Verwalt«»,,: Koth«v»gasse Ar 6 IrttMu Wr. 11, lnloiitiii 8«WI - « "otuiqcs ®ims tu tcvgca «nttitiarta ...«,« filtiCiJ'KI . . . . K « 40 •muiibrij. . . . K lif'iO Dk 4111» sui ruStfluH »> t'ool : V!l»»tlia , K V— rnntttimm . . . k *•- e«Jhatrtj . . . . X «•— düRfUutta . . .» iic— f«t SuCut cittta« *4 rw » BW»» Me Kttmaltuag ®e«ft •rttAr.ii N| »« biBie-l h# fi'B'.cn tfktiitro u . t r>»t Ooftt- ttlftf.m rttB Jdtiei* Hob &an»ta{ »•>«*« fot'SiuIirta-aem« 8».»:>0 Nr. 71 Dir nittionalr Abgrenzung im Lüden. Unter dieser Ueberschrist hat in Agram ein Südslowe eine Schrift erscheinen lassen, als „Bei-trag zur Realisierung der Selbstbestimmung der Böller Oesterreich-Ungarns", eine Schrift, die der SlovenSki Rarod als den ersten öffentlichen Schritt auf dem Wege zum praktischen Ausbau der südsla» wischen Deklarationspolitik bezeichnet. Diese Schrift ist berufen, in deutschen Kreisen die größte Aufmerksamkeit zu finden, da sie ohne Scheu die südslawi-schen Bestrebungen ausdeckt und gewissermaßen einen authentischen Beweis dafür liefert, daß die Südsla-wen die vollständige AuStilgung des Dtutschlums in Südsteiermark, sowie in Kärnten einschließlich der Stadt Klagenfurt bis zum Zollselde anstreben. Der Verfasser hält daran fest, daß die Serben, Kroaten und Slowenen eine einheitliche südslawische Nation, die „Iugoflaven" bilden, lehnt sür die Albgrenzung des Nationalstaates der Südslawen die nationale Autonomie Renners mit dem Personali-täitSprlnzipe ab und verlangt sür die Cüdslawen ein icst umgrenztes einheitliches Staatsgebiet. Es heißt da: «Die Hauptrichtlinie ,n der Verfolgung des Selbst-beftimmiingsrechlcs der Nationen ist und bleibt, diß in das nationale Staatsgebiet möglichst viele Volks-genossen, Sprachsremde jedoch nur unter dem zwin-genden Gebote außerordentlicher Umstände eingereiht werden.' Sein Herz krampst sich in Schmerz und Zorn und VergelnmgSgesühl zusammen, wenn er daran denkt, daß sich „der slawische Volksstamm bis an die Donau, den In» bis tief ins Salzburgische und Pustertal hinein erstreckte". Er ttäumt davon, daß »im Tal der Jsel das Volk so singt wie an der Save", und Thomas Koschat .habe die unsterblichen Volkslieder der Kärntner Slowenen Sie ist seine Kran . . . In der „Oesterr. VolkSzeitnng" er-zählt jemand dieses Geschichlchen von der Gepäcksvisitation an der ungarischen Grenze: Im Kupee dritter Klasse sprich» man laut davon, daß jetzt jeden Augenblick die Visitation des Reisegepäcks zu erwarten sei. Eine Frau, die in dem übersüllten Wagenabteil wie eingekeilt zwischen zwei Herren sitzt, scheint durch das Gespräch sichtlich be» unruhigt. .Wird denn wirklich alles nachgesehen?" wendet sie sich an den gegenübersitzenden Herrn, einen Mann mit grauem Kopf- und Barthaar. .Jawohl, liebe Frau, alles." .Und sie nehmen einem alle« fort?" „Na, alles grad nicht!" lachte das Gegenüber. Solch schlimme Räuber sind die Ungarn den Oester-reichern gegenüber denn doch nicht. Nur was sie am LebenSmitteln im Gepäck finden, lassen sie nicht aulSführen." »Mehl auch?« „Das will ich weinen! Mehl in erster Linie!" Die Antwort wirkte auf die Frau bedrückend. „Mein Gott!" jammerte sie. „Und ich hab' dwrt in meinem Handkoffer sieben Kilogramm feines Miehl." Gerade betr^« Gc> f «n it Begleitung i, Samstag den 6. Oktober als Schwingungen der deutschen Volksseele harmo-nisiert." Ec denkt an die Zeiten, wo „die sloweni-schen Lehensmannen in Graz ihren Eid und die Habsburger am Zollfelde vor den freien ,loweni-schen Bauern das Herrschelgelübde in slowenischer Sprache ablegten". „Das Zollseld", so rust er aus, „werden wir niemals ausgeben, es muß unser Will' sahrtsort sür immer werden". Die Abgrenzung des Gebietes will er nicht nach dem Bekenntnisse des einzelnen, nicht nach den Ergebnissen der Volkszählung und der Umgangs» spräche, die er entschieden ablehnt, vornehmen, son-dern durch die objektive Feststellung der nationalen Zugehörigkeit und kommt hiebei zu dem Ergebnisse, daß in das geschlossene slowenische Sprachgebiet auch Marburg, Klagensurt und Villach einzubezichen sind, von Cilli, Pettan und Bölkermarkt gar nicht zu sprechen. In Cilli gäbe es überhaupt nicht mehr als 1000 Deutsche. Es werden in der Broschüre folgende TeilungSgrundsätze aufgestellt: Die Trennung der nationalen Gebiete zwischen Slowenen und Deutschen ersolgt in erster Linie auf Grund der.nationalen Zugehörig!«:.! der Bcvölke-rung. Hiebei ist die cthni che Zugehörigkeit der Sied-lung aus dem flachen Land« aus Grund älterer ob-jektiver Materialien festzustellen. In den Städten ist vor allem festzustellen, aus welchen Gebieten und in welchem Umfange die Zuwanderung stattfindet. Hiebei ist von den Stadtbewohnern nur die „produk-live Bevölkerung" (Arbeiter, Fabriksbedienstete und Handweiker) in Betracht zu ziehen, während die Beamtenschaft und die vermittelnden Stände (Kauf-leute, Rechtsanwälte, Notare, Berufe mit geistiger Arbeit) sowie „die parasitäre Kaste" auszunehmen sind. Städte und Jndustrieorte, die an der^ Sprach-grenze liegen, sind darnach zu beurteilen, woher sie überwiegend und dauernd Zuwanderung erhalten und sür welche Gebiete sie nach ihrer Lage »orwie- eines Soldaten zur Visitation der Gepäckstücke den Wagenraiim, Zu kurzer Zeit sind einige Reisende abgefertigt. Nun wendet sich »er Gendarm an den Mann mit dem roten Schnurrbart: „Bitte, Ihr Reife-gepäck! Haben Sie darin Lebeusmittel?" Der Mann hebt seinen Reijekosser vom Ge» Päcksnetz herunter und öffnet ihn. „Sie sehen: nur KleidungS- und Wäschestücke. Aber meine Frau hat