941 Amtsblatt zur Laibacher Zeitung Rr. 132. Mittwoch den 11. Juni 1873. (260—1) N». 3208, Cvncursausschmbung. Bei der k. k. geburtshilflichen Lehranstalt in Laibach ist dic Assistenten- und zugleich Sccun- dararztenstelle im Gebärhausc, mit welcher ein Adjutum jährlicher dreihundert nnd fünfzehn Gul- i den öst. W. und ein Behcizuugs - und Belcuch- tungs-Aequivalent im Botrage von zwei und vierzig ! Gulden ö. W. aus dem k. k. Studienfonde, dann ' freie Wohnung und eine jährliche Remuneration lwn achtzig fünf Gulden ö. W. aus dem kraini- ichcn Gebärhausfonde verbunden ist, in Erledigung gekommen. Bewerber um diesen Dienstesposten, dessen Dauer auf zwei Jahre bestimmt ist und im Begünstigungsfalle auf weitere zwei Jahre verlängert werden kann, haben ihre mit dem Diplome und sonstigen legalen Documenten über ihre ärztlichen und geburtshilflichen Kenntnisse belegten Gesuche, bann über ihren ledigen Stand und die Kenntnis auch der slovenischen Sprache in Wort und Schrift, so wie über ihre allfälligen bisherigen Dienstleistungen ' bis längstens 30. Juni l. I. bei der Direction der k. k. geburtshilflichen Lehranstalt in Laibach zu überreichen. Laibach, am 7. Juni 1873. Vom krainischen Aandcsausschusse. "(256^1) Nr. 646. Concursausschrcibuug. Bei dem k. k. Bezirksgerichte in Kronau ist ' eine Dienersstelle mit dem Iahrcsgehaltc von 250 st. und dem Vorrückungsrechte in die höhere Gehaltsstufe von 300 ft., dem Bezüge der Amtskleidung und nach Thunlichkcit auch mit dcm Genusse einer freien Wohnung in: Amtsgcbäudc zu besetzen. Die Bewerber um diese Stelle haben ihre gehörig belegten Gesuche binnen vier Wochen, gerechnet vom 15. Juni, somit bis 13. Juli 1873 bei dcm unterzeichneten Präsidium im vorgeschriebenen Wege zu überreichen und darin ihre Eignung zu dem angesuchtcn Dienstposten, insbesondere die Kenntnis der deutschen und krainischen (slovcnischcn) Sprache nebst einigcr Fähigkeit zu kleineren schriftlichen Aufsätzen nachzuweisen. Die noch activ dienenden oder bereits ausgedienten Militärbewerber haben überdies den sie betreffenden Anordnungen des Gesetzes vom 19tcn April 1872, Nr. 60, und der Vollzugsvorschrift vom 12. Juli 1872, Nr. 98 N. G. B., zu entsprechen. Auf Bewerber mit nachgewiesenen Kenntnissen l'n Schreibfache wird besonders Bedacht genommen. Laibach, am 6. Juni 1873. K. ll. Landesgerichtspriistd inm. ^254^2) Wegen Sicherstellung der Vcrkö'stigung für die Zöglinge nnd das übrige Personale ! b" s k' Marine-Akademie in Fiume während der Ieit vom 25. August 1873 bis Mitte Juli 1874 wird daselbst am 26. Juli 1873 eine Dffert'Vcrhandlung abgehalten werden. Diejenigen, welche sich an dieser Verhandlung zu betheiligen wünschen, werden hiermit einladen, ihre schriftlichen, gestempelten und gehö-l'g versiegelten Offerte längstens am 26. Juli l. I. "U! 10 Uhr vormittags bei dem k. k. Marine-^tademie-Commando zu überreichen. ^ Die Offerte müssen mit dem fünfpcrzentigen .