LaibacherOMtung. Nr. 52 Vr^i^« m<,,»tlon«preis : Im Lomplvlgt von selbst, daß zur Dnrchsührnng dieser Aufgabe und zur Bettung der dazu nothwendigen Einrichtungen ciu groß' herzoglich badischcr Officicr. wic schr cr auch in allen anderen militärischen Eigenschaften dem General u. Äcycr ebenbürtig ist^ »icht diescluc Erfahrung wic dicscr besitzen lann. welcher wohl 12 Ia.)rc im preußischen Kriegemi. U'Ncrulm cinc hohe Stellung bekleidete und in dieser Be» Welse seiner außcrordcutliclicu Befähig»!,«, sür die militä« nsche Verwaltung gerben .)at. Diejenigen, welche diese Wahl bemängeln, geben oamit ihre Abneigung gcgcn ledc Kräftigung und Bcfcsti^nng dcr deutschen Wehrkraft zu erkennen. Ihnen wärc cö n:u an^enchuisle» , an dcr Spitze dcs lindischcu KliegslUlnisleliunis eine wcnisscr lie-sähiglc Pcrsöulichleit oder doch einen den teutschen In» lcrcssrn und dcr einheitlichen Organisation des deutschen Kriegswesens möglichst abgeneigten Mann zu erblicken. Deutschland lann sich Glück wünschen, daß weder Sc. k. Hoheit dcr Großherzog. noch seine Regierung die Absicht kundgegeben haben, dic Regierung dcS Vandcs nach den Wünschen dieser politischen Richtung zu führen." Der sogenannten hannor> cr 's ch c n V cgioli wid> Met da? „Journal dc D<^bats" einen längeren Artikel. Äian habc dem Gegenstand und auch den Vorgängen bei der Feier der silbernen Hochzeit dco Königs eine viel z» große Bedentnng beigelegt. WaS namentlich Oesterreich anbelange, so gebe sein Nothbuch den uuwiderlcglichstcn Beweis, daß ihm mchtö scrucr, als ein Gedanke an Fri» dtnestörnng. Oesterreich wolle v eln^chr mit dcr iym innc» wohnenden unverwüstlichen Lebenskraft sich sammeln und leorganisiren. Hiczu bedürfe es des Friedens, dcsscu Er-Yallung cs sicherlich nicht lcichlsinnia l>csührden wcrdr: ..'Nanlreich uud England -- fährt das Blatt fort ebenso wenig. . . . Selbst, wenn die Königin Viltmia Nlclchzcitin, auch über HannlN'er geherrscht hätte, winde Union an^'7/'"' l'uu" Nrieg geführt habeu, um eme strebte als , ^" "'^llcn, die ihm eben so schr wider. talcn Ängtlegenl^!!^ ""'' ""^ " l'" ''" "c ""tincu. sich sn nu-it /. ^' "c,wickeln drohle. von deucn cs riss o clen7"^' l°«>»«chen '"ill. Wa^ranl.eich tÄ e be n ?'^ "'"N cin, welch besonderes In V'darum"^^^^^ neue französische Wcs.phalen oder Kaiserreich/zu schasftn. s^'./^./'^^^/^ teresse noch begreifen. Mlein d„ hie 'o l e ist sehen w r gar nlcht, warum wir «..^ > ^' ^ für einen englischen Prinzen r^e>^ !,7'der''.iellÄ ^ reichste Fürst von ^opa ist und' ^^^ Eltz ,m Hause dcr ^ordS w,cdcr ci»»tt)„,m lann ' Dcr neue englische Premier Dis^eli hat' allcn wrund, mit der Aufnahme zufrieden z„ s^„ ^^ ^^^ Ernennung bei den Blällcrn aller Farben fii'^cl Das; t>lc conserv,Kivcn Journale „Herald", „Standard' und >,Globe" seine Ernennung als das glücklich^ ^reianiß Wcrn. das ihrer Partei und dem Lande nach dem uoth» gedrungenen Rücktritte rord Derby's hätte beschert wer» °en lönncn, versteht sich von selbst. Aber auch dic ge. ^'"mte Opposiliou^prcssc findet cS gerecht, billig u'ud ^'kct. daß der Maun, dc»u allcin dic conscrvaliuc "Net ihie ^^j^ Stellung vcrdanlc, die Führung dcr Mftc nomincll sowohl wie factisch übernehme. Die Tories rühmen sich auf der einen Seile, einen Führcr anzuerknnen, der lediglich durch sein Talent sich zur höchsten Staalöwürdc emporgeschwungen habe, und die liberalen ihrerseits gönnen es jenen von Herzen, daß sie sich, trotz ihrer alten Ttcmlmliäume nud stolzen Adels» traditionell, einem Mannc unterordnen müssen, der wenig init ihnen gemein hat und sich mit Stol; zur plebejischen Vitcratrn;nnst betcmtt. Das Kriegsbudget der cn g l ische u Regierung im Jahre 186tt/li soll übrigen« für Europa ein gnteS Vor» bild abgeben. Es wird im Marincctat eine bedeutende Ncducliou ciutrcteu, ol'wohl die Panzcrflottc vermehrt werden wird. Die ..Gazz. di Vcnezia" bespricht in einen, längeren Artikel dic panslavistischen Bcstrcbungeu iin Zusam« mcnhang mit der orientalischen Frage. Darauf hindeutend, daß 3crbicn vielfach als slavisches Picmont hingestellt nnd von ihin gesagt wcrde, es sei zum Aggie« gationsccnlrum eines groben slavischen Znlunftreichcs anscrschcn, lvarnt sic die Serben vor der weiteren Ver» folgnüg derartiger ntopistischcr Ideen, die leicht einen ricsia/n für dic wahren Iülcn'sscn dcr Eiv^lisalion höchst verderblichen Kampf heranfocscbwölcn könnten. l5 ^sich5.rlilhls am 2«. Februar. (Lchlllsi.j Delcgirter Slenc (gegen) entwickelt zunächst die Bedeutung nud die Wichtigkeit einer größeren flehenden Armee für Oesterreich im Hinblick anf die änßerc Vage, nnd betont sodann die Nothwendigkeit der Armee'Einheit. „Ich frcnc mich - sagt er — finssprcchen !,n dür» sen, daft die Armee sich ihrer großen Ausgabe bewußt ist, nnd ich für meine Person slchc gar nicht an zu sa< gcn. daß ich den ablehnenden Worten eines tapferen Generals gegen diese zersetzenden Besti-el'm^en dnichans n^rinc Aneilcimung zolle; ich bin dcr Ansicht, daß ein ehrlicher i'stcn'cichischcr Soldat gnr nicht anders