.N 24. Dmmrwan am 3l>. Immer W2 Die „Lalbacher Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet snmmt den Beilagen im Comptoir ganzjährig 11 fl., haw-jährig 5 fl. 50 lr., init Kreuzband im Comptoir ganzj. 12 fl., haloj. 6 fl. Filr die Zustellung iu'S Haus sind halbj. 50 lr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., unter Kreuzband und gedruckter Adresse 15 fi., halbj. ? fl. 50 kr. Inserttonsgebühr für eine Garmond»Spaltenzeile odcr den Raum derselben, ist fUr Imaligc Einschal« tung o tr., für Lmaligc8lr., slir 3mllligc 10lr. u. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel pcr 30 lr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 fl. 90 lr. für 3 Mal, 1 fl. 40 lr. für 2 Mal und V0 kr. für 1 Mal smit Inbegriff beS InsertionSftempels). ^5aibacher Mtuna. PränumtllltillNlz - AnkmdiMg. Auf die „Laibacher Zeitung" nebst „Blätter aus Krain" wird ein neues Abonnement eröffnet. — Der Prauumerations.Preis be trägt: Vom R. Februar bis Gude Dezember: Im Eomploir al?g,l>olt . . . . ltt ft. V kr. Im Comptoir unter Convert. . . »> « — « I«, Laiftach, in'S HauS zug,stellt . R» « — „ Mit Post, ultter Kreuzband versandt >H „ 7.5 « Vom t.Febr. bisGnde Iuui t^OH: Im Comptoir abgeholt..... 4 si. statten geruht, daß der Ober-Staatsanwalt am Ober^ Landesgerichte in Wien, Dr. Gustav Keller, sei> nem Anstichen gemäß in das Richter-Kollegium die« ses Gerichtes übertrete. Gleichzeitig haben Sc, l. k Apostolische Majestät den Ober» Landesgerichtsrath Peter Kagerbautr zum Ober'Staatsanwaltc am Ober-Landesgerichtc in Wien allergnädigst zu ernen» lien geruht. Der Staatsminister hat den Ministerialrath im Justizministerium, Joseph Kemperle, sowie die Ober - Landesgerichtsräthe Peter K a g erbaue r, Alexander v. Ach bau er und Sylvester Massari zu Prilfungs'Kommissären bei der theoretischen Staats-prüfungs-Kommission in Wien ernannt. Nichtamtlicher Theil. Die französische Thronrede. Der Kaiser der Franzosen hat am 27. d, M. die Session des Senats und dcS gesetzgebenden Körpers mit einer Nebe eröffnet, welche alles Andere enthält, nur nicht die ersehnten Aufschlüsse über die wichtigsten' politischen Fragen, wie z. V. über die italienische. Ueber diese Angelegenheit geht der Kaiser so rasch hinweg als brcune ihm der Boden unter den Füßen. Freilich, der italieuische Boden ist vulkanisch. Der Mann, der sich auf cen Schultern der Revolution emporgearbeitet hat, spricht nicht gern von ihr. Jener Passus der Rede über Italien ist dunkel wie ein Spruch der Py, thla. Was heißt das: Ich habe das Königreich Ita-lien auerkauut mit der festen Absicht, durch wohlmci' ileudc (^'miiallnljli^) und uneigennützige Rathschläge dcizulragcn, zwei Angelegenheiten, deren Antagonismus allenthalben die Gemüther und Gewissen ver» wirrt, auszusöhnen? Die „O. D. P." meint, diese zwei Angelegenheiten, die einen Antagonismus bilden, sind-: die Einheit Italiens und die weltliche Herrschaft des Papstes. Die «Donau-Ztg." sagt: Wenn in dem auf Italien bezüglichen Passns von «zwei An-gelegcnheitcn. deren Widerstreit die Gemüther und Gewi^en verwirre", die Rede ist, so glauben wir dar. unter den Gegensatz verstehen zu dürfen, in welchem die Bestimmungen des völkerrechtlich giliigen Züricher Friedens mit den durch Picmont außervölkerrechtlich. ja widerrechtlich uollzogcuen Thatsachen steheu. Der Gegcusah ist weit, und umfaßt selbstverständlich auch die römische Frage. — Man sieht aus diesen beiden Deutungen, was sich Alles aus der orakelhaften Phrase herauslesen läßt. Dagegen ist die «O. D. P." ftbr zufrieden da-mit, daß Vcnezien auch nicht mit einer Sylbe er> wähnt wird. Es gibt eine römifche Frage — aber es gibt keine venezianische Frage. Die weltliche Herrschaft des Papstes steht nur deßhalb in Frage, weil sie von fremder Macht geschützt werden mnß, weil sie zusammenbricht, wenn ihr der Schuh entzogen wird. Venezien wird durch die Macht geschützt, der es an< gehört. Rom hängt von dem guten Willen Napo° leons ab. Vcnezicu würde den Knotenpunkt eines hartnäckigen Htriegeö bilden. Es steht eben so außer Frage wie der Rhein, wie Belgien, wie daö König» reich Pc'Icn ?c. Die Tyronredl dc>6 Kaisers der Frau» zosen Yat nichts damit zu schaffen, und cs gefällt unS ganz wohl, daß sie dort leinen Platz angewirscn bekam. Am weitschweifigsten befaßt sich die Thronrede mit den inneren Angelegenheiten Frankreichs. Was sie da sagt, klingt fast, als sollte es das trübe Bild. welches Hrn- Fonld aufstellte, in ein freundlicheres verwandeln. Im Ganzen ist die Thronrede so fadenscheinig, wie die preußische. Sie hat srhr Viele getäuscht, die Aufklärungen odcr bestimmte Erklärungen erwarteten. Der nachstehende telegraphische Bericht'scheint ziemlich vollständig zu sein. Die Rede lautet: «Meine Herren Senatoren, meine Herren Dcputirten! Das so eben abgelaufene Jahr hat, ungeachtet mancher Beunruhigungen, den Frieden sich befestigen gesehen. Alle mit Absicht verbreiteten Gerüchte ) über imaginäre Forderungen hilvl^llm,») sind von selbst zerfallen, vor der einfachen Wirklichkeit der Thatsachen. Meine Beziehungen zu den frenden Mächten ge. bcn mir die vollständigste Befriedigung, und der Be-such mehrerer Herrscher hat noch dazu beigetragen, unsere Freundschaftsbande fester zu schließen. Indem der König von Preußen nach Frankreich kam, konnte er selbst unser Verlangen beurtheilen, uns mehr mit einer Regierung und mit einem Volke zu vereinigen, welche ruhigen und sicheren Schrittes dem Fortschritte entgegengehen. Ich habe das Königreich Italien anerkannt mit der festen AbNcht, dnrch wohlmeinende (>)'i»ii»!!