Nummer 26 Donnerstag den 31. März 1921 3. [46.] Jahrgang (Franko pauschaliert.) ———— . , Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag und Sonntag früh. ------------------- Schriftleilung und Verwaltung: Pre»eraora »Uca Sir. s. Telephov >1. — Ankündigungen werden in der verwaltuns gegen Berechnung billigster Gebühren entgegengenommen. SezugSpreis«: Für dos Inland vierteljährig K 84.—, halbjährig E 48.—, ganz,ähri« K 96.—. Für da« Ausland entsprechende Erhöhung. — Siot«lu« Nummer» I Krone. Konturrn. Die militärischen Sonktionen zegen Deutschland sind in Krast getreten: Im englische» Untei Hause wurde die Bill der 50-prozentigen Abgabe vom Verkaufspreise deutscher Waren angenommen. Frank-reich bemüht sich, die ossoziiertcn und auch die neu-traten Staaten in die Blockade um Deutschland herum hineinzutreiben. Und — die Tschechoslowakei — mobilisiert. Die se Nachricht tauchte noch der Londoner Konfe-renz in der europäisch«»Pitsse immer wieder aus. Di« Präger Nkgierung hat aus die Ansragen der deut-schen Abgeordneten über die beabsichtigte oder im Gange befindliche Mobilisieiung zwar aus da» bestimmteste erklärt, deß alle daiiibcr verbreiteten Meldungen den Tatsachen nicht enlsprechen. Wahr-scheinlich habe» aber di« Interpellanten und dieSie« giernng recht. ES kommt ganz darauf an, tvaä uia» unter Mobilisierung versieht. Läßt man die Tatsachen spreche», so ergibt sich solgeudes: Li« Regierung hat «inen Nachtrogjk>edit von 677 Millionen tschechischer Klone» angesprrchcn mit Berufung auf die inte» nationale Lage. Au« parlamentarischen VerHand-lnngen darüber erfuhr man, bafj dieser B-traz zur Regulierung offener Fakturen bei den Skodawerken und zur Bezahlung von AuSrüftungSgegenstände» verwendet werden soll; man erfuhr aber auch weiter, daß die Militärverwaltung bei den Skodawerken für 820 Millionen Kronen Kriegsmaterial bestellt habe. Diese Summe ist nun so hoch, daß sie über den lausenden Bedarf hinausgeht, also RüstungS-zwecken dient. Die T'chtchrn suhlen sich veipslichlet, als ge-horsame Satelliten den Franzosen in jeder ihrer krampfhaften Haßhoiidlungen zu sekundieren. Wenn auch zugestanden werden muß, daß die Gefühle der Ieifeskizzm. Bon Alma M. Karl in, kelje.*) XYIII. Colombia. Da« wäre der richtigste Name für gan, Süd. amerika — t*J Land de« Colnmbu«. Dom Antillen» meer auf einer Seile bespült, da» noch die Erinnerung ferner Staate», auS den Wassern de« Allantik ge> schöpft, in sich trägt, auf der anderen Seite umkost von den Wellen de« Süllen Ozean» und im Süden die Pracht de« Amazonenstrom«, diese« Riesen der Flüsse, zur Grenje habend, ist Columbia vielleicht da« interessanteste und schönste der Länder Süd« und Zentralamerika«. Vom mückenreichen, dürren, heißen, un-gesunden Küstenstrich »rr den gesunden, fruchtbaren, entzückende» Hochlandgebieten di« hinauf zum ewigen Schnee der Bergkette »on Santa Marta und dem *) Dgl. Cillier Zeitung vom 15. Februar (I. Genua), >«m 2». Mär, (II. Lanta Cruz de Teneriffa), vom »i. Mai flll. Auf hcher See), vom 27. Jan, (IV. Im Reiche der Znla). vom ».August (V. Vom Essen und Trinken nah und sern) vom 12. u. lö. August (VI. Eine entichwundene Kultur), «tm 6. September (VII. Die Haaptseste im Reiche der Kinder der Sonne), vom 23. September (VIII. Zauberei und Aberglaube in Peru), vom 10. Oktober (IX. An der Küste von Peru), vom 17. Oktober (X. Zentralameri-tanische Tropenprach». vom I». November (XI. In West-indien), vom i». November (XII. Der Panamakanal), vom >». N»»emd«l Iv.o (XIII. Tropensreuden), vom IS. Jänner IS»I (XIV. Im millelameritoniichen Urwald; fein Tier-»»d Psianzoulebenl, vo» IS. Februar (IV. Perl«»), ,»m «. und lS. Mir» (XVI. Unter dem vequatsr) und vom 20. und 24. März (XVII. „Klein Venedig".) Tschechen gegen die Deutschen von jenen der Fran-zosen nicht allzu verschieden sind, s» sollte sich doch jeder tschechische Slaalsmann, dessen Politik sich über Stimmungen des Augenblickes erhebt, davor hüten, als Feind dem Deutschen Reiche in der Zeit seiner Slot in den Rücken zu fallen. Cin Blick aus die geographisch« Lage der tschechischen Republik, diese« kleinen Abklatsche« der alten Monarchie mit all ihren Schwächen, wär« für einen weitblickenden Politiker eine Warnung vor Experimenten. Die Deutschen in der Tschechoslowakei, die in der achtunggebietenden Zahl von vier Millionen den tschechischen Bolktkörper läng« der dentschen Grenze umranden, haben gegen die Mobilmachung Stellung genommen