denken lann, und wic der Mann dcnlt, so soll cr auch sprechen." Er stimme mit dem Vorredner darin nbcrein, daß das Budget sehr mangelhaft nnd eigentlich nie in Wahr» hcit zur Aussührnng gekommen fci. Man dränge die Ncgicrnug zu cincm ähnlichen Vorgthrn, wenn man gegenwärtig cincn so bedeutenden Abslrim, wie rr bcan» tragt sei, annehmen wolle, während es doch offcn vor» liege, daß diese Ersparniß mil Rücksicht anf die nackgo wicscne Erhöhung ocr ^ia'tlpreisc n. s. w. nicht dulch» sührbar sei. Man müsse nur das richtig gestellte Erfor» dcrniß volircn und leine Ziffer aunrhmen, lvelchc man im voraus als uuiichtig anei'lcnuen ni!,ß. '.)iachdcm nun zwei Monate dcs VcrwalluugsjahreS bereits vergangen seien, sei cS nicht möglich, abzusehen, wic dcr Kriegsminister in den rcslirendcn zehn Monalen noch den vom Ausschüsse verlangten Abstrich von 3,2<>(.»,s)s»(» Gulden durchführen soll. Abstriche im Armcestandc mnß Redner für ganz unstatthaft erachten und sogar die bereits ill Auesicht genommenen lebhaft bcdaucrn. ?lan!cnllich unzulässig erscheint ihm eine durchgreifende Reduction dcs Standes dcr Eavalcric. Auch die beabsichtigte Aushebung der Musilbandeu bei den Jägern und der Eavaierie bedauert Redner, die hicdurch herbeigeführte Errfparniß beträgt höchstens 5><).(X»<> fi., dabei culbchrc mau aus der andcrcn 3cilc cincs höchst nothwendigen Aurcgumpmittels für dcn Sol« datcn. Er selbst habe cö erlcl'l. uue sich dcr Soldat nn der Musik srenl. Skcn c slclll dcn Antrag: „Die Hanptsummc des Erfordernisses von 79MMW fl. auf ^^li»O.(X><) fl. zu crhöhcu." Der Antrag ist nicht hinreichend üiiterslicht. Für denselben erheben sich dcr Antragsteller, Fürst Eolll" redo nnd Gras Mcnsdorff. Delcgirtcr Dr Rechbauer (gegcn) ist dcr cut. schiedcncn Ueberzeugung, daß bcdentcndc Ersparungc» möglich sind, uud daß man mit der Summe von lN Millionen dcn Aufwand sür die l'audarmce beslrcilcli lanu. Redner weist zum Nachweise dicscr BchauptuN' gc,l auf dic zahlrcichcu Ersparungrn hin, dic crmögüchl werden lclnnci'. Er stellt dcn Antrag: ..Dic hohe Delegation wolle beschließen: Es sei für das Erfordernis; dcr ^audarmcc als Ordinarium sür das Jahr 1^68 ein Staatezuschuß von 86 Millionen zu bewilligen." (Dcr Autrag wird unlerslützt.) Dclcgirtcr Dr. Groß sWels) (gegen) unterstützt dcn Antrag Rcchbaucr und spricht seine Ansicht dahm aus. daß, wenn man wolle, man auch mit diesem ye» ringcn Betrage das Auslangen werde finden können. Man dürfe nur so l'icl bewilligen, als das Aolk auf« bringen lann, Nach einer Bclämpsnng dcr von» Dclegirlcn Slene ansqcsprochcncn Ansichten crllärt Redner mit dcn Be» mcrlnngen der Dclegirtcn Rechbaner und Dr. Figuly einverstanden zu seiu, und weist schließlich darauf hin, daß die gegenwärtige Art der Kriegführung die noch von keinem Redner angedeutete Auflösung der schweren Eava« lcrie ermöglichen könne, leren Dienst beslchc vorzüglich darin, um zu rclognoSciren oder um den »Feind zu ver-folgen, wenn cr einmal geschlagen wird. (Heiterkeit.) Keinesfalls hat sie mehr dcn Werth, dcn sie früher hatte, und ist deren Anslösnng ohne Gcfährdnna, der Schlag' scrtigleit dcr Armcc gauz leicht möglich. Delrgirter Schiu dlcr rechtfertigt das Verhalten jeucr Mitglieder dcr Versammlllug, welche entgegen den gestellten anf eine Herabmindcrnnq des Kriegsbudgets gerichteten Anlrägeu beim Ausschußantrag verharren. Die Schwere unseres ^olnms fiel in die mit l bezeichnete Resolution, wo wir es für eine uiiabwend-bare Nothwendigkeit crlannlen, daß eine dcn Bcoüifnifsen dcr Gegenwart entsprechende Rcorgauisiruna, dcr Armee nnd dcr Verwaltung vor Vorlage dls nächsten Bndgels in unsere Hände gelegt werde. Dr. Rechbauer meint zwar, cinc solche Hoffnnng genüge nicht, da man un» lange gcnng mit Hoffnungen gespeist. Ich glaube aber. daß wir jci>t denn doch mit anderen Vlickcn in die Zn< lünfl fehcn lönucn, als dies bisher der Fall war. Die Männer von heute h^ben uns noch nicht enttäuscht, sie sind das crslc parlamentarische Miuisterium in Oester» reich, nnd deshalb kaun ich dic Besorgnisse des Dr. Rcch> baucr nicht lheilru. Freilich hat mau mir nnd »leinen Freunden in» Ausschüsse gesagt: „Du, der Du immer in der Oppo« siiinn warst — wic loniml es, daß Du die Front jetzt veränderst?" ^ Meine Herren! In der Politik hnlie ich dir Ncbcrzengunss. daß man nnr ein festes Ziel an« slrevcu mnß, nnd wenn man dcn Punlt erreicht Hal, soll man den Boden pflügen nnd bebauen; dasjenige nbcr immer zn bclämpscn, was man als preiswürdig längst erkannt, würde schließlich dahin führen, daß man endlich gl';wll!igcii wäre, gegen stch selbst Opposition zu machen. Dies war die Ursache, warum ich diesmal für die "> !>!"