Verwaltung: RathauSgasse Nr. S Z-lcph«» «r. II, ixt«»,»»«». vezugsbetiagnnge» Durch We Voll d-,»zen: »(erteljUrtJ ...«-«> H<^Idjichrig . ... S. «'40 «a>I»j°dn, . . . . K u *> ffftr «illi «U üulttliia in« ®«B«: Monntltch . ... K » l» viertelMri, . . . K fr— H»l»l«r«, ...««-S°n,jährt« . . . . S 1».— gilt« «ulUr.H er»»d«R sich bt» »e;Bfl«neb»(|teu aabta höhere» »rclenfcuitgt-iÄetsUten. »>n«-Ictlelc Unnnntl leiten l>t» (ut H^btfltOnni. Echriftleitunq: vtathauSgasse Rr K Ielc»h°» lix. »l. tnlfTBito«. s techftnnkc: läzlich (mit ■vlaatoie tei Bonn- u. Ijeiet. to«<; »»» n—nnji vorm. H«»d>«rrHcn tretken »ich! irfen, n&menlo'e (im-enknngen nicht breidfichtiat. SlnfüsKjan jen Mmmt tU Vernwltnn} denen Berechnn»« der dtllig» K?» hellten Setührk» enizege». — Be> wiedrrtzölnngen Pro»-»»chley. TM »Deutsche Butt" erscheint leben Kittn och und e.mtto« »deud«. P»ß1P»rIasie».«ont» »«.«»0. Ar. 21. Dr. Lueger. Nach langem, schweren TodeSkampfe ist der Bürgermeister unserer Reich»haupt- und Residenz-stodt Wien, Dr. Karl Lueger, am Donners-tag früh seinem Leiden erlegen. Es gibt in der politischen Welt wohl kaum eine zweite Persönlichkeit, die so sehr wie Dr. Lueger von den einen mit geradezu abgöttischer Verehrung emporgehoben, von den anderen ge-haßt und benörgelt wurde. In der Zeit, in welcher der Judenliberalismus sich in seinen abstoßendsten Formen auf dem Gebiete des Wiener Kommunallebeu« so recht breit machte, als die Stellenjägerei und die politische Kor-ruption dort bis zu einer Entartung gediehen waren, die in den Kreisen des kleinen Bürger-tums eine kräftigere Reaktion erzeugen mußte, da ist der Stern Dr. Luegers emporgestiegen. Der Demokrat erkannte in Schönerer« Gefolgschaft die große wirtschaftliche Gefahr des Juden-tum» und mit einem antisemitischen Programme sammelte er weitauSschauend die kleinbürgerlichen Elemente um sich und mit der bestrickenden Zauberkraft seiner Rede, mit der Macht einer seltenen Persönlichkeit warb und warb er un« ermüdlich fort und legte als schneidiger rück-fichtSlofer politischer Kämpfer Bresche auf Bresche in den Bau de« verjudeteu Wiener Freisinns, welcher den alten, ehrlichen Liberalismus, der in uns allen lebt, zu schänden geritten hatte. ES war kein leichtes Spiel für Dr. Lueger, feinen Einzug in das Bürgermeisterzimmer des Aas Konzert des AMer Wustk-Vereines am 13. März 1910. (Fortsetzung.) Der aus seiner Boterstadt Rom verbannte Koriolan hat sich mit Rom»Feinden verbunden, um die Baterstadt zu knechte». Bon Mutter, Weib und Rind gerührt, entsagt er endlich der Rache und w'rd dafür von seinen Verbündeten mit dem Tode bestraft. Aus diesem reichen Bilde greift Beethoven — so sagt Wagner — die Szene Zwischen Koriolan, seiner ÄMtter und seinem Weibe im Lager vor Rom Heraus. Die ersten Stücke des Tonstückes führen uns zunächst die Gestalt des Mannes selbst vor: un-geheure Kraft, unbändiges Selbstgefühl und leiden-schaftlicher Trotz äußern sich als Zorn, Haß, Rache, vernichtungssüchtiger Mut. Uns braucht nur der Name „Koriolanus" genannt zu werden, um nnS mit einem Zauberschlage seine Gestalt erblicken, die Empfindungen seines ungestümen Herzens unwillkürlich mitempfinden zn lassen. Dicht »eben ihn stellt sich nun daS Weib dar: Mutter, Frau und Kind. Anmnt, Milde nnd sanfte Würde treten dem trotzigen Manne gegenüber, um durch kindliche Bitte, weibliches Flehen, mütterliches Ermähnen das Herz des Stolzen von seinem Zerstörungsmute abzuwenden. — Koriolan kennt die Gefahr, die seinem Trotz droht: seine Heimat sandte ihm den gefährlichsten Fürsprecher. Allein dem klngen nnd sittsamen Politiker daheim fühlt er sich mächtig in kalter Verachtung den Rücken zu wenden; ihre Botschaften richteten sich an seinen politischen Ber-stand, an seine staatsbürgerliche Klugheit; ein Wort des Hohnes über ihre Feigheit hatte sie ihm Hillt, Samstag» 12. März 1910. Wiener Rathauses zu bewerkstelligen. Es wurde ihm die kaiserliche Bestätigung versagt, ihm, der sich heute der Huld de« Kaisers im denkbar größten Maße erfreut. Mit Lueger hat sich eine große Wandlung vollzogen. Aus dem nationale» Antisemiten ist oer Gründer der christlich sozialen Partei herausgewachsen, einer Partei, welche sich bei den letzten ReichSratSwahlen in den schwär-zesten KlerikaliSmuS einschachteln luß und zur Etiketierung desselben verwendet wnrd:. So ist Dr. Lueger zwar der Herr von Wien geblieben, allein in der christlich-sozialen ReichSpartei war er nur scheinbar der Führer, denn die Leiter der Partei, die in gar hohen Kreisen zn suchen sind und dem Diktate RomS blindlings gefolgt sind, haben e« verstanden, ihn zn ihrem Werkzeug zu machen. Aber etwaS war er für feine Partei: der feste Kitt, der die aus-einanderstrebenden kleinen Geister zusammenhielt und der einzige Zusammenhalt der Partei, denn mau kann schon heute voraussagen, daß sie ihren Begründer nicht lange überleben wird. Biel erfreulicher als das Bild des Poli-tiker» Dr. Lueger ist da« de« Bürgermeister«. Der Mann hing mit jeder Faser seme« Herzens an seiner Baterstadt und er hat e« verstanden, diese zu einer modernen Großstadt emporzuheben, und sie mit einer zauberhaften Schönheit an«-znfchmücken. Wenn man auch nicht sagen kann, daß Dr. Lueger ein großer Mensch war. so war er doch zweifellos ein großer Wiener, ein Mann, dessen Angedenken in der Geschichte unnahbar gemacht. Aber hier wandte sich das Baterland an sein Herz, an sein unwillkürliches, rein menschliches Gefühl nnd gegen diesen Angriff hat er keine andere Waffe als — Perwahrung seines Blicke«, seines Ohres gegen die unwider-stehlicht Erscheinung. — So versucht er bei den ersten Kundgebungen der Bittenden Blick und Ohr hastig abzuwenden -, wir sehen die ungestüme Ge» bärde, mit der er das Flehen des Weibes unter-bricht und das Auge verschließt — und dennoch die jammervolle Klage hören zu müssen, die dem Abgewandten nachtönt. — Im tiefsten Innern seines Herzens beginnt der Wurm der Rene den Trotz des Riesen zn benagen. Aber snrchtbar wehrt sich dieser Trotz; von dem ersten Bisse des Wurmes angestachelt bricyt er in rasenden Schmerz ans und sein gewaltiges Toben, sein entsetzliches Auszücken decken uns die wütende Größe de» rachsüchtigen Trotzes selbst, zugleich mit der brennenden Gewalt des Schmerzes auf, mit dem er durch den Zahn der Rene verwundet worden ist. Bon dieser schreck-lichen Kundgebung tief ergriffen, sehen wir das Weib in Schluchzen und Verzagen ausbrechen; kaum wagt sich die Bitte mehr aus der Brust her-vor, die nun von dem Mitgefühl für den wütenden Schmerz des Mannes gemartert wird. Furchtbar wogt und schwankt die Gefnhlsschlacht Hm und her: wo das Weib nnr schroffen Hochmut erwartete, muß es jetzt in der Krast deS Trotzes das gräß-lichste Leiden selbst gewahren. Dieser Trotz ist aber nvn zur einzige« Lebeiis-kraft des Mannes geworden: Koriolan, ohne feine Rache, ohne feinen vernichtenden Grimm, ist nicht mehr Koriolan, nnd er muß aufhören zu leben, wenn er seinen Trotz aufgibt. Dieser ist daS Band, daS seine Lebensmöglichkeit zusammenhält; der ver- 35. Jahrgang. unserer ReichShauplstadt immerdar einen der ersten Plätze einnehmen wird. Die Regierungsmaßnahmen gegen die Teuerung. Eine offiziöse Mitteilung erörtert die Maß-nahmen, welche die Regierung gegen die Leben«-mitteltenernng in Absicht genommen hat. Da« Ackerbauministerium hat, wie schon kurz berichtet, im Einvernehme» mit den auderen Zentralstellen nnd den politischen Laildesbehörden die Grundzüge der Altion festgestellt, nm eine allmähliche Besfe-rung der Berhältniffe anzubahnen. Die Tätigkeit des Ackerbau Ministeriums bewegt sich in dreifacher Richtung: Vor allem werde» Maßnahmen getroffen, um die Produktion zu steigern. Dies wird durch Förderung einer immer intensiveren Bebauung des Bodens, durch Einführung rentie-render landwirtschaftlicher Betriebszweige in Ge-bieten und Lagen, wo dermalen andere iiurentable Betriebsarten eingewurzelt sind, durch Förderung der quantitativen und qualitativen Hebung der Biehstände, durch Förderung deS Verständnisse« für rationelle Düngung und Verbesserung de« Fuiterbaues usw. angestellt. Es kommen ferner für daS Ressort des Ackerbauministeriums Maßnahmen in Betracht, welche sich auf d«e Verminderung derGe st ehungSko st en der landwirtschaftlichen Produktion beziehen. .Pier handelt e« sich vor allem um die Beschaffung eines billigen Kredite« durch die landwirtschaftlichen Organisationen sowie um die gemeinsame billige und rati-onelle Beschaffung der landwictschaftlichen Maschinen und Geräte, der Düngemittel, Sämereien und bannte Empörer und Verbündete der Vaterlands-feinde kann nicht wieder werden, was er ivar: seine Rache fahren lassen, heißt sein Dasein fahren lassen, der Vernichtung der Vaterstadt entsagen, sich selbst vernichten. Mit der Verkündigung dieser ihm einzig gelassenen furchtbaren Wahl tritt er min dem Weibe entgegen. Er ruft ihm zu: „Rom oder ich! Eines muß fallen!" Nochmals zeigt er sich hier in der ganzen Erhabenheit feines zemalmenden Grimme«. Und hier gewinnt da« Weib wieder die Macht der, Bitte: „Milde! Versöhnung! Friede!" flehte e» ihn an. Ach, es versteht ihn nicht, eS begreift nicht, daß Friede mit Rom sein Untergang heißt! Doch des Weibes Klage zerreißt sein Herz ; nochmals wendet er sich ab, nm den schrecklichen Kampf zwischen seinem Trotze und der Notwendigkeit der Selbstvernichtting zu kämpfe«. In dem martervollen Schwanken hält er dann mit dem gewaltsamen Entschlüsse ein und sucht nun selbst den Anblick des teuren WeibeS auf, nm in seinen flehenden Gebärden mit schmerzlicher Wollust sein Todesnrteil zn lesen. Da schwillt ihm von diesem ^Anblicke mächtig die Brnst, alles Schwanken nnd Stürmen des Inneren drängt sich in einen großen Entschluß zusammen; das Selbstopser ist beschlossen: Friede und Bersöhnnng! Die ganze Kraft, die der Held bisher auf die Vernichtung deS Vaterlandes richtete, die tausend Schwerter nnd Pfeile seines Hasses und Rachegrimmes, sie faßt er mit snrchtbar gewaltiger Hand zu einer Spitze zusammen, nnd diese — stößt er sich in das eigene Herz. Getroffen von einem Todesstöße bricht das Koloß zusammen; zu den Füßen des Weibes, das ihn um Frieden flehte, hauchte er sterbend den letzten Atemzug ans. So dichteteBeethoven inTönen