Sonntag den 14. Novemöer 1875. XIV. Jahrgang. Die Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — für Marburg: ganzjährig 6 fl., halbjährig 8 fl., vierteljährig 1 fl. 50 kr; für Zustellung ins Haus monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 3 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebühr 8 kr. pr. Zeile. Abrüst«lig5kl>«grrß. Marburg, 13. November. Nach Fischhof's Plane soll ein Kongreß von Mitgliedern der eltropäischen Voltsvertre« tungen stattfinden, um wegen allgemeiner Abrüstung zu verhandeln. Die Grazer wollen den Reichsrath bestimmen, die Initiative zur Einberufung dieses Konaresses »u ergreifen und im Hause der Ab-georoneten soll der Antrag eingebracht werden: ^Die Regierung wird aufgefordert, sich an die Kabinete Europas mit dem Ersuchen zu wenden, daß ste die Einberufung einer europäischen Abgeordnetenkonferenz behufs Abrüstung und Verminderung der stehenden Heere befürworten mögen." Die österreichische Regierung wird aber dieser Aufforderung nicht entsprechen — so wenig, als bejahendenfalls die Regierungen der übrigen Militärstaaten sich zu der gewünschten Befürwortung entschlößen. Bekannt ist ja, wie diese Regierungen sich zur Heeresfrage stellen und deßhalb klingt es sonderbar, zu verlangen, die „maßgebenden Kreise" mögen jetzt freiwillig das Gegentheil all' deffen fördern, was sie bisher in dieser Beziehung gesagt und gethan. Ein solcher Kongreß ist Parteisache. Die Partei, welche die Erleichterung der Heereslasten beantragt, muß ihre Sprecher zu dieser Verhandlung entsenden. Die Partei muß aber zugleich für Deckung der Kosten sorgen; denn soll ein Abgeordneter allf eigene Rechnung sich betheiligen, so wäre dies wegen der bedeutenden Auslagen nur selten Einem möglich und es ist besser, der Kongreß unterbleibt gänzlich, als daß nur ein kleines kraftloses Häuflein sich zusammenfindet. Ein solcher Kongreß dürfte wohl nur von Oesterreich-Ungarn, Deutschland und Italien beschickt werden. Es sollen auch Mitglieder der schweizerischen Bundesversammlung zur Theil-nahlne eingeladen werden. Kämen diese als Bürger des einzigen Volksivehr-Staates in Europa, so wäre das Erscheinen mit doppeltem Jubel zu begrüßen. Die Eidgenossen würden den Vertretern aus den Militärstaaten beweisen, daß die bloße Verminderung des stehenden Heeres eine Halbheit, ein Grundsatzlosigkeit ist; daß die Bewegung sich ein höheres Ziel setzen müsse — das höchste Ziel, welches bei der jetzt erreichten Stufe der Staats- und Kulurent-Wicklung zu erstreben möglich ist: die Abschaf' fung des stehenden Heeres und die Einführung der Volkswehr nach fchweizerischem Vorbild! Atber die Driegationr». Von allen Mitgliedern der österreichischell Delegationen hat nach keines ein so scharfe» Urtheil über den Werth dieser Vertretung abgegeben, wie der'Abgeordnete Kopp in der letzten Versammlung des politischen Vereins „Frohsinn" zu Wien (sechster Bezirk). Der Redner beleuchtet zuerst da« Verhält-niß zwischen den Landtagen und dem Reichs^ rathe und nennt es widersinnig, das Gesetzge-bnngsrecht, welches in allen konstitutionellen Staaten von der Volksvertretung geübt wird, nach verschiedenen Zweigen z»l theilen und ver« schiedenen Körpern znzltweisen. Die Grenzlinie einer solchen Theilung ist nicht zu bestimmen. und so könnte es auch kommen, wie es jüngst bei dem Fischereigesetze wirklich geschehen, daß die Gesetzgebung über di«; Fische dem Reichs-rathe, jene über die Krebse dagegen dem Landtage vindicirt wurde. Die Gelehrten sind noch nicht darüber einig, was dem Landtage und was dem Reichsrathe zukommt. So ist es auch mit der Schulfrage. Die Gesetzgebung fällt dem Reichsrathe zu, die Ausübung dem Landtage; daher kommt es, daß der Neichsrath durch den Landtag oft verhöhnt wird. Mit dem Dualismus, wie er zwischen den Landtagen und dem Reichsrathe herrscht, ist es noch nicht abgethan; wir haben noch eine Institution, eine Eigeitthümlichkeit, die außer Oesterreich kein Staat besitzt: die Delegationen. Im Staate wie im Haushalte ist es nicht nur nothwendig, zu wissen, was man einnimmt, sondern auch was man ausgibt. Was würde man von einem Kompagmegeschäste sagen, in welchem der eine Kompaglwn nur ausgibt, der andere nur einnimmt? Die Kompagnons müssen doch im gegenseitigen Einverständniß vorgehen. Das finde nun bei uns nicht statt. Es besteht bei den Ausgaben für das Heer die wunder« liche Einrichtung, daß die Eine Körperschaft nur das Recht hat, zu bestimmen, was ausgegeben werden soll, der andern aber die Aufgabe zufällt, das nothwendige Geld einfach herbeizuschaffen und zu zahlen. Diese Anomalie besteht nl»r in Oesterreich und wird durch die Zusammensetzung der österreichischen Delegation nur noch verschärft. Die 60 Mitglieder der Delegation werden zu einem Drittel aus dem Herrenhanse, zu zwei Dritteln aus dem Abgeordnetenhause gewählt. Das ist eine sehr unglückliche Zusammensetzung. Die Aenilteton. Der /rfl««gs-K>imma>ldant. Von L. Schücking. (Schluß.) „Ich muß Ihnen bemerken, nlein Herr Major," fiel der Oberst eil», „daß Sie nicht darüber zu urtheilen haben, was ich verdiene. Sie sind der Zweitkonlmandirende hier, und sind deshalb verantwortlich dafür, daß die Befehle ausgeführt werden, die über meine Behandlung an die Kommandantur des Spielbergs erlassen sind. Es steht nichts darin von Schließen und Eisen, ich verlange in meine Zimmer zurückgeführt zu werden, darin zu bleiben, bis andere Befehle von Wien angekommen sind!" Der Major schwieg eine Weile, dann antwortete er: „Die Befehle von Wien werde:, nicht aus-bleibelt," und zu dem Offizier der Patroinlle gewendet, fügte er hinzil: „Führen Sie ihn in seine Wohnung zurück, geben Sie ihm aber eine Wache von zwei Mann in sein Wohnzimmer, die ihn nicht aus die Augen läßt." „Wie sie befehlen !" Marsch! konnnandirte der Lieutelmnt der Patrouille. Der Zug be» wegte sich weiter, die Pechfackeln voraus, über den Hof der Citadelle, durch die Wohnung des Kommandanten, und bis zu dem Quartier des Obersten. Der Major hatte Trenck bis in seine Zimmer begleitet; er ließ jetzt die Wachen Mft'tellen und befahl die Thüre zu des Obersten Schlafzimmer offen zu halten, wenn der Letztere darin sich zurückzöge, lun feine Bewegllngen zu überwachen; dann ging er in den Hof zurück, ilM dort Lellte mit Fackeln nebst einen Tr»lpp Soldaten abzufchicken, die die Lei6)e Frohn's suchen und herauf schaffen