dort in ihrem Reisekorb sieben Kilogramm Mehl." Mit einem Ruck holt der Gendarm den Korb herunter und sagt dabei zur Frau: „Haben Sie das Mehl darin?" „Ja. aber ..." „Bitte, kein Aber! Geben Sie das Mehl her 1" Die Frau öffnete den Handkorb. „Aber ich muß Ihnen doch sagen . . .!" „Nichts brauchen Sie mir zu sagen!" nnter-bricht sie der Gendarm abermals. „Ich habe nicht viel Zeit." Et nimmt die drei Päckchen Mehl, übergibt sie dem Soldaten und sagt hiebei: „Seien Sie froh, daß Sie keine Strafe erhalten. DaS haben Sie Ihrem Manne zu verdanken, weil er e« ange-geben hat." Die Frau wirft einen bitterbösen Blick auf den 42. Jahrgang. gend Verwaltungs- und Wirtschastszentren sind. Eine Anordnung des so erfaßten NationalgebieteS durch Zuteilung ethnisch fremder Gebiete ist nur bei sehr überwiegenden Wirlschasts- und Wände-rungSverhältnissen und nur aus unumgänglichen Ber-kehrSrücksichten statthaft. Der deutschen Minorität in diesem südslawi-schen Gebiete will der Verfasser damit gerecht wer»' den, daß er die Mitglieder dieser Minorität zwar als gleichberechtigte Staatsbürger anerkennt, ihnen jedoch in der öffentlichen Betätigung der Sprache dem nationalen Charakter des Staates entsprechende Beschränkungen anserlegt. Sie könnten zwar Schulen gründen, hätten jedoch aus öffentlichen Mitteln nur Anspruch aus Subventionen im Ausmaße der Ent-lastung der öffentlichen durch die privaten Schulen. Damit wäre alio tas Selbstbestimmungsrecht der deutschen Minderheit vollkommen aufgehoben. Es wär« ein« vollständige Unterdrückung dieser Mino-rität, die mit dem so vollkommenen Selbftbestim-mungsrrchte der Völker Oesterreichs, wie eS durch den Artikel l'.) des StaatSgrundgesetzeS heute ge-währleistet ist und auch sehr frei und ungehindert geübt wird, in krassem Widerspruche stünde. Die Art und Weise, wie dieses südslawische Staatsgebiet zu bilden ist, stellt sich der Versasser ziemlich einfach vor. In erster Linie müßte eine Verhandlung und Aussprache zwischen den beteilig-te» Nationen versucht werden. Kommt es hiebei nicht zu dem angestrebten Ziele, „dann ist eine ein» veiständliche verfassungsmäßige Regelung vor Friedensschluß unmöglich, dann devolviert die VerHand-lung und Entscheidung eo ipso an die Friedens» lonserenz". Unsere Südslawin verlangen also, daß die Er-richtnng eines solchen südslawischen Staates, durch welchen Hunderttausende bodenständiger deutscher Bürger und Bauern ihrer angestammten Heimat be- Angeber und will etwas sagen, «ber das heimliche Augenzwinkern des Mannes läßt sie schweigen. Erst als die beiden Unisormierten das Koupee verlassen haben, bricht der Sturm los. „Herr, wie können Sie sich unterstehen . . . ?" sährt die Frau aus. „Eine Gemeinheit!" rust ihr Gegenüber, der Graukopf. „Und seine Frau uennt er sie!" „Aber^ meine Herrschaften!" Nur kein« Auf-reguiig l Sie, liebe Frau, werden mir schon ver-zeihen, daß ich Sie sür ewig« Augenblick« eigen-mächtig zu meiner Frau gemacht habe. Meine rechte Frau wird mir darum auch nicht böse sein. Schauen Sie: Ihre sieben Kilogramm Mehl hätten Sie doch ohnedies hergeben müssen. Ich hab'S gleich erkannt, daß sie in Ihrem Handkord nicht gut untergebracht sind. Da hab' ich mir gedacht: Zch werde Ihnen durch mein kleines Manöver Ersatz bieten. Sie müssen nämlich wissen: Weil ich Sie angegeben habe, hat der Gendarm mein eigenes Gepäck gar nicht mehr angesehen. In meinem Koffer h»be ich 20 Kilogramm, in meinem Rucksack, da unter der Bank, 10 Kilogramm und dort in meinem Zlliantel 2 Kilogramm. Da kann ich Ihnen leicht Zhr der» loreneS Mehl ersetzen." Und unter dem hellen Gelächter der Reise-geführten reicht er der Frau einige Päckchen deS kostbar gewordenen Pulvers. Gerte 2 HeAifcho WachL Viatraer 71 raubt werden sollen, bei der Friedenskonferenz un> ter dem drucke der Entente von dem habsburgifchen Staate herausgepreßt werden soll. Und die Süd-slawen fühlen sich in dieser Forderung schon ganz eines Sinnes mit unseren Feinden, so daß sie es für eine ausgemachte Sache halten, daß ans der Friedenskonferenz gegenüber den siegreichen Oester-reichern und Deutschen die Verwirklichung dieser Forderung erzwungen werden könnte. Die Südslawen stehen daher in der Frage, wie die Zukunft Oesterreichs gestaltet werden soll, ganz offen im Lager unserer Feinde, die vor Kurzem in einer führenden englischen Zeitung den Standpunkt »«treten baden, daß ein dauernder und gedeihlicher Friede nur durch gewaltsame Auslösung der öfter-reichisch-ungarischen Monarchie erreicht werden könne. Für jeden, der die Geschichte der letzten Iah-Hunderte überdenkt, ist es ein Ding der Selbstverständlichkeit, daß durch Staatenbildunzen, wie sie nach der südslawischen Deklaration angestrebt wer« den, der Zerfall der österreichifch-ungarischen Mon-archie unvermeidlich ist. Die Südflawen verlangen einen eigenen souveränen Staat, sie fordern für ihre Nation als Grundlage des Bestandes die Gebiets-hochheit und de» staatlichen Charakter und von die-sen Requisiten de» nationalen StaatSlebens führt nur noch ein Schritt zur vollständigen staatlichen Selbständigkeit, die mit der Erkürung eines natio-nalen Herrschers vollendet ist. In dieser Richtung gewährt uns der Verfasser der Broschüre ei«en deutlichen Blick in die Zukunft. Er sagt: „Zu leugnen, daß unser nationale Hader starte Mitschuld am Kriege hat, wäre widersinnig." Bei diesem Sa»e mvfsen wir ihm zustimmen. Die Hauptschuld am Kriege war die furchtbare Mord-tat von Sarajewo, die ein Werk der südslawischen Großstaatspolitik der Belgrader Kreise war, jenes Belgrads, das von slowenischen Führern wenige Wochen vor dem Mordanschlage auf Erzherzog Franz Ferdinand als die Metropole des flämischen Südens gefeiert wurde. 