den Koriolan. öciie L Futtermittel. In dritter Linie handelt es sich nm den rationellen Absatz der landwirtschaftliche» Produkte. Durch Bedachtnahme auf die kommerzielle Schulung der Landwirte sowie durch die ausgiebige Förderung der landwirtschastliche» Produktiv-, Ab-satz- und Verwertungsgenossenschasten will das Ackerbaumiuisterinm auf die Ausschaltung gewisser unrationeller und unreeller Zwische n-Hände zwischen Produzenten und Konsumenten hinwirken. Auch wird in derselben Weise an die als wichtigere Koiisiimgebicie in Betracht kommenden Gemeinden herangetreten werden, damit diese im selbständige» Wirkungskreise all« jene Appro-visioniernngSmaßnabmen vorkehren, welche geeignet erscheinen, die durch die organisierten Landwirte in preiSwürdiger uud guter Qualität für den Koi'.snm zur Verfügung gestellten LebenSmittel mit Hilfe von ration ellen nnd gemeinnützigen Ein-r i ch t n n g e n des M a r k l v e r k e h r e S in der einfachsten, raschesten nnd billigsten Weise an die Konsumenten in alle einzelnen Teile des Appro-visioniernngSgebietes gelangen zn lassen. Wa» speziell die Versorgung mit Milch, Fleisch, Gemüse, Obst nnd Eiern anbelangt, so werden für jedes dieser Gebiete mit den an diesen Fragen interessierten Faktoren gemeinsame Beratungen veranstaltet werden, nm sohin aus Gru.id deS Ergebnisses derselben die geeignet erscheinenden Maßnahmen zu treffen. Diese offiziösen Darlegungen über die ..Aktion" des AckerbaumiuisteriumS gegen die Lebensrnittel-teuerung hat einiges Erstaunen hervorgerufen. DaS Abgeordnetenhans hat sich ebenso wie fast samt-liche VertretniigSkörper mit der Frage der Lebens-mitteltenernng besaßt und eine Anzahl von Maß-regeln wenigstens in Diskussion gezogen, welche zur Milderung dieses allgemein zugegebenen Notstandes führen könnten. Die Zollsrage wurde ausgerollt, die Eventualität der Zusnhr ausländischen Fleisches mindestens angeregt und schließlich auch die Frage untersucht, inwieweit aus tarifarischem Wege die Approvisioniernng der großen Städte namentlich hinsichtlich der Milchversorgung gesördert werden könnte. Zn allen diesen Vorschlägen schweigt die Kundgebung des Ackerbauministeriums und sucht die ganze Diskussion auf ein Nebengeleise abzuschieben. Da wird daS Abgeordnetenhaus eingreifen müssen, um der so brennenden TeuerungSsrage mit wirksamen Mitteln auf den Leib zn rücken. Josef Joachim Raff, dessen Konzert in D-Moll für Violoncello und Orchester die zweite Nummer des Konzertes bildet, war ein Zeitgenosse und einer der treuefteu Schildknappen Richard Wagner». Nichtsdestoweniger hält er in seinen überaus zahl-reichen Kompositionen ganz an der alten Form fest; dementsprechend ist auch das Eellokouzert in der üblichen dreisätzigen Form gebaut. Ein lebhast bewegter erster Satz mit markanten Pankenrythmen wird mittels einer außerordentlich vollklingend gesetzten großen Solokadenz mit einem getragenen Mittelteil verbunden, der mit seinem breiten Gesang für das Instrument sehr dankbar ist; daran schließt sich unmittelbar der rasche letzte Satz mit einem polkaartigen sehr pikanten Thema, das reich figuriert und variiert ist. Das Rafffche Eellokonzcrt unterscheidet sich von vielen seinesgleichen dadurch, daß es für das Instrument geschrieben ist und die Eigenart des Violoncellos recht znr Geltung zn bringen vermag. Z)er Advokat. Von Friederike Lausberger. Der Unteregger hat einen grimmigen Haß gegen die Advokaten und das war deshalb: Er hatte einen Sohn, der bis zu seinem dreiundzwanzigsten Zahr des Vaters Stolz uud Freude ausmachte — nur des Vaters, weil die Mutter schon lange gestorben war. Er wurde viel beneidet, dieser Unteregger, wegen seines schuldenfreien, hübsch abgerundeten Bauerngutes und wegen seines braven, bildhübschen Sohnes. DaS der Karl so ganz das Ebenbild des Vaters war und ihm auch im Wesen genau glich, Politische Rundschau. Inland. Abgeordnetenhaus. Am Mittwoch begannen die Verhandlungen dcS Ministeipräsidenten mit den Parteien. Leider ist bei der derzeitigen Handhabung der Geschäftsordnung und bei der ganzen Art. wie die Eintragungen in die Rednerlisten gemacht werden, eine ordentliche Verteilung der Redezeiten nicht gut möglich. Die Bestimmung der Reihenfolge der Redner erfolgte durch das LoS und sv kann es komme», daß große Parteien oft nur wenig oder gar nicht zum Worte gelange». So ist eS auch dem Abgeordnelen Marckhl ergangen, der zum Finanzplan sprechen wollte, aber sich nicht unter denen befand, die unter einer nie-drigen LoSnuinmer ausgelost wurden, so daß es ihm unmöglich war, den Standpunkt seiner Wähler im Hause zum Ausdruck zu bringen. Im Lause deS Tages fand auch eine Odmüunerkonserenz statt. Zn den Nachmittagsstunden wurde die Beratung über die DringlichkeitSaiiträge betreffend UherSko fortge-fetzt. Am DonnerStag hiel das Abgeordnetenhaus dr>i Sitzungen. Die erste Sitzung war die Tiauer-kundgebung für Dr. Lueger. Die zweite Sitzung de-gann nm halb I Uhr und galt der Fortsetzung der ersten Lesung der Finanzvorlagen. Etwas Bemerkens-wertes in dieser Wechselrede ist nicht vorgekommen Die dritte Sitzung beschäftigte sich mit der Fort-setzung der Berhandlung über den Nchechischen DringlichkeiiSantrag bet> essend die Eisenbahnkatastrophe in Uhasko. Hier hielt der Eifenbahnminister eine längere Rede, in der er das Ergebnis der Unter, fuchung und Erhebungen, soweit sie die VerwallungS-behörde angehen, bekannt gab. Bei der Abstimmung über die Kreditvorlage erlitt die Regierung eine Niederlage. Segen die Kreditvorlage stimmten die Slawische Union, die Sozialdemokratin, Alldeutschen und Ruthenen. Die erste Lesung der Finanzvorlagen wurde gestern beendet und sodann die italienische Uuiver-sitätSvorlage in Verhandlung gezogen. Die Beratung hierüber verlief vollkommen ruhig und eS kam zu keinen Zwifchenfällen. Schließlich wurde auch noch der Dringlichkeitsantrag über daS Eifenbahnunglück in UherSko erörtert. Am Schlüsse der Sitzung kam es zu einer ziemlich großen Lärmszene, in deren Mittelpunkt Abg. Mali! stand. Dieser halte während der Rede deS Abg. Dr. Renner gehört, daß Abg. Pernerstorfer die Bemerkung gemacht habe: »Ich pfeife auf die Habsburger und Hohenzollern!" In einer Anfrage an den Präsidenten kam Bizepräsidrnt Pernerstorfer am Schlüsse der Sitzung aus diese Aeußerung zurück und bezeichnete den Abg. Malik als einen Denunzianten. Abg. Malik protestierte da- das hörte der Alte gar gern. So lang hörte er eS gern, bis sich eines Tages diese Aehnlichkeit den Wünschen des Vaters breitspurig in den Weg stellte. Der Unteregger wollte seinen Buben nämlich mit der reichen Schwarzentaler Marie verheiraten. Und der Bnb wollte nicht. Es zeigte sich da. daß das Nichtwollen des Jungen ebenso zäh und stark war wie das Wollen des Alten. Und warum wollte er denn eigentlich nicht? Die Marie war ja gar nicht übel. Er wollte deshalb nicht, weil er die Zillinger Agathl gern hatte und das mußte freilich jeder begreisen, der die Agathl kannte, denn was Herzigeres als dieses Dirndl gab es wohl kaum mel»r. Aber der Unteregger wollte es nicht begreifen, weil sie arm war und nicht einmal ans der Gegend; ihre Eltern waren aus einem ganz anderen Landes-viertel. Jetzt lebte sie als Waise bei ei.ier Muhme. Eine solche Heirat wäre in den Auge» des Unter, egger eine Schande für feinen Sohn gewesen. Nicht am Ende, da» er das Mädel nicht gekannt hätte. O nein, er ging wie ost zum Marktflecken an dem armseligen HäiiSl vorüber, wo sie wohnte uud da sah er sie stets fleißig schaffen. Ihren sreundlichen, schüch-lernen Gruß beantwortete er stets nur mürrisch, denn er wußte, daß sein Bnb ein häufiger Besuch da war; andere haben es ihm gesteckt. Und als der Karl eines Tages, der heimliche» Liebschaft müde, vor seinen Vater trat nnd ihm sagte, daß die Agathl und keine andere sein Weib werden würde, da wurde der Alte furchtbar zornig. „So lang ich leb. hast du auf keinen Kreuzer von mir zu rechnen und ich werd, so Gott mir beisteht, noch hübsche paar Zahrlu leben. Und wenn du dabei bleibst und die Betteldirn nimmst, hast bei mir im Hos nichts mehr zn suchen, kannst Numm.r 21 gegen und während der Prüsideut diese Anfrage PerncrstorferS beantwortete, umringten eiwa 5,0 Sozialdemckraten den Abg Malik, beschimpften ihn und riefen ihm „Schuftzu. Die Lärmszene daue.te einige Zeit fort. Ein politisches Testament Luegers. Dr. Lueger hat ein politisches Testament hinter-lassen, daS sich im Besitze des KanzleidirektorS kaiserlichen RateS Mayer befindet und das vom 1. Februar 1907, also aus jener Zeit, wo er zum erste» Male sehr schwer krank war, stammt. Sein wtsentlicher Inhalt ist: Bürgermeister Dr. Lueger macht eS drr christlichsoziale» Partei, dessen lang-jähriger Führer er war, zur Pflicht, niemals eine ausgesprochen agrarische Partei zu werden und niemals darauf zu vergesse», daß die Partei ihre Größe und Stärke in erster Linie der Bevölkerung Wiens verdankt, ferner bringt er darin den Wunsch zum Ausdruck, daß die von ihm inaugurierte Politik gegen die Ungar» von der Partei beibehalten werden möge. Als seinen Nachfolger auf den Bürgermeister-stuhl empfiehlt er als einen der Fähigsten und Würdigsten seinen langjährige» treuen Mitarbeiter, den Magistratsdirektor Dr. Richard Weißkirchner. von dem er voraussetzt, daß er die Agenden der Gemeinde im Sinne der von ihm eingeschlagenen kommunalen Politik weiterführen werde. Ein Kodizill oder Nachtrag zu dein Testamente ist nicht vorhanden. Als Zeugen sind bei dem Testament unterfertigt: Landmarschall Prinz Liechtenstein, Dr. Geßmann, Dr. Weiskirchner, kaiserlicher Rat Mayer. Magl-stratSdirrklor Appel und Gemeinderat Dr. Klotzberg. Ministerpenfionen und Adgeordneten-penfionen. Im Versassungsausschusse wurde über einen Antrag dcS Abgeordneten Niedrist beraten, der dahingeht, daß MinisteiPensionen nur dann ausbezahlt werden sollen, wen» der betreffende Minister bereits drei Jahre im Amte war. In Ungarn ist diese Be-stimmung bereits seit jeher in Kraft und obgleich man jenseit» der Leitha in Geldsachen nicht besonders prüde ist. hat man eS bisher nicht gewagt, diese Bestimmung zu ändern Zn England, Frankreich und den meisten anderen Staaten werden überhaupt keine Ministerpensionen gezahlt. Angesichts der großen Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Porte-feuillejägerei. die in de» meisten Fälle» doch nichts andere« als die ^agd nach einer Pension ist, sollte man glaube», daß die Abgeordneten sich sofort mit diesem Antrage einverstanden erklären würden. Allein man wandte ein, daß „mit der Ministerpension das demokratische Element auS dem Parlament der-schwinden" würde, und nicht genug daran, wies man auch einen anderen Antrag aut Einsührung von Abgeoidnetenpensionen der Berichterstattung zu, statt ihn von vornherein abzulehnen. Knecht aus einem andern Hof werden. Und wa» einmal nach meinem Tod gfchieht mit dem Hof da, das wirst nachher schon sehe», d» Nichtsnutz du!" „So geh ich aus der Stell, Vater. Solch Wort laß ich mir nicht sagen." Und er ging.