H-228. Freitag, 4. October 1895. Iahigan« 114. Aibacher Zeitma. ""«!»l>ch N ?^^."l«: Wt Poftuer < eI, du » g : ganzjährig fi, lü, yaldjährig fi, 7 50. Im (lompt ° ii: ^'»e I,,,//'. "Nlbjahrig fi, 5 bU. ffüi d, ' — I«ser»l°nSgebür: ssür w^^ " ^'"^ to« zu 4 Zeilen 25 tr,, größere per Zeile « tr-: bei «fteren Wiederholungen per Zeile » tr. Die «Uaib, Zelt.» erscheint täglich, mit Nu«nahme der Tonn» und Feieriage. Die Administration befindet sich Longressplay 3tr. 2, die Medactlon ÄalinhufgaNe Nr. lü. Sprechstunden der Redaction von » b!« l» Uhr vormittag», Unfillnllerle Ärlefe werden mcht angenommen, Manuscripte nlcht zurückgestellt. Umtlicher Mil. "M?/,',!' ""b l. Apostolische Majestät haben die ili e lM ^ Allerhöchsten Handschreiben aNergnädigft ! "!>en geruht: bchilnmt^.^ Kielmansegg! Ich ftnde Mich ^im w'^ von Meinem Gesammlministerium für "beten, n ' "he vertretenen Königreiche und Länder N„.s emission in Gnaden zu gewähren. tine^Melch verständige Ich Sie, dass Ich unter Vaben? ^"thalter in Galizien Kasimir Grafen »A z^^ ^' zu Meinem Ministerpräsidenten für die trenne » ^e vertretenen Königreiche und Länder betraue. "^ der Bildung des neuen Ministeriums ""en. 39. September 1895. Franz Joseph m. p. Kielmansegg m. p. ^ Geillm ?^ Vadeni! Indem Ich die Demission Mnen «?^'nisteriums für die im Reichsrathe ver-Ä Sie ^'^ "^ Länder annehme, ernenne ^lgreich^ "^^'uem Ministerpräsidenten für diese Hglich ^ ^?b Länder und sehe Ihren Anträgen be-^tgsgen. ^'ldung des neuen Ministeriums ehestens '"< 29. September 1895,, Franz Joseph in. p. Kielmansegg m. p. ^'chltre" ^ Kielmansegg! Mit bewährter »jol"^"!!^ Opferwilligkeit haben Sie Meinem ^ster^' zeitweilige Leitung der Geschäfte des 3 Innern' /""s ^"" bas Amt Meines Ministers 3 'llulia ^^uommen und unter hingebungsvoller Ulluna°» "'s" pflichtgetreuer Staatsdiener Meinen Ä»l I"dew Hltt^men entsprochen. Mllbe u^ ^ ^^e nun nach Erfüllung der gestellten üs? Vilte 3 "' Würdigung der für Ihre diesbezüg-?"l°gene,, Frachten Gründe von diesen Ihnen i3^verw°^ ctionen, ""^^ Vorbehalt Ihrer ?' NtteiH? « U '!" Dienste, hiemit in Gnaden ent-^die H /» Vtir zur wahren Befriedigung, Ihnen selbstlos und mit unermüdetem Eifer geleisteten ausgezeichneten Dienste Meinen herzlichsten Dank und Meine volle Anerkennung auszusprechen, als deren sichtbares Zeichen Ich Ihnen das Großkreuz Meines Leopold-Ordens taxfrei Virleihe. Wien, 30. September 1895. Franz Joseph m. p. Lieber Ritter von Iaworski! Indem Ich Sie über Ihr Ansuchen von dem Amte Meines Ministers in Gnaden enthebe, verleihe Ich Ihnen in Anerkennung Ihrer, mit patriotischer Hingebung Mir und dem Staate geleisteten ausgezeichneten Dienste taxfrei Meinen Orden der eisernen Krone erster Classe. Wien, 30. September 1895. Franz Joseph m. p. Kielmansegg m. p. Lieber Dr. Ritter von Böhm! Indem Ich Sie über Ihr Ansuchen von dem Amte Meines Finanz-Ministers in Gnaden enthebe und Mir Ihre Wiederverwendung im Dienste vorbehalte, verleihe Ich Ihnen in Anerkennung Ihrer, unter schwierigen Verhältnissen mit treuer Hingebung geleisteten ausgezeichneten Dienste taxfrei die Würde eines geheimen Rathes. Wien, 30. September 1895. Franz Joseph m. p. Kielmansegg m. p. Lieber Sectionschef Dr. Edler von Nlumfeld! Indem Ich Sie über Ihr Ansuchen von der Leitung Meines Ackerbau-Ministeriums iu Gnaden enthebe, spreche ich Ihnen für die in dieser Function mit treuer Hingebung und ausgezeichnetem Erfolge bethätigte Amtswirksamkeit Meinen Dank und Meine volle Au-erkennung aus. Wien, 30. September 1895. Franz Joseph m. p. Kielmansegg m. p. Lieber Sectionschef Dr. Ritter von Wittek! Indem Ich Sie über Ihr Ansuchen von der Leitung Meines Handelsministeriums in Gnaden enthebe, spreche Ich Ihnen für die in dieser wichtigen Verwendung mit treuer Hingebung und bewährter Fachtenntnis geleiste- ten ausgezeichneten Dienste Meinen Dank und Meine volle Anerkennung aus. Wien, 30. September 1895. Franz Joseph m. p. Kielmansegg m. p. Lieber Sectionschef Dr. Rittner! Indem Ich Sie über Ihr Ansuchen von der Leitung Meines Mini« steriums für Cultus und Unterricht in Gnadeu enthebe, spreche Ich Ihnen für die in dieser wichtigen Function mit treuer Hingebung und ausgezeichnetem Erfolge be«-thätigte Amtswirlsamkeit Meinen Dank und Meine volle Anerkennung aus. Wien, 30. September 1895. Franz Joseph m. p. Kielmansegg m. p. Lieber Sectionschef Dr. Ritter von Krall! Indem Ich Sie über Ihr Ansuchen von der Leitung Meines Justiz-Ministeriums in Gnaden enthebe, spreche Ich Ihnen für die während Ihrer Amts' führung mit hingebungsvoller Pflichttreue erfolgreichst bethätigte Vertretung der wichtigen Interessen der Iustizftflege Meinen Dank und Meine volle Anerkennung aus. Wien, 30. September 1895. Franz Joseph m. p. Kielmansegg m. p. Lieber Graf Badeni! In Genehmigung Ihrer Anträge übertrage Ich Ihnen die Leitung Meines Ministeriums des Innern und ernenne den Feldzeugmeister Zeno Grafen Welsersheimb neuerlich zu Meinem Minister für Landesvertheidigung, den Dr. Paul Freiherrn Gautsch von Frankenthurn zu Meinem Minister für Cultus und Unterricht, den Präsidenten der General-Direction der österreichischen Staatsbahnen Dr. Leon Ritter von BilinSli zu Meinem Finanzminister unter gleichzeitiger provisorischer Vetrauung desselben mit den bisher vom Minister Ritter von Iaworski versehenen Agenden, das Mitglied des Herrenhauses Johann Grafen Ledebur-Wicheln zu Meinem Ackerbauminister, den Ober-landesgerichts-Prasidenten in Graz Johann Grafen Gleispach zu Meinem Iustizminister und den Sectionschef im Ministerium Meines Hauses und des Feuilleton. Vom Altweibersommer. Schilderung von Nr. Karl Vluh. ^.unie^^^bsteu und daher bekanntesten unter 3iaV?ch auü -"^"mschen sind die in Wäldern leben-l'ch'Mnnen a?f." ^e Gebäude dringenden, zur Gattung dtml^. A k "^" Kreuzspinnen, von denen nament« Ischen h'n "unrothe bis schwärzliche, mit einem gezeichnete, wohl 12 bis Älz feinere 3"°/nde eigentliche Kreuzspinne und die ^bl - llllerbäns??/^""zspiune am gemeinsten sind. d'e V" häuspv ^ aber innerhalb der Gebäude, so-yro^nsier. '^" als auch in Ställen u. a. tritt uns F'ld, ent.7 Hausspinne, die nur etwa 10 mm steckt diele 3^" den Spinnen, welche Netze weben, ^e?' Wischen?' ^ l'ch '" 'lgend welchen Ver-""d? u. a " ?" losen Baumrinde, selbst unter H" zum TMl)en, hier auf ihren Raub lauern ttich^ dieser ^" '°9"l im Sprunge erbeuten. ^ w uns w^nzen Mannigfaltigkeit am seltsamsten ^chb?^ssern ^^'^asserjpinne, welche in ftehen-^Nt? Nach'^°"ders Sümpfen uud Gräben, eine <^,>tnit 7in f - °"b"k" unter das Wasser hinab->«N ^, glocken"^""schen Pflanzensteugeln u.a. '"ohl . "'" ein«.^ f ?b" kugelförmiges, wie man au-> i. " fetter?« "I?