Laibacher SeitunH. »K R«». Dinstag am R5. Juli «8K» ^ <5>« »ail'acktr ^eitun^ ersckeiüt mit Ausnahme der Soim- und F.iert^e. täglich. uno kostet sammt den Anlagen im Comft'toir ganzjährig N ,!.. halbjährig 5 ft. 30 kr, mit '2 st-, halbjährig li fl. Mr die Zustellung m's Haus sind halbjährig 3« kr. mehr zu rxtrichün. Mit der P.st Porto- fre aa^ Adresse 15 st., halbjährig 7 fl. 30 tr. ^ In seratio„sgebü l» c fnr eine 3valtc,.;til. oder im. Raum derselben, für ,in< i kr., für dreimalig. 5 fr. E. M. Inserate bis 12 Zeilen kosten , st. für 3 Mal. 50 fr. si.r 2 Mal und 40 fr. fi.r i Mal einzuschalten, ist ä'ch d'n provisorische» G'sttze Uom 6. Number l. I. für Insertw.'sstämpcl" «och 10 kr. für eine jedcsu.aligc Einschaltung h.nz» zu rechnm. Amtlicher Theil. Kund ni a ch u n g der k. k. Grundentlastungs - Landes - Commission in Betreff der Liquidirung der Laudemialentschädigung. HP as hohe Ministernm des Innern hat mittelst Erlasses vom 3. Inli 18.^, Z. 788^, im Einvernehmen mit den Ministerien der Justiz und der Finanzen bestimmt, daß in die Durchschnittsberechnung Vehnfs der Entschädigungsausmittlung für Veränderungsgebühren nur jene Fälle der Besitzveränderung einzustellen sind, rücksichtlich deren die wirklich erfolgte , bürgerliche Gewährauschreibung oder das vor dem 7. September 1848 gestellte Ansuchen um die Besitzan-schreibung gehörig nachgewiesen wird. Jene Fälle der Besitzveränderung, für welche diese Nachweisung nicht geliefert werden kann, sind nur ausnahmsweise und unter der Bedingung in die gedachte Durchschnittsrechnung aufzunehmen, dasi nebst der erfolgten Vesitzveränderung auch der wirklich und rechtlich geschehene Bezug der Veränderungsgebühr von Seite des D»miniums vollkommen glaubwürdig nachgewiesen wird. In Betreff jener Fälle, wo die Besitzveränderungen wegen theilweisen oder gänzlichen Mangels der öffentlichen Bücher nicht tabularmäsiig nachgewiesen werden können, hat es bei den hierüber erlassenen gesetzlichen Bestimmungen sein Bewenden. Laibach, am 10. Juli 1861. Der Präsident: Dr. Ullepitsch m/p. Der Secretär: Dr. Schöppl m/p. Am 11. Juli l. I. gegen vier Uhr Nachmittags wurde die hiesige Gegend von dem Hagel auf eine furchtbare Weise heimgesucht. — In l>1 Ortschaften, von 12 in den Pfarren: Stockendorf, Tschernembl, Adleschitsch und Podsemel gelegenen Ortsgemeinden wurden die Feldfrüchte und Reben in den Weingarten, und zwar in den meisten dieser Ortschaften fast gänzlich zu Grunde gerichtet; insbesondere wurden die Weingärten derart beschädigt, daß in denselben für dieses Jahr jede Ernte entfällt und dem Weinbauer überdieß die Hoffnung einer guten Weinftchsung durch Arei Jahre benommen ist. — Der Hagel war in vielen Orten so dicht gefallen, dasi derselbe noch am daranffolgenden Tage am Felde und in den Weingärten liegen blieb. Wird nun die ohnehin grosie Armuth des ganzen hiesigen Landvolkes berücksichtiget, wird ferner 'n Erwägung gezogen, daß in der hiesigen Gegend " den beiden letztverstösseuen Jahren nur Misieru-m? ^"""' ^ ""ch dieser neuerliche Unglücksfall jeden ^enschenftenni)' um so mehr betrüben, als durch elben aberwal «in sehr großer Theil des hiesigen Landvolkes m das gMt, n,„o gestürzt, und fast der Gefahr emer Hungersnoch preisgegeben wurde. K. k. Beztrkshanptmannschaft Tschernembl am 13. Iull 1861. ' , Se. Majestät der Kaiser haben mit der allerhöchsten Entschließung vom 8. Juli d. I., den Ver-pstegs-Oberverw alter nnd Verpflegs-Referenten beim Landes-Militärcommando in Brunn, Wilhelm Freiherrn v. Madrowski, in den Ruhestand zu versetzen; weiters die Uebersetznng des Verpst^gs-c)ber- verwalters und Verpssegs-Neferenten in Zara, Joseph Tusch itz, in gleicher Eigenschaft nach Vrünn, nnd jene des in Ofen als Visitirender und Vorcferent angestellten Verpssegs-Oberverwalters, Benedict G e r-stenbrand, anf den Verpfiegs-Neferentensposten in Zara zu genehmigen geruht. Weiters geruhten Se. Majestät mit derselben allerhöchsten Entschließung den Verpflegsverwalter, Joseph Thomas, zum Oberverwalter mit der Dienstleistung bei dem Central-Verpfiegsdepartement des Kriegsministeriums; dann den Verpflegsverwalter, Michael Dorukreil v. Eber harz, zum Ver-pflegs-Oberverwalter mit der Bestimmung als Visitirender und Coreferent bei dem