er T Matt. Redaktion und Expedition: Bahnhosgasse Nr. Ib. Nr. 125. Pränumeralion«prei1e: Kür Laibach i Ganzj. fl. ö 40; Zustellung in« Haus »rtlj. SS kr. Mit der Post - Sanzjähr. st. iS. Jnl ertion «Preise: Ei». Freitag, 4.Juni1880.— Morgen: Bonifaz. 13. Jahrs: ^ ,eigen bi« b Zeilen so kr. ^ ^ V ° ; Unserem Bürgermeister! Durch die gestern erfolgte feierliche Installation unseres verdienstvollen Bürgermeisters Regierungsraths Laschan wurde die Reihe jener amtlichen Vorgänge geschlossen, welche, durch den Ablauf des bürgermeisterlichen Trienniums nothwendig geworden, gewissermaßen die äußeren Kennzeichen eines unter allen Umständen hochwichtigen Zeitabschnittes in der Entwicklungsgeschichte unseres hauptstädtischen Gemeinwesens bilden. Allerdings ist der Bürgermeister in seiner Stellung dem Ausschüsse gegenüber zunächst als das aussührende Organ der Gemeindevertretung aufzufassen; aber wer da weiß, wie groß gerade in dieser Beziehung die Aufgaben des Oberhauptes einer Gemeinde sind, wer da erwägt, wie viel oft der Wert eines Beschlusses ganz von dessen Durchführung abhängt: der wird die hohe Bedeutung der Person des Bürgermeisters für das Wohl der Gemeinde und die hohe Verantwortlichkeit seines Amtes auch dann zugestehen, wenn er von den vielfachen Agenden des politischen, beziehungsweise des übertragenen Wirkungskreises absieht, welche in einer Stadt von den eigenthümlichen Verhältnissen Laibachs einerseits ebenso viel Energie, andererseits wieder ebenso viele Rücksichten erfordern, um die prinzipiellen Anforderungen des Gesetzes ohne heftigere Con-flicte mit althergebrachten und fest eingewurzelten Vorurtheilen zur Geltung zu bringen. Gerade in letzterer Beziehung hat aber unser nunmehr schon zum drittenmale unter Genehmigung des Kaisers durch das Vertrauen seiner Mitbürger an die Spitze der Gemeindevertretung erhobener Bürgermeister während seiner ganzen diesbezüglichen Wirksamkeit Beweise eines ebenso seltenen als anspruchslosen Taktgefühles geliefert, dass selbst seine principiellen Gegner von nationaler Seite wenigstens nach dieser Richtung hin keinen, wenn auch noch so leisen Vorwurf gegen die Amtsführung dieses unseres verdienstvollen Stadtoberhauptes erheben können. Was aber ebensosehr zugunsten der Thätigkeit unseres Bürgermeisters spricht, das ist der Umstand, dass an dieselbe sich die Erinnerungen der wirtschaftlichen Sanierungsperiode knüpfen, welche die städtischen Wirtschaftsverhältnisse allerdings nicht ohne große Opfer dem heillosen Schlendrian entriss, in welchen die gedankenlose Großmannssucht der nur kurze Zeit am Ruder befindlichen exclusiv Nationalen unser communales Heimwesen gestürzt hatte. Als Repräsentant einer liberalen Majorität im Ge-meinderathe hat ferner Bürgermeister Laschan im Bürgermeister niemals den Parteimann hervorgekehrt, sondern mit einer Unparteilichkeit stets seines Amtes gewaltet, deren Wert allerdings nur jene zu schätzen wissen, welche all' die kleinlichen, absichtlichen und unabsichtlichen Neckereien kennen, mit welchen bald ein übel angebrachtes nationales Selbstgefühl, bald wieder Mangel an Verständnis, oder auch eine zur demagogischen Carricatur verzerrte Popularitätshascherei störend in den Gang der Geschäfte eingrifs. Pünktlich, ja man kann wohl sagen peinlich rigoros bei Durchführung der Gemeinderathsbeschlüsse, ein durch seine Kenntnis der localen Verhältnisse und seine klare Ueberlegung vielfach erprobter Vermittler zwischen der Bevölkerung und der Gemeinde einerseits, und der landesfürstlichen Verwaltungsbehörde andererseits ist unser würdiger Bürgermeister in unserer von Parteiungen und oft bis in das Innere des Familienlebens hineinreichenden Zwistigkeiten zerrissenen Stadt zugleich zu einem Muster der unparteiischen nnd versöhnlichen Amtsführung geworden — drei Vorzüge, welche es wohl begreiflich erscheinen lassen, wenn die liberale Majorität des Gemeinderathes und die hinter derselben stehende Bürgerschaft mit Stolz nnd Freude auf den rüstigen, jugendkräftigen Greis blickt, den das Vertrauen des Monarchen bereits zum drittenmale in dem ihm durch die Stimme feiner Mitbürger verliehenen Amte bestätigte. Aber auch das Organ der liberalen Partei, auch unser Blatt hat vermöge des An-theils, den es am Ausgange der letzten Gemeinderathswahlen beanspruchen darf, wohl das Recht, dem gestrigen feierlichen Jnstallationsacte im Namen aller Gesinnungsgenossen den Wunsch hinzufügen zu dürfen, dass unser hochverehrter Bürgermeister unbeirrt um kleinliches Gekläffe den Ablauf seiner jetzigen Functionsdauer ebenso erreichen möge, wie er ihn begonnen: als der hochverdiente Träger des öffentlichen Vertrauens, dessen Bürgertugenden, über Neid und Parteigehässigkeit hoch