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Da« Frühjahr 1910 sollte nach dem Plane der im Ncunerbnnd vereinigten feindlichen Staaten die großen A»gr!s»e ge^en die Mittelmächte und deren Verbündete auf allen Kriegsschauplätzen bringen, Zu-nächst war wchl der gioße Schlag an der West-front in Aussicht genommen, der aus dein großen befestigten Lager von Berdun heraus gegen das Deutsche Reich iu der Richtung auf Metz geführt, die stählerne Mauer der Deutschen durchbrechen, ihre Linien ausrollen und so den Sieg an der Westsron» bringen sollte. Diesem Schlage kam die deutsche Heeresleitung durch ihren Angriff gegen Verdun zuvor und hat ihn damit gründlichst vereitelt. An einen Angriff, der den Durchbruch der deutschen Li-nie« bringen kann, denkt man jetzt im französisch-englischen Heerlager nicht, denn man hat vollauf zu tun, sich des Angriffes der Deutschen zu erwehren. So nur kann richtig der Angriff der Deutschen aus Verdun beurteilt werden. Es wird gewiß Leute ge-den, und so sucht man ja jetzt auch im feindlichen Auslande die Lache für die eigene Brvölkerung gün-stiger darzustellen, die behaupten wollen, der deutsch« Angriff gegen Berdun sei gescheiter», weil er nicht so rasch vorwärtsgeht, wie vor einem Jahre der Eingriff gegen die Russen in Westgalizien. Die Haupt-ausgabe war, den französischen Stoß, der mu großen Machtmitteln vorbereitet war, zu vereiteln. Und das ist in der Tat geschehen. Der Geländegewinn bei Berdun ist ja verhältnismäßig für die siegreichen deutschen Waffen ein geringer, aber daraus kommt eS ja hier nicht an, das deutsche Reich besitzt im Westen nach der Bewältigung Belgiens und der Er-oberung von zehn der reichsten französischen Vermal-tungSbezirke des Faustpfandes genug. Aehnlich liegt die KriegSlage im Osten. Für Oesterreich-Ungarn und das Deutsche Reich liegt derzeit wenig Veranlassung vor, die Kampslinien, die sich von der Düna im Norde» bi« nach Bessaradien im Süden erstrecken, noch weiter in« russische Reich hineinzutragen. Hätte man das haben wollen, so wäre im Jahre 1915 die günstigste Gelegenheit Irtands Würger. Der „Zittauer Morgenzeitung' entnehmen »ir folgende Leidensgeschichte der Grünen Insel: Kein Volk der Erde hat in einer vielhunderl» jährigen Geschichte s« Entsetzenivolle« durchgemacht, wie das Volk der Iren; keine andere Kulturnalion hat auch nur annähernd ein s» traurige« Lo« zu erdulden gehab», wie daS beklagenswerte Volk der Grünen Insel, diese« traurigsten Eiland« der Welt. Was bedeutet alles Harte, das die Moskowiter den Polen in einem Jahrhundert zugefügt haben, gegen der Iren Martyrium! Wohl haben die Ruf« sen die Polen bedrängt; sie haben ihnen ihre poli» tische Freiheit geraubl; aber sie haben ihnen doch wenigstens ihr Eigentum, ihren Grund und Boden belassen, haben jeden, der den Machthabern nicht politisch verdachtig erschien, doch wenigstens ruhig auf seiner Scholle sitzen lassen. Vor allem: die Russen haben der polnischen Ration nicht nach dem Leben getrachtet, bis zuletzt, da sie unter der Wir-kung der Niederlagen in Galizien und Polen das polnische Volk mit roher Gewalt von Haus und Hos vertrieben. Mit Recht hallt darob durch die ganze Welt, soweit sie nicht mit den Moskowitern verbün-det ist, ein Schrei der Empörung; aber diese russische Willkür und Grausamkeit ist doch nur ein Einzelfall, ein einmaliges verbrechen am Abschluß einer hu»' dertjährigen Geschichte. England aber hat die Iren nicht nur einmal von ihrer ererbten Schalle vertrieben. England war- hiezu geboten gewesen. Damals brauchte man im siegreichen Vormarsche eben gar nicht erst einzuhal-ten. So aber blieb man eben dort stehen, wohin man gelangt war, weil man nicht mehr weitergehen wollte und auch in der Tat nicht weiterzugehen brauchte, um anch hier das für den Friedensschluß nolwendige Faustpfand in Handen ;u haben. Nach Erreichung dieses Kampszieles im Osten konnten sich die vereinigten Truppen gegen Serbien und Montenegro wenden. Wie gründlich da die Ar. beit geleistet wurde, ist noch in zu frischer Erinne-rung, um neuerdings erzählt zu werden. Aerger be-siegt, als Serbien und Montenegro es sind, kann toch füglich In einem Kriege kein Staat werden. Mehr kann ein Kampf nicht anstreben, als daß daS ganze feindliche Land in den Besitz deS Siegers komm», die Regierung landesflüchtig ist, im Auslande schlecht und recht einen Unterschlupf zu suchen ge-nötigt ist und daß die Trümmer der Armee, wie jetzt der serbischen, nachdem sie wieder einig-rmaßen instand gefitzt sind, aus dem Kampfschauplatzc eines anderen, wenn anch verbündeten Staates, Berwen-dung finden. In den Kreisen des seindlichen Neuner-verbände« sucht man auch die bis jetzt unterbliebene Offensive der deutschen und bulgarischen Truppen gegen Saloniki zu als eine Schwäche zu ei klären. Wer hat denn ein Interesse daran, sich in Saloniki sestzuhalten? Engländer und Franzosen taten eS und ziehen die serbischen Heerestrümmer nach sich, um eben von hier auS den Angriff »ach Norden zu tragen und fo den Selben wiederum zu ihrem Reiche zu verhelfen. Angreifer müßten also die Truppe» des Generals Serrail sein. Seine Ausgabe liegt im An> griff und fjnn unmöglich in der Verteidigung der bis nun doch immer noch griechische» Stadt Salo-niki und dessen Hasen liegen. Die bitterste Enttäuschung hat aber wohl nicht bloß für die Engländer, sondern auch für die ver» bündele» Feinde die KriegSlage auf dem asiatischen Gebiete gebrach». Der großzügige Plan der Englän-der, von ihrem auS der FriedenSzeit her gewonnenen Stützpunkte an der Mündung des Schal el Arad stromauswärtS drängend in die alte Kalifenstadt Bag-dad zu gelangen, ist klüglich gescheitert. Die Russen tert ErinS Volk nun feit 750 Jahren; England hat dieses von Natur so ruhige, fleißige und friedfertige Volk seit dem Mittelalter Jahrhundert um Jahr» hundert bedrückt, gepeinigt, auSgesogen, auS seiner Heimat verjagt; immer wieder hat England die Iren durch Feuer und Schwert auszurotten versucht, hat sie um ihre» katholischen Glaubens willen zu Hun-derttausenden erschlagen und sich aus gemeiner Hab-gier an ihren von den Vater» ererbten Grund und Boden bereichert. So hat das Britenvolk, das sich in diesem Kriege als Beschützer der kleinen Nationen aufspielt, gegen die Nation gewütet, die ihm völkisch am nächsten steht. England ist der Würger Irland» gewesen, von dem Tage an, da im Dezember 1197 König Heinrich II. von England seinen Fuß auf Irlands Boden gesetzt hat, bis heute, da die briti-tischen Granaten die Burger der Stadt Dublin zer-fleischten. So ist Irlands Geschichte vom 12. Jahrhun-dert bis jetzt nichts als die Geschichte grausamster Unterdrückung eines unglücklichen Landes und Vol-keS, wie sie die Weltgeschichte nicht ein zweites Mal kennt. Und wie glücklich hätte vaS Volk der Iren leben können, wären die Würger nicht über ihr Land gekommen wie die reißende» Tiere! Schon im 6. Jahrhundert genoß Irland das größte Ansehen in der damaligen Welt. Um 430 hatte daS Christen-tuni seinen Einzug auf der Grünen Jnfel gehalten; ein Jahrhundert später wurde Irland geradezu der Sitz und der Mittelpunkt der ganzen abendländi-schen Gelehrsamkeit. Aber Fehde», die in den näch- 4t. Jahrgang. sollten vom Norden kommen und in Bagdad ge-dachte man sich daS Stelldichein zu geben. Den Russen ist eS gelungen, die Türken aus ihrem Ge« biete, in das sie schon bis Balum vorgedrungen waren, wieder zurückzudrängen. Es ist ihnen auch gelungen, im tüikischen Armenien in eine Linie vor« zugehen, die vom Wansee bis nach Tropezunt am Schwarzen Meere reicht. Dort ist aber jetzt der russische Angriff zum Stillstand gekommen und alle Versuche der Russen, weiter im türkisch-asialischen Gebiete rorzugehen, wurden blutig abgewiesen. Bei der Niederlage der Engländer im Jrakgebiete blieb es aber nicht. Sie sind jetzt auch aus ihrem eigenen Gebiete, im Schutzgebiete von Aden, gründlich ver-hauen worden. Da« Gebiet von Aden ist das eng» lische Gibialtar sür den Eingang in« Rote Meer. Wie sie sich i» echt englischer Weise des Suezkanal« zu bemächtigen gewußt haben, so legten sie auch die Hand aus das Gebiet in Südarabien, das den Ein» gaog ins Rote Meer beherrscht. Unter großen Schwierigkeiten hatten die türkischen Truppen hier ihre Leistungen zu vollsühren. An Eisendahnen fehlt eS gänzlich, das Gelände ist unwirtlich im höchsten Grade. Der leichte und verhältnissichere Nachschub durch daS Rote Meer entfiel seit Kriegsausbruch für die Türken natürlich vollends, während die Englän« der mit idren Schiffen nach Aden alles bringen konnten, was sie brauchten. Trotzdem konnten die Türken über das Gebirge, das im Norden deS eng-liichen Schutzgebietes de» Grenzwall gegen daS tiir« kische Gebiet bilde», vordringen. Sie halten jetzt Aden in einem weiten Bogen schon umschlossen und die Kämpfe, die in den Tagen vom 6., 11. und IS. März — wie jetzt erst berichtet werden kann — stattgefunden haben, hatten alle den Zweck, die Türken au« englischem Gebiete herauszudrängen. Der Versuch ist vollständig mißlungen. Die Eng-länder haben im Gegenteil schwere Verluste zu ver-zeichnen und es kann, wenn nicht außerordentlich starke Nachschübe rechtzeitig herangebracht werde«, für Aden sich bald ein ähnliche« Schicksal ergeben, wie e« die Engländer in Kut-el-Amara ereilt hat. Dazu müssen jetzt die Engländer auch schon mit einem Angriff auf den Suezkanal rechnen. Die sten Jahrhunderten unter den Bewohnern de« Laa° des ausbrachen, machten sie gegen ausländische Er» oberer schwach, und so hatte Heinrich 11. von Eng-land leichte« Spiel, nachdem er Irlands Eroberung beschlossen hatte. Im Jahre 1175 war da« Schick-sal der Grünen Insel auf Jahrhunderte