Landes-Militär-commando in Ofen; endlich den Verpflegsverwalter, Peter Wollmann, zum Oberverwalter nnd Ver-pstegs-Neferenten bei dem Landes-Militärcvmmando in Temesvar zu ernennen. Der Minister des Innern hat den vormaligen provisorischen Concipisten am obersten Gerichts- nnd Cassationshofe, Grafen Etephan Pülffy, zum Concipisten der ungarischen Statthaltern ernannt. Nichtamtlicher Theil. Korrespondenzen. VZeixclbura, 13. Juli. ^ Unsere Gegend ist vorgestern Nachmittag um 2 Uhr von einem Hagelwetter, wobei die Schlossen von der Größe der Haselnüsse und Wallnüsse fielen, um ein gutes Drittheil der dießjährigen Fechsung beraubt worden. Arme Leute, da schon seit dem vorigen Jahre die besten Bauern Getreide kaufen, ihr Vieh verkaufen, Schulden auf die heurige Ernte im Vorhineien macheu mußten, wobei jetzt noch die erhöhten Steuern, die Zehent- und Robotablösung und deren dreijährige Rückstände zu zahlen kommen werden! Wovon werden sie leben und Geld lösen können? Im Gebirge gegen die Save, dann gegen Seisenberg ist das Unglück noch größer, so daß an manchen Stellen Alles vernichtet wurde. Gottsckee , 13. Juli. m Am 11. d. M. sind acht Personen, welche mit der Herstellung der Straße zwischen Obergraß und Göttemtz (Bezirk Gottschce) beschäftiget gewesen sind, und sich vor einem ansgebrochenen Ungewitter unter einen Baum geflüchtet haben, von einem Blitzstrahl getroffen worden. Ein Mann und ein Weib blieben auf der Stelle todt, die übrigen sechs Menschen sind mehr oder minder beschädiget worden. Oesterreich " Wien, 12. Juli. Einem Berichte des „c?»«" über die Lemberger Gewerbcausstellung zu Folge, befinden sich unter del, ausgestellten Gegenständen folgende von größerem Interesse: Ein Ofen, dessen Bestandtheile nicht wie Kacheln zusammengefügt sind, sondern in der Mitte in einen Knoten zusammenlaufen, aus der Steingutfabrik des Friedrich Wolf in Glinsk; ans derselben Fabrik sindet man ferner hübsche Urnen, Vasen, Kruge, Laubwerke, Guirlanden und andere künstliche Gcräthschaften. Strohflechter- arbeiten von Lewioki aus Przemysl und Iaworow, und andere Flechtarbeiten von Peter Skwarek, welcher bei der Wiener Ausstellung im I. 1839 schon mit einer Medaille betheilt wurde. Drechslerarbeiten für die Hanswirthschaft. Binderarbeiten von SikorSkl aus Drohobycz. Ein Modell des auf dem Sandberge im I. 1845 erbauten Kassehhaufts, vom Zuckerbäcker Sigmund iolkiewski mit großem Fleißaufwand aus OrallM verfertigt. Jamaica-Nhum und Anisette de Bordeaur, aus der Fabrik der Herren F. und M. Dubs. Terpentin aus der Fabrik des Fürsten Leon Sapicha in Cewkow. Rübsöl aus der Lemberger Fabrik des H. I. Kkin. Stahlgeräthe für Schriftenguß aus der Schriftgießerei des P. Piller und Albricht, nebst neuerfundenen Gegenständen für Schriftsetzer und mannigfaltige Druckproben derselben Anstalt. Die Druckwerke und Copien verschiedener Handschriften aus der Druckerei des Ossolinski'schm Instituts sind von großem Interesse; darunter nimmt die (5opie eines von S. M. dem Kaiser Franz I. höchst eigenhändig geschriebenen Briefes, gerichtet an den Grafen Marimilian Ossolinski, den ersten Platz ein; dieselbe wurde auf Kosten des Fürsten G. Lu-bomirski sehr prachtvoll ausgestattet. Daran reihen sich die Werke Ignaz Krasiiek's in prächtiger Aus-stattung. — Producte des Kammmachers I. Müller, darunter kunstvolle Arbeiten aus Elfenbein, Büffelhorn und Schildkröte. Juwelierarbeiten von Berto-lino, darunter Brillanten- und ßorallenbrochen, Ringe und Geschmeide mit Edelsteinen. Kirchengeräch-schaften aus der Messmgfabrik von Zeukcr. Stearinkerzen von Böhm, nebst einer Seiftnwand von 4s) Centner in einem Stücke. Pferdegeschirr von Porch und Schneider. Meisterhafte Schuhmacherarbeiten von Dudziuski und Poludniewski. Kupfergeräthe aus der Kupferschmiede des Carl Pietzsch. Die Schlosserarbeiten des Heinrich Arend sind von besonderem Interesse; colossale Schlösser mit ganz kleinen Schlüsseln, die fast Uhrschlüsseln ähnlich sehen; Thorangeln i und Handgriffe :c.; ferner eine sehr genaue Decimal-. wage; endlich ein Kassendeckel mit 28 Riegeln, die aus Einem Schlosse laufen, und wozu drei kleine Schlüssel gebraucht werden, die nur in einer angege^ benen, bekannten Reihenfolge zum Aufsperren ver-wendet werden können. Hr. Arend, ein noch