erhaben, selbst dem politischen Gegner ungetheilte Achtung einflößen müssen. Oesterreich-Ungarn. Bis zu welch' blühendem Blödsinn die wiederholten Versicherungen der czechischen Presse über die angebliche Tendenz der Kaiserreise die nationalen Wünsche steigerten, geht aus dem von den „Narodni Listy" ausgesprochenen Wunsche hervor, der Kaiser möge den Landtag in Person eröffnen. Die durch die Verfassungspartei herabgedrückte Bedeutung des böhmischen Landtages würde so mit Einem Schlage gehoben und der Landtag wieder jene Würdigkeit erlangen, welche ihm vom Ursprung der habsburgischen Monarchie an und auch in der jetzigen Organisation des Reiches gebürt. Weiter würden die Worte des Kaisers bei dieser feierlichen Gelegenheit den größten Einfluss auf die endliche Herstellung des Friedens unter beiden Nationalitäten haben. Das mächtige Kaiserwort würde Ernüchterung in die „von unedlen Schädigern des Landesfriedens" aufgereizten Bemüther bringen, und wenn die Deutschen aus dem Munde des Kaisers die Versicherung vernehmen würden, dass das czechische Memorandum, welches die Grundlage des nationalen Friedens bildet, die Jeuisseton. Waisenhaar und Edelweiß. Eine Erzählung aus den Tiroler Bergen von Dr. Hans Kr a u s. (Fortsetzung.) Man fand also schlechterdings keinen greifbaren Grund, mittelst welchem sich die Handlungsweise Friedls nur einigermaßen erklären ließ, und tappte mit allen darauf bezüglichen Muthmaßungen nnd Combinationen umso mehr im Finstern herum, als über der ganzen Vorgeschichte des seltsamen Ehebündnisses der Schleier eines tiefen Geheimnisses ruhte. Man wusste eben nur, dass die Entscheidung innerhalb eines Zeitraumes von nur wenigen Stunden erfolgt war. Noch am Abende zuvor wollten mehrere Gäste des Bachwirtshauses den Berger-Friedl im vertraulichsten Gespräch mit der schönen Cilli gesehen haben. In der Nacht musste dann die fremde Weibsperson angekommen sein, denn schon am Morgen des nächsten Tages war Friedl im Forstamte gewesen, und kaum hatte er dort von dem über sein Ansuchen erstaunten Oberförster die erbetene Forstwartstelle zngesichert er- halten, so war er auch schon wieder in den Berger-Hof znrückgekehrt, um mit seinem Stiefvater den viel angefeindeten Abfindungsvertrag abzuschließen. Noch während man sich davon erzählte, dass der Berger-Friedl bei der Bachwirts-Cilli auf den Leim gegangen sei, war das Unglaubliche geschehen, war der Sohn eines Großbauern zum Forstknecht geworden, um eine Zigeunerin heiraten zu können! Das konnte nur mit außergewöhnlichen Dingen zugegangen sein, und wirklich war auch die weibliche Bevölkerung völlig davon überzeugt, dass der Friedl nur das Opfer eines Liebestrankes oder irgend einer anderen Hexerei geworden sei. Die Männer hielten zwar mit einem solchen Urtheil zurück, aber sie widersprachen auch nicht. Hatte ja doch so mancher, von ihnen, wenn die in der Kirche geweihten Kugeln beim Scheibenschießen ihren Dienst nicht thun wollten, von herumziehenden Zigeunern „Treffblei" gekauft. Warum sollte dieses räthselhafte Volk nicht auch über Mittel verfügen, seinen Töchtern Männer nach ihrer Wahl zu verschaffen? Kurz, es fehlte nicht viel, und man hätte den Friedl schon bei Lebzeiten den höllischen Mächten verfallen erklärt, wenn nicht Pater Ambrosi sich des neuen Forstwartes und seines Weibes mit großem Eifer angenommen hätte. Pater Ambrosi hatte das junge Paar copuliert und war neben dem Franzosen-Loisl die einzige Persönlichkeit, welche eine genaue Auskunft über die Vorgeschichte der räthselhaften Ehe zu geben imstande war. Aber der alte Kapuziner war ein Anhänger des löblichen Grundsatzes, dass jeder vor seiner Thüre kehren solle. Von ihm konnte man also eben so wenig erfahren, wie vom alten Kräutersammler, dessen enge Beziehungen zum jungen Ehepaare droben im „Himmelreich" nur die Neugierde der Uneingeweihten erhöhten und den gewagtesten Vermuthungen weiten Spielraum boten. Warum wohl die hochgelegene Waldparcelle. an deren Rand das Forstwarthäuschen seinen mit einem Hirschgeweih geschmückten Giebel erhob, den Namen „Himmelreich" führte? Vermuthlich deshalb, weil von ihr aus sich bereits der Ausblick nach der waldfreien Alpenregion eröffnet?, deren scharf gezackte, über grünen Alpenwiefen sich erhebende Felsgrate dem blauen Himmel weit näher zu liegen schienen, als dem bunten Treiben tief unten im Thal. Vielleicht auch deshalb, weil unfern davon ein vom Wildwasser zerrissenes Felsentobel den Namen der „Hölle" führte. Sei dem nun wie im- Rechte der Deutschen nicht beeinträchtige, könnten sie gewiss nicht mehr in ihrer misstrauischen und abwehrenden Haltung verharren. Wie unendlich albern es ist, vom Kaiser zu verlangen, dass er nur deshalb auf die längst