„/reilieit, Wol>lk«»d, Kildniii str A»»." Str. Mittwoch, tv. Oetober VI. Jahrgang Die „Marbttrger Zeitunj^" erscheint jeden Sonntaq, Mittwoch nnd Freita^^. Preise — für Marburg: ganzjährig 6 fl., halbjährig 3 fl.. vierteljährig ^ fl. 5V kr', für Zustellung int HanS monatlich 10 kr. — mit Postversendung : ganzjäl)rig 3 fl., haltijähriq 4 fl.» vierteljährig 2 fl. Die ein Mal gespaltene Garmondzeile wird bei einmaliger Einschaltung mit 10, beizivelinallj^er mit 15, liei t'reuniiliger mit 20 kr. ticrechnet, wozu fnr jedesmalige Luischaltnng 8l?kr. Inseraten-Klempel.',!.b.iihr kommen. Zur ^^' schichte di's Tanes. Die Aendtrunq der Febr uarverf a s s u n q, wie sie nach den letztcu Beschlitss'N d S AbgeordNttenhaustS erfolgen soll, snaffl unS nur eine schr nothdürstiqe GrunNtit^e für die lv itere Entwicklun,^ de» Btifaffuni^slcbcnS. Das HerrrnlianS beilichalten, unmittelbare Wndlen für das Unterhans nicht einfillirrn! — in diesen zlvei Sätzen liegt die Verwerfung der dringendsten stordernngen der BolkSpartcj. Gi^oß »varen die Hoffnuntitn. die lvir auf dirscS Abgeordnetenhans gebaut, allerdings nie — die it^erhandlungln über die Nersassung babrn uns auch diese noch verringert. Frvgen wir, waS die Mehrheit desselben bclvagen. sich gegen Volks-Wahlen auszusprechen, so dürfte die Antwort die zutreffendste sein: dic Mehrheit war sich in der Erinnerung an ihre nicht befriedigenden Lei« stungen bewußt, dasj ihre Mitglieder durch VoltSwal)! nicht mel)r berufen würden. Die Regierungen von Preußen und Italien sollen sich nicht allein bczili,llch Romö und Frankreichs, sondern auch gegen Oesterreich geeinigt haben Die Meinung in Betres? deS lepteren Punktes begründet ein Triestcr Berichterst.Utkr der „Allgemeinen AugSburgcr Zeitung" folgendermaßen: „Die Missionen der itallknischen und der preußischen Generalltob» - Offiziere in Tirol, die Studien, lvelche preußische Offiziere lm verflossenen Sou'Mer im Jsonzotliale und ln Obertarnten vornahmen (cinen italienischen (NeneralstabS«Offizier fütirten unsere Grenzregull'ungs Kommissäre argl^o s lbst in unserem Grenzgebiete gegen Italien hernm). sprechen an nni' für sich deutlich genug. T'aß der preußische und der italienische Generalstat) ,ielneinschastlich den eventu llen JeldzugSplan anSarbriten, unterliegt keinem Z veif.! ^ ebensvivenig. als daß Italien nach der Krönung des EiniitUngsiverkeS in Rom seine natürlichen Grenzen gegnl Norden und am adriatischen Meere zu erlangen versuchen w»rd." Die Nachrichten auS dem Kirchenstaat lauten nicht günstig sili^ die Päpstlichen. Die einzelnen ^^^mden »Verden stärker, nnd auf verschiedenen Puukten ttiuiien neue Schanren auf. Anagn« befindet sich in den Hävden der Empörer, lvelche die von Forentino kommenden päpstlichen Truppen geschla^jen haben. Aquapeudente ivurde am 9. von den Freischaaren neuerdings genommen und befestigt. In Rom selbst soll eS gäl)ren; der )lal«a lvird von dort geschrieben? „Eine große B lvkguug bereitet sich vor. In Folg« der Vildun!» des Wohlftihrlsausschuss.s ist die Organisation ivieder eine eintjeitliche geivorden und tnan lvird Einzelheiten können wir aus Rücksicht auf die päpstliche Polizei nicht mittlieilen — im entscheidenden Augenblick mit Entschlossenheit und Schnelligkeit Hand ln. D>e Banden von Antieoli und Bicovaro haben sich mit der von Menotti Garibaldi befehligten Schaar vereinigt. Eine andere V.'Nde hat Mentone besetzt und die dort stehenden Carabinien entwliffnet. Diese Banden in der Nabe RomS geben den päpstlichen Behörden mehr zu denken, als die Aufständischen im Gebiete von Viterbo. Die päpstliche Armee beträgt nur 12.947 Mann, ist also weniger zahl« reich. alS nach den amtlichen Mittheilungen vermnthet