1 So spielt die Ursache deS Krieges in der De-llaration unserer Südflawen weiter und so soll sie auch bei der Friedenskonferenz mitwirken zu dem von der Entente angestrebten Zerfall Oesterreichs. Auf die Einzelheiten der hier besprochenen Schrift wird noch zurückzukommen sein. Aus Stadt unk» üuiD. Leichenbegängnis. Montag nachmittags wurde die Großkaufmannsgattin Frau Ntta Stiger unter massenhafter Beteiligung zur letzten Ruhe de-stattet. Bor der Halle des städtischen FriedhofeS sprach Pfarrer May ein ergreifendes Gebet voll hoher Gedanken, unter dessen Eindrucke die vielen Hunderte, die der allgemein verehrten Frau dos letzte Geleite gegeben hatten, von tiefer Erschütterung ergriffen wurden. Hauptversammlung der Südmark. Die Hauptleitung des Bereines Südmark teilt mit, daß infolge Vergebung des KammermusiksaaleS für eine andere Veranstaltung die für 21. d. angesetzte Hauptversammlung des Vereines auf den 28. d. verlegt werden mußte. Der Ort und die Tageszeit der Versammlung bleiben unverändeit. Auszeichnungen im Schuldienste. I» Anerkennung langjährigen, sehr ersprießlichen Wir-ken» aus dem Gebiete des Schulweieiis wurde den Oberlehrern Simon Chvate in Kleinjonntag, Mal-lhiaS Herbst in Pischelsdorf, Franz Lorber in Froßlau. Anton Gnus in Do!, Ernst Slanc in Pletrowitsch und der Oberlehrern Marie Mayer in Gnas der Titel „Direktor-, bezw. „Direktorin" verliehe«. Kriegsauszeichnung. Die kaiserliche be-lobende Anerkennung wurde bekanntgegeben dem Ldst.-Oberarzt Dr. Rudolf Sadnik beim Feldspital Nr. 1503. Evangelische Gemeinde. Morgen findet in der EhristuSkirche um 10 llhr vormittags ein öffentlicher Gottesdienst statt. Bon der Südbahn. Versetzt wurden die Inspektoren und Heizhausvorstände kaif. Rat Jng. Karl Plhak von Villach nach Marburg, kais. Rat Jng. Gustav Heschl von Lienz nach Villach, der Oberrevident Joses Tscharre von Marburg Heizhaus nach Marburg Werkstätte. Spende. Anläßlich des Heimganges des Laibacher evangelischen Pfarrers Herrn Dr. Hegemann spendeten Herr Professor Walter und Frau an Stelle eines Kranzes 20 K zugunsten des Kriegs-schatzes der evangelischen Gemeinde Cilli. Gedächtnisspenden. An Stelle eines Kran-zeS für die verstorbene Frau Rita Stiger spendeten: Für den Witwen- und Waisenfond des Ins. Reg. Nr. 87: Familie Dr. Georg Skoberne 30, Familie Putati 10, Familie Rebeuschegg 20, Depot der Brüder ReininghauS 20, Freiw. Feuerwehr Cilli 20, Anton Neubrunner 20, Eheleute Leskofchegg 50, Wünsch u. Komp., Traiteure tu3 GarnisonsspitaleS Nr. 9 50, Familie Jugovacz 50. Spinkasse der Sladlgemeiiidt Cilli 50, Spar- und Vorichußverein 50, Bankdireklor Böttisch samt Frau 20 5?; für den Witwen- und Waisenfond deS Schützen-Reg. 26: Rudolf Sadnik 2.'», Familie Putau 10, Familie Rebeuschegg 20. Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli 50, Spar- und Vorschnbvcrein 50 K. sür den In» validensond des Ins. Reg. 87: Dr. Rudolf Sadnik 25, Familie Generaldirektor Walter Dickin in Schloß Einöo 100, Rechtsanwall Dr. Fritz Zangger 50 K; für die zu errichtende Küche für Kinderausspeifung: Familie Hans Jeschounigg 100 K; sür das Rote Kreuz (Zweigverein Ctlli): Frau Natalie von Ge-ramb 30 K. Heldentod eines Cillier Sicherheit?-Wachmannes. Der städtische EicherheitSwachman» Johann Schwarz, i>tr als Zugführer eines Land-stürm-Jnf.-Bataillon eingerückt war, hat nach einer amtlichen Meldung a»> 19. August 1917 auf dem südwestl chen Kriegsschauplätze den Heldentod erlitten. Es ist dies der zweite Cillier Sicherheitswachmann, der auf dem Felde der <$h« gefallen ist. Auszeichnung eines Cilliers. Der Brauereidirektor Georg Sima in Donauefchingen, den kürzlich unser «aiser für Verdienste um daS Rote Kreuz das Ehrenzeichen zweiter Klaffe verliehen hatte, wurde nunmehr von seinem derzeitigen Lan-desherrn, dem Großherzog von Baden, mit dem Kreuze für freiwillige KriegShilfe ausgezeichnet. Freiwillige Feuerwehr Cilli. Die Firma Kurka und Witdi in Heilenstein fpenbe'e der Freiwilligen Feuerwehr in Cilli zum Zwecke der Anschaffung eineS Rettungswagens in hochherziger Weife den Betrag von 300 K, wofür ihr auch an dieser Stelle der herzlichste Dank ausgedrückt wird. Um des guten Zweckes willen wäre es nur zu wünschen, daß dieses Beispiel eisrige Nachahmung finden würde. — Anläßlich des TodeS der Frau Rita Stiger spendete die Wehr anstatt eine» Kran-zeS dem Witwen- und Waisenfonde deS 87. Ins.-Reg. den Betrag von 20 K. Musikalische Veranstaltungen in Cilli. Die Konzertdireklion Hippolyt Böhm plant Heuer in Cilli eine Reihe hochinteressanter musikalischer Bei-anstoltungen. Näheres in der nächsten Woche. Vorkehrungen für die Bekleidung der Bevölkerung. Als Landesbekleidunzsstelle sür Eteiermark wurde die WirtschaftSabteilung des steiermärkischen Gewerbeförderungsinstitutes, Graz, Burggasse 13, bestimmt. Daselbst wird seil Wochen an den mannigfachen Vorkehrungen gearbeitet uns erfolgt in kürzester Frist die Verständigung an die Oeffentlichkeit, wann die Bedarfsprüfungsstellen, die in allen Bezirken Steiermarks «richtet werden, mit der Ausgabe der Bedarssbescheiniguiigen begini en. Jnfolange im Verwaltungsbereiche der steiermärki» schen Statthallerei die in der Verordnung, betreffend Vorkehrungen für die Bekleidung der Bevölkerung, vorgesehenen Einrichtungen ihre Tätigkeit nicht auf-genommen haben, kann die Deckung des allerdrin-gendsten