Zuerst liegen MG's und Granatwerfer hinter schützenden Wällen, dann sänken die Grenadiere mit Jedem Spatenstich tiefer. Feindliches Artilleriefeuer, das die ganze Nacht über nicht abrißt liefert die Begleitmusik und beschleunigt den Takt der Arbeit Nur für kurz« Minuten werden die klammen Finger an dem Feuer der brennenden Bimker aufgewärmt. Dann geht es wieder in die Erdlöcher, in denen inzwiischen das Wasser bis an die Knöchel reicht Wo Bdnd sie? Auf der Karte kann es jeder zeigen. Aber erst tot dem ersten Licht das im Osten die Silhouetten der Höhen säumt, gewinnt man sine konkrete Vorstellung von der Landschaft Voraus spiegelt unten das Band des Donetz, und nach beiden Selten fällt das Gelände. »Wir liegen hier ganz schön auf dem Präsentierteller«, sagt der Kompaniechef, während er zufrieden lächelnd in die Runde blickt, wo nur noch die Köpfe aus der Erde herausschauen, »aber wir sind rechtzeitig fertig geworden mit dem Eingraben.« Die Kompanie hat eine beherrschende Höhe genommen, während rechts der Angriff voranschreitet. Kriegsberichter Hans Teicha, PK Drtick ■. Vtriag Marburgw Vtriaga- ■. Dnickarai Gel. m. b. H. — Vcriagtlellond Egon Rtumgartaer Anton G« " Haupt«chrilt1eitung Marburif t }crichBck, all« d. Dran. Badfiaaie 6 Zur Zell fflr Anzeigen die PrelnllBte Nr. 3 Tom 10 April 1043 gültig. Ausfall der Lieferung dei Blatter bei höheror Gewalt oder Betrlebsitöning gibt seinen Antpruch auf Rflckzahlung dei Bezugs-geldei. MARBURGER ZEITUNG FreflaJ, 23, April « Nr. 113 * ^cite 3 Wertvolle Arbeitskraft Jeder Unfall, durch den die Arbeitskraft eines schaffenden Menschen füi kürzere oder längere Zeit Idhrngelegi wird, bedeutet im Kriege und in der Zeit de» höchsten Krüfteeinsatzes eine •(hwere Schädigung des gesdmten deutschen Arbeitsprozesses Der in der Heimat schaffende Mensch ist verpflichtet, von sich aus alles zu tun, um Unfälle bei der Aibeit zu vermeiden und sein« Arbeitskraft zur Sicherung des deutschen Sieges zu erhalten. Wer in die Betriebe hineinschaut, der findet heute überall Plakate und Hinweise, die die Gefolg-»chaftsmilglicder zu verdntwortungsvol-lem Verhüllen bei der Arbeit und zum Schutze der eigenen Gesundheit anhalten. »Arbeite unfallsicher!«, sagt eindringlich ein solches Schild, auf dem zwei Arbeitshände abgebildet sind, »Gesunde Härlde sichern Dir Dein Biotl« Ein älterer Mann zieht energisch einen Lehrling von der Maschine fort: »Weg von der Maschinet Erst mit 17 Jahren darfst Du Maschinen bedienen!« Aus den unscheinbarsten Verletzungen können schwere Schäden entstehen. »Auch wenn nur ein Hautriß ist, halte ihn verbunden!« Blinder Elfer schadet nur, sagt ein altes Sprichwort. Man köfnte es vielen beute als Warnung vorhalten. Def Handkarren, 4er mit Kisten zu hoch beladen wird, sodaß sich die Last neigt und dem der den Karren schiebt, auf den Kopf füllt, tausend nicht beachtete Sicherungen an den Maschinen, die man ausschaltet oder nicht beachtet, weil der Arbeitende glaubt, es* nicht nötig zu haben — all das ist die Ursache von Un-Torsicbtigkelt und Unüberlegtheit! Da wird die festverschlossene blecherne Kaffeekanne auf den heißen Ofen gestellt, bis sie explodiert und der kochende Kaffee einem Menschen ins Gesicht spritzt, und wie oft sind der schaffenden Hand schon Schmuckstücke, lUnge, mit denen der Mensch in der Mn-■chine hängen blieb, zum Verhängnis geworden. Die deutschen gewerblichen Berufsqe-ftossenschaften haben es sich zur Aufgabe gemacht, aus Jedem der vorkommenden Unfälle sofort Vorkehrungen gegen ihre Wiederholung zu treffen Deshalb werden alljährlich von den gewerblichen Berufsgenossenschaften in Form von bebilderten Heften »Berichte über Unfallverhütung« herausgegeben, die heute für alle schaffenden Menschen wertvoller sind denn je. Eisen auf immerdar Besuch im Vordernberger »Vierer Öfen« iieirische Jugend Steirischer Stahl - Mein erster Anblick einet Hochofen-instiches wird mir in unvergeßlicher Er-nnerunii lein. Es war in Donawitz, der •teiriachcn Hochofenstadt nächst Leoben, wo ich alt Junge dieses Erlebnis hatte. \U das weißflQsiige Eisen in feuer-zuckendera, breitem Strom aus, dem An-^tichloch rann und diese glühende Natur-<{ewalt sich in das von Menschenhand vorgeschriehene Sandbett ergoß, von kr&ftigen Männerfäusten mit Stahlstangen (gelenkt —, das war wohl mein erster und auch stärkster Eindruck von Kraft und Arbeit! Diese Hochofenm&nner mit den Lederschflrzen, die ich damals bewunderte, leben heute wohl schon im stillen »Ausgeding« in Vordernberg, das zu einer Stätte der pensionierten Hochofenarbeiter und Knappen geworden ist. An ihrer Stelle aber stehen junge Menschen, die den Strom des feurigen Eisens lenken. Unsere steirische Jugend ist heute mehr denn je der Wahrer und SchQtzer des •■iteirischen Eisens geworden, diesem kost-Imsten Gut des Gaues. Umgeben mit aller Sorgfalt einer nationalsozialistiichen Menschenführung wichst hier eine neue Ei-«engeneration heran, die Hüterin alter Tradition sein soll und wird; denn die Geschichte der Steiermark ist eng verbunden mit der Geschichte des Eisens Wir besuchen eine der ersten Stätten, von denen der Ruhm des steirischen Eimens in die Welt hinausging; Vordernberg. Wie schon der Name sagt, liegt es »vor dem Berge« — damit ist der Erzberg gemeint. Von Leoben bringt uns eine Zweigbahn nach Vordernberg, wo die Zahnradstrecke beginnt, die nach romantischer Gebirftsfahrt über den Prebichlpaß durch den Erzberg-Tunnel nach Eisenerz führt, ^^eute rauclien die Schlote und sischt der lieOende Efsenstrom in Donawitz, einst aber war Vordernberg die Hochburg der Eisenerzeugung. Diese stillgcwordene Eisenstadt bietet sinen seltsamen Anblick. Rauchgeschwärzt stehen die alten Werksgebäude da, die verwitterten Hochöfen und Radwerke, die unter Denkmalschutz stehen. Der interessanteste dieser Hochöfen ist der Vor-Jernberger »Vierer Ofen«, der zu einem steirischen Industriemuseum ausgestaltet wird. Die Abteilung Iflr Bergbau, Geologie und Technik des Gra?er »Joan-ncums« hat unter der Leitur^ ihres Vor- ________standes, *Dr Wilfried von Teppner, ein m. Kochkurs in Rohitsrh. Auch in der I naturgetreues Modell des alten Vordem Ortsgruppe Rohitsch hnt das Amt Frauen einen Kochkurs abgehalten, Dei Kurs, von 40 Frauen besucht, war ein voller Erfolg, Mit einem netten Beisnm-nensein schloß der Kurs, bei dem die Frauen Kostproben ihres Könnens ablegten. berger Hochofens Nr 4 angefertigt. Schon früher wurde über Dr von Teppners Anregung das Modell eines steirischen Floßofens aus der Zeit um 1780 hergestellt, der der Vorläufer unserer modernen Hochöfen war. Kennzeichnend Iflr die steirische Ei- Das Innere der Aulnalimcni FloßhUtte Suili-n-Lichtbild. Cr» sencrc«iigim| wmr Us tief im 18 Jahrhundert hinein der Stuck ofesbctrieb, bei dem man nach 12- bis ISstundigem Schmelzen einen Stahlklumpen erhielt, den man nach Aufbrechen der Ofenbrust weißglühend aus dem Ofea zog Bei diesem Verfahren mußte nach jedem Schmelzen der Ofen, neu angeheizt werden. Wann und wo 'dieses Verfahren durch das des fortlaufenden Schmelzbetriebes im Floßofen ersetzt wurde, bei dem durch »Abstich« da« flüssige Roheisen gewonnen wird, ist nicht festzustellen. Die Anfänge des FloQofenbetriebes für den ganzen Ostalpenraum lagen aber jedenfalls in Kirnten. In Steiermark tauchte der erste Floßofen 1564 in Golrad bei Mariazell auf. Jedoch setzte er sich nicht