Schrtftlettuug: ItatfcnUgaflc Wr. k. »' It, taitrurtun. «»,» » I»» ; Ujl» 'ortl Prr fcoitn- jtcirt-Wm . Ärt »KXi U(-J jwca «teU- mM W>W»WM^W atMrt «kM « ttSDO « ISt tiBltli VenvoltUllq: MathaliZgaflr R, k. L«t«v0«» u». N, ve,»». « Dir» du M Hmn etRMtt&tni .. . » rm fMUttft . ... K »• •awiürlg. . . . K Ufa W «tll« «m |»Mt«i im» «an« i «»»»tNch Blcrt(l|l4Tl« . . . K ►— «•IMUrii . . . « •— •omJHitt« . » *►— »*T« ,««>.»» RlMca M » #<|U3»grtnt%tcv. »« M> tU«HB Osfdittcti «ton» ttUcn MI )'it «tixfeXnaa Nr. 13 Eilli, Mittwoch den 14. Februar t917. 42. Jahrgang. Wilson. ks ist ja richtig und in allen Lehrbüchern de« Völkerrechte« steht e«, »aß der Abbruch diplomatischer Beziehungen nicht unbedingt den Krieg jur Folge habe» muß. Der Präsident der nordamerikamfchen Union war, bevor er an die Sp!tze de« mächtiges Staat« weien« berufen wurde. Lehrer der Staat«, und vö kcriechiSwissenschasien. Er kennt sich also in den Formen de« Bölkerveikehr« au«; allein er nimmt «n« seine» Beruf heraus auch da« Recht ftir sich in Anspruch, in völkerrechtlichen Fragen der allein muß-g«bkide unk» zur E»tschei»nng beiusene Staatsmann zu sein. E» hat vor Krieg«beg!»n und zu KriegSbe-ginn auch noch einen großen Kreis hervorragender Persönlichkeiten gegeben, die gerade im Piäsioenten der Nordanieritanischen Union die richtige und de-rufen« Persönlichkeit, Schiedsrichter in Völkerrecht« lichtn Streitigkeiten zu sein, erblickten Dadurch wurde W l o» in seiner Axsicht gestärkt und daraus ist »in Hutteil jene« stark au»geb>ldeien eelbstbe-wußisein« zurückzusühren, d«S wir seitdem beim Präfi»enten Wilson so stark ausgebildet beobachten können. Run ist Wtlsvn seiner Abstammung nach Eng-Kinder. Er ist in der englischen Wcltausf>'ffung her-abgebildet, seine Muttiriprache ist die englische und sein ganze« Sinnen ist nach englischem Schnitte und darum Hai Wilson alle jene, die vertrauend nach Nordamerika blickten, wenn man den Hüter sür die Wad>u>g völkei rechtlicher Bestimmungen suchte, schon in den ersten Wochen de« Kriege» vollständig ent-täuscht. Schon in den eisten Sepiembertagen de« Jahre« 1914 sanden die deutschen Truppen aus der ganzen w stachen F.ont bei den gesangenen Fran zose» und Engländer Dum Dum Geschosse in fabrik«-«tß-ger Verpackung, so wie sie eben vou der Hee-re«»erwaliiing geli.ferl worden waren. Da wandte sich ver deutsche Kaiser an den Piäsidenten Wilson. Da« Schmden begann mit dem Sage: „Ich betrachte eS s'.S meine Pfl'ch'. Herr Präsident, S-e als den bt'nor'aqendsteu Berireter der Grundsätze der Menschlichkeit zu benachiichtigen, daß nach der Ein-nähme der jranzösilchen Festung Longwy meine Trup KaylenKöntgs Höchtertein Nvvellette von A. Krems«. Wie die Gemsen kledte die österreichische Patrouille «it ihrem Leutnant an der steilen Bergwand. Die schlanken Gestalten festgedrückt an da« Gestein, die Wass^ schußbereit. E» galt, den Feind zu erkunden; rückte er an, ihn zu flankieren. MnqSnm starrien die wildzerklüfteten FelSrieseu des ^ ötzinger Becken«. Ezirgeoeltet in diese phantastischen Eteingebilde schimmerten smaragdgrüne Berzseen. S'^istlich grüßte au« sonnennebeln da« Schiel tal . . blcfiMi .Kirchtürme, malerische Schloßgiebel und trauie Dörfer Ohne Unterlaß aber grollte Geschütztwnner auf — wer u-reite Pulverdamps den Horizont — er-zählte'! ftir weisen Wölkchen der Schrapnell«, die sich in der Lust ballten — und der Rhy'hmu« von Maricdkolonnen, daß auch dieser paradiejtsche Srden fleck e>» heißumstrittene« Gebiet war. Na» dem ersten größeren Zusammenstoß der deutsch öfterrreichisch ungarischen Truppen mit dem ru »änisa »Heere war desseu linkerglügel zum Stehe» g,br,chi. Die N ückeroberung v«u Petrofeuy wir der nächste Zielpunkt. ^'rulncant Joses Helldörser, der Führer der Pa pi» bort lausende von Dum-Dum>Geschossen entdeckt haben, die durch eine besondere RegierungtwerkstStl« hergestellt waren'. Und die Antwort WilionS? Der Präsident sprach davon, daß er die Mitteilung dc« Kaiser«, die sür ihn lediglich eine .wichtige' sei, mit »größtem Interesse zur Kenntni« genommen" habe; der Präsioent sählt sich „hoch geehit^. er .betet zu Gott", daß der Krieg bald sein Ende er-reichen möge, aber wa« die Sache selbst anbelangt, io meim der Präsident. „?« wäre unklug und etwa« veisrüht sür einzelne dem gegenwärtigen Kamps glücklicherweise fernstehende Regierung und unverein-bar mit der neutralen Haltung einer Nation sich ein endgiltige« Urteil zu dilden oder znm AuSdluck zu bringen." Da« war alle«, wa« der Präsident der Nordamerikanische» Union a!« Staatsrechi«lehrer über die Anwendung der Dum-Dum-Geschosse zu sagen wußie. Man nannte da« jenseit« de« Meere« neutral und diese Neutralität genügte, allmählig über taufende und tau ende Sesälligkeilen gegenüber der Entente zu stillschweigender kuldung schwerster Vilkerrechtebrüche, die von der Entente begange» wurden. Greisen wir ein Beispiel au« der jüngsten Zeit herau». Griechenland wird, obwohl neutraler Staat, von den Berband«mächien geknebelt un^ gemariert, man hat die BerhungerungSblockade an den Küsten Griechenland« errichiet, man hat den Giiechen alle HandelSichifse genommen und Hand auf die arieg«> schaffe gelegl, man milcht sich in die innere» HoheitS-rechie de« König« ein und maßt sich Regierung«-und Polizeigewalt im neutralen G-iechenland an, nur weil Griechenland neutral bleiben will. In dieser durch eine fortgesehie Reihe ernstkr Völkerrecht«' brüche hervorgerusenen Not wendet sich König Kon-stantin vo» G iechenlaud an den Präsidenten der mächtigen Nordam.r konischen Union und bittet ihn um Hilse. Konstanlin hat bi« jetzt aus seinen Hilfe-ruf noch nicht einmal eine Antwort erhalten! Grie-chenlan» ist ja eben England nicht zu willen und muß ander« beurteilt werden. Der Präsident der Nordamerikanischen Union war in der Tat niemals neutral, wenn er auch die Neutralitäismueke trug, bi« er sie in den letzten Tagen sallen ließ. Präsident Wilson hat die diplo- trouille, riß seinen Waffenrock aus — zu eng ward er ihm unter den ihn bestürmenden Gefühlen. Peiroseuy .... da« Schiel- Tal .... die Felsenwelt hier .... gar zu mächiig drang Ver-gangeneS aus ihn ein. Und die Alpenrose, verwelkt, verblaßt, die er im Notizbuch auf der Brust trug, schloß den Kranz wonnigsüßer Erinnerung. Der Donner der Geschütze — war« nicht da« Getöse de« Bahnzuge« domal«, al« er im Tunnel verschwand? Und in dem nun geheimnisvollen Dun kel er und sie... Feine, unsichtbare Fäden hatten sich um seine Seele umsponnen Wer war die reizende Unbekannte mit dem statt-Uchen Papa ? Ich Schielt«!, Helldörser« Wanderziel damals, war sie ihm zuerst begegnet und e« dem weltge wandten jungen Offizier schnell gelungen, einen An-knüpfungßpunkt zu finden. Eben,o geschickt aber hatte e« der ältere Herr verstunden, seinen Namen wie den seiner schönen Begleiterin, dem kecken Reisegefährten zu verheim liche». Der Zufall hatte t« dem wißbegierigen Leutnant »erraten... aus jener Tunnelsahrt hatte jemand im Wagenabteil geflüstert: „Kohlenkönig« Töchterlein". Da hatte Helldörfer begriffen. Wie ein richtiger Schatzmeister bewachte der