Hummer 9. » etta «. tze» S. Mär, 1901. XII. Zatzrg««^ PettauerZeituna. Erscheint jeden Honmag. Pr.i» für P.tt°u mit gust.ll.ing in» Hau«: Monotlich Mh, riCTMjqtifl K MO, haldi-drig K 4«. gou^cifl K S-. mit Postoe.s.ndu»., im Inland.- M»na„ich SS t.. ' v»ert»l>ährig li L.bV, halbjihrlg b.—. gonjialjnfl IC 9.60. — (fity.liit Jhtmmmt 20 h. ;* Handschriften wtrbtn nicht »inrflifyfuat. «nkindigimgen billigst dtnchnet. — ««inüge pnd er-Sasch« und wolleu tSngst.n« bi, Attitag jeder Woch, eingesandt werde-» Die Gbstnlctton. Am 10. März begiimeu die Stellungen und wenn bi» zu biffcm Itrminc da» Rekrut«»» contingent nicht in beiden Häusern de« Reicht, rathe« b.willigt wird, ist die Regierung gezwungen, den Reichtrath nach Hause zn schicke«, und aufGrund de« § 14 weiter zu regieren. Wenn also die Tscheche» im Atgeordnetenhaose einen DriuglichkeitSantrag nach dem andern einbringen und bei jeder Ge-legenheit die längsten Rkd.» halten, so dient diese scheiibar so arbeiwfrendige Bethätigung lediglich i»em Zwecke, da« Hau« in die Suft zu sprengn». Wir haben e« also mit eiver neuen. ..arbeltSlustigen" Obstruktion zu thun, bei welcher volksfreundlich« Anträge dazu dienen, um die Thätigkeit de« Abgeordnetenhauses zu lahmen. Diese Obstruktion war vorauszusehen und die arbeitswilligen Parteien konnten sich schon Monate vorher im Kalender den Tag roth an-streichen, an welchem die Tschechen »u der bekannten Taktik .der uuterdrückten Rationen" zurückkehren, umso befremdlicher scheint un« die allgrmewe «athloflgkeit. da da« erwartete Ereignis programmäßig eingetreten ist. Wir hätt«, erwartete das« sowohl Mt Regierung, bevor fie da« Abgeordnetenhaus ein-berief, al« auch die deutsche» Abgeordnete» bei ihren zahlreichen, langwierigen Elubberathiingei, bestimmte wirksame Mittel gegen eine eventuelle Obstrnctio» vorbereitet hätten, wir glaubten sogar, das« diesbezügliche Vereinbarungen zwischen der Regierung und den arbeitlwilligeu Parteien be-stehen, nm sofort energische Schritte einleiten zu können, wenn die Tschechen ungederdig werden — hente sind wir eine« Besseren belehrt! Wer die ParlamentSberichte verfolgt, kann Der Steger. Heute war ein großer Abend für den lite» mischen Stammtisch in der Eentral-Bar. Der Tisch war festlich gedeckt. In schlanken Vasen standen schlanke Blume». Auf jeder Serviette lag eine bl.ichdustende Orchidee. Die Tischkarten waren von blassem Violett. Zwei Stühle waren bekränzt: Lorbeer und dazwischen müde Theerosen! Zwei Genossen de« literanschen Stammtische wurde» Heute zum ersten Mal .ausgeführt". Ei» Herr, dessen Cravatte beinahe nicht mehr aushörte, saß seit acht Uhr da und belegte den Tisch; hin und wieder schrieb er matt lächelnd einen Geiste«blitz auf da« Tischtuch; hin und wieder trank er auch einen GhiStey-Eocktail dazu. Räch zehn Uhr ge-sellte sich zu dem Herrn ohne Wäsche ein anderer Herr, dem man ansah, das» er au» dem Theater kam. denn auf seinem Hut steckte noch eine ver-geffene Garderobe»»mmer. „Run wie war'«?- fragte der Erste. „Scheußlich I Bombenerfolg! Der arme Re-ginald. Uuliterarisch bi» in die Knochen! Aber ich hab'« ihm immer gesagt! Ich glaube, die Kerl» klatschen noch!" Sie nahmen jetzt da» Blnmengehänge von dem einen Stuhl uud bekränzten den andern doppelt. Dann warteten sie. Der Zmeitgekom-mene nahm einen Shcrry Flip. Nach und nach sich der Auffassung nicht Erschließen, das« wedkr die Regierung, noch die in Oesterreich leider noch immer maßgebenden Feudalen uud Polen thatsächlich eine Arbeitsfähigkeit des Abgeordneten-Hause« auch nur anstreben, diltn die Regierung thut nichts, der hochgeborene Graf Better thut auch nichts und man überläßt e« mit einer gewissen Schadenfreude den radikalen Deutschen, gegen den tschechischen Übermuth nutzlos zu deinon-stneren. Der Borgang erinnert «n die Zeiten de« EoalitivnSministerium» Windischgrätz, al« die Tscheche» obstruiere» durste», um dem kommenden Manne Baden, die Wege zu ebnen und man wird kaun, fehl gehe», wen« man annimmt, das« auch diesmal da» Ministerium einen politischen Selbstmord begehen mus«, um einem feudalen Eavalier Platz zu machen. Dieser kommend« Ma»n heißt Alfred Liechtenstein und «* ist iu filichlen, das« diese Persönlichkeit noch «ehr Unglück anrichten wird, al« seinerzeit Gras Baden,. Wir sind mit der parlamentarischen Thätig» keit der deutschen Abgeordneten höchst unzusrieden. Die Herren haben bisher viel lleberfiüflige» im HM« vorgebracht, auf ia« Mthmendige haben sie aber vergesst». Sie mußte» mit vereinten Kräften dahin wirke», das« die Regierung Farbe bekenne und rechtzeitig öffentlich bekannt gebe, welche Mittel angewendet und welche Strafen dem tschechischen Volke auferlegt werden, fall« seine Vertreter neuerlich die Verhandlungen deS Abgeordnetenhauses stören. Hätte Herr v. ktörber im Abgeordnetnihause erklärt, dass im Falle tschechischer Obstruktion die deutsche Staatssprache auf Grund des § 14 ein« geführt würd«, dann hätte» die tschechischen Ab- kamen Mehrere, benen Allen man ansah, das« sie zu einander gehörten, obwohl sie einander sehr unähnlich waren. Jeder hatte irgend etwa» au sich, wa« die Verachtung gegen den Bildung«-Philister deutlich ausdrückte: Gamasche» ohne Knöpfe, eine IrauScetxntale Cravatte, Manche«?», die schon dreimal umgedreht waren, Sammlaus» schlüge aus dem langen, schwarzen Dekadentenrock. eine demonstrative AllaSweste, geplatzte Stiefeln. Mehrere hatte» den Schnurrbart rasirt; einige hatte» um den Hemdkragen herum und in der Gegend der Ohren schwarzgraue Schatten, welche die edelbleichen Gesichter noch edelbleicher erscheinen ließen. Einer war pikfei» »nd hatte eine teller-große Gardenia ant eleganten Frack stecken; daS war der. welcher meistens den Sekt bezahlen durfte. Er hatte sogar Lackschuhe an. Um halb elf Uhr kam ein neuer Truvp und in seiner Mitte ein junger Mensch, dem die schwar-zen Haare bis an die Rase herabhinge» und der »och bleicher war, al« die Andere». Er halte einen schwarze» Cow-Boy-Hut mit unsäglicher Krempe. Seine Freunde umdrängten ihn. Einer schrie: .Heil dem Sieger!" „Heil dem Sieger!" echote» die Andern. Der Bleiche ließ sich in den bekränzten Stuhl fallen, ohne lang zu srage», für >ve» dieser ge-hörte, »nd dann sagte er matt, mit einem leichte» galizischen Accent. geordnete» eS sich überlegt, die Verantwortung für diese Maßregel z» übernehmen. Run wird wieder di« Komödie vom .unüberwindlichen Tschechen' ausgeführt. In feudalen Kreisen lispelt man, das» gegen die Tschechen doch nicht regiert werden kann, die Polen, Slovene» »nd Elericale» stamme!» e» mit Angeuverdrehea nach und über kurz oder lang wird der eiserne Ring wieder beisammen sein. Richt die deutsqen Abgeordnete», sondeu» das deutsche Volk hat die Aera Badeni gestürzt, da« tonische Volk wird auch einen neuen eisernen Ring zerbrechen, aber da« deutsch« Volk kaun seinen Vertretern »och so ost das StaatSruder in die Hand geben, die Herren verstehen e» nie» malS, dasselbe zu gebrauchen. Man kann eben ein sehr guter Mensch sein und doch ein miserabler Musikant. Vie eingefrorene Interpellation. Wir erhalten folgende Zuschrift: Schr geehrter Herr! Unter vezugnahnie auf den in Rr. 8 Ihres w. Blatte« erschienenen Leitaufsatz erkläre ich, das« ich die gewünschte Interpellation nicht einbringen kann »nd zwar nicht nur au« collegialem Feingefühl, sondern iveil c» meiner Meinung nach nicht angeht, das« ein Abgeord-neter wider einen anderen Abgeordneten im In-terpellationSwege ein Einschreiten der Regierung fordert. Indem ich Sie bitte, diese Erklärung in Ihr w. Blatt in einer Jh»e» dienlich scheinend«» „Bitte. Sekt! Aber schnell! Man schenkte ihm ein »nd er schlürfte mit schöner G«berde au« dem schlanke» Stengelglas. Übrigen« hieß er Eduard