3tl. 42. Dienstag, 22. Februar 1910. 129. Jahrgang. Mbllcher Zeitung ^^' l>»,l,!^ '"""^^'^'"' ^'^ Postuerscüdü»!,: naüziähril, »0 «. l>all'iül>r>l, 1b «. Im «ontor: ^anzjährin mnnq >i k ^s,^ hj^. ,j,islsii„„g i„<5 ,^,<,l,2 ganzjälirin « K, - Ä»Irrrate "'s zu 4 »jcilcn öl» i>, grllkerr prr Zeile >2 i>; bri öitcre» Wicdcihulliügcii prr Zrile « I». Die «Lnilillcher Zoitil»«. erscheint täglich, mi! Aüsualinie der äu»,!-n»d ^rieNa,^, Tie NdlN!»iIlr.,lil>„ lieiindet sich Milloäi» slrnszo Nr, LU; die IlrdalNinn MilloöiiKi.ifn'^>r, l^«, Zpreilisiimecn dr>- ^,>'dl,l!iui, lic,i « liiö u> Uhi liuriililians, Uxfiaülierte Briefe werde» nicht cüMiwmmeü, Mninillripte nicht zurüclgestellt. Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Geil. "Ill ^''" ^ ""d k. Apostolische Majestät habell mit ^"tMWrr ic!>> uom 15. Februar 1910. ^N'erila) l 'lli^"' vmu 11. Jänner UH0 (Zt. Louis, ^^^ti-zz poMnt-i. uom »«.Februar 1910. Nichtatntl'icher Heil. Nosnien-HciccgoVin«, lü^ ''«reindenblalt" schreibt, Bosnien-Herceglwina ^ili ^".'^ ^U' Reihe der Verfassungostcmten ein, nach° rift^ H ^'ch eine mehr als dreißigjährige, zidilisatl> ^^llur/ '^ Dsterreich-Ungarns zn einem europäischen '^pazil""^ '"^ ^^)"' materieller und intellektueller schluss^ N/Worden ist. Der Verwirklichung des Enl» i>Urck fi Monarchen, das Kultur, und Finanzwerl einer ll'^ ^""sl'tutioil zu krönen, mußte die Schaffung de» Lci,,^" ""b unzloeideutigen Rechtsstellung der bei° 'vendi^ ^i ^^angehen. Die Annexion brachte diese not-ichi^,, '^"chril. Die dadurch hergestellte dauernde Ve-'^??^!^ bisherigeil Verbinduilg ermöglichte es, daß der große Schritt zur nenen Ordnung getan werde, schus den Voden für die Verfastung, welche der Bevölkerung von Bosnien und der Hereegouina die Teilnahme au der Gesetzgebung und Verwaltung der Landesange» kgenheiten gewährt. Die „Neue ^reie Presse" schreibt: Mit der Er» lassung der Verfassung beginnt in Bosnien-Herceguvina eine neue Ara. Ein neues Element tritt auf die poli. tische Bühne. Was in diesen Balkanländern geschieht, wird nunmehr uichl mehr unter dem Diktat von Wien nno Budapest erfolgen, sondern der entscheidende Ein» f'.uß wird den freigewählten Vertretern dieser Länder znlommen. Ein großes Gebiet für reiche nutzbringend') Aibeit ist eröffnet. Möge sie im Geiste der Verfassung, des Friedens und im Bewußtsein der unzertrennliche» Zugehörigkeit zu dieser Monarchie geleistet werden, auf daß der 17. Februar als ein Tag des Heils und des Segens vun Bosnien und seinen Bewohnern gefeiert nnd gepriesen werde. Österreich-Unssarn und die argentinische Ncpnblik. Die „Pul. Korr." schreibt: Der Entschluß unserer Kriegsmariueverwalluug, zu der bevorstehenden Zcntenarfeier der argentinischen Unabhängigkeils» evllärmig ein Kriegsschiff zn entsenden, gibt Gelegen, heil festzustellen, daß die Beziehungen zwischen der Mon» mchie und der, großen südamerilanischeu Republik sich in erfreulicher Weise entwickeln. Viele unserer üsterrei» chischen und ungarischen Lalldsleute haben drüben in den lehlen Iahreu eine neue Heimat gesuuden uud so» wchl ihre Arbeitsleistung aus verschiedenen Gebieten, wie ihre Loyalität ist von den maßgebenden Behörden des Landes stets anerkannt worden. Auch der Handels» verkehr der Monarchie mit der argentinischen Republik lxwegt sich in einer ansteigenden Knrve. Der Import Österreich-Ungarns hat von Jahr zu Jahr zugenommen und säst regelmäßig ein bedeutendes Aktivsaldo zugunsten der Monarchie ergeben. Im letzten Konsular-berichtsjahr betrug der Wert unseres Imports beinahe sechzehn Millionen Kronen. Vergleicht man den Anteil Osterreich.Uugarns an dem Import der argentinischen Republik mit der Gesamlcinfuhrzifser dieses Landes, so ergibt sich daraus, daß unser Einsnhrhaudel an der Enlwicklnug des Gesamlimports mit einem beträchtlichen Prozentsatz beteiligt ist, indem der auf uns entfallende Anteil im Lause der letzten sechs Jahre von nicht ganz sechs Prozent auf zwölf Prozent gestiegen ist. Im letzten Berichtsjahre hat die Einfuhr aus der Mun-archie im Vergleiche mit dem vorhergegangenen Jahre, beinahe um ein Drittel des Wertes zugenommen. Auch dei Schiffsverkehr der Monarchie mit der argentinischen Repnblik ist nicht uubeträchtlich. Bekanntlich unter» nimmt die Vereinigle Österreichische Schissahrtsgesell. scl)aft (Austru-Amerieaua) regelmäßig Fahrten nach dem mehrgenaunlen sndamerilanischen Staate. Die im Be» richlsjahre im Hasen von Buenos Aires eingelaufenen österreichischen und ungarischen Schiffe halten einen Gesnmltonneugehalt von über 70.000 Tonnen netto. Wenn wir auch aus Gründen, die mit den Zahlender-liällnissen unserer Kriegsmarine zusammenhängen, bei de^ historischen Jubelfeier der ärgenliuischen Republik bloß mit einem Schisse vertreten sein werden, so dürfen wir doch bestimmt erwarten, daß die frenndschaftlichen Gcsinnuugeu, welche die Monarchie durch die Teilnahme a.1 den Zenlenarfeierlichkeiten zum Ausdrucke bringt, von der Regierung und Bevölkerung des aufstrebenden und zukunftsreichen Landes entsprechend gewürdigt wer» den. Auch uusere dortigen Kolonisten mögen darin ein neues Zeichen erblicken, daß man ihrer in der Heimat nicht vergessen hat. Politische Aederficht. Laib ach, 21. Februar. Wie die „Poln. .Korr." erfährt, hat oie Konferenz de^ Präsidiums des Polcntlulis mit dem Ministerprä' sidenten Freiherrn von Vicnorth zur Klärung nnd Ver» einsachlmg der Situation beigetragen. Den Vertretern des Polenllubs war Gelegenheil geboten, an maßgcben» der Stelle zu konstatieren, daß die in der letzten Zeit aufgetauchten Gerüchte, als hätte der Polenklub sei» politisches Programm und feine Taktik geändert, eine gänzliche Verkennung der tatsächlichen Beslrebnngen der polnischen Vertretung in Österreich sind. Der Polenklub wird »lach wie vor aufrichtig bestrebt sein, eine dauernde Arbeitsfähigkeit des Abgeordnetenhauses zu sichern und sich mit den großen Parteien zn diesem Behufe zu vor» emigeu. In Budapest fand am 19. Februar uuter Teil» ucchme von dreitaufend Personen die gründende Ver» sammlung der Regierungspartei statt, welche unter dem Ramen der Nationalen Arlicitspartci sich konstituierte. Aüweseud waren sämtliche Minister, Deputationen, Ver» Netcr von liberalen Vereinen aus allen Teilen des Feuilleton. Über türkische Poesie. tz, Von Artur t>o« W^rgbach. ^ta. e'i ^"bespaar des Orients heißt Wamil und 5 ^sef is<°'!^ Iussuf lIoses) und Suleika. Il'ft o^ ^ nicht identisch mit dem der heiligen 'lhnanli^ ^ b"6 Verführungslhema behandelnden, i lt' '>/'' Sure des Korau,' worin, nebenbei be» s b" h^j' "'" weniger ideale Rolle spielt, als es w"" schön^^rift zu lesen steht, er bleibt nämlich '^ den, " ""'flihrerin gegenüber nicht so gefühllos, ^s'bler ^"lmedanischen Guttesgelehrten' usfenbar ^ '' die?s'"s Liebespaar ist auch Gül u Bülbül, tv "^l H ">e und die Nachtigall lder Sprofser, wie c/^'ge ^ WM übersetzt). Das lange Epos, das die V."> Titel k^'^lchte b"s"' beiden behandelt und den Elchen P„,^"' stammt aus den ältesten Zeiten der Ilb Norts^' ^ ^okl deshalb noch an einem zu ^ii f bu"li lMuulste, würde aber in einer besseren ^3 nick! "''l entsprechenden Kürzungen seine ih "«s ^l vcrfehlem. ^de,z. s °" verliebteu Nachtigall an den Mund " bezm.^^ schön. Das Phantastische und, wenn man es so nennen will, Überspannte, das uns in diesen Gedichten begeg-net, ist nichts Aussallendes, denn wir braucheil iu un» seren Literaturen nicht weit hernmzusnchen, um gauz Gleiches zu finden. Ich erinnere nnr an einige „Contcs" voll Maupafsaut. Das nachstehende Gedicht hat den modernen Dichter Reuuf bey zum Autor und ist in türkischer Prosa ver. faßt. Die schlichte Wiedergabe in Prosa schien mir je» doch kaum geraten. Reoufs sämtliche Gedichte durchweht ein Hauch von unbeschreiblicher Melancholie. Ein beständiges Sehnen, ein Drängeil nach einem unfaßbaren, unerreichbaren Glücke. Der Dichter lebte jahrelang in der Verbannung. Ist es die Sehnsucht uach seinem Hrimatlande, die für alle seine Gedichte bestimmend wurde? Ist es die Liebe zur Heimat, die ihm so lange verschlossen blieb? Elviss d», ewig nur du... Was ich bewundere, was ich liebe, bewegt mein Herz mit düst'rcr Lust-das wilde Sehnen meiner Liebe erfüllt mit Wehmut meine Brust. Für dich, Geliebte, möcht' ich sterben, da ich dich nicht besitzen kann' um diese Liebe will ich werben — mich lockst du für den Tod heran. Ich bin nnr dein... es steht in Flammen das Herz — es will sich dir nur weih'n... Was bis jetzt war, bricht jäh zusammen ... In dir der Tod mnß göttlich sein! Mir ist's, als führte ich mein Leben, Geliebte, ganz allem für dich. Und sollt' mir nie das Glück dich geben, so bleibt mir doch der Tod für dich! Mein Leben wird nur ein Erwarten, da du doch einmal kommen mußt, bis du nach diesem langen Warten dereinst in meinen Armen ruhst. Du bist mein Hosfeil, du mein Bangen und alles, alles bist uur du: Im Tod' muß ich zu dir gelangen, in dir fino' ich dann ew'ge Ruh'. Was ich bewund'rc, was ich liebe, erfüllt mein Herz darum mit Not-und kämst du niemals, meine Liebe, beglückt mich doch für dich der Tod... Laibacher Zeitung Nr. 42. 