Deutsche Macht tnaMct« l « «. Ml » aat (HUiM u. b|M (•» «OD «tt DsIMtni t*'t H»>, iuMt»4 f. -M, «ktttimri« (t. UM *. *—> |**Wri« f. fc—. KB WmWM WcTt«IIH»% ■•■Im stamm t fr. Mmli m4 Serif; M Wem ntfetatnbn üat«tt IMM »eh»r» Sahnte fix aaln SUtl «It Matata ■•k«ai*a aal Oa*ai*»»ti#a H-»»,:»'», in. etmtfhafea M IWiitmi t«,lich. «rtt ►« Cm» aa» ftcch«H-t. Nr. 21. Donnerstag den 13. März 1^90. XV. Jahrgang. Nächsten Sonntag II Uhr vormittags findet in, C^sinosaale die Gründung der Ortsgruppe „Cilli und Umgebung" des Vereine« .Eüdmart" statt. Deutsche Männer und Frauen sind höflichst eingeladen, an der Gründung zahl» reich teilzunehmen. Silli. 12. Wärz Heute beendet das ungarische Oberhau» i» Berathung des SlaatSvorauschlage», morgen mrd Koloma» Tißa dem Parlamente die De» mijsion des Cabinet» anzeigen, und wahrscheinlich am Aiontag wird sich lm Abgeordneten-Hause und im Oder^ause daS neu« Ministerium vocheilen. ivelchem Gras Szapary. der ehemalige Kiuattzminister Tißa'», al« Präsident vorstehen Ml). Es ist nicht wahr, was daS Organ der istkricichlschen Plutokralie unlängst schrieb, daß sich der Sturz Tißa'S ohne das geringste Be» | fcurtui» nach einem Wechsel in der bisherigen Politik voUziehe. Der Dualismus ist allerdings u allen seinen Consequenzen durchgeführt, der Credit des Landrs wuroe gedobeu uno seine Finanzen sind leidlich geordnet. Aber mit welchen Os ern wurde alt dies erkauft! Der abgetretene Piemi r, welchen« eine bedeutende Geschrcklichkeit Kl parlamenta« ische Operationen nicht abge-spröden werden kann, hat seine Macht damit degcündet und zu erhalten gewußt, daß er der Zieg>erungspartei jenen Liberalismus als Basis »üb. dir Hand in Hand gehl mit den Interessen der haut# fiuance, und der es so gut versteht, tat große Gemeinwesen äußerlich mit allen >tlribuien des Wohlstandes anszustatte». während J>tx ..Atyeisten-H'apst." EiiuS der merkwürdigsten Originale, das i Jlali.n je hervorgebracht. ist soeben in der schone» Lagunenstadt gestorben — der einer englischen Familie entsprossene, aber in Venedig »4»«ne Baron Ferdinand Swift. „Atheisten» Pwft" ward der sonderbare Schwärmer genannt, kjstn zahllose Verrücktheiten und tollen Streiche seil Jahrzehnten von sich reden machten und die , — wen» sich jemand die Müh« gäbe, sie zu sammeln — ein ganze» Buch füllen würden. 6r ritt z B., wie Napoleon l dies gethan, die Zrcppe zum Glockenthurm von S. Marco hin» i »»s, fuhr in einem kleinen Ruderboot von Ve» ^ redia nach Trieft und be'aß den unerhörten Nagemuth, aus seinem Pserde den — Canal Erande hinabzureiten! Das gieng so zu: Swift tisestiqte zwei parallel lausend« hölzerne pflöcke aneinander, ließ sein Pferd auf diese PjUtfi! treten und ritt so, resp, schwamm reitend ! de» Eanalazzo hinab, während ganz Venedig herbeiströmte, um das seltsame Schauspiel mit» anzusehen. Wohlverstanden imitierte Baron Cwist dabei noch den Gondolier, indem er von« i Pseide aus mit eineut lange» Ruder da» merk» i würbiae Fahrzeug lenkte. Ein gefährliches Stückchen, das bedeutend l au die Streiche des ungarischen Reiter» Sandor , erinnert, führte der tolle Baron aber eines Tages aus dem Marsfelde aus. Dort standen eben exercierende österreichische Soldaten (die Oester» reicher lagen noch in Venedig» in fünf Gliedern der Wohlstand de» eingeborenen Volkes immer mehr abnimmt. Tißa stützte Rothschild. Roth-schild stützte Tißa, und die Folg« dieser zegen» festigen Hilfeleistung war die Erscheinung, daß daS u»ga>ische Volk in dem Maße verarmte, als sich die Reichthümer der eingewanderten Finanzbarone velgrößerten. DaS ist eine That» sache. die sich nicht hinwegleugnen, nicht beschönigen läßt. Männer, deren Patriotismus über jeden Zweifel erhaben ist, haben da» Ver« verbliche der Politik Tißa'» erkannt, si« haben zum Sturze desselben die unzufriedenen Elemente gesammelt und. direct oder indirect. jene wüsten Auftritte insceniert, deren Schauplatz nicht allein da» ParlamentSgebäude, sondern auch die Straßen und öffentliche» Plätze der ungarische» Haupt-stadt geworden sind. Diese tumultuarischen Vor» sälle waren gewiß zu beklagen; aber wenn ein Volk, da« weniger geduldig und bedächtig ist, als e« beispielsweise wir Deutsche sind, denen man schier die unala»blichsten Dinge bieten darf, von der Ueberzeugung durchdrungen ist. daß man sich gegen sein Wohl versündige, dann ist eS in der Wahl der Mittel, seiner Ueberzeugung Ausdruck zu leihe», nicht mehr wählerisch, und man muß eS den Ungarn zugute hallen, wenn si« bei den Demonstrationen gegen Tißa nicht immer gerade nach parlamentarischen Grundsätzen vorgiengen. Der Sturz Tißa'S ist demnach eiue Folge deS Widerspruches, den das unga» tische Volk gegen seine Art des Regierens er» hoben hat. und es ist nicht richtig. waS da« eingangs erwähnte Blatt schrieb, daß niemand sagen ktnn«. dieses Opfer sei u»vermeidlich ge» wesen. weil die politischen Ansichten der Re-gierten sich geändert haben und weil neue An» schauungen nach Geltung ringen. Die bestrickende hintereinander ausmarschiert. als der verrückte Swift in toller Carriere herangejagt kam und. ehe die Soldaten feiner recht gewahr geworden, üb r ein Glied »ach dem andern hinwegsetzte. Erst die im letzten Gliede stehenden Soldaten hatten Zeit, sich zu fassen, und als Swist auch über sie hinwegsprengte, erhielt er einen tiesen Bajonnetstich in's Knie. Da Swist englischer Bürger war und sich um Politik nicht kümmerte, ließ ihn die österreichische Polizei eine Zeit lang treiben, was er wollte. Erst als die Sache zu arg ward, schritt man zu seiner Verhaftung. Die Mutter Swift'S war eben gestorben, al» der trauernde Sohn sich am Fenster zeigte und den Vorübergehenden, die natürlich gleich zu einer dichten Menge anschwoll n, Hände voll Gold» stücke, Schmucksachen der Todten zc. hinunter-warf. Erst jetzt hielt die Polizei e» für noth» wendig, größere» AergerniS und Aufsehen durch die Ueberführung des sanlosen Barons nach dem Irrenhause zu verhindern. Aber der Befehl dazu ward leichter gegeben, al« ausgeführt. Den ersten Constabler, der ihn fortführen wollte, wars er die Treppen hinab und erst sechs Mann gelang es. den herkulisch gebauten jungen Mann zu überwältigen. Swist's Bleibe« im Irrenhause war übrigen? nicht lange, denn die Aerzte fanden bald, daß der tolle Baron zwar ein etwa» origineller Knabe, aber nicht gerade ein förmlicher Narr war. eine Ansicht, die der eng» lisch« Consul in sehr nachhaltiger Weise unter-stützte. So wurde denn der jetzt mit der Älori« Baratom-Gemüthlichkeit, mit welcher der schei» dende Minist«rpräsid«nt seine Partei zusammenhielt. hat nicht ausgereicht, um das ganze Volk i» s«in« Person zu fesseln, und eS ist demnach die nackte Heuchelei, wenn daS leitende Organ unserer Libe» ralen lamentiert, daß in Ungarn der Parlaments-rismuS im Niedergang begriffen sei. Die Krise, welche sich gegenwärtig dort abspielt, vollzieht sich vielmehr sehr natürlich, denn eS treten an die Stelle Derjenigen, die da» Vertrauen des Landes nicht mehr genießen, wenigstens theilweise neue Männer, welche zwar ebenfalls nicht nach dem Geschmacke der Extremen der äußersten Linken sei» dürften, die aber mit Aussicht auf Erfolg daran gehen werden, die Anschauungen der Majorität des ungarischen Volke» zur volle» Geltung zu bringen. Der Sturz Tißa'S kam auch nur des scheinbar geringfügigen Anlasst» wegen überraschend, denn seine Unvermeidlichkeit war schon seit Langem zu erkennen. Wir selbst sagten ihn voraus, als der von dem Tode deS Thronfolgers gebengte Kaiser in Budapest zum Zeugen von Vorsälle» wurde, die dem Mona» che» tief in die Seele schneiden mußten, und kaum seither ein Jahr verflossen ist, hat sich unsere Voraussage erfüllt. Sie hat sich erfüllt, trotzdem Tißa in der letzten Zeit seiner Regierung — zum Beispiele dadurch, daß er Aristokraten in'S Cabinet berief, dann daß er mit der