- "der lackartigen, am richtigsten l'bt. Einsen, "An.Swff getränktes Gespinnst anfüllt 6<>^ solch« Ä> H"" R""b lauernd im Trocknen ^"«Hm spinne überwinterte bei mir im und erhielt sich gut zwei Jahre. Auch fchlüpften junge Spinnen in fehr großer Anzahl aus, die aber fast alle von der alten selbst aufgefressen wurden. Nicht zu den eigentlichen, sondern zu den Afterspinnen gehörend, sehen wir, gleichfalls in Gebäuden, vornehmlich in unbewohnten Räumen, Speichern, Böden, Kammern u. a. Angehörige der Gattung Weberknecht, mit einem runden Körper, gleich den anderen, der aber auf acht sehr langen und dünnen Beinen ruht. Auch sie spinnen keine Netze, sondern halten sich bei Tage in Schlupfwinkeln auf, um Nachts die ihnen zum Raub dienenden Iusecten springend zu fangen. Das den Spinnen gegenüber herrschende Vorurtheil, welches sich nur zu vielfach in Widerwillen und Abscheu äußert, ist ein Unrecht, völlig unbegründet und zum Theil beruht es sogar auf Aberglauben. Die selbst bei Gebildeten vielfach herrschende Meinung, manche unserer einheimischen Spinuen seien giftig, ist völlig haltlos — wenigstens nach meiner Ueberzeugung. Für den Zweck der Beobachtung hielt ich längere Zeit hindurch die verschiedensten Spinnen in entsprechend eingerichteten Terrarien, und ich habe sie wohl zu Dutzendeu gefangen uud iu der hohlen Hand getragen, um sie durch Ergreifen mit den Fingern nicht zu beschädigen. Mehrmals hat mich dabei eine recht große Spinne gebissen und empfindlich gezwickt; niemals habe ich aber die geringsten üblen Folgen davon verspürt. Bedenken wir nun die außerordentlich große Nützlichkeit der Spinuen von allen zahlreichen verschiedenen Arten, theils draußen für unfere Nutzgewächse, theils innerhalb der Wohnung, insbesondere den eckel-haften und wohl gar unsere Gesundheit bedrohenden Fliegen, sowie vielem andern Ungeziefer gegenüber so scheint wahrlich nicht zuviel dazu zu gehören, dass wir um Spinnenschutz selbst in der Häuslichkeit bitten müssen. So möchten wir wünschen, jede einsichtige Hausfrau möge einigen oder wenigstens doch einer recht großen Spinne den Raum für ihr Netz irgendwo in einer Stubenecke gönnen. Denkt mau dann freilich daran, dass sich in demselben zahlreiche Fliegen u.a. fangen, bald so viele, dass die Spinne sie nicht alle-sammt zu verzehren vermag, und dass dieselben, zumal wenn auch der Staub das Netz verunziert, doch gar arg unser Auge beleidigen — so muss das Spinnen-netz der wirtschaftlichen Hausfrau gegenüber natürlich für immer nur ein frommer Wunsch bleiben. Zahlreiche Forscher, aber auch bloß Thier- und Naturfreunde haben sich angelegentlich mit deu Spinnen beschäftigt und ihre eigenthümlich interessante Natur« geschichte ist eingehender erforscht, als die vieler an* deren Thiere. Dann aber gibt es auch rührende Geschichten vom einsamen Gefangenen in der Zelle, dessen einzige Gesellschafterin die Spinne war, die er so liebte, dass, als der grausame Wärter sie getödtet hatte, er in schwere Krankheit oder gar in Wahnsinn verfiel. Das Volk schätzt die Spinne als vortrefflichen Wetterpropheten und als eines solchen hat sich ihrer sogar die Geschichte bemächtigt; so z. N. bei der Eroberung von Holland (1794), da die Spinnen den Eintritt des frühen Winters prophezeit hatten. Aber der Vollsmund erzählt auch uuch im weiteren vielfach von der Spinne uud die wuuderlichsten Sprüche und Regeln, so von der Glücksspinne u. s. w. sind alleuthalbeu zu finden. Als Heilmittel gilt sie oder vielmehr ihr Netz, das sauber gereinigt, zum Blutstillen bei frischen Wunden benutzt wird. Schließlich gibt es wohl gar Leute, die nne dicke Spinne gern auf ihrem Butterbrod verzehren. Laibacher Zeitung Nr. 228. 1978 4. October 18^ Aeußern Hugo Freiherrn Glanz von Eicha zu Meinem Handelsminister. Die diesbezüglichen, an dieselben gerichteten Handschreiben folgen im Anschlüsse mit. Wien, 30. September 1895. Franz Joseph m. p. Badenim. p. Lieber Graf Welsersheimb! Ich ernenne Sie neuerlich zu Meimm Minister für Lanbesverthei-digung. Wien, 30. September 1895. Franz Joseph m. p. Badeni m. p. Lieber Dr. Freiherr von Gautsch! Ich ernenne Sie zu Meinem Minister für Cultus und Unterricht. Wien, 30. September 1895. Franz Joseph m. p. Badeni m. p. Lieber Dr. Ritter von Bilinski! Ich ernenne Sie zu Meinem Finanzminister und betraue Sie gleichzeitig provisorisch mit den bisher vom Minister Ritter von Iaworsli versehenen Agenden. Wien, 30. September 1895. Franz Joseph m. p. Badeni m. p. Lieber Graf Ledebur-Wicheln! Ich ernenne Sie zu Meinem Ackerbauminister. Wien, 30. September 1895. Franz Joseph m. p. Badeni m. p. Lieber Graf Gleispach! Ich ernenne Sie zu Vieinem Iustizminister. Wien, 30. September 1395. Franz Joseph m. p. Badeni m. p. Lieber Freiherr von Glanz! Ich ernenne Sie zu Meinem Handelsminister. Wien, 30. September 1895. Franz Joseph m. p. Badeni m. p. Lieber Graf Vadeni! Ich ernenne den geheimen Rath Erich Grafen Kielmansegg zu Meinem Statthalter im Crzherzogthume Oesterreich unter der Enns mit den systemmähigen Bezügen. Das von Mir hierüber an den Grafen Kielmansegg erlassene Handschreiben folgt in der Anlage mit, und haben Sie hiernach das weitere zu veranlassen. Wien, 30. September 1895. Frauz Joseph m. p. Badeni m. p. Lieber Graf Kielmansegg! Ich ernenne Sie zu Meinem Statthalter im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns mit den sustemmäßigen Bezügen. Wien, 30. September 1895. Franz Joseph m. p. Badeni m. p. Se. k. und l. Apostolifche Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 30. September d. I. den Statthalterei-Viceprüsidenten Friedrich Freiherrn Bourguignon von Baumberg von der ihm übertragenen zeitweiligen Leitung der niederösterreichischen Statthaltern allergnädigst zu entheben und huldvollst zu gestatten geruht, dass demselben bei diesem Anlasse die Allerhöchste Anerkennung ausgesprochen werde. Badeni m. p. Nichtamtlicher Theil. Empsang und Verabschiedung. Wicu am 2. October. Die Vorstellung des Beamtenlörpers im Ministerium des Innern sand um 12 Uhr statt. Seine Excellenz Sectionschef Freiherr von Crb unterbreitete als rang-ältester Beamter Sr. Excellenz die Glückwünsche des gesummten Beamtenlörpers mit der Versicherung, dass derselbe unter der weisen Leitung Sr. Excellenz mit Eifer und Gewissenhaftigkeit seinen Dienstpflichten im vollsten Umfange nachkommen werde, und bat den Herrn Minister um das freundliche Wohlwollen. Seine Excellenz der Herr Ministerpräsident und Leiter des Ministeriums des Innern Graf Badeni dankte zunächst den Sectionschefs und allen erschienenen Herren in herzlichster Weise für ihre freundlichen Glückwünsche. Der Ruf der Beamtenschaft des Ministeriums de» Innern stehe in der öffentlichen Meinung fest. Seine langjährige Neamtenlaufbahn möge im vorhinein ^^5.H""" "ne Bürgschaft sein, dass er mit Herz und Gech ft«« mit den Beamten ein« bleibe. Vr werde von den Herren nie etwas anderes als eine sachliche Behandlung der Geschäfte fordern. Die Führung der Politik, das Eingreifen in dieselbe und jedwede Aeußerung in dieser Beziehung nach Außen jedoch müsse er sich ausschließlich vorbehalten. Er werde stets den Herren ein offenes Herz entgegenbringen, und ersuche er die Herren um eine freundliche Unterstützung in der Erfüllung der Amtspflichten. 