sollten. Als er dazu wieder durch den Corridor schritt, welcher mit der Kommandantllr durch einen schmalen Gang korrespondirte, kam ihln aus dem letzteren, in höchster Aufregung und Angst, in flatterndenl Nachtgewande Agnes Mirzelska entgegengestürzt. „Um Gottes Willen, Herr Major!" rief sie ihm entgegen, „stehen Sie nlir Rede, was ist geschehen, was geht vor? die ganze Festung ist in Aufregung und Bewegung, die Lärm-kanone, die Fackeln — Niemand antwortet auf niein Rufen — wo ist der Konullaildant? — lvo ist mein Oheiin?" „Ich darf Sie leider nicht zu Ihrem Oheim hillüber lassen, nieine giwdige Frau," versetzte der Major ernst und nnt vor Bewegung zitternder Stinune, „es ist ein großes Unglück geschehen — fassen sie sich — Ihr Gatte ist einen Felsenabhang hinunter gestürzt, doch wird er hoffentlich . . „Gerechter Hiwmel!" schrie Agnes in furchtbarster Angst und in wahnsillnigem Schmerze aus. Sie wankte und wäre zusammengestürzt, wenn der Offizier sie nicht aufgehaltell hätte. Er winkte dein Soldaten, der ihln mit einer Fackel leuchtete, vorauszuschreiten und geleitete sie in ihre Zimmer zurück, fortwährend demüht, ihr Muth und Fassung wieder zu geben, während sie händeringend ihn lun Auskunft defchwor, wie Alles geschehen »lnd wie das EchreÄiche sich gefügt habe, ohne daß er eine ilirer stür-nnfchen Fragen zu beantwortell wußte, da er durch das Geständniß, daß Agnesens Oheim der Mörder ihres Gatten sei, die unglückliche Frau völlig zu vernichte» fürchtete. Und nachdem er die junge Frau in ihre Zimlner zuriickgebracht, eilte er, Filrforge zu treffen, daß die Leiche des auf so surchtbare Weise umgekoinmenen .<^o,n-nlandanten aufgesucht und, da sie durch den Sturz entsetzlich verstümmelt sein nulßte, in einen: entlegenen Theile der Festungsgebäilde untergebracht tvürde; es mußte. Agnes alle Möglichkeit entzogeil werden, sie zu sehen. — In der That hat das arine junge Welb sie nie erblickt, hat auch nie erfahren, wie der eigentliche Hergang der That geweseil. Man 40 und 20 stimmen nicht etwa, gleichsam ein Abbild des Reichsrathe» (Heerenhaus und Abgeordnetenhaus), getrennt, sondern zusammen. Wenn nun zum Beispiel 29 Mitglieder der Delegirten des Abgeordnetenhauses gegen die Bewilligung einer Ausgabe sind und nur 11 dafür, die 20 Mitglieder des Herrenhauses aber ebenfalls dafür sind, so steht eine Majo-rität von 31 einer Minorität von 29 gegen« über, die Ausgabe ist bewilligt, obwohl die Mehrheit der Volksvertreter dagegen gestimmt hat. Der Redner will nicht den Delegirten des Herrenhauses nahetreten, allein diese Mitglieder sind doch nur sich selbst und nicht, wie der Volksvertreter, ihren Wählern verantwortlich. Ein weiteres gravirendes Moment ist, daß die Delegirten des Abgeordnetenhauses nicht aus dem Plenum, sondern nach Provinz-Gruppen gewählt werden. Im Herrenhause ist es allerdings anders. Die Vertheilung der Delegirten auf die einzelnen Provinzen ist aber ungerecht, namentlich für Niederösterreich. Der „Interessen-Vertretung", die wir doch haben sollen, geradezu Hohn gesprochen. Niederösterreich sendet 37 Abgeordnete in den Reichsrath und wählt drei Delegirte; in.Mähren dagegen kommen auf 36 Abgeordnete vier Delegirte. Noch schlimmer wird es bei den kleinern Kronländern; Vorarlberg schickt bei drei Abgeordneten einen Delegirten in die Delegation, ist also gegen Niederösterreich um 400 Perzent im Vortheil! Galizien ist bekanntlich passiv, wir müsseil den Abgang decken; gleichwohl schickt Galizien sieben Delegirte, wir nur drei. Nun ist es leicht zu ermessen, was wir, drei Mann hoch, wirken können! So nur konnte es geschehen, daß ein Pole sagen konnte, der Kriegsminister habe für Befestigungen zu wenig verlangt. Das bringt nur ein Pole zu Stande! Noch mehr! Die Delegation hat gar nicht freie Hand, selbst wenn sie wollte. Als er (Redner) mit einer Bescheidenheit, die einer bessern Sache würdig gewesen wäre, den Kriegsminister fragte, ivo wohl gespart werden könnte, ob nicht bei dem Präsenzstand? antwortete der Minister: Ich habe das Gesetz für mich und das Gesetz ist auf zehn Jahre gemacht. Wir haben eine zu große Armee, kölulen aber nichts nlachen; die Armee ist aber doch zu groß, wir können sie nicht erhalten, sie leidet Mangel. Unsere Soldaten sind schlechter daran als alle Soldaten der Welt. Der Körper ist zu groß. Der Kriegsminister hat Recht, wir geben für die Arniee viel zu wenig Geld aus, wir habeil jedoch nicht mehr. Der Präsenzstand ist zu groß, darf aber nicht hat sie glauben lassen, Trenck habe einen Fluchtversuch gemacht; bei seiner Verfolgung fei ihr Gatte durch Mangel an Vorsicht im Herunterklettern an der Felswand gestürzt und habe den Tod gefunden. Sie hat auch ihren Oheim, den Freiherrn von der Trenk, nicht wieder gesehen, von seinen Lippen, deren Geständnisse sicherlich keine Schonung ihres schmerzzerrisseilen Herzens gekannt hätten, nicht vernonlnlen, was er in der Unglücksnacht vollbracht. So dringelld sie verlangte, ihren Oheim zu sehen, so nachdrücklich widersetzte sich der Major ihrem Willen, indem er die Strenge der Reglements vorschützte. — Der Oberst hatte einen Fluchtversuch gemacht, es mußte untersucht werden, wer ihm behülflich zur Ausführung gewefen, er durfte bis dahin Niemanden sehen! Am andern Morgen gegen neun Uhr trat der jetzige Kommandant des Spielbergs, von einem Offizier und dem Auditeur begleitet, in das Wohnzimmer Trencks, um zum ersten Verhöre des Mörders zu schreiten. Die zwei Grenadiere, welche nach seiner Anordnung die Wache hatten, meldeten flüsternd, daß der Oberst noch ruhig im Schlafe liege. Der Major trat nichtsdestoweniger durch die offene Thür des Schlafzimmers. Er fand Trenck angekleidet auf seinem Bette liegen, das Gesicht der Wand zugewendet, den einen Arm schlaff niederhängend. vermindert werden. Das könnte nur der Reichsrath. Aber der kann es auch wieder nicht! Er muß ja das Votum des ungarischen Reichstages abwarten. Die Delegation übt auch die Kontrole der äußern Politik. Die steht allerdings mit den inneren Angelegenheiten im innigsten Zusammenhange, ist aber trotzdem „verfassungsmäßig" getrennt. Die Delegitzen sitzen nun etwa vier Wochen zusammen, so layge ist eine Kontrole möglich, in den übrigen elf Monaten existirt sie nicht. Der Redner kommt nun auf die Zollge-fetzgebung, auf die Handelsverträge zusprechen. Diese gehen den Reichsrath und den ungarischen