und in dem Zusammenhange mit ihr sind folgende Au«söhlu»gen vo» Jnteresie, mit denen Senator Graf Ledetour-Wich'ln sich zur Außen« Politik Dr. Bliielch' äuße:te: „8i hat feinen Sinn, Deutschöslerreich gegenüber eine Politik zu führen, di« ein französische» Blatt kürzlich mit deu Worten charakterisierte, daß sie „wenigsten» offiziell" nicht aus den völligen Untergang Deuischösterreich», diese» unglücklichen Lanle», gerichtet sei. Dr. Brnesch hat in seinem Sinne allerdings einen Erfolg erzielt, insofern« als Italien in der reich»deutscheu Entschädigung« frag« auf die Seil« Frankreich« getreten ist und mit dieser Tatsache der Ring des H.isse» und der Gewalt um Deutschland geschlossen würd?. Wir Sudetendeutschen lehnen e» jedoch ab, ei» Gliid in dieser Kette zu bilden. Zweieinhalb Jahre sind ver« flössen, seit aus den französischen Schlachtfeldern die Kanonen verstummt sind. Aber die Schmähungen der Sieger gegen die Besiegten haben noch nicht nach» gelassen. Wa» heute das französische Volk bewegt, ist Haß und vor allem Furcht, blasse Furcht. WaS kn Pari» und in London geschehen ist, ist die Frucht eines pathologischen Deutschenhasses. Der Minister Schneegipfel Suma Paz (Höchster Friede) bietet Co« lomiia jedwede« Klimr und jedwede Abwechslung. Die herrlichsten Tropv'nvögel, die schönsten und größten Schmetterlinge, die merkwürdigsten Vierfüßler findet man in den unerforschten Urwäldern diese« Staate« und nicht« geht über di« Ratnrschönheite!«, die j«der neue Schritt kundtut. Unvergleichlich bleibt der Wasser« fall von Tequendanca, vier Meilen von Bogota, der Hauptstadt des Lande«, oer vom Bogotafluß gebildet wird, de? fich zuerst träge durch da« Gebiet der Savanen, der großen Wie'enkbenen wälzt, wo ring« umher da« Gra» so hoch steht, daß selbst ein Pferd darin verschwindet, der aber plötzlich lebhaft vorwärt»-drängt und sich durch eine Felsenenge durchschiebt, um 164 m tief auf eine Felsengrvppe aufzufallen. Da« zerstäubte Wässer steigt in Wolken au» den unheimlichen Tiefen zum Lichte empor und hundert Regenbogen um» spielen den Fall, dessen Donner die Felsen erschütlert und dessen Echo die enge Schlucht zurückwirft. Ebenso wunderbar ist die Höhle von Tulust. Der Eingang befindet fich am Ende eine» scherskantigen Abhänge« und bildet eine Art Bogen, durch welchen hindurch man in da» marmorartige Innere der drei Höhlen gelangt, die ihr«r Rnbcnfolge nach Sakristei, Treppe und Kirche heißen. Tropfstcingebilde »erschiedenster Formen und Farben erfüllen die weiten Grotten. Nachtvögel, Suapacoe» genannt, suchen dort Zuflucht und erfüll«» di« Grotten mit ihrem unheimlichen Schrei. Kühne Jäger »erfolgen st« dahin und gewinnen au» ihre» Fett di« hochgeschätzt« Guapabutler. hat recht, wenn er fürchtet, daß die Londoner Kon-fereuz gefährlich« Zustüno« in Mitt«leuropa schaffen könnte. E' ist ein gewagtes Spiel, das zweitgröß'e Volk in Europa in die Verzweiflung zu stoßen. Und welche Rolle spielt die Tschechoslowakei in diesem Europa? Nach den Reiseersolgen des Herrn Mini« stu« sind wir fast versucht, in ihm einen Exponenten dr» französiichen Exp.'nsionSfetretariatr« zu erblicken. Denn auch die Außenpolitik beugt sich wiSerftandSlo« dem Pariser Diktate un» eS ist politischem Wahnsinn, wenn die Tichechoslowakei sich auch aa den f.auzS-sischen Milliardensorderungen beteiligt und sich auf diese Weise ein Volt von rnehv al» 80 Millionen, da» den tschechischen Volk»stamm in weitem B gen umschließt, zum Todfeinde macht. Wir Sudeten-deutschen werden keinen Finger rühren für eine Politik, die wir au« wirtschaftlichen und nationalen Gründen verdammen." Schweizer vläller bringen Mcldütgen, w'lchc di« Geiüchte vom Abschluss« eine» französisch-tsche-chischen Angriffs-und VerteidigungSbünduisse» beslä-tigen. Der abgeschlossend Verirag soll den Bündnis» fall insbesondere in drei Fällen und sofort als gegeben annehmen: ersten» ein monarchistischer Un-stürz in Deutichland, Deutschösterreich vier Ungarn; zweiten» ein bolschcwikischer Umsturz in Deutsch« öfterreich oder in Deutschland; drillen» der Anschl- ß auch nur eine» Teiles der dentschösterreichiichen Re-pu'i>lik (Tirol, Salzburg) an da» Deutsche Reich. Im lltzteren Falle hab« die Tschechosldwakei die Ausgabe, Ober- und Niederösterreich vollständig zu besetzen. Die Ein elheiten deser miliiä ischen Aktion seien bereit» auf da» genaueste festgelegt. Der „Feld-zugSplan" könne im Bedarfsfalle sofort fertig nuS der Tischladt