recht durch. Das kam daher, weil der wesentliche Vorteil des alten Stückofenbetriebes darin lag, daß er beim Niederschmelzen des Erzes bereits ein brauchbares Erzeugnis, nämlich Stahl ergab, während der Floßofenbetrieb ein an sich noch nicht verwertbares Halbprodukt, nämlich Roheisen lieferte. So kam es, daB gerade im Kerngebiet des steirischen Eisenwesens der Floßofen-betrieb erst um ungefähr 1760 neuerdings mit größerem Erfolg eingeführt wurde, wobei man nun auch der Eigenart des leicht schmelzbaren, reinen steirischen Eisens im Bau der Ofen allmählich gerecht wurde. Die historische Entwicklung dieses alten Vordernberger Radwerkes, das wir im Bilde zeigen, stellt ein interessantes Stück steirischer Heimatgeschichte dar. Bis tief in das 19. Jahrhundert, sogar bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts wurde in Eisenerz in 19 und in Vordernberg in 14 Radwerken gearbeitet. Die Erfindung des Koks-Hochofens mit seinen unvergleichlich höheren Tagesleistungen beendete die Zeit der Holzkuh-len-Hochöfcn, die sich noch am längsten in Vordernberg hielten. Gegenwärtig stehen in Vordernberg außer einem modernisierten Radwerk, das noch bis vor zwei Jahrzehnten in Betrieb war, nur noch die Ruinen der alten Hochöfen, was eben Vordernberg sein charakteristisches Aussehen gibt. Was is» ein »Radwerk«? Die Bezeichnung kommt daher, weil sich im Dachgeschoß eir wichtiger Bestandteil des Betriebes befand; ein großes Tretrad, das zum Heraufholen des Erzes aus den unten befindlichen Rostöfen diente. Uber eine Leiter stieg man in sein Inneres und brachte es durch sein Eigengewicht in Drehung, wodurch sich in seiner Welle ein Seil aufrollte, das einen Eimer mit den Erzen zur Füllung der Ofen emporhob. Das Radwerk 4, das nun zu einem Museum umgestaltet wurde, dessen Gesamtansicht wir nach dem Modell im Grazer Joanneum zeigen, wechselte oft seinen Besitzer. Zuletzt gehörte es der Firma Schoeller, die den Betrieb im Jahre 1911 stillegte. Seit dieser Zeit rauchen die Schlote in Vordernberg nicht mehr ,.. Das andere Bild gewährt einen Einblick in das Innere einer Floßhütte, mit dem Radwerk 4 in Vordernlierg Nach dem Modell im Grazer Jodnnetim Ofenstock, dessen Abstichöffnung uns zugewandt ist. Diese Modelle im Grazer »Joanneum« geben uns ein vollkommenes Bild des Schmelzbt'triebes, der in seinen wesentlichsten Vorgängen seit ältesten Zeiten so vor sich ging. Im 19, Jahrhundert entstanden dann jene prächtigen Küttenbauten, deren Ruinen uns heute noch in Vordernberg entgegentreten, die auch künstlerisch zu den besten Werksbauten der deutschen Geschichte zählen. •k »Eisen auf immerdar!« Dieser alte steirische Knappenspruch möge heute auch das Motto unserer Jugend sein. Immerdar soll das Eisen geschmiedet werden, nie soll es versiegen unter den Händen der neuen Generationen, die es heute noch zum Schwert formen muß, morgen aber schon zum Pflug . ,. Ewig gleicher Schmelzvorgang — ewig war der Weg zur Form auch hart und wird es immer bleiben. Die alten Fk)ß-ofen in Vordernberg sind kalt und stumm geworden, ihr Feuer aber leuchtet siegesfroh weiter in allen Waffenschmieden des Reiches Hans Auer m. Veranstaltungen In Rohltsch-Sau'^ erbrunn. Seit dem Einzug der Wehrmacht in Rohitsch-Sauerbrnn mehren sich erfreulicher Weise die öffentlichen Veranstaltungen. Nach mehreren gelungenen Aufführungen konnten wir die fesselnden Darbietungen des bekannten Zauberkünstlers Winterri aus Graz be wundern. Nun hat sich die Wehrmacht erstmalig hei uns auch auf dem Gebiet des Sportes betätigt, Am Sonntag fand am hiesigen Sportplatz ein Fußball-Wettspiel zwischen der Wehrmacht und der SA-Führersrhule statt. Das Spiel wurde von der Mannschaft der Führer-ichule mit neun gegen drei Toren gewonnen Frohe und glückliche Kinder Die zwölfte Kindcrgnippe im Kreis Trifail Wieder wurde im Kreis Tiifdil eine weitere Kiiidergruppe erölinet, diesnicil in der UrtsfjrujJi)« EillingtMi. Nun sind es bereits zwölf KindercjruppMi, die im Kreis Trifai! ihre Aufgabe der Jugend gegenüber erfüllen. Die Anerl^ennung, die die Kindergruppen bei den Eltern finden, haben bei diesen den Wunsch nach weiteren solchen Gruppen wachgerufen. Was kann es auch für ein Kind mehr geben, als die Heimstunde in der Kindergruppe! Dort befindet sich alles was ein Kinderherz glücklich macht. Sonne und Licht füllen die freundlichen Stuben. In den Fenstern stehen blühende Blnmon. Von den Wänden grüßen In bunter Holzarbeit vertraute deutsche Märchen: der Frosrhkönig, das tapfere Schneiderlein, der Rattenfänger, die Sterntaler, Brüderchen und Schwesterchetft und das Aschenbrödel, die Bremer StadtmtisiUan-ten und lldnsel und Gretel. In den Fächern des giolkn Spieizeuqschriinlies wartet vielerlei Spielzeug, Geschenke einer Kindergruppe, die ps schon qelnrnt hat, das Spielzeug selbst zu basteln. So gelingt es in einer Zeit des Ernstes und des Kampfes, während die Mutter zu Hause oder an einem Arbeitsplatz ihre Pflicht erfüllt, dem Kinde die unbeschwerte Fiöhlichkeit zu erhalten, es froh und glücklich sein zu lassen und dabei manches zu lernen, was es später befähigt, ein tüchtiger Mensch und guter Kamerad zu sein. Die glückstrahlenden Augen der Kinder, ihr kleines dankbares Herz und ihre Liebe zur Leiterin sind der Lohn für eine Arbeit, die zu den schönsten der Frau gehört — Kinder froh und glücklich zu machen. ÜScr 84 MiU'oneii am Tat* c^er Da« vorläufig festgestellte, von Front und- Hemmt am Tag der Wehrmacht aufgebrachte Saniinelergcbnis beträgt 84 112907,31 RM, Am vorjährigen »Tag der Wehrmacht wurden 56 9S0 b47,38 RM gesammelt, so daß eine Zunahme von 27 132 25(^,93 RM, das sind 47.60 v. H., zu verzeichnen ist Diese gewaltige Leistung zeigt erneut die enge Verbundenheit des deutschen Volkes mit seiner Wehrmacht, Grenzkreis feiert Führcrgeburtslai^ Mit einer Feierstunde, an der neben Vertretern des Steirischen Meimatbundes und des Staates auch die Bevölkerung in großer Anzahl teilnahm, begiuq die Kreisführung Trifail den Geburtstag des Führers Von Fanfarenmarst hen der Deutschen Jugend und vom Wehrmann-schaftschor eingeleitet und umrahmt, vollzog sich die Feier, bei der auch das Orchester der Kroismusikschule eine Gidconna von Jiomelli zu Gehör brachte, in würdiger Form. Kreisführer Eberharth schilderte die Persönlichkeit des Führers und die einmaligen Verdienste, die sich der Führer um Deutschland und Europa erworben hat. Mit den Liedern der Nation und dem Cielöbnis unverbrüchlicher Treue zu Führer und Reich klang die eindrucksvolle Feierstunde aus. Zither- und Citarrenabond in Marburg Am Diervstag, den 27. April, um 20 Uhr, findet uu Marburger stMjeruuuilen Kleinen Musiksaal, Schmidcrergasse 6,"!., unter dem Motto »Voiksuistrumonte weiben« ean Zither- und Gitairenabend der beiden bekaiinte» Grazer Solisten Franz Riecljnger und Joscfine Seiko statt, denen sich als Dritter im BuLde der an der MusiKScliule der Stadt Marburg seit deieji Grünvlung als au'^ge-/eichneter Lohrtr fiir Volk.i.ijstruuM'iile liitige Mcins Skal.ir liin.'ugcsoiliMi wiid. üs slulit zu eiwaiion, d ill M-n d-Tn M':1-len Aiipiid ein ki.iltiger inipuls zur s nn-vollen Plleije wiiKlich gesunder, urige-künslelt^T und hieri-uki :de leider noch uiurier niciit gebuhiond gewuiUigter Haus- und Volksmusik austjehen wird. Wegen des äubfrst geringen Fassungsraumes des Kleinen Musiksaales sei allen Interessenten schon heute die vorzeitige Besorgung der gewünschten Eintrittskarten in der Vetkaufsdienststella des Amtes Volkbildung, Tegetthoff-straße 10a, empfohlen. m. Todesfälle. In Marburg, Nagy-Straße 20, verschied der Pnvatbeamte Martin Planinschek im Alter von 69 Jahren. Ferner starb die Aitersrenlnenn Maria Selenko geb. Karnitsrhnik. CAREN: Das Geheimnis um Dina Hauen C«pyrighl by Albcri Laniicn — Ccortf Müllcr-Vürlai;, Münchca. 