366 22. Februar 1910. Landes. Ministerpräsident Graf Khnen-Hedervary cnt» wickelte in einstündiger Nede, unter lebhaftem Beifall das alle Zweige der öffentlichen Verwaltung umfassende Regiernngsprogramm nnd erklärte bezüglich der Wahl» rcsorm, daß es die Regierung als ihre Hauplansgabe betrachte, ehestens Gesetzentwürfe über die Wahlresorm, die auf Grundlage des allgemeinen Stimmrechtcs beruht, ausznarbeiten. Beziiglich der niilitänschen Frage werden wir die Fordernngen, welche von der ehemaligen liberalen Partei nuter dem Kabinett Tisza anfgeslellt wurden, durchführen. Die Privilegien der Österreichisch-ungarischen Bank werden verlängert werden, wenn es gclingl, dnrch eine Vereinbarung die ungarischen Inter-essen besser als bisher zu sichern. — Abg. Graf Tisza begründete hierauf unter lebhaftem Veifall eine längere Resolution. Die Liede wurde durch einige im Saale anwesende Sozialislen durch fortwährende Zwischenrufe gestört. Schließlich wurden die Zwischenrufer aus dem Saale gedrängt. Uuler grüßen Ovationen für den Ministerpräsidenten nnd den Grafen Tisza wnrde schließlich ein fünfziggliedriges Organisalionskomitec gewählt. Nach einer Meldnng aus Salonichi spitzt sich die Frage der Einführung der lateinischen oder der arabischen Schriftlichen sür die albanische Sprache imme' mchr zn und nimmt große Dimensionen an. Es werden alk Hebel in Bewegung gefetzt, um die Forderung nach Anwendung der arabischen Vnchstaben durchzusetzen. Zu diesem Zwecke ist auch eiu großes Meeting in Koritz.i gcplant. Die Streitfrage beeinflußt sehr die !^age der christlicheil Albaner, welche seitens der griechischen Albaner keine Unterstützung erwarten können. Nach einer Meldung aus Sofia verlautet an unterrichteter Stelle, daß König Ferdinand während seines bevorstehenden Vesnchs in Petersburg dem Kaiser Nikolaus den ans Anlaß der Unabhängigkeilsertlürung Bulgariens gestifteten Eyrill und Method-Orden überreichen wird. Die „Neue Freie Presse" bespricht die schwierige Lag<', in welche das englische Ministerium dnrch das Verhalten der Iren versetzt wnrde. Der König kann Wirklich nicht die Macht des englischen Oberhauses dem Willen einer Mehrheit opfern, die kanm dreißig bri» tische Mandate nmfaßt. Anch die Liberalen werden es sich überlegen, ob sie die Gladsloneschc Politik, die geradezu vampyrhaft an die Kraft der Partei sich hängt, nicht endgültig als Irrtum verwerfen und vergesseil sollen. Das englische Volk wird vielleicht sehr bald von neuem zn 'entscheiden haben, was herrschen soll: Liberal oder Konservativ. Denn das eine zeigt sich immer mehr: England kann liberal, es kann konservativ regiert werden. Aber es kann nicht irisch regiert werden. Irland kann nicht über England herrschell. Tagesueuigteitm. — sDie Chemie der Träne.) Tränen enthalten Kochsalz — das weiß ein jeder. Sie enthalten aber, wie die „Annales" nach der Analyse eines Ehemilers mitteileil, noch viel mehr: in den 16 Teilen fester Bestandteile, die ll>« Teile Tränensiüssigkeil enthalten, sind nämlich auch Eiweißstofse, andere organische Verbin» düngen und einige Salze, nämlich außer dem gewöhnlichen Salz, dein Ehlornal^ium, auch Salze der Schwefelsälire uud der Phosphorsäure enthalten. Wie die Tränen entstanden sind, ob es Tränen der Rührung, des Schmerzes oder durch Zwiebel erzeugte Tränen sind, macht, wie der Chemiker versichert, durchaus keinen Unterschied. — ^Schwarze Kanarienvögel.) Der Elon der großen Vogelausstellnng, die soeben im londoner Kristallpalasle beginnt, ist ein schwarzer Kanarienvogel. Vor einem Jahre wnrde in der Vogelausstellung ein schneeweißer Kanarienvogel gezeigt, der wahrscheinlich ein Albino war. Der diesjährige schwarze jedoch ist durchaus kein anormales Geschöpf, sundern eine Kreuzung, und zwar zwischen dem gewöhnlichen Kanarienvogel nnd den» Stieglitz. Schwarze Stieglitze kannte man schon früher, ll.!hlschwarze Abkömmlinge von Kanarienvögeln hat es bisher noch nicht gegeben. — iMisonj 'ist der zerslrenteste Mensch der Welt. Man erinnert sich, daß er bei seiner Verheiratung seine Fran auf dem Bahnhos stehen ließ, wohin sie vorausgegangen war, so daß diese gezwungen war, ihn in >einem ^aboralorinm auszusuchen. Der große Gelehrte gab iil den letzten Tage» wieder einmal Gelegenheil, über seine Zerstreutheit zu sprechen. Er sollte, wie das „H. T. V." aus Newyork meldet, an dem Jahres» bankelt der Gesellschaft, die seine Patente verwertet, teil-nehmen. Der Direktor dieses Bureaus sagte ihm am Tage des Banketts wenigstens zehnmal: „Das Bankett beginnt um 5) Uhr. Sie werden sich rasieren, einen anderen Anzug anziehen und ich komme nm halb 5 Nhr, lim Sie abznholen." Es war gewiß, daß diesmal der große Erfinder das Bankett nicht vergessen tonnte. Den» noch, als das Automobil des Direktors vor der Wohnung Edisons am Menlopark hielt, saß Edison ruhig iil seinem Atelier in einer sehr schmntzigen Bluse. Der Direktor war entschlossen und nahm ihn ohne weiteres iil seinem Automobil in dieser Kleidung mit zum Bankett, wo sein Erscheinen das dachen aller Anwesenden erregte. — sDaö Diner der Dichtercvigonen.) Alis London wird berichtet: Demnächst wird hier ein Diner veranstaltet werden, zu dem die Nachkommen berühmter englischer Dichter eingeladen werden sollen. Im Anfang wurden berechtigte Zweifel laut, ob Nachkommen von >olch allen Herren wie Ehaneer und Shakespeare ans-unichen würden, aber die Besiirchlnngen waren grundlos. Es ging wie bei eiilcr Erbschaft. Anwärter tauchen reichlich alls. Als eil« Nachkomme Ehaneers freilich hat sich ilnr einer gemeldet, und der hat nichts als den gleichen Namen auszuweisen, nm seinen Ansprnch zu lxgrnnden. Er ist der einzige Ehaueer in London nnd ein Spielzeughändlcr. Zwei Nachkommen von Shalt' speare haben sich gemeldet und Abkömmlinge »^ Drydcn, Crabbe und Browning Schriftlich haben sw) verschiedene Personen aus allen Teilen des Landes ^ die Veranstalter des eigenartigen Banketts gewandt, »"" zwar solche, die Anspruch erheben, von Ednilind Spenttl, Robert Coulhey, Robert Burus, Wordsworth, l5ol> ridgc, Byron, Tennyson usw. abzustammen. ^ Degen h^ Tragen von Nicscnhüten.) Im cM' rikauischeu Staate Maryland, der bisher die amenta' nischc Tradition der Galanterie noch immer am treue' steil gewahrt, hat man jetzt mit ganz nngalanter iM' 'ichtslosigkeit gegen die moderne Hutmode der Dcnm'" mobil gemacht. Man will z» diesem Zweck die Mi»^ der Gesetzgebung in Bewegung setzen, und jede Dcnin', die sich öffentlich mit einem mehr als 25 ZentiW'lcl , im Durchmesser messenden Hnt zeigt, unnachsichtlich z^ z strafrechtlichen Verantworlnng ziehen. Motiviert w'^ solch rigoroses Vorgehen mit den schweren Unzulrciss' ^ lichkeiten, die das Massenauftreten von Hüten a ^ ^ „Lustige Witwe" für die öffentliche Sicherheit und das! Verkehrsleben znr Folge hat. Das Gesetz sieht als ^ Strafen fiir die Nbertrelerinnen des Hutreglements Geldbußen vor, die je nach der Schwere des Falls zw>' schell 40 nud 4^ verboten, Hutuadelu zu verweudeu, die läuger als < Zentimeter sind, das vorgeschriebene Maß überschlr'' . tendc Nadeln werden als verbotene Waffen angcscl/" ^ und dementsprechend behandelt. — lDcr Ehestreit der chinesischen Frauen.) Eine ^ nurtwürdigsten lind charakteristischesten Begleiters^' nungen der Renaissance des Reiches der Mitte ist ^ sogenannte „Ehestreik". Es handeil sich um eine rcge>' rechte Auflehnung gegen die „erzwnngenen Heirat«,'»' die von einem Verbände juuger Damen, der „Gcs^' schast der Schwestern" organisiert wird; die Daw^' die dem Verbände angehören, stammen fast dnrchw^ aus vornehmen nnd reichen Familien. Sie verpflich^ sich eidlich, gegen das grausame chinesische Ehegl-'lv. Front zu machen, weil'dieses drakonische Gesetz ^ Frau vor ihrer Verheiratnng zur Sklavin ihres Vatcl-' »nährend der Ehe zur Sklaviu ihres Gatten und in ^' Wilwenzeit zur Sklavin des Sohnes macht. Die T"k^ welche die kleinen Rebellinnen verfolgen, ist, wie ^ in Kaliton erscheinendes Blatt berichtet, höchst eins^' D,i eine offene Gehorsamsverweigernng nnd AuN' nung gegen die Ellern in Eyina als ein Verbrechen!^ das sogar mit dem Tode bestraft werden kann, >oid^ sctzen sich die jnngen Mädchen weder der VerlobiM noch 'der Vermählung; sobald sie aber im Hanse ^ Ehemannes sind, weisen sie Speise und Trank e>^' giscl) znrück und gebärden sich so anfsällig, daß ^ unglückliche Gatte sie nicht zu berühren wagt, wcil^ Prometheusnaturen. Roman von ?l. Hinniub'Norden. (1A. Fortsetzung.) (Mchdnicl uerbolrn. Der Präsident war von dem Minister ill besonderer Audienz empfangen und wartete, von ihm entlassen zu werden. „Ich danke Ihnen, lieber Präsident," sagte dieser, indem er ihm die Hand auf die Schuller legte, „und gratuliere zugleich zu Ihrer glänzenden Kombinations-gabe, die mich hellte wie schon so osl geradezn in Erstaunen setzt. Sie sehen mit prophetischem Plick Dinge voraus, die sich in der Tat eben vollzogen haben, und die kein Mensch wissen konnte als ich allein. Mit beispiel-loser Gewandtheit wissen Sie dann alle Federn spielen zu lassen lind wahrhaft diplomatische Talente zu entfalten. Ihre Vorschläge treffen den Nagel auf den Kopf. Sie haben in dem mir hente überreichte» Memorandum gerade die Punkte berührt, die ich nnserem Handelsvertrage mit der nils befreundeten Großmacht als die wichtigsten für unsere Interessen erachte, einige kleine Abweichnngcn ausgenommen. Aber natürlich, die konnten Sie ja nicht kennen, da das Schriftstück bis heute verschlossen in dem Geheimfach meines Schreibtisches lag. Außerdem sind diese Abweichungen so un-wesentlich, daß sie mich nicht daran hindern würden zu glauben, Sie hätten das Schriftstück bereits ge-lesen, wenn das nicht eben unmöglich wäre." Bei diesen Worten zuckte es nnmerküch iu deu Mienen des Präsidenten, dann