^ugelde in einem besonderen Umschlage entweder ^ barem Gelde oder in Werthpapieren, welche zur Cautionsleistung als geeignet erklärt sind,, dergestalt belegt sein, das; das Neugeld gezählt und übernommen werden kann, ohne die Offerte selbst öffnen zu müssen. Mit dem Offerte ist auch der glaubwürdige Nachweis beizubnugen, daß der Ofsercnt zur Er-füllung der von ihm zu übernehmenden Verpflichtung die Befähigung und die Mittel besitze. Auf dem besonderen Umschlage des Reugeldes sind die Münz- und Papiersorten des letzteren genau zu bezeichnen. Die Verpflegung wird demjenigen Concur-renten übertragen werden, welcher dcm Aerar nach dem Befunde der Offertverhandlungs-Commission den größten Bortheil und die größte Bürgschaft gewährt. Im telegraphischen Wege oder nach dem festgesetzten Zeitpunkte eingelangte Offerte, sowie jene Anbote, welche keinen bestimmten unwandelbaren Preis für die zu liefernden Kostrationen enthalten oder blos cinen Pcrzentcn-Nachlaß auf die Anbote anderer Comurrcntcn zugestehen, werden nicht berücksichtigt. Die übrigen Vcdingnisse des aus diesem Anlasse abzuschließenden Vertrages können bei den Handels- und Gewerbekammern sowie den Stadt Magistraten zu Trieft, Novigno, Laibach, Zara, Agram, Graz und Wien, den Stadt Magistraten von Spalato, Nagusa, Görz, Pola, Karlstadt, dann bei der Marine-Section des Reichskriegs, Ministeriums iu Wien, dem k. k. Militär-Hafen-Commando in Pola, dein Secbczirks-Commando in Trieft und dem Marine-Äkademie-Commando in ssimue eingesehen werden. Offert Formulare. Ich Endesgcfcrtigter erkläre hicmit, die von der k. t. Marine Akademie in H'iumc bezüglich der Vcrköstigung der Zöglinge und des übrigen Personals derselben für'das Jahr 1873/4 aufgestellten Bcdingnisse eingesehen zu haben, und erbiete mich, nach diesen Nedingnissen die Verpflegung der Zöglinge und des übrigen Personals zu den nachfolgenden Preisen beistellen zu wollen, u. z. : eine ganze Kostration für gesunde Zöglinge nebst Milchkaffee und Semmel als Frühstück um . . kr. sage:......Neukreuzer; eine ganze Kostration für kranke Zöglinge um . . kr. sage:......Ncukreuzer u. s. w. Für dieses Offert hafte ich mit dein abgesondert beigeschlossenen Neugelde von . . st. . . kr. Datum. Unterschrift: Tauf- und Zuname, Gewerbe und genaue Adresse des Offerentcn. Auf dem Umschlage: Offerte des N. N. wohnhaft in N. auf die Verpflegung der Zöglinge und des übrigen Personals des'Marine-Akademie pro 1873/4. Beiliegend iu: besonderen Umschlage das Reugeld per . . st. . . kr. An das k. k. Marinc-Akademie-Commando in Fiume. Vom k. k. Marinc-Akademie-Commando. Fiume, am 5. Juni 1873. (251—2) Nr. 5420. Oeffentlichc Badeftlatze. Für das öffentliche Baden ist für dieses Jahr wie bisher der Gradaschza-Bach ober der Kolesje-Müble in der Vorstadt Tirnau an der sogenannten Talavan'fchen Wiese bestimmt. Dieses wird mit dem Beifügen zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß anderenorts nicht gebadet werden darf und daß das Baden nur in anständiger Verhüllung gestattet ist. Ktadtmag istrat Laib ach, am 3. Juni 1873. ! Der Bmgclmcistcr: Deschmann. « (258—2) Nr. 461. Kundmachung. Zufolge Anordnung der k. k. Oberstaatsan waltschast zu Graz vom 