Deutsche Macht (Kncher „ßiMer Zeitung"). •t(0rt*t |t»tn 2oaattfl*| nn6 ?«»»>», morgtil »»d toslci IUt 8111 »>l ^■flcBan« tat Hau« moa-Utch K. —M, vierleljahriz fl. I.Mi, h-ldjahriq ft. z. , ^»Wjähriz II. Mil «»ftocrseaduag L LIO. JalbictTlj ft. i.lo, janjjätrij l MO. Die ringln« »ummet T (r. 3n|tr«l« »as; bei öfteren dirtrifertuagri entsprechender Rabatt. XulMtt« «ehmni Ottferat« (iic aaler 8l«tt oft bebealeade» ■■»•«ifjt>tWt»«iua M Ja- ant •*41ob6H ta. Welioclton a. Ktaintfhatiaa txrtecg. «. ept«SiluB6cn de« ncWcteatt tiiglidi, mit »a«n»d«e der E»m>. HA» Aeierlaze, r»i> V—ll Ul|t Bot- lind »—« Dlt N»ch»ttl»»». — StKlaoutloarn tmtefiri- — Cteaufcttlrtc werbe» mitj: mrSifgefeatrt. — Anonyme Hujendnngea mdjt beeuckstchlizer. Nr. 38. Cilli, Sonntag, den 11. Mai 1884. IX. Jahrgang. Iic kommenden ^andtagswaylen. Die Mandatsdauer der im Jahre 1878 gewählten LandtagSabgeordueten geht im Sep-tnnber d. I. zu Ende. Es ist jedoch mit Bestimmtheit anzunehmen, daß die Auflösung des Landtages vor gedachter Zeit und zwar schon in den nächsten Wochen ausgesprochen u»d die Pornahme der Neuwahlen angeordnet werden wirb. Diese Neuwahlen dürften Ende Juni oder Anfangs Juli stattfinden. Die Wahl in irgend einen VertretungS-körper gleicht bei Parteien, die in politischer und natioualer Beziehung sich immer feindlich gegenüberstehen, stets einer ernsten Mensur. Die Gemeinde- und BezirksvertreiuugSwahlcn im steirifchen Unterlande liefern sprechende Be-weise hiesür. Wenn nun schon den letztgenannten Wahlen eine ganz besondere Bedeutung beige-messen wird, um wie viel mehr muß dies erst bei den Landtags- oder ReichsrathSwahlen der Fall sein. Wir haben bereits in unserer letz-tcri Nummer auf die Pläne der slovenischen Wortführer, Uneinigkeit unter die deutschen Wähler zu bringen, hingewiesen und auf ihre Spiegelfechterei, sich einen eventuellen unbeqae-uien Gcgenlandidaten vom Leibe zu halten, aufmerksam gemacht. Um einen Erfolg mög-icher Weife doch zu erringen und durch den-selben das nationale Uebergewicht declariren zu können, lohnt es sich schon, einig« Kraftan-strengungen zu machen. So sehen wir denn auch unsere Gegner bereits tief in ihrer Minir-arbeit, in der sie wohl auch durch die Hoff-nunq gestärkt werden, das in der vorigSjährigen Landtagssession beschlossene neue Wahlgesetz werde »un zu ihren Gunsten functioniren. Das neue Wahlgesetz erhielt jedoch bis heute noch nicht die kaiserliche Sanction; aber sollte eS auch vor den Neuwahlen sanctionirt werden. Die Hnngerjalire eines Genies.*) „Wird er wohl unerbittlich sein, Jeani" fragte die arme Buchdruckersfrau ihren Mann, mit dem sie in einer finsteren Kellerwohnung der Rue Bondy, dem häßlichsten Rattenloch des alten Paris, ihren Unterstand hatte. „Ah, durchaus nicht — warum sollte er wohl . . . Vatard. wenn seine Zinsen auch unerschwinglich sind, wird doch wohl ein Ein-sehe» haben ....!" war die Erwiderung. Wenn diese Antwort tröstlich laute» sollte, so hatte der arme Teufel sie im Ton total ver-fehlt. Sicherlich war seine Ueberzeugung von Mr. Patard'S Edelmuth die gegentheilige. als er sich bemüht?, sie zögernd und stamutelnd vor seiner Frau zu vertreten. Zum Lügner, so scheint eS, muß man, wie zum Dichter, ge-bore« sein, und unter allen Lügen pflegen Einem die aus Edelmuth oder aus sonst einem er-habenen Motiv am schlechtesten zu gelingen. Aber seinem Weibe, das heute neben dein längst erloschenen Feuerherd irgend eine Brodrinde hinuutergewürgt hatte, einzugcstehen, daß sie morgen nicht einmal mehr die Hoffnung dieser Brodrinde haben und daß er, ihr Ernährer, nach Saint-P6lagie ins Schuldgesänzuiß ge- ') J. Michelet; Ma jcuncssc. (Meine Jugend.) Paris, Calnian Lt;vr. so wird es den Ausfall der Wahlen nur wenig berühren und gerade die Fünfguldenmänner, mit denen die Herren Pervaken so verliebt kokettiren, sind die natürlichsten und zuver-lästigsten Bundesgenossen der Deutschen, wie denn überhaupt in den untersteirifchen Städten und Märkten der Gewerbestand stets ein deutscher war und für alle Zukunft ein solcher bleiben wird. Sollte daher für die kommenden Wahlen die neue Wahlordnung playgreisen und die Fünf-guldenmänner in ihren Wahlorten zum ersten-niale vor die Urne treten, so wird der slavisch-clericaleu Partei auch der bisher so beliebte Trost, daß in Folge der umständlichen mit Zeit-und Gelvopfern verbundenen Reife zum Wahl-orte Eilli die Wahlbetheiligung eine sehr matte gewefen sei. benommen werden. Je größer die Wahlbetheiligung sein wird, desto erdrückender muß auch die Stimmenmehrheit für den deut-schen Eandidaten der Städte und Märkte wer-den, wenn unsere Parteigenossen ihre ganze und volle Autorität einsetzen. Daß sie dies auch thun werden, dars nach dem ruhmreichen Ringen der letzten fünf Jahre als selbstverständlich gelten. Die Geschichte der Versöhnungs-ära verzeichnet im steirifchen Unterlaude eine ganz stattliche Reihe politischer Erfolge. Nie waren Licht und Schatten nnter den nationalen Parteien ungünstiger vertheilt, nie wurden die Slovenen mehr favorifirt als unter dem Mini-sterium Taaffe. und wenn gewisse Wünsche derselben bis heute nicht erfüllt wurden, so ent-sprang das Motiv hiefur nicht der Rücksicht ge-gen die Deutschen, sondern der absoluten Un-Möglichkeit, Hirngespinste zu Fleisch und Blut werden zu laffen. In dieser schweren Zeit hielt die deutsche Bürgerschaft den flavifchen Anprall ganz allein aus, und fast jeder abgeschlagene Angriff kann als Sieg bezeichnet werden. Es darf heute auch ganz frei ausgesprochen schleppt werden würde, das war mehr, als der arme Mann übers Herz bringen konnte. Und wie unschuldig, wie unverdieut war er in diese elende Lage gerathen ! Hatte er nicht bis zu», Untersinken gearbeitet? War er nicht mit Vorsicht, Geschick und Klugheit bei jedem Schritt in seinen Unter-nehmungen zuWerk gegangen? Als er den Einfall hatte, von Saon nach Paris zu gehen, als er den Posten in der Assignaten-Druckerei erlangte, als er sich dann später auf eigene Füße stellte, und selbftständig eine Buchdruckerei eröffnete, waren das nicht alles Dinge, zu denen Gevatter, Nach-barn und Verwandte beifällig schmunzelten, ihm vergnügt auf die Schulter klopften und refpect-voll flüsterten . . . O. Jean . . . ein Haupt-kerl dieser Jean. . . . ein ganz gelungener Mensch, unser Michelet! Dann kam aber — wer hätte das wissen sollen! — Napoleon und sperrte alle Pariser Druckereien bis auf fünf-zehn, dann mußte das Gewerbe wie eine Falsch-münzerei sich dnrch Nacht und Nebel stehlen, dann ging auch der Porzcllanlagen aus dem Boulevard, auf dessen Gelingen er zuversichtlich rechnete, flöte», dann kam die», dann kam jenes, und wie es schon zu gehen pflegt, ein Unglück brachte das andere, schließlich mußte er, der glückliche, gepriesene, beneidete Michelet verzweifeln. auch Wr tas trockene Brod . . . doch nein es war nicht möglich . . . morgen wird er mit Vatard reden ... aufs Neue reden ... werden, daß die Unterst,irische Beamtenschaft, soweit sie nicht der slovenischnationalen Partei angehört, sich von alle» politischen Kundgebun-gen ängstlich zurückzog und aus Furcht vor pervakischen Denunciationen jede noch so leise Regung eines National-Gefühles vcrfchleierte, vielleicht sogar erstickte. Nur die freie Bürger-schaft kümmerte sich un« die Brandartikel der uational-clericalen Partisane nicht. Ja, selbst die Proscriptionslisten. welche namentlich d?e Kaufmannschaft der Städte materi.ll schädigen sollten, wurden belacht, denn Jedermann wußte nur zu gut, daß einzig und allem die Reellität der Waare und nicht das politische Glaubens-bekenniniß des Verkäufers den Käufer anziehe, und daß der flovenifche Landmann nicht so günstig gestellt sei, seine im Schweiße verdien-ten Groschen aus nationaler Opferwilligkeit für eine Schnndwaare zu verschleudern. DieS sind zwar alte und bekannte Thatsachen, die jedoch nicht oft genug wiederholt werden kön-nen; und gerade bei den kommenden Wahlen wird unsere Partei gut daran thu», sich aller Intriguen und Cabalen. die in« Laufe der letzten Jahre wider sie geschmiedet wurden, zu erinnern und durch das Wahlverdict der jetzt wieder mit füßverzerrter Minie buhlenden Sippe zu zeigen, daß der deutsche Bürger..für seine Ueberzeugung in guten, wie in bösen Ta-gen gleich mannhast eintritt. Anndfchan. sP a r l a m e n t a r i f ch e s>I Die diesjäh-rige Session des österreichisches Reichsrathes wird am 27. v. MtS. geschloffen werden. Die Zahl der deutschen und der ezechischen Abgeordneten Böhmens war bis vor Kurzem gleich hoch; nun aber haben die Deutschen durch ei-nen Todesfall und zwei MandatS-Niederlegun- Vatard ist freilich ter vermaledeiteste Blutsau-ger und Vampyr in Paris . . . auch wird er zu einem seiner Protectoren gehen, den hochge-borenen Royalisten, die ganz zurückgezogen die Ihrigen stützten und förderten . . . sodann wollte er mit einigen Landsleuten sprechen und so brodelte, zischte und flunkerte eS im uner-müdlichen Hirn des sanguinischen Mannes, bis er im glücklichen Selbstbetrug seiner nüchternen und klarblickenden Frau sagte: 0, n'importe, on s'en tirera, on s'en tircra! (Man wird sich schon aus der Affaire ziehen . . .) „Aus der Affaire ziehen, auS der Affaire ziehen . . . das ist ewig daS Wort der ... . thörichten Projeclmacher!" rief die Frau erbit-tert. Ihre ingrimmige Stimme war erstickt durch Thränen, sie warf sich in den Seffel und bedeckte das Gesicht mit den Handen. Der Mann war wie betäubt von diesem grausamen Wort; zerstoben waren seine hoffnungsvollen Pläne, wie die Seffenblasen eines Schwindlers und er fühlte sich wie gekmckt vor der schonungslosen Enthüllung seiner Schwäche, die immerfort in allzu unbedachtem Pläneschmieden bestand. Am Boden saß der kleine Junge und hielt Raton, den großen zebragestreiften Kater mit beiden Armen umschlungen. Die Heftigkeit der Eltern hatte ihn aufgescheucht, um keinen Preis mochte er nun weiter spielen. Er warf ängstliche Blicke bald auf deu Vater, bald auf „Z>e«tsche Wacht." ausgeschlossen werden, hieß die von den Journalen ausgegebene Parole. Vergebens suchte der Be-dauernswerte den Sturm zu beschwören, indem er eine Opfergabe von 200 fl. auf den Altar der „Uatrednl matice äkolska" niederlegte; vergeblich war selbst die Fürbitte, welche der Ausschuß dieses Vereines für den „Verräther" bei