> Annahme stimmte und mit dieser Resolution einen Wechsel ans die Zntunst ziehen wollte. Nichts ist leich. lcr, als daß iu ein?m Staate, wo die Intelligenz so ! lange in der Opposition zu lämvfcn gezwungen war. Ovaler das conservative Elcinent, das für die nun feil-bestehende Grundlage des TtaatcS eintritt, schief beurtheilt wird. Dclcgirtcr Frh. v. Pratobcvera rechtfertigt das Verhalten jener Äillglicdcr der Versammlung, die dtin Aui'sczjnßai'tragl.' beistimmen, und beruft sich auf die Autorität Gislra's. Drlcgirlrr i'r. v. Figuly erklärt, daß er feinen Autrag uichl mchr einbringen ic'crde, sondern sich der Ansicht des Dr. Rcchbauer in dieser Bc^ilhong anschließe. Ich gehöre nicht zu dcujcuigru. bculcrll Rrdncr »t'ciler, dic Opposition ch die Aufgab, zu sparcu. drun es mußttli^', Hiillioncn eingebracht werden. Es »mßtcn daher in jeder Bezieh, nng nicht blos in dcr Ädininislialion, sondern, wo cs übcrhanpt möglich war, Ersparungen gemacht werden. 384 Es trat nun die Frage an uns heran, wo? — Im Stande der Trnppcn? Gei der Infanterie, bei den Ja« gern erklärte man cS für absolut unmöglich. Eine Re« ducirung der Infanterie und Jäger würde die Präsenz« zelt, die sich ohnehin kaum auf 1'', Jahre beläuft, so wcit herabsetzen, daft wir keine ordentlich exercierten Trup^ pcn, sondern reine Mllizcn hatten. Ich widersetzte mich daher der Herabsetzung der Compagnie unter den Stand von 70 Mann, jedoch erklärten die Generale insgesammt , dah Rcduciruna.cn dci der Caoalerie möglich wären. ^as. was dic Regierung jetzt angeordnet hat und waS von Sr. Majestät sanctlonirt worden ist, die Re« ducirung der Cavalcric von 120 auf 98 Pferde per Schwadron, ist also das Resultat der reiflichen Erwägung sämmtlicher Generale, welche von Sr. Majestät m die Commission berufen worden waren. Dic Eom> mission hat erklärt, daß diese Reduction nicht blos Er» sparungcn, sondern im Falle eines Krieges auch eine bedeutende Erhöhung der Eavalcric ermöglicht. Wir sind vor einigen Jahren auf den Stand von 2l). Mann Cliualeric heruntergegangen; jeder Kricgskundige hat ein» gesehen, daß diese Reduction zn groß war. Bel uns war dadurch das Verhältniß der Caualeric zur Infanterie auf 1 zu 1? gestellt; iu allen übrigen Armeen besteht das Verhältniß von I. ;n 6, höchstens von 1 zu i^>, uud auch d cicutcu üllgenoinlncn, nur wir sind zu dem Verhältnisse 1 zu 17 geschritten. Durch die gegenwärtige Organist rung dcr Eavcücr>c wird dieselbe im Halle eine») Krieges auf den Stand von ii7.^>(X) Üiiann gebracht, wir sind dlchcr im Stande, den Ausfall volllommcn zu dcckcn. Was dcr verehrte Herr Del. Skcnc bcilicrklc, oaß dann die Eavalcric nicht im Stande wäre, das zu leisten, was sie gegenwärtig leisttt, so muß ich das durchaus in Abrede stellen. 5ic Commission, von welcher ich gc-sprochcn habe, hat nachgewiesen und erklärt, daß man im Stande ist, in ^ kochen die Remontcn derart zu dressircn, daß man nach 7 bis >> Wochen nüt der Es-cadron den Regimentern, die bei dcr activen Armee stehen, nachfolgen kaun. Nachdem nun ein Krieg doch nicht plötzlich aus» bricht, llicht zugleich dcclarirt und begonnen wird — wir haben im Jahre 1>>66 den Bewcis hicvou, iudem lrar ja dies ein allgemein verbreiteter Wunsch. Ich habe keine Zeitung gelesen, in der nicht von der Auf» lösung dcrsclbrn die Rede gewesen wäre. Ich habe mich dagegen ausgesprochen, daß die Musikbandcu bei dcr In« sanleric anfzulöscn seien, wcil die Banden überhaupt ein Eulturmiltcl sind. Dieses erwägend, habe ich darauf gedrungen, daß sie bci dcr Insalitcric und insbesondere auch bei dcu Grenzcru blc.bcu, namentlich bci dcn letzteren erschien mir die Beibchcllmug dieses EulturmittelS höchst wün« schcuswerth. Was die Musitbauden lici den Jägern anbelailgt, so wird Icder, dcr die Behältnisse k.nnt, zugeben, daß sie den Herreu Ofsiciercu viel zu viel Geld tosten, denn es sind bci den Jägcrbütaillllnen dcr Officiere zu we. nig, um eine gut geübte Musik erhalten zu können. Mo schon ans Elsparungvrücksichtcn für die Herren Offi» cicrc, und weil die Bauden das nicht leisten löuucn, was man von ihnen fordern soll, wurden fie aufgelöst. Was die Reduciruug d^r Genietruppen anbelangt, so ging man hiedci davon aus, daß ein Mann 3 4 Iahrc Prüsenzzcit brancht, um in dcn technischen Waf< fen geübt ;n wcrocn. Al'it dcr Reduction von 10 Mann ist dics vollkonnncu bewahrt. Durch dicse Reducirung ist 5l'o dic Armce nach meiner Ansicht nicht im Min« desten lingcgriffcn wordcn; das aber hat mau durch die« selben pen würden, so wcit thunlich, in ihren Werbbezirken be< lasjcn. Doch gche eS nicht überall. Und was das Ver-wildern anbelange, so müsse er sagcn, daß die östcrrci-l chischc Arince vielmehr einc BildungSschulc. namentlich für Jene. deren „Verwilderung" mau behaupte, sei nnb als solche anch allgemein anerkannt werde. — Dr. Z i e-mi allow Ski erklärte, mißverstanden worden zu sein. Auch die gegen das Ioscphinum gerichtete Resolution wurde abgelehnt, dagegeu der ÄuSschußautrag (Anlegung cmcs Matcrial.InvtntarS und eines Inventars über die Ml' litärgcbäude) angenommen. — Die nächste Sitzung DicnStag. 