3. Fortsetzung »Nanu, was ia denn, Kinder, warum geht's denn nicht los?« ließ sich aus der rweiten Kulisse eine metallisch dröhnende Heldensfimme vornehmen und gleich daraul wandelte 'der Darsteller des Holofernes in einer dämonischen Wegener-Maske mitten in den noch unvollendeten Sonnenaufgang. »Wenns in dem Tempo weilergeht, stehen wir noch um viere hier. Ich habe abends wieder Komödie«, grollte er in den dunklen Zuschauerraum hinunter, wo sich der Schattenriß des Spielleiters hinter dem »attbeleuchteten Regiepult bewegte. »Bühne frei! Ich' probiere!« kam es in gereiztem Kommandoton von unten zurück. »Hallo, Dahl — jetzt mal den Scheinwerfer bißchen stärker — so — und dafür die Soffitten einziehen. Noch mehr — so, und etwas mehr Rot ln*die Fußrampe! Gut so — endlich. Also los jetzt! Anfang!« Der Regissetir klatschte ungeduldig in die Hände, als ob man Ihn die ganze Zeil auf diesen Augenblick hätte warten lassen. Die flüsternde Unterhflltung im Parkett, wo ein paar unbeschäftigte Mitglieder hemmsaßen, verstummte. Die Arbeiter verschwanden von der Bühne und die In der ersten Szene Beschäftigten nahmen ihre Plätzp Plötzlich erschien der Inspizient Strobl vor der Rampe und riet mit aufgeregtem Armgefuchtel etwas in den Zuschauerraum. Der R'jgisseur legte die Hand an die Ohrmuschel, »Was ist jetzt schon wieder? Wer ist nicht da . . .? Die Rauch? Wieso denn nicht?« Sttobl machte »ein beleidigtes Dul-dergc-sichl. Er pflegte jede Frage, die einen Betriebsfehler betraf, als persönlichen Vorwurf zu nehmen. »Weiß ich nicht«, erklärte er achsel-zuckend »Krank gemeldet ist sie nicht. Ich war schon im Büro vorn, da wissen sie auch nichts.« »Warum haben Sie den nicht telefoniert?« »Die Ranch hat kein Telefon.« »Verdammt!« Der Regisseur fuhr sich verzweifelt durch den schon schütteren Haarwald. »Dann schicken Sie sofort den Gut^eit nach ihrer Wohnung. Soll sein Rad nehmen — bißchen dalli!« »Ist schon geschehen«, erklärte Stroh! gekränkt. »L^nd jetzt Ins, los, Herrschaften' Erstes Bild! Die Rauch kommt Ja, gottlob, erst im zweiten.« Di« Generalprobe nahm ihren Anfang. In der Damongardorohe hantierte Frau Mäusemann unruhig hin und her. »Was heute bloß mit der Fräul n Rauch los ist? Die ist doch sonst immer die Erste in der Garderobe«, äußerte sie sich zu Dinas Fachkollegin, der nicht mehr ganz jugendlichen Teilheim, der anstatt der Judith die undankbare 'J'-hattenroltr' der Mirza zunpf.illen war. schminktein Lippen zu einem säuerlichen Lächeln. »Starallürenl« bemerkte sie spitz, »Hat's wahrscheinlich nicht mehr nötig, pünktlich zu sein.« Im Süllen verfolgte sie mit nervöser Spannung den Zeiger ihrer Taschenuhr, der allmählich auf halb zwölf vorrückte. Wenn diese Rauch am Ende krank geworden war? Darui würde man natürlich händeringend einen Ersatz suchen. Und sie war die Einzige im Ensemble, die als Judith studiert war. Fest studiert. Sie hätte im Schlaf einspringen können . . . So oft ein Schritt sich der Garderobe näherte, drehte sie beinah erschrocken den Kopf nach der Tür. Aber die Vermißte kam nicht. Das erste Bild war zu Ende und alle darin Beschäftigten zur Kritik auf der Bühne versammelt, als der Theaterdiener Gutzeit abgehetzt und mit allen Zeichen der Bestürzung sich durch einen Haufen gepanzerter Statisten zwängte. Gutzeit hatte einen Kropf und stotterte in der Erregung. Es dauerte eine Weile, bis er seinen Rapport einigermaßen ins Unreine gesprochen hatte. Immerhin konnte man daraus die Tatsache entnehmen, daß er _Dina Rauch nicht zu Hause angetroffen hatte. »Was heißt, nicht angetroffen?« fiel ihm der Regisseann kommen Sie mal n Moment auf die Bühne — fix'« Bert Rainer gehorchte. Noch ein wenig geblendet von dem Lichtwechsel, tastete er sich über den schmalen Laufsteg, den man zur Erleichterung für die Regie über das Orchester gebaut halte. Kaum hafte er die Rampe erreicht, als er sich in einen Kreis neugierig frage«i-ier Blicke eingeschlossen sah. »Wo steckt denn die Rauch?« platzte der Regisseur mit fimkelnden Zwicker-gläsern auf ihn los. Bert wich unwillkürlich einen Schritt zurück. Seine Lider flatterten nervös, »Dina?« fragte er verwirrt. »In ihrer Garderol>e, denk ich. Ich h ib' sie noch nicht gesehen heute, ich komme direkt von zu Hause.« Sekundenlanges Schweigen. Die Umstehenden wechselten erstaunte Blicke und der Regiegewallige knackte katastrophal mit den Fingern Dann sagte jemand in die peinliche Pause hinein: 63 000 deutsche Gemeindeii Der Gebietszuwachs Deutschlands seit 1^34 hdt zusammen mit der natürlichen F»PVolkerung8\ermehrunq auch die Zahl der Stadt- und Landgemeinden erheblich vermehrt und in Ihrer Größenordnunn wesentliche Veränderungen hervorgerufen, Wie der »Gemeindetaq« mitteilt, hatte dcis Reich am 1. Januar 1941 ins grsflint <>2 851 Gemeinden gegenüber rund 50 900 am 1. Januar 1934. Dabei ist noch zu berüclcsichtigen, daß in den Jahren l'^lfi und 1917 die Zahl der Gemeinden durch die Aufhebung der selbständigen Gutsbezirke erheblich vermindert wo'den war. Einen sehr bedeut-S'^men Zuwachs h2, füe Städtegruppe mit 20 000 bis 50 000 Hinwohnern von 162 fiuf 211 Die Kleinstädte mit 10 000 bi« 20 000 riinwohnorn weisen eine Zunahme von 2R4 auf 3.53 auf Die zehn gröf\t«n deutschen Städte sind r^erlin, Wien, n^mhurn München, Köln. L'tzmannstftdt, Leipzig, Fssen. Dresden und Breslau. Kleine Chronik m Die \'eransta11unn »Komiker-Riim-mel« am Sonntag den 25 April, um Ifi Uhr, in Marburg muß entfallen. Die b'^reits gelösten Hintrittskarten können fiir dip Abendveranstallung unter dem nieichen Titel in der Gosrhäflsstelle des Amtes Volkbildung umgetauscht werden. m. Unterslelrlsche Bevt^lkerungsbew«-gnnq. Vor dem Pettaiier Standesamt schlössen den Bund fürs leben; Anton Schfranko und Theresia Hwaletz, Fritz Steinbruqger und (.')lga Kainz, alle aus Pettau; ferner Markus Kosetz, Worowetz hei Mertendorf, und Maria Toplak, Podwinzon, — In tJnter-Rann verstarb die 85jährige Agnes Goloh und in Pet» tnn, Morrengasse, die 23 .Jahre alte Elisabeth Pleinschck. — In Anderburg heirateten Josef Supanz und Marie Buser geborene Mulei, beide aus Kralnt-srhitza. — In Johannesberg bei Zellnitz starb Markus Kutter. — Den Bund fürs Leben schlössen in Rohitsch-Sauer-bninn Anton Sobrtz, L'nterplafh. und Gesund durch gute Zähne Totale Zahnbehandlunjl de« JunjJcn-Jahrganges 1927 — Aufruf des Rcichsji^cndführers Axmann und Reichsgesundheitsführers Dr. Conti Durch *111* neue enticheidende MaB-nahmc mr Förderuii|( der Volk«ietund-heit werden die Junten des Geburtsjahr-({an^es 1927 Terpflichttt, »ich sofort einer Zahnbehandlung zur Beiieili]{ung aller Zahnschäden su unterziehen Die Aufnahme der Behandlung sowie ihre ordnungsgemäße Durchführung und Beendi-(fung wird roa den Cesundheiiiämtern überwacht Die Aufbringung der Kosten ist groB-*ügig geregelt und fiir alle Volksschichten tragbar gemacht. Der nicht versicherten Bevölkerung steht dank der Mitwirkung des Reichsinnenministers seitens