den Tschechenblättern einlegte. „Um fchnö-den Mammons willen sollen mir uns abhalten lassen, diese Unthat zu brandmarken ? Niemals entgegneten die „Narodui Listy" und Hetzen uuverdrofsen weiter. Aber nicht nur moralisch, auch materiall soll der Wrschowitzer EphialteS boycottisirt werden. Er ist nämlich auch Agent einer tschechischen Versicherungsgesellschaft; diese wird nun von Bauern aus der Schlaner Gegend aufgefordert, Herrn Stark — so heißt der Vitlverfolgu — aus seiner Stellnng zu entlassen, widrigenfalls sie insgesammt ihre Beziehungen zu der Gesellschaft abbrechen wollen. — Eine gewiß lehrreiche Geschichte. Auf Reichenberg fluchen die Tschechen Pech. Schwesel und Aus-nahmSzustände herab, weil dort einem fanati-scheu Krakehker ein Dämpfer aufgesetzt wird — und in Prag möchten sie «inen Stammesge-nossen. der fein HauS dem Schulvereine verfällst hat, gerne „aushungern." Deutschland. sD a s Sociali st enge« setz.j Vorgestern hat im deutschen Reichstage die Berathung über das Socialistengesetz begon-nen. Eharacteristisch für die Parteiverhältnisse ist eS auch dort, daß Niemand das Schicksal des genannten Gesetzes mit Gewißheit vorher-sagen kann, nur daS Eine weiß Jedermann, nämlich, daß mit dem Falle der Vorlage der Reichstag sofort aufgelöst werden wird. Die Entscheidung hängt so ziemlich einzig vom Centrum ab. In diesem lassen sich drei Strömungen unterscheiden. Ein Theil ist ent-schieden für, ein anderer ebenso entschieden gegen die Verlängerung, eine dritte Gruppe aber verhält sich zu der Frage völlig gleichgil-tig und wird mit Gleichmuth stimmen, wie Herr Windthorft im letzten Augenblicke gebieten wird. Sollte es darauf ankommen, so kann er auch wohl darauf rechnen, daß ei» Theil derjenigen Centrumsmitglieder, die feine Kreise stören könn-ten, sich vor der Abstimmung drücken werden. Kurz und gut, der Centrumführer ist augenblick-lich Herr der parlamentarischen Lage und wird mit gewohnter Genebenheit seinen Vortheil aus-zunutzen wissen. So viel läßt sich aber schon übersehen, daß die Majorität bei der Abstim-mung nur eine äußerst geringfügige fein wird. Iraukreich. sDie Neuwahlen der französischen Gemeinderäthej sind am Sonntag im ganzen Lande durchaus ord- 1384 nungS- und geschäftsmäßig vor sich gegangen und sind, wenn der Telegraph genau unterrich-tet ist, in den großen Städten des Landes — Paris natürlich ausgenommen — zu Gunsten der gemäßigt republikanischen Tendenzen ausge« fallen. Dieses Resultat ist nicht nur im franzö' sifch-nationalen, sondern auch im europäisch-internationalen Interesse mit Genugthuung zu be-grüßen. Wenn da» bestehende republikanische Regime sich dauernd in den öffentlichen Jnstu-tioneii unserer westlichen Nachbarn festsetzen und >o seinerseits wiederum zu einem Ele» mente der Stabilität werden soll, welches ge-stattet, Frankreich als einen verläßlichen Facior in die Combinationen der hohen Politik emzu-beziehen, so muß das gemäßigte Prinzip bei den Franzosen die Oberhand gewinnen, müssen die Geschäfte des Landes in autoritativer Weise ge-leitet werden und darf die Siaatsdomaine nicht zum Tummelplatz wüster Paiteileidenschasten und Umsturzbestrebungen herabsinten. Der Ausfall der Gemeinderathsmahlen ist ein Symptom, dessen Tragweite nicht unterschätzt werden dars, insofern es eine» Schluß auf den Character der kommenden politischen Wahlcampagne gestattet. Immer breitere Schichten der Bevölkerung schwim-men mit der gemäßigt-repudlikanischen Ström-mung. welche ihrem Wesen nach am geeignet-sten ist, Frankreich vor inneren Convulsionen und vor europäischen Kriegsabenteuern zu be-hüten, und zwar ohne daß den berechtigten In-teressen der Nation oder ihrer Würde im Ge-ringsten zu nahe getreten wird. DaS Ministerium Ferry und die von ihm betriebene Politik mag nicht den Anspruch erheben dürfen, absolut gut zu sein, aber das Volksbewußtsein sagt sich in-stinctiv, daß bei Wechsel an der leitenden stelle im gegenwärtigen Augenblick nur ein Wechsel ia pejus sein dürfte, und dementsprechend haben die Wähler am Sonntage ihr Votum abgegeben. England. sEin TadelSvotu m. I Im englischen Unterhaus? ist von Seiten des Depu-tuten Michael Hicks-Beach ein Tadelsvotum gegen die Regierung beantragt worden, welches am nächsten Montag zur Debatte gelangen soll. Der T delSantrag bezieht sich auf daS Schicksal General Gordon's und lautet wie folgt: «Dieses Haus bedauert, zu finden, daß das von Ihrer Majestät Regierung eingeschlagene Verfahren nicht dazu angethan gewesen ist, den Erfolg von General Goidon's Mission zu fördern, und daß jetzt selbst solche Schritte, die nothwendig sind, um für seine persönliche Sicherheit Sorge zu tragen, verzögert werden." Das Schicksal des Antrages läßt sich unschwer voraussehen. Die Mißstimmung gegen die Regierung wegen der egyptischen Politik >ist groß, allein sie ist dii4 schon seit lange, nnd in der Sache selbst, soweit 2 gen drei Stimmen verloren, die Czechen best-tzen die Majorität und werden zehn Delegirte aus ihren Reihen wählen. Die nächste österrei-chische Delegation wird, da auch das Herren-haus conservativ wählt, eine stattliche slavisch-clericale Majorität aufweifen. sD i e N o r d b a h n f r a g e.j Das Sub-eounlö des Eisenbahnausschusses hielt vorgestern eine Sitzung, welcher auch der Herr Handels-minister Baron Pino beiwohnte. In Begleitung desselben befand sich Hofrath Wittek. DaS Comil6 sah mit sichtlicher Spannung etwaigen Eröffnungen des Herrn Ministers entgegen, doch beschränkte sich dieser die Ansicht auszufprechen, daß die dem Subcomitö in Form der bekannten Hcrbst's'hen Resolution gegebene Directive dem Autrage aus Verstaatlichung gleichkäme. Da der Obniann Excellenz Dr. Herbst diese Ansicht als Ausschuß richtig bezeichnete, so hatten weder der Herr Minist« noch sein AdlvtuS Verai.-lassung zn weitern Aeußerungen. Erst in der nächsten Sitzung, in welcher nicht Herr von Pino sondern der Finanzminister Doctor von DunajewSki zu Worte kommen wird, sollen dem Subcomitv die bisher noch imm.r verfchwie-genen Aufklärungen über die Motive geboten werden, welche die Regierung bestimmten ei» Uebereinkommen abzuschließen, das von allen Parteien des Hauses ohne Ausnahme als un-annehmbar bezeichnet wird. Man darf auf diese Aufklärungen um so gespannter sein, als auf ge-wisser Seite förmliche Furcht vor dieser even-tuellen Rechtfertigung herrscht. [Voui tschechischen Versöhn» ngs-s ch a u p l a tz e.s Barbaren ! Kannibalen ! So lauten die gelinderen unter den Kosenamen, mit denen das Schimpflexicon der tschechischen Presse die Deutschen in Nordböhmen beehrt, weil diese Segenüber dem allzu enregisch hervorgekehrten iationalgefühl ihrer slavischen Mitbürger nun-»iehr Stellung genommen haben. De» Tschechen-blättern steht diese Entrüstung wahrhaftig schlecht zu Gesicht. Dieselben Herren, die mehr als ein Kuchelbad auf dem Gewissen haben, die zu den gröblichsten Attentaten, welche in tschechischen Städten zur Zeit der famosen Volkszählungen Leben und Vermögen der Deutschen bedrohten, beschönigend zu^ schmunzeln vermochten, geben sich jetzt ein Air. als könnten sie in ihrer lamm-frommen Toleranz kein Wässerlein trüben. Wie eS mit dieser Duldsamkeit bestellt ist, zeigt recht drastisch die Brutalität, mit der sie gegen einen ihrer Eompatrioten vorgehen, weil derselbe die Verwegenheit hatte, sein HauS einem Vertreter des deutschen SchulvereineS zu verkaufen. Der Arme wurde sofort in Acht und Bann gethan. Er müsse aus jeder tschechischen Gesellschaft die Mutter, eS war ihm so entsetzlich bange. Er wollte hineilen, aber er fühlte es war jetzt nicht die Zeit zum Liebkosen. So löste sich Be-klemmung seines Herzens denn in Thränen, der Kleine fing an laut zu weinen. Vater und Mut-ter eilten herbei, sie hoben das Kind vom Bo-den auf, brachten es zu Bette und der melan-cholische Refrain des Schlummerliedchens klang dem weinenden Knaben fein Lebenlang in die Ohren: Mon fils scra rna consolation (mein Sohn wird mein Tröster sein), Von solchen Scenen empfing JuleS Miche-let. der berühmteste Culturhistoriker Frank-reichs. die ersten Eindrücke der Kindheit. Das genialste, begabtestete Kind der französischen Nation hatte die traurigste, leidvollste Jugend. Wenn es einmal Gemüse gab, mit Wasser und Salz bereitet, das war ein hoher Festtag im Leben des Kleinen. Dann wurde ein helles Feuer in der feuchten Kellerwohnung angezündet und der arme, bis aufs Mark durchfrorene Junge hüpfte rund umher und führte förmlich einen Freudentanz auf in der beseligenden Nähe des Ofens. Wenn Michelet später von jenen Zeiten sprach so pflegte er zu sagen: „Meine Entbehrungen lassen sich kurz zusammenfasse»: bis in mein zwanzigstes Jahr gab es keinen Wein, kein Fleisch, kein Feuer, nur Brod und Gemüse. Wenn ich's überlebt habe, verdanke ich es gewiß nur der angeerblen guten Constitntion von meinem Vater. Meine elende Figur bleibt wie ein Monument jener Zeiten und die Schwielen an meinen Händen zeigen von den Wintern, die ich ohn« Feuer verbrachte, wo der Wind durch meine leichte Gewandung blies und mich bis aufs Mark der Gebeiue er-schulterte und durchfror. Aber der Kleine war ein Phantast. Phantasten bricht Entbehrung nicht. Michelet sagt, der Hunger habe seine Einbildungskraft nur be-feuert und in glühende Erregung versetzt. Alles, was er entbehrte, konnte der Schwung der Phan-tasie in einem glühenden Reflex ihm wiederge-ben. Die Sonne, die Bäume, selbst von den Menschen hatte er nur den vorübergleitenden Schatten von seinem Kellerloch aus gesehen, und doch lebte und webte er in Träumen, wo das Himmelslicht herrlich leuchtete, die Kronen der Bäume ihn beschatteten und die Menschen, sämmtliche Helden und Könige, an ihm ans und niederzogen. Was der kleine Träumer wirklich entbehrte, war ein Kamerad. So frühe regte sich das junge Herz, um seine Sehnsucht, seinen Schwung. daS Geheimniß seines Erwachens in eine verwandte Seele zu ergießen. Der frühreife Schwärmer blickte eines Tages durch das Fenster und sah Sophie Plateau, ein kleines Mädchen ans der Nachbarschaft. Wie war ihr Gesichtchen so fein und rosig, ihre Hände so weiß: ihre Au-gen, wie that eS so wohl, in sie hineinzusehen. Aber Jules wußte nicht, wie sich dem kleinen Schatz zu nähern. Oft fah er von seinem Guck-loch, wie ihr rothes Röckchen im Morgenwind flatterte; auch daS schwarze Körbchen am Arm war ihm schon vertraut und wohlbekannt, wie ein guter Freund: da verfiel der kleine Schelm auf einen Einfall von unerhörter Keckheit! Er versteckte sich hinter dem Straßenbrunnen nnd als die Kleine den runden Kopf in einem schneeweißen Häubchen, vorüberging, rief er: Sophie, Sophie! Da heftete Sophie die Augen auf ihn und sie lächelte. O, Micheles war :n seiner Jugend nicht ganz und gar unglücklich! In der tiefsten Noth und Gesunkenheil wurden die armen BuchdruckerSleute auch nicht einen Augenblick in dem Vorhaben erfchüttert, der Sohn — nnd koste es die äußersten Opfer — müsse Studien machen. Auf diesen Sohn bezogen sie die ganze Summe ihrer Hoffnungen, er sollte die Familie zu dem alten Stand wie-der emporbringen. und sie strebten nun nach nichts, als ihn für diese Aufgabe würdig vor-zubereiten. In Stunden tiefster Niedergeschlagenheit richteten sich die Armen an dem Schimmer dieser Hoffnung aus, ängstlich überwachten sie jedes Zeichen, daß der Geist ihres Kindes gewaltig genug sei, trotz Niedrigkeit den Kampf im Le-ben siegreich auszufechten. Wer möchte wohl über solch« chimärische Hoffnungen lächeln. 