--- Der Unteregger Ijatte ein ^fchwisterkind, Grad so ein Dickkopf wie er selbst. Mit dem fü^lt-er schou lange einen Erbschaftsprozeß weg-« meh-rere» Grundstücke». Da geschah es, tws der Advokat, der deii Gegner vertrat, de» Prozeß geivann und einige der besten Grundstücke UntereggerS dem un- verheirateten Vetter zufielen. * Der Unteregger kümmerte sich ganz und gar nicht mehr nm seinen Sohn, denn er mußte doch im Worte bleiben. Aber es wurde ihm hinterbracht, daß der besagte Vetter, dessen Gut an sein ge-schmälerte» Gut grenzte, den Karl mit seinem jungen Weib zu sich genommen habe. Weil der Vetter kränklich war, hatte er dem Karl die Ver-waltnng seines AmvesenS übertragen und er hatte ihn jetzt schon zn seinem Erben eingesetzt. Ueber diese Nachricht geriet der Alte in helle Wnt. „Das tut mir der Kerl, der Franz. auS reiner BoSheit. Und an allem sind die verdammten Ad-vokaten schuld, der. der ihm den Prozeß gewonnen, und der, der mein, vorloren ha»; denn wenn sich sein Anwesen jetzt nicht so vergrößert hätt, so wär er nicht auf den Gedanken gekommen, den nichts-nutzigen Buben zu sich zu nehmen. Und der hätt dann die Betteldirn nicht heiraten können. Wenn ich so einen Advokaten nur so da vor mir stehen Satt, was glaubst?" „Ja, ja, Bauer." MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. SountagsSeilage der „Deutsche» Macht" in ßilli. Nr 11 „Die ©Üb wart" erscheint jeden Sonntag ali unentgeltliche ®<üaae ftir die Leser der „Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Südmart" nicht käuflich. 1910 Aus meiner Aestungszeit. Von Friy Reuter, au? dem Plattdeutschen flbcrfffct von 31. Grund. Schluß- Ein Weg ? — Oh, viele Wege fthrten durch diesen fruchtlosen Chaos, aber alle plan» und ziellos. Welcher war der richtige? Ich ging links — Sand und Busch; ich ging rechts — dasselbe! — Wohin ich mich auch wandle — keine Aussicht! Auch die Menschen waren anders geworden. Manch einer bot mir behilflich die Hand, aber im Großen und Ganzen stimmte ich mit ihr nicht mehr überei». Mir war zu Mute, als wäre ich ein geköpfter Baum im Walde; um mich her-um aber blühten und wuchsen die andern über mich hinweg, mir Licht und Luft raubend. Mein alter Vater hat mich in Dömitz besucht. Er war noch derselbe alte, gute Vater wie einstens; aber in de» sieben Jahren waren mit meinen auch seine Hoffnungen vertrocknet. Er hat sich angewöhnt mich als daS anzusehen, als was ich mich selbst ansah — als ein Unglück; er hat sich meine Zukunft anders a»?ge-rechnet und ich stand in dieser Rechnung nicht mehr vornan. Wir waren u»S fremd geworden in diesen sieben Jahren; die Schul» lag mehr an mir als an ihm. Die Hauptschuld lag aber dort wo die verflossen»,, sieben Jahre lagen. Ach was waren das für Gedanken! Was weiß ich? — Was war ich? — Was konnte ich? — — Nichts! — Was war ich der Welt? Was konnte ich ihr nützen? Was hatte ich überhaupt mit ihr zu tun? — Rein gar nichts! — Die Welt war ihren schiefen Gang weiter gelaufen ohne mich zu missen, sie wüide mich auch nicht missen, wenn ich weiter in der Haide sitzen bleiben würde. — Aber du bist frei! Du kannst gehen wohin dn willst! Die Welt steht dir offen! — Ja aber welcher Weg ist der richtige? „Schütten, komm her!" und ich band mein Hünd» chen von der Leine los, „AllonS, vorwärts!" Ich überließ mich dem Zufall und dem Instinkt dcS Hundes, eS waren die einzigen Nägel die ich iu meine kahlen Wände einschlagen konnte. Ich folate meinem Hunde, Nachdruck durch den meine trüben Gedanken weiter brütend, tauenden Morgen. Es gab noch etwaS was mich in diese Welt wieder einführen konnte — das war die Liebe; aber ich glaubte dieses Gefühl verloren zu haben. Es war mir alS läge es weit ab vom Sand und Gestrüpp aus welches mein Auge fiel. „Schütten mein treues Tier, lauf voran!" — Er lief freudig voran und ich folgte ihm traurig. Er war im Augenblick das einzige Wesen was mit Liebe an mir hing. Er war loS von seiner Leine und kvunte sroh herum und an mir emporspringen. Das war doch Liebe! Und diese wie auch die Sonne, die ihre Strahlen auf die dürstende Haide herunter sandte und ihr mit ihrem lieblichen Glänze ihr son-stigeS trostloses Antlitz »ahm. lüfteten bald den grauen Schleier, der düster mein Gemüt umwarb und ich ward fröhlicher. Schütte» hatte den richtigen Weg eingeschlagen und wir kamen nach Grobow. Aber wie kam mir alles vor? Eö mag keiner meiner Freunde gemerkt haben, aber ich konnte mich des Gefühles nicht erwehren, als wären mir alle Zweige abgeschlagen und ich stände als kahler Stamm unter blühenden Bäumen. Franz hat mit mir sein Examen gemacht und als wir beide glücklich durchkamen, teilte er als guter, treuer Freund mit mir die Flasche Champagner die ihm sein Onkel geschenkt hat. Nun war er Bürgermeister in der kleinen, hübschen Stadt Grobow, hatte eine herzige Frau und sein Haus verriet von oben bis unten, daß er zeitlebens darin glücklich wohnen wird. Er hat eS mir wohl nicht angemerkt, der gute Freund, das Gefühl — Neid war es bei Gott nicht, — das Gefühl das mich, den halben Landstreicher beim Anblick dieses Glückes befchlich. — Ich besuchte noch einen Freund aus früheren Zeiten, den Amtsverwalter Prehm. Dieselbe freundliche Ausnahme. Ja, sie war so freund-lich und so heimlich, daß mir der brave Freund soaar 2 bis LudwigSlust das Geleite gab. Dort traf ich meinen Vetter August. Er wollte mir, da er meine Liebe zum Zeichnen kannte, einen Gefallen tun und brachte mich zum Hosmaler Lonthe. Dieser zeigte mir seine Bilder nnd alS ich diese sah, sagte ich im stillen zu mir: .So, damit bist du nun auch fertig. Die sieben Jahre Zeichnen in den Festungen ohne hinzulernen haben deine Kunst zu einem Quark gemacht!" — Da siel wieder ein Zweig auf die Erde. Ich kam noch Parchim, wo ich im dortigen Gy»i> nasium studierte. Mein ehemaligen Lehrer »ahmen mich freundlich auf und iie haben mir auch fernerhin ihre Freundlichkeit bewiesen. Der Direktor führte mich in die Prima; (in Oesterreich Octava) die Primaner kamen mir vor wie lauter »inder und es stimmte mich weh-mütig daß 'ich, dank meinem Unglück, mit meinen dreißig Jahren eigentlich nicht weiter war als die Kinder, das heißt bis auf das, was ich vergessen halte. Wo waren meine schönsten Zahre geblieben. Ich kam nach Hause. — Als ich mit meinem Felleisen im Nacken auS den Pridbenowschen Tannen trat und meine kleine Vaterstadt erblickte, da erkannte ich sie fast nicht mehr. Das alte Bild, das mir in der Ferne immer vorgeschwebt hat. war verschwunden, neue Straßen waren erstanden und die Stadt hat sich nach allen Seiten ausgedehnt. Ich ging in meines Vaters Haus. ES war ein fröhlich-traurigeS Wieder-sehen. Ueber die Freude lag bleischwer die Frage: „Was nun?" — Mein Vater wollte es sich ja nicht merken lassen, aber ich laS ihm diese Sorgen vom Antlitz. Ich begrützte meine Schwestern und Schwager sowie die neuen, während meiner Haft angekommenen Familienmitglieder, .^tadtmusikant Berger brachte mir ein Ständchen. ES war jämmerlich, aber es freute mich. Am anderen Morgen stellte sich noch dem Er wachen die Frage wieder ein: ,Was nun?' und als ich meinen Vater traf frug er ebenfalls: ,Was nun?' Mit dieser schrecklichen Frage irrte ich jahrelang herum; ich griff das, griff jenes q», es wollte mir nichts glücken. Ich weiß ich war Schuld daran, — die Leute sagten auch — aber was halfen mir die Reden, diese Ratschläge — — ich war unglücklicher wie aus der Festung. — Mein Bater starb; ich war allein, allein mit dieser schrecklichen Frage. Ich entschloß mich Landmann zu werden. Ich ward es und war es mit Lust, aber mir fehlte die Hauptsache zu diesem Beruf — das Geld. Ich hatte viele Freunde, doch nur einen gute» Freund; die Freunde zuckten mit den Achseln und der gute Freund hatte selbst kein Geld. Da sagte ich eines Tage? zu mir: Dein Kahn geht zu ties, du hast ihn überladen, du hast viel zu viel von den Takelzeug am Bord, das dich meistens mit Wünschen und Hoffnungen erfüllte; keiner von den RackerS regt Hand und Fuß und du mußt allein rudern. Heraus mit dem Ballast! — Ich faßte den ersten beim Krage». „Was sind Sie?' — „Advokat.-gab er zur Antwort. — „Nun guck mal einer den Teufel an, wie viel Schuhe er verträgt! Habe ich dich gerufen?" Und — plumps — mit ihm inS Wasser. Dann letzte ich den zweiten. „Wer ist daS?" — ..Ein VenvaltungSbeamter, zu dienen." — .Ach was?" frug ich. „so hoch hinaus?" — „Oh," sagte er, „bloß alS Ratherr oder Stadikämmerer oder Protokollist in einer kleinen ungebildeten Stadt." — Und du meinst, ich soll mich noch läiiger herumschlagen?" „Auszuwarten," sagte er. Ja, warte! Ich will dir aufwarten und er flog über Bord. Der Dritte kam an die Reihe. »Was bist du?" srug ich. „Ein Künstler." war die Antwort. „Was für einer?" — „Maler." — „Ja," lachte ich, daS habe ich dir eigentlich angesehen. Warum schneidest du daS Brot der Länge nach, wenn andere Leute es quer schneide»? Solch verkehrte Sitten kann ich hier nicht brauche». Hinein mit dir!" — Der Maler war zäher als die andern und hielt sich noch lange Zeit über Wasser, aber schließlich ging er doch unter und schluckte Wasser. „Also der Vierte!" rief ich. Da reckte sich am Kahnende etwas in die Höhe, das weder Schnitt noch Form hatte, aber desto mehr Gewicht — und um diefeZ war eS mir ja zu tun. „Woher des Landes?" — „Aus Domanium." — „Welcher Berns?" — „Pächter." — „Ich kann dich nicht länger brauchen mein Freundchen; deine Haut ist zu groß, sie paßt mir nicht. Hinein mit dir. Na! Fett schwimmt oben; der kann unmöglicherweise noch herum schwimmen. Als ich den fünften beim Kragen nahm, fing er gotterbärm-lich zu jammern an. „Lassen Sie mich. Ich bin In-»pektor (Guisverwalter) und muß mir ohnehin viel ge-fallen lasten. Ich habe zweihundert Taler jährlich, ein Pferd frei und das bischen Lastengeld." — „So! Lastengeld hast du auch noch? Racker! Und du willst mir Sperenzien machen? Hinein mit ihm." — Nun kam als sechster und letzter ein zusammengeschrumpftes Männlein an die Reihe. „Na, Bruder, wer bist denn du?" — „Nehmen Sie eS nicht übel," jammerte er, „ich bin ein Schulmeister, habe neunzig Taler Gehalt nnd freie Wohnung in der Schulstube; ich schreibe unserem Pastor leine Amtschriften und habe dafür freies Kartoffelland. iDJir geht eS ebenso wie Ihnen. 