tvorden. und über» d'tS so zersplittert, daß ein nachhaltig S Vorgehen wider die an AuS-delittung und innerer Kraft von Tag zu Tag erstarkende Revolution kaum mehr zu erwarten ist. Ueber daS Berhältniß Frankreichs zu Preußen finden ivir inl „Journal de Paris" nachstehende Erörterung: „Bor Kurzem noch gab eS für daS Florentiner Kablnet keinen anderen Alliirten alS nnS; eS mußte sich AlleS. tvaS wir wollten, gefallen laffen. Seit dem vorigen Jahre ist die Lage gänzlich verändert. Die deutschen Angelegenheiten haben den italienischen den Rang abgelaufen. Unsere Haltung gegenüber Italien ist gewissermaßen unserem Berbältniß zu Preußen untergeordnet. So lange tvir Mit Preußen gulftehen. können wir Italien den Brotkorb hochhängen; wie wir aber mit unseren lieben N'ichbarn in Köln und Koblenz irgend welche Schwierigkeiten haben, so ändern sich die Rollen. Nicht Italien ist eS. daS dann unS braucht, sonde'n leider sind wir eS. die seiner bedürfen. Wir haben keine Wahl, als Jtt'lien den P.>pst auszuliefern, oder eS gegen unS auf die Seite PreuvenS treten zu seben. So können wir uns bestimmt sehen, die römische Frage früher und in anderer Welse zur Lösung zu bringen, als »vir möchten. Und alleS daS verdanken wir den Sreignlffen des vorigen Ial^reS!" Da» letzte Mittel de» Abgeordneteuhause». Marburg. 15. Oktober. Ohne die Aufhebung des Konkordats ist die Wiedereinsehung des Staates und der Sta'ttsbürgcr in ihre Rechte nicht möglich — ohne V sreiung der Schule von den Fesseln der Konkordatspartei bleiben die H'bung des Unterrichts, der Aufichivung der Geister, die Bildung deS '^^olkes fromme Wünsche, unbefriedigte Forderungen. linket und Nesse. Von (4. Fortsetzung.) Der Eonsnl steckte daS Geld ein. i^ahm Abschied und ging nach Hause. „Dieser Edelmann hegt Ansichten von der Welt, die mich trösten!" murmelte er vor sich l)in. „Die Menschen sind schlecht, grundschlecht und besonders die Männer. Wahrhaftig, diese Uebereinstimtnung unserer Ansichten macht mir den Mann lieb «nd iverth." Denselben Abend brachte der Landpostbote Wilhelm Dewald'S Brief. Dcr Eonsul laS ihn mit großer Genugttiuung. „Er liat die Tochter Meta'S und Bronner'S schon gelieiratet!" sagte er itu Selbstgespräche. „Ich habe es mir gedacht, denn Wilhelm h^ttte das schöne Mädchen immer sehr gern. Das ist t»ut. recht gut! Ach iväre ich nur nicht so krank, dann würden sich meine alten Tage Vielleicht noch freundlich gkstaltcn." Nachdenkend ging er eine Viertelstiinde im Zimmeic ciuf und ab. Sein Gesicht verfinsterte sich und mclir alS einmal kniff er die Lippen zusammen, als ob er einen geheimen Groll ».ntertrücken ivollte. „Nein, eö ist «litt so. recht ^nt!" rirf er auS. „Dcr Teufel soll tniä' nicht «ineder beim Schöpfe packen, nin tnit^ von dem betretenen Wege zurückzuziehen. WaS nützt mir denn da5' große Vermöijen. wenn ich Nacht? üicht schlafen kt^nn? D'M Edelin,nnc erscheinen die ftr^nien. NM iljn on seine unzllücklicde ^^led? zu muljnen. und mir erichkinrn sie. um--' ,i Er nalzm die Bibel von dem Tische, schlug eine bezeichnete Stelle aus und las mit lauter Stimme: „Wir sind allzumal Sünder und mangeln deS RuhmS. den wir bei Gott haben sollten!" Dann setzte er sich zu Tische und nahm ein kraftiges Mittagsefsea ein. Nach Tische warf er ein Gewehr über die Schulter, pfiff einem groß n Jagdhunde und ging in den Forst. Der Consul hatte heute Glück auf der Zagd: nach »iner Stunde schon barg seirie Tasche einen Ht'sen und zivei Hühner. So beladen schritt er rüstig einem Dorfe zu. desien kleine ärmliche Häuser zerstreut am Walde lagen. Eine Brücke, ivelche Vit niedern Ufer eines Baches verband, führte ihn auf den Gottes-ackrr. R'sch. als ob er d „Die arme Frau!" „Der Arzt, der mich so eben verließ, meint, daß sie deu nächsten Lonnenailfgang nicht mehr erleben wird." iZrschiittert stellte Leberecht sein Gewehr in eine Ecke. „B.elleicht falge ich ihr bald nach!" murmelte er. ^3a. ja. Herr Pastor, mit meiner Gesundl^eit steht es schlecht, ich kann Ihne« das nicht Die Frage ist nun: Staat odkr Konkordat! — und diese F^age ist die erste, die jetzt zur versassuttgSmäßi.