1884 General Gordon in Frage kommt, hat sich seit ben jüngsten Erklärungen Mr. Gladstone's und seiner Collegen nichts Wesentliches geändert. Die Minister werden diese Erklärungen nur wiederholen können, wodurch allerdings die Geduld der öffentlichen Meinung auf eine harte Probe gestellt wird. Der Antrag ist augenblicklich ohne praktischen Nutzen und nichts weiter, als na abermaliger Versuch der Oposition, die Geschäfte des Unterhauses zu verschleppen; in diesem Sinne wird er von der liberalen Partei verstanden und abgelehnt werden. Anktand. sE i n kleiner SieRuß-land darf sich nach langer Pause wieder eines diplomatischen Sieges rühmen. Aus Constanti-nopkl wird nämlich officiell gemeldet: „Der bisherige General'Secretär und Direktor des Innern m Ost»Rumelien, Krestovics, wurde an Stelle Altko Pafcha'S zum Generalgoiiverneur ernannt." — KrestovicS, ein alter Bureaukrat ohne scharf markirter Gesinnung, war d?r russische Kandidat für den Gouvcrneursposten in Philippopel. Korrespondenzen. Wir», 9. Mai. (Orig.-Eor.) jW i e man Stimmung macht.] Die Wiener Presse, welche durch die letzte Rede deS Abgeordneten Filter von Schönerer etwas sehr unglimpflich behandelt wurde, war in der Zwischenzeit eifrigst bemüht, den genannten Abgeordneten lächerlich zu machen und dessen Ansehen, das er nun einmal in weitesten Volkskreisen besitzt, zu schwächen. Mit großem Behagen veröffent-lichten die leitenden Blätter, daß der Sohn deS ehemaligen Ministers GiSkra wegen der Aeu-fcming. die Schönerer gelegentlich feiner Ver-staatlichungsrede gemacht: „Jede Partei hat ihren Lffenheim, ihrenKaminski.ZGiSkra" Aufklärungen vom Redner verlangt hätte, und als dieselben ausgeblieben seien, dem Abgeordneten Schönerer seine Zeugen geschickt habe. Schönerer habe dann Unterhandlungen eingeleitet und entschul-digende Erklärungen abgegeben. Der Tenor dieser journalistischen Mittheilungen ging dahin, den Abgeordneten von Zwettl verblümt als Feigling hinzustellen. Obzwar es in normalen Zeiten der großen Presse kaum eingefallen wäre, die Forderung eines 2 l jährigen Jünglings gegen einen gereiften Mann ernst zu nehmen, fo nützte man, wie gesagt, dieselbe gegenwärtig doch aus. «in schönerer lächerlich zu machen. Doch wer beschreibt die Verblüffnng dieser Presse, als beute in Abgeordnetenkreisen von einem Duelle ei^ählt wurde, welches Ritter von Schönerer mit einem der Journalistik nahestehenden Herrn -in der ungarischen Grenze halte. DaS Duell soll nun zwar unblutig verlaufen sein, allein durch dasselbe wurde die Wiener Press?, welche wenn sie der einzige Trost der Bedränglen sind! ^ Der siebenjährige Michelet hatte eine Tragödie — „BrutuS" — in kirnt» terndni Versen verfaßt. Früh am Morgen schlich er sich aus der Kammer und mit Hülfe eines Strumpfbandes und ein paar alter Sohlen wurden ein Kothurnus hergestellt, um stilgerecht das Opus herzudeklamiren. Lange Zeit sprachen die Eltern nun von nichts, als von der Tragö-die ihres Wunderkindes; ihnen schien nun unzweifelhaft, ihr Sohn werde ein Dichter werden und ohne Frage noch ein größerer Dichter, als Herr FontaueS, der in der Akademie und am Hofe des Kaisers eine fo große Rolle fpielte. Ties^trvstlichen Hoffnungen erlitten einen schweren Schlag, so wie der kleine Michelet in die Echule des Herrn Mi^lot eingetreten war. Kein schlechterer Schüler, als eben der kleine Wun-dtrmann. Seine Schüchternheit, vermehrt durch körperliche Herabgekommenheit. Nervosität und das drückende Gefühl einer hungernden und verwahrlosten Armuth waren über alle Befchrei-düng. Die Mitleidigen unter den Lehrern hatten Erbarmen mit dem armen Jungen, der ihnen «eislig arg zurückgeblieben schien: sämmtlichen Schülern war dieser offenbar idiote Kamerad die beliebteste Zielscheibe der Verhöhnung. Die häßlichsten Qualen hatte Michelet durch' diese Nerkennung zu erdulden; noch im Mannes- Peutsche Macht." nun nicht mehr in der Lage ist, Herrn Schönerer auch der Feigheit zu zeihen, gründlich abgeführt. (S. Tel.) Wien, 8. Mai. (O.-C.) [Eine Erklärung deS Obmannes der Verei-n i g t e n L i n k e n.s Anläßlich des Bekannt-werden« Resolution des Executiv-Comit«>s der Wahlmännet des Landgemeinden-BezirkeS Tetschen, welche dahin lautet: „l. Das Exe-cutiv'Eomitv erblickt in dem von der Regierung mit dem Präsidium der Kaiser Ferdinands-Nordbahn abgeschlossenen Uebereinkommen vom lo. April d. I. eine schwere Schädigung und Hintansetzung der staatlichen Interessen zu Gunsten einer Privatgesellschaft, welche durch die rücksichtslose Ausbeutung ihresPrivilegiums wäh-rend einer langen Reihe von Jahren jeden Anspruch auf eine besondere Berücksichtigung bei Ablauf desselben gänzlich verwirkt hat, und er-klärt die Verstaatlichung dieser erträguißrcichen Bahn durch die wtrthschuftliche und financielle Lage deS Staates für nothwendig und drin-aend geboten. Deshalb erwartet das Executiv-Comite zuversichtlich, daß die deutschen Abge-ordneten, eingedenk ihrer Pflichten als Volks-Vertreter einmüthig gegen die RegierungSvor-läge Stellung nehmen und zur Wahrung der Interessen der Gesammtheit für die Verstaatlichung der Nordbahn eintreten werde» und spricht gleichzeitig sein Bedauern darüber au«, daß die bisherige unentschiedene Haltung der Vereinigten Linken gerade einem Abgeordneten wie Schönerer Gelegenheit geboten hat, sich als den berufensten Wortführer des deutschen Volkes in dieser hochwichtigen Frage zu geberden nnd sich dadurch billige Lorbeeren zu sammeln. 2. D ,s Executiv - Comite hat mit Bedauern vernommen, daß der Club der Vereinigten Linken aus Anlaß einer Mandatsniederlegung zu erkennen gab, daß er die Stellungsnahme der Wählerschaften zu den politischen' Tages-fragen als einen un berechten „Druck von Außen" ansehe und als solchen zurückweise. Dem gegenüber erklärt das Cxecutiv-Comik, daß »ich die Wählerschaft des Landgemeinden-Be-zirkeS Tetschen-Benfen-Böhmisch-Kamnitz nach wie vor daS gute Recht wahren wird, ihren politischen Ueberzeugungen jederzeit freien und unumwundenen Ausdruck zu geben. 3. DaS Executiv - Comite erklärt, daß der Landes-culturrath für das Königreich Böhmen m feiner gegenwärtigen Zusammensetzung, d. i. mit seiner tschechisch-feudalen Majorität den wirtschaftlichen Interessen der deutschen Laudwirthe insbesondere der Kleingrundbesitzer mehr hinder-lich als förderlich entgegen tritt, wie dieS besonders bei der letzten Abstimmung im Plenum dieser Körperschaft unzweifelhaft zu Tage trat, und spricht die Ueberzeugung auS. daß uuter alter pflegte er ihrer zu gedenken und man dars es glauben.^daß diese lächerlichsten aller Schmerzen in tiefster Seele verwunden. Die fchwermüthig angehauchte Jugend hat weder den kindlichen Leichtsinn, noch die Wehr eines männlichen Selbstbewußtseins Angriffen gegenüberzufetzen, die das Fundament ihrer schütz- und ermun-teruugsbedürftigen Existenz zu bedrohen scheinen. Ost freilich, wenn der l.rme Schmerzensjunge deS Lycöe daheim über seinem Virgil brütete, der. gleich ihm. an» und verschüchtert, den Druck und den Hochmuth einer glänzenden Umgebung ertrug, dann freilich, da der Schwung ihn bis zur Höhe jenes wahlverwandten große» Geistes trug, bäumte sich das Selbstgefühl des Miß-handelten und mit Augen, funkelnd von unge-brochenem Stolz, rief er aus: O. ich will ihnen den „Idioten" einmal noch heimzahlen! Doch kaum fah der verkümmerte, blutlose Junge sich den höhnischen, von Spott funkelnden Gesichtern der Schülerrotte gegenüber, da ent> siel ihm das Herz und fein Muth war gebrochen. Zumal bei den griechischen Venen bestand der klangvollste Prosaiker der Zukunft stets am schlechtest-n und so spielte Michelet im Lyci-e die traurige Figur auch fernerhin. In der Classe der Rhetorik ereignete sich jedoch ganz im er» wartet folgender Vorfall: Lehrer der französischen Sprache war Ville» 3 diesen Umständen nur durch die Theilung des LandeSculturathes in 2.natioual gesonderte Kör-perschaften eine Besserung deS gegenwärtigen un-heilvollen Zustandes herbeigeführt werde» kann, weshalb den deutschen Delegirten der korporative Austritt aus dem jetzigen Landesculturrathe dringend empfohlen wird." — erklärte der fun-girende Obmann Professor Tomaszczuck. daß eS weder ihm noch einem andern Mitgliede des Vorstandes oder Clubs beigefallen sei, bei Be-fprechuug der Mandatsniederlegung des Dr. Kopp den Werth von politischen Kundgebungen der Wählerschaften zu unterschätzen oder gegen solche Kundgebungen aufzutreten. Im Gegen-theil, hat der Club stets lebhaft gewünscht, daß die Wähler zu den politischen TageSfragen Stel-lung nehmen und hiednrch die Action der Ab« geordneten ergänzen. Was damals betont wurde, war nur die Unzulässigkeit von Aufträgen, an Abgeordnete ihr Mandat auch gegen ihre Ueber-zeuguug nur in bestimmter Richtung auszuüben, denn Abgeordnete, welche bereit waren, ihre Ueberzeugung zu verleugnen, um ihr Mandat zu behalten, werden unsere freisinnigen Wähler-schaften selbst sich gewiß nicht wünschen. Aus dem St. Mareiucr Bezirke, am 10. Mai 1884. ] National« Wahlagita -t o r e n ] Auch in unserem glücklichen Bezirke werden von den tonfurirten Herren im Vereine mit den