hinau« ent» schieden. Die Iren hatte» mit dem englischen Er-oberer Frieden schließen müssen, und die englischen Barone nutzten die Ohnmach» de« unterjochten Volke« au«, um sich mit Gewalt in den Besitz seine« Lande« zu setzen. Die eingeborenen Häuptlinge wurden ver-trieben und nach dem der englischen Herrschaft noch nicht unterworfenen westlichen Teil der Insel, dem sogenannten Wilde» Irland, abgedrängt. Aber immer weiter drangen die englischen Heeren in da« zunächst noch selbständige Gebiet ein, führten dort blutig» Kämpfe und ließen ihrer Erobererwillkür ungehemmt die Zügel schießen. Zwietracht, Unordnung und Verwilderung be-herrschten aus lange Zeit hinaus das Land. Als Robert Bruce sich die schottische Krone angeeignet hatte und ersolgreich gegen England Krieg sdhrte, wandten sich die irischen Häuptlinge an ihn um Bei-stand gegen den gemeinschaftlichen Feind. Sein Bruder Eduard landete 1315 mit einem Heere und wurde von den Iren zum König erhoben; aber nach drei» jährigem Kriege, durch den die Insel sorchibar »er* wüstet wurde, fiel er im Kampfe gegen die Englän-der, woraus grenzenlose Verwirrung und eine bei-spiellofe Gesetzlosigkeit mit allen ihren Schrecken ein» traten. Seüt S zahlreichen Kämpfe von Erkundungstruppen beulen die» an. Ganz besonders mag aber der Ernst der Lage den Engländern durch den Luftangriff vor Augen geführt worden sein, den die Türken in den letzten Togen mit großem Erfolg aus die Hasenstadt Suez und deren große englische KriegSgerätlaqer ausgeführt haben. Daß der Kamps gegen Aegypten von der Landfeite aus nicht ohneweiterS unternom-men werden konnte, ist klar. Hier muhten ja erst alle Vorbedingungen für eine Kriegführung gefchaf-sen werden. Mit einem kühnen Vorstoße, dem ein gesicherter Untergrund durch geregelten Nachschub und dergleichen fehlte, war nichts getan. Auf Der-artiges hat sich auch die türkische Heeresleitung nicht eingelassen. ES ist nicht abzusehen, wann es zum eigentlichen Angriff gegen die Engländer aus ägyp-tiichem Boden kommt. Ader daß er in Sicht steht, damit müssen die Engländer allen Anzeichen nach rechnen. So reih« sich an die Mißerfolge der englischen Waffen im Irak und im Demengebiele jetzt noch die bange Furcht vor einem Vorstoße der Tür-kei gegen das reiche Aegypterland, dort, wo die Eng-londer recht wirksam gepackt werden können. Der Weltkrieg. Der Krieg gegen Ruhland. Die Berichte deS österreichischen GeneralstabeS. 13. Mai. Amtlich wird Verlautbart: Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter deS ChesS deS GeneralstabeS: v. Hbser, Feldmarschall-Leutnant. Die Berichte der Deutschen Obersten Heeresleitung. <1 13. Mai. Nördlich des Bahnhofes Selburg wurde ein russischer Angriffsversuch gegen die kürz» lich genommenen Gräben durch unser Artillerieseuer im Keime erstickt. Mehr als 100 Nüssen wurden gesangen genommen. Gegen Frankreich und England. Großes Hauptquartier, 13. Mai. Zwischen Ar-gönnen und Maas fanden an einzelnen Stellen leb. hafte Handgranatenkämpfe statt. Versuche deS Feindes, in den Wäldern von Avocourt und Malancou« Boden zu gewinnen, wurden vereitelt. Ein feindli« cher Nachtangriff südwestlich de» .Toter Mann" erstarb iu unserem Jnjanleriefeuer. Aus dem östlichen MaaSuser erlitten die Franzosen bei einem miß. glückten Angriff am Steinbruch westlich deS Ablotn-«alde« beträchtliche Verluste. Ein deutsche» Kamps-flugzeug schoß über dem Walde von Bourgignon, südwestlich von Laon einen seindlichen Doppeldecker ad. Südöstlich von Armentirn« wurde durch unser Abwehrfeuer am 11. Mai ein englisches Flugzeug zum Absturz gebracht und vernichtet. 14. Mai. Ein Erkundungstrupp drang im ES hieße die Geschichte Irlands schreiben, wollte man alle blutigen Feldzüge Englands gegen Irland anführen, wollte man den ganzen Leideu»wtg des unglücklichen Volke« schildern. Nur wenige der aller-schlimmsten Drangsale, die die Iren von ihren Pei-nigern zu erdulden hatten, mögen hier Platz finden. Eine solche schlimme Zeit erlebte Irland unter der „großen" Königin Elisabeth. Diese „jungfräuliche" Königin, die während ihrer langen RegierungSzett im Blute der Iren watete, erzwäng auf der Grünen Insel, deren Volk am alten Glauben festhielt, mit Gewalt die Einführung der Resormation und zog das ganze katholische »irchtnvermögen zugunsten deS neuen Klerus ein. Fortgeseste Empörungen waren die Folge; ol« Elisabeth starb, war zwar ganz Ir-land der englischen Krone unterworfen, aber die Unterdrückung der vielen Ausstände halte einen gro-ßen Teil des irischen Volke» hingerafft oder zur Auswanderung gezwungen. Riesige Strecken Landes waren ihren Besitzern einfach fortgenommen und an englische Kolonisten vergeben worden. Unter König Jakob 1. setzten sich diese Konfiskationen fort; mehr als eine halbe Million Morgen Land wurde an Schotten oder englische Spekulanten verkauft. Zu diesen Gewalttaten kam noch der Ausschluß der Ka-tholiken von allen öffentlichen Aemtern. Der unge-heure Druck, unter dem da« Land seufzte, führte kurz vor dem Ausbruch de« Bürgerkriege« in England unter Karl l. zu einer Verschwörung, die am 23. Oktober 1641 mit tinrm fruchtbaren Blutbad gegen die protestantischeu Engländer im Lande begann. Ploegsterwalde nördlich Armentieres in die feindliche zweite Linie ein, sprengte einen Minenschacht und kehrte mit zehn gefangenen Engländern zurück. In der Gegend von Givenchli en Gohelle fanden Minen-sprenguugen in der englischen Stellung und sür uns erfolgreiche Kämpfe im Graben und Trichter statt. Ans dem westlichen Maa«user wurde ein gegen Höhe 304 unternommener sranzösischer Handgranatenangriff abgewiesen. D'e gegenseitige Ariillerietätigkeit aus beiden MaaSusern war lebhast. 15. Mai. In vielen Abschnitten der Front war die beide? stilige Artillerie- und Patrouiltenlätigkeit lebhaft. Versuche de« Gegners, unsere neugewonnene Stellung bei Hulluch wieder zu nehmen, wurden, soweit sie nicht schon in unserem Artillerieseuer zu-sammenbrachen, im Nahkampse erledigt. Im Kamps-gebiete der Maas wurden Angrifft der Franzosen am Westhang« deS „Toten Mannes" und beim Eai-lettewalde mühelos abgeschlagen. 16. Mai. Kleine Unternehmungen an verschie-denen Stellen der Front sührten zur Gesangennahme einer Anzahl Engländer und Franzosen. Auf dem westlichen MaaSuser wurden mehrtre Ichwächere sran-zösische Angriffe gegen unsere Stellungen auf Höhe 304 durch Artillerie-, Infanterie- uns Maschinen-gewehrseuer blutig abgewiesen. Das gleicht Schicksal hatte ein Angriff, den der Feind nördlich Vaux-les-Palameix (südwestlich von Combre») gegen einen vor springenden Teil unserer Stellung unternahm. Der Krieg gegen Italien. 13. Mai. Amtlich wird Verlautbart: Am Nord-hangt des Monte San Michel« wiesen unsere Trup-pen mehrere Angriffe ab. Die Italiener erlitten schwere Verluste. Sonst keine besonderen Ereignisse. 14. Mai. Aus der Hochfläche von Dobcrdo wurde nachlS ein hesligrr Handgranatenangriff der Italiener westlich von San Martino nach hannäk-k>gem Kampse abgeschlagen. Sonst war die Gefechts-tätigkeit gering. 15. Mai. Gestern nachmittags entwickelten sich in mehreren Abschnitten lebhaftere Arlilleriekämpse, die auch heute sortdanern. Nachts belegten uiisere Flieger die Adriawerke bei Monsalcone, den Bahn-Hof von Cervignano und sonstige militärische Anlagen ausgiebig mit Bomben. Alle Flugzeuge kehrten unversehrt zurück Westlich von San Martino warf unsere Infanterie den Feind aus feinen vorgeschob.« nen Gräben und schlug mehrere Gegenangriffe ab. Borstöße der Italiener nördlich de» Monte San Michele brachen zusammen. Die Stadt Girz stand abends unter Feuer. Auch nördlich dcS Tolmeiner BrückenkopscS drangen unsere Truppen mehrfach in die italienischen Gräben ein. 16. Mai. Die Artillerickämpse dehnten sich ge-stern aus die ganze Front ans und steigerten sich vielfach zu großer Hestigkeit. Im Abschnitte der Hochfläche von Doberdo drang das bewährte Egerer Landsturmregiment in die seindlichen Gräben östlich von Monsalcone ein, nahm 5 Offiziere und 150 Mann verschiedener italienischer Kavallerieregimenter gesangen und erbeutete ein Maschinengewehr. Unsere Da kam, daS rebellische Volk endgiltig nieder' zuschlagen. Eromwell ins Land. Er landete am 16. August 1649 mit einem zahlreichen und kriegS-ersahrenen Heer, nahm die Städte Drogheda und Wersord im Sturm und ließ die ganze Bevölkerung niederhauen. Die Iren ließen in der Angst um ihr Ltbtn HauS und Hof im Stich und flüchteten in unzugängliche Moraste. Neun Monate wütete Eromwell wie ein Alba aus der Grünen Insel, die er zur Wüstenei machte, und als er sich nach Eng-land zurückbegab, übertrug er nun den Oberbefehl seinem Schwiegersohn Jreton, der sich bemühte, den Lordkanzler an Grausamkeit noch zu übertreffen. Der erbarmungslose AnsrottungSkrieg endete mit der Vertreibung eineS großen Teils der katholischen Iren deren Land an Cronwcllsche Soldaten verteilt wurde. Schon daS Ende deS 17. Jahrhunderts sah aus Irland neue Kämpfe mit den britischen Unterdrük krrn, dit sich das ganz« 18. Jahrhundert hindurch immer wieder von neuem wiederholten. Erst unter der Einwirkung der französischen Revolution erlang-ten oie katholischen Iren einige bescheiden« Rechte. Die schlimmsten AuSnahmSgesetze wurden aufgehoben. 1793 wurden die Strasen abgeschafft, in die Kalho-liken verfielen, wenn sie Sonntags die protestanti« schen Kirchen nicht besuchten. Auch die Zulassung zu Aemtern niederen RangeS wurde ihnen gestattet. Aber die meisten Forderungen der Iren blieben unerfüllt, und neue Kämpfe, neue Unterdrückungen, neue Blut-bäder waren die Folge. Wohl wurde, der modernen Zeit entsprechend, Nummer 39 vorgestern gewonnene Stellung westlich von San Martino wurde trotz aller Anstrengungen des Geg-nerS, sie »urückzuerobern, behauptet und besestigr. Hier fielen drei Offiziere. 