reiche Kohlenbergherr sein köstliche« Gm vor den Glück« jägeru, die die Perle in goldener Fassung sich erobern wollten. ««tischen Beziehungen zum Deutsche» Reiche abge-brocheu, e« fehlt also fortan an den nötigen ver-kehr«möglichkeiten zwischen Berlin und Washingt«». M,t dem Abbruch der diplomatischen Beziebunge«, mit Deutschland rückt die Nordamerikani'che Uniou offen a» die Seite unserer Feinde Präsid,nt W>ls«u weiß, um wa« e« sich dei der vei schärften Krieg-sührung mit den U-Booten handelt. Er weiß, daß die Mittelmächte und deren Verbündeten um Sei» oder Nichtsein kämpfen. Er weiß auch, daß da« Leben amerikanischer Bürger ke!ne«weg« in Gefahr zu kommen braucht und daß kein einzige« amerika-nische« Schiff Schaden leiten muß durch die ver-ichärste Kiiegfühiung zur See, wenn die Nordame» rikanischen Bürger nur ein klein wenig, der Krieg«-läge Rechnung tragend, ihre Reiselust einschränken und amerikan'sche echffe und deren Ausira^geber nur ein wenig auf bisherigen KriegSgewinn verzich-ten, um nach Ablauf de« Kriege« gewiß umfo gri-ßeren Gewinn einzustecken. Da« alle« weiß der Prä-sident der Nordameiikanifchen Union und da« w'sseu auch seine Ratgeber, die al» Amerikaner doch Eng» länder geblieben sind. Aber man will verhinderu, daß die Mittelmächte und deren Berbüi-de»e ihre wirk'amste Wasf, gebrauchen, weil diese Waffe fär England tötlich werven kann. Da« ist da« Um und Aus der völkerrechtlichen Grundsätze, wie ste im Weißen Hau« zu Wajhinglon gehalten und betätigt werden. Der Weltkrieg. Der Bruch mit Amerika. Die nordischen Staaten bleiben neutral. Die Note de« schwedischen Minister« de« Aeußeru an den Gesandten der Bereinigten Staaten ist eine vollständige Absage an W-lion. In der Not, wird die strenge unparieiijche Neutralität der nordischen Staaten zum Ausdrucke gebracht. Die Note sagt u a.: Die von der Regierung de« König« gemachten Borschläge führten zu einem System gemeinsamer Maßnahmen von Schweden, Wie, den starrköpfigen, im Kastengeist befangenen Großindustriellen überzeugen daß nicht seine Mlllio« ne» — daß da« Prinzeßchen allein e« dem heißeot« flammten Leuinantiheizen angetan hatte? Sehr bald sollte Hellvörser die Erklärung haben. Und e« stieg herauf ein Sommermnrgen . . . Smaragdgrün schimmert«» die „Meeraugen" — Hie-fer Fel'enwelt B rgseen. Köstliche Stille über Tal und Höhen. Nur der Sang der Aspennacht gall leckte durch da« Schweigen ... Hin und wieder war da« Kreise» eine« Raubvogel« zu hören. Im erwachenden Lonneustrahl grüßten blau die Berge, blinkten ihre Schneefirnen, wu «iusam, mit süßem Dust, die Alpenrose blüht. Da» Wagnis, »iese seltene Blume dem holden Gegeustand seiner Verehrung herabzuholen, sollte dem entzückten Osfizier de» Mädchen« Lieb« zu ihm verraten. Ihr« herrlichen Augen hatten gefleht, ihre Hand seinen Arm umklammert: „Da hinauf wollen Sie, Herr Leutnant? Das dulde ich nicht — ich — ich würde mich zu Tode bangen um Sie —" „Wie da« Geständnis mich glücklich macht, guä» digeS Fräulein", hatte Helldörser geflüstert. «Zu sorgen aber brauchen Sie sich nicht; ich bin bergfir« wie «in Gemsenjäger. Sie müsseu mir schon gestatten, daß ich hole: die Rose--der Rose." Ja, er war ein rechter Schwerenöter gewesen. <£ri!e 2 Dänemark und Norwegen gegenüber den beiden krieg-führenden Parteien. In der Politik, die die Regierung de« König« zur Aufrechte»hallung der Neuiralität und zur Ei» cherung der legitimen Rechte de« Lande« befolgt, ist die Regierung de« König«, die ein Herz hat sür die «nbeschreiblichen Leiden, die von Tag zu Tag umso mehr aus der ganzen Menschheit lasten, bereit, jede sich darbietende Gelegenheit zu ergreisen, »m zur Herbeiführung eine« nahen dauernden Frieden« bei-zutragen. Sie hat sich daher beeilt, sich der edlen Initiative de« Piäsidcnten anzuschließen, zu dem Zwecke, die Möglichkeiten zur Herbeisührung von Verhandlungen zwischen den Kriegsührenden zu über-prüfen. Der Borschlag, der den Gegenstand de« gegen-wältigen SchristenwcchsrlS bildet, gibt al« Ziel die Abkiuzung der Uebel dc« Kriege« an. aber die Re-gierung der Bc>einigten Staaten bat al« Mittel, um zu diesem Zwecke zu kommen, ein Verfahren gewählt da« durchaus im Gegensatze zu den Giundsatzen steht, die b>« zur gegenwärtigen Stunde die Politik der königliche» Regierung geleitet haben. Die Regierung de« König«, die sich auf die Meinung der Nation stützt, wie sie durch die ein-stimmigen Einschließungen ihrer Vertreter dargetan wurde, will in Zukunft wie in der Vergangenheit den Weg der Neulraltiät und der Ui Parteilichkeit gegen über beiden kriegsührenden Parteien weiter verfolgen und wird nur dann ihn zu verlassen geneigt sein, wenn die LebenSiiiteresse.i de« Lande« und die Würde der Na'.ion sie zwingen, ihre Politik zu ändern. Spanien erhebt Protest. Am 8. Februar überreichte Ministerpräsident Gras Romanone« dem deutschen Gesandten die Ant-worlnoie Spanien« aus die deutsche U Booinote. Die spanische Regierung bemerkt dar»', daß die loyale, unerschüttelliche Neutralität Spanien« ihm ein Recht gebe, daß da« Leben seiner Untertanen nicht in Ge fahr gebracht und sein Seehandel nicht vermindert noch gestört werde. Da die deutschen Kriegslnclho.en auf di« Aeuherste geb, acht seien, lege die spanische Regi-ruag ebenso entschlossen wie seierlich Einsprache ein und wache die notwcndi c» Vorbehalte über die Verantwortlichkeit Deutichland« wegen d?r Menschen-vtiluste, die durch seine Haltung etwa verursacht würde». Die spanische Regierung übermittelte dem öfter-reichisch ungarischen Botschafter in Madrid die Änt-wort auf die österreichisch ungarische Noie vom Zl.Zän-ner, worin unter Hinweis aus die korrekt neutrale Haltung, welche Spanien seit Kriegsbeginn einge-nommen hat und welche c« immer mit uneiichütter» licher Festigkeit und Redlichkeit beizubehallen ver-standen hat. gegen die Ankündigung de« verschärften U Boolkriege« nachdrückliche» Emfpiuch erhoben wird. Die spanische Regierung gründet ihren Protest auf die Tatsache, daß die Ankündigung, wouach die Fahrt auf gewissen Meeren völlig gesperrt wird, sich außerhalb der RcchtSgrundsätze de« internationalen Leben« stellt, sowie besonder« und hauptsächlich auf damals, und hatte sein Wort eingelöst. Zwei köstliche Alpenrosen hatte er in ValeSka« Hand gelegt und «it seinem kecksten Augenauffchlag gebeten —: „Eine dieser Rosen erbitte ich zurück — al« Zeichen — Ihrer Liebe." Schweigende Minuten — Minuten voll Pa radie«woune ... Ein FelSvorfprung halle da« Paar den Blicken de« gestrengen Papas verborgen. Mi' der Rose, die sie ihm bot, hatte der Leutnant ihre Hand mit festgehalten ... die Lippen halten sich gefunden im ersten, verlangenden Kuß —. Und da« Ende? Hoch, schlank und rank, im Bewußtsein von Bale«ka« Gegenliebe, seiner Jugendk>aft und Leut-nanlswürde, hatte Helldürfer tag« daraus bei dem Kohlenkönig um da« Priuzeßchcn geworben ... Nun, und die Antwort? In tveniger al« fünf Minuten war er entlasten «it dem Bescheid: „Mein werter Herr Leutnant — verdienen Sie sich mal erst die Sporen, die Sie berufsmäßig tra-gen. Dann, wenn Sie «ir elwa« Große«, eine Hel-dental