UnabhänzigkeitSpartei paktierte — krampf» hafte Anstrengungen machte, sich auch ferner ant Ruder zu erhalten. Wenn man bei der Wahr-heit bleiben will, so muß man zugeben, daß da» Ausscheiden Tisza'S auS der Regierung eine politische Nothwendigkeit war, sv sehr dies den engeren Gesinnungsgenossen der „Neuen freien" wider den Strich gehen, so sehr «S bei ihnen des Märtyrers Versehene gar bald wieder in Freiheit gesetzt und dem Schauplatz seiner Streiche zurückgegeben. Merkürdigerweise aber hatte sich im Irrenhause eine Wandlung in Swift voll-zogen — seine plötzliche Bekehrung zu einem wüthenden. Swist's ganzes Leben Hindu ch an-haltenden Atheismus, verbunden mit einem un» glaublichen Priesterhafse. Er selbst gab an. die schlechte Behandlung seitens der Anftalts-Geist» lichen habe ihn zum Atheisten und Anticl rica» len gemacht — zu einem Anticlericalen freilich ganz eigenthümlicher Art. Kaum den Armen deS Aufsehers entrannen, warf sich Swift (die bald daraus erfolgte Vereinigung Venedig'S mit Italien erleichterte ihm dieS) auf eine gegen die Religion, die Kirche und die Priester gerichtete Thätigkeit, die natürlich mit einer gehörigen Dosis Verrücktheit oder feiner auSgedrückl „Ori-ginalität" vermengt war. Vor allem setzte er ki»e ganz unglaubliche Masse von ihm selbst geschriebener Broschüren und Flugblätter in die Welt, in denen das .Ejrasez l'iulftaia' Voltaire'S in der unnachsichtigsten und unermüdlich-sten Weise gepredigt ward. Seine» biSheriaen treuen Freund, den freigeistigen Schriftsteller Carlo Pisano, der in feinem übrigens erz-anli» clericalen Blatt „Rinnovam?nto" die Atheisten mit Thiere» verglichen hatte, forderte Swift auf Pistolen. Allerdings machte der Apostel des AlheiS» muS — der bald den Titel „Atheisten-Papst" erhielt •— in Venedig nur wenig Proseliten, wenn er auch seine Untergebenen und seine 2 Mißbehagen erzeugen mag. in Ungarn den tüchtigsten Anwalt verloren zu haben. Die Sorge um den ungarischen Parlamentarismus aber mögen die Herren in der Fichtegasse getrost — den Ungarn überlassen. Wir Deutsche brauchen eS uns durchaus nicht zu Herzen zu nehmen, wenn Tißa gezwungen ist, sich auf seine Güter zurückzuziehen. Im eigenen Lande hat man unter seiner Regie-rung die Deutschen hart bedrückt, für die Vor« gange die«seit« der Leilha hatte er nur uner« schütterlichen Gleichmuth, und wenn er allezeit für daS deutsch-österreichische Bündni« einstand, so hat er damit allerdings ein Verdienst er-warben, aber in erster Linie um sein eigenes, um daS ungarische Volk. Bundschau. [Dt e Lage im windischen Lichte.) Da« führende Organ der „weltlich-nationalen' Wende» schreibt der gegenwärtigen Reichsraths« Mehrheit schon fast einen Nekrolog; als Stint« mungSzeichen möge der Jammer hier wieder-gegeben werden: „Je mehr da« Ende der Legislaturperiode her-anrückt, desto mehr treten die Gegnerschaften unter den einzelnen Fractionen der Rechten zutage. Auf der »inen Seite drängen die konservative», auf der anderen die Polen zur Trennung von der jetzigen Majorität. Einige Führer glcuben, die Eintracht der Majo-rität noch bewahren zu können; allein alle« weist darauf hin, daß ihre Mühe umsonst sein wird. Die Regie-rung könnte die Gegensätze auf der Rechten wohl schlichten, wenn sie jeder Fraction doch wenig-stenS etwa« zugestehen wollte ; allein sie will nicht, und vielleicht kann sie cS auch nicht mehr mit Rücksicht auf wahrscheinliche Abmachungen mit der Linken. Man wird e« versuchen, mit der Linken und dem Coronini-Club die neue Majorität zu bilden, mit der sich Taaffe weiterhelfen wird. Die Gegensätze sind auf der rechten Seite so schroff, daß man sie nicht leicht wird ausgleichen können. Die Deutfchconservativen verlangen von ihren bisherigen Alliierten die Unterstützung hinsichtlich der confeffio-nellen Schule, für welche sich die anderen Fractionen jedoch nicht erwärmen können. Die Alttschechen wissen eS feit den letzten Wahlen, daß sie keinen Schritt weitergehen dürfen, wenn sie nicht alle« Vertrauen im Volke verlieren wollen. Die Tsche-chen sowohl, als auch alle anderen Slaven halten dafür, daß jede andere Aenderung der Schulgesetze nöthiger wäre, als gerade die von den Clericalen begehrte. Sonntag gab'S im Polen-Club eine erregte Debatte, die mit dem Beschlusse endigte, daß die Regierung angegangen werde, sich mehr auf die Linke zu stützen. Die Polen haben sich also schon ent-schlössen, von der Rechten zu scheiden, sie warten nur auf den passenden Anlaß. DaS ist der Anfang vom Dienerschaft zu einem atheistischen Elub mit dem hochklingenden Titel ,3o«i«tit italiana degli atei' organisiert hatte. Wie e» um diesen samosen italienischen Atheistenbund stand, geht daraus leuchtend hervor, daß der Portier des BaronS — der die Charge des VereinS-BannerträgerS bei öffentlichen 'Anlässen bekleidete — nach jeder Sitzung der Clubs schleunigst nach der Kirche lief und beichtete. Die Mitglieder de« Bunde« waren zumeist Leute, die sich zu Swist in ab-hängiger Stellung befanden, seine Pächter, Ver« Walter, seine Lakaien, Diener ic., die, der Noth gehorchend und de« lieben Brodes wegen, auf die Schrullen ihres Herrn eingiengen. Das Local, wo der Club unter dem Präsidium Swist'« seine denkwürdigen Sitzungen abhielt, lag im Palazzo des BaronS an dem früher Santa Maria de Campo Zobenigo geheißenen, von dem Besitzer Swift aber mit Auslassung der Madonna in .Campo Zobenigo" umgewan« betten Platze. Auf der Thüre des ClublocaleS wie des Swift'schen Palastes waren ein Dreieck und ein Compaß abgebildet. Seiner Natur entsprechend, brachte der tolle Baron seine atheistischen fixen Ideen in möglichst origineller und auffallender Weise zur Geltuug. So war eS z. B. lediglich sein Verdienst, daß bi» historische FrohnleichnamS-Procession auf dem E. Marco-Platze in Venedig polizeilich ver« boten wurde, und das gieng so zu: Während „Deutsche Wacht" Ende, denn die Deutsche« Ausschusses habe inzwischen seine Stelle nieder« gelegt, und seit einem Jahre sei der Ausschuß nicht mehr einberufen morden. Die Gesetzgebung sollte sich doch mit der Frage der Revision' des objectiven Versahrens beschäftigen, und eS dürfte auch die Regierung zu dieser Frage Stellung nehmen, wenn der Ausschuß einmal die Er-örterung dieser Frage ernstlich beginnt. Dr. Foregger stellte an den Obmann-Stellvertreter Dr. Kopp die Anfrage, ob derselbe geneigt sei. sofort eine Sitzung deS Preßgefetz-Ausschusses einzuberufen, um zunächst die Wahl eines Ob-manneS vorzunehmen und dann die Berathung über die Reform des objectiven Verfahren« ein-zuleiten. die Procession nabte. setzte sich Baron Swift an der Spitze seiner Getreuen vor da» Casö Quadri und fixierte die Andächtigen in frecher Weise, w.bei die Demonstranten, dem Brauch zuwider, die Hüte aufbehielten. Die Folge davon war, daß einer der Processtons-Theilnehmer Swift den Hut vom Kopse schlug, worauf eine all-gemeine solenne Prügelei entstand, in der fast das ganze Mobiliar de« Caft Quadri, aber auch der ProcessionS-Baldachin und eine Anzahl Heiligenbilder und Kirchenfahnen zertrümmert wurden. Trotz seiner Riesenstärke bekam Swist bei dieser Gelegenheit etnen gehörigen Theil Prügel ab. was ihn aber in seinem freiwillig provocierten 'Martyrium nur bestärkte, umso-mehr, al« der ersehnte Zweck erreicht war. Denn die ganze Bevölkerung Venedig'« theilte sich in Folge dieser Schlacht in zwei Lager; man sprach tagelang von nicht« anderem als von Swift und dem Atheisten-Club, und die bigotten Fleischer von Cannaregio luden den Baron und seine Sippe höhnisch zu einer von ihnen geplan-ten Procession ein, eine Forderung, die Swift > und die Seinen mit Vergnügen annahmen. Ehe aber ein neuer Scandal entstehen konnte, verbot die Polizei die Processionen überhaupt, und zwar für alle Zukunft. Swift triumphierte! Nicht mehr verrückt, sondern frevelhast war es, wie der Atheisten-Papst unter der Land-bevölkerung für seine Idee Propaganda machte. 