Deutsche Macht •tttriat iftrn Innnllt| an» Conto« aurgen« unk r»fttt fit «im Mit z-ftell-», ii'« Hau, aioaotlla H. —.SS, BifTttIio$rig ff. 1.50, «albja^rl« ff. , foxilUrtt lt. . viu ?»ftv«ef«i>d»»z lint.lMii, I. I.««». 6oI»IS&«a ff. ».«. jonjjo»rij ff. «.40. Dtt riiqclltc Witmmtt 7 ti. s«<4 lottf; bfi Öftertn SUtntolaagea -Iitspreq-adcr »abott. Hultskn« ml)nun Ontcrole fite usfn «lall allc htwint« tn>m:rtj»'Hiirctu »c« 3». an» auflaufe« »», »rtnciton «iagftrolit 11 und atminiffeolun Motd«a»»gosse s, exrnhftinidni M m seitißung der durch die gegenwärtigen Macht-Hader der Montangesellichaft in ihrem Größen-mahn geschaffenen Calamitäten. Von diesen Per-stitlichkeite». zumeist polnischer, tschechi» scher und französischer Nationalität, kann man allerdings alpinen LocalPatrio-tism u S weder erwarten noch verlangen. Auch muß man daraus gefaßt fein, jede Aeußerung j» jenen.Auslassungen" gelegt zu seben, wegen welcher diese Herren den hohen Slandipunkt ihrer „Reserve" nicht verlassen. Sie dürften in der Generalversammlung, also im Mai ant- Aus den papieren des Erzherzogs Aoliann *) (1S09). Der einstige deutsche ReichSverweser, Erz-dnzoq Johann, so sehr er sich als Schutzgeist end Wohlthäter der Alpenländer verehrt sah. litt zeitlebens unter dem Gefühle der Beschul-tiguug, die Schlacht bei Raab durch seine Un-Mlänglichkeit als Feldherr verloren und in dem für die Geschicke seines Vaterlandes entscheidend--sien Augenblick,-, durch verspätete Ankunft auf dem Schlachtfeld? von Wagram großes Unheil angerichtet zu haben. Er begnügte sich nicht mit einem augenblicklichen Rechenschaftsberichte cm seinen kaiserliche» Bruder, er wollte vor dem Richlerftuhle der Geschichte gerechtfertigt da-stehen. so ließ er denn schon im Jahre 1817 bei Vrockdaus in Leipzig und Altenburg durch Frei-dem! v. Hormayr. der an der Abfassung de« Werkes mitbetheiligt war, das Werk: „TaS Heer von Jnnerösterreich unter den Befehlen frei Erzherzogs Johann" erscheinen. Das ganze Leben hindurch sammelte der Erzherzog nach Materialien über seine Betheiligung an dem Ftldzuge und hinterließ sie wohl gesichtet und geordnet seinem Sohne, dem Grasen von Meran. ') Entnommen der „Neuen Freien Presse" vom worten. Unmöglich ist eS ja doch nicht, daß trotz mancher Agitation, auch diese Versammlung den früheren gleicht und nur beisallsbefliffene Anhänger der jetzigen Machthaber in beruhigen-der Zahl umfaßt. Doch glauben wir, daß die Regierung, welche thatsächlich in objectiver Weife Materiale zur Beantwortung der Interpellation Reicher sammelt, unS nicht überhören wird und halten uns überzeugt, daß unser Leserkreis jedes weitere Bemühen zur Klärung und Ord-nung dieser vitalen Landesangelegenheit auf daS Wärmste begrüß«. Die Interpellation Reicher ist weder feine, »och die Erfindung irgend eines einzelnen Menschen, auch keines RaffineureS, wie eS die Denkschriit andeuten will. Sie ist das Phono-gramm der wahren öffentlichen Meinung, der Stimme des ganzen Volkes! Der Apparat, in welchen jahrelang die Bevölkerung hineinricf. wurde im Parlamentsdause ausgestellt und zur Wiedergabe veranlaßt. Und die Alpine Montan-gesellschaft selbst war eS, welche diese öffentliche Meinung großgezogen hat. Erst gab eS nur wenige klar in die Zukunft blickende Menschen, welchen schon ihre Gründung daS größte Miß-trauen einflößte, das sie auch leider vergeblich zum Ausdrucke brachten. Als aber allmädlich diese Gesellschaft, ein besonders eifriger Partisan der Carlelle, diesen jede andere Rücksicht unter-ordnete, wurde für Jedermann ersichtlich. waS erst Einzelne erkannten. Paßt es den Cartellen, fo wird ein Werk, gleichviel wie lange eS bestand, gleichviel welche Erfolge damit frühere Besitzer erzielten, den Zufall, daß di.fes Werk momentan weniger proSperiert, weife benützend, vom Kartelle aufgekauft und dem Erdboden gleichgemacht. Dabei wird auch daS Mittel nicht verschmäht. daS von der cartel-listifchen Vehme dem Tode geweihte Werk schon Der Erzherzog hatte übrigens in historischen Werken ! später eine mildere Beurtheilung erfahren; zumeist aber ha» sich jene Anschauung Bahn ge-brachen, daß nach Lage der Dinge bei Wagram, mit Rücksicht auf die große numerische Ueber-legenheit der Franzosen, ihre gewonnenen Vor-theile, ihre Siegeszuversicht, den gewaltigen Feldherrngeist. der sie zum Kampfe führte, auch da« rechtzeitige Eintreffen Johann'S daS Schick-sal des Tages und der Monarchie nicht mehr geändert hätte. Insofern wäre von der neuesten, aus Ver-anlaffung deS pietätvollen SobneS deS Erzher-zogs, deS am Cbarfreitag 1891 verstorbenen Grafen von Meran. durch den Grazer Professor vou Zwiedineck (Graj», 1892) an der Hand eines reichen Material» versuchten .Rettung" nicht weiter zu sprechen, wenn nicht in dem veröffentlichten handschriftlichen Theile eine Fülle anziehendster Einzelheiten zu finden wäre, welche die Lage deS Staates und des Hofe» in jenen trübsten Tagen unserer Geschichte in oll ihrer ergreifenden Wahrheit und in den Aeußerungen der unmittelbar betheiligten Mitglieder des KaiserShause« zu schildern imstande sind. Insbesondere gewinnt die Gestalt der Kaiserin Ludovica, Louise, wie sie sich selbst nannte und unterschrieb, der dritten Gemalin deS Kaisers Franz. in diesen an Johann ge-richteten Briefen ein ganz besonderes Relief. «.kl /c:~v.—-i_<- " " vorher durch Eanell-Druck mürbe, d. h. billiger zu machen. Auch Werke, welche man schon be-sitzt, werde» ausgelassen, auS Motiven, welche weder für den Laien noch für den Fach-mann verständlich sind. Das Schlagwort lautet: Eoncentration der Betriebe im geographischen und merkantilen Sinne. Nach der Entwendung der Häuser benachbarter Orte, nach dem' Nieder-und Untergänge des Klein-Gewerbes. kurz »ach den selbstverständlichen Folgen der localen Völker-Wanderung, die solche Maßregeln veranlassen müssen, wird nicht gefragt. De» Arbeitern der verschwindenden Werke werden allerdings An-träge gestellt. Aber viele kehren bald aus den neuen Betriebsstätten zurück, weil man ihnen dort wesentlich andere, weit geringer entlohnte Arbeiten zumnthete. Dies ist die eine, die em-pfindlichste, nach der Breite und Tiefe wirksamste Form des Druckes. Eine zweite ist folgende: Werke, die gleichviel weshalb, dem Tode nicht geweiht sind, müssen allen jenen Eartellverbind-ungen beitreten, welche für ihre ProductionS» Artikel bestehen. Wehe ihnen, wenn sie es unter-lassen, wenn sie sich weigern selbst die härteste», mit angemessener weiterer Beschäftigung ihre« erprobten Personale« unvereinbarliche Beding-ungen anzunehmen. Sie werden boycottiert! Hiefür haben sich wieder zwei Formen praktisch herausgebildet, wir wollen sie die Boy-cottierung ersten und zweiten Grades nennen. Der erste Grad besteht darin, daß die Montan-gesellschaft zwar noch einen Theil deS Maie-rial-Bedarfes solchen Werken liefert, aber nicht den ganzen, sondern ersahrunßSgemäß circa die Hälfte, und diesen zu weit höheren Preisen, alS den willfährigen oder überhaupt jene» Werken, welche sie aus welch immer anderweitigen Rück-sichten protegier». Der zweite Grad der Boy-cottierung besteht aber in der vollständigen E i n- richten der Zeitgenossen, au« der Schilderung Goethe's, Varnhagen's, schon gewonnen hat. noch zu verstärken. Sie besaß einen feiiriaen Patriotismus, stand an der Spitze der Kriegs-partei, fühlte in ihrer edlen, heroifchen Seele tief die Schmach, welche Napoleon ihrem Hause angethan, drängte deshalb stets zum Handeln, immer im guten Glauben, daß der gerechten Sache auch der Sieg nie fehle. Die Kränkungen. Enttäufchungen, Ausregungen und wechselnden Schicksale zehrten an ihrem zarten Körper, sichtlich schwand sie dahin, und als der Augenblick des Triumphes gekommen war, sie an der Seile de« Kaisers sich der neu gewonnenen Herrschaft in Italien erfreuen sollte, da sank sie erschöpft zusammen. Sie schreibt an Johann, wie weh eS ihr gethan, unter der (Hormayr'schen) Proklamation an die Tiroler seinen Namen zu finden. „Mit welchem Rechte können wir die Tiroler auf-muntern zur Empörung, zur Untreue gegen ihren rechtmäßigen Gebieter, den König von Bayern, dem wir daS Land durch einen feier-lichen Trac»at übergeben haben?