junger Mann, dann der Kupferschmid Schuman und der l Mechaniker Kuschee, wurden von der Handelskmn-^ mer zur Beschickung der Londoner Industrieausstellung erwählt. Wien, 12. Juli. Im Ministerium deS Un-^ terrichts werden unter dem Vorsitze des Grafen Franz Thun, Referenten in der Section für Kunstangele-geuhciten, Berathungen wegen Neorganisirung des technischen Schulunterrichtes und namentlich der Baukunde gepflogen, zu denen mehrere Vertrauensmänner als Sachverständige eingeladen wurden. — Ein Statut über die Bildung der Prüfnngs-commissionen für Realschulcandidaten wird demnächst vom Ministerium veröffentlicht werden. — Die Frauen-Deputation, welche Se. Maj. den Kaiser um Gnade für die vom t. k. Kriegsgerichte am Hradschin vcrurtheilten Studirenden anflehte, und aus Müttern der Verurtheilten bestand, ist bereits nach Prag zurückgekehrt. Ee. Maj. der Kaiser hatte die Bittstellerinnen sehr huldreich und «74 gnädig empfangen und sich dahin ausgesprochen, dasi ihre Bitte Berücksichtigung finden solle, sobald nnr die Zeitrerhältnisse eine solche Amnestie gestatten würden. (Fremdbl.) — Das Handelsministerium ist in diesem Augenblicke reichlich mit legislativen Arbeiten beschäftigt. Außer dem Hausiergesetze, welches die Gutachten der höchsten Provinzialbehörden erwartet, werden mehrere Gesetzentwürfe bearbeitet, zn deren Feststellung in der letzten Zeit zahlreiche Sectionssitzungen unter persönlichem Vorsitte des Herrn Ministers v. Baum-gartner Statt gefunden haben und sind schon fast ganz vollendet, wie ein Gesetzentwurf zum Schutze der Musterzeichnungen, ein anderer zum Schutze der Meisterzeichen und Fabriksmarken. Der Herr Handelsminister soll, dem „C. B. a. B." znfolge, die Absicht haben, diese Gesetzesentwürfe zunächst sämmtlichen Handelskammern mitzutheilen, um ihre etwaigen Bemerkungen und Wünsche darüber zu vernehmen, bevor sie definitiv im Ministerrathe festgestellt, und Sr. Majestät zur Sanctionirung unterbreitet werden. — Es verlautet, daß der Neichsrath unter andern Vorlagen in diesem Augenblicke sich sehr eifrig mit Berathungen über das neue Strafgesetzbuch, wie es ans den wiederholten Revisionen und Superrevi-fionen hervorgegangen ist, beschäftigt. Man will sogar wissen, daß dieser hohe Rath die größere Hälfte jener Arbeit bereits vollendet habe und in kurzer Frist zum Schlüsse gelangt seyn dürfte. — Die Andeutungen der offiziellen Journale sowohl als die fallende Tendenz in unseren Valuta-verhältnissen lassen mit Bestimmtheit wichtige finanzielle Eröffnungen in nächster Zukunft erwarten. — Die preßgerichtliche Untersuchung gegen das „Katholische Blatt aus Mähren" ist eingeleitet, obwohl die Redaction einen Recurs dagegen eingebracht hat. Die auf das Verfahren Bezug nehmende gerichtliche Verordnung ist, wie das Preßgcsctz vorschreibt, ihrem vollen Inhalte nach sammt den Motiven in Nr. 24 abgedruckt; dagegen durfte die Redaction keine Bemerkung machen, wohl aber hat sie sich gegen die Supposition verwahrt, als ob sie mit einem der angefochtenen Artikel den Wirkungskreis der Bischöfe hatte angreifen wollen. — Die fortificatorischen Pläne zur Befestigung des Graher Schloßberges sind bereits entworfen. Wie man hört, werden sich die Neubauten auf ein sehr kleines Territorium beschränken nnd die bisherigen Schloßberg-Anlagen nur wenig berühren. Die Arbeiten dürften erst im künftigen Jahre beginnen. Wien, 13. Juli. Unsere Mittheilung, daß zwischen Oesterreich uud Sardinien Verhandlungen wegen Abschluß eines Handelsvertrages im Zuge sind, bestätigt sich vollkommen, und man zweifelt nicht, daß dieselben auch zu dem gewünschten Resultate führen werden. Oesterreich bat die Forderung gestellt, daß alle Händelsbegünstigungen, deren sich auch England, Frankreich und Belgien an der sardinischen Gränze erfreuen, auch Oesterreich zugestanden werden. Sardinien hat nicht verneinend geantwortet, und ist in die Verhandlungen, indem verschiedene Begünstigungen von Seite Oesterreichs in Anspruch genommen werden, eingegangen. — Jedes Gymnasinm erhält durch die geologische Neichsanstalt eine Mineraliensammlung; eben so soll jede solche Unterrichtsanstalt mit einer die bereits vorhandenen Büchersammlnngen ergänzenden Bibliothek versehen werden. — Die preußische Regierung erbaut