140 Manu, ein Maschr« nengemehr uud viel sonstiges Kriegsmaterial in die Hände unserer Truppen. Heute früh warsen seind-liche Flieger auf Kostanjevica und auf mehrere deut-lich gekennzeichnete Sanilätsanstal«e« Bomben ab, ohn« Schaden anzurichten. Am Görzer Brückenkops, bei Plava und im Tolmeiner Abschnitt hielt unsere Artillerie dit Deckungen deS Gegners unter kräftigem Feuer. Verschitdene Jnsanterieunlernehmungen an dieser Front brachten einen Offizier und 116 Mann als Gejangene ein. An der Kärntner Front entspan-nen sich bei guter Sicht gleichsall« lebhafte Geschütz-kampse und bei Pontebba auch Infanterie;esechie unter« Truppen mit Bersaglieri Abteilungen. In den Dolomiten wurden mehrere italienisch« Angriffe auf unsere Stellungen im Eol di Lana und Tresassi-Gebiete abgewiesen. In Südtirol nahmen unsere Truppen, unterstützt durch überwältigende Artillerie-Wirkung, die erste» seindlichen Siellungen auf dem Ärmenlerrarückeu (südlich de« Luganatales), auf der Hochfläche von Vielgereuth, nördlich des Terragnollo-lale« und südlich von Rovreit (Rovereto). In diesen Kämpfen wurden 65 Offiziere, darunter ein Oberst, und über 2500 Mann gesangen genommen und 11 Maschinengewehre und 7 Geschütze erbeutet. Ein feindliches Flugzeug wurde herabgeschossen. Der Stellvertreter des ChesS deS GeneralstabeS: v. Höser, Feldmarschall Leutnant. Am Balkan Die deutsche Oberste Heeresleitung meldet unter dem 14. Mai: Feindliche Flieger, die auf Mirovac und Doiran Bomben abwarien, wurden durch unser Abwehrfeuer vertrieben. Der Krieg zur See. Am 13. d. nachmittags hat ein Geschwader von Seeflugzeugen militärische Anlagen Valonas und der Insel Saseno ersolgreich mit Bomben belegt und ist trotz sehr heftigen Abwehrfeuers wohlbehalten einge-rückt. Flottenkommando. Türkischer Kriegsbericht. Mitteilungen des türkischen Haupt-quartier»: 12. Mai. KaukasuSsront. Der Feind, der au« dem Abschnitte südlich des Tschoruch verdringt wurde, konnte seinen Rückzug teilweise sechs bi» zwölf Kilo-meter östlich seiner alten Stellung zum Stillstand bringen. Ein Gegenangriff, den der Feind gestern von seinem rechten Flügel au» mit zwei Bataillonen unternahm, um seine allen Stellungen wieder zu er-obern, wurde mit Verlusten für ihn abgewiesen. 13. Mai. KaukasuSsront. Der Feind, der im Zentrum auf dem Abschnitte deS Berge« Kope au« seinen Stellungen vrrtrieben wurde, unternahm, in-dem er feine am I I. Mal glfcheiterte Offensive ver-stärkte und heftiger gestaltete, am 12. d. behuss Rück- im 19. Jahrhundert die Behandlung der Iren etwa» menschlicher; aber die politischen Freihenen, die sie erstrebten, sind ihnen bi» zum heutigen Tage vor-enthalten worden, und da«, wa» England den Iren unter dem Zwang der Verhältnisse bewilligte, mußte den Briten stet« in schweren Kämpfen abgetrotzt werden. Aber mit der politischen Freiheit allein war Irland auch nicht mehr zu helsen; die jahrhunderte-lange wirtschaftliche Unterdrückung und schamlose Landraub halten daS Volk so ausgepowert, daß es, um nicht HungerS zu sterben, in immer größerem Umfange auswandern mußte. So hat Irland, »aS im Jahre 1841 noch 8 2 Millionen Einwohner besaß, gegenwärtig nicht viel mehr als die Hälfte die-ser BevilkerungSzahl. Drr große Rückgang setzte in den Jahren 1845 und 1846 ein, als eine fürchter-liche Hungersnot die Insel heimsuchte und trotz der Auswanderung von Hunderttausenden nach Amerika »och viele Tausende im Lande vor Hunger und Elend umkamen. Die politischen Kämpse der letzten Jahrzehnte sind nichts anderes als die sinngemäße Folge der jahrhundert.langen englischen Unterdrückung. Geheim-dunde entstanden, wie zum Beispiel die Ftnier, die sich Ende 1861 mit Unterstützung der amerikanischen Iren bildeten und aus die völlige LoSreißung Ir land« von England und die Herstellung einer tri-schen Republik hinarbeiteten. Ihre Unterdrückung führte wieder zu blutigen Kämpfen und Ausständen; aber in den siebziger und achtziger Jahren wieder-holten sich die geheimen Verschwörungen, die durch Nummer 39 eroberung feiaei »erlorenen Stellungen fünf aufeinanderfolgende heftige Angriffe gegen de» Berg Kope, sowie gegen den Berg Bahtli, der weiter nördlich gelegen ist. Alle diese Angrisse wurden durch unsere Gegenangriffe zurückgeschlagen. Unsere Artillerie brachte den sich zurückziehenden feindlichen Kolonnen durch ihr wirksames Feuer große Verluste bei. In diesem Kampfe machlen wir über Hunden Gefangene. Auf den übrigen Abschnitten dieser Front unbedeutende Potrouillengefechte. Drei feindliche Flugzeuge, die gestern die Halbinsel Gallipvli überflogen,!-fluch-telen bei Erscheinen unserer zu ihrer Verfolgung auf« gestiegenen Flugzeuze gegen TenedoS. Ein feindlicher Kreuzer, der in den Hafen von Sidhadjik, südlich von Burka, einfahren wollte, mußte sich, nachdem er unser Feuer mit zwei wirkungslosen Schüssen er-widert hatte, gegen SamoS zurückziehen. Unlere Ge-schütze hatten auf dem Kreuzer drei Volltreffer er« zielt. 15. Mai. Eines unserer Wasserflugzeuge über-flog in der Nicht v«S 13. die Insel JmbroS und warf mit Erfolg Bomben auf zwei große in der Bucht von Lephalo verankerte feindliche Schiffe. Das Flugzeug kehrte trotz deS feindlichen Artillerieseuer« uuvkrfehrt zurück. Ein feindlicher Monitor, der in einen im Nordwesten der Insel Lösten befindlichen Hosen eindringen wollte, war einem überrofchenden Feuer unserer Artillerie ausgesetzt. Ein Volltreffer brachte den Monitor, der in Flammen und Rauch gehüllt war, zum Scheitern. Während de« mehrstündigen Brandes wurden durch die Explosion ter im Kriegsschiffe befindlichen Munition hervorgeru-senk Detonationen deutlich wahrgenommen. Ein mitt-lerweile erschienenes feindliches Flugzeug warf sechs Bomben auf die Küste von Urla ab, wodurch ein Mann und zwei Frauen der Zivilbevölkerung getötet und «in Kind verwundet wurden. Aus AM und Amd. Zeichnet Kriegsanleihe bei der Spar-Kasse. Wer KriegSanIeihe zeichnen will und den hiezu notwendigen Betrag feinem Sparkasfebuch zu entnehmen wünscht, vollziehe feine Zeichnung aus-ichlreßlich bei der Sparkasse! Zeichnet man unter Hinterlegung eines SparkafsebucheS anderswo, so dauert e« mehrere Tage oder Wochen, bis daS Spar» kasseduch wieder in die Hände bei Zeichners gelangt; denn daS Einlagebuch muß dann erst über den Um-weg derjenigen Stelle, wo gezeichnet wurde (Bank, Vorfchoßverein, Steuer- oder Postamt, Postjpar-kosienamt) zur Sparkasse gelangen und von da wie-der über den Umweg bis zum Einleger zurückkom-men. Hiedurch wird eine große Mehrarbeit verur-sacht, die in Leiten eines so gewaltigen Krieges mit Rücksicht auf den großen Mangel an Arbeitskräften vermieden werden muß. Wer also die gerechte Sache blutigen Terrorismus zu erzielen suchten, was »on England aus friedlichem Wege nicht zu erlangen w«r. So trat die fenifche Mördergefellfchaft der Ü»-befieglichen zusammen, die den politischen Mord auf ihre Fahne ichrieb, und deren Dolchen am 6. Mai 1882 der Erste Sekretär für Irland, Cavendifh, und der UnterstaatSsekretär Borke im Phönixpark zu Dublin zum Opfer fielen. Nun tobte wieder einmal blutiger Kampf gegen die Unterdrücker auf der Grünen Insel. Wann mag endlich einmal daS Mar» tyrium deS unterdrückten Jrenrolke« fein Ende er» reichen? Z>ie Keldpostkarte. Ein Bild au« dem Wiener Leben. I« grünen Wien, in einem stillen Gäßchen, von wuchernden Weinreben umfponnen, liegt ein kleines Hau«. Zwerggröße zwar, aber unendlich gemütlich, unendlich anheimelnd, hatte e« doch ein Liebespaar zu feinem Heim auSerwählt. DaS Siegel der Kirche war ihrem Bunde schon vor Jahre» gespendet wor-den. Er war ein kleiner Beamter und sie eine« je-ner Mädchen, dit genötigt sind, ihre schönsten Ju-gendjohre hinter einem VerkaufStifch zu »erbrodeln. Siewie er einen ctwaS höheren Rang erreicht hatte, heirateten beide, sie war keine moderne, keiner jeuer Frauen, deren Glück — Glück? in der Abwechslung besteht. Ihr Karli war ihr AlleS und ihr Einziges. Was sie ersehnte, wa» sie fühlte, waS sie erfülle, jhr Träumen und ihr Hoffen, dieS Alle» galt nur _Deutsche Macht _= unseres Vaterlande» durch Zeichnung auf Kriegs-anleihe unterstützen will, der helfe auch unnütze Ar-beit ersparen. Derjenige, der mit feinem Sparkasse-buch zeichnen will, soll daher seine Zeichnung nur bei der Sparkasse vornehmen. Ein jeder kann bei der Spar-kafse zeichnen, auch Nichteinleger. Beachte ein jeder die heutige Ankündigung unseres heimischen, gemein-nützigen und ältesten Geldinstitutes re» Unterlandes, der Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli. Leichenbegängnis. Der letzte Erdengang des am 10. d. verstorbenen Bürgerschuldirektor» Josef Höljl war eine erhebende Kundgebung der Dankbarkeit und Treue jener Kreise, in denen er seine idealen Bestre-bungen betätigt hat. Ja dem Leichenjuge bemerkten wir als Vertreter der Stadtgemeinde Cilli den Bürgermeister Dr. v. Jabornegg und den Amttvorstand Dr. Otto Amdroichitsch, ferner al« Vertreter d«S Lande«au«schusse» Herrn LandeSsekretär Baron War«berg, die Lehrkörper aller hier befindlichen Schulen, sowie die gesamte Schul-jagend der Lande«bürge> schule. Der Turnverein, dessen Reihen durch den Krieg freiliefe stark gelichtet sind, de-teiligte sich körperschaftlich einschließlich der Turnerin» nen, ebenso waren auch die beiden Gesangvereine voll-zählig erschienen. Diese sangen unter Leitung de» Herrn Dr. Fritz Zangger ergreifend schön den „Schottischen Bardenchor". Al» dann die Fahnen der drei Vereine sich zur GrabeStiefe senkten, stand die gesamte versam-urelte Menge unter dem sichtlichen Eindruck tiefster Trauer und Ergriffenheit. Vor dem Leichenbegängnisse versammelten sich die Mitglieder der beiden Gesang-vereine im VereinSzimmer im Deutschen Hause und Herr Karl Teppiy, der Vorstand deS Cillier Männer-gesarigvereine«, defsen Mitglied Direktor Höljl während der ganzen Dauer feine« Cillier Aufenthalte» war und in dem er durch viele Jahre al» Sangwartstellver treter tätig war, hielt folgende tiefempfundene Trauerrede: „Liebwerte SangeSbrüder I Wir haben un« deute hier versammelt, um einen unserer Allerbesten die letzte Ehre zu erweisen. Der traurige Weg führt un« an dem kaum geschlossenen Grabhügel unsere» unvergeßlichen treuen SangetbruderS und Obmanne« unsere? Brudervereine« Herrn Johann Koroschetz vorbei zur letzten Ruhestätte de« Herrn Direktors Josef Hölzl. Was wir an ihm verlieren, wissen Sie ja alle. Dankbar und ia Ehren werden wir feiner gedenken. Aber nicht nur in unserem Vereine war Höljl unermüdlich, seine Leistungen find im Cillier Turnvereine unvergeßlich und haben seinen Namen nicht nur in Cilli und im Unterlande, sondern weit über die Reich»grenzen bekannt gemacht. Unermüd» lich war Höljl in der Förderung de« Deutschtum«, sein Name wir) in dankbarer Erinnerung weiterleben. 