Pottnina plafane t gotorkjl Deutsche Zeitung Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat Schristltitung und v«rwalt»ng: Pr«Lernova ulica », Telephon Rr. 21 (intmirimn) i Bezugspreis« ftir da« Inland : vierteljährig t0 Dt», halbjährig «0 Din. gaiq. Ankündigungen werd«, in der Verwaltung zu billigst«« Gebühren entgegengenommen f jährig 160 Din. Fiir da» «»»land »ntsprechende Erhöhung. Einzelnummer Din li>0 Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Sonntag Nummer 75 Celje» Donnerstag» den 17. September 1936 61. Jahrgang Die politischen Grundlinien der Kleinen Entente unverändert Amtliche Mitteilung des Standigen Rates an die Presse (A) Preß bürg, 14. September. Heute um IS Uhr wurde die Tagung des Ständigen Rates der Kleinen Entente in Bratislava geschlossen. Vor Schluß der Sitzung empfingen Ministerpräsident Dr. Stojadinovic. Ministerpräsident Dr. H o d za, der rumänische Außenminister Anton es cu und der tschechoslowakische Außenminister Dr. Krofta im Wintergarten des Hotels „Earllon" gemeinsam die Journalisten. Nachdem Dr Stojadinovic den Vorsitz Dr. Krofta übergeben hatte, verlas der tschechoslowakische Außen-minister und Vorsitzende des Ständigen Rates der Kleinen Entente die Mitteilung über die gegen-wärtige Tagung des Ständigen Rates. Die Mit-teilung lautet: Der Ständige Rat der Kleinen Entente trat am 13. und 14. September 1936 in Preßburg unter dem Vorsitz des tschechoslowakischen Außenministers Dr. Krofta zusammen. 1. Nach genauem Studium der allgemeinen Lage und aller Probleme, die insbesondere diese drei Länder angehen, stellte der Rat fest, daß die Grundlinien der gemeinsamen Politik dieselben bleiben, wie sie gelegentlich der letzten Zusammenkunft des Rates im Mai in Beo-grad bezeichnet wurden. Die drei Staaten sind auch weiterhin entschlossen, mit aufrichtigen Bemühungen die überlieferte Politik des allgemeinen Friedens und ihrer eigenen Sicherheit fortzusetzen. Sie bleiben auch weiterhin dem Ge-danken der friedlichen Zusammenarbeit auf politischem und auf wirtschaftlichem Gebiete ergeben und find bereit, an der Verwirklichung dieses Gedankens mit ollen, von demselben guten Willen erfüllten Staaten zusammenzuarbeiten. 2. Einen der wesentlichsten Faktoren dieser Politik stellt für die drei Staaten auch weiterhin trotz den Schwierigkeiten, die er jetzt durchmacht, der Völkerbund dar. Die drei Staaten bleiben dessen Grundsätzen treu, überzeugt, daß die Genfer Ein-richtung hinsichtlich der dauernden Ordnung zwischen den Staaten ihre Wichtigkeit behält. Deshalb er-klären sich die drei Staaten bereit, nur an Be-mühungen teilzunehmen, die darauf gerichtet wären, das Ansehen des Völkerbundes zur Erhaltung und Organisation des Friedens zu heben. 3. Die regionalen Abkommen, welche die Kleine Entente noch seit 1921 empfiehlt, stellen nach ihrer Meinung in dieser Hinsicht sehr wichtige Faktoren dar. Die Neuordnung des ganzen Kompleies von Fragen, die mit den Locamooerträgen zusammen-hängen, wird einen Gegenstand besonderer Auf-merksamkeit der Staaten der Kleinen Entente bilden. Indessen kann das System der Sicherheit, das auf diese Weise geschaffen werden soll, nicht auf den Westen beichcänkt bleiben, da eine solche teilweise Lösung keinesfalls das Problem der allgemeinen europäischen Sicherheit umfassen könnte und daher nicht zur Beruhigung führen könnte, die für den wirtschaftlichen Wiederaufbau, welchen Europa und die ganz« Welt braucht, unumgänglich notwendig ist. Die drei Staaten der Kleinen Entente haben sich stets für die Notwendigkeit eines System» ein-gefetzt, da« die Organisation des Friedens ver-vollständigen würde. Sie bleiben bei dieser Auf-fassung. Da es aber ungewiß ist. ob man in der kürzesten Frist zu diesem so sehr erwünschten Er-gebnis kommen wird, geben die drei Staaten in nicht» die Grundsätze auf, von denen stet» ihre ge-«einsame Politik geleitet war und find entschlossen, ihre Sicherheit zu verstärken, indem sie ihre Kräfte Kämpfe und Siege in Spanien Sebastian gefallen — Bilbao wird gehalten? (A) Pari», 14. September. Der Sonder« berichterstatter der Havas meldet noch unter dem gestrigen Datum, die Regierungstruppen hätten sich aus Sebastian nach Orin zurückgezogen, wo bereits wohlbefestigte Aufnahmestellungen vorbereitet gewesen seien. Von diesen aus würden die Regierungstruppen die Straße gegen Bilbao verteidigen. — Die Räumung der Stadt war in einer Sitzung unter Vorsitz des Gouverneurs Ortega beschlossen worden. Die Anarchisten hatten dagegen gestimmt. Alcazor ist von den Regierungstruppen in Brand geschossen und eingenommen worden. Auf den übrigen Kampfplätzen dauern die Gefechte fort. (21) Bayonne, 14. September. Havas meldet: Eine hervorragende spanische Persönlichkeit, die heute aus Bilbao eingetroffen ist, erklärte, die Regierung»-anhänger hätten beschlossen, Bilbao zu verteidigen und diese Stadt nicht dasselbe Schicksal «rieben zu lassen wir San S«bastian. Der Gewährsmann erklärte weiter, in Bilbao und in der unmittelbaren Umgebung der Stadt stünden etwa 40.000 Miliz-leute und Freiwillige, doch sei ein Teil dieser Gruppen schwach bewaffnet. Eine neue Streikwelle in Frankreich Andauernde Kabinettsberatung«« — Parlam«ntari«rr«is« nach Mitt«l«uropa (A) Paris, 15. September. Havas meldet: Ministerpräsident Blum hatte heute mit mehreren Regierungsmitgliedern eine Beratung. U. a. waren Außenminister Delbos, Innenminister Salengro und Heeresminister Daladier anwesend. Man erfährt, daß neben politischen und Verwaltungsfragen be-sonders auch von den neuen Streik» in Nordfrank-reich die Rede gewesen sei, ohne