>!) und uneigennützige Rathschläge beizutragen, zwei An-grlegenheiten, 'deren ^Antagonismus allenthalben die Gemüther und Gewiücn verwirrt, auszusöhnen. Der Bürgerkrieg. welcher Amerika verwüstet, ge» fährdet schwer unsere Handclsinteresscn. Indessen, in« solange die Rechte der Neutralen werden geachtet werben, müsseu wir uns darauf beschränken, zu wünschen, daß dieser Zwiespalt bald ein Ende babc. Unsere Niederlassung in Cochinchina hat sich dnrch die Tapferkeit unserer Soldaten mW unserer Seeleute befestigt. Die Spanier, welche sich unserer Unter» nchmung beigesellt hatten, werden, wie ich hoffe, in jenen Gegenden den PreiS ihrer muthigen Mitwir- kung finden. Die Anamiten leisten unserer Hcrrjchast schwachen Widerstand, und wir wären mit Nieman, dem im Kampfe, wenn nicht in Mcriko die Vorgänge einer wenig gewissenhaften l^un« «ci-uplilc.'.) Regie» rung uns vcrpftichtet hätten, unS mit Spanien und England zu vereinigen, um unsere Landöleutc zu be» schützen und die Angriffe gegen die Menschlichkeit und das Völkerrecht abzuwehren. Es kann aus diesem Konfiikte nichts entstehen, was geeignet wäre. das Vertrauen in die Zukunft zu schwächen. Frei von der Beschäftigung mit auswärtigen Fragen (>i!>r« li« pt-o^cuiixlwux <'x!^i-j<'U!'^) habe ich meine Aufmerl» samleit vorzugsweise dem Zustande unserer Finanzen zugewendet. Ein aufrichtiges Elpos« hat Sie die wahre Lage derselben kennen gelernt. Ich weroe diesem Gegen« stände nur einige Worte widmen. Die öffentliche Meinung ist von der Ziffer W3 Millionen, bis zu welcher die schwebende Schuld augcwachsen, bewegt worden; allein oiesc Schuld, indem sie in ihren Grenzen von jetzt an festgehalten wird. hat nichts Beunruhigendes, denn sie hatte diese Ziffer schon vor den« Jahre 1848 erreicht, zu einer Zeit. wo die Einkünfte Frankreichs noch weit entfernt waren, sich dem zu nähern, was Ne heute sind. Uebrigens möge man von dieser Summe in Abschlag bringen: zuerst die 652 Millionen, mit welchen der Staat in einer dem Kaiserrrichc vorausgegangenen Epoche belastet war. fl-rner jene 7tt Millionen, welche den Besitzern der Rente zur Zeit der Konvcrtirlllig zurückgezahlt wurden, endlich die übrigen 233 Mill, der Drcöuverls, herbeigeführt durch die beiden letzten entfernten Erpe, ditlonen, welche man mittelst einrr Anleihe hätte verlangen können. Man wird sehen, daß seit der Er-richtung des Kaiserreiches, es ist wahr, Dank der aU-mälig bewerkstelligten Konsolioirung, die Deeouvcrts nicht in dem Verhältnisse der Bedürfnisse, für welche Vorsorge getroffen werden mußte, und der seit zekn Jahren erzielten Vortheile angewachsen sind. In der That. meine Herren, eö wäre ungerecht, zu vergessen: das Anwachsen der Ausgaben, herbeigeführt durch das Iahrcsbcdürfniß der für zwei nicht ruhmlos gewesenen Kriege kontrahirtcn Anleihen; die 622 Millionen, welche der Staatsschatz zu den großen gemeinnützigen Arbeiten verwendet liat, unabhängig von den 3 Milliarden, welche die Gesellschaften der Vollendung der 65V3 Kilometer Eisenbahnen gewidmet haben; die Herstellung des Telegraphennetzes; die Verbesserung des LoseS fast aller Staatsdiener; die gesteigerte Sorge für die Wohlfahrt des Sol« daten; die Cadres der Armee, welche in ein richtiges Verhältniß mit dem Stande gesetzt wurden, welchen die Würde Frankreichs in Friedenszeitcn erheischt; die Umgestaltung der Flotte und unseres ge< sammten Artilleriematerlals; die Nestaurirung unserer kirchlichen Gebäude und öffentlichen Denkmäler. Diese Auslagen baben allen nützlichen Arbeiten im ganzen Umfange des Kaiserreichs einen fruchtbaren Impuls gegeben. Haben wir nicht die Städte sich umgestalten, das Land durch den Fortschritt des Acker« l'aues reicher werden und ^en auswärtigen Handel sich von 2700 Mill, auf K«U0 Mill, erheben gesehen? Endlich sind dnrch die Vermehrung des öffentlichen Wohlstandes allein die Staatseinkünfte um mehrere hundert Millionen gewachsen, Diese Aufzählung zeigt uns die ganze AuSdel> uung der finanziellen Hilfsquellen Frankreichs, nnb dennoch, welches auch immer der Ursprung des De-couvcrls, wi? legitim auch immer die Ausgaben ge« wesen sein mögen, so war es doch klug, dieselben nicht wcitcr zu vermehren. 94 Zu diesem Zwecke habe ich dem Senate ein ra» dikalcs Mittel vorgeschlagen, welches dein gesetzgebenden Körper ein größeres Bcfugniß der Kontrole ver» leiht lind denselben immer mehr und mehr zuln Genossen meiner Politik machte (^cx.'