9hrn werden «ir »nseren teuren SangeSbrüder mit dem letz- ihm. In der Tür ihres kleinen Reiches erwartete sie ihn alle Abende und erst, wenn er gekommen war, begann für sie der Tag. Lichter wurden angezündet, der Ofen strahlte wohltuende Wärme auS, ein Tee wurde sogleich aufgegossen und selig saßen dann diese beiden großen Kinder eng beieinander. Allein stan-den sie in der Welt und ihr Glück bestand nur im gegenseitige» Sichbesitzen. Wenn deS Abends die Sonne die Linien de» KahlenbergeS golden umspann, dann setzte sie sich zum Klavier und wunderbar ei»-fache Weisen ertönten in die sinkende Nacht... So war eS, solange der Friede die Heimat be-glückte. Der Weltkrieg kam — der Kaiser rief zu den Waffen. Sein Ruf drang auch ins süße Nest am Wienerwald. Er war Reserveoffizier — und so war es seine Pflicht und sein Wille mit der Kraft des Einzelne» da» Allwerk zu unterstützen. Heiße Tränen flösse», Bitte» und herzinnige Gebete stiege» gegen Himmel, als die junge Frau die Uniform für ihren in> Feld ziehenden Gatten vorbereitete. Der Abschied kam, sie wollte sich aufrecht halten und al« wahre, selbstlos Liebende gelang e« ihr auch. Ein langer, inniger Kuß, ein heiße» Aufschluchzen, »och ei» letzte» sich in die Arme werfen und er war im Grau der Nacht verschwunden. Einsam und unsäglich traurig eilte sie in sein Zimmer, jeder Gegenstand mahnte sie an ihn, jeder fragte st«: Wo ist er? W» ? Wann kommt er wie-der? Und die Uhr am Schreibtisch schien leise und dennoch so scharf zu ticken; Weiß »icht! Weiß nicht! — Die Abendstunden, die ihr sonst so schön erschie- nene 3 ten Liede zur ewigen Ruhe geleiten und un» gleichzeitig da» Versprechen geben, daß «ir sein Andenken in Ehren halten werden." Dem Männergesangvereine sind anläh-lich de« Hinscheiden« de» Herrn Direktor» Höljl zahl-lose Beileib«kundgebunge» au» Nah und Fern j»ge-kommen, darunter ein herzliche« Beileidschreiben »o« Ohmanne de» steirischen Sängerbund«» R. v. Schmeidl. LandeSbürgerschuldirektor Josef Höljl war ein geborener Peuauer, «o er am 6. Mai 1869 da« Licht der Welt erblickte. Vom Jahre 1884 bi« 1892 wirkte er al» Lehrer in Mahrenberg. Dann war er bi« 1894 i» Leibnitz tätig. Im Jahre 1894 trat er in den Lande«-bürgerfchuldienst über und jwar wirkte er von 1894 bis 1899 an der Lande«bürgerschule in Brück an der Mur, von 1899 bi» 1907 in Judenburg und seit 1997 in Cilli. Seine Ernennung »um Bürgerschul-direkter erfolgte mit dem Beginne deS Schuljahre« >914/15. Soldatenbegräbnisse In den letzten Ta» gen sind nachstehende Soldaten, die hier an einer vor dem Feinde erlittenen Krankheit bezw. Verletzung ge» storden sind, am städtischen Friedhofe zur letzten Ruhe bestattet worden: am 15. Mai J»f. O»wald Jeli-nek de« L.-J.-R. 7, der Zivilkutscher Jvo Gyrirtjevic der Elappen-Traingruppe 7/13, am 1V, Mai Ins. Sandor Lere« de» H.-J.-R. 4. Todesfälle. Au« Pragwald wird uns qe> schrieben: Wieder ist eine markante Erscheinung Ali-Prazwald« dahingegangen. Am 12. d. gab unsere freiwillige Feuerwehr ihrem Ehrenmitgliede Franz Mari»z, Besitzer der Feuerwehr Ehrenmedaille, das letzte Geleite. Seit deor Jahre 1881 in Diensten der Baumwollfpinnerei Pcagwald machte sich der Ber-storbene um die freiwillige Fabriksfeuerwehr, welcher er mit Leib und Seele «»gehörte und deren lang-jähriger Hauptmann er war, sehr verdient. Selten bekleidete ein Mann fein Am» mit so viel Hinge-bun«, selten hing ein Mann mit so viel Liede an seinem vereine, wie unser Althauptmann Marinz an feiner schneidigen Feuerwehr. Au« diesem Grunde werden ihm seine Kameraden, welche ihm am offe»e» Grabe al» AbfchiedSgruß ein letzte« „Gut Heil!-zugerufen habe», stet« ein treue», dankbare« Ange denken bewahren. — In Markt Tüffer starb die Ga!tin de» Schuldirektor» i. R. Herrn Karl Bale»-tiniisch. Frau Angela Balentinitfch. Aus der Stei». stiege ihre«Hause» wurde sie vo» Schwäche befalle» und stürzte über die Stufen hinab. wobei sie sich f» schwer verletzte, daß sie bald darauf starb. — Auf dem südwestlichenKriegifchauplatze ist in seine« 31. Leben«jahre Herr Joses Pinter. Feldkurat d.«. und gewesener Stadtpsarrkaplan in Cilli einem Herz-schlagt erlegen. An Stelle eine» Kranzes für den »er-storbenen Herrn Johann Koroschetz spendete derg»-dustrielle Herr Karl Teppey dem Eillier Deutsche» Gewerbebunde den Betrag von 50 Krone». Waisenhaus Lehrlingsheim Herr Karl Teppey, Obmann de« Eillier Männergesangvereine« nen wäre», w»rden furchtbar lang. Die Nächte schienen ihr eadlo«. Die Tage vergingen in Sorge und Kummcr. Und dennoch zog durch sie, so ganz heimlich, ein leise« Hessen, eine schwache Zuoersicht. ES wird gut enden, alle« gut ende» . . . Täglich erwartete sie beim Gartenpförtchen de» Briefträger, ihn, den sie sonst nicht gekonnt, lernte sie nun wohl kenne»; ja, sie konnte sogar schon in seinen Züge» lesen, sie konnte sich bereit» voraussage», daß er wieder sür sie nicht« halt». Es war sonderbar, er war drei Wochen sort und e« kam nicht», kei»e Zeile. Alle Möglichkeiten erwog sie. Jhr arme« geplagte« Hirn erzählte ihr von ollem Unglück, wa« hätte ge-schehen sein könne», daß er irgendwo gesangen, ver-wundet. „Nein, nicht weiter I* schrie Alle« in ihr. Ihr hämmernder Kopf wied.r spiegelte ihr in glück-lichen Momenten Bessere« vor, er sei bloß vo« der Poststalion abgeschnitten, morgen aber «erde er sicher schreiben. Diese Tage waren ein Märtyriu« für diese ruhmlose Heldin. Abgerissen wurden die Seiten ihre« Gebet« buche«, wohlvertraut die Räume der Kirche. De» Nachbarn, die so furchtbare Dingt erzählten, ging sie in großem Bogen au» dem Wege; die sogenannten Freundinnen mied sie überhaupt, denn ihre Frage, „was ihr Mann denn eigentlich schreibe', machte sie fast wahnsinnig. So war sie ganz allein in ihre« Kummer . . . Und an einem Tag, wo in ihre« Innern Orkane tobten, eilte sie hinau« in die grüne Welt, um sich dort einmal so ordentlich ausweine« zu können. Zu ihre» Füßen lag da« große, weite Seite 4 stacht sendete anstatt einet KranzeS für Herrn Direktor Hölzl den Betrog von 50 Ä zugunsten de« Waisenhauses. Herzlichen Dank! Wohltätigkeitsparkkonzert. Am Don-nerstag den 18. Mai findet bei günstiger Witterung daS 4. WohltäligkeitSkenzerl der Musiiableilung des Er>otzbataillons des Jnf.-Reg. 87 im Stadipark statt. Beginn 6 Uhr nachmittags. Ende halb 8 Uhr abends. Eintritt 20 Heller für die Person. Kinder unter 10 Jahren srei. Ernennung im Truppenrechnungs führerdienfte. Der zu Beginn de« Kriege« ein-gerückte uud seit Oktober 1915 beim Truppenkommando der 5. Ärmee eingeteilte Rkch«ungsunltrofsi-zier 1. Klasse Toni Pungratschilsch, Gerichtsober, offizial und Obmann der Südmarkortsgruppe Völ-kermarkt, wurde zum Landsturmleutnant-Rechnungs-führer beim Freiwilligen Schützenregiment ernannt. Verlängerung der geichnungsfrist für die vierte Kriegsanleihe. Nach ver am Sonntag erfolgten provisorischen Zusammenstellung haben die bisher gemeldeten Zeichnungen aus die vierte KriegSanleihe ungesähr den gleichen Betrag wie bei der ersten Zählung der 3. KriegSanleihe er» reicht. Zahlreiche Meldungen sind noch ausständig. Da noch ununterbrochen Anmeldungen bei den Zci» chenstellen einlaufen und viele Zeichnungen aus Grund von Hypothekardarlehen noch wegen der damit ver» bundenen Formalitäten nicht durchgeführt werden konnte«, endlich auch die Zeichnungen der Vereine und andere Sammelzeichnungtn erst in Abwicklung begriffen sind, baben die ZeichnungSstelltn das drin-gende Ersuchen um Erstreckung der Frist gestellt. Der Finanzminister hat sich mit Rücksicht aus diese Umstände bestimmt gefunden, diesem Wunsche zu willfahren und hat gestaltet, daß die Zeichnungen aus die vierte Kriegsanleihe noch bis einschließlich Dienstag den 23. Mai angenommen werden dürfen. Ehrende Anerkennung. Dem Fräulein Melanie Premschak, Bürgerschul' und Handelsschul-lehren» in Cilli wurde für da« außerordentliche In-terefst und die befondm Tätigkeit und Umsicht, welche sie gelegentlich des Oelzweigverkaufes am Palmsonntag an den Tag legte, durch de« Kom Mandanten der 5. Armee Boroevic ein herzliches Dinkschreiben übermittelt. Dem Jivnzofonde für Hinterbliebene der Gefallene« von der Jsonzosront fiog durch diese Sammlung der namhafte Betrag von 2282-41 K zu. Für den Labedienst am Bahnhof haben freundlichst gespendet: Monatsspendeu 60 K; Un-genannt 20 K; Frau Hauptmann fReuß 300 Zi-garette«; Herr Fritz Bürger in Hrastnigg 50 K; Sammelbüchse am Bahnhof K 13 56; die Lehrerin» nen der Mädchenvolksschule und Herr Katechet Laß-bacher