oder ähnliche«, melden können, soll der Sieger-prei« Ihnen werden." Da« Ausheulen einer Granate, nahebei, fegte'i» die bitter schmerzlichen Betrachtungen Leutnant Hell, dörfer« hinein und riß feine Aufmerksamkeit reftlo« an den Augenblick. Die Kuppe gegenüber lag zwar tot und einsam da und doch war die Granate von dort gekommen — lauerte sicher dort der Feind — Jlfttffiifte Wudit den Umltand, daß sich diese« Recht zur Zerstörung im Widersprüche zu den Gluiidiätzen befindet, welche sonst von allen Nationen selbst in Augenblicken der grüßlen Gewalttätigkeit beobachtet werden. Die spanische Regierung, immer bereit, Im gün-stiaen Augenblicke zur Erreichung de« von ihr immer ersehnten Frieden« di« Initiative zn ergreifen »ver mi zuhelfen, kann die Berechtigung eine« Ausnahme zustande« Nicht zugeben, durch welchen der Handel« verkehr Spanien« erschwert oder vermindert und »ichl nur da« wirtschasiliche Leben diese« Lande« aus« Spiel gesetzt, sondern auch da« Leben seiner Unter-tauen ernstlich bedroht und gefährdet werde. Die spanische Regierung zweifelt nicht daran, daß die österreichisch ungarische Regierung mil Rück-sicht auf die freundschaftlichen Beziehungen, welche die beiden Mächte verbinden, Mittel und Wege fin-den wird, damit dem Wunsche Spanien« Genüge ge-scheqe und die nationale Existenz Spanien» keine Unterbrechung erfahre. Gegen Ruhland und Rumänien. Di« Berichte de« österreichischen G e n e r a l st a b e«. 10. Februar. Amtlich wird verlautbart: Nord-westlich Zta»t«lau halte eine von unseren Tiuppen durchgesührte Unternehmung vollen Ersolg. De in die russischen Gräben eingedrungen«« Abteilungen brachten 17 Gefangene und 3 Ma>chinengewehre al» Beute zurück. 11. Februar Südwestlich von Ocna, bei Be> ka« und südwestlich von Zloczoiv wurden feindliche Jagdkommando« abgewiesen Am unteren Slochod holte ein Sioßirnpp eine Anzahl Gefangener au» den russischen Stellungen. 12. Februar. Im Putnatal scheiterte ein russischer Handgranatenangriff. Bei Unternehmungen von PairouiUen und Siurmabteilungen, die 'üdlich Halicz und nordwestlich Woioncjy» zur Ou-chsühiung kamen, wurden 2 Offiziere und 40 Mann al« Ge-fange«» eingebracht und ein Maschinengewehr er-beutet. Der Stellvertreter dc« Ehes« de« Gineralstabe«: v. Höjer, Feldmarschall Leutnant. Die Berichte-der Deutschen Obersten H e«r e«l e i t it n g. 10. Februar. Amilich wird verlaulbart: Front de« Gtneralfeldmarschall« Prinzen Leopold von Bayern. Norowestlich von StaniSlau brach c «in plangemäß durchgeführte« Unternehmen 17 Gefangene und drei Maschinengewehre ein. An der Front de« Keneralobeisten Erzherzog Josef und bei der Heeresgruppe de» Generalseld^ marschall« von Mackeuse» ist die Lage bei anhalten-dem Froslvctler unverändert. 11. Jänner. Front dc« Geneialseldmarschalls Prinzcn Leopold von Bayern. Mit nachlassender Kälte nahm die Gesechtstätigkeit an vielen Abschnitten zu. Bei Postawy (nördlich de« N irocziee«) und südöstlich von Zloezow wurden russische Jagdlommandv« av Kaum gedacht, gab der Leutnant einen kurzen, scharfen Pfiff ab. und schon hatt« er und leine Schar wie auf Kommando abgedrückt. In zehnfachem Ein-klang krachle e« auf... knatterte die Salve von den Felswänden wieder. Eine Minuie ipätcr war da« Felsengeläude der Schauplatz eine« wildauSdrechenden Kampses. Die Salve der österreichischen Patrouille war die Fühlungnahme mit den eigenen Truppen und damit da« Signal auch für den Feind. Als f«ie« sie der Fklfenwclt eniwachfen, »auchien deutsch österreichische Sturmkolonnen aus — und au« den feindlichen Stellungen fegte wülende« Schützen feuer den Angreifern entgegen. Von Kupp« zu Kuppe bi« zum Szurdukpaß wogte aus den steilen, fast un, zulänglichen Pfaden der Kampf, der auf Seiten der Rumänen, die zurückgedrängt wurden, bald in Nie-dermetzeln überging. Doch je entarteter der Feind wurde, desto zäher und urierbitilicher auch die Angreifer. Tote und Sterbende rollten die Abhänge hinab. Blutlachen färbten die Felsen, die widerhallien von dem Kampsge'chrei Rache für di« verwundeten und wehrloftn Kamerad«», die unter den Metzeleien der Rumänen einen fchmählichen Tod fanden Rache für jeden Schrill Heimaiboden — ihn zurückgewinnen um jtde« Prei«? Stund« auf Stund« raste der Kampf Au« den Siunden wurden Tage. Unerbittlich donnerie die deutsch österreichische schwere Artillerie und machte die feindlich«« Stellungen unhaltbar. Wie Katzen klet- Kummer IS gewiesen. Am Unterlauf des Slochod holten unfe« Sloßlrupp« ohne eigene Verluste eine Anzahl Gcfa»> fanger au« den feindlichen G»äben. An der Front dc« Generalobersten Erzherzq Josef und der der Heere«grupp« d.« Generalfeldmai-schall« von Mackensen außer Vo feldgesechlen ui» nur vereinzeltem lebhafteren Gcschützfeuer keine be-sonderen Ereign ffe. 12. Feb-uar. Front des Gencralfeldmarfchalli Prinzen Leopold von Bayern. Vorstöße unserer Llur». tnipp» an der Düna und bci K'sielin w.stlich vo» Luck gelang«,, in vollem Umfange. Bei Kisteli» wur-de« 2 Offiziere, 40 Mann und ein Maschinengewehr eingebracht. Front dc« Geneialobeisten Erzherzog Joses. I t den Bergen reren Stellen um di« von unseren Truppen «rober>«il Gräben gikämpit, Die feindlichen Gegenstöße ichei-terten; »eitere 370 Gefangene blieben in unieren Händen. Abteil ngen de« k. k. Landwehrinsanteri«-regiment» Nr. 37 zeichneten sich im Angriffe au« Italienische Flieger warfen auf Trieft, M»ggia, die Werst San R^cco und da» gcldspital in Opcin« Bomben. Nöidlich von Tolmein brachte eine gelua gene Unternlhmung 42 Jialiener ein. Ein feindlicher Angriff aus unfe e Stellung am Stilsferjoch wurde blutig abgewiesen 12. Februar. Im Südabschnitle der Karsthoch-fläch« und im Wippachtale war der Geschützkamps zei weise recht lebhaft. Ein feindlicher Flieder warf in der Nä e von Triest einige Bomben ab. ohne Schaden anzurichieu. Aa dcr T'roler Front führte« unser« Truppen zwei Unternehmungen erfolgreich durch. Im Suganertal nahm eine Abteilung de» Infanterie-regimentS Nr. 14 eine feindliche Stellung südlich der Coalbaschlucht,.machte 2 Offiziere und über 6^) Mann zu Gesangenen und erdeulete ein Maschinengewehr, zwci Pistolenmaschinengewehre und einen Minenwer-fcr. Im Balaisaabschniite überfielen Kaiser schützen »acht« die italienische Vorstellung in der Lenoschlucht und brachten 22 Gesaugene und «in Maschinengewehr ein. Der Stellvertreter de« Ehes« de« Seneralstabe«: v. Höfcr, Feldmarfchall Leutnant. terten die angreifenden Jäger on den steilen Fel«-wänden empor . . . sandten von hier die Maschinen-gewehr« ihr Feuer dem Feinde nach, dessen letzte Bataillone bereit« bi« zur Grenze gedrängt word«» warrn. In regelloser Flucht nahm er den Rückzug über die Paßstraße. AIS die Kampjwoche sich rundeie, war der Szurdukpaß und der Bulkanpaß »n den deutsch-österreichisch ungarischen Händen und mit diese« Sieze auch P vongetragen und in einem Schieltaler Schloss« A»f-nähme gefunden. Davon wußte der in bewußtlosem Zustande hier-her geschaffte Leutnant freilich nicht«. Erst ein paarmal war er halb z» sich geko«-men und hatte einen unklaren Eindruck gehabt von einem wunderschönem Raum und einem engelhafte» Wesen darin, da» nach seinen Wünschen fragte. WiimntfT 13 Gegen Frankreich und England. Di» Bericht« der deutschen Oberst«« Heeresleitung. 