^ KZt Mittwoch den IS. SeptemVer lv75. IIV. Jahrgang. Die „Martiurger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — fiir Marburg: ganzjährig 6 fl., halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 fl. 50 kr; fi»r Zustellung ins Hau» monatlich 10 kr. — mit Postversendnng: ganzjährig 3 fl., halbjährig 4 fl., vierteljahrig 2 fl. JnsertionSgebühr 3 kr. pr. Zeile. Krupp's Kanontllrrcht. Marbltrg, 14. September. Das KriegSministermm hat dem Fabn-^ kanten Krupp von Essen hu,idertflinfzigtansend Gulden bewilligt — als Entschädigung für die Beniitzung des Modells bei der Erfindung der Stahlbrdncekanone, der sogenannten UchatiuS-kanvne. Die Halbamtlichen waren anfangs bemüht, die Erfindung des Generals Uchatius als eine selbständige, wahrhaft österreichische zu rühme»; und die Ansprüche Krupps als gänzlich unbegründet zu bezeichnen. Und nun plötzlich diese Wandlung? Durch wessen Fügung? Entweder befand sich Krupp voll jeher in seinem Rechte und dann war es vor Allem Sache der Regierungsblätter, dasselbe anzuerkennen. Diese Blätter waren demnach schlecht unterrichtet, führtell die öffentliche Meitlung irre, verwirrten die Begriffe und »varen das viele Geld nicht werth, welches die Staatsbürger für diese Organe der Negierung zusammensteuern müsien — oder Krllpp war von jeher nicht berechtigt Ersatz zn fordern ; es mußte ihm der offene Weg zum Gerichte gewiesen werde!» und das strenge Richterrecht hätte entschieden. Wir glauben, Krupp habe der Diplomatie es zu verdailken, daß er zu utlserem Gelde gekommen. Die preußische Regierung hat wohl hinter dem Essener gestanden und Bisnlarck hat sein Wort in die Wagschale geworfen. Die ursprüngliche Haltung der Regier»lngS-blätter, das Nichtabwarten gerichtlicher Austra-gung oder mindestens gerichtlicher Streitver- kündung, unsere freundimchbarliche Stellung zum Heimatstaate Krupps bestärken uns in der Annahme, daß ein gutes Recht aus diplomatischen Gründeil geopfert wordeil — daß wir ohne zwingeilde Verpflichtung in Tagen schwerster Roth wirthschaftlich geschwächt wordeil ltm volle eininalhundert und fünfzig tausend Glllden! Schreibe, zähle und zahle! Aeuilteton. Seantilltlir» ia drn Schweiieralptu. Von H. A. Berlepsch. (Schluß.) So wie die Alpenkühe, durch deren Schaa-ren der Alpen-Tourist gar häufig luandern muß, durch srelldige Sprüllge und liebkosende Zudringlichkeiten gegell ihnen bekannte oder unbekailnte Menschen Gefühle der vertraulichstell Zltthun-lichkeit unverkennbar ausdrücken, so zeigeil sie außerordentlichen Widerlvillen gegell Hunde. Sobald eille Alpenkuh einen freinden Hlind erblickt (denil manche Senneil llehltlell selbst starke Hunde lnit auf die Alp, z. B. i»n Kanton Untenvaldeil), stellt sie sich zur Gegemvehr, ill-dem sie ihre Hörller als Angriffswaffe gebraucht, auf ihn zuläuft und ih»l oft große Strecken verfolgt. Nicht selten kolnmt der Herr deS Hulldes dabei in Gefal)r, weinl letzterer Schutz bei ih»n sucht; die Kuh aber, weder Ansehen noch Stand der Person keilnend, fährt fort, auf ihreil Feiild einzustürmen. Ist der Hund groß und hartnäckig, so vereinigen sich nicht selteil lnehrere Kühe, schließen einen Kreis uln ihn und würden ihn unfel)lbar tödten, weiln er ilicht in der Flucht sein Heil suchte. Daruln ist's auch in Zur Geschichte des Tages. Das ungarische Abgeordnetenhaus beginnt heute die Verhandlung über die Adresse. Kololllan Tißa, die Seele des Ministeriums, beeinflußt auch dieses Schriftstück ulld wird sich die stolze Vertretullg init einer lnat-ten Umschreibung der Thronrede begnügen — lllit eillenl farblosen Gerede. Ersatz wird diesein Hause dafür geboten, lvenn die Zoll- uild Handelsfrage und der Ausgleich aus der Tagesordnung stehen. In Bosnien und der Herzegowina dauert der kleille Krieg noch ilMller fort — bisher nlit abwechfelndeln Erfolge. Die Auf-stäildischen bleibell nun auf sich felbst angewie-sell. Dank der Diplolnatie und der Eisersucht zwischen