3ch habe auch einmal studiert; sie stimme» nicht mit der Welt überein und ich nicht mit dem Oberkirchen-rat. Mich können Sie leben lassen " — „Ja," sagte ich, ich lasse dich leben, alter Bursche; deine Hoffnungen, Wünsche und Aussichten werden meinen «ahn nicht allzusehr belasten; aber wenn wir an Land kommen, dann borge mir einmal deinen Rock." — „Er ist geflickt," sagte das Schulmeisterlein. — „DaS schadet ihm nicht«," antwortete ich. — „(fr ist Ihnen zu eng/ wendete er von neuem ein. „Schadet ihm auch nichts." gab ich zurück, „ich will mich anpassen." — AIS wir wieder an Land waren, zog ich schul-meisters Rock an und war er auch etwas eng, so hielt er mir doch Wind und Wetter vom Leib. Mußte ich auch jahrelang die Stunde zu zwei Groschen geben, so habe ich mich doch gut genug in diesem Rock gesallen. Für den Herrn Pastor brauchte ich zwar keine Schriften besorgen, dafür schrieb ich abends Erzählungen und Berse; diese wurden mein Kartoffelland und unser gute Gott ließ freundlich seine Sonne darauf scheinen und wehrte Tau und Regen nicht ab. Und den dümmsten Bauern wachsen die dicksten Kartoffel. Belehrendes, praktisches, Keiteres etc. Schreiner. Oestreichs Minister sind Eintagsfliegen. Man branckl sie nicht im Gedächtnis zu Iviegen Doch hatt I Da naht uns ..auch Einer", Der abgedankte Minister Schreiner. «ls Kronrat blieb er ein edel reiner. Treudeutscher Mann im Banne der Pflicht. Den Wackeren dürfen vergessen wir nicht! Kürl Pröll. Verheißung. Wie die Sterne endlos kreisen Auf dem weiten Himmelspla», Wie die Ströme sich ergießen Rastlos in den Ozean: Also spielet alle» Leben In der vorbestimnrien Babn. Magtt du zweifeln oder glauben, EineS klar ist jedem Blick: Ohne Zweck und Ziel beweget Sich kein irdisches Geschick, Und zum Urquell aller Liebe Wandern Stoff und «Seist zurück. Heinrich Swoboda. Praktische Mitteilungen. Linoleum auf Zementböden. Die Uebel-stände beim Ausbringen von Linoleum auf Zementestrich find Ledeulend ES entsteht eine Schimmelbilduiig, die un-' angenehmen Geruch heroorbiingt und allmählich zerstörend auf da« Linoleum einwiikt. Dieser Prozeß ist auch bei einer Pappunterlag« unausbleiblich Ratsam ist eS, aus den Zement eine dünne Gipsestrichschichte aufzubringen. Der Gips zieht die im Beton befindlichen Feuchtigkeiten au, ohne sie wieder von sich abzugeben und liefert gleich zeitig einen trockenen, glatten und warmen Fußboden. Räch genügender AuStrocknung der Gipsschichte kann daS Vcr legen deS Linoleums ohne Bedenken erfolgen. Verfahren zum Polieren von Holz. Bei dem üblichen Polierverfabren mfl lrl'd Tc c*tr ?'b>n in »rnf.-n'm. vorzu^weiie abgebranntem und gepulvertem Zustand« ver-wendet. Ein besonders guter Erfolg soll sich durch Per-Wendung eines durch Zerlegung von Terrakoltawaren oder gelbem Ziegelstein hergestellten PulverS erreichen laffen; diese» Pulver wird beim Polieren zweckmäßig in der Weise vcrwendet, daß eS mit Oel vermischt und zwischen den Polierball und da« um denselben gelegte Leinwandstück gebracht wird. Man erhält so durch einfaches Bor- und RückwärtÄreiben eint seinpolierte Oberfläche, und die Be> standteile de« TonS oder Lehm« scheinen dabei derart bindend aus da» Oel einzuwirken, daß diese« nachträglich nicht durchschlägt. Außerdem wird erreicht, daß die Poren selbst weicher Hölzer viel besser ausgefüllt werden, sowie auch, daß die Farbe der polierten Fläche d uerbast wird. Mit dem Pulver und entsprechendem Oel kann unter Zu-satz eine« Farbstoffe« eine gebrauchsfertige Polie>pomade hergestellt werden. Heiteres. Die vier „Hörner" in Bern Der Beiner Humor macht bei der Namengebung vor den höchsten In-stanzen nicht Hrlt. Man weiß, daß im Volk daS Observatorium in Bern nur Wetterhorn genannt wird, die Frauenklinik das Schreckhorn, und nun hat der Volksmund der Universität den Namen Alma Mater Horn (!) gegeben. Den schönsten Namen trägt da? Verwaltungsgebäude der Schweizerischen Bundesbahnen: Man nennt e« Faulhorn. Der erste Schultag. Die humoristische Zeit-schrift .Der Guckkasten" bringt folgenden netten Schul-scherz: D>e kleine Mari« kommt von ihiem ersten Schul-gang nach Haufe und wird natürlich von der Mutter sofort geiragt, wie e« ihr dort gefallen habe. „O", sagte sie, »da war zuerst d«r Lehrer! D«r saß vorn an der Kasse — und morgen haben wir frei!" Die Mutter staunt, daß dem eben begonnenen Unterricht schon ein freier Tag folgen soll, und versucht den Grund dafür zu erforschen, worauf Mariechen erklärend antwortet: „Ja, der Lehrer sagt« zu-letzt: Mvrgen fabre ich fort!" Die Versetzung. In der Familie eines höheren Beamten bewahrt man der Amme de» Zwillingspaare« zweier strammer Jungen, ein treues Angedenken. Eine« Tage« trilen di« beiden jungen Herren ihrer fern in Schlesien wohnenden früheren Nährmutter mit: „Wir sind nach Quinta versetzt!" Prompt erfolgt die Antwort: „Ach, sie habe fort und fort geweint, daß ihre gute Familie und die lieben Zwilling« so weit wegkämen. Ueb«rall habe sie nachgefragt, wo denn Quinta eigentlich liege; aber kein Mensch im Dorf« hab« es gewußt; der Gendarm habe gemeint, daS müfs« wohl nicht mehr in Deutschland fein, vielleicht in den Kolonien." Nummer 21 Leutsche lUacht Seite 3 Auflösung des ungarischen Abgeordneten-Hauses. Der vierstündige Minislerrat vom 9. ds. hol beschlossen, da« Abgeordnetenhaus für den 21. ds. einzuberufen. Der Ministerpräsident begibt sich vor-»ussichtlich noch am Samstag oder Sonntag »ach Wien, um vom Monarchen das auf dir frühere Einberufung des Abgeordnetenhauses bezügliche Hand-schreiben und daS die Auflösung dekretierende Hand schreibe» zu erwirken. Südslawisches. In Dalmatien hat sich eine katholisch-kroatische Partei konstituier», offenbar im Zusammenhange mit der vom Erzbischof Stadler in Bosnien gegründeten kroatisch katholischen Partei. Die Aussichten dieser sind umso günftiqer, als sie sich, wie matt sieht, aus großkroatische» Boden stellt, während die kroatische Nationalpartei in Bosnien den Fehler begangen hat, durch ihren Führer Dr. Mattdic gegen die „Suseraschen", das ist gegen die Eingewandt» ten. und zwar auch gtgen die auS Kroatien und Dalmatien Stellung zu nehmen. Die Lage in Griechenland. Während die Situation wieder ruhig und ge-ebne» schien, haben sich plötzlich die Verhältnisse wieder so verschärft, daß man nicht weiß, ob ein neuer Ministerwechsel eintrete» oder wie »»an die Lösung finden wird. Der leitende Ausschuß der Militärliga trat wiederholt zusammen und saßte den Entschluß, seine Forderungen schriftlich zu formu-lieren und dem Ministerpräsidenten DragumiS »u überreichen. Der Ausschuß verlangt Säuberung des Standes der Staatsbeainttn, eine Reinigung der Universität, ein Aenderung des Wahlsystens und endlich eine Lösung der ländlichen Frage in Thessalien. Vom Balkan. Der türkische Gesandte in Sofia Assim Bei halte gestern zwei Unterrednngen mit dem Minister des Aeußern Paprikow. Wie in amtlichen Kreisen verlautet, habe Assim Bei die Bestrasung der bul-garischen Offiziere und Mannschaften gefordert, welche nach der Feststellung der türkischen Kommission den letzten Grenzkonflikt bei Tamrasch provozier» hätten. Paprikow soll ausweichend geantwortet haben. — Ein in der bulgarischen Kammer untnbreitete? Antrag aus Einsetzung einer parlamentarischen Kom-Mission zur Untersuchung der Tätigkeit einiger Minister der stambulowistischen Kabinette unter dem Präsidium Petrows, Petkows nnd Gudews wurde ohne Debatte angenommen. In diese Kommission wurden mit Akklamation 15 Deputierte, die ver-schieden?» Parteien angehören, gewählt. — Die Blätter melde» von einem heftigen Kampfe, der am 36. v. M. zwischen den Truppen und „Was glaubst, hab ich gsagt," schrie Unter-egger die Resi an, die Magd, die schon sünfund« zwanzig Jahre aus dem Hose war und sich viel mehr durch HerzenSgüte und Treue als durch Verstand auszeichnete. »Ja, ja, Bauer, ich glaub schon." ivar wieder die schüchterne Antwort. „Dummes Mensch!" Er sah ein. daß er hier nicht aus Verständnis rechnen konnte. — Da ging die Tür ans und der Herr Pfarrer trat gütig lächelnd ein. Dieser Besuch ehrte »md freute den Unteregger immer. Er nahm ehrerbietig sein Läppchen ab und die Resi brachte eine Flasche Wein, ohne daß man es ihr geheißen. ..Hochwürden, mit Verlaub, was glauben S, was ich mit den Advokaten machen möcht die an allem schuld sind?" Hochwürden kannte sich gleich ans. „No, no, mei lieber Unteregger, wir sind ja katholische Christen." Unteregger neigte das Haupt, aber der Gedanke war zu zäh, er mußte heraus. „Mit Verlaub, Hochwürden, wenn mir aber wieder einmal so ein Advoka» ins HauS hereinkam, der käm gschlvind wieder hinaus." „No. no." „Nichts für ungut, Hochwurden, wenn mir aber wieder einmal ein Advokat hereinkam und ich —" „Nur immer hübsch die christliche Liebe im Auge haben, mein lieber Unteregger." „No also, und ich bin gut mit ihm, so gschieht etwas, was alle wundern möcht." „No, was denn?" „Was sag ich denn nur gleich? No also, baun schenk ich daS brave Kornackerl, das ans Psarrgut Albanern unweit von Jpek stattgefunden. Die Truppen mußten Artillerie verwenden Ein Sergeant u»d vier Soldaten seien getötet, ein Hauptmann und fünf Soldaten verwundet worden. Die Albaner hatten sechs Tode und mehrere Verwundete. Frankreich. Die Franzosen in Marokko. Die „Agence HavaS" meldet aus Casablanca: Die Vorposten einer französischen Kolonne wurde» am 9. ds. nachts von einer Abteilung Zaers in der Stärk« von 800 Mann (Reiter und Fußtruppen) angegriffen. Die ZaerS wurden zurückgeschlagen. Auf französischer Seite sind keine Verluste zu ver-zeichnen. England. Das Erfordernis des Marinebudgels sür 1910/11 beziffert sich auf 40,603.700 Psund gegen 35,142.700 Pfund im Jahre 1909/10. Der Mthr-beirag ist hauptsächlich durch die Erhöhung deS SchisfsbauprogrammeS, die das Parlament im letzte» Zabre bewilligte, verursacht. Für Neubauten wtrden 13,279.830 Pfund gegen 8 885.194 Pfund im Jahre 1909/10 angefordert. Mit 31. März 1910 werden folgende Schiffe vollendet und für den Dienst verfügbar fein: 5 Linienschiffe, 2 »ichlgtschützte Kreuzer, 9 Torpedobootzerstörer, 6 Küsteniolpedo boo»,Zerstörer und 16 Unterieeboote. Am 1. April 1910 werden im Bau begriffen sein: 7 Linienschiffe, 3 Panzerkreuzer, 9 geschützte Kreuzer, 2 nichtge-schützte Kreuzer, 37 Torpedobootzerstörer und 9 Un-terseeboote. Hiervon werde» 1 Linienschiff, I Panzer« kreuzer, 1 uichtgepanzerter Kreuzer, 5 geschützte Kreuzer. 