10. Jänner. Amtlich wird verlautbart: Beider Armee des Generalfeldmarschall« Herzog Albrecht von Württemb-rg an der Dpern—Wyisckaete.Front, bei ver Heeresgruppe k.oiiprinz Rupprecht im Artoi« sowie »wischen Sucre und Somme mehrfach gestei-ger e Tätigkeit der artilleristische« Kräfte. Unter Feuerschutz stießen an »ielen Stellen englische Er ku«drlog«l>upp», südlich von Sailly stärker« Abteil, ungen gegen unsere SttUu«zen vor. El« wurde« überall abgewiesen. Heere«gruppe deS Kronprinzen. Auf dem West-user der Maa« setzte von Mittag an heflige« sran-zösisches Feuer ein. Durch unser Wirkungaschießen »st ein sich vorbereitender Angriff gegen Höhe 304 nnterdrückt w»>den. Aus dem östlichen Flußufer am Pfrfferrückcn scheiterte der Vorstoß einer feindliche« Kompanie. Bei Baur nördlich von Saint Mihiel drang einer unserer Sioßlrupp» in die sra«zösiichen Li«ien und vernichtete letz'ere mit ihrer Besatzung. 11. F,druar. Heeresgrurpe de» «»»»Prinzen Rupprecht. Westlich von Lille, beiderseits des Kanal« von La Baff?? und der Scarpe iowie im nördlichen Teile des Sommegebielt» lebhafter AriiUeriekampf. Auf dem Noidufer der Ancre griff,n die Engländer mit starken Kräften nordöstlich von Beaumont, auf de» Suduser östlich von Grandcourt und nördlich von Eouiceleile« mit schwächere« Abtrilungr« an. Am Wege v«n Pufievx nach veaucourt drangen iie in Kompaniedrene ei«. An allen übrigen Punkien si«d st» zum Teile im Nahkampf» zurückgewief?« worden. Heeresgruppe deS Kionpriozen. Aus dem linken MaaSufer nahm wie am Vortage da» Feuer von Miuag an zu, odne daß sich ein Angriff entwickelte. Im Walde von Ailly (tiiföiiltd) von sa ni M'hiel) beiderlei»» der Mosel ersolgte« französische vor>iöße, die durch unser Abwehrfeuer und im Handgemenge abgeschlagen wurden. Erkundungs- und Anzr>ff»aus» gaben führten unsere Fliegergeschwader we>t hinter die feiudliche Front. Für die Gegner wichtige mtli» »tusche und Verkehrsanlage» wurden bei Tag und bei N^chi w rkung«voil» mit Bomben bewo>fen. 12. Feviuar. HeereSgriippc de» K onpiinzen Rupp:ech?. Oestlich von Armentieie» und südlich de« La Bosseekanal» scheiterten durch lebhafie» Feuer vor-derkiieie englische Angüsse. Tag»üde, lig „arke Ar» tillciiewirkung auf unseren Stellungen deideiseit» der Au«u. Während der Nacht grif'en die Engländer sechsmal die zerschoss nen Gräben von Serre bis zum F »B an. Alle Angriffe sind abgewiesen wo>den. Der Feind, dessen Sturmlruppen vielfach Schneeh.mden trüge», ha« in »nseiem Abwehrfeuer nördlich von Srrre im Nihkampfe schwere Seiluste erlitten. D>e Räumung einer unbrauchbar gewordenen Gradenlinie süvöstlich von S«rre war vor Einsetzt« der engli-scheu A«grifse Planmäßig und ohne Störung durch, geführt worden. Aber er war krank, sehr krank, und das Ge. dächt»i« »ehr schwach und von den schau«, lichen Ein-drück.» zweier KriegSjahie besangen. Traumhaft nur spürte er die Wohltat von «t-wo? Wundervollem, das er sich doch nicht zu deuten »«rmochie. War de» Lebens Kampf und Streit zu Ente an d er im Paradiese? So v-istriche» Wochen. Schon war ein großer Teil von Siebenbürgen» Boden dem Feinde wieder abgerungen, als Hellotrfer «incL Morgen» vollständig wach «nd klar sich sühlte, wenn auch matt, sehr »att. M>t Erstaunen ließ er den B>>ck durch das schöne Zimmer schweife«. Bon de» Mosaikdoden zu den mir UchlqrÜRet Seide überspannten Winden. Der n trug sittliche Erzeugnisse der Kleinkunst. Ein rtijti ti ? Ri'helager vor bequemem Bücherstäuder füllte die ^'«merrck?; grün« Seidrnvorhäng, flössen an den b,Unstern herab, d»rch welche die Herbstso«ne einei! suchen Manz warf. Wem gehört« dieser Raum? Wo weilte er? Nich all den Greueln, die er durchlebt, in einem irdischen Paradiese? Matt wohlig schmiegte er den Kops i« dir w«i-ßen, «»eiche« Daunenkissen. Wo war da» engelhast« Wesen das ih« gepflegt? Da zuckle er auf einmal zusamme«, wollte sich >usrich'?n, blieb aber i« halber Lage, schwindelnd »v'' Schwäche, und doch mit weikgeöffnkten Augen. Di' bohrten sich auf 'einem Pastell fest, das gerade im viijskahlenden Sonnenlicht hing. Keusche Nacht Der Krieg in den Lüften. Die Flieger erfüllten im Jä«ner trotz strenger Kälte ihre wichtige« Beobachtung»., Erkundung«- und Angriffsaufgaben. Wir verloren im vei flossenen Mo-Flugzeuge. Die Englinder, Franzosen und Russen büßten in Luftkämpsen und durch Abschuß von der Erde 55 Flugzeuge ei», von denen 29 jen seit« der Linie erkennbar abgestürzt, 26 in unserem Besitze sind. Außerdem wurden drei feindliche Fessel-ballone brennend zum Absturz gebracht. Wir ver-loren keinen Ballon. Der verschärfte U-Vootkrieg. Am 6. und 7. d. sind 27 Schiffe mit 60.000 Tonnen Inhalt versenkt worden. Der einzige ameri. kaniiche Reisende aus der „Ealisornia" wurde geret-tet. .Lloyd« Agentu»" melde,: Der englische Dampser ..Sakonia«" (4855 Tonne«) wurde verserkt Außer-dem wurden ein schwedischer und ein britischer Dampser versenkt. Emer Drahtmeldu«g au« vigo zufolge sind dort 66 Mann de» ve> senkten Dampfer» „Rigen* und der Segel'chiffe „Songdal" und ..WaSdale", die vo« einem holländischen Dampser ausgenommen waren, eingetroffen. Nach einer Meldung au» Sandesjor» ist da» Segelschiff „Ihr?", von Südzeorgia noch England mit 13 000 Fässern Walfiichöl unterweg», ver. senkt worden. Die Mannschaft wurde in Irland ge-lanoet. Da« Wolffbüro meldet unter dem 9. Februar: Eine« unserer in See befindlichen U Boote meldet seine biiheiigen Erfolge mit 16 000 Tonnen »er-senkten Schiffsräume». Ein andere» U Boot versenkte disher sieben Dampfer «nd 30 Segel'chiffe. Aus Stadt iinft And. Cillier Gemeinderat Freitag, den 16 d. um 4 Uhr «achmitla^s findet eine ordentliche öffentliche GemeindeauSschug-Sitzung statt mit folgender Tagesordnung: Mitieilung der Einlänse. Berichte de« RechisauSschusseS über die Einga-bei» wegen Zuerkeunung aus G und de« zehnjährigen freiwilligen und ununterbrochenen Ausenthalie» in E-lli, beireffend die Ov»rwaffeiimeister»witwe Fran» ziSka Föhn und deren Sohn Dr. Rudolf Föhn und den Wagnergehilfen Martin Primoschitz. Berichte de? Finunzausschusse» über: 1. die Eingabe der Fleischhauermeister in Angelegenheit der Regelung der Aeischpreise: ii. Bericht wegen B«. willigung von Teuerungszulagen an die städtischen Bramien und sonstigen Angestellten und die Ltadi-kasiie,Switwe «malm Lang sowie den Amisdiener i. R. Franz Tvpolonschegg; 3. da« Grundtaus«, anbot des Franz Schuscha; 4 da« Ansuche« d.s Bereincs .Südmaik' um Bewilligttng eine» Beitia-geö; 5. das Ansuchen des Deutschen L«severeine» in Graz um Bewilligung eine« Beitrage«: 6. daS An» suchen des Deuis^en Studentenkrankenvernnes in ES war ein Midchenkopf von einer süßen, ras^ sigen Schönheit. Zwei dunkle Auge« voll Tau und Glut sahen den Betrachter an — Dem wir alles Blut zum Herzen gejagt. Aesiten ihn seine geschwächten Sinne? War e« Wirklichkeit? Trug diese« enizückeode Mädchenbild nicht Lohlenkönig Tichteilein« Züge? Da teilt« sich der Tü> Vorhang — «in stattlicher Herr erschien im Rahmen. Und nnn sagte eine Stimme die dem Kranken bekannt war: .