^cn LösuNt^ drängt. Um eine ganz mue staatliche Ortinullt^ zu schaffen, wurden die Ab-geordneten nach dcr Hauptstadt des Reiches j^esaildt. Die einzelnen Ab« geordneten haiien das Recht, Anträge zu stellen — ilir HauS bcsißt das Beschlußrecht. Da» Aligkordnetenl,.niS liat daS Reätt. ans furze Zeit sich zu Verlagen und die Aligeordneten können ilire Vollmacht zurücklegen, die sie von den Wäl)lcrn erhtUten. Mit dicsen Waffen nuStlcriistet dars daö Haus der Abgeordneten den Cnlscheidnngsk.imps wagen; «s kann die Aushebung des Konkordats beschließen und dcr Regierung elklärcn: ne l,abe dafür zu sorgen, daß die „Herren" dem Beschluß beistimmen — tveigert siä) daS OberliauS. dann möge die Regierung einen t^errenschub vornel)men und so viele nrue. srelsinnige Mitglieder deS Obeilimses er. nennen lassen, daß ibr die Mehrlzeit für d.n Ausljebungsbeschlnß gesichert ist. Wenn dies Alles binnen einer j^ewissen Frist nicht gksch,cl)t,. wenn die Regierung binnen einer gewissen Frisl nicht verkündet: tcr Beschluß sei zum Ges-'ß erhoben — d.inn möge das Abgeork^netrnliauS aus kurze Dauer fich vertagen, um zu warten: ist nach Ablauf derselben die Forderung nicht erfüllt, so mögen die Aligeordneten — Mann für Mann — ihre Äelle niet^erlegen. Die Regierung muß dann, will fie die Vrrf.,ssnng nicht verletzen. Nemvahlen ausschreiben und eS wird sich bei Vornaljmc dersellicn zeigen, ob der Beftluß deS HauseS nach dem Sinne der Walller geweseii. Haben die Abgeordneten den Willen des Volkes nicht verkannt, dann werden fie neuerdings gewählt; sie werden beim Zns.^mmrntritt des Hause« den gleichen Bejcbluß fassen und von der Erl,ebnng deSsUbeii zum Gesetz die fernere Mitwirkung abl)änglg machen Nelimrn aber die Wähler Partei für da» Konkordat und werdrn Römlin.ie zu Vertretern erkoren, dann müssen sich die Nichtgewäl)lten mit dem Bewustseii» trösten, daß sie gehandelt, wie e» Männern ziemt — daß sie dem Rechte, von welchem sie überzeugt lvaren. nichts vergeben. Staat oder Konkordat! ist unsere Losung. Staat oder Konkordat! so Müßte da» Abgeordnetenhaus sprechen, wenn die Mehrheit freien Sinn hätte — wenn sie entschlossen w'rre znr besreienden Tl,at. Der Angstrns: ClaM'MartiniK vermag nur politische Kinder zu schrecken. Benst oder Clam! Meie Namen liaben für unS keine grundsatzliche Bedeutung, so lange unter ersterem da» Konkordat noch sorlbestcht. Wenn Frcibcrr von Beuft da» Staatsrnder mit so schwacher Hand sührt. das; die Röinlinge Ziel und Richtung bestimmen, dann ist aU unser Ringen nnd Streben nicht ein Kampf für da« Leben, sondern nur ein verlängerter TodeSknmpf. Wer aber sterben muß, wird stchti. wenn er nicht blöden Geistes und freien Herzen» ist. einen raschen Tod drtn langsamen, qualvollen Unter-gange vomehen. Ein Ministerium (^lam-Marlinitz wäre daS letzte österreichische Ministerium! Der stSndtg- AuSfchuK des Ssterreichifchen Lehrertages hal die Btschlusst und SrllSrungcn vc»stlbtii dem Uiit-rrichltmimsterlum unterbreitet mit einem Schreiben, das wir !)ier folgen lassen: „Hohes Ministerinm! Am 5.. 