^). Diese Maß« regel aber war keineswegs, wie man sich leicht da» von überzeugen kann, ein Ausweg, um meine Verantwortlichkeit zn erleichtern, Es war dieß eine frei» willige und ernste Reform. welche uns znr Sparsam« kcit zwingen soll. Indem auf das Recht, in den Sessions'Zwi-schcnräumcn außerordentliche und supplementäre Kredite zu eröffnen, verzichtet wurde, war cs dennoch wesentlich, sich das Bcfugniß vorzubehalten, für un-vorgesehene Bedürfuissc vorzusorgcn. Das System der Ueberweisuirgeu (vli-.-im »!,») liefert die Mittel hiczu und hat den Vortheil, dieses Bcsugmß auf die wahrhaft dringenden und unabwcislichen Bedürfnisse zu beschränken. Die strenge Anwendung dieses neuen Systems wird uns bchilfiich sein, unsere Finanzgcbarung auf unerschütterliche Grundlagen zn stellen. Ich rechne auf Ihren Patriotismus und Ihre Erleuchtung, um meine Bcmül'nngen durch eifrige Mitwirkung zn un> terstühcn. Der Voranschlag wird Ihnen sogleich nach Eröffnung der Sitzung vorgelegt werden. Nicht ohne Bedauern habe ich mich entschlossen, Ihnen die Anfinge mehrerer Steuern vorzuschlagen, aber bei der Steigerung unserer Einkünfte wird — wie ich überzeugt bin — diese Belastung nur eine zeitweilige sein. Sie mögen sich zuerst mit dein Gesetzentwürfe bezüglich der Umwechsluug der 4 V, perz. Rente be» schäftigen, ein Gcsctzentwnrf, welcher, indem er billi> gerwcise die Interessen des Staatsschatzes mit jenen seiner Gläubiger in Einklang bringt, die Vorberci' tuug der Unifikation der Staatsschuld bezweckt, Ich habe Ihnen, meine Herren, in loyaler Weise den Stand der Dinge auseinandergesetzt. Sie wissen es, daß ich bei jeder Gelegenheit, wo sich solche zu einer nützlichen Reform darbot, entschlossen die Iui> tiative ergriffen habe. Ungeachtet dessen werde ich nickt minder die wichtigsten Grundlagen (li:^^ so»-,!lc!l<'5) der Verfassung, welche dem Lande bereits zehn Jahre dcr Ordnung und des Gedeihens einge» bracht hat. unverletzt festhalten. Das Los Aller, welche im Besitze der Macht sind, ist — ich weiß es wohl — ihre reinsten Ab' sichten verkannt, ihre lobenswerthestcn Handlungen dnrch den Pancigcist entstellt zu sehen. Das Geschrei aber ist ohnmächtig, wenn man das Vertrauen der Nation besitzt und nichts vernachlässigt, nm das-selbe zu verdienen. Dieses Gefühl, welches sich unter allen Verhältnissen offenbart, ist meine kostbarste Be lohnung und macht meine größte Kraft aus. Treten so uuvorbrrgcschenc Ereignisse ein, wie Theuerung der Unterdaltsmittcl. Verriugernng dcr Arbeit, danu leidet das Volk. In seiner Gerechtigkeit aber macht es mich nicht verantwortlich für feine Leiden, weil es weiß, daß alle meine Gedaukeu. alle meiuc Bemühuu-gen, alle meine Handlungen unaufhörlich dahin stre» den' sein Los zn verbessern und die Wohlfahrt Frankreichs zu vermehren. Machen wir uns keine Illusionen über daS, waö uns noch zu erfüllen erübrigt; beglückwünschen wir uns aber gleichzeitig, zelm Jahre inmitten dcr Ruhe der befriedigten Völker uud dcr Einigkeit der großen Slaatskörpcr zurückgelegt zu haben. Harreu wir bei unserer Aufgabe mit Energie aus und vertrauen wir dcr Vorsehung, welche uus stets sichtbare Zeichen ihres Schuhes gegeben hat!" Korrespondenz. Wien, 28. Jänner. ^ Die dicßjcihrigc Saison ist den Thronreden offenbar nicht günstig, Kaum sind drei Wochen vergangen, seitdem der Telegraph uus dcu Inhalt der königlich prcußischeu Thronrede nuttheilte, und schon sind wir im Vcsiyc fast dcr ganzen Ansprache, mit welcher der Kaiser dcr Franzoscu den gesetzgebenden Körper begrüße. Dcr Eindruck, wclchcu die königlich preußische Thronrede machte, war, wie seiner Zeit gemeldet wnrdc, kein erquicklicher. Dic Ansprache des Kaisers der Franzosen bei Eröffnung der Session des gesetzgebenden Körpers theilte deren Schicksal. Sämmtliche hicsigc Journale wiomcn bereits in ihrer Morgenausgabe dein mit solcher Spannung cr> warteten' Telegramme einen eingehenden Leitartikel. Aber kein einziges derselben hat für die kaiserliche Ansprache ein Wort freier, offener Aucrkennui'g, un-umwundenen Vertrauens. Selbst die wohlwollendsten uud diskretesten bringcu es eben nnr zu schüchternen Hoffnuugeu. kaum laut ausgesprochenen Erwaituu' geu. Man merkt es dem Tone, in welchem dicsc Hoffnungen, dicsc Erwartuua.cn ansgesprochen wer« den, deutlich au. daß er mchr die Frucht der Cour« toisic als dcr Ueberzeugung, mchr dem Wuuschc nach cincm guten Eiuvcrnchmcn. als dem Glauben an dasselbe entsprungen sei. Der einzige Vorzug, den man dcr kaiserlichen Ansprache vor dcr königlichen Thronrede einstimmig uud uuumwundeu zuspricht, ist dcr einer bcsscrcu Styliftil. Abcr auch dieser Vorzug verkehrt sich in dcr Hand des Zweifels und des Mißtraucus iu sein Gegrutheil. Mail merkt die Absicht, und wird verstimmt. Man merkt die Absicht, um jcdcu Preis Alles zu vermeiden, was den Markt alteriren kann Dcr Markt altcrirt