Nr. 1«. Freitag am 13. Jänner 1883. Die „kaibacher Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, nnd lostet sammt den Beilagen tm Comptoir ganzjährig 11 fl., halb-jährig e fl. 50 kr., mit Kreuzband im Comptoir ganzj. 12 st., halbj. « fl. Fl!r die Znstcllimg in's Haus find lialbj. 50 lr. mrhr zn entrichten. Mit der Post portofrei ganzt., unter Kreuzband und gtl drnckter Adresse 15 si., halbj. 7 fl. 50 tr. Inltstionsyrliülir 5>!r eine Garmond - SpaltenzeM ober den Nnum derselben, ist fiir lmalige Einschaltung 0 lr., für 2maligc 8 lr., filr 3malige 10 lr. n, s, w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertion« - Stempel per 30 lr, fiir rine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 fl. 90 lr. fltr 8 Mal, 1 fl. 40 lr. flir 2 Mal und <>>0 lr fUr 1 Mal smit Inbegriff de« Insertionsstrmpels). 5! iN6nl^ii^ ^A^imn MMcher Thril. ^c. kaiserliche Hoheit dcr durchlauchtigste Herr Erzherzog Rainer hat in Hüchslsciuer Eigenschaft als Protektor dcs k. l. österreichischen Museums für Kuust nnd Indnslric im Sinne dcs i^. 22 der Tta-tntcn dieser Anstalt die nachfolgend namhaft gemach> icn Künstler, Knnstfrcnndc nnd Vertreter der österlei-chischcn Indnstric zn Korrespondenten des lUillscums ernannt: Den Portrait- nnd Historienmaler Friedrich, Amcrling in Wien; den Zeichenlehrer Johann Dworacck an der Indnstricfchnle zn Stcinschönau; den Porzellanwaarcn-Fabritanlcn Moriz F ischc r in Hcrcnd; den Zeichenlehrer Joseph Gcyliug an der Ober« rcalschnlc in Linz; den iltitlcr Gincomo 5) irsch l«M i n c rb i in Tricst; ' ' den Abthciluugsvorstaud Philipp Owen vom South-Kcnsington-Mnseum in London; den Sclliousralh nnd österreichischen Gcueral-Konsnlals'Dlrcltor Ignaz Ritter v. Schaff er in London; den Banquier Vcno Spcycr in Cincinnati. Nichtamtlicher Thlis. Vaibach, 12. Jänner. In Ermanglung uou posiliucn Ätachrichtcn wird von der Tagcsprcssc wieder einmal viel in Konjellu« rcn gemacht. Als cinc solche ist sicher die „Kompensation" dnrch Thcilnng der militärischen nnd diplo» malischen Führnng in Dcntschland zwischen Oesterreich und Prcnßcn mit der Abgrenzung dnrch die Äiain-linic, wie sie in einigen Blättern besprochen wnrde, zn belrachlc». Soll die Allianz einen Rntzcn für Dcntschland gewähren, so liegt derselbe nicht in der „Theilung", sondern vielmehr in der engen Verbindung derjenigen großen dcnlschcn Mächte, die bisher stets Rivalen waren. Dic Fraulfmlcr Europa vcrösscutlicht die Analyse cincs 9lnndschreil'cns dcs baicrischcn Miuistcrs de0 Answälligeu, Herrn v. d. Pfordlc», vom 12. v. M. Der Inhalt dieses Atleustückcs wäre dcnmach folgc,,' der: Da»? Münchener Cabinet behält vornähmlich dic Politik nnd die Interessen Baicrns im Augc, hegt jedoch die Ueberzeugung, daß dic Politik nnd die Interessen Baierus cinö sind mit dcr Politik nnd den Interessen Deutschlands. Lines Tages werden Baicrn »nid Denlschlaud bei Rcgclung dcr großen europäischen Fragen, der italienischen nud orientalischen, zn inler» vcnircn gczwnngcn sein. Baicrn wolle Oesterreich und Preußen nicht veruneinigen, sondern cs wünsche die Ziisanimeufassiüili aller Kräfte Dculschlauds. Diese sei jedoch uur möglich, wenn die Rechte des dcntschcn Buudcs gewahrt werden, zn welchem Zwecke das dcntschc Volk in Frankfurt eiuc Vcrtrctuug erhalten! müsse. Schließlich bespricht die baicrische Note die Angelegenheit dcr Hcrzogthnmcr. Herr u. d- Psordtcn anerkennt das tll'ccht Dänemarls, Lancuburg an die deutschen Großmächte abzulrctcu. Was Schleswig. Holstein betreffe, so habe Dculschlaud darauf gchci. liglc Ncchtc, nnd gebührt die Herrschaft dem Prinzen Friedrich von Angnstcubnrg. ! Dic Angelegenheit dcr päpstlichen Eucyklika ist iu Frankreich in ciuc neue Phase getreten. Wie tclc. nraphirt wurde, hat dcr Bischof von Poitiers dic Eueyllila trotz dcs Verbotes vou dcr Kanzel vcr^ lesen. Man mnß mit Spannung erwarten, wie sich die Regierung gegenüber dieser osfcncn Ucbcrtrctnng ihrer Verordnung verhalten, ob sie mit Strafen vorgehen wird. Schon im vorigen Jahre, als dcr Kongreß zn Washington ein Votnm abdarben halle, welches mit Vezng anf Mcrito ein Festlialteu an dcr Monroe. Dotlriu lictnndctc, war von der französischen Rcaio rnng Auskuust verlangt worden, inwiefern dcr Beschluß dcs gesetzgebenden Hanfes mit dcr Politik Lincoln's zusammenhinge. Herr Tcward hattc, nntcr Hinwcis auf die nordamerikauifchc Bcrfasfnug, erwidert, daß dic auswärtigeu Augelegruhcitcu einzig von dem Senat nnd dem Präsidenten geleitet würden. Dic Tnilcricn beruhigten sich hicbci. Jetzt aber kehrt dcr Fall anf's ?icuc wieder; Hcrr Scward hat ein scharfes Mißtrancnsvolum wegen jener (irlliirnng gegenüber dem französischen Gesandten erhalten. Hie-durch hat sich Drouyu dc Lhuys bewogru gefunden, abermals cinc Depesche nach Washington zu richten, nnd zwar in bestimmten Anödrückcn, weil nach dcr Botschaft dcs Präsidenten dcr Chef des Weißen Hanfes die Anficht dcr gesetzgebenden Mitglieder voll« kommen zn theilen scheint, nud somit alle Errnnacn. schuften in Mcriko in Frage gestellt wcrdcu, in eincm Augcudlickc, wo die Pariser Regierung mit den Vl> folgen in Südamerika nnd dcr Rückkehr dcr Trnppcn von einer im Lande mit Mißfallen betrachteten Expc» dilion alle feindlichen Stimmen zniu Schweigen zn bringen hoffte. In dcr Depesche wird ans die Thatsache hingewiesen, daß die Präsldcutschast Inarcz' mit dcm Monat November v. I. auch gesetzlich ihr Ende erreicht habe, wie es seit der französischen Internen» lion thalsächlich dcr Fall gewesen: Es fragt sich nnr, ob hicralia Ncchtc fiir die frauzösischc Intervention in Mexiko hergeleitet werden loimci,. Dic Mgkmeine Klaffen- uu> Einkommen- Steuer. n. Wer sich mit dcm Gesetzentwurf über dic beantragte Einkommcnslcncr näher vcrtranl macht nnd den. fclbcn im Zusammenhange mit den anderen Gesetz, vorlagen znr Stencrrcform prüft, dcr wird sofort manche Irrthümer erkennen, die sich bisher bci dcr öffenllichcn Bcnrlhciluug des ersten Gesetzentwurfes knud-gegeben haben. Mchrscili« ist die Acsoraniß ausgesprochen wmdcu, es werde durch (5il,fühlnnti der