385 Oesterreich. Mien, 29. Februar. (Dementi.) Ein Wieiicr Journal theilte letzthin mit, daß vor lurzcm an der, Grenze bei Salzburg eine Anzahl Geschützrohre, welche von Preußen nach Belgrad ans dem Wege waren, vou der österreichischen Regierung mit Beschlag belegt worden seien. Wie der „Debatte" mitgetheilt wird, ist diese Nachricht nur zum Theile richtig, iuso-ferne nämlich al/erding« cinc Gcschützscnonng aus Preußen >lü Salzburg nach Bukarest dirigirt wurde, dahin aber auch unbeanstandet durch österreichisches Gcl'ict weiter befördert wurde und in diesem Augenblick vermuthlich auch schon an Ort und Stelle angelangt sein dürfte. Bon Seiten der rumänischen Regierung wurde von dem Anlangen dieser Geschütze rechtzeitig hierher Anzeige gc-macht und das Ansuchen um die Erlaubniß lur Durchfuhr gestellt. ES stand dem Ansuchen lcincrlci gesetzliche Bestimmung im Wege, auf welche gestützt dic Durchfuhr verweigert oder gar dic Sendung an der Grenze hülle saisirt werde» tonnen. Wie die „Debatte" weiter vernimmt, hat die österreichische Regierung die eben nuf ihr richtiges Maß zurückgeführte Thatsache auch seinerzeit den europäischen Eabinctten notificirt, um jeder möglichen Mißdeutung von voruehcrcin vorzubeugen. Ausland. Berlin, 2l).^cvruar. (In der Thronrede anläßlich des ^ a n dtagSschln s sce) sprach der König die Gcnnglhuuug über die Vösuug dcr zahlreichen wichtigen Aufgaben aus, welche dem Randlage vorgelo gcn warcn, und dankte sodann fUr die Bereitwilligkeit, >»it welcher dic erhöht: K ondotatiou bewilligt wurde. Durch den Slaalshanshallctat und die audcrcn Finanz-gesctze sind die Mittel gewährt, nm die Verwaltung ersprießlich fortzuführen und die außerordentlichen Bedürf-Nisse, sowic die bcrcchligtcn Wünsche dcr ncurn Vandcö« theile zn befriedigen. Dic Regierung wird dicsc Mittel mit Umsicht und Sparsamkeit verwenden. Dic zur Linderung dcö Nothstandes in Ostpreußen getroffenen An» ordnungcn werden gemeinsam mit den Ergebnissen dcr öffentlichen Wohlthätigkeit und imler dcr Fürsorge dcr "cbördcn genügen, nm die nächsten Gefahren abzuwcn-beu. Die weiteren Maßregel»» werden beitragen, jene Landcslheilc nut dcm Gesammtvcrlchr zu verbinden uud dadurch einer hoffnungsvollen Eulwicklnng entgegen zn führen. Bctrcsfs der erstrebten Fortbildung dcr Vcr» waltungscinrichtungcu lountcu iu dieser Sitzungsperiode nur vorläufige Erörlcrnugcn innerhalb dcs Landtages Nnltfindcn; die hicbci gcäußcrlcn klnssasflingen uud Wünsche wcrdcn bei den schwebenden legislatorischen Vorarbeiten eine eingehende Beachtung finden. Durch Bewilligung dc« hannovclschcn Plovinzialsondes wurden nicht bloS Billigkeit »„d Wohlwolle» gegen dir ncncn Provinzen bethätigt, sondern zugleich thatsächlich drr Boden betreten, auf welchem nach der Absicht dcr Regierung auch für alle andcrcn Provinzen ciuc erfolg. reiche Selbstverwaltung erwachsen soll Der König sprach scinc Befriedigung aus, daß die ^andcSvcrtrctung den Ansglcichsvcrträgcn mit dcn früheren ^andeShcrrcn von Nassau und Hannover bcigclrctcn; ten neuen Vcr-hältniffcn wcroc hicdurch cinc feste Grundlage gegeben und ihre sricdlichc ruhige Entwickelung gesichert. Die Thronrcd: schließt: Dic Regierung war in den auswärtigen Bczichullgcn uuauSgcsetzt bestrebt, ihrcu Einfluß für die Erhaltung und Befestigung dcs Friedens ^, verwerthen. Ich kann mit Gcmlgthlmng bekunden, dah dicsc Bestrebungen, welche von dcn answartigen Regie» rungcn in freundschaftlicher und wohlwollender Gesinnung getheilt wcrdc», dic Bürgschaft des Erfolges in sich tragen: Ich darf daher mit Zuversicht aussprcchcn, daß das fester begründete allgemeine Vertrauen für die Entwickelung dcr geistigen und materiellen Güter und dcs nationalen Wohlstandes die erwünschten Früchte tra. gen werde. Florenz, 2V. Februar. (Briefe a u S R o m) melden, baß die italienischen Generale, welche die an der päpstlichen Grenze gelegenen Mililärgrenzdistrictc commandircn, dic Wiederherstellung dcr 1867 zwischen den italienischen und päpstlichen Militärbehörden abgc-schlossrncn officiöscn Convention wcgcn rascherer Unter« drückung dcs Briganlenthum« verlangen. Diese Eon-vention gestattete den Dctachemcnts das gegenseitige Oe-biet bis zu eincr bestimmten Grenze und unter gewissen Reserven zn berühren, nm die Briganlen zu erwar-tcu. Die päpstlichen Behörden fchcine» wenig geneigt zu sein, anf dieses Verlangen einzugcyeu. Dic Vegion^ von Anlibcs und das Iagerfrcmdcnbalaillon sollen jcdrs unucvwcilt in cin Rcgilncnt von zwcl Bataillonen umgestaltet wcrdcn. Dic Legion verliert ihrcn ursprünglichen Eharaktcr, cin Zehntel ihres dcrmalig.cn Esfectiv-standet ist nicht mchr französisch. Die von Ungarn angetragenen Freiwilligen wcrdcn nicht als ualionalcS Eorps angcnoinmcn, sondern in die Armee vertheilt. — 20. Febrnar. (Dcr Bericht dcr Kau,. m crcomm i ssi on über die Äiahlsteucr) wurde veröffentlicht. Dcr Entwurf dcr Eommissio» enthält 30 Arlilcl. Dic Mahlslcuer besteht iu 2 Fr.s. pr. Ecnt. ncr von dcn Mahlerzcugnisscn aus Wei^cu oder Rcis und l Franc pcr Ecnlncr von jcncn aller andern Gc» trcidcgattungcn, von trockenen Gemüsen und Kastanien. Für dicsclbcn Erzcngnissc, wenn sie aus dcm Auslande cingefiihrl wcrdc», sind dic obgcnanntcn Slcucru ncbsl dem Einfuhrszoll zll entrichten. Bcim Export derselben ins Ausland