1890 Der R e i ch S r a t hj wird wahrscheinlich am 26. d. M. seine Oster - Ferien antreten rnib sich am 12. April wieder versammeln. T» Einberufung deS Reichsrathe« im ^rühherbst k-hufS Berathung des Strafgesetz - Entwürfe« gilt als sicher. [Ueber die Slovenisierung bei IustizwesenS.s wie sie von den wendisch» Volksführern gewünscht wird, bringt daS „Laib. Wochenbl." einen lesenswerten Aufsatz, der mit folgenden Bemerkungen schließt: ..Wie es mg einer, soweit nur möglich, namentlich auch bei den Obergerichten nationalisierten Justiz besteilt ist, waS sür Folgen und Erscheinungen da j»-tage tretm, dafür liefert un« ja Galizien ei« mehr als bezeichnende« Beispiel. Die galizische» Justizzustände waren im Laufe der letzten Jiim inbetreff der wissenschaftlichen Oualisication der Richter wie nach anderer Seite hin Gegenstand! eingehender Erörterung, und sogar vonseite ein-sichtiger Polen selbst sind die Herrichenden Uebel- ! stände offen zugestanden worden. Es fällt >»< nicht im Entferntesten bei, die Verhältnisse, mt sie derzeit in Krain herrschen, mit denen in Äo> lizien aus eine Stufe stellen zu wollen; alleii lernen läßt sich au« der Betrachtung der letzter« viel, und man kann daran« den richtigen Maß» stab gewinnen für die Beurtheilung und dieBe-denkliHkeit der Ansprüche der slovenischen Führer nach einer noch weitergehenden Nationalisiern»! ! der Justiz auch bei uns zulande. Wenn aaj slovenischer Seite aber gar von einer theilweise» Slooenisirung auch deS obersten Gerichtshof«! gesprochen wird, dann fällt eS Einem wirklich schwer, ein so consuskS und dabei unausführbare« Verlangen auch nur einen Augenblick ernst zu nehmen. Verdient eine solche nationale Extra«-ganz überhaupt eine Widerlegung? ES genügt doch wohl, an die Konsequenz eines so unsinnige» Verlangens zu denken: diese wäre einfach die. daß die obersten Gerichtshöfe in acht oder neun Sprachen das Amt zu handeln hätten. Wahr-lich, das betreffende Wort eines vor wenige» Jahren erst verstorbenen ungarischen Minister«: „Der Polyglotte Staat ist ein Unsinn', paßt wohl kaum irgendwo besser, als gegenüber dm von slovenischer Seite gestellten Verlangen, mit der slovenischen Amtierung selbst die höchsten Ge-richte nicht zu verschonen. [Die Schulcommission de » Her« renhauses,^ von vielen bereit« todtgeiazt, gibt wieder ein Lebenszeichen von sich, indem sie heute zu einer Berathung zusammentritt. DaS „Vaterland" meint, in dieser Sitzung würde eilt- I weder die Vorlage zu Ende berathen oder v» einem ganz neuen Gesichtspunkte au« behandelt werden. Der Sinn t ieser Rede ist etwa« dunki. Wie uns au« Wien geschrieben wird, befür» warten die Mitglieder der Commission die faciil- Eine zu seinem Besitz gehörige Kirche in Mira j wandelt er in einen Stall um, in dem er eise bös», lahme, alte Mähre unterbrachte, der er den Ramm „Dio" gab. Auf dem bald in da ganzen Gegend verrufenen, abgetriebenen Klepper galoppierte er nun wie ein wilder Junge her-um, trieb die ihm begegnenden armen Geistlich« in die Enge und brachte es dahin, daß die Bauern darauf schwuren, Swist und sein Gut! stünden mit dem Teufel im Bunde, und daß ftc sich scheu vor ihm bekreuzten. Al« der Buch-scnfchuß eine« de« Unfuges überdrüssigen Baun» da« Leben«licht deS Klepper« endlich auSgeblasa, ließ der Baron meilenweit alle Häuser, selbst die Kirchenwände, mit riesigen Trauerplacatta tapezieren, de« Inhalte«: „Dio" sei gestorben! In der letzten Zeit hat Baron Swist noch dadurch von sich reden gemacht, daß er. der echte blaublütige Aristokrat, e« nicht unter i'emer Würde hielt, im Malibrantheater sich mit dem bekannten Ringkämpfer Bartoletti, eine« früheren Fleischergesellen, jiu messen. Die Kraftprobe fiel überraschender Weise gegen den Barm auS. dem Bartoletti sin paar Rippen zerbrach. Mit Baron Swist steigt wieder ei» Theil jener Originalität in'« Grab, die überhaupt im modernen Italien immer mehr auSstirbt und die in dem nun Verschiedenen einen besonder« tolle» Ausdruck gefunden ha«. 1890 totioe Einführung der consessionelle» Schule überall dort, wo bie Gemeindevertretung e« inlangt, und wünschen serner die Besoldung der Schul-Jnspectoren nicht durch den Staat, sondern durch da» dand. letztere«, um in jenen Lindern, wo die Clericalen in der Wahrheit fab, einen größeren Einfluß au- die Inspektoren «uiüben zu können. Es scheint also, daß die Heeren bereits auf den Weg de« Feilscheiis ge* langt find, und die« bedeutet, daß sie sich schließ-Kch auch mit weniger zusrieden geben werden. s I m Verzehrungs st euer-Ausschüsse des Abgeordnetenhauses^ kindlpte der RegiernngSoertreter an, die Nehrung sei bereit, ähnliche Vorlagen über die jiesorm der VerzehrungSsteuer wie für Wien nach Tdunlichkeit auch für andere Städte ein-zubringen. sA u S d e m L a g e r der mährischen Tschechen! erheben sich anlässig der bevorstehenden LandtagSwahlen Rufe, man möge L?posttion nach deutschböhmischemMuster machen. , » O [T e x neue deutsche Reichstag! mrd sich, wie auS Berlin gemeldet wird, in der FMjahrS-Session ausschließlich mit iocialpoli-»scheu Fragen beschönigen. Die Militärvorlage tilr'ie erst im Herbste eingebracht werden, da sie zur Zeit noch nicht fertiggestellt ist. Sie be-zweckt zunächst die Umgestaltung der Feld-Artil-lerie und Ergänzun en an Specialtruppen bei den neuen Arine.corpS, Ein Entschluß üver das Conalistengesetz ist noch nicht gesaßt. Gegen-«örtlg finden Berathungen statt, wie dem Miß-drauche vorzubcugen wäre, der bei den Wahlen »onseiten der Socialdemokratie mit der Freizügig» fett getrieben wird. Die bezüglichen Klagen ßrimdcn sich aus die Thatsache, daß die Social-devokratie eine wahre Völkerwanderung ihrer Leute in den großen Städten zu Wahlzwecken veranstaltet hat. daß die Betreffenden förmliche .Umzugskosten" erhielten u. s. w. Als verbürgt wrd eine neuerliche Aeußerung des Kaisers «iig-theilt. daß ein schlechter Reichstag den Laus der Weltgeschichte nicht aufhalten werde; diese gehe ihren Gong, und es komme nur darauf »n, die neuen Wege zu erkennen und sie that-\ triftig zu betreten. sDieGerüchte von dem Bestehen liier B i s m a r ck - K r i s es sollen der Stich-hältigkcit nicht entbehren. Den Anlaß zum Mei-mngsziviespalt zwischen Kaiser und Kanzler soll tat Socialistengesetz gegeben hab n. welches der Rats« fallen lassen wollte, mit diesem Gedanken oder bei Bismarck auf lebhaften Widerstand Äeß. Der Ausgang der Krise ist noch ungewiß. sAus der internationalen Ar» ieiterschuß-Conferenz in Berlins mrd in französischer Sprache verhandelt werden. Nan erblickt hierin „einen Act entgegenkommen-dn Courioisie Deutschlands gegenüber Frank- Angcffügette Worte. *) Jede unserer Thaten wird belohnt oder be« Nur gesthen wir'S nicht ein: denn der Lohn erscheint un« zu klein, die Strafe zu groß. Ei gibt abstoßende Güte und anziehende Dolhrit. Der einsamme Felsen wird immer kantiger, dn Kiesel immer runder. Man verzeiht Dir weder Dein Talent, noch Tein Gelinge», noch Deine Freude, noch Deine Heirat, noch Dein Vermögen, kaum Dein Un-glück; nur den Tod verzeiht man Dir und den «ich« immer. Undankbarkeit gibt e» nicht für den, der feine Wohlthaten vergißt. Wenn ein Mann allzu leidenschaftlich seine Sinder liebt, dann sei »ersichert, daß seine Ehe »icht glücklich ist. •) AuS Sarnttn SylvaS Eentenzensammlung „Vom tm". ,.D-«5»chs Macht" reich, welch' letzteres in der Kammersitzung vom 6. d. MtS. den Bestrebungen deS Kaisers Wilhelm eine so objective und gerechte Würdigung zutheil werden ließ." sFürdie russisch-serbischen Be-ziehungen) ist > er gegenwärtige Aufenthalt des Führers der serbischen Radikalen, Nikola P^schitsch, in Petersburg keineswegs so belang-loS, wie eS von officieller Seite behauptet wird. Laut einer Nachricht von unterrichteter Seite werden in der letzten Zeit Verhandlungen be-treffs