* Es schmerzt ihren redlichen Sinn, der für Legitimität er-glüht, solch .heimliche Verrätherei". .. . „Der Himmel segne Ihre Bemühungen die Gerech« »igkeit unserer Sache, der vortreffliche Geist, der zwischen allen unseren Völkern herrscht, ent-flammt meinen Muth, und ich wollte ei» Mann ^im 2 stellung aller neuen LieserungS-Abschlüsse. Nach welchem Codex die Strafe ersten oder zweiten Grades verhängt wird, ist »in« unbekannt; wir vermuthen, daß mildernde oder erschwerende Umstände jeweilig maßgebend sein dürsten. Bi» nun äußert sich diese Maßregelung nur inder geringeren Rentabilität solcher Werke, führte aber noch in keinem uns bekannten Falle zum Stillstände, hatte daher nicht jene Folgen nach Außen wie die oorbesprocheneu Maßregeln. Allein, da alles dieses scho lange kein Geheimnis mehr ist. so meidet der NnternehmungS-«eist jene Gebiete, in welchen die Montangesell-schast als unumschränkter Herr über di« wichtigsten Rohstosse die Rentabilität neuer Anlagen wesent-lich beeinflußt. Die weitere Entwicklung der Eisenindustrie in den Alpenländern spitzt sich daher derzeit ausschließlich zur Frage zu, ob die Moniangesellschast ihre Anlagen »och ver-größern will oder — kann. Will sie oder kann sie eS nicht, so wird es auch nilt dazu kommen, denn niemand sucht Unterstand in der Höhle deS Löwen. Die Entwickelung der Eisenindustrie steht derzeit an jenen Grenzen, welche ihr die Montan-Gesellschaft verzeichnet. Wer aus importierten Rohstoffen Fabrikate herstellen will, investiert sein Capital nahe der LandeSgrenze in bevölkerten Gegenden, nächst reicheren Kohlenlager, z, B. im Norden Böhmens. Dieser öffentlichen Meinung verlieh nun Herr Dr. Reicher den richtigen Ausdruck in seiner Interpellation, welcher sich auch sast alle Abgeordneten der nächstbetheiligten Alpen-länder ohne Unterschied der Partei anschlössen. Dieses vorauSgeschicki, wollen wir nun den Einzelnheiten der Denkschrift näher treten. — ES fällt zunächst aus, dnß an 2 Stellen das Verdienst der Moniangesellschast „den Ruin der gesammtcn alpenländijchen Eisen-Jndustrie ab-gehalten zu haben," besonders beiont wird. Der Ruin der Eisen-Jndustrie in eben jenen Gebiete», in welchen die Natur „unermeßliche Schätze" von „Qualitätserze»' auf-häufte, die so vorzüglich sind, daß sie. einzig unter den österreichischen, mit den „schwedischen Erzen concurrieren' können, deren Gewinnung weiterS so geringe Kosten verursacht, daß diese Concurrenz noch immer möglich ist. wenn schon beim Transporte von rund 13 Millionen Erze», „mehr als eine Million für Frachten an die Staatsbahnen und die österreichische Nordbahn bezahlt werden," Der Ruin der Industrie am Fundorte dieser Erze, wäre eine ganz merkwürdige Erscheinung! Hier drängt sich die Frage aus, wie ein derart sonderbarer Gedanke überhaupt öffentlich nusgesprochen werden konnte? Zum Versuche einer Erklärung muß man innerhalb der „gesammten" Eisenindustrie ihre 2 ohnehin Herrn zu zeigen, daß nicht nur aus Liebe gegen den Gatten, sondern auS Achtung und Anhäng-lichkei: für feine vortrefflichen Eigenschaften ich den Wunsch hätte, mich für ihn zu opfern. Ader ich bin hier unnöthig, lieber Johann, ich »ütze Niemandem." Vom Kaiser auS Braunau sind gute Nachrichten da, er ist ganz wohl, ihr wird die Trennnnst schwer.»Ich gestehe, daß es mich kränkt, zu sehen, daß er immer hinter der Armee, und zwar wie ein Bagage» führn, ist; ich verstehe nicht genug, um zu be-stimmen, wo er sein sollte, aber dort glaube ich nicht, denn in meinen Augen ist seine Ehre kompromittiert; wieder sehe ich. daß die unglückselige Eifersucht hier ihr Spiel abermals hat; wie sehr trachtete ich. daß man sie zu Hause lassen möchte, aber leider unvermerkt dräi-gt sie sich durch, und daS ist mein größtes Besorgniß." Diese Anspielung -zinsung ringt. Eine rettende That war e» daher ebensowenig! Ungünstige Zeitoerhältniffe brachien älter«, kleinere, weniger moderne Holzkohlen-Hochöfen im Privatbesitze zum Stillstand«. Es reflectiert daher zur Zeit kaum jemand dort auf Erzberger Erze und wer daraus reflectiert, erhält sie nicht! Von nicht ins Gewicht fallenden Ausnahmen abgesehen, liegt zur Stunde die Hochofen-Industrie in Steiermark und Kärnten nur in de» Händen der Montan-Gesellschaft. Diese vollzieht de» theilweisen Uebergang vom Holzkohlen- zum Coaks-betriebe. Darin gipfeln die in Vordernberg „durchgeführten Reformen." Untersuchen wir nun auch „die günstigen Wirkungen" auf die „noch selbststänvigen" Raffinierwerke. Z> gulisten des CokeS-Belnebe« wird behauptet, daß er mehr große Hilfsquellen, wenn wir selbe benutzen wollen." Der Unmuth über die Vorgäng: hatte auch den Erzherzog Palatin Joseph erfaßt. Alle Hoffnungen hatten sich auf die Hauptarmee unter Erzherzog Karl vereinigt; Und während die Tiroler Bauern im Heldenkampfe sich sieg-reich behaupteien. Johann den Vicekönig Eugen über die Piave zurückdrängte, dann, an« Italien sich zurückziehend. Jnnerösterrcich schützte, be-siegten die Franzosen Karl'S Armee bei AbenS-berg, Landshut, Eckmühl und Regensburg. Aus Ofen sendet Erzherzog Joseph einen eigene» Courier an Johann; in dem Schreiben heißt e«: „Unsere Unfälle im Reiche kannst du nicht ignorier«», allein was das Ucbelste ist, eS scheint, wir haben sie verdient und haben nun bei der Arm«« den Kops verlor«». Fünf Tag« ist die Armee bei Eham unthätig gestanden, und man hat Bonaparte mit seiner ganzen Wucht gegen Hiller gehen laffen. Letzterer kann sich nicht mehr halten, steht hinter der EnnS und nun, will man. soi! er gar über die Donau gehe» und sich mit der großen Armee vereinigen. Wien wird sich selbst überlassen, soll aber vertheidigt werden; dazu und um den Landsturm zu organisieren, ist Erzherzog Max dahin be-ordert, Oesterreich wird seiner Landwehr. Ungarn seiner „Insurrrction" überlaffen. Leider ist beisammen. und erst gegen 1892 und billiger zu produci^reu ermöglicht, als der Holzkohlenbetrieb und e« wird beigefügt, daß ein wesentlicher Qualitätsunterschied nicht besteht Im localen Sinne wird schließlich noch betont, daß ein« zu große Ausdehnung des Holzkohl«»-betriebe« der Ho l Öfen diesen Brennstoff übermäßig vertheuern würde, somit die Raffineure. insoweit sie diesen noch verwenoen, auch dadurch in eine ungünstige Lage kämen. Gegenüber dieser Theorie ergibt die Praxis Folgendes: Im Jahre 1883 producierte die Montangef, Ufchaft 1.235.842 Metercentner Hohlzkohlen - Roheisen und 610.970 Melercenlner CoakS-Roheisen. in Summa also 1,840.812 Metercentner. Im Iaht» 1890 betrugen diese Ziffern in derselben Reihe»-folge 889.072 1.042.194 1,931.266. Die sogenannt« Massenproduktion fand somit in einer Steigerung der Summen um 85.000 Mtr.