wird die Steuer mit einein Abzüge von N) pEt. rückvergütet. Artikels lautet: Das voi stehende Gcsctz tritt mit I. Iouuer 1809 in Wirtsamteit. Mit demselben Tage finden tic Bestimmungen des Artikels 5 , des Dccrctcs vom Iuui 18l». Fcbrnar. (B cr n h i g e n dc S.) Die „Patric" sagt entgegen dcm in Berlin verbreiteten Gerüchte: Wir glauben positiv zu wisscn, daß Prinz Napoleon lcincrlci Mission habe. Er wird mehrere Tage aus verwandtschaftlichen Rücksichten für dic königliche Familie in Stuttgart zubringen. — Dic Einberufung dcr Urlauber bci dcr kaiserlichen Garde für den nächsten l)1. März ist keineswegs das'Ergebniß von AusnahmS» vcrhältnisftn, sondern ein Rrglcmcnt, dessen Ausführung jährlich stattfindet. — Die „Partie" sagt aus Anlaß dcr DonaufürslcnlhümcrangZirgcnheiten, baß die dortige Sachlage sich in einem beruhigenden Sladium befinde. Alle» gcslattc zu hoffen, daß die Regierungen, deren Haltung dic Rcclamalioncn der Mächte hervorgerufen hat, sich bemühen werden, dic begangenen Fehler wicoer gut zu machcn. Bukarest, 28. Februar. (Zustände der Iu« st iz.) Scil uugcführ zwei Iahrcn haben drei Justiz» minister vergeblich dcm Eaffalivnshofc Vorstellungen ge> macht betreffend dcn Mißbrauch seiner Amtsgewalt und die Unregelmäßigkeit scincS Rechteocrfahrcns. Von einem Mitglicdc dcr Dcputirlcnlammcr in Bezug auf diesen Gerichtshof iutcrpcllirt, erklärte dcr Iustizminisler, daß er fett seinem Einlritle ins Ministerium selbst identische Vorstellungen mit jcncn sciner Vorgänger machen mußtc und daß dcr obcrstc Gerichtshof hierauf mit der Erklärung gcantwortct haltc, daß cr nnr Gott und seinem Gcw'sst'n verai-tworllich sei. Der Iuslizminister fügtc hinzu, daß er dcr Kammer cincn Gesetzentwurf ^ vorlegen wcrdc, wclchcr zwar nicht dic Schmälerung dcr Institution, wohl aber cinc Modification ihrcs Organismus zum Gegenstände haben werdc. Diesc Erklärung ^ wurde von drr Versammlung und den Galerien mit Beifall ausgenommen und die Dringlichkeit dcr Behandlung dcS gedachten Gesetzcnlwurfci wurde von zwei Dritteln dcr Dcpntirtcn uotirt. Am Tagc nach dieser Absllmmu! g wurdc dcr Minister im Senate über diesen Gegenstand iutcrpeUirt. Um dritten Tagc antwortete der Minister, daß cr, nachdem er dcn bezüglichen Gesetzentwurf iu dcr Kammer eingebracht habe, es nicht mehr für cntsprcchcnd halle, dic Debatte für dcn Tag vmzubehallcn, wo dicscr Gesetzentwurf der Berathung tcs Seuatcs unterbreitet würde, um jcdcn Eonfliet zu vermcldcn, dcr zwischen dcn bcidcn gcschgcbcnden Körpern entstehen könnte Dcr Scnat, dicscr Elwägnnn. leine Rechnung tragend, bchar'.lc auf der unverweiltrn Interpellation. Nach cincr dreitägigen Debatte machten dic Mitglieder dcr Opposition dic Handlungsweise des Ministeriums znm Gegenstände cincS wahrhaften gerichtlichen Einschreitens, indem sie demselben die Auflösung dcr früheren Versammlung vorwarfen und dasselbe an> klagten, das ^and seinem Untergänge zuzuführen. Hierauf ging man zur Abstimmung über cincn Antrag be-zwcckcnd, die in dcr Kainmrr vom Iustizminislcr übcr dcn Gcsltzcullvurf und cii'igi Mitglieder deS Cassations hofcs Lcgcbcncu Aufklärungen zu tadeln. Dieser Antrag ^ wurdc mit 35 gegen 22 Stimmen angenommen; zwei «sl'Mellin. S'truelifec, ! Tragvdie in 5 Actcn von H. Laube. ! Wir besitzen hener cin Schauspielpcrsonalc, welches uns bereits schöne Beweise seiner Befähigung geliefert ^ ^" ^'^"' ""^' "" ..6g.mont," „Hamlet" oder bcn „Statthalter von Bengalen" erinnern, und so konnte '"an anch l,ci dcr Ankündigung obigen Stückes voraus-ictzcu, daß das Publicum cinc vom Schauspielpersonalc NN) gestellte so bcdculcnde Aufgabe seiner Aufmcrlsamlcit würdigen wc^dc. Das Hans konnte aber gchern leicht auegc-Ml werden. Verdient das Stück dieses Schicksal? ia'^ '^ wird mancher sür überflüssig halten. Ist "it 7llen"'^^s ^" ^""'a'S zu inlcressanl. zu sehr ulcht dic.lm-m^''^'' ^"' ^'l "rluüpft. als daß cr ^ Werfen w' "' ^""'iikcit jedes Gebildeten vcrdicncu folllc. ^ <^S ist hiebei^ui?^^^'^"ichcn Rückblick anf das Stück. ! (1828) ein f , °^!" ^nlcresfe. daß vor Vaubc schon! Beer, den Stoss z."^"c^r Dra.nendichtcr, Michaels in diplomatischen Kr " ^'m.crsp.cl verarbeitete, das ^ drang in dcn König !,l"ßen An,los; crrcgtc. Man. .neldctcn), dis Stück nich '" ,' ' '^'u Tod wir inngst zigc Sinn dcs Vionarche s ^ '"'v^7. ^ '°^W' denklichkcitcn. und am 27.U /' ",^ .^'n'cW'Be. ^ m,f dem Münchener Nationa N. r , .