gezogen werden. Au» alldem ist zu ersehen, daß die Tschechen, die im alten Oesterreich soviel über Bedrückung der Die „Schlucht der Winde" ist eine Riesenver-tiekung von 1)8 in und einem Durchmesser vo» etwa 800 ro, in deren Tiefe dichtbelaubte Bäume stehen, die von Tausenden der prachtvollsten Vögel heimge-sucht werden. Man nennt sie daher »uch ..Vogel-schlucht'. Selbst einige Oaellen münde» in diese Schlucht. Die natürliche Brücke von Jcononzo ist ein weitere» Wunder Colombien«. Sie geht 890 m über den Wassern de« Flusse« Sumavaz und besteht au« zwei ungeheuren Fel«stü>ken, die fich gezeneinanderneigen — fich über dem Abgrund verbinden und halb verwischt« Spuren von Hieroglyphen tragen. .. . Der wichtigste Fluß de« Lande« ist drr Magda-lentnstrom, dessen unterer Laus kleinen Raddampfern di« Aus- und Nieiersahrt erlaubt, während vom Hondasprung aufwärt« nur ein Fahren in kleine» Booten oder auf einem Flosse möglich ist. Ueberall aus dem breiten Magdalenenstrom, dessen User den ganzen Urwaldreichtun» und Zauber de» Orinoco oder AmazonenstromeÄ ausweisen, steht man Kaiman» und ein Schwimmen wär« au«geschlossea. Wasserichlan,en spiele» zwischen den langen verjweigten Wurzeln der Mangro»«n und die zuckerhutähnlichen gelbe» Blüten eine« häufigen Schattenbaume« wirken wie davonschwimmende Zwergmützlein. Da und dort taucht ein von Schlingpflanzen erstickter Baum al« weiße« Gerippe au« dem etaförmigen Grün der Se-linde und nur selten fleht man, wie einen roten Soanenschirm, die blutrote» Blüten eine« Eopalb» Seite S Rationen gejammert habe», nun auf dem testen Wege sind, tvillenlsfe Büttel di» französifchen Im-perialiSmu» zu werden. Die Annäherung Dentjch-land» an Rußland mindert ihren Wahnwitz nicht und ba» allslawische G«lidarilit»gesühl, mit dem sie in früheren Jahren so eft in d'» zaristische Moskau gepilgert waren, ist im französischen Deut-scheahasse versunken. Die Konturen der neuen Staatenbildungen in Europa treten immer bemlicher herv»r. Der Welten-brand von 191-4—1918 ist noch nicht völlig erloschen. Unter der «sche glimmen die Funken und ein schwacher Wind kana sie zu lodernden Flammen entfachen. Europa braucht Ruhe und Frieden, um da» wenige zu retten, wa» der Weltkrieg gelassen hat. Schwere Verantwortung lastet auf den.Männern, denen die Geschicke der Staaten anvertraut sind. Vorurteile. Da» Deutsche VolkSblatt in No»Isab ver-iffentlicht in jiingster Zeit in dankenswerter Weise eine Serie von Artikeln über die Lige der Deutsche» in Slowenien, welche die Bestimmung haben, eine breitere O.ffenilichkeit über die Verhältnisse hierzu-lande aufzuklären und die maßgebenden Beograder Kreise auf die Wünsche und Bestrebungen der deut-schen Volksgenossen im slowenische-, Siaate aus-merksam zu machen. Da« erwähnte Blatt kann dieser Absicht umso besser entsprechen, al« die dortige Zenfurpraxi» von der bei un« geübten abweicht und die Mitteilung von Angaben ermöglicht, welche von den deutschen Zeitungen in Slowenien gewöhn» lich nicht verzeichnet werden können. Diese Ber-vsfentlichungen haben, wie die Folge 418 de» Deutschen Volksdlatte» erkennen läßt, in der Bcozrader Presse bereit« Widerhall geweckt, der wohl etwa« mißiönig erklingt, aber bei der ernsten Sckreib- und Urteil»-weise, welche die hauptstädtische Publizistik im all-gemeinen auszeichnet, die Hoffnung rechtfertigt, daß die Vorurteile, welche durch eine gegnerische Presse in gewissen B-ozrader Kreisen künstlich gegen die Deutschen in Slovenien erzeugt wurden, auf dem Wege einer ruhigen und fachlichen Aussprache mit der Zeit gemildert u..« gäuzlich au« der Welt ge-schafft werden. Di.se» Bestreben, welche« sowohl aus Seite des Deutscheu Volksblatte» al« auch aus Seite eines Teiles der Bcozraber Presse offenkundig vorwaltet, verdient unsere regste Aufmerksamkeit und Uvterstützunci. Wir behalten un« vor, den Verlauf dieser interessanten AuSeinanderietzuag zu versolgen und »on Fall zu Fall wichtigere Aussätze au» dem einen oder anderen Blatte zu übernehmen. Für diesmal zitier«» wir das Beograder Blatt Pravda, welche« unter der Ueberschrift „Gin sreundschast-licheS Wort' an daS Deutsche HolkSblatt nachstehen« den Appell richtet: „Da« Hauptorgan der Deutschen in der Woi» wodina, da» Rovisader Deutsche VolkSblatt, hat e» auftauchen. Die unförmigen Räder der kleinen Schiffe drehen sich langsam, widerwillig und die Singebornen, bei ihren au« Palmenstroh gewundenen Körbchen kauernd, blicken träge, fast teilnahm«!»