Unfriede nach Außen und Schwäche nach Innen. Demzufolge zeigt sich die Thronrede überfließend von dem Lobe der gnten Beziehungen zu dcn frcmdcn Mächten; sie zeigt sich aber auch stroz-zcud uou Stärke gegen allcnfälligc innere Feinde. Aber dem Napoleonismus geht cs wic dcm Zauber» Lehrlinge. Er vermag die Geister nicht mchr zu ban< neu. die er wach gerufen. Er hat die Geister dcr lflml-l' in einer Weise wach gerufen, die sic über-mächtig werden ließ. Er taun sic uuu nlchl mchr bcschwörcu. Es glaubt ihm Niemand mchr. wenn er das so oft uud so arg mißbrauchte Wort „Friede" im Munde führt. Iu Einem gesagt: man halt die Thronrede nur auf den Moment berechnet, man hält sie nur als ein Mittel mehr zu dcn großen Finanz» Plänen, welche die französische Regierung im Augen, blicke als wahrhaft brennende Frage beschäftigen. Was d^nn, das ist es eigentlich, was dic Gemüther viel mehr beschäftiget, als das was jetzt. Zudem tritt aber auch noch ein uie rastender Hintergedanke. Wic cS mit den freundlichen Beziehungen zn den fremden Höfen in Wahrheit beschaffen ist, wie cs mit der Rnhc und dem Frieden. wic eS mit der Befriedigung der Völker in Wahrheit beschaffen ist, von denen die Tbronrcde gleißncriscl! und einschmeichelnd überfticßt. um das wissen wir. Wie cs abcr mit dcr Kraft uud Energie, wic cs mit den Rcsonrccn bestellt ist, mit denen in dcr Thronrede allfälligcn inneren Fein» dcn gedroht wird, das wissen wir. nicht. Die Besorg-»iß. daß die letzteren vielleicht ebenso nur im Mnndc des KniscrS bestehen als die Erslcrcn, ist krinc gc» ringe. Seit Langem hält sich Jedermann überzeugt, daß etwas faul sei im Staate Frankreich. Seit der Berufuuq Fould's war diese Ueberzeugung lebhafter als je, seit dcr Tyronrede von gestern wurde dieselbe nahezu zur Gewißheit. DiescS Momcut ist keines' wegs geeignet, die allgemeine Zuversicht zu steigern. Bemcrlcnswerth ist, daß der Thronrede gegenüber selbst die Nationalen ljuuml miü»«, h^se bisher so treuen Schleppträger dcS Napoleonismns. sich uega» tiv verhaltcu. Sie babcu dcn Zeitungen entnommen, daß in unserem Gcmemdcralh ciu Aulrag cnif cin KonstitU' lionsfest gestellt uud angenommen wurde. Der Ent< wurf des Programms wurde einer Sektion zugewiesen. Diese brachte nun in Vorschlag: einen feierlichen Gottesdienst, eine solenne Sitzung, ein Vankct im Rcdouteu-Saale, Stadtbcleuchtung, einen Fackel-;ug nach der k. l. Hofburg. Die Parteien in Ungarn. Ueber die Parteibestrebuugen in Ungarn crhal» ten wir, von bewährter Seite interessante Daten, die wir unsern Lesern nicht vorenthalten zu dürfen glau. bcn. Nach diesen Mittheilungen erscheint cs außer allem Zweifel, daß man fast durchgängig das Be-dünniß cincs endlichen Ausgleiches mit der Regie» rung fühlt; abcr immer will es noch nicht gelingen, einen passenden Modus über das „wic" zu finden, in welcher Weise die Ansichten dcr Regierung mit denen dcr vcr verschiedenen Parteien in Vereinbarung zu bringen seien. Fünf politische Parteien sind es, nach dem „Bot-schaftcr", welche gegenwärtig bestehen. Die erste ist die „Altkonservaiiuc", dcr die eigentliche lunilo^ii^locru. liü des Königreiches angehört und dic sich streng auf dcn Vodcn von 1847 Mt, die 1tt48cr Gesetze rc< uidirt, und dann erst den Landtag einberufen sehen, lind mittelst dessen an das Oktober-Diplom anlnü-pfcu will. Diese Richtung hat leine feste Basis iu Uugarn, uud wcuig Aussicht auf Erfolg. Die zweite ist dic dcr sogeuauntcn „Konservativ. Liberalen"; sie will untcr Wahrung dcr Rechts' Kontinuität und dcr auilischcu Verfassung dcn fried» lichen Ausgleich. Es ist dieß jcue Partei, dcicu An» sichten im „Magiar Orsz" vertreten werden, und dürfte die meisten Chancen für das Ncnssiren habe», Die dritte ist die „Deal'schc"; für sie gibt cs nur dcn Bodcu dcr unverkürzten Ancrkcnnnng dcr 1M«cr Vcrfassnng. Dic Parole ist: Alles mit und durch den vcrfassungsmäßigcn Landtag", also auch erst durch dicscu die cvcutuellc Revision dcr letter Gesetze, gcgcn welche man im Prinzipe gerade nichts einzuwenden hätte. Momentan verhalten sich Deak und seine Anhänger ganz ruhig; sie wollen abwarten, Dic vierte ist die „Bcschlußparlei". deren An> sichten das seit ersten Jänner ncu gegründete Blatl »Iöoö" (Zukunft) vertritt. Eiu Ansglcich mit ihr scheint schon uicl schwerer, denn sie erkennt z.B. die jetzt amtircndcn Rcgicruugsorgane, sogar dic Hof< Kanzlei nicht als gesetzlich und zu Recht bestehend an; als kleiner Beweis mag dienen, daß die Rcdak' tion ihres Organs, des vorcrwälüitcn „Iöve". sich weigert, dcr Hoflanzlci das übliche Pflichtexemplar einzusenden. Die fünfte endlich ist die dcr «Ultra-Radikalen", welche mail besser mit dein Namcn dic „rothe" bezeichnen würde. Slc besteht aus übermülhigen Spru-dclköpfcn, welche sich ungcschcut Demokraten nennen, will vou keinem Ausgleich etwas wissen, sondern träumt nur die Losreißung von Oesterreich und Grün« duug eines selbstständigen Magyaren-Reiches; sie rechnet auf die