6. und 7. September d. I. tagten die Lehrer deS öfter-reichischen Kaiserstaate« in Wien. Gerade l627 Lehrer vel^sammelten sich au» nah und fern, um ohne Unterschied der N ationalität und der Konsessian blo» über den großen, besonders für Oesterreich so hochwichtigen Gtg.il. stand: „Zeitgemäße Reorganisirung der Volksschule" zu berathkN. llnd die Versammlung hat diesen hohen Zweck in würdiger Weise stet^ inl Auge belialten. „Die Wissenschaft kennt keine Nationalität und keine Konfeffion!", da» wl,r die Devise dieser Lehrerversammlung. Und mit oft genug tviederholen. Man hält mich für statt; aber ich bin schwach, sehr schwach!" Der Pastor schüttelte sein greise» Haupt. „Wie dem auch sei. Herr Consnl." antworte er, „dieser Gedanke hat sein Gute»." „Wie so, Herr Pastor, wie so?" fragte Leberecht rasch. „Wer sich für krank hält, wird stet» sein Ende vor Augen hab^n. und tver sein Ende vor Augen hat. bandelt als ein guter Mensch. wie wenige gibt e». die »in den Tod denken! Dächte jcder an den Tod, der doch sicher nicht ausbleibt, wir würden nicht so viele schlechte jchen haben." „Sie haben recht. Herr Pastor, ganz rccht; die Welt ist durch und durch verderbt, Alles lebt in den Tag llinein. Einer zlvickt. zwacl't. plagt und betrügt den Andern, ohne zu bek^enkea —" „Daß dort oben der liöchste Richter einst sr^gen lvild: Menich. »vie hast Du auf der Erde gelebt? Warum hast Du daS, daS und c>ao nicht gethau? Di» kknnst meine Gebole und hast sie ni t^t befolgt " „Herr Pastor." sagte Leberccht. als oli er dieses (^.spiäch abbrechen wollte. „Mutter Helene ist also gefätjrlich krank ?" ^Schon seit drei Vochen. Sie haben unS länger als einen il^onat nicht besucht." „Weil ich krank. skl,r krank war! ^luäi ich flehe iM ^^^egriffe. mein Testament zu machen, und Sie. mein ivurdiger Freund, s.'llttt darin lie-d^cht werden. Ich «v?iß^ )hrliag aufgeuommen. 13. DaS Turnen ,verde ein oblig^Uer Gegenstand. 14. Die Lehrerbildungsalistalten lverden den Forderungen der Zeit eulsprechend reformirt. Ib. Für bereil» angestellte L hrer errichte »nan Fortti lonngSschnlen nnd erlnögliche durch Vtrleihung von Stipendi.» den B«such derselben. IL Die Gründung von EiziehungS- Niid UnterrichlSvereinen sei anzustreben. 17. Alljährlich sei eine allgemeine österreichische Lrl)cc»versammlnttg abzuhalten. 18. Der ständige Ausschuß des Lelirervereineö „Volksschule" in Wien wird mit den bezüglicheu Einleitungen für den nächsten Lehrertag solvohl. al» mit der Bes.l)lnhfassttng über die noch vorliegenden Anträge l»etraut. Mö'te nnn das hohe Ministerium dahin lvirken. daß diese Resolu-tionen zur Wahrheit »Verden, dann i^'ird sich die Volksbildung in Oester-reich mächtig h ben und bald ein intelligente» Volk als festeste Stütze si'lr Tljron nnd Reich dastehen." Vermischte Nachrichteil. (Rusiland.) )n lvelchein Umfange die Fabrikation falscher russi« scher Banknoten betrieben woiden. und tvohl auch noch betrieben wird, zeigt ein in den russischen Blättern veröffentlichter amtlicher Bericht der russischen Bank, wonach in den letzten drei Jahren von den verschiedenen Behörden des Kaiserreichs im Ganzen 82,451 Stiick falsche Banknoten im angeblichen Werthe von 1,049.000 Silber-Rnbel an dieselbe einge-liefert lvorden. llngleich größer ist die Zahl und der angebliche Werth der im Auslande konsiszirten falschen russischen Banknoten. (Der Wohlfahrtsausschuß in Florenz) hat folgenden Ausruf erlassen: „Römer! Il)r seid mehr als verlaf'sen lvorden von den Menschell. die. ohne Eure ivahre» Bedürfnisse zu kennen und ohne aus dkr Höhe der Ereignisse zu steheu, Euch in der Vollendnng Enrer Geschicke z,l leiten beanspruchten. Ahr seid verralhen lvorden. Jeder Bürger hat ln den feierlich.