Abschlusses eines russisch - serbisch - mon-tenegri nischen Schutz - und TrutzbündnisseS gepflogen, und es hänge hauptsächlich mit dieser Angelegenheit sowohl die Reise des montene-grinischen Ministers Vnkowitsch nach Belgrad, als auch der jetzige Besuch Pafchitfch in Peter«-bürg zusammen sN i h i l i st i s ch e S-! Aus Kopenhagen wird vom 8. d. Mts. gemeldet: Petersburger Briefe verrathen eine nihilistische Verschwörung. Durch den Selbstmord des Sohnes eines höheren Be-amten wurde entdeckt, daß er durch das LoS bestimmt war. den Czar zu tödten. Zahlreiche Personen sind compromittiert. — In London lies letzter Tage eine Meldung ein, nach welcher der Czar einen Drohbrief erhalten habe, worin erklärt ward, er werde daS Schicksal feiner Vor-gänger Peter III., Paul I. und Alexander II. theilen, wenn er nicht feine reactionäre Politik ändere. Jedem Minister soll eine Abschrift deS Briefe« zugekommen sei». sDie russischen Mönche auf dem Berge Athoss haben kürzlich, wie griechische Zeitungen melden, im Piräus ein Segelschiff für 95.000 Frcs. angekauft, durch welches sie ihre Flottille auf zehn seefahrende Schiffe ge-bracht haben. Die Mönche, die sich in ihren Klöstern von der umwohnenden Bevölkerung völlig abgeschlossen halten und dadurch nieman-dem einen Einblick in ihre Beschäftigung gestat-ten, benutzen diese Schiffe, um sich aus den russischen Hasenplatzen des Schwarzen Meeres ihre LebenSmittel und ihren sonstigen Bedarf zu holen, wobei man allerdings vermuthet, daß sich unter dem letzteren auch mancherlei Kriegsmate-rial befindet. Die zum Ankauf jenes Schiffes im Piräus eingetroffene Abordnung der Mönche soll nach den Angaben der dortigen Blätter auS recht ansehnlichen Männern bestanden haben, welche sich sowohl auf das Handwerk des See-fahrenS, al» auch auf das des Kriege« zu ver« stehen schienen. sDie Franzosen und der König von Dahomey.^ Frankreich befindet sich in der That, wie schon vor einigen Tagen vorher-gesagt wurde, am Vorabend eines Krieges gegen den König von Dahomey, der alles Gebiet, welches den Franzosen gehört, besetzt hat und sich zu einem großen Kampfe mit den Franzosen anschickt. Mehrere Gefechte sind allerdings zu feinen Ungunsten ausgefallen und haben starke Die Frauen bekämpfen in ihren Kindern mit besonderem Eifer die Fehler ihre« Manne» und seiner Familie. _ ES gibt nur ein Glück: Die Pflicht, Nur einen Trost: Die Arbeit, Nur einen Genuß: Da« Schöne. In schwerem Leiden schließt man sich zu, wie die Auster; öffnete man einem da« Herz mit Gewalt, so wäre e« der Tod. Eine Demüthigung kann für Den gefährlich werden, den der Stolz auf geradem Wege hielt. Der Hochmuth entspringt entweder au» krankem Hirn oder au» Rassenerschöpfung. Pflichttreue ist eine« der schönsten Wörter der lieben deutschen Sprache: sie kann stolz sein, e« zu besitzen. 3 Verluste zur Folge gehabt. Allein e« ist zu gewärtige», daß bei einem Hauptschlage die Da-homesen den Franzosen überlegen sein werden. Infolge dessen sind von Frankreich Verstärkungen nach Dahomey abgeschickt worden. Nach den Erfahrungen, die Frankreich mit Tonkin gemacht hat, fürchtet sich jede Regierung vor solchen Abenteuern, die nur zu leicht ihren Sturz herbei-führen können. Indessen e« wird dem Ministerium jetzt nichts Anderes übrig bleiben, als den ihm aufgezwungenen Krieg anzunehmen. Da« Zerwürfnis berührt auch Deutschland in-sofern, al» noch nicht abzusehen ist, ob nicht Deutsch-Togoland, daS im Westen unmittelbar an da» Königreich Dahomey grenzt, von dem Streit in Mitleidenschaft gezogen wird. Locates und Srovinciales. Cilli, 12. Mär,. sP e r s o n a l n a ch r i ch t en.z Der Titel eine» kaiserlichen RatheS wurde dem Kaufmanne und HandelSgerichtS-Beisitzer in Graz. Herrn AloiS Aßmann, verliehe». — Der steiermär-kifche LandeS-Ausschuß hat den Landrath Ema-nuel Wanggo über sein Ansuchen unter Anerkennung seiner ausgezeichneten Dienstleistung in den dauernden Ruhestand versetzt und die hiedurch erledigte Landraths-Stelle dem Secretär erster Kategorie Dr. Josef G st e t t e n h o f e r verliehen. — Der Polizei-Concipist der Grazer Polizei - Direction Herr Eduard G u t m a n n wurde zum Polizei-Commifsär im Staude der Wiener Polizei-Direction, die PostamlS-Prakti-kanten in Graz Victor Wranitzky. Woldemar H o l e i n und Emil von KlebelSberg wurden zu Pcst-ConceptS-Praktikanten, und zwar die ersteren zwei bei der Post- und Telegraphen« D-rection in Graz, letzterer bei der Post- und Telegraphen-Direction in Innsbruck ernannt. — Dem krainischen LandeS-Forstinspector Wenzel G o l l wurde daS Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens verliehen. — Der Auskultant Hubert Wagner wurde vom KreiSgericht Cilli zur Staatsanwaltschaft und der Auscultant Han« Falke Freiherr v. Lilienthal vom Bezirksgericht Pettau zum Bezirksgericht Frieda» versetzt; dagegen wurden die Auskultanten Karl R a d e y und Joses Edler von D u c a r zur Dienstleistung beim Kreisgericht Cilli einberufen. sVerein „S ü d m a r k."j Wie wir an anderer Stelle mittheilen, findet nächsten Sonn-tag die Gründung der Ortsgruppe „Cilli und Umgebung* statt. Unter andere« werden dazu die ReichSraths-Abgeordneten Dr. Foregger und Dr. v. Derschatta erwartet, und vom Ausschusse dürften die Herren Dr. Chroust und Dr. Glantfchnigg der Gründung beiwohnen. sAus slovenischen Abgeordnetenkreisens wird mitgetheilt, daß der ReichSrathS Abgeordnete Baron Göbel den „Ent-schluß" gefaßt habe, nicht mehr zu candidieren, da sich zwi chen ihm und seinen slooenisch ge-sinnten College» kleine Meinungsdifferenzen er-gäbe». Baron Gödel ist bekanntlich gewählt worden, lediglich um die „slovenische Delegation" anfzuputzen, und seinen Einfluß hohenort« im Interesse wendischer Personalangelegenheiten nutz-bar machen zu können. Er hat seine Schuldig« keit gethan, und nun kann er gehen. Auch über andere Abgeordnete slovenischer Gesinnung kom« men Nachrichten, die sich meist daraus beziehen, daß sie nicht mehr gewählt werden dürfte«. In erster Linie wird Herr v. Tonkli genannt, welcher der radikalen Partei nicht zu Gesichte stehe und mit Rücksicht auf die Spaltung der Clerifei im Görzifchen die beste Aussicht habe, durchzu-fallen. Fraglich bleibt e«. ob die slovenische Opportunität«partei der Stadt Laibach den Grafen Hohenwart noch wird durchbringen können. Diese Partei hat bei der letzten Landtagswahl bekannt« lich den Kürzere« gezogen. Sehr unwahrschein« lich soll auch die Wiederwahl Hren's geworden sein, und Herr Schukele muß mit der Unter« krainerbahn den größten Lärm schlagen, um sich wieder populär zu machen. Wenn er damit nur nicht zu früh angefangen hat! Als neue Candidaten werden die russophilen Politiker Hribar und Podgornik genannt, und auch Herrn Dr. Tautfcher (recte Deutscher) wird die Ueber-nähme eines Sitze» im künftigen Reichsrath 4 vorherg'sagt. Dies« Herren sollen die durch Dr. Gregor« repräsentierte slovenische Hussiten« Partei vermehren. So meldet der „Parlamentär." Inzwischen arbeiten die Laibacher Geistlichen mit großem Eifer daran, der Fraction Klun neue Kräfte zuzuführen. Der AuSgang der Wahl in Laibach hängt von der Haltung der dortigen Deutschen ab. sLandtagSwahl.] Letzten Sonntag versammelte sich eine Anzahl geistlicher Herren im hiesigen slovenischen Leseverein um wegen der nächsten LandtazSwahl Beschlüsse zu fassen. Man gieng uneinS auseinander und will sich nächsten« einen passenderen Ort zu einer wei-teren Besprechung wählen. sDer Cillier Männergesang-vereinj HM am 5, d. Mt«. seine statutengemäße Hauptversammlung ab und wurde in derselben die frühere VereinSleitung wiedergewählt. Sie besteht demnach au« den Her» en: Dr. Au>. S ch u r b i al« Vorstand, H. Weidt al« Chormeister, Prof. P. P l o n e r al« Chor-meist,r-Stellvertreter. L.Wambrechtsamer al« Cassier, Prof. A. G u b o al« Ausschuß-Mitglied und F. Wolf al« Archivar.