daß ein Beschluß gefaßt worden wäre. Paris, 15. September. Die heutige Sitzung des französischen Ministerratee war einerseits der Prüfung der außenpolitische Lage, anderseits der Streiklage in der Textilindustrie sowie der Aktion gewidmet, die daraus gerichtet ist, die Arbeiter zur Wiederaufnahme der Arbeit zu veranlassen. Der Streik dauert inzwischen weiter an. So sind in Epignol etwa 15.000 Arbeiter im Ausstand, die dreißig Unternehmungen besetzt haben. Stellenweise kam es zu Zusammenstößen der behördlichen Or-gane mit Streikenden. Wie man erfährt, sollen in kurzem sechzehn fran-zösische Parlamentarier nach Deutschland und nach den Donauländern abreisen, um sich über die wirt-schaftlichtn und sozialen Verhältnisse in diesen Ländern zu unterrichten. Göring nach Warschau Warschau, 14. September. Hier erwartet man den Besuch des General» Göring, der dieser Tage kommen soll, um sich beim Außenminister Beck über die Verhandlungen zu erkundigen, die in den letzten Tagen in Paris zwischen General Rydz>Smigly und den französischen Politikern stattfanden. Der österreichische Außenminister in Rom (A) Wien, 14. September. Hava» meldet: Der Staatssekretär für Aeußeres. Dr. Guido Schmidt, ist gestern abend um 22 Uhr nach Rom abgereist, wo er den Hl. Vater, Mussolini und Außenminister Grafen Eiano, besuchen wird. noch enger und noch ausgesprochener zusammen-fassen; dabei wollen sie selbstverständlich mit anderen Staaten weiterhin die Beziehungen lebhafter und enger Zusammenarbeit fortsetzen, die jeder von ihnen zu schaffen vermocht hat. Dammbau gegen die Anarchie Die Erwartungen, mit denen man dem natio-nalsozialislischen Parteitag entgegensah, haben sich insofern bestätigt, als mit den Reden von Minister Goebbels und Reichsletter Rofenberg die Aechtung des Bolschewismus als Weltfeind Rum« mer l vorgenommen wurde. Sie erhielt noch ihre besondere Unterstreichung durch die Betonung, daß in der Regel Juden die Träger und Erfinder des Bolschewismus seien. Bolschewismus ist pathologi-scher Wahnsinn, sagt Goebbels, und man kann den Bolschewismus nicht bekämpfen, wenn man den Juden nicht bekämpft, sagt Rosenberg. In diesen Worten ist die ganze Verdammung des Moskauer Systems im nationalsozialistischen Deutschland aus-gesprochen und die Antwort erteilt auf Litwinows wiederholte Genfer Unterstellungen, als ob sich hin-ter dem Antibolschewismus des Reiches in Wirklich-kett andere, egoistische und kriegshetzerische Absichten versteckten. Diese Kampfansage, obgleich eigenste deutsche Angelegenheit, ist gleichzeitig als Aufruf an alle europäischen Kutturnationen gemeint. Beide Redner legten Wert aus Beweise. Rosenberg stellte fest, daß rund 98"/, aller maßgebenden leitenden Posten in Rußland sich in jüdischen Händen befinden. Goeb-bels führte den Gegenbeweis gegen die Behauptung, die Sowjetunion sei eine zivilisierte Demokratte. Der deutsche Propagandaminister hat aus da» billige Argument des Hinweises auf die jüngsten Erschie-ßungen verzichtet. Er schürfte ttefer. Er deckte die Identität der Moskauer Regierung mtt den Komintern auf. Er setzte ausführlich die deutsch« Th«se von der aggressiven Dynamik der Sowjet - Paktpolitit auseinander und lenkte die Aufmerksamkeit der Well aus die Vernichtungspolitik gegen die völkischen Minderheilen in den russischen Grenzgebieten, die zum Aufmarschgebiet bereitgemacht werden sollen. Viel Anklagematerial legten die deutschen Politiker auf den Tisch der internationalen Diskussion. Sie stellten dann die Frage: „Wer von Europas Völkern ist berett, den Damm gegen die bolschewistische Anarchie mtt zu errichten ?*' Man erwartet zweifellos in Deutschland leine Antwort. Man nxiß, daß Hitler» Warnungen nur allzu oft überhört wurden. Und trotzdem die Er-fahrungen der Andern heule weit bitterer sind al» noch vor Jahresfrist, ist deshalb die antibolschewi-(tische Erkenntnis doch noch keineswegs allgemein ge-reist. Wenn Deutschland dennoch seinen Weg geht, so au» dem Grunde, weil e» seine Mission der Schildwacht gegen die Zerfetzung al» Gewissenspflicht empfindet. Man könnte geneigt sein, auch die» in die große Kette der politischen Propaganda zu reihen. Da» wäre falsch. E» gibt kaum einen größeren po> lttischen Fehler, al» den Glauben außer Acht zu lassen, der ein andere» Volk erfüllt. Und da» na-tionalsozialistische Deutschland glaubt an seine Mis-fion. Deutschland klagt kein Land an, daß es heute an dieser europäischen Abwehr nicht ebenfalls mit teilnimmt, e» will nur verstanden werden. Man Seile 2 Deutsche Zeitung Nummer 75 mag ftfyn bsljM, ©ii «a«, will, tzje SWm>g ba deutsche Sen-n. »nb «ußeupoli«. wie ||i sich in der btternafcmung hes Par-teikonzreS— ist der Blick nach außen in ben Vor-dergrunb ber Parteiarbeit gestellt warben. Diese Wenbung nach außen zeigt fcfa innere Gewißheit, bil dos Regime hinsichtlich seiner inner«, Stabilität erftklt. Die vlutfahne d«» S. November 19?3, be« Tag« des mißglückten Kitler^putfche», stand als heiligt» Zeichen mitten im Kongreß. Feierlich zogen jedesmal Fahnen und Standarten ei«, Sinnbilder einer kultischen Form. In wuchtiger Geschlossenheit paradierten auf dem Aufmarschgelände vor Nürn-berg» Toren die Gliederungen der Partei. Weit-räumige Bauten find dort entstanden, in klassizistischem Still, den da» neue Deutschland liebt. Kein Aufmarsch ohne Totenehrung und stets da« Be-wußtsein, al» lebendige Gegenwart Erbe der Ber» gangenheit und Brücke zur Zukunft zu sein. In der Ansprache Hitler» an die Arbeitsmän-ner klang der Wille, nicht nur das äußere Antlitz, sondern da» innere Wesen de» Volke» zum Guten zu