Reichstag an. Aber beide Körperschaften verhandeln nicht gemeinschaftlich, beileibe nicht; das wäre wohl vernünftig, aber zugleich auch Hochverrath. Wenn man sich nicht einigt, so kommt gar nichts zu Stande, so lange wenigstens nicht, als wir ein gemeinsames Zollgebiet haben. Das ist unser dualistischer Jammer. Hieraus folgt, daß die Volksvertretung jede passende Gelegenheit ergreifen muß, um diesem Zustande ein Ende zu machen oder doch eine bessere Form zu finden. „Äe Aufgabe ist schwierig, darf aber den Volksvertreter nicht muth-los machen. Ich sage : eine passende, denn die Frage zu unrechter Zeit lösen zu wollen, heißt Äe Sache verderben. Zuweilen findet sich aber doch ein passender Moment, und da wäre es angezeigt, das Glück beim Schöpfe zu packen. Nur mögen sich auch die Wähler der Schwierigkeiten klar werden, um an ihren Vertrauensmännern nicht irre zu werden. Die Lösung der Aufgabe ist schwierig, ohne Kompromisse geht es in einer Lache, wo so viele Interessen einander gegenüherstehen, nicht ab. Hiezu kommt noch ein Uebelstand. Die Erkenntniß von der Solidarität der Interessen hat die Einwohner Oesterreichs noch nicht so wie zum Beispiel in England durchdrungen. Das Ganze blüht nur, wenn der Einzelne, wenn die verschiedenen Zweige des Handels »lnd Wandels gedeihen. Man darf über der Wohlfahrt der Gesammt-heit nicht des Einzelnen vergessen. Zur Geschichte des Tasies. Die Landwirthe Oesterreichs beginnen, sich der Schutzzollbewegung anzuschließen, und gebührt den Vorarlbergern der Ruhm des ersten Schrittes. In Vorarlberg ist nämlich vom LandwirthschaftS-Vereine erklärt worden, daß die landwirthfchaftlichen Interessen mit jenen „Oberst von der Trenck!" fagte der Major laut und strenge. Der Oberst aittwortete nicht. Der Major faßte den Arnr des Schlafen' den, um ihn zu erwecken; der Arm war starr und steif. Er beugte sich über ihn, das Gesicht war erdfahl, die Augen standen offen, starr und glasig... der Oberst von der Trenck war todt! Auf feinem Siachttifch stand eine kleine geschliffene Phiole. Der Mann, der allein auf dem Spielberg diese Phiole wiedererkannt haben würde, war nicht mehr unter den Lebenden, es war die Phiole, die Frohn in der Abtei von Engelszell gebraucht hatte, unl den unbezähmbaren Trenck z»l zähmen, und die dieser ergriffen hatte, um sie feit jenem Tage nicht mehr von sich» zu lassen. Er hatte ein vortreffliches Mittel darin gefehen für alle Fälle, für alle Wendungen seines Schicksals gerüstet zu sein. So hatte er sich der Buße entzogen, welche die Strafe des irdifchen Richters ihm hätte auferlegen können. Desto länger — ein ganzes Leben hindurch — währte die Buße, welche Agnes Mirzelska sich auferlegte, weil sie sich als die Urheberin des Unglücks betrachtete, durch das ihr Gatte seinen frühen und schrecklichen Tod gefllnden. Sie ist als Schwester in einem Kloster in Olmütz gestorben. der Industrie auf» Innigste zusammenhängen und daß aus diesem Grunde dem heimischen Gewerbfleiß ein höherer Schutz zu Theil werden müsse. Im ungarischen Abgeordnetenhause ist von konservativer Seite oie Befürchtung ausgesprochen worden, die Steuerhöhung Werve das Land zu Grunde richten. Diese Erhöhung müsse abgelehnt werden auch deßhalb, weil die Garantie fehle, daß dieselbe nur vorübergehend und mit Maßnahmen zur Kräftigung der Steuerfähigkeit verbunden sein werve. Die französische Nationalversammlung hat sich für da« System der Bezirkswahlen erklärt. Nun können die Wahlumtriebe der Regierung beginnen und können die offiziellen Kandidaten aufgestellt werden mit der Hoffnung besten Erfolg». Vermischte Nachrichten. (Staat»wirthschaft in Frankreich.) Die Staatseinnahmen Frankreich» haben in den ersten drei Vierteljahren 1876 den Voranschlag um N0 Millionen überstiegen. (St. Helena.) Italien verhandelt mit England wegen Abtretung der Insel St. Helena (Verbannungsort Napoleon I.), welche zum Aufenthalt für schwere Verbrecher bestimmt werden soll. (Aus der Reaktionszeit.) Als Grünne auf dem ^Gipfel seiner Macht sich befand, wurde eines schönen Tage» ein Wiener Blatt, welches in etlichen Zehntausenden vo»; Exemplaren erschien, in der Gesammtauflage konfiszirt, weil es sich hatte unterstehen wollen, der Bevölkerung die revolutionäre, beunruhi« gende Alarmgeschichte zu erzählen, daß Se. Exzellenz mit dem Kutschirphaeton bei der Franz-Joses-Kaserne umgeworfen! „Se Exzel-lenz umgeworfen! Wie kann Ihnen n»ir einfallen, so etwas niederzuschreiben!" jammerte der innerlichst entsetzte Polizeikommissär den Redakteur an. (Gegen die Vertheurung der Lehrmittel.) Der Budgetausschuß de» Ab -geordneten beantragt in Erneuerung der 1874 gesaßten Resolution: „Die Regierung wird aufgefordert, kräftig den Uebelständen entgegenzutreten, welche durch die ungerechtfertigte Ver-theuerung der Lehrmittel an den Mittel- und Volksfchulen eingetreten sind." ZUarburger Berichte. Sitzung des GemeinderatheS vom 11. Nov. Herr Max Baron Rast — Berichterstatter über die Reform des Polizeiwesens — macht ausmerksam, daß die Organisation, die Jnstntk-tion und die Personalverhältnisse in untrennbarem Zusatnmenhange stehen und beantragt, in die Del'atte des Entwurfs einzugehen. Herr Ferdinand Baron Rast wilnscht, es möge der Entwurf dem Stadtrathe, welcher das Exekutivorgan de» GemeinderatheS ist, zur Begründung feiiier Anschauungen mitgetheilt werden. Herr Bitterl von Tessenberg verwundert sich über diesen Antrag. Dies Komite sei zur Reform des Polizeiwesens eingesetzt worden, habe sich dieser nicht leichten Aufgabe unterzogen und befinde sich die Arbeit schon seit acht Tagen in den Händen der Gemeinderäthe. Der Antrag, diesen Entwurf dem Stadtrathe vorzulegen, enthalte ein Mißtraliensvotum gegen das Komite und sei auch wegen der Dringlichkeit der Sache die Debatte nicht zu verschieben. Für den Antrag de» Herrn Ferdinand Baron Rast sprechen die Herren: Dr. Reiser, Dr. Lorber, Johann Girstmayr, Marco. Nachdem Herr Max Baron Rast seinen Antrag noch eininal vertheidigt, beantragt Herr Bitterl von Tessenberg namentliche Abstimmung, bei welcher vier Mitglieder sich für die Ueber-Weisung an den Stadtrath, vierzehn aber da- gegen erklären. Die Herren (Stadträthe) Marco, Johann Girstmayr und Dr. Duchatsch enthalten sich der Abstimmung. Nach dem Antrage des Berichterstatters Herrn Max Baron Rast beginnt die Debatte mit dem Entwürfe der Organisation de» Polizeiwesens. Das Wort ergreifen die Herren: Max Baron Rast, Direktor Gutscher, Dr. Lorber, Dr. Reiser, Johann Girstmayr, Bitterl von Tessenberg, Marco, Dr. Duchatsch, Franz Bind-lechner, Ferdinand Baron Rast, Karl Flucher. Angenommen werden folgende Paragraphe: ». Bestimmung der Wache. Die Sicher« heitSwache ist ein dem Bürgermeister und dem Stadtrath untergeordnetes Institut, welches stir die Aufrechthaltung der öffentlichen Ordnung, Ruhe und Sicherheit zu sorgen, die Person und das Gigenthum zu schützen und über die Befolgung der Gesetze innerhalb des ihm zukommenden Wirkungskreises zu wachen hat. Zu« gleich hat die Sicherheitswache die städtischen Aemter und bestellten Viertelmeister, sowie die Staatsbehörden in ihren Amtshandlungen zu unterstützen, über Bedürfnisse und Wünsche der Bevölkerung, über bestehenden Uebelstände Wahrnehmungen zu pflegen und zur Kenntniß ihrer Borgesetzten zu bringen. 