Klasse», nud Ciulommciistcucr cinc ganz ncuc Slcucr odcr cinc Doppcll'estcucrnna, in jedem Falle aber ciuc brdeu. tendc Slcncrcrhöhnng dcabsichligl odcr verwirklicht. Eine solchc Absicht ist in dcm vorliegenden Gesetzes, wcrtc nirgends cuisa^prochen, liegt abcr anck) nicht im Bestehen dcr prinzipiellen Grnnolagcn, anf welchen das ncnc Stcncrsyslcm beruht. Wir haben es hier wcdcr mit einer ganz ncncu Art dcr Bcslcncrnng, noch mit cincr ncncn Einhcbuugsmcthodc zn thun. Die Einkommensteuer vom Jahre 184',) sollte aller-dingS nnr znr Bedeckung momentaner nnd vorüber-gehender Staatsbcdürsnissc dienen. Sie wurde daher znmcist in Form von Zuschlägen zu dcr bestehenden Grund-, HanS- uud (Wvcrbstcncrn nnd hauptsächlich nnr in der zweiten nud drillen Klasse von den Gc-halten, stchcndcn Aczügcn dcr öffentlichen Beamten nnd Diener nnd dcm Einkommen dcr Künstler, Lci> rcr, Aerzte, Professoren n. s. w., ferner vou den Zinsen von Staats- nud öffentlichen Fonds, sowie von anderen Schnldvcrschreibuugen direkt erhoben. Das Provisorinm der Einkommensteuer vom Jahre 18^l! hat sich leider mit all' seinen Härten und In-tonsccmcnzcn in dcr Bclaslnng der einzelnen Bcvölkc' rnugstlasscn bis hcntc erhallen nud durch die cigcu-lhnmlichc Verbindung derselben mit den übrigen dirck« ten Stcncrn in Forin dcr Driltclznschlägc hat dic bisherige Eintommcnstcncr nnr znr Verstärkung dcr nnglcichmnßigcn Bclaslnng «„statt zur Ausgleichung der allgemeinen Steuerlast czedicnt. In den, nunmehr b.antragten System ist daher eine vollständige Tondcrnna. dcr einzelne» Stencrartc» »ach ihren priuzipicllcu Grundlagen wie nach ihrer eigenthümlichen Äcmcssnna. angestrebt nnd während die Grnnd -, Gebäude», Erwerb- nnd Nculcnstcucr dcm Gegenstände, den sie speziell in seiner Ertrags» fähigtcit bemessen sollen, möglichst gcnan angepaßt sind, wendet sich die Eintommcnstcncr dcm ans cincm odcr mehreren Ertragsobjcktcn kommenden, in ciucr bestimmten Person sich vereinigenden reinen Ein-ommcn zu nnd sucht dasselbe mit möglichster Schonung dcr kleineren Einkommen und nach Abrcchnnug aller Privat« und öffentlichen Lasten, die dcr Einzelne zn tragen hat, znr Deckung dcr allgemeinen Staats» bcdülfnissc hcranznzichcn. Dcr Einwurf, daß durch die Einführnng dcr Klasscu» nnd Eintommcnstencr cinc „Doppclbcslcucrnug" beabsichtigt werde, wird also schon dnrch den Hinblick auf die bereits bestehende Eiulommcustcucr in ihrer Vcrliiuduua. mit dcm bisherigen Steuersystem cullräslct. Sollte bis jetzt eine solchc Doppelbesteuerung an demselben Gegenstände bcslaudcu haben — was durch die bisherige Amvcll« duug dcr Zuschläge gewissermaßen dcr Fall ist -- so wird dieser Fehler wenigstens prinzipiell nnumchr durch die an die Stelle der Zuschläge tretende, nach ganz sclbststündigcn Prinzipien bemessene lind vertheilte Massen- und Einkommcnstcner behoben werden. Ucbri-gcnS wird dcr Vorwurf cincr Doppelbesteuerung sich nimmer und nirgends beseitigen lassen, wo mehrere Steuern ucbcn einander bestehen uud wo und so lange nicht das moderne lomplizirlc Abgabcusystem, dus ans Zöllen, Verbrauchssteuern, Slcmpclgebühren uud dcn vielfachen direkten Stcucru zusammcnarsstzt ist, dmch jenc allgemeine nnd einzige Einkommensteuer ersetzt werden taun, die als Ideal drin Geiste dcr Nalionnlökouomcn vorschwebt, deren praktische Durch-fnhrllug abcr „irgcuds noch ernstlich versucht wurde. Vom Staudpnnltc ciucr ralioiirllcn Finanzpolitik empfiehlt sich dic Klassen- nnd Einkommensteuer uoch ilwbcsondcrs als Ucbcrganas- nnd Hilssstcucr, wcun cS sich, wie jetzt in Oesterreich, darum handelt, die bisherigen Grundlaacn dcö Steuersystems ml Gcistc der ^'cnzeit nnd nut Rücksicht anf die heutigen vollswirlyschasllichcn Zustünde zu ändern, ohne zu» gleich das gauze Gebäude dcö bestehenden Abgaben, systems und damit die gcsammlcn Wirthschafts- uud Vcrlchrsvclhältnissc, die damit vcrwachscn sind, der Gefahr cincr plötzlichen Erschütterung Preis zn geben. Dic bisher bestandenen Erlragsstcnern sollen anch nach dcm Ncformcnlwnrfc vcrmögc ihrcr ljauzeu Eiu» richlung und Veranlagung den mchr stabilru Thcil dcs Steuersystems bilden nnd vor häufigen Aendo ruugcn uud Schwauluugc», welche su störend anf die Besitz- und Elwcrbsvcrhnltlil'sse cinwirlcn, möglichst bewahrt wcrdcn. Indem namentlich die außcrordent» lichc Ausgllbcnrnblll im Ncichsbndact fcrucrhiu der Regel uach uicht durch Erhöhnng der Ertragstcnern odcr durch Zuschläge zu dcuscldcn, soudcrn durch An» wcuduug dcr allgemeinen Klassen« und Einkommen« stcucr brdeckt wird, bilden dicsc für sich allein das mchr bewegliche Element im ganzen Stcncrfystcmc, znmal sie sich dnrch dic jährliche Ausschreibung uud Bcmrssung gcnau nach dcr wirklichen jeweiligen Leistungsfähigkeit dcö Einzelnen richtet. Das geringe Slcncranömaß, wclchcS der bean« traglcn Klaffen« nnd Einlommcnstcncr zu Grunde liegt, ist Garantie dafür, daß die Vcranlaauug der Klassen» und Einlommcuslcucr uicht vou jenem lästigen und mißliebigen Eindringen in die Privatucrhült« nissc dcr einzelnen Etcnerträacr begleitet sein werde, wie dicß befürchtet wird. Ebenso bürgt dafür das Prinzip dcr Repartition. Bei cincr Repartitionöstencr wird das fiskalische Intcrrssc an dcm Eindringcn in' dic Privatverhällnissc ans cin Minimum zurückgeführt. Wcit größer ist dabci das Intrrcssc der Steuerträgcr ! selbst an cincr gerechten Pcrthrilnng der Steucr und 38 dicß wird die Hauptaufgabe der zur maßgebenden Mitwirkung berufene» Stcucrkommissioucn fein. Ucbri-gc»s wird es sich, nachdem erst rcformil'lc Ertrags-stcucr.Katastcr hergestellt silld, welche die besten An. haltspunltc bicteu werden, bei der Bemessung der Klassen« uud Einkommensteuer hauptsächlich nur um die Kcnutni'ßuahmc der sich jährlich in den Einkom-mensvcrhältnisfcn ergebenden Aenderungen handeln, um die Feststellung des Steuerbetruges fiir die Einzelnen ohne ängstliche Ausforschung der Geschäfts-uud Privalucrhältnisfc mit stets wachsendem Erfolge zn ermöglichen. Oesterreich. Iyicn, M. Jänner. Die gestrige Sitzung deS Finanzausschusses war durch den Umstand bedeutend, daß der Abgeordnete Graf Vrints folgenden Antrag stellte: „Der Finanzausschuß wolle das Gcsammtmini-stcrium auffordern, die einzelnen Budgcluoranschläge zur Beseitigung d:S Gebahruugödcfizits herabzusetzen und zu diesem Zwecke die geeignete!