Laitmchen Leitung. Nr. 64. Pränu», ratio nsprei«: ^!!! Houlptoil ganzj. st. 11, d>! j. fi. 5.50. Für die.^uftcNuilg ins Hau? haldj.nü lv. Ullit bei Post gauzj.si. 1'>, halbj.fi. 7.50. SamsMss, 20. März Ins«lti°n«gebühr bis l» Zellcu: imal «0 ll„ llm.uull., »„. l ft.; sonst pi. »ieile im.«lr„ Lm. «lr,, 3m. l«lr. u.s. w. ^njl-ttivllistempel jcde«ul.»u l>. 1889. Amtlicher Theil. A .,^l)le 2)lajcstät dic Kaiserin haben die Frauen Julie ^!">ln Erd ödy, gcbornc Gräfin Kolowrat, Ga-'ele Gräfm Pcjacsevich, gcbornc Baronin Döry. ^'" "lUonia Baronin Rauch, gcboruc Gräfiu Ser-;, ^e. zu Allcrhöchstihrcu Palastdaiucu allcrgnädigsl "' N'xeuncn geruht. ^ . Der Minister des Innern hat den Bauadjullclcu iü/ ^ ^uuzc zum Iugcuicur für dcu StaatSbaudicust Herzogthumc Salzburg ernannt. tei-, ^^ Iustizmiuistcr hat den Vczirksrichter in Mau-^' ^lncrich Buchfcldcr, den Nathssccrctär des ^,Vciichtcs Salzburg Frauz Tschochner uud ,' fetter StaatsanwaltSsubstitutcu Joseph Ioi>m ^ ^"'sgcrichtSräthcn iu Krems, die Rathssccrctäre l»!t> / "'"' Handelsgerichtes Friedrich Steiner ilarl Walter zu Krcisgcrichtsräthcu, und zwar de ^ '" Slchr und letzteren in St. Polten und ,. Staatsauwaltssubstitutcn iu Wien Karl Nöt-erna ^ ^"" Krcisgcrichtsrathe in Wiener-Neustadt ^s, ^kr Iustizministcr hat den ObcrstaatsanwaltSstcll-^..slcr Karl Büudsdorf uud den StaatSanwalts-l lt'llneu iu Wicu Mathias Koch zu Staatsanwälteu. ^, zwar ersteren für Korneuburg uud letztcreu für ^° unmlut, Ner 5?" I»stizm!uistcr hat den Nathssccrclär des Pra-f^.^bcrlandesgcrichteö Erwiu Plitzucr zum Krcisgc-^orathc iu Rcichcubcrg cruauut. ^^. ,^kr Iustizministcr hat dem Vezirksgcrichtsadjuuctcu itmn - ^acck über sein Ausuchcu vou Ncupaka nach ha»,, ss"^ übersetzt und dcu k. l. Bezirkösccrclär Io-vüf« ^lt n er zum Bczirksgcrichtsadjunctcn für Ncu-" ttnaunt. ^°I,n^^ Iustizministcr hat dem Bezirksgerichtsadjiiuclcu »hch '' Srb die augcsuchtc Ucbcrsctzung vou Pzribram ^ -"cnatck bewilliget uud dcu AuScultautcu Dr. zv?^Chadraba z>„n BczirlSgcrichtsadjunctcn in <^° cruaunt. Nichtaintlicher Theil. Von der Aaiscrrcise. ^s^^llnc, 17. März. Gestern nm 8 Uhr Mor- li„ fÄ?^lc die Abfahll des Kaisers nach Zcugg , wo ^ ^)chcr Empfang stattfaud. Eiuc Triumphpfortc >ls^ Achtet, an der weißgekleidete Mädchen den Mon- "Mn ^lm- Die Stadt war beflaggt. Der Monarch zhcis,^. d'c Behörden im bischöflichen Palaste. Nach Hilling 'Mi Aufenthalte kehrte Sc. Majestät nach l«r i^z,^"ck. Das Wetter war regnerisch, dann star- ^»v, 3 ' später milder. Längs der ganzen Küste, lici ^r ^^,^^enizzc, Sclzc, befand sich ein großer Theil ltt iii'^^'uug in beflaggten Booten, welche den Kai- Kt>e^ ^'e Suite stürmisch begrüßten. Der Kaiser ^chls c' ^"' 9tückkchr nicht mehr. Nm zwei Uhr l dc/iw U^ die Abfahrt nach Poln. Gestern Abends ^^schit, clcttrisch beleuchtet uud auf eiucm eigens ^i>„^""en Terrain ein großartiges Frcudcufcuer au- ^lsil s' ^lu großer Fackclzug mit der städtischen ? ^o,?^tc sich bis au die Spitze des Molo, wo M,t ssM)!,,^ zu„, Abschiede crllaug. Scarfta. Prä° 5l. G»,'"^1' Präsident Vcrucda, Advocat Naudich. ^>ttel «s ,! erhielten den Orden der ciscrncn Krone ,ldc>,^sc. Kaufmann Mayer den Franz-Ioscfths- ^ "l!d ^,'^^citcr Viihich das Pcrdicnsllrcuz. Mcuz.'- ^>llali^.!, "Ui für Herstellung dcs Palais prachwollc Äsar d^i,^'. Eiu Handschreiben an dcu königl. (5om< "l»'t si^ ^! in wärmsten Worten der Vcvöllcruug den H dc^^ licrzlichc Aufuahmc aus. Der Gcmcindc- ^ l' P^.., !^"lsY das Ehrcubürgcrrccht uud beschloß, >itt, ^"- D' '" ^ malen uud im Saale aufhäugcu kü'^^qcsin ^ Hundclslammcr präscutiitc ihm ciu sehr tt?"3 die ?> ^ ^^cll eines Handelsschiffes. Audrassy b^' ^rclch s!^utationcu im Frack uud sprach deutsch. ^'^ "°n d" ^'I"1sctzu»g der Hafcuarbciteu, welche ebem ^lisillu« "'" ^cgicruug sauctiouirt. wcgeu '° für die «7 "' "utcrbrochcu wurdcu , zu sorgcu, ^oncessionirung der Eisenbahn von der Grenze dcs Territoriums bis Fiumc, sobald sie von St. Peter bis zur Grenze com'cssiouirt ist. Osman Pascha ist heute Morgens nach Mostar abgereist. Pola, 17. März, 0-/, Uhi' Morgens. Die Es-cadre ist eingelaufen. Im Iuucohafcu sind folgende ^ausgerüstete Kriegsschiffe verankert: Die Palizcrfre^ gaitcu „Maximilian" mid „Salamaodcl", ric Schiau-bcufrcgllttc „Adlia", die Scgclfrcgatte „Bcllolia", die Seaclcoructte „Miuerva", dic Kauoncnbootc „Scchuud", „Wall" und „Hum", dic Scgclgoclcltc „Saida". Dcr „Grcif" ist uoch unsichtbar. Der Frcmdelizudraug ist euorm. Heftiges Ncgcnwclter Pola, 17. März, 7'/« Uhr Morgens. Dcr „Greif" ist acht Meilen seewärts. Kauonciisalucu der Forts uud dcr iu großer Flaggcugala praugei'dcn Schiffe crlöueu. Trotz strömcudcu Ncgcus l)arrt am Ufcr ciuc dichte Menschenmenge. Die Truppei, sind iu Parade aufgestellt. Pola, 17. März, 10 Uhr Vormittags. Uittcr Gcschützbmmcr d.r Flotte uud dcr Forts und Hurrah-rlifcu ist der Kaiser lim 8 Uhr 30 Min. gclaudet. Se. '^ilijcstät wurde mit Jubel empfangen und richtete an FM^. Moering, FM^. Wfür Oesterreichs Flagge." Dauu wur^u die Marine-nud öffeutlichcu Austaltcn besichtigt. Das Ncgcl'wclter h^t nachgelassen. Dampfer „Elisadeth" und Jacht „Phantasie" siud mil „Grcif" augclommcu. Pola, 17. März, 12 Uhr Mittags. Dcr Kaiser besichtigte die Marinceascrue, das Mllitälspit^l, dic Arsenaiswcrkstätlcu >>n Detail und den Arlillcriepark. Vcim Einlrill dcö Kaisers in das Aiscnal stürzte in der Mctallgichclci ciu Kammgclüstc „icdcr, doch wurde ^iicmaxd beschädigt. Hierauf wuidcu dic Euinluuual-schule ui'd dcrö Stabi>gcbäudc b^fichtigt. Adcuds Dinci v^'U 30 Gcdcckcu. Die Vlopgclcitschiffc habci, ihic Ncisc soltgchtzt. Die Privalhäuscr si„d nicht dccorirl. Pola, 17. Mär;. Bon 12 Uhr au ertheilten Se. Majestät auf dcr )>)acht „Greif" zahlreiche Private audicuzcu, wozu sich uanicullich die HaudclSkammcr uud dic Ackcrbaugcscllschaft vou Novigno ucbst viclcn Dcpu-tatioucu aus dcu Städtcu Istricus zur ehrfurchtsvolle», Begrüßung ciufaudcu. Gcgcu 2 Uhr verfügten sich Sc. Majestät auf die Olivcuinsel zur Äcsichtiguug der gedeckte» Stappelu, wo die Kiellegung dcs Transport-schooucrs „Pola," nnd dcö Trockendocks, wo die Probe cincr Qucllcuschlicßuug, dauu auf den Valanccdock, wo diü Ausdockuug der Korvette „Helgoland" iu Allerhöchster Gegenwart stattfand. Hierauf fuhren Sc. Majestät anf Scoglia Grande zur Besichtigung dcr Vcfcsligungöarbcitcn von Fort „Franz," wohnten dcr Probedcschicßuug einer Penichc dnrch eine schwimmende Batterie „Fcucrspeicr" bei uud lehrten dann auf den „Greif" zurück, wo um 6 Uhr Tafel uou 26 Gedecken war. Uutcr deu geladcucu Per-soucn waren dcr Stalthaltcrcilcitcr FM^. vou Moeriug, FM^. Äarou