- An Stelle de« Herrn Dedek, welcher Cilli verlassen hat und im Vereine die Stelle eine« Schüft-sührcrö bekleidete, wurde Herr F. Dvminig zum Schriftführer gewählt. Unser den bei der Hauptversammlung gefaßten Beschlüsse,» ist derjenige hervorzuheben, daß sich der Verein an dem vom 15. bii zum l3. August d. I. in Wien statt-findenden SängerbundeSseste korporativ betheiligen werde sCillier M u s i k v e r e i n.Z Nächsten So. niag findet um l 1 Uhr vormittag« im kleinen Casinofaale ein Schüler-Concert statt, zu welchen» all« Gönner und Freunde des Vereines und der Musik höflichst eingeladen sind. ^G e n o ss e ns ch a st l iche s.) Die Genossen« schan der Kleider Schuhmacher u. s. w. in Cilli hielt letzten Sonntag unter der Leitung ihre« Vorsteher«, Herrn Anton M u r k o, »m „Hotel Strauß" ihre diesjährige Hauptoer-sammlung ab, und gelangte in derselben der R e ch e n s ch a f t S b er i ch t für daS abgelaufene Jahr zur Verlesung. Der Bericht weist folgende Zahlen auf E i n n a h m e n. Sassarest Ende 1888..........fl. 102.00 Eingehoben an JncorporationSge- bilrwt........ . st. 60.50 Eingelwben an Kreiiprechgedüren. » !>!.— Sinaeboden an Aufdinggedürr» . „ 42.— Sonstige Einnahmen......„ 31.— Zinsen............. 4.20 Zusammen......... . „ 194.96_ Summe fl. 297.66 Ausgaben. Mietzin» für haS Aanjlei -L«ale.....fl. 28 50 Entlohnung des EeeretärS ........„ 48 — Entlohnung des Dienert.........„ 5 50 Unterstützung zuaereiSter Eehilfen.......10.— Eonfuge VenvaltungS Auslage».......56.75 Summe fl. 148.75 Der Cajsarest betrug somit Ende Ik8v. . . „ 148.91 Dieser Rechnungsabschluß wurde über An-trag der Rech lUitgSreviforen RigerSberger und Korofchetz zur Kenntnis genommen und dem Vorstande da« Absolutorium ertheilt. — Dem ThätigkeitSberichte ist zu entnehmen, daß im abgelaufenem Jahr« acht Ausschuß-sitzungen abgehalten, 111 GefchäftSstücke erledigt und 59 Anzeigen wegen Gewerbestörung er-stattet wurden. Die Genossenschaft habe sich bei ihrem Entstehen drei Hauptaufgabe» gestellt: Die Heranziehung sämmtlicher Gewerbe - Inhaber deS Bezirkes, die Säuberung der einschlägigen Gewerbe von Gewerbestörern und Pfuschern, und die Anstrebung einer Abänderung jener Be-stimmungen deS GewerbegesetzeS, welche der Ge-werbestand al« schädlich erkannt hat. Die erste dieser Ausgaben betrachte der Vorstand als ge> löst; auch die Lösung der zweiten Aufgabt sei mit Energie in Angriff genommen worden, in-dem schon in» December 1888 nicht weniger al« 47 Gewerbestörer bei der Gewerbebehörde zur Anzeige gebracht würben. Leider sei die Vor-stehung mit ihren Ansuchen um Bekanntgabe der über diese Anzeigen getroffenen Verfügungen von" der BezirkShauptmannfchaft mit der Begründung abgewiesen worden, daß, abgesehen von der Um- „Deutsch- Wacht" siändlichkeit solcher Verkündungen, der Genossen-schaft eine Controle über die Beschlüsse und AmtSlandlungtn der Behörde nicht eingeräumt werden tönne. Die Vorstehung habe gegtu diesen Bescheid zwar den ReeurS an die Statthaltern ergriffen, sei jedoch auch hier nicht durchge-druugen, und e« ergebe sich somit, daß die Uisuug de« zweiten Programmpunkte« unmöglich sei, da die Gewerbestörer, nachdem sie bestraft wurden, ihr Handwerk ruhig weiter betreiben, ohne von der Behörde noch behelligt zu werden. Aus der Entscheidung der Statthalter«, welche dahin gelautet habe, daß die Gewerbebehörde zur Mittheilung ihrer Verfügungen nicht ver« pflichtet sei, wäre aber zu entnehmen, daß sie die« immerhin thun dürfe, und daß es demnach an Entgegenkommen fehle. Die Vor-stehung stell.' daher den Antrag, die Ver-sammlung möge sie ermächtigen, die Angelegen-heil an daS Ministerium zu leiten. Dieser An-trag wurde mit dem Zusagantrage de« Herrn Riegers berger, es sei, fall« die Genossenschaft auch vom Ministerium die zur Erreichung ihrer Zwecke nöthigt Unterstützung nicht erlangen könne, eine Versammlung einzuberufen und auf die Tagesordnung derselben die Auflösung der Ge° nossznschast zu setzen, stimmeneiuhellig zum Be-schlusse erheben. — Es fand hierauf eine Er-gänzungswahl für den Ausschuß der Kranken-casse statt, »nehrere Kundmachungen wurden ver-lesen u:td schließlich dem Vorsteher. Herrn Murko. für die taktvolle und energische Leitung der Genossenschaft durch Erheben von den Sitzen Dank und Vertrauen kundgegeben. fUnfall-Versichrrun«. ] In der letzten Nummer brachten wir unter diesem Schlag-werte einen AuSzug au» dem statistischen RuSweiS über die in der Zeit vom I. November v. I. bi« zum l. Jänner d. I. bei der Srbeiler-Unsallver-sicherungS-Anstalt für Steiermark und Aärnten ein» gelaufenen UnfallSanjeigtn. Wie un» nun die Direktion dieser Anstalt mittheilt, gilt der ÄuSwei« nicht, wie unS irrthümlich geschrieben wurde, biS ersten, sondern bi« Ende Jänner, »«« hiemit richtiggestellt sei. IDer Gemeinde-Ausschuß von P l e 1: r v v i c) hat sich anlässig des von der Gemeinde Groß - Pireschiy unlängst gefaßten deutschfeindlichen Beschlusses in der Sitzung vorn 6.J>. Mts. einstimmig sür die Beibehaltung der deutschen Sprache al« obligaten Unterrichtsgegen-stände« ausgesprochen. I N u ß d o r s bei K r a n i ch S k e l d ] ist am Freitag nacht« fast vollständig abgebrannt. Vierundoierzig Objecte sind ein Raub der Flam-men geworden. !JnRann bei Pettau ) fand am 3. d. MtS. die GemeindevorstandS-Wahl statt. In Anwesenheit von 17 Ausschüssen wurde Herr August Sranitz zum Gemeindevorstand. und als Räthe wurden die Herrn Franz Leskoschegg und Joses Ribitsch gewählt. sT o d e s s ä l le.J Am 6. d. MtS. starb in Pettau an den Folgen der Influenza Herr Joses Bratschko in seinem 72. Lebensjahre. Der Verstorbene, der längere Zeit der Stadtvertretung angehörte, wac ein allgemein geachteter Bürger. — An demselben Tage starb in Klagenfurt Gustav R. v. Melmtz, Landstand von Kärnten. einer der hervorragendsten Landwirte seiner Heimat. sFahrpreiS-Begünstiftungen. Wie die Gcneral-Direction der Lüdbahn-Gescll-schaft mittheilt, sind die behus« Erlangung der üOprocentigen Fahrpreis - Ermäßigung von den k. k. Behörden ausgestellten Legitimationen sür die Staatsbeamten und Diener auch rücksichtlich der Süibahn nur sür die österreichischen Linien mit Ausnahme der elektrischen Bahn Mödling-Hinterbrühl, somit für die Linien : Wien - Trieft, Liesing - Kalienleutgebeu, Mödling - Laxenburg. Brück-^eobni, Cpielfeld-RadkerSburg, Marburg-FranzcnSfeste. Pragerhof - Polstrau, Steinbrück-Rann. St. Peter-Mattuglie-Abbazia, Nabresina-CormonS und Kufstein - Ala. dann Meidling Pottendorf - Wiener - Neustadt und Pottendorf« Grammat - Neusiedl giltig. sKein I ä I« r l a t«i n.j Vorige Woche fuhr ei» Grundbesitzer von Seekau nach Knittelfeld. Vom nahen Walde hörte er da rasch nacheinander einen Jagdhund laut .ausgeben', und gleich darauf 1390 hüpfte der verfolgt« Hase in den Wagen des Srand-I besitz»«, der ihn nun gan, unweidmännifch erwürgt« und dann dem Jagdherrn abliefert«. fAu« Oberkrainj wird uuS unten» 7. d. MtS. geschrieben: ..Der letzte Sommer dürste >>ll«. die nicht absichtlich den Vogel Strauß spielen, hinreichend darüber belehrt haben, daj der Fremdenverkehr in unserem Lande abge-nommen hat. Sommersrischorte, von welche» man sich einen allmäligen Aufschwung versprach, drohen ganz in Vergessenheit zu gerathen. und selbst unser Velde« hatte weniger deutsche Be-sucher auszuweisen al« in früheren Jahren. Wie kommt da« ? Diese Frage beantwort.! sich ganz von selbst. Wer nicht blind ist. der weiß auch, daß sich die gesellschaftlichen Verhältnisse im Lande, besonders in den letzten zehn Jahren, zu unerträglichen gestaltet haben. Der Hetz-Priester, der Hetzschulmeister, der Hetzschreib« und viele andere Hetzer sind in Gegenden g«. drungen, in welchen ehedem Friede herrschte ui»i> daS Deutsche noch in Ehren stand. Jetzt ist eS ganz auderS! Der deutsche Tourist, der sich „nsere schönen Gebirgsthäler ansehen