20 Torpedobootzerstörer und 4 Untersee-boole voraussichtlich am 31. März 1911 fertigge-stellt sei». _ Aus Aadt und Land. Promotion. Freitag den 11. dS. wurde Herr Franz Hernaus im Rektorate der k. k. Karl FranzeS-Universität in Graz zum Doktor der Philo» sophie promoviert. Abg. Marckhl über die Weinfteuer-vorläge. An» l0. d. M. hielt die Deutsche Agrar Partei eine Sitzung ab, in der Abg. Marckhl ans Ersuchen der Partei einen Bericht über die Wein« steuervorlage erstattete. Er ging von der Darstellung der heutigen Lage der Weiuproduktionen im allge. meinen und in Steiermark im besonderen aus und an der Hand statistischer Daten nach, daß die Wein-erzeugnng sich heute in einer offensichtlichen Krise befindet. Bei Besprechung der Grundsätze der neuen angrenzt, nicht am Ende der Kirchen, dann schenk ichs der Resi und die kann auf ihre alte Tag noch den Mathesl heiraten." Die Resi stieß einen Schrei ans uud lief gleich zu ihrem alten Schatz, dem Mathesl, in den Stall. Der lachte sie ans. Und da ging sie wieder in die Stube hinein, damit sie mehr von der Sache hörte. Der Hochwürdige leckte sich bei Nennen des braven AckerlS die fetten Lippen. Nun, Untereggers Liebe zu den Advokaten sollte durch ihn nicht ge-nährt werden. Die Resi war wieder in die Stube. Ihr gutes Gesicht erschien durch die Aufregung noch ein wenig einsältiger als sonst. „DaS dumme Mansch glaubt richtig, daß sie das Ackerl kriegt. Ja. wenn der hochwürdige Herr Pfarrer mir bezeugen kann, daß ich noch einmal gnt zu einem Advokaten gewesen bin, dann gschieht S so, wie ich gesagt hab." * Jahre waren vergangen. Der Unteregger war ein einsamer, verbitterter, alter Mann geivorden. Der Name seines Sohnes dnrste in seiner Gegen-wart nicht ausgesprochen werden. Von der alten Resi waren einige täppische Versuche gemacht worden, den Bauer mit Karl auszusöhnen. Da hieß es aber: „Noch einmal eine solche Frechheit und du bist auch die längste Zeit dagewesen! Anch der Hochwürdige hatte sie ernstlich er-mahnt, ihren Herrn mit der Erinnerung an den ungehorsamen Sohn zu verschone», denn der Aerger könne ihn krank machen. Obwohl der Resi noch nie jemand nachgesagt hatte, daß sie hell im Kopfe sei, so war sie doch hell im Herzen und dieses Licht im Herze» zeigte ihr, daß der alte Bauer sich trotz allem nach seinem Steuervorlage kam er zu dem Schlüsse, daß die be-absichtigte Verallgemeinerung der Steuer hauptsächlich die Produktion treffe und die Wirknngeu der seit» herigen Forderung deS Weinbaues aus der Re-generativ» der verseuchte» Weingärten mehr al« aufhebe, dabei auch die Schaumweinindustrie, die erst in den letzten Jahren einen Ausschwung zu ver-zeichnen hat, hart treffen würde. Die Regierung lehne die Besteuerung des Kleinverschleißes und schließlich auch den Tarif, also im Wege der Aera-rialregie, wegeil der damit verbundenen hohen Kosten ab. Sie schlage aber ein Steuer- und Kontrollsyftem vor, dessen Kosten, wenn eS zweckmäßig durchgeführt werden soll, außerordentlich hohe sein würden, so daß sehr zu befürchten sei, daß die durch die neue Steuer erhofften Mehreinnahmen zum großen Teile durch diese Kosten ausgezehrt würden. Die Be-stimmnngen des vorgeschlagenen WeinsteuergesetzeS öffnen noch dazu den Schikanen Tür und Tor und erschwer.» den Absatz in hohem Maße. Zu be-Mängeln sei, daß die Erlänterungen kein Wort über die Kosten der Durchführung enthalten. Die Flaschen« weinsteuer beinhalte eine zweifellose Doppelbesteuerung; auch seien die Bedingungen, an die die Steuerfreiheit deS HauStruukeS geknüpft ist, unhaltbar und auf eine augenscheinliche Unkenntnis der tatsächlichen Verhältnisse zurückzuführen. Die inS Treffen geführte Herabminderung der gegenwärtigen Steuer fei in Wirklichkeit eine geringfügige und werde den infolge der Verallgemeinerung der Steuer zu erwartenden Konfnmrückgang keineswegs aufheben. Abg. Marckhl kam zur Schlußsolgerung, daß die Vorlagen in ihrer gegenwärtigen Fassung unannehmbar und iin Hin-blicke aus die jetzige Lage deS Weinbaues unzeitgemäß seien. Die Allsführungen wurden mit Beifall und Dank zur Kenntnis genommen. In der darüber geführten Wechselrede kam zum Ausdrucke, daß die Deutsche Agrarpartei die berechtigten Beschwerden der Weinbauer unterstützen werde und den Stand-pnnkt des Berichterstatters teile. Abgeordneter Marckhl beim Minister-Präsidenten. Am 10. d. M. empfing der Ministerpräsident eine Abordnung von Vertretern vom Weinbaugebiete, die ihre Wünsche wegen der Weinstener vortrugen. Abgeordneter Marckhl brachte den Wunsch vor, daß die Regierung bei der Beratung der Vorlage im Ausschüsse, besonders an der Hand der erhältlichen Daten, anch ihrerseits die Ansicht über die mögliche Rückwirkung dieser Karl sehnte, und daß er sich grämte über seine Einsamkeit. Den Rain, welcher seinen Besitz von dem des Vetters trennte, betrat er freilich nie, aber die Resi hatte gesehen, daß ihr Herr einmal etwa hundert Schritte vor diesem Raine eine lange Weile stand, sich mit der Hand die Augen beschattete und über die Grenze seines Gutes hinübersah, weil ein junger Man» und ein junges Weib drüben Garben banden und ein winzig kleines Kind ihnen vor den Füßen hintrippelte. Von diesem Tage an stand sie selbst öfter auf den, Grenzraine — sie hatte ja nur versprechen müsse», nie die Grenze zu überschreiten — und sprach mit dem jungen Paar und warb um die Liebe des herzigen kleinen BübleinS. Der Bauer machte der Resi Sorge, er kränkelte. Mit den Beinen wollte es nicht mehr so recht gehen, er saß viel in der Stube, seine Laune wurde immer düsterer. „Ich »mißt einen Dotter für ihn, ich wüßt einen," sprach unablässig eine Stime im Herzen der alten Resi. Sie holte die Meinung des MatheS ein. „Du bist aber dnmm," sagte der, „daß wir auch noch nm unser Brot kommen." Das sie dumm war, das wußte sie ja, das kränkte sie nicht. „Wenn wir da umS Brot kommen, dann weiß ich einek anderen Ort für uns. Dann nimmt nnS der Karl, der is ja jetzt da Herr drüben, weil der Vetter tot is." Der MatheS schaute sie verwundert an, wegen dieser klugen Ansicht nnd sagte: „Nun, so mach halt, was du denkst."-- Der Hochwürdige war auf Besuch beim Unter-egger. Dieser klagte dem Herrn Pfarrer: Tüte 4 Deutsche Macht Nummer 2l Steuer auf die Weinproduktion darlege, weiter aber auch über die voraussichtlichen Kosten der Kontrolle und Durchführung des Gesetzes in der Richtung Aufklärung gebe, ob der von der Regierung beabsichtigte Zweck erreicht werde. Es fei immerhin möglich, dajj diese Kosten so hoch sind, daß durch sie der allenfalls zu erzielende höhere Ertrag zum großen Teile verschlungen würde, waS allein schon gegen diese Weinbautreibenden noch in mancher an-deren Beziehung belastende Steuer spreclien würde. Der Ministerpräsident erklärte, daß die Regierung dieser Anregung Rechnung tragen nnd den geäußerte» Wünsche» gelegentlich der Ausschußberatung bereit-willigst entsprechen werde. Evangelische Gemeinde. Morgen, Sonn-tag, findet in der Christuskirche um IV Uhr vormittag ein öffentlicher Gottesdienst statt. — Am Montag, um 6 Uhr abends, versammeln sich Ge-meindeglieder und Freunde der evangelische» Sache im Smiderzimmer des Hotel Erzherzog Johann. Dom Finanzdienste. Es wuidcn übersetzt: Der Steueroffizial Otlokar Horvalh vom Stner-rejerate der »ezirkshaupimannschaf tin Grrbming zum Steuerrefcrate der Bezirkshauplmauuschaft in Cilli der Steucrassistent Aloi« Walland vom Steuei^eferate der Bezirkshauplmannschast in Feldbuch zum Steuer-reserate der Bezirkshanpimannschast in Grödmiug, der provisorisch« Steuciassisteut Walter Haditsch vom Steuerreferate der Bezirkshaupimannschaft in Cilli zuui Stcuerreferale der BeiirkShauptmannschaft in Feldbau, der Steueroffizial Johann Vodlak vom Steueramie in CiUi zum Steueramte in St. Leon-hard i. W.