aber zeigte sich wieder das geschmeichelte verbindliche Lächeln ans seinen immer nndnrchdringlichcn Zügen. „So sind wir also völlig einer Meinung, und jedenfalls werde ich den regierenden Herrn ans Sie aufmerksam machen und Sie demnächst zur Ordens» detoration vorschlagen. Solche Kräfte müssen beachtet uud seinerzeit an die richtige Stelle gebracht werden." Der Präsident verneigte sich tief lind drückte die Hand des Ministers, die dieser ihn, freundschaftlich reichte. Dann dnrchschritt er die anstoßenden Gemächer und Korridore und trat auf die Straße. Ans seinem Gesicht lag heute ein sieghaftes Lächeln nnd in seinen Augen der Ansdruck eines scharf beobachtenden Mannes. Wer die elegante, hochgeloachsene Gestalt mit den elastischeil Bewegungen nnd den dominierenden Angen an sich vorübergehen sah, der mnßte ihn zn den Alls-erwählten rechnen, denen eine große Zukunft winkt. Verbindlich erwiderte er nach allen Seiten die vielen Grüße, die ihm entgegengebracht wurden, auch Niedrigerstehenden, denn es war sein Prinzip, sich mög. lichsl niemand zum Feiude zn machen, selbst wenn er sich ill leiner bevorzngten Stellung befand. So tanfchte er hier einen Händedruck, dort eiu lächeludes Scherz-worl ans. In seinem Innern aber wogten die Gedanken o»rci>inander, während sein Gesicht den gleichmäßigen Ansdrnct des gewiegten Weltmannes trug. Eudlich! Er atmete tief auf. Er rückte dem er-sehnten Ziel immer näher! Wenn er an seine Jugend dachte, er, der Sohn eines armen Schullehrers. Nachdem er das Gymuasium absolviert, zu dem sich seiu Vater mühsam die Mittel von seinem kärglichen Gehall abgespart, hatte er es auf der Uuivrrsität durch Nachhilfestunden ermöglicht, sein Stndium fortzusetzen nnd zu beeuden. Wieviel hatte er gedarbt und gehungert, an den Freitischen wohltätiger Familien sich gedcmüligt. Dann, als junger unbesoldeler Assessor bei einem Nechtsanwalt gearbeitet, um sich notdürftig den Lcbensuuterhalt zu verdienen. Nnr seilte ungeheure Arbeitskraft uud der ihu vorwärtspeilscheude Ehrgeiz machteu es möglich, allen diesen Anforderungeu zu genügen. Ein einziges Mal im Leben halte er nicht ans die nüchterne Stimme des Verstandes gehört, die sonst alle seine Handlungen beherrschte, das war, als er sich mit den, schönen Mädchen ans verarmter adeliger Familie verlobte, das er in einem bcsrenndeten Hause als Erzieherin kennen lernte. Lange Jahre mußte das Paar warten, bis es sich ein eigenes und sehr bescheidenes Heim einrichten sonnte, aber Helene verstand es neben aller äußersten Sparsamkeil nach außen hin ihre Stellung iil der l^' digsten Weise, zu vertreten. So ging es fort, bis '""' eines Tages, auf seine glänzende Befähigung aust'^' fcml geworden, ihn zum Konsulat versetzte; da stieg ^ zurückgerufen in seil, engerres Heimatland, von Stal!^ z.i Staffel. ' 'Vor seinen sinnenden Gedanlen stand jetzt ein "' , das er kürzlich auf einer Ausstellung gesehen. Da s^ auf dem sonnenbeschienenen Gipfel eines hohen st^,, Berges eine Idealgestall. In ihren Händen hn'^.,!' Szepter, Kronen nnd Ordensslerne, zu ihren F'^ lagen Berge von Gold. Zu diesem Gipfel hinauf st"'^ eiu Chaos wirrer Meuschenleiber, begehrlich str^. sie die Arme empor, kämpften miteinander in >"^, sinniger Hast nnd stießen einander hinab in den gründ. Nur wenigen glückte es, weiter znr Höhe zu u men, nnd voil diesen wenigen waren auch nur einzl' . denen es gelang, zn den Füßen der Gllicksgöllil, n'^,,, znsinlen, nm von ihr die heißbegehrten Gabe>' ,, Empfang zu nehmen. Zu diesen Wenigen wollte ^ gchören, das Höchste mußte er erreichen, und >^'"^,i! nicht anders ging, mit allen Mitteln, die ihn ,^. heißersehnlen Ziele näherbrachten. Keinen über !,^ auf alle herabschauen, das sollte die Geilugluung ^ ^ für die vielen Kränkungen und Demüligungcn s^ Jugend, der Lohn für Elend und Hnnger. — ^,^ ' Indessen stand seine Tochter Lydia im M>lsu>" .? mil der Amati in den Händen am Flügel, nnd ^ Berg begleitete sie. ^ „Haben Sie nicht Auszüge ans Ihrer Op" i" g/bracht, Herr Berg, damit wir sie zusamM^' bieren können?" fragte das junge Mädchen. ^l, „Fräulein Lydia", erwiderte er, „ich möchte >^i daß Sie eine einzelne Partie herausgerissen ""- ,!>' Ganzen hören. Erst wenn das Werk vollendet ist,. z,i> es, wie ich hoffe, als ein festgefügtes Ganzes " ^ Öffentlichkeit tritt, dann werden Sie nrteilen, l".^, mir offen sagen, ob ich zu den Goltbegnadete" ^/ die da sagen können: Ich werde das Höchste ern'l (Fortsetzung folgt.) ^bacher Zeitung Nr. 42. 367 22. Februar 1910. Ä,rn"^' ,'b"" sp'l"" Fingernägel» Bekanntschaft smUen ü '' ^'"" ^'" ^"^' ^'^>'^ "^^ s^' amü-wuk d"'^ "ngenehmen Ho»igmo»des verflossen sind, Eltern ' ^'"'^ ^'^^'' ""^ chinesischer Sitte, ihren >ns N ^'^'^ N^slich mache». Ist sie alier erst einmal !"'ied«. . ^'6 6"rückgekehrl, s" weigert sie sich e»t-^rst',, , "' ^^ugehe», und da dieses Asyl vom dn ssl> '^'^ ""^ unverleNlich angesehen wird, hat del ß?!'"'?" ^"'' Nachsehe». Wenn die zur „Gesellschaft dci "iM'stern" gehörenden Damen sich von dem Joch "l'eit.n ^"l haben, snchen sie sich durch Hand-den i> s andere Frauenarbeit auf anständige Weise sonar s''""l"'lM <^' "erdieile»; manchmal sind sie üi'siv" ^nerös, das; sie emeu Teil ihrer Erspar, der 9 . ^."'lassenen Gatten zuwcudeu, damit er iu ^rn,. ^^ ^'' ^h cine andere, weniger unzugäuglichc "" zu verschaffen. dur ^ ^'^ Prahms durch ein Fenster sprang.) Der Julius ^"^' ^"st"rbenc Publizist und Staatsnian» »ill!, ^' ^lU'dl erzählt in seinen „Eriii»ern»ge» aus ""ö s"n^'""' ^'^' ^'^ iu der „Deutschen Rundschau" Nra, » ^ werden, vou eiuer Vegegiluug >uit ,1,!. ^'^- ^ckardt kam nach einem Ausflüge, den er au^ n !I H^l'lapcllmeister Hcrmauu Levi vou Karlsruhe hi^ s? ,s ^^'"ßlnlrg gemacht hatte, uach Baden-Baden, auf n< ?"' '-''^ beide» ii, einem der öffentlichen Gärten dr, V"^' d"' mit dem Maler Anselm Feuerbach !u,tl,clM Abend bei einem Glase Punsch genoß. ^Ulscl ' '^ ^ Jahre alt geloordene Komponist des ei'U'r l" ^^"'"" '^"^ ^" glänzender Lanne und von ^kebri ^^'^ Ausgiebigkeit,' die dem sonst nach innen ^lirrb^ ^"""e „ichs eigentümlich zu seiu pflegte-nrni lss " "" bildschöner juilger Mauu, der iu sei-hast.',, !^^"' Samlröckcheu eiiieu etwas kuustreiter. der N>, '^"'ct machte — bestritt einen großen Teil Hmibcr?"^'"^ '"'l Erzählungen aus Italien. Alle ^'niic, ^ s^ ^^^ Sommernacht im Rheintal zu atineu >wr d> « ""' 1'^ "'^ "'^ gesenlt zu haben: Brahms ^'1)?!,^ „^^'^uiigleste von uns allen und oon einer dir ^, .,^'^'N, die alles mit sich fortriß nnd uns Wliiils'N '^""N l^ab, nicht ei»e plötzlich zusammen-zu h^>^ '/. s">,der» eine längst befreundete Gesellschaft hrrill,^"'' ^"i'lk Hang aus den nahegelegenen Gärten aus d?/ "- ^^''^ Viischen schmetterten die Nachtigallen, ' ^ St?' ^'"^"' F"'sler einer benachbarten Villa tönte !» !>iä/"^ ^'^^^' jllllgen Sängerin herüber, die noch Vor^"', .^"chlstunde' das Trinkgeld aus „Luerezia ^sliqen ^> ' ^^"hms, der von Übermut sprühte, den !"!;, ri's ,^ abgeworfen halte und in Hemdärmeln da» »ü „H lustig- ^Tas Tempo ist falsch!" Und schon >n dr,i !^ ^">uent lvar er durch das offene Fcuster halle sick^^ ^^'^' iiberraschlen Dame gesprungen uud ^^liqeli' ^'" ^lligel niedergesetzt, »m den richtigen Takt spensl^"'^ 6r lehrte, „dein Gesetz der Teufel uud Ge» sellsch^r. s^lgeiid, auf demselben Wege wieder znr Ge-^rst ^^Ulick und bestellte sich ein neues Glas Pnnsch. cittr fiiils.' ^l'orgen dämmerte, suchte die Gesellschaft Rasthof ^' '^"l)e auf improvisierten Lagerstätten im "äuin blauen lind goldenell Stern". ^l'Nral)lii " «euer Marstanal.) Aus Newyork wird serd'atur,. ' ^^ Professor Lowell, Direktor des Ob-^du„q.> ^" flagstaff iu Arizoua, soeben die Voll-hat. ^ "^ neuen gigantischen Marskanals beobachtet der f^ / tausend Meilen lang uud erstreckt sich von ^"anmon Q "^'s ^"'^ gchal'tenen Gegend, der so-"acl, Sü>,> .^'^s uuijor, durch die große Ebene Lybia ^'Nch Mi N' P'ufessor Lowell hat'deu Kanal, sobald !chrn ^,, «^"'^'^ füllte, photographieren können. Zwi° " friil).', '""^'" -'^"l "i,d Septeiuber ist plötzlich aus ^" off/, s"' udeu Strecken, die der Kanal durchzieht, ^^fcssur "/ ^'^ fruchtbares Land geworden. Nach .'""al lii„s7,"'^ll ist lein Zweifel darüber, daß der !^Trr " '"? hergestellt uud daß der Mars bewohut °/e Phu.^"''"uische Astronom Professor Bnrnham hat ^UcllZ s O'"l geprüft und glaubt, daß Professur >"en u>^ ^ ^ungeii von der größten Wichtigkeit ^ Vlar? . !'"^'N's Zeuguis dafür gelteu müssen,'daß ^ ^ "in lntelligenteu Wesen'bewohnt ist. ^urf^^fträssor auf Flugmaschinen.) Aus l 'Mrr ^"uc' berichlel: Der Laudbriefträger, der im i ""'"lschio /"^""t"l Landstraßen stundenlang ein-^!ten z/l '' U" seine Briefe nach abgelegenen Ge» ^"en Dl'.?!'"' darf auf eine Erleichterung seines , "Ut de». ^ ^^l">. In Amerika beschäfiigt mai, ^""g der^, ^'^lie, die überraschende Vervollkomm. >n ' ^a„db, 3'^'^ine su bald als möglich praktisch für Ä" Ech,Ätt"gerdiens< anszunützeu. In« Winter, Nn lelton '^"^u' Straßen un.vegsam macheu, wird !. >l'chlei< w^"^^'"st verzögert, lueun uicht zur '>" v d '"'.'"üt'^ l" schlaf der ^lnglünstler lu^'slct w^^ ^""dbriefträger mit Flugmaschinen L?'^"drn w""' "'ld so Unabhängigkeit' von den ^ ^ketrn .^"bältnissen qewiuuen^ In kleinen ^^"dr. ^Nt der „Vrieffl.eger" seine Sendun^ lon?^ ab m.^"sd"' "bseils liegenden Gehöfte nnd Tis?.?s'in ,',^w',sei!ie.i Flng zu unterbrechen. ^Nd^ Nttreu 1^ '^ ^'""'"' ^"t iu einen, größere,' 'Ä^r st^ l'U'e Pslicht erfülleu, währeud dil " lön.