möchte, kehrt alSbald um oder fährt davon, weil ma» ihn nicht verstehen will. Man sollt« doch überlegen, daß namentlich Vergnügungsreisende durch ihre Erzählungen eiuei: Ort in die Hohe bringen, aber auch vereinsamen können. Jeder theilt seine Ersahrungen anderen Reisenden mit. und so geht es fort bis ins Unendliche. Die Laibacher Hetzzeitungen sagen zwar, .wenn die Deutschen ausbleiben, so w rdeu dafür Kroaten und andere Südslave« kommen". Daß jedoch dem nicht so ist, nud daß die Südslaoen, wen» sie auch kommen, nicht so lauge bleiben a « deutsche Familien, das haben wir schon hm-länglich erfahren, und da» w-rd auch der Veldes« Bürgermeister, der selbst Gastwirt ist. ohne Be-denken bestätigen, Lon diesem Gemeindeoor-stehet hätte man übrigens erwartet, daß er die Interessen eines CurorteS mit größerem Ver-sländnisse ersassen werde, als e« thatsächlich der Fall ist. Der Mann benimmt sich in einer Weise, daß wir ihn nun zu den slovenischen Parteigängern zählen müssen. Hat er doch im letzten Sommer die bekannte Gesellschaft, die sich Cyrill- und Methud-Bruderschast nennt, mit überschwanglichtn Worten begrüßt und den slove-nischen Standpunkt mit warmen Worten ver-theidigt. Herr Mallner hat schon früher manche „Merk«" vernommen, sie jedoch nicht beachtet und sich endlich offen zu den Leuten geichlageo. welche deutsche Gäste überall, wo sie sich nieder» lass«», vertreiben. Das rohe, herauSsädernde Wesen der slovenischen Fanatiker ist ja schon weit und breit bekannt. Vielleicht ist der Bürger-meist« von VeldeS selbst schon Cyrill- und Meihud-Bruder? Wohl bekomm« ihm I ?!ur klage er dann nicht mehr über schwachen Besuch und bleibe dessen eingedenk, daß man durch Parteinahme für slovenische Hetzoereine die In» teressen eineS oberkrainischen CurorteS niemals fordern wird. Man sollte bedenken, daß da« nationale Bewußtsein der Teutschen immer leb» haster wird, und daß e« bei den jetzigen trist« Verhältnissen in unserer Provinz d«m Deutsche» nicht mehr erlaubt ist, slovenische Parteigänger zu nähren oder vielleicht gar eine Ehre darin zu erblicken, daß der slovenische Wirt nicht allein die rüden Pervaktn. sondern auch .Germanen* bedient. — Diese Zeile » sind durchaus nicht darum geschrieben, um jemandem wehe zu thu», sondern lediglich zu dem Zwecke, u»n unsere Leute zur Umkehr zu mahne». Wer auch deutscht Sommersrisch-Parteien sehen will, der sei wenig-stenS unparteiisch u»d streue Vereinen, von denen eS notorisch bekannt ist, daß ihnen der Russ« hundertmal lieber ist. als d«r Deutsch«, nicht noch Weihrauch. Haben denii die ^eute noch immer zu wenig trübe Ersahrungen gemacht * Sind si« d«nn mit Blindheit geschlagen, um nicht zu sehen, daß alle Posten, welche die nur um ihren eigenen Sack besorgten Slooeaensührer einmal sür sich erobert haben, versumpfen un» den, sichern Ruin entgegengehen? Sieht man denn nicht gerade jetzt, da in die Wohnungen vieler Krämer die HungerSnoth eingezogen ist. recht klar die Hilflosigkeit der slovenischen Hetzer? Für die armtn Landsleutt leitet keine dieser 1890 ' Xsssenzeitungen Sammlungen ein, man hat für sie kein Herz und kein Geld, wohl aber für daS ßervakenhauS „Narodni dorn", für allerlei Ci» talnica, Hetzvereine und für Denkmäler von Größen. die eine Culturnation nicht einmal an-gemalt sehen möchte! Die Schäden der Pervaken-«inschaft zeigen sich immer unverhüllter, die L^omacht der Großmannssucht wird immer Kasser. und unzweifelhaft kommt auch bald die Z'it. in welcher die Bevölkerung selber die slo-witsch«» (Bögen in Scherben schlagen und die-jnigen laut verdammen wird, welche die Zu-bände, wie sie jetzt hier herrschen, verschuldet h-ben." Herichtssaat. [Der Au«wanderung«proceß in C a b o ro i c e ] der durch vier Monate da« Interesse der ganzen civilisierten Welt inanspruch genommen hat. ist bereit? bis zum Urtheils» spruche gediehe». Nachdem fast 100 Zeugen twvernommen worden waren, begründete der CtaaiSanwalt Dr. LguiewSki iu fünftägiger Nede die Anklage mit größter Objectivität und »it würdigem Ernste, der zu dem frivolen So-phismenspiel der Vertheidiger in krassem Wider-Bruche stand. Die jüdischen RechtSanwälte, die s>ir Reinwaschung ihrer StammeSgcnosscn cS auf völlige Verwirrung der RechlSbegrisse ab-gcslhen hatten, schienen für Witzblätter arbeiten zu wollen, denn wenn der Krakauer Universität?-prcfessor Dr. Rosenblatt zur Widerlegung der ßchädlichkeit der Auswanderung für die ökono-milchen Interessen eine« Landes betonte, daß Arund und Boden doch im Lande bleiben, so konnte er eS doch unmöglich auf eine ernste Aurtheilung der Fragen abgesehen haben. Ein fc'atid, in welchem der Tempel der ThemiS durch solche Auswüchse der Bierbankphilosophie pro-s«»ert wird, muß entschieden ungesunde Ver» haltnisse beherbergen. Die Geschworenen be-lohnte» die Lächerlich?*« der Vertheidigung mit der Schuldigiprechung fast aller jüdischen An-geklagten. Die Geschworenenbank bestand auS eils Christen und einem Juden. Die jüdischen Hauptangeklagten (28) sind mit I I Stimmen gegen eine, die christlichen (3 wegen AmtSmiß-braches) mit allen Stimmen schuldig gesprochen worden. Die übrigen Christen wurden zumeist >ut 11 gegen eine Stimme freigesprochen. Die Haltung der „großen" Presse zu diesem Processe war eine sehr eigenthümliche. Zu Ansang des« selben wollte sie nachweisen, daß die Beamten, die durch Amtsmißbrauch den jüdischen Men-scheoschacherern die Mittel zum Verbrechen lie» ferten, die eigentlichen Schuldigen seien. Nach inid nach schien sie sich dieses Unsinne« schämen zu wollen, und jetzt sucht sie mit wissenschaftlicher Emphase zu beweisen, daß die Auswanderung einen Vortheil für das Land bedeute. Sie wird damit niemanden hinter'« Licht führen. Der Leser, der nicht gerade schwachsinnig ist. bedankt sich für die Zumuthung, daß er solche Sinn-losigkeiten für wahr halte, und wendet sich anderen Blättern zu. [Eine Strafcolonie.) Das Justiz» minifterum hat Verhandlungen eingeleitet, um die Insel Veglia behufs Gründung einer Straf» Colonie zur Ansiedlung von Rückfälligen zu er» werben. Theater, Kunst, Literatur. Killier Stadttheater. Gegenüber der Localposse stehen wir un-gesahr auf dem Standpunkte, welchen Rudolf Gottschall in feinen „literarischen Briefen an eine Dame" einnimmt: wir können diesem Kunst-genre, welches mit der Kunst so wenig gemein hat. keinen Geschmack abgewinnen. Statt der Charakterzeichnungen bietet e< Zerrbilder, statt der Witzworte gemeine Redensarten, die ihre Herkunft au» dem Lichtenthal, einem der .halbsten Gründe" Altwiens. nicht verleugnen können, und statt eineö einheitlichen und geschlossenen Vorganges wird dem Zuschauer eine Reihe von Scenen vorgeführt, die entweder gar nicht oder nur lose zusammenhängen. Und dem Couplet muß hinsichtlich de« Schauspieles das Bürger- ..Deutsche Machtrecht ganz aberkannt werden, denn e« gibt nicht» Widersinnigeres, als den dünnen Faden der dramatischen Handlung da und dort zu zer-schneiden und Monologe mit Musikbegleitung einzuschalten, die nur in seltenen Fällen in der Situation des Augenblicke« begründet sind. Man sollte die Couplets umsomehr den Volk«-fängeru und den VereinSmeiern überlassen, al» die Production an packenden und zündenden Dichtungen dieser Art ohnehin immer mehr ab-nimmt und als die Epigonen der Friedrich Kaiser, O. F. Berg und Anton Lange? im Ver-gleiche ,u ihren Meistern ohnedie« nur Stümper sind. Aber auch an komischen Possenfiguren wird so selten noch Gutes und Neues gebiacht, als ob der Born, aus welchem die Possendichter bisher geschöpft, vollständig versiegt wäre. — Zu diesen mürrischen Bemerkungen hat un» „Ni-gerl'S Reise nach Pari«" Veranlassung gegeben, welches recht schwache dramatische Werk vorgestern in Scene gieng. Wir haben zwar nur zwei Acte gesehen, aber, wie man uns sagt, sind die beide» folgenden Acte nicht besser als die erste», und nur im