« Angenblicken daS Recht, die Leitnug der Dinge zn üderlvachen. ivenn Andere ihren Posten im Angenblicke der Gefahr verlassen. Die Verhaftung Gariiialdi's ist den Menschen zuzuschreiben, denen Ihr gehorcht habt. Mit der Verschleppuitg. der Verzögerung haben sie den Earablnieri den größten 0er italienischen Bürger in i>je Haft gegeben. Aber in nnseren Bergen, in der Mittc unserer Brüder, lvclche „Kommen Sie. kommen Sic, Herr Consul. die Kranke hat oft nach Ihnen gefragt!" Der Pfarrer führte den Gast in ein Giebrlstübchen. dessen Fenster nach dem Friedhofe hinanSgingen. Eine alte Bäuerin saß am Tische und strickte. „Sie schläft!" flüsterte sie den Eintretenden entgegen, indem sie auf die geschlossenen (^^ardinen eineS großen Himmelbett«» dentete — „schon eine Viertelstunde." ..^lören lvir sie nicht!" inurinelte der Eonsnl. „'^ch komlne in einigen T-gen irieder." „Nur einell Blick!" flüsterte dcr Pfarrer, indem er leise die Vorhält»,? auseiuand.rzog. Der (^oiisnl falt te untvillkürlich di: Hände, al» er da» freundliche Gesicht einrs alteii Mütte'chcnS in den schneeiveißen Kissen sah. Taujend ,'^urche». vielleicht mehr von (^ran» als Von Älter erzengt, durchzogen dieses bleiche Gesicht mit den schmalen Lippen. E>ne weiße Nachthaub-nlit ftinen Spiyitt bedeckte den i^opf. in dcflen Schläfen flch einige lveiße ^öckauu zeigten. Nul»!g uno ntild. ivie die herbstliche Abendsonne, die vor dem ^^enster in dem gelben Weinlantie ivcbte. 'varen die Züge der re.iUNgS-los Schlummernd.» Die »nagei^tt Hände lagen gefaltet, als ob die Kranke geb.tet. auf der '^^rust. die von keinem Athemznge gehoben ward, tie Augenlit'kr mit deu lanj^en lveißen W'lnpern waren halb geschiof'sen. und das starr.- Auge sali auf die Brust herab. „Mein Gott.' tnein Gott." flüsterte der Pastor, der die Kranke 'chars angesehen batte. „daS ist nicht d,e Ruhe de» Schlafe» — nein, wahrlich Nicht — setzen Sie daS gebrochene Auge, die starren Lippen—!-Bestürzt schivieg er einige Augenblicke. Dann ergriff er die Hand Mutter Helenen». Thränkn rannen üt»er die gefurchten Wungen de« kreise», ink'em er mit bebender Stimme sagte: „Sie schläst den ewigen Schlaf — ihre Hand ist starr «nd kalt, die Hand, die zwanzig ?ahre für mich gearbeitet hat! Helene. Helene, den Kampf begonnen, ist einer seiner Söhne. Menotti Garibaldi ; dieses Lebe» ist geheiligt, und wir müssen eS mit Gksahr deS unsrigen vertheidigen. Wir haben unS in einem WohlsahrtS Ausschüsse vereint, um die allgemeine Lkitung der Bewegung zu übcrnchmei, z haltet Euch bevtit, und weni der AugenUick gekommen, werden wir Euch daS Zeichen geben, um durch eine Großtüat die Zeit der weltlichen Herrschast der Päpste zu beenden." (Die Bildung in der preuhischen Armee.) Seit dem vorjälzrigrn Kriege ist so vielfach von der überwiegenden Bildung der preußischen Truppen die Rede gewesen, daß eS vielleicht von Interesse sein möchte. daS Verhältniß der gebildeten Mannschaften in einem preußischen Bataillone zu den minder Schulkenntnissen ausgerüsteten Leuten einmal in Zahlen ausgedrückt zu sehen. Es stellt sich dasselbe nach der Bosslschen Zeltung foll,cndermaßen: Jede preußische Kompagnie, beziehungsweise Schwadron besitzt daS Recht. jäl,rllch bis vier einjährj.,? Freiwillige über den gewölinlichcn Stand aufzunehmen, was auf sieben 'Jahrgänge 112 beträgt. 2m Durchschnitte aber auch uur jährlich zwei solcher Freiwilligen in der Kompagnie angenommen, ergibt dieS noch immer S6 hochgebildete junge Männer im Bataillon. Dazu treten dann die 10 Mann in jeder Kompagnie, welche alle Zalire nach nur zweijührlger Dienstzeit mit Königsurlaub entlassen werden, also im Bataillon 40 uno für fieben Jahrgänge 280. welche zum weit überwiegenden Theile den vollen Kursus einer Bürgerschule oder die Ausbildung bis zur fünften, vierten, beziehungsweise dritten Klasse einer höheren Schulanstalt genossen haben, so duß siä, demnach inSt^esammt in einem preußischen Bataillon auf Kriegsstärke 300 biS nahezu 400 junge Leute befinden, welche eine höhere oder mittlere Bildungsstufe besipen, tvährend der Rest bis auf einen ganz kleinen Bruchtheil mindestens doch mit den ersten Anfangs« gründen deS WiffenS vertraut gemacht worden. (Oesterre ichisches Postwese n.) Die Postnachnahmen sind in den Jahren 1864. 