vergessenen Formalitäten der früheren bedeutungslosen Postulatenland-tage zurückgreife, um sich geradezu als Bundesgenosse der Czechen in ihrem Kampfe gegen die Deutschen in Böhmen zu erklären, scheint das Organ der Jungczechen nicht einzusehen. Die arrogante Zudringlichkeit, mit welcher sich die cze-chischen Wortführer bei jeder Gelegenheit an den Kaiser herandrängen, ist übrigens um so lächerlicher, als der Monarch bei seinen Rundgängen durch Prag den Erfolgen der Deutschen ganz dasselbe Interesse entgegenbringt, wie den czechi-schen Errungenschaften. Ja, noch mehr! Um zu verhüten, dass Pan Rieger bei dem Empfange des Kaisers im böhmischen Landestheater in Phrasen sich gefiel, welche seiner Ansprache einen gewissen Partei-Anstrich geben konnten, sah sich die Statthalterei veranlasst, das Concept der Rede Riegers vorher einer Revision zu unterziehen. Man scheint also zu wissen, wen man vor sich hat, und hat mit Rücksicht aus die fixen Ideen des mehr als eingebildeten Czechenführers Borsorge gegen die befürchteten Taktlosigkeiten getroffen. Auch eine andere Parteidemonstration, mit der man von czechischer Seite an den Kaiser herantreten wollte, musste zurückgewiesen werden. Die Bezirksvertretungen der Bezirke um Prag, die alle durchaus czechisch sind, wollten dem Kaiser in einer Audienz den Dank für die Sprachenverordnung aussprechen und derselben dadurch ihren einseitigen Parteistempel aufdrücken. Auch diese Herren musste« durch Verweigerung der angesuchten Audienz eines Bessern belehrt werden. Dafür ließen es sich die Herren czechifchen Studenten nicht nehmen, bei der gestern stattgehabten großen Illumination mit der Absingung nationaler Hetzlieder zn demonstrieren, so zwar, dass die Polizei zur Intervention gegen die Tumulruanten genöthigt war. Deutschland. Die missbilligenden Artikel der römischen Presse über die Bismarckischen Gesetzvorlagen scheinen deren Schicksal endgiltig entschieden zu haben. Bereits bei den Berathungen des ersten Artikels der Vorlagen wurden die ultramontanen Mitglieder der Commission kopfscheu. Derselbe handelt von den Dispensationen bezüglich der in den Maigesetzen geforderten Vorbildung der Geistlichen, fpeciell des dreijährigen Studiums an einer deutschen Universität und der Ablegung des sogenannten „Culturexamens", und sollte der Negierung die Möglichkeit geben, wenigstens einen großen Theil der gegenwärtig erledigten tausend mer — das junge Paar, welches kurze Zeit nach jenem für Friedl und Mirza so ereignisvollen Abende seinen Einzug in das freundliche Häuschen on der Waldblöße hielt, glaubte im Namen seiner neuen Heimat eine glückliche Vorbedeutung zu finden. Mochten die Leute drunten reden, was immer ihnen gefiel: in diese Höhe herauf drang kein Laut ihres müßigen Geschwätzes, welcher den stillen Frieden zu stören vermochte, der hier oben im „Himmelreich" eine Stätte finden sollte. Für Friedl hatten die Obliegenheiten eines Forstwartes nichts Lästiges. Den Wald hatte er ja von Kindheit auf geliebt, und als junger Bursche hatte er oft den Jäger beneidet, der. die Büchse auf dem Rücken, den ganzen lieben Tag im Forst herumschweifen und das als ein Geschäft betreiben konnte, was er damals nur als heimlichen und deshalb um so verlockenderen Sport wagen durfte. Freilich wurde er gar bald den großen Unterschied gewahr, welcher zwischen der Romantik des für den Aelpler so verführerischen Wildschützenthums und der trockenen Praxis eines Waldhegers liegt. Aber er war hier oben doch Herr für sich, und wenn er nach gethaner Arbeit in sein bescheidenes Heim zurückkehrte, so erwartete ihn sein kleines Weibchen Pfarreien wieder zu besetzen. Die Majorität gegen den Artikel setzte sich ans dem Centrum und den National-Liberalen zusammen. Ersteres hatte, nachdem ihm vom Papst die Antheilnahme an der meritorischen Behandlung des Gesetzes untersagt worden, durch den protestantischen Hospitanten Brüel das Amendement einbringen lassen, das Culturexamen überhaupt aufzulassen, worauf Herr v. Puttkammer nicht eingieng. Nordamerika. Nach den aus Chicago über den Beginn der republikanischen Convention einlaufendeii Berichten dürfte Grant trotz aller Agitation seiner Anhänger kaum mehr eine Aussicht auf eine neuerliche Präsidentschaft besitzen. — Vorgestern wurde die republikanische Convention eröffnet, deren Zweck dahin geht, den republikanischen Wählern einen Candidaten für die bevorstehende Präsidentschaftswahl vorzuschlagen. Obgleich die große Masse der Wähler selbstverständlich nicht verpflichtet ist, nach dem Wunsche der Convention die Electoren, welche den Präsidenten ernennen, zu wühlen, kann man doch sagen, dass tatsächlich nur derjenige Candidat Aussicht auf einen Sieg hat, welcher von