H: 78. Donnerstag äln 7. April- 1864. Die «kaibllcher Zeitung" erscheint, mit Ausnahme d« Sonn- mid Feiertage, tüglich, nnd lostet sammt den Veilagen im Conlptoir ganzjälirig n fi., halb-jöhrig ü si. 50 lr., mit Arcuzband im Comptoir ganzj. 12 fl., hnlbj. N sl. Für die Zustellung in's Haus sind halbj. ü(» tr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., untn Kreuzband nnd ge, drncltcr Ädicssc 15 si., hallij. 7 fl. 50 tr. IlNsertwusgebill/r »ilr nne Garmond - Spaltenzelle oder den Naum derselben, ist filr Inialige Einschaltung Ltr., fllr 2maligc8 lr., für 3maligc 10 tr. u. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel per 30 lr. fllr eine jedesmalige Einschaltnng hinzu zu «chnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 si. 90 lr. für 3 Mal, l si. 40 lr. fllr 2 Mal und 90 tr. für 1 Mal (mit Inbegriff de« Inscrtionsstempels). ^aibacher Mlunq. Amtlicher Theil. e3e. l. k. «poslolischt Majestät haben mit Aller, vschster Entschließung vom 26. Mari d. I, den Finanz« Bezirködirektor in Wicnrr'Nelistadt, Finanzralh Ioscpb Weiß. zum ginanz-Vczirküdirektor in Graz mit dem Titel und ssharakler eines Obcrfinanzrathcs und mit den systcmisirtcn Bezügen allergnädigst zu ernennen geruht. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 6. April. Lord Palmcrstou hat Napoleon wicdcr einen Freundschaftsdienst crwicscu. Äir. Stau^ficld, Mitglied dcr englischen 9tcgicruug, wurde beschuldigt, an dem (5omplotc Mazziniö gegen daö Lcbcu Napoleons bcthciligt zu sein. Ciu Sturm gegen die Regierung bereitete sich vor; aber bevor uoch daö Parlament zusammentritt, rcsignkl Stanöficld uud Lord Pal^ »nerston uimmt die Resignation au. Ist das uicht charmaut? Freilich war Stauöficld auch dcr Stein des Anstoßes, über welchen daö Ätiliistcrium Pal-lncrston Rnssel zn Fall hätte lommeil köunen; bei nlledcm ist dcr Vcstand dieses Ministeriums lein ganz gcsichcrtcr. ))lachdcm iu diesen Tagen cinc falsche Analyse des österreichischen Cireularschreibeuö bezüglich dcö Koufcrcuzprogrammö in die Welt gesetzt wnrdc, ist die „Wiener Abcudpost" m der Lage, ciue richtige Darstelluilg zu gcbcu. Dcmuach wäre es uicht wahr, daß dic Pcrsoualuiliou fallcu gelassen wnrdc uud nur eine „Verlegung dcr Hcrzogthümcr inucrhalb der däuischeu Gesalumtmouarchic beliebt würdc." Eö wird mit Recht bemerkt, daß die Pcrsoualuuiou im Grunde auch ciuc solche „Verlcguug" sei. Dcr kaiserlichen ^tticrung ^ird vou der „Abcudpost" dic Absicht zu-ücschriebcu, die relative uud moralische Unabhängigkeit bcr Herzogthümcr durchzusetzen, praktische uud auö-gicbigc Vilrgschaftcu zu erlangen für die vollste Sclbst-stäudi^^it der Herzogthiimcr uud für ihre uubcdiugtc 'Gleichberechtigung mit dein dänischen Insclland; ihre politische, uicht bloö administrative Znsanv Nlcngchorigkcit uud anßcrdcm ihre schützende Verbindung mit Deutschland. Bei der Feststellung der Form für diese Forderung kommt es Haupt-sachlich darauf au, sie so zu gestalten, das sie uicht unannehmbar wird. Vom KriegsscMuplatze. Dic Kopcnbagciier Zcitungcu