Emigrations- und Rcvolntions'Pro-paganda uud Stöße von Außen gegen Oesterreich, lim mittelst 'ocrcn ihr Ziel zu erreichen. Sie ist klein u»d genießt kcinc Popularität im Lande. Sitzung des Herrenhauses am 28. Iä un er. Die Sitzung wird um halb 12 Uhr durch den Präsidenten Se. Durchlaucht Fürst Karl Auersperg eröffnet. Auf dcr Ministerbank die Herren: Graf Rech« berg, v. Schmerling, Freiherr v. Mecs«'ly und Graf Degenfeld. Eine Zuschrift des Staatsministers zeigt dein h. Hanse das Ableben des Rcichsrathcö Graf Ignaz Attems an. Das gcsammte h. Hans crhcbt sich zum Zeichen seiner Theilnahme. Von Sr. k. Hoheit dcm Erzherzog Heinrich wird die Abreise znr Armcc nach Vencticn mitgetheilt, Erzbischof Jachimovicz bittet anf Grund dringender Diocesan ° Augclcgcnhcitcn um eincn dreiwöchentlichen Urlaub; Graf Kasimir Starzcnsky um einen unbestimmten Urlaub zur Herstellung sei« ner Gcsundheit. Der Gesetzentwurf, mit welchem die Aufhebung der Verordnungen vom l l. Mai l8!!4 nnd 20. Juni !Ki'»k und die Beauftragung der Gerichte mit der Amtshandlung über alle im allgemeinen Strafgesetze als Ucbcrlretnngen strafbarer Handlungen mit Ausnahme der bezeichneten Ueberirctnngen der Meldnngs» Vorschriften in Antrag gebracht w,rd, kommt zur zweiten Lesung. Berichterstatter der Kommission ist Freiherr von Krauß. Die Kommission erklärt nicht nur die in der Verordnung von, ll. Mai lttl!4 aufgezählten Ucl>er-ll'ctullgen linier dcr in dieser Peroldnuua. angeführten Beschränkung für greifet, dcr StrafbchandlunL ocr Kommunalmagistrat' und Pvllzcll'ehördcu crstcl Instanz übcrlasscn zn werden, sondern glaubt, daß derselben auch noch die ill dcr Vcroronung vom 2». ^nni ltt!»8 vorkommenden Uebertrctungen angereiht werden sollen. In der Generaldebatte ergreift Graf Leo TbliN das Wort lind entwickelt in einer läugercn Rede sel^ »en Alltrag, daß kein ncnes Gesetz geschaffen, so"' oern nur die nothwendigsten Modifikationen an dein bishcr brstandcncu vorgenommen wcrdcn sollen Dcr Antrag wird unterstützt und gelangt zül Bcrliaudlung, Dcr Herr Staatsminister setzt den Stand' punkt auseinander, den die Regierung Sr Majestät in dieser Frage einnimmt. Sc. Erzcllcnz erörtert »' cincm Rückblicke auf die Gcsthc von !kl)A, 1869, ltt.^ uud !8!)6, wie die Regierung hauptsächlich darauf Gewicht lege, daß thatsächliche Rcchtsverlcz< )Ungcu dcn Gerichten zugcwicscn wcrdcn. Fürst Salm stellt das Amendcment znm A»" tragc dcs Grafen Lco Thnn, daß der Antrag <>' Druck gelegt werde, um uoch einer genauen P>üf»»>1 unterzogen zu wcrdcn. Da dcr Antrag des Fürstt" Salm, dcr mit großcr Majorität angenommen wir^ ^igllich ein Vertagnngsantrag ist, so wird die S'V zuilg vom Vorsitzenden gcgcn l Uhr gcschlosscn. Nächste Sitznng Freitag dcn Ul. d. M. Oesterreich. itaibach, 27. Jänner. Man schreibt dcr „^ Ztg." von hier: Unscr altehrwürdigcr Schützein'^ cin hat in dcr jüngst stattgefuudcucu allgemein^ Versammlung scincr Mitglicdcr den bisherigen Obe^ Schützenmeister Dr. Emil Ritter v. Stöckl zlH Direktor dcs Vereines erwählt, und mit Grund ^ ;>l crwarlc», daß dcr ncu crwähltc Direktor dici? ältcstcn Verein dcr Stadt, ungeachtet dcr mipli^^ finanzicllen Lage, in welche derselbe schon vor cini^ Jahren durch einen unwirtschaftlichen Um< und S bau dcs Schützcnhauscs versetzt wurde. nicht m" ^ haltcn, sondern sogar zu neuem Flor bringen w"^' Seine cistc und vorzüglichste Sorge soll, wic '^ hö'rcn, die Errichtung cincr die Mitglieder " ^ kommcn befriedigenden Restauration sein, an t^r . oicscm Vereine bisher fast immer fehlte. ES ist' ^, auch zu wüuschcn, daß durch Beitritt neuer M^ 95 der dieser schahens werthe Verein, dem einst der Er,;-derzog Iohalm mW die angesehensten Männer »e^ Landes angehörtcil, pekuniär gekräftiget iveroe. Wie wir hören, sind demselben seit dem neuen Jahre bc> reits 9li nene Mitglieder beigetreteu. Oö ist leb-haft bedauert worden, als vor einigen Jahren viele interessante S,I'rcibeu. selbst mit historischen Erinnc. rungen, uud die Portraits vormaliger, ehrcnwerther Schüpcn in Skart gelegt und von ihren, die betref-senden Lokalitäten gierenden Aufstellungsorten rntfernt wurden Wir rechileu darauf, daß die ueuc Direk» tion iu der Bewahrung des Andenkens an vergau> geuc schöne Tage des Schühcuverciues, und an seine Gründer und Beförderer sich selbst ebrcn. und da» durch den Verein heben werde. Diesem wird es auch zuverlässig zum Vortheile gereichen, daß unsere Spar« lasse in oer letzten Versammlung der Mitglieder eiu^ stimmig beschloß, einen Theil des Gartens des Spar-kassagebäudes zu opfern, um deu zur Schießstättc führenden Weg zu erweitern; es wäre uur zu wün> scheu, daß auch vom Garten des Aloisiauilius die nöthige Fläche zu demselben Zwecke hergegeben würde, was selbst in polizeilicher Hinsicht angezeigt erscheint. Wien, 27, Jänner. Ueber den Klub der Fö< deralisteu im Abgeordnetenhause bringt der böhmische „C.zas" einige interessante Details. Er chreibt dar. über: „Gleich uach dem