der Mehrheit der beiden Conventionen, der republikanischen oder demokratischen, für den höchsten Posten der großen Republik vorgeschlagen wird. Die Convention von Chicago besteht aus 756 Delegierten, welche sich in der Weise zusammensetzen, dass für je eine der 369 Electoralstimmen, die sich nach der Anzahl der Repräsentanten und Senatoren der Staaten verschieden auf diese vertheilen, zwei Delegierte und für jedes der neun Territorien zwei Repräsentanten gewählt werden. Ein Präsidentschaftskandidat muss also mindestens 379 Stimmen auf sich vereinigen, um Erfolg zu haben. Anfangs hieß es nun, dass Grant in Chicago über 390 Stimmen verfüge, und war auch diese Berechnung so lange richtig, als man von dem Grundsätze ausgieug, dass alle Conventionsdelegierten eines Staates nach den Beschlüssen ihrer Majorität stimmen müssten. Gerade gegen diesen Grundsatz, die sogenannte „Unit-Regel",, hat sich aber schon in der ersten Sitzung ein gewaltiger Sturm erhoben, und war der Vorsitzende des die Convention leitenden Nationalcomites vor die Alternative gestellt, entweder von seinem Posten zurückzutreten und die Leitung der Verhandlungen ganz in die Hände der Gegner Grants zu geben oder die Anträge auf Beseitigung der Unitregel zur Abstimmung bringen zu lassen. Er entschied sich für das letztere, und sollen nun infolge des Auf-gebeus der erwähnten Gepflogenheit die Anhänger Grants auf sechzig Stimmen unter der Majorität reduciert worden sein. mit dem freudig zappelnden Büblein auf dem Arme, wenn nicht gar der alte Loisl sich zum Besuche eingesunden hatte, was trotz der sonstigen Schweigsamkeit des greisen Sonderlings stets ein reges Leben in die kleine Gesellschaft ini Jägerhäuschen brachte. Denn der Alte hatte all' die Geheimnisse von Wald und Wiese, von Busch und Baum belauscht, und weil er schon von Jugend auf niemanden hatte, dem er die Sehnsucht und die phantastischen Wünsche des Kinderherzens vertrauen konnte, so hatte er diese den rauschenden Wipfeln im Walde und dem schäumenden Gießbache aiivertrant. Die flüsternde Quelle und der lispelnde Wind waren seine Spielkameraden gewesen, und noch in alten Tagen hatte er ihnen seine Treue bewahrt — ein kindlich naiver Märchenerzähler, der mit den für nüchterne Alltagsmenschen allerdings unsichtbaren Geistern in Wald und Flur auf besserem Fuße stand, als mit der übrigen Welt, die ihn ja ohnedies kalt und lieblos von sich gestoßen. Die Kinder der wenigen Familien, bei welchen der Franzosen-Loisl auf seinen Streifzügen hie und da um ein Obdach vorsprach, wenn der Wind allzu rauh gieug oder der Schneesturm ein Weiterkommen unmöglich machte, wussten den unerschöpflichen Vermischtes. — Eine Telegraphistin vom Blitze getroffen. Man meldet aus Pest: „Eine hie- sige Telegraphistin wurde aushilfsweise auf die Dauer von acht Tagen nach Losoncz versetzt. Am Samstag tobte dort ein furchtbares Gewitter, und das Mädchen hatte gerade am Apparat zu thun, als plötzlich der Blitz in die Leitung einschlug und das Mädchen traf. Ein deutlich wahrnehmbarer schwarzer Fleck am linken Fußabsatze zeigt die Stelle an, wo der Blitz den Körper verließ. Die Arme stürzte bewusstlos zu Boden, doch erholte sie sich nach und nach so weit, dass sie wieder nach Pest zurückgebracht werden konnte." — Selbstmord mitDynamit. In Felsö-Visso (Marmamaros) wohnte ein wackeres, fleißiges, junges Ehepaar. Der Mann gieng in die nahe gelegenen Bergwerke in der Bukowina arbeiten, die Frau aber trat daheim in Dienst, und so fanden sie ihr leidliches Auskommen. Nachdem der Mann sich schon ein kleines Sümmchen erspart hatte, machte er zu den Pfingstfeiertagen seiner Frau einen Besuch ; als nun aber die beiden sich des Wiedersehens freuten, erschien sein Schwager und nahm ihm auf Grund einer alten Forderung sein Erspartes bis auf den letzten Kreuzer weg. Darüber gerieth der Arme in solche Desperation, dass er, nachdem er die Fran in den Hof hinausgeschickt hatte, eiue Dynamitpatrone zwischen die Zähne nahm und sie anzündete. Die auf die Explosion hereingeeilte Frau fand nur mehr die furchtbar verstümmelte Leiche des Gatten. — Eisenbahnunglück. Die „Schlesische Ztg." meldet: „Am 1. d. ist zwischen Magdeburg und Ascherslebeu ein Eisenbahn-Personenzug entgleist, wobei außer Zertrümmerung von Wagen uud Maschine auch mehrere Personen verunglückten und getödtet wurden. Unter den ums Leben Gekommenen befinden sich auch zwei Breslauer Einwohner, nämlich die beiden Particuliers Volkmer Koschel und Paul Kallinich, welche, auf einer Badereise nach Goslar im Harz begriffen, hier ihren Tod gesunde» haben. Laut eingegangenem Telegramm liegen die Entseelten in dem Dorfe Boltmersdors, nahe bei Station Blnmenberg. Von Seite der Breslauer