gleichgesinnt«» Schullehrer» schon Wahlagitationen betrieben; in dieser Beziehung ragen aber insbesondere der Pfarrer von St. Peter im Bärenthale und der Lehrer von Sibika hervor, die an Eifer und Thätigkeit nicht» ermangeln lassen. Der Erstere ist übrigens in der „D. W." ohnehin schon genügend gekennzeichnet worden; trotz wirklich bitteren Erfahrungen, die der Hoch-würdige erleben mußte, mischt er sich in Dinge, die ihn gar nichts angehen. Ja er übte sogar Einfluß auf Amtiruuge» bei einem nach d ar-lichen Gemeindeamt«. Aber da kam er an die nchtige Adresse — und es wird ihm gewiß in Erinnerung bleiben, wie ihm sodann in einem Gasthause vom Gemeindevorsteher der Kopf ge-wasche» wurde. — Aber dieß und feine in öffentlich"« Localen nacheinander erlittenen peinlichen Niederlagen scheinen auf ihn keinen nachhaltigen Eindruck gemacht zu haben, denn am anderen Tage stänkerte er, ohne jede Veranlassung, einen wirklich friedlichen Herrn, in einem Gasthause als „Nem^kutar" öffentlich an. Es wird uns daher wohl nicht Wunder nehmen, wenn eS so fort geht, daß von Dorf zu Dorf sich bald die Kunde verpflanzen wird, daß dem Herrn Pfarrer wieder etwas menschliches passirt ist. — Der andere Agitatior, eine aus Krain importirte Frucht, ist zwar längst als ultranationaler und clericaler Parteigänger bekannt, führt fönst ein unbeachtetes Dasein, wühlt aber deswegen wie main, der spätere Untcrrichtsministcr. der eine liebenswürdige Art hatte, in fein Urtheil ein Fünkchen Enthusiasmus zu mischen. Eines Tages überreichten die Schüler ihni ihre Auf-gaben. Er musterte sie mit einem flüchtigen Blick. Plötzlich machte er Halt und sing laut an zu lesen. Beim ersten Wort stockte Michelet das Blut in den Adern____er hörte hin. als hätte der Schall ihn betrogen, der die ersten Worte seiner Schularbeit ihm an'S Ohr trug. Der Lehrer fuhr fort, dann stieg er wie hinge-rissen vom Katheder und indem er aus der Bank neben Michelet Platz nahm, beendigte er, den Arm um den glückstrahlenden Schüler ge-fchlungeu, den Vortrag seiner ausgezeichneten Arbeit. Dieses kleine Schulereigniß machte das Glück Michelet's. Die Lehrer beeilten sich, einem Talent die Anerkennung zu zollen, daS durch eine unglückselige Constitntion gleichsant in Erstickungsgefahr geschwebt hatte. Bald war man einig, es gäbe keinen talentvolleren und hoff-nungSreicheren Jüngling, als Michelet. Im nächsten Jahre war er Sieger im xranä con-coars mit einem Aufsatz, der selbst in'S große Publicum drang. Die Minister, der Herzog von Richelieu und DekazeS, ließen den Helden des TageS zu sich befcheiden und Richelieu er-mangelte nicht, zu sagen. waS man guten Schülern eben zu sagen pflegt: er hoffe, Herr 4 ein Maulwurf. Dem Genusse geistiger Getränke nicht abhold, kam er am 2. Mai nach durch-schwelgter Nacht in die Schule und fand in katzen-jämmerlicher Stimmung Veranlassung, die Kin-der liebenswürdigst mil unterschiedlichen That-lichkeiten zu behandeln. Einer Kollision mit dem Strafgesetze wird er wohl kaum ausweichen könne», und eS dürfte ihm dann feine Thätig-feit als nationaler Prophet auf eine Zeit la1 m-gelegt werden. Kleine Gvronik. fE i n »euer R i t t e r.] Der Reichs-rathsabgeordnete Tr. Josef Tonkli wurde in den Ritlcrstand erhoben. fW a h l '> e c e ch t i g u n g der 2 e h r c t.] Der vom niederosterr. Landtage am v. Juni 1883 beschlossene Gesetzentwurf, welcher die Wahlberechtigung auf definitiv angestellte Le -rer und Uuterlehrer der Volks- und Bürger-schulen auSdehut, hat die allerhöchste Sanction nicht erhallen. sD e s deutschen Kaisers U r e n k e-l i u.j die kleine Prinzessin Feodora von Äliei-ningen, welche zu den Hochzeitsfeierlichkeiten nach Darmstadt gebracht wurde, hatte als Ueber« raschung sür die Königin Victoria das Vater-Unser in englischer Sprache auswendig gelernt. Die Königin war darüber sehr gerührt uud sie fragte ihre Ur.ntelin: „Und weißt Du auch Feodora, womit der liebe Gott fo fromme Kin-der belohnt?" Eifrig meinte die Kleine: „O ja, ich weiß eS, er schenkt ihnen eine Pupe, ein Körbchen Frühkirsche» und eine große Chocola-de-Torle." Dies war nämlich der Preis, welchen die Kleine sür ihre beschwerliche Leistung von» deutschen Kronprinzen erhalten. sTie klein st enStädteEuropas.j Nach einem vor Kurzem in Tübingen erschiene-nen statistischen Werke sind die beiden Städte Schiedlitz und Kruschwitz in der preußischen Provinz Pose», die kleinsten Europas. Schiedlitz zählt ganze sechzig Einwohner. Ltruschwitz hat deren noch weniger. [W o t) 1 das rentabelste Blatt der Welt] kann das Pariser „Petit Journal" genannt werden. Bei der jüngsten Actionäre-Versammlung wurde pro 1883 ein Gewinn von 3,850.000 Francs ausgewiesen, was allerdings dei einer Auflage von 730.000 Exemplare» nicht sehr Wunder nimmt. Seit drei Jahren hat die Auflage sich um 50.000 Exemplare vermehrt. sEin theures Recept.s Man würde kaum glauben, daß es möglich sei, daß in Wien, der Stätte der berühmtesten medizinischen Fa-cultät Europa'S, ein Jünger derselben. Gold (Auruui), daS seit mehr als 200 Jahren von allen Aerzten als total wirkungslos bei Be- Michelet werde dereinst noch ein großer Mann werden. Der Weg zum großen Mann ging für Michelet durch daS Stundengeben. Indeß befand er sich nicht übel. Die Verhältnisse des Vaters hatten eine erfreuliche Wendung genommen. Er versah eine Art Secretärstelle rn der Anstalt des Doctor Duchemin. Nach dem Tode der Mutter zogen Vater und Sohn zu dem Doctor, der auch eine Pension hatte. Michelet hat uns in einigen Strichen mehrere köstliche Figuren überliefert, die die Einquartierung und die Theuerung des Jahres 1819 um dit Table d'hote des Herrn Duchemin versammelt hatte. Den ersten Platz behauptete General Dorval, ein alter Knasterbart, der seine leichtesten Be-merkungen mit einer Stentorstimme machte, um den Kanonendonner zu übertönen. Indeß mußte man ihn lachen hören, um an seinem poltern-den Gesprächston Gerechtigkeit zu üben, wäh-rend sein brüllendes Gelächter geradezu Schrecken verbreitete. Ganz uneingeschüchtert jedoch saß neben ihm ein kleines Exnönnchen, sehr vif, geschickt und von einer Picanterie, die nicht nach Himmelsmanna, sondern nach schärferen Gewür-zen schmeckte. Abb6 Rouland war der Abgott zweier alter Marquisen, die ebenfalls regel-mäßige Tischgenossen waren. Der Abbv war geschmückt, gepudert, in der Taille geschnürt, kurz ein Abbe, wie er in der guten alten Zeit den großen Damen im Bade aufwarten und „Deutsche Wacht." kämpfung innerer und äußerer Krankheiten aufgegeben, dennoch verschrieben habe, um ein schweres Nervenleiden zu beheben. Die Anfer-tignng von 40 bis 50 Pillen wurde vom Pa-tienten mit 12 fl., sage zwölf Guide» öfter-reichischer Währung, bezahlt. Betont muß noch werden, daß der Patient dem Hause Rothschild nicht angehörte, ja nicht einmal ein Wiener Hausherr war, sondern der Sprößling einer hiesigen, in bescheidenen Verhältnissen lebenden bürgerlichen Familie ist. Nach der Aussage des Patienten sind ihm die Pillen wohl lange Zeit im Magen gelegen — aber seine Gesundheit hat sich eher verschlimmert als gebessert. sE i n r u s s i f ch - p r e u ß i f ch e s Z o 11-c u r t o s u ins wird aus Wirballen gemeldet: Ein junger Landwirth, der schon mehrere Jahre in Rußland ansässig ist, passirte vor wenigen Tagen auf der Rückreise von einem Besuche in Ostpreußen die russische Grenze. Unter seinen Gepäckstücken befand sich unter Anderem auch ein Stück Pferdegeschirr. An der Grenze sollte er dies nun nach dem Zollsatze von 50 Kop. per Pfund Leder mit 14—17 Rubel versteuern, und da er sich weigerte, dies zu thun, wurde er durch einen Gensdarmen an die preußische Grenze zurückgeführt. Hier wurde ihm für das Lederzeug, weil er es aus Rußland über die Grenze brachte, wiederum ein Zoll von 6 M. abgefordert. Um nun das Stück Leder nicht ver-zollen zu müssen, sah sich der junge Mann schließlich genöthigt, dasselbe fortzuwerfen, wo-rauf er unangefochten die Grenze passiven konnte. [Die Prinzessin als Chansonnette n-S « n g e r i n.j Prinzessin Maria Piß-natelli, welche im vorigen Herbst in einem Cafe Chantant auftrat, richtet an die Pariser Blätter folgendes Schreiben: Herr Redacteur! Ich habe die Ehre, Ihnen mitzutheilen, daß »lein Schwa-ger, Graf Potocki, seit vier Monaten unab-läßlich bemüht gewesen war, meine theatralische Laufbahn im Auslande und in der Provinz zu untergraben. Ich stelle mich daher unter den Schutz der französischen Presse, überzeugt, daß sich i.l Paris E'zrenmänner genug finden werden, die mir behilflich sein werden, beim Theater mein Brod zu verdienen, wie man auch sonst über meinen Titel denken mag. der allein nicht hinreichen kann, um mich und meine Kinder zu ernähren. Ich hoffe ebenfalls auf Ihre Unter-stütznng in dem Processe, den ich gegen den Grafen Potocki anstrengen werde. Maria Äaetana Pignatelli, Princessin von Cherchiara, Künstlerin, 5 Rue Lafayette." sS ch w a r m g e i st e r e i in E st l a n d.J Wie dem „WalguS" aus der nördlichen Wiel ge-schrieben wird, dauern die religiösen Schwärme-reien dort noch immer fort. Namentlich »reibt ihnen für die Schönpflästerchen die richtige Stelle bezeichnen mußte. Bei Dr. Duchemin lernte Michelet auch Mlle. Rousseau kennen. Sie war nicht schön, ihr Teint war nicht der beste, aber sie halte eine Sanftmuth, die ge-wann, und einen Ernst, der Zutrauen einflößte, um sich ihr von ganzem Herzen anzuschließen. Venus, so scheint eS, ist dem Gott der Weis-heit und des Wissens nicht allzu gewogen. Denn Schönheit fordert einen Tribut von Hin-gebung und Beflissenheit, den der ideale Stre-der selten gewilll ist, ihr zu Füßen zu legen. So pflegen geistig bedeutende Männer der Frau den Preis zuzuerkennen, die ganz in ihrer gebieterischen Persönlichkeit aufgeht und die kei-nen anderen Anspruch erhebt, als zu dem Werk ihres Herr» und Meisters etwas beizutragen. DieS war auch der Fall Michelet's, dem Mlle. Rousseau eine treue Lebensgefährtin und die aufopferndste und intelligenteste Mitarbeiterin wurde. Noch im Tode feiner würdig, hat sie eine Herausgabe des Nachlasses des großen Historikers besorgt und die hier angezogenen biographischen Aufzeichnungen ans seiner Ju-gend unter dem Titel ,Ma jeunesse" (Meine Jugend) gesammelt. Die hochbegabte und treue Frau genießt die höchste Auszeichnung in der Pariser Gesellschaft und unter Frankreichs besten und edelsten Frauen zählt man stets die Witwe Michelet's. Dr. Moriz Haupt. 