Bedarfes (Todesfall, Brand, Elementar-ereigniffe usw.) von der jeweiligen politischen Behörde erster Instanz oder vo» der LanvrSbekleidungs-stelle genehmigt werden. ES wird auf die diesbezügliche Verordnung der Statlhalterei verwiese». Im übrigen ist aber schon jetzt der Verkauf aller zur Anfertigung von Kleidungsstücken oder Leibwäsche geeigneten Web-, Wirk- und Strickwaren ohne Un-terfchied des Materials, aus welchen sie bestehe», an Bedarssbescheiuigungen gebunden. Desgleichen der Verkauf aller aus Web-, Wirk- oder Strick-waren ohne Unterschied des Materials angefertigten Männer-, Frau «- und Kinderkleider (auch Ueber-kleider), ferner auch alle Arien von Leibwäsche und sonstiger Unterkleidung, Taschentücher, Strümpfe und Socken; aller noch gebrauchsfähigen getragenen Klei- dungsstücke und aller sonstigen vom Handelsmmiste-rium im Interesse der Versorgung der Bevölkerung mit Bekleidung fallweise als bedarfsscheinpflichtig er» klärten Waren. Der freie Verkauf aller der hier be-zeichneten Waren ist mithin schon jetzt verboten und setzen sich Zuwiderhandelnde den strengsten Straf» folgen aus. AuSgenomn.en von der Be»arfSfchein-Pflicht, mithin frei verläuflich sind z. B. ganzfeidene und kunstseidene Stoffe, Seidensami, fertige Beklei-dnngsstücke, die ausschließlich aus 5!eder bestehen; ganzseidene und kunstseidene Strick- und Wirk-waren; Herrenkragen, Manschetten, Vorhemden und Damenputzkragen; Gummimäntel; fertige Militär» uniformen, Spitzen und Spitzenstoffe, Säuglings-wäfche und Wäsche für Kinder bis zum Aller von 3 Zähren und einiges andere. Bierjahrhündertfeier der Reforma-tion. Bekanntlich haben im Deutschen Reiche schon seit den, Frühsommer anläßlich dieses Jubiläums bis aus diesen Tag große Festveranstaltungen statt-gefunden. Sie werden ihren Höhepunkt am 3 l.Oklober erreichen. Auch die österreichische evangelische Kirche hat zunächst in Wien eine Festwoche abgehalten. Die Gemeinde Cilli wird gleichfalls, der großen Bedeutung des Ereignisses entsprechend, zunächst am Sonntag 14. d., soweit dies heute möglich ist, sich an der Jubelfeier der steirischen Gemeinden in Graz beteilige«. Am 15. d. findet abends in der hiesigen Christiiekirche ein Festvorirag des Wiener Privat-dozenten Lic.-theol. Dr. phil. Karl Völker über „Luther und die Grundlegung unserer Kultur" statt. Am 31. Oktober wird in feierlichster Form die Ju° belfeier in der Kirche stattfinden. — Vor 100 Jahren beteiligten sich an dieser Feier auch zwei Mitglieder des Kaiserhauses, die Erzherzogin Henriette. Ge-mahlin des Erzherzogs Karl und Erzherzogin He? mine, zweite Gemahlin des Erzherzogs Josef. Für den damals herrschenden Geist ist eS bezeichnend, daß bei dieser Resormalionsfestfeier der berühmte Pianist Andreas Streicher mit 60 wohlgeübten Sängern und Sängerinnen in der lutherischen Kirche mitwirkte und der Kapellmeister deS StefansdomeS mit 24 feiner Sänger und dem Domorganisten an der Spitze in der Wiener reformierten Kirche den musikalischen Teil leitete. Auch katholische Pfarrer in Oesterreich nahmen, wie auch allüberall die Ver-treter der Behörden, an dieser Jahrhundertfeier der evangelischen Kirche teil. In Reu-Sandez geschah eS, daß ihr Prediger am S. lasse der Feier vom Kreis-amtmann „herzhaft und gerührt" umaimt worden ist. Wien und Venedig, das damals auch zu Dester-reich gehörte, ließen Denkmünzen schlagen; die ost sehr ansehnlichen Festk< lleklen wurden teilweise selbst der Krankenpflege katholischer Orden, in Wien den Barmherzigen und den Elifabethinerinnen, gewidmet. Pfarrer Dr. Hegemann als Leiche geborgen. Nunmehr wurde die Leiche des evan gelischen Pfarrers von Laibach Dr. Othmar Hege-mann geborgen. Nachdem die vo» Bergsteigern, Jägern und Soldaten unlervommenen ersten Rach> forfchungen erfolglos geblieben waren, begaben sich am 20. d. zwei Mitglieder der Sektion Krain des Deutschen und Oesterreichischen AlpenvereineS, die Herren Obmann Ludwig uno Bankbeamter ftuß in Begleitung eines Augenzeugen des Absturzes, des Realschülers Ruda, zur neuerlichen Nachforschung in die Sleinec Alpen. Dank der gulen Aufklärung durch Ruda gelangte die Gruppe unter Führung zweier Jäger an die Unglücksstelle und schließlich an den Fuß der Absturzwand. Die Leiche Dr. Hegemanns lag dort verborgen in der von ein«r über meterhohen Schneezunge und der benachbarten Felswand gebil» deten meterbreilen Kluft. Dr. Hegemann, der am 14. September ober der Felswand „Gamsstcig" bei dem Versuche, eine Blume zu pflücken, vor den Augen seiner jugendlichen Begleiler wohl über 250 bis 300 Meter abgestürzt war, muß sofort tot ge-wefen sein. Seine llhr zeigte 8 Minuten über 11 Uhr. Die Leiche wurde zuerst nach Stein gebracht und dann nach Laibach übergeführt, wo die Bei-setzung erfolgte. — Pfarrer Dr. Hegemann hinter-läßt außer der Witwe Luisita, geb. Carl, drei Kin-der Paul, Elisabeth und Dielftiev. Laura Wolzogen in Marburg. Aus Marburg wird uns geschrieben: Am L8. Seplem-ber fand im großen Kasinosaale ein Lautenlieder« abend Laura von WolzogenS statt, der sehr gut be-sucht war. Es waren auch prächtige Liebeln, die man da zu hören bekam. Der Beifall war rauschend und steigerte sich von Lied zu Lied, ein Zeichen, wie der innere Kontakt zwischen Künstlerin und Publikum zunahm. Zum erstenmale hörte man hier zwei Lieder HunS WamlekS.gdeS äußerst begabien Marbrger Komponisten, dem wir nur einen Rat mit in seine hoffnungsfrohe Zukunft geben wollen: möge « im flhimmrr 71 Sinne jener gesunden, schlichten, tiefen Volkslieder weiterarbeiten, wie Laura von