Re»e»stern. „Warst Du zufrieden?" fragte Einer. Man hatte nämlich im .exklusive» Theater" an diesem Abend R.uensternS vielberedete« Werk „AaSgeruch, ein dramatisches Symbol in fünf Trümmern" .zum ersten Male aufgeführt. — „Wundervoll? Einzig! Mehr, al» ich erwar-ten durfte!" sagte Eduard jetzt, dem der Pommery die LebeSgeister ein wenig geweckt hatte. „Räch dem ersten Akt — .Trumm' wollte ich sagen, ver-legen.» Schweigen. Sie waren wie vor den Kopf geschlagen. Nach dem zweiten Trumm Grinse»! Blöde». alberneS. viechische«, banausisch dumme» Grinsen! Dann kam die Nachtscene in der Ana» tomie, wo der junge Doktor mit der Tochter de« Anatomiediener« am Secirtische kneipt, am selben Secirtische, auf dem seine verlassene Geliebte al» Leid)« ließt. Mit dem Leintuch, das« sie bedeckt, will er ei» Glas auswischen--" „Wie fein!" warf der mit den Sanimtaus-schlügen dazwischen. „--da erblickt er sein Opfer, wird plötzlich irrsinnig, reißt ihr das .herz ans der Brust und sängt an zn schuhplatteln. — Der Borhaiig fiel. Glaubt Ihr. die Idioten liätten einen Nervenchoc gekriegt, einen eiskalten Schauder, Weiukrämpse Form aufnehmen zu wollen, zeichne ich mit teutsch?»« Ginß ergebe»st Wolffhardt. Wien. 28. Feber 1901. " Wen» un« Herr Dr. Wolffhardt nicht direct zur Veröffentlichung seiner Zuschrift ausgefordert hätte, wir hätten i» dieser Angelegenheit über-Haupt fein Wort mehr geschrieben, denn wir haben keineswegs die Absicht, unserem geehrten Herin Vertreter Schwierigkeiten zn bereiten. Da wir aber loyaler Weise seinen Brief veröffeitt-lichen mußte», so fühle» wir u»S auch verpslich-tet. die Worte des Herrn Abgeordneten unseren Lesern zu erläutern. Der Herr Abgeordnete meint, d fei unzulässig und würde einen üblen Eindruck mache», wenn ein Abgeordneter die Maßregelung eine« College» von der Regierung verlangt, da nach dem Wortlaute de« Gesetze« kein Abgeordneter wegen der im Abgeordneten-hause gehaltenen Resten zur Verantwortung gezogen werden darf. Ein Abgeordneter, welcher eine derartige Interpellation gegen einen College» einbringt, negiert damit das wichtigste uud noth-wendigste Recht' de« Abgeordneten, die Immunität. In allen diesen Punkten geben wir Herrn Dr. Wolffhardt vollkommen Recht, aber, wahr-scheinlich durch unser Verschulden, fiud mir miß-verstanden worden. ES handelt sich nicht darum, Herrn Hosrath Ploj zu schädigen, sondern die dentschen Beamten in Untersteiermark gegen uuwahre und gehässige Deuuuciatioue» zn sicher». Beamte, welche nicht im Wahlbezirke de« Abge-ordnete» Ploj. sondern in dem de« Abgeordnete» Wolffhardt ihre» Wohnsitz haben und amtieren. Hut »eueu Irrungen voizubeugen, veröffentlichen wir nachstehend den Entwnrs einer Interpellation, welcher nach unserer allerding« unmaßgeblichen Meinung dem angestrebte» Zwecke vollkommen genüge» und trotzdem keinen Anstoß errege» würde. Interpellation der Abgeord-n e t e » Wolffhardt und Genossen a n d e n Herrn Ministerpräsidenten al« Mi nist erde« Innern, betreffend den Schutz der deutscheu Beamten in U i! t e r st e i e r m a r k gegen t e » d e n-z i ö s e Denunciationen. I» der Wähler-Versammlung am 10. December 1900 in Lattenberg äußerte sich der als ReichSrathScandidat erschienene Hosrath beim VerwaltungSgerichtShofe, Herr Dr. Friedrich Ploj. es sei nothtveudig, die deutsche» Beamten au« Uiitersteiermark heraus-zubringe», damit mit dem Deutschthume aufge- oder so was? Gelacht haben sie, gebrüllt haben sie! Gejohlt haben sie! Miau geschrien haben sie!" „Unnnn—glaublich!" flüsterte einer, der mit den dreifach gewendete» MancheUcn. „Das vierte Trumm", suhr der Poet fort, iu-dem er sich ein große» Stück morgenrosigen Lachse« in else»bei»blasser Hollandaise auf den Teller legte, „diese« Trnnim halt ich selbst für da« Beste am Stück. Wie der Held iu der Ä»mm>zelle mit dem Kopf gegen die Wand rennt und vierzehn Minuten lang blo«: Lala—tata—lolo—toto! stammelt — daS hätte wirken müssen! Als der Vorhang fiel, zog einer eine» Hausschlüssel au« der Tasche und pfiff. Die Ander» pfiffen mit. ans Hundepseifen, auf zwei Fingern, auf blecher-neu Bleistifthülsen. ES war großartig! Aber ez war noch nichts gegen den letzte« Aktschluß. Da« fünfte Trumm, wie Ihr wißt spielt tin Zucht-hanS; nachdem der Held von den Gerichtsärzten für zurechnungsfähig erklärt »nd wegen Lei-chiiischändung verurtheilt worden ist. Der Pre-diger der Strafanstalt — Ihr werdet vielleicht sagen, ich hätte mich an Striudberg erinnertj — aber da« sind Äußerlichkeiten — kommt und redet dem Gefangene» liebevoll zu. Dieser ver-spricht dem Geistliche», katholisch zu werden, und wie der Kaplan den Kerker verlassen hat, hängt sich der Held auf seine» Hosenträgern ans, uachvem er die Worte gesprochen: „ES ist zu — 2 — räumt werde, worauf der ebenfalls abwesende LandtagSabgeordnete Dr. R o f i u a an die Ver-sammelten die Aufforderung richtete, alle mif«-liebige» deMhen Beamten Herrn Hofrath Ploj zur Anzeige zu bringe», der Herr Hofrath, welcyer iu allen Ministeriell z» Hause sei, werde gewiss da« Nöthige veranlasse». Diese Äußerungen des Herrn Hofrath De. Ploj n»d des Herrn Laudtag«abgevrdncten Dr. Rojina haben, da sie in der gesaiumten steirischen Presse veröffentlich» wurden, ohne das« die Herren Hosrath Ploj uud Dr. Rosina dieselben berichtigten, in der untersteirischeuBeamte»schaft lebhafte Besorg-uifse hervorgerufen, welche um so begreiflicher sind, da in Ermangelung einer Dienstpragmatik der Beamte nur in seltenen Fälle» von gegen ihn höheren-ort« vorgebrachten Denunziationen Kenntnis er-hält, besonder«, weitn diese Anzeigen von höher-gestellten Persönlichkeiten ausgehen. Thatsächlich genügt oft eine abfällige Bemerkung an rich-tiger Stelle feite»« höhergestellter Persönlichkeiten, um Beamte im Avancement und auch sonst empfindlich zu schädige». „Die Unterzeichnete» frage» daher: Sind Euer Exzellenz die in Luttenberg von den Harnt Hosrath Ploj nnd Dr. Rofiiia ausgesprochenen Drohungen bekannt und was gedenkt S. Excellenz vorzukehren, um etwaige un-gerechtfertigte Denunciationen unwirksam zu machen? Der Wiener Stadterag. ES mußte sich um etwas ganz Besonderes Handel», wenn sich die Vertreter der Städte ver-schiedenstrr Nationalität zu gemeinsamer Bera-thuug zusammenfinden konnten, hoffe» wir also, das« der Erfolg des Städtetages dem Aufwand? an nationaler Selbstüberwindung entspricht, welche die Deutschen üblen, indem sie sich mit ihre» verbissenste» Gegnern an einen Bera-thttngStisch setzte». Unsere Stadt war durch Herrn Bütger-mcister O r n i g und die Heiren Gemeinderäthe F ü r st. Kratzer. M a tz l und Dr. T r e i t l vertreten. D>e Resolutionen, welche beim Städtetage angenommen wurden, bezogen sich 1. aus die Leistung einer Entschädigung feite»« de« Staate« an jene Gemeinde», welchen die Geschäftsführung einer politischen Behörde erster Instanz in ihrem Gebiete anvertraut ist; 2. auf die Mitwirkung de« Staate« bei der Versorgung der Arme» und Unheilbare» und dumm!" — Und nun da« Publikum: Schreien, Lachen, Brüllen. Trompeten, Pfeifen. Trampeln! Ei» Höllenspectakel! Ich erscheine vor der Rampe — der Lärm verzehnfacht sich! Ich strecke die Zunge heran«! Ma» wirft mit harten Gegenständen! Ich werfe wieder — man wirft mich hinan«!" Ansathmend hielt er inne und nippte sein Gla« auS. Dann sagte er mit stolzem Enöthen: ,.E« war herrlich! E« war ein Sieg auf der ganzen Linie!" „Hoch der Sieger!" schrien sie, schwenkten die Gläser und warfen sie an die Wand, denn bezahlen mnßte sie doch der mit der Gardenia. Sie flochten Renenstern einige« Lorbeergewinde um die Stirne, die der Sekt jetzt geiöthet hatte und an der wirre Haarsträhne klebten. Der mit der lra»scende»talcn Cravatte stieg ans seinen Stuhl und dröhnte: .Ja, wir bringen unser