K 14'04; Firma Gustav Slizer 10 Liter Rum; tine Liebesgabe 10 K; dtr liebe Freund 30 K Mit allerbestem Dank wird um weit-re Spenden vielmals herzlichst gebeten. Der Bedarf ist immer sehr groß. Die Termine zur Nachmusterung. Die neuerliche Musterung der LandsturmjabrgSnge 1897 bis bis 1866 findet in Graz in der Zeit vom 25. fei« 30. Juni und vom I. bi« 20. Juli statt. Auswärt« Wie«. Der Sttffel stieg majestätisch ins blaue Fir-mament und das Silberband der Donau durchquerte die sonst so lachende Stadt. Und alle« erschien ihr so fest, so gut gemauert, als könnte sich da nichts ändern. Ebenso ihr Glück. „Es kann sich da nichts ändern es kann net aus amal a Unglück kommen. Da fallt ja der Turm ein, wenn sich auch dös wendt!" Und ganz gerührt blickte von ihrer Höhe Frau Bindobona auf diese? arme Wieuerkind herab, da« f« inniglich um sein Glück bat. Voll Hoffnung und Glauben an eine gute Botschaft stieg unser grauerl zu ihrem vtrlasfenen Htim herunter. Ehe sie in den Briefkasten guckte, sandte sie noch ein Stoßgebet zu unserem lieben Herrgott und siehe da. ein »eißer Streif blitzte ihr entgegen. Gott fei Lob und Dank! .Bin gesund, Frauerl, mach Dir keine Sorgen und halt Dich brav! Es küßt Dich tausendmal, Karli!" Sie weinte vor Freude, küßt« die lieben Züge, auf einmal bekamen die blutleeren Wangen Farbe. In der Stube erzählte sie es Allen, den Käste», dem Schreibtisch, der Kredenz. All dem Gerät las sie vor und ganz besonder« der Uhr, bloß damit sie sich ärgere. Und im Garten wogten die Bäume ineinan« der; der leise laue Wind verkündete ihnen diese frohe Kunde' und er brachte sie auch Frau Bindobona. Und üder der grünen Welt, lag ein stilles, seliges Glück. Karl Wörth. werden die Musterungen an folgenden Tagen durchge-führt: Cilli 22. Mai; Cilli 23. Mai bi« 10. Juni; Trif:il 13., 14. und 15. Juni; Praßberg 17., 1?., 19. Juni; Laufen 21., 23. Juni; St. Martin 25. bi« 29. Juni; Rann I. bi« 3. Juli; Drachenburg 5., 6. Juli; Lichtenwald 8., 9. Juli; Schönst-in 22. und 23. Mai; Wöllan («ohlenwerk) 24. Mai; Wm. difchgraz 25. und 26. Mii; Mahrenberg 28., 29. und 30. Mai; Luttenberg 1. bi« 4. Juni; Pettau 6. Juni; Pettau 7. bi« 10. Juni, 13. bi« 17. Juni; Frieda» 19., "0. und 21. Juni; Rohitlch 23. und 24. Juni: Konobitz 2ti. bi« 30. Juni; Radker«burg 3. bi« 9. Juli: Marburg 10. bi« 17. Juli; St. Leonhard 18. bi« 20. Juli; Windifch-Feistritz 21. bi« 24. Juli; Marburg L5. bi» 27. Juli. Erklärungen zur Musterungspflicht. Amtlich wird verlautbart: Zn der einleitenden Text-bestimmung der die Londsturmmusterung der G«> burtsjahrgänge 1897 bis 1865 beireffenden Einbt« rufungSkundmachung 0 wird ausdrücklich verfügt, daß zur Musterung alle in den erwähnten Jahren geborenen Landstur mpflichtigen ohne Rücksicht dar. auf, ob sie schon bisher musterungspflichtig waren, oder ihrer MusterungSpflicht enlsprocherr haben, zu erscheinen verpflichtet sind, und lediglich die in den in der Kundmachung erwähnten neun Punkten fest, gesetzten Ausnahmen bestehen. Es sind demnach auch alle jene Landsturmpflichtigen jetzt wieder zum Er» scheinen zur Musterung verpflichte», di- schon früher zum Landsturmdienst mit der Waffe geeignet besun-den worden waren, bei der Präsentierung oder fpä-ter aber al« nicht geeignet wieder beurlaubt wor-den sinb. Unsere Lichtspieibühn« hatte am vergan-generr Sonntag wieder mal einen besonder« guten Tag! Da die neue Verordnung den Besuch von KinoS für Personen unter 16 Jahren verbietet, kam die Leitung auf den glücklichen Gedanken, eine ganz be-sond«r» für die Jugend ausgewählte Spielfolge im Einverständnis mit den Schulbehördtn der Jugend zugänglich zu machen. Dit Wahl fiel auf die Dar-ftellung einer Episode aus dem Kriege mit Rußland, welch« schon in anderen Orten besonderen Beifall gesunden hatte. »Das Heldenmidchen aus den Karpathen" übte denn auch eine Anziehungskraft aus, daß kein Plätzchen deS Theottrs lttr blieb und hun-dene von freudig geöffneten Augenpaaren durch die „Ltinwand, welche die Welt bedeutet" gefesselt waren. Dtr überaus spannende Gang der Handlung, und die herrlichen Bilder vom Kriegsschauplatze, welcher doch unser größte« Interesse hat, und insbesondere aber daS Gefühl eintn Teil unftrer Heldenkämpfe gewisstrmaßtn mit eigenen Augen zu sehen, entzück-ten unser« Jugend und al« dann gar die Russen ge-sangen genommen wurden, gab e« kein Halten mehr und da« ganze Haus klatschte Beifall und die Iun-genS konnten vor Wonne nicht Unterlasten, sogar mit den Füßtn zu strampeln! Man wußte nicht recht, worüber man sich mehr freue» solle, über di« schönen Bilder ooer über den Jubel unserer Kinder, welche damit so recht zeigten, welchen Anteil sie an dem großen Kampfe nehmen! Schade, daß eS nur einen Sonntag in der Woche gibt, an welchem wir ein solches doppelt erfreuendes Schauspiel genießen kön-nen, aber wir hoffen, daß wenigstens jeden Sonntag ähnliche Vorstellungen gegeben werden, denn sie wür-den bester als manche« andere unS die ernsten Zeiten erhellen. Daß auch die Darstellung der Episode eine in jeder Beziehung tadellose war machte die Borstel-lung besonders genußreich, besonders die Reitkünste der Hauptdarstellerin erregten aufrichtige Bewunde-rung! S» eine Filmheldin hat e« denn doch richt so ganz leicht. Nicht notwendig ist es wohl zu be-tonen, daß auch die anderen Bilder und besonders dtr lustige Schwank .Moriz dirigiert' lebhaftesten Beifall fanden. Vielleicht wäre auch der Zeitpunkt richtig, die Leitung zu bitten, durch Einschaltung einer längeren Pause in dtr Mit«« dtr Vorstellun-gen dem Publikum Zeit »um Plaudern und Pr» menieren zu geben, wie cs vielfach gewünscht wird, denn bei der anderthalbstündigen Dauer der Spiel' folge ist eine längere Pause wirklich ein Bedürfnis. Such die Abendvorstellungen waren gut besucht und steoten wir uns, daß unsere Anregung, öfter Bilder aus dem Tierleben zn bieten, nicht fruchtlos war. Die Bilder aus dem Leben des BachstichlingS drin-gen uns Manches vor das Auge, waS nnr dit wirk-lich berufsmäßigen Naturforscher zu sehen bekom-men, und bei welchen uns insbesondere die Tüchtig, keit de« Männchens auf ollen Gebieten deS Fami-lienlebenS erfreut. Es zeigt sich dabei wieder recht eindringlich, daß nichts über die Natur geht und dürste sich der Stichling in seiner Fischhaut wohl viel wohler suhlen al» der Herr Louis Ralph in seinem Filmdrama „Opfer der Nacht", in welchem er ganz unbegreiflicher Weife als gräflicher Verlob-ttr tintS wirklich netten Goldfischchens einem nichts weniger als reizenden Nachtfalter zum Osfer fällt. Daß ihm dabei die Moneten ausgehen und feine Pumpversuche scheitern und der dürre Nachtfalter feinen als Mi gift gedachten Bankscheck versilbert, um wieder feine frühere Tätigkeit aufnehmen zu könne», ist recht fatal und was das Schlimmste d«-bei ist: wir können mit dem hergtnommtnen Herrn kein Mitleid empfinden, sondern müsten recht grau-sam am Schlüsse. wie er sich erschießt, sagen .Recht geschieht es ihm"! ES sreut einem fast, daß der Filmheld, der gleichzeitig der Verfasser diejes höchst moralische» Stücke« ist, doch noch Geld hat, sich einen Revolver zu lausen, denn es wäre viel tragi-scher, wenn er daS süße reiche Kind am Ende doch bekäme. Dos folgende Kinderstück .Häuschen als Schiedsrichter" wirkte wie ein erfrischender Regen auf die Schwüle des „Opfers', wenn schon auch die kleinen Dreikäsehoch im Filmlicht auch ich»» die Anlagen zum Schwerenölertum zeigen und beson-ders der Größte von ihnen beim Verluste seiner Er-oberung ein recht reifes Minenspiel zeigt. Früh übt sich, waS ein Hacken werden soll und eS ist nur zu hoffen, daß die Schlagsahne bald wieder ein erreich» bareS Mittel zum Anlocken der süßen Weiblichkeit wird. Der nasse Abschluß des Stücke« wirkt beson-ders durch den Kontrast der bewegten See für die Retter und der ruhigen füe die zu rettenden Kinder recht verblüffend. Schülerausflug. Am 16. d. M. unternah. men die Schüler der 4. und 5. Klaffe unter Fßh» rung ihrer Klassenlehrer Porsche und J«nsky einen Maiausflug aus die Hihe St. HermazoraS im Ma-litschgebiete. Die Schüler mußte» sich ihre Lebens-mittel selbst miinehmen, da der ganze Tag im Freien verbracht wurde. Rüstig und wohlgemut minderte die fröhliche Schar auf der Straße durch Ran», Pollule und Tremmersfeld. Unterhalb dieses Ortes wurde der Wald betreten. Nun ging es auswärt». Aus einem Sattel, 593 Meter, wurde Rast gemacht Von hier hatten dit Schülrr bei einem kleinen Ge-höste einen schönen Rückblick in» Tal der Sann hinab, auf die Kirche St. Nikolai und dem Schloß-bcrg. Nun wurde auf steilem AbHange hoher Wald betreten. Die Sonne sandte ihre goldenen Strahlen durch da» herrliche Buchengrün. Nach Westen er-blickten wir die schneebeseckien Bergzipfel der Sann-taler-Alpen Der Ausblick nach Norden war lohnend, da da« Bachergebirge. die Kor- und Saualpe. Petze» und Ursula, betrachtet werden konnten. Den Hinter gründ schloß der Zirbitzkogel ab. Um 1 l Uhr waren wir bei der Kirche Sl. HermagoraS, 784 Meter, an-gelangt. In unserem Umkreise lag ein weite? Berg-und Hügelland. Im Süden trat der Kumberg in Krain besonders hervor. Eine mehrstündige Rast bei Gesang und Scherz erquickte die Knaben. Der Ad-stieg erfolgte, an guten erfrischenden Ouellen vor-über, in den unteren Retschitzgraben nach Tüffer. Der 5 Uhr-Zug brach!