eine Reichsstraße, von der Gränze Mährens über Landeck, Wil-hclmsthal, Reichenstem uud Camenz nach Frankenstein ; eine Mittheilung, die für den Handel Mährens nicht ohne Interesse seyn wird. — Die Unterhandlungen wegen Uebernahme der Oedenbnrger Eisenbahn von Seite des Staates, welche längere Zeit schwebend waren, sind, mit Hinblick auf die finanziellen Staatsverhältnisse, vorlaufig bis auf spätere Zeit verschoben worden. — Der croatisch-slavonischen Landwirthschaft-Gesellschaft ist es nicht gestattet worden, die Wahlen zu den Filialen in der Gränze vorzunehmen. — Dem „C. V. a. V." wird aus glaubwürdiger Quelle durch eimn Korrespondenten versichert, daß die politische Organisation für Galizien und die Bucowina noch im Lanfe des künftigen Monates ins Leben treten werde. — Zwischen Frankreich uud Portugal ist am 12. April l. I. eine Convention zum wechselseitigen Schutze des geistigen Eigenthums geschlossen worden, worin unter andern die Bestimmung vorkommt, dasi die wechselseitige Reproduction von Fabriksmarken dem Nachdruck gleich geachtet werden solle. Innsbruck, 9. Juli. Die „Tirol. Ztg." berichtet: Der Missionär Knoblecher, päpstlicher General-vicar für Central-Afrika, hat gestern unsere Stadt wieder verlassen, um sich nach Rom zu begeben. Sein Missionsbezirk ist größer als Europa und er hatte bisher zur Besorgung desselben nur drei Priester. Er hat aber nun erlangt, daß Se. Majestät der Kaiser die Bildung eines Vereines zur Verbreitung des Glaubens in Central-Afrika nicht nur gebilligt, souderu denselben auch durch Anweisung einer Summe vou 1000 fi. zu unterstützen und dessen Beförderung sämmtlichen Bischöfen der Monarchie von Seite des Cultusministeriums zu empfehlen angeordnet hat. Zugleich übernimmt Oesterreich der Pforte gegenüber das Protectorat der Mission. Unter den Bischöfen der Monarchie hat bisher besonders der Cardinal-Erzbischof von Olmütz sich dieser Angelegenheit günstig erwiesen. Hr. Knoblecher hat die Hoffnung, mit mindestens 11 Gehilfen, die sich zur Theilnahme an seinem verdienstlichen Werke bereit erklärt haben, nach seiner Station Chartum zurückzukehren. Munkacs, Anfangs Juli. (C. Vl. a. V.) Es dürfte Ihnen vielleicht nicht unangenehm seyn, nach längerer Zeit wieder etwas über die Verhaltnisse der in unserer Festung unterbrachten Gefangenen, welche Theilnahme am Aufstande Hieher versetzte, zu erfahren. Fünfzehn derselben haben, durch einen kais. Gnadeu-act amnestirt, ihren traurigen Aufenthalt verlassen. Die vorzüglichsten Namen darunter sind Ernst Graf Festetics und der ehemalige ungarische Leibgarde Rudnay, des verstorbeneu Primas Verwandter. Doch beträgt die Zahl der in Haft Gebliebenen noch immer fünf nnd vierzig, worunter 21 ehemalige k. k. Officiere uud fünf Leibgarden. Es befinden sich dabei die ehemaligen ungarischen Oberlientenants Sebö und Bezerhedy — die Majore Moritz, Nagy, Bar-cza, Hanszer und der Devaer Schloßcommandant Nemeth. Von diesen sind eilf auf 16, zwei auf 13, vier auf 12 Jahre condemnirt. Für die Andern ist eine geringere Strafdaucr bemessen. Auch der ehemalige erste Vicegespan des Gömörer Comitats, Szent-Miklosy, befindet sich nebst mehreren angeseheneren Bürgern unter den Gefangenen. Im verflossenen Monat haben die Gefängnisse einen neuen Zuwachs erhalten. Es sind acht Prager Studenten, welche hier ihre Strafe auszustehen verurtheilt sind. Einer von ihnen ist auf zwanzig Jahre, drei auf fünfzehn, die übrigen auf zwölf Jahre condemnirt. Hoffen wir, daß ihnen die Gnade unseres Monarchen in Berücksichtigung ihrer Jugend eine Milderung ihres harten Loses angedeihen lassen werde! Die Behandlung der Gefangenen ist übrigens eine sehr humane. Es ist ihuen die freie Conversation unter einander, Lecture und Beschäftigung gestattet, und auch in der Kost jene Erleichterung zugestanden, welche sich die Vermöglicheren aus eigenen Mitteln zn verschaffen im Stande sind. Deutschland. Hannover, 7. Juli. Die „Hannover'sche Zeitung" von gestern bringt einen, muthmaßlich einer ministeriellen Feder entflossenen Leitartikel, das bei der Bundesversammlung beabsichtigte repressive Presi-gesetz betreffend. Es hat nämlich die königl. preußische Regierung einen Entwurf zn einem bnudesdeutscheu Preßgesetz ausgearbeitet uud deuselben unterm 