^'''^ 9^ ''n i" Scenc. ^aubc haltc alfo c ^ '^^ tcrischen Geist n.it Vnhnc.nouti c . /" ^' ^, ^ N,nm verband handlnng reizte, »st anch natürlich. König Ehrislian V >l Mi Mann von ursprünglich edlen Anlagen, Mr durch ttuhzcttigc Ausschweifungen entnervt, zci^) Spuren von Gcistcsucr. wlrrung. Sein Leibarzt Strnenscc, den cr von llncr Rcisc nach Deutschland mitgebracht, gewann bald °as Vertrauen dcs Königs, dcr ihn zum Grasen und ^binetsministcr erhob. Das 18. Iahrhuudcrt war das ccl, "'^^"llen Despotismus, nnd ^truenscc war das "m ssil,d seines Jahrhunderts. Er wollte dcr Rcfor> "or Diinclnarks wcrdcn, in dcsscn Staate damals noch, iinincr manches fanl war. wie zu Prinz Hamlets Zeiten. Und cr konnte bald mit Hamlet saa.cn: '..Dic Zcil ist aus dcn Fugcu, weh mir, dan ich geboren ward. sie cin ^ zurichten". Das stürmische Vorgehen dcS neucn bürgerlichen Ministers verletzte die Aristokratie in ihren „In, tcrcssen" scinc Härtc beleidigte das Militär, und daS! Voll war noch nicht reif für die großen Idccn Strucn-! sec's, cs haßlc die neuen Institulioncü. um fo mchr, als! fic von cincin Ansländcr gcbotcn wurden. DcS Königs Slicfmutlcr, Juliane Marie von Braunschweig, und scin Stiefbruder Erbprinz Friedrich bcinitztcn t>cu Haß gegen den Emporlönnuling, um Anhänger zu wcrocn und ihn durch einc Palastrevolution z» stürzcu. Dcr Hebcl zum Sturze dcs Ministers sollte das ^icbcsverhä'llniß desselben.zur Königin (Karolinc Niathildc von England) wcrdcn. An: 17. Jänner 1772 lam dic Palastliilrissuc zum Auobluch, Slrucnsce würde verhaftet, dic jlouigin »»ach der Festung itronborg gebracht und gegen bcidc c^nc Untersuchung wcgcn Ehebruchs ciugeleitcl, welche mit dcr Hiinichlung Slrncnscc's und dcr Verbannnng der Köui« gin nach Eellc endete, wo sie (I?^) kaum 2Zjäl)rig, starb, noch in ihrem letzten ^ricfc an ihrcn Brndcr ihrc Unschuld bclhcucrnd. Historisch ist die Schlußscelic in Vaubc's Stück, in wclchcr der Königin das Gcsländniß ihrcö chcbrcTljc- l rischen Um^.ngcs nntcr der Vorspieglung abgcdrungcn wird. daß Strncnscc's ^cdcn hicdurch grrlttet wcrdc. Dicscs Ganze ist sicher cinc so volllomiüenc Tragödie, als das Menschenleben sie jc dem Genie dcs Dichters dargeboten. Ist cS nicht wahrhaft tragisch, daß dcr Ein> zclnc, dcsscn Ideenflug dcm Jahrhundert vorangccilt, sällt, wcil ihn das Voll, dcsscn Bcslcs cr uneigennützig will, nicht versteht. wcil cine hochmülhige Aristokratie gcgcn ihn intrignirt nnd cin brutaler Soldat sich zum willfährigen Werkzeug beider hcrgill? Das rm'.c Wollen geht nntcr im Kampfe nut dcm altcn Kaslcnwcscn, wcl-chcs um scinc „Interessen" und scinc „Stellung" kämpft, dcr Freund dcs VolkcS fällt durch baö Voll fclbst. Wie hat abcr Laubc dicscu 3loff behandelt? Mcistcr in dcr Bühnentechnik, hat cr den großen tragifchcn Stoff mit Knnst in dcn Rahmen ciner ,,Hofgcschichlc" gezwängt, rr gibt nns statt cincs großen Historicngcmäldeo cine Reihe sorgfältig gearbeiteter Gcnrcbildcr an« dcm Vcbcn cineS bürgerlichen Empollömmlings. Immer bleibt er geistvoll, graziös, biswcilcn erwärmt cr durch die poetische Sprache nnd dcn Ton dcr ^ciocnschllft odcr vielmehr des Teinpcramcnls, aber zi^r Höhc dcr Tragödie vermag er sich nicht cmporzuschwin' gcn. ES ist ciu hislurischcs ^uslspi-l ,nit tragischem AuSgaiig. Schon daraus folgt, daß die Titelrolle dic einzige «st. wclche dein Darsteller em dankbares Object bietet, und wir sind Hrn. ii ra f l dic Anerkennung schuldig, daß cr die politischen Momcntc ticffend hervorhob, daß cr insbesondere dic Vcrzw-iflung dcS Idealisten, drr sciu Wnl sclicilcrn sieht, niit riner ^cbcnswahrheit »nd elncui Schlvung dcr Diction anopraqtc, dic ihm dcn lebhaften Beifall dcs sonst schr kalten PublicnmS erwarben. Die Königin (Frl. Art hu r) spielt eine zu passive, schwan» tcnde Rollc, sie ist bald zu sehr Königin, bald zll sehr Vieb-hal'crm, nnd nur die cole TlM am Schluß vermag ihr ni'serc Theilnahme zu erwecken. Frl. A r l h u r zeigte auch in dieser Rolle ihr Vristäudniß nno jene wohlthncndc Innigkeit, von wrlcher ihr Spicl stets getragen wird. Frl. ^chaffer als Gräfin Mathilde v. Gallcn fehlte das leidenschaftlichs Wesen einer Eboli zu schr, als daß sie :>nserc Theilnahme hätte erwecken können. Dcn schwachen lräumcrischcn, bald ganz apathischen, bald wieder plötzlich dcn Hcrrschcr htrvrrlchrendcn König gab Herr Krosscl init dcm gewohntem Verständnisse, nur gab er biswcilcn zn schr dcn EinstüM'ungcn — dcs Souffleurs Gehör. Dies wirkte auch bisweilen störend bei Hcr,n Koritz (Oberst v. Köllcr), dcr seine Rolle sonst gnl ausfüllte. Hcrr Axt als Ttaatsrath Guld-bcrg zcigtr sich als recht verwendbarer routinirtcn Schauspieler, dcsscn Fleiß und Gcnanigkeit stcts an;nerlcnncn sind. Hcrr Burcsch als Prediger genügte. Wir wünschten schr, unser bravcS Schanspicl - Personale bald wieder, etwa iu cinem dem allgemeinen Verständnisse nahcr liegenden Stücke beschäftigt zu scheu, können abcr auch nicht umhin, unscrcm Vcsrcmdcn übcr dic Theilnahmlo-ngleit dss Publicnms gegenüber ci»c:n so lolicnswcrchcn Streben Ausdruck zu gc'ben. Der Künstler bedarf dcr Anerkennung, dcr pichen von Thcilnah!,:.' und Syni-palhic; vor'lccrcn Häuscrn erlallel dcr gliihei'dflc Elser, während ein dcnlcnd'r Küustlrr ulid ein verstaiidnißvo^eS Pubücnm sich gcgcliscitil' "'"ii-nsli und enlziinden! 