Schlußbilde gibt es einige heitere Momente. Gespielt wurde übrigens mit anerkennenswerter Frische, und hat namentlich Herr Donat in der Rolle de« Niger! eine dank' bare Aufgabe mit Erfolg gelöst. E. • • ch Die erste Aufführung der Milltcker'fchen Operette ..Der arme Jonathan* findet. »e:m nicht abermals ein Hindernis dazwischentritt, am Freitag statt. • Am Sonntag wohnten wir einem Con-certe bei, welches bei Herrn Weidt stattfand und die stets willkommene Gelegenheit bot. den Damenchor zu hören, der hinsichtlich de« gleich« mäßigen Aussprechen« deS Texte» und inbezug auf die Mancierung de« Vortrage« zusehend« Fortschritte mach». Der Chor sang den reizen-den Walzer „Im Fliederbusch" von Pobisch und zwei Compositionen von Weidt, „Abendlied" und „Mädele ruck/ und erntete reichen und wohlverdienten Beifall. Glänzenden Erfolg er-zielten auch Frau Weidt und Fräulein Kotz, die ein Duett auS Mozart'S „Die Hochzeit des Figaro" und ein sehr schöne« zweistimmiges Lied von Mendelssohn, „Aehrenfeld", in einer Weise vortrugen, welche der Führung de« ver-ständigen Lehrers z» großer Ehre gereicht. Zwischen die Vocalnummern waren Claviervor-träge von Schülerinnen eingeschaltet, und den Schluß bildete die „Patt>etique," die der junge Hoisel zwar etwas bedächtig aber sehr correct spielte. * Der Gesangverein „Schubertbund" « Graz hält, wie u»S von dort geschrieben wird, am SamStag bei Daniel seine GründungS-Li'der-tafel ab. Das Programm enthält folgende Chöre: .Wenn die Lerchen wieder kommen' von Weinzierl, „Der Entfernte»' von Schubert, „Zum Walde" von Herbeck, „Abschied" von Franz Fischereder, „Es fliegt manch' Vög'lnn" von R. Heuberger, und „Steh' fest, du deutscher Eichenwald" von I. Jsenmann. Aotkswirtschast. [Die Aussichten für die Unter» krainerbahns stehen fortwährend günstig. Im Laibacher Gemeinderathe wurde letzthin be» züglich der Uebernahme von Stammaetien berathen. ES lagen zwei Anträge vor: Ais Ueber« nähme eine» Betrage« von 100.000 fl. und von 50.000 fl. Der zweite Antrag wurde mit Zwei-drittelmajorität angenommen und hat unter allen Umständen Giltigkeit; der andere erlangte nur die einfache Majorität. ES handelt sich nun um die streitige Frage, ob im vor-liegenden Falle eine Zweidrittelmajorität nach dem Stadtstatut überhaupt nothwendig sei, in welcher Richtung sich die Gemeinde um die Meinungsabgabe an den LandeS-AuSschuß und die LandeS-Regierung gewendet hat. Sollte fest-gestellt werden, daß eine Zweidrittelmajorität nicht erforderlich ist. so würde der Beschluß auf Uebernahme eines Betrages von 100.000 fl. in Stammactien in Kraft treten. 5 [Die cioilgerichtlichen Dcpo » fiKn] belaufen sich in der österreichischen Reichshälfte aus mehr als 645 Millionen Gulden. Dieses riesige Capital ist dem Verkehre gänzlich entgegen, da die Gerichte die Depositen blo« verwahren, nicht aber auch verwalten. Die« war ehemal« auch in Frankreich und in Deutschland der Fall, doch hat man dort schon seit Jahr» zehnten Institutionen, welche es ermöglichen, die Depositengelder zu v e r w a l t e n. In der ge-strigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde nun von deutscher Seite »er Antrag eingebracht, die Regierung sei zur Einbringung einer Gesetze«» vorläge aufzufordern, welche ähnliche Jnstitu« tionen auch in Oesterreich schasst, wobei sür Bargelder eventuell die Postsparkasse in Aussicht zu nehmen wäre. [Bei denPostfparcaffeninKrain) wurden im Monat Februar 1890 im Spar» verkehre 15.569 fl. und im Checkoerkehre 595.540 fl. eingelegt; im Svarverkehre 11.358 fl. und im Checkverkehre 137.717 fl. ausbezahlt. Auntes. >VierteS deutscheSSängerbun» de « fest in W i e n.j AuS Wien schreibt man uns: Je näher die Zeit der Abhaltung de« großen nationalen SängerfesteS rückt, welche« hoffentlich viele Tausend» deutscher SangeS-freunde in die Mauern de« gastlichen Wien bringen wird, desto rühriger wird im FestauS-schusse und den Unterausschüssen gearbeitet. Gibt es doch der Aufgaben in Hülle und Fülle zu lösen, soll daS Fest so glänzend und großartig ausfallen, wie es der schönen Millionenstadt an der Donau entspricht. Jetzt schon sind zahl» reiche Anmeldungen eingelangt, unv zwar waren die frühesten die von den äußersten Grenzen des deutschen Vaterlandes. Der Anmeldung«» termin für die Sänger, der zu kurz bemessen war, da der Verkehr des Bunde« mit den ein» zelnen Vereinen viel Zeit inanspruch nimmt, ist übrigens bereits erstreckt worden. Eine Sehens» Würdigkeit für jeden Gast wird die F.fthalle f-in, deren Modell vermöge der kühnen Con» struction allgemeines Aufsehen auch in Fach-kreisen erregt. Eine Halle für 20 000 Personen ist überhaupt noch für kein deutsche« Fest gebaut worden und wird sich dieselbe in der grünen Umrahmung des PraterS überaus imposant ausnehmen. WaS nun die Thätigkeit der Fach-ausschüsse anbelangt, so hat der Finanz-Ausschuß seine wichtigste und schwerste Ausgabe, die Be» schaffung eine» SicherftellungSfondes in der Höhe von 70.000 fl. nahezu beendet. — Der Musik» auSfchuß ist eben daran, sich die nöthigen musi» kalischen HilfStruppen zu sichern, deren da« Fest-comitö für die Aufführungen. den Feftzug u. s. w. bedar». — Der Bau- und DecoratronS-AuSschuß beschäftigt sich gegenwärtig damit, die Zeich-nungen der Festkane und de« Festzeichens zu begutachten, die äußerst geschmackvoll aussallen werden; daneben läuft die Begutachtung einer Menge von Offenen für Schaustellungen und Darbietungen auf dem Festplatze. — Der WohnungS-Ausschuß hat sich in BezirkS-Comitö'« gegliedert und ist eben daran, die Einrichtung sür die Massenquartiere zu beschaffen. — Dem VerkehrS-AuSschuß ist eS gelungen, von einigen Bahnen ganz bedeutende Zugeständnisse zu er-langen; Schritte, um alle österreichischen und die Anschlußbahnen zu gleichem Vorgehen zu be-wegen, sind im Zuge. — Gleich thätig sind der Empfangs» und der Ordnungs-AuSfchuß. Letz» terer hat die Pläne für den großen Festzug bereits fertig. Um die Mitwirkung der der deutschen Turnerschaft angehörigen Turnvereine Wien« und Umgebung sicherzustellen, wurde ein eigener Turner-AuSfchuß eingesetzt. — Der Ver-guügungS-AuSschuß hat u. A. eine Reihe von prächtigen Ausflügen, theil« alpinen Charakter», theils Thalwanderungen, in Aussicht genommen. So wird denn AlleS aus« Beste vorbereitet, un» da« Fest so glänzend als möglich zu gestallen. Wien rechnet auf einen Massenbesuch deutscher Sängergäste aus allen Gaue» als Lohn für die Mühen und Kosten des Feste«. [Sine interessante Operativ«,1 wurde am letzten Freitag auf der Klinik de» Hof« ..Deutsche Macht' 1890 rathe« Professor Dr. Albert in Wien voll»ogen. E« handelte sich um einen dreißigjährigen Mann, dem vor Jahresfrist «in schwerer Ziegelstein auf den Kopf gefallen war und der sich an derselben Kopfstelle vor kurzem eine neuerliche Verlegung jugezogen hatte. W«a«n bedrohlicher Gebirnerschetnungen infolge einer entstandenen Neubildung mußte jur Eröffnung de» Schädels (Trepanation» geschritten werden. Hofrath Albert vollzog diese Operation unter Mitwirkung »weicr Assistenzärzte. Nach Turchmeißelung und Ab-Hebung einer größeren Knochenplatte trat die Neubildung, eine Schwiele, zutage, welche wie eine Hühner-«uge vom Gehirn losgelöst werden konnte. Nach Reponierung de« losgelösten Knochenstücke« und Ver-nihung der Wunde wurde eine infolge der Druck-reizung eingetretene Lähmung de» Gesicht»nerve» be-hoben. Der Patient befindet sich vollkommen wohl. sJ n P r a j) habe» am Freitag und Sam«--tag Demonstrationen tschechischer Studenten statt-gesunden, welche jum Guschrnten deS M lilärS führten und zahlreiche Verhaftungen im Gefolge hatten. Die Veranlassung zu den D-monslra-tionen bat die Publication eineS Disciplin«» Erkenntnisses des tschechischen akademischen Senat» gegeben. sSine neue Wetter st a t i o n.] Die Italiener sind auf alpin-wissenschaftlichem Gebiete sehr rührig. Die