6. v. M. nach Wien mitgetheilt, von wo er mit zustimmenden Bemerkungen nach Berlin zurückgesendet worden ist. Dieser Entwurf soll gegenwärtig von Preußen und Oesterreich gemeinschaftlich der Bundesversammlung vorgelegt werden. Das hiesige Ministerium, dem dieser Entwurf vor desscu Vorlegung bei der Bundesversammlung mitgetheilt worden ist, hat dem Vernehmen nach ein ausführlich ausgearbeitetes Promemoria gegen diesen Entwurf an den Hrn. Minister-Präsidenten von Mauteuffel abgesendet. Der oben berührte Artikel der „Hannoverischen Zeitung" wird ein kurzer, den wesentlichen Inhalt liefernder Anszug des erwähnten Promemoria scyu. Der Artikel empfiehlt im Wesentlichen, die deutsche Presse ohne Störung gehen zu lassen. — In Hanau hat, der „A. A. Z." zufolge, ein Mitglied des deutschen Vereins zum Schutze der vaterländischen Arbeit bei Gelegenheit des kürzlich daselbst ausgebrochenen Feuers einen sehr practischen Vorschlag gemacht, dessen wir zur Nachahmung erwähnen zu sollen meinen. Bei jener Feuersbrunst kamen nämltch lauter Leute um ihr Hab und Gut, welche der Classe der Unversicherten angehören. Dieser Umstand regt die Frage an, ob es nicht möglich sey, alle unversicherten Gemeindemitglieder in die Lage der versicherten zu versetzen? Der Gemeinderath ist eben mit Erörterung dieser Frage beschäftigt und wird wahrscheinlich nicht zögern, sie practisch zu lösen. Die Frankfurter, mit vieler Umsicht und großer Gewissenhaftigkeit geleitete Feuerversicherungsgesellschaft „Phönir" hat auf vorläufig deßhalb ergangene Anfrage von Seiten der Hanauer geantwortet, daß sie in Anbetracht des gemeinnützigen und humanen Zweckes einen ermäßigten Prämiensatz eintreten lassen wolle. Die Ausführung des Gedankens: Keine Unversicherten mehr! ist von großer socialer Bedeutung und würde sich, breit ausgeführt, an diejenigen Erscheinungen anschließen, welchen der Einzelne im Staat und der bürgerlichen Gesellschaft die individuelle Befreiung zu verdanken hat. Wir müssen und werden dahin konnncn, dasi es unter uns keine Menschen mehr gibt, deren Handlungen von dem niederbeugenden Gefühle geleitet werden, dasi sie nichts zu verlieren haben. Die Versicheruugs-Anstalteu haben hier eine große Aufgabe vor sich, an deren Lösuug sie zum Segen einer zahlreichen Menschenclasse einwirken können. Es liegt im Interesse jeder Gemeinde , znr Versicherung des Eigenthums ihrer ärmeren Mitglieder den nothigen Fonds zur Zahlung der Prämien mit in ihr Budget aufzunehmen, denn der Unversicherte Abgebrannte fällt der Gemeinde schwer zur Last, während der versicherte Arme von der Versicherungsgesellschaft Ersatz für seinen Verlust erhält- — In Berlin hat Professor Drake vom König vom Preußen den Auftrag erhalten, ein Standbild seines Lehrers, des Professors Rauch, in cara-rischem Marmor auszuführen. — Noch im Laufe dieses Sommers wird ein neuer Tarif für den Zollverein veröffentlicht. Die in Wiesbaden gefaßten Beschlüsse auf Zotterhöhungen sind von den Regierungen nicht ratificirt worden; darüber scheint nnr noch ein Zweifel, ob der Zoll auf Cigarren erhöht werden soll oder nicht. Die Veränderungen beschränken sich auf Erleichterungen des Verkehrs gewisser Maßen im Sinne der für die erste Periode des österreichischen Einigungs-Eutwurfes beantragten Puncte. (Fremdbl.) — König Ludwig von Vaiern hat kürzlich dem Comit«! zur Unterstützung entlassener hilfsbedürftiger , schleswig - holstein'scher Officiere in Frankfurt das ^ nachstehende Handbillet zugehen lassen: „Durch die l Zeitung erfahren habend, daß in Frankfurt der Verein zur Unterstützung entlassener hilfsbedürftiger schleswig-holstein'schcr Ossiciere seine Wirksamkeit wieder begann, lasse ich hiemit demselben aus meiner Cabinetscasse fünfhuudcrt Gulden zustellen für sie, die für die deutsche Sache ruhmvoll gekämpft. Mit anerkennender Gesinnung der wohlgewogene Ludwig. Münch'N, den 6. Juli 18Ü1." «73 — Die österreichische Regierung hatte, wie bekannt, noch zur Zeit der Dresdner Conferenzen sowohl in Hannover wie in Cassel die Forderung er-hoben, ihr für den Durchmarsch ihrer Truppen nach dem Norden durch das Churfürstenthum Hessen und dae Königreich Hannover bestimmte Etappenstrasien ein für alle Mal zur Disposition zu stellen. Herr v. Münchhausen setzte sich damals von