Wolzogen sie in solch hervorragender Art brachte. Nährmittelausgabe. Das Landeswlrt-schanSamt teilt mit: Bahnversendungsschwierigkeite» verursachten eine Slockung in den sür de» Landes' bedarf bestimmten auswärtigen Zuschöben an Nähr-Mitteln. Jnfolgedeffkn mußte die sür den 30. Sep> lember in Aussicht genommene erste NährmittelauS-e;abe vorläufig noch hinausgeschoben werden. DaS LandkSwirtfchaftSamt sucht den raschesten Zufchub der Nährmittel zu rrieichen, damit die AuSgabe so rasch al« möglich wenigstens im nachhinein erfolgen kann. Soldatenbegräbnisse. In den letzten Ta-gen wurden nachfolgende Soldaten, t welche in den hiesigen Spitälern gestorben sind, am städtischen Helden-Friedhose beerdigt: am 2. d.: Ldst.Jnf. Anton RadymSly. JR. lv; am 3. d.: Aohann Elimfek. TrB. 3. Ins. Jan Hladit, JR. 18; am 4. d.: Ins. Sandor Sztauisza. HIN. 23; am 5. d.: Korp. Stesan Guiufek. JR. d7, Ins. Anton Robnik, JR. »7. Jäger OSman Kastatimovic, tech. gJBaon. 4/3. Honv.Jnf. Wasilq Panlyuk, Honv.» JR. 12-, am 6. d.: Pionier JanoS Kalona. Pio nierbaon 7. Das Bäckergewerbe ist seit längerer Zeit schon in einer recht unangenehmen Lage. Die Koh-ltnversorgung läßt mehr als zu wünschen übrig und die MeHlzKweisung ist in den meisten Fällen auch völlig unzureichend, während die Großbetriebe die Arbeit kaum bewältige» können. Der Mißstand geht so weit, daß in vielen Fällen die jetzt recht bohrn Regiekosten kaum hereingebracht werden kön« nen. Um eine Abhilse dieser Uebelstände zu veran-lassen, hat der Verband der BezirkSverbände und Gewerbegenosievschasten im Handel-kammersprengel Graz, (Graz. PauluStorgasse 17), zwei entsprechende Eingaben an die Ctatthalterei gerichtet, aus deren Berücksichtigung man wohl hoffen darf. Die konstitutionellen Grundlagen des serbisch kroatisch slowenischenKönigreichs „La Serbie" bespricht die konstitutionelle Organisa« tion des zukünstigen jugoslawischen Königreiches, das von einer einzigen, drei Namen sührenden Nation gebildet werden soll und dessen konstitutionelle Grund-lagen i« der in Korfu zwischen der serbischen Re-gierung und dem südslawischen Komitee vereinbarten Deklaration festgestellt worden sind, in der die Ver-einigung dreier Nationen, die untcr dem österreichi-schen Joche seuszen, zu einer einzigen Nation end-giltig festgesetzt wird, und zwar in der Art, daß sie fortan, mit Serbien vereinigt, einen einzigen unabhängigen. demokratischen nationalen Staat repräsen-tieren. Die Erkläiung des südslawischen Komitees, in welchem die hervorragendsten Repräsentanten der drei Brüdernationen da» Wort führen, sowie der zwischen dem Komitee und der serbischen Regierung abgeschlossene Vertrag betreffend die Vereinigung der drei Namen führenden jugoslawischen Nalion s kiehr mit Wein- und Obstmost im Kronlande Steier-mark derzeit keinerlei Beschränkung unterliegt. Obst als Reisegepäck. Die Mitnahme von frischem Obst alS Reise-Mundvorrat, Hand- oder Reisegepäck ist, sosern kein ausdrückliches AuSsuhr-merbot besteht, ohne Transportschein zulässig, vor-aiuSgesetzt, daß sich die mitgefühlt« Menge in den dZurch die Sachlage gezogenen üblichen Grenzen hält mnd diese Form der Beförderung nicht zur Umgeh« uung des durch die einschlägigen Verordnungen sest-gzesetztei, TranSportscheinzwangeS mißbraucht wird. Deutsche Wacht Belobende Anerkennung für Süd bahnbeamte. Die belobende Anerkennung des Kommandos der Jsonzoarmec rvnrdc nachstehenden Südbahnbeamten ausgesprochen: dem Oberinspektor Jng. Kamillo Washington-Walenta in Marburg; den Inspektoren Karl Fi'ichsl in St. Peter, Kaiser!. Rat Dr. Tech». Adolf Friedl iu Marburg, Jng. Cdnard Jluck in Eilli; de» Oberrevidenten: Georg Dobovisek in Trisail, Alois Sulgaj iu Hrastuigg; den Bau-Oberkommissären: Jug. Leopold Toifl iu Steindruck und Jng. Gustav Hermann v. Herrenalt in Pettau ; den Adjunkten: Johann Valencic und Anton Vtrcar in St. Pcter, Jgnaz Schanzer in Divacca, Friedrich Pirec in Sefana, Mattin Kosuta und AloiS Kovacic in St. Peter; den Assistenten: Karl Subic iu Divacca. Edmund Sila in Opcina und Ernst Rajgel in Scsana. Außerdem einer großen Zahl von Untcrbeamten und Arbeitern. — Die Feldtransportleitung Nr. !» hat u. a. nachstehenden Südbahnbeamten die belobende Anerkennung arrsge-sprachen: dem Oberinspektor Jng. Kamillo Washington-Walenta in Marburg; den Inspektoren Kais. Rat Johann Beer in Laibach, Jng. Max Hlawatschek und Jng. Robert Engel in Marburg; den Ober-residente» Franz Stadelbaner iu Marburg, Georg Gradtt in Marburg, Paul Berghos in Markt Tüffer. Rudolf Petarz. in Frieda», Joses Stopar in Pölt-schach; den Baukommissären Albert Fischer in Stein-brück und Jng. OSkar Scharuagl in Marburg; den Residenten Anton Leis und Franz Schwab in Marburg, Karl Pavlicik und Luschützky in Laibabch, Franz Markonitsch in Rbmerbad. Ueberfiedlung des SteueramtesFranz nach Cilli. Mit 30. September wurde das Steuer-amt Franz dem Steneramle Eilli angegliedert. Bon diesem Zeitpunkte an sind daher alle das Steueramt Franz beireffenden Eingaben und dergleichen an die Vorstehung deS Steueramtes Cilli zu richten. Es finden daher selbstverständlich auch alle Ein- und Auszahlungen für Franz beim Steueramte Cilli statt. Italienischer Flieger bei Marburg abgestürzt. Die Marburger Zeitung schreibt: Zum erstenmale haben wir feindliche Flieger in der Näh« von Marburg gehabt; d«s muß wohl Mitt-woch gewesen sein, ohne daß die Bevölkerung davon etwas bemerkte. Mittwoch abends wurde am Drau-user bei Obertäubling ein großes italienisches Flug-zeug mit drei Propellern