« die Schüler wohlbehalten nach Cilli zurück Der lehrreiche MaiauSflug wie» den Schülern unvergeßlich bleiben. Rohitsch. Rote Kreuz-W o ch e.)Die vater-landstreue Opferfreudigkeit der Bevölkerung zeigte fich in glänzender Weise, indem der namhafte Betrag von 960 X nachstehend aufgebracht werden konnte: die Ge-meinde sammelte 347 Ä die Lehrerschaft mit der Schuljugend 200 K und führte dem Roten Kreuz 10 wei lere Mitglieder zu, der Bezirk«au«schub spendete 00 *, die Bezirk«sparkasse Rohitfch >00 ß; der Bunte Abend der Rohitscher Jugend, den Herr Dr. Schuster unter weiterer Mitwirkung der Herren Leutnant Herbert Na-gele und M. Sorko im Gastbvfe zur Post veranstaltete, ergab 63 R und die Sammlung in der Pfarrkirche 200 R. Vaterländischer Dank allen! Die Umwandlung der „MilesDie Vorfälle der letzten Tage in Favoriten — bekanntlich waren die Frauen auS diesem Bezirke beim Wie-ner Bürgermeister, um Klage zu führen wegen d«s Mangels an Eiern, Fett, Kartoffeln, Milch usw. — haben dazu geführt, daß die legitimierte Einkaufs-stelle „Miles" des Charakters, den sie angenommen zu haden scheint, entkleidet un» das Unternehmen in ein solche» „auf streng gemeinnutziger Grundlage" umgewandelt wird. Wichtiges über die Ablieferung von Blei und ginn. Blei uud Zinn, sowie Gtgex-stände all« diesen Metallen sind im Rahmen der Ministerialverordnungen vom 28. April 1916, R.-G. Bl. Nr. 120 und 122 an die zuständige Ueber-nahmSkommission für Metalle und Legierungen (für Cteiermarl, Körnten, Krain, Küstenland und Dal-matten in Graz) in der Zeit vom 1. bis 15. Juni 1916 (und nicht wie es in früheren Notizen irr-tümlich lautete: 16. bis 31. Mai 1916) abzuliefern. J! i'mrr.tr 39 Deutsche Wacht Seite 5 Bon der Pflicht zur Ablieferung der Liungegenstände find auch die privaten Haushaltungen betroffen, wobei jedoch Gegenstände von besonderem künstlerischen oder historischem Werte ausgenommen sind. Die nach den ovjitiertcn Verordnungen an die zuständige Ueber-n»hm«ko:nmission abzuliefernden Hegenstände dürfen jedoch noch bi» 14. Juni 1916 (und nicht, wie c-t in früheren Notizen irrtümlich hieß 30. Mai 1916) an die Metallzentrale fc. G. Wien 1, Kleeblatt« gafse 4 oder an deren bevollmächtig»? EiukaufS-stelleu (al« solche kommen für Graz in Betracht die Firmen: A. G. Greinitz, Rudolf Ferch u»d I. Per-chiniggs Nachfolger I. N. Müller) oder auch an die von der Militärverwaltung ermächtigten Einkaufs-stellen und Organe freihändig veräußert werde». Durch die Abgabe der ablieferungSpflichiigen Gegenstände an die Metallzentrale «der deren be« vollmächtig^ E nkausöstellen erzielen die Parteien einerseits höhere VergütnngSpreise. alS die Ueber» nahmSkommissionen zugestehen können, andererseits erhellen die Parteien die Gegenstände sofort bar auS-gezahlt, während die BergülungSpreife der Ueber nahmSkommissionen erst im Wege der Militärbehür-deu flüssig gemacht werden können. Jene Parteien, welche jedoch von dieser Begünstigung der freihändi-gen Veräußerung keinen Gebrauch machen, habe« die ablieferungSpflichiigen Gegenstände, während der ein-gangS ermähnten Frist an die zuständige Uebernahml-kommission abzuliefern. Bei Bahnsendungen ist im Frachtbriefe die Gattung der aufgegebenen Gegen-stände unter Angabe, ob sie Neu» oder Altmateria-lien sind, anzuführen und »uSdrücklich auch die ver-gütungSberechligte Partei hervorzuheben. Die Ein« sendung der Gegenstände verschiedener Parteien mit einem Frachtbriefe ist behus« Verhinderung von Un-klarheiten hinsichtlich der Vergütungsansprüche zu vermeiden. Gleichzeitig mit der Absendung der Ge« genftände ist an die k. k. UebernahmSkommifsion ein Pare de» im Sinne de« § 9 der bezüglichen Ver» »idnung auszufüllenden Verzeichnisses einzusenden, während daS zweite Pare dieses Verzeichnisses der t. k. Zentralrequisitionskommiffion Wien 1, k. u. k. Kriegsministerium zu übermitteln ist. Formulare soU cher Verzeichnisse können bei der k. k. Statthalterei» Druckerei in Graz kostenlos bezogen werden. vierte Kriegsanleihe. Bei der k. k. priv. Böhmischen Union-Vank Filiale Tilli gelangten wei-terS nachstehende Zeichnungen zur Anmeldung: Bon den Anzestellien und der Arbeiterschaft der k. k. Berg-baue Wöllan K 54.000, Buchderg « 12.200; Frau Auqusta Dickin. GeneraldirekiorSgattin Schloß Ainid St 50.000; Werksdireklor Anton Hrulchka, Store K 40 000; Jakob LeSkolchek. «illi« 25.000; Frau Eifa Keilhauer, Schloß Ainöd, K 10.<>00; Fräulein Erika v. Klimdacher, Cilli, St 2000; Bürgermeisteramt Praßberg St 1000; bei der Hauptanstalt der Böhmischen Union-Bank sind bisher Zeichnungen im Betn ge von 230 Millionen Kronen eingelaufen. Das engere Kriegsgebiet als Som» merfrische Man ichreid» aus Klagensurt: Die Landesregierung hat im Einvernehmen mit den mi-litärischen Stellen versügt, daß gegen die Zulassung von Sommerfrischlern nach Kärnten, soweit die Be-zirke Klagenfurt, Et. Veit, Völkermarkt »nd WolsS-berg in Betracht kommen, nichts einzuwenden ist. Dagegen ist der politische Bezirk Hermagor zur Gänze, die Bezirkt Spittal a. d. Dran und Villach westlich der Linie St. Peter im Holz und südlich der Drau gesperrt. Bedingung ist, daß die nach Kärnien rei-senden Personen mit den nötigen AuSweispapieren versehen sind. Groher Diebstahl in Laibach. Die „Laibacher Zeitung" vom 13. d. meldet: Dem Gast« ha«Spächter AloiS Zorcic in der Bahnhosgasse wurde im Schlafzimmer eine versperrte, eiserne, außen braun und innen rot angestrichene Kassette, die im Nach>kästchen ausbewahrt war, samt folgendem In« halte entwendet: Bargeld etwa 4000 K in Bank-noien. drei Sparkafsebücher der . Xmetsk» posnjil» nie»' mit Einlagen von 10496-46 K, 108 K und : 117 K, lautend aus den Namen AloiS Zorcic und ; Maria, serner eine Menge Schuldscheine, Rechnun-gen und Rezepisse, zwölf goldene Herren« und Da-menringe mit Brillanten, Smaragden und Diaman-ten besetzt, darunter zwei Eheringe, Kettenringe, Reisrmge. ein Siegelring mit den Buchstaben A. K., ein goldene« Armband in Form einer Panzerkette mit einem Zwanzigkronengoldstück als Anhängsel, ein Armband in Form einer Schlange, ein Arm« reifen, eine goldene Krawattennadel in Form eines Hufeisens, besetzt mit Brillanten, ein Paar Brillant-vhrgehänge, ein Paar Ohrgehänge mit roten Steinen, eine goldene Halskette mit einem Marienbild, eine lange Halskette, eine goldene gedeckte Herrevuhr, drei silberne Taschenuhren nebst solchen Ketten mit fla> chen Gliedern, eine goldene Herrenuhrkette mit einer Photographie der Familie Zorcic, eine goldene Her« renuhrkette, in der Mitte zerrissen und mit Draht zusammengebunden. Die Wertgegenständ« werden auf 3000 K geschätzt. Vom Täter fehlt jede Spur. Ersatzfuttermittel für Hühner. Der Grazer Tierschutzverein (Wielandgafse 19) schreibt »nS: Auch sür Hühner kann daS Futter bei der Behörde bezogen werden. Sonst gibt eS kein offt-zielleS KriegSfutter; man muß sich mtt dem behel-fen, «a« gerade zur Verfügung steht. Bor Allem sind eS Küchenabfälle, welche, entsprechend zerkleinert, ein sehr gu'eS Futter bilden. Mehl auS Hülsen-srüchten, zu emem dicken Brei gekocht, oder Sterz auS anderen Mehlsorten sind geeignet, nur muß die Masse für die Aufnahme zurecht gemacht werden. Abkochungen von Weizenkleie, Kleeheublumen, abge» brüht, gekochte Kartossein usw. sind vorzügliche Fut-termittel für das Geflügel. Gekochte Rüben uud Möhren werden gerne genommen. Steh» Körner« fntter (Hafer, Berste, Mai« usw) zur Versügung, so werden diese nur Abends gegeben. Die Tiere fressen auch gerne GraS und auf paffenden Scharr« platzen finden sie Würmer, wohl das beste Futter für die Eierproduk ion. Nicht versäumt darf die Auf-nähme von Sand werden, den die in demselben enthaltene Kieselsäure ist für die Bildung der Feder» uubediiigt nötig. Hunbeaufschreibungen. Zur bezüglichen Mitteilung vom 6. d. ersucht uns der Grazer Tier-fchntzverein (Wielandgafse 19) auf mehrfache Ansra-gen noch zu bemerken, daß r.tnrafsige, zur Zucht verwendeten Hunde >m Falle Ausforschung sür KriegSdienftleistungen nicht in Aussicht stehen, jedoch muß dies amtlich oder tierärztlich bestätigt sein. Auch daS jugendliche Alter, was ebenfalls fachmän» ttifch bestätigt fein muß, schützt vor Einberufung. Zn den EnthebungSgesuchen, die erst vorzulegen sind, wenn Hunde tatsächlich zur Musterung gelungen, sind diese Merkmale anzuführen. ebenso Reinrassig-keit und der große Wert, den solche Hunde vertre-ten, oder eventuelle tierärztliche bestätigte frühere oder noch vorhandene Krankheiten usw. Zeichnet LKriegsailleihe bei der Sparkasse der Stadtgemeinde -Cilli.- Per Weg zur Ireiöeit. Novelle«? von Paul Kichle. AuS goldenem Nebeldunst ragte daS Karpathen» schloß Sanaia in Rumänien. Ueber den LucseiSberg, an dessen Fuß sich daS Schloß lehnt, und das Hoch-gebirgt hin, flimmerten die ersten Morgensonnenstrahlen un» blinkten als goldkne Sterne auf dem Prahofliiß, der sich durch da« Felfental schlangelt. Donnernd fuhr eben der Bahnzug über den Flußabergong. Hinein in den Pfiff der Lokomotive klang Kinderjauchzen. Halb versteckt hinter Strauch-werk kauerte am Außengitter des Schloßparkes eine junge Bäuerin und der kleine Mann auf ihrer Schul-ter haschte freudekrähend mit beiden Händchen nach den dicken Rauchwolken, die der Zug zurückließ. Die junge Mutter sah dem entschwindenden Zuge nach. AuS dunklen, unsäglich traur g blickenden Äugen. In Gedanken folgte sie seiner Bahn, die »ach Ploe«ki, der ersten größeren Stadt der Walachei, führte. Noch weiter verfolgte Vlaminka Braca da» Dampsroß ... in nördlicher Richtung, dorthin, wo eine Zweigbahn nach der Gegend der Salzbergwerke geht, eilte» ihre Gedanken mit . . . „Aufgepaßt, Frau", scholl eS plötzlich auf Rumänisch an ihr Ohr und ein ältlicher Bauer mit seinem Gefährt tauchte auf, ..wollt Ihr mitsahren. dann macht schnell — ich will zurück nach Häusel" Damit hielt der Alte. .Ihr seid gut, Polenko", nickte die Angerufene. Mit einem schweren Seufzer hatte sie den Blick von der Ferne losgerissen. Jetzt sah sie noch einmal zu dem königlichen Schloß hin — bange, spähend und traurig. Dann drückt« sir dtn Knaben fester an sich und bestieg eilig daS Gefährt. „Ihr seid der Einzige, der zu mir hält — der an meine Schuldlosigkeit glaubt." Tränen erstickten die Stimme der Frau. Der Bauer hatte ihr de» Knaben abgenommen und ließ ihn auf seinem Knie reiten; sein faltiges, lederfarbeneS Gesicht blickte schier zärtlich auf das Bübchen nieder. .Gleicht dieser klein» Man» nicht Eurem Satten aus« Haar» Und da sollt ich zweisel«? Ueberdie« seid Jhr die Tochter meine« t»ten Freunde», den ich geliebt hab, wie mich selbst. — Wie ist» Vlaminka, habt Jhr was ausgerichtet?" ..Ach, wie sollte ich wohl l' klagt» die Frau. „Versäumt hab ich«, al« unsere hochselige Lande«-mutier, unsere geliebte Königin Elisabeth noch lebt«! Sie, die Gute. Hilfsbereite hätte mich angehört und für meine Cache geredet. Nun aber —" „An unser» König getraut ihr Euch nicht Hera», vlaminka?" Die Rumän erin schüttelte heftig da« Haupt, so daß das landesübliche weiße Tuch, welches ihr Haar bedeckte, sich bewegte. „Unser König hat wichtigere« zu tun, als ei»e arme Bäuerin anzuhören. Die fremdländischen Hetzer wollen ja um jeden Preis einen Streit zwischen Rb-mänien und Bulgarien stiften." Da« Gesicht deS Bauer» furcht« sich. „Ihr habt recht, Frau — so ist«. Aber unser König wird sein Land nicht in den Krieg zerren lassen.