«, auf die un-endliche Fruchlbarkeit um sie her, doch auch der arme Europäer wird abgelenkt und teilnahm«!»«, d?nn nirgend« in ganz Amerika beißen die Stechmücken besser oder anhaltender und nirgend« sind sie zahl-reicher al« in dnt feuchtheijen Niederungen de« unteren Magdalenenstrom«. Nach dreUigiger Fahrt durch gefährliche und Her-»eiche Urwaldgebicte kommt man nach Medellln, einer Kaufstadt de« Innern, in der viele Reichsdeutsche leben, denn nach Chile ist Eolombia wohl da» b:ste Land für deutsch« Au«wa»derer, da alle anderen Völker eher feindlich gesinnt find. Die Hitze hat abgenommen und einzelne Bäume erinnern schon an da« Pflanzenlebe» in Europa, aber die Häuser mit Gitterfenstern, Bal-konen, steilen Dächern und überreich verzierten Kirchen sprechen zu deutlich »on spanischer Abkunft und südlichem Leben. Vo» da ab führt eine Art Eisenbahn, di« geht, wann st« will, in da« Jn»«re und teil« zu Wasser, teil« zu Esel, teil« zu Fuß gelangt der Au«> harrend« nach beträchtlich langer Wanderung endlich nach Bogota, der Hauptstadt de« Lande«, wo e« «ine Bibliothek, Lehranstalten verschiedener Art, einig« hübsche Kirchen und v»r allem eine lieblich« Au«stcht gibt. Nicht weit von den hohe» Bergen, auch nicht weit von den Savanen, diesen «igenarttzen grasigen Wiesen« fläche», die den Rindern, den wilden Pfeiden, dem Cillier Zeitung für angezeigt gefunden, in einem Leitaussatze über die Behandlung der Deutschen und der verdeutschten in Slowenien Klage zu führen. Au» diesem Anlasse möchten wir an da» Deutsche VolkSblatt einig« freundschaftliche Worte richten. Die Deutsche» in der Woiwodlna sind un« in mehrfacher Hinsicht sympathisch. Zunächst weil sie seitens der Magyaren fast ebensoviel zu leiden hatten wie die Serben selbst, soweit sie rS nicht »orzozen, von ihrem Volköium sich loszusagen, wa» allerdings ein namhaster Teil ihrer Intelligenz getan hat. Weil sie ferner ein ruhiges und arbeitSfame» Be-vilkerungSelement sind, welche«, wie man zu sagen pflegt, Gott gibt, wa« Gotte» ist, und dem Kaiser, wa« de« Kaiser» ist. Losgelöst von geschlossenen deutschen Siedlungsgebieten, hat ihr gesunder, nicht magyarisierter Teil keinerlei irreventistische Bestre-bungen. Sie sehen im übrigen ein, daß ihnen unser Staat in na'ionaler und kultureller Hinsicht weit mehr Bewegungsfreiheit einräumt, al» ihnen die Magyaren jemals zugebilligt hatten. Geradezu entgegengesetzt verhält eS sich mit den Deutschen in Slowenien. Diese sind — nebenbei bemerkt, zu 50 Prozent Verdeutsch!« fponemeenjaei) OJcr Nachkommen von solchen, während säst alle anderen die Nachkommen einzewanderter Beamten-und Ojfij'erSsamilien — ein aggressives und tf-treme« pangermanisches Element, welche» nicht ver-gessen kann, daß e» »och vor kurzem die Rolle d:S ,Herr?noolfe8" gespielt hat. Zvischen ihnen und den Deutschen in der Woiwodina besteht ein unge> heurer Unterschied. Wahrend de» Kriege» haben sie an unserem Volke »>ele Gewalttaten verübt. W:nn sie übrigen» irgendwelche gesetzlich begründete For-derungen zu haben glauben, io wissen sie genau, weichen Weg sie einzuschlagen habe»; sie haden mehr Vertreter und I Uelligenzberus« und mehr Zeitungen al» die Deutschen u ver Wiiwo»in, und sin» keine«-wegS schutzlos. Die Deutschen der Wziwodiaa aber mögen sich vor allem ihren engern Volksgenossen widmen. Sie haben gering zu tut. um Die za,l-reichen Abtrünnigen zu ihrem VslkStum: zurückzuführen, ihre wirtschaftlichen und kulturellen Ocgani» fationeu bieten ihnen ein weite» Feid der Betätiquag, die ihnen keine Zeit lassen sollte, sich um die P m-qermane» in Slowenien zu bekümmern, deren Fi« miliennamen häufig auf -ik. aus -ar oder selb t auf -itf endigen. So viel wollen wir dem Deutschen VolkSblatt — übrigen» ohne Uebclwollen — zu bedenken geben." Wir werden, fügt c>aS apostrophierte Blatt diesem Berichte hinzu, ans diesen „freundschaftlichen Wink" de» angesehenen Beograder Blatte« noch zurück, kommen. Politisch? NuMchau. Inland. Au» dem Ministerrate. I» der Sitzung des Ministerrates vom 2 >. März wurde beschlossen, den Landwirten «inen Kcedit von Pum« und dem Jaz»«r wie selbst den unheimlichen Riesenschlan^en zum AafenthatS»rt dienen uid die bald v»m Hochwasser in eine» See »erwindelt, bald vo, der sengenden Tropensonne in eine zerklüftete staubige Wüste verwandelt werden, nicht weit von den Wandern der schneeigen Hochlandwelt, bietet Bogota dem Na-turbewunderer all««, wa« er nur wünschen