verbrannt ansgesunden. DaS feindliche Flugzeug war an dieser Stelle abge-stürzt. Ob es bereits brennend niederstürzte oder ob eS erst nach dem Abstürze verbrannte, ist noch nn« bekannt. Bon den Insassen deS Flugzeuges weiß man noch nichts. Kein Rucksackverkehr. Vom «mie für VolkSernährung wird mitgeteilt: Entgegen allen Nachrichten wird n.'uerlich daraus ausmerlsam ge-macht, daß auch der Einkauf von Kartoffeln im kleinen (Rucksackverkehr) nach wie vor strengstens untersagt ist. Wer sich daher verleiten läßt, im so-genannten Rucksackverkehr sür seinen HauSbedars Kartoffeln zu verschaffen, läust Gefahr, daß er be-straft wird und daß die bei ihm vorgefundenen Kar-toffeln konfisziert werd?n. Eine derartige Beschaffung von Kartoffeln kann niemandem zugestanden wer-den, bevor nicht da« festgesetzte Kontingent v»n 30 Millionen Meterzentnern sür den HeereS- und Zivil-bedarf ausgebracht ist. Fast 10.000 Kilogramm Erdäpfel verfault. Für daS Südbahn-LebenSmittelmagazin in Marburg ist vor einigen Tagen ein Waggon mit 10.000 Kilogramm angekommen. Bei der Abnahme mußten sosort 9000 Kilogramm weggeworfen wer-den, weil sie verfault waren. Auch von den verblie« benen 1000 Kilogramm dürfte ein großer Teil für den menschlichen Genuß ungeeignet sein. Was könnte die Obstkernsammlung leisten? Die Hauptsammelstelle beim t. k. Amt sür VolkSernährung hat eine Sammlung von Obst-kernen zwecks Fettgewinnung eingeleitet, die leider in vielen Kreisen nicht die verdiente Beachtung sin-de». Viele Leute meinen, daß es auf ein paar Kerne mehr oder weniger nicht ankommt uud sammeln in-solgedessen gar nichts. Wohl wenige sind sich dar-über klar, daß «ine vollständig Ersassung des ge-samten Anfalles a» Obftkcrnen eine ganz wesentliche Erleichterung der Fettversorgung mit sich bringen könnte. Denn wenn auch daS Fett auS Obstkernen im Allgemeinen nur zu technischen Zwrck.n Berwen-dung findet, so wird doch durch jeden Zuwachs an technischem Fett Speisefett frei, weil andere Fett-sotten, welche heute sür technische Zwecke Veriven« dung finden, gereinigt und dem Konsum zugesührt werden können. Da die österreichische Obsternte an Steinobst nach Abzug der KriegSgebiele im Jahre etwa 2,000 000 Meterzentner beträgt, würde sich Serte 3 schätzungsweise ein Gesamtkernansall von mindestens 200.000 Meterzentner im trockenen Zustande er-geben. Diese 200.000 Meterzentner Kerne könnten etwa 10.900 Meterzentner oder ein« Million Kilo-gramm Fett liefern. Nimmt man die Einwohnerzahl der Stadt W en mit rund 2,000.000 an, so sind zur vollen Houoiierung der Fettkarten pro Woche etwa 240.000 kg Fett notwendig. Mit anderen Worten, wenn alle Obstkern« in Oesterreich tatsächlich gesammelt und der Verarbeitung zugeführt wür-den, so wäre eS zum Beispiel möglich, di« Fettkar-ten der Stadt Wien etwa einen Monat lang, voll gegen Fett aus Obstkernen oder dadurch srei gewordenem Fett einzulösen. Möge jeder, der achtlos die Kerne verwirst, dieser Zahlen gedenken. Tee Ersatz. Da die Beschaffung von Tee ausländischer Herkunft sehr schwierig und dcment-'prechend auch mit großen Kosten verbunden ist, wird auf einige einheimisch.' Tee Ersatzmittel hing«, wiese», welche reichlich zur Verfügung stehen und nur der Szmmlung durch Kinder und sonstige zu anderen Arbeiten nicht geeignet« Personen, wie ins-besondere militärische Rekonvaleszenren und derglei-chen mehr bedürfen. Den wertvollen Tee-Ersatz bie-ten die jungen Blätter der Erdbeeren, die an der Luft im Schatten getrocknet, einen äußerst aromali-scheu Tee mit guter Bekömmlichkeit geben. Die Blät-ter der Brombeeren liesenr vor Eintritt der Herbst' froste gesammelt und an der Lust im Schallen ge-trocknet ebensalls einen guten Tee. der jedoch vor seinem Genusse ein ein»iialigkS rasches Abbrühen mit heißem Wasser erfordert, um einig« unaugen.hme Stoffe auSzuscheißen. Die Blüten der Heidekräuter Erika gebcn nach sorgfältiger Trocknung ebenfalls einen nicht unangenehm schmeckenden T«e, der durch seine Süß« ausgezeichnet ist. Haferaufbringung für das Heeres-Kontingent. Der Heercsbedarf an Harlsuiter ist iusolge der ungünstigen Rauhsutierernte bedeutend gestiegen, die Deckung dieses Bedarfes außerordentlich dringend geworden. Um die Hafcwufbringung zu beschleunig«», hat da? k. k. Amt für VolkSernährung verfügt, das jene Landwirt«, welche Haser bis längstens 15. Oktober d. I. an den Kommissionär der KriegSgetreideveikehrSanstalt abliefern, auver dem UebernahmSpreis« von 36 K nvch überdies 5 K Druschprämie also insgesamt 41 K sür 100 kg er-halten. Für Haser, ber nach dem 15. d., jedoch «och bis spätestens 30. November 1917 abgegeben wird, wird zwar ebensalls eine Drujchprämie, jedoch nur mehr in der Höhe von 3 ft gezahlt (also insgesamt 39 K sür 10l) kg). Böhmische Union Bank. Stand der Ein-lagen gegen Kassenschein« und EinlagSbücher am 30. September 1917: 146,630.868-88 St. Allgemeine Wäfchesammtung. Zur Versorgung unserer im Felde stehenden tapseren Kämpfer mit d«n notwendigen Wäschestücken spende jeder Haushalt und jeder Einzelne alles Entbehrliche und Unbrauchbare an Leibwäsche, Bettwäsche, Tischwäsche usw. aller Art, gleichviel ob neu oder gebraucht, gewaschen oder ungewaschen, weiß oder särbig, ganz oder d«-seit; auch Reste und Abfälle, Leinen« und Baum-Wollstoffe oder »stucke sind erwünscht. Desgleichen auch Textilmatcrialien aller Art, wie Stoffe, Klei« der, Wirk- und Strickwaren. Gespinste jeglicher Art und deren Abfälle. Auch auf die kleinste Spende wird W«rt ge« legt. Abholung dieser Spenden ersolgt durch Schüler am 16.. 