^Gottlob, mein lieber Herr Leutnant Helldörser, daß Sie wieder klar blicken! Sie habe« uns arge Sorge gemacht . . . aber nun wird es bald wieder bergan gehen.' »Herr Erdjsy . . stammelte Helldörser und streckte seine Leidenshand dem Aeltere« entgegen. Die-ser nahm sie herzlich in se ne Rechte. Helldörser aber suyr fort: .Ich glaubte mich verzaubert, al, ich erwachte und diesen schönen Raum erblickte und — diese« Bild." Damit halle er aus das Pastell hingewiesen. Der Kohle«ki«ig lächelte. „Das will ich glauben! J«de«falls hat die Schicks^l«goii'u es >ut geweint, indem sie den Leutnant Hölldürfer gerade in unsere Hilfsstaiion sandte! Und damit Sie es wissen, lieber Herr Leutnant, da« Kind, dit valeska, hat Sie da-mal« nicht vergesse» und jetzt bitter heiß um Sie gerungen . . . Rud g rvhig, ju»ger Fieund. Sie dürfen sich nicht aufregen.' Wie — Sie möchte« Bale«ka sehen . . . möchte« wissen, ob Sie hoffen dürfe«?---3tu«, da Sie junger Held so wacker mitgeholfen haben, meine Kohlenwerke von den Seit« 3 Graz u« Bewilligung eine» Beitrages; 7. das Aa» suchen de« Komitees .Oesterreich sür Ungar»- sür den Wiederaufbau kriegSzerstirter Heimstätte» in den Karpathen um Zuwendung «wer Spende Die Sammlung des Bürgermeister» für Rann ist beie tS eingeleitet. Die Sammelbogen sind a» die Sammler verteilt «nd es sind auch ichon sehr namhafte Betiäge gezeichnet worden, welche de-weisen, daß di« Bewohner Sillis, wenn es sich um einen edlen Zweck handelt, keine Gebemüdigkeii ke». nen. Ein Sammelbogen liegt auch im Bürgetmeiper-zimmer auf. Rodelrennen zugunsten der Stadt Rann. Der deutsche Aihleiiksportklub veranstaltet« Scnntog nachmittag am Zos'fibeig ei» Rodelrenne«, drsseu Reinertrag sür die Opfer des Ranner Erd-bebenunglückeS bestimmt wurde. Dsnk der umsichtige» und unermüdlichen Vorarbeiten deS Rennausschuffe», »n dessen Sp'tze in liebenswürdiger Weise Herr Bürgermeislerstellverlieter Karl Teppets zelreien war, nahm dos Rodelrenne« sowohl sportlich, alS auch i» Bezug auf d>« geldlichen Eis»lg einen glänzenden Verlauf Die Rennbahn war v»n der Zoscfik>rche bis zur Villa Sucher heigerichtct worden uid um halb 3 Uhr begann unter überaus starker Beteilung da» Rennen. Das Ergebnis des Rennens war sol» gende»: Herren Einsitzersahren, 15 Nennungen. 1. Leutnant Robert Hrenu 2 Minuten 6'/, Sek. 2. Fritz Ambroschitich 2 „ 10 , 3. HanS ffinf Woschnagg 2 „ 13 „ 4. Paul Antoliisch 2 „ 14 , 5 Hermann Dimetz 2 „ 14 „ Damen Einsitzersahre«, 8 Nennungen. 1. Anna Riiioichek 2 Minuten 18 Sek. 2. i'aura Lilleag 2 „ 24 , 3. Grete Achlettnir 2 „ 29 „ 4. Beria Eyiba 2 , 30'/, , Zweiiitzerfahren, 12 Nennungen. 1. Lt. Robert Hren u. Frl. M. Umegg ^ Min. 1v'/,S. 2 Fritz Amdioschitsch n. E. Himmer 2 „ 11 , 3. Rutm.Schwarzer u.F, Burghauser2 „ 19 „ 4. Frldw. Ködener und Wo^trak 2 . 23 , DaS Fahren ging durchweg« in bester Form vor sich unv eine von miliiäriicher Seite in entge« g,«kommender Weise beigestellte T'lephonleitung ver« mitteile den Verkehr zwischen Sialt und Ziel ganz tadellos. Um die Durchsührung deS Rennens haben sich Herr Leutnant Robert Hren und der Obwaun des deut'chen Athletilsporiklub« Herr Franz Rebe», schegg besonders verdient gemacht. Nach dem Ren» nen fand im G-oßgasthofe „zur Post' die Bertti» lung der Beste stau, welche vom Herrn Bürger« nie^sterstellverireler Karl Teppey voi genommen wmde. Dieser dankte in herzlichen, Lverau» warmen Wor-ten »ichi uur de» wackeren Sporigenossen, die zu dem schönen Gelingen des Rennen» beigetragen ha» den, sondern auch allen jenen, die durch geldliche Förderung zur Erzielung eines überraschend großen Reinertrages mitgeholfen haben. E» weiden 2600 Rumäne« zu säubern, löse ich mein Wort ein — soll der Siegerpreis Jhne» werden " Zwei Minuten später stand die junge Ungari» an Helldörsers Lager und ihre juzendstarken Ary,« umfi«g«-> herzinnig und stützend den schwachen und doch so glücklichen Mann. Golde» irrte ein Sonnenstrahl zu den Liebe«» den hi» »nd erzählte ihnen von künftige« Frieden«' tage«. Mutatis rnutandis. Der römische Dichter Ovid schreibt am Schlusi« eines an seinen Freund Tuticanu« in Rom gerich. teten Briefes in Distichen aus feinem Berb»nn»«gs. »rte T«mi» am Schwarzen Meere also: »Tarn midi c-ara Tomis, patria qaae sede fagatis tempus ad hoc nobis hospita fide manet. di modo fecissent, placidae speui posset babere pacis et a gelido loogius axo foret.* . Berg, Verlag La«aen-scheid»): „So ist Tomis mir wert, deß mir fern »om Haus« Verbanntem Eich bi« zu dieser Zeit gastlich beweiset und treu. Hätten die Götter nur a«ch gemacht, daß aus Friede« e« hoffen Könnt' und weiter e»tser«t wär» vom eisigen Pol/' Die Flüchtling» au« dem Süden unseie« Ba-te.-lande«. die nun in Orte« mit rauherem Klim« verweile», denken sie nicht auch so?l Dr. Paul Musil Edler von Mollenbruck. Stile 4 trpKfn de« edlen Zwecke zugesührt «erde«, al« ei« Aeich«« dafür, daß die Bewohner Tilli« in treuer Hilfsbereitschaft de» Opfer« dc« Ranner Erdbeben, »«glücke» zur Seite stehen. Die Höhe de« Rein-ertrage« ist ga«z besonder« de« edlen Wetteifer zu danke», den Herr Franz Karbeutz und Herr Bezirk«-sekretär Lchmid bei« Sammeln der Veiiräze unermüdlich beittigten. Zo gebührt dem wackeren deut« fche« Aih'eliksportklub auch in dieser Beziehung der herzliche Dank der Oefienilichkeit. Todesfälle, Am 10. d. starb In Graz der Bergrat i. R Herr Emanuel Riedl im 87. Leben«« jähre. Der Bnstorbenc war durch viele Jahre hin« durch bei« Revierbergamle in Cilli täiig. Mit be« fondcrcm E'fer widmete er sich der Aufdeckung ri-Mischer Altertümer, und c« gelang ihm, so manche« wertvolle Sammelstück au» der klassischen Ze» Cilli« der Nachwelt zu erhallen. Er war der eigentliche Schöpjer de« Lokalmuseum« von Cilli. — Amlld. ist in Windischgraz die Bezirk«richier«witwe Frau Anlvnie Nouackh im 89. Lebensjahr« verschieden Vermählung. Herr «loi« Maier. Bahn-beamter in Windischseistritz. Hai sich mit Fräulein Martha G affelli, Tochler be« verstorbenen Kauf« manne« Roberi Graffelli in Schleinitz, vermählt. Cillier Männergefangverein. Die die«, wöchenlltche Probe enisälll wegen de« Bortragabende« Th.odor Weiser. Konzert Des Cillier Musikoereines. Am >9. Mäiz findet da» nächste Konzert de« Mu-sikvereine« unter Milwirku'g de« Klaviervirtuofen Viox Niebiuer und Musikoireklor« Paul Stolz statt. Znm Vortrage kommen die wunderschöne, sogenannte Meistersinger Sonaie i» «dur sür Violine und Kla« vier von Johanne« BrahmS und die A moll-?onai« sür Klavier allein »on Franz LiSzt. Außerdem wird Niebauer noch verschiedene kleine Sachen sür Klavier von Schopi«, Lt«zt, Reger usw. zum vortrage drin-gen. Der Reinertrag d.» Konzerte« ist sür die Hin-terbliebenen de« 87. Infanterieregiment« bestimmt. So ist zu hoffen, daß bei diesem Konzert ein nen-«eiZweiter Betrag für den guten Zweck abgeführt werden kann. Theodor Weiser - Abend im Stadttheater. Freitag den 16. d. wird der beftbekannle Wiener v»nrag?eister und Humorist Theodor Weiter uns im Siadttheater mit