österreichische Wetterstation auf dem Eonnblick in den Hohen Tauern ist bi» seht, nach-dem seit zwölf Iahren in der Knappenstube der Goldzeche, 3733 Meter, im Möllthale keine Berg-mannSlieder mehr ertönen, die höchste Stätte in Europa, welche Sommer und Winter vom h"mo sap'ens bewohnt wird. Wa» die wackeren Beobachter auf Hochobir und Sonblick an Einsamkeit und zu-weilen an Gefahren aushalten müssen, wissen alle Alpenfahrer. Diese Leistungen sollen nun «och über-boten werden. Der Club Alpino ltiliano hat beschlossen, 3500 Lire «1» ersten veitrag zu dem auf 15.000 Lire veranschlagten Bau eine» Schußhause» mit meteorologischer Station auf der Punta Gnifetti de» Monte Rosa beizutragen und die Restsumme durch Sammlung auszubringen. So kühn der Gedanke, auf solcher Höhe eine Wetter-station zu erbauen, auch ist. die Energie wird e» durchzusetzen wissen. Der Italiener packt alle» von der patriotischen Seite, sobald er etwa» für Vor-theil und Ehre seines Vaterlandes tauglich er-achtet. sAn«rken«ungvonPriester-Ehtn.1 Der Pariser EassationShof hat au» Anlaß eine« vor-gekommenen Falle» letzter Tage nach langer Berathung einstimmig die Entscheidung getroffen, daß die von einem katholischen Geistlichen geschlossene Ehe al« bürgerlich rechl«giltit anzusehen sei. Ferner hat der Gerichtshof entschieden, daß dem Staate weder eine Verpflichtung obliege, noch eine Berechtigung zustehe, gegen einen solchen Geistlichen einzuschreiten Nur die geistliche Oterbehörde babe da» Recht, gegen ihn vorzugehen, aber nur mit geistlichen Strafen, nicht mit bürgerlichen. Zur Einsperrnng in einer Strafanstalt z. B. dürfte sie den betreffenden Priester nicht verurtheilen, und ebensowenig habe sie da» Recht, eine etwaige Excommunication gegen ihn öffentlich zu verkündigen ; sie dürfte ihm dieselbe nur hrieflich anzeigen. fR e ch t hübsch!) Im Laufe der sogenannten „Butterwoche^ kamen, wie die .Movk. D. Ztg.* dem Polizeibericht entnimmt, in Mo»kau nicht weniger al» zweiunddreißig Personen infolge von Unmäßigkeit im Essen und Trinken um'» Leben! » • [Pauke und da« lange Laster.^ Die kleine studentische FreundeSschaar saß um vier Uhr nachmittag« noch beim .Frühstück«schoppen". Da meinte „da« lange Laster', wie der Senior de« Kreise« wegen seine« Gardemaße« allgemein benannt wurde — zu seinem 9?achbar: .Hör' mal, Pauke, meine Manschette ist voll. Notir' doch meine nächsten Schoppen bei Dir aus." Pauke gehorchte und führte auf feiner eigenen Manschette in einem kleinen Ab> stände von dem eigenen .Eonto' da« de» Freunde« weiter. Al« die Tafelrunde aufbrach, waren e« zu-samme« sech«undzwanzig Striche. Ende der Woche sandte der Jüngling seine schmutzige Wäsche nach H«uke. Bald darauf war der MonatSerste; Pauke war nicht wenig verbrüff», al» er statt der gewöhn-ten 150 M. nur 120 M. in dem „Eingeschriebenen^ »orfand — dann vor Pater» Hand die Worte H»M«in lieber Richard I Sech»undzwanzig Schoppen an einem Tage — da» untergräbt die Gesundheit und ist sehr theuer. Früher hast Du e« doch, laut Man-fchetten-AuSwei», immer nur auf fünfzehn gebracht. Au« dem Zuviel ersehe ich. daß Du Dein Studium wohl etwa« billiger einrichten könntest, und da ich gerade jetzt selbst viele Verbindlichkeiten zu erfüllen hab«, wirst Du Dich ti« auf Weitere« mit 120 M. monatlich zufritden geben müssen. Mit bestem Gruß Dein Vater!' Pauk« soll seitdem — wie «ln Eom-militonr von ihm erzählt — immer nur mit dem Notizbuch kneipen gehen. >Jn « i a e m o st indisch«« Offici«r»-casin ol »ar«n länger« Zeit bi« zum Nachtisch g«-reichttn Kuchen durch ihre saffrangelbe Farbe und ihren allaemein anerkannten Wohlgeschmack ausg«-falle« : man schrieb diese löblichen Eigenschaften dem zur Verwendung kommenden Backpulver z«. Al« daher der einheimische Koch eine« Tage» meldete, sei« vorrath sei zu Ende, hieß man ihn die leere Büchse herbeibringen, damit man bei demselben Geschäft« die Bestellung mache. Mit der selbstdewusten Miene eine« bahnbrechenden Entdecker« zeigte der Koch die leere Büchse vor, die — persische» Insektenpulver enthalten hatte. sT a r e n sind F a x e n.] In Wien wurden dieser Tage bei der Schätzung eine» reichen Nach-lasse» zwei Basen vor die Herren .Taxatoren' ge-stellt. Sie besahen sie von allen Seiten, dann sich selbst, und endlich beschlossen si«, die Lasen mit > 5 Gulden t wertet in da» verzeichn!» einzulegen. Ein Kunsthändler, der bei diesem Abschätzung»ver« fahren gleichfalls zu thun hatte, rief den beiden Herren entsetzt zu, er fei sofort bereit, für die beiden 15-Gulden Vasen, prächtige Kunstwerke, 3>»0«> Gulden zu geben. Die Herren besahen einander verdutzt und änderten ihr Urtheil. Gleich darauf kam ihnen ein absonderlich geartete« Messer, da« an morgen-ländische Herkunft erinnerte, zur Hand. Gewitzigt durch die vascn, widmeten sie dem Messer eine achtungsvolle Betrachtung und beschlossen, ihm im Hinblick auf seine Nachbarschaft «inen Wert von lO Guide» zuzusprechen. Inzwischen war die Köchin de» Hause« au» irgend einem Grunde in« Zimmer getreten, steng die Messerschätzung auf und rief lachend: „Aber da« Messer habe ich ja erst vor acht Tagen bei einem ,Bo»uiaken' für — 18 Kr. gekauft !" — Den beiden Taxatoren soll vor der eigenen Weisheit recht bange geworden sein. [D i e theure ® a 11 i n.| Sie: „Du kannst von Glück sagen, daß ich Dir Deine alte Wäsche guSbessere l Wa« würdest Du wohl machen, wen» Du mich nicht hättest ?' — Er: .Weißt Du, dann könnte ich mir neue Sachen kaufen.' §-rrtspondenz der -Redaction. C orre sp onde nt i m S ann t ha l: Wie wir erhoben baden, war das sein Bruder nicht er selbst. „Krazer TurnerschastWürd« von uns de r«it» gemeldet G Schmidt u. C om p. in Berlin: Wir l«hnen dankend ab Stoffe für Anzüge Peruvien und Daskina für den hoben Cleru» vorschnitSmäßige Stoffe für t u f. Beamten-Uniformen, auch sör Vtifranen. Fenorwebr, Turner, Livre. 2udk'_fflr Billard u Spieltische. 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Punct: Rechenschafts-Bericht. 2. „ Neuwahl. 3. „ Delegiertenwahl. 4. „ Allfällige Anträge. Die P. T. Mitglieder werden freundlichst ersacht., in ihrem eigenen Interesse recht zahlreich zu erscheinen. Der Obmann: •loh. KoroMch«»tz. 209—2 Gesucht wird ein geschickter Gärtner mit langjährigen Zeugnissen, der deutschen u. einer slavischen Sprache mächtig. Verheiratete bevorzugt. Offerte sub. „Gärtner" P. R. Sachsenfeld. Tanzbihlun«;* - Curs. Mterr friert. Irillt, i.uttif ant. Tanzlehrer. trifft in Kfirze hier sin, nm eine Tanzbildnngs-schnle zn eröffnen. — Vormerkungen werden in Bnch- k Papierhandlung JOHANN RAKÜ8CH entgegengenommen. 214—1 Z. 333. Kundmnchnm!. Die hohe k. k. Statthalterei in Graz hat mit Erlaß vom 15. Februar l. I.. Z. 2',79, Her Gemeinde Groß-Pireiitz in dem Orte Pernou. nächst der Cilli-Windischgrazer Be-zirksstraße. die Abhaltung eines Krämer- un» BiehmorkteS (Jahrmarkt) auf den 21. März jeden Jahres bewilligt. Fällt aus den genannten Tag ein Sonnoder Feiertag, so wird der Markt an dem daraussolgenden Wochentage stattfinden. Indem in dieser Gegend eine schöne Vieh-zucht betrieben wird und auf den Markt Pferd«. Hornvieh, Gänse und Schafe aufgetrieben werden, werden alle P. T. Käufer und Verkäufer auf den heurigen ersten Jahr- und Viehmarkt am 21. März höflichst z,»n zahlreichen Besuch ein-geladen. Aus dem heurigen ersten Markt ist kein Standgeld zu entrichten. Gememde«B»rstehnng («roß-Pire5itz. am 8. März 1890. Der Gemeindevorsteher: 212—1_M. Podptcan. Kin« chromutlNChe Ziehharmonika ist billig zu verkaufen. Anzufragen in der Experition d BI. sie—2 Im neuen StnllnerVchen Hanse ist eine schöne Wolinimg i m ersten Stock, mit 4 Zimmer sammt Zugek&r, Tom 1. Juni an zn beziehen. Anzufragen bei Herrn A, Eggersdorfer, Ewenhand-lnng Rakn.-eh. l!>ü—0 Druck nnd Verlag der Firma Johann Rakimch in Cllll. Herausgeber und verantwortlicher Redacteur A EhrliMi