den Fürsten von Serbieil llnd Montenegro. Die Volkskälnpfer werden auch dieSlnal verblllten, die Mächte aber werden auch diesmal sich überzeugen, daß die Verfprechungen der hohen Pforte nicht erfüllt lverden. Die Er« füllullg ist der „Türkei" nnmöglich; eine lnen-schenwürdige Behmldlullg der Unterjochten und der Fortbestalld dieses Raubstaates schließen sich gegellseitig aus. Das deutsche Reich fordert von seillen Bürgern neue Geldopfer: die Börfensteuer soll den meisten Alpen streng verboten, Hullde mit hinauf zu brillgen. Wie eine gute Hausfrall stolz auf ihre glitzerllde ulld blanke Küche, auf ihre gefüllten Linllenschränke lllld gute Ordnung iln Haus-wesell ist, so weiß sich der Aelpler etwas alls seine Käse. Der unglückliche Selln, welchein sie lnißrathen, bleibt lange Gegenstalld des Dors-gespöttes, und es gibt lloch heutigen Tages Rachkonlmen von solchen, die den Uebernmllen ihres Vaters oder gar des „Aehni" (Großvaters) tragen nlüssen. Die AnerkenilUilg, ein gllter „Chäser" zu sein, ist sogar (twriidile äictu) voll Einfluß bei Liebesverhältllissen. — 'SMaiteli verlnag's ilicht zu ertragen, wenn ihr Bub llicht für eilleil perfekten Sennen gilt, und manche „Vröggleriil" (d. h. Stolze) hat darllln ührell Kiltgänger llnd Liebhaber schoil verabschiedet, lingeachtet er lvacker Batzen besaß. Es ist aber auch gailz erklärlich, wenn lnan ill'S Auge saßt, lvelch' bedeutender Handelsartikel der Käse für die Schlveiz ist. Jährlich werden für lnehr als acht A!illionen Franken Schweizerkäse in's Ausland versandt, ulld der Gelvinn von Atilchproduktell überhailpt, einschließlich des ullgeheueren Konslilns in der Schlveiz selbst, lvird allf nahe an 100 Millionen Frankell geschätzt. Die beliebtesten lllld gesuchtesten Sorten sind der großlöcherige, saftig-fette eingeführt, die Brausteuer verdoppelt werdell, nur damit der Bundesrath iln Stande ist, die Beiträge der Einzelstaaten für 1876 nicht llm zlvanzig Millionen Mark erhöhen zll müssen. Die Bonapartisten drängen zl»r Entscheidung und bearbeitell deßhalb die Soldateil, daß sie deln „Kaiser" zuruseil, wen»; er wieder komlnt. Gegellwärtig ist es Lyon, die zweite Stadt des Landes, wo diese Partei den regstell Eifer bethätigt. Vermischte Nachrichten. (Zur Pflege der Religion iln frall-zösischen Heere.) Oberst Treve zu Saigun, der Hauptstadt der sranzösischen Provinz Co-chinchilla hat einen Befehl erlassen, in welchem es u. A. heißt: „Morgens llnd Abends lvird das Gebet lnit lallter Stilnme gesagt und nach delN Appell von den: Schlasstuben-Korporal gesprochen. Während desselbeil müsseil die Soldaten aln Fllße ihres Bettes aufrecht stehen Ulld stillschweigelld und unbedecktell Hauptes sein. Das Gebet besteht aus dem „Vater ullser, der du bist . ." und dem „Gegrübet seist dll, Maria, voll der Gnadell". Der Text wird in jeder Schlafstube über deln Bett des Schlaf-stuben-Korporals angefchlagen. Ich leilke die gallze Auflnerkfainkeit der Bataillonsführer, der Detachelnellts-Kommandantell und Offiziere auf diese Vorschrift der erhabensten moralischen Ordnullg, deren Traditioll glücklicherlveise auf dell Kriegsschiffen ulld in den Kasenlen der Flotte in Ehren gehalten lvird. Es wird Nie-mandell entgehell, daß sie, indem sie zlir Quelle aussteigt, voll der jede Autorität ausgeht, nochmals das große Prillzip der Ullterlverfung lln- Emlnenthaler und der noch etwas schärfere Greyerzer (kroma^e äs Oru^^ms); beide Sorten lverden in Laiben bis 120 Pfund Schlvere gefertiget und jetzt in beillahe allen käseprodu-zirenden Kantollen nachgeinacht. Ferilere sehr geschätzte Käsesorten silld der Brienzer ailS deln Berner Oberlailde, dessell sich alle Solnmerrei-sende genl erinnern, die am Gießbach oder in deln tralllich gelegenen weißen Kreuz in Tracht übernachteten, danil der delikate lveiche sette Urserenkäs, den lnan alts einer Gotthardreise, besonders iil Anderlnatt, vorgesetzt dekoinmt, der Strohkäse allS dem Val