1834 ein gewisser Wilu Rein mit seinen Anhänger» daselbst fein Wesen. Trauungen, Taufen und Beerdigungen vollziehen die Schwärmer dort schon seit längerer Zeit selbst, jetzt nehmen sie auch noch folgende haarsträubende Gebräuche an. Vor Kurzem fand sich im Pönal'fchen itirch-spiele ein Deutscher ein. welcher die Taufe nach einer neuen Methode und so geschickt vollzi-de» wollte, daß man gleich in den Himmel so mim. Er hieb in das Eis ein Loch und diejcnis, n, die von neuem gelauft werden und in de» Himmel gelangen wollten, zahlten ihm drei Rubel und wurden darauf, nachdem sie sich ihrer Kleider entledigt, dreimal bis über de» Kopf in'S Wasser getaucht. War dieses qesche-hen, so wurde aus Wachholderstrauch ein.iro> ßes Feuer angemacht, durch welches die !äui< linge laufen niußlen. Wer uuverfehrt durch öai Feuer kam, war deS Himmels sicher, wer aber an den Haare» oder an de» Kleidern irxerd ein VerfengnngSzeichen davontrug, fiel dem Teufel zu. In drei bis vier Tagen haben sich die Menschen diesen Proceduren unterworfen. Viele haben sich dadurch schwere Krankheite» zugezogen und manche auch den Geist aufgege-ben. Solche Reden hält der neue Täufer i« deutscher Sprache, indem er sagt, daß diese auch im Himmel gesprochen werde. Er steckt! sich einige hundert Rubel in die Tasche und ging dann seines Weges. Die circa 90 Getauften warteten bis jetzt auf ihre Aufnahme in dei Himmel, und da diese nicht erfolgen wollte, stiegen sie auf ein Dach, wo sie. die Hände ringend, zu heulen anfingen. Ein vorbeifahren-der Gutsbesitzer ließ sie von dort heruntertrei-ben. Einige von ihnen liefen nun schreiend ii den Wald, wo sie ein ihnen begegnendes Weid festnahmen und schlachten wollten, weil der Vater sie sonst nicht in den Himmel nähme, wenn sie ihm kein Opfer an Menfchenblin brächten. Glucklicherweise besand sich der Ha> kenrichter mit zwei anderen Gutsbesitzern im Walde auf der Jagd. Auf das Geschrei des Weibes kamen die Herren hinzu und rettete» die Unglückliche vom schrecklichen Tode. I» tollen Heiligen wurden ia's Gewahrsam ge-bracht. „Wir sehnen uns", sagt der Correspoa-dent deS „Wstlgus" zum Schluß, „daß endlich einmal von höherer Seite ei» Retter erschein". sE i n F a ll ä h n l i ch d e m d e i T e p-l i tz.s A»S dem französischen Deparlemenl Allier meldet ein dort erscheinendes Blatt folgenden V irfall. Bei der Besitzerin des genannten Schlosses. Madame Thevenin, deren Gatte vor einem Jahre mit Hinterlassung eines großen Vermö-gens gestorben ist, erschienen am Mittwoch der vorigen Woche drei Herren, deren einer mit dem Orden der Ehrenlegion decorirt war und sich der Dame als SicherheilSagenl ooc- Der Schreck durch Irrthum. Der Graf von Segur theilt in feine» Memoiren folgende für den blinden Gehorfam, welcher in Rußland herrscht, sehr charakteristische Anecdote mit. Sie trug sich untrr der Regie-rung KatharinenS II. zu, und der Gras oerft cherte für die Wahrheit derselben bürgen z» können. Ein reicher Ausländer, namens Suderlanl», war Hofbankier und in Rußland naturalifirl; er stand bei der Kaiserin in großer Gunst. Eines Morgens kündigte man ihm an, daß sein Haus von Garden umstellt sei, und der Chef der Polizei ihn zu sprechen verlangte. Dieser Mann, namens Reliew, trat mit ganz verstörter Miene bald darauf bei ihm ein und redete ihn folgendermaßen an: „Herr Suderland, zu meinem größte» Kummer bin ich von meiner Souveränin mit der Ausführung eines BeseblS beauftragt, beiseit Strenge mich selbst erschreckt, und ich weiß nicht, durch welches Vergehen Sie sich die Ungnade Ihrer Majestät in so hohem Grade zugezogen haben." „Ich! mein Herr, ich weiß dies ebenso-wenig," antwortete der Bankier. „Nun wie lautet der Befehl?" „Mein Herr, es fehlt mir in der That a» Muth. Ihnen denselben mitzutheilen." 1884 stellt,. Zugleich erklärte er ihr, er habe tu» Nustrag.sie zu verhaften, da sie beschuldigt er-scheine, einen Theil des Nachlasses ihres ver-ftorbenen Gatten unterschlagen zu haben. Ma-dame Thevenin fiel vor Schrecken in Ohnmacht, und nachdem sie wieder zu sich gekommen war, begann sie ihre Unschuld zu betheuern. Der ver-meintliche Agent erklärte aber, er habe bestimmte Befehle, die auszuführen er verpflichtet sei, und rr müsse deßhalb Madame Thevenin nach Paris bringen. Uebrigens — fuhr er fort — habe ich die nöthigen Vorsichtsmaßregeln getroffen, um kein Aufsehen zu erregen. Ich habe zwei Einsdarmen bei mir, die jedoch in Civil find, und sie könne» ihren Leute» sagen, daß ich ein Advocat bin und daß Sie mit mir eines Processes wegen abreisen müssen. Nach diesen Worten verließ der Unbekannte die Dame, um ihr Zeit zu den Vorbereitungen der Abreise zu lassen, und kehrte erst nach mehreren Stunden wieder zurück. Madame Thevenin befand sich no.h immer in vollständiger Bestürzung und Rathlosigkeit. Als ob er Mitleid mit ihrem Zustand hätte, machte ihr der Agent nun folgende vertrauliche Eröffnung: „Madame, ich halte mich für verpflichtet. Ihnen etwas mitzu theilen. Nach Bestimmungen des Gesetzes können Sie auf freien» Fuß bleiben, wenn Sie eine Cau-»io» erlegen, deren Betrag der Höhe der Unter, schlagungen entspricht, die Ihnen zur Last ge-legt werden. Falls Sie sich entschließen, diese Cautio» in meine Hände zu legen, kann ich Sie unt-'r der Ueberwachnng einer «neiner Le»»te hier zurück lassen." MadameThevenin ergriff auf's be-reitivilligste dieses AusknnftSmittel und zahlte alsbald aus. Der Agent empfahl sich, indem er einen seiner Begleiter zurückließ, der aber auch schon einige Minuten später aus dem Schlosse verschwand. Bisher fehlt jeder Anhaltspunkt zur Eruirung der vewegenen Betrüger. [Von der HochzeitSreis e. ] Aus Paris wird unter dem 3. d. gemeldet: Vor dem Zuchtpolizeigerichte ^scheint Mr. Element Juius. einer der reichsten Bankiers von Tunis. Derselbe hatte im vorigen Monate Mlle. Val« lim» Pia, die Tochter eines Millionärs, ge-heirathet und auf Einladung des Onkels seiner Braut in dessen Palais in Paris die Flitter-wachen verbracht. Vor einigen Tagen ging das junge Ehepaar in ein Parfumeriegeschäft des Boulevards de l'Opera. Die junge Frau kaufte um 500 Francs Kleinigkeiten; nachdem sie gezahlt. wollte sie sich entfernen, da trat zu ihrem namenlosen Entsetzen eine der Verkäuferinnen auf sie zu und »neinte, »uan könne nicht er-laufen, daß die Herrschaften fortgehen, ehe der Herr zurückgegeben, was er Alles gestohlen. Tie Dame taumelte vor Schreck, sie stammelte >!>"» Namen, gab ihre Adresse, behauptete, es müsse ein Irrthum vorliegen; selbst der Herr „Habe «ch vielleicht das Zutrauen der Kaiserin verlorenV »Wenn es nur das wäre, würden Sie »»ich nicht so bestürzt sehen. Das Vertrauen könnte wiederkomnlei», eine Stelle wieder gegeben werden." „Nun soll ich vielleicht in mein Vaterland zurückgeschickt werden? „Das wäre unangenehm für Sie, allein mit Ihrem Reichthum kann man überall angenehm leben." „Mein Gott", ruft Suderland, „denkt man daran, mich nach Sibirien zu schicken?" „Ach, von dort kann man wieder zurück-kommen." „Mich ins Gefängniß werfen?" „Auch das kann man wieder verlassen." „Gnade des HimmelS! Man will mir doch nicht etwa die Knute geben ?" „Die Strafe ist schrecklich, aber nicht tödtlich." „Nun," — sagte der Bankier — „ist mein Leben in Gefahr? Sollte die so gute und inilde Kaiserin, welche noch vor zwei Tagen freundlich mit mir sprach. . . . Ich kann es nicht glauben. Ich bitte Sie, sprechen Sie eS aus, der Tod ist mir nicht so schrecklich als das ängstliche Erwarten." „Nun," — sprach der Polizcichef mit kläg- „Deutsche Wacht/- deS Geschäftes trat drohend an die Verkäuferin heran, und dies« holte iu ihrer Erbitterung einen Polizeiagenten, welcher in den Taschen deS Herrn zwei Bürsten, sieben Kän»me, eine Schachtel Zahnpasta, sechs Flacons Parfnin, einen kleinen Spiegel, im Ganzen Waaren im Betrage von 49 Francs vorfand. Mr. Junes, der todten-bleich und zitternd dastand, erbot sich, eine Entschädigung von 5000 Francs zu zahlen, allein der Polizist machte die Anzeige und daS Gericht verurtheilte den zwanzigfachen Millionär wegen Diebstahls zu sechs Tagen Arrest und 500 FrcS. Strafe. Die junge Frau hat sofort die Schei-dungSklage eingereicht. [Zu Tode g e—tru n ke n.] In Deutsch-Wette (Schlesien) stritten sich dieser Tage der Gastwirth B. und der auf dem Altentheil sitzende H„ wer von Beiden ein Quantum von l'/, Liter Schiiaps vertilgen könne. B. täuschte indessen de» H. und trank Wasser, während dieser, durch die Ausdauer seines Gegners angespornt, das volle Quantum aus-trank und — todt umfiel. [Eines Druckfehlers w e g e n. ] hat der Pianist Patisou die Pianofabrikanten Ghickerüigj». SonS in N-wyork auf I0.000 Dollars Schadenersatz für Schädigung seines Rufes verklagt. In dem Programm eines Concertes figurirte nämlich Herr Pattison in Folge eines Satzfehlers anstatt als „well-lcnown pia-nist" (wohlbekannter P.) als „rnilkman nia-nist* iMilchmkier P). [Ueber ein Mittel gegen die Diphtheritis,) welche gegenwärtig in Paris und anderwärts unter der Kinderwelt große Verheerungen anrichtet, hat ein Pariser Arzt, Dr. Delthil, neulich der Akademie der Wissenschaften folgende Mittheilungen gemacht: Bekanntlich bildet sich bei der Diphteritis ein fibriöses Exudat. sogenannte falsche Membra-nen, welche die Lustwege oft bis in die Bron-chie» bedecken. Dr. Delthil hat nun beobachtet, daß diese Ablagerungen sich in wenigen Au-genblicken bei der Berührung mit Dämpfen von Theer und Terpentinessenz lösten, und hat wirklich, gestützt auf diese Wahrnehmung, schon an der Diphtheritis erkrankte und bereits aus-gegeben? Kinder gerettet. Man zündet einfach — selbst nach dem Luftröhrenschnitt — neben dem Bett deS Kranken eine Mischung von Theer und Terpentin an; das Zimmer fühlt sich als-bald mit einem schwarzen und dichten Rauch, o daß die im Zimmer befindlichen Personen ich einander kann, sehen können, ohne jedoch eine Belästigung zu verspüren. Das Kind ath-Niet kräftig und mit Behagen diese Harzlnst ein deren belebende Kraft es fühlt; bald lösen sich vie fal/chen Membranen ab, werden ausgewor-en und lösen sich, in ein Glas gesammelt, vollständig auf. Gleichzeitig fährt Dr. Delthil icher Stimme, — „meine gnädige Kaiserin hat mir befohlen, Sie mit Stroh ausstopfen zu „Mit Stroh ausstopfen zu lassen," — ruf' Suderland aus, den Sprechenden fest anblickend — „nun da haben Sie entweder den Verstand verloren, oder die Kaiserin ist um den Ihrigen gekommen ; jedenfalls haben Sie den Befehl nicht empfangen, ohne Ihre Mißbilligung an den Tag zu legen." „Ach, mein armer Freund, ich habe gethan, was ich für gewöhlich nicht zu thun wage, ich habe mein Erstaunen, meine Ucberraschung'blicken lassen, ich wagte unterthänig Gegenvorstellung, aber meine erhabene Gebieterin zürnte über mein Zandern, befahl mir, augenblicklich ohne Murren den Befehl zu vollziehen und fügte die Worte hinzu, welche noch in »neinen Ohren klingen: „Vergessen Sie nicht, daß eS Ihre Pflicht ist, meine Austräge pünktlich auszuführen." Es würde unmöglich sein, die Ueberaschung, den Zorn. daS Zittern und die Verzweiflung deS armen Bankiers zu schildern. Nachdem er seinen Schmerz noch einige Zeit freien Lauf ge-lassen hatte, sagte ihm der Polizeichef, daß er ihn» noch ei»»e Viertelstunde lasse, um seine An-gelegenheiten zu ordnen. Da nun bittet, beschwört Suderland ihn lange vergeblich, zu erlauben, daß er der Kai- ü fort, die Kehle des Kindes mit Steinkohlentheer und Kalkwasser zu spülen. In 2 bis 8 Tagen ist das Kind vollständig geheilt. Zugleich dienen diese Räuchereien als vortreffliches DeSinfec-tionSniittel. [Unbeabsichtigte Grobheit.