ändern, mit überzeugender Bestimmtheit durch. Darum jubelten die vielen Tausende junger Männer ihm zu, als er die Bruderkämpfe im Namen de» Marxismus geißelte und schloß: „Statt euch zu zerreißen, habe ich euch zusammengefügt!" Locarno - Konferenz in Frage gestellt S«rtin lehnt 3ufammen«rbeÜ mit Moskau ad London, 14. September. Die deutsche Regle» rung hat sich entschlossen, jegliche Verhandlungen mit Sowjetrußland über europäisch« Probleme ab-zulehnen. Da» ist das Ergebnis der Besprechungen, die der deutsche Geschäftsträger Fürst Bismarck mit dem Staatssekretär Vanfittart am Samstag in Lon-don hatte. Die deutsche Regierung hat nämlich durch ihren Londoner Geschäftsträger amtlich dem briti» schen Außenministerium mitgeteilt, daß Deutschland in gar keiner Form und unter gar keinen Umstän-den an diplomatischen Verhandlungen teilnehmen würde, die in Gegenwart von Sowjetdelegierten stattfänden. Diese Erklärung der deutschen Regierung zwingt zu einer vollkommenen Aenderung der Vordereitun-gen zur Locarnokonferenz, wie sie zwischen Paris, London und Brüssel verabredet war. Danach sollte die Konferenz der fünf Großmächte die Vorbedin-gungen für eine europäische Konferenz unter Mit-Wirkung Rußlands schaffen. Da die deutsche Regie, rung an einer Konferenz gemeinsam mit Rußland nicht teilnehmen will, bleibt nach Ansicht der politi-schen Kreise Londons nicht» anderes übrig als den bestehenden Plan vollkommen fallen zu lassen. Da-durch ist natürlich auch die Lolarnokonferenz selbst in Frage gestellt. Dr. Friedrich »rakii Einst und jetzt XL Grmovje — Hofrain (Fortsetzung) Dann kam Hofrain an die Familie Gaisruck, welche die Verwaltung des Gute» mit jener der Herrschaft Sallach vereinte. So blieb es fast siebzig Jahre. Drei Herren „auf Neuzilli, Sallach, Helfen-berg unb Hofrain" folgen einanber: Anton Graf Gaisruck, Käufer be» Schlosses Golii bei Konjice-Gonobitz. dann sein Bruder Johann Karl und schließlich Vinzenz. Letzterer verkaufte Sallach mit Hofrain im ahre 1814 an Christian Leitner, welcher die errschaften noch im gleichen Jahre an Johann Steinmetz, Glockengießer in Celje, weitergab. Dieser erwarb noch Helsenberg. Nach seinem Tode über-nahmen im Jahre 1836 diese Güter sein Schwie-gersohn und seine Tochter, die Eheleute Al^is und Jeanette Jaut. Auf allen brei Herrschaften würbe ein Kapital von 30.000 Gulben für den mj. Kamillo Grafen von Starhemberg sichergestellt. Diese Eintragung erinnert an eines der Unglück-lichen Ereignisse in der Familie Steinmetz, darüber und über die Familie Steinmetz soll im Nachhange zu diesem Aufsätze berichtet werden. VO„ Nürnberg bh London Die Völke? Europa, haben aus den Ereignissen fcf? letzten Monate, bi« in «ine« dramai-ichen Cre»eendo von der Einrichtung ein« französischen va^sfront bis zu IN spanische vürgerkrieg — viel-leicht bereit» auch zu roten Unruhen in Portugal? — sich steigerten, manches gelernt, vor allem eine veränderte Beurteilung des Nationalsozialismus. Wenn noch letzte» Jahr der Aufmarsch der Hundert-taufende in Nürnberg al» etwa» zwar Jmponsantes, aber eigentlich Unbegreifliches hingestellt wurde, dem man nur eine kriegerische Deutung zu geben wußte, so ist heute der Einvruck diele» Generalappell» eim» großen Volke» in den verschiedensten Ländern tief «nd echt. In Italien bemüht man nicht nur den herzlichen Empfang der faschistischen Abordnungen in Nürnberg, sondern bekennt sich auch in einem Maße, das mancherorts kaum erwartet wurde, zu der scharfen antibolschewistischen Kampfansage des Nationalsozialismus. In Frankreich hatte die Pro-llamation des ersten Tages nicht als Sensation gewirkt, da man — mit wenigen Ausnahmen — die Sinnlosigkeit einsah, den Vierjahresplan etwa al» Vorbereitung einer Kriegswirtschaft zu bearg-wohnen. Der zweite Tag mit den Reden von Dr. Goebbels und Rosenberg hat dagegen gerade in Paris da« größte Aufsehen gemacht, weil man da, bolschewistische Problem heute dort drüben auf den Nägeln brennen spürt und gegenüber dem Sowjet-bündnis täglich skeptischer wird. Dieses Bündnis ist, wie die „Frankfurter Zei-tung" aus Nürnberg schreibt, der „Schatten über Europa" und also auch über der geplanten Locarno-Konferenz für die England London und da» Datum des 19. Oktober in Vorschlag bringt. Gewiß erscheint e» verständlich, daß angesichts der keineswegs spruch-reifen Völkerdundsreform in Genf das Foreign Office sich bereits der Fünfmächtetagung zuwendet. Gewiß kann kein Staat so großen Wert auf den ersten Schritt zu einer Neuordnung des europäischen Frieden« legen, wie gerade Deutschland. Aber weil dem so ist, werden in Berlin warnende Stimmen dahin laut, daß diese Konferenz nun wirklich erst nach reiflicher Vorbereitung gestartet werden dürfe, damit sie unter keinen Umständen ein Versager wird. Es hat in maßgebenden Kreisen der Reiche-Politik etwas erstaunt, daß man in London mit solcher Eile ein Datum vorschlägt, ohne sich über die kaum geklärten Voraussetzungen Gedanken zu machen. Man ist daher in Berlin geneigt, noch gar nicht von einer formellen Einladung durch England zu sprechen, sondern weist nur um so deutlicher darauf hin, daß vor allem die Vorfrage geklärt werden muß. wie weit Frankreich bereit und in der Loge ist, einer dauerhaften deutsch - französischen Verständigung den Weg zu ebnen, indem es da, schwere Hemmnis des Sowjetbündniffes so oder so beiseite schafft. Dies dürste in der Tat „das nächste äiei" der deutschen Außenpolitik sein, und nicht etwa ' Feldzug in der Kolonialfrage. Der „Manchester Guardian" geht nicht fehl, wenn er die Nürnberger Proklamation so auffaßte, daß Deutschland