der Land- und Stadtkreise auf Antrag ein Behandlungsschein zur Verfügung, sofern das steuerpflichtige Gesamteinkommen den Betrag von 4800 Reichsmark nicht übersteigt. ErhaUiiii|{ der Wehrkraft imseres VoIVes ' Zur Zahnsanieruflg der Jagend des Ge-burtsjahrganges 1927 erlassen der Reichs-'ugendführer Axmann sowie der Reichs-ijesundheitsfuhrer Dr. Conti folgenden Aufruf; Rosalia Kit, Podturni Josef Siweti, Zellnitz, und Anna Bratuscha, Unter-Ko-streinitz, Vinzenz Sket und Maria Bauer, beide aus Kamangorza. — In Stoinoselo verstarb der 81 Jahre alte Vinzenz Tert-schitsch. — In Tüchern heirateten Alois Boucha und Franziska Weber, beide aus Buchenschlag. — In Swoden verschied der 87 Jahre alte Vinzenz Slatetschan, in Unter-Pulsgau bei Pragerhof der f^fljährige Simon Werlak. n. firSfftiMiff dar VelksbickertI In Hochenegg. Am Sonntag wurde in Hochenegg eine Volksbücherei eröffnet. Das zu diesem Zwecke hinter dem Thealersaal neu hergerichtete Lokal wurde ichmuck ausgestattet. Die Bü cherei besitzt einige hundert Binde und damit ist die Gewißheit gegeben, daP sich die Bevölkerung dieser Bücherei in großer Anzahl bedienen wird, dies umsomehr, da es sich ausschließlich «m gute Bücher handelt. Sport und Turnen Tschammer-Gedenkfag am 2. Mai Der deutsche Sport ehrt seinen Reichssportführ^r Am 2. Mai 1943, dem Tage, an dem vor zehn Jahren der erste ReichMport-fuhrer des GroBdeutschen Reiches berufen wurde, gexlenkl der deutsche Sport de« verstorbenen Reichssportfüh-rcrs Hans von Tschammer und Osten. Den Mittelpunkt aller von der Reich«-fuhrring der NSRL angecdmetefi Feiern bildet die Berliner Ge9 P I und Judenburg (156 P.), Den Sonderbeweib fiir NSRL-Riegen gewani' 'ler ADTV Graz (199 P.). Bester Einzel-urner der Jungen war mit 169 Punkten ler Gra/er Egelmann. In der kroatischen FuBballmelster-chaft gab es eine große Überraschung 'lenn Concordia Agram wurde von Fer aria mit 1:2 Toren besiegt. Tabellen 'iiliror ist nunmehr Gradjanski mit H Punkten. Mll dem Armeegewehr lührt der ■")e\ifsrho Schützenverband heuer einer f^ernwettbewerb durch, dessen Ergeh-»iRse als Vorentscheidunn um den Prei'^ les Genernlfeldmarschalles Keitel ge •Arertet wird. : Spaniens Hockevmelster. In San Sebastian wurde das Endspiel um die spanische Hockeymeisterschaft ausgetragen. Deportive Tarrasa siegte mit .1:0 Toren über Del Campo, Madrid. »Die Gesundheit der Jugend ist entscheidend für die Leistungsfälngkeit unseres Volke« Die Leistungsfähigkeit muß mit allen Mitteln erhalten und gefördert werden. Jeder Junge ist dafür mitvcrant-wortl'ch. Neben anderen Einflüssen führen im jugendlichen Alter besonders die Zahnschäden zur Beeintr&chtigung der Gesundheit. Die Jungen des Gebuftsjahrganges 1927 werden daher aufgerufen, sich einer Zahnbehandlung mit dem Ziel der Beseitigung aller Zahnschäden zu unterziehen. Sie haben sich nach einem ihnen zugehenden Befehl sofort in Zahnbehandlung zu be- geben -ZuT Behandlung sind alle Zahnärzte und Dentisten verpflichtet, unter denen die Jutfcndlichen freie Wahl haben Die Aufbringung der Kosten ist großzügig geregelt Dcutfche Jugcndl Damit wurde im Kriege eine wichtige gesundheitliche Maßnahme für dich ergriffen Dir wird nicht nur die Pflicht zur Erhaltung deiner Gesundheit auferlegt, sondern auch die Voraussetzung dazu geschaffen. Mit der Erhaltung deiner Gesundheit aber vermehrst du auch die Arbeits- und Wehrkraft unseres Volkes zur Erringung des Sieges.« Entziehunff der Raucberkarte ähnlichen vor- • Schriften über die gewerbliche Wirt- schaft oder einzelne Wirtschaftszweige bisher auf Grund der Verordnung über die verbindliche Einführung von Normen, Geschäfts- und Lieferbedingungen sowie von Güte- und Bezeichnungsvorschriften vom 8. September 19.39 erlas sen hat oder in Zukunft erlassen wird sinngemäß auch in der Untersteiermark gelten. m. Nachrichten ans Mureck. Die Landbevölkerung des Kreises Mureck hat sich bei der Landwirtschaftsspende für das Kriegs-WHW 1942 43 ausgezeichnet. Das Aufkommen an Reichsmark stieg vom Kriegs-WHW 1941/42 mit 10 559 RM auf 52 904 RM im Kriegs-WHW 1942/43. Das bedeutet eine Steigerung um 401 T, H. — In Frau Marl^ Baumann geb. Mouschein, die im 79. Lebensjahr gestorben ist, verlor die NS-Frauenschaft eine Hebe und treue Kameradin. Ortsfrauenschaftsleiterin Dirnbäck widmete ihr am Grabe herzliche Abschiedsworte. Fttr harlnlckige Sflnder gegen das Bauchverbot In Berichten der Behörden, namentlich der Brandschauer, und aus Kreisen der Wirtschaft werden immer wieder Klagen darüber laut, daB sich die Ge-folgsrhaftsmitglieder in gewerblichen und landwirtschaftlichen Betrieben nach wie vor in unverantwortlicher Weise über das Rauchverbot hinwegsetzen. Trotz Verwarnung und Ordnungsstrafen durch die Betriebsführer, von Geld- und Freiheitsstrafen durch die Strafgerichte und polizeiliche Strafverfügungen wird immer wieder gegen die verschiedenen Rauchverbote verstoßen. Gerade im Kriege muß aber auf die Befolgung dieser im Interesse des Schutzes der kriegswichtigen Betriebe und Vorräte erlassenen Vorschriften größter Wert gelegt werden. Jeder hat ^Ich allgemein «o zu verhalten, daß er feuergefährdete Betriebe unfl Anlagen, Betriebe der Landoder ErnShrungswirtschaft und ihre Vorräte, Wald, Heide oder MoorflAchen nicht durch Rauchen oder Wegwerfen brennender oder glimmender Gegenstände TorsStzlich oder fahrlässig in Brandgefahr bringt. Um unverantwortlichen Elementen die Folgen ihres verwerflichen Tuns noch besonders klar ^u machen, hat der Reichsführer #/- und Chef der deutschen Polizei angeordnet, daß die Polizeibehörden entweder auf Antrag von Betriebsführern oder von Amtswegen die Raucherkontrollkarte bei dem Täter beschlagnahmen als polizeiliche Vorbeugungsmaßnahme gegen weitere Brandgefährdungen. Die Beschlagnahme wird der zuständigen Kartenstelle mit dem Ersuchen mitgeteilt, die etwa folgende neue Raucherkarte nicht vor Ablauf einer von der Polizei zn bestimmenden Frist auszuhändigen. m. Blnffltirvnf voa Nomen In der Un-tersteier«ark. Das Verordnungs- und Amtsblatt des Chefs der Zivilverwal-tung in der Untersteiermark bringt in seiner Folge Nr. 11 unter anderem auch eine Verordnung fJber die verbindliche' Einführung von Normen, Geschäfts- und Lieferbedingungen, sowie von Güte- und Bezeichnungsvorschriften in der Untersteiermark, Darin heißt es, daß die Anordnungen, die der Reichswirtschaftsminister über die Verbindlichkeit von Normen, Geschäfts- und Lieferbedingungen, Ton Güte- nnd Bezeichnungs- Wir hören im Hundfunk Freitag, 14. April KelchM«H4«ri IS.30—Ii: ^oliitenmuiik von Jn-liat Wciiniana 1^17: Untcrhattiamei Konzert. 17.15—18.30: Bunte Toobilder. 18.30—19: Ktaitucbe OpcrnBclodicii. H.fi—H,30; Frontbcrichtc. 19.45 bii 20: Dr. Goehbtit-Arliket >Lultkric|ii|(ebictc<. 20.30—22: Wa|neri •PirsitaU III. Akt (L(ituB£i Hana Kanppertibuich). D««tKkl*itdMadl«ri 17.15—18.30: Haydn, Moiarl, Brahma. 20.15—2t; Nerdtichc Unlcrha1(un|imuitk. 