5 5 5 Vom Ministerium des Innern begab sich Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident in das Palais des Ministerraths-Präsidmms. Daselbst waren bereits sämmtliche Beamte dieser Centralftelle und die Spitzen der unterstehenden Behörden versammelt. Der Vorstand der Präsidial-Kanzlei, Ministerialrath Ritter von Freiberg stellte Sr. Excellenz die erschienenen Functionäre vor und erbat in einigen kurzen Worten unter Betonung der Thatsache, dass Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident selbst aus den Kreisen der österreichischen Beamtenschaft hervorgegangen fei, das Wohlwollen des Ministerpräsidenten für die Beamten, welches auch Seine Excellenz in feiner Antwort unter Anerkennung der in der österreichischen Beamtenschaft herrschenden Traditionen der hingebungsvollen Pflichterfüllung in wärmster Weise zum Ausdrucke brachte. Nach den Beamten der Präsidial-Kanzlei wurden die dem Minister Ritter von Iaworski zugetheilten Beamten unter Führung des Ministerialrathes Ritter von Chtedowski empfangen, woran sich der Empfang der übrigen unterstehenden Beamten anschloss. Mittags übernahm der neuernannte Handelsminister Se. Excellenz Baron Glanz die Agenden des Handelsministeriums. Se. Excellenz Sectionschef Ritter von Wittek begrüßte den Herrn Minister namens des Beamtenkörpers des Handelsministeriums in der herzlichsten Weise und hob hervor, dass das Ministerium, welches den Herrn Minister gewissermaßen schon früher zu den Seinigen zählte, sich freue, den aus der hohen Schule der Staatskunst hervorgegangenen, den Agenden des Handels und Verkehrs feit langem berufsmäßig nahestehenden Minister fortan ganz und allein zu besitzen. Se. Excellenz Herr Minister Baron Glanz antwortete, indem er dem Sectionschef Ritter von Wittek für die freundlichen Worte dankte und ihn bat, ihm mit seinen reichen Erfahrungen und Kenntnissen zur Seite zu stehen, wobei Baron Glanz die allerhöchste Anerkennung hervorhob, welche beweise, in welch ausgezeichneter Weise Ritter von Wittek den ihm übertragenen schwierigen Aufgaben gerecht zu werden wusste. Er betonte, dass er schon früher mit den ausgezeichneten Mitgliedern des Handelsministeriums in nahe Be» rührung trat, was ,hn bei der Uebernahme des schwierigen Amtes ermuthige. Der Herr Minister hob das weite Feld der Thätigkeit des Ministeriums hervor, dessen Wirken tief in das Erwerbs- und Verkehrsleben eingreife, in dessen Obhut der große und wichtige Theil der Maßnahmen gestellt sei, welche die Förderung des Volkswohlstandes, das Wohlergehen der arbeitenden Classen bezwecken.» Er erbat sich die Unterstützung des Beamten« körpers, indem er denselben seines vollen und warmen Verständnisses für seine Interessen versicherte. Bei der Verabschiedung Sr. Excellenz des bisherigen Finanzministers Ritter vonAöhm-Bawerk dankte derselbe dem Veamtenkörper für die werkthätige Unterstützung und erfuchte denselben, ihm seine freundliche Erinnerung zu bewahren und auch seinem Nachfolger die bewährte Unterstützung zu gewähren. Vormittags wurden die Beamten des Finanzministeriums Sr. Excellenz dem Herrn Minister Ritter v. Bilinski vorgestellt. Se. Excellenz Sectionschef Naumgartner begrüßte den neuen Herrn Finanzminister, welcher in längerer Rede erwiderte. Er betonte, er schätze sich glücklich, in die Mitte eines so ausgezeichneten Beamten» kürpers zu treten. Sein Programm werde er im Parlament entwickeln, er wolle jedoch schon heute zwei Punkte hervorheben, nämlich die Nothwendigkeit der weiteren Aufrechthaltung des von Ritter v. Dunajewski angebahnten Gleichgewichtes im Staatshaushalte und das Verhältnis zu den Executivorganen des Finanzministeriums und der Bevölkerung, welche zu der Ueber« zeugung gelangen müsse, dass die Finanzorgane nicht ihre Feinde, sondern ihre naturgemäßen Bundesgenossen zum Zwecke der Erreichung höherer öffentlicher Ziele seien. Er werde strenge darüber wachen, dass das gute Einvernehmen zwischen dem Publicum und den Finanz« organen nicht gestört werde. Der Herr Minister werde das Wohl seiner Be< amten im Auge behalten, deren Schicksal ihm von Sr. Majestät dem Kaiser für die nächste Zeit anvertraut wurde. Der Herr Minister forderte schließlich die Beamten auf, dem erhabenen Beifpiele des Kaifers in Bezug auf die Opferwilligkeit bei der Arbeit für das öffentliche Wohl zu folgen und nachzueifern. Bei der Vorstellung des Veamtenkörpers des Unterrichtsministeriums hob Se. Excellenz Herr Mi- nister Baron Gautsch hervor, da er lein M'W^ Kreise der ausgezeichneten Beamtenschaft des richtsressorts sei, sei eine eigentlichl! Vorstellung ^ nothwendig. Der Herr Minister hob die Veldle:''" ^ bisherigen' Leiters des Unterrichtsministeriums Rittner hervor. ___^> Politische Uebersicht. Die Ernennung des Ministeriums ^ A, bildet den Hauptgegenstand der journalistischen ^. ürterung. Die Blätter, ohne Unterschied der 4> ^ stellung, anerkennen die hohe staatsmännische ^g ^ des neuernannten Cabinetschefs und betonen, da> ,^„ die anderen Mitglieder des Ministeriums sich "' ^< bisherigen öffentlichen Stellungen hervorragend dienste erworben haben. ^M Die Ergänzungswahlen von MA^l des mährifchen Landtages für den "M^M, der Stadt Olmütz an Stelle des verstorbenen Dr. August Weeber, für den Wahlbezirk der , h Neustadtl, Saar, Bisttitz, Groß-Bittesch und TG" ^ an Stelle des verstorbenen Abg. Dr. Josef ^A endlich für den Wahlbezirk der Städte Mgl'tz, ^H-Littau und Aussee an Stelle des Abg. Bruno" brecher wurden für den 30. October d. I. a"sge!yl ^ — Die Landtagswahlen in Galizien w,,^ mit der Wahl der Vertreter des großen Grm „ > ^, abgeschlossen. In der Reihe der heuer Gewahr , finden sich Seine Excellenz der Herr Mimstelpl" ^ und der Minister des Innern Graf Vadem!?" o» zweite Vicepräsident des Abgeordnetenhauses ^'" Abrahamowicz. .lHeü Eine allgemeine Volkszählung hat im den ^ Reiche am 14. Juni 1895 in Verbindung «" ^ Berufs« und Gewerbezählung stattgefunden. " ^ hat nach dem amtlichen statistischen Vure^ ^ Preußen eine anwesende Bevölkerung ergev ^ 31,491.209 Seelen, während nach der ZH"H^ I.December 1890 die Bevölkerung 29,957.3b/ ^ü betrug. Die Bevölkerung ist also darnach in 4 HH^ in Preußen wiederum um mehr als ^«.^MiO oder etwas über 5 Procent gewachsen. Verhaun ^ gering ist die Zunahme in Berlin von 1,5^ unglückliche Vorkommnis, sei jedoch nicht lN ^hfl< jene Maßregeln zu bezeichnen, durch welche oe ^ lehr ähnlicher Vorkommnisse endgiltig vorgeve"^^ den könnte. In der heutigen Sitzung gelangt " pellation zur Besprechung. .^. ^.fMs Am gestrigen Jahrestage des Plebiscits il", ^ Humbert frühmorgens in Rom em "I^te ^ zeichnete ein abends im Militär.Verordnung»"^^e>' schienenes Decret, welches allen Milltarf UA ^ jener Alteisclassen, die am 31. December ^^st' der Militärdienstpflicht frei sein werden, vol" ^i^ gewährt. Was die im Auslande sich ""'W'^ Militärflüchtlinge anbelangt und diejenige«, '"'^i^ zum Militärdieuste verpflichtet sind, so wn'd „^ ^ von ihnen Amnestie gewährt, welche ^e habe' Gesetz bestimmte Altersgrenze nicht üverMw ^^ und nach Italien zurückkehren, um 'yrer ^ vc dienstpflicht Genüge zu leisten. Die Stavl flaggt. .„ .