Gla» dem Sieger. Er ist ein Herrenmensch ohne Furcht und Rücksicht, er hat da« Publikum überwunden mit einer ltterarische» That ohne Gleichen. Er hat bewiesen, daß die Masse der Schneider und Handschuhmacher nicht werth ist. den Vorhang zu lüften, vor dem Tempel der Zukunft, sie — die Besiegten!" „Sie sind Ochsen!" „Rhi»ozerosse!" „Schweinehunde!" die Überbürdung der Gemeinden in dieser Rich-tnngz 3. auf die Herabsetzung der UbertragungS gebühren bei Häusern; 4. auf die Vergebung öffentlicher Arbeiten und Lieferungen durch eine Gemeinde; hiebei habe immer öffentliche Ausschreibung zu erfolgen; 5. auf eine aaSgiebige Erleichterung der HauSzinSsteuer und die Überweisung des Ertra-geS der direkten Realstenern an die Gemeinden; 6. auf die gesetzliche Hintanhaltnug des Banschwindels, indem für die Fordetuuge» der Banhandwerker ein gesetzlicher »nd durch Vertrag unverlierbarer KautionspsandSrechtstitel verlangt wurde. Die Beschlüsse sind gewiß wertvoll und wen» im Abgeordnetenhaus« etwa» zu machen totirr, könnte ma» hoffen, das« dieselbe» »venig» stenS in einzelneii Punkten Beachtung finden und zu Erleichterungen i» dem die Städte immer schwerer belastenden übertragenen Wirkungskreise führen werden. Leider ist aber unser Abgeord-netenhau» nicht arbeitsfähig uud selbst wenn e» gelänge, den Reichsrath zu geregelter Thätigkeit zu bringe», so wird er erst die leeren Staats-raffen füllen müsse», bevor an eine Beitrags-leistung für den übertragene» Wirknng«kreiS der Städte überhaupt nurgedachtwerden kaun'Unter solch traurigen Umständen einen .,Städtetag" abzuhalten, ist ein Betvei« von großem Optimismus, wenn nicht irgend eine andere Absicht Herrn Dr. Lueger zu diesem Schritte veranlaßte. E« liegt nahe, zu glauben, das» Herr Dr. Lueger weniger in Hoffnung auf baldige Erfolge, sondern nur darum den Städtetag einberief, um sich „»ach oben" erfolgreich als Bölkerversöhner uud Ver-traucnSmann aller Nationen zu zeige». Localnachrichten. (Hanploersammlung des Musealverrincs prtlau.) Ant 28. Februar wurde im deutschen Heim die Hauptversammlung de« Musealvereine» abgehalten. Der Obmauustellvertreter. Herr Simon H »t t e r. war verhindert nnd so übernahm .Herr Schröffl de» Vorsitz. Derselbe constatierte die Beschlußfähigkeit. gedachte in schwungvollen Worten der Verdienste de« abtretenden Ausschüsse«, ganz besonder« derjenigen de« Obmann,«, des .Herrn Professor Ferk, und schritt zur Erledigung der Tagesordnung. Da« Protokoll konnte nicht zur Verlesung gebracht werden, da e« bei der hohen k. k. Statthaltern erliegt. ES erfolgte die Neuwahl des Ausschusses. Die Wahl, die mit Stimmzetteln vorgenommen wurde, ergab die Entsendnng folgender Herren in den AnSschns» de« Musealverrinr«: Profrffor F. F e r k, Professor Dr. P i ch l e r, Professor Dr, Pirchegger, Professor Dr. Zack. Schröffel, G s p a l t l. Oberlehrer S t e r i n g. Der Gemein-berath wird satzu»g«gemäß noch drei Herren au« dem Genieinderathe in den Au«schuj« entsenden, worauf die Constituierung desselben ersolgen kann. St. (Abstraktion in JJrtlou.) Da» Grazer Tagblatt druckt einen Bericht der Wiener Insorma-tion ab. dahingehend, das« die Deutschen im Pettauer Gemeinderathe Obstructio» treibe». Da-bei fragt da« Tagblatt, wo denn die slovenische Mehrheit ist? Nun, da» Grazer Tagblatt könnte doch wissen, dass im Pettauer Gemeinderathe nur Deutsche sitze» u»d das« es sich hier offenbar um eine Verwechslung mit der .Bezirksvertretung Handell, wo sich allerding« die deutsche Mindr-heit energisch gegen die Gewaltakte der slovenische» Mehrheit wehrt. So viel zur Ausklärung angst' lieh« Gemüther. (fjolratl) ploj du «hust es nicht.) Montag den 26. v. M. wurde Franz Kauüiö. Bau-zeichner bei Herrn Kramberger, vom Bezirks-gerichte Pettau zu 6 Tage» Arrest verurtheilt, weil er bei der Versammlung in St. Lorenzen am 26. December 1900 Herrn Wutschina wiederholt mit deut Bleiknopfe seines Stockes auf den Kopf schlug, so das« derselbe mehrere Ver- letznnge» erhielt. Vertreter der Auflage war Herr Dr. Ä m b r v s i t s ch, de» Geklagten vertrat Dr. I u r t 11 o. AlS Herr Dr. Jurtela einen Zeugen befragte, ob er thatsächlich gesehen habe, wie Kauüiü auf Wutschiua losschlug, so erwiederte der Zeuge: „Ja Herr Doctor, Sie sind ja auch daneben gesta » den!" Es haben also die Doctoren der ihnen zu Ehren veranstalteten Massacre direct beigewohnt. (Der Consumverri» in Leskowetz) hielt am Fasching»sonntage seine diesjährige Geneealve» iamnilung ab. Aus der Tagesordnung stand die Neuwahl deS Obmannes und der Geschäftsbericht. Der Herr Kapla» scklug den Psarrer als Obmann vor. dieser Antrag wurde jedoch mit allen, gegen die Stimme des Kaplan» abgelehnt nnd der Musiker Filip Kra > » z zum Obmanne gewählt. Da Lehrer B r u » k e r legte die Bilanz vor. welche mit einem .Reingewinn" von 240 K abschließt. DieseS Ergebnis ist nun um so über» raschender. da der Eonsum de» Barmherzige» in Graz nicht einmal dir Zinsen für seine Schuld per 4000 K bezahlen konnte. Run wir werden unS diese „Bilanz" genau ansehen. Selbstverständlich gieng ,S lustig zu. Da» Consumgasthau» war überfüllt und der Herr Pfarrer uud seine Köchin hatten vollauf zu thu», den Gästen Bier und Wein einznschänken. Eö wurde musiciert und ge-sungen bis 2 Uhr morgens. Am FaschiugSdienitage fand eine Nachfeier im Eonjuingasthanse statt, wobei der Herr Pfarrer mit der Guitarre, der Organist mit der Geige zum Tanze ausspielten. (ver Herr Pfarrer von poleaschak) predigte Montag bei der Ehristenlehre. dass alle Weiber in Polenschak, welche im Fasching Tanzu»ter> Haltungen besuchte», dem Teufel verfallen seien und belegte dieselben mit den saftigsten AuS-drücken. WaS sagt Herr Pfarrer Kral dazu?! (Erschicklichkeit ist keine Janberci.) Zn der letzten Gemeinderathssitzung wurde der Be> schlug gefaßt, die Subvention per 100 K für de» StudcntennnterstütznngSverein nur unter der Bedingung zu bewilligen, dass das Geld ans-schließlich für bedürftige deutsche Studenten verwendet werde. Die Antragsteller giengen hicbei von der Anschauung ans, dass, da die Bezirks-Vertretung nur slovenische Schüler unterstützt und die PoSojilnica gar nichts für diesen Zweck her-gibt, die Stadtgemeinde nicht verpflichtet sei, allein sür die slovenischen Mittelschüler zu sorge». Es war vorauszusehen, dass die gegnerische» Blätter auS diesem Beschlusse Kapital schlagen werden, sowohl gegen die deutsche Stadtbevölkerung als auch gegen de» „ötajerc". Das Erwartete ist nun eingetroffen und der „ötajerc". den die ganze Sache ja doch gar nichts angeht, ist insolge heftiger Zeitungsartikel im ,Go»podar" thatsächlich ge-schädigt. Während aber die Slovenenblätter sich entrüsten, beziehen die slovenische» Studenten ihre Unterstützung fort, da sowohl die Statuten des UnterstützungSvereineS als auch die Verhältnisse in der Anstalt die Durchsührung de» Beschlusse» nn-möglich machen. Wir setzen un» zwar dem Vorwurfe der „Slovtuensreundlichkeit" au«, aber wir können doch nicht umhin, den Wunsch auSzusprechen. der Gemeinderath möge in Hinkunft derartige l>eikle nationale Angelegenheiten erst nach reiflicher Erwägung erledigen. (Wohlthaten still nnd rein gegeben.) Eine uiibct.innt sein wollende Kinderfreund in sandte der Knadenschulleitung den namhafte» Betrag von 20 K, damit derselbe sür arme Knabe» ver-wendet werde. Der Leiter übersandte daS Geld dem löblichen Siadschulrathe mit der Bitte, sür dasselbe einein sehr armen Knaben der Stadt Schuhe und Kleider mache» zu lassen. Diesem Wunsche wurde entsprochen. Der Leiter sieht sich nun angenehm veranlasst, der edlen guther-zigeu Dame namens de« beschenkten Knaben den herzlichsten Dank anszusprechen. 