Zusammentritt des jepigeu Nelchsrathcs bemühte sich dic czechische Fraktion, mit aller Gewalt, einen Klub der Föderalisten, oder wie mau mit einiger Dämpfung sagte, der «Auto» nomistcu". zu grüudeu. Dr. Ricger schrieb zu diesem Ende das allgcmiiu bekauntc Programm mit dem Motto: „ln m'l^xüi-il'x ilinll'x, in «lulilix lilx'rlttn«, in nmin'liu,'' ».'lli'ill»!." — Dieses Programm wurde im Veiscin mehrerer czechischcr Abgeordneten vom Grafen Clam-Martinii) korrigirt Palacky's ursprüngliche An» schauung über die föderative Konstituirung Oesterreichs trat hier bereits ziemlich modifizirt hervor. Man rechnete, uud rechnete heraus, daß durch diesen Kunstgriff die czrchische Partei uugefähr über 8» Stimmen zu vcrfü» gcu habe, und daher größtenthcilö entscheiden wird. Mau hoffte nämlich, auf diese Weise die Autouomi« stcu aus Stcienuart, Tirol, Dalinaticu, ja auch aus Oesterreich, und wie es sich von selbst versteht, auch die Polen heranzuziehen. Mau miethete für die er< warteten Gäste einen bescheidenen Saal. die Wiener Getreidebörse. — Uud was war das Resultat? Es kamen einige; mehrere aus Steiermark. Dalmalien, Tirol, Oesterreich; sie saßen und sprachen eine Ncile mit. zuckten die Achseln, eutferuleu sich und — kchr< nimmer wieder, Zuleyt blirbeu auch die Polen aus nud bildeten eineu cigeucn Klub, vermuthlich durch ihre politischen Tendenzen nach einer andern Richtung hingezogen, als wir Czechen. Uud so blieb iu dem Saale nur ci» Häuflein Czecheu mit einigen Mäh< rern m ^ui^il'' vü^l» l'.ü-i »üliüU«,^, und dieses Häuf« lein muß zusammengehalten werden dnrch imgewöhil" lichc Rigorosität, uud zuweilen, wie allgemein be» kanut, selbst durch minder lobeuswerthe Hilfsmittel." Ägram, 2U Jänner. Als die Arbeiter an der Sissek merken, daß viele der Betreffenden bereits gestorben sind und ihr Vermögen auch schon abgehandelt wor< den ist; c>5 cutstcht nnn die Frage, wer die Tare nach' träglich zu zahlen hat. Die Gesammtsumme der zu zahlenden Tareil beträgt bei 40.000 ft, (Tr. Z.) Die «Agramer Ztg." schreibt: Die renitente Gc< meindc Mraklin hat a,u 23. d. die Arbeiter, welche auf ciucm bereits eingelösten Grunde mit der Aulc< gling einer Brücke beschäftigt waren, unter Androhung von Gewalthätigkeilen, im wahren Sinne des Wor-tes weggejagt. Als Vorwand gaben sie au, daß sie au jener Stelle eine Rampe (Wegübergang) habeu müssen. Nachdem jedoch bci den Vorarbeiten auf alle uöthigeu Rampcu Rücksicht gcuoinmeu wurde, so stellt sich dieses Verlangen als eine pure Neckerei heraus. Die bctheiligtcn Arbeiter aber, welche auä weiter Ferne, um sich ihr Brot zu vcrdieucu, hicher geeilt sind. sehen sich vorläufig aller Subsistenzinittcl beraubt, iu die traurigste Lage verseht, und harren sehnsuchtsvoll ciucr baldigen Abhilfe. Samstag deu 2!!. d. wurde, als dic Arbeiter auf einem Gebiete knapp an ciucm Bache auf eiuer Sandbank eine Probegrnbe gegraben, um zu eruireu, wie t>ef das Fuudameut dort augelegt wcrdeu müsse, um eiu Objekt anzulegen, das Dorf alarmirt und es erschienen im Nu Männer. Weiber uud Kinder, alle mit Hacken. Schaufeln uud Senfeu bewaffnet, die die Arbeiter abermals zerstäubten. Deutschland. München, 2,'i. Iäuner. Der König hat mch-rerc, als Geschenk für den heil. Vater bestimmte, gemalte Glasfenster, die, längst fertig, nur wegeu Schwierigleitcu der Ueberscndung hier zurückgeblieben waren, nun bei der gegenwärtigen Reise nach Nizza selbst mitnehmen lassen, um sie vou Marseille aus in Begleitung eiues Technikers über See nach Eivita< vecchia, uud uou dort uach Rom zu seudeu, wo diese herrlichcu Arbeiten Ainmüllers dann im Vatikan aufgestellt werden sollcu. Stuttgart, 25. Jänner. Der Professor des Staatsrechtes, Dr. Michaelis in Tübingen, ist irrsin» uig geworden, uud iu die Heilanstalt Wiuuenthal gebracht. Vermischte Nachrichten. Prag, 28, Iäuuer. Heute faud um 9 Uhr Morgens im Palais des Fürsten Karl Auerspcrg ciue Gasexplosion Statt, bei welcher die Fenster zertrümmert und dic Erdgcsch^ßmaul!'!! theiiwcisc durch» geschlagen wurdeo. Dll'i Dicilstlrutc i^nrocn vel> u'uul>rt, Das Haus lvird gestuft. — Der Redakteur des iu Wie» erscheinenden politisch-sakrischen Journals „Der Zeitgeist", Herr Heinrich Ritter v. Levilschuigg. ist iu der Nacht vom 24. auf den 28. d, M. nach längerem Krankenlager au der Luftröhrenschwiudsucht gestorben. Rcncstc Nchnchlen und Telegramme. Hannover, 28. Jänner. Die Dcputirtrnkam-mcr hat den Beschluß der Adclskammer: die einseitig erlassene Militär'Strafprozrß-Orduuug enthalte eine Vcrlepuug der Verfassung, an eine Kommisswu zur schleunigen Bcrichlerstattuug verwiesen. 