* Die Rumän ierin hatte aufgehorcht. „So seid Ihr der Meinung, daß «ir nicht Krieg bekommen?" stieß sie hervor und e« zitterte Ent-täuschung in ihrer Stimme. Der Alte fixierte sie scharf: „Man sollte glau« den. Jhr wünschtet das Gegenteil?' sagte er kops-schüttelnd. Jetzt kam in die hübschen Frauenaugen ein stahl, hartes Funkeln. „Die Heiligen mögen mir vergeben — aber ich — um de» Georg« willen wünsch 'ch, daß eS Krieg gibt I" »Frau !' fuhr der Bauer auf, „Frau, Ihr wißt nicht, wa» Jhr redet —' „Wohl weiß ich»!' rief Vlaminka Braca und e« klang wie ein Schrei, so daß der Knabe mit «s-senem Mäulchen ängstlich zur Mutter hinäugte. Der Gram aber ist dran schuld, daß —" .— Jhr so vermessen setd, Krieg zu wünschen, der doch unermeßliche« Elend über unser Lind drin-gen würde, nur damit einem Mörder — und hiervon kann weder Euere Liebe, noch selbst die Heiligen den Georgo freisprechen I — Die Stunde d»r Frei-heit schlägt! Vlaminka — Frau" — alle Krast und alle Weichheit, die in diesem biederen alten Mannet-herzen wohnte, klang in dem Ton auf — .hier"— er legte die Hand auf das Köpfchen de» Knaben — „ist der Wtgweiser, der Euren Mann auS der un-terirdischen Welt führen soll —" „Was schwatzt Jhr da, Polenko, ich fürcht mich fast vor Euch —" .Ist nicht nötig — ich bin ganz klar! Laßt mich nachdenken. Frau* — al« schauten sie in «ine weite Fern«, blickte» die alten Augen — „Ein herziger Bube ist Euer Knabe, Vlaminka. «nd Kinderhändchen tun oft Wunder. Hoppla, der Gaul wird ungeduldig, ruhig, ruhig, mein Brauner! So, nun rückt mal näher, Frau, »illS Euch i»s Ohr sagen, wa« ich mein Kind, dann—' Gemächlich, den» die Zügel lagen schlaff in der Hand deS Bauern, trabte der Braune hinein in den erwachenden Morgen. Hinter ihm raunte die Stimme feine« Herrn überzeugt und die Einwendungen der Frau kräftig widerlegend, bi« eS auch in ihren Au-gen hoffnung«voll aufglomm. „Der Bud--ja — ja — er schafft« —* Braune Lückchen wehten im Morgenwind. Un-bekümmert, wa» die zwei über ihn verhandelten, hatte er daS Köpfchen an de» Alten Brust gelegt und schlief. In Sonne getaucht lag jetzt da« Schloß der Heimgegangene» Märchenkönigin da. vereinsamt grü-ßen seine Zinnen hinab inS Land, durch da» der Märzwind fegte und sein Lied vom Auserstehen um stille Hügel sanz. Fernweg lag im Nebelduft die Gegend der Salzbergwerke. Der Blick de« alten Ru« mänen hing an diesem Fernpunkt fest, als er jetzt fchloß: „So bald also sich Gelegenheit bietet, versucht JhrS, Vlaminka! Unserm Lans aber erhalte «ott den Frieden!" » Nördlich der Stadt PloeSki in der Walachei liegt daS Salzbergwerk vo« Dosiana. Tief aus der Erde kommt Hämmern. Unablässig gleiten hier die Körbe, welche da» Salz an die Oberfläche bringen, abwärt» und auf-wärt» durch die unterirdische Welt. Schwarze, glattgehaue»e Wände und völlige Finsternis herrscht — die hier lebe» müssen, scheine» leben, ig begraben zu sein. Seite K Bfttisdjc Wacht Ituanner 39 Plötzlich aber weicht die schwarze, unheimlich« Nacht. Und nun taucht «ine weißglitzernde Märchen-weit auf, Salzpelast an Salzpalast, zauberisch fun-kelnd im Strahl elektrischer Lampen. Salzkolofse u^d Salzstücke jeder Größe dreckten den Loden. Huschende Gestalten in emsiger Tätigkeit. Da» Salz wurde in Säcke verladen. Und unablässig da» Hämmern und der »inende Widerhall unter den Schlägen der Salzhauer. Die meisten dieser Männer trugen Sträfling», lleider, und die trostlose Stumpfsinnigkeit in ihrem Gesicht vervollständigte da« Kainszeichen dieser weißt» Sklaven--schwere Verbrecher sind e», die der König in den rumänijchen Salzbergwerken arbeiten läßt. — Einer unter ihnen machte »inen günstigeren Ein-druck. Er blickte weder stumpfsinnig noch finster und das Gesicht unter der zurückgeschobenen fezartigen Mütze war noch jung und entschieden hübsch, hätte nicht Gram und Leidenschaft ihr Siegel daraus ge-drückt. Ja, diese unselige Leidenschaftlichkeit! Sie allein war schuld daran, daß George Braca jetzt ein Au»-gestoßener der menschlichen Gesellschaft war, ein von eigenem Herd Verbannter, ein Unglücklicher, Schuld-beladener, der zwischen Kerkermauern und dem In-nern der Erde hier sein Dasein hinschleppte. Verrucht die Stunde, da sein unfeligheiße» Blut ihn verleitet . . . wußte er doch längst, daß Vlaminka unschuldig war! Ha — drei Jahre waren e» her. daß die Tat geschehen, und doch war e« Georgo Braca, al« sei e» gestern gewesen! Toll verliebt in die Vlaminka, hatte er sie ge-heiratet, »och bevor er al» Soldat gedient. Dann aber hieß e», sich trennen — in Bukarest mußte et seine Dienstpflicht tun. Endlich aber schlug die heiß-ersehnte Stunde der Wiederkehr. Er wollte sein Weib überraschen und kam unangemeldet. E« war an einem Sonntag. Durch da» Felsentat klangen Kirchen-g locken. .Der Bauer Polenko verheiratete seine Tochter und die Vlaminka ist mit aus der Hochzeit", berich-lete eine Nachbarin dem Heimkehrenden. Nun, dem war Schmausen und Pokulieren ge» rade recht, denn er hatte beide» lange entbehrt. Und d»r Palenko war ein Freund seiner Sippe, dem würde der ungeladene Gast hochwillkommen sein! Was die Vlaminka für Augen machen würde, wenn sie ihren Georgo plötzlich eintreten sah! Glückselig malte er sich im Geist diesen Augen-blick au», während er den Weg zu Polenko» Gehöft nahm. Rosig lag die Zukunft vor ihm! Er war wieder in der Heimat, kam zurück wieder zum Her. zen seine» Weibe»! Und diese» hatte ihn wissen las-fei? — o. die Vlaminka war eine gesegnete Frau! Ja — Georgo Braca war ein glücklicher Mann! Und wie schön würd» erst sein, wenn ein kleiner Georgo da war! Zitherklänge und singende Stimmen entrissen den Heimgekthrtrn seinen Träumereien. Und nun ge-wahrte er auch, daß er vor PolenkaS Hause stand. Aus dem weit offenen Flur drehten sich die Gäste im Kreise — sie tanzten den Nationaltanz. Ein sarbcnprächtige» Bild. Die Mädchen und Frauen in ihrer malerischen, »it kistlichen Bunt-ftickereien verzierten Volkstracht! Die Burschen und Männer mit schönen Gürteln und Tasch«» und mit Perlendänder» am Hut! In Gruppen, singend, mit wiegenden Schritten, bewegten sich die Paare. Blicke flammten auf, la-chende Lust. Und die Zither klang, «ine eigentüm-lich anmutige Melodie schwebte empor — «in alte», süße», rumänisches Lieb.»lied . . . Da erschien plötzlich hinter den Tänzer», »ie au» dem Boden gewachsen, der Ankömmling. Mit einer schrille» Dissonanz brach die Melodie jäh ab. Erschrocken wichen die Gäste zurück . . . Wa» war? Da« Gesicht bleich, die Fäuste geballt, hatte Georgo Braca die Augen aus ein Paar gerichtet — jetzt bohrten sie sich aus de» männlichen Partner fest. — Dieser trug nach Art verliebter Burschen die farbig gestickte Ecke eine« Taschentuches vo» seiner Liebsten Hand im Gürtel. Georgo sah e», wie er vorhin die Blicke der Bewunderung gesehen . . . seine Augen verschlangen das Stickmuster. All ihr Heiligen--fein Herz» schlag raste--diese» Muster sollte er doch ken- nen —?! Vlaminka 1 Hatte er diesen Namen au»geschrien oder nicht?! Mit einem Schrei, die Arme ausgebreitet, eilte sie aus ihn zu. Selig erschrocken, ihn so plötzlich zu sehe», war sie »un angstvoll erbebt, sie erriet den ' Zusammenhang . .. wollte erklären, berichtige», doch e« war bereit» zu spät — Mit Blitze»schnelle hatte Georgo sein Messer au» dem Gürtel gezogen und dem vermeintlichen Liebhaber seiner Frau i» die Brust gestoßen-- Mit einem Qualseuszer fuhr Georgo Braca au» feinen Grübeleien auf und ließ den schwingenden Hammer singen. Seltsam — wa« war daS für «in Tuscheln und Flüstern um ihn her? Da» kam doch fönst nicht hier auf! Wa« bedeutete die»? Er tesragte einen der Arbeiter. „Es verlautet, daß eine hohe Persönlichkeit hier-herkommt, die Gruben zu besichtigen, und nun wollen die Sträflinge die hohen Herren anflehen, beim Kö« nig ein Wort sür sie einzulegen .. . Diese Mitteilung zündete in Georg«. Begnadigung — wieder ein freier Mann sein — ja, wenn das würde! H«iß jagte da» Bl n durch feine Adern. Eine wilde Sehnsucht drohte ihn zu ersticken. Herr de» Himmel», wenn sich der Weg zur Freiheit ihm auf-tun würde!? Wie wollte er durch einen ehrbaren Lebenswandel gut machen, wa» er »erschuldet! Ob Vlaminka ihn wohl wieder annehmen würde? Wie »in vernichtender Wetterstrahl hatte es ihn getroffen, al« er zu spät erfahren, daß der von ihm Erstochene. «in Better seiner Frau gewesen, den er nickt gekannt! U»d