^ ä"r bestimmten Stuude auf ihre Post Lotal- uud Promuzial-Nachrichtcu. " Philharmonische Gesellschaft. Dritter Kammermusilabend den 19. Februar 1810. Die erhaltende Kraft der Kunst wird znm Jungbrunnen, wenn man sie gnt zu übeu versteht, und altert vorzeitig nur die Stümper, die mit ihren Kräften schlecht haushielten. Aus dem Jungbrunnen erhaltender Kraft hat Mnsildiretlur ^öhrer geschöpft; er hat seit Dezennien seine heroorrageudeu Eigenschafteu uud Fähig» teiteu als Künstler, Lehrer uud Meusch in den Diensl der edelsten der Künste gestellt, Eigenschaften, die ihn befähigten, die mannigfachen wichtigen Aufgaben seines opferreichen Berufslebens in glücklicher Weise zn lösen. Als Komponist ist Musitdirellor Zöhrer nicht häu° fig hervorgetreten, doch bereicherte er die Klavier, uud Ehorliteralur um wertvolle Schöpfungen. So manches Manuskript harrt noch der Veröffentlichung, das vou grcßer Begabuug uud überlegenem Können zeugt uud gewiß größeres Aurecht auf Anerkennung besäße als Werte zeitgenössischer Komponisten, denn der Tun-tünstler, dem uicht der große Apparat einer zudriug-lichen Reklame zur Verfügung steht, kauu dem Pu° blikum seine Werte selten unmittelbar vorführen. Die bisher in Druck erschienenen Klavierkumpo. sitionen Zöhrers zeichnen sich durch warme Melodik, Formschönheit, edlen Fluß aus, zeugen von gediegenem Können und edler Erfiuduugsgabe. Seiue Souate für Klavier uud Viola, op. 3l iu l'''äul', die uus Musik» direltor Zöhrer im dritteu Kammermusikabende am 19. d. M. vorführte, braucht den Vergleich mit deu besteu Schöpfuugen der Kmnmermusikliteratnr nicht zu scheuen; sie bietet eine wertvolle Bereicherung der so spärlichen Literatur für Viola. Iu Wien mit großen, Erfolge aufgeführt — wir haben ehrenvolle Besprechungen hierüber bereits veröffentlicht - fand das prächtige Werk iu Laibach eine begeisterte Aufnahme, die in herzlichem, rauschendem Beifall-.' nach jedem der vier Sätze und in ungezählten Hervorrufen des Komponisten überzeugend zum Ausdrucke kam. Die Sonate bietet iu ihrer Gedrungenheit und Klarheit, in der Form ein gediegenes Stück koutra-pünktlicher nnd thematischer Arbeit. Sie weist vollendete Formschönheil ans nnd ist thematisch fein ansgeführl. In, ganze» bestrickt sie durch eoleu Fluß uud verrät sicheres, zielbewußtes Strebcu: erquickend durch warme Melodik, erfrischt sie durch lebensvolle Rhythmik. Geist, voll wird der Eharatler der Bratsche durch edle Gesangsstellen in allen Sätzen zur Geltung gebracht nnd der Entwiclluug virtuoser Technik Rechnnng ge> tragen uud daß ein hervorragender Pianist wie Zührer deu Klavierpart in hinreißender künstlerischer Art aus« gestattet hat, ist ja natürlich. Die Sonate wandelt nicht krankhafte moderne Bahne», gehl nicht auf das Erotische, Impressionistische ans, davor bewahrt den Komponisten seine künsllerlsche Vergangenheit, sein gnter Geschmack. Hingegen bringt sie edle Gedanke», in präzise Formen uud enthält mehr Innerlichkeit als Slimmnngsmacherei; sie hält an, natürlichen Gesetz der Verwandtschaft der Tonarten fest nnd vermeioet das spri nghafl Unvermittelte. Der gesunde, musikalische Siuu bewahrt deu Komponisten vor geislreichelnd konstruierten Phrasen, erquälten Ge> danken; er hält an den, Gedanken fest, daß zur Musik anch Melodie gehöre, und eine schöue, formvollendete, vornehme Melodie ist viel schwerer herznstellen als eine Häufung von Dissonanzen oder „Kakophunien". D,e Sonate Zöhrcrs ist Musik, wirkliche Musik für warmfühlende Menschen, keine ans kaltem, reflektorischem Wege künstlich konstruierte Tonverbindung. Rcmiuiszenzcnjäger werden vielleicht Nachempfindungen an die Romantiker entdecken Wolleu; jedenfalls sind die Nachempfinduugen an große Meister bei dem Umstände, daß der Komponist so viel und schönes „Eigenes" zu sagen hat, nur der Ausfluh eines für das Edle und Große iu der Kunst begeisterten Mannes. Eine kritische Analyse der einzelnen Sähe erscheint ohne Nebenbeispiele müßig, und wir glanben daher daraus verzichten zu können. Den, schwuugvulleu ersten Satze mit seinen kräftigen Steigeruugen und seiner gediegenen Durchführung folgt ein anmutsvolles, klangt schönes Andante, voll reizvoller Romantik. Überraschend wirkt der zweite Teil, wo das Thema aus dem ruhigen Dreivierteltakt in einen prickelnden Dreiachteltakt nm-sttzt uud iu humorvoller, scherzuartiger Form ciuen pitanten Gegensatz zn dem ersten ernsten Teile schafft. Noch markanter tritt dieser Gegensatz im Schlnßteilc in den den ruhige» Fluß unterbrechenden Dreiachtel-Slacealufigureu des Klaviers auf, um dauu in weihe» voll gehobener Stimmung zart verklingend, gesangsvoll zu schließeu. Voll köstlicher Irische und hinreißendein Feuers, wirkt das Scherzo hinreißend, im Trio traten mi! mildem Ernst, von der Bratsche getragen, Gesangs» motive der ersten Sätze auf. Der Schlußsatz greift zu stärkeren Farben, gleichwie als hätte der Komponist damit ein Orchesterstück ersetzen wollen. Der gebildete Musiker wird diesem Teile den Preis in der geistvollen tontrapuuktlichen und thematischen Durchführung zuerkennen, welche die Meisterhand eines ausgezeich» ueleu Musikers, den Geist eines Künstlers verrät. Die Aussühruug oes schwierigen Wertes war prächtig. Vou Musikdirektor Zöhrer wurde der tecl> nisch schwierige Part mit Schwnng und Feuer gespielt; Frau Vauer » Le ch n e r wirtie durch den edlen Ton ihres Instrumentes, auf welchem sie mit weiblicher Zartheit und, wo es der Vortrag erforderte, mit maul,' lichcr Kraft uud Innigkeit des Ausdruckes spielte. Die Vortragsorduuug des Abeuds eulhielt ferucr die aumutsreiche Streichlriu-Serenaoe . 8 in 1>twr oon Beethoven, die von den, Herrn Kouzerlmeister Haus Gersluer, Frau B a u e r » L cch n c r und Herrn Rudolf Paulus mit reizvoller Zartheit uud Inner» lichkeit vorgetragen wurde. Das Publikum ehrte di>: Küufller durch herzliche«, Beifall uud erzwaug die Wiederholung der lieblichen Polaeca. Den würdigen Beschluß des schöne», Abends vil» deie Brahms' schönes, geistvolles Klavierquartett op. 26 iu ^,- n, Kommandant des Infanterie» rcaimenis Nr. 17, wird demnächst in den Ruhestand ül'eruommen und znm Kommandanten des Militär» Ii.validenhanses in Wien ernannt werden. Zu seiuem Nachfolger ist Oberst Alezander I o v a n o v i « vom 8.> Infanterieregiment ansersehen. — 0 K legiert. —?. ^ l^lnsscheidung der Steucrgemeinde Podobeno aus der Ortsgemciudc Asriach und deren Znwcisung znr Ortsgemeinde Pölland.) Der lraii,ische Landesansschuß hat im Sinne des ^ 4 der Gemeindeordnnng vou, 17. Fe» bluar 166li, L. G. Bl. Nr. 2, nach gepflogenem Ein» vernehmen mit der k. k. Landesregierung bewilligt, daß die Sleuergemeinde Podobeno aus der Orlsgemciudc Afriach ausgeschieden nnd der Ortsgemeinde Pölland einverleibt werde. —r. — Winierschäden.) Auf den Alleebäumeu der aus Laibach auslanfenden Reichsstraßen fiildet man Dutzeude von abgebrochenen dicken Asten »nd jungen Baum» stlimmen, die iu, heurigen Frühjuhre durch ueue werden ersetzt werden müssen. Die gleiche» Folge» der Schneelast der letzten vier Wochen findet man in den meisten Buchenwäldern von Inner» und Oberkrai». x-. — lKein Vismangel.) Die Temperaturabnahme in dei abgelaufenen Woche gestaltete sich für die Eisbildung derart günstig, daß sich aus den Stehgewässern m d" mimittelbareu Nähe der Stadt 5 bis / Zeutmiek'r iMe Eisscholle» bildete», die am Mittwoch und Donnerstag in private Eiskeller verführt wnrden. x- Laibacher Zeitung sir. 42. 368 22. Februar 1910. -- ^Erledigte Militärstiftuuqsplähc.) Aus der Frauz Graf Eod r o i P o - Stistuilg vier Plätze zu je 84 l< mil eiumaliger Beleilung für arme heiratsfähige Sol» datennlädchen, deren Väter einem der ill dell ehemaligen innerösterreichischen Läildern gelegenen Regimellter an» gehöre» oder angehört habeil sowie Mädcheil voil III» validen des Mililärinvalidenhanses in Wieil, die aus einer während der alliven Dienstleistung des Vaters nach erster Klasse geschlossenen Ehe slamine». Gesuche (stempelfrei) sind sosorl ai, das Invalidenhanskommando oder an die zuständige Evidenzbehörde einzusenden. — Aus der Hanplmannswilwe Kath. S ch m e I t o°Stifliing drei Plätze zu je 174 1v 73 l>, ciumalige, Veteilnng, für arme, weibliche Artillerieoffizierswaisen, die mit dieser Stiftung noch niemals beteilt wnrden. Gesnchc (stempelfrei) sind bis 20. März an die Evidenzbehördc einzusenden. Die Gesnchsbeilagen N'erden nach Gebranch' nähme rückgestelll. — Alis der Gräsin Isabella Eroee geb. D u l f i n u n i - Eliftung zwei Plätze zn je 222 X 20 ll bis znm volleiideten 18. Lebensjahre für mittellose, in keinem Versorgnugsgennß flehende mänilliche oder lveibliche Waisen von l. n>,d t. Offizieren und Militärbeamten, die in aktiver Dienstleistung gestorben sind. Gesuche (slempelpslichlui) find bis 20. März an di< Evidenzbchörde einzusenden. — schichte des Laibacher Bodens im Altertum entrollte. Der samstägige Vortrag, der die Entwicklung unserer Stadt im Mittelalter zum Gegenstände hat, kann somit als eine Fortsetzling des vorjährigen betrachtet werden. Anch bei diesem Vortrage, dem man mit großer Spa»-nnng entgegensehen darf, werdeu Lichtbilder vorgeführt. Carlen -V l' K, Schülerkarten n 2l! I, iu Jg. von Mein-mayr ck Fed. Vambergs Vuchhaudlnng nod an der Abendkasse. — (Vortrage.) Der hiesige slovenische christlich-soziale Verband wird jeden Dienstag abends um halb 8 Uhr Vorträge in seinen Vereinslokalitälen (Hotel „Union") veranstalten. Heule wird Herr Reichsratsund Landtagsabgeordneter Dr. Ignaz 2 itnik über den erlöschenden Halbmond sprechen; am kommenden Dienstag findel ein Vortrag des Herrn Landesansschnß-beifitzers Prof. Engeil I are über die Enlwicklnng des Theaters statt. — (Der Priuatlchranstalt de^ Josef (shristoph in Laibach) hat die I. l. Landesregierung für Main nun auch die Abhallnng von Sprachkursen in der deutschen und in der slovenischen Sprache bewilligt. Da an der genannten Privatlehranstalt mehrere geprüfte Fachlehrer den znr Ansnahme in Epartasseninstitnte, Handels-lontore, Advolalnrs-, Notarialslanzleie» nsw. erforderlichen Unterricht in der Stenographie, Buchführung, im Haudelsrechnen, Maschinenschreiben nsw. erleilen, kaun diese sehr gnl besuchte Anstalt besteus anempfohlen werden. — (Andreas Hoser-Fcier in Idria.) Samslag, deu 19. d. M., fand anläßlich des hnnderlsten Todestages Andreas Hofers an der l. k. Oberrealschule in Ieria eine zwar kurze, aber erhebeude patriotische Schulfeier statt. Nachdem sich am erwähuteu Tage, del mii Vewilliguug des t. k. Landesschulrales sür schulfrei erklärt worden war, nm 9 Uhr früh der Lehrkörper und die Schüler der Anstalt iu der der Feier entsprechend geschmückten Turnhalle des Realschnlgebäudes versammelt hallen, enlwars Hcrr Direktor Dr. Sl. Beuk der willig lauschenden Iugeud in einer formvollendeten Rede das Lebens» nnd Charakterbild des Hclden, der jung uud alt als ein lenchlendes Beispiel tiefer Frömmigkeit, ftreuger Rechtlichkeit nnd nnwandel-barer Treue seinem Vaterlande und Herrscherhcinse gegenüber gellen soll. Darauf stimmte der Schülerchor di>' Kaiserhymue au, mit deren Absingung die Feier ihren Abschluß saud. O. 15. — (Todesfall.) Am 21. d. M. starb in Treffen der dortige Apotheker Herr Johann Ruprecht »ach längerem'Leiden im 62. Lebensjahre. Der Verstorbene swmmle ans Lulowitz bei Egg ob Podpe5, wo sein Vater als Arzt wirkte. Als Kadett hatte er den Feld-zm, im Jahre 1866 bei der Nordarmee mitgemacht, wurde von dem Feinde gefangen genommen »nd war bis znm Friedensschluß in Swinemünde interniert. Ruprecht war nahezn dreißig Jahre in Treffen ansähig, gründete vor 26 Jahren die dortige freiwillige Feuer» wehr, deren erster Hanptmann er wnrde und war Mit-begründer des dortigen sloveuischeu Lesevereiues sowie viele Jahre defsen' Obmann. Durch mehrere Jahre war er auch Gemeiudeausfchuß uud Orlsschnlinspeklor und bis jetzt Obmauu des Spar- und Vorschußvereines in Treffen. Seinen Bemühungen ist es hauptsächlich z,l verdauten, daß der Bahnhof, der ursprünglich in Unter°Deulschdorf projektiert war, in Treffen gebanl wurde. Da der Verstorbene auch im persönlichen Verkehr gegen jedermann leutselig nnd zuvorkommend war, erfreute er sich allgemeiner Beliebtheit und Wert» schätznng. Der Verblichene hinterläßt nebst der Witwe drei Sohne, von denen der älteste Pharmazeut ist, der zweite als Bankbeamter in Laibach wirkt nnd der jüngste an der Hochschule iu Wien Medizin studiert. Die einzige Tochter ist an den Evidenzhallnngsgeometer Herrn Perov^ek in Gurlseld verheiratet. 8. — (Vine auffällige Erscheinung) wollen Naturfreunde in diesem Winter beobachtet haben. Fast die ganze Tierwelt hat ein abweichendes Verhalten an den Tag gelegt. Vor allen, ist in der Vogelwell eine Unmasse von Vertretern der verschiedensten Zugvogelarteu zurückgeblieben. Unsere Standvögel, die sich in den Winlermonalen möglichst nahe an menschliche Wohnnn-gen heranmachen, sind in diesem Jahre in Wald nnd Feld geblieben. Auch die Wildgattungen verhalten sich vollständig anders, als dies in sonstigen Wintern der Fall ist. Schlnpsliere haben sicli nicht so tief in den Höhlen nnd Winkeln versteckt« als dies sonst ihre Gepflogenheil ist. Man könnte daraus schließeu, daß wir in diesem Jahre nichl mehr viel Kälte zn erwarten haben. -- (Schuceabrutschunqel,.) Ta-5 in den letzten Tagen eingelrelene Sauwetter halle zahlreiche Schnee-alrulschnngen von den Dächern znr Folge. Die ab-gernlschteu Schneemassen rissen Ziegel mit sich nud beschädigten die Schneehälter »nd Dachrinnen. Nennenswerte Unfälle ereigneten fich hiebe, »licht; nnr eine Gemüsehändlerin kam mit ihrem Handwagen niller eine solche Schneelawine, nahm jedoch leiuen ernstlichen Scha-den, nur die Ware wurde ualürlich start beschädigt. — Die Spengler haben nun vollauf zu tnn, da fast a^l jedem Hanse die Dachrinnen schadhaft sind. Der verursachte Schaden ist eiu beträchtlicher. kc—. (Kaninchenzucht.) III den letzten zwei Jahren hat sich nnser prallischer Lcmdwirl verschiedeile» nenen Volkswirtschaftszweige» zilgewendel, wozn nnter den einträglichen anch die Kaninchenzucht zu rechnen isl. In der. mittleren uud größeren Gehöften von Inner- und Unlerkrain (die Bezirke Goltschee, Rndolfswert, Littai und Laibach Umgebung) findet man hente ganze Stal-Ii'nge» Kaninchen verschiedener Galtnng uud Größe, deie» Zucht schölle Zinsen trägt. Es gibt in den kleine» Städte» ganze Familien, die ans ökonomischen Gründen Kaninchenfleisch dem teureu Rindfleisch vorziehen. Der Laibacher Lebensnliilelmark! weist wöchentlich eine größere Prodnklion von Kaninchen aus, die viele Abnehmer finden. x. " (Krankenbewegunq im Monate Jänner.) Im Lcmdesspitale in Laibach sind in, Monate Dezember v. I. 853 tränke Personen, nnd zwar 200 männliche nnd !53 weibliche Personen verblieben. Im Monate Jänner wurdeu 755, und zwar 458 männliche nnd 297 weibliche Personen anfgenommen. In Abgang wurdeu ge» bracht, und zwar als geheilt 241 mänilliche und 186 weibliche, als gebessert 115 männliche nnd 79 weibliche, als »ngeheilt 10 männliche nnd 10 weibliche; transferiert wnrden 23 männliche nnd 18 loeibliche Personen. Gestorben sind 35 männliche nnd 9 weibliche Personell. Mit Ende des Monates Jänner sind daher noch 234 männliche nnd 148 weibliche Personen i» ärztlicher Behandlung verblieben. —i'. " (Zur Volksbewegung in Krain.) Im politischeil Bezirke Laib a ch Stadt (40.564 Eimvohner) fanden im vierten Onartale v. I. 127 Tranlingell statt. Die Zahl der Geborenen belief sich auf 242, die der Ver. slorbenen anf 262, darunter 61 Kinder im Aller vou der Geburl bis zu 5 Jahren. Ein Aller von 50 bis zu 70 Jahren erreichten 63, von über 70 Jahren 46 Personen. Au Tnberlnlose starben 44, an Lungenentzündung 26, an Tiphlheritis 2, an Scharlach 2/ durch zufällige tödliche Beschädigung 8 nnd dnrch Mord nnd Totschlag 3 Personen; alle übrigeil a» sonstigeil verschiedenen Krankheiten. Ein Selbstmord ereignete sich nicht. - Im politischen Bezirke L a i b a ch Um-g e buug (59.828 Eiuwohuer) faudcu im vierteu Quar-tale des Jahres l909 77 Tranungen stall. Die Zahl der Geborene!, belief fich auf 6l6, die der Verstorbenen aus 388, darnnter 170 Kinder >m Alter von der Gebnrt bis zu 5 Jahren. Ein Alter von 50 bis zn 7!' Jahren erreichten 80, von über 70 Jahren 53 Personen. An Tuberkulose slarbeu 63, an Lnngenenlzündnng 24, au Diphtherilis 12, all Keuchhnften 4, an Scharlach 10, an Typhus 2, durch zufällige tödliche Beschädigung 7 Persoue» »»d durch Selbstmord : Person; alle übrige» an sonstige» verschiedene» Kralllheiten. Ein Mord oder Totschlag ereignete sich nicht. ^ Im politische» Be-zirke Gotlschee (42.306 Eiuwohuer) fanden iu, verflossenen Jahre 294 Trauungen statt. Die Zahl der Geboreneil belief fich anf 1600, die der Verstorbenen ans 933, darnnler 356 Kinder im Alter von der Geburl bi'5 zu 5 Jahren. Ein Älter von 50 bis zn 70 Jahren erreichten 181, von über 70 Jahren 213 Personen. An Tnberknlose starben 119, an Lnnge»e»lzündu»g 58, an Diphtheritis 24, a» Kenchhusten 5, an Masern 3, an Scharlach l8, a» Typhns l, dnrch znfällige tödliche Be-schädignng l0, durch Selbstmord 3 Persoueu und dnrch Mord und Tatschlag ! Person; alle übrigen an son» sligen verschiedeilen Krailkheile». — —,-. - Mindeulclircrkon.qrcß.j In Wien wird im lau» senden Jahre der 13. Bli'ndenlehrerkungreß stattfinden, fü.' desfeil Äeralnngen die Zeit vom 25. bis 30. Juli 1910 festgesetzt wnrde. Die Vorrersammlnng findet am 25. Juli 'statt. Eine mit dem Kongresse verbnndene Ausstellung von Blindenlehrmilteln soll den Teilnehmern an. Kongresse Gelegenheit geben, sich über alle bisherigen Leislnngen lind Fortschritte auf diesem Gebiete oeo Vliiideüwesens ge»a» zn informieren. Die Anmeldungen von Unterrichtsmitteln nnd Vlindenarbeiten für die Ausstellung, gegebenenfalls auch des hierfür uötigen Raumes, werden bis zum 25. April d. I. erbeten. An» Meldungen znr Teilnahme an dem Kongrefse nimmt der Geschäftsführer des Ortsausschusses,' Regieruuasrat Alerauder M elI, Wie» II/2., Wittelsbachstraße 5, ci't» gegeu. — lDic staatlichen Telephonanlaqcn.j Die staat' lichen Telephonanlagen in Österreich habeil am 1. I^' uer d. I. umfaßt: 770 Lokaltelephouuetze mit 7?» Haupl- und 218 Nebe»zentra!en, 1598 öffentliche Sprechstellen, 110-öffentliche Telepho!,alito>nalen, 71.3?" Abonnenten'Hanpl- nnd 21.59! Abonilenlen-NcbeN' stalionen, anßerdem 302 selbständige öffentliche Sprech" slcllen »nd 27 selbständige Amlsanschlüsse ulil 10 Neben< slationen, endlich 399 inlernrbane Telephonleilunge» mi! einer Linienlänge von 24.179-550 Kilometer. Dies bedentet gegenüber dem Stande vou, l. Oktober 19l'9 eineil Zuwachs von 59 Lokallelephonnetzen mit 5^ Hanpt-, 12 Nebenzeillralen, 78 öffentlichen Sprech' stallen, 9 öffentliche!, Telephonanlomate», 3155 AboN' nenten-Hanpt- nnd 1110 Nebenslalioueu, 35 selbstäN' diae» öffentliche» Sprechstelle», 34 inlernrbanen