Lavizzara iln Kan» toll Tessin, deshalb so gelianllt, lveil er seiller Weichheit halber lnit Stroh lllnwickelt versendet lvird — der Tavetscher zc. Wir kehrell nochlnals zuln Aelpler zurück. Das geschäftige Eillerlei, welches den Sennen ill seiner sominerlichell Eillsanikeit umfällgt, lvird ill den größerell Alpen derjelliaen Kanone, in denen eill frisches, lebeilsfröhliches ^ölkleill wohnt, denlloch ein oder einige Mal llntelbrochen; gelvöhnlich gibt's danll aber altch drastische Jllustratiollen zu deln alten Sprich-lvort: „Keine Kirche, allßer es steht ein Wirths-Haus dmleben." So auch hier an ulld auf den Alpeilfesten. Wie es druntell iin Thal jährlich einen Erinllenlngstag gibt, all welcheln des Ortes Kirche eingeweiht wnrde, lvie jedes Dors ter die Suborduiation heilit^t, welche die.s^aupt-kraft der Arinee ausniacht." (Türkische Sta atswirthschaft. Oktoberkoupo n.) Den Gläubigern der Türkei wird bange, ob die hohe Pforte in der Lage sein werde, den Oktoberkoupo» — 45 Millionen Franken — zu bezahlen. (Landwirthschast. N o hstoff- Gen offen schaften.) In der baierifchen Nheinpfalz wird beabsichtigt, zur Hebung der Landwirthschast Rohstoff-Genossenfchaften zu gründen. (Zur UchatiuSsrage. Ein neuer Gegner.) In Meinhold's Verlag zu Dresden ist ein Buch von Dr. Karl Künzel, Chemiker in den PhoSphor-Bronce-Fabriken bei Lttttich erschienen, welches eigentlich „über Bronce Le-girungen und ihre Verwendung für Geschützrohre und technische Zwecke" handelt, im Anhange aber den General R. v. Uchatins beschuldigt, das „Geheimniß" des jetzt „Stahl-bronce" genannten Gefchtttzmateriales Herrn Künzel abgelockt zu haben. Zum Belege feiner Behauptllng citirt Dr. Künzel ein Schreiben, in welchem ihn UchatiuS zur Mittheilung des Fabrikationsgeheimnisses auffordert; Dr. Künzel behauptet, UchatiuS, der damals Referent im Kriegsministerillnl war, das Geheilnniß offen vorgelegt zu haben, darauf fei aber die Korre-fpondetlz abgebrochen worden und UchatiuS ein Jahr darauf mit der Erfindung als feiner eigenen hervorgetreten. General UchatiuS wird zweifellos in der Lage fein, durch Produzirung des geheimnißenthüllenden Schreibens, von dem Herr Dr. Kütlzel spricht, die Verdächtigung niederzuschlagen, die sonderbarerweise nicht damals aufgetaucht ist, wo die Frage UchatiuS oder Krupp noch in der Schwehe war, sondern erst jetzt, wo die Erfindung UchatiuS goldene Früchte zu tragen begonnen. (Zur Eröffnung der Hochschule in Czernowitz. Festlied.) I. V. Scheffel ist vom Festausschüsse in Czernowitz ersucht worden, das Festlied zur Eröffnung der Hochschule zu dichten und ist dieser ehrenvolle Aufgabe nachgekommen; das Gedicht, welches vom Professor Weinwurm in Wien komponirt werden foll, lautet: Verwundert hebt der Pruth iin Schilf Sein Haupt, das fluthumfchwennnte, Denn hoch zu Roß, mit viel Gefolg Naht eine hohe Fremde! in ganz Deutschland seine „Kirmse" feiert, so gibt's auch eine „Aelpler Kilbe". Das fromme Bedürfniß oder der hierarchifche Glaubenseifer haben nämlich hier und da, tief drinnen im Gebirge, oft in abgelegener Felfenwildniß, Ka-peüchen erbaut, meist fchmucklos und einfach, wie des Aelplerö Hütte, in welchen allfommer-lich ein Mal Gottesdienst gehalten wird. So ist's in der Sennhütten-Kolonie St. Martin inl Kalfeuferthale, fo auf der größten und schönsten Alp der Schweiz, dein Urnerboden aln Klausenpaß, so im romantisch gelegenen Wildkirchli ltnter der Ebenalp in den Appenzeller Bergen und an andern Orten. Da wallfahrtet denn das Volk zu hellen Haufen, namentlich die Weiber und Mädchen der droben wirthfchaftenden Sennen, inl buuten „Sonntigöhäs" (Sonntagskleid) hinauf, das Alpenröslein auf dem Hut. Der Geistliche, meist ein Kapuziner, hält Predigt und V^esse, gibt der Alp oder auch dem Vieh feine Venediktion, und damit ist den: Seelenheil für diefen Tag Genüge geleistet. Nlln treten die irdifchen und profanen Interessen in den Vordergrund, und da