nicht sein Recht zu herrschen, sondern sein Recht zu leben angemeldet hat. Das deutsche Volk will im Frieden ! leben, aber in einem sicheren Frieden, daher die I An die Stelle der Aufsandungsurkunden trttt nun bie Landtafel, bas Grunbbuch für ben Groß-grunbbesitz, in welches alle Eigentumsveränderungen eingetragen wurden. Im Jahre 1846 kaufte Sallach mit Hofrain Hermann Schnizer, Edler von Lindenstamm, welcher aber den Kaufpreis nicht bar au«bezahlt haben bürfte, ba im folgenden Jahre auf Grund des Schuldscheine» vom 12. Februar 1847 eine Förde-rung von 100.000 Gulden für den Vorbesitzer bücherlich sichergestellt worden ist. Schnizer verkaufte Hofrain im Jahre 1866 an Dr. Johann Baptist Zugschwert aus Wien. Dieser geriet aber in Kon-kurs, worauf Schnizer und seine Frau Josefine geb. Pigl da» Gut wieder erstanden. Sie trennten es aber wieder ab; unter den Käufern Julius Meurer, Georg Reuter, Ritter von Halm, dessen Frau Emilie, geb. Meurer und Adolf Meurer wurde Hofrain wieder selbständig (1864). Bald wurde Georg Reuter Alleinbesitzer. Er war Protestant und wollte die Bernard!-Kapelle abreißen, was ihm aber verwehrt wurde. Von ihm stammt der jetzige Schloßbau aus dem Jahre 1867. Schon im nächsten Jahre verkaufte er Hofrain an Heinrich Grafen Arco, von welchem es am 8. Februar 1870 Antonia Gräfin Arco für 24.000 Gulden kaufte. Aber auch sie blieb nur kurze Zeit im Besitze und übergab das Gut im Jahre 1874 an die Sternkreuzordensdame aus Gottschdorf in Rolsendigkejt, aus der jL>eideujjß«, Atmosyhäre de» So'vjetpakte« herq»»zut»mmea. eh, bas Merk des Aufbau» in «,ropa beginnen soll. Ein wahre» Wort 3* seiner Red« übet die bolschewistisch« ««fahr sagte der Reichsleiter Alfred Rosenberg u. a.: „Die Priest« und Pfarrer sollten dem Nationalsoziaii». mus dankbar sein, daß er sie oo: dem Schicksal der spanischen und russischen Geistlichen bewahrt hat". Sehr wahrl Darum: Richt lamentieren und MtSern, sondern dankbar sei»! Gemeindewahlen im Savebanot Zagreb. 14. September. Gejt«ra fand«» ia 41 Gemeinden des Saoebanats Gemeindewahlen statt. Die Wahlbeteiligung betrug *0 bj» 45 Prozent, überall siegte mit großer Mehrheit die Liste der ehemaligen Kroatischen Bauernpartei. Wie sehr die Kroaten um ihren Dr. Matek besorgt sind Zagreb, 14. September. Am Sonntag wurde über den Zustand Dr. Vlatko Maiek « nach-stehendes ärztliche« Bulletin ausgegeben: „Der Patient hat die Nacht schlafend gut ver-bracht. Heute betrug die Temperatur 364 C, bet Puls 90. Allgemeiner Befund: Subjektives Befinden sehr gut, Aussehen der Wunde normal, Heilung»-prozeß vollkommen normal. Dr. Podvinec, Doktor Radar, Dr. Beloseoic und Dr. Benzon." Dr. Macek empfing den Besuch seiner Gattin, während andere Besuche nicht zugelassen wurden. Temperatur am Nachmittag 36.8 C. Leon Blums ergebnislose Konferenz mit Vertretern der Textilindustrie Besetzung der Fabriken durch Streikend« Lilie, 14. September. Havas berichtet: I« Lille und Umgebung besetzten die streikenden Arbeiter neuerlich die Fabriken. Bisher gab e» keinen größeren Zwischenfall. Einzelne Industrielle ließen die Fabrik»-tore öffnen, um keinen Anlaß zu Gewalttaten zu geben. Lille, 14. September. Ministerpräsident Leon Blum ist in Lille eingetroffen. Er hatte eine Kon-ferenz mit Vertretern der Tertilindustriellen. Nach der Konferenz erklärte er den Vertretern der Presse: „Ich bin nach Lille gekommen, um gemeinsam mit meinem Freunde Salengro vorzugehen. Ich bin entschlossen, alles zu tun, um den Konflikt beizulegen, damit weitere Erschütterungen auf innenpolitischem und außenpolitischem Gebiet vermieden würden, die meines Erachlens sehr bedeutend sein könnten. Ich lub Vertreter des Arbeitgeberverbands der Tertil-industrie in Lille zu einer Konferenz. Sie folgten meiner Einladung, doch sind wir nicht zur Lösung gelangt, die mir notwendig erschien. Trotz dem Widerstand, den ich fand, will ich nicht von der Erfüllung der Aufgabe zurücktreten, welche die Regierung auf sich oenommen hat. Wir haben den festen Willen, zum Ziel zu gelangen." Schlesien, Leonie Arco, verehelicht mtt Arthur, Gra-fen Ser möge von Szooinssedoo, Patrizier von Fiume und Buccari, Linienschiffsleutnant i. R Leonie Ser-mage widmete im Jahre 1898 eine Staatsrenten. Obligation im Nennwerte von 600 Gulden zur Er-Haltung der Schloßkapelle und des auf dem Wege von Hoftain nach St. Oswald stehenden ex voto-Kreuzes. Diese Widmung teilte da» Schicksal der Johann Jakob Schweiger'schen Stiftung. Im Jahre 1877 pachtete Hofrain der Groß» grundbesitzer Johann Jeschounig au» Arjava» - Arn-darf, und kaufte es am 16. April 1905 für seinen Sohn gleichen Namens. Im Zuge der Verlaßabhandlung noch Johann Jeschounig d. Ae. (f 20. Oktober 1919) übernahm mit der Einantwortung vom 30. Dez. 1922 da» Gut Fräulein Irma Jeschounigg, welche e» nach Ueberwindung von Schwierigkeiten auf Grund der jüngsten Agrargesetzgebung noch heute besitzt. Im Jahre 1635 ist Hoftain vom dritten Ban« ernausstand nicht besonder» betroffen worden. Da-mal» wurden zum Schutze des nahen Stiftes Neu-kloster, welches von den Rebellen hart bedrängt worden ist, 40 Soldaten als Miliz abgeschickt, wel-che sich fast ein Monat im Stifte und dessen Um-gebung gut verpflegen ließen. Ihr „Heerführer" (Vojvode) wohnte in Hofrain, ließ sich aber vom Kloster Brod, Wein, Hafer, Salz und andere Ge-würze beistellen. (Schluß folgt.) Rummer 75 Deutsche Zeitung Seite 3 Zum Nürnberger Parteitag Zum Krieg will Hitler sein Volk nicht führen, das geben auch feine Gegner in Europa zu. well sie fein Fronterlebnis und feinen echten Idealismus achten. Aber er