8t. (Eilt kräftige Natur.) Andrea» Horvath, Taglöhner in P?tta», verirrte sich am 26. Fe-brnar abend» im volltrunkenen Zustande ans die Wiese beim Kranke,ihauie, fiel dort auf eine» Schneehaufen und in der Einbildung, in seinem Bette zn liegen, zog er sich bis aus» Hemd an» und schlief ei». Am 27. Februar Margen» fand ihn eine Bäuerin bewußtlos liegen und erstattete hievo» die Anzeige. Horvath, welcher ins Krankenhaus übertrage» wurde, hat sich bereits wieder erholt. SS ist geradezu unbegreiflich, das» Horvath bei einer Temperatur von — 8' u»be-kleidet die Nacht im Freien zubringen konnte, ohne zn erfrieren. (^rurrtiereitschast.) Bo»> 2. März bis 9. März. 1. Rotte de» 1. ZngeS, ZngSführer Laurentschitsch, Rottsührer Martschitsch. Feueranmeldungen sind i» der SichercheitSwach-stube zu erstatten. Auswärtige Neuigkeiten. (Kriegsgefangene Ksterrcichcr auf Ceylon.) An MagistratSrath Dr. Radler in Wien ist dieser Tage nachfolgender au» Raganna auf Ceylon vom 2. v. M. datirter Brief eingelangt, dessen Adresse den Passirslempel der englischen Feld-lagercensur trägt: Hochgeehrter Herr Magistrat«-rath! Erlauben Sie mir, Ihnen mitzutheile», dass hier im englischen KriegSgesangenencanip sich zwölf Oesterreich« befinde», welche in den Reihen der Boeren gefochten und nun Kriegsgefangene find. Aus den österreichischen Zeitungen entnehmen wir, dass in Wien der EnthnsiaSmu» für die Boeren sehr groß ist. UnS selbst fehlt eS manchmal am Nohwendigsten, da die Chance, sich Geld zu verdienen, vvllsiändig ausgeschlossen ist. Ich erfuhr, dass Sie, Herr MagistratSrath, Mitglied eines philanthropische» Vereines find. Diesen Verein möchten wir durch Sie bitten, sür unS etwas zu thun. Es wird an keine Undankbaren fallen. Wir sind bereit» siebe» Monate gefangen. Mehr ge» träne ich mir nicht zu schreiben, sonst tritt die hiesige Censur in Action- Ich wiederhole meine Bitte im Namen der gefangenen Oeslerreicher nochmals und zeichne hochachtungsvoll Theodor G. Schulze, Prfeoner of war (Kriegsgefangener, Raganna.Gamp, Ceylon ") (Lraud eines Theaters.) Ei» großer Brand hat am Sonntag in Catania (Sicilien) das Theater zerstört und auch die angreuzenden Ge-bände ergriffen. Auch zahlreiche Menschen fielen der Katast» ophe znm Opfer. — Über da» schreckliche Unglück liegen folgende Nachrichten vor: In der Nacht von SamStag auf Sonntag zerstörte ein fnrchtbarer Brand da» Theater Castagnola in Catania, in dem gegenwärtig ein CircuS gastirt. AIS die erste» Flamme» eiiiporzilngcltcn. weckte» Hnnderte von Alarmschüssen die Bewohner an» dem Schlafe. Sämmtliche Glocken der Stadt läuteten Sturm. Inzwischen hatte das Feuer durch im Pferdestall vorhandenes Stroh neue Nahrung erhalten und bald war das Ganze nur ein einzige» Flammenmeer und versperrte den surchtbar an» ihrem Schlummer geschreckte» Be-wohnern der Nachbarhäuser den AiiSgang, so dass sie von den Balcoii» herab halb irrsinnig vor Angst um Hilfe schriee». AnS dem zweite» und dritten Stock warf ma» die Kinder, welche von den Unteiistehenden aufgefangen wurde», hinab, ferner sprangen viele Erwachsene nackt au» den Fkiistern: zwei brache» sich dabei das Genick »nd blieben sofort todt liegen. Eine große Anzahl ha« mehr oder weniger schwere Knochenbriiche davongetragen. Nur Wenige besaßen die Ruhe, sich an zusammengeknüpfte« Tücher» herabzulassen . Die CircuSpferde sprengten mit ihren ?ufen die Stallthür n»d eutkame» zum größten heil inS Freie. Da» Feuer Übertrug sich a»f vierzig in der Rahe de» Theaters befindliche Häufer. die schweren Schaden erlitten. Das Theater ist vollständig zerstört. Die CircuSgesellichast ver-lor saßt ihre ganze Habe und befindet sich im größten Elend. (prttrukosrr als Schauspieler.) Da» noch in Aller Erinnerung stehende tragische Ende Pettenkoser'S hat jetzt eine, den weiteren Kreisen unbekannte Reminiscenz an» den jungen Jahren des Gelehrten gezeitigt, in welcher er den Studien entlief, ni» sich der Bühne als Schauspieler zu widme». Pettenkoffer selbst hat diese Episode i» seinen Erinnerungen voll lustiger Laune er» zählt: „In Augsburg ließ ich al» engagirter Schauspieler einige Buchstabe» meine» Namens weg und trat unter dein Pseudonym Tenkof als Brackenburg in Gdthe's „Egrnont", al» Astolf in Calderon's .Da» Lebe» ei» Traum" auf. Auch einig- andere Rolle» eignete ich mir an. In der freien Zeit gieng ich »ach dem nahen Friedberg. Da lebte mein Onkel Jcsef Pettenkofer als Rcntbeamtcr. der höchlich über meine» Schau-spielerberus entrüstet war. Au» dieser Entrüstung hätte ich mir »nn nicht viel gemacht, aber wohl au« seiner schöne», liebenswürdige» Tochter Helene, die ich liebte. Ihre Erklärung, sie woll»: mir Herz und Hand schenken, wen» ich »ur wieder zurückkehrte und ein ordentlicher Mensch würde, machte aus mich Eindruck. Ich verließ die iveltbedkntenden Bretter, verlobte mich mit Helene, gieng hierauf nach München und arbeitete an der Universität mit meiner ganzen Keast. um bald angestellt zu werde» »nd heiraten zu können. Aus der Hosapothtke war ich durch meinen Onkel Xaver verbannt, den» ein ehemaliger Schau-spieler konnte sich nach seiner maßgeblichen Mei-u>i»g höchstens noch zum — Mediciner eigne»." (Unter dem verdachte des Zuivrlcudieb-stahls) Am 27. Februar nachmittag« wurde in Wie» ein Mann verhaftet, der sich durch den Besitz vo» überaus koslbarem Schmuck verdäch->ig gemacht hatte. Z» einem im zweiten Bezirke ctablrne» Juwelier kau, nämlich nachmittag» ei» junger Mann, der sich al« William Morley vorstellte und angab, ans der Landstraße zu wohne». Er bot dem Juwelier kostbare» Schmuck zum Kaufe an. Der Juwelier wie» de» Fremden an einen anderen im erste» Bezirke eiablirten Geschäftsfreund u»d gab ihm als Wegweiser seine» Soh» mit. der ih» bii zum Geschäft sühne »nd dort allein ließ. Bei dem Leopold» ftädter Juwelier hatte der Fremde einen kostbare» großen Brillant mit der Weisung zurückgelassen, ihn zu fassen. Als der Mann zu dem Stadiju-welier kam und ihm unter Vorweisung de» Schmucke« diese» gleichfalls zum Kaufe anbot, kam dem Geschäftsmann der Schrnnckbesitz so bedenklich vor. das» er. ohne e» den Fremden merken z» lasse», durch da« Telephon die Polizei verständigte. Die Polizei stellte fest, das» in einem hiesige» Hotel ein Man» wohne, der als William A. Morley. Reisender an» Berlin, gemeldet sei. Gestern abend» »in halb ll Uhr kam er in da» Hotel, hatte die Nacht außer Hause zugebracht. Um 2 Uhr nachinittagS sahen die mit der Überwachung deS Hotel» betraute» Detektive» aus dem Radetzkyplatz den Verdächtigen in Be» gleituug eines Manne«. Die Polizisten näherte» sich ihm und während sei» Begleiter ReißauS nahm, wurde der Gesuchte festgenommen. Auch sein Begleiter kam nicht weit. Er wnrde in der Körnergasse festgenommen. Unterdessen wurde der angebliche Morley aus der Polizeidirection einem Verhöre unterzöge». Er machte folgende Angaben: Er heiße William A. Morley und sei Geschäftsreisender, Er komme eben anS Transvaal, wo er sich durch süns Jahre aufgehaltcn habe nnd al» Agent für eine elektrische Glühlichtersabrik be> schästigt gewesen sei. In Transvaal will Morley auch den überaus kostbaren Schmuck noch und nach zusammengekauft haben. Als man den Häftling untersuchte, fand man in feinem Besitze einen Betrag von 1600 Kronen »nd einige englische Münze», sowie eine Bestäti» guiig über den Verkauf von Pretiosen bei einem zweiten Leopoldstädter Juwelier. Die vom heutigen Da-tnm anSgcstrlllc Bestätigung qmttirt den Crlalt von Pntiose» im Werthe von 5600 Kronen. Über diesen vorläufigen Verkauf lag schon vor der Verhaftung Morley'» eine Anzeige im Sicher» heitSbnrean der Polizeidirection vor, Gegenstand des Verkauf» war ei» Brillantencollier. Inzwi» scheu wnrde der Begleiter Morley'» eingebracht Er nennt sich Rudolf Hauier und gibt an. Kellner zn sein. Sein Schicksal habe ih» »ach London verschlage». Toit habe er im dentschen Kellnerhcim Unterkunft gesunden und dort sei eS auch gewesen. wo er den Morley kennen gelernt habe, Sie hätten sich ane>nander geschlossen uud mit einem dritteu Mann gemeinsam beschlossen, von London »och Österreich zu reise», über die Provenienz de« Schmucke« iveiß Hauser nicht» (i« ist mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß die werthvollen Pretiosen nicht aus recht> mäßige Art in die Hänbe Morley'« gelangt sind Mau neigt der Annahme zu, daß sie bei einem in London oder andcnvärt« verüble» Pretiosen diebiiahl erbeutet »vorden sind und daß sie der Thäter oder einer seiner Helfershelfer jetzt in Wien verwerthen wollte. Da« Brillantencollier allein repräsentirt einen Werth von 15.000 bi« 20000 Kronen. Handel, Gewerbe und Land wirtschaft. DeutschöflereichjscheEewerdepartei.