eittwickelt sich in der Regel ein Volksfest, so kernig und »lr-wüchsig, wie man es eben nur bei einem Volke erwarten darf, das in feinem Anschauen, Aus-fafsen und Denken, in seinen Zuständen, Sitten utld Gebräuchen innig verwachsen ist unt der erhabenen Gebirgswelt, welche es umgibt. Das ist ganz anders als da drunten im geradlinigen Flachland bei den zahmen, civilen, abgeschliffenen, verkultivirten Aienschen, — etwa Einst ehrten Hellas sie und Rom, Die Himmlische, die Muse; Jetzt hält sie vor des Ostens Strom Und hebt die Hand zum Gruße! Glückauf, lnein bergschön Buchenland, O Cecina, wie glühst Du, Ich komme mit dem Morgenroth; Hauptstadt am Pruth, wie blühst Du! Ich bring Dir, wie Aurora, Licht, Denli Finsterniß thut Schaden. Ich bringe Licht und fürchte nicht Die Wölfe der Karpathen. Ihr sollt mit Gott llnd Weltweisheit Des Schöpfers Lob bekunden; Als Nichter üben Gerechtigkeit, Als Aerzte heilen die Wunden; Und jugendfrisch mit Hall und Schall, Den freien Künsten dieneil, Sangfröhlich wie die Nachtigall, Treu, fleißig, wie die Bienen. Schau auf, schon zieht und braust einher, Bei Dir zu lernen und wohnen, In vollem Wichs mein flottes Heer Mit Koller und Kanonen. Ruthenisch, ^deutsch und polnisch Blut, Vielzüngig miteinander — Und staunend hört der Vater Pruth Den ersten Salamander. Heil Dir, gewaltig Oesterreich, Heil Wissen Dir im Osten, In Sprachen bunt, im Geiste gleich Zieh'n wir am Pnlth auf Posten. Nun blühe jüngster Musensitz Francisco-Josefina, Frau Muft weilt in Czernowitz Und schirmt die Bukowina! ZNarbur,ier Berichte. Sitzung de» Gemeinderathcs vom 9. Sept. (Schluß.) Herr Ferdinand Baron Nast berichtet über das Ansuchen des Stadt schnlrathes um die unverzügliche Herstellung eines geeigneten Turnlokales und Turnplatzes in St. Magdalena. » Nach einer längeren Debatte, an welcher die Herren: Dr. Lorber, Professor Schaller, Ferdinand Baron Aiast und Max Baron Rast sich betheiligell, wird der Antrag des letzteren zum Beschluß erhoben: der Turnunterricht an so ein Verhältniß wie ein Dürer'scher Holzschnitt gegenüber einein englischen Maschinen-Stahlstich. Heil ist da ein reiches, farbiges, lebenüheiteres Bild, solch' eine „Alpstoberta", solch' ein Schwingsest und Steinstoßen! wie prägt sich da Selbstäildigkeit, Kraft itild Freiheit aus, wie schleudert da der Uebermuth seine leuchtendsten Funke»l empor, wie wirbelt und ringt und jauchzt und johlt da Alles durchein-ander »lnd' scheint unergründlich und uuver-wüstlich in seinem Humor zu sein! Freilich, fehü's nicht an Spähen, die mit der Schrotsäge des Volkswitzes zugeschnitten, ebenso derb erwidert werden, als sie gegeben wurden; aber nie überschreiten sie jene Greilzlinie, jenseits welcher das Verwerfliche, Gemeine' liegt. — Nach Inhalt, Form und Zweck weichen diefe Aelp-lerfeste in den verschiedenen Alpengegenden we-ftntlich von einander ab. Eine Appenzeller Alpstubete ist vorl)erländer Bergsohn; ihm sind gylnnastische Spiele, die Probe körperlicher Stärke und Gewandtheit im Ringen nnd Schwingen das höchste Ideal alpiner geselliger Freuden. Es gibt Schmingtage in den verschiedenen Gauen, die so fest stehen wie irgend ein Heiligentag iln Kalender, vererbt aus altersgrauen Zeiten. — Aber es werdell auch außerordentliche „Schwinget" allSgeschrieben; folche Nachricht eilt dann, gleich eineln Hochwachtselier, von einein Ende des Landes zum wideren. Die geübten Schwinger laben sich daiin eillige Wocheil vorher ml krästiger, nahrhafter Kost, leben geinächlicher und bereiten sich auf de« Ehrentag vor. Ist nun der Tag erfchienen, ail ivelchein sie korporativ für ihre Thalschast Aiisehen auftreten, z. B. die Entlebucher gegeil die Einiiieiithaler, lich (Punk^2) die Mitwirkung bei Ausmitt-lung und Einbringung der indirekten Steuern auferlegt ist, nicht aber jene hinsichtlich der direkten Steuern, um die es sich im vorliegenden Falle handelt; ln Erwägung, daß, wenn die Stadtge-nleinde bis