Hannover aus deßwegen mit dem Minister-Präsidenten Herrn v. Manteuffcl ins Einvernehmen, Hr. Hassenpflug dagegen zeigte sich sofort und ohne Weiteres bereit, dem Verlangen des Fürsten Schwarzenberg zu willfahren. Da jedoch die preußischen Etappenstraßen nn Churfnrstenthum Hessen hierbei theils durchschnitten, theils nütbenuNt werdeu sotten, so mußte man sich dennoch neuerdings darüber' in Unterhandlungen einlassen. Dieselben sollen gegenwärtig in einem der österreichischen Forderung günstigen Sinne ihrem Abschlüsse nahe seyn, wie Berliner Blätter mittheilen. Italien. Rom, 30. Juni. Der „A. A. Z." wird geschrieben : Es ist zwischen General Gemean und dem Papste zu Erörteruugen gekommen, die über des letz-teru persöuliche Lage helle Streiflichter werfen. Vorgestern erschien der französische Commandireude bet P,us IX. zu ungewohnter Stuude. Er wollte gehört haben, Se. Heiligkeit beabsichtige sich auf längere Zeit als sonst in die Villegiatur nach Castell Gan-dolfo zn begeben. Der Papst erklärte, er sey allerdings gewillt, gleich nach dem Peter-Paulsfcste auf vierzehn Tage dahin zu gehen, vou nur wenigen seiuer Guardie Nobili begleitet. Gemeau bat indessen, bemerken zu dürfen, daß ihm die Sicherheit der Person Sr. Heiligkeit für etwaige Reise-Eventualitäten anvertraut sey. Der Papst antwortete: er möge in diesem Falle handeln wie er für gut halte. Nach solchen Vorgängen ist bereits gestern ein Bataillon franz. Truppen nach Castell Gandolfo vorausgesandt, noch andere sotten den hohen Reisenden morgen dahin escortiren. General Gemean, der sonst mit seiner Gemalin bei keinem Feste in der vatica-nischen Basilica fehlte, wurde bei der gestrigen Feier des Petro - Paulstages zur Verwunderung Vieler vermißt. Frankreich. «Paris, 8. Juli. Der Nevisionsbericht des Hrn. v Tocqueville, welchen derselbe heute in der Legislative ablas, hat großes Aufsehen erregt. Er spricht sich sehr entschieden für die Aufrechthaltnng der Republik und gegen die Wiedererwählung des gegenwärtigen Präsidenten aus. Jedoch hat Hr. v. Tocquc-ville in der Commission, in welcher der Bericht mit acht gegen sechs Stimmen angenommen wurde, eine Erklärung abgegeben, welche die Tragweite seines Berichtes minderte. Indem der Bericht sich für die gänzliche Revision ausspricht, hält er doch an den von der Verfassung dazu vorgeschriebenen Normen imd Fristen fest, welcher Bestimmung die Commission einhellig beistimmte. Auch wird im Vorhinein eine Negierung für schnldig erklärt, welche eine durch die Verfassung untersagte Wiedererwählung des Präsidenten veranlaßte. Die Discussion ist für den 44. angesetzt. Hrn. v. Tocqueville folgte Hr. Melun, welcher über die Revisionspetitionen Bericht erstattete. Es wird angetragen, 46.0N0 Unterschriften zu beanstanden und zu streichen. Auch soll ein Tadelsvotum gegen die Negierung ausgesprocheu werden, welche angeblich einen ungesetzlichen Einfluß auf die Petitionsbeweglmg genommen hätte. Die Discussion über das Communalgesetz ist auf den 21. festgesetzt. Der Minister des Innern hat zugesagt, keiuen weiteren Aufschub dafür zu verlangen. Portugal. Lissabon, 28. Juni. Die Cabralisten haben eine Protestation gegen das Project einer Revision der Charte, welches die Grundprinzipien und die Dynastie selbst in Frage stellen könnte, veröffentlicht. !,Die Bewegung gegen die Ultraprogressisten unter ^den Anhängern des Marschalls Saldanha nimmt immer mehr zu, die Officiere der Garuison von Elvas haben erklärt, daß sie keinen Ossicier von revolutionären Antecendentien in ihre Reihen aufnehmen werden. Uu ßl a n d. " Aus Petersburg, 6./17. Juni, wird berichtet: Der Chef des Postdepartements hat dem Kaiser den Bericht über den Stand des Postwesens im Jahre 18ÜN vorgelegt. Die Zahl der Boten-, Reit- uud Fahrposten ist in diesem Jahre namhaft vermehrt worden, namentlich zwischen Städten, deren Verkehr in der letzten Zeit sich bedeutend gehoben hat. Der Postenverkehr zwischen Smolensk und Moskau erfolgt gegenwärtig statt zwei-, vier Mal wöchentlich, und Niga erhält aus Smolensk um zwei Tage, früher Postsendungen als bisher. Postsendungen aus Oesterreich, und zwar von der Station Hussiatyn in Ga-lizien, gelangen in Kamenec Podolskoj und den in dieser Richtung gelegenen Städten gleichfalls um zwei