Ä< Nach Briefen des Berichterstatters />" 5F Havas. aus Majunga wird die Zahl o>- ^M' des Expeditionscorps auf ungefähr ^ ^hl ^ worunter sich 1100 Europäer befinden. ^Ht iv^ Kranken, welche in den Spitälern untergeti^ mussten, kann auf 7000 beziffert werde^ . prss'^ Aus Sofia wird gemeldet: 3"'" gM Stoilow, welcher gelegentlich seiner letzte» Ms Innern des Landes seitens feiner Anhang" ^sA popel eingeladen worden war, einige ^" ^.^ zu verweilen, hat sich heute dahin begeo^ M, Agence Balcanique erklärt die Meldung r .^ ßo, Blattes, wonach Prinz Boris am 26. 0. < ^l orthodox getauft werde und die SobraN^^ öffnung derselben am 27. d. M. durch ^M". ^ hievon benachrichtigt werde, als gä'"ö"^.absi^'^ b>e Wie aus Belgrad Regierung nach der Rückkehr des F'""^ ,. Slupschtina einzuberufen. ^ 0 nst ^ d^ Eine amtliche Verlautbarung a"« nges v" ,„ nopel gibt eine Darstellung des ^".Mtigel' ^ Zerstreuung der gemeldeten Z"sa"'"e" „nlde ^ Armeniern. Dieser Darstellung MW PM'^lj Armenier, welche den Gendarmen "w " ^ very den Waffen in der Hand Widerstand l"," _________________________ 1979 4. October 1895. be'"^ "'^ bass die Bestrafung des Vice-lunll d°« -p^vinz Szutschwen bereits vor Uebermitt-^^nglischeu Ultimatums erfolgt war. Tagesneuigleiten. 3u^/2öiener Journalisten in Budapest.) "'ltllaz l ^'"" Journalisten fand am 2. d. M. steten l? ^" ""^ blnl Nusstellungsterritorium er-dltlctys W:"-^ "" 3r"hst"ck statt. Der Ausftellungs-Gtze '^'"lswialrath Schmidt, begrüßte die Wiener ^ttte ^"" ^"men Valduin Groller dankend er-dik H^ Vlerauf sprach Csobor, der u. a. sagte, dass ^!l!ätun 6" ^" ^^"" «Concordia. im Dienste der l'N HH 2 und des Fortschrittes in Ungarn immerdar eingeht ^"°" werden. Nach dem Frühstück fand eine h'ltaus u ^^^»ung der Ausftellungsbaulichleiten und ^ Auztt n ^^ ^ ^ nachmittags im Directlonsgebäude ^utt/ ""« ein Bankett statt, an das sich dann ein slell»,^ ^"'^ im Vollstheater anreihte. In der Vor-lluetb u^"" sämmtliche drei Primadonnen, Frau Vlaha, ^ift^ae" ^^"owy, in ihren Glanzrollen mit. Die ^M °?« Künstlerinnen wurden durch stürmischen ttnlez H, Zeichnet. Nach der Vorstellung, der ein ele-^lltlft V . " beiwohnte, begaben sich die Wiener Gäste ^setnln A"ä"ses zur Besichtigung der Arbeiten am ^ H"e nach Orsova. ^ien is/ ^.° dessäll e.) Der Bildhauer Dürnbauer in ^!«slor ^"ben. — Dr. Joses Oettinger, emeritierter Men n z Geschichte der Heilkunde an der jagello- ^" bn^^" Personen verhaftet. Ein von hier ent« ^loss^"" Officier des Kriegsministeriums ist dort s "^ /^ ^^ ^" Untersuchung mitzuwirken. 'Zeit, ^in spanisches Kriegsschisf ge-^rift^ ', ^"mochte die Schiffsbemannung sich zu ^ 'r ^ ^°" der Küste von Mantua aus Cuba bei Anen f«s.'" zu landen. Das Schiff, welches tausend l'"' cons, ""b gleich dem «Conde Venadito» aus l"lel,. '"uiert war, hält man für vollständig ver- ^ b^Pasteur f) ^"^ ^"^ ^" ^ ^"ber ^ Ear?, ^egen 5000 Personen giengen heute an ^grlebt V^urs vorüber. Vom Auslande langen ^bkliz m^^reiche Beileidstelegramme anlässlich des ^ ^°Neurs ein. >ge„z ^.lürme.) ^l" 2. October nachts und früh ^ ll<,n.."'^ten an der britischen Küste heftige Stürme. »^' Wz m°" ^^ll°l ereigneten sich zwei Schiffbrüche. ^tin^^Men «tranken. Zwei Dampfer sind aus '^^"llufgesahren. ^ ^cni- und Provinzial-Nachrichten. ^ "'"ensfest Keiner Majestät des Kaisers. x.?"zen "«!" ^°uen Oesterreichs und weit über dessen Mgt, wirk ^' "° """ treuen Unterthanen Herz k stille «» ^ Mutige Tag festlich begangen, werden ,?" °uf ^ ^"" Hlmulel gesendet und reicher lsllhl. ^ °" geheiligte Haupt des geliebten Herrschers ^^^^^""2 Krains wird an dem heutigen ^ssl^ ' lnnlger Dankbarkeit und Liebe der un-^ ^lerliH.. ? »edenlen, da der milde, gütige Kaiser k,l ""g dur^k ^ ^°^ und Gnade spendete, die Be-^ dvt 3j^^/"" rührende Theilnahme in der schweren "ln der?^nng rettete und neue Hoffnung in den h«. Wie ^"lichen anfachte, ^n ' DtlliX ^lihrend seiner glorreichen Regierung ln>.^ »etroff»«" '" "^ Tagen der Drangsal das rechte »ek^Uen »' " hat jederzeit das leuchtendste Beispiel ü)^' rr ?i^?"""^ und festen GottuertrauenS ge- "lt ^, "Mete dle Zagenden durch sein Trostes- "^l" de?- ^""2en Tage vereinen daher sich dank-'en, die treuen Bewohner Main» mit den Völkern des weiten Reiches in dem innigen Wunsche: Gott erhalte und beschütze unseren geliebten Kaiser! — (Militär - Veteranen. Verein in Domschale.) Zur Feier des Allerhöchsten Namenstages Sr. Majestät des Kaisers Franz Josef!< wird Sonntag den 6. October um 9 Uhr in Domschale eine hl. Messe gelefen. Gleichzeitig feiert der Erzherzog Rainer I. krai-nifche Militär-Veteranen-Verein zu Domschale seinen 20jährigen Bestand. Die Tagesordnung der Festlichleiten lautet: Um 8 Uhr früh Empfang der Gäste und ankommenden Vereine; um 9 Uhr vormittags Kirchenparade in Goricica; um 12 Uhr mittags Festbankett bei Herrn I. N. Potocnil; um 3 Uhr nachmittags Tombola mit reich ausgestalteten Gewinsten (der Reinertrag wird der Vereinscasse gewidmet); um 4 Uhr Concert der Domschaler Musikkapelle. — (EinHebung der Lanbesauflage auf den Verbrauch von Bier.) Der lrainische Landes-ausschuss hat im Einvernehmen mit der l. t. Landesregierung in Laibach verfügt, dass mit der Cinhebung der vom hohen lrainischen Landtage am 5. Februar l. I. beschlossenen selbständigen Landesauflage auf den Verbrauch von Bier, und zwar in der geschlossenen Stadt Laibach mit 70 kr. und im übrigen Lande von 1 fl. per Hektoliter, unabhängig von der Gradhältigleit, mit dem 8. Oc' tober 1695 zu beginnm sei. Diese Austage wird von den für die Einhebung der selbständigen Landesauflage auf den Verbrauch von gebrannten geistigen Flüssigkeiten bestellten Bollelierungsämtern eingehoben werden. — (In die städtische Sparcasse in Rudolsswert) wurden im Monate September l. I. von 71 Parteien 27.791 fl. 89 kr. eingelegt und von 36 Parteien 5262 fl. 99 lr. behoben; an Darlehen wurden an 19 Parteien 19.430 st. verabsolgt; der Gesammtgeldverlehr betrug in dem abgelaufenen Mouate 60.278 fl. 96 lr. —0. — (Sanitäts-Wochenbericht.) In der Zeit vom 22. bis 28. September lamen in Lalbach zur Welt 19 Kinder, dagegen starben 17 Perfonen, und zwar an Diphtheritis 5, Tuberculose 2, Magenkatarrh 1, insolge Schlagstuss 2, an Altersschwäche 1 und an sonstigen Krankheiten 6. Unter den Verstorbenen befanden sich 3 Ortsfremde und 12 Personen aus Anstalten. Insections-lranlheiten wurden gemeldet: Typhus 1, Ruhr 1 und Diphtheritis 5 Fälle. — (Von der Südbahn.) Wir werden um Ausnahme des Nachstehenden ersucht: Demnächst lommen die Zinsen nachfolgender Stiftungen zur Vertheilung: ll) Aus dem österreichischen Eisenbahn-UnterstützungSfonde sür hiljsbedürstige, dienstuntauglich gewordene Eisenbahn-bedienstete, welche leine Pension genießen, sowie auch Witwen und Waisen solcher Bediensteter; d) aus der Schönerer-Stislung für gewesene Bedienstete ohne Pension oder mit einer geringen Pension; <-) aus der Königs-warter - Stiftung für Hinterbliebene Witwen und Waisen, welche leine Versorgung genießen; ä) aus der Linder-Stistung für die Witwe eines Südbahn-Veamten, welche eine geringe Pension bezieht und mit Kindern reich gesegnet ist; «) aus der Stiftung für Eisenbahn-Invaliden an solche Arbeiter, welche beim Eisenbahnbetriebe verunglückt sind. Gesuche sind einzureichen beim Stationschef am Südbahnhofe für die Stiftungen uä u) und «) bis 15. October, -ul k) und o) bis 31. October, ad ä) bis 15. December. — Die näheren Vedingnisse find beim Secretär des Stationschefs zu erfahren. * (Deutsches Theater.) Zur Vorfeier d s Allerhöchsten Namensfestes Sr. Majestät des Kaisers fand gestern eine Feftvorstellung bei Beleuchtung des äußeren Schauplatzes statt, zu der sich ein zahlreiches distinguiertes Publicum im Festgewande eingefunden hatte. Die Vvlstellung beehrten mit ihrem Besuche: Herr Hof-ralh Schemerl in Vertretung des Herrn Landespräsidenten, ferner die Herren: Landeshauptmann De-tela. Landesgerichtspräsident von Kocevar, Finanz-director Hofrath Plachly, andere Vertreter von Behörden und Corporation«« und zahlreiche Honoratioren. Die Festvorstellung eröffnete die von der Musikkapelle des 27. Inf.