^ Dame: Zum Cotillon bin ich schon engagirt — Sie müsse» mir deshalb nicht böse sein. — Herr (eifrig): O bitte nein, mein Fräulein, im Gegentheil! [Einzig »nögliche Operation. ] Börsianer (zum Arzt): „Herr Doctor, läßt sich denn m.ine Fett richt nicht auf dem Wege einer Operation entfernen?" — Doctor: „Höchstens auf dem Wege einer mißglückten Finanzoperation 1" Deutscher Schutverein. Wien, 8. Mai. Der Obmann Dr. Weitlof berichtete in der letzten Ausschußsitzung über die erfreuliche Entwicklung der Grazer FrauenOrts-gruppe sowie über die umfassende Rührigkeit, welche von der Vereinsortsgrnppe Graz für die verschiedenen Veranstaltungen gelegentlich der bevorstehenden Hauptversaminlnng bekundet wird. Unter den Bewillignngen verdienen besondere Er-wähnnng die Beistellung einer Anzahl von Mo-dellen für die Holzindustrieschule in Gottschee sowie die Betheilung einzelner Schulen Steier-markS mit Schulbüchern und die Zuerkennung von Unterstützungen an mehrere Lehrer in dem-selben Kronlande. In Folge gesteigerter Anforderungen wurde der Credit sür die Vereinsschule in Mährisch-Budwitz erhöht, und znr Errichtung eines Kindergartens in Wallachisch-Meseritsch eine entsprechende Creditsumme eingestellt. Um dem Bedürfnisse der Erweiterung der Schule in Königsfeld (Mähren) zu entsprechen, mußten die nothwendigen Mittel bewilligt werden. Fer-«er übernah!» der Verein die Zahlung der Uebertragungsgebühren, welche für eine von dem-selben im westlichen Böhmen gemachte Stiftung entfallen. Endlich war mit Rnficht ans den der-maligcn Cassestand der Ausschuß bemüssigt, eine Reihe eingebrachter Ansuchen vorderhand ab-schlägig zu bescheiden. U berdies wurde der Bericht über acht mit Beihülse des Vereines errichtete, beziehungsweise erweiterte Schulen Steiermarks znr Kenntnis genommen, und auf Grund desselben die Ergänzung der an dem-selben bestehenden Bibliotheken und Lehrmittel-sammlnngkn beschlossen. Dem Vereine flössen neuerdings zu: Vom Männergesangsverein in Trebisch, Licitation 16 fl. 10 kr. — Von der Ortsg. Hainsbach. Diverse Spenden I0l*ö4fl. — Von der Ortsgr. St. Nicoia, Sommerfest 12 fl. — Von der Ortsgruppe Retz: Turn-kneipe, Fremdwörterverboth 3l fl. — Von der Ortsgruppe Jansdorf: l fl. 2 kr. — Von serin ein Billet schreibe. Die obrigkeitliche Per-so» giebt indessen endlich nach, verläßt ihn, wagt aber nicht in den kaiserlichen Palast zu gehen, sondern begiebt sich sogleich zum Gra-sei, Bruce. Dieser hält den Polizeisches für verrückt, er sagt, er solle ihm folgen, begiebt sich eilig zur Kaiserin und erzählt ihr den Fall. Katharina rnft, als sie diese seltsame Ge-schichte vernimmt, aus: „Gerechter Himmel, wie scha»lderhaft! Wahrlich, Reliew hat den Kopf verloren. Eilen Sie, Graf, benehmen Sie meinen armen Bankier den schrecklichen Irr-thum." Der Graf eilte fort, kommt wieder und findet zu seinem Erstaunen Katharina laut la-chend. „Jetzr eben," — sagte sie — habe ich die Veranlassung zn der komisch-tragischen Scene entdeckt: Ich hatte seit einigen Jahren einenLieb-lingShund, den ich nach einem Engländer, der ihn mir geschenkt hatte, Suderland nannte. Die-fer Hund ist vor kurzem gestorben, ich befahl Reliew ihn ausstopfen zu lassen, und als er zauderte, ward ich zornig in der Meinung, er halte diesen Auftrag für unter seiner Würde. Das ist die Lösung der Geschichte." 6 der Ortsgruppe Winterberg: Spende 20 fl.. von Herrn Rudolf Siebert in Wien 8 fl. — Von der Ortsgruppe AlbrechtSdorf: Kränzchen-Erträgniß 50 fl. 22 kr., diverse Spenden 18 fl. 23 kr. — Von der Ortsgruppe Gmuu-den: Kränzchen - Erträgniß 67 fl. 14 kr. — Von der Ortsgruppe Obergrund: diverse Spenden 34 fl. 35 kr. — Von der Ortsgruppe St. Florian: Spenden 2 fl. 20 kr. — Von der Ortsgruppe RavkerSburg: Tischgesellschaft Herzogberg 2 fl. 51 kr., diverse Spenden I fl. — Von der Ortsgruppe Marien bad ^ diverse Spenden 7 fl. — Von der Ortsgruppe Schwaz: Sammelschütze bei Pusch 3 fl. 46 kr., diverse Spenden 7 fl. 20 kr., von Herklotz 5 fl. 24 lt., Junggesellenkränzchen 9 fl. 32 kr., Hochzeitsfest Dr. Proßliner 18 fl. 20 kr., Ball Kulloritz 52 fl., bei Constituirung der Gruppe, Samm-lung S fl. 20 kr. — Von der Ortsgruppe Saaz: Turnerabend „Vorwärts" Fondsbeitrag 20 ft., von der Saaz-Postelberger Bezirtsver-tretung 50 fl., Sylvester-Gesellschaft Appel-mann 2 fl. 10 kr., Wette Herr Kose 2 fl., Tischgesellschaft in der Hopfenhalle l fl. 45 kr., Sammlung Herr Zettlitzer 28 fl. 20 kr., ge-müthliche Tischgesellschaft II fl. 57 kr., lustige Gesellschaft 1 fl. 30 kr.. Sammlung von I. L. Koten 14 fl., Weihnachtsgabe I. L. Kohn 56 fL, Herr Grünes 2 fl. 15 kr., Schulschütze Li-botschau 2 fl. 2 kr., von Herrn Herrmann 2 fl. 9l kr., Tischgesellschaft in der Hopfen-halle 4 fl. 20 kr., jüdisch-polnischeS Quartett 73 kr., Ausschuß Veteranen-Verein l fl. 30 kr., Tischgesellschaft Pickert 2 fl. t0 kr., Kinder-handschuh-Versteigerung 5 fl.. lustige Tischgestll-schaft Stonkoritz 70 kr., Schulschütze Kunst 2 fl. 28 kr., Soaz, lustige Gesellschaft 4 fl 50 kr.. Jour-fix-Verein 30 fl. 25 kr., diverse Spenden 3 Mark, diverse Spenden 52 fl. 80 kr., Kaiser-Josef-Denkmal Welmschloß 24 fl. 20 kr., Tisch-gesellschaft Grund 2 fl. 20 kr., Ghibcllinen-Commers 35 fl. — Von der Ortsgruppe Görkau: FondSbeiirag der Gemeinde Moritz 20 fl. — Von der Ortsgruppe Schönbichl: Spende 7 fl. 76 kr. — Von der Ortsgruppe Karbitz: Schütze Westphaler 24 fl. 64 kr., Sammlung 3 fl. — Von der OrtsgruppeNür-schan: diverse Spenden 4 fl. 25 kr. — Von der Ortsgruppe Görschitzthal: Schützencafse 1 fl. 76 kr. — Von der Ortsgruppe Tscher-noschin: Ungenannte 2 fl. 4 kr., Abendunter-Haltung 3 fl. 50 kr., Licitation 6 fl. 28 kr., Grünbauernfänqer 4 fl. 60 kr. Von der Orts-gruppe III. Bezirk Wien: div. Spenden 50 fl. Einladung an sämmtliche Ortsgruppen und Freunde deS deutschen Schulvereines zu der Sonntag, den 11. Mai 1884, AbcndS 8 Uhr in der Werksreltauration ;u Krifait stattfindenden conftituirendrn Versammlung der Ortsgruppe Trifail und Umgebung. Der Proponent - Martin Terpotitz. Einladung an sämmtliche Ortsgruppen und freunde des deutschen Schulvereines zu der Sonntag, 18. Mai, Nachmittags hall 5 Alyr in St. Georgen a. d. Sdb. stattfindenden coustituireuden Versammlung der Ortsgruppe St. Keorgen und Mmgekung. Der Proponent: Arthur Wiesend. Locales und Arovinciates. Eilli, ll>. Mai. fH y m e n.1 Heute Vormittags fand in Marburg die Trauung des Fräuleins Fran-ziSka Duchatsch, Tochter des Bürgermeisters Herrn Ferdinand Duchatsch, mit dem practi-scher, Arzte Herrn Dr.Armand Rack statt. „Deutsche Wacht." fP e r s o n a l n a ch r i ch t e n.) Der Aus-cultant Max Bonvier wurde zum BezirkSge-richtsadjuncten in Oberburg ernannt. Weiters wurden über ihr Ansuche» versetzt: BezirkSge-richtsadjunct Anton Fraß von Windisch Feistritz nach Bleiburg und Anton Morocutti von Ober-bürg nach Windisch Feistritz. sW ä h l e r v e r s a m m l u n g.] Der Land-tagSabgeordnete Kaiserl. Rath Dr. Neckermann wird am 21. Mai im Gartensalon deS Hotels „goldener Löwe" den Wählern deS Wahlbezirkes Cilli (Städte und Märkte) den Rechenschafts-bericht über seine Thätigkeit während der letzten Landtagssession erstatten. sV e r ä n d e r u n g e n im L e h r st a n d e.] Der steiermärkische Landesausschuß ernannte in seiner letzten Sitzung Herrn Michael Levstik als Lehrer in St. Michael ob Praßberg und Herrn Franz Dernjatsch als Unterlehrer in Windisch-Feistritz. sZur Restaurirung der Schloß-r u i n e O b e r-C i l l i.] Der energischen Jnge-renz des Cillier Musealvereines, namentlich dem unermüdlichen Eifer des ObmanneS des ge-nannten Vereines. Herrn Ober-Bergcommifsär Riedl, ist es gelungen, eine Sumnie von circa 1000 fl. für die Restaurirungsarbeiten in der Ruine der Bnrg-Cilli aufzubringen. Di» Arbeiten werden daher auch in Bälde in Angriff gc-nommen werden. fS ch i l l e r st i st u n g.) In acht Monaten wird die deutsche Nation ein herrliches Fest, den Geburtstag unseres größten Geisteshelden, Friedrich von Schiller feiern. Bei die.er Gelegen-heit jwerden die Deutschen ihre Zusammenge-Hörigkeit noch inniger als sonst fühlen und ge-wiß wird sich keiner und keine unter ihnen zu-rückziehen, wenn es heißt, die enge Verbrüderung in thatkräftiger Weise zu betonen. Professor Anton Nagele in Marburg plant nun zur Ver-herrlichung dieser Feier einen Zweigverein der deutschen Schillerstiftung in Untersteiermark in das Leben zu rufen uub besond.rs die deutschen Frauen und Mädchen werden ersucht. Mit-glieder dafür zu gewinnen. Der jährliche Mini-mal-Beiirag beläuft sich aus 1 fl.. Beitritts-erklärungen werben in der Buchhandlung des Herrn Theofil Drexel und von Frau Emilie stepischnegg entgegengenommen. 