17. und 20. Oktober 1317. Nach diesem Termin Entgegennahme von ein» schlägigen Spenden: Sammelstelle deS KriegSfür« sorgeamteS, Wien 9., Währingerstraße 32 (Telephon 12 367). Postsendungen bis 20 Kilogramm mit der Bezeichnung „Allmaterialienspende" portofrei. Jedermann unterstütze diese Sammlung nach Kräften zum Besten unserer siegreiche» Armee und deS Vaterlandes. AuSkünste «teilt das k. u. k, KriegSministerium-KriegSsürsorgeaml, Wien 9., Berggasse 22, wohin auch alle Ausragen und Mitteilungen zu richten sind. Wien, im September 1917. Löbl, Feldmarschalleutnant, e. h. Vermischtes. Ein« erschütternde Todesanzeige befindet sich in einer Meraner Zeitung: Sie lautet: „Ein schweres Opfer hat dieser Krieg auch von Seite 4 Deutsche Macht Nummer 71 un» gefordert. Am 24. August fielen im jugendlichen Alter von 18 Jahren unsere geliebten Söhne, Bril-der und Enkel Karl Robert Hentschel, Paul-Roth, Paul Rauschenbach und Willy ThuS einer Flieger-bombe zum Opfer. Gemeinsam stellten sie sich als treue Schulkameraden dem Vaterland? freiwillig zur Verfügung und gemeinsam fanden sie alä Zivil-armierungSarbeiter in treuer Pflichterfüllung, fern der Heimat, den frühen Tod. Bürgerliches Küchenrezept. Man nehme die Fleischk«rte, wälze sie in der Eierkirte und br«te sie in der Fettkarte hübsch braun. Die Kartoffclkarte und Gemüfekarte wird gekocht uns hinzugestellt. Um schnell und intensiv kochen zu können, lege man die Kohlen- und Epirituskarten darunter und zünde sie an. Zum Nachtisch brühe man sich die Kaffeekarte ab und füge die Milchkarte hinzu. Feinschmecker löfin die Zuckerkarte noch darin aus und essen dazu Brotkarten. Nach dem Essen wäscht man sich mit der Seifenkarte und trocknet sich an den Bezugsschein. Gift i m K a f se e. Kürzlich unternahm Oberst Oskar von Schneditz mit fnner Gemahlin und zwei Jäger« einen Jagdausflug auf den Dobratfch. Bei der ersten Rast tranken der erste Jäger und die Frau f* Warzen Kaffee, den der zweite Jäger be> reitet hatte. Die Frau starb nach wenigen Minuten unter heftigen Bergiflungserfcheinungen. Auch der erste Jäger erkrankte schwer und wurde teilweise gelähmt. Man vermutet, daß der zweite Jäger dem enten aus BerufSneid Gift in den Kaffee gab, ohne zu wissen, dag auch die Frau mittrinken wollte. Er wurde verhaftet. Ein Urteil überDeutschland. Den Fran-zofen ist — wie den „SM. N.' St.' geschrieben wird — eine recht unangenehme Enttäuschung begegnet: Aus feiner Reise nach Havanna w«ilt augenblicklich der bis-herige Gesandie der Republik Kub«, Dr. de Agiler», in PariS. Natürlich schickte die gesamte französische Presse Vertreter zu ihm, die auS seinem Munde Ent-schlicht« über Teulschland zu erfahren hofften. Aber die Erwartungen der französischen Pressevertreter gin-gen zu ihrer großen Enttäuschung nicht in Erfüllung. Zunächst freilich entwarf der Gesandte eine etwaS dü> stere Schilderung der triegSirirtschafttichen Entdehrun« gen in Deulschland, dann aber fuhr er fort: .Da» ist daS wahre Bild der wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Trotzdem warne ich, daraus irgend welche opti» miftifche Schlüsse ziehen. Deulschland ist fest entschlof-fen, bis zum letzten Stiem des letzten Mannes zu fech< ten. DaS deutsche Volk nimmt die Anordnungen der Behörden nicht auS einem KnechtSgeist heraus auf sich, sondern auS festem Zutrauen, auS dem unerfchütter-liche» Glauben an seine eigene Tüchtigkeit und an die seiner Führer. Ganz Deutichland ist in diesem Gedankengang einig, der Bayer, der Sachse ebenso wie der Preuße; eS gibt keinen Unterschied zwischen ihnen. DaS französisch« Volk darf weder auf eine deutsche Revolu-tion hoffen, noch auf eine Unterwerfung Deutschlands tnfolpe einer HungelSnot. Frankreich fyll überzeugt fein, daß das deutsche Volk auf diese A»t nie zu bc siegen ist. Ist eS überhaupt zu besiegen, so kann dies nur mit den Waffen geschehen. ES ist auch ein gioßer Irrtum, anzunehmen, die Deutschen verachteten ihre Gegner im Westen. Im Gegenteil, die Deutschen erklären, eS gibt in diesem Krieg nur zwei vollendete Soldaten; den deutschen und den französischen, wi: e» nur zwei starke Willen gibt, den deutschen und den englischen." Die Leistungen der ersten drei KriegSjahren in Zahlen ausgedrückt. Was in drei Kriegsjahren geleistet und erreicht wurde, ist groß. Der Flächenraum des von den Mittelmächten besetzt geh-'llenen Gebietes beträgt zur Stunde rund f>48 70) Quadratkilometer. In diesem eroberten Gebiete liegen 47 Festungen. Die Menfchenverluste deS Verbandes betrugen nach vor-sichtiger Schätzung in den drei KriegSjahren: Ruß» land v'5, Frankreich -t t, England l'6, Italien 16, Belgien 0.24, Serbien <15, Rumänien 0 3 Millionen Soldaten. Gefangene befinden sich in den Händen der Mittelmächte rund 3 Millionen Mann, davon 30.000 Offiziere. An Kriegsmaterial erbeutet sind fast rund 12.000 Geschütze und rund 5000 Maschinengewehre, weit über 2009 Flugzeuge ab. geschossen. An Kriegsschiffen wurden rund 930.000 GewichtStonneu vernichtet und feindliche Handels-schifft mit einem Raumgehalt von über 10 Millio iien Bruttorcgistertonnen versenkt. Die Kriegskosten betrugen bei den Feinden bisher 258 Milliarden Mark, mährend von den Mittelmächten 10,' Mil-liarden Mark aufgewendet wurven. Vor diesen Zahlen müssen alle Großsprechereien »nserer Feinde ?on selbst verstummen. Krankheitserscheinungen am deut» schen Volkskörper. DaS deutsche Volk ist in seinem innersten Kern gesund, daS zeigt fein Verhalten draußen im Felde und daheim im Hinter lande. ES darf jedoch nicht