Wctzlar. die Biccadmiralc v. Tcgctthoff uud Bourguiguou, GM. Prinz vou Württemberg, ^tabs^ officicrc der Marine uud dcr Laudtruppcn, Bischof Dobrilla, dcr ^audcshauplmann Vidulich, dcr Bczirks-hauptmauu AltcmS, fcrucr dcr Bezirtsrichtcr Eaudusio, dcr Podest^ Nizzi und dcr Pfarrer Grammaticopulo von Pola. Pola. 17. März. II Uhr Nachts. Abends fand großer militärischer Zapfcuslrcich uud allgcmciuc, sehr gcluugcue Stadtbclcuchtuug statt, iusbcsoudcrc crgläuztc die Arcua iu herrlichem Feuerscheine. Gleichzeitig wur^ dcu auf allcu Forts Leuchtfeuer augczüudct, während vou den im Hafen bcfindlichcu, mit beugalischcm Fcucr erleuchteten Schiffen Raketen emporstiegen. Sc. Majestät i begab sich nm 8 Uhr an's ^and, dcr Landungsplatz war mit cincm großartigen transparenten k. Adler geschmückt. Dcr Kaiser fuhr durch dic dicht gedrängten Straßen, dic von cincr freudig bcwcgteu, Sc. Majestät mit Hochrufen bcglcitcudcn Polkömcugc erfüllt warcu, zuiu Theater, wo Gala-Borstelluug stattfaud. Se. Majestät wurdc am Eingänge vom Podcstü Nizzi uud beim Eintrittc ins Theater mit der Polkshymuc cmpfaugcu. dic das zahlreiche Theaterpublicum stehcud auhörtc. Das Theater war auf Veranlassung dcs EigcnthümerS gläuzcud erleuchtet, die ?ogcu von Damenreihcn besetzt. Sc. Majestät ver-wciltc bis zum Schlüsse des zweiten Actes und begab sich sodann anf Macht „Greif" zurück. Pola, 18. März 10'/, Uhr Morgens. Heute besuchte dcr Kaiser die Pauzcrfregatten „Maximilian" uud „Salamander," die Holzsregattcn „Bellona", ..Adria". ..Venns". wclchc cin Fcucrgefechtsklarschiff abhielten. Der Schiffsbcmauuung wurdc dic a. h. Anerkennung ansge« sprochcn. Das 5toncuboot „Huu" ist mit FM^. Moeriug cbcn nach Tricst abgefahren. Dic Escadrc heizt. Dcr Kaiser hat die Forts besichtigt. Pola, 18. März, 12 Uhr Mittags. „Greif" und Escadrc Mittags dampstlar, fahren nach Fasana. Der Kaiser besichtigt sodann die Vefcstignngen von Brioni. Heute Nachts Abfahrt von Fasaua nach Tricst. Trieft, 18. März. Dcr gestern eingctroffcnc k. ital. Armeegeneral Graf Morozzo della Nocca wurde, in Abwesenheit der Herren FML. Mocring und Baron Wetzlar, von dem Herrn Platzcommaudautcn empfangen. Gestern Abeuds wohnte Se. Exe. dcr Vorstellung im städtischen Theater bei und hellte hat er eine Eiuladung zu einem großen Diner angenommen, welches Herr Baron Nevoltclla veranstaltet. Sc. Exc. der Herr Handclsminister besichtigte gestern, von den Herren Podest^ u. Porcuta, Hcmoels-tammerfträsidenlcu v. Vicco und Gubcrnialrath v. Al« bcr begleitet, den Hafen und die Hafenarbeiten, bei welchem letzteren Anlasse der Herr Minister besonders anf die Nothwendigkeit aufmerksam gemacht wurde, für die NudolphSbahu einen angemessenen, vollkommen un« abhäugigcu Raum zu rcscrvireu und sich auch damit ganz einverstanden erklärte. Heute empfingen die Herren Minister Graf Bcust, Graf Taaffe und E. v. Plener u. a- auch die Börscdcftutaliou mit dem Herrn Präsi-dcuteu v. Vicco au dcr Spitze und äußerten sich bei dieser Gelegenheit in dcr frcnndlichsten und wohlwollendsten l Weise. Gestern Abends wohnte dcr Handclsminister der Vorstellung im städtischen Theater bei. Heute Morgens besuchte derselbe dcu Herru Podest^ Ritter v. Po» rcuta und dcu Präsidenten dcr Handels- und Gewcrbe-kamincr Ritter v. Vicco, und besichtigte sodann in Begleitung des Herrn Präsidenten dcr Central-Scebchörde Ritter v. Gödel-^annoy dic Werften dcs Herrn v. To-ucllo. dcs Vloyd uud des Stabilimcnto lccnico tricstino, so wic das ncnc in dcr Bucht von S. Bartolomeo hinter Muggia errichtete Lazarcth. An inchreren Stellen war hcntc cin „II Oomitato Iris!8Uno" uutcrschricbcncr, allem Anscheine nach nicht hicr gedruckter Ausruf an die „ßiovlmi triegtini" angeschlagen, worin dieselben mit Bezug auf cin anderes „vom Comity bereits erlassenes" Programm bezüglich dcr Halluug der Vcvölkcruug in dicscn Tagen aufgefordert werden, sich zn keinen unklugen Handlungen, die zu nichts führen würdcu, fortreißen zu lassen. Das Vaterlaud, heißt es am Schlüsse, wird eurer balo be< nöthigen. Clcrical-studlllc Manöver. 2Vie«, 18. März. Die Feudalen und Clericalcn haben in den letzten Tagen wieder manche Lebenszeichen von sich gegeben, mit welchen sie wohl kanm etwas anderes bezweckt ha« bcu dürfte», als daß sie eben wieder einmal von sich reden machten, nnd die Frcuudc dcr Verfassung und des Fortschritts miisscn ihnen cigcmlich dankbar dafür sein, dcun es ist gut, wenn sie von Zeit zu Zeit daran erinnert werden, daß cS noch Elemente in Oesterreich gibt, wclchc anf den Moment lauern, dcr eine Störung un« scrcr freiheitlichen Entwicklung begünstigen könnte. In die Reihe dieser Manöver gehören die Umtriebe der Feudalen in Rom, ihre hiesigen Meetings, die AuSstreu-uugcn des „Vaterland" nbcr dic Stellung des Reichskanzlers, die Verbreitung des Gerüchtes, daß ein Bruch mit Rom bevorstehe n. dgl. mehr. Mas znnächst letzteres Gerücht anbelangt, so ist zwar nicht daran zu zwei' fcln, daß die iu Rom agitircndcn Hocharistokratischen alles thnn, nm das platzgrcifcn besserer Beziehungen zwischen dcr Regierung nnd dcr Euric zn erschweren, u:id daß in dieser Richtung noch manche Schwierigkeiten zu beseiti-gen sind, allein es darf nicht übersehen werden, daß sich z. B. in dcr Schulanfsichtsfragc Symptome bemerkbar machen, wclchc cinc Geneigtheit des Episcopates zu einer minder schroffen Haltung verrathen, und daß gegründete Hoffuung vorhanden sei, es werde unserem Vertreter in Rom geliugen die Curie zu überzeugen, daß die Neue- 456 rungcn auf confessioncllcm Gebiete in Oesterreich nnab-weislich geboten warm und nnabänderlich feststehen, daß aber die österreichische Ncgicrnng in dicscr ganzen Angelegenheit ohne jcdc feindselige Absicht nnt der größten Schonung und Rücksichtnahme anf Rom vorgegangen sei, wie dies am besten die zahlreichen Angriffe und Vorwürfe von liberaler Seite darthnn. nnd daß es vor allem der römischen Euric selbst erwünscht scin müsse, zn einem den beiderseitigen Intcrcsscn entsprechenden ^Ioänl>vi-vonäi zn gelangen. Von einem Brnchc kann aber nm so weniger die Rede sein. als ein solcher gewiß anch den Absichten nnd Intcrcsscn der Enric widerstreben müßte, da er den ohnehin eben nicht anf fehr festen Füßen stehenden Katholicismus in Oesterreich nur noch mehr gefährden tonnte. Was da<< zwcitc Manöver, nämlich den Vcrsnch anbelangt, die Ncichskanzlcrfragc, sowie die angebliche Rivalität zwischen Grasen Äcnst nnd Grafen Andrassy wieder anf das Tapet der pnblicislischen Discussion zn bringen und den Grafen Andrassy als dcmnächstigei, Reichskanzler zn begrüßen, so verlohnt es kaum, sich darüber zn