noch eine Kunde war zu ihm gedrungen: Die Vlaminka hat einen Buben und da« ist da« verjüngte Ebenbild von Georgo Braca! Also doch seiner — sein Fleisch und Blut! Rein und unantastbar hatte Vlaminka» Bild wieder in seinem Herzen gestanden und die Sehn, sucht nach Weid und Kind hatte mit haner Faust nach ihm geschlagen — drei Jahre laug. Sollte nun wohl die Stunde der Freiheit k«m> men? Ein förmlicher Taumel packle den Unglücklichen. Seine geschäftige Phantasie malte ihm lockende Bil-der vor — un» immer zuversichiiger ward der Glaube a» Besreiung. immer stärker die Hoffnung daran. Hatte nicht gerade er besonder» Aussicht auf Begna-digung? War e« doch kein beabsichtigter, sondern ein von jäh ausgeflammter Eifersucht diktierter Mord ge-wesen. den rr begangen! Die Erwartung, die in ihm brannte, hatte auch die übrigen Sträflinge gepackt. Die Stumvsstnnig-keit begann au» den Gesichtern zu weichen; kräftiger fielen die Hammerschläge gegen die Salzwände — ein Funke neue» LebenSmuleS glimmte nun in jeder Brust Wann denn — wann würde der ersehnte Gast kommen? Heute noch! Die Ausr«gu»g und Erwartung untrr »er schweigsam«« Sträflingsschar wuchs un» wuchs. Doch die Zeit verrann, die Mittagspause war vorüber; wieder arbeiteten die Hämmer Stunde um Stunde — der Adend kam. doch der erwartete Gast nicht. Die Nacht im Kerker solgte. Kaum einer der armen Sräflinge glaubte noch an die Erfüllung sei-ner Hoffnung. Auch George Braca nicht. Der neue Tag verfammelte sie wieder in der unterirdischen Welt. Wieder scholl da» Hämmern au» der Erde. Leise lebte noch einmal die Hoffnung auf. Vielleicht war der hohe Besuch verhindert gewesen und würde heut« kommen! Allein auch dieser Tag überschritt die Höhe und »eigte sich wieder — der erwartete Gast war nicht erschienen! In der feenhaften Welt mit ihren weivglitzern-den Winden, bestrahlt vom elektrische» Licht, glitten wieder die Gestalten in den gestreiften Gewänder», schlugen da« Salz ad und lüde» e» in Säcke; aber die alte Stumpssinnigkeit herrschte wieder--die Hoffnung war erlofchen. Da--plötzlich ging e» durch alle wie ein Ruck. Drangen von oben her nicht Stimmen-- fremde Stimmen I Blitzschnell suhr ein jeder ordnend über feinen Anzug hin. Der Gast — natürlich der erwartete hohe Gast! Mit »erhaltenem Atem lauschten alle — Doch — was war da»? Da« Rollen eine» wieder mal abwärt» gleiten« den Korbe» ward laut. Hinein in da» Geräusch aber mischte sich ein Stimmchen — ein feine», silberhelle» Stimmche»! Gespannt, eine Welt von Geiühlen spiegelnd, hinge» die Augen der armen Sträflinge am Ein-gang. Jetzt tauchte hier der Korb, der da» Salz aus-' nehmen soll, aus und hielt. Ein jeder dieser Körbe enthält eine» kleinen Wagen. I» diesem Wagen nu» saß ein ältlicher, aber rüstiger Bauer und aus dessen Schoß ei» weißgekleidete» Bübchen — Metallisch schimmerten i» dem Lichtglanz, der von den Wänden brach, die braunen Locken de» Klei-nen. Der streckte in jauchzender Freude die Aerm-chen au» nach der weißen, glitzernden Märchen-welt — Einer der Ausseher winkte den George Braca herbei. Bleich, bebeud, die Augen «ie gebannt aus da» Kind gerichtet, kam dieser heran — Wahrer1 be« war der Alte auSzestiegen. Er schob ein Dokument in die Kinderhand und hob de» Jungen hoch — „Georgo Braca, Euer Bube bringt Euch den Gnadenerlaß de« König«! 7er Bub« hat« geschafft. Hat Majestät da« Bittschreiben h.ngereich«, als Se. Majestät vorübergesahre» kam, wo Euer Weid, die Vlaminka, wartend stand —• Weiter kam Polenko nicht. Mit einem Jub«l-schrei hatte Georgo seinen Knaben an sich gerissen, »in Dankgede» in der Seele. Still standen die übrige» Sträflinge da. Wie hart auch alle die Enttäuschung eigener Hoffnungen traf — so verhärtet war keine Seele, daß nicht der Abglanz diese» Augenblick« sie weich stimmte . . . wo einem doch sich aufgetan der Weg zur Freiheit! Vermischtes. iE I » a» vom Spargel.) Unter unsere» Gemüsen spielt der Spargel eine bevorzugte Rolle un» sehr mit Recht, denn er ist der Gesundheit sehr dienlich, da er 2 2i> Prozent eiweißartige Körper, 0*31 Prozent Fett. 0 47 Prozent Zucker, 2 80 Pro. zent sonstige stickstoffreie Substanzen, l 54 Prozent Zellulose usw. und üder 92 Prozent Waffer enthält. Er wirkt vor allem auf die Nerentätigkeit ein. Zrü-her wurde der Spargel auch i» der Heilkunde be-nutzt und war ^»iziell. Ja, Grunde genommen ist der Spargel nicht« als eine Pflanze au« der »ei»-verbreiteten Familie der Liliaceen, die autdauernd« Kräuter Halbsträucher mit unierirdischer Grundachee, oft reich verzweigten, oft kletrernden Stämmchen, sehr kleinen, schuppenförmige» Blättern, Blutendolde» »»d kugeligen, einfamigen Beere» sind. Unser Spargel gedeiht »on Spanien di» zur Dwngarei. vom Mit-telmeer bi» Norwegen. ?chon die Alten waren Spar-gelkenner und Spargelfreunde. Plato, d«r erlesene Philosoph der Griechen, kannte nicht» delikatere« al« ein Spargelgemüse und der heitere Komödiendichter der alten Griechen Aristophane» pries ihn ganz be* sonder». Ueberhaupt können wir annehmen, daß der Spargel zu de» älteste» Leckerdifse» der Menschheit gehört. Findet sich doch bereit» m einem au» der fünften Dynastie stammenden, also der Zeit vo» 3500 bi« 3300 v Ehr. herrührenden altägyptischen Grab« gemälde ein wohlgetroffene» Sparzelbündel darge-stellt. D r römische Naturforscher berichtet ferner, daß im oberen Germanien «uf Felder» eine Menge Spargel „mild" wachse. Der Spargel kann demnach zu unseren heimischen Pflanzen gerechnet »erde», nur daß wir ih» heul» in kultidierter Form genieße». I» seinem Kräuterbuche vom Jahr» 1559 nennt Hieroriymu» Lock den Spargel „ein lieblich Spei» sür die Leckermäuler". Doch «r ist ei»e solche nicht nur für Leckermäuler, sondern für »in»n jeden, der sich ihn leisten kann. Spendet Zigaretten für unsere ver-wundeten! Für durchfahrende und ankom-mende verwundete wollen sie bei der tabe-stelle am Bahnhofe, für die in den hiesigen öpitälern untergebrachten beim ötadtamte abgegeben werden. )eder spende nach seinen Kräften. Der Bedarf ist groß. Deutsche, unterstützet eure Lchutzvereine durch die Verbreitung der von ihnen herau»« gegebenen WirtschastSgegenständr (Zündhölzer, Seife u. dgl.) da« euch nicht« kostet und de» Vereinen Nutzen bringt! summet 39 Aeutl^e Hlnrijt S-ue 7 Die Unterzeichneten geben athmen»»rsüllt Nachricht, dass ihr innigstgeliobter guter Gatte und Vator, bezw. Sohn, Bruder und Schwager, Herr Karl Sirowatka Landsturmraann Beamter der Firma A.-O. C. Greinitz in Triest an den Folgen eines in den Kämpfen gegen Rußland zugezogenen Leiden« am 13. Mai im 31. Lebensjahre im Olmützer Kriogsspital verschieden ist. Der teure Verewigte wurde am 15. Mai auf dem Helden-sriedhofe zu Olrailtz zur ewigen Ruhe bestattet. Stor£-Cilli, am 15. Mai 1910. Anna Sirowatka, Gattin Hiida Sirowatka, Tüchtori Julius Sirowatka Julius und Marie Sirowatka BriuUr Kitm Karoline Sirowatka und alle übrigen Verwandten. Schwägerin ! Wermut! die feinste Qualität ist zu haben in der Dalmatiner _ J. Matkovic En gros llail|»f |>9ll tZ Cilli En detail Lehrjunge wird aufgenommen bei Franz Urch, Manufaktur- und Modegeschäft, Grazerstrasse. 3 Zimmer, KQthe samt Zugehör ab 1. Juni zn vermieten. Hauptplatz Nr. 4, anzufragen im Geschäfte. Zwei eingerichtete Zimmer sind' zu vermieten. Anzufragen in der Verwaltung d. BI. P. Realität I uti 11 tid Wohlthun». WirUrbafts-tind Schwer u it */4 Joch grossem • ügtzäoiitcn Gemüsegarten sowie I Joe Staatsschatzscheine aus 95"/, rein stellen. Anmeldungen übernimmt die j Sparkasse f | der Stadtgemeinde Cilli und erteilt mundlich und auch schristlich Auskünfte. Jeder muß Kriegsanleihe zeichnen! Denn wenn jeder Bürger mitwirkt, kann die Kriegsanleihe zu ungeahntem Erfolg geführt werden. Jeder mag sich aus folgenden Ziffern überzeugen: An der dritten Kriegs- Würde jeder Einwohner Oesterreichs zeichnen, anleihe beteiligten sich mit so betrüge die Zahl der Zeichner Btlriigmvon lW 200° 29,000.000 438.001 flehte Zeichner Die Summe dieser kleinen Zeichnungen erreichte den Betrag von 194 Millionen Kronen Würde jeder von diesen 2!) Millionen?mur den kleinsten Betrag von loo Kronen zeichnen, so wurde der Krirgsanleihe ein Betrau von 2.SKjo,ooo.(hio Kronen zufließen, ah'ojfaft 3 Tausend Millionen a Kronen & Die Begüterten sollen und werden natürlich mehr als 100 Kronen und wehr als Zt>an Kronen zeichnen, soviel als es ihre Mittel erlauben. Aber viele, viele Taufende leben in Oesterreich, die hundert und tausend und ziveitausend Kronen zeichnen könnten, es aber bisher nicht getan haben, weil sie die irrtümliche Meinung hegen, ihre Zeichnung wäre zu Nein, als daß man sie brauchte. Die vorstehenden Ziffern mögende eines Besseren belehren. Kerne Summe ist zu klein, als daß sie im Erfolg nicht zum Ausdruck käme. Milliarden sind zu erziele«, wenn wirtlich ein jeder Bürger Oesterreichs zeichnet! Dieser «chav muß gehoben werden, denn das Vaterland bedars seiner! Darum ergeht in letzter Stunde an alle der Ruf: Jeder muß Kriegsanleihe zeichne»! Anmeldungen übernimmt die k. k. priv. Böhmische Union-Bank _Filiale Cilli._ Anmeldung. An die k.. k. priv. Nr. ........... ...... Böhmische Union-Bank Filiale Cilli Cilli. Auf Grund der Anmeldungsbedingungen zeichne. ..............- —j Kronen............ ................. vierzigjährige steuerfreie 51/,0/, amortisable Staatsanleihe, Kronen steuerfreie 5'/,°/», am 3""« 1925 rückzahlbare Staatsschatzscheine. Deutliche Unterschrift: ttcuauc Adresse: --------------------------------, d«n--------------------------------------016. Veröffentlichung gewünscht? Schristleitung, Verwaltung, Druck und Verlag: Vereinsbuchdruckerei „Celeja" in Cilli. — Verantwortlicher Leiter: Guido Schidio.