-Reg.trefflichvorgetrageneKaiser-OuverturevonWestermayer, der sich ein Festprolog anschloss, den Fräulein von Ie-retti mit edler Empfindung vortrug. Bei den Schlussworten, die in ein Hoch auf den geliebten Herrscher ausllangen, zeigte sich unter den weihevollen Klängen der Vollshymne ein Huldigungstableau, die Belränzung der Büste Seiner Majestät durch Genien darstellend. Das Publicum erhob sich beim Ertönen der Vollshymne von den Sitzen und begrüßte mit wiederholtem begeistertem Veifalle die sinnigpatriotische Huldigung. — Zur Aufführung gelangte sodann die Operettennovität «Die Lach» taube» von Landesberg und Leo Stein, Musil von Eugen von Taund, unter welchem Pseudonym sich bekanntlich ein bekannter und beliebter Eomponist verbirgt. Cine Kritik an einem Werle zu üben, das in Wien und an anderen Bühnen zahlreiche Aufführungen erlebte, wäre müssig, weshalb wir uns nur auf einige allgemeine Bemerkungen beschränken wollen. Der Recensent ist zweifellos gegenüber den modernen Operetten in leiner allzu beneidenswerten Lage, da e« vergebens wäre. gegen den Modegeschmack der heu.' tigen Zeit anzukämpfen, anderseits die Operette als eigene Kunstgattung vollen Anspruch auf kritifche Beachtung hat. Allerdings sind fo ziemlich alle Möglichkeiten, die im Be« reiche dieser Kunstform liegen, erschöpft und beachtenswerten Schöpfungen sind viele negative Arbeiten gefolgt. Die gestern aufgeführte Operette hat einen Hauptvorzug: Sie hält an dem pikanten, graziösen Operettenstil fest, weicht sorgsam imposanten Ensembles und pomphaften Arien aus und sucht neuerlich den Beweis zu liefern, dass Tanz und Mufil in innigem Verwandschaftsoer-hältnisfe stehen. Einschmeichelnde Melodien, dankbare Ge« sangsnmnmern kommen reichlich vor, flotte Chöre im Marschtempo beschließen in wirksamer Weise die einzelnen Acte. Das Textbuch unterscheidet sich in vortheilhafter Weise von dem gewöhnlichen Operettenblödsinn, enthält zahlreiche Schlager und drollige Scenen. Die Hauptrolle ist in der Operette der Soubrette zugewiesen, mit der das Werl steht ober sällt. Fräulein Lindtner hat sich nun gestern in sehr vorthellhafter Weise vorgestellt. Graziös und agil in ihren Bewegungen, geschmackvoll im Gesang, gelang es der Künstlerin rasch, die Gunst des Publicums zu gewinnen, da« mit seinem Veifalle nicht largte. Die beiden lomischen Figuren des Schankwirten und Wojwoben wurden durch die Komiker Herren Felix und Ramhardt mit drastischer Komik trefflich durchgeführt. Ebenso erheiterte Herr Habit als Beamter des Wojwoden die Zuhörer. Bei aller Anerkennung für die guten musikalischen Eigenschaften der Sängerin Fräulein Corti und des Tenors Herrn Müller, die jedenfalls in der Oper besser als in der Operette am Platze sein dürsten, lehnte das Publicum diese beiden Kräfte ab. Wie wir hören, wird bei der samstägigen Reprise bereits ein anderer Tenor ins Treffen geführt werden und ist ein Ersatzfür die Sängerin in naher Aussicht. Die Chöre waren gut studiert, die Gruppierungen, Tänze und Evolutionen lamen geschmackvoll zur Geltung, die neuen Costüme machten guten Eindruck, das Orchester spielte recht biscret und Kapellmeister Herr Stephan dirigierte in richtigem, leichtbeschwingtem Ofterettentempo. Das Publicum nahm die Novität mit großem Veifalle auf, rief die Darsteller wiederholt vor die Rampe und spendete nach den Aktschlüssen reichen Beifall. Voraus« fichtlich wird die Operette noch öfters Zugkraft aus» üben. ^. — (Aus Ibria) geht uns die Mittheilung zu, dafs in die dortige l. k. Fachschule für Spitzentlöppelei für das Schuljahr 1395/96 44 ordentliche Tagesschil-lerinnen und eine Hospitantin eingeschrieben wurden. Welchen Zuspruches sich diese Schule erfreut, geht daraus hervor, dafs dieselbe während der verflossenen Hauptferien der l. k. Werlsvollsschule über Veranlassung des Schulcurators auch von 33 Schülerinnen der 4. und 5. Mädchenschulclassen und der Industrieschule zur vollsten Zu« sriedenheit besucht wurde. —o — (Ausmünzungen in Oesterreich-Ungarn.) Das zweite Heft der «Mittheilungen des I. l. Finanzministeriums» enthält unter anderem die Resultate der Ausmünzungen in Oesterreich-Ungarn bis Ende Juli 1895. Nach diesen Mittheilungen waren in beiden durch den Münz- und Währungsvertrag vom II. August 1892 verbundenen Staatsgebieten der Mon« archie bis inclusive 31. Juli d. I. im ganzen Münzen der Kronenwährung sür 387,884.257 fl. 76 lr. ö.W. ausgeprägt, und zwar:Landes-Goldmünzen für 290,059.760 fl., Ein.Kronen«Stücke für 68.037.32? fl.. Nickelmünzen sür 26,965.042 fl.50lr.und Vronzemünzen für 2.822.128 fl. 26 lr. Unter den Landes - Goldmünzen befinden sich Zwanzig-Kronen-Stücke für 279,698.180 fl. und gehn-Kronen-Stücke für 10.361.580 fl. Hievon wurden 16,965.157 Zwanzig-Kronen-Stücke im Netrage von 169,651.570 fl. in Oesterreich und 11,004.661 Iwanzig-Kconen-Stücke im Betrage von 110,046.610 fl. sowie 2,072.316gehn-Kronenstücke imBetrage von 10.361.580fl. in Ungarn ausgeprägt. Oesterreich prägte ferner 67,551.000 Ein-Kronen-Stücke im Betrage von 43.775.500 fl., Ungarn 48.523.654 Stück im Betrage von 24.261.827 fl. An Nickelmünzen prägte Oesterreich 248,075.850 Stück im Betrage von 17,965.042 fl. 50 kr., Ungarn 126,000.000 Stück im Betrage von 9,000,000 fl. An Vronzemünzen wurden in Oesterreich 225,233.000 Stück im Betrage von 1,817.645 fl., in Ungarn 111.536 316 Stück im Betrage von 1.004.483 fl. 26 lr. ausgeprägt. Von den im l. l. Hauptmünzamte in Wien bis 31. Juli d. I. geprägten Zwanzig-Kronen-Slücken per 169,651.570 ss. wurden 115,690.270 fl. an die l. l. Staats - Central« casse, dann 49.173.060 fl. an die öflerrelchisch-ungarifche Vant und 1,588.250 fl. an Private verausgabt. Im l. l. Hauptmünzamte war mit 31. Juli d. I. ein Casse« rest von 3.199.990 fl. verblieben. In der Abgabe an die l. l. Staats-Centralcasse find die 112,240.000 fl. in Zwanzig « Kronen - Stücken Inbegriffen, welche aus dem durch Begebung von Golorente beschafften Golde sür Zwecke der Valuta>Regulierung ausgeprägt worden find. Au« den unter Mitsperre der Staatsschulden - Control-Commission des Neichsrathes deponierten Zwanzig-Kronen-Stücken waren bis Ende IM d. I. 65.941.650 fl, bei der österreichisch-ungarischen Nanl zur Beschaffung von Zahlungsmitteln aus Anlass der Staatsnoten-Einlüsung erlegt worden. Im stei verfügbaren Bestände der Staats« Laibacher Zeituna Nr. 228 1980 4. Ocwber M^. Centralcasse waren mit 31. Juli d. I. Zwanzig'Kronen Stücke im Velrage von 4,722.420 si. In den im Reichs' rathe vertretenen Königreichen und Ländern sind bis 31. Juli d. I. insgesammt Münzen im Betrage von 39,430.5a 1 fl. in öffentlichen Verkehr gesetzt worden. Darunter befinden sich Ein-Kronen-Stücke im Betrage von 26,544.627 sl., Nickelmiinzen im Betrage von 9,702.910 fl. 30 lr. und Vronzemünzen im Betrage von 1,123.024 fl. 32 lr. — (Regenwetter.) Das nach der langen Reihe trockener, schöner Tage vom Landmann herbeigesehnte Regenwetter ist gestern in ausgiebigem Matze, in Gegleitung eines ganz beachtenswerten Herbststurmes, eingetreten. Die Temperatur ist beträchtlich gesunken. — (Die Kanzlei der Handels- und Vewerbelammer) befindet sich im zweiten Stock des Pongraz'schen Hauses, Auersftergvlah Nr. 4. — (Die Rudolsswerter Knaben-Volls-schule) zählt in allen vier Classen 212 Schüler, -o. — (Stand der österr.