ereifern. Schon der Anlaß zn dein aber-maligcn Dcbnt uiit dicscr answärts crfnndcncn nnd im „Vaterlandc" sorgsam gepflegten Frage, nämlich die von der „Wiener Abcndpost" indirect schon dcmcntirtc Notiz, daß Graf Bcust sich nicht anf Befehl des Kaisers nach Agram begeben habe, hat anf das ganze Manöncr den Fluch der Lächerlichkeit geladen. In Ungarn hat man die Freundlichkeit, mit welcher dem Grafen Andrassy zum so nud so vicltcn male die RcichStan;lcrschaft an-getragen wurde, dicsnial gar nicht eines Wortes gewürdigt. Man wci>; aber jenseits der Vcitha die „bankerotte deutsche Partei," welche nach der Mcinnng des „Vaterland" die einzige Stütze des Reichskanzlers sei, cbcnfo richtig zu tariren, wie das Fell des noch nncrlcgtcn Bären, das die diesseitigen Feudalen als Geschenk anbieten. Die Ungarn haben es schon einmal erfahren, welche Vortheile es ihnen bringt, wenn diesseits Hoch-torys am Nndcr stehen, nnd sie haben dnrchans keine Lust, für gewisse föderalistische Bestrebungen die Kastanien ans dem Fcncr zn holen! Nie oft find die Czcchcn fchon mit ihren Vcrsnchcn, die Ungarn für ihre Sache zn gewinnen, „abgeblitzt!" Gerade in Ungarn werden die czcchischcn Hetzereien im Anslandc, die perfiden Vcrsnchc, ausländischen Snccnrs zu erlangen, am herbsten vcrnrtheilt, weil sie nicht blos gegen die Regierung, sondern gegen die Existenz der österreichisch-uuga rischeu Monarchie gerichtet sind. Die politi» ichcn Parteigänger, die sich hcnte dem Ezarcn, morgen dcm Grafen Bismarck zn Füßen werfen, hcntc in Moötan, morgen in Nom ihr Schmcrzcnslicd singen, können doch nicht in Ungarn anf Sympathien rechnen! Wenn die dcntschc Partei in Eislcithanicn wirklich bankerott wäre, so hätte Ungarn weit mehr Ursache, ihr zn helfen, daß sie wieder solvent werde, als ihr den Rücken zn kehren. Aber, Gott sei Dank, ist sie nicht nnr nicht bankerott, sondern kräftig nnd mächtig gcnng. um allcö aufzubieten, daß von der auf der Grundlage des Ansglcichs mit Ungarn rnhcndcn Verfassung nicht Ml Iota geraubt werde. Und daß sie nicht bankerott ist, das fühlen die Vatcrlandshcldcn, die sie fo gern dafür auSgcbcu möchten, wohl znnächst am besten. Und die Herren in Pra>i werden ihnen dies bestätigen, dcnn bis sich Aussichten für die Erfüllnng ihrer Prätensioncn eröffnen, die sich ncncstcnS in demselben Maße steigerten, als man sich hier geneigt zciglc, ihnen die Hand zu bictcu, wird wohl noch mehr prcnßischc Drnckcrschwärzc für czcchischc Declaration«.'»' verwendet werden müssen, als Wasser in die Donau fließt. 62. Sitzung des Herrenhauses vom 1l). März. (Schluß.) Der Postvcrtrag mit der Moldau nnd Walachei wird hicranf ohne Debatte angenommen, cbcnfo die Gesetze in Betreff des Ucbcreinkommcns mit Ungarn, wegen Hcrstellnug der Auslagen im Zollgcfällc und bc^ züglich der Behaudlung des Stempel-, Gebühren- nnd Taxwescns. Nachdem hierauf das Gesetz, betreffend die Organisation deß Reichsgerichtes nach längerer Debatte in zweiter und dritter Lesung zum Beschlusse erhoben wor-dcu. wird die Sitzung nm ^4 Uhr geschlossen nnd die nächste auf Mittwoch den 17. d. M. anbcranmt. Tagesordnung: r. Zweite Lesung des Gesetzes, bc-^ treffend die Vorfchrcibnng der Stcncr von Eisenbahn-untcrnchmungen. 2. Zweite Vcsnng des Gesetzes über die ExmltiouSfähigtcit der vor Vertrauensmännern der Gemeinde abgeschlossenen Vergleiche. 3. Zweite Lesung der Vergleiche mit mehreren ^andcsvcrtrctnngcn in der Aeqnivaicntcnfragc. 4. Zweite Lesung des Volkszäh-llmgsgcsetzcs. ________ 176. Sitzung >es Aligeordnelenhaujes voll! 16. März. (Schluß.) Abg. Varon We ichs spricht gegen Kuranda, der das Milizsystem als eine Utopie betrachte. Dieselbe Ansicht theile der Landcsvcrthcidignngsminister, uud er (Redner) müsse staunen, daß der Miuistcr eiuc so ge-! riuge Kenntniß dcS Milizsystems gezeigt habe. Abg. Wcichs weist auf daS erprobte Mllizsystem der Schweiz hin, nnd namentlich anf Nordamerika, dessen letzter Krieg beispiellos in der Geschichte dastehe. Und wie sich die nordamcrikanischc Miliz geschlagen habe, dafür sprachen die Verlustlisten. Was war die Honvedarmce anders als Miliz? Diese sei also tcinc Utopie. Im Jahre 1848, als die Armee siegte, da war Provinzialgcist in derselben zn finden, Erst als man die Nationalitäten unterdrückend zufammenfand, l blieb der Sieg fern. (Bravo icchls.) Abg. Hormuzati spricht sür den Majoritäts-antrag. Gegen die Minorität spricht weiter der Abg. Skcnc: Ich kann es nur als ciuen großen Irrthum bedauern, daß man bei jeder Gelegenheit an der Gemeinsamkeit rüttelt und immer etwas separates haben will, nm gewisse ^icbliugsidccn zn befördern. Ist es wirklich wahr, daß die nationalen Parteien nichts sclbst-stäudigcs uud bleibendes im politischen ^ebcn schaffen tonnen, so sollte man sich eben fügcn, das was alle schützt, zn stärken; dcnn wenn das Dach einstürzt, so wcrdcn die nationalen Parteien unlcr scincn Trümmern begraben wcrdcn. (Bravo im Ecütrum nnd rechten Eentrnm,) Wie groß stehen die Ungarn in ihren politischen Bctrachtnngcn da, wenn man sie mit nns vergleicht, und sie erreichen daS durch möglichste Ecnlralisalion, und welche Politik verfolgen wir? Ich finde nnr einen Ansdruck für dieselbe, und dieser ist allerdings sehr demüthigend. Wir verfolgen eine Politik der Ohnmacht, anf welche sich oic Schwierigkeiten in der Zusammen-stcllnng dicscr Rcichshälstc gründen; allein, wcnn man dic ungarischen Verhältnisse betrachtet, so sollte ma» mcincn, daß dicsc noch schwieriger als die nnsc-rigcn sind. In Ungarn aber fügt man sich der Hanptstaats-idcc, wir unterwerfen uns gar keiner Idee, jcdcr verfolgt für sich scinc Herzcnsncignng, und das Resultat ist eben Ohnmacht unsererseits uud Ohnmacht seitens der Rcgicrnng. Ich zweifle durchaus nicht an dcm gutcn Willen der Herren anf der Rcgicrnugsbank, abcr sie können die Hälfte Zeit nicht nach ihrem Willcu han-dcln, weil fie eben eine Politik der Ohnmacht dcs Momentes treiben nnd nns immer ins Schlcpptan dcr anderen Rcichöhälfte uchmcu lassen. Abg. Dr. Stnrm legt wenig Gewicht anf die Districtscinthcilnng. Es sei schwcr begreiflich, wie man Föderalismus hinter dem Autrag dcr Minorität snche. Die Einthcilnng entspreche der Einlhcilung, wic sie die Rcgicruugsuorlagc vorschc, cs sei ziemlich die Eiuthci-lnng in General- uud Militärcomma»oen. Redner fährt fort: Ich will sohin einen Antrag stellen, welcher dcu tz 8 auf dcnjcnigcn Inhalt zurückführen soll, dcr nach dem System dcs Gesetzes allein in diesen Paragraph gehört, anf dic Einlhcilnng in Districtc nnd ihn desjenigen InHalls entkleide», dcr nach mcincr Ansicht in i? ^7 gehört nnd erst bei dcr Debatte übcr