« Vorschläge an den Ausschuß zu bringen, oder mit demselben zu vereinbaren, bevor der Ausschuß in Uebereinstimmung mit dem Adrcßbcschlussc des Abgeordnetenhauses bei der Berathung der Erfordernisse der einzelnen Ministerien die unvermeidlichen Abstriche zur Herstellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte vorzunehmen veranlaßt sein würde." Ter Anttacz sand von aUcn Snim die leicht» teste Illitel'sllchlmg mid wmdc emstiili,l,ig allgcnommcn. Hcrr u. Plcncr, der bei der Sitzung anwesend war, gab keinerlei Erklärung, sondern verlangte nnr eine Abschrift dcS Beschlusses, um ihn dem Miniftcrrathc vorzulegen. Auf Antrag des Grafen Vrints wurde auch beschlossen, die gefaßte Resolution als eine bc-ociitl.-ligslilllll,' durch das Präsidium des HauscS dem Ministerium mitzutheilen. In der heutige» Sitzung des Finauzausschusscö referirtc Steffens über das Kapitel: Zlcrarial-Fabrikcn. Gleich bei dem ersten Posten „Staatsdruckerci in Wien" beantragte Stcnc, daß die Regierung aufgc» fordert werden solle, dem Ncichsrath Inventarien sämnlllichcr Fabriken (umfassend: Gebäude, Gruud und Boden, Bctricbskapitalc uud Utensilic») vor» lcgeu, damit derselbe iu die ^agc komme, einen Schluß auf die Rentabilität der einzelnen Fabriken zu ziehen und darnach beurtheile» zu tönucn, ob der »Fortbestand oder die Auflassung derselben zu empfehlen sei. Die nach längerer Debatte erfolgte Annahme dieses Antrages führte nothwendig die Vertagung dcS Finanz' ansschusses herbei, was bei einzelnen Mitgliedern auf Widerstand stieß. Baron Eichhoff beantragte denn auch nochmalige Abslimmnng über den Skenc'schcn Antrag, drang jedoch nicht dnrch. — Man schreibt der „Bohemia".- Eine ganz eigenthümliche Sensation macht in Rcichsrathslrciscn die Nachricht, daß sich unter dem greisen Abgeordneten Edcr eine Fraktion von Großgrundbesitzern, Mitglie» dcrn der Grafcnbank uud des Ecntrumö biloc, die iu der Stcucrrcformfrage gegen die beantragte Reform der Grundsteuer stimmen will. Die Thatsache dürfte namentlich in Rcgicrungslrciscn viel zn denken geben; denn gerade die Nuke ist entschlossen, ill dcr Steuer' reformfrage den Finanzministcr auf das Kräftigste zu unterstützen. — Wie bekannt, hat der in Iosephstadt inter« nirte chcmalige Insurgcntcnchcf Maryan ^angicwicz an das Abgeordnetenhaus eine Petition gerichtet, in welcher cr bittet, dasselbe möge die Aufhebung seiner Intermrung und die Entlassung nach seiner Heimat — Vangicwicz ist schweizerischer Staatsbürger — vcr» anlassen Der Pelilions-Ausschuß hat nun in seiner Sitzung, auf Antrag dcS Dr. van der Straß, wcl> chem diese Petition zum Referate überwiesen worden ist, beschlossen, daS Ministerium nm Aufklärnngcn zu ersuchen, ans welchen Gründen, obgleich der pol» nische Aufstand bereits längst erloschen ist, die Inter« nirnng aufrcchlerhaltcn werde, uud wie lange dieselbe noch fortdauern folle? Es ist kaum daran zu zwei« fcln, daß der Ausschuß sich für die Freigcbung des tapfern Insurgenteu-GencralS verwenden wird, da es der Regierung schwerlich gelingen dürfte, die Fort« dauer der Intcrnirnng zu rechtfertigen. In Ävien war der päpstliche NniitiuS Mon« signore Falcinclli, wie man dem „Pcslcr^loyd" schreibt, schon in den letzten Tagen davon unterrichtet, daß sich eine anticncyklischc Kundgebung der Regierung vorbereite und cr erklärt daher, Rom fasse die Ency« klika rein als cinc kirchliche Kundgebung auf, uud prätcndirc gar nicht, daß dieselbe auf weltliche Dinge cincu Einfluß übcu solle. Aber diese beschwichtigenden Ertlärungcu des Nuntius hielten die Erklärung nicht auf. Uusland. Turin, 7. Icmucr. Die heutige „Pcrscveranza" veröffentlicht zwei kuriose Doknnlcnle, die Wahlschein-lich bei Ihnen viel Heiterkeit erregen werden, nämlich den Protest des Tricstcr revolutionären Eomit^'s gegen die Acnßerung des Generals Lamarmora, „Trieft wäre Deutschland nothwendig", und das Einbcglci-tuligsschrcibcn eines gewissen Dr. Mollincui, der sich, obwohl tcin Tricstcr, zum Vertreter Tricsts im ita« licnischcn Parlamente aufgeworfen hat. Er hatte in den Fünfziger-Iahren iu Trieft feinen Wohnsitz genommen, beschäftigte sich aber wegen Mangel an it lien« ten mehr mit Agilircn als mit Geschäften, uud wurde endlich ausgcwicscu. Der Protest ist das Absurdeste, was man sich denken kann. „Trieft ist seit den na» polconischcn Kriegen i» Verfall gerathen (!), weil Deutschland, statt es zu prolcgircn, es zu Gruudc richtet und übrigens solle ein italienischer Staatßmi-uistcr doch nicht die Kouvcnicuz anderer Nationen znr Richtschnur für Italien mhinen :c. :c." Die erstere Absurdität zu widerlegen, wäre wohl eine überflüssige Mühe. Was das letztere anbelangt, so war der Minister dicßmal wirtlich der Ausdruck der allgcmci« ncn Mcinnng und als ^!a Farina im Parlamente sagte: „Trieft habe tciuc Traditionen", so hatte er insofern Recht, als es wirtlich ill und für Italicu kcinc Traditionen hat. Sie können hier Jahre leben uud unsere wirtlich sehr zahlreichen Iourualc, selbst die der Attionsparlci, täglich lesen, ohne von Trieft die mindeste Erwähnung zu finden. Stand schon vor dem Falle Venedigs diese? dein übrigen Italicu fremd uud feindselig gegenüber, so war ihm das jenseits der Adria liegende, damals ganz unbedeutende Trieft noch fremder. Ich kann Sie smM- versichern, daß dieses sich „Ausdrängcn" cmigcr Tncstcr hicr im Mlgcnm« lien nicht den mindeste»! Antta?»,) findet — man sieht zn gut ein, dcch Trieft Italien nicht dcn mindesten Vortheil bringen, wohl aber für dasselbe nnr eine Quelle der größten Verlegenheiten werden würde, indem Dcutschlaud für das Schicksal Tricsts eben so wenig gleichgiltig bleiben tonnte als für jcueö von Hamburg. Wohl mag cs gewisse Leute in Tricsl sehr ärgern, hier so viel über Rom und Venedig re« dcn zu hören und nil! ein Wort über Trieft, dieß mag