nun auch bei der Eintreibung der direkten Steuer»: nlitgewirkt hat, dies lediglich deßhalb geschehen ist, weil nach dem Schlußsätze des citirten Z. 40 des Gemeindestatuts die Stadtgemeinde alle ihr von der k. k. Ztatt-halterei in Ausführung der Gesetze zukommenden Befehle und Anordnungen in Angelegenheiten des öffentlichen Dienstes genau und in der durch das Gesetz oder die vorgesetzte Behörde bezeichneten Weise zi» vollziehen verpflichtet erscheint; in weiterer Erwägung aber, daß der h. k. k. Statthalterei durchallS keine Ingerenz zusteht, durch welche Kräfte ulld mit welche»; Kosten die Stadtgenieinde der oben erwähnte»» Verpflichtung nachkommt; in Erwägunge daß, wenn die h. k. k. Statthalterei sich aus »vas im»ner fltr Gründen bewogen findet, in einem speziellen Falle auf die Mitwirkung der Gemei»»de zu verzichten, dadurch dieser keine Koste»» erwachse»» kön»»en, weil die h. k. k. Statthalterei deren Dienste »licht zu benöthigen glaubt; in Erwäaung, daß für die Stadtgemeinde beziehungsweise den Ge»neinderath aus dein Inhalte der Note des Stadtrathes vom 9. Aug. 1874 Z. 5833 kein Präjudiz entstehen kann; in Erwäg»»»»g der principiellen Wichtigkeit des vorliegende»» Gegenstandes nicht blos fitr die betroffene Stadtgemeinde Marb»»rg,. sondern auch für säm»ntliche Ge»nei»lden des Landes — fi»»det der Gemei»»derath keine»» A»»laß, der Note der löblichen k. k. Bezirkshaupt»nannschaft Marburg vo»n SS. Aug»ist 1875, Z. 2066 zu entsprechen u»»d den Gehalt des Diurniste»» Widemschek vom Tage seiner Verwendung bei der gedachten Behörde angefa»»gen aus der Stadtkasse zu bestreiten. Der Ge»nei»»derath hält vielmehr den in der Sitz»lng vo»n August 1875 gefaßten Beschl»»ß und die darin enthalte»»e RechtS-verwahru»»g vollinhaltlich a»lfrecht u»»d wird der Herr Bürgerineister ersucht, sofort mit Rilcksicht auf den Schlußsatz des h. Statthalterei-ErlasseS vo»n 23. August 1875 Z. l 1,669 iln Sinne des heute gefaßten Gen»einderathsbeschlusses den Rek»»rs an das h. Ministeriuin des Innern zu ergreifen. dan»» versa»nn»eln sich Alle an einem bezeichneten Ort, in ei»leitt Wirthshause, und trinken einander brüderlich i»l gute»» Treuen, so»»der Haß und Erbitterung zu. Die spartanische Lustbarkeit begin»»t mit fröhlichein Z»»ge zu»« Ka»npfplatz unter Anfithrung einer laut sch»netterttden Musikbande. Jeder »nit seine»n Gegiier, Ann in Ann, folgt. u»»d Volks»nasien begleiten und schließen den Zug. Auf den» Platze angelangt, schließt stch ei»» weiter Kreis der Zuschauer. — Eine gleiche Anzahl Kämpfer von beiden Seiten wird ausgewählt, je »»ach Uebereinkunft. Die Schwächeren von beiden Seiten »»lachen den Anfa»»g, und der Ord»»ung nach schließen die Stärkere»» sich a»». Der Anerkannteste der Schlvin-ger ist i»n»ner oberster Befehlshaber und in verwickelten Fälle»» unparteiischer Rathgeber. Oft wird a»»ch eil» »»eutrales Kanlfgericht durch Stilnmenmehrheit erwählt. Jetzt tritt das erste Paar ii» des Zirkels Mitte, barfuß, die Hosen bis über die Hälfte der Sche»»kel aufgerollt, das He»»»d a»n Halse geöffnet, ebenfo die He»»ld-ännel »veit z»»rückgeschürzt, den Haarwuchs des Kopses mit eine»n Taschentuch mnwundei». Ei»» Handschlag bekräftigt öffentlich, daß es eii»en» Ringen ii» Freundschaft, »»ach alten Regvln, gelten solle. Nu»» fassen sie einal»der, und der Ka»npf beginnt. Die höchste Spannul»g, wer siegen werde, spricht sich auf de»n Antlitz aller Zuschauer aus. Lange sch»vankt der Entscheid; endlich liegt der Eine über»vul»den a»n Bode»», ui»d lauter Beifallsruf belohl»t den Gewiimenden. So folgen die übrigen Paare bis zum letzten. Dieser Antrag wird ohne weitere Verhandlung und einstim»nig zum Beschluß erhoben. Von den LizitationSprotokollen, betreffend die Verpachtu»»g städtischer Berkaufsgewölbe, Keller. Ländplätze . . . werden nach de»n Antrage des Berichterstaters Herrn Max Baron Rast folgende geneh»nigt: Brodladen im Rath-Haufe Nr. 12, Keller Nr. 11 »»»»ter