-Ctr. gleich ihren gewiß sehr bescheiden«, Ausdruck. Noch ungünstiger stellt sich das Bild, wenn man den für Steiermark nicht maßgebende» Schwechater Ofen mit einer Productions-Sleige-rung in der Bergleichsperiode von 153.000 Mlr-Ctr. ausscheidet. Dann fiel sogar die locale Pro-duction um 60.000 Mtr.-Ctr. ab. obwohl gleichem, 340.700 Mtr.-Ctr. Holzkohleneisen durch Coaki» Eisen verdrängt wurden. (Ein zweiter Artikel folgt.) politische Pundschau. Der 19. Februar hat den österreichiicheii Staatsbürger» und Steuerzahlern eine große Ueberraschnng gebracht. Der Finanzminister Tr. Stein dach hat einen Entwurf eingebracht welcher die Ungerechligkeit in der dermaliga Verkeilung der Steuern, wenn nicht völlig de» seitige». so doch mildern soll. Seit m«hr alt 80 Jahr«!, hat jeder österreichischer Schatzkanzl» die Ungerechtigkeit der Steuervertheilung zuge-geben, ohne über die ersten Schritte aus i>« angedeuteten Bah» hinauszukommen. Die Schuld lag an den Finanzministern selbst, welcher »ach dem berühmten Muster des Herrn T u n a« jewski eine Reform lediglich zu fiScalifchen Zwecken, das heißt, zn Zwecken der Erhöhung der Einnahmen ohne Rücksicht auf die Vedüch niffe der Volkswirtschaft, anstrebt«». Auch da Umstand, daß die Gegensätze zwischen Arm ur» Reich immer größer und schroffer werden, un) insbesondere das offene A ftreten der national» Parteien, welch« den Mittelsland erhalten wolle», hat nicht wenig dazu Anstoß gegeben. WaS da große Pole Dunajewaki vieleJahre nicht zustande brachte, weil er nicht wollte und ti übst sich vermochte, dazu hat sich der deutsche Finanz-minister S t e i n b a ch in dankenSwerther W >>> entschlossen. Der Gesetzentwurf selber nun durchaus nicht radical. doch von der n- I und zehn Bataillone, aber nur organisiert, m# geübt. Hätte man mich nicht mit Allem ütz« lassen, so wäre ich jetzt mit Allem fertia und könnte eine wesentlich« Rolle spielen; die« cct> drießt mich ungemein, da ich befürcht«, daß 4 sammt dem Lande wohl »och eine schlecht Figur spielen und am End« »och so manche darüber werde anhören müssen. Seit sieiie« Tagen habe ich gar keine Nachricht auS »e> Hauptquartier und auS der übrige» Welt. I* Kaiserin und Rainer sind hier in Ofen." Scharf und in ihrer verzweifelten Zumutn»! ungerecht, urtheilt die Kaiserin über Karl: stärkste Armee entblößt Hauptstadt und Lam-land, ohn« «in« vernünftig« Ursache angebt« z» könn««, al« i«n«: wir habrn Händ' und aber weder Kopf noch Energie. Nach der Tt-route vom 23., wo daS Gefechl ohne all» Plan und Disposition angieng. stellte sich ÄJri in Cham auf. vier Tage sah und hörte man ntchtS von einem Feind. Die Armee bestand aus 74.000 Mann ohne die CorpS ©eflrgatbe und Kolowrat, die Truppen brannten vor ¥ui wieder zu sümpfen. Statt bei Regensburg o« Straubing die Donau zu passieren, um sich nw möglich mit Hiller, der noch an der Jsar stand, zu vereinigen, gab man als Ursache an. d« wir keine Pontons mehr hatten, und oergax. daß die RegenSburger Brücke von Stein ist. .* I In ihrem gekränkten Gefühle fährt die Kaiserin I fteulichen Tendenz testest, den wirtschaftlich Erwachen möglichst zu entlasten, der schon lange nicht mehr imstande ist. den hochgespannten fiskalischen Forderungen nachzukommen. Die capitalistische Wirtschaftsform bat eS ja seit jefcei verstanden, alle Lasten, welche für den Staat, für die Allgemeinheit getragen werden mußten, aus die Schultern des Mittelstande« zu üderwälzen. Allein besonders bei der neu eingeführten progressiven Personaleinkommen-I fteuer hätten wir z > bemängeln, daß die Pro-grssionvorden großen Einkommen, vor dem Groß-Capital eine Scheu empfindet und ihr Tempo ver-langsam!. WaS ist eine progressive Einkommen» sleuer, die sich nicht über 4% hinauswagt und einem Einkommen von lOO.OOOfl. nur luoüfl. für Staat«' zwecke ahforbert! Einkommen über60.00vfl. können ohne fühlbare Schädigung weiter Bevölkerung«-schichten in der Regel nicht verdient werden und darum ist der Staat berechtigt und im Jnter-esse ver Entlastung so vieler Tausender, die ; kaum etwa« zu essen haben, verpflichtet, eine Ködere Steuer für sich inanspruch zu nehmen. Eine wirkliche progressive Einkommensteuer, die leine Halbheit ist, würde in der Folge auch die gänzliche Aushebung der indirec > en steuern, unter deren Drucke der wirtschaft-lich Schwache am meisten seufzt, anbahnen. Auch die reformbedürftige Hausclassen-steuer. die ebenso drückend wie ungerecht ist, 1 sollie in dem Entwulfe Berücksichtigung finden »lid ebenso wäre eine auSgiebige Heranziehung des Dividendenetnkommens eine weittragende fteuerpolitische Maßregel. Aber im großen Su-zen bringen wir dem Entwürfe die besten Sympathien entgegen, denn der Mehrertrag der Eteuein soll zu Nachlässen benützt werden, die wieder der nicht wohlhabenden Bevölkerung zu Gute kommen. Dürstige Gewerbetreibende, welche nur mit einem Gehilfen arbeiten, können ion der E r w e r b st e u e r befreit werden ; Familienväter mit einem Einkommen bi« MO fl. werden, wenn sie mehrere Kinder be-sitzen, bei der Bemessung der Personal-Einkommensteuer schonend behandelt; besondere Un* glückssalle und Verluste solle» Berücksichtigung sieden. DaS sind fesselnde und volksfreundliche lesichtsvuncte und Züge. Goldene Worte hat der Finanzminister überdies in seiner Begründung de« Entwürfe« gesprochen, indem er aucheineMoral in der Steuergesetzgebung forderte und gelegentlich der Erwähnung der leider üblichen falschen Steuereinbekenntnisse sagte: .Die Schuld an diesen crossen Ver: ält-»ifftti lugt nicht etwa gan; auf Seite der Be-»olleruiig, sondern zum große,, Theile aus Seite der Steuergesetze. Die Ehrlichkeit der S'euer-vager wird durch die bisherigen Gesetze auf vtrbli-ben. war viS Schärding gegangen; all-dorl ließ man ihn, ohne ihn von der mindesten Lperation zu benachrichtigen; er wußte gar nicht», start schickte ihm keine Berichte, man vergaß, daß er uns,r Herr ist; die von Ihnen erfochtene» Siege mußte er von mir erfahren, denu Karl theilte sie den vierten Tag mit. ... kr schickte den B. Spiegel zum Kaiser mit ei»em Briefe, welcher blos enthielt den .. . Porschlag, vor Napoleon niederzuknien, ohne dem Kaiser ein Won zu sagen, noch über die Schlachi, »ach aber die Macht, nicht wo er sich befindet, Kas er zu machen, oder ob n sich mit Hiller zu vereinigen gedenkt. Nach diesem leeren Briefe blieb der Kaiser fünf Tage ohne eine Silbe zu erfahren." Der Kaiser floh nach Enn«. die Kaiserin eilte in Angst zu ihm. sie fand ihn in Gte nbtrg in der Nacht, die „Herren um ihn herum feig und blutlos", sie blieb bei ihrem Gemahl über 43 Stunden, da kam ein Courier von starl mit einem Schreiben, da« nur die Worte endielt: „Ich bin zurückgegangen, noch so eine Asiat«, so habe ich keine Aimee. ich erwarte die FriedenS-Untn Handlungen." Die Kaiserin macht folgende Bemerkung über Karl: „Unser Unglück sind seine Umgebungen. Hab' ich Recht gehabt, als ich so oft Grünne'« Entfernung wünschte, «eh' thut eS mir für Karl, warum soll er da« Lpser diese« Menschen sein? Wir