13" der Curanstalt Sauer-b r u n ns sind bis zum 6. d. MtS. 53 Per-sonen zum Curgebrauche eingetroffen. II m l a n d s ch a f t l i chen B ad e R eu-Haus] sind bereits 40 Personen zum Curgebrauche eingetroffen. [R öinerba d.] Die Tageseilzüge Nr. 3 und 4 werden vom 15. d. ab, während der Cursaison in Römerdad anhalten. fDer Spielfelder Bauern-verei »s veranstaltet Sonntag, den 25. Mai, 2 Uhr Nachmittags, im Salon der Frau Wies-thaler „zur Stadt Wien" in Marburg eine Ver-sammlung, bei welcher die Wünsche der 8363 Bau-ern auS Niederösterreich besprochen und eine die Wünsche der untersteirischen Landbevölkerung darlegende Resolution zur Abstimmung gebracht werden wird. [Kurze Freude.) Die Gemeindevertre-tung von L-t. Paul bei Pragwald hatte be-schlössen, ihre Geschäfte slovenisch zu führen. Dieser Beschluß, durch Ueberrumpelung der Mit-glieder bei Beginn der Sitzung gefaßt, wurde nach fünf Minuten wieder ausgehoben; denn als vor Schluß der Sitzung das Ergebniß der ganzen Verhandlung kurz zusammengefaßt wurde, ergriff Freiherr von Hackelberg daS Wort gegen diese Amtssprache. Das Ende vom Liede war. daß noch einmal abgestimmt und der Pfarrer und seine Freunde überstimmt wurden. [Die — Herren werden üppig.] Die „Tagespost" schreibt: „Man hat bisher geglaubt, daß nicht nur Graz, sondern auch die Unigebung von Graz deutsch sei. In Gösting sollten diesen Sonntag einige harmlose Spazier-gänger eines Besseren belehrt werden. Dort provocirten mehrere Einjährig-Freiwillige — an ihrer Spitze ein Feldwebel — und einige Civilisten — dem Anscheine nach Studenten — die sich in ihrer Gesellschaft befanden. Auftritte, die ihren Arrangeuren viel Ehre machen. Sie 1884 ergötzten sich an dem Gesänge slavischer Lieder. Während in einem slavischen Orte deutsche Ge-sänge sicher nicht geduldet würden, verhielt sich in Gösting das deutsche Publicum Den slavischen Liedern gegenüber vollkommen in-different. Erst als einige Slaven die Lie-der ihrer Connationalen deulonstrativ be-klatschten, gaben einige deutsche Gäste auch ihrem Mißfallet durch Zischen Ausdruck. Das ver-übelten nun die Herren Slaven gar gewaltig. Mehrere von ihnen traten auf einen Deutschen zu und forderten ihn auf, nicht mehr zu z sehe». Der Deutsche erwiderte, daß dort, wo Beifalls kundgebungen gestattet seien, logischer Weise auch Kundgebungen des Mißfallens nicht verboten werben könnten. Darauf gaben die Slaven dem vorwitzigen Deutschen zu bedenken, daß die Deutschen in der Minorität seien und geprügelt werden könnten, wenn sie sich nicht so verhielten, wie eS den Herren Slaven angenehm sei. — Tie Vorgänge in» Brauhaus waren übrigens nur das bescheidene Vorspiel viel empörenderer Am-tritt« auf dem Wege vo» Gösting zur Stadt. Tcr slavische Feldwebel attaquirte mehrere, deutsch« Lieder singende Spaziergänger, die sich aus dem Heimwege befanden und in deren Gesell-schaft Frauen und Kinder waren, deren Angst und Auftegung seinen edlen Heldenmulh na-türlich nicht zu zügeln vermochten, wähnvd die Einjährig-Frewilligen seines GefolgcS hin-ter den Spaziergängern pfiffen; Einzelne der Heimkehrenden mußten durch die Intervention der Sicherheitswache vor den Attaquen der slavischen Helden geschützt werden. Wir unter-lassen jeden Coinmentar und sprechen nur die bestimmte Erwartung aus, daß die Militärbe-hörde die Schuldigen zur strengen Verantwor-tung ziehen und eine Wiederholung ähnlicher Scandalscenen zu verhütten müssen werde. DaS fehlte uns gerade noch, daß sich in der Umge-bung von Graz Zustände entwickeln, wie sie Prag und Laibach in Verruf gebracht haben!" fW a l d b r a n d.] Gestern Nachmittags 5 Uhr brach im Walde des Besitzers Jgnaz Supanz zu St. Anna bei Tüchern ein großer Brand aus, welcher zweifellos einen sehr großen Schaden verursacht hätte, wenn nicht eine Gen-darmerie-Patroulle aus Cilti rechtzeitig einge-griffen und nach anstrengender Arbeit das Feuer bewältigt hätte. sD e n u n t i a n t e it.] Wie bekannt, endete die Bestrebung der Marburger Pervaken, in Windisch-Feistritz eine glänzende Bersamm-lung deS „Slovensko Dru^tvo" zu veranstalten, mit einer recht ärgerlichen Blamage, die muit zwar in einigen slovenischen Zeitungen dadurch hinwegzulügen bestrebt war, daß man mehrere Mitglieder des famosen Vereines Reden halte» ließ — von welchen in Wirklichkeit in der Versammlung nichts gehört wurde, und daß man mit wenig Witz, aber bedeutender Keckheit der slovenischen Welt den Bären aufbindet, ei hätten 300 Bauern den Worten der Gregor« 6 Comp. in lautloser Stille zugehört, um nach jedem kräftigen Gedankenausdruck in stürmische begeisterte Zivios! auszubrechen. Wie die ar> men Teufel ihren imaginären Einfluß zu schützen bestrebt sind — da. wo sie damit noch nicht so vollkommen fertig sind, wie in Wind.-Feist-ritz! Noch köstlicher wird die Niederlage wen» man berücksichtigt, mit welchem Lärm diese Sache vorbereitet, wie dringend bittend die slovenischen Zeitungen ihren Parteigenossen gegenüber auf-traten, damit um — Gotteswillen — die „slo venische Ehre, die in Wind.-Feistritz entschiede» engagirt war, nicht schiffbrüchig würde. Zo schrieb der „radicale" „Narod" am 2. Mai: „Der Slovenische Perein hält, wie auS unserem Telegramme ersichtlich, kommenden Sonntag Nachmittag um 3 Uhr in Wind^Feistritz eine Sitzung .... damit diese Sitzung imposant, großartig ausfällt, bitten wir all« Nationale» der Windisch - Feistritzer, Gonobitzer und nahen Marburger - Gegend , daß sie sich a» dieser schwerwiegenden Versammlung in groß-ter Anzahl betheiligen. Jeder, der nur immer kann, der betrachte die Betheiligung dei dieser Versammlung als seine nationale Pflicht!" J Entweder lesen die Slovenen in der Feistnyer j Gegend den „Narod" nicht, oder es giebt dort I 1884 | ma in der Marburger, Gonobitzer Gegend sehr I «mg>, die sich von „Narod" „Gospodar" ,E. Ct. P." u. f. w. leiten lassen. Man erfuhr richtig, das; nur Dr. Prnß aus Gonobitz an einigen Wagen Bauern ankam, — außer Arsen haben sich vielleicht noch einige Neugierige in den engen Stuben bei Adelstein eingefunden, gewiß aber ist nur, daß die Sprecher vor einem V»Lt unruhigen, stelleniveise sogar sehr unange-nehmen Auditoriunl sprachen, welches besonders H ch i s ch e Fahne vom Dache genommen war. Im Nachbargasthause »der ließen die Nem-ckutarji die Musik spielen und schrien: Hoch Deutschland ! (?). Die Jndig-aauon über die derartige Beleidigung deS öfter-n.chischen Patriotismus ist groß." Jeder Un-desaogene wird aus dieser famosen Depesche sehr leicht seinen Schluß auf die Bedeutung d Wie schäd» lich die Maikäfer refpective die Engerlinge den Ertrag der Felder zu beeinflussen vermögen, ist genugsam bekannt. Dagegen hilft nur ein gemeinsames Vorgehen aller Landwirthe in einer Gegend, wo dann der erhoffte Erfolg nicht ausbleibt. Ein Beispiel, wie segensreich solch eine Vereinigung wirken kann, liefert das dänische Stift Fühnen. In dem Bezirke defsel-ben wurden im Jahre 1883 nach dem H. E. nicht weniger als I 171 302'/, Pfd. Maikäfer eingesammelt und vernichtet. Dr. Bergsöe schätzt nach seinen Ermittelungen diese Masse auf ruud 585V, Millionen Käfer, welche mindestens 5855 Millionen Engerlinge hätten produzieren können. Hält man den Kosten dieses Sammelns (74 000 jironen) den Schaden gegenüber, den diese 5855 Millionen Engeilinge sowie Käser dem Pflanzenbau verursacht hätten, fo erschei. »en selbe als sehr geringfügig, und verdient das Vorgehen genannten Stiftes alle Aner- ' kennung und Nachahmung. Aus dem Amtsblatte. E r l e d i g^i n g c n. Mit Beginn des Schul-jahres am 16. September kommen in der k. k. Marine-Akademie zu Fiume ganz- und halbfreie Aerarial-, dann Zahlplätze für mehrere Zöglinge zu besetzen. Gesuchstermin 10. August, k. k. Reichskriegs - Ministerium. Marine - Section in Wien. L i c i t a t i o n e n. 3. executive Feilbüthuug der Realitäten des A. Papesch lleb. Nr. 63 ad Gut Neustist. Sch.-W. 350 fl. 42 kr. am 15. Mai. B.*G. Rohitsch, — Der Maria Otto in Zellnitz a. M. Sch.-W. 0122 fl. am 14. Mai. B.-G. Marburg. l. D. 11. — Der Maria Kaschl in Unterlosnitz. Sch.-W. 5715 fl. am 14. Mai. B.-G. Windijch-Feistritz. 1884 ?lach öchtuh des Atattes eingetroffen Wien, 1». Mai. (Orig.-Telegramm). Ge» fteru Mittags fand ein Pistolenduell ^wischcn Ritter von Schönerer und Reschauer statt; Beschauer war der Geforderte. Anlaß war fli-schauet« Erklärung im Abgeordneteuhause. das Schönerers Mittheilungen in Betr.ff der.DeiU-schen Zeitung" eine Verläumdung seien. Gegner blieben unverletzt. Wie verlautet. Schönerer mehrere Wiener Biätier wegen ßhrei-bcleidiguug belangen. Ebenso beadfichngt Zch» nerer nunmehr den schon längere Zeit vor-bereiteten Gesetzentwurf, betreffend daS ita.ot und die strenge Bestrafung von ZeitungSchm. im Abgeordnetenhause einzubringen. Kourse der Wiener Börse vom 10. Mai 1884. Goldrente...........101.70 Einheitliche Staatsschuld in Noten 80.36 „ „ in Silber . 81.50 i Märzrente 5% . . •.....96.25 Bankactien.......... 855.— Ereditactien........ 320.70 London . . wista ........121.55 Napoleond'or.......... 9.65 t. k. Münzducatm.......5.73 100 Reichsmark... . . . 59.5h Hötel „goldener Löwe". BHairiseli liier '/, Liter lO kr., '/,» Liter 7 kr. , jeden Donnerstag, Sonn« nu«i l^eiertaif 99—30 im Augschanke. für Jedermann. Adressen abzugeben; Ulrn, Haust. po«t rriUnle unt<-r Chiffr*' It. »OO. Johann Rakufch in Ctlli Herrengasse Nrc> 6, brmgt ft^yende Geschäftszweige in empfehlende Erinnerung: Die Buchdruckerei, eingerichtet mit den neuesten, elegantesten Schriften und best construirten Maschinen, übernimmt alle Druck Arbeiten unter ojufichemng der geschmackvollsten und promptesten Ausführung zu möglichst billigen greifen. Die Papier-, Schreib- 8c Zeichnen= Materialien. Handlung hall -in großes tagcr aller Gattungen von Brief-, Schreib- und Zeichnen-Papieren, Couverts -c. -c., sowie über-Haupt sämmtliche in obige Fächer einschlagenden Artikel zu den billigsten preisen. Verlag von Drucksorten für Gememde.Aemter, Airche und Pfarrämter, Schulen, Advocatsn, Aerzte, Aaufleute, Gastwirthe, Hausbesitzer -c. Die Leihbibliothek, Zvoo Bände umfassend, wu,d- k-b-n um -in- d-d-ul-nd- Anzahl d-- n»-st«n Z-M.N- xa.a,-s -rfA-inl dachst. 1884 „Deutsche Zöacht." A-M- t'ür Capitalisten znr Durchführung von Effecten-Specnlationen (auf halbem Antheil gegen vollständige Uebernahme de» Risico's) in den von uiim empfohlenen Papieren, sowie zur Anlage von Capitalien in Baarem oder in Werthpapieren gegen monatlichst (Jewinnst-Ainzalilung wie bisher, empfehlen »ich Theodor Noderer & Co., protoe. Bunk- \ 1.0111Imrp?n Haut-Ausschläge aller Art, twlr»- >d*r« tbroui*rb« u«.,i HcUupp** Apch.t#a, Kritx«, Orind and parutitirt A fcltf», kupfor*»»*, Fr««t beuln», •vcbirtUfcfftttan »«d H-rl- kcfetiH.»