386 enthielten sich der Abstimmung. DaS Ministerium glaubte hierauf sich zurückziehen zu sollen, uni hierüber zu dcli« deriren. Tag<> darauf theilte der Cabiuctspräsidcut den Vorfall der Kammer mit, welche unvcrweilt eine Motion formulirte, durch welche sie die Haltuug des Iu> stizministerö billigen uud dcm gegenwärtigen Cabiuette ihrer Untersuchung durch ein Bcrtraucuovotum geben mür'dc. Dieser Antrag wurde mit 84 gcgeu Z2 Ttim« men angenommen; die Minister nahmen an der Ab» stimmung nicht Theil. In Folge dieses Votums und i>, Anbetracht der Dringlichkeit'der zahlreichen Gesetzentwürfe, womit die Kammer beschäftigt ist, hat das Ministcrium nicht geglaubt, den Senat auflösen zu sollen. Athen, 32. Februar. (^ c v an t cp ost.) DaS kretische Ccntralcomit«' richtete an die hiesigen Gesandten der Schutziüächtc die Bitlc, zu erwirken, daß Samm» lnugcn für die Flüchtlinge in den europäischen Groß-slädlcn ueranstaltct werden. Der russische uud franzo« fische Gesandte versprachen die Uebcrsendung der Bitte au ihre Regierungen; der englische Gesandte erklärte, seine Ncgicnlng könne nicht intcrueuircn. Auf der Py< rüüS'üisenbahn werden in dcn nächsten Tagen die Schie« ncn gelegt. Die Nachricht, daß für die griechische Armee N),0<>0 Chasscpot'Gewehre bestallt wnrden, wird de< mcntirt.__________________________________________ Klgesueuigkeiten — ^K a is er p r eis e,) Ibre Maj.sl^tcn d,c .flaiscl l'Nd tie Kaiseiin d'beu :nn unter allcr!.öchf>!hliln Plote^o» lall' sled, ut en kmdwirlbschasl'icl en A,z!it?ucte!ne sür die von dlmsclben Nüi^i'g« Slplcmder d. I. in Hieh',,^ ^ velaro ft^ltenre la»d' lN'd sc slwillds^afllich,! Au5slcllu!'a. eiüen Vcitia^ von hurrelt Tucalen in Golo zur an.zcmrssenen VlltblillNiZ in medlellU ssaiscN'teiseu nach der T'spcsttio>-d^ Pcr<>!'c'' ,-llIi'rznHciasl zu bewillign geruht. — (All ei höchste 5pe,. dl.) Ec. M.,, släl d.r Kais.r haben zum Äuödau de5 kalhcl>schcla!5wie!« schalli-Campagne'Uniiotm luit zahlreicher Suite an i die Tlup« p,n pl^scttli'tcn, und Ee. Maj'släl rill dic Fronten der drei Tlesfo! ab, wahrend der KionV'inz zu Wagen fol^tt». 3lach sla!lgel.'abtel Revue nahmcu die Truppen Ausstellung zur Torwci« sung ihrer mexicanischen lHnllassungS-Documente oder sonst auf «ine gegründete Art nachzuweisen. — Nach dcm Elgfbmssc d.r am ^. d. M. abgcschlosscnen techilisch-militärischei! Rcvilmn der uon der Slldbahn-Gescüschaft flir die Linie St. Hrl'-r-Finm,' dcaulragt^l Tracc unterliegt deren Beibehaltung iu dcl ^lrecle von St. Peter bi« Iurdam kei-. ncin Anstaildc. Iu Folge dessen miirdru, lvie das „Cenlralblalt" meldet, dic Landeöbchürdcu iu 5,'aidach uud Trieft vom Hc»ut>els-Miinsicrium mit dc^ soforligeu Üinleitliug der politischen Begehung dieser Strecke Iicaustragt und die Siidliahu-lZescllschafl aufgefordert, die zur unucrn-n'ilm Inangriffnahme, der Vauarbelttn crsordcrlichcu H>orle,hningeu zu treffen, iudcm dic lieidrn Landes' behördeu ermächtigt Mlirdcu, der Gesellschaft den Ä^liconscüs Üia-melis dcö Ministeriums zn ellheilcii. — (Laib ach er Lagerbier) macht bereits, wie wir mit Assliediguna. constati»eu, die 3iunde durch di« Welt, wenigslens duich »ie slavische Wlll. <3ö wird ii: rer „Agramer Zeitui'.^" angctlnnigt. Nun wild zwar „ich! angegeben, od Kcsleilch«^ ""' wir möchten avl'r wohl süc diesc Vermuthung stimmen. Tas ^oöler'scte Lagelbier wild wexigslenö als rin ech! >>, gut liinlbalts Airr ge» rühmt, wclchc« noch sine a/ohe Zuluiift hab.'. — (Für Theaterfreunde.) Heute Nachmittag ',4 Ul'l find«! im V^Iecins^cill' dcö Casino's die V>llamm< lung blhuf« 'i'clalduüg der au< Aiüaß drr Coocur^aui» schrcibung für ue nÄchst.' Saison zu ln'ffcndcn Mlih,,a!»mrn statt. — s ss l a c, e » f u c tc r P ! o n n i ! ,.) Heu F!cc,lsr, B,scher einel glvhcu Maschinenfadril, CÜ^!- und M^l!« gi ßelei in .ssla^enfurt, h.it nn ?!>'m,n slincr jllhllcichen Alb,iter an dcn vcllv'wiitbschaillichen Veilin in Wien ein 3chrri^>l zcrichtet. i» wl'lchrM eö u>'l.r andtli« heißt: „Der ziind^ire Il'l'alt Idreö Flu^l,la!tc:ul>ilte»d den Vuilsa^ dci Dr. (ihlenstlo librr seinen Vcluch b^i dcn Pil)>!ni) Kleinere Mitthei« lungen naturwissenschaftlichen Inhalts, t>) die Kreuzer Alpen nächst Sleiu. . Laibach, am 2. März 18U.^. Von dcn Ausschüssen der beiden Vcrcinc^____ Ucutjic Post. Pest, 1. Märj. Sc. Majestät der Kaiser wird morgen Audienzen ertheilen und dürfte noch morgcu Abends nach Wicn znrücktchreu. — Büözörincuyi erklärt, heutc iu seinem Blatte, daß er nicht eine Wicderauf-! nähme seiiici« Prozesses, sondern eine ganz neue Ver» Handlung nachsucht; er hofft, daß die Gcschworcmn dann nach den Aufklärungen der Vertheidigung au ihrem er« slen Urtheil nicht festhalten werdcu. _____________ ? emberg , 1. März. Bei PrzemySl uud IaSlo haben sich dic iäiSslöhe auf den Flüssen San uud Ropa in Bewegung gesetzt, wodurch der San bei Przemysl 7 l/2 Fuß hoch ist, !i,H durch Zcrstöruugcu den Verkehr zu gefährden droht. Stuttgart, I.März. Priuz Napoleon wird heule hicr erwartet. Man legt seinem Hichcrtommeu einc besondere Bedelitung bci. Er soll sich von hier nach München uud dann erst nach Berlin begeben. Turin, 1. März. Die Prinzessin von Cislerna, Mutter der Herzogin von Aosla, ist heute Morgens gestorben. Paris, I. März. Dic „Patric" und der ,.Eten< dard" stelleu die auswärtigen Korrespondenzen über dic Aufregung und Verhaftungen anläßlich dcS ii4. Februars in Abrede. Paris, I.März. (Tr. Z.) Die „France" meldet: Zwischen Moustier uud Budbcrg fand gestern eine lange Unterredung statt. Budbcrg betheuert in Unter-redungeu mit politischen Persönlichkeiten die Ausrichtig-tcit der FricoeuSgcsinnungcn uud deu festen Entschluß Nußlauds, in dcn das Schicksal der orientalischen Chri» sleu betreffenden Fragen uon anderen Cabinetteu sich nicht abzusondern. Lelcstraphische 2ttcchselco»lrse. oliM p.rc. MetaNique« 58.30. — s>v?rc. Metalli^ucö mit Mai- und ^ou^mlxi'-Ziuseu 5)«.?