sind ver-liren, nicht auS Mangel an Mitteln, sondern an Köpfen und an Ener» eine allzu harte Prob: gestellt." DaS ist eine so ehrliche mannhafte Rede, wie wir eine solche von einem österreichischen Minister schon lange nicht gehört habe,-. Wir wünschen, daß die Steuerresorm eine wirtschaftliche Gesundung unseres Volkes herbeiführe und daß sie auch in moralischer Beziehung läuternd wirken möge. Da« Abgeordnetenhau«, da« bereits ver-tagt ist. hat entgegen der Regierungsvorlage beschlossen, die einmalige Aushilfe für die Beamten der unteren Rangsclasse von 500.000 fl. auf eine Million zu erhöhen. Aber auch gegen diese ohnehin kleine Er-höhung haben „Volksvertreter" gestimmt. Der H o h e n w a r t c l u b wollte auch dieses A l-m o s e ii den Beamten versagen und stimmte mit dem warmen Herzen seiner echten volkS-freundlichen Gesinnung gegen die Verbesserung der Lage der Beamten !! Daraus können unsere Beamten sehen, was sie von unseren s l o v e-nischen L a n d e S b r ü d e r n. die im Hohen-wartclub sitzen, z u erwarten haben. Be-kanntlich war es auch derselbe Club, welcher die Berathung der Wiener VerkehrSan-lagen verzögen«. Diese Verzögerung hat aber ein schreckliches Echo erweckt. 5000 Arbeitslose zogen vo>gestern durch die Straßen Wiens, eine Aimee der Hungernden und Frierende», welche gegen die Verzögerung der Wiener Bauten, von denen sich die arbeitslosen Hände Wien? Erwerb versprechen, demonstrierte. 5000 unzu-sriedene Menschen, die mit dem Elend ringen, und nach Arbeit rufen, die aufmarschieren und bittend und drohend die Hände emporstrccken, daS ist ei» Zeichen der wachsenden Verelendung d.r Gesellschaft, der gegenüler auch der Hohen-wartclub in der Zukunft andere Beschlüsse wird fassen müssen. Die in voriger Woche erfolgte Wiederaufnahme der Verhandlung der französischen Deputiertenkammer hat mit dem Sturze deS CabinetS Freiycinet-EonstanS ein Ereignis gezeitigt, welche« zunächst zwar unerwartet ge-kommen ist, daS aber nach seiner Vorgeschichte keineswegs so überraschend erscheint. Eine feste republikanische Kummermehrheit besaß das Mini-sterium Freycinet eben längst nicht mehr, es lavierte zwischen deu die vorsichtige Kirchenpolitik der Regierung mißbilligenden Radikalen unter Clemeuceau« Führung und der monarchistischen Rechten nur noch hin und her, bis denn jetzt da« Schisflein des CabinetS aus den oppositionellen Klippen sitzen geblieben und hierbei schließlich oescheitert ist, gescheitert an dem V ert rauenS-v o t u m, das Freycinet sür die schwankende Kirchenpolitik verlangte. Der politische Wirrwar ist infolge dessen in Frankreich ein großartiger und für die französischen Verhältnisse be;eichnend. gie... Meine Gesundheit hat durch den Kummer viel gelitten, und ich habe etwa« Fieber gegenwärtig." Johann antwortet tieferschüttert, da$ bxste sei, zu schweigen und zu denken, «a« zu thun sei. „Um diese Stunde" — 14. Mai — muß Napoleon vor Wien stehen" — ruft er sich und der Kaiserin zu. doch setzt er hinzu: daran darf man sich jetzt nicht kehren." In Wahrheit waren die Franzosen am 13. Mai in Wien kingezo^en. Gleichzeitig mit dem Schreiben der Kaiserin war ein solches vom Erzherzog Joseph eingelangt, worin Klagen und nichts als Klagen enthalte» sind, wie: .Dank sei e« dem HoskriegSrath, ist meine Truppe — daS Aufgebot der Landwehr, in Ungarn In-surrection genannt — kaum gekleidet, nicht be-wuffnet. die Artillerie nicht ausgerüstet, noch bespannt, und nun überläßt man mir die Sorge, daS Land mit nichts zu vertheidigen, ohne mir al solito ein Wörtchen zu schreiben, eine In-struction zu geben. Ich arbeite Tag und Nacht, bin fast weg von Fatigue, und werde noch Schande und Spott erleben." Wenige Tage später trifft ein Brief der Kaiserin ein, der in ergreifenden Worten da« Unglück des Landes schildert, dann aber den Vorsatz auSspricht, auS» zuHarren, dem Kaiser ihre Meinung nicht vor-zuenthalten. (S^lul f»lgt.> 3 Z)ie Steuerreform. Die am 19. Februar im Abgeordnelen-Hause eingebrachte, die Reform der direkten Steuern bezweckend« Regierungsvorlage beschränkt sich aus die Personalsteuern und besteht in einem einzigen, das ganze Gebiet dieser Steuern um-fassenden Gesetzentwürfe. In den Einführung«-bestimmungen gelang! der Grundsatz zum AuS-drucke, daß durch die beabsichtigte Reform Erhöhung deS Ertrage« der directen Steuern bewirkt werden soll. Daselbst wird nämlich der Finanzverwaltung die gesetzliche Verpflich-tung auferlegt, jeden durch die Reform keine herbeigeführten Mehrertrag, welchen die di« directen Steuern im Vergleiche mit ihren bisherigen Erträgnissen künftighin liefern sollten, zu Nachlässen an der Grund-. H a u S-zinS-, HauSclafsen- und a l l g e -meinen Erwerbsteuer zu verwenden. Hinsichtlich deS Au«maße« dieser Nachlässe ist zu gewärtigen, daß dasselbe gleich bei Beginn der Wirksamkeit de« Gesetze« bei der Grund-steuer 2'/« bis 3'/, Percent vom Katastral-ertrage, bei der 26'/,percentigen Hau«zin«steuer 2*/® bis 41/,,, Percent, bei der 2<)percentigen HauSzinssteuer I bis 1'/, Percent vom Netto-zinse bei der Erwerbsteuer 2 bis 2 9 Percent vom jetzigen Reineinkommen ausmachen werde, was Ermäßigungen dieser Steuern um 10 bis 30 Percent ihres bisherigen Betrages gleichkommt. Die Steuerarten sind: die allgemeine Erwerbsteuer, die Erwerbsteuer von den der öffentlichen Rechnungslegung unterworsenen Unter-nehmungen, die Besoldungssteuer und die Per-sonal-Einkommensteuer. Die allgemeine Erwerb st euer ist zur Besteuerung des Ertrage« aller gewerb-liehen und HandelSunternehmungen mit AuS-nähme derjenigen, die der öffentlichen Rechnungslegung unterworfen sind, be-stimmt. Sie tritt bei den ihr zu unterziehenden Unternehmungen an die Stelle der bisherigen Erwerbsteuer und Einkommensteuer erster Classe. Sie soll dem Erträgnisse, welche« diese beiden Steuergattungen bisher geliefert haben, contin-gentiert werden. Die Repartiron dieses Contin-gente« soll auf Grund eine« äußerst detaillierten auf dem Principe der Abstufung der Steuersätze nach äußeren, die Ertrags-fähigkeit der einzelnen Unternehmungen kenn-zeichnenden Merkmalen beruhenden Tarife« er-folgen. Nach diesem Tarife kann mit der Steuer in Wien bei den meiste» Handwerkern bis auf 5 fl.. be, manchen sogar bis auf 3 fl., auf dem Land« sogar bis auf 2 fl. 50 kr., beziehungsweise l fl. 50 kr. hinabgegangen werden, während ein Maximum nicht festgesetzt ist. Die Bestimmung der Höhe, der den ein-zelnen Steuerpflichtigen nach Mußgabe dieses Tarife treffenden Steuer soll Commissionen obliegen, welche zu drei Vierteln aus Vertretern der Steuerträger und nur zu einem Viertel au« von der Finanzoerwaltung zu be-stimmenden Personen bestehen soll. Jnoetreff der Besteuerung der Hausier- und Wanderge-werbe sind im Gesetze besondere Bestimmungen getroffen. Die Erwerbsteuer der der öffentlichen Rech-nungSlegung unterworfenen Unternehmun« gen hat bei diesen denselben Zweck zu erfüllen, wie die allgemeine Erwerbsteuer bei den anderen Unternehmungen. Ihre Veranlagung soll auch künftighin im Wesentlichen auf Grund deS schon gegenwärtig bei derlei Unternehmungen üblichen Verfahrens nacy dem bisherigen Steuer-fuße — zehn Percent deS steuerbaren Ertrage« — erfolgen, doch soll dieser Ertrag künftighin nach Grundsätzen ermittelt werden, durch deren Anwendung