diesen festgestellt wcrdcn soll, dcr Bcslimmnng rücksichtlich dcs gesonderten Kommandos. Ich beantrage, tz 8 habe zn lauten: „Die Districtc der General- nnd Militärcom-mandcn sollen in der Rcgcl zugleich die ^andwchroistrictc für die Vaudwchrkörper ihrcs Bereiches bilden. Adän-dcrnugcn dicscr Vaudwchrdislrictc erfolgen übcr Vorschlag dcs ^andcsvcrtheidigungsminislerö durch kaiserliche Verfügungen." Mein Standpuuct uud dcr dcr Minorität überhaupt ist rcin dcr conslitutionellc Standpunkt, daS Ein« treten sür das constitutioncllc Princip dcr Ministcrvcr-antwortlichteit. (Bravo links.) Abg. Dr. v. Pcrgcr spricht für die Majorität. Abg. Dr. v. Grocholski: Der Abg. v. Hormn^ zaki hat gcfagt: Vercinignng dcr Rechten mit der Tinten ist die Vercinignng dcr Freiheit mit dcr Unterdrückung! Gcgca dicfc Aenßcrnng muß ich Verwahrung einlegen. Ich bin ülicrzcngt, daß unser schr verehrter Präsident bei dcm Geränschc im Hanse dicsc Wortc nicht vcrnoin-men hat, da cr sonst verpflichtet gcwcscn wärc, dcn Redner zur Ordnung zu rnfcn. Dcr Abg. Knranda sagt, dic Polen halten sich auf dcn föderalistische:! Standpunkt gestellt, nnd cr sncht dicS durch die Aeußerung dcs Grafen Polocki zn beweisen : „Im ^andwchrinslitntc mnß sich das gegenseitige Vcrtrancn anssprcchen." Glaubt dcnn dcr verehrte Redner, daß das gegenwärtige Vertrancn sich nnr im Fü-dcralismns aussprcchci, kann? Dcr Abg. Knranda sagt: „Die Polen stehen seit nenn Jahren anf dcm föderalistischen Standpunkte; ich begreife fie, abcr was sie wollen, kann ich ihnen nicht gcbcu," Mcine Hcrrcn! Wcnn man auf Alles, was wir wünschen, was das ^and wünscht, immer antwortet: „Seit neun Jahren steht ihr anf dem föderalistischen Standpunkte, wir anf dem ccntralistischcn, folglich können wir cnch nichts geben," dann ist eine Vcrständignng zwischen uns völlig nnmöglich. Ich glanbc abcr, zwischen Föderalismus uud starrem Zentralismus liegt noch cin sehr weites Feld in dcr Mitte. Abg. Graf Dnbsky: Varon Weichs hat scinc zweijährige Erfahrnng in dcr österreichischen Armee vorgeschützt, nm dicscr Armcc cinc Verdächtigung in die Schuhe zn schieben, die ich nicht als richtig erkennen kann. Ich habe dcr Crfahrnng dieses Herrn Redners eine 18jährige Erfahrung cntgcgcnznsctzcn; ich habc »> dentschcn, böhmischen, polnischen und nngarischen "^ mcntcrn gcdicnt nnd habe von Provinzialgcist in " östcrrcichischcn Armee nichts wahrgcnommcn. ^^,. cinc Vcrdächtignng, welche dcr Ehre der östcrrcichis^ Armec nahe tritt. Ich haltc die gemeinsame österttB^ schc Fahne allein für daS maßgcbcudc Symbol, wclM» die österreichische Aimcc bci jedcr Gclcgcnhcit unl'cdn'ü folgt. Ich habc nie wahrgenommen, daß mall von c»n' böhmischen, nngarischen oder italienischen Armee, soüdcl^ nnr, daß man von cincr schwarz-gelb dcntcndm »^ schwarz-gclb bci jcdcr Gclcgcnhcit fühlenden Armcc, n'cla,^ das Intcrcfsc Ocslcrrcichs nnd dcs Kaifcrs vollkom>>u'' nnd unter allcu Umständen aufrecht hält, gcfp>'^^ Ich muß also dcr Anfchannng dcs Hcrrn Baron Wciclj entschieden cntgcgcntrclcn nnd bcdanic scinc Bcincrlll"^ nmsomchr, als cin Mitglied dcr österreichischen -lr»'^ selbst cs war, wclchcs sic anssprach. Ich inuß dicici'^ als cinc unrichtige Verdächtigung zurückweisen. (Vrav^ im Centrum.) Abg. Dr. Hanisch stellt dcn nicht unterstM Antrag: „Das Hans wollc die Vorlage i» den M' schuß znr uochmaligcu Vorbcrathnng nnd Antragstcu»^ znrückmciscn." Abg. Graf Veust: Ich habc mir das Wort »"' zu ciucr sehr kurzen Bemerkung erbeten nnd zwar i' cincr Entgegnung, gerichtet an einen vcrchrtcn Hcl!> Vorrcdncr, dcr inir cinc solche abgewann, als ich ^ anf dcr anderen Seite dcs Hanfes (anf die M'»'!^ bank weifend) mciucu Platz hatte — ich mcinc dc» ^' chrtcn Hcrrn Abgeordneten Stcnc. Er" sprach von dcr Verschiedenheit, welche sich ^,'' schcn dcr diesseitigen und jenseitigen Rcichshälftc > ^czug auf die Einfügnng der verschiedenen Natio»l" täten hcrausstcllc. Ich habc hicr lediglich - u"d dtt! Bcrnhignng mnß ich ihm vor Allem geben — als "^ geordneter zn rcdcn, als solcher glanbc ich abcr a» < das Recht zu haben, cin nnbcfangcncs Urtheil übcr cl» Gegenstand ansznsprcchcn, wcnn glcich dcr lctztcrc »u ' namentlich in Äezng alls mcinc frühere Wirksa^ ' persönlich bcrührt. Ich glanbe, der geehrte H^rr < geordnete hat nns eine Znsammenstcllnng gegeben, >^/. dem wirklichen Verhältnisse nicht ganz entspricht- ^. mcincsthcils möchte glauben, daß die Verhältnisse l!^ nmgctchrt sich befinden. Er fchicn dcr Aiciniing z" >^ daß jcuc Aufgabe jcnfcits dcr Lcitha cinc vicl s")'" .^ rigcrc sci als anf dieser Seite, nnd daß man dm't ' vicl größerer Energie vorgegangen sei, um sie zn "> nnd cinc Entscheidung durch Kraftmiltel hcrbcizufiu)'^ Ich muß bckcuncn, daß ich, so schr ich fi>r " ?lationalitätcn in dcr Mouarchic gleiche Achtung l>ü',' ß Pflicht zn machen habc, doch nicht glaubcn ka>m, ^ man ernstlich bezüglich dcr Rnmänen nnd Scrbcu . vc , schwierigere ist. Ich glanbc, mau kann ohne Ucbcrtl ^ bchanptcn, daß auch hicbei dcr Maßstab vou 70 z" '^ Proc.ut so ziemlich zntrifft (Heiterkeit), nnd del»^,. mcinc Hcrrcu, blicken Sic hin, hat das ungarisch^,,, nistcrinm in Eroaticn, das, was dcr Hcrr Ab^> ^„z macht ncnnt, wornntcr ich abcr mcincsthcils ctnun 3^, anderes nnd weniger Anstößiges verstehe, in ziciull") gibigcr Wcisc znr Auwcndnng gebracht. . ^il Ich crlanbc mir dicsc Bcmcrkung nnr dcshm^ ^ ich von mcincm Standpunktc ans, dcn ich l^'^ ,,F' nicht bctoncn darf, nichts weniger wünsche, nichts -^ ncr schc, als Knndgcbnngcn des Pessimismus u» ,,e chcr Anschauungen, welche nns im Anslandc u>a) Früchte tragen. . z g^ Ich glaube, es ist gut, dicscr Anschanung " ^"' chrtcn Abgeordneten gcgcnübcr nnr darauf ^^'„5, ^ daß cbcn dic Schwierigkeiten, die zn überwinden >> ^,», gerade auf dicscr Scite dcs Reiches schr bedelllc''^ ^ch und daß auö dein Vorhanc>cnscin dcr SchwicriM ^ ^c' nicht folgt dic Unmöglichkeit, sic zn lösen u"d " ^ ;» uigcr die Schwäche dcrjcnigcu, die berufen 1^ ' l' ^ kann nicluandcu fcrucr liegen, als mir. Ich ,^sc»' , ^ scm Hause wiederholt mit Stolz darauf hing" ^s.i^ ich dcr Armcc angehört habc. Ich habe lcd'gu ^ „1. daß in dcr östcrrcichischcn Armce v, I. 1".^ ^„ 9^. meiner Wahrnehmung cin Provinzialgcist M . ,i>,^ > mcntcrn war, in dcn Officicrscorps ""e"/,^ ,B^ Daß cs in dcn Rcgimcntc,n so war, das la" ^,n anffallcnd finden. Die prcnßifchc Armee, d,c,^ ,^ ^ vicl cinhcillichcrcn Staate, als dcr "'tw ' ^,.