2. Stand der Wache. Die Wache besteht aus 1 Inspektor, 2 Führern und 11 Wach-Männern mit Inbegriff des Schubaussehers. 3. Pensionsberechti^ng. Der Inspektor, die Führer und die Wa?männer, welche definitiv angestellt sind, sind pensionsberechtigt nach den diesbezüglichen für Beamte, respektive Diener der k. k. Behörden bestehenden Normalien. Einjährige tadellose Dienstleistung gibt den Führern und Wachmännern Anspruch auf de« finitive Anstellung; die Probezeit wird nicht eingerechnet. 4. Aufnahmsbedingungen. Zur Aufnahme als Führer oder Wachmann wird erfordert: 1. Dle österreichische Staatsbürgerschaft; 2. ein Alter von mindestens 24 und nickt mehr als 40 Jahren; 3. vollkommene Gesundheit, rüstiger Körperbau bei entsprechendem Aeußeren; 4. ein in jeder Beziehung unbescholtener Lebenswandel; 5. Kenntnib der deutschen und slove-nischen Sprache, bei letzterer des üblichen Dialektes, des Lesens, Schreibens und Rechnenü; 6. lediger Stand. Vorzugsweise finden Berücksichtigung Bewerber mit besserer Schulbildung, denen Lokalkenntnisse zu Gebote stehen. 5. Probe-Dienstleistung. Jeder Bewerber um die Aufnahme in die Sicherheitswache hat sich einer halbjährigen Probe-Dienstzeit und Prüfung über den AmtSunterricht zu unterziehen, nach deren Ablauf er, falls er sich als verwendbar gezeigt, provisorisch angestellt, im ent' gegengesetzten Falle aber entlassen wird. 6. Ernennungsrecht. Die Ernennung des Inspektors und die definitive Anstellung der Führer und Wachmänner steht den; Gemeinde-rathe zu; die Aufnahme zur Probe-Dienstleistung und die provisorische Anstellung aber dem Bürgermeister über Vorschlag des StadtratheS. 7. Eid. Bei der definitiven Ausnahme leisten die Mitglieder der Sicherheitswache den für die Übrigen Gemeindebediensteten vorgeschriebenen Eid. 8. Bezüge. Der Inspektor bezieht einen Jahresgehalt von 700 fl. und eine Quinquenal-zulage von je 60 fl. und Freiquartier; die Führer erhalten 480 fl. Jahreslöhnung, die Wachmänner 430 fl. Führer und Wachmänner werden sämnltlich in der Polizeikaserne untergebracht. Für die Probedienstzeit ist ein Taggeld von 1 fl. festgesetzt. Nach diesem Paragraph wird die Verhandlung wegen vorgerückter Zeit abgebrochen und soll dieselbe in der nächsten Sitzung zu Ende geführt werden. Herr Ferdinand Baron Rast berichtet über die „Wahl eines Fachmannes im Lehramte für den Stadtrath" und beantragt, diesen Gegenstand von der Tagesordnung abzusetzen, weil ihm derselbe verspätet zugekommen und eine Sitzung der Sektion nsch nicht stattgefunden. Herr Johann Girstma^jr beantragt, zu erklären, daß der Gemeinderath gar nicht kompetent sei, diese Wahl vorzunehmen. Herr Marco hält diesen Antrag für korrekt, welcher einstimmig zum Beschluß erhoben wird. Herr Max Baron Rast erstattet Bericht über den Voranschlag des Ortsschulfondes für 1876, welcher vom OrtSfchulrath befchlossen worden und sich auf 6595 fl. beläuft. Nach längerer Debatte, an welcher sich die Herren: Direttor Gutscher, Marco, Dr. Reiser, Johann Girstmayr betheiligen, wird dem Antrage des Berichterstatters gemäß dieser Voranschlag zur Kenntniß genommen. (Cilli —Unter - Drauburg.) Aus Cilli wird geschrieben: Der Gesetzentwurf über den Bau neuer Eisenbahnen hat hier nicht ganz befriedigt. Namentlich stößt der Gedanke auf Opposition, daß die Eisenbahnstrecke Cilli-Unter-drauburg-Wolfsberg, von welcher sich die Nachbarländer Steiermark, Kärnten und Krain so viel versprechen, schmalspurig angelegt werden soll. Man betrachtet das als ein wesentliches Hinderniß für den Verkehr und macht insbesondere geltend, daß die Nothwendigkeit, alle die Frachten, welche entweder aus dem Lavant-thale kommen oder nach demselben befördert werden follen, in Unterdrauburg umzuladen, die Frachtsätze ungebührlich vertheuern würde. Es dilrste demnächst eine Petitioil in diesem Sinne an den Reichsrath gelangen. (Holzschneide-Kunst.) Ein Bürger in Marburg verabredete am Donnerstag mit einem Holzschneider, um 2 fl. eine Klafter Holz sägen und spalten zu lassen. Eine Stunde nach Beginn der Arbeit verlangte dieser fünfzig Kreuzer, »eil er noch nichts gegessen, entfernte sich mit dem Gelde und kehrte nicht wieder. Am nächsten Morgen kam ein Unbekannter, sprengte da» Schloß der Holzhütte auf und wollte die dort verwahrten Werkzeuge mitnehmen, weU sie ihn gehören und nicht dem Anderen. Beide scheinen dieses Geschäft in Kompagnie zu betreiben. (Allgemeiner Arbeiterverein.) Heute Abend 7 Uhr findet in der Bierhalle „zur Stadt Graz" ein geselliger Abend dieses Vereins statt. (V erzehr ungssteuer.) Das Bezugsrecht der Verzehrungssteuer für Wein und Fleisch in folgenden Stationen wird zur Verpachtung ausgeschrieben: Marburg (ärarische Steuer 40,000 fl.), Leiterüberg 4300 fl., Jah-ring 4300 fl., Zellnitz 6000 fl, St. Lorenzen S100 fl., Pobersch,Kötsch und Schleinitz l2,500 fl., Ober-Wellitschen und St. Benedikten 4964 fl. Die Verhandlung findet am 20. November bei der hiesigen Finanz-BezirkS'Direktion statt. Theater i-^ Mittwoch den 10. November: „Die Prinzessin voi» Trapezunt", Operette von Offenbach. — Ausrichtig gestanden, nichts von dem, was wir llber diese Aufführung sagen möchten, verdiente die geringste Beachtung. Wir hatten nicht die nöthige Laune mitgebracht, um an „höherem Blödsinn" Gefallen zu finden und so erschien uns Alles schaal und schleppend. Die Darsteller mögen alle recht gut gewesen sein, wir aber hatten zu befangene Sinne, um das zu merken. Frl. Kraft (Prinz Rafael), zu deren Vortheile