er von dem nach gewöhnlichen ge-schädlichen Regeln berechneten Gewinn nicht annähernd in dem Maße abweichen wird, wie bisher der Fall war. Die B e s 0 l d u n g « st e u e r ist bestimmt, an die Stelle der bisherigen Einkommensteuer zweiter Classe zu treten. Sie soll auch künftig-hin nach einem progressiven Steuersuße veranlagt werden, wird aber niedriger sein, als die durch sie zu ersetzende Steuer, da sie bei 4 Deutsche Wacht" 1892 Bezügen bis zu 2000 fl. nur ein Percent be-tragen und das Ausmaß von zehn Percent — der bisherige außerordentlich« Zuschlag fällt weg — nicht übersteigen soll. Die Renten st euer soll an die Stelle der bisherigen Einkommensteuer dritter Classe treten, aber das in Capitalrenten begehende Einkommen in weit größerem Umfange zur Versteuerung heranziehen, als diese, da sie alle drei Renten treffen soll, welche ihr nicht durch bestehende besondere gesetzliche Bestimmungen entzogen sind. Sie soll bei den Zinsen derjenigen Staats- und sonstigen öffentlichen FondSobligaiionen, bei welchen schon gegenwartig ein zehnpercentiger Steuerabzug stattfindet, sowie bei den Zinsen der Landesan-lehen zehn Percent, bei allen anderen Zinsen aber zwei Percenl des steuerpflichtige» Ertrage« betragen. Ihre Veranlagung soll durch die Steuerbehörden auf Grund von Bekennt» nrssen der Steuerpflichtige» und »ach ersolgter Prüfung derselbe» bewerkstelligt werden. Durch die Einsühning der Personal-E i n k o m m e n st e u e r soll den schon seit langer Zeit hervorgetreten«» und nachgerade dringend gewordene» Bestrebungen nach Ein-sühmng einer wirkliche», das ganze persönliche Einkommen eine« jeden steuerfähigen Bürger« erfassenden Einkommensteuerrechnung getragen werden. Sie soll die Krönung des ganzen Re° formwerkes bilden. Po» ihr werden vornehmlich jene Erträge erwartet, welche die geplanten Nachlässe an den Ertragssteuer» ermöglichen und auf diese Art die wenigstens theilweise Ersetzung der gegenwärtig bei uns als einzige Methode der directen Besteuerung i" Uebung stehenden Ertragsbesteuerung durch die den modeinen An-schaumigen besser entsprechendes System an-bahnen solle». Ihre Veranlagung soll auf Grund von Bekenntnisse» ter Steuer--träger durch Cvmmiffioneu erfolgen, welche zur «inen Hälfte aus von den St.uir-trägern selbstgewählten, zur andern Hälfte aber au» vom Finanzminister ernannten Mitgliedern bestehen sollen. Ihr sollen aber nur die Ein-kommen von niehr al« 60u fl. unterliegen; ihre Höhe ist in einer Scala festgesetzt, welche nach der Höhe des Einkommens abgestufte Beträge enthält, bei deren Festsetzung eine Progression in der Weise beobachtet worden ist, daß die Steuer in der niedrigsten Stufe nicht ganz 0 6, in d«r höchsten aber 4 Percent des ermittelten Einkommens ausmacht. Hegen den AgrarratK. Die , Grazer Tagespost", welch« in danke»«-werther Weise der Frage fcc» Agrarrath««. durch dessen Schöpfung die nationale» Anteressen der Teutschen in Unterstes«? bedroht würden, ihre Auf-merksamkeit zuwandte, bringt in ihrem Abendblatte vom 20. d. M. eine Zuschrift von einem Pettauer Parteigenossen, der wir Folgende« entnehmen: .Mit großem Danke, deihl ei in der betreffen-den Zuschrift, haben wir gelesen, wie richtig die „Tagespost' schon Mitte Jänner d. I. in kurzen Zügen die Gefahr, welche unserem VolkStbum aus dem Landes-Agrarraihe erwachse» mühte, gekenn-zeichnet hat. Di« „Tagelpost" hat damal» auf einen in der „Deutschen Wacht ' in liilli am 10. Jänner d. I. erschienenen Aufsatz hingewiesen, welcher uns au» der Seele geschrieben war. Mit nicht geringerem Danke haben wir gelesen, daß die „Tagespost" die ebenso kräftigen al« richtigen Kundgebung gegen den Landes-Agrarrath, welche in Rohitsch-Sauerbrunn beschlossen worden ist, vollen Raum gegeben hat. Al« wir zuerst mündlich von dem Landes-Agrarrath Kund« erlangten, als wir auS Nummer 200 der „Tagespost" vom vorigen Jahre die Grund-züge des bezüglichen Gesetzentwurfes kennen lernten, meinten wir. es habe diese gefahrdrehende Einrichtung nur deshalb beschlossen «erden können, weil die hohen Herren in Graz, welche wohl Deutsche sind und sich öfter laut zum D « u t s ch t h u m bekenne», weniger Uebung haben in Erfüllung ihrer valkSthümlichen Pflichten. Von ihrer Höhe aus »erden sie die Gefahren nicht sofort gewähr. Wir hielten dafür, daß der Entwurf so wie ^ mir h^hrtfh Kit tiinntn_weil den Herren in Graz die B e r h ä l t » i s I e d e s Deutschthum« im Unterlande gröhten-theils unbekannt sind. Wir waren üb«rzeugt, daß man nicht absichtlich solche Gefahren heraufbeschwören wolle, und diele Ueberzeugung lieh unS hoffen, dah schon die erste Hindeutung auf diese Gefahren genügen werde, um denselben vorzubeugen, um zur Erkenntnis zu führen, dah der Agrarrath am solcher Grundlage, wie sie der vorliegende Entwurf enthält, nicht ausgebaut werd«, dürfe. Wir meinen „nicht dürfe", weil wir es für die »berste Pflicht jede« deutschen Oe st erreichert halten, für das bedrohteDeutfchthum immer ein-zustehen. Diese Hoffnung wurde durch den Be-richt der „TageSprst" über die am 11. d, in Wildon stattgehabte Versammlung deS dortigen ZweigvereineS der Landwirtschaftsgeselllchaft leiver sehr getrübt. Wir sehen au« diesem Berichte, dah die wiederholten SchmerzenSschreie auS der Süd-steiermark im Mittelpunkte der LandwirtschaftSgesell-schart noch nicht gehört worden sin». Will man den» wirklich ein Stück Deutichihum preisgeben? Wir Deutsche der Südsteiermark rufen um Hilfe, wir suchen dieselbe bei den Deutschen deS Mittel und Oberlandes. An mahzebender Stell« hört man uns aber nicht. Während man sich zum freiwilligen Opfertode schmückt, läht man uns unbe-achtet fallen." Nachdem der Artikel den Agrarrath von fach-lichem Standpunkte beleuchtet, heiht es schließlich: „Ist es durchaus nöthig, dah ein neuer Land««-Agrarrath geschaffen werd« ? Können wir unS ohn« Aemter nicht helfen? Wie stimmt dieses Aemter» schaffe» mit dem Grundsatze: „Hilf dir selbst, und Gott wird dir helfen", welchen Grundsatz unser Herr Landeshauptmann im Reichsrathe jüngst so kräftig vertheidigt hat, überein? Wir haben zu der alten LandwirtschaftSgesellschaft da» Vertrauen, dah dieselbe wohl imstande ist, krustiger und ausge-breite!