2t—22> Kleinti Konzert. Blick nach Südosten Zuchthaus ffir Diebstahl Der 23 Jahre alte in Marburg geborene und zuletzt in Graz beschäftigte Johann Tschepp war im Frühjahr 1942 in der Landwirtschaft in Waldesberg bei Gleichenberg tätig. Während dieser Zeit hat er seiner Dienstgeberin, deren Ehemann und Söhne bei der Wehrmacht sind, etwa 60 Hühner und einen Schinken gestohlen. Ferner schlich er sich bei seiner Dienstgeberin ein und entwendete eine Anzahl Schmuck- und Wertgegenst&nde. Der Verlust wurde sofort bemerkt und der Beschuldigte konnte kurz darauf festgenommen werden. Johann Tschepp, der bereits rweimal wegen Diebstahl vorbestraft ist, wurde vom Sondergericht Graz wegen Verbrechens des Einbruchsdiebstahles in Verbindung mit dei" Volksschädlingsverordnung zu einer Zuchthausstrafe von fünf Jahren verurteilt. Woa Dir Jatit , ..... in die Öles aehmeißL achon .AÖchaiea Winierquanftum* heißll o. Ausstellung deutscher Bauten In der Slowakei. Als Krönung der Feierlichkeiten zum Geburtstag des Führers wurde im Wintergaren des slowakischen Museums in Preßburg eine Ausstellung »Die deutsche Volksgruppe plant und baut« eröffnet. Staatssekretär Karmasin, der Führer der deutschen Volksgruppe in der Slowakei, wies in der Eröffnungsansprache darauf hin, daß die Volksgruppe aus Anlaß des Führergeburtstages dem Führer ihren Dank in der Weise abstatten wollte, daß sie einen Ausschnitt aus der Aufbauarbeit der deutschen Volksgruppe zeige.- Die Ausstellung umfaßt die Schul-Siedlungs, Wirtschafts- und sozialen Bauten der Volksgruppe.^ Außerdem wird ein Modell des deutschen Sportstadions in Preß-burg gezeigt. Prof.-Ing. Theiß vius Wien sprach über den besonderen Charakter der Bauten der deutschen Volksgruppe. o. Ungarische Kriegsberichter stellen aus. Die ungarischen Kriegsberichter werden vom 2. bis 12. Mai eine Ausstellung veranstalten, die in Wort und Bild den Anteil der ungarischen Truppen an den Kämpfen im Osten darstellen soll. o. Ungarischer Sprachlehrer geftor-ben. Josrt Szinyel, der bekannte unga-rifche Sprachgelehrte und das älteste im Jahre 1884 gewählte Mitglied der ungarischen Akademie der Wissenschaft starb im Alter von 86 Jahren. o. Der grofie sIebenbUrglsche Komma-nistenprozeB. Unter den 664 Angeklagten in einem großen siebenbürgischen Kommunistenprozeß sind 480 Juden. Ihr Anteil stellt also 70 v. H. dar, so stellte der Staatsanwalt in seiner Anklagerede vor dem Senat in der siebenbürgischen Stadt Morosvasarhely fest. o. VerwirklichuBg der sozialen Gerechtigkeit in Bulgarien. Der bulgarische Handelsminister Sacharieff hielt in Ga-browo Tor 10 000 Arbeitern eine große Rede, In der er unter anderem ausführte; »Seit 65 Jahren führt das bulgarische Volk einen erbitterten Kampf um die Verwirklichung seiner nationalen Ideale. Das Diktat von Neuilly verhinderte eine gesunde Entwicklung des Landes. Im Jahre 1941 konnte da« bulgarische Volk dann endlich seinen Weg im tobenden Weltkampf wählen. Bulgarien marschiert nun zu seinem politischen und wirtschaftlichen Aufstieg. Wir führen eloe Innere Revolution ohne Blutver-gieften --ditrcki -Die--feindlichen Völker neldan nns «nseren Frieden und unseren Wohlstand. Wir wollen aber eine grundsätzliche Verwirklichung der sozialen Gerechtigkeit.! Auf die Frage wer siegen wird, antwortete der Minister: »Die jungen lebensfähigen Völker werden den Sieg erringen.« Wirtschaft WlrtscliaffssKlavcrcl durch das Pachl- ond iclhücsctz USA-Exp«i8UMi ia Iran — Grili aach dra Erdölscatrca Die Zeiten sind rapide Im Schwinden, Im Frühjahr dieses Jahres schließlich Tärkpfund (IW Millionen Terein- da England über seine nah- und mittel- übernahmen amerikanische Truppen, die hart worden. Dieses Ausmaß des deutscl^ östlichen Einflußsphären uneinge- in Teheran bereits eine Militärmission türkischen Handelsverkehrs hat sich schränkt verfügte. Wie an so vielen Or- sitzen hatten, jenen Teil der transirani-ten seiner alten wirtschafts- und militär- sehen Eisenbahn zwischen Persischem politischen Machtverankerung in Inter- Golf und Kaspischem Meer, den solange essenzoncn oder ^n seinem Empirebe- die Engländer seit ihrem Einmarsch in sitz, hat auch im Staatenraum des Vor- den Iran im September 1941 kontrollier-deren Orients der USA-Verbündete die ten. Zu diesem Zeitpunkt der Bahnüber-britische Nachfolge angetreten, vor allem nähme war die us-amerikanische Machtin den reichen ölwirtschaftllchen Gebie- ausbreitung in Iran bereits so weit ge-ten rund um den Persischen Golf, einer diehen, daß die Beauftragten Roosevelts jahrzohntealten vitalen Interessenzone nicht nur die gesamte Finanzwirtschaft des Landes lenkten, sondern auch weit- Se/tderScki, Tehepitf iRAN Buschehr 6€ndtrAbtf9S ^ H»%wm KOWttT OMAN Karte: Dchncn-Dicn»! Verbindungsstütz- Grollbritiinniens als ruum nach Indien. Mit einer systematischen Kontrollan-bahnung vermittels Kommissionen, Wirtschaftsberatern und diplomatischen Vertretungen durchsetzten die USA den Abschnitt zwischen östlichem Mittelmeer und Persischem Golf, wobei die War-nehmung ihrer ölwirtschnftlichen Interessen schnell in den Vordergrund trat. Nach bewährtem Mustor wurde auch in den ölländern Irak und Iran das Pacht-und Leihgesetz in Anwendung gebracht, um die Wirtschaft dieser Länder eng mit den Plänen der Wallstreet in Kontakt zu halten. Der Hauptantell des Mossulöls ging auf Kosten Englands ebenso an Rüosevell-Amerlka über wie die ölpro-duktion nuf den Bahreininseln, in denen das amerijtanische Kapital die britischen Aktien vollständig aufsaugte. Auch die militärische . Herrschaft über diesen Stützpunkt wurde um die Jahreswende 1942,43 von den USA angetreten. gehende politische Einflußnahme ausüben konnten. Das unglückliche, von Versorgungsnöten schwerster Art heimgesuchte Land, in dem die rücksichtslose Gewalt der englischen und sowjetischen Besatzungsmächte mannigfache und zunehmende Schwierigkeiten hervorgerufen hatte, war auf der Suche nach einem Auaweg aus seinen Nöten nur zu willig in die weit geölfneten Arme der USA gestürzt. Da jene den Boden bereits finanzpolitisch auf das gründlichste vorbereitet hatten, fiel es ihnen nun nicht schwer, auch die politischen Folgerungen einVu-leiten: Als letzte Phase der us-amerlkanischen Expansion in Iran hat, sich nach dem Abschluß eines iranisch-nordamerikanischen Wirtschaftsvertrages die politische Machtübernahme in Iran durch die USA in Form eines bevorstehenden politischen Vertrages angebahnt, den die Regierung Suheili mit Roosevelt abzuschließen bereit ist. Mit Hilfe dieses zweiten Vertrages dürfte praktisch die Errichtung eines nordamerikanischen Mandates über Iran vollzogen weiden. Der nf'ue deutsch-tvrkische Handclsvertrp^ Die türkische Presse veröffentlicht in großer Aulmacliung das am Montagabend herausgegebene Kommuniguee über den neuen, am Sonntag in Ankara unterzeichneten deutsch-türkischen Handelsvertrag. Das Volumen dos vereinbarten Warenaustausches für die Ver-tragszelt bis zum 31. Mai 1944 ist auf 62 Millionen Türkpfund (124 Millionen Reichsmark) festgelegt worden. Der Um-tang des deutsch-türkischen Handels ist damit der gleiche geblieben. Im letzten Abschluß vom Oktober 1941 war bei einer Laufzeit von Ifl Monaten ein Wa-renaustauschvolumen von 96 Millionen ^ stellen. wihrend der letzten Zeit des alten Abkommens in der Praxis als gerechtfertigt erwiesen und konnte von beiden Partnern trotz der durch den Krieg geschaffenen allgemeinen Wirtschaftslage gehalten und erfüllt werden. Die nun festgesetzten 62 Millionen Türkpfund für die Dauer von zwölf Monaten entspre-,chen vollkommen den früher vereinbarten 96 Millionen für 18 Monate. Als ein Novum wurde im Rahmen des Gesamtvertrages ein Abkommen zur Regelung des Warenverkehrs und ein weiteres zur Regelung des Zahlungsverkehrs, und zwar ohne zeitliche Begrenzung, abgeschlossen. Damit