23. Mai 1873, Z. 854, wird über nachstehendes Material zur Beistellung an das t. k. Strafhaus am Schloßberge zu Laibach am 14. Juni 1873 eine mündliche Licitation und Offertverhandlung, und zwar vormittags von 10 bis 12 Uhr in der Amtskanzlei der k. k. Strafhaus - Verwaltung abgehalten. Die Artikel müssen von vorzüglicher Qualität sein. 60 Zentner ungelöschter Kalt, 35 Kubikfuß Putzsand, 40 „ Bausand, 1 Faß Cement, circa 5 Zentner, 28 Stück Maurerpinsel, 1500 „ Pflasterzicgcl, 1500 „ Dachziegel, 600 „ Vauziegel. Allfällige diesbezügliche Bestimmungen lönnen bei der gefertigten Verwaltung eingeholl werden. Die Offerte sind nach üblicher Form und Weife einzubringen. Um 12 Uhr mittags wird die Verhandlung geschlossen. Laibach, am 7. Juni 1873. K. k. Strashausverwaltung. (249—3) Nr. 203. Kundmachung. Vom k. k. Bezirksgerichte Ratschach wird be kannt gegeben, daß sich daselbst nachbenannte Ge-gegcnstände, von verschiedenen Strassällen herrührend, seit 1860 verwahrt befinden, deren Eigenthümer nicht ausgeforscht werden konnten: '/, Elle solh und weiß qundrillicrter Zllig, 3 Ellen ll'chldlauncr Zeuo, 6 Mrn roth und grün acstrciftcz ! Zcun, 1'/, ^llm dlmlrlbraulisrZeuy, 2 wrif;c Wc-sleiizeuac, l'/. Ellen lichtgelkrr Zcug, 1 rothes asch-grau gestreiftes Scidcnlüchcl, 0'/, rvlh und weiß ae-strcifter Zeug. 2 bimlfarbigc Kiltes, 1 dunlelblauer Untcrlittel, 1 rother Mädchinspenscr, 1 dlmsrlfmoiger Hosenzeug, 1 lichtviolcUcS Sommerlamisol, I schwarze wollene Schürze, 1 buntfarbige Weste, 1 blaue« Wolltuche!, 1 duntelfälbiacS Scidentüchcl, I weißes Sacktuch, 2 glimc Hosctitrülicl, 2 blaue wollene Strümpfe, 1 grüne Tasche mit Mustcireslcln, 1 grli« i ncr Vorhang, I Messer mit lederner Scheide, I große Schere, 1 buntes Scioenluch, 1 blllbrothcö Seioen-lüchcl, 1 braunes Umhängtuch, I großer ZwilchsaÄ mit 2 kappen, I lichtblauer Wcidcrrock, I weiß' bl.mcr Weibcrrock, 1 tilaulr Tuchmanttl, 1 Paar dunkelblaue Hosen, 1 Sack mit ^emwandlcstcln, 1 gestrickte Kopfmütze, 2 abactragene Sacktücher, 1 blaues Borluch, 2 braune Filchüle, 1 baumwollenes Hemd, 1 Taschenmesser, 1 blcchcrnc Zimdhölzel-lapsel, 1 Hirttnmcsser, I langes Messer mil hölzerner Scheide, 1 ledcrucr Tadulbcutel, 2 hölzerne Pfcifn,, 1 Tabnldosc, 3 Messer, 2 Taschenmesser, I Schncllwagc samml Zubehör, ! blauscidcncr Regenschirm, 1 großes und 1 lleincs Fangeisen, 1 Stück Sohlenleder, 1 wcißcS und 1 blaues Tilchel, 1 roth« aclupftcö Kopftuch, 1 Umeikillel, 1 weiße Weste, I Paar Unlnhoscn, 1 vlaufälbigeS Hemd, I einfaches Gewehr, 1 cinfachce Gewehr mn lungem Schaft, 1 einfaches Ocwlhr mit breiten Armiicmcn, 1 Säbel mit slahlermr Scheide, 1 Säbel mit lederner Scheide ul,d Almncmcn samml Vrusischild, 1 schwarze Tuch' hose, 1 Stiefel. Die Eigenthümer dieser Gegenstände werden l demnach aufgefordert, binnen Einem Jahre vom Tage der dritten Einschaltung dieser Kundmachung in die Zeitung ihre Ansprüche daraus darzuthun, widrigcns dieselben veräußert und der Erlös Hiergerichts in Verwahrung aufbehalten werden würde. K. k. Bezirksgericht Ratschach, am Iten April 1873.