auch die Veianlassung znm Proteste gewesen sein, dcn General Vamarmora gewiß nicht zu dcn Dotnmcnlen legen wird, mit welchen er seine äußere Politik spinnt. Ucbcrhaupt machen der hiesige» Rcgicrnng die politischen Eomili-'s mehr zu schaffen als alle politischen Ereignisse der Welt. Der stärkste ^öwc, der einen Tiger besiegen tonnte, wird ermatten uud zu Tode gehetzt werden, wenn er sich fortwährend zahlreicher Schwärme von Mücken und Stechfliegen erwehren müßte! Und glauben Sie mir, der italienische Lowe — ki l! selbe wurde wcgcu Kemspiraliou gcgeu die inncrc Rnhc dcS Bandes unter der vorigen Regierung zu Galeeren« strafe vcrnrthcilt), erklärte ösfcutlich dcm Präsidenten: „Herr Piäsiocnt, ich habe Kelten getragen, um ciiic Regierung zu stürzen, welche uns Gerechtigkeit ver sagte; ich begreife cs nicht, wie wir die Revolution gemacht habc», um i» cinc» schlechteren Zustand zu verfallen wie vorhin." Auf diese Worte "wußte der Präsident nichts anderes zu erwiedern, als er mögc sich an die Minister wcndcn. Wcnn solche Venlc sich übcr die jetzige Gerichtsbarkeit beklagen, Vcutc, die Alles gethan haben, nm die Picmontcsen in unser ^and zn bringen, so mnß es wahrscheinlich schlecht damit aussehen. Das Volt ist natürlich über solche erbärmliche Zustäudc aufgebracht, denn es leidet durch die Verzögerung nnd Verschleppung der Prozesse die empfindlichsten Verluste. 'Neapel, 2. Iänucr. Der „Eoncilcatore", ein katholisches und lcgitimislischcs Blatt, hatte in einem Artikel dcn Bcsnch des Kardinals d'Andrca bcim Kronpiinzcn Humbert getadelt und au die Schcidnng der schwarzen (päpsllichgcsinutcn) und rothen (kaiserlich, gesinnten) Kardinäle znr Zeit Napoleons I. erinnert. Darauf rculieirt uuu dc'r Kardinal iu dcm Blallc fclbst uutcr Berufung auf das Prcßgcsctz, Pius IX., sagt cr u. A., unterscheide ja auch Personen und Sachcu, und habe z. B. ciu Schreiben seines Pathcn. kinds, der Prinzessin Maria Pia, dcr Schwester des Prinzen Hnmbcrt, bei ihrer Vermälling anf'ö frcilnd-lichstc und mit reichen Geschenken erwiedert, ja auch dcm Sultan durch einen ciqcncn Abgesandten Gcgc». geschcnte machen lassen. Achnlichc Höflichkeit werde daher auch ihm, dem Kardinal, gestattet sein. Eine Anspielung des ..Eoncilcatore" auf Passaglia vcrau-laßt dcu Kardinal, diesen suSpendirtcn Erjesnitcn als einen dcr gelehrtesten nnd verdientesten Theologen der Gegenwart zu preisen, dcr seinen Ruf durch die Widerlegung Renan's auf's Neue bewährt habe. Paris. Eine Reduktion dcr französischen Ma« rinc ist zur Erleichterung des Ausgabcbudgcts angeordnet worden. Nach Toulon ist dcr Befehl ergangen, ls> Schiffe verschiedenen Ranges abzurüsten. — Dcr alte Erzbischof von Eambray ist der erste der französischen Prälaten, dcr öffentlich gegen das Rundschreiben dcs französischen Kultusministers anflritl. — Das,..Memorial" bestätigt, daß dcr Papst dieses Jahr dcm Kaiser Maximilian den geweihten Hut und Degen, so wie dcr Kaiserin Eharlottc die goldene Rose übcr schicken wird. Dcr Hut ist nach alter Vorschrift vou carmoifinrothcm ^ammt, mit Hermelin verbrämt und mit einer goldenen Schnur eingefaßt. In dcr Mitte desselben ist cinc goldene Tanbc als Sinnbild des heil. Geistes angebracht. Früher war dicscr Hut manchmal, „wcnn cs dcr Stand dcs päpstlichen Schatzcs erlaubte", mit Edel« steinen besetzt. Dcr Griff dcs gcwcihtcn DcgcnS ist gleichfalls von Gold. — Die goldene Rose ist ein Kleinod, das dcr Papst am vierten Sonntag der Fa« stcnzcit cinznweihcn und irgend cincr dnrch ihre From« migkeit ausgezeichneten Fürstin oder cincr besonders anhänglichen Kirche, oder manchmal selbst einem nm dcn päpstlichen Slnhl hochucrdicnlcn ^andc zu schcn« ken pflegt. Die goldene Rose ist gewöhnlich mit Eocl-steinen verziert nnd mit feinem Wohlgcrnch angefüllt, nm dcn lieblichen Duft anzndcntcn, dcn dic Kirche durch ihre Heiligkeit übcr dcn Erdcnlrcis verbreitet. London, 7. Jänner. Der Kardinal Dr. Wise« man wird dicscr Tage cinc von ihm veranlaßte Zn< sammcnlnnst mit einigen hervorragenden Mitgliedern deS llUholischcil EpiskoMS von Ellglnit> Irland lMcn. Nnch cinM katholische ThcolocM, wie na« mclitlich Dr. Newman, werden an dieser in dic Wcch-nnng des Erzbischofs von Westminster berufenen Z„. sammcukunst thcilnchmcn. Ich vermuthe nicht bloß, soudcru habe positivcu Grund zu glauben, daß cs sich hicbei nm cinc Besprechung handelt bezüglich der Art nnd Weise, wic die EneyUila vom ^. December mit ihren Aimcxcn scitcns der Häupter dcr lalholischcn Kirche in Großbritannien zn behandeln ist. Dic lci» dcnschaftlich gchässiae Beurtheilung, welche diescin kirchlichen Akt in dcr leitenden Prcssc dicscS ^andcs zu Theil geworden ist, mnß sehr begreiflicher Weise dcn berufenen Wortführer dcr brittischcu Katholiken die Nothwendigkeit cincS ciui'geu und vorsichtigen, wcnn auch selbstverständlich ihrcn Pflichten nichts vcr-gcbcndcn Verhalten nahe legen. Zuvörderst wird den Bischöfen die Aufgabe gestellt sein, in dcu Hirten-briefcn, dic sie znr Fastenzeit an dcn sslcrns nnd die Gläubigen ihrer Diözesen erlassen, die Bedeutung und Tragweite jenes Altes auf daS richtige Maß zurück' zuführen. Mau meldet auS Älew-Pork, 28. Dezember: Vmit offizieller Anzeige hat Shcrmau am 22. d. M. Savana ciillicnommcn, wobci cr 150 Kanoncn nnd l'.N,()00 Ballen Baumwolle crbculclc, jedoch nur WO Gefangene machlc. Hardcc war nämlich mit feiner Armcc, nach Zerstörung der Panzerschiffe und dcr Wclftc, in dcr Nacht cntwichcn; in dcr Stadt wacc» 2(1.