ist vor allem für die Entwicklung von Geschiften, die sich über den Ablauf des Gesamtvertra-ges hinausziehen, eine große Erleichterung geschaffen und ein kontinuierlicher Außenhandelsverkehr gewährleistet, Was den Warenaustausch anbetrifft, so wird er im großen und ganzen von den gleichen Produkten und Waren bestimmt wie bisher, das heißt, die Türkei wird aus dem Reich im wesentlichen industrielle Fertigwaren, chemische und pharmazeutische Produkte usw., beziehen, während das Reich industrielle Rohstoffe, Nahrungsmittel, Tabak, Baumwollabfälle, Gerbstoffe erhält. Das neue Abkommen bietet die Gewähr dafür, daß Her deutsch-türkische Wirtschaftsverkehr sich auch In Zukunft zum Segen beider Nationen weiter entwickeln wird. X Schaffung von Warmblutzuchtge-bleten. In einer Anordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft über die Schaffung von Warmblutzuchtgebieten wird bestimmt, in welchen im einzelnen aufgeführten Teilgebieten der Landeshauernschaften Ostpreußen, Niedersachsen, Weser-Ems, Schleswig-Holstein, Saarpfalz, Württemberg, Niederdonau und Oberschlesien nuf Warmbluthengste der im einzelnen bezeichneten Schläge zur Zeit benutzt werden dürfen; für Kaltbluthengste darf in diesen Gebieten weder die Deckerlaubnis für die Ziichtklasse A noch die Deckerlaubnis für die Zuchtklasse B erteilt werden. Für einzelne in der Anordnung bezeichnete Gebiete kann die Staatsgestütverwaltung kaltblütige Land-beschdler für eine Übergangszeit auf- MARBURGER ZEITUTTO Freitag, 23. April 0 Nr. 113 * Seite 5 Dies liest die Frau Grüne Osfergerichte Aus aller Welt • •. Weltumsegler begv^ntt« U-DooL Einer der berühmtetten SporU-leute Südamerikat, der argentinlscb« Segler Vlto Dumet, rühmte bei Minem Eintreffen in Valparaiso nach der er» tten von ihm glücklich in einem Bln-Mann-Segelboot durchgeführten Welt-umseglung die ritterliche Haltung des Kommandanten und der Manntchaft nei deutschen U-Bootei, denen er auf hoher See begegnetf. Dai deutsche U-Boot rüstete ihn nJt Hilftmitteln eu», während der U-Boot-Kommandant ihm Ratschlfige über die einzuhaltende Route erteilte. Die Begegnung fand wlhrand der Weltumseglung des bekannten Sportlers «tatt, der im Juni 1942 von Buenos Aires startete, nach 74-tlgiger Fahrt Kapstadt erreichte, danach in 104 Tagen den Indischen Ozean Übarquerte a. Rekordleistung eines blladea 8t^ nogrephen. An einem Kreislelstungs-schrell)en der im LeittungsertQchtlgungs-werk der Deutschen Arbeitsfront lu-•ammengefaßten Stenographen des Kreises Dortmund, an den Ober 1200 Anftn-ger, Fortgeschrittene und Praktiker teilnahmen, erreiche mit einer als hervorragend bewerteten Arbeit von 230 Silben In der Minute der 20jihrloa Hans Eugen Schulze «us Wanna-Eickel den sechsten Plats, Schulze Ist seit seinem ersten Lebensjahr völlig erblindet Br erlernte die B1 Indenstenographie nnd trat In die Verwaltung «In. Die Bit der »Picht'schen Stanographla-MaMhine« aufgenommenen 1100 Silben Obertrug er auf der Schrelbmatchln« In 23 ^ Kuno-tan ohne den geringsten Fehler. Da8 am Gründonnerstag etwas 'Grünet« auf den Tisch kommen muB, ist in den meisten deutschen Gauen jahrhundertealter Brauch. Aber eigentlich sollte daa nicht nur für den Gründonnerstdg, sondern für alle Ostertage gelten. Denn Ostern ist ja das Frühlin^fest, und es ist ganx in Ordnung, daB sich das Wachsen und Grünen In Wald, Feld und Garten auch alchtbar auf dem Küchenzet-t^ auswirkt Und daa ist gerade in diesem Jahre, wo Ostern so ungewöhnlich spit fällt nicht schwer. Im Gerten und auf den Wiesen wachsen Jetzt die Kräuter, aus denen man die schönsten schmackhaften »Früh-lingetuppen« zubereiten kann, die &ich aber auch, wenn man sie reichlicher findet alt Gemüse verwenden lassen. Dafür kommen alle Jungen Kräuter in Frege, die noch nicht geblüht haben, vor allem Kerbel, Brecmesselspitzen, Löwenzahn, Wegerich, Schafgarbe und Sauerampfer. Man kann eie einzeln oder auch mehrere zuiammen verwenden. Sauerampfer wird am besten allein genommen, da er siuerUch schmeckt und siq^ nicht immer mit den anderer Krlutem verträgt Blnfach zu bereiten ilnd aus allen dleten Kräutern schmackhafte Tunken, man macht dazu eine heile Einbrenne, gibt die gesdinittenen Kräuter hinein, dämpft tla gut durch und füllt mit Wasser oder Fleischbrühe (auch Würfel-brflha) auf. Zur Verbetserung kann man ertwax taure Milch io die Tunke geben, die dann zu Pellkartoffeln gereicht wird. Ein FrühlLngsgericht, da« »ich auch gut *ar den Abendtiich eignet Jetzt bieten sich auch die ersten frischen Salate: grüner Salat, Endivlen, Rapünzchen, Kresse, die man alle sehr gut zu Kartoffelsalat mischen kann. Daneben wollen wir daran denken, daß sich jedes junge Frühgemüse mgleich als ausgezeichneter FrischkostsaJet anrichten läßt Das gilt für Spinat, Blumenkohl, Kohlrabi, aber auc^ für Rettich, rote Rüben und alle Winterkohlarten. Auf diese Weise können wir an den Ostertagen täglich eine möglichst bunte Salatschüssel auf den Tisch bringen. Ohne Fett — ohne Ei 250 g Grieß, 160 g Zucker, 1 Vanillepulver, 1 abgeriebene Zitrone und Saft einer halben Zitrone oder ent^recheaid Zitronenessenz, 1 Röhrchep Mandelessenz, % Backpulver, wenJfl Milch, 1 Ei oder 1 Teelöffel Milei. Die Zutaten werden gut verarbeitet. Mildh wird nur soviel zugegeben, daß eben gerührt werden kann. Die Matte muß eidlich fest und krümelig sein. Häufchen auf ein gut gefettetes Blech setzen, 10 Minuten bei Mittelhitze goldgelb backen. Osterüberraschungen Unsere Kinder tind e« von Jeher gewöhnt Osterfest Bier in allen Arten zu erhalten. Wenn luin in diesem Jdhr die Zuteilung auf Süßigkeiten in dier herkömmlichen Ei form nicht aus-reucht, so zaubeJt Mutler selbst Ostererier herbei. Da wir in diesen Tagen unsere Oster-zuteilung an Eiern erhalten haben, können wir zum österlichen Gebäck manches Eigelb oder Eiweiß verwenden. Doch zerschlagen wir die Eierschalen diesmal nicht, sondern blasen die Eier vorsichtig aus, indem wir an der Ober- wie Unterseite ein Loch in die Schale stoßen. In die leeren Hüllen füllt man, nachdem sie kalt durchspült worden sind, eine heiße Pudding- oder Spedsen-masse. Es muß sich aber um edne Masse handeln, die nach dem Erkalten starr wird. Je nach der Anwendung von Frucht-, Mandel- oder Kaffeepudding erhalten wir nach dem späteren Abschälen rosa, gelbe oder braune süße Ostereier. Doch kann man die auf diese Welse gefüllten Eischalen auch belassen und sie bunt bemalen, so daß die Kleinen ajn Ostertisch selbst die Arbeit des Abschälens vornehmen können und zu ihrer Überraschung plötzlich statt des hartgekochten Hühnereies ein buntes süße« Osterei enthüllen.' — Füllt man die Eierschalen mit einem Kuchenteig aus Hefe, so muß man die Blaslöcher verkleben und J^es Eä mit einem Stück Seidenpapier umgehen. Im Kartoffeldämpfer läßt man die kleinen Kucheneier eine reichliche halbe Stunde garen. SrhäU man die erknltetrai Eier später ab, so kann man die geformten kleinen Eiicuchen in Kakaomasse wälzen oder mit einer söBen Tunke übergießen. Halbe Ottereier entstehen dadurch, daß man die Puddingmasse in die in zwei Hälften zerschlagenen Eiersch.ilcn gießt und erkalten läßt H. v. L. Fisch-Beigabe Will die Menge des Fisches für die Personenzahl nicht recht zureichen, dann entschließen wir uns zu einer Fisch-Bei-gal>e. Für solch ein Gericht brauchen wir einen Partner, der entweder in Klößen (Kartotfel-, Hefe- oder Gneskloüeu) besteht oder in einem mit Brühe und Krautern gekochten Grießberg. Dann kochen wir den Fisch mit Wurzeln und Krautern, nehmen ihn heraus, entfernen Graten und Haut zupfen ihn in kleinste Stücke, klären die Brühe, dicken sie ein, geben d^n Fisch darunter und reichen den Fisch nun als wohlschmeckende und nahrhafte Tunke. Gertrud Abel 0 Nlemd'qröstel. 