seinen herrlichen Gaben erfreuen. Theodor Weiser ist einer der hervorragend, sten Wiener BoriragSmeister. Er enifesse't wahre Stürme von Heiterkeit. E« wird niemanden gereuen, Freitag im theaier gewesen zu sein und wir können einen überaus genußreichen Abend erwarten. Gasoerbrauchseinschränkung Der Man« gel an Ga«kohle Hai da« Bürgermeisteramt veian-laßt, nachstehende GaSverbrauchSeinschrünkungen an-zuordnen, um die vollständige Einstellung de« städti« scheu Gaswerke« möglichst hinauszuschiebkn. Die Siadtbeleuchtung wird im allgemeinen eingestellt und «« werden nur an den w chtigsten Berkehr«kreuzun-gen einig« GaSlaternen von halb 7 b>« 8 Uhr abend« brennen. Während der Tage«stundeu von 8 Uhr früh di« 5 Uhr nachmittag« darf GaS nicht gebraucht werde». Gasbadeösen dürfen nicht benützt werden. In Wohnungen, welch« elektrische« L'cht haben, darf Gasbeleuchtung nicht angewendet werden. In den Wohnungen darf überhaupt Gasbeleuchtung und zwar nur «il einer Flamme in jenem Zimmer stattfinden, i» welchem st 'd die Familienmitglieder gemeinsam auf-halte«. In Gast- und Kaffeehäusern ist der GiS-verbrauch auf da« Mindeste einzuschränken. Mit Rücksicht auf diese Drosselung ist große Vorsicht ge« boten und e« werden alle Gasabnehmer im eigenen Interesse aufmerksam gemacht, darauf zu sehen, daß die GaShähne gut geschlossen bleiben. Das Erdbeben in Rann. Au« Rann wird UN« unter dem >0. d. berichtet: Die Erdstöße dauern uoch immer an, zeigen jedoch bereit« ein« absteigende Kurv«. Zwischen leichten Beben sind noch immer stärkere Stöße sühlbar. die jedoch in ihrer «rast la»gsam heiabzugehen scheinen. Herr Professor Torn-quill, o. ö. Professor der Geologie an der technischen Hochschule in Graz. der am 7. hier eintraf und gründlich die Erscheinungen studierte, hat wesentlich dazu beigetragen, di« Zuversicht zu heben. Seine Er» kiärungen der ganzen Erdbebenerscheinung und di« Eclliuternng der wissenschaftlichen Erfahrung, daß gerade die gleichmäßige« Nachbeben Gewähr sür da« langsame Abklingen der Spannungen im Erdinnern bieten, hat die Bevölkerung sehr beruhigt und die Bewohner vo» Rann warten nunmehr nicht mehr iingstlich aus jede neue Erschütterung, sondern warten eher u»ruh.g, wenn ein zu große« Jnterwill zwi-fche» zwei Beben ei»tritt. Professor Torn^»ist hat Feststellungen bei der Behörde hinterlegt, welche die allgemeine Lage für die Zukunft bereit« viel hoff« ifitftf W«cht »u»g«v»Ier delknchlel. Am 8. kam auch Dr. phil. W. v. Semetk«w«ki vo« k. k. Lande«ko«s?rvatore». amt. Er machte zahlreiche phol»graphische Aufnahme» vo» den Schäden und insbesondere von kunsthistvri-schen Objekte». Leider zeigt sich immer mehr, daß der Schaden im erst«« Augenblick nicht i« ganzen Umfang« ersaßt werden konnte. Die Nachbeben haben di« Sprünge vergrößert und manche« Gebäude, wel-che« man zu erhalten hosste, wird abgetragen werde» müssen. Wenn man jetzt di« Vernichtungen ansieht, so saßt man e« kaum, daß nicht mehr Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Besonder« die Schulkinder, welche in provisorischen Räumen untergebracht waren, sind in großer Ordnung und Ruhe au« ihren Schul-zi«m«rn herausgebracht worden ; r« ist niigend» eine Panik au«gebrvchen und auch nicht di« kleinst« Ver» letzung vorgekommen Den Lehrern «nd Lehrerinnen ist di« Siadt hiesür zu größtem Dank verpflichtet, denn e« sind Handlung?« stillen Heldentum« zu »er« zeichnen, die verdiene«, vor Vergessenheit bewahrt zu werde». Fräulein Lini Potolschnig wollte mit ihren Schulkinds« das Zimmer im ersten Slockverk nach dem erste« Stoß« in aller Ruh« verlassen, die L«h rerin wollt« di« Tür« öffnen, jedoch vergrblich; her-abgefallener Schult hatte dieselbe verrammelt. Sie ließ die Kinder nichi« von dieser veizweifelien Lage merken, hielt sie mil beruhigenden Worten hin, aus H lse v»i außen hoffend Die Kinder ivinden aber doch ängstlich und flehten mit ausgehobenen Händen, sie doch hinau« zu lasse«. Man muß da» E dbebni selbst mitgemacht haben, um die Seelenstä'ke dieser Lehren» erlassen zu könne», welche nicht den Mut verlor, und glücklicherweise bald aus ihrer so pcin» lichen Lag« befreit wurde. Auch der Oberlehrer I». liuS Ogrisegg und Fräulein W>lhelmine Lurian haben die ihnen anvertrauten Kind'r anstandslos in Ruhe und Ordnung aus die Straße gebracht. So fort nach dem Stoß eilt Herr Oveilehier Ogrilegg in da« Schulzimmer zurück, um die Kleider der Kinder zu holen, wa« »msomehr hervorgehoben zu werden verdient, weil daS Deutsche Heim, iu d,m die Schul« untergebracht ist, zu bett stärkst beschädig,«» G.bäuden zählt. Von der utraquistifchen Schul« war nur die «ist« u»o zweite Klasse in der Siadt untergebracht und deren Lehrerin Fräulein Paula Schitnik wollt« sogar den Unierncht sorisetzen, verließ aber mit den Kindern in voller Ordnung da« Sch»lzimm«r, damit die Eller« nicht in Sorgen warten. Auch die übrige Lehrerschall dieser Schule, die den Unterricht in der Nachdargrmeinde Zakot, woselbst dir Elderschiitierun« gen auch stark fühlbar waren, abhielt, benalim sich in musterg'ltiger Weise. Am 9 hat sich e-n 0il» hilsSauSschuß sür die Stasi Rann bestehend au« den Herren Del Cot. Dr. Han« Zanesch, Dr. Karl Leuschner, Bürgermeister H Schniderschnsch und den Herren k. k. Oderingenieur R. Sernec und v Wurzln zusammengesetzt und seine Täiigkeit bereit« be« zonnen. gum Erdbeben in Rann eine« der nördlichst von Rann gelegenen Gebäude wurde da» LandeSkrankenhau« durch da» Beden in a ger Weise ,n Mitleidenschaft gezogen. Zur Zeit der Laiast>ophe liefen die «ranken, die e« vermochten, in ba« Fuie in der Meinung, baß die Erschütterung uur die» Gebäude allein betreff?.' Bei der isolierten Lage der Anstalt knapp außerhalb de« Stad beteiche« waren st« be« gleichzeitig«» Mißgeschickes der Siadideivoh-ner nicht bewußi. Besonder» l>tt ba» erst« Siock-werk und hier wieder die Zimmer der Oll- »nb Westsro.it. Nicht minder der OperationSiagi, ba« Jsoliergedäud« und das HüuSchkn mit dem DeS« insektionsapvarat«. Ueber ärztliche Anordnung wur« den die g'lähmien und mit festen verdänven ver schenen Patienten in da» Erdgeschoß gebiacht und ba» erste Stockwerk vollständig geräumt. Die In-sekiionskraiiken im Hauptgebäude entsprechend isoliert. Stailhallereiingenieur Steiniuger besichtig!« chon am solgenben Tag« die Anstalt unb Lanbesdaural Eichkitz erstattet« oem Landesausschusse einen au», sührlichen Bericht über bie festgestellten Schaden. In Vertretung des LandeSausschuffes erschien ber Referent bei VandeSspitäler Oderlanbrat Dr. «rode mansch und wiilte diS in die späiesten Abendstunden in der Anstalt. Er richtete tröstende Worte an einig« durch den ausgestandenen Schieck «och beunruhig!