(XX> Einwohner verblicbcn. Wie Korrespondenten mcldcn, halle Shcrinau nach Erobcrung dcS Forts Vcc nnd mehrerer Anßcnwcrlc a>» 2! Savana znr Ucbcrgnbe alifficsordcrl; Hardcc antwortete ablehnend, trat abcr sofort dcn Rückzug übcr dcu Fluß nach Union Eanscway au. Vaul Depeschen vou Bcaure« gard vom 2l. hat Hardcc rapportirl, daß sich cine Truppe Nordstaatlicher von Savana hcr dcn» Alta» mah'Flussc l,ähcrc, dcrcn Zwcck vcrmutl)lich die Zer< slörnug der Tavana» und Albany Gulf» Bahn'sei; Hardcc halte Anstalten getroffen, der Streitmacht dcn Wcg zu vcrlcgcn. Dic gcgcn Wilmington abgcgan« gcnc Ejpcdilion nlitcr Porter nnd Butlcr ist unvcr« richtctcr Sachc nach Fort Monroc znrückgclchrt. Die Gründe dcS AbzngcS sind nicht klar. Es scheint bei Fort Fisher eine glückliche Landung am 24. oder 25> bewellstelligt worden zu scin. Rich« mondcr Blältcr selber sagen, daß Z Brigaden obcr-halb dieses Forts gclandct scicn, und halten dieß für cinc schr gefährliche Sachc. Schließlich war das Fort selber, wic cs scheint, durch Bnllcr's Infanterie attatirt, dicsc aber mit Verlust zurückgeschlagen wor-dcu. Dic Flotte half bci diesen Operationen mit und bombardirlc Fort Fishcr zwci Tagc lang; au< gcblich war l'.()<» F„ß vor dcm Fort cin Pnlvcrschiff in die Vnft geflogen, doch ist nicht gesagt, daß dieses großen Schaden vcrnrsacht habe nnd die Veranlassung znm Abzngc gcwcscn sci. Dic Verfolgung Hood's durch General Thomas dauert fort; letzlercr stand am 25. zwanzig Mcilcn südlich von Eolumbia, Hood am 24. zwanzig Meile» nördlich vom Tcnncsscc-Flusse; cr h.it ViclcS im Stiche gclasscn, nm seine Pontons zu rcttcn, doch dürfte ihm dcö hohen Wasser« standcs wcgen dcr Ucbcrgang über den Tcnncsscc schwer werde». Bci Fort Branch am Roanolc'Flnß sind die Bundcstruppc» angeblich zurückgeschlagcn worden; auch iu Wcst-Pirginic» sollcu sic, südslaat« lichen Blättern zufolge, Ärcckinridgc gegenüber dcn Kiirzeren gczogc» habe». 39 Lokal- und PromnM-Nachlichlcn. Laibach, 13. Jänner. Ueber den am U>. u. M. hier verschwundenen Schüler dcr 7. Gymuasialklasse, Ioh. Schi Witz, bringt das Polizeiblatt für Krain folgende Personal, bcfchrcibuug. I. S. ist 20 Jahre, ans Ratitna, Bezirk Obeil^ibach gebürtig, von mittlerer Statur, hat ein ovales, röthlichcö Gesicht, lange schwarze Haare, braune Angcu, und war Iictlcidct mit schwär-zcm Sommer- und grauem Wintcrrockc, schwarzer, weißgestreiftcr Hose und braunem runden Hute. Alle Behörden werden aufgefordert, dessen Aufenthaltsort auszuforschen und belaunt zu geben. — Die vereinigten Sänger, Turner und Schützen vcraustaltcn auch iu diesem Fasching wieder einen Narren ab end, welcher iu dcr zweiten Halste des Februar stattfinden und jedenfalls so glänzend aus-fallen wird, wie dcr vorjährige, närrischen Angedenkens. -. Freitag, d. i. am 20. d. M., findet die erste dießjährige wissenschaftliche Versammlung des „VcrcinS der Aerzte iu Krain zu Laibach" um 5z Uhr Abends im Vcrcinslolale Statt. — Wir brachten vor einiger Zeit die Nachricht von ciucm bci Ncustadtl durch zwei gedungene Frauen« zimmcr vollbrachten Vatcrmord. Gestern hat die Schlußvcrhaudluug iu dieser Angelegenheit bcgouncu und werden wir morgen bereits den Anfang des uuS heute Vormittag zugegangenen Origmcübcrichtö brmgcn. Die Verhandlung wild nlchrcrc Tage ill Anspruch nchmcn. n. Sonnülg Abcilds begleitete ein Bcmcrulilirfchc seiuen Freund von Arcsoviz uach dem nicht weit davou entfernten Dorfe Nadua, um ihu gegen die Drohun-gen einiger Baucruburfchen anö dem Dorfe Brcsoviz zu schützen. Auf dem Rückwege wurde er aber vou dcusciden überfallen und crhiel,: gleich ausangö cincn neflihilichcn Mcssei stich iu den Kops, worauf er noch mit Knültclu zu Bodcu gcschlagcu und aus dem Platze liegen gelassen wurde. Eiucm andern Vauclnburschcu, welcher ihn vertheidigen wollte, erging cS ebenfalls übel. — Wie bckauut, hat dcr 58 Jahre alte Martin Molina, viil^» Ro/anc aus 8im'c6jo bli Obcr-laibach sciucn Bruder durch eine, mit Strychuin und Phosphor vcrgifttlc Potizzc meuchlerisch um's ^cbcn gebracht. Der Fall war besonders aus dem Gruudc mcrlwindig, weil iu dcmsclbcu, soviel bisher bctauut, zum erstenmale das Vorhandensein des Strychnin iu den ^cicheubcstaudthcilcu sowohl von Seite dcr Gc« richtschcmiter iu ilraiu, als auch vou der mcdiziui-fchcu F^luliät iu Oraz uachgcwicfcn wurde. Dcr Thäler wlirdc iu beiden uulcrcu Inslaxzcu zur Todcs. strafc vcrurtljeilt, wclchc jedoch durch dic Gnadc dcö Kaisers uachgrsche» uud iil zwauzigiährigc schwere Kcrtcvstrafc umgewandelt wordcu ist. Wie wir hörcu, ist dcr Gesundheitszustand des M. so zerrüttet, daß er die Strafe schwerlich überstehen wird. — Die i. i. Slatthaltcrci in Trie st hat den Herrn Dr. Karl Vlciwcis, dermal praktischer Arzt in Kraiuburg, zum Distriklsarzlc für die Bezirke Tol« nlcin, itirchhcim und Flitsch mit dem Sitze in Tolmcin> cruaunt. , — Der Hofrath dcr k. k. tüstcnlündischcn Statt< haltcrei, Herr Konrad v. EybcSfcld, iu dcr letzten Zeit auf Urlaub iu Stcicrmark lcbcud, ist zum Hof» rath dcr Stallhallcrci in Venedig ernannt worden. - Dcr Forstmeister Josef Koller in G ö r z, ein gcborucr Kraincr, l'riugt in dcr „Tricstcr Ztg." vom 11. d. Vt. cincn, au dic Gemeinde», ^nn"dldgc nud ail die Regierung gerichteten, fachmmmischcii Ar« tikcl über dic Kultur dcr Wäldcr im 5lüstenlandc, iu welchen, auch manches für Kraiu Bcachtcuswcrthc zu lesen ist. — Dcr bckauntc Mincralogc Dr. Viktor Ritter von Zcpharovich, chemallger Professor an dcr Grazer Universität, uud uiiumchr iu gleicher Eigen« schaft zu Prag thätig, hatte während dcr abgewichenen Sommerfellen die miucralogischcu Vcrhältuissc von Kärntcn znm Gegenstände seiner Forschungen gemacht. Nachdem er bereits früher einmal eine Studie davon dcr k. k. geologischen Rcichsaustalt vorgelegt, wurde iu dcr lctztcu Sitzung dcrselbcu vom 20. Dezember ciuc ncuc, vou den, Herrn Professor entdeckte nnd bestimmte Aiiucrnlspczies' Korynit genannt, dann Arsenik-, Antimon- uud NilcllicS von Olfta bei Fric-sach iu Käruteu vorgezeigt. .- Iu Graz starb am W. d. M. Herr Ioh. Freiherr von Zois Edclstcin, k. k. Bcziitsbcamtc. Wiener Nachrichten. Wien, 12. Jänner. Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht den Staats« vertrag zwischen Oesterreich nud Sachsen vom 30. November 1804 über den Anschluß dcr Voitcns« rcuth-Egeucr Eiscubahn au die böhmischen Eisenbahn, liuicu. ____________ — Dr. v. Mühlfcld wird, wie die „O. D. P." schreibt, in einer dcr nächsten Sitzuugcu des Abgeordnetenhauses folgenden Antrag einbringen: „Dic Unterzeichneten beantragen: DaShohc Haus wolle nachfolgend entworfenes Gesetz beschließen und dcr vcrfassuugsmäßigcu Behandlung uutcrzichcn: Gcsrtz vom .... giltig für das ganze Reich. Iu Erwägung dcs t>. 