der Einfahrt links, Gewölbe Nr. 2 unter der Einfahrt rechts, Gewölbe Nr. 4 und 7 l»nter der Stiege: Herr Ferd. Wöß, 105» fl. — Verkaufsgewölbe Nr. 13: Herr A»lton Novak, 190 fl. — Verkaufsgewölbe Nr. 8: Frau Maria Rapotz, 71 fl. — Ländplätze : Herr Anton Strafchil, 157 fl. 25 kr. — Kaminfegerarbeiten: Herr Dom. Fa-leskini, 299 fl. — Draufischerei: Herr Johann Klauda, 26 fl. — städtischer Teich (Schifffahrt, Fischerei und Eisbenützung): Herr Dr. Ferd. Dnchatsch, 450 fl. — Acker in Melling: Frau Katharina Goriup, 52 fl. — Thesel»weide: Herr Johann Lorber, 100 ß. Die übrigen Protokolle' werden »»icht ge-i»eh»»ligt u»»d beschließt der Gemeinderath nach de»n Antrage des Berichterstatters. ei»»e zweite Lizitation der betreffe»lden Gegenstände auszu-schreibe»». (Brand.) Bei»n Gr»»»»dbesitzer Frai»z Pa-chernigg in Wuchern ist am 4. September der Dachstuhl des Wirthschaftsgebäudes sain»nt alle»n Vorrath an Futter abgebran»»t. Den Be»vohnern voi» Wucher»» und Mahrenberg wird nachgerüh»nt, daß sie »virksame Hilfe geleistet. Der Schaden beläuft sich a»»f 2000 fl. Pacher»»igg war »»icht versichert. (Pferdezucht. Trab-Wettfahren.) Zu»n Wettfahren, welche» a»n 8. Septe»nber in Luttenberg auf Veranlassung des dortigen Rennvereines stattfand, hatten sich dreißig Stutenbesitzer gemeldet und betheiligte»» sich sechsund-zwanzig. Es wäre»» acht Preise ausgesetzt u»»d w»»rdeu alle gewonnen; der erste betrug dreißig Silbergulde»» und wurde de»n Grundbesitzer Joko Misleta in Fichdorf zuerkannt. Die Bevölkerung war zahlreich erschienen. (Gelegenheit macht Diebe.) De»n Gru»»dbesitzer Joseph Turin in Ziegelstatt, Gerichtsbezirk Wi»»disch'Feistritz, sind zur Nachtzeit a»»s »tnverschlossenem Hofe ein Pferd fannnt Geschirr u»ld ein Steirerwage»» gestohlen worden. (Schulfest.) In Ehrenhausen (Volk-»naiers Garten) ist a»n 11. Septb. ein Schulfest gefeiert worden, zu welchem die schulfreundlichen Bewohner der Ge»neinde binne»» vierund- Die Seite, a»»f welcher die We»»igsten gefallen sii»d, namentlich wenn auch der letzte Sieger auf dieser Seite triumphirte, ist Herrin des Platzes und ihr Lob das Tagesgespräch viele Wochen hi»»durch. Ein freundschaftlicher Trunk schwein»nt allen U»»n»»»th hin»veg, »»j»d »»ach friedlichen» Abschied wandern die wackeren Kä»npen wieder ihren Alpenhütten zu, un» am A»»denken zu zehren. Noch ei»»e a»ldere Belustigu»»g in den Berner Alpen ist das„Posternächteln". Dies geschieht, wenn der Senn »i»Lt dem Vieh einen aildere»» „Staffel" bezieht, oder »venn die Hirte»» die Alpen verlasse»». Schon.lange vorher sammeln sie Holz, das sie oft stu»»denweit vorn an den Rand eines hohen Felsen trage»;, der das ganze Thal beherrscht; daselbst richten sie einen mächtigen Scheiterhaufen auf, zü»»den denselbe»» bei ai»brechender Nacht an und lassen el»dlich die glühenden Klötze voi» der Höhe hinabrolle»», de»» Thalbewohnern ein köstliches Schauspiel zu bereiten. So ist i»» »vel»ig Zügen des Aelplers Freud' und Leid. Herbstelet es da»u» endlich, d. h. stellen sich die Nachtfröste des Herbstes ein und zieht der Wald sein buntscheckiges Kleid allgemach an, dann zieht der Sel»n „ab Alp". Die Poesie des Hirtenlebens ist sür einmal »vieder dahin, und i»n Andenke»» zehrt er in der ties eingesch»»eiten Winterhittte des Thales an den genossenen Freude»» iin Hoffei» a»tf die Wiederkehr des Frühlings. zwanzig St»mden Geld und Geldeswerth i,n Betrage von 100 fl. gesteuert. (Hagel.) In der Ortsgentei»»de Skorisch-nik und deren Uingebung, Bezirk Pettau, sind die Besitzer von Weingärten und Feldern durch ein Hagelwetter beträchtlich geschädigt »vorden. (Mißbildung. Ein Kind ohneRip-p e»».) Beim Dr. Alexander de CriniS zu Ehrenhausen befindet sich ei»» Kind i»» ärztlicher Behandlung, an »velche»n die Thätigkeit des Her-ze»»s frei beobachtet werden kann, weil dasselbe von Rippen nicht bedeckt ist. (Lehrerbund.) In der Hmlptversamm-lung des steirischen Lehrerbundes, welche morgen Vormittag hier im großen Kasinosaal abgehalten wird, koin»nen »»achstehende Fragen zur Berathung u»»d Beschlußfassung: 1. Ueber Cha-rakterbild»lng. 2. Der Geschichtsunterricht in der Volksschule. 