Lei' lnngen mit einer Linienlänge von 1352726 Kilometer dagegen ei»e» Abfall vo» 8 selbständigeil Amlsailschlüsse!' mit 8 Nebenslalioilen. Bei einenl Vergleiche »nil del» Stande vom 1. Jänner 1909 ergibt sich im Jahre 19<^ ein Zmvachs von 140 Lukaitelephonnetzen mit 1^ Holipt», 37 Nebenzentralen, 228 öffenllichen Sprech' stellen, 31 öffentlichen Telephonantomaten, 10.9?» Aboilllenteii.Haupt' uud 3647 Nebenstalionen, 64 selb' stäildigen öffelltlichen Sprechstellen, 76 internrbancN Leitungen mil einer Linienlänge von 4740-966 Kilo-meter, dagegen einen Abfall von 7 selbständigen Am^' anschlüssen mit 4 Nebenstalionen. " varmer, unler denen sich auch eine Fran befand, renitent bc» »ahmei,, wurde» alle behufs Ideulifilätsfeslstellung a>^ die Zentralwachftnbe begleitet. DieFranenspersoil, der cZ u»>vohl wurde, luußte mit den, Rettuugswagen in ih^' Wohiliing gebracht werden. -' ll5i« ciqenartiqer Vichtrieb.j Ailf der Triestel Straße sah man gestern uachmillags eiueil eigenartigen Vichlrieb. Alis einem bespannten Wagen saßen ein Fllischerkuechl »nd ein Lehrling, während a» dem riic^ loörtige» Teil des Wagens ein Stier angebunden wal' Infolge des rascheil Fahrlempos >var das Tier am gaN' zen Körper mit Schweiß bedeckt. Ein Sicherheitswach' mciln stellte sofort den Viehtrieb ein und erstatte^ gegen die beiden Burschen die Anzeige wegen Tic^ gl'älerei. l " ^Verloren.) Ei» scl)warzleder»es Geldtäschcheil Ml' ' 1? K 90 l,, ei» goldener Damenring mit einem SlN^ re.go, ein Spazierstock mit silbernem Griff, z>^' Nrillailtohrgehänge nild ein Geldtäschchen mit 8 l<. " sGcfunden.j Eiu goldener Ohrring, ein schwarz^ Havelock und ei» Spazierstock mil silberueul Griff. — lWrttcrbericht.j Die Wetterlage hat sich ss'' gestern wenig verändert. Der tiefe Lnsldrnck hält s'^ im Nordlveslen, der hohe im Osteu. Die nördlich^' Alpenländer meldeu anhaltendes Föhnwetter. D'^ . Teinperatnren sind nenerdings gestiegeil. Südlich v»» » del, Alpeil und iu den Karpalhenländern ist es vol' k »viegend trüb und mild. Au der Adria herrscht Schirokko-In Laibach hat sich die Witterung im Laufe der NcM etwas gebessert. Nachdem es gestern tagsüber un'!,' trüb uud bewölkt geweseu, heiterte sich' abends d^ Firiuameut vollkomnlen aus. In den Morgenstunde überzog es sich aber nenerdings mit einer hohen Ein'"' Ttratusschichl, die meist als Vorbote günstiger WendlW im Witternngscharalter aufzusajseu ist. Die Temperalll^ betrug heute'früh 3,7 Grad Eelsius. Die Barograph^ kurve zeigt langsamen Anstieg. Die Veobachlnngsstal'^ neil uieldeleil folgende Morgcnlemperaturen von gest^. Le.ibnch 3,3, Klagenfurt 1,?', Görz 9,2, Trieft 10,0, P"'" 9,9 (Regen), Abbazia l<>,4 (Regen), Agram 9,9, Sc"^ jevo 4,1, Graz 2,5, Wien 2,8,' Prag 3,0, Berlin 3-"' Paris 8,1, Nizza 6,2, Neapel l2,4, Palermo 1^ Petersburg — <>,2; die Höhenslalionen- Obir ^^' (Slnrm), 'Soniiblick — 7,8, Scmmeriug 4,6. Voral's' sichtliches Wetter in der nächsten Zeit für LaibcB' Wechselnd bewölkt, schwache Wince, mild. ^. Theater» Kunst mw Literatur. — lStrauh' „Glektra" in London.) Im Eov"^ gardeN'Opernhanse wurde als Eröffuuugsvorstellm-der auf vier Wochen berechneten Winlersaison 3»^)" . Slranß' „Elektra" zun, ersteninal mit großem (5^A aufgeführt. Der Erfolg wäre vielleicht' noch lebha,'. geivesen, hätte nicht seit Wochen eine beispiellose " wenig geschickte Reklame gewisse Äußerlichkeiten ^ Straußschen Musik so einseilig übertrieben, oaß ^ Wirklichkeit hinler der erwarteten Sensationslust v"^ zurückblieb. ^ — lSprachstudium.) „Le Tradueteur", "^,i, Translator", „II Traduttore", drei Halbmond ^HrZeiwnc, Nr. 42. 369 22. Februar 1910. lu'''i chcn^!n.?^'^''''' d"' französischen, englischen, ita-'^läe c. ^"'t,chen Sprache. — Dich- Lehrschriften, zlii Ui,fs, s'^ "l'M'u Iahrgaiui, begannen, niachen sich U'enn N » ' ^"'' Studium der ' fremden Sprachen, chmUc, ^ "'^' sch^n vorhanden sind, auf inter-^m Nn , ""lerhalleude Weise weiterzuführen. Die b"» L(',' "^'"!"" gestellte g.'llaue Übersetzung führt ^>!sdrii<5 » '" beiden Sprachen dm richtig gewähltell ^r'wuiis ^''"^""^ ^"' Wortschatz vernlehrt und die ^'ndri, f ^ ^^^ Wiedergabe des Sinnes erlernt IlNifei^ "' ^^^' ^nminer eilthält neben einer durch» NwlX ?"h'"" ^^ählnng Lese- und Lehrstoss. se>!vie ^ tmiMännische Briefe, Überfetzliugsalisgabeil, ünd i),?' ^'sondere )1inbril sür Brief-, Pustkarleil-bls^s,? ' lU'Nsanslausch. Wer sich »nit Sprachstlldiuui bräunt ^""' ^^'^ >'b""ll gut eingeführten und ^wb,ni,m'^^^"l^'u miss wärmste empfohlen. -»'Ich os /"'" lür französisch, Englisch oder Ilalie-^c ss^ '' ^urch den Verlag des „Tradnelenr" in ^a^e.^onds (Schweiz). ^ schule«/^<'""!'-'"'M s'^ ^°ch° «nd Halwlialt,llissö° Nriverbli^'^ "^"band zur Förderling des fachlich-do,, ^s, ^ ^urtbildunqsschlillvesens in Österreich" Hal spverlis'?' ^nnd seiner Schematismen für sachlich-u»d 5->n ! "^ranstallei,, den „Schematismus für Koch-dr, ^ 5^^U!iqssch>il^l in Östcrreich", herausgegeben, slalt^ !"l»llichc, dieser Kategorie angehörigeu An-ssob^ ., "^ ^^'u neuesten Daten' zusammengestellte An-sploclw «s ""^'^' Adresse, Gründungsjahr,'Unterrichls-ü,^, ,-^ sunder. Stifter, Erhalter, Schnllcitung, Na-^»rsdm! ^"' Lehrpersonen, Unlerrichtsgegenslände, nli^' «.<"' Schülerzahl us>v., ferner ein Verzeichnis '^lMlii^ ^'ll'men österreichischer Seminarien zur ciUhält ^'^^ "^'^ ^^° "'^ HlNishallungslehrerinnen ^erk^ ^^ ^rband hat durcl) die Herausgabe dieses 3n. '" "uer Züricher Privalbibliolhck entdeckten "Nilbein ^lMll'n gehalteileu Werkes von Goethe n>> c>ed,^ ""ft"s theatralische Sendnng" der ersten iahre" !s ^'!' Fassung von „Wilhelm Meisters Lehr-riler in ^ '^ ^"' "Vund" mitteilt, der Lileraturhisto- ^ .-Uern Dr. Mayer betraut worden. d'Mir 9^,^^ "n.") Inhalt der 3. Nummer: 1.) Vla-Spirit s't i k: Sphinr Patria. 2.) Milan Pugelj: bund 4/annlicms. 3-)'Milan Pugelj: Der Vaga-"uschcn'^^" ^"h- ^)l und die Anfänge des büh° Piuslosl^""'s- 5.) Paul Golob: Im Herbste. 6.) ".j lHlhj ."retanuo: Auf Spaziergängen in Nom. Karlf)j_7^lstani Die Königsherrschaft. 8.) Doktor ton <^/ " <-' r I e ch n e r: Ans der Geologie. 9.) Feuille» erhalt ^ ^ Theater, Unsere Bilder). — Das Heft ^. ? Illustrationen. ^ ^uq,s't>/'^^'^''-^ schall der 2. Nummer: Mie ^''l"n Pu^egar: Ein freies Wort ,'ibcr die ^Utiiiw^??- ^ ^arl Koeder: Die erziehliche Be-K" slWe,^""s? U'ld der Schule. 3.) Franz Vajda: ^oses I-' ^")>'n Terminologie in der Geometrie. 4.) Dr. Name,, 5^'""^' Ubor die Schreibung der Orts-^ Ums/l ^'^"- Die Kometen. 6.) Literalurberichte. Zchul. ^ ^" l^eitungsschnn, Pädagogische Nachlese, ?"nde ^„^."ireruachrichlen, Das Schulwesen in der lunc,^)' ^Ud,ladische ^l'nnoschan, Verschiedene Miltei- ^»d^," Ateclams Universal°Nibliothekj sind folgende Ks lu^r,, >)"""': ^^- '"^6^ Rudolf N e i ch e nau: ^llt cin^. s^ "'^"udcil: Bilder aus dem Kinderleben, ^"nbiich" l- l""N ^°n Iusefine Siebe. — Nr. 5162. 3n" ^uf' ., ^4-Vand. Das goldeile Kreuz. Oper in ^s"Uhal "w' ^"h dem französischen von H. S. oon '^' ^r Eiln i > !''^ ^"" I^naz Brüll. Vollständiges Buch '""llsqra/, ^'"N ^^ ^önigl. Opernhauses zu Berlin. ^ ^r. 5/,^"'U"d "ngeleilel von Georg Richard Krnse. 7 Echil^ b(3 ^!^ ^sflands Briefwechsel ! ?^'^'rn 5.', "'^h^ Kleist, Tieck nnd anderen Dra-. °uternd.'m^''^^^ben nild ,nit Anmerkungen und "75IUL "s^M versehen von Knrl Müller. -^ Nun,-^'mge (^'s.1" '? T 0 rrund: Die Gipska^e und andere ^ ^asti ml ^ ^ ^^ 5167. Johannes Tralow: ?Ü'^'Ne>! ? " d"s) l',5' Mlnislerium für öffentliche Arbeiten s,n!^m ,.' ^°. "id Gewerbekaulincr mit, daß in der U.^N'DimV ' ^'^ ^. Juli dieses Jahres in ssrant- ^plel s.^"'U'internationale Ausstellung für Sport ^upndet. Die Beteiligung an dieser Aus- skllung, welche sich der Förderung aller maßgebenden Faktoren crsrent, kann nur bestens empsohlen werden. Ein die näheren Details enthaltender Prospekt kann im Vurean der Handels- nnd Gewerbesammer in Laibach eingesehen werden, — ^lllsstcllun.qen in London im Iahrc 1!N0.j In London finden in 'der „Agricultural Hall" im Jahre ILK) folgende Ausstellungen statt: 1.) Kleiderwaren-, Konsektionswaren- und Kurzwaren-Ausslelluug 18. bis 28. April- 2.j munizipale nnd Gesnndheils-Allsslellnng 7. bis 14. Mai; 3.) Drucker-, Pnpiersabrikauteu- und alliierte Gewerbe-Ansslellung 25. Mai bis 9. Juni; 4.) Väckcrei-Ansstellnng; 5.) Spezerei» und Kolonial-»uaren-Ansstellnng 17. bis 24. September; 6.) Meierei-Aiisslellnng 4. bis 7. Oktober; 7.) Brauerei-Ausstellung 1.5. bis 21. Oktober; 8.) internationale Schnh- nnd Leder-Ausstellung 31. Oktober bis 5. November; 9.) Fahrrad- und Motorrad°Ausstellung 18. bis 26. November. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Demission des deutschen Landsmanumiuisters. Wien, 21. Februar. Minister Dr. Schreiner ha' heute dem Ministerpräsidenten Freiherrn von B ienert h seine Demission angeboten. Der Ministerpräsident hat davon Akt genommen und Seiner Maje-stäl dem Kaiser das Eutlassnugsgesuch des Ministers befürwortend unterbreitet. Der Bcsnch Aehrcnthals in Berlin. Wien, 21. Februar. Minister des Äußern Graf Achrenthal ist heute früh nach Berlin abgereist. Berlin, 21. Februar. Die „Nordd. Allg. Ztg." sclneibl: Der , österreichisch-ungarische Minister des Äußern wird am Dienstag in Berlin eintreffen, um den Bcsnch zu erwidern, den Neichstanzler von Veth-mann-Hollweg im vorigen Herbste in Wien abgestattet hat. Als Leiter der politischen Geschicke der nns verbündeten Monarchie ist Graf Aehrenlhal des herzlichsten Empfanges sicher. Die Sympalhien, mit denen wir seinem Besuche entgegensehen, werden vertieft durch die Erinnerung an die Ereignisse von historischer Bedeutung, bei denen sich die Allianz zwischen Österreich. Ungarn und dem Deutschen Reiche bewährte. In dieser Periode ist dem Grasen Aehrenthal eine weithin sicht» bare Rolle beschieden gewesen. AIs furchtloser lind unerschütterter Vorkämpfer der ihm anvertrauten Inter» esscn dci' österreichisch-nngarischen Monarchie hat er sich einen Ehrenplatz in der Geschichte des habsbnrgischen Reiches erworben. Die Pflege der Beziehungen mil Deutschland hat er, alten traditionell und der eigenen Udcizeugung folgend, mit einem Vertrauen behandelt, das ebenso rückhaltlos erwidert wie gegeben wird. Unter diesem Zeichen gegenseitigen Vertrauens wird auch sein Besnch in der deutschen Hauptstadt stehen. Wir be-grüßen den ausgczeichueten Staatsmann ill Berlin lind heißen ihn von Herzeil willkommen. Die parlamentarische Situation. Wien, 21. Februar. Die Korrespoudeuz „Austria" meldet: Heute mittags fand im Bureau des Ministerpräsidenten eine Besprechnng der christlichsozialen Ver-eii'.igung des Abgeordnetenhauses mit dem Minister» Präsidenten Freiherrn von Bienerlh statt. Zn Beginn dei Vesprechling drückte Freiherr von Bienerlh die innigste Teilnahme an der Erkrankung Dr. Luegers aus und sprach den Wunsch nnd die Hussnnng auf baloige Genesung ans. Sodann machte der Ministerpräsident Mitteilung über seine mit den größeren Parteien ab» gehaltenen Besprechungen, betreffend die parlamen-larische Silnation, bezw. das Arbeitsprogramm bis Ostern, nnd ersnchle die Vertreter der christlichsozialen Pcn'tei um ihre Unterstützung. Aus den Kreisen der parlamentarischen Kommission wurde danu oie parla-mcntarische Situation vom Standpunkte der Partei nnd des Staates einaehend erörtert. Die christlich» socialen Vorstandsmitglieder verlangten alls das entschiedenste und eiuinlltigste die Herbeisichrnng einer Arbeitsfähigkeit des Hauses lind erklärten sich gerne bereit, hiebei den Ministerpräsidenten zu unterstützen. Bürgermeister Dr. Lncgcr. Wien, 21. Februar. Bürgernleister Dr. Lueger sc.ud vormittags einen leichten Schlaf. Nachdem das günstige Befinden bis mittags sich »licht geändert hatte, konnte Dr. Lneger hellte znm erstenmal nach der Operation ganz kurze Besuche der Vizebürgermeister Ne». mcNM mid Hierhammer uud M^gistratsdirellurs Appel, sowie des Präsidialvorstandes Vibl empfangen. Doktor Lneger erzählte ihnen von seiner Krankheit und zeigte volle Frische. Weitere Besuche werden nicht zugelassen, Wien, 21. Febrnar. Um 8 Uhr abends wurde über das Befinden des Bürgermeisters Dr. Lueger folgendes Bulletin ansgegeben:' Temperalnr 36,7, Puls 68, mäßige Wundschmerzen, Nahrungsausnahme hinreichend, Kräftezustand besser. Ein russisches Konsulat in Prag. Petersburg, 21. Februar. (Meldung der Peters-burger Agentur.) In der heutigen Sitzung der Reichs» dllina wurde die vom Minister des Anßern eingebrachte Vorlage, betreffend die Errichtung eines russischen Kon» snlates in Prag, als dringend erklärt und in zwei Lesungen angenommen. Die Errichtnng des Konsulates ist für den 'l4. April 19U» geplant. Keine Reisen des Königs Peter. Belgrad, 21. Februar. Die „Politika" meldet, daß sich ,^onig Peter voraussichtlich am 31. März in Begleitung des Ministerpräsidenten Pa^u- uud des Ministers des Äußern Milovanovn- znm offiziellen Besuche des russi» schen Hofes nach Petersburg begeben werde. Im Laufe des Sommers werde König Peter auch den italienischen Hos besuchen. An maßgebender Stelle wird demgegen° über nach wie vor erklärt, daß die Nachricht übe/ die Reisen des Königs den Tatsachen nicht entspreche. Griechenland. Athcn, 21. Februar. Es wird versichert, daß jede Deutung, als ob die Verlängernng des Aufenthaltes des Kronprinzen mit dem beunruhigenden Charakter der Lage im Zusammenhange stünde, vollkommen irrig sei. Die Lage sei normal lind alle Welt sei überzeugt, daß del Aulrag auf Einberufung der revisionistischen 'Nationalversammlung die nötige Stimmenanzahl finden werde. Die Gerüchte über die Lage und die Vefürch-tnngen von einer bevorstehenden Reaktion entbehren jeder Grundlage. Attentat auf dcu ägyptische» Ministerpräsidenten. Kairo, 20. Febrnar. (Meldung dc,r deutscheu Kabelgrammgesellschaft.) Ans den ägyptischen Ministerpräsidenten Bntros-Pascha-Ghali wurde, als er das Ministerium verließ, von dem eingeborenen, 22 Jahre alten Apotheker Ibrahim Wardani ein Attentat verübt. War-dnui gab alls einer Browning-Pistole fünf Schüsse gegen den Ministerpräsidenten ab, die sämtlich trafen. Vier Kugeln konnten im Spital entfernt werden. Der Zustand Bntros' ist sehr gefährlich. Der Khedive uud der englische Geschäftsträger besuchten ihn im Hospital. Dem Attentate liegen politische Motive zugrunde. Man spricht von geheimen Gesellschaften. Der Täter wurde verHaftel und sogleich vom Generalstaatsanwalt vernommen. Kairo, 21. Februar. Ministerpräsident Vnlros. Pascha-Ghali ist heute lim 8 Uhr früh seinen Ver» lebungen erlegen. Kairo, 21. Febrnar. (Meldung der deutschen Kabel» telegrammgesellschaft.) Aus den öffentlichen Gebäudeu sind ans Anlaß des Todes des Ministerpräsidenten die Fahnen ans Halbmast gehißt. Extrablätter melden die Tranerbotschast, die hier großen Schrecken hervorruft. Der Mörder, der iu Lausanne slndiert hat, besitzt das Apothekerdiplom vom Westminsterkolleg in London nnd war in Genf Korrespondent eines nationalistischen Blattes. Er hat gestanden, daß ihn politische Molive zn dei Tat veranlaßten, nnd hat sich auch zur Propaganda der Tat bekannt. Die Polizei hat 50 Persollen, darunter mehrere Franen verhastet, die ein politisches Kom° ploll gebildet haben. ^ Der Khedive hat einen Mini» slerral einberufen nnd beschlosseil, das Portefeuille des Auswärtigen vorübergehend del» Unlerrichlsminister zu übertrage». Ncgns Mcnelik. Nom, 21. Februar. Die „Ageuzia Stefani" meldet aus Kairo: Im Befinden des Kaisers Meuelit sei eine bedeutende Verschlimmernng eingetreten, so daß der Eintritt des Todes nahe bevorstehe. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtet. Gutachten des Herrn Dr. Eduard Kraus, Kinder^ arzt und Herausgeber der Allgem. Wiener Mediz. Zcituug, Wien. Herrn I. Serravallo Trie st. Mit VerslliülM teile ich Ihnen mit, daß mir Ihr Präparat Scrravnllos El,i«a-Wein mit Eisen, das ich schon fcit vielen Jahren in meiner Praxis verweude, bei Auämie, Ehlorose in der Rekonvcileszeuz uach schweren Krcmkheiteu ausgezeichuete Dienste leistet; uameutlich muß ich betonen, daß sich beim Gebrauche des Ehiua° Weines mit Eisen der Appetit sehr rasch einstellt uud so mit Darreichung des Präparates der Kräftrzustand in sehr günstiger Weise beeinflußt wird. Wieu, 11. Oktober 1907. sib) Dr. E, Kraus. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Am 19. Februar. Tschmclitsäi. ssan naer. Neckar. Mnn, Schnür!, Huschs..>'"«' ssleiMaler, Alm«, V'öi,, Hirsch H.. NsdeW'"'. -<«« put. Priv., Trieft. — Rabeiwlt. Halfenuiltuosm, Grciz. - planmsel, Laibacher Zeitung Nr. 42. 370 22. Februar 1910. Neamter. Schönstem. - Guueün'. jlaftlan. Heil, Kreuz, — Reaoröcl, Besitzer. Grohlaschih, - Pucel. Vrsitzi-r, Neifnitz. — Milinoli, Kfm.: Zutej. Rsdl,. Aqram. - Szanto, Kfm.. Finme. — Ziilar, Vezirkafckrctär; Dr. Sturm. AdUolat, Tichernembl. — Keruer, t. k, Geometer, iioitfch. — Peternelj, Oroßgrund» bcsitzer, liirchtieim. — Zodcl. Nfdr.. Zürich. Am 20 Februar, Dr.Napaport, Direktor-, Patz.Ri'lcker. Ingenieure; Strulbeck. Ritter vou Rriul'ofeu, Fischl, P wate; Klimtschat. Nfm, ;Ferda. Popper. Ka». Link. Wlittitzll», Abral,am. Rsde., Wien, — Ambosius, Fabritaut. Castiqliouc. — Pewe. iifm., Gotts,1iee. - Poucs, Ina... Trieft. — Jug. Chat, Van lommissär, Nudolfswert. — Vreszlauer, Priu, Aqram. Kokalj, Direktor, Kraiuburg. — Derecmi, ttfiu.. Seisenderg. — Rohr-mann. Notar; Stuciu, Besitzer. Zirkuitz. — Kasan, Pfarrer, Podlraj - Hofpodar Qu.. Hospodar I, Rsde,, Prag. — Stern, Rsdr., Brod. — Zimmcrmann, Nfdr,, Preßburg. — Golmayer, Schuhmacher. Tarois. Hotel Elefant. Am 81. Februar. Pcrlbera.. Oottesmaun, Kraumauu, Pereles. Wte.; Simtfchek, Müller, Hiukel, Nvl;, Nsde.. Wien. — Kuöffel. ilrfm. Dresden. — v. Ttracher, Oberlaudesgrrichts-rat, mit Frau, Rudllfswert. — Omeyuer, Direktor, mit Frau, Karmel. - Dr. Rizzoli, Aduolat; Liebich. Mfdr,, Trieft. -Harz, Nsdr., Warasdi«. - - Gottlieb, Nsor.. Graz, — Niefch. lrfm, ttufstein, — Cloetta, ttfm,; Smwnich. Lcderfabrilaut; Baumeister, Marburg, — Maulwurf, Nfm., Varcs. - Wi'sch-Nllssg, llfm.. Maria Rast. — Laurencic, Iussenieur, Loco. Hurstius, Madoua. - Haiubrui-ch, Pola. Landestheatcr in Laibach. 66. Vorstelluug. Gerader Tag. Morgen Mittwoch den 23. Februar Zweites Auftreten des ueu eugagierteu Bouvivants Herrn Oslar Beraun. D, diese Schwiegermütter! (Madame Voiiward) Schwank in drei Auszügen r>on Alerauder Visson uud Antony Mars. Deutsch von Emil Neumann. Repertoirstilck dcs Deutschen Volls-Tücaters iu Wien. Anfang um halb tt Uhr. Ende nach '/, 10 Uhr. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ______Scrhöhe 306 2 m, Mittl, Luftdruck 73«! 0 mm. Z A ZZ^ RZ Wind desVl,e.«W 7" "2^3. N. ?M^4! 6^HZM"schwach! bewölkt ! _^ U^Ab.