- Sitzung de» parteirathe«. Eine solche sand am 16. und 17. Februar 1. 3 tu Wien unter dem Vorsitze des Prä-sidenten Herrn Josef Faber statt, bei welcher die .Herren Parteiräthe: Bö he im (Linz). Bravatsch«k (Mähr-Reustabt). Butter ^Komoiau), Eber (Salzburg). Eber (Kind-berg), Gärtner (NiemeS). Glatter (Troppau). G o l t s ch (Klagenfurt). P a m p a u (Osseg). Schwarz (Mödling), Kiehl (Böhm.-Leipa). Sattler (Rumburg). Weber (Komotau) «nd L a » t s ch i k erSky (Troppau). S i e g l («omo-tau). Rieger (Friedlaud) und Zellinger. erg) wegen Veranstaltung von Massenversamm-uiigen, wobei die Forderungen abermal« erneuert werde» solle», sowie Ausnützn»« der Kltiugewer-»ebesörderungSaction durch bie Partei, K) Antrag beS Herr» Julius Bradatschek Mähr.-Reustadt). bie Erledigung ber Forberun-gen in bei» Falle, als baS Parlament arbeits- fähig werbe» sollte, von demselben mit aller Entschiebenheit unb allem Rachbrncke zu verlan-gen. c) Antrag be« Herrn Johann Ertel, (Reu-titschein) inbezug auf Einleitung von Schritten zur Abstellung der himmelschreienden Mißstände bei bei, Arbeiter-UnsallverficherungS-Aiistalten. ch Antrag be« Herrn Josef Weber (KlSsterle). wegen obligatorischer Bilbuug ber Gewerbege-uossenschaftS-Berbände, v) Antrag be« Herrn Ferb. Glatter (Troppau) auf Entsenbung einer Abordnung an die Minister, wegen ehester Berücksichtigung der aus den Songressen aufgestellten Forderungen. k) Antrag de« Herrn Karl Butter (Komolau) die endliche Errrichtung von eigen«», Gewerbe-kammern mit aller Entschiedenheit zu fordern. g) Die Zuschrift be« GeiwssenschaftS-Berban-deS Graz, in welcher bekannt gegeben wirb, baß bei bem am 6. Jänner l. I. stattgehabte» Bei-baubtaae Herr Josef Greif nieder, Gast. Hausbesitzer in Graz, zum Obmann gewählt wnrde. unb gleichzeitig bie tagenb« Sitzung auf ba« freubigste begrüßt unb derselben der beste Erfolg gewünscht wird, wird mit dem Beschlusse zur Kenntui« genommen, obgenannten Herrn Greifeneder in den Parteirath einzubeziehen, Da« von Herrn Zellinger (Linz) eingelaufene BegrüßungStelegramm wird mit lebhaftem Bei-falle zur Kenntnis genommen. WeiterS wird beschlossen, die Herren Böheim und Weber zu ersuchen, sich zum Herrn.Handel«-minister, wie auch zum Minister d«« Innern zu begeben, um dort bezüglich der dringlichsten Forderungen vorstellig zu werden. Humoristische Wochenschau. Dr, Lueger ist doch ein schlauer Politiker. Wie lange predigen schon die Sorialdemokrate». das« die Magenfrage wichtiger ist. al« die natio-»alt» Fexereien, kein Mensch hörte auf sie, nun hat Dr, Lueger der socialen Magen idee zu einem gl n'nden Erfolge verholfen. Er gab den Mit-glie' .» deS Stadtelage« so viel und gnt zu essen und » trinken, so dass alle auftauchend«» nationale. Meinungsverschiedenheiten sofort in Bratein und G»mpv!d»kirchner erstickt werden konnten. Die bösen Socialisten »verden zwar sagen, e« ist keine Knust, die Leute bei guter Laune zu «halte», wenn unaufhörlich gegessen und getrunken wird, aber sie haben Unrecht, iru*lc, Zeitschriften, Lieferung» werke. Hflcher tu >l«n Ongiual-Laden-preisn ohne iedweden Aufschlag für rorlo ii. rlg. Zeitschriften. Lieferung»-werke werden regeltniUjig lugeatellt Auch Musikalien werden schnellstens Iwsorjrt. WILHEXa Papier, Sehreib- 1 Zekhaeo-Iite-üftllei-Iudlnig hili ein grosses Lager alier Oattusgen roa Brief-, Schreib- und Zeichnen-papieren. Courerts etc. etc., sowie Oberhaupt ammtlicher in obige Fieber einschlagenden Artikel zu den billigsten Preises. BLANKE, PETTAU. Buchdruckerei und Stereotypie eingerichtet mit den neueeten. elegantesten Schriften und best cooatruierten Maschinen, übernimmt alle Dreckarbeiten unter Zumcherung der geschmackvollsten und promptesten Ausführung su möglichst billiges Preises. Buchbinderei M mit besten Hilfsmaschisen dieser Brauche versehen. Einbinde werde» ▼on der einfachsten bis sur reichsten Ausführung billig und solid hergestellt. Die beste Bezugsquelle Krgaro Sudweine Pcrtnem, v — Sherry, Madeira. 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Auf tin Stückchen Zucker nehme man 8—4 mal täglich 20 bi» 40 Tropfen von A, T h i r r r y'K Vslfam^ um allen Nachtheilen her kalten Jahreszeit vorzubeugrn und entstandene Rachtheile zn beheben. — Man meid» Imitationen und achte auf die in allen Culturstaaten registrierte prilte Ronnen-Schutzmarle „nd Sapfeloerschlus« mit eingeprägter Firma: «Ulein echt. — Per Post sranco 12 kleine oder S Doppelfla-con« 4 Sronen. Prodeflacon nebst Profpert und Depoi-Ber-zeichni« aller Länder der Erde versendet gegen B»rau«anweisung von 1 Krone 20 Heller Apotheker A. Thlsrry's Fabrik Pregrada bei Rohltaob-Saairbninn. 7. Danksagung. Für die so Dielen und aufrichtigen Beweise der innigen «ntheilnahme anläßlich der schweren Krankheit und de« Ab-leben« unserer theuren Tante, der Frau Agnes Vlbetz sprechen wir hiermit unseren innigsten und wärmste» Dank au«, besonder« danke» wir alle», welche ihr die Ehre der letzten Begleitung erwiesen. Pettau, am 28. Februar 1901. 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Vettau, C®TTIT!Tnf5T7f5TJTXTXTITrT^ni?T^It?r7rTITtT^JTrT?fITIT!T^rTrfrTJTnrfT???rT!V.i.V.T.fril?f!f? El I, \ f ' ,M'}L r ^ •• ,l ~v --f. l- ----- ■ g—: -' •■■ rw- ' {• \ umi \i ■7 5 41 Neikage zur 10«tt£tttetr ^eitunrz. Verlag »ob ». Bit »Je U Petta« UA1 Kindesliebe. SrzShluug von Wilhelm Appelt. Nachdruckvei..) As war zu Wir», und zwar in der Mitte der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. I» einem flehten Stübche» eines Borstadthause«, iu welchem an einem ____Sommernachmittage in schweres Sinnen verloren ein Mädchen vou ungewöhnlicher Schönheit saß, ging eS recht still und traurig zu. Es war di? Tochter des RcntamtSkanzlisten Brenner. Sie hieß Marie nnd hatte, trotzdem sie kaum da» neunzehnte Lebensjahr erreicht, doch schon manch bitteres Leid erfahre» nnd auch Rot und Sorgen kennen gelernt, besonders in letzterer Zeit, während welcher ihr Bater schwer krank gelegen. Das waren bange Tl>ze für sie gewesen, hatte der kleine Ge> halt doch sonst kaum ausgereicht, und nun mußten noch Doktor und Apotheker davon bezahlt werden. Und verdienen konnte sie inzwischen nichts, weil sie Tag und Rächt ihren kranken Bater pflegen mußte, da er sonst niemand al» sie hatte. Ihre Mntter war schon vor Jahren gestorben, nnd Geschwister waren keine vor-Handen. Wie gern sorgte sie für ihren gute» Bater, an dem sie mit schwärmerischer Liebe nnd Verehrung hing. In diesen trostlosen Tagen wanderte alles mir irgend Entbehrliche zum Trödler, und selbst Schulden mußten gemacht werden. die uuu. da'die Gläubiger ungestüm mahnten und drängten, schwer aus ihueu lasteten. Dies hatte jedoch, nachdem die Gefahr fiir den Bater vorüber, weder ihren heiteren Sinn, noch Ihr kindliches, hoffnungSfreudiae» Vertrauen auf bessere, sonnige Tage des Glücke» zerstören können. Das Leid aber, das