-B. als Kontrollor und der Sleuerassi-stent Karl Zazdec vom Steueramie i» Züffer zum Steueramte in Wildon. Frauen- und Mädchenortsgruppe des Deutschen Schulvereines. Montag deu 21. d. M., um 4 Uhr nachmittag, hält diese Ortsgruppe im BcralnngSzimmer deS Gemeinde-rates ihre Jahreshauptversammlung mit folgender Tagesordnung ab: Berichte des Ausschusses, Neu-wähl, allsällige Anträge. Vollzähliges Erscheinen ist dringend gewünscht. Konzert des Cillier Musikvereines. Wir mache» »ochmaiS darauf aufmerkiam, daß das Eymphoniekonzert Sonntag den l3 dS. um 7 Uhr abends beginnt. Hugo Wolfs fünfzigster Geburtstag. Morgen de» 13. März 1910 jährt sich zum fünf-zigsteiimale der Tag, an dem Hugo Wolf in unserer Rachbarstadt W i » d i s ch g r a z das Licht der Welt erblickt hat. Wals hat, so lange er lebte, hart um die Anerkennung seiner Größe kämpfen müssen. Heute gibt es keinen Streit mehr darüber, daß Wols einer der größten Toiidichter gewesen ist. Es ist, als wä.e das Wort, daß die Deutschen „DaS Frühjahr greift mich heuer so an, mir schmeckt nichts, mich frent nichts, ich glaub grad manchmal, mit mir dauertS nicht mehr lang, Hoch-würden." „No, no, ich sag halt immer so: Ordnung machen soll jeder in seinem HauS, alles bestellen, weil jeder von nnS vom Höchsten in jedem Angen-blick abberufen werden kaun." Da tat sich die Tür auf. Die Resi steckte ihren grauen Kops herein und erschrak, als sie den Besuch sah. Aber sie hatte eine abergläubische Furcht vor dem Zurückweichen und so schob sie, trotz der An-Wesenheit des PsarreS, ein kleines Büblein, daS Frühlingsblume» in der Hand hielt, zur Tür herein und verschwand selbst wieder. Die blauen Augen des kleinen KcrlchenS wandten sich zuerst erschrocken wieder der Tür zu, dann verzog sich der kleine Mund zum Weinen. Der Unteregger blieb wie ver-steiner» in seinem Lehnsessel beim Ofen sitzen. Aber der geistliche Herr kam auf den Besuch zu und streckte schon die Hände nach ihm aus, um ihn hin-auszutragen. Er wußte gleich, wie viel eS geschlagen hatte und wollte seinem alten Freunde eine schäd-liche Aufregung ersparen. Wie der Kleine die hohe, überstattliche Gestalt in dem schwarzen Gewand auf sich zukommen sah, stieß er einen mörderischen Schrei aus und floh in die entgegengesetzte Richtung gerade zum Unteregger hin. Der geistliche Herr war hinter ihm drein und der Kleine, hart bedrängt wie er war, klammerte sich mit beiden Händen an den alten Mann, die Blumen, die er bisher krampfhaft gehalten, zu feinen Füßen streuend. Unteregger wußte nicht wie ihm geschah, er hob das Kind auf sein Knie und drückte daS blonde Köpfchen an seine Brust. DaS Lorbeer nur um TotenschSdel zu winden pflegen, auf ihn geprägt ivorden. Heute rüstet sich das ganze musikalische Deutschland. daS Gedächtnis des herrlichen Meisters würdig zu feiern. Auch Cilli wird nicht zurückbleiben und ein großcs W o l f' e st veranstalten. Dürfen wir Wolf doch stolz den unseren nennen, den berühmtesten Uetersteirer aller Zeiten, Das Fest ist für den Mai geplant und wir rufen alle musikbegeisterten Deutschen Cillis und des ganzen Unterlandes schon heule zu weiktätiger Teil-»ahme daran auf! Besitzwechsel. Die Krisper'sche Weingarten-realität samt Villa nächst dem Jofefiberge hat der Hotelier und Fleischermeister Herr Joses Rebeuschegg käustich erworben Der prächiig gelegene Besitz, der seit Jahrzenien Eigentum der Laibacher Familie Krisper war, ist eine Zierde der Gegend von C>Ui und wir können eS nur begrüßen, daß er in deutsche Hände gekommen ist. Etwas über die Zustände in der Cillier „Dijaska kuhinja'. Unter diesem Titel bricht der „SloweiiSki Rarad" eine scharse Lanze für die jungen slowenischen Heldeiisöhne, denen die Leitung der Dijaika kuhinjt den leeren Brotkorb höher gehängt hat. Narod beschwert sich, daß die Vereinsleitung denjenigen Schülern die Kost (??) entzogen habe, die eine» schlechten Fortgang zu verzeichnen haben. Er bezeichnet dies als eine große Härte und führt verschiedene wenig oder gar nicht stichhältige Gründe für diese Behauptung an. Wir aber glauben, daß der Grund zu dieser Aussperrung ganz wo anders zu suchen ist. Die Psäsflein, die ihre Kinder — pardon, ihre Schützlinge — scharen-weise zur Schulbank treiben, kommen schön langsam darauf, daß aus dem liberalen wiudischen Boden des Gymnasium« die jungen Pflanzen eine Metamorphose durchmachen. Die Knaben, die mit dem Rosenkranz zur Schule kommen, bringen »ach Jahr nnd Tag wohlverwahrt das Heiligenbild unseres lieben Herrn Knkovee noch Hanse. Die» paßt natürlich den schwarzen Brüdern wenig in ihren nationalen Kram. Deshalb fließen die Opfer-groschen vom Lande ziemlich schwach. Wie wir wissen, ist das Unternehme» mit hübsch einigen hundert Kronen passiv. Doch das ist ja Nebensache. Um sich aber öffentlich nicht bloßzustellen, hat man daS erivähnte Sparsystem eingeführt, das, wenn es konsequent durchgeführt würde, nusere Stadt bald vou den jungen windischen Schmarotzern be-freien könnte, die jetzt in der nationalen Brutanstalt, Uijalku kuhiuj.i genannt, groß gepäppelt werden. Deutscher Athletiksportklub „Eiche". Morgen Sonntag nachmittag um 3 Uhr veranstallet der Athlelikipoxklub aus der Festtmefe bei günstige« Wetter die erste Fußballübung. Bübchen hielt die Augen geschlossen, damit eS de» schwarze» Bedränger nicht sehe. Er ließ alles mit sich geschehen, weil eS sich jetzt vor dem andere» geborgen fühlte. Der alte rührte sich nicht, aber in feine Auge» trat etwas, wa« schon lange nicht da war. Er schluckte und schluckte. Da kam die Resi herein. Sie schlug die Hände zusammen, aber sprechen konnte sie auch nicht. „Hast denn gar kein rotes Ei niehr, oder sonst was, was ihn sreuen könnt?" brachte der Alte endlich mühsam heraus. Jetzt hörte der Kleine die Stimme der Resi nnd jetzt wandte er sich nach all den überstanden«! Schrecken wie erlöst zu ihr. „^leib nur bei dein Großvater, Karli, dann bring ich ein schönes rotes Ei. hab eins ausgspart für Dich." Dieses Versprechen bestimmte ihn, in seiner Lage anszuharren. Der Alte drückte ihn wieder an sich. Und als die Resi mit dem rote» Ei kam. nahm er es ihr schnell aus der Hand, um es selbst dem Kinde zn geben. Jetzt war daS Vertrauen herge-stellt. Oer Kleine wars zwar noch einen scheue» Blick nach dem schwarzen Herrn dort in der Ecke, aber er fühlte sich sicher auf den Knien feines Erretters aus großer Not. So verging eine Weile, bis der kleine Gast sagte: „Aber jetzt will ich zu meiner Mutter gehen." ..Willst schon wieder gehen?" sagte der Alte. Da fiel der Resi ein: „Aber wenn ich darf, komm ich bald wieder, Großvater; — so mußt sagen, Karli." Der Unteregger nickte und noch einmal drückte er das Kind an seine Brust. Gastwirtschaft „Annenfitz". Die Gast> wirtschast auf dem Annensitz wird morgen, Sonntag, eröffnet. Für Getränke und Speisen ist in bester Weise vorgesorgt. Bei dem prächtigen Wetter können wir_ den Ausflüglern den Besuch dieses Herr-licheu Aussichtspunktes nur wärmstenS empfehlen. Gasthauseröffnung. Das vollkommen neu-hergerichtete und bedeutend vergrößerte Gasthaus des Herrn Fanninger am Hau'ptplatz hat Herr Diamant übernommen nnd ist dasselbe bereits seit mehreren Tagen eröffnet. Darieteavend. Die bestbekannten und be-liebten GesangShnmoristen Theodor Wollner, Hausi Führer und Theodor Werner (vom Theater an der Wien) geben aus ihrer Durchreise nach Abbazia am Freitag den 18. ds. eiu einmaliges Gastspiel im Deutschen Hause. Männergesangverein „Liederkranz". Die Mitglieder diese« Gesangvereines werden auf den am Sonntag den 13. d. M. bei schöner Wit teiung stattfindenden AuSflug auf den Schloß berg aufmerksam gemacht und ergeht hiemit die freundliche Ei»ladung hiezu. Zusammenkunft aus der Kapuzinerbrücke, Abmarsch Punkt 2 Uhr »achmiltagi, Freunde deS „Liederkrauz" sind herzlich willkommen. Für die Tuberkulosenheilstätte in Hörgas. Seit dem in der letzten Blanfolge ver-ösientlichten Spenden-Ausweise sind noch mehrere hinzugekommen und werden wir die Namen der Spender nach Erhalt der offizielle» Liste in unserem Blatte veröffentlichen. Die Summe soll wie uns mitgeteilt wird bereits 15.000 Kronen überschritten habe» Straßenpolizeiliche Verkehrsvor-Vorschriften Steiermarks. Im Verlage von Hans Fahnler in Graz, Schmiedgasse Nr. 2, ist eine Zusammenstellung der straßenpolizeilichen Vor schriften Steiermarks erschienen und wird den in-teressierten Kreisen die Anschaffung dieser aus vor genanntem Verlage um den Preis von 50 Hellern zu beziehenden Broschüre empsohle». Neuerliche Erhöhung der Zucker-preise. DaS Komitee der Vereinigte» österreichischen Zuckerraffiirerien hat gestern zum Verkauf und zur Versteuerung fiir den Monat März weitere zwei Prozent des Kontingents freigegeben und hierbei angesichts der weiterhin stark gestiegene» Rohzucker» preise eine Erhöhung der Rasfinadeprrile von l K 75 h für 100 Kilogramm vorgenommen. Die Rasfinadepreise betrage» demnach derzeit beim Be-zuge kompletter Woggonlasunge» für 101) Kilogramm Basis Piimara siiiadc Groß^rote: 8l li 7j j, Kracht-parität Ehropin. 82 K Frachtparität Ezakowitz, >2 K 50 h franko Prag. 83 K ' li franko Wien. Prima-Würfelzucker und Mehlzucker in Kisten Notio-gewicht koste» 3 K 50 I>. beziehungsweise 1 K 50 h mehr für lOu Kilogramm als Brotware. Da ließ sich der geistliche Herr wieder hören und seine gewöhnlich so sauste Stimme klang gereizt. „Daö ist ja der reine Avvokat, das Kind." „Das Büberl ein Avvokat?" brummte der Alte. „No ja, der vertritt doch die Sach von seinen Eltern ganz ausgezeichnet." „Was. ein Avvolat?' schrie die Rej», ..und der Herr Pfarrer hats selbst gesagt und der Bauer ist gut gegen ihn gewesen; weiß denn der Bauer nicht mehr, was er einmal gesagt hat?" Der Alte rieb sich die Stirne. „O, du dummes Mensch, du meinst wohl das Ackerl?" „No ja, der Bauer hat doch gsagt —'" Jetzt mußte der Unteregger lachen, wie er schon seit vielen Jahren nicht gelacht, daß ihm nur so die Tränen über die Wangen herunterliefen. „No. eS könnt sein, daß du das Ackerl noch kriegst, weil — weil du halt gar so dumm bist. Und das Büberl dars wieder einmal kommen. Magst Karli?" Der Karli nickte, wiederholte aber hartnäckig: „Jetzt will ich aber zu meiner Mutter gehen!" „No, also ja, so sagS dem MatheS, daß du das Ackerl kriegst und der hochwürdige Herr Pfarrer kann Euch am nächsten Sonntag ver-kündigen." Jubelnd stürmte die Resi mit dem kleinen Karli zu MatheS in den Stall. Warum das Büberl ein Advokat sein soll, über diese Frage strengte sie ihren Kopf nicht an, aber der Herr Pfarrer hats gesagt, und ihr Herz sagte ihr, daß ihr Bauer jetzt wieder zufrieden sein wird und sie und der MatheS daneben. Gen.