Polizeibehörde ist den Angehörigen die traurige Nachricht übermittelt worden." — Ein Telegramm der „Breslaner Ztg." besagt, dass aus dem bei Langcnweding (hinler Magdeburg) entgleisten Zuge sich der Reise-Unternehmer Stangen mit seiner am 1. d. früh von Berlin »ach Paris abgegangenen Reisegesellschaft befunden hat uud dass Stangen nicht weiter gereist sei. Märchenschatz des alten Kräi^tersammlers wohl zu würdigen. Aber niemandem gegenüber hatte er diesen so ganz und voll erschlossen, als der jungen Frau im Forstwartshäuschen, deren dunkle, schwärmerische Augen mit wahrer Andacht an seinen Lippen hieugen, wenn er. Alpe und Wald mit tau-sendgestaltigem Leben bevölkernd und althergebrachte Mährchen mit den Zugaben der eigenen, unbewussten Erfindung vermengend, die gesammte Alpennatur in ihrer imposanten, oft schrecklichen Großartigkeit ebenso wie in ihrem wunderbaren Liebreiz und der zierlichen Kleinheit ihrer Pflnnzensormen in eben so viele Mythengestalten kleidete. Friedl hatte für diese Unterhaltung weniger Sinn. Aber oftmals ruhte der Wischlappen iu seiner Hand, mit Welchem er soeben erst einem kleinen Rostflecken zuleibe gegangen war, wenn die Erzählungen und Schilderungen des alten Loisl auch seinem jungen Weib» chen die Zunge lösten. Allerdings blüht in der ungarischen Steppe kein Edelweiß, und das brennende Roth der Alpenrose wäre eine Versündigung gegen den düstereu Ernst der Puszta. Aber wenn der Alte davon erzählte, dass die Blumen der Alpen deshalb so kurzstielig seien, weil sie während der kurzen Dauer des alpinen Sommers keine Zeit — Zusammenstoß zweier Dampfer. Bei Werder, einem ungefähr eine halbe Meile von Swinemünde entfernten, bis an die Swine hinanreichenden Gute, hat am Sonntag nachmittags zwischen 1 und 2 Uhr ein heftiger Zusammenstoß zweier Dampfer, eines englischen und eines deutschen, stattgefunden, worüber nach den Erzählungen eines Augenzeugen wie folgt berichtet wird: „In der Nähe von Werder kamen dem englischen Dampfer — es ist dies der mit Spiritus beladene, von Stettin nach London bestimmte Dampfer „Dragon", Capitän Ferris — zwei andere Dampfer: der zur Stettiner Nhederei gehörige, von Stockholm angekommene und mit Gütern beladene Dampfer „Tilsit", Capitän Frenz, und ein zweiter, ebenfalls nach Stettin bestimmter ansländischer Dampfer, welcher sich nicht weit ab von dem „Tilsit" befand, entgegen. Plötzlich veränderte der letztere seinen Cnrs und rannte mit dem Bugspriet und dem Vordersteven den „Dragon" auf der Backbordfeite so heftig a», dass er fast die ganze Schanzkleidung, die auf jener Seite befindliche Cajüte und einen große» Theil der Commandobrücke zertrümmerte. Der Stettiner Lootse, welcher das Schiff führte, stand gerade auf diesem Theil der Commandobrücke, als der Zusammenstoß erfolgte, und wurde mit den Trümmern fortgerissen. Auf der ändern Seite befanden sich außer dem Capitän und dem Steuermann noch ein Zollbeamter und mehrere Passagiere. Sämmtliche Personen schwebten in größter Lebensgefahr. Dem Lootsen wurden leider beide Beine von den Trümmern eingeklemmt, nnd konnte er nur mit vieler Mühe aus feiuer schrecklichen Lage befreit werden. Die ändern Personen sind glücklicherweise mit dem gehabten Schrecken davongekommen. Ob der Dampfer „Tilsit" ebenfalls beschädigt worden ist, davon hat man noch nichts erfahren können. Als die Katastrophe stattfand, liefen zwei Lenke der Schiffsbesatzung sofort nach dem Raum hinnnter, um zu sehen, ob der Dampfer etwa einen Leck bekommen habe uud sich Wasser darin befinde. Glücklicherweise war die Befürchtung eine unbegründete, und konnte der Dampfer „Dragon" seine Fahrt hu her fortsetzen. Man erzählt, dass ein Matrose des „Tilsit" über Bord geschleudert wurde, doch hat man nichts Gewisses darüber gehört." — Eine literarische Wochenschrift erzählt Folgendes: „Goethe äußerte einst, dass ein wahrhaft genialer Mann nie rauchen werde nnd dass auch Lessing gewiss nicht geraucht habe. Als Ebert (Friedr. Adolf, der berühmte Bibliograph, gestorben als Hosrath und Oberbibliothekar zu Dresden 1834) noch Bibliothekar in Wolfenbüttel war (von 1823 bis 1825), lag es ihm sehr am Herzen, sich über hätten, lange Blütenschäfte zu treiben, und sich vor den frostigen Nächten gerne fest und eng an die wärmende Erde anfchmiegen möchten, wusste Mirza nicht minder beredt die Vorzüge ihrer heimischen Steppe zu vertheidigen, welche ihren Pflanzenkindern nur deshalb schlanke, geschmeidige Gestalten gab, damit die Windsbraut ihnen keinen Schaden zufüge, wenn sie iu jähem Zorue brausend über die Heide streicht. Friedl freute sich über die treue Anhänglichkeit. welche seine Mirzl den weiten sonnen-durchglühten Steppen ihrer Heimat bewahrte, ohne den herrlichen