3ll,m, 27. Jänner. Der Papst soll erklärt ha-ben, er werde keinen Nuntius nach St. Petcrsbnrg schicken, bevor nicht Bialobrzesll und die anderen Priester iu Freiheil gcseht siud. Der Papst will Gn> rautieu vou Rußland. Paris, 2«. Jänner. Note Lavalette'6 au Tholl-veuel vom 18. Jänner: Ich habe dem Kardinal Autonclli vou dem Gc« gcnstaudc der Note vom l l. Jänner Kenntniß gegeben. Vercits iu früheren Unterredungen hatte dieser dem Papste von dem Verlangen, Rom mit Italieu zu versöhnen, gesprochen. Der h, Vater, indem er von dieser wohlml.iucndeu Bereitwilligkeit Kenntniß nahm, hat stets geantwortet: warten wir die Ereignisse ab. Ich war mehr betrübt als überrascht, als bei alleu von mir vorgebrachten Betrachtungen Kardinal Autonclli mir schließlich immer antwortete, durch« l____________________^________________________ aus nichts entgegennehmen zu wolleu, iudcm er sagte jeder Vergleich sei unmöglich zwischen den, b, Stuhle und Jenen, welche diesen beraubt haben. Es hänss ebensowenig vom Obersten Pontifer, als vom h. Kol> legium ab, auch nur den kleinsten Theil des Gebietei der Kirche abzutreten. Ich maclfte dem Kardiual Au-tonelli bemerkbar, daß ich die Rechtsfrage vollständig bei Seite ließ. Der einzige Zweck wäre, der väpst' lichen Regierung Gelegenheit zu bieten, nus cinei ^agc bcrauszukommeu, welche unheilvoll für ihre In« teresseu und bedrohlich für den Frieden der christlichen Welt ist. Antonelli dankte für das wohlwollende Interesse, indem er beifügte, es fei unwahr, daß zwischen dem Obersten Poutifer und Italieu ein Zwiespalt bestehe. Weuu auch ein Bruch zwischen dem h. Vater und dem Tnrincr Kabinct bestehe, so sind doch dess-n Beziehungen zu Italien vortrefflich Selbst Italiener, und der Erste derselben, lewct er unter ihren beiden nno ist an dcu grausamen Prüfungen, welche die italienische Kirche treffen. schmerzlich bethciligt. Was das Paktireu mit Räubern betrifft, so werde» wir es uicmals thun; jeder Vergleich auf diesem Gebiete ist unmöglich. Der Oberste Pontifek, sowie auch die Kardinäle verpflichten sich vor ihrer Eliiennung durch einen Eid, vou dem Gebiete der Kirche nichts abzu» treten. Der b. Vater wird demnach keinerlei Konzessionen dieser Art machen, ein Conclave hätte nicht das Recht, es zu thun, ein neuer Papst ebenfalls nicht, und ebensowenig dessen Nachfolger von Jahrhundert zu Iahrhuudcrt. Eu. Exzellenz verlangen zu wissen, ob Hoffnung auf ein Arrangement vorhanden sei; ich glaube verneinend antworten zu müssen. Ein Schreiben Antonelli's, an ^avnlette vom 18. erlassen, nach Einholung der Weisungcu des li. Vaters, be» kräftigt die mündliche Antwort der Kardinals Auto« nelli an Lavalette. Brüssel, 27, Jänner. Die „Iudöpendancc" meldet: Die Bildung eines neuen niederländischen Kabinets steht bevor. Dessen wahrscheinliche Zusam» meusetumg ist: Thorbclc Inneres, Strateus auswärtige Angelegenheiten, Beh Finanzen, Mecusscn Justiz, Unterhandlungen sind eingeleitet mit Huyssen von Kattendyle für die Marine, Kiwpp für den Krieg und Duymaer vou Twist für das aufgehobene Ministerium der Kolonien. Vrüssel, 28. Jänner. Die hentlge „Indien. dance" berichtet, der spanische Gesandc in Pnris habe dem Minister der auswärtigen Angelegenkeitell in Madrid durch eine Depesche angezeigt, Frankreich weise die Kandidatur des Insanten Don Sebastian für den Tl'ron von Meliko unbedingt zurück und uu> terstüpe offizicl den Erzherzog Fcrdiuaud Max. Getreide-Durschnitto-Preise in Laibach am 29. Jänner 1862. Marktpreise Magazinspreise Vin Metzen ---------------^-------- in österr. Nähr. .....______ , ,„..^. l5^I_t^I1^7H^ Weizen..... — — ß 48 Korn..... — — 4 ! SU Gerste..... — ! — 3 ü« Hnfer..... .^> — 2 38 Halbfrucht .... 4 , 98 4 V3 Heiden..... l! ! 00 3 ! 82 Hirse..... 4 ! .'.0 4 l ,K Kuklirutz ....—l— 4 ^ V3 Theater. Heute. Douucrstag: DaS HauS der Temperamente. Ueberm.. Samstag, zum Vortheile des Herru Schößler: Die Höhle Toncha oder die vierzig Nä'ubcr. — Hierzu: 55"1 »,»<»»,i»z«i. vou Vodnik, vorgetragen vom Fräulein Emma ^ i n g g. Meteorologische Beobachtungen m Laib ach. Usit dl-r in^?/?^.?^^il ^n'ttsmpnatur HI^„d Witterung bnmcn 24 Stunden ^"2 Vrobachtuüss '" ^^t nach Ncamu. _________________^_____________in Lan^r i'iuien 26. Iiimur 6M)rMrss. 327.44 -^2.2 Gr. 5". schwach Reczm 8 ,. Nchm. 327. N ^3.6 „ 3", dttto dctto lt. ^6 V« z. 10 „ Abd. 327.35 >'-" « ^- dett° dctto "Druck und Verlag von Issnaz v. Kleinmayr st Fedor Vamderg. — Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Anhang zur Laibacher Ieitung. Alll'lnnli«»»'»«'^ 1„ >i,l>l>!,lliqiies« Ot'ü^ilioüNl ?luch in ztt>ll:^p>N'!»r<>l sind e« ablroi^ls di< Kledi!-Ästi,n , die l'li sehr r,g,n, '^.rfehre ve^,.i!t»ift,n^!ii>< .n» Mltsl,» slis>zcn. Auch Wis!b.,h>i « »»d D^nll'ischiff >'.'lttis,, hal'en »inr nicht UutvtlHchtlichl ^tur^iufl'lss^ru!!^ ,sf^ihsli,. A^ns'NftisN >twas maller I„ sremde V.,!!itc!l l'reiche Umsähe uob schließlich ein Rücl^.ing t>,r .ltur s Vc>» circ^ '>.2,'/, geg.« .^lslcln. (^rld sehr fllissizi und billig ^effeutliche H<» K««lt, (sür IUU ft. > W.ne In iiierr. Wälirung . nal < Änlehen »»it Iänner'ssouv....., 5 « 83 tt0 83 ?<> National » Änlchen mit April - Coup....., 5 „ ^3?» 83 80 Metallic,»,«.......5 „ «U <0 »iü.2» detto mit Mai'<3oup. « ä „ ttU.2.i 6!».li.» dctl? .....