1865 und 1866 in der jvestlichen Reichshälfte um 60°/,» Postgefälle betrifft, so ergibt dasselbe dieSseitS der Leitha 2.418.387 fl. Das Reinerträt,uiß betrug im Jalire 1866 in der »vestlichen Reichshälfte 30 Der Rückgang des PosterträgnisseS ist durch die bedeutende Briefporto Herabsetzung begründet. In der diesseitigen Reichshälfte betruii daS Briesporto-Erträgniß «m Jcihre 1865 4.845,761 st., im Jahre 1866 (Briefpolto. Herabsetzung) 3.883.201 fl. In Ungarn mit Nebenländern betrug eS im Jalire 1865 1.603,746 fl. und im Jahre 1866 1.301.370 fl. Dagegen erhob sich die pottopflichtige Briefzakl im inneren Berktt)re gegen das Borjahr dieSse.tS um 10,000,000 Stück. jenscitS um 2.700.000 Stück. Marburger Berichte. (gu m Morde in Pöltsch ach.) Wie wir bereits gemeldet, sind in der Nähe von Pöltschach drei Brüder, wohlhabende Grundbesider, ftrasgerichtlich eingezogen worden, da sie im Verdachte stehen, ihr Ber« mögen durch Mordthaten erworben zu haben. Die Nachforschungen, die bis Ende September fortgesetzt worden, haben zu schauerlichen Entdeck«»' gen gefühlt: neun menschliche Gerippe sind ausgegraben worden. (Ein bru ch.) Dem Grundbesitzer Mathias Drobnitich in RodinS-berg wurde vor Kurzem der Stall erbrochen und eine Kuh im Werthc von 60 st. gestohlen. (Gegen daS Konkordat.) Die Vertretung der Gemeinde Rothtvein hat in der Sitzung vom 13. d. M. beschlossen, nachstehende Adresse an das Haus der Abgeordneten zu richten: treue Seelel Ja. sie antwortet nicht mehr' Ihr Auge ist gebrochen, ihre Lippen sind stumm! Helene. Du hast eine» sanften Tod gehabt, den Tod der Gerechten l" Weinend neigte sich der greise Pfarrer, küßte die starre Hand und legte sie auf die Brust zurück. Dann blieb er ruhig stehen und ließ seinen Thränen freien Lauf, die wie Perlen auf die schivarze Tuchweste rannen. Das Antlitz Mutter Helenen's, von der Abendsonne l^eleuchtet. schien dem Trauernden Trost zuzulächeln. Das tvaren ivirklich die Züge eines Menschen, der ohne Kamps und in der Hoffnung auf ein besseres Leben auS dieser Welt verschieden ist. Dem Consul ward selts'.m zu Mulhe; zitternd wandte er sich ab und trat zu dem Fenster. Da sah er die Gräber. Leichensteine und Kreuze des Friedhofes. Er verließ das Sterbegemach und flüchtete sich in das Zimmer dkS Pastors, daS die Aussicht in den Garten bot. Bald erschien aucv der GreiS. der seine Fassung wiedererlangt hatte. „Nun stehe ich allein in der Welt," sa..te er; „die letzte treue Seele h>it Mich veilassen. Mein Haut wird öde und leer sun. da dir sch.iffende Hand der guten Helene frlilt. So schwindet Alles nach und nach hln. bis auch die Reibe an mich kommt." „H rr Pastor, ich iveiß Jhien Schmerz zu würdigen, da ich die Verstorbene g'kannt habe. Wiss.n Sie. daß ich mir vorgenommen hatte, ihr ein Legat auszusetzen? Schade, daß sie ges:vrben ist." „Sie hat stets mit großer Liebe vi?n Ihnen gesprochen. Herr Lonsul. und wenn Sie kamen, freute sie sich ivie e:n Kind." „War Helene mit Jlinen verivandt. Herr Pastor?" Der Pfarrer schien Tiost darin zu finden. Vau der Verstorbenen zu sprechen; er ivarS redselig. „Nein, sie ivar nicdt mit mir verwandt, ich kenne nicht einmal ihre Familie." „Aber, wie ist sie denn zu Ihnen gekommen?" fragte der Konsul. „Ihnen, lieber Herr, kann ich es erzählen; es welß eS bis jetzt kein „Hohes Abgeordnetenhaus! Die Marburqer BezirkS-Bertretung hat in der Sitzung vom 3. Sep-tember d. I. den