gespielt wurde, ist auf das fretlndlichste mit einem reichen Blumensegen begrüßt worden und erfreute sich auch später eines glänzenden Erfolges. Desgleichen erhielt die Frau Direktrice als „Zanetta" ungetheilten Beifall. Am besten erinnern wir uns des Herrn Lignory, er war als „Sparadrap" Überall, was er sein sollte, ein Genie von Dummheit. Donnerstag den n. November: „Rose und Röschen", Lustspiel von Eh. Birch-Pfeiffer. Das gute lebendiae und zusammenhaltende Spiel fast aller Schauspieler und Schauspielerinnen, welche in dem Stücke auftraten, machte den besten Eindruck. Herr Kainz, „Felix von Warden". Bravo — das heißt den Schauspieler zeigen. So und nicht anders, als wir ihn dargestellt sahen, erscheint ein lebenSmuthiger, junger Mensch von S0 Jahren. Frl. Alberti war ein allerliebstes Röschen. Wir wollen hoffen, daß sie ihre Befangenheit nun ganz überwunden hat und sehen ihren weiteren Darstellungen mit angenehmer Erwartung entgegen. Herr Jchhei-ser machte den „Theodor Saldau" und fand auch in dieser kleinen Rolle Gelegenheit, den sinnvollen Darsteller zu entwickeln. Seine „Rosa", Frl. Wilhelmi war offenbar übler Laune und spielte gegen sonstige Gewohnheit kalt und verdrossen. Herr Holdig als „Baron von Hermenstein" war ganz in seinem Fache, das Fach war aber auch in ihm. Frl. Fälschlein war mit Sinn gekleidet, ihr Vortrag war richtig. Frl. Berger, welche sür Frau Durmont die Rolle der „Getrude Grimminger" übernommen hatte, nützte die Gelegenheit, um über die Maaßen zu outriren und Käsperle »u spielen. Die Gallerie lachte, vernünftige Zuschauer aber schüttelten den Kopf. Herr Jchheiser hat zu seiner, am kommenden Mittwoch stattfindenden Benefize die Lust-spiel-Novität „Satan oder der Teufel in Paris" von C Herrmann gewählt, ein Stück das durch spannende Jntrigue und frappante Situationen dem Zuschauer angenehm wird und dadurch an Interesse gewinnt, daß darin eine glänzende Verkleidungsrolle einer Schauspielerin Gelegen« heit mbt, sich fünfmal wechselnd, als Mann und Weib zu zeigen. Dieselbe ist dem Frl. Wilhelmi zugefallen. Letzt» Post Die und die Needtspartei habe« gleichfalls die SRegierHiUg veteeffs der Ha«-delspvlitik iuterpellirt. Die A«fstS«dtsch,» ftn» bei Vreea«e und Vlevlia unterlege«» Das türkische Blockhaus Bezuj hat ftch de« Aufständische« ergebe«; die Soldaten (K0S) wurden freigelaffen. Die Pforte befürchtet er«ste SR»hestS r«nge« i« Bulgarien. Glngesandt. Geehrtester Herr Redakteur! Entgegen der s. g. Berichtigung der „Marburger Eükomptebank" in Nr. 136 halte ich meine in der Gemeinderathssitzung vom 4. Nov. als Reserent der IV. Sektion gemachten „Behauptungen" im Wesentlichen altS dem Grunde ausrecht, weil faktisch, ob entgeltlich oder unentgeltlich, ist aber nicht konstatirbar, ein Theil der an die Gemeinde vermietheten Lokalitäten von denl hier stationirten Hußarenregimente zu Unterrichtszwecken ohne Zustimmung des Ge-meinderatheS, jedenfalls aber des Hauseigen' thümers benützt werden. Genehmigen Sie die Versicherung besonderer Hochachtung, mit welcher zeichne ergebenst Max Baron Rast. Gl»gefa«dt. Oeffentliche Anfrage. Wie lange wird es noch dauern, bis wir für unser gutes Geld auch gutes Gas bekommen, und wie lange sollten wir uns noch mal-traitiren lassen mit diesem schlechten Licht, welches der Gesundheit und dem öffentlichen Geschäftsverkehr Schaden bringt und sür Marburg wirklich eine Schande ist. Darum lege die Hmid ans Herz, löbl. GaSbeleuchtungSunternsDimr, und gib, was wir zu fordern berechtigt find. Mehrere Gastonsumenten. Eingesandt Wir machen hierdurch aus die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herren Kaufmann Simon in Hamburg besonders aufmerksam. Es handelt sich hier um Original-Loose zu einer so reichlich mit Haupt-Gewinnen ausgestatteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr lebhaste Betheiligung voraussetzen läßt. Dieses Unternehmen verdient da» volle Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und auch vorbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung zahlreicher Gewinne allseits bekannt ist. xiMui kovll Vlab. Dienstag den 1k. 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Hochachtungsvoll keinen- und Wäsche-Fabrikant aus Vis». V V-V-V- Diverse. s Dtzd. echt Leinen-Taschentücher. . . . fl. 1.— Handtücher rein Leinen ...... 2.50 Äschservietten rein Leinen . . . . „ 2.50 engl. Battisttücher, gesäumt mit echt- färbigem Rand.......„1.25 Stück echtfärbiges Leinell-Caffeetuch . . . „ —.80 „ rein Leinen Tischtuch .....„ 1.35 Leinwände. Stück echte Hausleinwand, 30 Ellen . . . fl. 6.50 „ °/4 Rumb. Hausleinwand, 30 Ellen . „11.— „ feine Holländer-Leinwand, 38 Ellen . „ 14.— „ Bielefelder Webe, 50 Ellen . . . . „ 18.— „ Jrländer Webe, 50 Ellen . . . . „ 22.— „ Rumb. Betttücher-Leinwand "/« breit . „ 19.— Damenwäsche. Stück Chiffon-Damenhemd glatt.....fl. 1.— „ „ „ mit Schnürl . . „ 1.40 ,, „ ,, gestickt . . . » „ 1.45 „ „ „ reich gestickt . . „ 1.80 „ Leinen-Damenhemd glatt.....„1.60 mit Schnürl . . „ 2.— mit Säumcheil-Aufputz „ 2.25 „ Handstickerei . . „ 2.65 „ fein gestickt. Einsatz „ 3.— Reich gestickte Morgenkleider ......„ 15.— 1 Stück Unterrock mit Aufputz......ff. 1 „ „ reich „ ....... 1 „ „ Halb-Schlepp .... 1 „ „ Costüme gestickt . . . 1 „ „ Schlepp „ ... 1 „ Damenhosen mit Pliss^ .... 1 „ „ reich gestickt .... 1 „ Nachtkorsett mit Aufputz .... 1 „ „ gestickt...... Barchent-Damenwäsche 1 Stück Schnürl-Barchent-Hose......fl. 1 ^i(^uet- „ „....... 1 „ Schnürl- „ Corsett.....„ 1 „ Piquet- „ „ ...... 1 „ Schnürl- „ Rock nnt Aufputz . . „ 1 // ^i(^uet- ,, Rock ,, ,, . . ,, Herrenwäsche. 1 Stück Chiffon- langfalt Hemd . . . fl. 1.20, 1 „ „ glattbrust „ . . . „ 1.75, 1 „ Leinen langfalt „ .....fl. 1 „ „ glattbrust „ ...... 1 „ gesticktes Hemd oder mit Fantasiebrust „ 1 „ echtfärbiges franz. Crettonhemd fl. 1.10,1.45, 1 „ englisches Oxfordhemd .... fl. 2.10, 1 „ Herren-Unterhose.......„ 1 „ „ „ rein Leinen (Rumb.) „ 1 „ „ „ „ nnt 3 Knöpfe „ 1.45 2.— 2.80 2.75 3.50 1.10 1.75 1.15 1.55 1.75 2.— 1.75 2.20 2.80 3.50 1.80 2.— 2.— 2.30 2.50 2.— 2.75 1.25 1.85 2.