^r > hervorgegangen, hat für jedes Regiment sc" .gspl« zialnamen. Derselbe Geist, der sich dar." "^ IO» war auch iu der östcneichischcu Armee « 4848—49. W 457 niaii ^ Verdächtigung der österreichischen Armee hat üiilk ^'a "'"'M'l Munde gewiß »licht vernommen, ich '" "ußverslanden worden' sein. (Bravo links.) Ndl Schindler ftolcmisirt gegen mehrere Vor- .,!. ^"chdeni sich niemand mehr zum Worte gemeldet, "'" dlc Dcdaltc geschissen. ^ -^m>,ter dcs Innern Dr. Giskra: Cin sehr gc-"" Mtglicd von jener Seite des Hanfes (links) Hal ^ '!"' ^cdcrzcngung nach ein wahres Wort gesprochen; ^niid ^"' ^^^ ^"^ 'lian das Bcdmfniß nach dem ^, "'^br-Institntc gar nicht oder doch wcilanö nichl so ^»dig gcfilhlt, alö in ci„em anderen Theile des Nci-li im "'^ ^ ^^'^ vielleicht lange Zeit darnbcr hingehen ^ Mu, dis das Institnt der Landwehr diesseits der bische ^? pop'Uäres geworden sein wird. Die österrcichi-^" "»schannngen l'ci der Mehrzahl der Aevölternugeu b«tt"? -'^ glanbc, Aeußerungen dei der Wchrgesetzde-^ . lasstn keinen Zweifel darnbcr zn, daß es auch ini «"u>c so i,^ ^, ^^ ^ ^andwehrinstitntc nicht so südlich gestimmt, als bei der kleineren Zahl der Bc-^"er des Reiches. ^ Das Landwehr Institut selbst ist hicilandcs cinc ^ 'Ilqilcnz dcr allgemeinen Wehrpflicht. Denn, wenn l»!^ ^ ^ialcrial zn einem großen stehenden Hccvc hat unt Nncksicht ans die finanziellen Verhältnisse dieses , "' sehende Heer nicht zn erhalten und zn üben vcr< li/' ^!'^ ^^l- die Landwehr ja mit einer minder glück-^^'.Ciurichtung , ^.^. (>l^^rcsetue, — das nothwen^ ^,/ ^^>olal- fiir das Princip der allgemeinen Wcyr-^,' ^Hicvnach ist denn anch die Landwehr, nach ihrer dck's. ^"' Anlage ein lactischcr Körper und Annc^ dm u!> ^"^" Hccres — cin Glied der Armee. Nichl W,i ^" ^" ^"fs"l zn erziehen, nicht einen Ueber. jl»,d ^"" Milizsyslcm dnrch dieses Inslitnt zn schaffen, lillli^" ^^' "^ '^ ^"' erwähnt hade, war t^r na- M Gedanke bei der Crrichtnng dcr Landwehr. I„ ^cr Minister legt den Kostenpunkt znr Cmpfeh« H u der Ncgicrungsuorlage dar nnd w.ist anf das ^'lplcl Prcußcns und Frankreichs hin. Man habe fnl>l3 ^ Princip des Constitnlioualis,l!l!s sei gelid, . ^'" das der Fall wäre, dann lann ich Sie vcr-nen?1' ^^ enic solche Vollagc an das l). Haus nicht ^'"l'cht woidcn wäre. l>ei s, ^'" ^c volle Uebelzcngung vom Gegentheile ist >>lic> - > ^>»nnnd vorhanden, daß weder d<>s Princip des 1^.' ^lionalismns, noch dessen Cinrlchtnng dadnrch vcr- odcr geschädigt werden. Ätit! ^^ ^" geehrter Herr Ncdnrr von der linken l,„h ^ b'cses Hauses dies hcntc schon auseinandclgcsetzt, ^r^, ^'schränke niich einfach anf die Andcntni'^, daß M ^N'ommand^nt dcr Landwehr selbst nur iibei Bor-^s'?,' Landeclvcrtlicidignligsniinistclo ernannt uird, >u^' ^,Ä^odilisi,nng und jede Disposition der Land-»xd I ^ ^^^ Centrum ansgcht, unter Conlrasiguatnr g^ ^"!l>minnng des Landcsvcitheidignng^niüislclö zu ih,^ '"la» wcndct ein, der Obercommandant hat lein! s«„, ""^-gcbcncs und dahcr n,ögl>chcrweise nicht folg' daß ,^lgan; cs wurde der Zweifel ausgesprochen, ^^. ^l solcher militärischer Commandant sich in dem dcni ^, ^' ^rfchle des Landwehr-Counnandanlen bei >us,^ ^'tarischcn ObcrcommandaiNcll erst anfrogen !i>l,l°/^^ rr die Äcfchle des Commandanten ans m^lle? ^>»d '^'^ ciu hochgestellter Functional' der Milüiw »,,!c,< ^^^cwalt ei»er gleichmäßigen Verantwortung! ^6t, und das ist 5er Slalthaltcr von Dalmatic».! ^lllc.? ^""" ^'^ meiner llcberzcuguna s^gen, d^ß! »ilh^ '," bcr 14 Monate, in dcncn ich amlirc, anch flict ^! ^'"U vol'gctomlmn ist, wo der leiseste Con-°^r'^ leiseste Collision in der Art eir.gctlclcn wäre, ^>."sch° "^ ich würde es dcm Statthalter anch nichl > l>>ic ^^! ^ derselbe erst an den Herrn ätriegsmmistci ?^>iiü'^^c gerichtet hätte, ob er die Anordnungen deS ^ tn'ch, ^^ Tunern zn vollziehen habe, od?r wo er! ^ "öligen dätte. ! °^»l,„ ^'g< gerade dieses Vcispicl, daß man An< "^!>h^" dcö Ministers des Innern vollziehen nnd ^ !""8e^ ""lilärischc Befehle in Vollzng sttzen lam>, nnd °>ti l„"' daß man Fnnclionär des ztric^ministcnnms '"l>e>, '" und nedcnbci Anordnungen eines verantwort-> ^ dai^"""^"'schcn Ministers vollziehen kann. Käme >olch^^"- daß solche Zwispältc cnlsländcn, daß cin ^ e>l,^""'°'iär in einzelnen Disttictseommandm nach ^fiih^^' ""d anderen Seile verschiedene Befehle ans-' ^"he, . "^lc, dann wärc der Staat seiner Anflösnna! ^"dnlu? '"^" cs dahin käme, daß der Obcrcom. ^'"i>,m ^"t'wchr anders bcfichlt und der Reichs 2''"i^ .^' °"dcrs bchehlt nnd diese Befehle sich, d, ,e wc>„ ^ ^'U' 'st es mit Oesterreich zn Cndc, dann ' (Äcifn ^"^' ""stellen, welche man immer sie c'^lulo /^' ^"^ "" Element der Dissonanz in d^ °rga,,-s," Landwehr hineingetragen würde, wenn '»°I ^,l c^< in dcr ^icnschcn und dcr Negicrn»gs>nacht gelegen ist, nicht fc^haltcn sollten? ^el'haslcr Beisnü.) In Oesterreich kann es uur eine Armee geben, die österreichische und cinc Landwehr, die anders organisirt ware oder von einem anderen Gedanken getragen wnrdc, als das Reich nnd nnr das Reich, zn schützen, darf es nicht geben. (Lebhafter Beifall.) Die Cntschcionng der jetzt schwebenden Frage hängt lediglich von dein Prinzipe ab, ob die Landwehr von der Armee abgesondert und cin möglicherweise dissenlirendcs politisches nnd nationales Institut, oder ob sie einen inlegrirendcn wesentlichen Bestandtheil dcr Armee des Reiches bilden soll. Stimmt man für die cinc Ansicht, so stimmt man für die Minorität, stimmt man dagegen für die andere, so stimmt mau für die Majorität. DaS h. Haus wird entscheiden! (Beifall.) Berichterstatter dcr Minorität Dr. Rcchbaucr wcudet sich gcgcu die Ausführungen des Abg. Kuranda. Der Abg. Miranda habe die Vertheidiger des Mmori-tätsvotnms nposlrophirt und aufgefordert, jene Ansicht nach den Anseinandcrsctznngen von dcr andern Seite znrnckznzichcn. Cr ^Redner) sehe nicht daranf, woher cin Antrag komme, sondern was cin Antrag enthalte, und cr begrüße ohne Rücksicht daranf, woher cin Antrag komme, jeden Antrag mit Fvcndcn, der ,einen Ansichten entspreche. Cs wnrdc viel über das Milizsystcm gesprochen nnd dasselbe als ein unerreichbares Ideal hingestellt. Allein wenn man etwas Großes anstreben wolle, so müsse mau eben cin Ideal haben, das man zu crreichcu suche. Die nächste Znkunft gehöre unbestreitbar dcm Milizsystcm, denn diese großen Rüstnugeu erdrücken dic Völker Cnropas uud dcm Rnin dcr Völkcr könnc nnr vorgebeugt werden dadurch, daß das Bürgcrlhnm sich wehrhaft mache. Ich komme nun zum Kostenpunkt. Cs ist mir im Cifcr dcr Ncdc gestern cin Ausdrnck entschlüpft, der in dcr Form nicht gan; zntrcffend war. Ich habe dicfc hohen Kosten für Hnmbng erklärt. Die Thatsache ist richtig, wenn anch nicht der Änsdrnck. Der Herr Mi' nister dcö Innern sagte, mau könnc dcu Commandanten^ nicht weniger als 4(X>l» fl. geben. Nun