will und kann dem deutschen Volk auch nicht die Erkenntnis ersparen, daß Selbstdisziplin und eiserne Bereitschaft notwendiger denn je sind in den Stürmen einer Zeit, deren schlimmster Ausdruck die Völkerverhetzung im Dienst der mar-listischen Weltrevolution geworden ist. Dreimal sind — von den Jungen abgesehen — mehr als jeweils hunderttausend deutsche Männer dieser Tage in Nürnberg aufmarschiert, um das Bekenntnis ihres Führer» zu teilen und zu bekräftigen. Am Freitag abend in einer höchst weihevollen Versammlung unter dem von Scheinwerfern magisch erleuchteten Himmel die Politischen Leitn der Partei, am Sonn« tag die Formationen der SA, SS und des Na-üonalsozialistischen Kraftfohrkorp», am Montag die Arm«. Die ersten beiden Male waren es Teile der «inen Marschkolonne des neuen Deutschlands, näm-lich der Partei als der Garantie für den inneren jeden. Adolf Hitler hat ihnen in eindringlichsten orten geschildert, wie wenig der einzelne Mensch auf der Welt bedeutet, wie stark aber ein Volk ist, wenn es einig ist. Er hat Worte des Friedens, aber auch starke Worte des Kampfes zu ihnen ge-sprachen: „Niemals wird Deutschland bolschewistisch werden. Wir wollen nicht, daß wieder der Bruder den Bruder nicht mehr kennt, der eine den anderen hassen lernt und in diesem Zwiespalt die Nation, Deutjchland, unser liebes Vaterland, zugrunde gehe." Die Männer seiner Partei und seine „alte Garde" der SA und SS haben ihn gehört und seinen Schwur mit ihm geleistet. Am letzten Tag des Kongresses vollzog sich, wie schon vor einem Jahr, der Aufmarsch und die groß angelegte Demonstration jener zweiten Marschkolonne in Deutschland, der „nationalsozialistischen Armee", wie Hitler» Proklamation sich ausdrücklich genannt hat. Sie steht nicht neben der Partei, sondern ist mit ihr und dem ganzen Volk unmittelbar verbun-den, weil sie die Söhne Deutschlands unter die Fahnen ruft zum Schutz des äußeren Friedens. Ihr Auftreten in Nürnberg ist mehr als eine groß» artige Parade. Sie vermittelt durch ihre Gefechts-Übungen ein ungeschminktes Bild des Ernstfalles und zeigt, daß der deutsche Soldat seinen Käme-raden in allen Ländern ebenbürtig ist im Umgang mit allen modernen Waffen. Besonders eindrucksvoll war in diesem Jahr die Teilnahme von 400 Flug-zeugen der neuen Kampfgeschwader. Der Tag der Wehrmacht bedeutete aber auch in der Weihe der Feldzeichen und in der Ansprache Adylf 'Hitlers eine feierliche Bekräftigung des Fahneneides auf das Reich und ihren Obersten Befehlhaber. Mit dem großen Zapfenstreich findet alljährlich der Parteitag zu Nürnberg seinen Abschluß. und endlose Züge rollen nun in» nächtliche Land und bringen die Hunderitausende von Menschen wieder in ihr heimatliche» Dasein zurück. Sie alle waren gepackt von dem unmittelbaren Erlebnis des Zu-sammenseins mit den Männern, die ihr Schicksal verantwortlich leiten, vor allem aber mit dem Mann, der Deutschlands Führer ist. Sein Wille gilt, und doch ist er kein Diktator. Denn fein Wille ist leben-big in den Männern und Frauen, zu denen er in Nürnberg wieder und wieder sprach, wie in den Millionen Menschen, die mit ihm eine friedliche Zukunft gläubig erhoffen. Hitler an die Wehrmacht (A) Nürnberg, 14. September. Die große Militärparade am Zeppelin-Feld wurde heule mit einer längeren Ansprache des Reichskanzlers Hitler an die Wehrmacht geschlossen. Hitler führte u. a. aus, daß dem deutichen Heer die Kriegsflagge des neuen Deutschland und die neuen Regiinentssahnen voranwehen. Dadurch hätte sich das äußere Bild — so sagte der Reichskanzler — verändert, allein es wäre etwa» mehr vorgefallen, da Deutschland wieder erwacht sei. „Es ist dies das Ergebnis unserer großen Arbeit an der Erziehung unserer Nation und einer nicht geringeren Ardeu aus allen Gebieter unserer völkischen BeMgung. Unsere ganze friedliche Arbeit wäie aber vergeblich, wenn Deutjchiand nicht in der Lage wäre, seinen inneren »nd äafzeren Frieden ;u schützen. Dos, au? was wir heute so stmz sind, das find die Ergebnisse unserer friedlichen Arbeit, das, was wir unt zur Aufgabe gestellt haben, das ist die Sicherung und Wahrung der Errungenschaften unserer Arbeit. Wenn Millionen Menschen Iah« lang ihr Leben in Fabriken und UitfenuhnuMg«, für diese große Ausgabe einsetzen, dann ist «* verständlich und begreiflich. c' ß alle bereit sind, für d« Schutz ihrer Errungenschaften einzustehen. Diese zwei Jahre, die ich von Tuch für Deutschland «lange, gebe ich Euch in zehn Jahren wieder zurück. Wa» Ihr Eurem Vaterland in Eurer Jugend gebt, da» wird Euch in Eurem Alter rücksstattet werden. Ihr werdet ein« gesunde Generation. Euch werden Aemter und Fabriken nicht töten, sondern Ihr werdet erstark«» und gestählt sein in Sonne, Luft und Licht, in der Erziehung für Euer Volk. Glaubt mir, daß Euch Deutschland als seine Soldaten über alle» liebt. Die Achtung, die Liebe und den Respekt, den da» deutsche Volk für seine alte Armee hegte, überträgt es jetzt auch auf Euch. Ihr werdet würdig ein-geschätzt von Eurem Volke. Die Nation erwartet von Euch Opfer, aber keine solchen, die Ihr nicht erfüllen könntet. Niemal» mehr werden jene traurigen Zeiten wie einst nach dem Kriege wiederkehren!" Und einige Sätze au» der Schlußrede Den Nürnberger Reichsparteitag beschloß eine mächtige Parade de» deutschen Heere», an der 18.000 Offiziere und Soldaten des Landheere» und der Luftwaffe teilnahmen. Ueber Nürnberg kreiste auch da» Luftschiff „Hindenburg". Reichskanzler Hitler erklärte in seiner, von Hunderttausenden begeistert aufgenommenen Rede u. a. Deutschlands Wehrmacht diene nicht einem überspannten