jetzt ihre junge Brust bewegte, legte sich wie giftiger Wehtau über de» Frühling ihres Herzen» und drohte all» duftigen Blüten desselben zu zerstören. Wie süß hatte sie bisher den goldigen Traum der erste» Liebe geträumt! Und nnn wollte ma» ihr de» Mann ihrer Wahl entreißen, ohne den sie sich ein weiteres Leben nicht mehr denken konnte. Sie vermochte diesen Gedanken kanm zn fassen. War sie nicht gut »nd brav, und konnte man ihr auch mir daS Geringste nachsagen? Aber sie war arm und von schlichtem Stande. Warum hatte sie daraus vergesse», als sie ih» z»m erstenmal erblickte, den blühend schönen Man» mit den edlen Zügen, ans denen nicht mir Geist, sondern auch HerzenSgüte sprachen! Was fragte sie dar-nach, daß ihr Ludwig der Sohn des reichen und angesehenen StaatSrateS von Melchern war und sie nur die Tochter des uubedrutendeu Reut-amtskanzlisten! Als seine Augen leuchtend ans ihr richten, vergab sie Himmel nnd Erde um sich her, und weich nnd süß hielt namenloses Glück Einkehr in ihrem Herzen. Als dir Sonne scheiden ging und der Himmel in rosigem Glanz erstrahlte, mit seinem Zanber-licht Berg und Thal umhüllend, da meinte sie, daß es »och nie so schön gewesen, nnd mit ge^ falteten Hände» schaute sie seuchteu Auges tief hinein in die herrliche Gotteswelt. Lord William Wcorflc Wrnifiroiifl. der lw'ne Purpnricheiu des Himmels sich auf ihre» Wange» ergos.c.. z» haben. Während er ihr einen kostbaren Ring an den Finger steckte, sprach er voll tiefer Innigkeit: „Bon jetzt an bist Dn mein auf ewig, uud keine Macht der Erde soll Dich mir ent-reiße», und bald sollst Dn als mein traute» Weib mir das höchste Glück anserbauen!" Da gab auch sie ihm einen einfachen Ring, ein teures Andenken von ihrer verstorbenen Mntter, indem sie verschämt flüsterte: .Ich bin Dir ja so gut!' ..... Seitdem hatte sie, entrückt der ranhe» Wirklichkeit, Tage »amen-loser Wonne durchlebt. Wenn sie hin und wieder auf seine reichen, vornehmen Eltern hiugewlese». so hatte er rasch mit zärtliche» ttüssen ihr den Mund geschlossen und sie ei» kindisches, aber doch so herzige» Mädchen genannt. Wie hätte da nicht die Hoffnung»« freiidigkeit Hand in Hand mit ihrer Liebe gehen solle»? So war e» geblieben bis znm heutige» Tage. Nnn war sie an» alle» ihren Himmeln gestürzt, und das Erwachen war fiirchter-lich gewesen. Solche Schmach und Schande zu erlebe»! Geld hatten die Eltern ihre» Lndwig ihr angeboten, damit sie ihm enl-sage uud ihn freigebe, anf daß er endlich ihren Wunsch erfülle uud die ihm von ihnen erwählte Braut zum Altare führe. Geld bot mau ihr für ihre Liebe! So heiße Thränen wie diesmal hatte sie »och iiic geweint und auch noch nie so tief empfunden, wie bitter die Armut sei, selbst in den letzten schweren Tagen nicht. Al» sie endlich etwas ruhiger geworden, zog sie nochmals den Brief hervor, den sie von Ludwigs Eltern erhalte», »nd begann ihn abermals zn lese», konnte sie das Schreckliche, welches das Schreiben enthielt, doch noch immer sticht fassen; der Schluß des- selben lautet«: l ■ . .Im Falle Sie meinem Sohne freiwillig entsagen, biete ich Ihnen dafür fünftausend Gnlden — für ein Mädchen Ihre» Standes ein Bermögen! Sie werde» Ihnen sofort ausgefolgt, wenn ich Ihre schriftliche Erklärung erhalte» habe, daß Sie meine» Ludwig des Geldes wegen freigeben, der dann als gehorsamer Sohn gewiß die zu seiner Frau erwähle» wird, die wir ihm dazu bestimmt haben." Als Marie de» Brief zum erstenmal gelesen, war es ihr. al» stoße ma» ein glühendes Schwert in ihren B»se», so brannte und tobte es darin. Für wie niedrig nnd gemein mußte man sie halte», da man sich getraute, ihr ein solches Angebot zu mache» und glaube» konnte, sie werde fiir Geld die edelsten Regungen ihres ganzen Sinns dahingehen! Daß e» sonan mit ihrem LebenSgliick zu Ende, das wußte sie »uu; denn nie und nimmer wollte sie Zwietracht stiften zwischen dem Sohne nnd den Eltern und sich nicht als gehaßte und verachtete Zchwiegertoch-ter iu die reiche und vornehme Verwandtschaft drängen. Wen» sie auch uur arm, so war ihre Ehre doch rei» »»d fleckenlos. Entsage» wollte »nd mnßte sie nnn dem leureu Manne, aber nicht fiir Geld, sonder» freiwillig sollte es ge P.w.o«. W * t. 'chehen. damit « de» Wunsch der Eltern erfüllen könne, ohne an dem schlichten Mädchen, das ihn Eines Tages aber - wieder bei Sonne»- --- ... . . , ... Untergang war's — da ruhte sie au der Brust des jungen Mannes, so treu und iuuig liebte, unrecht handeln z» mimen. der zum erstenmal Worte der Liebe zn ihr sprach. Sonst mußte Rasch holte Marie 3eder, Papier nnd Tinte ^elbei. ^ sie alles Freudige laut hinausjanchzeu, diesmal aber konnte sie das »»faßbare Glück mir in einem Strome von Thränen ausweine». Und als auf ihren Lippen der erste Knß der Liebe brannte, da schien jedoch an» Schreiben gehen konnte, brachte der Postbote, sonst ein recht seltener Gast im Hanse, abermals einen Brief. Auch dies^ mal erschrak sie zn Tode »nd wie Espenlaub erzitterte ihre ganze -+ 34 Gestalt, erkannte sie doch sofort die Schrift ihres Ludwig. WaS konnte er ihr wohl noch zu sage» habe»?! War er mit Teiucin Vater einverstanden, so konnte sie ih» n»r verachte». Mit Ab-scheu wir» sie jedoch gleich daraus diesen Gedanken vo» sich und nicht einen Augenblick zweifelte sie mehr a» dem Geliebte», war er doch so gut und edel. Aber die Wahrheit hätt« er ihr seiner Äter» wegen sagen sollen, meinte sie: sofort eittschildigle sie ih» jedoch damit, daß er es gewiß nur deshalb unterlassen, um sie nicht zn betrüben. Was aber konnte er ihr jetzt schreiben? Wollte er ihr dnrch neuerliche Versicherungen seiner Liebe das Herz »och schwerer mache», als es ohiiehi» scho» war? Ach. es blieb ihr ja doch keine andere Wahl, als ihm zu entsage». Wohl enthielt der Brief ihres Ludwig Versicherungen der Liebe »nd zwar die zärtlichsten und innigste», aber das Herz wwrde ihr dadurch nicht schwerer, sondern es schien, als blühe ams »ene das zarte und schier uuverwelkliche Reis der Hoffnung in ihrem B»se» empor. Al« sie weiter« las. Überzog ihre Wau-ge» wieder rosigerSchim-mer der Freude. Wie wußte Ludwig aber auch zu bitte» und zu beschwL-re» uud durch die Schil-derung feiner (fiter» und des wirkliche» Sachver-Haltes die ver»ichte»de Wirkung deö ersten Brie» seS abzuschwächen! Wie hätte da das Vertrauens-volle, liebende Her» des Mädchens nicht getröstet werden sollen! Durch den treuen Die-»er Franz, den sie ja kenne, habe er von deui Briefe des Vaters ersah' ren, de» nur der Zorn und Aerger. daß er der Verbindung mit dem rei-cheu Mädchen widerst«-be. auf solche Weise habe schreibe» lassen. Da er-zählte er. wie gut seine Eltern seien, und ver-sickerte auch, daß sie endlich doch ihre EinwUU-gnng zur Verbind»»« mit sei»er Marie geben würde». sobald sie ei»-sähe», daß die« der ein» zigeWu»schsei»eSLebe«s. .Und liebe» werden sie Dich einst/ hieb e« in dem Briefe, .gerade so wie ich Dich liebe und mich dann preise», daß ich ihnen eine so g»te Tochter in Dir gegeben. Wen» meineMntter Dich so kennen würde, wie ich Dich kenne, so würde sie bis a»S Ende der Welt Pilger«, um Dich als Braut mir z»z»sühre». Und der Vater, wen» er auch jetzt droht »»d wettert, ist gleichfalls g»t, »nd iu kurzem wird rS ihm ergehe», wir der Mutter. Wie wenig er Dich ke»»t, ersiehst Du daraus, das; rr es wagte, Dir Geld anzubieten, als ob ich ein Mädchen »u lieben im stand? wäre, das mich des Geldes wegen opfern könnte: solch ei» »irdrigeS West» müßte ich ja verachte»! Du aber, Du hohes, edles Mädchen, würdest mich nicht um alle Schätze der Erde da hingebe», »»d auch ich lasie erst mit dem letzte» Atemzüge vo» Dir und »>ei«cr Liebe! Mei» einziger Kummer ist das schwere Herzeleid, daS Dir heute widerfahre», sonst schaue ick» getrost und honnttttgssre»dig in die Zukunft. Bald werde ich Dir als meiner lieben Braut de» Myrtenkranz in die duftigen Locken winde»; bis dahin lasie »nS in unserer Liebe froh n»d glücklich sein!