hat aber der Commandant das ganze Jahr mit Ausnahme dcr Herbst-Übungen nichts zu thn:i. Cs ist eben nur cine Sinecure, uud da ist cs wohl möglich, mit einer Pauschalzulage von 1000 fl. aus^ilommcn. Wozu dcr Minister cinm Intendanten mit 1000 st. Gehalt sür die Vor-räthc nöthig hat. weiß ich uicht. Die Vorräthe sind ja bei den Depots, wo sie nnlcr Mitaufsicht dcr Gemeindevorsteher verwahrt werden. Was nun vollends dcr Auditor machcn soll, das verstehe ich Mr uicht, denn die Landwehr untersteht ja den gewöhnlichen Gerichten. Allerdings wenn man cs so einrichten nnd vielleicht noch Militärgcistlichc anstellen will; ja, dann kostet cs freilich viel Geld, aber wir brauchen das eben nicht. (Heiterkeit und Beifall anf dcr änßcvstcn Linken.) Man sagt mit Rechl, mau solle sich iu die österreichische Staatsidce finden; aber in die österreichische Staatsidce wird man sich erst finden, wenn jede einzelne Nationalität iu dcr österreichischen Monarchic ihre Bc-fricdignng erhalten hat (Bravo rechts), und dazu muß mau den Bürger selbstbewußt hinstellen nnd nicht unter dem Deckmantel dcr Landwehr cincn noch größeren Mi- ^ litarismns schaffen, als wir in den letzten Dccenuicn gehabt haben. Nachdem dcr Referent d^r Majorität, Baron Pc-trino, gesprochen, wird znr Abstimmung geschritten, Dcr Antrag der Minorität wird abgelehnt. Für denselben erhebt sich nur cin Theil dcr änßcrstcn Linken, die Polen nnd Slovcnen; außerdem dic Abgeordneten Mcndc, Roscr, Vancr und Plankenstciucr, im ganzen 01 Abgeordnete. Vor dcr Abstimmung über den Sturm'schen Autrag beantragt Abg. Baron Wcichs die namentliche Abstimmung über denselben. Dcr Antrag wird abgelehnt. Ebenso bei der Abstimmung auch dcr Stnrm'schc Antrag. Für denselben erheben sich ein Theil der äußersten Liutcu, dcr Polcu nnd Sloveucn, writers die Abgeordneten Mendc. Graf Spiegel. Dr. Kaiser. Baron Hnckcl-bcrg, Lenz, Dr. Hanisch, Dr. Roscr und Plankenstcincr. im ganzen !><.! Abgeordnete. Dcr Antrag dcr Majorität wird hierauf mit überwiegender Majorität angcnommcn. ! Hicranf wird die Sitzung nm Z Uhr geschloffen. Nächste Sitzung morgen. Oesterreich. IVici,, l6, März. (I u dcr gestrigen letzten Gitzuug dcr Cuqu5te znr Organisation dcs S an it ätswcsc n s) wurde beschlossen, einen Reichssanitälsralh zn constitniren, dcr ans zwölf ständigen Mitgliedern bestehen soll. Von diesen werden sechs von dcr Regierung ernannt wcrdeu, sechs dnrch Wahl ans dem Wiener Doctorcneollcginm hervorgehen. Au dcr Spitze dieses Rathes steht cin Reichssanitäts-inspector, dein ein Ministcrialrath l'cigegcben ist. Die Sanitätsrälhc erhalten Präfcnzgclocr. Dies sind die Beschlüsse dcr Versammlung, welche die Regierung hof-scl'tlich^ bestätigen wird. Herr Dr. Giskra sprach in dieser Schlußsitzung in den wärmsten Worten, in seinem Namen als Minister, als Staatsbürger im Namen dcr leidenden Menschheit, den Mitgliedern dcr Enqiwtc den Dank ans für die unvergleichliche Hingebung und Aufopferung, welche dieselbe an den Tag gelegt, cr hofft, daß dcr Grnud zum Vcsscrn von dcr Cnqu5tc gelegt ist. — 17. März. (Das Ab g c o rd u c tc uh'a l,s) uahm das Landwchigesctz bei namentlicher Abstimmnna, mit 75) gegen iode al!?VoIkswünschc ausgesprochen werden. U us land. Madrid, 18. März. (C or t c s s i tz u n g.) Der 'Minister dc? Innern theilt mit, dah inheres nod Moron anläßlich der Conscription Unruhen ausbruchcn. Cs wnrdcn Barricade» errichtet uud cs gab Todte und Verwundete. In Cadiz-, Scvilla nnd Malaga herrscht große Aufrcgnng. Dcr Antrag dcr Cortcsmajorität, wclchcr bezwcckt, dcr Exccutivgcwalt anläßlich dcr Ereignisse in Andalnsien moralische Kraft zu ucrlcihcn, wnrde einstimmig angenommen. Die Candidatur König Fcrmandos ist wahrscheinlicher. Der CorleS - Sccrelär Cckslino Olozaga wnrde im Duell gelobtet. Gassesnmigkeiten. — (Ein f i, r ch < 1, nrc r Wahl e x c r ß) wird aus Aüsial un Szndahcly^r Wahll'r;i>k dcS Prüßblir^cr ComitcNcö gcmrldüt. Dort schlngc» nnd mißhcmdcllm dic Parlcigiuigev dcs Caudidalen drr Ncchtcn allr, die lhucn mücr dic Hände kamru, draussen sogar iil die Hänscr cin, zcrlnunnm'k'n dic Mübel nnd prligcltcn die Inwohner ohnc Nnt>rschitd. Ein ZTKHrMr 3)iann, Vater von ,"> Kindern, erhielt einen Schlag anf den Kopf, dnrch den cr auf der stelle todt dlieb; an 20 Personen lieben dcwnßtloö darnieder, r>on denen ,^ dis 4, »uenn nicht mehrere, vielleicht nicht mit dem Vrl'en dcwunkiininen wcrdcn. Die Erbitlernng war so groß, weil bei einer Begegnn»", mit den Oppositionellen einige uon dem Vandennm Barlals, des Canoidattn der Rechten, von dc» Pferde» heruntergerissen wurden waren. , — (Vom Tode an ferst an de ii.) Sonntags ereignete sich im Vürgelspüalc zu TcmeöUllr, wie dlc„Trin. Ztg." berichtet, dcr hüchst intercssantc Fall. daß riu Mann 15 Minnten, nach-dcm cr anschcineild scincn Geist anögrhancht, dnrch eine an ihm nnssscfNhrtc Operation dcm Lclmi uücdcr zurückgegeben wurde. Von bclreffendcr compctcntcr Slcllc licrichlct man znr Anfllä'rnng dcö Falleö: Ein in Folge von Kchllofts-Elllzündnug an Verengung dcr Kehle leidender Manu lam Souutag, !^ Uhr Morgens, in dai« Spital, Nach vorgenommener Untersuchung wurde dcr Kehlschnitt als nothwmdig erachtet nnd dcr Kranke auch hievon unsläiidigt. Dic Operation sollte inn 4 Uhr Nachmittags geschehen, bis dahin aber alle möglichen Mittel, »vie Einalhmnna.cn Brechmittel n. f. w. versucht werden, Bei dcr Inspicirnng des Kranken nm halb 1 Uhr jedoch erstickte derselbe vor dcu Nugcn dei« Hcrrn Dr. Vccji, dcr, sich nicht lange besinnend, allsogleich an dem Todten dc» Kehlschuitt vornahm; dnrch die soglcichc Zn-fiihning von öanerstoff war der Wieoerbelebnngsproccß beendigt, so daß dcr nm halb 1 Uhr, wie man annahm, dem Tode Verfallene nm 1 Uhr dcin Leben wirdrrgcgcbcn war. — (Ein Schatz.) In Negcnsbnrg hat mail dieser Tage beim Abbrnch cincö alten Hauses unter cincr Wcudcltrcppe eine sorgsam unsteckte Kiste gcfnndcn, in wclchcr sich eine namhafte Menge silbernen Tafelgeschirres befand. Allen A»;cicheu nach warm diese Kostliarleileu zur Zeit des dreißigjährigen Krieges in das Vcrstcck gebracht worden. — (Dcr englische S ch a ch k ö n i g.) Dcr Endansgang dcs großen Schachluruiers in England nm den Ehrenpocal ist endlich nach langem Kampfe herangclonimcn. Von cilf der besten englischen Spiclcr waren schließlich zwci, die Herren Vlackbinn nnd Dc Verc, als Unbesiegte iibrig geblieben n»d maßen sich in einem zweitägigen Treffen im Londoner Schachclnb, ans dem schließlich der erstere als Sieger uud englischer Schachlonig filr das nächste Jahr hcruorging. ________________________ Locales. — Mit Mclsicht auf die Anlunst Sr. Majestät be-qinnt die dcntige l e k t e Theatervolstellung erst um halb 8 Uhr. Es wiid eine Nouüät „Miß Susanna" geglbeu. — (Milit5 r ver ä n detnngen.) Anläßlich drr Reorganisation dcr Militäl-NecknnnMeamlenbranche wurden l ernannt: zu HauplleuteN'Nechnungssühleln I. Classe, beim 458 Stab e des 17. Linien Inf.