-Anz., Aussig. Nummer 21 Deutsche Wacht Seite 5 Gemeindewahlen in Gr. Pireschitz. Bei scil letzten Gtweindcwahlen sind die Liberale» bcit Sloveuijchklerikaleu trotz maßloser Agitation von feiten der ersteren mit erdrückender Minderheit «»terlegen. In der Holzriese getötet. Der 19jähnge Konrad PaiUitsch in St. Lorenzeu ob Marburg, der für die mit d«r AbHolzung des RadlbachwalaeS betraute» Holzarbeiter als Koch fungiei te. wollte an> 5 März den Arbeitern daS Essen bringen und wühlte zum Ausstieg in das betreffende Gebiet die dort befindliche Holzriese. Obwohl Arbeiter ihn da-rauf auimerksam r achten, daß in der Riese Holz herabgeflößt werde, setzte er seinen Weg in der Holzriese fort. Plötzlich kam ein Banmstamm die Holzriese herab, warf den Paulitsch nieder und er-schlug und erdrückte ihn, so daß er nach wenigen Augenblicken eine Leiche war. Von der „Südmark". Der Schillertag im November v. I. wurde von IM Ortsgruppen begangen, welche 40.006 K sammelten. Die Leistungen der einzelnen Kronländer ergeben, wenn man sie mit der dentschen BevölleruitgSziffer in Verhältnis fetzt, folgendes Bild: Niedervsterreich 1, Krain 3, Oberösteireich 4'/,, Salzburg 8, Tirol 11, Kärnten 1?, Steiermark 25, Küstenland 36. Es hat somit das Küstenland das Meiste, Niederosterreich das Wenigste, Krain dreimal soviel wie Niederösterreich usw. geleistet. Bei dieser Gelegenheit können wir nicht «nerivähnt lasse», daß sich Niederöftcrreich für das Absetzn, der Südmarklose ganz besonders u» fetzte, worauf auch das Zurückbleiben in der Schiller-sammlnng zurückzusühren ist. Der nächste National-seiertag wird zweifellos andere VerhältniSzahlen zeitigen, wenn Lotterie nnd Schillertag nicht mehr zusammenfallen. Die Hälfte dieser Sammlnng stießt dem „Deutschen Hause" in Trieft zn, eingedenk der Mahnung: „Gedenkt zn iinseres dentschen BolkeS El>r — Der deutschen Brüder am blanen Meer!" K. N. priv. Böhmische Union-Bank. Die Direktion der k. k. priv. Böhmischen Unim »Bank hat in der am 9. d. M. stattgehabten Borstauds-sitznng den Rechnungsabschluß für das Jahr 190V vorgelegt. Einschließlich des Gewiunvorlrages aus dem Jahre 1008 stellt sich »ach Abzug der Ver-waUungSkosten, Steuern usw. der disponible Reingewinn ans 3,870.156 Kronen 19 Heller. Der Vorstand beschloß über Antrag der Direktion der am 30. März 1910 stattfindenden Generalversammlung die Verteilung einer 7perzentigen Dividende gleich 14 Kronen per Aktie vorzuschlagen, Kronen 300.000 zn reservieren, dem Pensivnsvcreinc der Beamten und Diener des Institutes Kronen \ 00.000 zuzuweisen und den nach Bestreitung der Tantiemen uud Remunerationen erübrigenden Rest von Kronen 185.229*55 auf neue Rechnung vorzutragen. Auf der Tagesordnung der Generalversammwng befindet sich der Autrag ans Erhöhung deS Aktienkapitales innerhalb der Grenzen des drittletzten Absatzes des §.7 der GesellfchastSstaluteu nnd soll dem Bor-stände die Ermächtigung erteilt werde», die Emifsiou dieser Aktien im Ganzen oder in Teilbeträge» in» eigenen Wirkungskreise uud im ge.igncten Zeitpunkte durchzuführen. Germanifierung - Slawisierung — Madjarifterung. Im Jahre 1800 waren von der Bevölkerung Oesterreichs 39 Prozent Dentsche, 57 Prozent Slawen, 3 Prozent Italiener, 1 Prozent Rumänen. Hundert Jahre später stellt sich das Verhältnis wie folgt: 35 8 Prozent Deuische, 60-5 Prozeut Slawe«, 2 8 Prozent Italiener, 0-9 Proz Rumänen. Ungarn weist 1800 ans: 13 Prozent Deutsche, 34 Prozent Slawen, 36 Prozent Madjaren, 16-2 Prozent Rumäne», 0 3 Prozent Italiener, 0 5 Prozent verschiedene Nationalitäten. Für 1900 sind die Ziffern: 111 Prozent Deutsche, 27-4 Prozent Slawe», 45 4 Prozeut Madjaren, 14*5 Proz. Rumänen, 0 2 Prozent Italiener, 1°4 Prozent verschiedene Nationalitäten. Betrachten wir die öfter-reichisch-nngarische Monarchie als Ganzes, so finden wir lt>00:27 4 Proz. Deutsche. 467 Proz. Slawen, 161 Prozent Madjaren, 7 8 Prozent Rumänen, 17 Prozeut Italiener, 03 Prozent verschiedene Rationalitäten. 1900 aber haben wir: 24 9 Proz. Deutsche, 45 7 Prozent Slawen, 19*3 Prozent Madjaren, 6 7 Prozent Rumänen, 1*7 Prozent Italiener, 17 Prozent verschiedene Nationalitäten. Das Fazit ist also eine Bermehrung des slawischen Elementes aus Kosten des deutschen Volkes in Oester-reich, ein großes Anwachsen des MadjarentnmS auf Kosten aller anderen Nationalitäten in Ungarn. Für den Gefamistaat resultiert eine gewaltige Zunahme der Madjaren, eine mäßige Abnahme (1 Prozent) der Slawen, dagegen eine viel stärkere Verminderung <2-5 Prozent) der Deutschen. Christliche Nächstenliebe eines Wenden-kaplans. Am *0. Jänner 1910 starb Jakob Gmeiner, Besitzer am Rann bei Pettau. Dessen Witwe begab sich zum zuständigen Pfarramt nach Haidi» und zeigte das Leichenbegängnis an, traf jedoch den Pfarrer, welcher nebenbei bemerkt, ein in jeder Hinsicht entgegenkommender Herr ist, nicht an, da er sich auf Urlaub befand, weshalb sie sich an den Stellvertreter, »iaplau Joses P o d p l a t n i k wenden mnßie. Der Herr Kaplan empfing die arme Frau mit Worten, die nicht wiederzugeben sind. Er schrie sie an, warum sie den Verstorbene» nicht versehen ließ. Die Frau gab zur Antwort, daß ihr Mann schon längere Zeit nicht mehr bei Besinnung gtivesen sei, worauf der Kaplan sie als Lügnerin (!) bezeichnete. Frau G,»einer versprach hierauf, ihre Aussage mit einem ärztlichen Zeugnis aus Koste» des Herrn Kaplan zu beweisen. Als aber der lwch-würdige Herr hievon hörte, wurde er doch etwas stiller, ging jedoch die Witwe wegen der Osterbeichte an, mit der Frage, warum sie die Beichtzettel nicht zurückgebe, der Verstorbene sei so wiesie, abtrünnig, nicht mehr christlich; jenen habe die Strafe schon ereilt uud ihr werde die Strafe nicht ausbleibe». Durch diese» liebeuswürdigeu Empfang nicht be-jonderS erbaut über den hochwürdigen Herrn ent-fernte sich die Frau. Nach dem Begräbnis ersuchte die Witwe Herrn Kappn», die Begräbnisrechnnng zu holen, da sie sich nicht mehr ans den Psarrhsf tränte. Kaplau Podplatn'k verweigerte die Rechnung mit dem Bemerken, die Frau möge sich diese selber holen, übrigens würde sie noch gerne drum kommen. Frau Gmeiner hatte aber gar keine Lust, sich ein zweites Mal zusammeiiputze» zu lassen, weshalb sie einen zweiten Herrn um die Abholung der Rechnung ersuchte. Dieser ersuchte in scharfer aber höflicher Weise brieflich um die Rechnung, die er auch bald daraus erhielt. Am Soukitag begab sich nun dieser Herr iu das Pfarramt, «m die Rechnung zu be-gleichen. Er stellte sich in höflich,r Form dem Kaplan vor, nannte den Zweck seines Kommens nnd ver-laugte eine detaillierte Rechnung. Herr Podplatnik verweigerte dies uud sing im Zorn schon an. alle mögliche» Farben zn spielen. Der Besucher äußert« sich in ruhiger Form dahin, daß er die detaillierte Rechnung schon erhalten werde, nur möchte er wisse», ob die bereits ausgestellte Rechnung genau nach der Stolatax Ordnung berechnet sei, da ihm der Betrag etwas hoch erscheine, woraus der Herr Kaplan ant« worteie, er kenne keine Stolataxe und als ihm eine solche vorgezeigt wurde, sing er an zn schreien nnd es entschlüpsten ihm die Worte: „Dies ist eine Ge-tneiiiheit, für Haidin gibt's eine eigene Taxe; dort ist die Tür, schauen sie, daß sie hinauskommen, sie gemeiner Kerl, marsch hinaus!" Dem betreffenden Herrn blieb lueranf nichts anderes übrig, als sich iu höflicher Weise zu empfehlen nnd den Pfarrhof zu verlassen. Diese Angelegenheit wird in der nächsten Zeit ein Nachspiel an einem Ort haben, wo Herr Hochivürdeu sich gauz anders benehmen wird. — Dies zeigt wieder, vo» ivelchem Geist diese Leute im '^«arburger Priesterseminar empfangen! Lieder Herr Graf geppelin. Aus Hochenegg wird iolgende reizende Geschichte berichtet: Ein kleiner Junge, namens Waldemar Scrnetz, Schüler der hiesigen deutschen Schule, war vor kurzem eifrig bemüht, ein Luftschiff zu baue». Da es aber nicht gelingen wollte, faßte er den Plan, den Grafen Zeppelin nm seinen Rat zu bitten, nnd sandte ihm folgenden Brief: .Lieber Herr Graf Zeppelin! Bitte möchten sie so gut seiu uud mir eine Borlage schicken. Ich möchte mir ein Meines Luftschiff machen, dann möchte ich die Pnppen von der Marta hineiiisetzen. Ich habe schon ein Hasen-fell, wo die Haare ansgehn bereit. Und mit was muß ich den Ballon fällen. Der Vater kann mir keüis kaufen. Ich habe ihner Luftschiff schon gesehen aber nur in der Gartenlaube. Bitte ich sende ihnen auch eine 10 Heller Marke damit Sie mir bald zurückschreibe». Znm Schlüsse grüße ich sie herzlich ihr Waldemar Sernetz, Hochenegg in Steiermark." — Ans dieses Brieflein sendete nun der Gras durch seinen Generalbevollmächtigten Ernst Uhland nach» stehende Antwort samt vier Modellierbögen m t dem Luftschiff „Z.1I" : „Au Waldemar Secnetz, Hocheu-egg bei Cilli, Steiermark. Seine Exzellenz, Herr Graf vou Zeppelin, hat sich recht über Dein Bries-lein gefreut uud läßt Dir für Deiu reges Interesse an der Lustschiffahrt bestens danken. In der Anlage erhältst Du einen Modellierbogen, aus dem Du Dir, wenn Du e« geschickt ansängst, ein Lustschiffchen bauen kannst, das vielleicht imstande sein wird, die Püppche» der Man ha anszunehmcn, und schneller fertig werden dürfte, als ein solches aus Deinem Hasenfell, dem schon die Haare ausgehen. Mit herz- lichem Gruß Ernst Uhland." — Welch unbeschreib-liche Freude der Junge mit Bries und Modellier-bogen hatte, läßt sich leicht denken. Gonoditz. (S t e 11 n n g.) Am 5., 7. und 8. d. M. war hier die Stellung. Bon den 497 vorgesührte» StclluugSpflichtigeu wurden 92 tauglich befunden. Gonoditz. (A b g ä u g i g.) Der Schuhmacher-meister Johann Paj ist seit 6. März abgängig. Ueberschuldnng in seinem Geschäfte soll die Ursache seines Verschwinden» sein. Windisch - Feistritz. (Stellung.) Die diesjährige Hauptstellung sur deu Gerichtsbezirk Wiiidisch Feistritz sindet am 13.. 