20 Dekagramm Rinder-niere wird dunnblättng geschniitea und mit einer starken Prise Majoran und Paprika gewürzt. Dann schwitzt man eine große, mittelfein gehackte Zwiebel in 4 Dekagramm Fett gründlich heiß, fügt die Nieren hinzu und röstet weiter bis sich das Fleisch steif anfühlt Nun mischt man 1 Kilogramm gekochte blättrig geschnittene Knrtoffojln und 20 Dekagramm abgekochte nudel-geschnJttene Semmel- oder Kartullel-knödel ein, würzt mit dem nötigen Salz und erhitzt alles unter wiederholtem Durchschaufeln Das wie trocken wirkende Gröstel wird locker gehäuft angerichtet und ein beliebiger Salat dazu gereicht ♦ UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MAKSURO-DBAin BDRC-LICMTSPIELE IlMt« IS, 11.30, M.tf Ukr Ubmt potua OitMprofraui Nnmil 2210 i«nd betrabtniaM Terra-LuiUpIal uatcr a*r RmI» H«iu Rflhmanni mit Mmj IMfkt, Kllka Nach, Hauclara Ichnih. Ib «mm KobA«* MuapWart dl« Jugmid dar Hanat Ab« i«da orlaasrlalM ÜWM. FMr Mfaadllcli« rat*la*Msi S KUlTUIPILM-SONDBIVOtSTBUDNOIMt Sonntag und Montag Vttnültaa tlht» Maestaf Md Mittwoch UM Uhrt DICHtmOBL-OmtlMNlUI Abenteuer Im Urgeblet daa Dtchuiifals. Nr tafasdUcte tsflalataMl STADTTHEATER MARBURG-Drau ESPLANADE Hrat« ta. Pemraf |f-»_ FAUIA WBSSBLT Bim Wlao-Plla Brie Pray, Spit« LItb« iit AHUa HarhiM, P lam Uat, Klaraaafls ikaU. Bin FraüaBachtchMl — von Dichter •taa Ptlaa — tob elaam Kaglaklaatlar entae Baagaa lastekat «ad vw d«t «svargMchUchae NÜU Weiiely geaplett. . Ptr JvfamdilelM afck* aegalaaeael * Lkhfaplel» Ka Wortpreli gilt bIt tu 12 Buchstaben je Wort. KerawortgebOiir bei Abholung der Angebote 35 Rpf. bei Zusendung durch Po*t oder Boten TO Rpf. Auskunflsgehflhr für Aniel-gpn mll dem Vermerkt ..Auskunft In de. Verwaltung oder GeschUft»-stelle" 20 Rpi Antelgen-Annahmetrhiufi Am Tage vor Erscheinen um 16 Uhr Kleine Anieigaa werden nur gegen Voreinsendung des Betrages (auch gQltlgt Briefmarken) aufgenommen. MindestgobOhr für eine Kleine Antelge I RM. ■Marburger Zeitung«, Verfrlebsabtellung verkauf®!! X Amtlfctre Bekanntmachunoen A 2ni42>U Edikt am Hnbervfong aInes Erben, dessen Aufenthalt unbekannt Ist Anna Wretschar, Agram, Klaitscheva 44, ist am 23. Februar 1938 gestorben. Eine letztwillige Anordntmg wurde ▼orgaftwden. Darin sind die Kinder der Verstorbenen, Alolsla Lapenik und Johann Wretschar, zu Erben alngaaetzt. Herr Johann Wretschar, dessen Aufenthalt dem Gerichte unbekannt Ist, wird aufgefordert, sich binnen sechs Monaten von heuta ab bei diesem Gerichte zu melden. Nach Ablatif dieser Frist wird die Verlassenschaft mit den übrigen Erben und dem für den Abwesenden bestellten Kurator Frau Alolsia Lapenik, Marburg, Draugasse Nr. 8, abgehandelt werden. 261-4 Gericht Cllll, den 8. April 1943. Junge Wachhunde tn verkaufen. Kämtnerstraßa 70, Mar burg-Drau. _575-3 Komplette SchlafilmmeraiAbal samt Einsatz und Matratzen um 750 RM zu verkaufen. Adr. in der Verwaltung._529-3 Motorrad, »Puch« 500 V./34, mit Beiwagen, um 500 RM zu verkaufen. Hasenbüchel, Röhl tsch. 530-3 CermI fwler AnitU'PrdpiiraU • MS )S9I - Cbfi raMI Zu kaufen gesacki llcitiiptelc Bf wii4aif Die kleine Resideu VnItBff getrhloasea, laastaf na 31 Uhti tind Montag um Ii, tl uad 20.30 tAr Pttr Jugendliche anler 14 Jahres BicM ••Mtat Burg-Lichispiele Cllll SachseBlaMarstraN Dr. Mar^En fuciium Facharzt für Innere Medizin Chefarzt der Rheumaheilanstalt Thermalbad Tflfler Pflvatsprechstunde In der Anstalt Montag bis Freitag von 16 bis 17 Uhr 256-4 Vaa ai. M> 2S. April WlUT roUFs Operette ■H Willy Forat, Maria Heist, Vail HSfMfef, Lee i<"fi Onra Knmar Ftv JBfeBdllche alchl ntelaaaatf MeM. Z.<, Marburg-Drau._^3-4 Gut erhaltene Lederhose xa kaufen gesucht oder zu tauschen. Anträge unter »Bienen-züchtera an die Verw. 491-4 S^elfenqesucke Hotel-Portler mit langj ihrigen Zeugnissen sucht geeigneten Posten im erstklassigen Haus. 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Tausende Vormerkungen. 167-12-k 1SuutB!g*u!ür ■w and 19.45 Uhr, Montag um IT.30 uBd 1B.4S tJbr Aiinelie Urft lalaa Ullrich, Carl Ladwlg DIaU md Waner Xraaa Für JageBdIlche BBler 14 iahraa alcM nifeUsieBl Saaitag um l6 tJhr, Sonntag um IS Uhr, Moatag um 19 Ithr der Kulturfilm „KBISCHNA", Abenteuer Im ^jndlsche^Dschugje^^^^ü^yagdllchj^tt|daBa^ Lichtfspieltfliea^er CarHe^J Samstag um 20 Uhr, Sonntag und Moataf tua 14, 17 und 20 UJIf Sieben Jahre Glfick Bit Raaa Moiw, Theo Uagaa, Welt Albach-telU, Laara Solarl b. a. PBr Jugendliche Bichl ugetaaMBl ¥oBi-tlchf«ma von Mas Halbe. Fflr Jugendliche anler 14 Jahres nicht lagelaaient lamsleg l.S Uhr, Oslersonalag lO Uhr, OstenBOBBUg 11 Uhr MBrchenvorstellungent „Der geaUelelle Xalar". Am Oslennontag um 10 Uhr Woehensch aa-gonderTorfahwaa. I.lclii»piehlieater Tnlall Vom 13. bis 2S. April — Die Terre telgit Rembrandt mit Ewald leiser, Gisela Uhlea, Hsrlka Pefler and Elisabeth Flickenschlldt Für JageBdIlche alchl tagelaaseal Filmlhea^er Tiiffer Vom 14. bU au AprUt Annnschlui Pllr Jagendliche nicht ngelassent nmuiliiiiiii Mein Innigstgeliebter Gatte, Vater, Schwiegervater tmd Schwager, Herr Martin Planinschck Prlvatbeamter 1. R. ha* uns am Mittwoch' den 21. April, um 20 Uhr, nach langem, schwerem Leiden, im 69. Lebensjahre für Immer verlassen. Die Beerdigung findet am Freitag, den 23. April am Stadtfriedhof statt. Marburg-Drau, den 22. April 1943. In tiefer, schmerzvoller Trauer; Luise Planlnschek, Gattin. Maria, Amalle, Tochter. Georg Amon, Schwager. a Bis Ins Hefsle ersrhOltert, gohan wir allen Verwandten tind Bekannten die bplrübpnria Narhrlcht, dnB unsere liebe und herznnsgütu Mutter, Schwicgennutler, GroBmutter and Tante, Frau Maria Selenko geb. Karnitschnlk Allpmrentnerlo DonnarslHg, den 22. April 1943, um 8 Uhr, nach schwerem Leiden, uns m schwetslot Trauer zurücklassend, fOr bsunar verlassen hat. Die Beerdigung findet Samstag, den 24. April 1S43, uai 11 Uhr, auf dem Stadlischnn Friedhof in Drauweller statt. Die hl. beeienmesso für die Verstorbene wird am Montag, den 26. April, in der Marinhilferkirche In Grat gelesen, Grat, Marburg, Im hohen Norden, den 22. April MM3. Ib tinlar Trauert Johann Selenko, Sohn. Theres« geb. Knmlk. Schwiegertochter. Hannes Selenko, stud. med., d. Z. Im Felde, Im Namen aller Verwandtaii. 591 Wtr i0cn*» dM Ihm lugttallltn litrn Iii. to« I» GaHtuim «•M Mal w. w««« •Imm) kMpp«r "INI. •In«'' Vttrad RestauratlonskAchln mit guten Kenntnissen für einen Kurbetrieb wird ab sofort aufgenommen. Anträge unter »Kurort« an die Verw. der »M. Z.