3. Die Stei»ographie als obligater Lehrgegenstand für Lehrerbild»lngs - Anstalten. 4. Die achtjährige Schulpflicht ist »ücht nur in» Prinzipe a»»zuerkennen, sondern auch in der That durchzusühren. 5. Das dem Ortsschnlrathe eingeräu»nte Strafrecht gehe an den Bezirks-fch»»lrath über. 6. Soll die Einführung der Lehrbücher über realistische Fächer in Volksschulen einer Beschränkung u»»terliegen? 7. Die Sprachenfrage in der Volksschule Untersteiermarks. 8. Ueber die Pflege des Schölllesens. 9. Mit welchen Hindernisse»» hat die Volksschule auf de»n La»»de noch zu kä»npfe»l und wie kö»»-nen dieselben beseitiget werden? 10. Ist eine nähere Erläuterung ul»d Begränzu»»g des Z. 1 des Reichsvolksschulgesetzes vom 14. Mai 1869 erwünscht? 11. Auf welche Weise soll gegen Eltern, welche an der Vernachlässigung des Schulbesuches ihrer Kinnder Schuld tragen, vorgegangen werden? 12. A»»f welche Art kön-nell die neuen Lehrpläne in den Schulen auf de»n La»»de d»»rchgesührt werden? 13. Ueber Fu»»ktionszulage»l sür Lehrer a»» einklassigen Schulen. (Aus dem anderen Lager.) A»n»»äch-ste»» Sonntag (19. Septe»nber) Nach»nittag halb 3 Uhr versa»ntnelt sich hier im Saale „zur Stadt Wieil" der katholisch-konservative Volksverein. Das Progrmnm enthält u. A.: „Die soziale Frage l»nd ihre Lösu»»g durch die Prinzipien des Ehristenthums", Vortrag des Fürsten A. Lichtenstein — „Die orientalische Frage vo»n christliche»», flavischen und österreichischen Standpunkte", beleuchtet vo»n Domherrn Kossar — „Das katholische Vereinswesen uild eine bessere Organisirung aller konservative»» Elemente in Untersteiermark", besprochen von Baron Reyer und vo!N Landesausschuß M. Hermann — „Begründung einer Resolution gege»» die vom Abgeord»»eten Seidl seinen Wählern einpsohlene Personalullion mit Ungarn", vorgetragei» vo»n Kaplan Bergles. (Schwurgericht.) In der nächsten Sitzung des Cillier Schlv»»rgerichtes ko»ninen noch zur Verhandlung: 23. Septe»nber, A»»t. Wido»vitsch, Todschlag — 24. Septb. Franz Lewarth, Diebstahl — 25. Septe»nber, Georg Tschrepinko, Todschlag. V-tzt- Ppst. Der Gesetzentwurf über MtlttSrpenfi-onen, vom ReitdSrathe bereits erledigt, soll j tzt im unt,arischen eingebracht werden. Karageorgevich st mit einer Freischaar in der He^ogewinea eingetroffen. Im Deutschen Reich soU am I. Jänner l876 die Goldwährung eingeführt werden. Im Süden Frankreichs haben Gewitter-stürme einen großen Theil der Ernte vernichtet. Eingesandt. Die Lehrmittel werden an der k. k. Lelzrer-bildungsanstalt, an der städitschen Knabenschule ii. Stock), soivie an der städl. Mädchenschule c,uSgestkllt und können an beiden Bersammlun^»s-tagcn von 8—12 Uhr Vormittags und von 2—6 Uhr Nachmittags besichtigt »vcrdcn. Der Vrtsa»»sschuß de» keier». Lthrerliundtß zv Marv»»rg. Eingesandt. Mittel gtgt« den MdenVurm. Aus eigenen Versuchen, sowie nach Ersah» runaen mehrerer der hervorragendsten landwirth-schastlichen Vesuchshöfe, erlaube ich mir, mitzu-theilen, daß gegen den schivarzen Rübenwurm PhoSphatdilnger. wenn dtrselbe nicht, wie üblich, mit Knochenmehl, sondern Kaimt gemischt wird, ein sicheres Vertilgungsmittel ist. Derselbe wird per Joch mit 10 Centnern, dreimal getheilt, aufgestreut und muh bei einer Ueberwanderung von Nachbarseldern die Aufstreuung wiederholt werden. Bei dem landwirthschastlichen Kongresse in Colmar wurde schon am 15. Juli 1870 festgestellt, daß Mehrungsdünger (Exkremente) ein sicheres Mittel gegen Oekonomie-Ungeziefer ist. Frische Urinjauche ist noch besser und wird auch Salz mit Vs Asche empfohlen. Phophatdünger mit Kainitmifchung kann nach vorhergegangener zweitägiger Bestellung bezogen werden (1 fl. ü0 kr. per Centner) bei der Unternehmung der Kunstdünger-Erzeugung des Joh. Fluch