kann, und daS frische Klima erhält die Wangen der Frauen we ß und rostg. die i» d«n hUgcn Tropenstiichen erblassen, aber an Bildung mangelt e« noch sehr und wer nur «i» wenig Englisch spricht, ist sch»n ein grober Herr in Bogota. Arbeitslustige Männer täten gut daran, einige Jahre in Bogota zuzubringen; für Frauen ist e« kein Aufenthaltsort, gerade wie alle anderen Ort« Säd-oder Mittelamerika«. Die beiden wichtigsten Häfen EolombienS lm Antillenmeer find Puerto Eolombia und Certagena. Ursprünglich konnten die Schiffe Sibanilla anlaufen, aber der Schlamm, den der Magdalene»str»m au» dem Innern »um Meer herab bringt, machte di« Bucht seicht«r und seichter und heul« erstreckt fich «i» zwei Kilometer langer Landungssteg von Puerto Eolombia hinau« in da« Meer, an dem nur vier gr»ße Schiffe auf einmal anlegen können, daher muhten wir «inen Tag m Anker liegen, bevor auch wir anlaufen durften. Der Nordwtnd blie« und wir hüllten »n« frösteln» i» unsere warmen Decken ^und sahen mit unterschlagenen Beinen »i( Türken auf unseren Deckstühlen. Da meinte Herr G., der Zoologe: — „Nei», wie »ir unUr der Tropmzlut zu leiden haben!" (Schluß folgt.) Nimmtr 4(1 100 Millionen Dinar zu eröffnen. Gerner wurbi Eher du Einbringung der 8400 Pferd- verhandelt, welche Oeutschlend aus % und de« FriedenSoertrage» al» Kriegsentschädigung an den «HS-Siaat abzuliefern und In« an die Neichsgreize ja transportieren hat. vchließllch wurde der Regierung zur HeimbesörderuKg di« sich noch immer in Wladiwostok befinden, ein Kredit von einer halbe» Million französischer Franken bewilligt. Die Gleichstellung der Geistlichkeit mit den Staatsbeamten. Im Rihmen de» diesjährigen Budget» de» Kultusministerium» ist eine Reform vorgesehen, durch welche die Geistlichkeit in ihren Bezüge» mit den übrige» Staatsbeamten ausgeglichen werden .soll. Da» Projekt ist in den Einzelheiten bereit« auSge» arbeitet. Dan«ch sollen di« G-istlchen aller Kou» fesfionen je nach ihren Studienqualifikationen hono-riert werde». Als Anfang»zehaU aller Geistliche» mit U iiverst«ä>Sbil»ung werden 2400 Dinar jährlich festgesetzt. Ihre Beorderung wird nach den Dienst, jähren und je nach ihrer Betäligung auf religiösem und nationalem Gebiete vor sich gehen. Für Geist» liche ohne U iiversitäl»qu«lifikatio» uns mit minderer Mö ichSbildung wird «ine besondere Peza hlung be-stimmt, weil diese nu» al» niedere Staa tlbeamte» angesehen werden Die Einnahmen, welche die »eist, liche» bisher bezogen und selbst gesammelt haben, werde» desiuiti» an die Staat»kasfe, jedoch mit we-sentlichen Modifikationen übertrage» werben. Die Höhe der Taxen für kirchliche Funktionen, welch« t>orn Staate dezahlt und i» F,rm eiarr bef ondere» S:eu«r eingebracht werden sollen, werden vom gi-uanjministeriam festgestellt werden. — Gelegentlich der Budgeiberatung fand vor karzem in Beoqred eine Pcäliminarkonferenz der vochände »es R«li-gioni- uno de» Finanzministerium» statt. Durch diese« Projekt wird auch die L>ge der Mönche ge-regelt werden. Wa« die großen KlostergÜier an-belangt, so werden diese auch weiterhin von den K!»steradmi»istrali»nen verwaltet werden, aber in der «eise, daß der ganz« Ertrag der Güter nach Abzug der Regien in die Staatskasse fließt. Da« gilt auch für katholische Güter und ähnliche Be-flimmungen der übrigen Konfessionen. Der Republikanismus des Stephan Radiö. Der kioalisch- Bauernsührer Stephan Rrdi« hat an die serbische repadlika-iiich: Pirtei in Beo> grab ein Schreiben gerichtet, in welchem er die süngsthin vom Abg. Dr. Dcinkov'c abgegebene <>> klärung, als ob er (Rad!5) das republikanische Pro» gramm »bgestreist und die Monarchie anerkannt habe, in Abrede stellt und nachdrücklich hervorhebt, daß die heutige Mehrheit der republikanischen Abgeord-neleu in Kroatien zum republikanischen Teil Herdien s volle» Vertraue» hab» und ihrem Programm treu bleiben werde. Er erklärt« auch dem Korcesvon»enten der Beograder Pravda gegenüber, daß die Monarchie zu dulde» und anzucrkenneu zwei verschiedene Dinge seien. Anstand. Geplante Drosselung de» deutschen Wirtschaftsleben». Einige Pariser Blätter verlaugen seit einigeil Tagen, daß Frankreich sich für seine Wiedergut» machungSsvrderungen durch bieBefchlaznahme deutschen Eigentums sichern solle. E« wird behauptet, daß auch Briand zu einer Lösung der Wiedergutmachung«-frage Stellung genommen habe, die darin bestehen würde, die wirtschaftliche AuSnützung Deutschland« zu »rganisieren. Die