10 dcs Gluudgcsctzcs über die Ncichsvcrtrctuug vom 20. Februar 18»>l werden insbesondere auch die Augclcgcuhcitcu, welche sich auf das Vclhältuiß dcs Staates zu dcn in dcmsclbcn bestehenden Kirchen und Ncligionsgcuosscuschaftcu, sowie dicscr unter sich beziehen, als Angelegenheiten d^s gcsalumtcn Rcichsrathcö crtlärt." — In Abgcordnctcukreiscn erzählt mau sich, dcr Kriegsminister habe sich in vertraulicher Weisc geäußert, daß er nicht abgeneigt sei, auf cincn Abstrich von 15 Millionen Gulden in seinem Ressort cinzu. gehen. Es wäre zu wünschen, daß dieses schöne Ge> rücht sich bestätige. — In Abgcorductcnkrciscn zirkulirt ein Autrag dcs Abg. Freiherr,, v. Pralobevcra, nach welchem die Diäten der Abgeordneten auf acht Gulden hcrabgc< setzt, bei einer Vcrtagnng dcs Hauses auf länger als vierzehn Tage dcr Bezug derselben eingestellt und die in Nicn domizilircndcn Abgeordneten gar lciuc Diäte» erhalten sollen. Dcr Antrag iuvolvirt die Abäu-dcnmg eines Gesetzes uud muß dcn vcrfassuilgsmäßi-gcn Weg gehen. — Gras Franz Haiiig, Staats- und Koliscrcnz-mimstcr a. D., t. t. Gesandter, Rath uud Mitglied des Herrenhauses, ist gestern Nachmittags IM A Uhr uach kurzem Krankenlager gestorben. Jus dem Vemillbcralhc. Iu der gestrigen Gemeiudcrathssitzuug machte nach Verlesung dcs letzten Sitzungsprototollcö dcr Herr Bürger in c i st c r die Mittheilllug, daß wcgcn Erkrautung dcS betreffenden Herrn Referenten Puutt 4 !l dcr Tagesordnung uettagt werden müsse, dafür jedoch an dessen Stelle ein Referat über Rcmnncri-rnug dcr am sonntägigen Wicdcrholuugs - Unterrichte bcthciligtcn Lehrer an dcr St. Iatoböschulc tretcu werde. Interpellationen wurden 2 gestellt; vom Gcmciu-dcrathc Horak wcgcn dcr Errichllüig cincr städtischen Htusit.Kapcllc, und vom G.-R. Dr. ÄiitteiS wc> ^cu Vorlage ocö städtischen Präliiuinarö ^ro 1805. Bcidc wurden vom Herrn Vorsitzenden sogleich beantwortet. Das daranffolgcuoc Ncfcrat dcr Äanscltion, be-treffend die vou, Hcrru Viktor Au6ar beabsichtigte Ullliiudcrung dcs Vcrkauftgcwölbcs au dcr Franzcus-drückl', rics ciuc lclihaflc Dcdallc hciuor uud cudctc mit dcr Auuahmc eiucS vou Dr. 3lha6i6 gcstclllcu Autragcs und eines vom Vizcbürgcriucistcr Dr. S u» pan hinzugefügten Amcndemcuts, wornach dcr bcab< sichtiglc Umbau unter gewissen Modalitäten genehmigt wlirdc. Hierauf rcfcrirt Herr G.-N. Dr. Mittels Na-mcnö dcr Schulscttion wcgcn Ncorganisiruua. dcr Wie. dcrholungs- nnd Gewerbeschule für ^chrliugc. Es wird bezüglich dcr sonntägigen Wicdcrhollmgsschulc dcr Wnnsch ans Vermehrung dcr bisherigen wöchentliche!» ^chrslnndcu ausgesprochen uud dic Rcmnucriruug dcr mit diesem Uutcrrichte beschäftigtcu Lehrer beantragt. Bezüglich der Gewerbeschule wird die (tiurich. luug einer solchen Schule, die Kostcufianc und dic Mittel uud Wege, wie dieselbe iu'S ^cbcn acrufcn wcrocu löuntc, crörtcrt und schließlich bcautragt, an dic h. Landesregierung das Ansuchen um Bcrufuug ciucö aus je ciucm Vertreter der ^andcsslcllc, deö ^audcsausschllsscs, dcs Gcmciudcrathcs, dcr Handels« uud Gcwcrbclammcr uud dcr Rcpräscutautei, dcr Gewerbe zusammcugcsctztcu Eomile's, welches ein Statut für ciue derartige Lehranstalt auszuarbeiten hätte, zu richlcu. Dcr letztere Autrag ricf eine lebhafte Opposition von Seite ocS GR. Horak hervor, welcher dafür wiederholt das Wort ergriff, daß uur dic Haudcls-kammcr in dicscr Bczichuna die Initiative zu ergreifen und auch bcrcits ergriffen habe nnd die Gemeinde« vcrtrctuug in dicsc Angclcgcuhcit sich nicht ciumcn. gen solle. Als hierauf dcr Ä ü rgcrmcister die gestellten Auträgc zur Abstimmung bringen wollte, entfernten sich dic Herren G.-N. Horak und Dr. Aha<-i5, wo-dnrch die Versammlung wcgcn nicht hinreichender An« zahl dcr anwescudcu Mitglieder beschlußunfähig wurde, und dic Abstimmung uutcrblcibeu mußte. Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Original - Telegramm. Wien, «3. Iämlcr. Im Absteordue-tenhause interpellirte Tkene wcgcn Vorle« ssunss eines neuen Zolltarife^, gerbst wessen Vorlegung des Privilegiums der Vvden-kreditanstalt, Mühlfeld wegen Vorlegung dcs deutsch dänischen Friedensvertrages, Schindler wegen Errichtung neuer Hidei, tommissr. Die Ankunft Prin, Friedrich ^arls ist bis nach dem Krönuugsfeste s?) verschoben. Dresden, 11. Jänner. Das heutige „Dresde-ncr Ionrnal" veröffentlicht die anläßlich dcr Be> fchlüsfe des Buudcs vom 5. Dezcmbcr zwifchcn Preußen und Sachsen gewechselte diplomatische Korrespondenz. Berlin, 10. Jänner (Abends). Der Landtag wird Samstag 14. d. M. um I Uhr Mittags durch dcn König in Person eröffnet. Berlin, 11. Jänner. Die „Prov.-Korresp." schreibt: Die Ncgicrnng scheint von dcr Ansicht aus-zngchen, daß dic ruhmrcichcn Ereignisse dem Könige vergönnen werden, von dcn früheren Gegensätzen abzusehen, in dcr Hoffnung, daß dcr Landtag nnnmchr dic Hand bictc, dcn inneren Frieden herznstcllcn. Dahcr werde die Eröffnung dcS Landtages durch dcn König in Person erfolgen. Hiezn muß vor allem die Vcrstäudiguug in der Militärfrnac, dic gesetzliche Fest» stclluug dcrselbcu nfolgcu. In dicscm Falle biete die gesetzliche Feststellung dcs Budgets pro 1805, wie die nachträgliche Erledigung dcr Fragen bezüglich des Staatshaushaltes leine erheblichen Schwierigkeiten. An dcn Landtag werden noch zur Vorlage gelangen: Eine Vorlage betreffs der Kriegskosten; Anlchcnsvor-lagc leine, Ew Gesetz betreffs der Mililärinvaliden und dcr Witwen dcr Gebliebenen. Eine Vorlag? bc< zügUch der Entwicklung der prcnßischcn Seemacht Enthaltend dcn Gründungsplan und Antrüge brtrrffs dcr Mittel z::r Ausführn»,«). Eine Vorlage betreffs dcr Bcrbinduug dcr Nordsee mit der Oslsre durch eiucn Eanal. Vortrüge wcgru Eruellcrilllg drs Zollvereines , Abänderung dcs französischen Handelsvertrages. Dic „Prov-Corr." bemerlt über die österrci« chische Polilll: Oesterreich stimme mit Prcnße» darin übcrcin, daß irgcndeiu vernehmen init dcn übrige!