Tage früher an. Kasan, Saratow, Cariciu uud Astrahan erhielten nicht minder große Erleichterungen im Postverkehre. Ueberhaupt ist seit dem Jahre 4842, wo die Postzettung „^nc/.lmvvi Dm-o/.mk« das letzte Mal erschien, in den Posteinrichtungen Vieles anders geworden. Gegenwärtig wird an einer neueu Postkarte des europäischen Rußlands gearbeitet. — Für die projectirte Peteroburg-Moskauer Eisenbahn sind vier Postwaggons praliminirt und ein Postbeamter ist von der Regierung in das Ansland gesendet worden, um die Eisenbahn-Posteinrichtungen an Ort und Stelle kennen zu lernen. Das Bedeutendste geschah im Post-wesen im Königreiche Polen, wo seit 1. Jänner 18^1 die russischen Taren eingeführt und die Verwaltung aus den Händen des Warschauer Postdirigenten in jene des obersten Chefs d.r Postverwaltung des Reiches überging. Im Jahre 18.'^() hat auf dem baltischen Meere der russische Postdampfer „Wladimir" mit dem preußischen Postdampfer „Preußischer Adler," und zwar zwischen Kronstadt und Stettin regelmäßig verkehrt. "Aus Äkkerman, einer Festung und Hafenstadt am schwarzeu Meere, wird berichtet: Vor Kurzem haben hier zwei Divisionen der Kosaken-Regimenter gelandet, welche seit drei Jahren unter dem Commando des Generals Lewicki im Kaukasus und später zur Bewachung der Gränze gegen die Türkei uud die Moldau längs der Donau uud des Pruths verwendet worden waren. Sie wurden von dem Obersten und Befehlshaber der kosakischen Trnppen an der Donau, Sostak, feierlich empfangen und producirten sich hierauf in einer Kunst, welche sie im Kaukasus gelernt hatten und die darin besteht, eine in die Luft geworfene Tscherkessenmütze oder auch eine Geldmünze im Fluge mit der Kugel sicher zu treffen, uud hiebet beim Galopp des Pferdes theils mit einem Fuße auf den: Sattel desselbeu stehen, theils auf einer beliebigen Seite des Rosses sich zn verstecken. W a lache i. " Aus Bukarest wird gemeldet, daß der Kaiser von Rußland dem Fürsteu der Walachei das Grosi-kreuz des St. Annenordens zum Zeicheu allerhöchster Zufriedenheit durch den dortigen kaiserlich russischen Generalcousul Kaltschinski habe zustellen lassen. Anch zahlreiche walachische Functiouäre wurdeu bei diesem Anlasse mit russischen Orden bedacht. ^ Hier ward vor Kurzem eine Falschmünzerbande aufgegriffen, an deren Spitze ein Jude stand, und welche sich vorzugsweise mit der Verfertigung österreichischer Zwanziger befaßte. Donau - Furstcnthnmer. Von der Tavemiindu«ll, >'. Juli, meldet das „C. Bl. a. B.": Gegen den bekannten serbischen General Stephan Petrovic Knicanin wurde von Gjoka Cukic em Mordanschlag versucht, der aber mißlang. Der Thäter wnrde, sogleich ergrissen und in's Gefäugnisi gebracht. Vsmamsches Reich. Eonstantinopel, 29. Juni. Die Pforte hat ein Memorandum an alle hiesigen Gesandtschaften und Consulate abgegeben, worin bemerkt wird, daß zu Salonich sich eine Menge verschuldeter fremolän» discher Unterthanen befinden, die sich außer Stande sehen, ihre Schulden mit einem Male abzutragen, weßhalb eine gemischte Commission niedergesetzt worden sey, welche Ratenzahlungen zwischen ihnen und den Gläubigern zu vermitteln haben; die Betreffenden seyen von den Gesandtschaften und Consulaten nachdrücklich zu ermähnen, vor den Schranken der Commission sich pünctlich einzufinden. — Der Sultan hat in Anerkennung der Verdienste des außerordentlichen Gesandten der Pforte zu Constantinopel, Fürst von Kallimachi, der Gemahlin desselben ein prachtvolles, brillantenes Collier zum Geschenke gemacht. — Gestern hat die Feier des Namasan begonnen. Er bildet den neunten Monat des Jahres nach türkischer Zeitrechnung. Bis zum Beiram werden allabendlich die Minarets und die Moscheen festlich beleuchtet. Eine alte Sitte schärft den Muselmännern wahrend der Dauer des Ramasan die Pflicht der Gastfreundschaft in besonderem Maße ein. Da es sich jedoch herausstellte, daß dieß der Anlaß zu maßloser Verschwendung und Ueberbürdung war, so ist eine Verordnung ergangen, daß Niemand einen Muselmann, der nicht dem geistlichen Stande angehört, während der Dauer des Namasaus zu bewirthen verpflichtet seyn soll. Nenes und Neuestes. Telegraphische Depeschen. — Frankfurt, 41. Juli. In der gestrigen Vitzuug der Bundesversammlung wurden sechs Ausschüsse gebildet: 1) für