Chauvinismus, sondern einzig und allein der Verteidigung des Reiches. „Mögen noch so schwere Zeiten kommen", erklärte der Kanzler wörtlich, „sie werden unser Deutschland niemals wankend finden. Die Aenystlichen sind keine Vertei-diger d«r Fr«ih«it, die Zukunft gehört den Mutigen allein. Wir leben in sehr schweren Zeitläuften und ich blick« mit Besorgn» auf die europäische Gesamt-entwicklung. Die sogenannte Demokratie zerfrißt im-mer mehr und mehr die europäischen Staaten und Völker. Die Demokratie macht die Völker unsicher und widerstandsunfähig. Die Demokratie ist der Kanal, durch den da» bolschewistische Gift nach Europa gelangt, welches von der Lähmung bedroht wird. Die Ereignisse in Spanien zeigen deutlich, wie ein einziger bolschewistischer Aufstand einerseits den verführten Massen Mut einflößt und wie er den 3Jiut denjenigen nimmt, die berufen wären, mit aller Entschlossenheit gegen die bolschewistische Ver-giftung aufzutreten. Spanien möge ein warnende» Beispiel und eine ernste Mahnung allen europäischen Staatsmännern fein. Wenn die Methoden, deren man sich jetzt bedient, auch wetterhin in Kraft bleiben, werden die Bolschewiken in Europa zur Macht gelangen und dann wird Europa in einem Meer von Blut versinken. Die europäische Kultur und Zivllisation wird dann nach 2S00 Jahren der größten Barberei den Platz abtreten müssen. Verschließen wir nicht die Augen vor dieser Gefahr! In dieser Stunde rufe ich da» ganze deutsche Volk aus, sich noch enger um da» Reich zu schließen und die Kampf-ftellung einzunehmen, damit wir die neue Wellge-fahr nicht nur von Deutschland, sondern von ganz Europa fernhalten. Wir kämpfen nicht um unser Prestige, sondern für unser Valerland, für unsere Jugend und unsere Kinder. 3n diesem geschichtlichen Augenblick stelle ich fest: nicht die Zahl, der Glaube und der Wille werden entscheiden! Wir haben den Bolschewismus in Deutschland am eigenen Leibe verspürt und heute ist Deutschland ein Land des Friedens und der Ordnung als einer Folge des nationalsozialistischen Glaubens." Italien und die Volkstumsfrage Malta Am 2. September d. I. wurde die neue Ver-fafsung von Malta durch den britischen Gouverneur Sir Bonham Earter feierlich verkündet. Durch die neue Verfassung wird die Selbstverwaltung Maltas endgültig aufgehoben und an deren Stelle die Ver-waltung einer Kronkolonie eingeführt. Das Englische und Maltesische wurden zu den alleinigen Amts-sprachen erklärt, während das Italienische aus dem amtlichen Leben ausgeschaltet wird. Diese Rlaßnahme Groß - Britanniens hat in Italien große Erregung hervorgerufen. Die italieni-sche Presse hebt hervor, daß Malta mit der Strei-chung der italienischen Sprache das einzige Leben-dige verloren habe, was es besaß. Wer die italie-nische Sprache antaste, wo Gott sie al» Sprache des Volkes gewollt habe, verwunde die Seele Eu-ropas. Doch die italienische Kultur wurzele so tief, daß sie nicht ausgerottet werden könne. Wenn die : Sag nichi: morgen! ; Pfleg' schon heute Deine Zähne mit i SARG'S KALODONT : GECfyv 2av^t6,/S/ \ • • » • i HEIMISCHES ERZEUGNIS j Zunge schweigen müßte, würden die Namen der Einwohner und die Inschriften auf den Grabsteinen und an den Kirchenwänden reden. Die „Tribuna" schreibt: „Von nun an wird also die Bevölkerung Maltas wie ein Volk irgend-wo in Afrika behandelt, da« absolut unfähig ist. sich selbst zu regieren. Malta wird Kronkolonie. Wir glauben, daß es in der Geschichte noch niemals ein ähnliches Beispiel einer Rückwärtsentwicklung eines Boike» gegeben hat." Diese» alle» geschehe, weil Malta seine italienische Kultur nicht vergessen könne. Groß-Britannien habe kein Recht, da« Volk seiner heilig« sten Güter, der Selbstverwaltung und der Wahrung seiner eigenen KuUur zu berauben. Pariser Emigrantenpolitik Aus Pari» wird der Internationalen Presse-Agentur geschrieben: , In einem Briefe aus Spanien von End« August beklagen sich jüdische Emigranten aus Deutschland bitter über eine für sie fo „Verhängnis-volle Wichtigtuerei" einer Pariser Emigranlenpresse» Organisation, die eine bombastische Kundgebung gegen die spanische Rationalistenbewegung erlassen hat. Die in Frag« kommend« Organisation firmiere doch im Gastlande Frankreich al» Berufsvcremigung, die sich an die Gesetze des Gajtrechtes zu halten habe und sich nicht in die spanische Innenpolitik einmischen dürfte, so wenig, wie in die französische. Die in Frage kommende Kundgebung jüdischer Journalisten und Schriftsteller au» Deutschland in Pari» habe den Emigranten aus Spanien sehr viel geschadet. Sowohl die Regierungsgewallen, wie auch die „Rebellen-Regierung"' hätten die deutschen Flüchtlinge überall anständig behandelt, letztere fei nun aber fast überall gegen die deutschen Flücht-lingsjuden kindlich geworden und zwar unter Hin-weis auf d e zitierte Pariser Kundgebung. Da sich Spanien zu Vierfünfteln unter nationalistischer Kon» trolle befinde, könne man denken, welches Unheil die Pariser Emigranten über ihre Glaubens- und Schicksalsgenossen in Spanien gebracht haben. Der spanische „Faschismus" fei ebenso wenig antisemi-tisch, wie der italienische, nur die dreiste und kurz-sichtige Haltung Pariser jüdischen Presse-Vereinigung habe nun eine Aenderung verursacht. Soweit «ine Zusammenfassung der berechtigten Klage deutscher Emigranten in Spanien über die Pariser Presseklubleute aus Deutschland. Aber man sollte in Spanien wissen, daß oieser Klub einiger blindgehässiger Wichtigtuer gar keine Bedeutung besitzt. Seine Stammtischrunde hat eben wieder ein-mal das Maul zu voll genommen und irgend ein übereifriger, schlecht informierter