-ungar. Banl vom 3 0. September.) Banlnotenumlaus 5U6,732.000Gulben (-l- 14,737.000), Metallschatz 356,046.000 Gulden (— 2,191.000), Portefeuille 208.978.000 Gulden (-4- 26.750.000). Lombard 35,764.000 Gulden (_j_ 1,720.000). Vom Banknotenumlaufe sind steuerpflichtig 6,767.000 Gulden. Neueste Nachrichten. Die türkischen Unruhen. Constantinopel, 3. October. Die türkische Darstellung der vorgestrigen Ruhestörungen schiebt alle Verantwortung auf die Armenier, die zuerst die Waffen gezogen haben sollen und bemerkt, dass die Armenier alle mit gleichen Revolvern nach englischen Modells bewaffnet und im Besitze relativ hoher Geld' summen gewesen sein sollen. Nach officiellen Darstellungen betragen die türkischen Verluste 7 Officiere und 45 Soldaten an Todten und Verwundeten. Die Verluste der Armenier sind bedeutend höher. Die in der Vorstadt Kaßin Pascha am goldenen Horn in der Nacht vorgenommenen zahlreichen Verhaftungen, von denen viele wieder einen blutigen Ausgang nahmen, haben dortselbst eine große Panik hervorgerufen. Die Bevölkerung flüchtet massenhaft in die Kirche. Die Aufregung, insbesondere in der armenischen Bevölkerung, welche die allerdings nicht nachzuweisende Behauptung aufstellt, dass die Türken bei Waffenhändlern auffällig große Käufe machen, steigt. Sonst bietet das Stambuler Straßenleben, abgesehen von der Sperrung einzelner armenischer Geschäfte, ein beinahe unver« ändertes Bild. Einzelne Chefs der hiesigen diplomatifchen Vertretungen sind infolge der vorgestrigen Vorgänge heute vormittags in einen Gedanlenaustaufch getreten. Eine gemeinsame Zusammenkunft und Besprechung derselben! über die entstandene Lage gilt als wahrscheinlich. Die! Beurtheilung der vorgefalleneu türkifchen Ausschreitungen ^ in den diplomatischen Corps ist fast ausnahmslos eine i strenge, obwohl eingeräumt wird, dass die Armenier, durch ihre Haltung und Vorgehen jede der vorgekommenen Ausschreitungen herausgefordert haben sollen. Einige vom diplomatischen Corps, so der Prinz von Schleswig-Holstein, wohnten zufällig verfchicdenen Episoden bei. Die Vorgänge am 30. v. M. haben einige Todte und zahlreiche Verwundete auf türkischer Seite und^ eine noch höher zu schatzende Zahl von Opfern auf, armenischer Seite gekostet. Aehnliche Fälle von Todt-schlägeu und Verwundungen wie die in der Nähe der Pforte follen am gleichen Tage in Azmeidan und in der Nähe der Sophien-Moschee stattgefunden haben. Für die Aufreizung der türkischen Bevölkerung bei diesen Gewaltthätigkeiten und für die festgestellten Einzelnfälle incorrecten Vorgehens der Oendarmerie und Polizei wird Hufsein-Efendi. der Adlatus des Polizei« ministers, verantwortlich gemacht. Die «Pol. Corr.» erfährt aus Constantinopel, türlischerseits seien die türkischen BeHürden schon einige Tage früher von der geplanten armenischen Demonstration in Kenntnis gesetzt worden und haben die Einstellung des militärischen Patromllendienstes verfügt, weil das Militärreglement zum Waffeligebrauch verpflichtet. Die das Militär vertheilenden Polizei-Organe haben die größte Mäßigung aufgetragen erhalten. Letzterer Umstand habe die Armenier zu Ausschreitungen verleitet. Die Enthaltung der türkischen Polizei von dem Gebrauche der Schusswaffen habe die Unruhe' stifler ermuthigt. GelegratNtne. Wien, 3. October. (Orig.'Tel.) Die Verabschiedung Sr. Excellenz des Herrn Ministers Ritter v. Biliusli vom Beamtenkörper der Staatsbahnen war die herzlichste. Auf die Ansprache des Hofrathes Bischoff erklärte Seine Excellenz Ritter von Bilinsli, die Neu-Organisation der Staatsbahnen werde im Wefen der ^ürn Betriebsdnection nichts ändern, den Interessen' des Dienstes und des Personales entsprechen und die Lage des letzteren eher besser gestalten. Wien, 3. October. (Orig.-Tel.) Infolge dringenden Ersuchens der ungarischen Regierung verbot das Ministerium des Innern die Schweineeiufuhr nach Wien aus allen, auch den nicht verseuchten Gebieten Ungarns. Wien, 3. October. (Orig.-Tel.) Der Generalrath der österreisch-ungarischen Bank beschloss, das Ansuchen um Erneuerung des am 31. December 1897 ablaufenden Privilegiums bei beiden Regierungen einzubringen, ferner von einer weitern Erhöhung des Zinsfusses dermalen abzusehen. Den Directioneu in Wien und Budapest wurden je 20 Millionen Gulden als Vermehrung der Dotationen zur Verfügung gestellt. Budapest, 3. October. (Orig.-Tel.) Das Magnatenhaus hielt heute eine kurze Sitzung unter dem Vorsitze des Alterspräsidenten Grafen Franz Zichy ab. Es wurde der Bericht des Verificationsausschusses verlesen. Der Vorsitzende widmete dem jüngst verstorbenen Mitgliede Fürst Julius Odescalchi einen warmen Nachruf. Hierauf wurde das Nuntium des Abgeordnetenhauses betreffend den Gefetzentwurf über die Reception des israelitischen Glaubensbekenntnisses unterbreitet. Nach Verlesung des Nuntiums erklärte der Alterspräsident, die Vorlage werde nunmehr der a. H. Sanction unterbreitet werden. Drinograd, 3. October. (Orig.-Tel.) Prinzessin Clementine von Coburg ist zu längerem Aufenthalte hier eingetroffen. Rcicheuhall, 3. October. (Orig.-Tel.) Der Oberstkämmerer Freiherr von Malfen ist gestern um 3^ Uhr nachmittags auf Schlofs Nonn gestorben. Dresden, 3. October. (Orig.-Tel.) Der königliche Hausminister von Nostitz wurde auf fein Anfuchen seines Amtes enthoben. Zu seinem Nachfolger wurde Ackerbauminifter Slidewitz ernannt. Aachen, 3. October. (Orig.-Tel.) Der wegen Mein-eids angeklagte Alexianermönch Heinrich wurde von den Geschworenen auf Antrag des Staatsanwaltes für uicht schuldig erklärt und vom Gerichte freigesprochen. Rom, 3. October. (Orig.«Tel.) Don Quisciotte kündigt die bevorstehende Verlobung des Prinzen von Neapel an. Paris, 3. October. (Orig.-Tel.) Fürst Lobanow begab sich in Begleitung des Baron Mohrenheim, GierS und Grafen Montebello fowie Hanotaux zum Präsidenten Faure nach Fontainebleau, woselbst er dinieren wird. Constantinopel, 4. October. (Orig.