« «rank« und gab srinrr Verwunderung Ausdruck, vaß bei der Größe de« Schaden« am Gebäude nicht einmal leichte Verletzungen von Patienten erfolgten Bei deraittgen «lemeniaren Ereignissen wende, sich wohl in «ister Lini« da« Mitleid allen jeuen Aimen zu, die festgekittet an da« Bett im Augenblicke der Gesrhr außerstande sind, dieser durch eigen« Kraft zu entrinnen. Soldatenbegräbnisse. I« den letzten Ta-gen wurden ans dem h'estgen Heldensrtedhos« nach- Nummer 13 folgende Soldaten, die i« de» hiesigen Kr»nkenhä»!er« gestorbe« sind, zur letzten Ruhe bestaltet: am 18. Fe« bruar vinzenz Bogoveutz, Pionier deS P-B 3; a« >3. Februar Kanonier Demeter Soroczyn«tii. des GAR. L4 Ins. Johann Zorman«, be» JR. 87; am t4 F«s im Hin« blicke auf die Beheizung auf Schwierigkeit«» stoßt, zunächst di« jetzt b ginnenden Lemestralserien nach Bedars bis zum 20. d. auszudehnen. An diesen Schulen kann auch »ach di-sem Tage der Unterricht ausgesetzt bleiben, so lange dies bei der Bedacht« «ahme auf die sür die jtohlcnversorgung maßgeben-den lokale» veihältnisse rötig sein sollte, doch ist der Unterricht sofort wieder aufzunehmen, sobald die Umstände e» gestallen. Auü von den Volk« und Bü'gerschulen können von den Landesschulbehölben die w-ge» Knappheit des Hnzmat«rial» nötigen Uu« terbrechungen versügt werden, doch ist an biese« Schulen zu trachten, den Unterricht nötigenfalls tn zufammeng zogeiien «laffen so l«>nge a!S nur irgend lunlich aufrecht zu erhalie^, damn Nachieile verm'e-deu weiden, die den Schtlklnbern durch den Wegfall der ihnen in der Schul« gewährten Obsorg« erwach-sen würde. Aufsehenerregende Verhaftungen in Graz. Die gest-ige .Wirner Ällg. Zig." meldet aus Giaz unter dem Titel' Sensationelle Verhaftung«» in Graz: Joses Peter, LandeSkuliuriuspekior, Organisaior aller «riegSoerpflegSaiistalien in Sieier-mark, Giünber bet steiriich.n Viehverweitung« unb «riegSgeireideve, kehrSanstalt. wurde gestern srüh auf Grund einer Weitung der Wiener ode, sten Gerichts-behörde in Hast genommen. Desgleichen wuide Geza Kraus, einer der maßgebendsten Funkiionäre der Kiiegsgeireidezentrale in Graz und Bruder des Direktors der Anstalt, verhafte«. Das „Slowenisch-Kroatische Volk" von den Ungarn nicht anerkannt. Die slo« wenischen Abgeordneten Dr. Sustersic und Dr. ko-rosec haben, wie bekanni, vor mehreren Tagen in Zuschriften a.t den Minister de« Aeußern Ärafen Czerni» gegen die vom Vierverbande als Kii«g«zicl kundgegebene Absicht der „Befreiung" der ötterreichi-schen Sübslawen Stellung genommen und hieb«, die Treue deS „sloweniichkroatischen" Volk.« hervorge-hoben. Die Bezeichnung „slowenischk-vatischeS Volk ' Hai nun in Ungarn Anstoß erregt und unier anberem dem „Pesti Naplo" zu einer Verwahrung Anlaß ge-geben, bie da» Blatt in folgende Worte kleidet: »Wir haben uns vergeblich bemüht, eine Begründung dreier Bezeichnung zu finden. Wir kennen ein besonderes kroatische« Volk und ein besondere« slowenisches Volk, wir kennen auch den ethischen Zusammenhang, der zwischen beiden besteht. Hiugegen ist nu« weder ei» historische«, noch ein staatsrechtliches Gesetz bekannt, wodurch »a» kioatische und da» slowenische Volk zr einem einheitlichen Begriffe vereinigt worden wär«.' Windischf eistritz. (Kri«gausz«ichnunz — Feuerwehr) Feuerwerker Franz Katz, Soh» de« Grundbesitzers Johann «atz, wurde mit de» Verdienstkreuze am Bande der Tapf-rkeitSmedaille ausgezeichnet. Er besitz« bereits mehrere AuSzeichnun gen — Sonntag fand im Vereiushaase der Wehr «in« sehr gut besuchte Versammlung statt, in der der Jahresbericht «il großer Befriedigung zur «en»tm« genommen wurde. Einen ziemlich großen Teil dn Beratungen nahm die Kleiderfrage und Abzeichen-änberung in Anspruch, bi« glücklich gelöst wurde. Die Wahl bracht« kein« Aenderung. d" Cillier Stadtverschöue-rungsvereines bei Spiele», Wetten und Vermächtnissen. Deutsche Wacht ©fit« 5 H Auf Grund der Allerhöchsten Entschliessnngen, mit welchen der gesamt« k. Ic. und k. u. Landsturm aufgeboten wurde, werden die Landsturmpfliditigen. der Gehurtsjahrgänge 1891 bis einschliesslich 1872 zwecks Feststellung ihrer Eignung zum Lanlsturmdienste mit der Waffe hiemit zu einer neuerlichen Musterung dieser Geburtsjahrgäuge einberufen. Musterungspflicht: Zur Musterung haben alle in den »bezeichneten Jahren geborenen Landstuimpflichtigen (österreichische und ungarische Staatsbürger sowie auch jene, welch" eine ausländische Staatsangehörigkeit nicht nachzuweisen veimögen) ebne Rücksicht darauf, ob sie schon bisher niusternngspfl-ichtig waren, beziehungsweise ihrer Musterungspflicbt entsprochen haben, nud insbesondere auch dann zit erscheinen, wenn sie etwa bereits bei einer früheren Musterung zum Landsturmdienste in t der Waise geeignet befunden worden waren, bei der Präsentierung oder später aber als nicht geeignet wieder beurlaubt worden sind. Aufgenommen von der Pflicht zum Erscheinen zur Mugteiung sind lediglich: 1. diejenigen, welche derzeit ohnedies bereits als Landsturmpslichtige dem aktiven Militirverbande angehören, einschließlich der Mitglieder der k. k. Schieastände in Tirol und Vorarlberg (Standschütsen); die Mitg ieder sonstiger landsUirmpflichiiger Körperschaften haben jedoch zur Musterung zu erscheinen; 2. diejenigen, welche vom Landsturmdienste noch dermalen gflltig enthoben sind ; 3. die Milit&rgagisten des Ruhestandes und des Verhältnisses ausser Dienst; 4. diejenigen, welche in der LokoVersorgung eines Militäriuvalide i-hauses nnteigebracht sind; 5. diejenigen, welche erst nach dein 30. November 1916 im Wege der Snpeiarbitiierung (oder UeherprQfung) entweder aus der gemeinsam»» Wehrmacht, der Landwehr oder der Gendarmerie entlassen oder als Landsturmpflicbtige beurlaubt oder entlassen worden sind; 6. diejenigen, welche wegen Gebrechen, die zu jedem Dienste untauglich machen, entweder bereits seinerzeit in der Stellungsliste gelöscht oder aber später mit einem Landsturinbefreiungszertifikat oder einein (Landsturm-) Abschied beteilt, beziehungsweise als Gagisten entlassen (in der Evidenz gelöscht) worden sind; der Besitz einfacher Bescheinigungen flber einen Befund „Zu jedem (LaDdstnrm-)Dienste ungeeignet" enthebt nicht von der Pflicht -um Erscheinen zur Musterung; 7. die zum Landsturmdienste mit der Waffe offenkundig Nichtgeeigneten (da s sind solche, welche mit dem Mangel eines Fusses oder einer Haud, Erblindung beider Augen, Taubstummheit, Kretinismus, gerichtlich erklärtem Irrsinn, Wahnsinn oder Blödsinn oder mit sonstigen Geisteskrankheiten behaftet sind), wenn über das betreffende Gebrechen, beziehungsweise Leiden ein entsptechender Nachweis bei der Musterung vorliegt; Fallsüchtige haben zur Musterung zu erscheinen; die Nachweise über »hie Krankheit sind längstens bis zur Musterung beizubringen. Meldung: V Alle nach den vorstehenden Bestimmungen zum Erscheinen zur Musterung Verpflichteten haben sich bis längstens 15. Februar 1917 im Gemeindeamte (beim Hagistrat) ihres Aulentbaltsoites zur Zeit der Erlassung dieser Kundmachung zu melden. Die Pflicht zur Meldung erstreckt sich auch auf diejenigen, welche in der Gemeinde ihres Aufenthaltsortes das Heimatrecht besitzen. Die LandBturmpflichtigen haben sich bei der Meldung durch entsprechende Dokumente (Tauf- oder Geburtsschein, Heimatscheio, Arbeitsoder Dienstbotenbuch, Landsturmlegitimationstdätter über die bisherigen Stadtamt Cilli, am 1. Februar 1917. Musterungen u. dgl.) auszuweisen; die mit einem »Persons- und Melde-Nachweis" im Sinne der Kundmachungen vom 