— SV: . M 7713^ (1271 Wahlansschreibilug. Nachdem laut Kundinachung von: 5. September 1875 Z. 58S1 zum BeHufe der Erueu-erungswalilen für die im Sinne des Gesetzes vom 23. Dezember 1871 § 21 L G. B. vom Jahre 1872 Nr. 2 austretenden Gemeinderaths-Mitglieder die Wählerlisten sechs Wochen hindurch, d. i. bis zum 18. Oktober 1875 ailfgelegt waren und das Neklamations-Verfahren in der festgesetzten Präklusivfrist bis 27 Oktober 1875 geschloffen ist, wird die Vornahlne der Wahlen hiemit ausgeschrieben und zwar: für den III. Wahlkörper auf den 22. November 1875 mit fünf Ernellerungswahlen an die Stelle der AusgelostenSimon Wolf, Dr. Matthäus Reifer, Michael Mareo, Johann Girstmayr «nd Dr. Ferdinand Duchatsch; für den II. Wahlkörper auf den 24. November 1875 mit drei ErneuerungSwahletl an die Stelle der Ausgelosten Jakob Peternell, Max Freiherrn v Rast und Karl Flucher; für den Im Wahlkörper auf den 2«. November 1875 mit zwei Erneuerungswahlen an die Stelle der Ausgelosten Ludwig Albensberg und Jssef Schaller. Die Abstimmung mittelst Stimmzettel wird an jedem Wahltage im Rathhaussaale Hauptplatz Nr. 96 um 9 Uhr Vormittag beginnen und um 11 Uhr Bormittag geschlossen werden. Unmittelbar darauf wird von der Wahl-Kommission die Stimmzählung bewirkt und das Ergebniß mittelst Anschlages am Gemeindehause kundgemacht. Jedem Wahlberechtigten wird die Legiti-mationskarte zum Eintritte in das Wahllokale, welche nebst dem Stimmzettel der Wahl-Kom-mission zu itbergeben ist, zugestellt. Diejenigen Wahlberechtigten, denen die Legitimationskarte bis zum 20. November 1875 nicht zugestellt werden sollte, können dieselbe beinr Gemeindeamte selbst überilehnien. Marburg mn 28. Oktober 1V75. Der Bttrgermeister: Dr M. Reiser. Nr. 6^686 n. 7140. (1334 Schuldiener-Stelle. Fttr die k. k. Oberrealschule in Viarburg wird ein zweiter Schuldiener mit dem Gehalte von 300 st. ö. W. und Natnral-Wohnung vorläufig provisorisch angestellt. Bewerber um diese Stelle müssen ledigen Standes, schreibkundig und nebst den gewöhnlichen Diensten auch insbesondere zur Verwendung im chemischen Laboratorium geeignet sein. Gesuche um Verleihung, versehen mit Schulzeuguissen und Ausweis-Dokumenten über den ganzen Lebenswandel und sonstige Kennt« nisse sind an den Stadtrath Marburg binnen sechs Wochen einzubringen. Stadtrath Marburg am 11. Nov. 1875. _Der Biirgermeister: Dr. M. Reiser. Schon am Schon am Ungar - Kost, V/iso.ooo ohne Steuerabzug. lliid KtlinPkl. «»d Stkmpkl. ^ .B«l» KvIiHvwnn N«. 200.000! Ü.Z ^338 (1323 MOUWRT __6sg I'lorsutinör Sonntag övn >4. Novvmbvi- 1875, ^denä8 um 7 Ddr, im l)2sino8sal 7u lilai'bui'g. ^r. 1 (juartstt D»äur, Opus 44 1, V0U A^!eiiclel830lm. allsAro — ^llvß^rntv — — presto. 2 a) Xvclaiitß» Op. 1K1, v0n k) Lelisr^o von Kaä'. ^r. 3 (Zun.rt6tt (F-änr, Op. 18 2, vou ösetlioveu. moltv. preise äer ?IiitLe: 1 ü. Karten sind zu haben bei Herrn Friednch Leyrer, und am Abend des Concertes an der Kaste. 1363) vr. k. V«rö 0 r ä i n i r t von 8—9 lIlir V0rmittklß8 uuä 2—A Dkr tiauptplsk, Krill«itzoi''svlieL 1. Ltoek. IkovbSvkvi'vivn, VkvvL-Itum und kitoa Allkikxa. empfiehlt 257) Conditor, Obere Hkrrmgasse. Vötrolsiua-liUliitseii Vieiiei' Xusliberzer srlu-ubt, sioli äio uutLrxeiolliiets iu (Zr()88o li.uk Ijsstv «.u/.uvnipkslilsu. Uvi nuttln ös 1293) LisvQ» 3xoL«roiv»klrsi»-LklQäwvx Hoiroußassö 129. Larl l!Isu8 öMMM-, I-jM- k LüU klüiM ti» am 8c>swni^Iat/.o unä bmm oL^erirt: (1330 V» ^a88-ö0ut6lUo . . LI. lir. ^ Routeille . . ^ ^ '/g „ koutviliv . . „ —« 1 ....... — .14 „ ^vuv ämtliok zimontii-tk mstfiZeks Usiiüjie III«! gogtattsts (665 läfvl-, Ventimill-Viueli«»-, IIN<> smp5o1i1(^n dilliAston Ii'K.dri1c8pr0i3Sn IToiNttl» chZb IInüdortrsLkllol»«» Nir Kl»« iin»! alle llletAlIo. HVrlnslnI»«^ leli Aedo äsm Loelirtsu ?. I. ?u1>1ikum Iwlcaniit, liilss ieli iu der Ni». I 4TV eins VVeinstuI^o Vi11lo1m Oüntlier ülioruommeu und die ^ufnallmeu de^or^on '^ircl. Indem iell luiell sür alle mein I''a< Ii l)e-tretsendeil ^rlieiteii !)0»ton8 empsollip» lialte, aut' deien vm/.üz^lieliste und i»reiuj^te tullrunj^ die ^r()88te Loi'gszdt ver>ve»c1en >verde xeiclnlQ 1ic)e1ill.e1ltuuASV0lI 1227) 8elii11e rt,tra88S 174. Gill Gasthaus in Ulitcr-Zclliiiy bei WildliauS saulnlt Vatltngärtell und Acker ist zu verpachten llnd kann bis 1. JÜitner bezogen werden. Auskunst ertheilt Herr Jol)ann Wiesthaler in Marburg, Gasthof „zur Stadt Wien". (1326 Vj,» ^ ,« Ol»«^ R6ie1im6)s6r'3eli6s AvIllbllLll rll88» ' Haus ^r. 119 empLedIt 2ur ßsueiZtöll ^bval^me: Lvelieii vvu emZsIaußtv Lsinsts Lorten russisvQvv ^klrl^vkQvv», Ala^QÜsriQ- ?vvvoI>Iü^lRvv>, ^eiugtev Touvkong i nvv, tein8t6n ^g.liK«i.KVK»^I»UvA z mit 13 AvItlsQSii, si1!)6rli6u UQ^ Vei'6isi28tm6«i Iii. L. ?roscli i» IlardrlrZ. Zu vmniethen: in Fischer's Hause, Grazervorstadt, eine Wohnung und ein kleines Gewölbe sammt Eiskeller (besonders für Fleischer geeignet), sogleich; dann ein Gewölbe sammt Zlmmer, wo seit Jahren die Greislerei betrieben wurde, bis 1. Dezember d. I. (1332 Wiens allergrößtes Ltad1i88eiii6iit der als solid und reell anerkannten Kirma verilllai'«! pollali, Kärntnerstraße 14 (vi»-ö^-vis der Weihburggafse) .1189 verkauft einzig und allein unter gewissenhaftester Garantie für beste Qualität und Tchtheit der Waaren fortwährend ilqs ^U«ri»«H»S»tS klil' jeÄe Züison ill Schaswoll-KltidtrftofltN. Ebenso alle erdenklichen Tattungen Leinen-, Mode-, Kur. rent- und Wirkwaaren, Seiden- und Sammtbänder, sowie Guipür-Spitzen in allen Sorten, nebst tausend anderen Artikeln. Zlkttster- und Maaren-Verzeichnik ßxr«t>» ARI»Ä vestellungrn, selbst die kleinste prompt gegen Nachnahme. NtchtconvenirendeS wird anstandslos zurückgenommen. 3. 133ö. (1300 Linlaönng. Alle jene Damen und Herren, die den Gesang lieben und auf gesellige Art pflegen wollen, werden hiermit höflichst eingeladen, dem Männergesang-Vereine als ausübende Mitglieder beizutreten. Anmeldungen werden von heute an jeden Freitag und Dienstag bei den Uebungen im Vereinslokale: Kärntnerstraße, vorm. 9!udl'sch»s Haus entgegengenommen. Die Proben fiir die Damen beginnen prä-cise Nhr, die für die Herren um 8 Uhr Abends. Du Veremsleitung 1320) dt5 Mnnergtsaug-Vereiut» zv Marbttrg. Z. 14047. (1Z10 Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg l. D. U' wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen der Erben nach der verstorbenen Hausbesitzerin Anna Ruhri die freiwillige Versteigerung deS in der Kaserngasse zu Marburg gelegenen, im Grundbuche des k. k. Bezirksgerichtes Marburg l. D. U. sub C. Nr. 234 alt, 23S neu aä Stadt Marburg vorkommenden bürgerl. Hauses sammt rechtlichem Zugehör bewilligt und hiezu eine Tagsatzung auf den «4. November 1875 Vormittags