Entente würde Arbeitgeber der deutschen Industrie werden. Die deutsche» Fabriken müßten unter der Aufsicht der Alliierten arbeiten. Da» Recht de» Verkaufe» stllnde ausschließlich den Verbündeten zu, und die gr«ßen Dividenden, die seit zwei Jahren deutsche Inbustriewerte »erteilen, würden auf diese Weise i» die Wiedergutmachung»-lasse fließen. Dix Berliner Blätter antworten auf diese neuen Vorlchläge, daß sie bir«kt auf dem Jrrenhau» zu komme» scheinen. Die »onfessisnelle Bewegung in der Tschechoslowakei. Hon katholischer Seite wird die Zahl berer, die in der Tschechoslowakei, zumeist in Blhmsn. in ber letzten Zeit au» der katholischen Kirche au«getreten sind, aus mindesten» geschätzt. Nach ber letzten VolkSziiblUnß im Jahre 1910 betrug die Zahl ber tschechischen Katholiken ln Böhmen 6,072.484. bie d« tschechische» „K»nsessi«a»l»s«n" nicht S040. Schon tieiwch würd- di« AbsaS»xiff?r sich »?if fast eine M'lliin velattse-t. In Prag s»ll:n fei ONöder lSli Nummer 26 etwa 80.000, in Pilsen in den letzten Wochen vor der Bolk«»ählung 25.000 Personen ausgetreten sein. In den Städten der Industriezentren kam der Au«» tritt vornehmlich der „Konfeffionklosigkeif, ans dem flachen Lande ni«hr der tschechoslowakischen „Kirche" zugute. Die Zahl der abgefallenen katholischen Geist-Uchen soll 171 betragen. Davon sollen 61 in den Dienst der tschechoslowakischen „Kirche' getreten sein, während sich 110 weltlichen Berusen zugewendet haden. Während in den früheren Jahren in der frage? Erzdiözese alljährlich wenigsten» 40 di» 50 riesteramtSkandidaten. einschließlich der OrdenSgeist» uchen, die Priesterweihe erhalten konnten, sind eS Heuer nur neun. Davon drei Tschechen und sechs Deutsche. Eine Gefahr für England. Lloh^ George hielt bei einem politischen Bankett eine Rede, in der er nachdrücklich für die Erhaltung einer größere» nationalen Partei eintrat und er-klärte, die Arbeiterpartei bedeute jetzt eine große, furchtbar drohende Gefahr. Sie würde die Herr-schende Partei in England werden, wenn nicht Schritte getan wirden, die Wähler darüber zu »merrichten, welche Ziele sie sich stecke. Diese Ziele seien für die Gesamtstruktur der »?sellschast so drohend, daß eS Irrsinn wäre, über Trivialitäten zu streiten. Aus Flitöl unü Janö. Die Gemeindewahlen in Ljubljana, Mari« bor, Celje und Ptuj werden, wie bereit« gemeldet, Dienstag. den 26. April, vorgenommen werden. Ljubljana wählt 48 Ausschußmitglieder, Maribor 40. Celj« 32 und Ptuj 24. jede Stadt außerdem noch ebenso viele Ersahmänner. An Wahllokalen werden in Ljubljana 14 eingerichtet, in Maribor 5. in Celje 2 und in Ptuj 1. Die Wählerverzeichnisse der letzten Wahlen für die Constituante bleiben für alle vier stadtgemeinden auch für die Gemeinde-wählen rechtsgültig «nd werden durch drei Tage, näml>ch den 31. März, den 1. und 2. April zu jedermanns Einsicht offen liegen, vhue daß freilich an ihnen im Wege des Ncklamalionsverfahren« irgend eine Aenderung vorgenommen werden kannte. Die Nachricht, daß am gleichen Tage (26. April) auch die Gemeindewahlen für die Stadt Kixevje stattfinden sollen, scheint sich nicht zu bestätigen. Falscher Ueberdru« auf Em-Dmar Noten Wie au» Beograd gemeldet wird, hat sich beim Ueb.rdruck der neuen Ein-Dinarnoten im chrillischtn Tex» bei dem Worte „Krnna" ein Fehler cingeschlichen, weil der Buchstabe „r" hinter dem Buchstaben „u" gedruckt wurde. Um den Staat vor großem Schaden zu bewahren, hat daS Finanz Ministerium beschlossen, trotz diese« Fehlers die Noten in Umlauf zu setzen, zumal da der kroatische und slowenische Text in Lateinbuchstaben rich'.ig ist. Di« Bevölkerung wird aufmerksam gemacht, daß diese Noten Zahlkraft besitzen und von jedermann angenommen werden könne». Falsche Dinarnoten. Unter der BaraZ- diner Bevölkerung zirkulieren falsche Eindinarnoten, die angeblich au» Medjumurje, beziehungsweise aus Ungarn dorthin gebracht wurden. Di« Besitzer der falschen Dinarnoten drängen den Käufern diese Noten förmlich an und wechseln sie bereitwilligst für die Kronennoten ei». Verzollung von Postpaketen. Die Gene-rallzolldirektirn hat die Weisung herausgegeben, daß von jetzt an auch Hauplzolläatter ll. Klasse Post, pakete auS dem Auslande verzollen können. Um die Verzollung von Psstpaketei» zu beschleunigen, hat der Postminister angeordnet, daß allen Zollbeamten, wtlch« Postpakete zu verzollen haben, eine Gratt-sikation von 10 Par« pro Paket auszubezahlen ist. Todesfall Au« Kokevje wird