-Tel) Kiamil Pascha wurde zum Großvezir ernannt. Aitevavisches. — Keine Hausfrau und Mutter, welche stolz auf ihren Wäscheschah ist und bei Erhaltung und Ergänzung dieses Schatzes durch Selbstanfertigung Ersparnisse machen und doch praktisch handeln will, versäume es, sich eine Probenummer der Zeitschrift ' Nohan und Panschet, Private, Laibach. — Pauller, 5> tzerin, Graz. — Pribil, Kfm., Linz. ^M, -7 Am 3. October. Kopetzky, Bau.Unternehmer, «'" ^ Adamczil, Ingenieur; Dauchauer, Guthmaier, »5""' ^f„ Dietrichstein, Fischer, Hauseli, Theimer. Schubert, ^V'Ml' Wien. — Pribil, Kfm., Linz. — Tchmoranzer, "^^l, Großlafchitz. — Golivseek, Kfm., Sessana. - Ehrwe, ^ Vorarlberg. — Laube, k. k. Vezirksrichter, Otoce. Hotel Elefant. ^, Am 2, October. Dr. Seidler; Dr. Ritter v. P'^Mich Singer, Meisel, Nlumrich, Herling. Vudischong, 3«?^' . M Goldmann, Kflte.; Darrer, Kellner, und Stransly/H"""', ^. — Sattler, t. u. l. Major, Belovar. - Spieß, AeMe ' ^ milie, Nenmarlt. — Sentak, Private, f. Familn', u ^„H' Bubal, Ing,, und Gorup, Privat, Trieft. — Pau, «" ' ^. Warnsdorf. - Englert, Kfm., Prag. — Mitus, Kf"-' " ^ ^ Tischler, Kfm., Wöllan. — Toppis, Privat, s. Fm», ^",>c>, Komc, Illyr.°Feistritz, - Hofbauer, fürstbischoflich"' ^ Oberburg. nieutt«^ Am 3. Oetober. Baron Albori, Feldmar,clM -"- ^„, Krakau. — Drobek, Kfm., Bodenbach. — Schmidt, >N»''' ^i"' — Schubert, Kfm., Brüuu. — Hauusch, Haasberss, ^" 'Aei»' ttikcr, Advocat; Haas, Bezirkscommissär nnd Flerm, ">'"'^g!i« — Pirc, Oberlehrer, Rann. — Weinberger, Upii"'"^ AgM uud v. Grcysen, Kslte., und Maier, Lieutenant, Wu'N.-7^ O" Gendarmerie.Postenfnhrer, f. Frau, Neixclburg. ^ A W^' jährig Freiwilliger; Dr. Klimesch, Professor, s-FalMM' ^,„, — Thutna, Vezirtsfchul-Inspector, Adelsberg. — «?"M ^, Nerlin. — Candellari, Mandler und Camcrini, "M''OM Privat, Trieft. — Sterling, Oberlehrer, Glanhofen. ""^M Major, Klagenfurt. — Gaedicke, Kfm., Tempclhof. "" Kfln., Karfreit. — Wergles, Veamtens'Tochter, Graz Hotel Lloyt,. .. .g, ^ Am 2. October. Effeuberger, Forstbeamter, ^'"^ Plahnt, Finanzbeamtcr, Kanal. — Snpan, Lieut., ""^ ^. — Witel, Ing., Graz. — Iauic, Erzieherin, Veldes. ^, Rfd,, Prag, — Zagar, Realitäteubesitzer, Alteumarkt. ^ O>' Private, Pudob. — Obradovic, Xtfm., Groß'Madlse, .^ haljcvic, Beamter, und Mihaljevic, Schüler, inaW Bellfchan, Agrarbcamter, Weißeufels. Hotel Baielischer Hof. ,^, ^ Am 3. October. Petsche u. Perz, Gastwirte, G"U^' Schneider, Handelsmann, Warenberg. - Michitsni, ^ K^ mann, Zulauf. — Turk, Haudelsmann, Langenton. ^^, Besitzerin, Littai. — König, Handelsmann, Reichen««, 77 . ^ Handelsmann, Essenthal. — Vaycr, Comiuis, ^" ^z ^ Kocevar, Gutsbesitzer, Seuce. — Tonic, Zuckerbäcker'tt, ^,s, Nabic, Private, s. Schwester, Radnmnnsdorf, -" ^M. ^ Reifnitz. — Widmar, l. l. Postdirections - Eassier, ^ Göderer, Oberlehrer, Altlag. ^^^-^ Verstorbene. ^, Am I.October. Sidonia Debcvc, Mbe't"»^ 80 I., Karlstädterstraße 1«, Tuberculose. - <^"nz ^^.r Feldwebelssohn, 15 Tage, Maria-Theresienstrahe, ^"'^a!?^ — Johanna Perhne, Fabrilsarbeiterin, 30 I., Z'"'""^ ^ul)6rculo8l8 pulmonum. ^ssto^ Am 2. Oct 0 ber. Johanna Riolini, ArbelM 5 Mon., Kralauerdamm 24, Darmlatarh. ImSpitale: «,er 3^' Am 3 0. SePtember. Franz Derbic, Schre'^^^es' t'raetura eoätarum complic. — Johann Dez'inan, " ! 76 I., Darmlatarrh. Im Siechenhause. i? 5' Am 2. October. Rudolf Mally, OfficierM", Darmlatarrh. ^^»«^^ " Meteo^logilche^e^achtullge^in^l^^ ., 2 U.N. 728-2 ^9-0" N. stürmisch '8lum>«.<""' ''' ^) » Ab. 7329 71 N, stark ^^"^^gs" 4.,7U.Mg.! 733 2 , 5-4 , NO? schwach ! ^^.4»,"'" Das Tagesmittel der gestrigen Temperatnr 2 1° unter dem Normale. ^—-^" ^ Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianusch" Ritter von Wissehrad. ^^^ Maßstab 1: 75 000. Preis per Blatt 50 kr., '" T"^' auf Leiuwaud gespannt 80 lr. . <^H Jg. u.Kleinmanr H Fed. Hambergs Huch!)^ in taibach. ^^^^ W Gott dem Allmächtigen hat es gefallt » W hochluiirdigen Herrn ^ » Josef Nononi > W Pfarrer im Ruhestande » W i" ^'" D M nach Enlpfang der heiligen Sterbesacraineius » ^ besseres Leben abznbernfen. > > Die trauernden Vern'a"vU" » W Krainburg.2. October 1895. Laibachrr Zeitung Nr. 226 1981 4. October 1895. Course an der Wiener Börse vom 3. October 1895. «««be« M««^ Course 5« sMt°.Anlth»n. «eld war, . inosoini- ,"»l 4°/ «<^'.«v^. ^iober 1UO8ÜI1N115 ««°n 5°° " ^s°nze 500 ft, 153 . >1!i3 50 ^ E 3n,«,'',?""l»el ,0« k. 15« !.«. 1N0'l><, ^bbr, ^ 120 ft. . . 157-k) ll.8 kl! ^VH'drenle. steuerfrei 121 5l> 121 70 ./kueif». 3? °" ttruneuwähr.. ' " d.°" ^20^,o„e..N°„.! ,^,^ ^.^ per Ultimo . . im 35 icn 5b ^N°>,, in G,. steuerfrei u"d,E,)fV,""!» in Silber ^°bt°,^'!l f, lUU ss,Nom, -.____-- " «M »/°,"k"w, steuers,,40u «^!, !iW »r, Nom. . 8925 100 25 «'"«be b7. '""""""' «eld Ware Vom Vtaatt znr Zablnng Übernommene Gisenb.>Prior.> Qbllgatione». «tllsabethbahn «00 u. »lx« W. slir 20« M. 4°/,..... l1»-",19'.. «tllsabethbahn, 400 », 200« M. 200 M, 4°/^..... 122 25 123 2ü ss'Nnz Joseph Ä,, /,°/n 124" 124 80 dto. dto. Silber in» ft,, 4>/,°/„ loo-uu 101 «o dto. Stllatsvblig, (Ung, 0Nb.) V, I. 187«. 5°/„..... 121-3« ILL'S» dtu^Vl-ZoSchantreglll-Abl^Obl, 1UU-50 IN! iil» dto. PräM'Unl. s. 100 fl, Ü, W. i.'.N'l,« l,'U'f>0 dto, dto. o. 5N fl, ü, W. 1Ü8K0 n>9'5» Theih Reg,'Lose 4°/„ 10« fl. . ,4«l- lie no Grundtntl.«Gbligati «men (für 100 fl, TM.). ü"/« galizllche...... —'— —'— 5"/„ nieberüfterreichlsche , . . 10975 —— 4°/„ Iroatlsche lind slavonische . —' ' .--.. 4°/n ungarische (100 ft, ü.W,) . 9«'2<> 9»>— Andere öffenll. Anlehtn. Dunau-Reg,Lose 5°/». . . . 131—13180 bto, Anleihe 1878 . . 10775 10875 «nlehcn der Stadt Vürz. . . HL- - —'— Anlehen d, Stabtgemeinde Wien 105— 105-80 Äulche» d, Stadtgemeinoe Wien (Silber oder Gold) .... 128'- 129'— Prämien Mil. d, Stadtam, Wie» 172 25 17^« 25 «örseliau «nlehen. verlosb, 5"/, 101-50 102- - 4°/„ Kra<»er Landes-slnlehen . 99-25 —'— Vtld Ware Psandbrt»s« «ül 100 ft.). Vodcr. alla. «ft. «n 50 I, vl,4°/„«. 121-- 12^ — dto. „ ., w 50 „ 4°/u »9 L0 100 40 dto. Präm-Ochldv. 3°/»,lEm, 117— 118- dto, dto, 3°/„, II. «tm, 118-50 IIS 25 «.-»steir, Landl« Hhp,-«lns<. 4°/l> 89 »0 1/,«/„ , . — —-— bto. dto. „ 4°/, . . 1W'4U 101 20 dtu. blo, 5UMr. ,. 4°/u . , 1/,°/u v>, iai-50 — - Pliorltät»«Vbligationen (für 10« ft,), Ferdinand« Nurdbahn llm, 1886 I00-35 ioi-«li Oestrrr, Norbwrstbah» . . . 1,1'!>0112'5C Staal«bal,n....... 218'20 222 — Sübbahn i» 8»/^..... 170 — 170'80 dto. ll 5°/u..... 131 — 132— Una.-galiz. Bahn..... 10850 1„8 50 4«/„ Unterlrainer Vahnen , . 99 »0 lua — Divers» Los» (per Stuck). Budapest Äasilica (Domba») . ? 70 8 10 (lrcdltluse 100 ft...... 200-50 201 5« «lart, Lose 40 fl, LM. . . . —— 5V-— 4»/,2>onllU'Dau!pfich,100st. Ro!!Mitriz, Una. Ves, v., 5 fl. IC-50 11-30 Rudolph Lose 10 ft..... L3'— 24'- Sal», Lose 40 fl, LM. . , . 70'— 71 — St.-Genoi« Lose 4« ft, CM, . 71 50 78 50 Wllldsteiii Lose 20 ft, CM. . . 5»-— 55-— WindisclMäh Lose 20 ft, CM. . —-- --— Gew,-Echb.3"/„Präm, Tchnlbv, d, Vudencrebitalislalt.l (iin. , 18-25 192!» bto. bto, II. Vm, 1889. . . 27-5« 30'— Lalbacher Lose...... zg'— L4-- G«lb «ar, (per Ttitlt). «Nglo-Oest, «»Nl 200 ft. «0»/<, «. 177-7!. 178 75 Bllnlverein. Wiener, 100 ft, , 108 75 1L975 V°dcr,.