verkannt werde», daß sich in den letzten Jahrzehnten vor dem Kriege und teilweise noch im Kriege Erscheinungen am VolkSkörper zeigten, die diesen sittlichen Kern be-drohten. Solche Erscheinungen sind der Feminismus, der Pazifismus, der Kosmopolitismus, der Jnter-Nationalismus, der Mammonismus und zum Teil sogar der Humanismus Wie schon die Namen sagen, lauter undeutsches Zeug, von Volksfeinden dem ge-snnden deutschen VolkSköiper eingeimpft. Alle diese -ismen bedrohen schwer die deutsche Volksgesundheit und drohen seine tüchtige Eigenart zu vernichten. Der Feminismus bedroht die Grundlage dcS deut-schen VolkeS, daS geheiligte Familienleben, der P.r-zisismuS die Wehrhastigleit, zu der der Deutsche doch geboren ist. KoSmopolitiSmnS und Jnlernationalis-mnS wollen deutsches Volksbewußtsein und daS die Stärke ausmachende Selbstbewußtsein erschüttern. Der MammoniSmuS ist der Feind der deutschen Ein-fachheil, Schlichtheit und Pflichttreue, die allein das deutsche Volk groß gemacht haben. Fälschlich anze-wandter Humanismus in der Kindererziehung kann die Charakterbildung schädigen. Drum müssen alle diese krankhaften Fremdkörper am deutschen VslkS-körper unermüdlich bekämpft werden, zum Teile kann dies schon erfolgreich in der Schule geschehen. Königin Elisabeth von Rumänien als Gehilfin ihreSGatten. Otto Freiherr von Düngern, der den Auftrag hatte, mit dem verstorbenen König Karot von Rumänien dessen Tagebücher und Briefwechsel zu bemteilen, teilt in der „Deutschen Rundschau eine Reihe Erinnerungen mit. Der König hatte, so erzählt Dungern, neben seiner Biblioth k ein kleines Eckzimmer mit einem langen grünen Tisch in der Mitte, auf dem Papier und Bleistifte bereit lagen. In einer Fensternische stand vor einem Sessel eine Schreibmaschine. In diesen Raum zog sich der König zurück, wenn er an seinen Telegrammen, Briefen, Re-den arbeitete. Die Königin Elisabeth fehle sich an ihre Maschine, auf der sie mit ganz erstaunlicher Geschwin' digkeit schrieb, und der König diktierte, wobei jeder Satz von den beiden sorgsam überlegt und in gemein-samem Abwägen und Suchen der treffendsten Ausdrücke durchgearbeitet wurde. Manche politische Urkunde ist drei-, viermal entworfen und neugeschrieben worden, bis die Wcrtfassung dem Könige vollkommen genügte, Merkwürdigerweise hat niemand, auch in Rumänien nicht, erfahren, daß in diesen letzten Jahren fast jede schriftliche Aezißerung des Königs in gemeinsamer Ar-beit mit der Königin Elisabeth zustande gekommen ist, und daß bie außerordentliche stilistische Gewandtheit der Dichterin ihr gut Teil an der klassischen Form dieser Kundgebungen halte, die wegen ihres klaren, knappen und ausdrucksvollen Stiles in den Kanzleien der fremden Kabinette so rückhaltlos bewundert worden sind. Deutsche, unterstützet eure Schutzvereine durch die Verbreitung der von ihurn heraus gegebenen WirtschastSgegenstände. y y y V yY y V des Cillier Zladtoerschöne rttilgsvereiues bei Spielen Wetten und Vermächtnissen. Ar «her Aal! Es reißt mit rauhem Hauch die gold'gen Blätter Zur Erde jäh der Wind — uiiS dünkt der Wald so kahl Und dennoch hat dies ungestüme Welter Gelegt zum süßen Schlas die Blättchen nur im Fall. * Und an der Mutterbrust der Erd', der warmen, Ruhen sie sanft, bedeckt vom weichen Schnee, Bis Gottes Baterhand mit ewigem Erbarmen In anderer Form weckt zu LenzeSfreud' sie jäh. So reißt deS Schicksals Wind von manchem Baum Dts Lebens H ute oft ein junge», gold'ms Blatt, Doch weckt deS Weltalls Herr nach langem, süßen Traume Sie wieder einst zu neuer, edler Tat. Alma M. Karlin. Eingesendet. MATmONTS BESTES ALTBEWÄMR |familien| 6ETRANK. EINZIB IN SEINER! ANALYTISCHEM BESCHAFFENHEIT. 556 .4 X X * X X X X X X X X X 4* X X X X X X X X X X X X X X X X X X • ft »,» «!» .. »Y« «r» «;* «,» «|» *,* •>» ».» *.» »X» -t» •<» •(» *|» «I» f «w l ,t:;T::t;:::::: ^Ix X X X X Ml M M MI iji «W mmmm Die behördlich konzessionierte Vermittlung für Realitätenverkehr der Stadtgemeinde Cilli besorgt alle Vermittlungen von Realitäten sowie Tauschgeschäften zu den günstigsten Bedingungen. Bei derselben sind gegenwärtig mehrere Stadthäuser, Landwirtschaften und Realitäten aller Art und in allen Preislagen vorgemerkt und es werden Anmeldungen und Aufträge auf Ankäufe und Verkäufe entgegengenommen. Auskünfte werden im Stadtamte erteilt. *'• •> »>» «I* * • ••!* •'« «■« «> *«• #> «-'» TTTTTTTTTtTTTTTt 71 _' Umisdie Wacht Seite 5 elncptauscht ssmmMMM Grösstes Spezialgeschäft Cillis in Fahrrädern und Nähmaschinen. L»cer" legeprader, Pucliräder, Waflenräder Fahrräder von Allelaverhanfl AlleinvrrkMus! 120 K aufwärts. Grosse Reparaturwerkstätte. Siiiger-Hilucaschincn fon 65 K aoswärts. -ygmXr Anton NfegOr, Mechaniker, Cilli, Herrengasso 2 Hl iu - . . . sämtlich© Bestandteile, Luftuchläiiehe, Miintel, Sättel, Peilale, Laternen. Ketten, Lauer, Fr-ilaufn»ben Alte Fahrrader Pumpe». Schlüssel, VentiUchliiache. Griffe. Bremaeumrai, Lenkungen, Glocken ir.unniDei, HM 111,11 Gnn.milii.on*, Ho.enhalter, Oel, KoRel» » w. Elektrische Taschenlampen und Batterien. Itut?r . . Friedrich Johann Junger Ludwig . ttosiär Ludwig . Jakob Pleviat Franz . Rebeuschegg Joses Sellak Franz . . Srelzer Joiet . -Suppan Johann Zany SJitW . . Gaitwirte Private . ^dil^ctttanacn finarfiültlt* iXfltA i» CtiiJ.-n 5 -y-ib u c u 'C 1 •» -z es »3 « - . p -s 'S w I w et) g X ■c 1 I « --<3 — da o* | re) 64 Eingeführtes Fleisch in Kilogramm - -e IS u 3 a -Et .£> S d | [rf C* ei iD MÖ OQ 1 490 iWraoin*«. £tud uno *Jerlag: SSereinabuQbxuut«; „(ieUja- m ttiui. - *