« deutschen Negicrllugcn nicht cher stattzufinden habe, bis eine Verständigung zwischen dcn beiden deutschen Großmächten erzielt ist. Altona, 1l^. Jänner. Dcr „Schleswig-Hol-stcl'n'schen Zcituug" zufolge werden dcr Regierungspräsident Hcnrici, so wie die Räthe Baudissin und Jensen demnächst ans der Regierung ausscheiden uud in ihre frühere Stellung lMm Obcrgcrichle) zuriick-lchrrn. Turin, I I. Jänner. Der Bericht der Unter-suchunas-Kommission über die September - Ereignisse sagt.- Äuö bcu iiütaclhciltcn Dotumrutcn aeht nicht hervor, daß die Ereignisse iu Folge dcr Hernusfor-dcrnua dcr Agenten der öffentlichen Gewalt entstanden stnd und daß die Minister bei der Unterdrücluua die Gesetze uicht beobachtet haben. Der Bcricht beklagt cs, daß die Regierung Einheit der Altion, Eueraie und Voraussicht nicht augcwcudct habe, daß die Kation über die Natur der Turincr Vorgänge in Irrthum geführt worden sei. Paris, N. Jänner. lN. F>. Ps.) Die Gerüchte vou cincr Eilsauluna dcs KnisctS bcslcitigcn sich nicht; drrfclbc pläsldillc in, lirsleu Wohlsein dem Minister-rathe uud erlhcilt Audieuzci,. Der „Monilknr" dc« mcutirt, daß die beabsichtigten Reformen iu Algerien irgcud welche Meimiugsdisscrenzen hervorgerufen haben. Der Pfarrer von Ehaillot verlas die päpstliche Bnlle. — Der Bischof von MonliuS erhielt rinrn strengen Verweis; unlcr den, Klerus von ^yon herrscht eine Bcwcgnng zu Gunstru dc« Gallilanislnus. Zwischen Mornl) uud dem Pimzeu Napoleon ist ein heftiger Autagouismus wegcu Eluenuunn des Vctztcrcu zum Vizc-Präsideutcn dcs Gcheilnrathcs aus-gcbrocheu; Niorny hoffte felbst auf diesen Posten. Paris, II. Iäuuer. Der „Sport" bestätigt, daß die Kaiscrin Pathin dcr Tochter des Fürsten von Montcucgro ftin soll, dcn Palhc dcr Fürst von Serbien ist. Kopenhagen, 11. Jänner. Nach Belichten an« Stockholm ist die Korneinfuhr iu Finnland für fünfzehn Jahre freigegeben worden. Stew'Aork, 31. Dezember lNbcuds). Admiral Porter setzt das Boinbardclucnt WilmiugtonS fort. Buller fand einen Angriff von der Bandseile »«möglich uud lchrt uach Mouroc zurück. General 5,'cc bereitet cincu Angriff vor. General Hood wurdc durch Uuiouistcu « Kauoucubootc gehindert, den Teimcssee« Fluß zu überschreiten. Theater. Morgen Samstag: Erste Gastvorstellung dcs Fräulein Alexandrine Calli ano: Die Stiefmutter, Schauspiel in .'l Atlcn, von Benedix. Verantwortlicher Redakteur: Igna; v. Kleinmayr. Druck uud Verlag von Ignaz v. Kiein.nayr ^ Fedor Vam^rg^inI'aibachT' 4«> Telegraphische Effekten- und Wechsel Kurse an der l. k. öffentlichen Börse in Wicn Den 12 Iäim.'l 5'/, M't^liqileS 72.40 18«0-cr Nnl.ihe 05)^5 5"/. Nal.,«nl.h. >0b5> Sill,.,- . . . l14.'i<> Bansilstisn . 7!»2. V^ndc'i, . . Ns» Kr,dit^ti,n . Id1l)0 K. k. D'lfalc» 5U; Fromdcn-Hn;eige vom 11. Iäniicr. Ttadt Wien. Di, Hclrr» : st'raf Lciniüqci, , f. f Ol'crsl, vl'N Verona. - Poühcn. Insplltor, vi» Wicn, — Holla»d>r. V>^nf - ^nspcstc'l, Vl'il Pr>ßl'!irq Rfyc»-, (An »wächtts, '.'on Ponuritsch. — Sch!>i-nnr r>iü6 WsschäitS»!^»!,, v, n Slulilw.ift.nbnlg. — Schxscha. (^>wc>sl'-befihcr, l,«z ötlicr» ars. — Horn, Ka»f>n>i>!!', von Gl'lj. — V^'llNtschitsch, N^ilit^tfilbcsi^i. von Illyl'. » Fciilrih. — Fr^il Hlnaidlr, von V.Uldig. Vaicvischer Hof. Dir Hclrc»: Eoßmancl. f. f. Tliifrar,^, l,'on Wie,,. — Trxoschsa, t, f. Official, voi Ktßtliely (^—2) " ' Nr/5581^ Kttratorsbestcllttltss. Von ocn, k. k. Bezirksamt? Planina, als Gericht, wird bekannt gemacht, daß der für Mathias Gasparuzl» bestimmte Tabularbeschcio ddo. 15). Juni 1864. Z. 1454. dclrcffcnd dir Umsmrcibung d.r Nealiläl >ul< Url). Nr, 1/i ml Tl'uru. lack auf reu Namen ccr AgneS Krajozl', ka dcr Axfentdalt des Oliigcn u»l»ckannl ist. dc,n für ihn als <^!l^<<»>' u9-2) Nr^168Z9' Ucbertragmlg 3. erekntivcr Feilbictung. In> 3iaHha»ge zum dieß.ierichll'chen Eoikle vom 19. Scvleml'cr 1864, Nr. 1.^916. irili» knud gcmachl.' Es sci t^ic ans dru 1'.). Noueml'cr 1864 angeordnete dritte lrlknlive Feil-bielnng der. dcm Job^nu Vandll von Verh gct'örigen Ncalitäl auf dcn 18. Februar 1865). mit Vcil,'cl.'7 schnlviger 40 fi. 22 kr. ö. W. c, ^ u!) Urb . Nr. 880. Neklf.'Nl. 740. vorkommenden Hulie» realitäl saniml A» « und Zugehör im a/ncklliä' ell!l'bk»en Schäplln^swertl'l vo» 1105) ft. ö. W. gcwilli^ct. lind znr Vl)li!<-!l)ine deiscll'fn lie llli Zlill'iklnngs' Tags'ißuüqen auf den 2!). November. 2:;. Dezember 1804 und 2<». Jänner 1805. jtdeöm.,1 Volmifli!l^'cl mil d>m Audan^c dc stimmt worden. das^ die »cilzubietruds Mcalttäl nur bei dcr !el)ten Fcilbielul^ auch unlcr den, Schäylln^n'erldc a» t?cn Mlistdillen^s» l'intlNl.^sjll'cn »velre Das 2chäynn^l,noll.'koll. der Grund l'uch^'llrakt und tie ^izilaliousbcbilignissc können bei diesem Gerichte in den gewöhn» lichen Amtsstunden ein^sseben werden. K. k. Bezirksamt GroLIaschizl', a!s Ger-cht, an, 8 April 1804. Nr, :;4. 3lnmerkun velslandnll) dcs Eleknte» I^'sef Gcrm von Sagoriza Hans«Nr. 4, Die mit den» Veschei.de uom 10 Juli 1804. Nr. 1849 1. auf den 2A Nouembcr und 2. ans den 23. Dezember l. I, angeordnete» Nealfellbietun^Sta^sat/un^cü a!ö al'gcll)a:> erklärt werden, und wild zur .">. uiu leylen auf den 20. Jänner 1805> anberaumten N'calflilbielllllg mit dem vorigen Anhange gcschrillcn wcrden. K. k. Vezirlsamt Glo0laschi^b. als Gericht, am 22. November 1^04, (9-:^) Nr, 5)5),^>. Erillncrllllss an d e Anton Sallsv'ichcn Erben Io Hanna und Anna Saller. daun der Ilr^ sula Schcycr von Maunizh. Von dem k. k. Pczilks^mte ^l.niina. al6 Gericht, wird den Anton S.'llc»' schen Elbe» Johanna und Anna Lalle,, dann der Ursula Scheme» vou Mauuizli diemit erinnert, daß wegcu ces unl'l kannten Aufenthaltes die sie bctrcsscndli, Tabularbcscheide dko, 0 Scplembcr 1804, Z. 4229. l>l'!<». ^öschnn^ 0cr für dic Genannten auf rcr Iic^lliät >l,I> Nkif.-Nr. 25).l, lul Haasbcrg haftenden ssoi cerlln,isn pr. 166 ft. und 43 f!. 27 fr. sammt Anhang dem für dlcsclbcn a!,? t'iilllloi' :