14. und 15. April l. I. im Katz'schen Gasthause statt. Windisch - Feistritz. (S ü d m a r k.) Die Hauptversammlung der Südmarkortsgruppe hatte-einen recht zahlreichen Besuch, darunter viele Damen. Die Berichte der Aemterverwalter boten ei« erfreu-liehe« Bild reger und ersprießlicher Tätigkeit. Die Milgliecierzalil der Ortsgruppe betrug 93. Da der bisherige Obmann Petzolt infolge Ueberbürduug die Stelle zurücklegte, wurde Sparkaffebuchhalter Watzek zu dessen Nachfolger gewählt. Obmaunstell-vertreter wurde Oberlehrer SchieftI, Schriftwart Notarialskaudidat Volleritfch, dessen Stellvertreter Schneidermeister Oratsch, Säckelwart Osfizial Hudritz, deffeu Stellvertreter Gastwirt Jeglitsch. Nach Abwicklung der Tagesordnung hielt Wanderlehrer Hoyer einen mit Beijall aufgenommen begeisternden Vortrag über „Die wirtschaftliche und völkische Lage des deutschen Volkes in Oesterreich und die' Ausgaben und Erfolge der Südmark". Eine zu Gnusteu der Südmark eingeleitete Sammlung ergab 37 Krone». Rann an derSaoe. ^Verein Deutsches Heim.) Mit einer sehr reichen und abwechSlungS-vollen VortragSordnung erließ diesmal die Vereins-leitung ihre Einladungen zu einem Familienabend für den 5 ds., der sich denn auch eines regen Zu-sprucheS erfreute uud seine» Zweck, der Unterhaltung und Gemütlichkeit zu dienen, voll erfüllte. DaS HauSorchefter unter der gewohnt schneidigen Führung feine« Dirigenten v. Villefort eröffnete den Abend, wo> aus Herr Dr. Kristl mit hübscher Stimme einige reizende Lieder saug und dafür lebhaften Beisoll erntete Die weiteren, stet» vorzü>l'.ch gebrachte» Darbietungen des Orchesters wurde» zunächst von unserem bewährten Humoristen Kapfer unterbrochen, der, wie gewöhnlich mit Jubel empfangen, die dank bare Zudörerichaft mit den neuesten Schlagern seines unerschöpflichen RepertoirS beglückte und dafür kaum von den Brettern gelaffen wurde. DaS komische Teizelt vo» R. Heinze „Die Macht des Gesanges", gesungen von dn, Herren Dr. Kristl (ranger), Knnkowsky (Schutzmann) und Kapfei (Nachtwächter), fand die freundlichste Aufnahme, da die Darsteller ihren Aufgaben fowohl stimmlich, afc auch schauspielerisch in jeder Beziehung gerecht wurden und insbesondere im Dreigesang durch die AuSge glicheiihL-it ihrer Stimmen — vo« Frau AdamnS am Klavier aus das verständnisvollste unterstützt — eine volle Wirkung erzielten. Der den Schluß der Darbietungen bildende Schwank von Paul Meinhold ..PapaS Rock" fand lächelndes Verständnis, da ins besondere die Darsteller der Hauptpartieu, Her-Schniverfchlisch als Registrator Hase und Fräulein Sieberer als seine Tochter Malchen, aus ihren Rollen alles herausholten, was sie herzugeben ver-mochten; die Herren Zag. Seruec (Hammel d. Aelt.), Ernst Schmidt (sein Sohn) und de Costa (Zobe linSki) brachten gelungene Figuren, die sich dem Husammenfpiel klaglos einfügten. Da es mittlerweile 1 Uhr früh geworden war, fand ker Tanz wohl nicht mehr die gewöhnliche Anzahl Teilnehmer; ins beiondere glänzte das männliche Geschlecht durch Ab-Wesenheit, die unS allerdings den seltenen Genuß verschaffte, einige weibliche Paare im wiegenden Rhyihmus bewundern zu können. Rann. (Unglückssall oder Raub-m o r d). Mittwoch Früh wurde der Gerichtskanzlist des hiesige» Bezirksgerichtes Anton Kruhar aus der unter der Ortschaft Tfchatefch in Krain vorbei-führenden Reichsstraße tot aufgefunden, am Hinter-köpfe befand sich eine große Wunde. Bei der Leiche wurden weder die Uhr noch die Brieftasche vorge-funden. Anton Kruhar kehrte Mittwoch abends von einer Dienstverrichtnng mit dem um 10 Uhr in Rann eintreffenden Zuge von Widem zurück uud begab sich sofort nach Tfchatefch. wo er wohnte. Er benutzte hiebei von der Reichsstraße einen ziemlich steilen, mit Stufen versehenen Fußsteig, welcher mit einem hölzernen Geländer versichert ist. Die straf« gerichtlichen Erhebungen werden erst ergeben, ob ein Absturz von diesem Fußsteige aus die Reichsstraße Ente 6 Deutsche Wacht Nummer 21 oder eine strafbare Handlung vorliegt, Anton «ruhar, der knapp vor seiner Beförderung zum Kanzlei-»ffizial stand, hinterläßt eine Witwe mit drei un« versorgten Kindern. _ URTEIL einer praktischen Hausfrau: OCathreiner OCneipp-CMaltkaffee ist das tägliche Qetränk, das meinem [Marine die SLrbeitskrajt und die gute Stimmung erhält, bei dem die [Kinder aufs glück-liebste gedeihen, mit dem i<41 in der 'Wirtschaft große Ersparnisse mache, und der uns allen ■ täglich au/s neue wundervoll schmeckt. Herichtssoat. Ein Todesurteil. Am X. d. M. wurde vom Marburger schwur« gerichte der «euschlerssohn Anton Kmetec aus Grnnd de» Wahrspniches der Geschworenen zum Tode durch den Strang verurteilt. Kmetec hat seine schwangere Geliebte erschossen uud dann den Leich-nam ans die Schienen gelegt um Glauben zu machen, daß die Ermordete Selbstmord begangen habe. Ein mit Schnsternägeln an einer Telegraphen« stange vom Kmetec selbst geschriebener Zettel, aus dem geschrieben stand, man möge den Kmetec mit dem Tode dieser Frauensperson nicht in Verbindung bringe«, da Kmetec daran unschuldig sei, wurde zum Verräter. Wir haben seinerzeit darüber berichtet. Die Verurteilung Kolischers. Der Prozeß gegen den persischen Khan und General Klemens Kolischer ist gestern abends zu Ende geführt worden. Die Geschwornen bejahten sämtliche ihnen vorgelegte Fragen einstimmig und Kolischer wurde aus Grnnd dieses SchuldsprncheS zu vier Monaten Arrest verurteilt, welche Strase aber in eine Geldstrafe von 4000 Kronen umgewandelt wurde. _ Verstorbene im Monate Februar 1910 Karoline Budiu, 46 Jahre alt, Südfrüchteuhäud- leriu aus Cilli. Dr. Emil Vucinic, 28 Jahre alt, Ausknltant aus Cilli. Martin Terftenjak, 73 Jahre alt, f. l. Finanzwach. Oberaufseher i. R. Heinrich Zitzler, 18 Jahre alt. HandelSangestellter ans Wien. Anton Eichberger. «4 Jahre alt. Schlossermeister und Hausbesitzer auS Cilli. Franz Voh, 51 Jahre alt. Bahnarbeiter ans Cilli. Rudolf Ritter v. Geramb, 51 Jahre alt. k. k. - Oberstleutnant. Anton Wretscher, 6V Jahre alt, Gärtner ans Cilli. Martin Grilletz. 4S Jahre alt. Schmiedmeister und Hansbesitzer aus Cilli. Karl Höttl. I. u. k. Major i. R., 68 Jahre alt. auS Cilli. Im allgemeinen Krankenhause: AloiS Dobovisek, 61 Jahre alt, Viehhändler aus St. Georgen a. S. Maria Pinter, 2 Jahre alt, Kind ans Groß-Pireschitz. Maria Zveglar, 73 Jahre alt. Gemeindearmer auS Süßen heim. Josesiue Kopsa. 43 Jahre alt, GoldarbeiterSgattin aus Cilli. Antonia Fink, 52 Jahre alt, Näherin aus Cilli. Johann Streblovnik. 75 Jahre alt. Gemeindearmer ans St. Martin a. d. P. Martin Zalo»»ik, 6 Jahre alt, Kind aus Gonobitz. BartolomäuS Pahernik, 29 Jahre alt, Taglöhner aus Hochenegg. Jakob Lackner, 4l Jahre alt, Hilfsarbeiter ans Weitenstein. AgneS Topolsek, 73 Jahre alt, Gemeindearme ans Grvß'Pireschitz, Maria Siter, 90 Jahre alt. Gemeindearme ans . St. Christof bei Tüffer. Martin Zertek, 84 Jahre alt, Arbeiter aus Sankt Christof. In den Frauen k 111> I keil hat sich das allbekannte Franz Jo*«'f-Bitter-wasser als das beliebteste Abführmittel bewährt. Selbst die empfindlichsten Patientinn« n nehmen dieses natürliche Mittel gerne, weil eine ausgezeichnete Wirkung ohne irgendwelche unangenehme Nebenerscheinungen und Nachwirkungen sicher und iu kurzer Zeit eintritt, äcanzoni und viele ander« hervorragende Vertreter der Frauenheilkunde lobten übereinstimmend die wohlthuenden Eigenschaften des natürlichen „Franz Josef" • Bitterwassers. — Käuflich in Apotheken. Drogen- und Mineralwasserhandlungen. SARG WIEN 'LEICHTE« ERWERB 2—5 K täglich ständiger Verdienst Ueberall fleissige Personen »um Soclteustricken *uf Schnellstrickmaschine gesucht. Leich-ttr Verdienst in Ibri-rWobnunjr, Unterricht gratis, Entfernung Alter, einerlei. Schrift), garan-tirte Arbi-itssbnahrne. Verlangen Sie sofort Prospekt. Christi. 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Schwester, Fräulein Marzeline Ropas betroffen, sagen wir auf diesem Wege unseren tiefst-gefühlten Dank. Die trauernd Hinterbliebenen. Wiesen und Aecker uebst Stallung und Heuschupfen sowie Gemüsegarten in nächster Nähe von CII1I sind sofort preiswert zii verpachten. D riefe erbeten unter „Guter Ertrag" an die Annoncen-Expedition von Josef Hcuberger, Graz, Herrengasse 1. täglich frische sieirische Ueebufter zu haben bei 7}ans Wo£sff, Cilli. »- Die erste Tokajer Copc-Destilierie bringt dem P. T. konsumierenden Publikum zur Kenntnis, dass ihre Destillate bei den Herreu 2v£ile,:cL Hocevai sowie bei Josef 2v£a,tlc *u haben sind. Die geehrten Kunden vom Hanse Hoüevar als auch vom Hause Matil bekommen bei jedem Einkauf eine Flasche Tokajer Cognac gratis. Gicht, Rheumatismus und Asthma werde« erfolgreich bekämpft bei Anwendung meines seit Jahren bestbew&hrten Kuraly ptuaSIra s in stralisshca Naturprodukt) Preis p r Originalflasche I H 90 h. 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Wir beehren uns hiemit den sehr geehrten Bewohnern von Cilli und Umgebung die ergebenste Mitteilung zu machen, dass wir das altbekannte und bestrenommierte der Herrn Fanninger übernommen haben. — Das Gasthaus ist vollkommen neu hergerichtet und bedeutend vergrössert. — Es wird nun unser eifrigstes Bestreben sein, unseren verehrten Gästen durch Verabreichung vorzüglicher Speisen und Getränke in jeder Weise entgegenzukommen Indem wir noch der besten und aufmerksamsten Bedienung versichern bitten' wir um zahlreichen Zuspruch und empfehlen uns hochachtungsvoll Heiiis und. Kä/ttii X)ismi£iirk. Engl. Damenschneider Franz Reich Cilli, Brunngasse 6, I. Stock Spezialist fer Engl. Kostüme, Kleider. Paletots end SMleidW, Empfiehlt sich den hochgeehrten Damen Ton Cilli und Umgebung, zur Anfertigung sämtlicher in diese» Fach einschlägigen Arbeiten. Fer chitei Schnitt nnd tadelloses Fassen weitgehendste Garantie. 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BÖhmischen Ulllon-Bank werden hiemit zur 38. ordentlichen General-Versammlung', welche am 30. März 1910 um 11 Uhr vormittags in Prag im Sitzungssaale der Bank, Graben Nr. 31 im 2. Stock, stattfinden wird, eingeladen. TAGES-ORDNUNG : 1. Bericht des Vorstandes und Vorlage der Bilanz. 2. Bericht des Revisions-Ausschusses und Beschlussfassung hierüber. 3. Beschlussfassung über die Verteilung des Reingewinnes. 4. Beschlussfassung über die Erhöhung des Aktien-Kapitales innerhalb der Grenzen des drittletzten Absatzes des § 7 der Gesellschaftsstatuten und über die durch die Kapitalserhöhung notwendig werdenden Statutenänderungen. 5. Wahlen in den Verwaltungsrat. 6. Wahl des Revisions-Ausschusses. Die stimmberechtigten Herren Aktionäre, welche an dieser General-Versammlung teilnehmen wollen, haben ihre Aktien bis längstens 22. März 1910 bei der Liquidatur der Gesellschaft in Prag oder bei den Filialen der k. k. priv. Rühmischen Union-Bank in Reichenberg, Gablonz, Saaz, Olmütz, Bielitz, Jägerndorf, Troppau, Rumburg, Brünn, Linz, Hohenelbe, Dornbirn, Salzburg, Mähr.-Schönberg, Ncutitschein, Graz, Leoben und Cilli, oder bei der Liquidatur der k. k. priv. allgemeinen österreichischen Boden-Credit' Anstalt in Wien arithmetisch geordnet und konsigniert zu hinterlegen und dagegen die Legitimationskarten in Empfang zu nehmen. PRAG, am 9. März 1910. Her VorNtllllllc (Nachdruck vird nicht honoriert.) 2 Zimmer, Küche samt Zugehör und Gem&segarten ist sofort zu vermieten. Anzufragen in der Verwaltung des Blattes. 16279 Hochelegante Jahr es wohnung im Hochparterre, sehr herrliche Lage, 12 Min. Tom Hauptplatz entfernt, mit 3 grossen Zimmern, Küche, Badezimmer, 2 Dienerzimraer, Speis, Vorzimmer u. Wirtfchal'tsbalkon mit allem Komfort ausgestattet, auch Lusthaus- u. Gartenbenützung ist ab 1. Mai zu vermieten. Anfragen zu richten an Restauration z. 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