er, _Blumengasse in Marburg. Kundmachung. Aus Anlaß der Lehrer-Hauplversammlung ist die Schülerarbeiten-Ausstellung an der hiesigen k. k. Oberrealschule am 17., 13. und 19. September von 9—12 Uhr Vor-und von 3—5 Uhr Nachmittags dem ?. Publikum geöffnet. _Eintritt 10 kr. ö. W. (1090 Sei meinem Scheiden aus Marbnrq sage ich allen meinen lieben -Freunden nnb Se-kannten und der ganzen Sevölkernng für die mannigfachen, mich auszeichnenden und ehren-den Seweise ilirer Znneignng, ihrer warmen Theilnahme und freundttchen Eejinnung meinen innigsten, tiesaesiihlten Vank und ein herzliches Lebewohl' 0«9 Schasser. (I08S Ei« htylichts Ltdkiliiihll bei meinem Scheiden aus Marburg allen Freunden und Bekannten, und meinen werthen Turngenossen ein herzliches Gut Heill (1085 _^lois k'usvkvnjak. Ein Logenantheil im ersten Stock wird gesucht. Auskunft im Comptoir d. B. (1088 Ttudierende der hiesigen Schulen aus bessern Häusern werden in Kost und Obsorge genommen. Näheres Schillerstraße Nr. 167, 1. Stock rechts, neben der Realschule. (1084 Kostmädchen werden gegen honette Bedingnisse aufgenommen. Nähere Auskunft: Schillerstraße Nr. 167. 1. Stock links.__(1086 Spezerei- und Schnitt waarm-Stellagen werden gesucht. Auskunft im Comptoir d. B. (1087 olche Personen, welche Vom Wohnorte und Umgegend deutlich korrekt geschriebene Adressen gegen Vergütung liefern können, belieben sich franco an IT. 8. SSS pnstv rSAtaiRtv IVamlttiirßr. lnnerlzalb 8 Tage zu wenden._ (1083 Ein Vehrjlunge wird in einer Gemischtwaaren-Handlung auf dem Lande aufgenommen. (1057 Näheres im Comptoir dieses Blattes. « rd-Isri, Voeloi' iler Ileiiiein äi tlüriirzie, Haxislor «ler Ledurlsliilke, vpersleuf, vmvritirtvr 8sonnäki.rar2t äo» Vivner allxem. Xrsnkönkanses n. klinisok-okirurA. Assistent, 0 r ä j n i r t iuavriieti ull«1 äusssrlicti Kranksu, dssonlisrs »ueti Oki'sn-, Ksdikoxk- uvc! V0N 8—9 litir Vormittags uiiä 1.—3 Dlir ^aedmittagg kemli- L itinller tiullze vlxVNvr WZrRVUKunjx dol (958 ^ardur^. Dampf-«.Wannenbad in der Kärvtnrr-Vorfladt täglich von 7 Uhr Früh bis 7 Uhr Abends. Alois Gchmiederer. ElsenmSbeffabrik von 102k in III. ^larxelKAZse 17, sied tliorwit. von Weinstein, Hadern, Messing, Kupfer, Zinn. Eisen, Blei, Kalb- u. Schaffellen, Roß-. Ochsen-u. Schweinhaareu, Schaswolle, allen Gattungen Rauhwaaren, Knochen. Klauen nebst allen anderen Landesprodukten. 'Vsrizis.'Tii.L voll ungarischen Bettsedern, Alanmen und gesponnenem Roßhaar zu den tiilligsten Preisen. 149)_Marburg, Burgplatz. Verstorbene in Marburg. Am 6. Septemb.: Resch Hermine. Nähterintochter, ö Mon., Acirntnervorstadt. Lungenkatarrh. — 7.: Gleich, weit Maria. KondnkteurStochter. 2 Mon., Grazervorstadt, Darmkatarrh. — Klauda Konrad, HauSbefiperSsohn, 5 Jahre. Lederergasse, Bränne. — 8.: Röckenzaun Josef, Dr. der Medizin, 76 I, Pfarrhofgasse. Altersschwäche. — Schireh Maria, BalinarbeiterStochter. 5 Mon., Mellinti, Kraisen. — 9.: Schön Herr Katharina, BahnschlofferS-frau, 39 I., Lend, NnterleibSentartung. Es dürfte die Liebhaber eines guten, u«ver-sälschtt« Weines interefsiren zu erfahren, daß im Weinschanke obere Herrengasse Nr. 146, vormals Ludwigshöhe, der Wcin von jenem Noß-dacher Weingarten deS Herrn Krl»in) ausgeschenkt wird, der sich seinen guten Nvs am Aequator verdient hat. (1078) Anna Heißig. Warnung!!! Ich zeige hiemit an. daß ich Schulden, die vielleicht auf meinen Namen gemacht, oder noch gemacht werden, ohne mich davon zuerst zu verständigen. und ich nicht meine Zusage sowie Unterschrift gebe, von mir in keinem Falle honorirt werden. (1077 Zosts Mth. Theater-Direktor. Großes GewHlbe in tin«r belkbten Gass« zunächst d»m Hauplplake ist mil oder ohne Mobilar-Einrichtung sogltich zu vermiethen. ^1079 Näheres bei I. Kadlit in Marburg. Ei» Lehrjilig o». Pnl>til>«iit Wird fttr ein Mannfakturwaaren-Gefchäft sogleich aufzunehmen gesucht. (10S2 Anzufragen im Comptoir d. Bl. vurol, jVlIo Vuokksnölung TU bvzlsksn. V ''