«nst,,0es<,,2N«ft.S.4U°/» 528 — 53» — <3rdt.Mnst,f. Hlliib.u,«, 1«0ss. — - —-- bto. bto. per Ultimo Septbr. 406-50 407 — Credltbanl, «llg. ung., 20« ft, . 488- 48« 50 Di'pllfttenbanl, «llg,, 200 si. . 25!'—»5»' — Tscompte Ges., Ndrüst,, 5«a si. 92?-— 930 - Giro u.Cassenv., Wiener, 200 si. 817-- »20 — Hypotl,elb.,0est,,20Ufi.25°/»>0-- Oesterr. Nordwestb. 200 ft. S. . 270—270-!,o dto, blo. (lit, U) 20« st. V. 28l!'50 »8»— Prä» Dlixer Eisenb, 150 ft. E. . 101-5« 102-50 Siebenburger Eisenbahn, Orste —>.- —-— Staatseisenbahn 200 ft. K. . . 394-75 »35 llk Snduahn 200 si. L..... 111-30 112!«' Südnordb. «erb.Ä, 200 ft. CM. 219— 221- Tramway Ges., Wr.,17Ust.ö.W. »??-- t»30-— dto. Vm.18»7.200fl. . . . — — — — Veld Ware lramway-Ves., NeueWr., Prio- ritHU-Actien 100 fl. . . . 10V— 108 - Unz.Hllliz. Visenb. »00 ft. Ollber »08 lib »08 bu Ung.Westb.(Raab>«razM0fl.S. »08 -^ »08 40 Wiener Localbahnen»«ct..Ves. ?»— »1 — Znoustrit'ANl«» (per Etüll). «auges., «ll«. üft., 100 fl. . . ,IU- Itl'.. Vgybier Visen» und StahI — „Vchlüolmübl", Papierf., »00 ft. »I9'> - »»I — „Eteyrerm.", Papierf. u. V.-G. 169— 171-. . Trifailcr Kohlenw. - Ves. 70 ft. i!»i- - 182-50 Wasfenf.'«,,OeN.lnWien,i00N. »S«-- !lSl«— Waagon-Leihanft., Nllg., in Pef», 80 si......... 5»2'— 5ii5 — Wr. UaugeseUschaft 100 ft. . . iu«---138 — Wirnerbergerglegel'UctienGes. 3S» — ««!,-— D»o5 London........ 12« 15 120 4!» Paris......... 47 52, 475?. St. Petersburg...... — — —— Valuten. Ducaten........ 5«9 5 71 20 ssranl-« Stiicle..... »l>^ 954 DeuUcbl' Nelchld^nluolen . . 58 80 58'87. Italienische »Uantiioten . . . 45-27» 45K/. Papler°««b. October 18OC5 (tm Abonnement) .A/uftreten des I. Operettentenors Herrn ZE3I ernaann "^7"inter. Die Laclita-aloe. Operette in drei Aufzügen von Landesberg und Leo Stein. — Musik von Eugen v. Taund. j^-—-^_ piT* K even.nannmer und Zugehör, ganzer x^er-T«; •l mit üartenbenützung, mit ^ii^heres?"1,^ vermieten, uung m üer Administration dieser 3kei^ ^. 8320. ^^(.Feilbietunn. ^?^t. i,^°"desgerichte wird bekannt ? exeH bei Fruchtlosigkeit der ^ E^5"'" Mobiliar - Feilbiewng N^dneten3^ber 1895 '^dsanb^"bletung „,it dem früheren wird. l>^^m_28- September 1895. ss„. ^ Nr. 3688. ««u^ "Gestellung. V W«»w'' '' wurde dem Oellag.en »<°,°' °°n L'^""' Herr Anton ""««!> l8Z"'»«ich! L°i!,ch dw Mste« Eine halbe Loge im II. Range ist zu vergeben. Näheres in der Administration dieser Zeitung. (4426) 2—1 -— kleines Magazin für Petroleum wird in der Nähe der Stadt gesucht. Anträge an die Administration dieser Zeitung. (4424) 2—1 Jeden Freitag und Fasttag (4423) sind ausgewählte Sorten 3—1 Seefische und täglioh frlsohe Wr.-Neustädter Krenwürstel zu haben bei A. STACUL, Schellenburggasse. Ein sehr aohöne«, elegantes Monatzimmer ist an einen, event, zwei Herren vom Civil in der Franz - Josef -Strasse Nr. 3, Hochparterre rechts, stündlich zu vergeben. (4422) 3—1 Näheres ebendaselbst. (4420) Ein praktisoh gesohulter 2—1 Gärtner findet durch Pachtung eines großen Gartens, inmitten der Stadt Gottschee und nächst dem Flusse gelegen, eine gute Existenz. Daselbst ist noch keine Gärtnerei etabliert. Die Hausmeisterstelle kann gleichzeitig gegen freie Wohnung übernommen weiden. Anfragen, eventuelle Besichtigung bei Ernst Faber, Privatier, Oottsohee. "(42077 3—3 St747O7. Razglas. C. kr. okrajno sodisèe v Ložu naznanja. da se bode dne li. novembra in dne 11. decembra 1895, vsakokrat ob 11. uri dopoldne, pri tem sodišèi vršila izvršilna dražba Matevžu Onušièu iz Kozarš St.. 8 last-nega in sodno s pritiklinami vred na 2832 gld. cenjenega zemljišèa vložek št. 110 d. obè. Kozarse. Cenilnizapisnik, izpisek iz javne knjige in dražbeni pogoji leže tukaj na vpogled. Lož dne 3, septembra 1895. (4330) 3—1 St. 5634. Oklic. Dne 18. oktobra t. 1., dopoldne ob 11. uri, se bode pri tem sodiäöu vršila druga izvrSilna dražba zemljišèa Jurija Gorišeka iz Kreme-njeka vlož. št. 134 kat. obèine Poljane, cenjenega na 285 gold. G. kr. okrajno sodišèe v Litiji dne 19. septembra 1895.______________ "(4339) 3—1 St. 4841. Oklic. C. kr. okrajno sodišèe v Loži naznanja Janezu Perzu iz Šneperka, oziroma njegovim neznanim pravnim naslednikom, da je France Beöaj iz Kranjèega vložil zoper nje tožbo de praes. 10. septembra 1895, St. 4841, zaradi pripoznanja zastaranja terjatve iz dolžnega pisma z dne 28. marca 1843, vknjižene na zemljišèi vložek št. 3 d. o. Kranjèe v znesku 105 gold. s pr., na katero se je narok za su-marno razpravo doloèil na 25. oktobra 1895, dopoldne ob 9. uri, pri tukajšnjem sodišèi z dodatkom § 18. sum. po-stopka. Tožencem postavil se je Gregor Lah iz Loža št. 18 skrbnikom na èin, s katerim se bo slvar razpravljala, dokler se ne imenuje drug zastopnik. V Loži dne 10. septembra 1895. (4248)3—1 St. 7932. Oklic. G. kr. deželno aodišèe v Ljubljani daje na znanje: ßabnik Gregor je proli Juvanu Janezu in njegovim neznanim pravnim naslednikom, tožbodepraes. ^.septembra 1895, st. 7932, za priposestovunje zemljišèa vl. št. 567, Ternovskega predmestja pri lern sodišèu vložil. Ker temu sodisèu ni /nano, kje da biva toženec, in mu tudi njegovi pravni nasledniki znani niso, se jim je na njihovo škodo in njihove troške za to pravdno reèdr. Mosche, odvelnik v Ljubljani skrbnikom postavil, in doloèil o tožbi dan v skrajšano obrav-navo na 9. decembra 1895 dopoldne ob 9. uri pri tem sodišèi. To se jim v to svrho naznanja. da si bodo mogli o pravem c:asu drugega zastopnika izvoliti in temu sodišèu naznaniti,ali pa poslavljenemu skrbniku vse pripomoöke za svojo obrano zoper to tožbo izroèiti, ker bi se sieer le s postavljenim skrbnikom razpravljalo in na podlagi te razprave spoznalo, kar je pravo. VLjubljani dne 14. septembra 1895. (4236) 3—2 St. 3084. Oklic. Na prošnjo Janeza Konde iz Kan-dije se z odlokom z dne 21. aprila 1895, št. 1425, na dan 25. junija in 30. julija 1895 doloèeni, z odlokom z dne 24. junija 1895, št. 2241, pa s pravico ponovljenja vstavljeni iz-vräilni dražbi Janezu Prazniku iz Rašice št. 16 lastnega, v vlogi št. 78 kat. obèine Osolnik vpisanega, sodno na 1000 gold, cenjenega posestva po-navljaje dovolita, ter se doloèita na dan 2 5. oktobra in dan 29. novembra 1895, vsakikrat od 10. do 12. ure dopoldne, pri tem sodišèi s poprejšnjim do-stavkom. C. kr. okrajno sodišèe v Velikih Lasièah dne 28. avgusta 1895. 74264) 3—2 St. 6117. Oklic izvršilne zemljišèine dražbe. G. kr. okrajno sodiäöe na KrSkem daje na znanje: Na prošnjo Ane Salmiè iz Dolge Kake dovoljuje se izvršilna dražba Janezu Brodniku iz Straže sv. Valen-tina lastnega, sodno na 150 gold, cenjenega zemljišèa vloga stev. 322 kat. obö. Bavno. Za to se doloèujeta dvadražbena dneva, prvi na 2 6. oktobra in drugi na 2 7. novembra 1895, vsakikrat od 11. do 12. ure dopoldne, pri tem sodišèi v sobi st. III. s pri-stavkom, da se bode to zemljišèe pri prvem röku le za ali èez cenitveno vrednost, pri drugem röku pa tudi pod to vrednostjo oddalo. Dražbeni pogoji, vsled katerih je sösebno vsak ponudnik dolžan, pred ponudbo 10 % varšèine v roke draž-benega komisarja položiti, cenitveni zapisnik in zemljeknjižni izpisek leže v registraturi na vpogled. C. kr. okrajno sodišèe na KrSkem dne 5. septembra 1895.