^740^2^___4 3 S. schwach ^teilw. bew. >___ 22 j 7 Ü. F7 j 724 2 j b 0> SW. mäßig heiter ' > 0^0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 4 8°, Normale 0 4°. Seismische Berichte nut> Bcolmchtungen der Lnibachcr Erdbebenwarte (g>'a.rm,t>>'! l'Uü d>r Niaixiiche» SvinlcM' ,897. (Ort: Gcliäude der t. k Steals Oberrealschule.) ^ iiage: Nörol. Breite 46°<».'i'; Üsll Lauge uun Grrenmich ^'^. Bebcub>'richte: Am 19 Februar um 21 Uhr* 6M nuten ein Erdbeben IV. Grades und am 20 Februar "" solches III. Grades iu der Umgebung uou Sofia. V o d c u u n ru he: Mäßig star!**, abnehmend. * Die Zeitanaaben bezishrn sich aus mi«l'I>'»rupäische Zeit und w"^ vo„ Mille,>,acl,! bis Mürowcht N UI,r Iii>! 24 UIi>' gszählt. , , ^. ** ?ir B u d r „,,»>»!>>' wlro i» iuk,l',!i'>'!i ^llnlsqriid,,'!! l!a!!>!,l" ^ !?>>,<-!chIä,1!' dis z» I Vli>!i,!,l'!c> 'In >ch>l»i>1>., uu,> l l'i« !< ^'!^' ,,ni »ichwach», ro,! 2 l>iö 4 Miüimclc!,! .»läs,,,, sl.nl., vu„ 4 dis 7 M>>»'"^ «Ünil». »',,>„ ? liiö l0 Milli,!»'!,'!» «,,'ln slarl. >,„d !>l»-> <<) Mill>,»>'!>'r ""'^h. Verstorbene. Am 19. Februar. Josef Zurbi, Ttadtarmcr, 81 3' Il»rlnvßli!l e«8tll, 7. A m 2 0, Feb r u a r. Viltor Ladiha, Bahubedienst.tenSM 10Mou. 'I'i-iwvski pr,8tllll 36. Maria ^rziu, InwohneN"' 64 I., Voliku, öoliil^rßkn, nlicu 23. Im Iivilspitale.- < Am 18. Februar. Franz .Ulauora, Iuwohuer, ^b ^' Am 20. Februar. Matthäus Bizjal, .«necht. 320. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 2l. Februar W10. Die notierten Kurse verstehen sich in Krunei'wälirxng. Die Uiulieiuna sämtlicher slllien ui,d der »Diversrn Lose» vcvstelu sich per Ztüct, Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche !>!e»lc: 4°/o lmwcr. st, uersrei, Krone» ,Mai Nuu) per Nasse . . 8b <" 9530 drtlu (Iä,in,-Iuli) per llalse 95 in 95 !ln 4'2"/„0. W Nolen ,Febr,-'.'Uig.) p«r wasse......>!91b «9'AK 4 2«/., ü W. Zilber (April-Olt.^! per ttasse......99 10 9? 30 18N«er Staatslose 500 f>. 4"/„ ^7,5 i,?5l>o !8!',oer ,, 1UU fl. 4"/,, 84f^t><'2b1 ,'U 18l!4er ,. 100 fl. . . 32i-5o:!»0 5U l8«4rr ,, 50 fl, . . Z24 bn 3»u 50 Dom. Pfnndbr. il 120 fl. 5"/„ 289 »5 2U0 Ud Staatöschuld der im Nrichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Oesterr, Ooldientestciierfr. .Gold per ttasse .... 4"/„ N? 85 1l» 0b Oeslcrr, Ne»lr in Kronenwähr, sleuersrei, per Kasse . 4"/„ 95'10 95 30 dellu per Ullinw . , 4"/„ 95 10 95 3" vest. Inuestitions Rente, stener- frei, Kr, per nasse »'/,"/<, 85 »0 8550 (klsenbah»> Vtaattzschulducrlchrelbungeu. Vlisnuelh-Bahn i O., steuerfrei. zn l!,,ouc» s!.....4"/„ —- - — Franz IosrphBahn, in Silber (biv. 2t.) ... 5 '/<"/« liS 95 ll» 9?» Galizische Karl iiudwia-Hwhn (oiu. St.) Krone», . 4"/„ N4-75 9» 7^ Rubols Vahn, in Kronenwühr. steuersr>'i, (div, St.) 4"/„ 94«5 95 85 Borarlberger Bah», steneifrei, 4///„ . 430 - 482-detto Lalzbnrg Tirol i!0U fl. i>. W, in Silber. b"/„ . . ls!'—422'-Kremstal Bahn 2»0 und 2000 Kronen. 4"/«.....l9l — l92 - Vom Staate zur Zahlung überuommeue Elsculiahu» Pliurlläti>'Ol!ligl>til»ue». ^ Äühm, Westlmh» Em, !«!>5, 400, 5iU0!! u, lu,00»'Krone» 4"/» »5'?0 US'^0 Elisabelh Bah» >(» drtlo Em. l!'04 97- 98 — Franz Ioseph-Val», , «m» fl, S, 5"« >'5' l('«-dettu 400 N, 5000 K 3>/^"/n 87 25' 8l»'2b Vorarlberner Bah» Ein, 1884 /,"/n detto per Kasse . 82 «5 8305 Unss, Prämienanleihe u 100 fl. 215, 5l> 22! 50 dettu ^ ü0 fl. 2>l> .^" !i2> 5« Thrih,-Reg,-Lose 4°/„. . . .155 35,61».°, 4"/« ung, Ornnd 'tl,-Obllg, . 83 60 84 SU 4"/„ troat, u. slnv. Grundcntl. Obligationen . , , , 84' 8b' Andere öffentl. Nnlehen. Bosn. andesanlehe» ^biu> 4"/n 92.85 93 35 ^"/„ , , 88 70 10N'?0 5"/„ Dona»-Nen,-Anlehen 1878 ,o»' -- Wiener Aerlehrsanlrhe» 4"/„ . 95 7.^ 9«'75 detto 190« 4"/o !»5 s^ !»« <>5 Vlnlehcn der Stadt Wien , . im 25 IOU «5 dctlo (S, oder G,) 1874 12! »l» !li26a, betlo (l«84)..... 93 35, 94'8Ü dctlo (Was, v, I, 1898 . 9b S5 96 ' detto (I»0, Ä,'V, 1.1902 86 80 97 80 dettll v. I, 1908 . . . üb 20 86 20 Äörsenbau Nnlehen vcrlosb. 4"/n 95 90, 9« 9» Nnssischc Staatsanl. u, I, 180S s. 10« K per Kasse . b"/« - — —- detto per Uüimo 5"/„ 102" 103- Vuln, Slaats-Hlipothelaranlchr» ««92......«>>/„ ,22 15 ,23 1b Vulg, Staat« Goldanleihe »907 f, 100 Kronen, , 4>/,"/„ 93 ü0 «^ ' Pfandbriefe «fw. Äodrnllvdit, allss, üslerr,, in 50 Iahve,, ln'Noobar , 4°/,, 94 V0 """ VUHm, Hyputhelenli,, vcrl, 4«/„ 87— s? 60 ^r»tra!,-Bud,-«red,-Vl,,üslerr,, 4b Jahre uerl, , 4>/2°/o ''b'4<> "6 40 dell« K5 I, verl, , , 4s>» 9^ t>« «red,-Inst,,0sterr..s,«erl,-Unt. u. ösfentl. Arb, Nat, ^ 4"/<> 94 4« !>5'40 Landeeb, d. Uünigr. Galizie» u, Lodom,,57>,2I, rüllz, 4«/„ 94'- 25'- Währ, HupuNM-üb,. verl, 4"/« 8650 96 ?<> «,-üsterl',La»deü-H>,p,.A»s>4«/„ >>6'25 97 25, dettu inll, ^"/„ kr, verl, 3',,°/„ 90' detto K.-Schnldjch, verl, »>/,°/« 87 b0 ««''O deltu uerl.....4°/., 8«>- 97- Oesterr..»»», Banl, 50 Jahre ver!.. 4"/„ ü, W, ... uy-zo 88 bu dctto 4"/„ Kronen-W, , . 8» ?ü 9!''?s> Spart,, Ersteös!,,I. verl. 4°/„ 99 l<> «00 10 Eifenlialin-PrioritätS-Obligntionrn. Oeslerr Nordwcstbah» 200 fl. C, 10450 ><>ü'5s> TtaatSbahn 500 Fr.....«SC' W2 Sndbahn il 3"/,. Jänner Juli 50« Fr. (per St.) , . . 27525 277'25 Tüdbahn k 5"/„ 20>' »I, S, ° G. - - -- Diverse Lose. ^Per Slnil,) «erzlnölicht Lose. 3"/n Bodcnlredit-Lofr Em, 188« «m 75 29875 dettu EM, l»8l! 275 7k> 2««'7ü 5"/„ Donau Ncg»l,-^ole 100 aFr,2"/„ ,042°, 110 25 Nnucrziusllche tlose. Vndap, ^asililll (Dombau! 5 fl. 26'b0 8N'b0 Nreditluse !00 sl......b8>- 541 - Clarl, ^ulr !0 fl, ss,-M, - , 236- 246'- O!e»rr Lose 40 sl......-- -'- PalNn-Losr 40 fl, K,-M, . - 243- 24b-«utr» Kreuz, üst, Ges, v,, 10 sl. 4!,'7b Nudols ^,'ose 10 sl......70- 76- Slllmllusc 40 fl. K,-M, . . 288 ' N00'-Tiirl, E,'B,-?I»l,-Präm,-Obl detto per Weftio . , . 234 b0 2»5 l>«> ! Ge,d Wnvr Wie,ier Nomm,-Lose u, I. 1874 553'— 5U3>-Gew, Sch, d.3V„Präm.-Sch d, Bodeütr.-Änsl. Em, lUd!' 88— 102 — Aktien. Transportunteruehmungen. Aussig Trpli^er Eisenb. 500 st. 2120 — 2140 — Böhmische N rdliali» ,50 sl, .j ,>— -- Bulch!irhr(iderEi,b.500st K,-M. 2610 — 2l. U, 2Ul) st, per Ult. 9U3 — 86L «0 TllNllü-Tampischii'nhrls Oes.,1., l, l. priu., 50« fl, «,-M. . lu«b - ,0«5 5s> L»x Vudenbacher E!sl'»b.4«>NNr. 63?-- 64-^ Ferdiuands Äiordb, i0N0fl,KM. 5480 551« -Kajcha» - Odrrberaer Eiienbahn 20« st S....... 3«l» .. 362 50 Lemb.-Czeru.-Iassu-Eisenbahn- Gesellschaft, ^«o st. E. . e<> 568- Uloüd, üsierr,, 400 Kronen . . h^ß- °>s,l- Oesteri, Äluidwesldah».2«>Ufl.S. ..-— —-— deltu (lit. I!) 20« st. 2. p. Ult. .-- -- Pran.D>,xer Eise»b, loo st.abnst 22» 23«- Ltaat«;ri!s»b. 200 s>. S- per UK, ?57'80 ?s'8 W Sndbah» 2lw fl, S. per Ultimo 122'60 1236« S»dnuidbe»lsche Vcrbindungeb- 200 sl, n.-M..... —-- - - Transportgesellschaft, internat., ?!.-<«., 200 Kronen . . . 85-— lib — Ungar Westbahn (Raab-Graz) 200 sl, S....... 405— 407 — Wiener Lolalb. Alt.-Ges. 200 sl. 220 - 230- Nanlen. Annlo-Ocsterr, Banl, 120 fl, , 316 7b A17'75 Äantverein, Wiener, per Kasse — -. - - detto per Ullimo 553 - 554'— '^d«»tr,-A»st,,alla,0st.,300Nr, i,8b'- 1191 — Zeutr. Bub, N?cdbl,.üst , 2«0fl b-0 - b82-Kreditanstalt für Handel und ikew,. 320 Kr,, per Nasse . 674'— !'75>l,0 detto per Ullimo 6752t, 676 '<^> »rrditbanl, ung, allg,, 200 Kr. 8l5 — 8>6- Depositenbaol, allss, 200 fl, . 4?0'- 480'^ Eoton'pte - Gesellschaft, nieder- österreichisch»', 400 Nrone» 680— 6 3'5» Wiru n, Kasjrnu, Wl,. 20» fl. 466' 468^ Hlipothetenbl,. üst,, 200Kr s>"/n 34850 350- Länderbanl,öst. 200»,, p.Kasse - - . -. detto per Ultimo 503 75 50475 .Merlur». Wechselslul'.-Altie»- Gesellschaft. 200 fl. . . . «!4»-— Ü52-' Oesterr,-ung,Banl, 1400Kronen «773 - 1783'°>0 Uniunbanl, 200 fl..... 603 «',» «!0! <>" U»iunba»l, böhmische, K'0 fl. . 2b7'50 25«,'« Verlehrebanl. all„,. 14« fl. . 35« — 35!'- i Geld A"" Industliruuttrnthluunneu. Baugesellschast, allaem. üsterr,. .«, ,00 sl........ 280- es» Brüxer Kohlenbergbau GeseNsch. .»« lUOfl........ 793- ?s^^ Eisenbnh»verlchrs-A»st., üstcrr. 10» fl........ 458- ^^. Eijenbahnw. Leih»., erste, lnofl. 194- ls° «Elbrmühl», Papieisabril und Verl-Wesellschast. 10« fl, , ,88— !»>^ Elettr Ges.. all«, üslerr,, 2U0fl, 415-- «»^ l^iiltr. (,'les , intern., 2!>0 fl. , . - ^^, Elrltr-Aüien-^rs.. verei»inlc , 243 — 2b"" Hinlerberger Patr.-, Ziindh,- n Met Fabril, 400 Kronen , ,12» - N^^, L,ei lUUsl, , . 2,0 2''^ Montan-Wes., üst a!pi»e. 1«<»fl 74« 90 ?^ »Puldi Hiitlc», TiegelguUtahI- ^ F. «Ilt. Gesellschafl, 200 fl, 505- l>l<"' Praner Eise»i»d»strieaesellschast „,^. 20« sl........ 2yl>» L" Nima - Äluranli-Ealnu-Iarjaner ^ Eisenw, 1«»!' fl..... 68! 40 «l«^ Salnu Tarj. Steinlohlen 1»« fl. e^2 - ^b^ üge!mühl', Papiers., 200 sl, — — ^ «Echodniza». A.-O für Petrol,- Industrie, 500,^ri'!,e» , . 537 — b<3 »Stelirer.uühl». Papierfabrik u. .^ Vcrlanoneiellschaft . . . 460- 4<" Trifailrr Nohlriiw, Grs, 7» fl. 3>6 — s"» Türl. Tabalregieges. 20« Fr, per Kasse........ -'- "„ dello per Ulllmu ä64 3»» Waffenf. Ges,. üsterr, 1,»» fl. . 7,2' ?'"., 'Wiener Bannesellschasl, 100 sl. !8« <"'ss'^ Teutsche Banlplähe , . . . ,l?bL N'g Ilalieniiche Banlpläl>e , . . 84 82 >''^ London........ 240 37 2»«"z Paris......... «5.,'« «bp St. Petersburg...... 2ü4'k<> ^' ^ Zürich und Basel..... 9,v20» sb Valuten. Dnlalen........ ll 3« >^z 2<»Fra»le»Slücle..... 19'>o ^^ 2«Mc>rl Llücle...... 23'5< 2»?^ Deittsche «eichsbanlnoten . . ,17''>5 >>^,,z Ilalienische ^anlnoten , , . 949,'» ^zj !i>»bcl-Nu!en....... 254 ^ Ein- und Verkauf von Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien, Losen etc., Devisen und Valuten. Los-Versfeherun ff. JL C Mayer Bank- und Wechslergeschäft *»i Privat-Depots (Safe-Deposits) « unter eigenem Verschluß der Parts'« Verzinsung von Bareinlagen Im Konio-Korrent und auf fllro-fartl. _