Natnrschönheiten ihres neuen Vaterlandes die Anerkennung zu versagen, und selbst der alte Loisl legte lächelnd das Geständnis ab, dass die junge Frau im Jägerhäuschen die Tiroler Luft besser zu vertragen s-Heine, als sie eiust sein „Wai-senhaar" ertrug. So war es im Spätherbst, so lange noch der alpine Himmel in seiner wunderbaren Reinheit auf den in bunter Farbenpracht prangenden Teppich der Lanb- und Nadelhölzer herabsah, welchen Mutter Natur kurz vor ihrem Winterschlafe um die Schultern und zu Füßen der majestätischen Gebirgs-welt auSbreitet. Oft, wenn der Vater noch nicht zu Hause war, stand Mirza mit ihrem Knäblein auf dem Arme draußen auf der Waldblöße. um ihr diese seltsame Vermuthung Goethes Gewissheit zu verschaffe». Es gelang ihm, im Gotteslager, einer Vorstadt Wolfenbüttels, eine alte Frau ausfindig zu machen, welche in ihrer Jugend Anfivärterin bei Lessing gewesen war. Diese Alte erwiderte auf Eberts Anfrage sehr treuherzig: „Ja, smöken un srieben könne he wol; aber tau wider wat was he »ich tau brukeu!" (Ja, rauchen und schreiben konnte er wohl, aber zu was anderem war er nicht zu brauchen.) 2ocal- und Prvvinzlal-Xttgetegenheiten. — (DieJustallationsrede desBür-germeisters.) Im Nachstehenden veröffentlichen wir den Wortlaut der vom Bürgermeister Laschan anlässlich des gestrigen feierlichen Actes gehaltenen Ansprache: „Von Sr. k. n. k apost. Majestät in der Würde des Bürgermeisters von Laibach bestätigt und als solcher soeben in Eid genommen, ist es meine erste und dringendste Pflicht, für diese allerhöchste Bestätigung im Angesichte des erhabenen Bildnisses unseres allergnädigsten Kaisers und Herrn treugehorsamst meinen nnterthänigsten Dank in dieser hohen Versammlung zum Ausdrucke zu bringen. — In Anknüpfung an den eben abgeleisteten Eid erlaube ich mir in die Hände Eio Hochwohlgeboren, Herr Landespräsident, das Gelöbnis abzulegen, dass ich in deni voni Staate an die Gemeinde übertra genen Wirkungskreise mir immer die Bestimmungen der verfassungsmäßigen Gesetze und Verordnungen zur strengen Richtschnur nehmen will. Und an Sie, meine verehrten Herren College» vom Gemeinde-rathe, richte ich das bündige Versprechen, in allem, waS zum Kreise der commnna!en Verwaltung gehört; insbesondere in den hochwichtigen Angelegenheiten des Stadtanlehens, welches, aus der weitblickenden Initiative eines hochverdienten Mitgliedes der Stadtvertretung hervorgegangen, durch ein allerhöchst sanktioniertes Reichsgesetz genehmigt uud nun auch eine für die Gemeinde heilsame vollendete Thatsache geworden ist; überhaupt in Handhabung der Gemeinde -^Ordnung stets nach Ihren das Wohl und Beste der Stadt bezweckenden weisen Beschlüssen Vorgehen zu wollen. Obinsm 86 tucii clo Vrrs, Lasliti soinssLani, s pwZi^o, mi Z6 Vk86 in Vaäo priMnost ir- kariM, äa, 2 Vami rräruLsn in oci Va8 spoä-buMi, krepkHö mWtliri, opravila v blL^or vi8oko WliMbM predivLlstvg. sreeno iiivrÄti Liunoröm. — An Ew. Hochwohlgeboren, Herr Landespräsident, aber richte ich die ehrfurchtsvolle Bitte, mir in meiner Amtierung Ihren und der kaiserlichen Regierung mächtigen Schutz und Schirm angedeihen lassen zn wollen." Auge hinabschweifen zu lassen in das vom breiten Silberbande des Flusses durchzogene Thal, zwischen dessen schattigem Wiesengrün und den dunklen Farbentönen des Bergwaldes das vom ersten Reif gesengte Laub der Buchenbestände einen wie mit pur-purnen und goldenen Fäden reich durchwirkten Gürtel zog, während von den Bergzinnen ringsumher des Winters kalte Majestät bereits Besitz ergriffen hatte, nur noch des Augenblickes gewärtig, in welchem er seinen fleckenlosen Hermelin auch aus das Land in der Tiefe werfen konnte. Und als dann die ersten Flocken fielen, jauchzte der kleine Friedl freudig auf und spreizte die kleinen warmen Händchen aus, um den kalten Flaum aufzufangen, der so still uud geräuschlos aus die Erde herabsank, als wollte er den Gräsern und Sträucheru, den Büschen und Bäumeu ja nicht wehe thnn und sie nur allmählich auf die bevorstehende Veränderung der Landschaft vorbereiten. Aber bald rieselten die weißen Flocken dichter und dichter, und die Tannenbäume, welche noch kurz vorher die leichten Silbersternlein wie einen Schmuck stolz zur Schau getragen, ächzten unter der Last der Schneemassen, welche der herabziehende Winter in unbeschränkter Freigebigkeit über Wald und Flur streute. (Forschung solgt.) — (Ein kommunales Familienfest.) Es mag Bankette geben, bei welchen der äußere Apparat schon hinreicht, das, was man sonst Fest» stimmuug nennt, in hinlänglichem Maßstabe zu erregen — aber daran zweifeln wir, ob es wohl ein Symposion geben wird, bei welchem der vorherrschende Zug innerer Befriedigung der ganzen Feier einen weihevolleren