- AIS sie mit den. Lese» z» Ende, schir» e» auch mit ihrem Summer vorbei z» sei», »nd eS war, als wolle die frühere Zröh-lichkeit wieder Einkehr bei ihr halte». den» es zuckte recht schel-»lisch um die Grübchen i» ihre» Wange». Da»» führte sie de» Brief a» die Lippe» »»d bedeckte ih» mit zärtliche» Müsse». Nachdem sie ihn sorgfältig zmammeugesaltet und in ihr Bnseiiinch ge> steckt hatte, holte sie ih» gleich daraus ebenso sorgfältig wiedei hervor »iid bega»» ih» andächtig vo» »c»ei» durchzulese». und anei diesmal wurde» ihm die Liisie »icht vore»thalte». Bald ersaßt, sie jedoch wieder der ganze Schmerz und Jammer. und sofort ra« ne» abermals die Thränen ans ihren Auge». So wechselte be jhr rasch hinterei»a»der hellster Sonne»schei» mit trübem Wette, Als Marie noch immer mit offene» Auge» weiter träumte wurde sie plötzlich durch daS rasche Lessnen der Zimmerthür, I» welcher ihr Vater erschien, aufgeschreckt. Er stürzte, ohne sein» Tochter zu bemerke», wild herein Er sah aus, wie ei» dem Gralu E»tstiege»er. io totenblaß war sein vor Angst verzerrtes Gesicht Mit einem halbunterdrückten Schrei fuhr er sich mit beide» HZ» deu i» die Haare, dann ließ er sich verzweifelt auf einen alte» Lehnstnhl fallen; gleich darauf sprang rr wieder empor, nm nach kurzer Zeit abermalo kraftlos zusammen»«' brechen, uuverstisudNche Worte murmelnd. ErschrockeneilteMarie ans ih» z». innig seine Hand erfassend. Da fuhr er a»f »ud starrte entsetzt seine Tochter an, die er nicht im Zimmer ver-mutet hatte. Rasch suchte er sich zu fasie», was ihn, jedoch nicht gelinge» wollte. Mit schlaff her abhängende» Armen saß er gleich darauf wieder gebrochen da, wodurch Mariens Besorgnis im-mer größer wurde, die ihn bat »nd beschwor, ihr mitzuteilen, was ih«> widerfahren sei. Mit tonloser Stimnie wehrte er ab, seinen Znstand einem plötzlich airsgetreteue» Unwohlsein »»schreibend, dessen er »icht Herr werde» könne. Als er so sprach, konttte er seiner Tochter «icht in die A»-ge« sehen, welche fühlte, daß ihn nicht ein körperliche» Leiden gnälte. so« der» namenlose Seelen-Pein. Sie meinte, daß der hartherzige Gläubiger, der Immer mit Pfändung drohte. seine Drohung diesmal zur Wahrheil mache» wolle. — Dann fürchtete sie wieder, daß ihm die Kunde davon geworden, daß man ihr Geld für ihre Liebe an-geboten. Sie wußte, da» ihr guter Vater das Leid seluesKiudeS tavfendfach tiefer empfinde» würde, als sei» eigene». Bei diesem Gedanke» wurden ihre Angen frucht, nnd innig bat sie, nachdem sie seine Hand »um Kusie an ihre Lippen geführt: „Vater, mein Herz ist stet» wahr und offen gegen Sie gewesen, nnd immer kvnnten Sie meine treue Liebe daraus lese». Jede Freude, die mich traf, haben Sie frendiger mitempfunden, nnd wie der gnte» Mutter, die uns so früh verlassen mußte, habe ich auch Ihnen stets mein Leid offenbart und Trost dadurch gesunden, daß Sie es mit mir teilten. Uud Sie wollen mir »nn ihren Kummer vorenthalte»! Vater, geteiltes Leid Ist halbes Leid, das wir vereint gewiß leichter tragen werde»!" Da sprang der Rentamtskanzlist Bre»»er vom Stuhl auf, er-regt das Zimmer durchschreitend. Nach einer Weile blieb er am Fenster stehen, gedankenlos mit den Finger» darauf trommelnd. Aber schon befand sich Marie wieder an seiner Seite, ihren An» weich um seinen Hals schlingend. .Vater, wenn Sie mir »och so gut sind, wie ehemals, so iniineu Sie mir die Wahrheit sage», verehre ich Sie doch gleich einem Heiligt»«»!" 1 Aller Mitsang ist schwer! Ruch de« tzkemSlt» vv« it. von Pergen. (Wit teil.) .illijMHp '■('■JilrtHl' mmm + 3"> + Dn wandte fr sich plöhlich III», und sie mit der kine» Hand ge> Der Rirnragnakunal. Räch dem für die Union siegreiche» «»»gang de» waltsam vo» sich abhaltend, rief er mit Mark unb Bein erschüttern- RriegH mit S»an>»» »nd wich de» Newinnnng stnim» for da« sinNichgebie« der Stimme: .Wirst Du Deinen Baler auch danu «och achten und der Vereinig!«, Staaten von Amerika erklärte PrANden« Mae »inleh. da^ die lieben, wenn man ihn einen Verbrecher, eine» Betrüger nennt?!" Verwalt»»« diese» iuteroeeanikchen Schifffahrfivege« durch Rordamerik« mehr .Um Gottes willen!" klang es entseht von ihre» Lippen. > während rö bei ihm gellend wei-tugiug: .Wirft Du Deinen Ba-ter »och achten und ehren, wenn derselbe als Kasiendieb auf dem Pranger stehen wird, wenn der! rohe Pöbel höhnend mit den kfin- > gern »ach ihm zeige» wird, nach Ihm, desien Saar i» Ehren grau geworden? Wirst Du ihn auch dann noch achten ehren^!* achte», ehre» »»d liebe» wie ^ ^ ■ÄVZÖÄ bisher! Und wen» ma» Sie zum llW» ^ • 'S' I (%)■ Pranger führen wollte, miigte L^'Vrr , man auch mich dahin schleppen! l Aber HSren Sie auf, mein Herz l ' \ jj» m l Uflaal BfciiVw9QS3mw0w^ mit TodeSauale» zu jerrelfteu! f ^Vwfv'1 Wer köuute es wage», meine» -SiSw,'"" edle» Bater einen Verbrecher „ zu nennen ?" ^ ^ ^ " *.«•' ' B' - Wfl JW « traute» Waffe fehle» vtertau- |AV/€ Gleich darauf hielt sie ihnM fest «»ttlaminert, während ein> _____ . .... , . , Weintramvf ihre» ganzen Wr> , per erschütterte. (3«rts«B»:'ft folgt.)_ Lord William Wtorgt Armstrong. Au, «Iter vo» ««»nzig Jahren »er. ..................................................... ,^wnm_. Web in seiner Vaterstadt «ewrastle ^ •« , j| jj | j , Ml ® | iiiiL ■ IKaiM ° Lord Armstrong, der englische ,Ua-nonenkdnig". — Am 2«. Rovember 1810 gebore», studierte er die «echt«-wiisenichast und war von 1832 6iJ 1847 tn Reweastle al» Strchttonioalt thätig, beschäftigte sich aber gleich-zeitig eifrig mit technische» uud Mi). sitalischen Studie». Im Jahre IS47 schied er au« der Advotatur au» uud widmete sich de« Iugenleirrioese». t Minchen zwri Masche» zugleich. Jlnrz — e« will eben nicht gehe». Hoff«« wir aber da» beste. !ie fr»u»blich<» Zurechtloeisuiige» der Schwelter werde» da« ihre dilj» beitrage», Minche» noch jn eiuer perfekte» Strickerin hrranzubilden. de»» j« geboten sei. Vor knrjem hat der Minister vo» Riearagua, L»iZ llorrea, mit dem Staal»sekretAr Hay z» <Äashinz»on de» Vertrag »ulerzeichne«. dnrch den die Revublik Nikaragua de» vereinigte» Staate» vo» Amerika die ubtigen Rechte und Privilegien für deu Bau de« geplanten Riearaguakanai« 36 riiu.lumt mit (Siiilchlitb bet fwltu Benutzung dc« 91iu 2.1» Juan nU rincl Teil« ber Ka»alro«ie. Irr Ituiun wiib Uullc VIutoril.lt uub Polizrigewalt über bei, Kaualverkehr gewührt. DI« zum Studium ber ceutralamcrikauisch«» Isthmulkanalsrag« von ben vereinigten Staate» eingesetzte technisch« Korn-»lissio» hat bereits blt Erg«b»iss« ihrer Untersuchungen am I. Dezember bei« PrSsibenlen Mac Biulet) unterbreitet, ber wenig« lag« baraus den Bericht dem Uoagres, vdersanbt hat. Die Jsthiniilkanal-Kommissto« spricht sich el«stimmig für bi« Niraraguaronte all für bie am leichteste« burchsiihrbar« Streife ant, auf der ber Kanal unter ber Beherrschung unb Verwaltung, sowie im Eigentum ber vereinigten Staate» zu betreiben sei. Die Koste» werben aus 200,540,000 Tollar geschützt, während bie Kosten eine! Kanal» über bie Landenge von Panama je nach ber gewählten Streck« aus IV6.Z7S.ZK8 ober 142,342,578 Dollar z« veranschlagen wären, Der Bericht hebt bi« v«rschi»benen Vorteile ber Wi* caragualinie hervor und betont dabei besonder«, bab bie Regierung«« von Ri> carag«a und Sostarica durch keine vo« ihnen erteilten Konzessionen behindert fei««, wahrend sich Ilolumbia durch bie ber Panam»g«s«llschast gewährte Ko»j«ss>o« ge- ,---- bunden hab« DI« Kommission schlägt für den va« be» Kanal« 2S «ngl. Fuß liefe, 160 ffufi Sohlenbreite, sowie Schleus«« von 740 Ltinge unb 74 Ruft Breite vor. Ter