un« getrieben: Herr Franz Maichen, Sekretär der nichtprotokollierten Haudcl«leute in Wien, ist am 24. März in Wien im Alter von 65 Jahren gestorben. Der Verblichen« war ein gebürtiger Kokevjer, war schon in jangen Iahren weit in der Welt herumgekommen und etablierte in Wien ein selbständige» Handelsgeschäft, tu« er späterhin aufgab, al» er zum Sekretär der früher genannten Genossenschaft gewählt wurde. Herr Maichen bewahrte auch in d«r Ferne «in warme« Herz für seine deutsche KoSevjer Heimat, weckt« und fördert« da« SolidariiSttgefühl unier den L^Mleuten in Wien uni war eineA ber treue-sten Mitglied» des ..»ereine- der Deutschen ans «ottschee in Wien," welcher ihn vot kurzem in An-erkennung der um den Verein erworbenen Verdienste zu seinem Ehrenmitgliede ernannte. Die Erde sei ihm leicht I Elllier Zeitunq Verdeutschung von Ortsnamen. Wie wir dem Banater Tagblatt entnehmen, haben di« im rumänischen Banat gelegenenen Gemeinden C«uka« nnd Bethlenhaza di« Berdeutichung ihrer Namen beschlossen, und zwar Ssuka« auf da« historische Ebendorf und Bethlenhaza auf Bethausen. NttrtschiM und Verkehr. DieAusfuhr aus Jugoslawien. Deutsche österreichisch.' Blätter berichtn, daß I igoslawien im vorigen Jahre 2774 Waggon Weizen und 2331 Waggon Weizenmehl in einem Gesamtwert von 168.50 Millionen Dinar ausgeführt habe. Davon f:i der grüßte Teil durch D.'Utschjsterreich bezogen worden, welche« auch weiterhin dvc Hiaptabnehme r jugoslawischer LandwirtschrftSprod ikie verbleiben werde. Geschäftsreisen nach Jugoslawien. Kaufleute, die in Jugoslawien Geschäftsreisen unt«r. nehmen wollen, müssen außer ordnungsgemäß aus gestellten und vidierten Pässen auch von der Ort«-Polizeibehörde ihres Wohnorte« vidierte Legitima» lionSkarten bei sich führen, wonach das Geschäst«-hau», für dessen Rechnung sie reisen, rechtlich best«hl und der gesetzlichen Bestenirung unterworfen ist. DaS Mitführen von Warenmustern ist gestattet, nicht aber von Waren zum Verkaufe. Wer nichibe-stellte Waren nach Jugoslawien bringt, in der Hoffnung, sie hier abzusetzen, setzt sich der G.sahc au«, daß sie beschlagnahmt werden. Das Tragen einer Wasse ohne besondere Erlaubnis ist verboten. Die Anschaffung von Benzin. Aus Grund einer Verordnung de« Krieg«- und Marine-mimster» vom 7. März l. I. Nc. 400 T Marine-abteilung, wird den 11. April l. I. ein« Offert, lizitation für die Anschiffang vor 15 To.inen B.'a-zin stattfinden. Da» spezifische größte Gewicht de« Benzin« kann 0.720 betragen. Vorrecht genießen die eigenen Staatsangehörigen. Schriftliche Gesuche mit einem Stempel »an 10 Dinar sind an dem angesührten Tage um 11 Uhc vormittag» der be-rus.nen Kommission im Amte der J'.tendaittursektion, Marineabteilung in Zemun, zu unterbreiten. Förderung der heimischen Industrie. In wirtschaftlich n Kreisen wird d>« Wahrnehmung gemacht, daß einige Ministerien ihre» Bedarf an verschiedenen Materialien nicht, wie zu erwarten wäre, in unserem Staate, soavecn aus dem An«-lande beziehen, obwohl sie in gleicher Qliluät bei den heimischen J.idastriennternehmungen erhältlich sind. Untersuchungen de« Handelsministeriums haben ergeben, daß die Schald an diesem Umstand an »er Unkenntnis verschiedener Ministerien über die Ka-pazität der heimischen Industrie liege. Um in Za-sanft diesen absonderlichen Erscheinungen, welche die heimische Industrie merklich schädigen, zu steu-rn werden sämtliche heimische Industrie- und größere Gewerbeunternehmungcn ausgesordert. in der kürze-sten Frist einen AuSwei» ihrer ArbeitSmöglichkcit unter anfälliger Beilegung eines Kataloge«. Pro-spekie«, Plane«, PceiSkurante« oder «iner Mait viett«, verziert«, Schmuckfedern, vermübeitet und unverarbeitet, verarbeitetes Haar, feine Kurzwaren, artikel, Spielzeug und HoMcher. aepiitzt« Damen, hüte, Kunstblumen, Sp tzen, Tüll und Gewebe mit Seite 5 Walle, Seide und Baumwoll« bestickt Holze,»« Kurzwarenartikel, Pavier und KartynproduNe, Ge-ivehre, Revolver und Pistolen, Gegenstände an« Korallen, Perlmutter, Schildpatt Horn und Klauen. Die deutsch österreichische Einfuhr im Jahre 192V belauft sich auf 6 Millionen Tonnen, denen bloß eine »uSfuhr von 1 Z Millionen Tonnen gegenübersteht. An der Einfuhr partizipieren Brenn. Materialien mit fast 4, Lebensrnittel mit S Millionen Tonnen. Weizen für Deutschösterreich. In Trieft liefen zwei Dampfer mit einer Ladung von 11.060 Tonnen Weizen, die für Deutschösterreich bestimmt sind, ein. Vereinfachung des tschechisch