um 10 Uhr in Marburg. Kafcrngaffe Nr. 239 mit dem Anhange angeordnet worden, daß der gerichtlich erhobene Schätzwerth des Hause« pr. 5346 fl. als Ausrufspreis angenommen wird, daß unter demselben daS HauS nicht hintan-gegeben wird, und daß, wenn binden 24 Stunden Vom Zuschlage an gerechnet, die Erben keine negative Aeußerung bei derVerlahbehörde ükierreichen, der LizitationSakt genehmigt anzusehen ist. Die Lizitationsbedingnisse, wornach insbesondere jeder Lizitant vor gemachtem Anbote ein 10''/oVadium zu Händen der LizitationSkommission zu erlegen hat. sowie das SchätzungSprotokoll und Grundbuchsauszug können in der d. g. Registratur und beim Herrn k. k. Notar Dr. R.eiser eingesehen werden. Marliurg am 7. Oktober 1875._ Ein Lohnbedienter wird in einenl Hotel aufgenonlmen. Näheres im Comptoir d. B. (1340 Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg l.D.U. lvird bekannt gemacht; Es werde zur freiwilligen Versteigerung deS der steirischen WeinhandelSgelellschaft in Liquidation gehörigen laudtüflichen KellereigebäudeS in der Tegetthofstraße in Marl)urg die Tagsadung auf den TO. November RGI'S angeordnet. Die LizitationSbedingnisse können bei dem Feilbietun^Kommissär Herrn Dr. Mull s, k.k. Notar in Marburg eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Marburg linkes D.-U, am 29. Oktober 1875. Der k. k. BezirkSrichler. Z. 7304. (1322 Vom k. k. Bezirksgerichte St. Leonhard wird zur gerichtlichen Versteigerung der in die Konkursmasse des Jgnaz Pollanz und in den Verlaß nach dessen Ehegattin Josefine Pollanz von Leibnitz gehörigen, im Weingarten zu Ra-goSnitz (Sandberg) beiWurmberg und St. Barbara befindlichen eirea 20 Startin neuer Weine t 60 fl. und 26 St. großer und einiger kleinerer Meinfässer in Tisengebinden die Tagsatzung an Ort und Stelle auf Montag den SS. November d. I. Vormittags 10 Uhr angefangen mit dem Beisätze angeordnet, daß die Gegenstände nur um oder über den Schätz-lverth gegen Barzahlung hintangegeben »Verden. St. Leonhard am 9. November 1875. Dampf-«.Wannenbad i« der Kürotner-VorAadt (21s täglich von 7 Uhr Krüh biS 7 Uhr AbendS' Rl»t« Schmiedertr. Gasthaus u. Greislerei mit 3 Zimmern, Küche, Keller und Schwein-stallung ist im Hause Nr. 18 in Maria Rast u verpachten.__(1314 Warnung! Mein Weib A!arie Tschernitz ist mir nach Entwendung von zwei Schuldbriefen von 300 und 250 fl. wiederholt durchgegangen. — Ich warne dringend vor Ankauf dieser Schulddoku-niente, wie auch davor, ihr auf meine Rechnung Geld oder Geldeswerth zu verabfolgen. Josef Tschernitz, 1327) Grundbesitzer in Dobreng. Iüßer htvriger Pickerer ist im Gasthause (1316 »ur IBrsiikriivIi« die Maß zu 4O kr. im Ausschank. Zu verkaufen: Gin Pferd, Braun, Wallach, 8 Jahre alt, fehlerfrei, (1253 in der Joh. Jfepp'schen Weinhandlung. Msusr (Zommunallosö S. «. SQV.OVV mit jÄlirlivk 4 ^ieklliiAen »m l. iSnnor, I. Apnl, I. jllli, l. llictobvl', sinä stets vorrätkiA uoS können gonsu lUM lagosvousZ vo» äer Vioolisol8tubo äer xeker-tlß^sn lionk begoßen ver^en. (lZl8 ________Mi'Itui'Kvi' k8eomittvl»«nli. VMOLDHUKNNW! 8eit 6er 6rüli6unA meines 6esoliä5tes ^ar eg stets mein Ltieben, 6en ^üllsedeu meiner k'. k^unIv6«r, Voppol-Lodlvu......il. 5.50 Xklblsävr ^ „ ......^ 6.20 „ NN vorstekonZ tI.V.7V—8.— p NN lUtt l^kmm- oäöl' Xialsäsr-Lioskti! L. 6.50 — 6.80 Voppsl-Loklvu.......A. 6.80 „ NN vorstvdsllä ü. 7.8l)—8.— ruu. » . .......S. 7.— m!t KiäI«äsr.I^in8»tL „ 7.50 li'iliikuttor, l'uvti-LillsatL, ßsvvökvlivko Nüdo . ü. 7.— n n ' » 7.50 Isiirkllttvr, l'uoli Liusat^, 8" kokv ü. 8.— ÜTldloäor ru». luAvlc «»Ikloäor I!iü-3»Ion-vivkacds Lolilsn . n » Ooppvl- 10" koko „ Z.50 . „ 6.20 . » 6.60 I>»iU,slA-SttsLsr'K: I^asiinx, /ux, I^aoklc»xp., omt.SokIsu, xsvädt K. 4.50 »» Lo^uüi', ^ n » n » 4.20 „ Xux, ' ^ t'ilsifuttsr, vopp.LokIvl» „ 5.55 Lkag^riii, oäol' 8'olvie sclbst krzeucjte von 0.^. L. k an; SorrvuklÄckor naoli ävw neuesten Lelmitt, soliä xe-»rlieitet, xut Avnälit, aus Rriiuner, kr»n2ösisolien unll enxlisoden Ltotken: Lan'/,e . von il. KD nuk^ärts, Uerdsl-tleder/ielier „ t« . 8»eo«8 . . . „ 8 „ mvilernv Herlisl-Ilosen „ A'/, „ keiseHänlel. . . „ RS „ vwpüeblt (1243 8eli«ilil i« Hsrlturz. ?tur in (il40 ältester und berlihmtester Kl'.- l^iivemI-^MtiiUzlle. Mariahilserstraße 1, wird, wie allbekannt, »nter sirengster Garantie flir beste Qualität und Echtheit der Waaren stets daS Allerneueste «u xro» ck so ästkil abgegeben. Svd»k^o11 - ZLIvAÜsrstoLko, die feinsten und modernste>i für jede Saison in allen Karben, glatt, gestreift, einfach nnd schottisch carrirt, nnd zwar: I^üstvr, Rips, ?1ai6stoKo, ÖiaKoval, k'ltliioll, Oksviot (Tuch-Kleider), nebst vielen anderen Sorten. I^siQVknäsll, alle Gattungen 'risok^suxs in 2vile!» nnd Vsvasst, Lra6I, weiß und farbig, Vorkiinxs, kvll sogar breit, ?srl:a1in8, türic. l^rstou, nebst taujend anderen Artikeln. Vollständiges Sortiment von ^Virltvaarev, tisrrsn-uvtl Vsineii-Orsvsts. Größtes Lager von Lviävii. uuä Lsmmt-LAväorv in jeder beliebigen Farbe und Breite. 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Ueber Ansuchen der erklärten Erben nach dem am 10. Juni 1875 in Zeltni^ bei Flial verstorbenen Realitätenbesitzer Barth. Stübier werden die VerlasseSgläubiger und Schuldner, und zwar Erftere zur Anmeldung und Darthu-ung ihrer Ansprüche, letztere bchufS Einbekennung ihrer Herzuschulden, auf Donnerstag den SS. November 1875 Vormittags 9 Uhr in die Kanzlei deS ^fertigten k. k. Notars alS Gerichts-kommifsärS, Viktringhofgasse Nr. 29, vorgeladen, wobei die Verlasseskläubiger zuverläßig zu erscheinen oder bis dahin ihre Ansprüche schriftlich anzumelden haben, widrigens sie die Rechtsfolgen des K 814 a. b. G. B. zu gewärtigen hätten, gegen die VerlasseSschuldner aber, falls selbe biS dahin ihre Herzuschulden nicht einbekannt haben sollten, im KlagSwege Vorgegangen werden würde. Marburg am 9. November 1875. Der k. k. Notar alö Gerichtskommissär: 1317 Dr. M.Reiser. Nan bist« ckvm kluoke Äiv 2I8,7bl> (Fulüen Haupt'Gewinn im günstigen Aalle bietet die aUerutvefte große Geldverloosvng, welche von der hohen Regierunn genehmigt und garantirt ist. (1324 Die vortheilhafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, daß im Laufe von wenigen Monaten durch 7 Verlosungen 41,700 zur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden sich Haupttreffer von eventuell SVS.QOO oder S. SI.8,7SO 3. >V., speziell aber 1 