-Negiments ber Nechnungssuhrer ä. Classe Georg Gjuric und im Nessimcnte s.lbst (Ccgan« zungsbezirl) dci Nechnungsführer 3. Clasfe Albert Lowen^ stein: dann zum Hauptmalin-NcchnungWhrcr 2. Cla»^ der Nechnui'gifühccr 4. Classe Alois HüpP ves Inf.-3icg. Graf Huyn Nr. 79 im Neg'oneM, (Ergänzungsbezill)', zu Obellieutenant-Nechnungtzsilhlein der Nechnungsfühtec 5. Classe Frmu Halbhaus des 27. Feldjägelbalaillons beim Insanleti^Ne^. Graf Huyn Nr. 7? (Slab) und dci Nech-nungs-Slabsfeldwedel etster Classe Johann Ioschet des Garnisonespilals zu Laibach dein, 31. Feldja^rbala,llon. Zu Lieuttna.tt-Nechnungssüh.crn höherer Gcdübr die Founere i Nail Hammer des Landcs,icndalmcnc-Commando 9tt. 7 beim Ins.M.'g. Gras Huyn 3d. 79 (Stab) und Raimund Veratessel des Landesgendarmerie - Commando Nr. I beim Inf.-Mg. Frhr. v. Kühn N,. 17 (Etab); dann die provisorischen Nech,mngs.'St,ivs>eldwed!l Peter Lösch >'l des Garmfonöspitals zu Laibach l),im Ait.-Reg. Frhr. v. Wils-doif N>. 8 und Johann 5t nett des Tran-po>thausls zu Laibach, brim Wt.-Neg. Luilpolo Punz von Äaiern Nr. 7. — (Zum Gräberfunde im Tautscherschcn Hause.) Duich die Grundaibciten an der Wchseile d.S neuen Tautschcr'schen Hauses in der jtlac,.nsllrlelstcabc winde nun ein zwcittr Sarg lilos gelegt. Er best ht aus dcmsel' ben Matcrial'', wie der eiste, einem gelblichen, potöseu, tuf-artigen Kallfandslrm, l,at eiac Länge von tt Fust, ei»e Marimalbleite von nicht ganz 2'/.^ Fuh, u,io nahezu dieselbe Höhe. im Quetschnille die gewöhnliche P.ntagon^ocm zeigend, wooo» die drei oberen Ecken dem ans cin.m Stüct bestehenden, massiven Dcctel angehüren. Die Lage ist nicht ganz von Ost nach West, sondern weicht fast bei 30 Grad gegen Nord ab. Die Särge sind nur mit einer 3 Fuh mächtigen Schickt Dannncrde mit ZwischlNlag.'N von Tho„, Sand, auch Scherben von Töpfc, Waaren bedeckt, und nur die untere Hülste reicht in dcn reinen Sav.'diluuialscholtcr hinem. Der letzte aufgefundene Sarg ist noch uncrdfsirct. Es würe sehr wü,ischenSwe,th, das; duscn int^>ssanten Fuü', den in umfassenderer Weise die Ausmcilsaüiüit zugewendet, wilrde, insbesondere durch genaue V.sckreivu"^ der Ortelage vermittelst Situationsvlänen und bildlicher Darstellung der Sallofthage selbst. - (V o m T h cat c r.) In dcr gcstrigcn Vcrsammlnng von Theatclsnbscribentm rrstattelc das Thcatcrcomix'! Bericht über die finanziellen Ergebnisse der drei schlcn Saisons. Nachdem drin Director Zöllner, welcher dir hiesige Bilhnc in diesem Zeiträume zur allgrmciuen Zusricdcuhrit geleilet, dcr Dank uotirt worden, brachte daS Com!<<'> eine Züschrist des LaudcSausschnsscö ^ zur Kcuiilni^. i» wrlcher dcrscll'c aus Aulas; dcr Couenrsani« ! fchrcibung sitr dir lommmdc Saison dcm Counts mittheilt, daß von dcr (aus dem Erträgnisse uon 7 kogcn fließenden) Snbucn-tion pr. 1600 sl. sür dic Snisou 1869/70 ciu Betrag Pcr60»fl. sloucnisch-draiuatischcu Zwcctcu grwidinet wcrdc und das Conn>6 einladet, si!r Aufbringung des Nestes der Snbucntion (pcr 2500 sl,) Sorge zn trngcn Es wnrde beschlossen, dagcgl'n ciuc^ V rstcllnng bei dem ^andesauhschussc ^u übcrrclchci' und nach i Einlange» der Erlvidcriiug iu micr ;u dicsem Zivcckc ciü;ulic-inscnceii Sulseril,el!!l'l>vttsain>!!lnnss ciidgiltigeu Beschluß zu sasscu. Laibach, 20. März. Nach dcr heute Nachts eiugctroffcucu dcfiuitiven Faht'ordluii^ dcö Allerhöchsten HofzugcS ucrblcibt cs bei dcr frühern Vestiüimnng, daß derselbe um 7 Uhr .'52 Minntcn Abends ankommt nnd um 7 Uhr 35 Minuten weiterfährt. Wie wir jedoch hören, wird dcr Aufenthalt Sr. Majestät am Bahnhof circa U) Min. dauern nnd werden während dieser Zeit die Spitzen dcr hiesigen Behörden zur Vorstellung gelangen. Eine (Hhrcncoinpagmc wird aufgestellt sein. Für die hiesigen Damen wird von Seite der Bahnvcrwaltnng eine kleine Tribüne im Innern des Bahnhofes errichtet sein. Dcr Wartcsaal 2tcr Classe, in welchem Sc. Majestät empfangen wird, wnrdc durch einen Wiener Tapezierer sehr geschmackvoll hergerichtet. Neueste Post. Die „Tricsler Zeitung," welche laut ihrer Ankündigung im Donncrslagslilattc gestern Nachmittag wie gewöhnlich zu erscheinen hatte, ist uns nicht zugekommen. Trieft, 1,8. März. (Pr.) Reichskanzler Bcust nnd die Minister Taaffc nnd Plener waren beim Empfange des Baisers anwesend. Se. Majestät hat das Statthaltercigcbändc zu seinem Abstcigquarticr gewählt. In Capo o'Istria ermatten die kaiserliche Cscadrc acht ^loyddampfcr mit dcn Spitzen dcr Commnnal- und dcr kaiserlichen Behörden an Bord. Um 8 Uhr stieg der iiaiscr am Molo S. Carlo ans Land. Cö erfolgte eine Ansprache des M>.:nicipinms, die Vorstellung des Statt-haltercipersonalS. Dann besuchte Se. Majestät das ^loyd-arsenal nnd die Schiffswcrftc Toncllo'S. Abends ist Festvor-stcllung im iVtadllhcatcr. Samstag werden Audienzen ertheilt. Auch dcr Äcsnch dcr Steinbrüche Salcsiana und des Schlosses Milamarc ist in Aussicht genommen. Mor-gcu findet eine Illumination öffentlicher Ocbändc statt. Der Reichskanzler Graf Äeust ist bei Revoltclla, Graf Taafft bei Joseph Morpurgo abgestiegen; Herr v. Rc-voltclla gibt cin großes Diner, welchem auch General dclla Rocca beiwohnt. Fiumc, 17. März. Gestern erschien beim Grafen Andrassy eine Deputation dcr Bürgerschaft, welche ihn als von dcr Repräsentanz gewählten Chrcnbnrgcr von Fiumc begrüßte. Abends brachte ihm die Bürgerschaft einen großartigen Fackelzug aus mehreren hundert Fackeln uud transparenten Laternen, welche die Wappen der ungarischen Comitatc zeigten; voran schritt eine Musik-bcindc, welche ungarische Nationalwciscn spielte. Der Zug wnrdc uon einer großen Boltsmussc begleitet. Vor dein Abstciganarticr des Grafen Andrassy hielt dcr Zng, während zwei Bürger dcn Ministerpräsidenten cinlndcn, das Casino mit seinem Bcsnchc zn beehren. Als Graf Andrassy erschien, brach die Menge in „Cljcns" auS, welche nicht eher endeten, bis der Graf, von dcn Fackelträgern geleitet, im Casino angelangt war. Anch hicr von allen herzlich begrüßt, mnßlc derselbe, den crncncrten „CljcnS" dcr auf dein Corso zusammengeströmten Bolts-massc nachgebend, sich am Baleone zeigen. Anch hcnte bei seiner Abreise war dcr Ministerpräsident Gegenstand dcr herzlichsten Ovationen. Wien, 19. Mäiz. Die „Wiciur Zeitung" publi-ciil die sanclionirtcn Gesctze, beticsscild die C'msühnmg dcr Gcschworucngerichte für Prcßuerbltchcn li»d Picß» vcrgchcn nnd die Bildung dcr G^schwolnenlistcu süi Prcßgelichlc. Wien, 18. März. Das Herrenhaus nahm das Finanzgcsctz für 18(>9 in del Fassung des Abgeordneten« Hauses au. Pest, 18. März. In Bütlööd wurde das znr Hintanhaltung von Wahlcr/essen eingerückte Militär von Bauern durch Schüsse vertrieben. Biohcr sind gewühlt 82 Dentisten, .'