« thätig zu sein, wenn sie nur kräftiger unterstützt wird." So die „Tagespost". Wie wir vernehmen, wird auch die Filiale Eilli der LaudwirtschastSgesell-schaft, deren Obmann der hiesige Advocat Dr. L a n g e r ist, in diesen Tagen entschieden gegen das neueste Experiment Stellung nehmen Nach träglich meldet noch die „Tagespost", dah die Filiale der LandwirtschaftSgesellschaft in Leibnitz sich eben-falls über Antrag des Referenten Dr. Ritter von W u r z b a ch einstimmig gegen den geplanten Landes-agrarrath ausgesprochen hat. Es ist ihnen gteichgiltig In dem „Grazer Tagblatt' vom 21. Februar ergreift ein „Gewährsmann" daS Wort, um «in« Lanze für den geplante» Landesagrarrath zu brechen, o-r nun einmal den Teutschen auf-octroyicrt werde» soll. In dem Artikel wird unter anderem behauptet, daß die „Gegnerschaft nicht in volkswirtschaftlichen Gründen, die in dieser Frage einzig und allein maßgebend sein sollten. sondnn in localen Ursachen zu suchen ist." Dageg>n ist zu bemerken, daß die Forderungen der Volkswirtschaft, niemals im Gegensatze stehen dürfen mit den nationalen Lebens-interessen deS V o l k e«. Ein« solch« Volks-wirtschaft, welche auf de» nationalen Ruin eines Volkes hinarbeitet, verdient eine» anderen Namen. Sehr bezeichnend ist es. daß der „Gewährsmann" des »Grazer Tagblatt" den hauptsächlichsten Einwand gegen di« Schaffuug deS Landescultur» rathe«, das nationale Moment völlig ignoriert. Wenn man sich überlegt, wie gerade in den Kreisen, welche de» Landesagrarrath in'« Leben rusen wollen, der Mund von Phrase» von Deutschthum beständig überfließt, niemals aber deutsch handelt, so muß man mit Gefühlen kämpfen, welche mit dem der nationalen Verachtung sehr viel gemein haben. Traurig g«nug, daß da« deutsche Volk so viel leiden muß, weil viel« seiner Vertr.ter geschlechtslose Streber oder Mameluken sind. Urbrigen« sind wir gewiß, daß das „Grazer Tagblatt,' da« die Zuschrift de« „Gewährnianne«" nur unter Cautelen ver-öffentlich«, auf die nationalen Gefahren hin-weisen wird, welche der Entwurf in sich birgt. Kein stovenilcher Landesansschnh. Auch da« „Grazer Tagblat:' wendet üch gegen das geheime slovenische Krästespiel. welches aus die Erlangung einer LandesauSschußstelle gerichtet ist. Derlei Mahnrufe sind l«ider nur zu begründet. Ans Stadt und Land. Urbersahrtn. Am 23. d. M um l-ali> sieben Uhr früh war ver beim hiesigen Haus-besitz» und Kürsch halten, stürzte gerade unter dem Hauschore i» unglücklich unter den Wagen, daß zwei Räder über seinen Leib gierige», wodurch der B<° dauernswerie lebensgefährlich verletzt wurde u-il» in da« Spital übertragen werden mußt«. (Wie uns mitgetheilt wird, ist der Bedauernswerte de» \ reits verschiede». A. d. R.) Ernrstinr Waller. Dieses Stück, über das wir in der letzte» Nummer einen anssührliche« Bericht gebracht haben, würd« von der Dir.ctioi . der vereinigten städtischen Theater in Graz bereits zur Aufführung angenommen und wir» dieselbe im Laufe der nächsten Monate statt-finde». Der Verfasser. Herr I. S y r u t s ch t k in illi und Herr Theaierdirector A. Ama» hatten mit der Grazer Censur einen schwere» Stand, bevor e« gelang, d reu Widerstand z» besiegen. Abgesehen vom dritten Acte, der große» „Anstoß" erregt«, wurde» vo der Censur auch einzelne Theile de« Dialoges zwischen Felir Waller und seiner Tochter, der Heldin des Stückes, im ersten Acte beanständet. Demzufolge wurde der dritte Act vom Verfasser und der Direction für die Grazer Aufführung wesentlich abgeschwächt, ohne daß er jedoch dadurch » Bühnenwirksamkeit verliert. vie ?parcasse der Sladlgrmeinde Cili hat im verflossenen Jahre bet einem Geschäftsverkehr von 4,421.566 fl. 2ti kr. einen R e i »-gewinn von 36.161 fl. 45 kr. erzielt. ! Statutenmäßig sallen davon 16.775 fl. 75 kr. der Stadtgemeinde zu. während 17.118 fl. Skr. vorbehaltlich der Genehmigung de« Ausschusses und der Behörde fiir anderweitige gemeinnützige »nd wohlthätig« Local;wecke verwendet werd» sollen. Die diesbezüglichen DirectionSbeschlüssesi«» gestern gefaßt worden. Wie wir hören, 'aß namentlich da» zu gründende Bürg erver-sorgungshsus, dem die Sparkasse schoa im vergangenen Jahre 10.066 fl. zugewendet Hai. witder besonders reichlich bedacht sein, das so ausgezeichnet geleitet«, von patriotischen ite bürgern verwaltete städtisch« Geldinstititut bot es im vergangenen ,)«hre auf einen Geschäfts-verkehr von 4,21.566 fl. 26 kr. einen EinlaM-stand vo» 3,:i62.371 fl. 12'/, kr. und ei«i Hypoihekardarl«hcnsta»d von 1.958.769 fl. ''kr. gebracht. Jeder Cillier und jeder Freund unsern Stadt wird dieses neue glänzende Ergebt, welches durch treffliche Wirtschaft und wohlde-rechtigte« großes Vertrauen in die Verwaltung der Institutionen uns«r«r Stadt erzielt wurde, mit Freude begrüßen. Die Anschläge d«r fem?-seligen Gegner unserer Gemeinde gegen dasKleiaÄ Cilli« sind zu schänden geworden. Verkehr. Ä». lagrnstand. Hypoihekardailebenstand und Gewn« sind auch im vergangenen Jahre bedeute»» gewachsen! Nähere« berichten wir sobald ant der Abschuß vorliegt. Seftätigte Wahlen Der Kaiser hat t« Wahl de« Freiherrn Alfred von MoScva um Obmanne und des Gustav del Cott zum £&-mannstellvertreter der Bezirk«vertremng bestätigt. Oeschlaznahme. Die letzte Nummer b« deutschnationalen Wochenschrift ,O st d e o tsch? I R u n d s ch a u", h«rau»gegeb«n von X. h. I 1*92 Wolf, wurde wegen Abdruckes eines Artikels au» der Berliner .K r e u z z e i t » » g", welcher sich mit dem Vorstände des officiösen Preß-bureauS, Hofrath vo» F r e i b e r st und dem Börsenschwindel vom 14. November v. Jahres beschäftigte, mit Beschlag belegt. Die Schrift-leim g hat eine zweite Auflage veranstalte«. DaS officiöfe Preßbnreau gilt also als f. f. Be- ; Horde und steht unter dem Schuhe deS objectiven Verfahrens. /ahrpreisermähigungen auf der ^ocalbahn Cilli-Wöllan. Mit I. März d. I. treten auf dieser Localstrecke Fahrpreisermäßigungen in Kraft, und zwar durch Einführung von Tour-und Retourkarten aller drei Elasten, welche gegen die normalen Tarife um 25 Percenl ermäßigt sind, durch Herabsetzung der Gebühren für die einfache Fahrt in der Relation Pletrooic» Sachsenseld, und zwar in der ersten El sie auf 20 kr., in der zweite» Classe aus 15 fr. und in der drillen Clasfe auf 10 fv. und schließlich durch Einführung von Schüler-AbonnementS und Arbeiter-Wochenkarte» zu den gleichen Preisen und Bestinimungen, wie für die Linien der der Züdbahn. Aebcr die Steuipelpstichtigkeil von seitens der BezirkSkrankencasseil bei den k. k. Gerichte» erhobenen Klagen. Ueber die Anfrage einer Bezirks-krankencasse betreffend die Stempelpflicht der eine Verhandlung bei einem ordentlichen Gerichte anstrebende« Klage einer Bezirkskrankencasfe gegen einen Versicherten oder dessen Arbeitsgeber. hat daS Ministerium deS Jnn'r» er-öffnen lassen, daß deraitige Klagen, soserne eS sich hiebei um die Begründung oder Abwicklung eines RechtSoerhaltnisseS zwischen der Caffe und einem Versichenen handelt, im Sinne des 8 75 K-V.-G. der Stempelpflicht nicht unterliegen. Calinoverein Tilli. Zum legten Berichte haben wir bezüglich des am Faschingdienstag <1. März) stattfindenden Massen* und Costüm-kränzchens noch nachzutragen, daß Anmeldungen von Masken und Costümegruppen sowie sonstige bezügliche Anfragen an den VergnügungSleiier. Herin Fritz Rasch, ehestens zu richt!» sind, damit die weiteren Beifügungen wegen Ei»° • Heilung deS MaSkenzuges rechtzeitig getroffen »erden können. Auch theilen wir mit. daß dcr der Rnhe unmittelbar vorangehende» Quadrille infolge zahlreich geäußerter Wünsche ei» kleiner Cotillon beigefügt wird, der noch der Herren-»ahl unterbrochen und mit der der Ruhe un-mittelbar folgenden Damenwahl abgeschlossen werden soll. Für die Beistellung der nöthigen Llumensträußche», mit denen sich die p. t. Herren selbst versehen wolle», wird ein in den Porraum des Casino'S für den Tanzabend be-stelller Gärtner sorgen. Lillier - Männergesanssverein. Wie schon einmal mitgetheilt, veranstaltet der genannte Verein de» P. T. unterstützenden Mitgliedern am 2. März d. I. einen „HäringsschmauS" (Herrenabend,) der nach den biSderige» Vor-bereitunge» äußerst gelungen ausfallen dürfte. Aus diesem Anlasse wird auch eine „Häring-Zeitung" herausgegeben werden und sind humo-ristische Beiträge seitens der unterstützenden Mit-glieder für die genannte Zeitung erwünscht; solche