Beschluß gefaßt, bei dem hohen fteiermärkischen Landtage die Errichtung einer Lehrer-Bildungsanstalt auS Landesmitteln anzustreben. Die Adresse der 25 hochwürdigen Bischöfe an Se. Majestät den Kaiser, spricht aber über diese Bestrebung im Allgemeinen ein Urtheil aus, tvelches Mit der Wahrheit im vollkammensten Widerspruche steht, und die Mitglieder der gefertigten Gemeinde-Bertretung halten es für ihre Pflicht, laut und offen zu bekennen, daß sie in den Beschlüssen ihrer Bezirks-Vertretung nur die Befriedigung der eigenen Wünsche und Bedürfnisse rblicken und sich unbedingt dem Proteste deS Gemeinderathes der Haupt-und Residenzstadt Wien gegen die unbegeündeten Verdächtigungen, der bischöflichen Adresse, anschließen. Wir können in der Aufhebung des Konkordates keinerlei Gefahr für Religion und Sitte, an denen »vir jeder Zeit treu und fest halten tvollen. erblicken; sondern hoffen m»t Zuversicht, daß sich das hohe Abgeordnetenhaus durch keinerlei Neben'ücknchten ab-halten lassen wird, in di ser Angelegenheit auf dem bereits betretenen Wege rasch und unerschrocken fortzuschreiten, und einen gesetzlichen Zustand zu schaffen, der ebenso den Rechten deS Staates, tvle der Kirche genügt." Diese Adresse ist dem Abgeordneten Rechbauer übermittelt worden und hören wir. daß die Gemeint>c Vertretungen von Pobersch und Bmnu-dorf sich derselben angeschloffen. (DaSTheater) wurde am 12. d. M. eröffnet. Wir billigen eS vollkommen, daß der Direktor. Herr E. Z. von Bertalan in seiner Anrede den breitgetretenen Weg verließ und nicht in gespreizten, schtvül-stigm Versen sprach, sondern in einfach schlichter Weise. Herr von Ber-talan erklärte, daß er lange schon gestrebt, die hiesige Bühne übernehmen zu können; nun sei s ihm geglückt: er werde sein Möglichstes leisten: nur wolle man bedenken, wenn das Publikitm Anforderungen stelle, wie an Bühnen gröberer Städte, so möge dasselbe auch in Betreff der Unterstützung nicht hinter dem Publikum dieser Städte zurückbleiben. Herr von Bertalan schloß mit dem Wnnsche. in dcu drei Jahren seiner Leitung sich den Beifall des Publikums erwerben zu können. — Die Reihe der Darstellungen begann mit dem Lustspiele von Börner: „Ein geadelter «aufmann." Durch Beifall ausgezeichnet wurden besonders: Fräulein Grassy (Adele). Herr A. Stauber (Streichberger). Frau Steinfeld (Auguste). Herr Müller, dem liiesigen Publikum aus frülieren Jahren wohl bekannt (Wille). Herr Snvar (Hänselmaier) spielte mit Beifall. Wir empfehlen oiesem Künstler mäßigeren Gebrauch seiner stimmlichen Mittel. Das Zusammenspiel tvar vielleicht daS beste, welches hier noch bei dem ersten Auftreten einer Gesellschaft gesehen worden. Der Besuch war mit Ausnahme d,r Sperrsitze sehr zal)lreich. — Als erste Operette ward am 14. „Die scköi»e Galathe" von Suppe gegeben, grau von Bertalan feierte als Tlägerin der Titelrolle einen waren Triumph. Herr Suvar (Midas) gefiel besonders durch sein Spiel. Fräulein M. Hondl tvar als (Gany-meo) brav. Herr Urban (Pygmalion) hielt sich gut. nur vermochte er mit seiner Stimme nicht recht durchzudringen. Die Chöre tt»aren nicht voll genug. Im „Gänschen von Buchenau" gefiel besonders Frl. Grassy in der Titelrolle. Der Besuch hätte zahlreicher sein können. (Der Fürstbischof von Lavant), Herr Dr. M. Stepisch-negg hat tvegen Ueberhäufung seiner Geschäfte die Stelle eines Miwliedes des Rothweiner Gemeindeausschuffes niederlegt. In der letzten Sitz»ng wurde die Anzeige des Austrittes einfach zur Kenntniß genommen «nd beschloffen, als Ersatzmann den Herrn Anton Knuplesch einzuberufen. (Das Gymnasium) zählt gegentvärtig 317 Schüler. (Die Weinlese) hat am Sonntag und Montag in sümmtlichen !