6. März 1916 beteilten Landstuimpflichtigen haben dieses Dokument zur Meldung mitzubringen. Jeder sich Meldende erhält ein Landsturmlegitimationsblatt ausgestellt, das er sorgfaltig aufzubewahren und bei der Musterung vorzulegen hat. Dasselbe di nt auch als Bestätigung seiner Meldung und berechtigt ihn zur freien Fahrt auf Eisenbahnen (Schnellzüge ausgenommen) und Dampfschiffen zur Musterung und zurück sowie auch, falls er bei der Musterung geeignet befunden wird, zur freien Fahrt bei der Einrückung zur Dienstleistung. Die Unterlassung der Meldung wird von den politischen Behörden strenge bestraft. Durchführung; der Musterung; Dio Musterung der Landsturmpflichtigen zwecks Feststellung ihrer Eignung zum Landsturmdienste mit der Waffe erfolgt durch Landsturm» Musterungskommissionen, die in der Zeit vom 3. bis 28. März 1917 amtshandeln werden. Ort, Tag und Stande der Amtshandlung dieser Kommissionen wird durch besondere Verlautbarung kundgemacht. An welche Kommission der einzelne Musterungspflichtige gewiesen ist, richtet sich nach der Gemeinde, in welcher er sich zufolge seines Auf-enihaltes zu melden hatte. Diejenigen, welch» am Erscheinen an den für sie bestimmten Musterungstagen durch unüberwindliche Hindernisse abgehalten waren, haben sieb vor *iner NachmuBteruus.'skomtnission vorzustellen. Wann und wo die Nachmusteruugskommissionen funktionieren werden, wird besonders verlautbart weiden. Das Nichterscheinen zur Musterung unterliegt der Be traf mg nach dem Gesetze vom 28. Juni 1890. lt. G. BI. Nr. 137, über die Bestrafung der Nicbtbrfolguug eines Militäreinberufungsbefehles und der Verleitung hiezu. Einrückung: Wann und wohin die bei der Musterung geeignet Befundenen zur Dienstleistung mit der Waffe einzurücken haben werden, werden sie bei der Musterung erfahren. Diejenigen, welche an d> n für sie bestimmten Masterungstagen zur Musterung nicht erschienen sind und daher zur Nachmusterung zu erscheinen haben, werden hiemit zur sofortigen Einrückung nach derselben einberufen; es kann ihnen jedoch bei rflcksichtswürdigeu Umständen zur Oidnung ihrer Privatangelegenheiten von der Musterungskommission noch ein ku ?er militärischer Urlaub bewilligt werden. Die bei der Nachmusterung nicht geeignet Befundenen werden, da sie für eine Dienstleistung mit der Waffe dermalen nicht in Betracht kommen, wieder entlassen werden. Auch die Unterlassung oder die Verspätung der Einrückung wird nach dem oben bezeichneten Gesetze bestraft. Begünstigungen: Jene Laudsturinpflichtigen, welche zu den im § 29 des Wehrgesetzes genannten Personen — (ausgeweihte Priester, in der Seelsorge oder im geistlichen Lehramte Angestellte, Kandidaten des geistlichen Standes der gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften) — gehören, werden zum Landsturmdienste mit der Waffe nicht herangezogen; sie haben den Anspruch auf diese Begünstigung im Sinne der bestehenden Vorschriften vor der Musterungskommission nachzuweisen. Laudsturinpflichtigen, welche die nach dem Wehrgesetze für die Begünstigung des einjährigen Piäsenzdienstes festgesetzte wissenschaftliche Befähigung entweder seinerzeit bei der Stellung nachgewiesen hab-n oder nunmehr bei der Musterung nachweisen, wird die Bewilligung erteilt, das Einjährig-Freiwilligenabzejcben während ihrer Landsturmdienstleistung zu tiagen. Den bei der Musterung geeignet Befundenen steht es auch frei, in das gemeinsame Heer, die Kriegsmarine oder in die Landwehr auf Grund des Wehrgesetzes freiwillig einzutreten. Dieser Eintritt kann entweder auf eine dreijährige — bei der Kriegsmarine vierjährige — Präsenzdienstzeit oder auf Kriegsdauer ei folgen. Bezüglich der Wahl des Truppenkörpers gelten die in dieser Beziehung erfolgten allgemeinen Einschränkungen. Nach d-*r Präsentierung ist der freiwillige Eintritt jedoch jedenfalls nur bei dem Truppenkörper zulässig, zu welchem der Betreffende als Land stürm mann zugeteilt woidenist. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jabornegg. Ziegen und Kaninchen sowohl für Zucht als auch für Schlachtzwecke werden preisweit abgegeben. Anzufragen beim Stadtamt. . Sliwowitz, Tee hat abzugeben Annenstrasse 13. Kleines Zinshaus in der Gig'Uwtrass*. mit 5 t. ilw-'we »b-geichto«-euen p rkellieitan Wohnungen. 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Die zur Abholung berechtigten SchQler werden von der Schulleitung mit einem Ausweise versehen sein. Stadtamt Cilli, am 13. Februar 1917. Der Bürgermeister: Dr. v. Jabornegg. ZI. 1615/1917. Kundmachung. Festsetzung von Höchstpreisen für Verbrauchszucker im Gross- und Kleinhandelsverkehre. Im Grunde des § 15 dor Ministerialverordnung vom 29. September 1910, R.-G.-Bl. Nr. 335, und der Statthaltereiverordnung vom 28. Jänner 1917, L.-G.-Bl. Nr. 7, werden die für die Stadt Cilli vorn 18. Februar 1917 angefangen gütigen Höchstpreise tür Verbrauchszucker im Kleinhandelsverkehr und zwar für Zuckersorten, die im Stadtbezirke gewöhnlich gehandelt werde», festgesetzt, wie folgt: Sorte Packung Kleinhandelspreise in Hellem bei Abgabe von mindestens 1 kg weniger als 1 kg Groeabrode 1 117 118 Raffinade Kleinbrode zu 5 kg 118 119 Raffinade Kleinbrode zu 3 kg brutto 119 120 ff. Würfel (Kleinwürfel) in Kisten netto 123 124 Kristallwürfel in Kartons zu 5 kg brutto für netto 121 122 123 Ia Würfel in Kisten netto 122 Ia Würfel in Kartons zu 5 kg brutto für netto 120 121 Raffinademehl in Kisten netto 122 123 Grieezucker in Säcken zu 100 kg brutto für netto 119 120 Grieszucker in Säcken zu 50 kg brutto für netto 120 121 Kristallzucker in Säcken zu 100 kg brutto für netto 120 121 Die vorstehenden Preise haben vom 18. Februar 1917 bis 31. März 1917 Geltung. Zu diesen Höchstpreisen tritt mit Rücksicht auf die Bestimmungen des 5 15, 2. Absatz der Minister,»IVerordnung vorn 29. September 1916. R-G.-Bl. Nr. 335 ab 1. April 1917 ein weiterer Zuschlag von 1 K für 100 kg, beziehungsweise von 1 Heller für jedes kg. Die kundgemachten Höchstpreise sind von den Kleinhändlern nach erfolgter Kundmachung in ihren Verkaufsräumen an einer jedermann leicht ersichtlichen Stelle anzuschlagen. Übertretungen dieser Verordnung und jede Mitwirkung beider Vereitlung der in dieser Verordnung festgesetzten Verpflichtungen werden, soferne die Handlung nicht einer strengeren Strafbestimmung unterliegt, von den politischen Behörden 1. Instanz mit Geldstrafen bis zu 6000 K oder nach deren Ermessen mit Arreststrafen bis zu 6 Monaten geahndet. Diese Verordnung tritt mit 18. Februar 1917 in Kraft. Stadt&mt CUli, am 6. Februar 1917. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jabornegg. Mädchen das gut nähen kann und beider Landessprachen mächtig, sucht Stelle zu eicer alleinstehenden älteren Dame oder zu 1 bis 2 Kindern. Anzufragen in der Verwaltung des Blattes. 22A16 Wohnung möbliert, mit ein oder zwei Zimmern nnd Küche tür 1. März oder auch sofort zu mieten gesucht. Anbote an Verwaltung des Blattes. 22580 Sitzkassierin fslr ein Fleischergeschäft wird sofort autgenommen. Adresse in der Verwaltung d. 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