Pariser Korrespon-dent spanischer Blätter hat diese „Kundgebung" weitergemeldet, die bezeichnender Weise in keinem Pariser Blatt veröffentlicht wurde. Aber: Kleine Ursachen, große Wirkung. Die deutschen Juden in Spanien. können sich nun bei ihren Presseleuten in Pari» dafür bedanken, wenn sie nun auch in Spa-nien als lästige Gäste betrachtet werden. In Prag starb an 16. d. M. der bekannte ehemalige jugoslawisch« Minister und Fuhrer der Selbständigen Demokratische« Partei Svetozar PeittbrM. Seite 4 Deutsche Zeitung Nummer 75 Der Völkerbund vor neuen Schwierigkeiten Die nahende Herbftsitzung des Bölkerbundrates wird wahrscheinlich große Ueberaschungen bringen. Angeblich wollen die Vertreter Portugals und Argentiniens die Anerkennung der nationalen Regierung von Burgos und die Aberkennung der marxistischen Regierung von Madrid verlangen. Armer Völkerbund! Kurze Nachrichten In Rumänien kam es zu blutigen Zusammen-stoßen zwischen einer religiösen Sekte und der Gendarmerie, wobei es mehrere Tote und viele Verwundete gab. Nach rumänischen Zeitung», meidungen wurden die Bauern von kommunistischen Agitatoren aufgestachelt. • König Karol von Rumänien wird in nächster 3eü nach Rom fahren und mit dem italienischen König sowie mit Mussolini zusammentreffen. Am 27. d. M. fährt König Karol dann nach Prag. ch Deutschland ist auf keinen Fall gewillt, sich mit russischen diplomatischen Vertretern zwecks VerHand-lungen zu einem Tisch zu setzen. Aus diesem Grund wird auch wahrscheinlich die Locarnokonferenz, die für den 19. Oktober angesetzt war, auf eine spätere Zeit verschoben. Bis auf wenige Ausnahmen dürfen noch immer keine reichsdeutjchen Zeitungen in das katholische Oesterreich, dafür aber um so mehr jüdisch-marxistische Hetzblätter aus der Tscheche! und ber Schweiz. • Auch der Papst hat sich nun entschlossen, gegen den jüdischen Marxismus eine Feuerrede zu halten. Er rief die gesamte katholische Christenheit gegen den Bolschewismus auf. Eine nüchterne aber vielsagende Meldung Nürnberg, 14. September. DNB berichtet: Die Reichsbahnen beförderten in der vergangenen Woche rund 950.000 Personen mit 1500 Sonder» zögen nach Nürnberg. Alle Züge trafen pünkt-lich ein. Aus Stadt und Land Generalversammlung des Skiklubs Celje Am Mittwoch, den 30. d. M. um 8 Uhr abends, findet im Klubstüberl bei der „Grünen Wiese" die 6. ordentliche Generalversammlung des Skiklubs Celje statt. Die Tagesordnung ist folgende: 1. Begrüßung durch den Obmann und Fest-stellung der Beschlußfähigkeit. 2. Bericht de» Schriftführer» über da» abge-laufene Vereinsjahr. 3. Bericht der Referenten der einzelnen Sek-tionen. 4. Bericht des Kassiers und der Rechnungsprüfer. 5. Neuwahl des Ausschusses. 6. Festsetzung des Mitgliedsbeitrages 1936/37. 7. Allsälliges. Eventuelle selbständige Anträge müssen im Sinne der Vereinsstatuten mindestens 7 Tage vor dem Termin der Generalversammlung dem Ausschusse vorgelegt werden, da andernfalls über solche An-träge nur dann verhandelt wird, wenn es die Generalversammlung genehmigt. Sollte um 8 Uhr nicht die erforderliche Anzahl der Mitglieder anwesend sein, so findet die General» Versammlung eine halbe Stunde später statt, welche dann in jedem Falle beschlußfähig ist. Stiklub Celje. Celje Gemetnderatsfitzung. Am 11. September fand die ordentliche Gemeinderatssitzung statt. Herr Stadlpräsident Mihelcic leitete sie. Es wurde folgendes beschloßen: Für die von der Stadt-gemeinde verkaufte König - Alexander - Kaserne und für das Militärmagazin bei dem Glacis wird der Gemeinde der Kaufpreis von Din 567.277 gezahlt werden. Für den Bau des neuen Justizpalastes wird der Justizverwaltung der nordwestliche Teil der Festwiese (14.000 m-') zu Verfügung gestellt werden. AI» Gegenwert erhält die Gemeinde da» alle Kreisgerichtsgebäude im Werte von 1,600.185 Din. Weiter wird die Gemeinde vor dem neuen Justizgebäude einen Park anlegen. Das «ladt» theater untersteht nun direkt der Gemeinde. Heimische Schauspielergruppen und die Nationaltheaters von Ljubljana und Maribor werden die Gestaltung des Spielplanes übernehmen. Da das hiesige Realgym-nasium weit überfüllt ist. verlangt die Gemeinde ein zweites Gymnasium oder mindestens ein Mädchen-untergymnasium. Weiter wird das Gebiet zwischen der Sann und der Krekova cesta parzelliert werden. Dieser 250 Meter breite Streifen soll dann um 10—30 Din pro mJ verlauft werden. Das ehema-lige humanistische Gymnasium und die Celjska koca werden gründlich renoviert werden. Für das Be-schottern der Straßen wmden 58.820 Dinar be-willigt. Der Verunreinigung der Sann durch die Fabriken und Bergwerke wird ein Ende gemacht werden. Herr Johann Strasek aus Pekre wurde als landwirllchastlicher Referent angestellt. Für öffentliche Arbeiten stellte die Gemeinde im vergan-genen Herbst folgende Summen zur Verfügung: zur Verbesserung der Straße auf den Schloßberg 52.916 Dinar, zur Herstellung der neuen Zusahrte» straße zum Stadtfriedhof 65.081 Dinar, für den Bau der neuen Straße auf den Josefiberg 70.288 Dinar, zur Verbesserung der Straße unterhalb des Schloßberge» und bei der zweiten Eisenbahnbrücke 24.063 Dinar, für den Bau der Straße Nikolai» berg Annensitz 32.737 Dinar, zur Regulierung der Susnica 9790 und der Koprivnica 11.617 Dinar, zur Kanalisierung der Oblakova ulica 1254 Dinar und zur Entwässerung und Beschotterung der Straßen in der ehemaligen Umgebungsgemeinde 42.032 Dinar. Die Banalverwaltung hat die Kreisaus-schüsse der Gewerbeorganisatinnen in Celje, Mari» bor, Ljubljana und Novo mesto aufgelöst. Bis zur Ernennung von Kommissären werden die Sekretäre