^ ^inke, 13 äußerste. Die Vinle verlor, die änßcrstc Linke gewann zwei Mandate; die Dcak-Partei steht wie 1805. Pest, 18. Mmz. Bon den hcntc bekannt gewordenen 3l Wahlen cnlfallcn 21 ans die Dcak-Parlci, !) auf die ^inte und 1 Wahl auf die äußerste Linke. Berlin, 18. Mäiz. Brassier Hainl Simon, bisher Gesandter dcs ^ioldbundes in Conftaittinopcl, soll nach dcr „Kreuz Zeitung" zum Gesandten in Florenz ernannt worden sein. Berlin, 18. März. (N. Fr. P.) Graf Bismarck ist in Folge starken Magentrampf-Anfalles seit gestern leidend; sein heutiges Befinden jedoch ist bcfric-digcud, die völlige Herstellung in einigen Tagen wahr' schcinlich. Mad rid, 18. März. In Xcrcs wnrdcn dic Bar-ricadcn genommen; die Injurgcntcu sind gcflohcn. Rom, 18. Älärz. Dcr Papst hat dem kaiserlichen Prinzen von Frankreich zu dessen Geburtstage am 1l'>ten März dcn Segen gespendet. Kaiser Napoleon hat dem Papste seinen herzlichsten Dank ansdrückcn lassen. Di^ Gcsnndhcit des Papstes ist eine vortreffliche; er wird a" 10. April eine Amnestie crlasfen. Telegraphische Wechselcourse vom 111, Mär;. , ,,5 5'perc, Metalliaue« (!^.«0. — 5prrc. M.talliques ni't Mal-w Novemdcr-Zinseu 62.00.— 5verc,Natiuillll-Aulehen 70 55.-1»'"^. StaatSauIehc-u 105. — Bankactieu 728. — Lreditaclien ^60>'"''" London t21.5i5. — Silber 122,25. — K. k, Ducateu 5,85 Handel und UolkswiithschastlW Verpc»chtu,lft des Arsenals. Einer KundinachuG '" Amt^dlalte der „Wr, Ztg." zufolge wird das Arsenal, M'd ^ alle darin befindlichen Wn'tstätttn sainntt Werlzengen und ^ schiucll zugleich mit dcr Erzeugung van Geschützen, Fllln'w^ ,^ Artillerie- uud Waffeumateriale, jcduch nicht ohne dicse, ^^^ Dauer von längstens '">^^ . mit dem (Vitze iu Wien bewilligt und dcrm Statuten g?nchw^ Verstorbene. Den 12. M ä r z. Der hochwohlgcburne Herr Philipp F"'^ v. ^icckbach, t, k. ilammerer und Aiittmeistrr in Pension, sta^ 77. ^cbensjahrc ill dcr Oradisckavorstadt Nr. 2!» an dcr 5M^ lähuniüss. - Frau Ioscfa Winterhaltcr, Peuf, k. k. Oberltt«' nantswitwc, alt 7tt Jahre, in der Gradifchavorstadt Nr, "'" Altrr>3sch>oachc. , , ^ Den 13. Mar,z. Dcm Franz Kuuacic, Greißlcr, fe>"/', Franzista, alt 2 Monate, in dcr Krakauvorstadt Nr. l" Fraisen in Folge von Blattern. Den 14. M ä r z. Dcr hochw. Herr Pater Angetus Oo"^ Franzislancrordeusprirster, alt 77 Iahrc, in der jlapuz>>^ ^ stadt Nr. 1«! am wiederholten Schlagflusse. - Iofef ^'"^! Maurer, alt (»0 Jahre, in dcr St. Pctcrsvorstadt Nr. A ,,^ serofen Scklagflüsse. ^- Herr Constant in Dörfler, öch"!^ ' alt 2!) Jahre,' im Civilspital an der i!uftröhrcnfchwindsucht. ^, Den 1(i. März. Martiu Poljanäck, Inwohner, a>t Iahrc, im Civilspital an Altcrsschwächc. — Äutoiüa V>^ Köchin, alt 45 Jahre, im Cirnlspital au Erschöpfung der K'^ — Helena Moziua. Inwohnerin, alt 83 Jahre, in der St. ^'^ Vorstadt Nr. 14 au dcr Lungculähmuug. — Dem Herrn Ai^l Kump, l. l. Alntsdiener, fein erstgedorucs Zwillingskiud ^"> alt 14 Tage, iu dcr Stadt Nr. Ill an Fraisen. „,5 Den 17. März, Herr Iohauu Irnuitcr, k. k. Ma ) controlor in Pcusion, alt 52 Jahre, iu der Krataiivorstadt ^^ an Erschöpfung dcr Kräfte. Angekommene Fremde. Am 17. März, ^,.„ Stadt Wien. Dic Herrcn - i'alncr. Wolf, Mathias und 3^.^ Crtcr, um> (^üt!schcc. Krctzschmar. Frcistadt. Schrchcr, >^<"^ und Pr„s;, Orimdbcs. uud Wirthschaftsralh. uon W>c>^ ^ <5'l<,'f«i,lt. Dic Hnn-n : Simic, Kaufm., uon Karlstadt —- """8 Bcnuitn', ans Stcicrmark, . ,, Vaicri'cher Hof. Herr Stoc, Eiscuhäudler, uon Sawovo .^aiscr v»„ Oesterreich. Hcrr Znpan, uou KroPp-^- «^ Zz^ ZL___^_____^^ ü lt. Mg ! d22 « -> 4 1 O. schwach trübe i „,,, l« 2 „ N. > 323.Au .^ «.. ^ O, mäßig z.Hälstcbcn'. "^ 10 .. Ab.^ 324,4.-, -r- 4 u O. schwach heiter ,^ ^ 0'Ü. Mg. 325 u5 — U.g" ww^ , 0.?" 19. 2 „ N/ 324,.,.! ^10.l O, schwach halbheiter M" 10 „ Ab. 324.<0 ^ 3.5 . windstill i halbhcitcr ., Dcn 1«, Vormittag trübe. Gegen Mittag gelichtet. ^, mittag Anfhcitcruug. Alicndrolh. Nachlö hcilcr. — Den ^^c»' Morg^lüicbcl, gcgcu 10 Uhr verschwindend. Nachmittag H^iill lvoltcu auö O., Negcll lüit Graupcn. Das Tagctmiitlcl dcr ^ ^ vorgestern -j- 5'.»",' nm 3 1", gestern 4 4", um 15" lll>" Nürmalc. ^^^^.^^^"^ Veranlworlllchcr «irdactrur: Igna, v. KI e, n m a^' ^ __________________ —^„e N^^l'nnlzttH'i^t Wien, 17. März. Vci schwunghaftcui Umsätze wurdcu namcutlich dic jilugst crciiteu Industriepapierc zu höheren (ionrscu aiifgeuommcu; auch dic übrigcn F""^ Ailll^NzlzllU/z. Aclicn bchauptetm sich zur festeren Notiz, während Druiscn uud Valuten matter schlössen. Geld flüssig. Allgemeine Ttaatsschnld. Für 100 fl. Gcld Waarc Einheitliche Staatsschuld zu 5 pCt.: iu Notcu uerziusl, Mai-Noucmucr —.— —-. - „ ,. „ sscbrnar-August 02.7:'» K2.85 „ Silber „ Iänncr-Iuli . —.- —.— „ „ „ Aprll-Octobcr. 70.40 70.50 Iu österr. Währ. . . zu 5pCt. 59.00 5<>.«0 drtto v. 1.1««6 . . 5 „ li4.30 «4.40 detto rückzahlbar (-!). 5',, W.25 W.75 detto „ w- 5 ,. l>7.25 97.75 Silber-Aul. 1864 (!.'.St.) 5 „ 75.^ -.-1865 (FrcS.) 5> „ 7«.25 78.75 MetllNiqncs . . .zu4'/,pCt. 5<),25 56.75 Mit«erlos, v.J. 1839 208.50 30'»..-MitVerlos.uI. 1854 zu 250 ft. . . „4 „ 95- l>5,25 Mit Verlos. V.I.18U0 zu 500 fl. . . „5 „ 105.- 105.20 M,tVcrlos.u.I.18t>0 zu 100 fl, . . „ 5 « 10« 50 107.-MltVerlos, v I.18(i4 zu 100 fl...... 125.25 125.40 Como-Neutcnsch, zu 42 l.ir« »U8l. pr. StilÄ.....23,50 24.— Staatö-Domäncu-Pfaudbriesc zu 120 ft. ö W. (30!) .U-. 5 M.) in Silber pr. Stlill . . . 117.50 118.— Gruudcntlastunsss-Obligationen. Für 100 fl. Geld Waare Nicder-Oestcrrcich . . zu 5 pCt. 92.25 92.75 Obcr-Ocsteneich . . „ 5 „ 9c..- 91.- Salzburg .... „ 5 „ 90.- 91.- Mhmcu .... „ ii „ 92.— 93.— Mährcu .... ,, 5 ^ 90.— 91.— Schlesien .... „ 5 „ 90.— 91.— Stcrcrmcnl ... „ 5 „ 9l>.— 91.— Ungarn..... „ 5 „ 78,75 79,25 Tcmcscr-Bauat . . „ 5 „ ?" Wechsel (3 M°u.) ^ Augsburg für 100 fl siidd. W. Iw-Z" ^'^ Fraulfurta.M.100fl. detto 10'"" !»j./ Hamburg, für 100 Mart Va::lo "1 >" ,.^,H London für 10 Pf, Sterling . I^A A<>" Paris für 100 Francs . . . 4^.^ Cours der Geldsorten K. Münz-Dncaten . 5 fl. so lr. ^l^ .»^ - NapoleouSd'or . . 9 „ 93 „ ^ ^ ^ Nuss, Imperial« . - „ -- " ; ,. s^. Vcrcinöthlller . . 1 „ t"ä" ,, 39 Silbcr . . 122 „ -^ " ^"" Krainische Gruubcullalluilgs -Obtrüat'" ^ vatnotirung: 86 50 Geld. 90