möge» an die Vereinsleitung des Männer-gefangvereiueS diS längsten» 27. d. M. eingesendet werden. Las Ärän)chen des „Tlub der Gemüthlichen" hat in allen Theilnehmern ausnahmslos eine freudige und angenehm« Erinnerung hinter-lassen. In den Räumen, welche mil jener gedie-genen Nnsachheit decorien waren, die den guten Geschmack bekundet, bewegte sich eine große Zahl tanzsroher Gäste auS dem Bürger-stände und insbesondere aus der HandelSwelt. Unter den Erschienenen bemerkte man nebst mehreren Herren ^emeinderäthen auch den kaif. Rath und Bürgermeister Dr. N e ck e r m a n n. Der überaus animierte und glänzende Verlaus deS Kränzchens, welches als daS schönste in dem heurigen Fasching gelten kann, bedarf nicht der üblichen Phrasen, denn e« war gewiß ein „gemüthliches" Kränzchen der „Cillier Gemüth-lichen." Und das ist ein seltener Vorzug in unserer Zeit. .Deutsche V Familie« Ädend des Turnvereines. Tur-nen, Gesang und Tanz wird der Familienabend des Turnvereines bringen, de» derselbe am 27. d. M. in de» oberen Ca'inoräumen zur Feier seines 30jährigen Bestandes veranstaltet. Die VortragS-Ordnuug, durch ihre reiche AbwechS-lung ebenso als durch ihre Einfachheit, wie sie zur unverfälschten deutschen Eigenart gehört, ausgezeichnet, enthält folgende Nummern: 1. „Louisen-Walzer" von Stix. 2. Ouvertnre „Don Juan" von W. A. Mozart. 3. .Turner-marsch", Männerchor vo» F. Mücke. 4. .Er-innerung an Zillenhal". Concertländler für Flügelhorn vou Th. Koch. 5. Schauübungen der Vorturnerriege (Reck). 6. .Klopfe an" von C. Millöcker. 7. a) „Heute ist heut", Männer-chor von M. von Weinzierl. b) „Der ver-pannte Kuckuck", Männerchor von Th. Koschat. 8. Potpourri auS „Lohengrin" von R. Wagner. 9. Gruppen-llebunge» (Pyramiden). 10. „Tur-nermarsch" von I. Stern. — Die Beliebtheit, welcher sich unsere wackere Turnerfchaft, in deren Hände» die Pflege der nationalen Ideale dcs deutschen Volkes ruht. unt,r der deutschen Be-völkerung erfreut, macht es begreiflich, daß man allgemein mit froher Erwartung dem Familien-abende entgegensieht. UeberdieS die überschau-mende Jugendkraft der Jünger JahnS ini Dienste TerpfichorenS, wie sollte daS auch nicht für tanz-frohe Damen verlockend sein! Der Rtiiiertrag der Unterhaltung ist dein Fonde gewidmet, welcher de» Turner» ei» würdiges Heim schaffe» soll. Eine neue Turnhalle wäre ein Zeichen deutschen Geistes mehr in Cilli, darum Gut Heil! ver Ma^tnirger Theater- und Castnooerein hat die Direktion deS StadttheaterS für die nächsten drei Jahre an Herrn Anton Galozzi, dermalen Theater-Director in Stadt Steyr verliehen. Lindrsmord. Am 10. Februar bemerkte die Besitzerin Maria Gorschek tu Raune (Umge bung Schönstein) iu Kammer Z>mmer und Küche bedeutende Blutspuren, welche bis zur Schweinftallniig führten. Der Verdacht fiel sofort aus die in gesegnete» Umständen befindliche, 21 Jahre alte ledige Die-istmago. Elisabeth Praßnik, welche dem Gendarmerie-Wachtmeister Zinimer-mann auch soso« bei den gepflogenen Erhebungen gestand, daß sie am 9. Februar 12 Uhr nachts ein Kind geboren und dasselbe gleich »ach der Entbinung durch Zusammendrucken des Kopfes halb getövtet, sodann noch halb lebend in der Nacht in den Dünger begrabe» habe. Elisabeth Prastnik, welche das Kind au« Furch« vor ihren, Vater ermordete, wurde an das Bezirksgericht Schönsten, eingeliefert. Blruchelmordverfuch. Kürzlich find die Be-sitzersgattin Maria Marin in Stanze», Bez. Frieda», und ihre beiden Söhne Franz und Alois allein zu Haufe geblieben, während der Gatte Alo>« Marin in den FrühgotteSdienst nach St. Johann gieng. Al» die Maria Marin ihre Frühstücksuppe essen wollte, hob sie mit dem Löffel ein Stück Arsenik zum Munde, welche» sie noch rechtzeitig aus-spuckte und die Suppe iu den Schnee schüttete. Doch hatte 'die Arme bereits einige Löffel von der vergifteten Suppe verzehrt. so daß ihr sterbensschlecht wurde und sie nnr mit Gegenmitteln gerettet werden konnte. Der Sohn Franz Marin, der einen unsäglichen Groll gegen feine Eltern zur Schtu trug, wurde dieser That »er-dächtigi, eingeliefert. Tüffrr, 22. Februar. (Liedertafel. — HäringSschmaus.) Am 28. Februar findet im Saale des Hotel „Horiak" ein von der Liedertafel arrangierter Familienabt» d statt, während am Abende des Aschermittwoche? ein solenner HäringSschmaus. der im Saale dcs-selben Hotel« veranstaltet werden wird, die letzten Freuden des entschwundenen Faschings beschließen wird. Heitere Gesang«- und decla-matorische Vortrage werden den „HäringsschmanS" verherrlichen. W. Marburg 22. Februar. (Selbstmord. — Kindesweglegung.) — Der hiesige Friefeur. Alexander M a t i l l i a t i, hat sich, wie der „M. Z." berichtet wurde, in Venedig, mit einem Rasiermesser den Hals durchschnitten. — Sonntag nachmittag« wurde von spielenden Kindern, bei einer Canalmiindung b am Ufer der Drau, ein männliches, neugeborenes Kind todt aufgefunden. Sauerlirunn. den 23. Februar (D > e frei-willige An st alt«- undOrtsf?uer-webr) veranstaltet am 27. d. M. in der Gastwirtschaft Leitn»r ein Kränzchen, sür welches ausgedehnte Vorbereitungen getroffen werden. Der große Saal wird festlich geschmückt und Gelegenheit geboten werde», sich wirklich dem Tanze nach Herzenslust hinzugeben. Wie wir hören dürfte der Besuch ein zahlreicher werden und freuen wir uns, den Fasching iu einer gewählten Gesellschaft zu beschließen. Die Zwischenpausen will un« unsere liebenswürdige Sangesschule mit Vorträgen von heiteren Weisen recht angenehm verkürze». Der Eintritt in den Saal ist nur gegen Vorweisung der Einladung«-karten aestattet. windischgra», 22. Febtuar. (Städtische Sparkasse. — Wiad »fcher Schul-verei ».) Unsere Gemeindevertretung geht mit einer Energie an die Lösung der sich gestellten wirls bastlichen 'Ausgabe», welche ei» rasche» Aufblühen unseres städtischen Gemeinwesens ver-bürgt, — In ihrer ersten am letzten Freitag abgehaltenen Sitzung schon hat selbe über An-trag de« Bürgermeister» Herrn Dr. Tomschegg einstimmig die Gründung einer eigenen städtischen Sparkasse beschlossen. Schon längst wurde in unserer Bevölkerung der Mangel einer eigenen Sparkasse empfunden und zwar umsomehr, als unsere Stadt au« etwaigen städtischen Vermögen keinerlei Einkünfte hat und selbe zur Besriedi-ftung der städtischen Bedürfnisse immer und immer von neuem wieder den Steuersäckel in Anspruch nehmen mußte. — Wir begrüßen daher den genannten Beschluß als den Vorboten günstigerer VermögenSvethältnisse der -tadt aus das wärmste und zollen wir hiefür unserer daS Interesse der Stadt so energisch wahrnehmenden Gemeindevertretung die vollste Anerkennung. Daß das Ausblühen unserer deutschen Stadt von Seite der um ihre Zustimmung allerdings nicht gefragten windischen Wühler der Umgebung mit fcheelen Augen angesehen wird, zeigt wieder am besten der Umstand, daß selbe schon damals, als der erwähnte Gemeindebeschluß noch im Embryo lag, dagegen in ihren Schundblättern Stimmung zu mache» suchten. Der genannte einstimmige Beschluß aber zeigt, daß sich um dergleichen Dunkelmänner und deren Geschreibsel schon längst niemand mehr kümmert. — Der windische Schulverein vegetiert hier in der Um-gebung ebenso wie ondtrwärtS im „unerlöSten Wendenlande". Würde derselbe nicht unter der Flagge der Heiligen Cyrill und Metod segeln, so wäre er wahrscheinlich