>iieden begonnen. Die Witterung ist sehr günstig. Der neue Wein dürste hiitsichtlich der Güte dem Zweiundsechziger nahe kommen, die Menge desselben übertrifft jedoch alle Erwartung. Mensch. Nehmen Sie Platz, mir wird die Brust leichter, tvenn ich mich aussprechen kann. Es sind diesen Herbst zwanzig Jahre, als ich eines Abends von meinem Filialdorfe zurückke!)ite. ivo ich mich länger, als ich eigentlich sollte, bei einem fröhlichen Kindtaufsfchmause aufgehalten hatte. Mein Weg führte mich an dem Posthause vorbei. daS dort unten an der Cl^auffee liegt. Als der Posthalter mich sieht, ruft er mich an. „Herr Pastor." sagte er. „in meinem Hause liegt eine Dame sehr trank; sie hat ihre Reise unterbrechen und hier bleilitn müssen. Der Arzt erklärt ilire Krankl)eit für bedenklich, und auch die Dame muß ihr nahes Ende fiihlen. denn sie verl^ingt einen Geistlichen. Ich wußte, daß Sie zurück-kehren würden, und habe Sie erivartet." Ohne Zöjiten ließ ich Mich zu der Kranken führen; sie war eine Dame von vielleicht dreißig Jahren, aber trotz ihrer Blässe schön. Lächelnd sireckte sie mir ihre vor Fieberhitze brennende Hand ent^^egen und sagte: „Ich füiile. daß ich sterben muß. darum ersuche ich Sie. mir in meinem letzten Stündlein beizustehen und ein Geheimniß zu empfangen, das ich Nicht Mit Mir auS der Welt netimen möchte. Zuvor aber «nß ich Ztznen. da Sie ein protestantischer Pfarrer zu sein scheinen, das Ve-kcnntniß ablegen, daß ich eine Katholikin bin." „Mudame." antwortete ich. „wir haben hier weit und breit keinen katholistten Geistlichen, darum erachte ich es um so mehr für Ehriften-pflicht. Jtinen die Segnungen der Religion angedeihen zu lassen, die «»ser .Herr fi»r alle flestifdet !zat. Ich bin der Diener des Gottes, den alle iöhriften. ohne Unierichied der Konfeffion. vereliren. Wolle» Sie fich Mir anvertrauen, so werde ich mein Amt rel>lich verwalten." ..Ich bin eine arme, ungliickli'che Frau!" bega»« sie schl»chze»d. „Ein geivisienloser Mann hat mich meine« Vermögens und meines Kinde? beraubt. Vielleicht habe ich dieses Unglück Verdient, aber Gott be-ilraft mich doch zu hart." (Fortsetzung folgt.) Letzte Post. Der Kaiser hat die Adresse der Bifcht^fe dem Reichskanzler übergebe», damit er durch das Ministerium oie Antwvrt entwerfen lasse. . Der ungarische Minifterrath hat sich für die Annahme deS Gesetzes über die Gleichberechtigung entschieden. Die italienischen Truppen sollen die Grenzen deS Kirchenstaates Überschritten haben. Garibaldi macht den Nömern bekannt, daß er seinen Sohn Menotti mit der Leitung des AnfstandeS betraut habe. Rußland ist der Genfer Uebereinkunft wegen Behandlung d»r Verwundeten beigetreten. Teltl^raphischer Wiener CoilrS voill 15. Oktober. 5^/,. MetalliqueS . - . . . 56.— ^ Krcditnkticii........I72.7V 9tatl0ttal'A»lel)eii . . . . tZ4 65 London.........^24.80 1660er Staats-Anlchcn . . . 81.It) «ilder.........122.25 Bankaktien.......676.— j Ki. K. Münz'Dllkatcn .... 5.94V,, Äldnngsuutrrricht im Tan)e. Der Unterzeichnete erlliubt sich die Ehre, bekannt zu jieben. daß er außer seinen !L^erttsSstttnden im f. s. Kt^detten-'^nstitute alihicr. auch geneigt ist. gütige Anmeldungen zum Plivalunterrichte im Tanze entgegenzunehmen, und wird sich emsi,^ l'estrcben, edelste Bildung in seinem Lelir-zweige zu fördern, um d.^dnrch daS allseitige Vertrauen eines hochvcr-elirten Publikums zu erringen. AlltS Nalicre täglich in seiner Wolznnng. Herrengasse. Ouandestschrn Hause Nr. 102, 2. Sttick. MZlvIiI«!' junior, 540) diplomirter Lel)rer bildender Tanzkunst im k. k. Kadetten Institute. Ein Haus an der Pettauer Straße eine halbe Stunde von Marburg entsernt, mit 4 Aimmkrn. Kiüchf, Holzlege. Dreschteun,'. 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