der Ausschüsse die Agenden führen. Die Neu-wählen dürfen bald stattfinden. Unter den Gewerbe» treibenden herrscht für diese großes Interesse. Pu-yi — Schönheits-Champion. Auf der großen internationalen Hundeausstellung in Buda-pest wurde am 13. d. M. der tibetanische Steppenhund Chow-Chow Pu-yi, Besitzer Herr Rudolf Sadnik, mit der höchsten Auszeichnung prämiiert und erwarb sich dadurch die Anwaltschaft auf den europäischen Schönheits-Champion und auf den ungarischen Meistertitel. Wir gratulieren! Badeschluh. Die städtischen Sannbäder wer» den Montag, den 21. d. M. geschlossen. Das Rauchen im Theater und feine rgen. In der Nacht vom 12. auf den 13. d. ist in Paris das Opernhaus durch Feuer ver-nichtet worden. Der Sachschaden wird aus mehrere Millionen Franken geschätzt. Das Feuer soll durch einen weggeworfenen Zigarettenstummel entstanden sein. In Frankreich ist das Rauchen in Kino» und Theater erlaubt. Vor Jahren wurde auch in unserer Stadt erwogen, ob da» Rauchen im Theater erlaubt werden soll. Dieser Wunsch wurde mit Entschieden-heit abgelehnt und auch mtt Recht. Eingangserwähntes Beispiel dient neuerlich zum Beweis. Todesfall. In Loznica bei Celje starb Mon' tag, den 14. d. M. der Besitzer und eifrige Jäger Herr Franz Samec. Das Leichenbegängnis fand Mittwoch um 4 Uhr am Umgebungsfriedhof statt. Kino Metropol. Donnerstag „Nocturno". Freitag, Samstag „Mihajlo Strogov", nach dem berühmten Roman von Jules Verne, mtt Adolf Wohlbrück. Marie Andergast, Lucie Höflich, Theo Lingen, Kurt Vespermann. Kino Union. Donnerstag, Freitag und Samstag Eva, Operette von Lehar mit Magda Schneider und Adele Sandrock. M a r i b o r Eröffnung des neuen Schuljahres am Einjährigen Handelskur» Ant. Ruv Legat in Maribor. Am Mittwoch, den 9 d. M. fand um 11 Uhr vormtttag unter großer Beteiligung die feierliche Eröffnung des neuen Schuljahres der Privat-Handelsschule Ant. Rud. Legit Hatt. Der Direktor und Inhaber der Anstalt Herr Ant. Rud. Legat begrüßte die erschienenen Eltern. Schülerin» nen und Schüler sowie den Lehrkörper und sprach über das Ziel der Legat-Schule. Er forderte die Schüler zum Fleiß und zur Ausdauer und guten Betragen auf und bat die Eltern um ihre Unter-stützung beim Studium und bei der Erziehung. Er machte auch auf wichtige Bestimmungen der Schul-und Disziplinarordnung der Anstalt aufmerksam und hob die ganz besonderen Vorteile und Eigenheiten der Legat-Schule hervor. Eine Unterrichtsstunde der Legat Schule dauert 55 Minuten statt 45 Minuten der anderen Schulen, was im Schuljahre 7 Wachen oder 1% Monate ausmacht. Ferner ist der Unter» richt aus deutscher Sprache verbindlich. Es sind in der Woche 6 Stunden Deutschunterricht und zwar 4 Stunden Grammatik, Lesen, Nacherzählen, Kon» versation und Rechtichreiben. Ferner sind noch 2 Stunden in der Woche deutsche Handelskorrespon» denz und Kontorarbeiten. Gute Absolventen und Absolventinnen der Legatschule können daher am Schlüsse des Schuljahres soviel Deutsch, daß sie leicht jeden Posten antreten können. Der gesamte Unterricht wird außerdem durch den Besuch von Jndustrieunternehmungen, Kulturfilmen und Ausstellungen vertieft. Die Organisation der Legat Schule ist mustergültig und vorbildlich, die Unterrichtserfolge bekanntermaßen erstklassig. Die Legat'SchuIe wird heuer von über 50 Schülern besucht, ein Beweis, wie tief die Bedeutung der Legat'Schule in alle Bevölkerungskreise eingedrungen ist. Der Unterricht begann am Donnerstag. Einschreibungen nur noch diese Woche, Maribor, Vrazova ulica 4. Sport Athletik: S. K. Celje SonMag, den 20. um 16 Uhr, am Plaze de« Athlet» Sportklub» Gleich al» erste» Spiel brachte das Los den Hauptkampf für unsere Stadt. S. K. Celje und Athletik waren sich schon lange Zett keine Gegner in der Meisterschaft, da Athletik in der Gruppe Mari-bor und S. K. Celje im Kreis Ljubljana spielte. Nun sind wieder beide Vereine in der gleichen Gruppe und tragen am Sonntag ihr Meisterschaftsspiel au». Der Kampf wird hart werden, da beide Mann-schaffen die gleiche Spielstärke hoben. Athletik dürfte technisch besser sein, aber dafür hat S. K. Celje die härteren Kämpfer, weshalb der Ausgang dieses Spieles ganz offen ist. Trotz der großen Wichtigkeit dieses Punktekampfe» hoffen wir auf einen ritterlichen Kampf, da die Spieler in den letzten Begegnungen schöne und vollkommen faire Spiele gezeigt haben. Die beiderseitigen Vereinsdrucker werden aber dringendst ersucht, auch den Gegner zu achten, da jeder Wirbel auf den Fußballplätzen sportschädlich ist und die Leidtragenden doch immer nur die be» teiligten Mannschaften find. Teebutter versendet taglich in Netto 4 kg Packungen zu Din 22.— das Kilogramm franko per Nachnahme die Molkerei Rudolf Bambach — Srpska Crnja (Dunavska banovina). Wohnung (2 bin 3 Zimmer), womöglich (ur sich abgeaohlossen, wird von ruhiger, kinderloser Partei gesucht. Antrigo an die Verwaltung de« Blatte«, woselbst auoh die Adrees« erliegt. 869 Haus Zi.. auf dem Joiefor hrib tu t e r k a u n_ — Adresse erliegt in der Verwaltung des Blattes unter Nr. 870. Staatlich geprüfte Lehrerin erteilt Sprachunterricht in Deutsch und Slowenisch. Adresse erliegt io der Verwaltung des Blattes unter Nr. 271. Kaufe 2 eiserne Oefen, 1 eisernen Sparherd und 2 dunkelpolitierte Betten, auch 2 Kins&tze. Adressen in der Verwaltung des Blatte« abzugeben. 272 Gebildetes FrSulein, feine K&chin, roll' kommen perfekt in allen Hausarbeiten, schöne Jahresieugnisse auch ron leitenden Stellen, suoht passende Beschäftigung, er.ala Wirtschafterin oder Ähnliches. — Geil. Anträge erbeten unter .Auch Ausland'* a. d. Verw.