(>. — öperc. Naticlial^Anllhen l;5> l'0, - - lkl;^, s!aalÄa»lltkn, »!l 20. - Vansacüni 70^. — H,cdllaclie»i 1««.«0, — t c,!lco» NC 05. — Gilbcr 11^ 75. — ,^. l, Ducalm 5.5,^7,. Handel und Volksniirthschaj'tliches. >)l>l'Nllft dl'r 2eideu<«lcht. Da« Ackcrl'a!imi!!isi<-ril!m ha! sich !!» 'Aüichlnssc au die Vorschl''ge de^ Seideiilinu-Concirsssl^ in Wicu e»lschl!,'ss!'n, nn'hrerc u.'ichlic,e Mlisirea/ln ;ur Hclii>»g des Seidcnbaiils iuS Lcl's» zn rufen. Es soll'in Giirz anf d.ü'l Vandgule de« Hrnn v. l^larlcini, Borsiand der dorlia,!'!, s. l. Land-wirchschaflon/s-lls.iM!. eiüc ^crsnchi" und Forschüiiglstatiou nlä ölnat^aüsialt errichltt lveidsil. Ferner soll ein Preis vou 5>0»>!) sl, für ei» dcwclhrleö Verfahren zur Bclc!mpfn»>i der Seidcuraup,-!!: Krantheileu auf zwii Jahre nu^gejchrlelien iverdeu, L ldlich solleu dic Teidenbnuucreilie Slibveiilioncu liehuf^ der Anlage lou Grai»?-Prstalt(U, Anslelliliig von Wanderlehrern, ljerthcilunss Ulln Maüldeersaineil nud Hc^lingeu au Lehrer, zum Anlaufe uux Cocons u s. w, erhallen und endlich soll eine Scioenbau-ssach' commissiou aus allen Ländern der Monarchie zur Untcrslllhung des Äckerbaumiinsteriulus alljährlich ciu» bi« zweiinal uach Wieu eiudcrufeu werdcu - Zutschen deu Regierungen der Schweiz und Badens sind UiüerhlUidlungen iu Angelegenheit der langst projccliNi'il Liseiidnhnlinic Nouian^horn-Collst.ln; eröffnet worden. Diese Li» nie hat intt iiliictsicht auf die in Tirol uud Vorarlberg proj»-Nr!,-!! BahiwelbinduügsN a'.lch für Oesterreich eine Bedeutung, iüOliesoiiderl! ,nsola»gc daieriichcrseils die Verbindung zwisch^il Lindau nud Hnedrichichafen a», Bodensec nicht gfstaüc! wird Angekommene Fremde. Am i^l). Februar, ittadt Wien. Tie Hcrieu: Urban, l. l. Filrster, uou Idria. Henlschel und ^upini. Kauflt., vou Nieli. — Seituer, Forst» Meister, rm» ?lsillng. <.?lephalll. Die Herren: Eusslcwder. — Biui, Kaufm., von ^lorn^. Zensser, Kaufn!., vc>!i Xssraiu Vliierisclier Hof- Herr Schwarzcndrra,, l. l BeznlSa.erich!5: acliiar, uon Mardurs^. Baiser voll vesterreil-ti. Tie Herren: Grillo, uon Trieft. — Ieröli, uo» .huchlul»ssssn in Qüt,«^:! ^ ^^ W n ^ ^ ^ R ^! , des Staates (liir !<»<> fl', Geld Waare In a. W. zu 5p^ ^5 In i!sterv. Wsthnmg stcueisrei ;8I.'» .'ix.'j.'. », Sicueraul. iu 0. W. v. I. I. 1,"'6l;u ->pEt. rüllzahldar . lX>,^ <)<».75 '/, Stcileraulchcu m üst. HZ. . 87.Ü», ^.__ KlldcrAüleheu vou l«'i4 . . 72.-. 78.. Gilderan'.. 1865) ErcS,) riiclzahlb, iil 3? I. zu 5 pLl. fiir UX) si. 7^» ». >(.. . «al -Anl. m,t Iäu.-Eoup. zu 5"/, 0.VW »>b »<) „ Vlpr.-Coup. „ 5 „ 65.00 <;5.d0 Metalls . . . , «5„ .^.'M Ü8.45 drtto mit Mai-Houp, „ ö .. 5V..H .^><> dlur .......'li" '"" 5l5<) Mit Verlos, v. ). 1539 1^ 77 l"- ' ......135! . - ".5(1 .5.- ,. ^.<;.)zu500si. ^2,2, 52 25 ,.' ,. l^!^!0 ,. 1')0„ 89,- '.'0,- ., « I«»^,,!^)» 81.50 «5- k»-.u.) ctclitcus^. ;u 42 !.. »u,!. U) 50 20.— Vomainn 5,p,rc i„ Oilbtr 104,— ll)ö.— Geld Waare >l, der Kronläudev (für 10(1 fl.) Or.-Eutl.-Ovlig. liiederusterrcich . zu 5°/« «7.2ä «?,?'> '^lierüstcrreich . „5„ 8.'.- 87.,'»l) öal,;dulg , . . . „ 0 „ ^7,5,0 >^,5)<» Bohincu .... ,. 5 „ ^1.l>0 :».'.- Viäyreu .... „ .'. „ ^8/0 .",l»,— Schlesien ... „ 5 ,. >i7.s.0 ^850 Sleiermlltl ... „ 5 „ f<8.50 ^l»..^> Ungaru.....,. 5 „ 70.— 71.— Ttmeser-Bauat . . „5 .. 70.- 70.50 Hrnalltn »ml» Llavouie» „ 5 „ 70.— 71.— Galion .... ,. 5 „ 65.- 65.75 Siebeudürgen ... „ 5 „ 65.75 «8.— 7<»9,— K.Fcrd..<1!ordb.zu1l)00sl. 0. W. l?6".- !?»;> - Krcdit.Austalt zu 200 fl, °. W, I87.5.O 187.7.'. N.ö, l5Sc°m.-Hcs.v.'5Wsi.d,N. ^9,.^ ^2 __ Z.-H.-O,;u2^0!l.^M °.50isss ^5550 255 7,» Kais. Elis. Äahu zu A»0 si. <1M. 141.-fl. 170.25 170.50 Gal.Kar!-l'ud,-B.,.20<»sl.LM. 20.'l.'"' 2<^.75 Vohm. 2izcslbllt)n ,^u !s> 18^.-- Pfandbriefe (slir 100 fl.) National- 1 baut auf ^ oerloSliar zu 5'/. ;,5> <.s, <,',>s) li. Vt. j ^latluualb.aufö.W verlosd.5 „ '»I. .. s,.. Allg. cist. Äodeu-Üredit-Äustlll! unlösbar zu 5"/» in Silber 1>X)... i,n Uose (pr. GlUä.) «lred.'N.s.Hu.G.z. 100fl.ö.W. l30 50 13!.- ! T°n.-Dmpfsch,-O.z.100fl.>lM 93.25 W75' Liadtgcm. Ofen „ 40 „ ü. W 2« 50 27.50 Estcr!>ä;y zu 40 fi. .-. 15..'.0 Nüdolf-Stiftui:^ 10« ,. . 1150 15.50 Wechsel. (.'j Monate) Augsbnrg fuf»r:a.M 100 fl. dello s fl. 61 tr. NapoleonOd'or . . 5 „ 40 „ s> ,. 4l ^ !«uss Imperial? . 9 „ 75, ., ft „ 75 » Aerciusthalrr . . 1 „ 7l', „ I „ 7l j „ silver . . 115 „ ^. „ 115 ,. 50 ,. Hrlliülsche Onlndeullaslunssk-Obligationen, P"' ^ vatuotirung: 8U; Oeld, 37j Waare.