Gewinn vl'25(1,00l), 1 Gewinn 1^125,000, 1 Gewinn U 80,000, 1 Gewinn 60,000, 1 Gewinn Iii 50,000, 1 Gewinn Al 40,000, 1 Gewinn lä 36,000, 3 Gewinne 30,000, 1 Gewinn K 24,000, 2 Gewinne N 20,000, 1 Gewinn ^ 18,000, 3 Gewinne 15,000, 9 Gewinne ^12,000, 12 Gewinne 10,000, 86 Gewinne Ail 6000, 40 Gewinne ^ 4000, 204 Gewinne Äl 2400, 412 Gewinne ^ 512 Gewinne ^ b97 Gewinne Iii 18,800 Gewinne N etc. 1200, 600, 300, 131 sto. Die Gewinnziehungen sind planmäßig amtlich festgestellt. Zur llüodstsll orZtsli Gewinnziehung dieser großen vom Staate xsravtirtsll Geldverloosung kostet 1 xsvLös Original-LooS nur Nark 6 oder ü. 3'/,, 1 ,, „ „ 3 „ „ 1^/^, l viortvl „ „ „ 1 '/z „ 90 Icr. Alle Aufträge werden sofort gegen LinsenäullA, ?08tvin2is^d1uiiK oäor Uaodvsdius äss östrsxes mit der größten Sorgsalt ausgeführt und erhält Jedermann von uns die mit dem Staatswappen versel)enen Orixiual-I^oosö sellist in Händen. Den Bestellungen werden die erforderlichen amt-lichen Pläne gratis beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessenten unaufgefordert amt« liche Listen. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter 8taats-(^arsvtiv und kann durch direkte Zusendungen oder auf Verlangen der Interessenten durch unsere Verbindnngen an allen größeren Plätzen Oester-reich'S veranlaßt werden. llnsere Lollecte war stets vom Glücke begünstigt und hatte sich dieselbe uutsr vislsQ »uclsrsQ dv-cleutevävQ Kvvivovu ottmals 6sr orstsv Haupt-treü'vr zit erfreuen, die den betreffenden Interessenten direkt ausbezahlt wurden. Vvraussicktliok Irana bei einem solchen auf der Vasls xsKrülläoter» l/ntvr-Qvliiusn überall auf eine rege Betheiligung mit Be' timmtheit gerechnet werden, und bitten wir daher, um alle Austräge ausführen zu können, unS die Nestel-luugen baldigst und jedenfalls vor dem lZO. zukommen zu lassen. öl 8jmon, Paitk- vud Wechselgtschüst in Hamburg, uuä Vsricauk aUsr LtaatsvliliAatioasn, LisvvbkkQ-^Iltivi» unü ^llloliQNslvoss. I'. Si. Wir danken hiedurch für daS unS seither geschenkte Vertrauen und indem wir bei Beginn der neuen Verloosung zur Betheiligung einladen, werden wir ttnS auch fernerhin bestreben, durch stets prompte und reelle Bedienung die volle Znfriedenheit unserer geehrten Jnteresftnten zu erlangen. l>. Die Gefertigte empfiehlt ihren geehrten Kunden und einem ?. I. Publikum ein reich sortirtks Lager von Herren- und Damkn-Handschohen, lvelche sie für eine renommirte Graz er Firma in Kommission führt. (1304 Hochachtungsvoll to8siinv kvlllivzks^ obere Herrengasse Nr. 117. /ui» ^Ui^tiill«;» jwlil« r/üiinv ^bt es kein wirksameres und besseres Mittel als die lki»lin-?lomd«> von dem k. k. Hof-Zahnarzt Dr. in Wien, Stadt, Bognergasse Nr. 2» welche sich jede Person selbst ganz leicht und schmerzlos in den hohlen Zahn bringen kann, die sich dann fest mit den Zahnresten und Zahnfleisch verbindet, den Zahn vor weiterer Zerstörung schlitzt und den Schmerz stillt. (21 Anatherin-Mvndivajstr von llr. K. popp» k k. Hof-Zahnarzt in Wien, Stadt, Bognergasse Nr. 2. in KlaconS zu fl. 1.40, ist da» vorzüglichste Mittel bei rhenmatischen Zaltn-schmerzen, bei Entzündungen, Geschwülsten und Geschwüren des Zahnfleisches, eS löst den vorhandenen Zahnstein und verhindert dessen Nenbildung. befestigt locker gewordene Zähne durch Kräftigung des Zahn-fleisches; und indem eS die Zähne nnd daS Zahnfleisch von allen schädlichen Stoffen '^eiuigt, verleiht es dem Munde eine angenehme Frische nnd beseitigt den Übeln Geruch auS demselben schon nach kurzem Gebrauche. von Vf. I. L.?0pp, k. k. Hof.Zahnürjt iit Wien. Stadt, Bognergafse Nr. 2. Dieses Präparat erhält die Frische und Reinheit des AthemS, eS dient überdies noch nm den Zähnen ein blendend weißes Aussehen zu verleihen, nm das verderben derselben zu verhüten und um daS Zahnfleisch zu stärken. vr. o. ro?? 8 VvKvtsbilisoltv» CS reinit',t die Zähne derart, daß durch dessen täglichen Gebrauch nicht uur der gewöhnlich so lästige Zahnstein eutfernt wird, sondern auch die Glasur der Zähne an Weiße und Zartheit immer zunimmt. Depots in: ^»rdur^ in Larivklari's bei llsrrn Xönix, Alarilllült, boi llorrv As. k^oriö nr^ll in I^auokmauQS Lanstlianlllunx; soviv in gämmtlioliön ^potlio tcvn, 1^»rLulliorivn u. Für Pserdel^ejitzer ist es von sehr hoher Wichtigkeit ein Mittel zu besitze«, das ihren Pferden eine ««gewöhnlichen Ausdauer nud Leistungsfähigkeit verleiht, und überdies bei gichtischen und rhenmatischen Leide« rasche Wiederherstellung be-wirkt ; die Vereinigung dieser Eigeuschaften findet man in dem k. k. priv. RestitntionSstnid für Pferde von Franz Johann Kwizda in Kornenburg, worüber wir nachstehende Znschriften folgen lassen. ^ Herrn Franz I. kwizda. Korneubuug. Die bedeutende» Leistungen, welche im CireuS den Pferden anferlegt werden, bedingen bei denselben eine ungewöhnliche Muskelkraft, Geschmeidigkeit und Elasti» cität der Sehnen, und muß bei der großen Anstrengung der Pferde darauf Bedacht genommen werden, dieselben durch Anwendung von Präservativen bei uuge-schwächter Kraft zu erhalten. Als solches Präservativ hat sich Ihr k. k. priv.' RestitutionS - Slnid für Pferde glänzend bewährt: dasselbe erhöht die Muskelkraft uud parali-^ sirt die durch ungewöhnlichen Kraftaufwand entstehenden Folgen rafch und grü nd-' lich. Ebenso vorzüglich erweist sich Ihr ?. k. priv. Restituti on S-Fl uid gegen Rhe um atiSmuS und gichtische Leiden, welche mit diesem auSgezeichne» ten Mittel schnell behoben wert>en. l Wien, den 27. Mai 1375. Direktor Gruft Renz. Herrn Franz I. Kwizda, Aorneuburg. erin,31 I., Aiktringhvfgasse, Liingentuberkulose. — 12.: Pristo unik Johanna, BalnlschmiedStochter, 3 Stunden, neue Colonie, Schiväche. — Im öffentl. Krankenhause: Golob Simon, Inwohner, 50 I , Wassersucht. — Kos Josefa, Magd, 24Jahre, Lnugensncht. — UlmarMaria, Bahnaufsehers-Gattin, 43 I-, Wassersucht. Pettau, 12. Novenlber. (Woch en markt Sber i cht.) Weizen fl. 4.50, Korn fl. 3.50, Gerste 2.60, Hafer fl. 1.90, Klikr.rnh fl. 2.50, H»rse fl.2.80, Heiden fl. 2.20, Erdäpfel fl.l.—pr. Metz. Rindschmalz 56, Schweinschmalz 48, Speck frisch 34, geräuchert 44, Butter 44. Rindfleisch 26, .Kalbfleisch 28, Schweinf>e»sch 28 pr. Pfd. Eier 6 Stück l0 kr. Milch frische 12 kr. pr. Maß. Holz 36" hart sl. 12.—, weich fl. 8.— pr. Klafter. Holzkohlen hart 60, »veich 50 kr. pr. Metz. Heu fl. 1.60, Uagerstroh fl. 1.50, Htreustroh fl. 1.— pr. Ctn.