«, — Herjter'* entb&li 40% llQl*it»«*er «nl *-» '» «ich «•mxhIIUIi von u'ie» ü^n^eii 'i'li«»r»pf• u .i«». 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DsVDFDW PTQPUI'Ü Doctor der Chemie, nUBMl riubflÜjfi, Wien I., lobannesgasie II. 221—IS 500 Gulden zahle ich dem, der beim Gebrauch von Rösler'* Xnlin-.Ylundtiasser k Flasche 35 kr. jemals wieder Zahnschmerzen bekommt, oder aus dem Munde riecht. K. Törliler. Apotheker, W. RSsler's Neffe Nachfolger Wien I., Regiernniraga&B« 4. Nur echt in Cllll bei J. Kupserschmid, Apotheker. Zur Erlangung und Erhaltung drr Gesundheit bat sich seit jeher bestens bewährt eine Blutreinigungs-Cur AM" int KrüyjaKre, "WE weil durch eine solche iuun< her im Körper sehloni-meiude Keim schwerer Krankheiten aus demselben entfernt wird. Das ausgezeichnetste und wirksamste Mittel hiezu ist J. IIrrlmliii} 's verstärkter $nrsa|»arilla Syrup. J. 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Auf Verlangen versenden wir den amtlichen Plan fanco im Voraus zur Einsichtnahme nnd erklären um ferner bereit bei Nicbt-Convenienz die Loose n Rückzahlung des Betrages vor der Ziehung nrCckiuielunen. Die Anzahlung der Gewinne erfolgt planmässig ;r npt unter Staate-Garantie. To/ifre Collecte war stets vom GlQcke besonders Wgfm-tigt und haben wir unseren Interessenten «ftaulz die grsissten Treffer ausbezahlt, n. A. solche Mzrk 250.000. 100,000, 80,000, 60,000, «.000 «k 268—12 VmmuiMich kann bei einem solchen aas der Mlidratrn Häsin gegründeten Unternehmen wll auf eine sehr rege Betheiligung mit Be Btheit gerechnet werden und bitten wir daher, alle Aufträge ausführen zu können, uns die Billigen baldigst nnd jedenfalls vor dem It. Mai «I. J. zukommen zu lassen. |Kaufmann & Simon, Bank- und Wechsel-Geschäft in Hamburg, pAWtr itanht u lueruureli für da» un* «cltner re»ehenkte Verträum nnd bitten rturoh Einsichtnahme in den IllUlu n PUn »ich von den (jroasartlfcen Gewinnchancen iu überxcuiren, welche diese Verloosiiuircn bitte». D. O. „pentfät Wacht. Das 11 Berg- & Hüttenwerk Storß beabsichtigt ihr -M fttr die Dauer eines Jahres, d. i. vom 1 Juni IM Ms 16. Juni l: im Offertwege zu vergeben und werden Unternehmungslustige aufgefordert, ihre Offerte «n die II erliMiHtwiioi» in Htove zu richten! die Bedingungen, unter welchen das Fuhrwerk vergeben wird, liegen in der Werkskanzlei in Store zur Ansicht auf. 318—3 Executive Realitätenverlieiqeriing. Vom k. k. ftädt. del. Bezirksgerichte <&St wird besannt gemacht: Es sei iwer ATlsuchni der Sparcasse der Stadigemeinde Cilli durch Herrn Dr. Glantschnigg die execulive Versteigerung der dem Hrn. Ludwig SRiUtr o. Manner in Cilli gehörigen, in Lippa bei Sternstein ge-legcnen, gerichtlich aus 4617 fl. 15 kr. geschätzten Realität ®. E. Nro 10 der Catast.-Gemeinde Lippa bewilliget und hiezu drei FeilbietungS-Tagsatzungen. und zwar: die erste aus den 24. Mai. die zweite auf den 2t. Juni, die dritte auf den 1». Juli 188-1, jedesmal Bormittag von 11—12 Uhr in der d. g. Amts' kanzlei, Rathhaus, 2. Stock, mit dem Anhange angeordnet worden, daß die Pfandrealität bei der ersten und zweiten Feilbietung nur um oder über den Schätzwerth, bei der dritten aber auch unter demselben hintangegebe» werden wird. Die Licitations-Bedingnisse, wornach ins-besondere jeder Licitant vor gemachtem Anbote ein 10°/,, Vadium zu Handen der Licitations-Commission zu erlegen hat. so wie das Schä-tzuugs-Protoc^ll und der Grundbuchs-Extract können in der diesgerichtlichen Registratur ein-gesehen werden. Cilli, am 2. April 1884. Ä. f. st. del. Bezirksgericht Cilli. A o 3 se o s 0 1 4> 60 B P _Da« Beate der Wenxelt!_ Die Marburger Draht - Netz - Matratzen - Irreaimti B. B I 'X' "X" x; x« cnpaeblt Ihre nen verbauerten, elastischen Draht-NeU-Matrataea (Bet(-E(nftälse1, beste« Erzeugnis«, tu den bdliir-iten Preisen und licscTt selbe In Hol*- oder Klsen-Httluiicu und in eisernen, sutAinmenleglinren Bt*ttcii. wo die Draht-IIatrotte schon fest anjre-bi acht Ist. Besonders xeeiKnet für lldtels, Bade-Anstalten, Spltiler nnd sonstige Institute. Von unverwüstlicher Dauer! e « >> ■ ? a 0 1 \ steir LaDdscAasll Zi kwiebfB U\ i«> H«mi TRAFN k STIGER, FRÄXI mm md tllei roonnirteD Bttdlugti ii Cilli iij Cigtlitf. Den Betrag erhält Jeder sofort zurück, bei dem mein sicher wirkendes ROBORANTIÜM (BttUrnijigghMiltd) ohne Erfolg bleibt. Ebenso sieher wirkend bei Kahl-köpflgkelt, Sohuppenbildung-, Haar aasfall and Ergrauen der Haare. Erfolg bei mehrmaligem tüchtigen Einreihen gnrautirt. — Versandt in Originalflaschen a fl, 1.50 und Probeflaschen a fl. 1 durch J. Orolloh in Brtinn. Das Boboran-tlnm wurde wiederholt mit den befriedigendsten Erfolgen bei Oed&ohtnisssohw&ohe und Kopfschmerz angewendet, was eingelaufene Anerkennungsschreibens nachweisen. Auszog m ErkCDDDD£ssctireil)en. Ihr Boborautium bat sich bei mir vorzüglich bewährt. Heinrich Hanselka, Nr. 29 in Stauding. Oest.-ScU. 11./12. 1882. Ich sehe von der ersten Flasche Bobo-rantium schon einen Nachwuchs auf den kahlen Stellen meines Kopses. Anton Unger, Nr. 1116 in Warnsdorf in Böhmen 5,/Ü. 1882. Nach Verbrauch der zweiten Flasck» Roborantium glaube ich hinreichende Haare tu haben. Bobert Douth in Wichau bei Starkenbach (Böhmen) 22 /10. 1882. Eau de H^bi, orientalisches Schönheitsmittel, erzeugt natürliche Zartheit, Weisse und Ueppigkeit der Kflrperformen, entfernt Sommersprossen nnd Leberflecke. Preis 85 kr. Bouquet du Serall da Orolloh. Taschentuch-ParfUiu für di« eleganteWelt. Die Perle aller Parfüms, Wegen der aasserge-wOhnlich eleganten Ausstattung auch als pract. Festgeschenk verwendbar. Preis fl. 1.50. DEPOT in C1U1: F. PeU«5, vormals Karl Kristier. Kaufmann. Marburg: Josef Hartinz. Graz: Kaspar Both, Murplats 1. Lalbaoh: Ed. Uahr. Riagenfurt: Ed. Posselt, Droguerie. ViUaoh: F. Scholl, Apotheker. 150—5? I-CoIÄ CicI-.-vxlxid.el! BANKHAUS „LEITHA"! (Halmat), Wien, Schottenring 15, m-A-ris der Börse. Költ brrfmScti »N Zeder««»» (o«f »«rUuim), fo lang« »ft »ortat» nicht, arati» unl fraace unser« rrfchirnn«. d»Ssl wichtige i»doll«reich« »ad ia«r,rffan<» «roiJ).ire fatnm! llntberinlUJcrloluHii#- ItalrnScr HOO «ntra, <2. XlriM für Kapital. Sparanlage, Effecten-Speculation, sowie Losbesitzer, «entler» un» f örse Anleressenlen. »r»be «ad Nei»t »apitaliften. Jnftiwte, »PorkaNe» an» Vrltmlr gleich nnifbriiiarntr an» nnenibebrliche weilchni. »oa mehr oll 300 Q«corrjg«itm 3oariia(«a C(ü Sa» anb yintUu-t: oancltnnea» belprochea. leitet «t* jßf~ treuer (! o m p a i t *V(| tiurdi oür P°«i>i»»e» »<• btlmnIiin» («(Habet.), oDe ^dteti II ÄrltiiieraaqeA über Sntortiiaiion, Lnuihl. Heeimtiti a Weiea der »sterreichisch'UNWar Aiilaaepaviere ei„a,»re,»ea S»se. tl»r»«»eW,I«tt»ni,» c»Ii«<„ . Psoubbriefe VrioritSt»». «ettem d-r «aal.. Iraa«. »°rt- u. »üdaorie-eielllch. Sk»iea>c.. nflt« »ie v°r,i>r,l, der «vieaer «Sri» g^eniid-r »ei, R»chtl>eilea der Pravinz. uad «InKlandS-Bieieii. euäaiert »»mmtliche ^»»binaiiao«, d«r Sl>»ral«t>»a. bespricht dir jäaz»en »inhichalilichea itret»alg-, «»»dersioa. Verftacktlich»», ter flauen, jlspeeien. «ilnnjen, Divibeubea der Jaüitntr tt. - 0» «n dilrf-e d>er»a rm»sedlr, wir M 'tlbonuemcnt »as Sa« beOaalerrichlelk. blUiqfii »»d trich^iltitit, financielle, Börsen- und Vcrlosnngsblatt „LEITHA". m L»»ieibe, oaertasiil al« iiai-arleiische, uad gtt»l(fat»wI«i»i, Ordrr« » SW 1" tt p die Wiener Böme "ÄS p> Salage»wecke» »ie «ach in allen L p ec as a ti »n 4f o r m en. Primien. Soas«rtial-, Ia?.schi>?eri>Ii»»en. «c. A exart »ad reell >a Lriniaalcarsea zezea «iivii, Vede-kaaz an» geringe Proi>>s!«ii. A ZZlM" VorNeltttKMe auf Werthpaplere bis off Weiteres la bin# 5' . Zinsen pro »nn» izebähren» II. vrvvisio .s^ret) in ^rißeren Vetrlgea, d « zu des—l TU. SC23TCJCH. Hötel „Ersherzog Johann". Gefertigter erlaubt »ich hiermit zur geneigten Kenntnis« zu bringen, dass er «eine Sommer-Localitäten setr diese .Saison wieder neu deeorirt und hergerichtet Kilt, nnd selbe mit heutigem Tag« eröffnet, /u recht zahlreichem Besuche ladet ergebenst r« LU. Auch wird modernisirt, | Eilialdcpüt in Sauerbrunn. Gtriine lip&garaiiur billig zu verkaufen. ICapa.unb.of. 328—Q mit Urunnlit«'liiHrlianU (ßr^ Gaberje, resp. Umgebung Cilli, wird sofort verkauft oder verpachtet» Auskunft in der Expedition d. Matte». 323-1 ^A»AMAMA*A«AV Blauen Düngergyps « verkauft en gr>i-- und eil detail billigst ^ Alois Walland, p Cilli, Hauptplatz u. Postgasse. Ä J I Marie Polleschek Modistongesohäfi in Graz, beehrt »ich anzuzeigen, dass sie auf ihrer Durchreise sich in Cilli am kommenden Mittwoch n. Donner»-tag im „Hotel Elefant'' aufhalte» wird und empfiehlt den geehrten Damen ihr reichhaltiges Lager in Hüten & Handschuhen. mmmmmmmmzm Danksagung. Anlässlich meiner Uebersiedlung von Cilli nach dem Versorgungsliause in Graz fühle ich mich verpflichtet, allen meinen hochgeehrten Osinnern und Gönn, rinnen für ihre mir erwiesenen Wohlthaten, durch welche meine traurige Lage wesentlich gebessert wurde, meinen innigsten, tiefgefühltesten Dank abzusprechen. Hochachtungsvoll*^ Cilli. 7. Mai 1834. ergebenst .tut»ii (»aller. V >: Wegen Famlllrnvrrhilllnltaen n neuesten, verschiedenartigsten Zeichnungen schnellsten;, billigst u. in verschiedenen Farben angefertigt. Bestellte Oefen (nach Angabe der Grösse und Glasurfarbe) werden auf Wunsch prompt und billigst aufgeführt. 2S2— 1'1 2 möblirte Zimmer am Hauptplatz sind mit 1. Jnni zu vermiehten. hei es in der Administration. Feuerfeste Cassa kleinerer Gattung. System Kanduth, ist billig zu verkaufen. Anfrage Expedition. 316—!> Soeben frisch angekommen und durch die ganze Sommer-Saison zu haben Llptiiucr Prlmaen OlmOtzer (jiiui'u'elii. Kniinenthnlor, Sanuthnler, Kotfolner, Bonuitur. Imperlnl, l'armcaan. und Grqier Kftue, sowie hochfeine ungarische & Veroneser Salami ALOIS WALLAND n CILLI Hanptplatz um) Postgasse. 321— 1 .i | : : In der Galanterien aaren-Handlunq des Johann Michelitsch, Hilki, Hrazergasse, werden Kinderwägen von fl. 51/, und sehr gute Wiegenwägen von fl. 11V, an verkauft. 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