„ ^j„ , ^ l8ä^ . . «2^.» !,2 75 äl)U ii. . . ^8,50 «»,<:« , . ^ch, j>i ^2 I.. ,u»ll. l«^U »?.- «, >llän»ll (sür 100 st.) (AnindlntlaituugslObligatlollc!!. 3l>.d,r'Oc!^>reich . . z« »V, ««.— l>8,- vb. O,ü. unv Sal,. . . ^ . 87.- t<' Zlelermais.......« ä „ XX -- «X.'i Ü)iäl>reil u. Schlciien . „ ä „ 87,'><> l^9 — ll»g>n» ... „ >» . 7» !iä ?l.— Q»l, Ban,. Kr», u. Slav. ,, 5 „ »^« ?,, «l> ^.» Halijiln.....« 5 « 6^ .'><^ »»^ 75 Zict'cnl'. u. Vulow.. . , 5 . «7.— «7 ä< Vc»slianisch,s Anl. l8.'i» ., 5 , ü« — U«. <» Aktien (pr, Stück). Hationallianl......?«« — 7l>0 — ^ledit-'.'lnsialt^u-^ <» fi. ö. W, ll«-l!1<» »>^. ')i. !^'. (i^l'n.'^t,, z. .><>,) >l, ö, W. 'i^ — »llN-«. ^llt <9il'rt>b, j. »V00 ft. li'^i, 2l.>ä 2l^»< -^l.i^ts'<^!l'<^ss, zu 2<»U ,l. (i. 21i. od.r ä<1<» ?vr......277 — 277 ä<> Kais. Elis.'Bah» ,u 2<)U st, (5. M, l«^ ^ii ,u4 - Suo-»ctdd, Verl'.,Ä.2<»U, , l27.üll «2d>.--Kudl, St.iat«s,le»»b.'vlN u. . W. ^»>< ^l. m, l^l» 'l l^»",'«) l^in^ililuxq -i»»« — ^N7 - Hc,I>j, .ssarl.k>ldw.-Vah>lzu200fl. (j. M. m,'ttl» li.^»'/. ) »5>»<, lN«.— l«I.ü« !l>,sl T'c'N'D.'üN'ijch O'ls, ^ _^ 43.', - 4.i7,- ^)c!itr>llch i'Iryd i„ Trieft U^ '^»,<.— 2 <». - Wien. I'ai'.imm.-Äfl'-O'es '^V »,»„ ^».»,^ iiesllier .«eltenl'lüct.n ... 400 - 4<»2 — ü.)!,m, Weildah» ju 2°/^) I'»z, »47.- »47.- Pfandbriefe (s»r 'l.,tic"!.>!, ttjäl). ?.I. l«.,7z. .»'/. l^.^! lN7,-- !»7>»0 «, >Ki. verl^sliar, ., 5 .. 8!» - 8.^-'> "b. ^'.0 8..->ll, l'N, W. ( vl,se (pl<1>,!t fül H^Nt'cl ll Htw, !«0i,, i>!i, W..... »2.;.«l0 ,2.,»„ ^ol!..Da,»pfs.,G z. !>, O,,n. - sal», .. 4l» ,. IN 2 > :l? 7i> P.llffy j!l ^« ll. (5 !>i. 3 !,2^ 3«,7.> (ilary jii^ttsi.ssM . 3l. - 3<»,zN 2t, ^.iwis ^ ^0 ., .. . 37.7.'» ^<8. ^ WlnNjchzlr.iß . 2'» „ « . 2'2) 2<.7'i Walsiltiii ., 20 ,. . 21.'ö 24,2' «tegltvich , 10 . , . l«2> l»l.7i Wechsel. 3 ll'i l'n a t, G»Ib Vl'f' .lu^sbur.,, il'lr'0N ft.s,il'>'. W. . 07 2" l l?4<1 vr>iü!?..>0 ll?.7O Haiül'iir^. fllr >N0 M.nf Äanfo , >03..»N l!^!.'^ Ül'üdl'ü ,!,s l<» »z!f. Sirrü»^ , 138 3«» l.l«4« Paii«. ,»r l"<» ^ra»!< . . . 54.«!) «4.?0 (four« der Geldsortc». <".!!> >) « l , Nxss .Impcria!» . ll , 2t ^ l l . 2^ VerelllOlya!» ^ « 7 „ 2 .. 7'/, , 3,I»,r.?l.!!l' >3? „ .',0 .. >I«? 75 Effekten- imd Wechsel-Kurse au der t. s. öffentlichen Vörse in V3ien. Dti, 29. Iäl'lirl 1862. <5sselt«u. 2«echsel. i'/. ^iatalliqu,« <>» 5»^ Silber. . . !3?,.>0 H'/,'.'lat..«!il. K3.ä0 ! i!>,'n0!,'n . . l^ltt U>,»lalti,ü . . 79i,— K. f. D»sate„ tt.^O «!.t>!l.,stien ie Herrc» : Domt»fss0. Eieuli.idlllieiNlite. mio — Ml'limr. GeschäftöltlsiNdel. uo» Wlen. — Hr. Strell, 3isali!ate»b,slß'r. uoii Nlissl»f«>b. — Hr. Iinilsch, HaiiollsMlN!» . von Nilüolf. — Hr. Vlmi. Halldels« mW^ VarteyeuMjjg-Pomade »/^^«W Dieses Mittel wird taglich cm Mcil ^^^MHM^ Morgens in der Portion uon zwel Erbsen HDDD^M^ in die Hantstcllen, wo der V.lrt wachsen eingcriel'l'n u»d erzeugt binnen sech? Monaten einen vollen knWgen VartwnchS. Dasselbe ist so n'irksain, daß es schon bei jxngen Leu» ten von l? Jahren, wo noch qar fein Vailwnchö uor« Handen ist, den Bart in der oben gedachten Zeit her« vorrnft. Die sichere Wirknng garantirt die Fabr.f. Cl)ineslschco Haarfärbemittel u /l. si. 2.10. Mit diesem fan» man Augenbrauen, Kopf. nnd Varthaare sür die Dauer echt färben, vom blässesten Blond nnd dunklen Mond bis Vraun nnd Schwarz, man hat die Farbenüliancen gan; in seiner Gewalt. Diese Komposition ist frei von nachtheiligen Stoffen, so erhält z. Ä. das Auge mehr Chapter nnd 'Ausdruck; wenn die 'Augenbrauen etwas dunkler gefärbt werden. Die vorzüglich schönen Farben, die dnrch dieses Mittel hervorgebracht weiden, übertreffen alles b.s jetzt (in-stirende. Erfinder: Rothe A Comp. in Verlin, Kom« mandantenstr. 3l. — Die Niederlage befindet sich in Laibach bei Herrn ^lkert 1>i>»kOl», Hauptplay Nr. 239. Z l4l. (3) Eine Däcktlti mit allen erforderlichen Geräthschaften und auch eine passende Wohnung dazu, ist von Georgi 1802 an zu vermiethen. Die Bäckerei kann aber auch schon Anfangs Februar d. I. übergeben werden. Nähere Auskunft darüber ertheilt der Eigenthümer Illvenütig ln i,'ail»ach. 3- '78, (3) z MV^ Zweiter Mrktbeftch! A Zur Bequemlichkeit des />. 7". Publlkumü befindet sich während der M Marktzeit die M dcö F Gdumd Steinherz a»,s Graz. ^ im Supanzhizh'schen Hause, am Hauptplatze Nr. 5, neben der Apotheke, A und empfiehlt sich mit einem großen Lager aller Gattungen Herren-, Damen-^ und Kinderschuhe, Salon-Lackstiesletten, Damenpelzschuhen, wie H überhaupt alle Beschuhungsartikel zu enorm billigen Preisen. A Das Gewölbe ist mit der Annonce versehen. Kundmachung. Die Gefertigten bringen hiermit zur Kenntniß, daß die nächste Ziehung der M«"iiN« Ulbl«»i sM45Ll«5lw»I^«VOi5 am t. Februar 1863 stattfmdet Der Verlosungsplan dieses Lotto-Anlehens enthält die Summe von st. 8,^^3.^"A.s«>» —3«.««« —H«.««» :c. :c. vertheilt ist. Der kleinste Treffer, welcher mit einem solchen Lose zum Preise von ft. 4O gemacht werden Nttlß, betragt fl. Os und steigert sich progressive bis fl. 3