Kanal soll innerhalb zehn Jahren voll-endet sein. De« 27b Kilometer lang« Kanal wirb im Csten in bem Hasen Bon Sa» Juan bei Sorte (Sreljtoion) nCrbltch ber Münbing bei Rio Sa« Jia« in da« karaibisch« Meer beginnen, in westlicher Richtung bi« St«,» decken bei D«seabo unb bei Sa« Francileo durchschneiden, bei Vchoa be« wasserreich«« Rio San I««« «mich««, denselben stromauf bil zn« «Icaraguase» Verfolg««, diesei große viunengewässer i« nordwestlicher Rich-tu»g durchquere« «ud i» be« Sro&en Ceea« münde« vermittel» be» Durchstich« von La Biegen im Oft»« am Rlearagms«« bil Brito am Siill«» c bei Staubecken« Tola und bis Alusie» Rio Grande Vo» ber Lü«>« b«l Kanal» entfalle« 104 Kilomet«« aus ben Ri« Sa« Zu«, »nd 01 Kilometer aus be« Nikaragua > fee; nur 40 Kilometer find wirklich auizn-fchathtin. Der 33,( Met« betragende Niveau-Unterschied zwischen bem Nlearaguase« unb bem Atlantis« Ccea« wirb durch brei Schleusen Östlich b(l Deseadodeckenl über» munden. Die hier,« erforderliche Wasser-stauung bewirkt i,. erster Linie ein mächtiger Dam« bei vcho», ber u«terbaU> ber Hin-mfindung bei Kanatl in ben Rio San Juan be« Al«ß stromadwSrt» sperrt. Dies« Wass«r-stauung beseitigt zubem bi« Stromsch«ellen von Sastillo, valal unb Machueo im obere« Laus de» Rio San Jua». Di« Dauer ber Durchfahrt wirb aus i«lgesa«,t 28 Stunden berechnet. Wege« ber Aufrechterhaltung bei B«tri«b»l und wlhrenb be« Rächt Ist «iektrlsch« Beleuchtung bei Schlffahrtw«g«l vorgesehen. (»staub: fl) D!.' Znsaiumenberiisuiig b«r LaiibstAnb« unb der Ritterschaft tuÄij-rond ber Wessen, welche teil! zur Abhandlung von Lanbelangelegcnheite», teil» in ihre» eigenen Angelegenheit«« stattsinbon mußt« nnd 7» bie Ehren. Vorzüge, welche man einige» »»llänbische» Kansleute« zu erweisen berechtigt war. von allen biese« Privilegien ist nicht ein einzige« erhalte« geblieben, k V - ijc htiNNu 1% 1U1 «» ■■ »■ Bauer (zu fl fliieu I mir eldwebel yeldweb T 9t kennt da». Alte J«»gfLr: .De«k« Dir. eben wnrde Ich im Hau«-gang plötzlich umarmt u«b geküßt!' — Br« ber: .Sieh mal nach Dei«em Portemonnaie I" Nnerwarteter Bescheid. Buchhalt««: »Heute, Heer Prinzipal, sind «I zwanzig Jahr«, daß ich In Ihr«« Dl««st«« st«h«!" — Prinzipal: .Da sehen Sie. wie lang« ich Otedulb mit Ihn«» g«habt habe!' Doppelsinnig, Madame: »Ich hoff«, Sie si«b doch folgsam?" — DIeuftinübch««: .Alle meine frühere« Herrschasten werde« Jhne« sage», daß ich gehorcht habe!" Gras »»» Orfini, ber Haupturheber bei im Jahre >868 verübten Attentat« aus Rapoleo» III., bei dem iO Personen getötet unb IM) verton «bet würben, ber Kaiser u»b seine Semahli« aber nnv«rs«hrt blieben, trug, al» er verhastet unb in« Sefüngnl« eingeliefert würbe, einen schwarz«« Bari, ber aber in kurz«« Zeit schneeweiß wurde. Allgemein «ahm ma« bamal« an, sei« Bart sei i«solge der großen, seelilch»« Erregungen I« so kurzer Zelt weiß ge-worden, bil ei« Engländer, bal Mitglieb bei Parlament», Joseph Sow«u, in besten Haus« in Loxbou Crfini einige Woche« vor bem Attentat gewohnt hatte, mitteilt«, baß «r durch Zusall Kennini» baro» erhielt, baß Orstnl sich be» Bart z« siirbe» pflegte unb baß ba» Weißwerbe« beiselbeu Im Gesängnil «ur aus be« Mangel an ber «ölige« Haarfarbe zurückzuführen gewesen sei. St. Die siede« Leipziger Meßprivilegie«. I» alte», vergilbte« Blätter« finden wir die siebe« Leipziger Meßprivilegien, die «d«nsov!ele Jahrhunderte befanden und vom Rat sowohl wie der Kaufmannschaft peinlich bewacht und beschützt warben, verzeichnet. DI» steben Privilegien ber Meßbesncher bestau-be« barin: 1) Daß bie Meßbesncher, bie sich ber Haupt- n«b Heerstraße» be-ble«te«, samt Ihren Diener«, Waren unb «eschirre« unter lanbelherrlichem und kaiserlichem Schutze sta«be«. 2) Daß sie lo.lheenb ber Messe von aller Bekümm«r«i», Beschwer«!« unb Arrest sr«i >il« sollten. 3) Daß ste Zölle gar «icht ob«» nur geringen leil« z« entrichten hatten; 4) Daß bie etliche Meile» um Leipzig liegeube» Stilbt« unb Alecken znm Nachteil ber Leipziger Messe» feiti« öffentlichen Aahrmiirkte halte» barste«! 5) baß Leipzig ba« Stapelrecht Um Dopfpslanze« ri» üppigeS Aussehe« z» ««halt»», setzt man beim Gi«h«» aus l Liter Wasser eine« Jingerhul voll Weingeist z»l. nach «I«> bi« zweimaliger A«we«bung st»ht man b«n Erfolg, Gebäck««« Hrfenschuitte». « gehäufte Eßlöffel Mehl werbe» mit >/, Liter lau«r Milch, «twa» Salz, 2 ganz«« Eier«, i Eßlöffel zerlassener Butter, l Eßlöffel Zuckn unb l Löffel Hese z» einem leichte« Teig ge-r»hrt, welche» man a» eine» warme» Ort zum Ausgehe« stellt. U«terb«ss»» werben fingerdicke »ad rbtnsolang« Scheid«« vo« oltgrdackenem gwleback obe« Milchbroten ge-schnitt««, dies« I« be« Teig getaucht unb im heißen Schmalz aus beiden Seit«» gebacken Mit Zuckrr bestreut werden bie Schnitte» «och «arm ausg«trag»« «nd mit Kompott von bürr«« Zwetschgen ober Kirschen ver-speist. Der Teig bars weder zu bick noch z» bl«a («in und muß mesierrlickenhoch an den Schnitte» beim Backen hänge« bleiben. U» eifeme Weeäte gegen Rost z« empfiehlt sich ei«« Milchung von itt, welche« burch «»«braten von I Kilo Speck, bem bann 30 Gramm Kampfer unb «twa» Graphit b«ig«geben werden. gewonnen wirb. Mit dieser Mischung bestrichen «nd nach 24 Stunde« mit «i««m weiche» Lappen abgerieben, zeige» die Geräte nicht «ur eine stühler»« Farbe, sondern sind auch a«f längere Zeit vor be« zersetzende» Ein-flössen der atniosphürischen Lust derart ge« schützt, daß sie nicht roste« könne». Die Zwiebeln finb am besten vor tan Apiwachse« geschützt, wenn rufe* Mefetbeu nltt Ihren eigenen Stengeln zusammenflechtet, bal heißt «In» Zwiebel a« bie anbete. Sollten ab«r gar kein» Stengel «ehr an de« Zwiebel« vorhanden sei«, so flechtet man zopfartig mit Stroh, bi» man eine ziemlich lange Reih« hat. So führt «>a« fort, bi» alle Zwiebel« el«g»fl»cht«n find, dann hüngt «an dieselbe» i« einem trockenen, frostfreien Raume a« der Decke auf. Ich habe bi» setzt »och keine Zwiebeln, derart deha«d«it, a«iwachse« s«h««, wohl aber solch», w«lche los« liegen bliebe«. tiocM, statt ?- schlitz»». Feit. w« B G R »Hl M " A A A A A A C 0 D K K K I I I N K H N K R R R A A A A A Ei ?8L N O 0 R R R T T Di»»a«tr»«sel. tle Buchstaben i« borstehenber i>ignr sind so A B B R " R R 8 T T ü U U UVV X 9Ö a L L L M 0 0 o ■■uaftcDen, daß fot nitSben: I) «in I ») «»< eium». 4) ») «ine «tobt In Cp il folaenbr BrultbituMcn daran« ein Konsonant ♦) (lln onfonont t) Ein Monat. . Ei«« Stakt In ArantcrUb. «ponlrn. ») Vlnt Stakt In ber Provinz Lachsen. ?) Sine Blume, ladt In der »reufcllrtKn Provinz Btnn-.»)•«« deutsch«» ©etzoütiitB. 10) «Ine deutsche Hasenltabt. II) »In nxidlicher Knntv. II) eine «takt In »urb«ss«n. 1») lltn ftonfonant «Ink die «drter rlchti« Gesunken, so er«ledt die senkrechte »ittelrelhe eine «ezelchnnna llit ~ "* *" "" "t«l« Golgatha oder «chükelsiaiic % II Mitftl. 9» findet sich I« «chlo» unk Hitte. Bald III e» groß — kalk ist e» Rein, «an lahir» manchmal bei jedem «chritie. Oft Isr» für dich oft allgemein. — Der «rügt et seufzend, der mit Würde. Doch jedem ist el eine Büede. Benn lln (in>er A« «uslisuug. Wwei Zeichen nun vertauschte ld! «tun Nina?» u«k rausch!. M an der Liebsten Pforte! «ach isi'l kalk mit, kalk .»dne Worte", loch wo'» vom Irsten war der Geunk. l>a thuf» auch seine Tief« tunk. St V R 1 » U I V H E I N I 0 0 L k B l N D L N M I l> I N D F. I A K A I U D B R v » o 8 X K Logogriph. Schachlösnng: »i «lebt mit I» zum Meere»strank Ar. I. Th»-b1 8 : T Und lebt mit U im Zrapenlnnk. D f I—» « f etc. «usiisung folgt In nächster Rummer. Auflösung«» «n» voriger R«m«ier: De» Aätsell! Regen, Neger. le» Homonym»: Hydra. «Ue Aechir »»evennlie«. - - Verantwortliche Sedofiton von (krnst Pselssee, aecrutft unk herautgegeken von «reiner & Pfeiffer In Stuttgart