deutsch» österreichisch deutschen Transitverkehres Zwecks Beschleunigung diese« Verkehr« wurde b«. schloffen, Waren direkt mit einem Frachtbritf ohne Mittelsperson zu verfrachten. Für den Verkehr mit Ungarn, Jugoslawien und Rumänien über Deutsch-Österreich oder die Tschechoslowakei gelten die biS-herigen Verordnungen weiter, d. h. die Ware muß an der deutschösterreichischen Grenzstation frisch auf« gegeben werden. Pas Märchen vom Hemd In der vossischen Zeitung erzählt Sling da« folgende „Märchen vom Hemd": Südrüßland, Winternacht, Syaagoge. Der Rabbi un» die anderen Schrifikundig n feiner Ge» meinde haben den ganzen Adend gelernt. Und nun sitzen sie im heileren Gespräch und denken sich au«, wie e« wäre, wenn man sich wa« wünschen könnte. Keiner ist um einen Mansch v«rl«gen, nur I itele«, der alte, verlumpte Schnorrer, schweigt. «Nun," sagt der Rabdi, „wir alle wünschen un« waS, und nur Du, Jeitelele«, bist so glücklich, daß Du kein Wort sprichst! Sag', wa« Du Dir wünschest —" Da sagte Jeitele« langsam: .Wenn ich so wünsch.» könnte, dann wünscht« ich mir, ich wäce Käiser üb:r viele Länder und Reiche. Meine Städte sollten blühen in Handel und Wohlstand, auf meinen Feldern sollte die Ernt« r«if und prächtig stehn. Una auf meinen Wiesen sollen grasen Tausend« von hrrrlichen Rindern. Ich selbst aber müßt« sitzet« in der schönsten meiner Städte, in einem marmornen Palast, in einem goldenen Saale, aus einem elfenbeinernen Thron, angetan mit einem seidenen Hemd, mit einen» Kleide von Brokat und einem Mantel von Hermelin und einer Krone von Edelstein. Und dann müßte kommen der Feind. Müßte einfalle» in meine Länder, verwüsten die Felder, hinschlachleu die Herden, müßte euibiechen in meine StäSle, müßle plündern unir sengen und schließlich eindringen in meinen Sa-l, mich stürzen vom Thron. Hernuterreißen von meinem Kopf die Krone, von meinen schultern Mantel und Kleid, daß ich spring' im Hemd au« de« Fenster und rette mein nackte« Leben.-Jeiiele« schwieg. Der Rabbi schüttelt« den Kopf, »an» sagte er: „Wa« bist Du sür ein komischer Mensch. Jei« tele«. Erst willst sein ein Kaiser über viel Länder und Reiche, und dann müßte kommen der Feind, Dich stoßen vom Thron, daß Du springst im Hemd au, dem Fenster und reitest Dein nackte« Leben. Wa« hättest Du davon?" ,.'n H«md." _ AermiMes. Eine Steinach-Kur in Südafrika. Die Eoening New« lassen stch au« Johanne«durg von dem üderaa« günstigen Erfolg einer an einem Greise vorgenommenen Verjüngung«?»? berichten, ein Bericht, für dessen Wahrheit dem Londoner Blatt freilich die Verantwortung üterlaffen werden muß. Danach war vor einigen Tagen ein alter Kranken» Wärter namen« Ben Kuott au« dem Norden Trantt. val« zn der Klinik de« Dr. Llarence Andre« in Piter«burg gekommen und zwar in Begleitung eine« kräftigen Pavian«, d«n «r an «in«r Kett« mit si h führte. Der Alte bat den Arzt, an ihm die Drüsen-operalion nach dem Steinächschen Verfahren au«zu» führen. Dr. «ndrew fithrte den Besucher in den YperationSsaal und chloroformierte ihn hier. Dann band er den Affen an die Tür, nahm «in« Flinte, schoß ihn toi und entnahm dem Kadaver da« Orgaj»,' da« er in der Ehl»roformn»rkoi< B«>) .K»ott ein» pflanzte. Die Operation gelang und der Patient behauptet, daß er sich wieder jung und frisch fittzle und d«[) insbesondere leine Äugen, die ihm den Dienst zu vtrfagen drohten, so gut geworien seieii, daß er wieder die kleinste Schrift ohne Zuhilfenahme eine« Augenglas,« lesen kann. Eeitc 4 Cillier Zeitung Nummer 26 Letzte Neuheiten in Mädchen- und Kinderhiiten Reiche Auswahl in Wiener Modellhüten Umformungen und Modernisierungen rasch und billig. Eigene Werkstätten. Für Modistiunen En g. os-Preise. Anna Holland Nachfg. Ä. Jessernigg, Graz Sporgasse 7. Telephon 15—45, Buchhalter versiert im Holzfacb, mit Kenntnis der deutschen u. italienischen Sprache in Woit und Schrift, sowie der slowenischen Sprache im Worte, sucht sofort bei grösserem Unternehmen als Buchhalter, eventuell Einkäufer und Uebernehmor unterzukommen. Anträge unter „Holzfachmaun 26944" an die Verwaltung des Blattes. Selbständige Köchin die auch im Hause mithilft, wird neben Stubenmädchen zu kleiner Familie sofort gesucht. Keisespesen vergütet, gute Behandlung, Lohn 350—450 Kronen monatlich. Nur tQchtige Kräfte senden ihre Anträge an Frau Altna 2anid, Advokatens-gattin, Nova Gradiska, Slavonija. 6 PS Motor für Naphtalin od. 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