  • macl'l: ES sei die lx>kuli>.'e Zsilbietnug der. dcm Herrn Josef Weiß g^örigen, in, Krunddliche i>cr Hcrüll'^it Nllnnarll! >u!'Uvl'. Nr.213 rolk^ nuix ndcn. gcv,chi lich >n,f 4680 fi. öst. W geschäßtsü Realität wegen, rem Hcrrn Kai>u>>, Pollak ans dem P.rgleiche vom 23, De-^mder 1851. H 3312 s^ulriger 300 ft 9 kr. (M. s»sr 3^!^. ft 45 kr. ö. W. <-. 5. c. bewilligst, lind die Vorual'im auf den 16. November. 20. Dezember 1804 nnd 27. Jänner 1865. jedesmal VoimillagS 9 Ul'r. in dics., Gcrichli?lal>zlli mit rcm Vcis.iyc angeordnet, daß die Ncalilat bei dcr drille,, Fsi!biclun,^lagsayn!!g auch nulcr dcn> Schämmgswcrihe verkauft werben würl's. Das Schaynng^vrolokoll. d»r Grund l'nchscrlrafl Uül) tic ^izilaliouc-llclin^nlss, l>alllntcr der Orlag von 930 ft. al? Vadium. könncn in rcn gewöl'nl'.chcn Amtsstllndcn bci diesem Gnichlc cingc-sehen werrcn. K. k.'pszilköaml Ncnmattil, >i!5 G,. richt, am 4. Septsmbcr 1><04, ' Nr. -,'<>l5 Anmerkung. Vci rcr zircllcn Fl-lllmlim^t.i^saz jling >sl lciu ^auft„Ni^r erschicuc». (3!-3) Nr. 2848. UebcrtrassUtt^ ercfutiver Feilbielmtg. Im Nachhange zn rcu dicßgclichlli-chen Eolflcu vo,n 5. Noucml'cr 1863. Z 1.^85 uul' vom 0. Mai 1804. Z. 139^!. w>rd bekannt gemacht, daß die >>nf l-cn 20. i>. Mls. angfl'rc'nrll' eriilr >rfknlive F'-llbieiung dcr dem Johann ^rrüz uo" Untcrlafni!) gchöligcn. im Hrlincl'lichc rcr Herrschaft Nrilcnburg lll» Nrli-Nr. 153 vorkommenden Hub-rcalita'l ül'cr Ansnchcn dcs Hrn. Julius >ml>an, Ccssionäis lcs Hrn. Panl Wa >a>!n, auf dc» 27. Iänucr 1.^05. Aormitlag !> Ul'r. üdlrlra^cn mordcn ist, .st k. Bezirksamt Nasscnfnl), als Gc> richt, am 26, Angnst 1864. (251.^-3) ^tt."l^03.' Erekutive Fcilbietung. Von, l. k V^ilt^.iniic A^clsbcrg. als Gcrickl, ivirc» hicini! bck>m»l glnnichl: Es sci nl'cr Ansuchen dcr k. l. ,^i< nanzprokliralnrs « Al'll'eilung m ^<,il'acl> »<)<>. ees Gcor,^ Rcnlo'schsu Vcrlassco i>> die llckuüve Fcill'iclung ecr dcm An» i>reas Ll'»lNzI'ich von Gru^maicrhof gc» hörig.», im Grunl'l'nfl'e der Hclischafl Prcm 5l>!> U>l'.°Nr. 2',^ voikommcnden. >i'rill,l!,ch auf 342 ft. 10 kr. bcwcrihslcn Ncalüät sammt A>>' und Zugclwr we> gcn. ailS dem Vcrglciche vom 3l. Mai 185i». Z. 2514, schnl^i^l 97 ft. 50 kr <:. l<. 4. April 1805. I'dcsma! '1,>0!'l,ll!a^s 9 Uhr. in dicser GerichlSkanzlli n,il dcm Vcisaßc angc-orrutt wotdcn. dal) obige Realiläl bei dcr ersten nnd zweilen Ta^s^l)»!!^ nur nm odcr über ccu Schcißungswcllh. bci ocr I,'lal!gcgsbcn wer« ccn wlro. Hicvou wcldlii dic ^allftllsllgcn n»i! 0l>l> VtlNeikc» l» dlc K>n»t»!ß qcsshl. oaß der Grlln^blichscllral', das Hchciz« ^ingsproll'loli n!ic> die i.'izllalionsbtd!N^ üissc waiucni' dcr gewö''nlichlN Amlö-»lui'dt'n l):crgll>chis cin^cs'hcn wilden tölnnu. K. k. Bezirksamt Ad.Isbcrg. aiö Ge> na)', am 19. DeilnN'er 1864.^ ^ '(^Hs-i;)".....' '" ?ir. 551^ Erinnerllltg an Mariana Poto^mk lind ocicn lillbc» kannte Eiben- Von dem k. k. VczirkSamtc ^i^P^ch. .,ls Gelichl. wild rcr Mar,aüa ^oiozy-iik und d.'icn nub.kannten Ell'cu 1,'ill, »ul crinncll: Es hal'e Anton VllHoosch vo» Oil' l'ouza Nr. 17 wirer ticscll'c» d!<- jil.il,c ,nif Vs'jäl'rleiklärung dcr ^i Gimslcn l?cr Älariana Poiozhnik mit dem Ehe« »cürage voin 9. Jänncr !805 scil dcn, I^z. Mäiz 1825 auf lcr ini Grundl'uchl Hch!w!l)l'l'ffcn >u!^ 'j'",». I, l'i,/,'. 3l)2, PoslZ.it:l 139. Urb 'Nr. 42. Rlls.'Z^l 25 ^ vorkomme»!)!-,, Vicrlclhube i»la< l'uliuen Hciraisgl.tforl'crlin^ pr. 445 ft, 49' kr. (5. M «»l» l»>»<'.«. 25. No>.'cm> xr 1864, Z. 5513, hillamls eingc« »rächt, worndrr;ur müi'dliäicn Vclhand» 1»,,^ die Tags.'tzüng alls dcn l>, April l865. mü, 9 Ul'r. mit ocm Anlange dcs §, 29 .i. G. l^>- ""geordnn. ii!c> dcn G'klaglc» wegcu ihrcs nnbclanul.n Anicnlllallcs ^crr Johann N>p. Dol!,,^ von Wip' ^,.,ch c«ls !<>,' lu! !,,'!,,,!, .Nlf lhl' Gefahr nnd dosten l'lstllll u.'urdc. Dessen werden dttsclbcn zn dcm Ende vlrsläi'digcl. dap sie allsnfalls zu rechter Zcit scll'st ^n crschcinen. odcr sich einen !iu5cr» Sachwallcr ^» l'.slclll» »»d aubcr imml'lift zn mache» l'^l'!-!!. widl"gc»s dicse :1lcch!ss^che n,il l^.!» allf^eflllNlN Änralor m'il'.indcll wslds» wild K. k. Vezirfs.in!! Wippacl,. als Gericht, am 25i. Noo mb.-r 1864, (72-l) Vcrgleichgvtlsllhltll. Iulills ?lussnst Vollmer in Laibach. In Folge dcr von dcm f. f. LandcSgcrichtc Laibach mit Dc-krcte vom Itt. Jänner 1tt<;5, Z. 151, erfolqtcn Einleitung dcö Vcrglcichs'Vcrfahrcnt' übcr daö untcr dcr Firma: »Van - und Maschincnschlos^rci Iulinö August Vollmcr" gcftihrtc Gcschäft dcö Iul. Aug. Bollmcr von Laidach, St. PetcrSvorsta't Rr. «2, wcrdcn in Gemäschcit des Gc-schcs vom 17. Dczcmbcr I8li2, R. G. B. Nr. l>7, dic Hcrrcn Gläubiger hicmit anfgcfordcrt, zur Wahl des definitiven Mäubi-gerauoschusscs am <». Februar l^ll."» « in der Amtskanzlei des gefertigten Gerichts-K^mmissaro, Stadt Nr. 1tt<>, entweder pcrsönlicl), oder durch mit schriftlicher Voll' inacht versehene Machthaber vertreten, zu erscheinen, odcr aber sich an der WM mittelst einer mit beglaubigter Unterschrift versehenen Erklärung zu betheiligen. ^aibach am 12. Jänner 1865. I)»-. Dart. SuMly, k. k. Noiar, als GclichUkomm'ssar. (73) M5 ^lltllllslUlll wnnscht cin Scptimancr in cine Apotheke iiiilc^usommcn. Die Al'lvage woUcn adgeqchcn wcr> Den unier: .I. l'. pM,d'<^l:l»t!'^'aibach. (7l-1) ^^zn dcr Elsphantengassl' im Tal'al> ^^gcwöll'e sind nl,'cr «tttt Gattull' ^Hssen schönsten Sommerbl»» ^^men-Hamens, die Porliou un> 5 kr,. 5» I'abc». Das Vcrzeichniß der Vlnmcn z»r l'cücbigs» ?lu^w!ihl licgl dort voi-. ^,i Vail'ach, 2 Swcl hoch, so.id li.cbaiit. init 14 Zinmu'Ni, 12 Küchm. 2 .^Ilcrn uill) Hol;, l'^hlsl!,!!,'!!'!!. !!!!< schttüsr ?l>,<>si,!)l nlin- dl'il Kl, ,>atud<0<1 fl. "CM. oder li','.'»<» sl. öst. W. ant« freier Hand z>l l,'er-lcmfcli. Auöllmfl crlhcill dcr Hallllci^eiUhllmer daselbst. ' (W-.^) Gesucht wird eine VZohnullss in der Nal'e vo>n Schlllgcl'äul'c mit drci ^ininicru >>n? ,^nche. Sveis, Kcllrr. Holzlegc nnd Dachkammer uüd ^il Georgi ^n l'cziel'e,!. Das Nähcrc im Zcitnngs (l,omv!o!s. Ntthiö20UEinmlM;erWtiUi oon vorzüglicher Qualität sind im Weinkeller der Frau Maria« Herzog in Drcnowitz bei Wiscl ?u verkaufen. , > Anzufragen lvi Herrn Ilnton stagy, k. k. Steuerein!'eY<> mer in Rann. I ____________________________________________^H Hiczu eilt halber Vogejl Amts- lmd Illtclligcllzblatt.