die Bundescasse, 2) für daS Finanzwesen, 3) für die Abkürzung der Frist zur Einholung von Instructionen, 4) zur Bearbeitung der von der ersten und zweiten Commission der Dresdener Conferenz gelieferten Vorarbeiten, 6) für die handelspolitischen Fragen und 6) zur Begutachtung einer Beschwerde des Hamburger Senates in Beziehung auf die österreichische Einqnartirung. — Verlin, 12. Juli. Alle in den jüngsten Tagen ausgesprengten Gerüchte über eine Minister-Crisis sind, wie aus zuverlässiger Quelle mitgetheilt wird, völlig grundlos. — Turin, 9. Juli. Der Handelstractat mit Holland ist von der Deputirtenkammer mit 87 gegen !i Stimmen angenommen worden. Die Bankreform-Debatte wird fortgesetzt. Eine von 65 Artilleriesoldaten gefertigte und der Deputirtenkammer überreichte Petition ruft eine lebhafte Debatte bezüglich des PetitionsrechteS der bewaffneten Macht hervor. Ohne sich bestimmt auszusprechen, geht die Kammer darüber zur einfachen Tagesordnung. In der Bankreform-Debatte stellt Bertolini den Antrag, die in der Kammer befindlichen Vankactionäre von der Abstimmung auszuschließen. Wird verworfen. Deforesta's Ernennung zum Iustizminister wird amtlich angezeigt. Dem Vernehmen nach sollen die Kammern vom 16. d. bis 8. November l. I. vertagt werden. Wahrend der Ferienzeit wird das Ministerium den Deputirten alle anf das Budget des Jahres 1852 bezüglichen Vorlagen zustellen lassen. Im October soll das zu bestellende Hauptcomite die Rubriken prüfen, um der Kammer sofort nach deren Zusammentretung im Spätherbste einen umfassenden Bericht vorlegen zu können. — Vondon, 10. Juli. Die heutigen „Times" sprechen gegen die (nach der „Assemble nationale") angebotene Unterstützung der heiligen Allianz in Italien. — London, 11. Juli. Ein brasilianisches Dampfschiff telegraphirt, daß Kossuth am 1. September nach England abgehen werde. Verleger: Ign v. Kleinmayr und Fedor Bamberg. Verantwortlicher Herausgeber- Ign. Alois v. Kleinmayr. Telegraphischer 6uurs« Vericht der Staatöpapiere vom 14. Juli 1851. Gtaalsschuldverschrcibungtu zu 5 M. (in EM.) 8« 15/1 l» betto , ^l/2 „ „ 85 Darlehen mit Verlosung v. I. 1834, für 500 ss. 1010 dctto detto 1839, „ 250 „ 308 7/1« Wien. Etadt- Banco - Obl. zu 2 l/A PtC. (in CM.) 58 1/2 Va«l,?lctie>,. vr. Stück 1240 l» G. M. Actl'en der Kaiser Ferdinands-Nordbahn zu 1000 st. V. M...... 1490 fl. in (5. M. Äcticn dcr Oedcnburg-Wr.-Ncustadtcr Eisenbahn zu 200 fl. C. M. . . . l 19 l/2 ff. i» C. M. Act,»» dcs ostcrr. Lloyd in Triest zn 500 ss. C. M......«117/8 ft. in C, M. Wechsel-Cours vom 14. Juli 1»5l. «msierdam, sin t00 Tbaltr<5urla,lt. Nthl. l62 1/2 2 Monat. Augsburg, sir 100 Gulden tilir., Gold. «17 1/2 Nso. Fraulfurt a.M., (fs,r «20,1. sudd, Ver° lius-Wahr. i», Ai >/t fl. Filß.Guld.) 11« 3/4 2 Monat, Han'burg, für l00 Thaler Aauco. Ntl,l. 172 l/2 2 Monat. Liuorno, für 300 Toscanischc Lire, Oulb. 1 l 5 1/2 2 Monat, kontzon, für 1 Pfund Sterling. Gulden 11-32 Vs. 3 Monat. Mailand, für 300 Ocjterrlich. Lire, Guld. N7 2 Monat. Marseille, für 300 Frans.», . Guld. 138 1^ 2 Monat. Vari«. fur 300 Franleu . . Guld. 138 1/2 2 Monat, K. K. Münz - Ducatcn .... 22 pr. Ct. Agio. Vetreid - Durchschnitte - Preise in Laibach am l2. Juli I851. Marktpreise. Ein Wiener Metzen Weizen . . — fi. — kr. — — Kulurutz . . — » — » — ^ Halbsrucht . — » -^ ,> — — Korn ... 2 ,, 58 » — __ Gerste ...—„— » — — Hirse ... 3 » — » — — Heiden ... 3 » 58 ,> ^"____ ^ Haler ...—„ — « M. S. Ll»tto.ticl)ttngcn. 3i' Wi.n am 12. Juli 185l' 45. 23. 29. ,l?. 85. Die nächste Eichung wird am 23, Juli IK5I in Wien gehallen werden. In Gratz am 12. Juli 185!: 86. 74. 51 «9. 5. Die nächste Ziehung wild am 23. Juli 1851 in (Viah gehaltn werden. Z. 422. (4) Nr. 2206. Edict. 3,< deie Wei e in die Kenntniß seines Lebens zu setzen habe, rridü'gens delsclbe für todt erklärt, und übe, dessen Vermögen die Abhandlung tlöffnet weiden wird, K. K. ^eziiksgerichl Plaiu^a st!,tt , bci N cuj ah rs-, Hochzcits - und W ^' b ur t s- F e i or l i cl> f ti tcn »on qrosmu Wcrthc. Dilst Saiuinlunq bcstcr Gcll'gmhcits>icdichtl>, Stani!,!-buchsvcrsc und Pl.'ltcrabnidschcr^c wurde mit sulchrni Vcifall aufgMDMMM , d^iß jctzt dic sechs tc vcrbcsscrtc Allflagc davo» crschciinn mnßtc. 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