Charakter verleihen kann, als es bei dem gestern anlässlich der Inauguration des Bürgermeisters veranstalteten kleinen Bankette der Fall war. Von den engeren Freunden unseres erprobten Stadtoberhauptes arrangiert, sollte es nur die anch im privaten Leben mit Bürgermeister La-schan in näherer Verbindung stehenden Freunde zu einem zwangslosen Abende vereinen. Die von ihren Ordnern im bescheidenen Maßstabe angelegte Feier hat jedoch weit mehr gehalten, als sie versprochen: sie wurde zu einer glänzenden Ovation für unseren wackeren Bürgermeister und seine treuen Mitarbeiter im Gemeinderathe. Schon der erste Toast, welchen Vicebürgernieister Bürger Sr. Majestät dem Kaiser ausbrachte, stand insoferne in Verbindung mit dem Gefeierten des Tages, als Redner an die Bestätigung der Bürgermeisterwahl anknüpfte, welche durch die gestern erfolgte Installation des wiedergewählten Bürgermeisters die mittelbare Veranlassung deS Festabends wurde. Direct au Bürgermeister Laschan waren aber die Worte gerichtet, in welchen Landeshauptmann Dr. R. v. Kalteuegger der Verdienste eines Mannes gedachte, welcher, nachdem er vor Jahrzehnten schon sich die parlamentarischen Sporen verdient, in seiner späteren Wirksamkeit als Bürgermeister der krainischen Landeshauptstadt seinen Namen mit all' den Fortschritten in lebendigen Zusammenhang brachte, welche Laibach in den letzten Jahren gemacht. Vergeblich machte der also Gefeierte den Versuch, die ihm dreimal nach einander gewordene Ehre der Wahl zum Bürgermeister lediglich aus seine gemäßigte und zur Vermittlung geneigte liberale Gesinnung zurückzuführen. Der lebhafte Beifall, welcher den würdigen Vorsitzenden unseres Gemeinderathes begleitete, als er in der ihm eigenen leutseligen und ungezwungenen Weise die Runde im Freundeskreise machte, bewies zur Genüge, wie sehr man den Mann zu achte» weiß, der, wie einer der späteren Redner hervorhob, zwar aus dem Scheitel den Schnee des Alters trägt, aber sein Herz noch jugendfrisch zu erhalten wusste. Nach den Toasten der Gemeinderäthe R. v. Schrey und Dr. Schaffer auf das liberale Wahlcomite und die liberalen Wähler ergriff R. v. Kaltenegger nochmals das Wort, um in Hinblick auf die Vergangenheit der Verfassungspartei den besonders auch iu der Person des Bürgermeisters repräsentierten Geist der Mäßigung und Versöhnung zu feiern, welcher dereinst die liberale Partei KrainS trotz aller Hindernisse und Kämpfe doch noch zum vollendeten Siege führen werde. Dr. Keesbacher gedachte in geistreich humoristischer Rede des nach langer Abwesenheit dem Laude und der Stadt wiedergegebenen Dr. Schaffer, während Herr Deschmann in launig-ernster Weise die unermüdliche Arbeitskraft des Bürgermeisters hervorhob und aus dessen ferneres Gedeihen im Wohle der Gemeinde seinen Toast ausbrachte. Dr. Suppan toastierte auf den gleichfalls wiedergewählten Vice-bürgermeister Bürger, Dr. Schrey auf Dr. Keesbacher, worauf Bürgermeister Laschan in Erwiderung auf das ihm vom GR. Deschmann gezollte Lob erklärte, dass ein großer Theil seiner Leistungen sei. nein bewährten Mitarbeiter, dem ersten Magistrats-rathe Jeras, zugewieseu werden müsse, dem er in Anerkennung dessen seinen Trinkspruch weihte. — Wir verzichten darauf, alle einzelne» Persönlichen Toaste zu registrieren, können aber nicht umhin, hier zum Schluffe nochmals zu betonen, was wir eingangs angedeutet — dass der gestrige Abend ein communales Familienfest im vollsten Sinne deS Wortes war. — (Deutscher Schulvereiu.) Um schon in den nächsten Tagen eine vorläufige Ueberstcht über die Zahl der bisher erfolgten Beitrittserklä- rungkn zu gewinnen, richtet der provisorische Ausschuss an alle Förderer des Vereins, die sich im Besitze von Sammelbogen befinden, die dringende Bitte um beschleunigte Zusendung der bereits ausgefüllten oder abgeschlossenen Sammelbogen unter der Adresse eines der im Ausrufe namhaft gemachten sieben Ausschussmitglieder. — (Militärmusik) Wie wir aus verlässlicher Quelle vernehmen, wird bei günstiger Witterung die vollständige Militärmusik des löbl. Linieninsanterieregiments Baron Heß Nr. 49 unter persönlicher Leitung ihres Kapellmeisters Milier Sonntag und Montag, 6. und 7. d-, hier eoucer-tieren, und zwar Sonntag nachmittags auf der k. k. priv. Schießstätte bei Gelegenheit des zu Ehren unseres Herrn Landespräsidenten abznhaltenden Fest-schießens und Sonntag und Montag abends im Tasinogarten. — (AusdemMorastculturausschusse.) In der letzten Sitzung des Morastcultur - Haupt-auSschusses wurde ein aus fünf Mitgliedern bestehendes Comite gewählt, welches mit der Aufgabe betraut wurde, das von den auswärtigen Experten in Angelegenheit der Morastcultivierung ausgear-beitete umfangreiche Operat einer Berathung