«, Marburg-Drau. 253-4-6 Suche ab 1. Mal nur für Sonntagnachmittage eine Kellnerin sowie Küchenpersonal für Gasthaus Erlacher, Gams-Marburg. _512-6 T.ehrmSdchen wird sofort auf-nenommen. Gottfried Diwiak, Fahrräder, Kinderwagen, Sportartikel, Marburg-Drau, Nagy-1 Straße 4. _501-6 AustrSgerlnnen fdr die »Marburger Zeitung« in Pettau drin-qend gesucht. Vorzustellen bei Pichler, Pettau, Geschäftsstelle der »Marburger Zeltunga. Unterstelrer sucht rwecks Heirat eine Untersteirerin, möglichst mit guter Schulbildung, Hausbesitzerin, auch gelernte Schneiderin bevorrurit- im Alter von 28—,38 Jahren. Zuschriften unter »Dreher« mmt, hohes Wasser verrinnt wieder«, tröstete der Rauna-cher. Er re Euter abgeschnitten hat in seinem busen Übermut! ■ »Das war bitter«, meinte der Alte »Aber schließlich werden sie doch wieder abziehen, und wenn sie auch dreißig Jahre auf uns sitzen. Uad die Das geht abei nicht so einfach. Das Publikum seltsam wie zu allen Zeiten geht mit diesen Stücken mit. Jst doch die Ehe immer Kampt um Bestand und Ftirmat, um Erfüllung und Zweiseligkeit. Bei den Auseinandersetzungen eines solchen Ktimples Zeuge zu sein, das verlockt Sind auch die Diskussionen müs sig, die man an die geschilderten Billigkeiten knüpft, so gibt es doch Emotionen. Vor allem, wenn es den Autoren gelingt den Konflikt und die Lösung in so pastellzarten StrichtMi und Farben zu skizzieren wie etwa der begabten Juliane Kay in ihrem Stück »Vagabunden«. Und SC) kommt man zu einem dramaturgischen Schluß, der nicht zu widerlegen ist: Solange es Ehen gibt, solange werden auch Ehekomödien gespielt werden. dlsrj immer. Nur eine Bitte an die Autoren zukünftiger Stücke dieses Genres: Laßt den ehebrechenden Männern bei der Heimkehr (für die ja gerne der naumen gehalten wird) ein wenig mehr Haltung und Würde zukommen. Reue und Besinnung sind ja sehr teure menschliche Eigenschaften, sie sollen jedoch bewegen und nicht beschämen, so daß man sich nach der glücklichen Fortsetzung der unterbrochenen Ehe den Gatten auch noch so halbwegs als »Haus-hallungs-Vorslandt vorstellen kann... Rudolf Körner, Wien -f In der Mittwochaufflihrung des »Troubadour« sang anstelle von Ewald Steeg das Mitglied des Marburger Stadtfheaters Ludwig Mönch die Partie des Ferrando. Der junge Künstler, der über einen gutklingenden, sonoren Baß verfügt, meisterte seine Aufgabe in gesanglich und darstellerisch durchaus sympathischer Weise. Dr. M. P. Land im ersten Grün Aufnahmen: Roglmund R.imetch, B«tU> Frauenberg bei MarburjJ an der Drau, Drautal gegen Donatibcrg Der Dichter Arno Holz Zur 80. Wiederkehr Am 26. April vor achtzijj Jahren wurde in Rastenbur{{ in OttpreuOen der Dichter Arno Holz geboren. Die Literaturgeschichte kennt ihn vor allem als den Verfasser des »Phantasus«, der »Blechschmiede« und der »Dafnislieder« — merkwürdig gegensätzlicher Lyrikbücherj denn während der »Phantasus« manchen noch heute sonderbar modern anmutet, hat Holz in seinen Liedern des Schäfers Dafni» nach einem Urteil Josef Nadlers die Dichtform des 17. Jahrhunderts in eine Weise nachgebildet, wie sie dies Jahrhundert »so erschöpfend und artgleich aus eigenem noch gar nicht besessen«. Nimmt man noch die Frühgedichte aus dem »Buch der Zeit« hinzu, so hat man eine Vielfalt aus allen Regenbogenfarben, deren Urquell doch immer dieselbe Leuchtkraft und flammende Intensität des Temperaments dieses Dichters ist. Aber Arno Holz wies nicht nur der Lyrik voll Eifer neue Wege, auch das deutsche Drama verdankt ihm wesentliche Beeinflussung. Arno Hol* begrflndete Ende des vorigen Jahrhunderts den »konsequenten Naturalismus«. Wenn auch als Bühnenwerk allgemein nur der — mit seinem Jugendfreund Oskar Jerschke gemeinsam verfaßte — »Traumulus« bekannt wurde, so sind die schwerer wiegenden Dramen »Sozialaristokraten«, »Sonnenfinsternis« und die Tragödie der Wissenschaft »Ignorabimus« auch als Lesedra-tnen von stärkstem Einfluß auf die zeitgenössische Bühnendichtung gewesen. Dazu kommt die frühe Prosa Arno Holz, Dem Dichter des unter einem norwegischen Pseudonym gemeinsam mit Johannes Schlaf verfaßten Buches »Papa Hamlet« widmete Gerhart Hauptmann sein Drama »Vor Sonnenaufgang« — »in Anerkennung dci empfangenen Anregungen«. Paul Ernst, der lange mit und bei Arno Holz Ichte, wurde wesentlich von ihm beeinflußt Der in Berlin seßhaft gewordene Ostpreuße suchte auch durch praktischen Einsatz einen Aufstieg und eine Konzentration des literarischen Werdens der Jahrhundertwende zu erkämpfen. In der Arno Holz-Gedenkstätte in Berlin-Wilmersdorf entdeckt der Gast ganze Sammlungen von Plänen und Projekten Schwc'di'ii? Sie haben die ganze Welt fressen wollen. Und wo sind sie heule? Wii dbr Sind geblieben.« Die bduerm hörte ihm nimmer zu, sie deutele in die Ferne und stamnielle: »Himinliscbe Hausniutterl Dort reitet er schon d.iher, der Krieg!« Ein .Soldat sprengte heran. Er ritt ungerechten Weg; über bebautes Land ritt er, durch wachsende Saat, durch das liebselige Getreide. Der Raunacher schaute ihm tinster zu, ihm schien der Fremde mil dem heiligen Brot selber sündhaften Untuc) zu treiben. »Ein Franzos!« murmelte er. »Meiner Seel, man soll flen vvoM nicht eitel nennen, sonst springt er aus den Stauden!« Das Weib lief ins Haus. Ganz unsinnig räumte sie ihr bißlein Armut weg; Betbuch, Spinnrad, einen Wachsstock, ein Scheit Holz, wertloses Zeug meist, ohne es doch verstecken zu können. Wie vor einem Raben räumte sie auf. Draußen hielt der Franzose. Ein großtuerischer Bursch, gewalfnet und^ gespornt, unter der Nase einen buschigen, gelben Flederwisch. Die Absicht auf nigene Faust zu brandschalzeri, mochte ihn von seiner Truppe abgetrieben ha-ben. »Durst!« fauchte er den Bauer an. D^'r zrKi die Brauon zusammen ob des groben Grußes. »Dort ist der Brunn«, sagte er. Der Soldat schrie: »Wein! Bjer!« Der Raunacher erwiderte gleichmütig; Das Mosth.nis finel hin. Laß dir OS vor der Mahlzeit nicht grausen!« Der Franzose vairde leichenblaß. Er hellte verstanden. Zuerst wollte er das unsichere Herz hinter einer prahleri-I sehen Haltung verbergen. Dann steckte i er schlotternd den Scibel ein und zog 'stumm sein Tier aus dem Haus. 1 Der Raunacher sah ihm nach, wie er .im Wald verschwand. Er sagte: »Der In »Rosenmontag« von Otto Erich Hartleben, in dem Erfolgsstück »Der Prob«-kandidat« von Max Dreyer, in der Komödie »Jugend von heute« von Otto Erust. Max Halbes »Jugend« ist, trotz mancher Zeitgebundenheit und auch mancher künstlerischen Mängel, die dar Dichtung anhaften, ein Werk geblieben, über dem heute die Patina eines einmaligen poetischen Wurfes liegt, well Ewig-Menschliches in ihm gültig nnd stets aufs neue rührend gestaltet wurde. Grazer Kultnrspie^l Nachdem am vergangenen Sonnte im einer Morgenfeier eine Szene aus V. War« sitz' neuem Bühnenwerk »Genie ohne Volk« mit Erfolg aufgeführt wurde, gelangt dieses Werk um den spanUehea Maler Goya am Samstag im Graser Schauipielhaus zur Erstaulfflhnm||. Fflr den Ostersohntag ist im OpemapTclplaa die Wiederaufnahme von »Madame But« terfly« vorgesehen. Die Osterfeiertage bringen weiters als festt&glichc« Unter-haltungsprogramm fflr Gras ein »Lachen* des Kabarett« mit Friedl Herlin, Anton Pointner und vielen anderen aoswtrtitfen Kräften um 17 Uhr im Stephtniensaal und im DAF-Saal um 19.30 als KdF-V«ran-staltung zwei Stunden »Frohe KurcMreil« mit vielen Mitwirkenden aus der Welt der Kleinkunst. Am Osteraontag wird des »Lachende Kabarett« mit swei Voretel-lungen im Werktheater ICapfenberg stieren. Am Dienstag nach Ostern wird im Stephaniensaal der Mosartchor der Ber> liner HJ zu hören sein. Am 28, April fin» det auf Einladung von KdF im Opernhaus ein Gastspiel des Wiener Volksthea^ ters statt, und zwar wird Gol^onis »Reizende Wirtin« in Premierenbeeetxun| gegeben. Die Aufführung wird am Nachmittag des 29. April für Verwundete und Fronturlauber wiederholt. + Walter Zlertch gestorben. In MBu (Aen starb im Alter Ton 69 Jahren