schon längst «ingeschlafe». So vermeint der windische Bauer. eS handle sich um einen Verein, der wie andere christliche Bruderschaften Zwecke des Glaubens fördere. Viele vermeinen wohl auch, daß es sich um eine materielle Unterstützung windischer Schul-linder handle. — Man hütet sich, den Bauern den eigentliche» VereinSzweck zu erklären, da man die Stimmung desselben inbezug auf die sprachliche Einrichtung der Schulen nur zu gut kommt. Dem Bauern wird nämlich in unseren Schulen längst schon zu wenig deutsch gelernt, so daß er, wo eS nur irgend angeht, — ganz nach dem Muster der slovenischen .Volk«-führ«" seine Kinder in die deutsche Schulen schickt. — So könnten wir ein paar Haupt-matadoren des windischen Schulvereins und zugleich hauptsarrherrliche Schleppträger der Umgebung nennen, die ihre Buben beileibe nicht in die doch ganz windische heimatliche Pfarrschule, sondern behufs besserer Erlernung der deutschen Sprache in unsere allerdings leider auch gemischt, sprachige Stadtschule schicken. — Wir dächten, daß e« eine« besseren Beweises für da« ob-gesagte wohl kaum bedürfte. — Da« gute bei der windischen SchulvereinSsache ist ent-schieden da«, daß auch den geistlichen Herren, die sonst sür die Volksschule wenig Sinn zeigen, ihr Gulden abgezapft wird und daß selbe auch gezwungen sind, zur Bewirtung deS Bauers, der anderensalls an den Versammlungen nicht teilnehmen würde, — ihr Scherflein beizutragen. — Mittheilungen der Schriftleitung, Herrn V. Pöltschach. Stricht in nächster. Nummer. cSrbtc Machrilkten. Die Anirätte Dr. Koreggers. Ueber d'e letzte Sitzung des Tubcomitvs des Preßausjchusses wurde eine Notiz in die Blätter gebracht, welche den Thatsachen nicht ganz ent>pricht. Daselbst heißt es, man habe sich dadiil geeinigt, jene Punkte aufzustellen, welch.' al» Miiii,nalsorderu!ge» in d r Niform der Preßgesetzgcbung bezeichnet werden solle». Von einer Einigung kann nun wohl nicht die Reve sei». r>a die Abg. PeruerSdorser und Dr. Foregger mit diesem Vorgehen nicht einverstanden waren. Abg. P e r n e r S-v s r f t r erklärte viilmebr. er erwarte von dieser Regierung und von diesem Hause 11 h c r b ci u p s gar nicht» in der Hinsicht aus eine liberale Preßresonn. und hält eine mißlichst bald zu veranstaltende Preßd.battt, in welcher der Unwille über die Haltung der Regierung zum Ausdruck« gelangen soll, für den einzig richtige« Abschluß der gegenwärtigen Ac«io>!. Dr. Foregger fand, daß tu über-flüssig sei, jene Punkte festzustellen, in welchen eine Reform ivünichensw.rth >e>. weil diese Punkte, ja langst fesistehen. Gegen den ausgesprochenen W'llen der R gierung könne nur dann eine Re-form Aussicht aus Erfolg haben, wenn der Club der Bereinigten Linken dieselbe zur Club»-a c l i o n wach-, und Herr Dr. IaqueS möge darum die in den verschiedenen Resor«ianträgen ausgkftellteil Forderungen seinem Club vorlegen, und von Demselben einen Beschluß provociren, ob er sich überhaupt für eine Reform, eventuell in welchen Punkten er sich einsetzen will. Werde sich die Vereinigte Linke engagieren, so sei die Majorität im Hause sicher, wenn nicht, so sei überhaupt jede weitere Thätigkeit ohne prac» tischen Zweck, und in diesem Falle beantrage er mit möglichster Beschleunigung, die zahlreiche» Petitionen der Truckerenndnstriellen in V>rhand-lung zu nehmen und mit entsprechenden Anträgen vor das Haus zu bringet,. In diesen Petitionen, welche den rein gewerblichen Standpunkt ein-nehmen, wird die Frage der Preßresorm aus-schließlich aus dem wirtschaftlichen G.sichlspunkie behandelt und dieser sei überhaupt zunächst >» der Preßresvim in den Vordergrund zu stellen. — Die Mehrzahl der Mitglieder de» Sud-comile» entschieden sich jedoch dabin, daß vorerst eine bescheidene Liste jener Punkte ausgestellt werde, in welchen möglicherweise doch vielleicht Aussicht vorbanden sei, Eiwas zu erteilen. Diese Liste sei sohin den Clubs vorzu-lenen und wenn diese sich schlüssig gemacht haben — dann erst solle der Preßaus-schuß seine Aniräge formulieren. — Um die Aufarbeitung dieser Liste wurde Dr. Foregger ersucht, derselbe erklärte jedoch, eine solche Arbeit die er für eine unnütze Zeitverschwendung halte, nicht übernehme» zu wollen; sohin wurde Heir Dr. Jag e» mit der Ausgabe betraut. , Herren Neuber, S p r i n z. Swoboda und Elefeld. Aber auch die kleineren Partien wurden tadello» durch die Frauen M a u g l ch und Knirsch, und den Herrn Briefner dargestellt. Director FrinkeS Dr. Crusius war eine Cabinets-Lcistung. Nächsten Freitag den 2(3. d. M., findet die Aufführung des reizenden Tan» - Divertissement „Wiener Walzer' von Louis Frappar« und F.Gaul statt. Dieses Ballet erhält sich seit Iahrcn im Rcpertoir de« Wiener H»foperntheater« und hat feine Zugkraft noch nicht eingibübt. Es ist «in Seitenstück zur lieblichen Puppenfee. doch hat eS nicht ein Bild, sondern !i Bilder der lebensfrohen Kaiserstadt an der Donau, und zwar : Am Spittelberg, 179?', im Apollosaale, 1830, und im Prater 1892. Auf das sorgfältigste wurde die Pil'ce von der Frau P o b l -- SW e i f e r, die selbst dem Ballette angehörte, einstudiert, und wird ge-wiß auch hier ihre Wirkung nicht verfehlen. Die Ausführung dürfte die Kinderberzen erfreuen, sowie sie auch auf Erwachsene günstig wirken wird. i. Tammtilch« tuet oiurKiqtcii Bücher. find i» befristn >» fctf Wild)-. »Miifl- nttl> WttftfalU* • ÖniiMinij F r11x ICascli ia Jini. ^iseiißaO»ffr(lfl)r. Abfahrt der Züge von CCilli nach: Graz : l*3ti nacht« (S.-Z.): I *r»2 nachm. (S.-Z.); nachm. (P.-Z.): 3.10 früh (P.-Z): 6-2U früh (Sec.-Z.); 8 *2 früh (G.-Z). Laibach : 4'24 nacht« (S.-Z.): 3.23nachm. (S.-Z ); l'.i4 nacht» (P.-Z.); 1 ".18 vorm. (Sec.. Z); 6'— früh, 5*38 abends (G.°Z.) Ankunft der .'lüge in Cilli von: Laibach: l*3ü nacht« (S.-Z.): > 50 nachm. (S.-Z.); 5°29 nachm. (P.-Z ); 3D5 früh (P.-Z ); 9.04 abends (Sec.-Z.); 8 44 früh (G.-Z.) ; Graz : 4-22 nacht« (S.-Z); 3 21 n°chm. (S.-Z): 1*48 nach!« s|lrristc und hnriirrtr 5cik>rnf!l»fft. Looisinf, — Fonlards — Sorah — Tatfttaa — Wer-veillenx ete. — ».4 5 fr. bis fl. 3.85 wr OTettr urriettbc! robeu- «nb fnidtoeik fcorto- u»D i^U^rr: di< Sriil«»n-K»hHk <; «iKWEBERCi <Ä. u. St. . 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Die Situationen von steigender komischer Wirkung, die Handlung interessant, stellenweise überraschend. Die Spracht ist vornehm und äußerst witzig, so daß e» im Ganzen genommen, einen der vergnügtesten Abende gab. die man sich denken kann. Der Hegen-satz zwischen dem herrlichen, alle Freuden einer Großstadt bietenden Berlin, und dem langweiligen, spießbürgerlichen Ludwigswalde ist in seinen Contrasten unübertrefflich dargestellt. Gespielt wurde von sammt-lichen Darstellern vortrefflich. In erster Linie glänzten die Damen F r o l d a und Groß, so wie die I Werthpapiere des In- und Auslandes, Cassensclieine und Einlagsbüclier von Sparcassen und anderen Creditinstituten gegen eine massige Depot-Gebühr. Die näheren Bedingungen sind im Amtslocale der Sparcasse der Stadtgemeinde CILLI zu erfahren. BPiv MHrecHon. 4 Itt Xchriimcllni «!«r i'mlrrr.-unt Hanlt übernimmt die >[>arca*f der Stttiltjremciriik* Cilli auch alle ban!cfliliißi»n Urflmrl xur lV<>^rtnittlnn^ an dir Bankfiliale Gra (. 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