zu unterziehen und über die Ausführung der darin empfohlenen Maßnahmen Vorschläge zu erstatten. Zu Mitgliedern dieses Comites wurden die Herren Franz Kotnik, Peter Laßnik, I. Peruzzi, Dr. I. Poklukar und Franz Potocnik gewählt; außerdem gehören demselben auch der Herr Landeshauptmann Dr. Ritter v. Kaltenegger und der Obmann des Morastcultur-Hauptausschusses Dr. Kosler an. Angekommene Fremde am 3. Juni. Hotel Stadt Wien. v. Wallinfchek, pens. Oberst, Salz> bürg. — Walzer, Reis., Cilli. — Rofenberg, Lautner, Guldenstein, Müllner, Hock, Klein, Kflte., und Rasche, Ministerialsecretär, Wien. — Mayerhold, k. k. Arzt, Raibl. — With, Kfm., Aalen. Hotel Elephaut. Rablek, Jenko und Prebil, Littai. — Arenz, Kfm., und Reiträger, Private, Wie». — Hostnig, Graz. — AhaW, Kfm., Neumarktl. Hotel Europa. Mörth, Lient., Pola. — Erar, Görz. — Gaar, Lieut., Riegcrsburg. — Lanariz, St. Peter. Wiener Börse vom 3. Juni. All»«»»,»« g,.,. säulä. ! v-» Papierrenle .... Silberrente .... «Holdrenre.......... Staatslose. 1854. . . 1860. . . 1860 zu 100 fi. 1864. . . Oe«ai1«otkaftuav»-Oökiyatioae». War» 72 70! 72 ^ 73 2.'»! 73 l 88-55 88 LLL --!12L >129 7k. 130 131-1131 170 50 171 Ealizien . . . . Siebenbürgen . Lemeser Lanat vngarn.......... Sailer« Lff,a", Kien, Kelllensrsmss I. XXXXXZ! Verstorbene. Den 3. I u n i. Ursula Mali, Taglöhnerstochter, 4 I., Polanastraße Nr. 47, Lungentuberkulose. — Rosa Januar, Arbeiterstochter, 2-/« I., Petersstraße Nr. 45, Meningitis. Im Civilspitale: Den I. Juni. Andreas Kljun, Taglöhnerssohn, 22 I., lubereulosis pulmonum. Künstliche Zahne und Luftdruckgebissc bester Constrnction werden schmerzlos eingesetzt, LSilllllpel'SliMll mittelst l.U8lgL8 - kiLllM!! vorgenommen bei Zahnarzt Paichel crn der Kradeckybrücke, 1. Stock. Seine Mundwasseressenz ist außer im Ordinationslocale noch bei den Herren Apothekern Maier und Swo -boda und bei Herr» Karinger zu haben. (193) 2 ARun biete «tein 6Iüeke «lie Uunä! 4«»0 «OO Hauptgewinn im AünstiAston kallo bietet (lis ltller-»eneste xro8se (-lolüverlusunx, welelio von 6er kolieu kexleruux Avnsdmi^t und z;Lrantisrt ist. Die vorttwilliakte üiurielitunA äes neuen kls.-nes ist, clerart, class im I^auss von N'viü^oil Llonsten «lureli 7 Vorlo8im^on rur Ackeren KntsebeiäunA kommen, darunter deLnäen siel» llauxttreüer von eventuell Aark sxeeiell aber 1 6sninn L >1. 250,OM, 1 6on-ini> ä Zl 150,000, 1 6e,vjnn L LI. 100,OM, 1 6ev?inn LLl. 1 6evinn L LI. 2 6s>vinne a LI. 2 Oöivinne L LI. 5 6svinns i'c LI. 2 6v^vinns ü, LI. 60,OM, 50,OM, 40.000, 30.000, 25.000, 20,OM, 12 6en-inne ü LI. 15,OM, 1 6e^v. 24 6ev. 4 6e^v. 52 6ew. 68 6oiv. 214 6e^. 531 6e>v. 673 6s,v. 950 6sw. 25,150 6ew. ote. -c LI. 12,OM, ä LI. 10,OM, L LI. 80M, ü. LI. 5000, :>,LI. 30M, ü. LI. 20M, LLI. 10M, L LI. 5M, LLI. 300, ^ LI. 138 etc. Die niielistv erste üe^vinnriokunA dieserArossen, vom 8tas.ts ^nruntlerteu üeldvsrlosnn^ ist amt-liek tvstxestellt und Lndst 8elion am 8. uni! III. Ililii l!. 8tstt und kostet liierru 1 ALnuos OrixinLl-I^os nur Llsrlc 6 oder ü. 3 50, 1 IiLlbos „ „ „ 3 „ „ 175, 1 viertel „ „ „ 1'/- „ „ —'90. Llle .^ukträx» verden sofort AvAen Llnsen-dnnx, ko8tel»i«>»I>Iullx oder Xuelio-cl»»« Le» Uelrußs» mit der ^rossten 8or^kalt LusAskälirt, und orliiilt ^edermLnn von uns die mit dom LtaLtsvap-xen versolionsn Ol ixlnul-Iiose selbst in Händen. Den LostoUunAvn Yverdon die erforderlichen Lmtlielien kliino gratis dsi^oküKt, und naeli jeder 2ieliunx senden wir unseren Interessenten unsuf-^ekordert amtlidio Listen. vis ^usraldunZ der gewinne erfolgt stets prompt unter 8tuittsx»runtlv und kann durcli dirsote Zusendungen odor auk Verlangen der Interessenten durcli nnsers Verbindungen Ln allen grösseren klätren Oostorrsioks veranlasst werden. Unsere 6olIevto war stets vom 6lüelco besonders begünstigt, und baben wir unseren Interessenten oftmals die grössten Ireller ausberablt, u. a. solebs von Narlc 2ZU,0«U, 223,00», 15»,«>u«, 8»,»»«, 6»,»»», 4V,»<>» oto. (125) 27—26 Voraussiodtlieli kann bsi oinom solebsn, aut der »«»18 xexrllnäeteu Vnter- nebmen überall auk eins sskr rsgs Lstbeiligung mit Lestimintböit gsrscbnet werden, man beliebe daber sebon der alle Luktriige «rir-evt r» rivbtsn an ILaulinanv 8im«n, Ikrrnk- unü VVvtrk8vIxv86!iLf1 iu üainkurx, Lin- unll Verkauf aller ^rten Ltaatsobli^ationvn, LiZondatinaetjsQ und ^.nlslisvglosv. 8. Wir «ZLvIcsv kieräurok für 6»« uv8 ssitdsr Vsrtrnusn, vir dsi Lsxinv 6sr nsueu Vsr- lokuvß rur kotdvilixuvx silllaäsv, vsräsn vir uns auek tvlllsrkiu dvtttrodsn, änrek «tst8 prompte aaä reell« lleäisuunx 6ie volle Lukrieäenkeit unserer xvekrleu Illleressevtea Lu srlLvxeu. D. v. Druck von Jg. v. Kleinmayr L Fed. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Dr. Hans Kraus.