vcröffcnllichcu um» "ä»dl,chc Miltl'lilungrn über die Anwcscühcit der ^lelißisch österreichischen Truppen in den jüiläüdischen ^lal)lcn Skanderborg. Aarhlius und Horsens und spenden der Mannözucht und Disziplin in den, Armcc-°^lps des FcldmarschalLLiculcuantS v. Gable»; die uolislc Anerkennung. Namentlich wune es den, ö'1er< ^ichischcn General boch augsrechurt. daß dcrsell'c Ikglichs,, Ucbcrgriff sciner Soldalcn ans das Strengste bestrafen licß. Dic pl'enkischcn Hnsarcn, welche in drr Nach« vom 29. v. M, zwischen Peile nnd HlnsenS dnrch nachMchcn Ucbcrfall uon den Daucn glfanncn ge> nommen wurden, geboren dein Gardc-Hlisarcn.Neqi' wente an. Sie lagen nicht, wie irril'ümlich berichltt, t" Vrrda!, sonder» in den vcchlS ^on dcr (5l,ci,ss,^ ""ch Horscns qclcgenen Dörfcrn Engum lind Mm. drnp. Die Dänen, welche uon Flidrricia kommend, bei Noseuuold gelandet waren, batten sich. dmch -^lshcn. ^,^ ^^^ ^.^^. ^,^^,^^ Wiudmüblc gegeben wnrdcn. qclcilct. dem Orte Assrn5rup genähert, den cnlcn Hof. dcr mit 30 Hnsarcn belegt war. um« zingelt und die uichls Ahnenden anf Icichle Weisc zu Gefangene» qcmacht. Ei„ prcnßischcr Trompeter wurrc ladci dnrch einen Schnß tödllich verwundet. Die bald damns erfolgende Alariniruug hielt sie uon weiteren Unternrhmnngcn ab; so ttaten sie deuu. nachdem ein Tl)eil mit den Gcfangrilen dem Strande zngccilt war. ein andcrer mit den crbclllctcn Pferden Dic Strafe nach Horscnö eingeschlagen hatte, in größter Eile ihren Rnckzna. au. Am früheu Morgen waren sie mit ihrcu Dampfschiffen aus dcr hohcn See nnd jegliche Verfolgung unmöglich. Ein anderer Berichterstatter schreibt über deu Ueberfal! dcr preußischen Husaren aus Vcilc. 30. März: «Ungcfähr 2^ Meilen uou Veilc am nörd» lichcn Ufer dcg Vcilcfiord. liegt daö Gnt «Noscn» oolo"; hier befindet sich ein kleiner Hafcu, welcher von dcu Küstenfahrzeugen bänfig bcnnßt wird, um dascll'st ihre Ladungen uon ^!andcSproduklen ci»zu< ncbincn; an dieser Stelle sollen dic Däncn a»s Land ge>;an^cil scin. Hicr haben sie walirschemllch anch N'achrichl vo» dcr Stellung der preußischen Truppen erbaltrn, auch konnte cü ibncn nicht schwer fallen, einen M'rcr zn finden, rcr sie auf Nebenwegen dnrch oic zum Tbeil bewaldete ilnd mit tiefen Schluchten durchzogene Gegend unbemerkt biö nach Esseudrup und (^ugum. zwei Dörfer südlich uou der Chaussee uach Horseus, ciue gute Meile von Pelle belegen, fübrcn konnte, woselbst ciue Husarenabtheiluug sta« tionirt war. Dir Husaren, welche erst einige Stunden vorher zur Ablösung deö frühcr bicr bclcgencu Dragoner, octachcmcutö eingctroffc» waicu, halten znm Thcil sich zur Ziuhc begeben, crmüdct durch einen längeren Marsch, znm Thcil waren sie noch i„ cincm Gehöft, am äußersten Ende t>cs Dorfes Assendrup bclcgen, zur Feier deö zweiten Olttrfcsttagcü um die daiu. pfcnde Vowle versammelt, als sie auf eine so übcr< raschcndc und vcrhän^ulßoollc Weise in ibrem Genuß gestört wurden; die Dä»en halten uncntdcckt dic ersten Häuser ocö Dorfcö umstellt und drangcu jcßl in die Häuser ein, die olnic Arg nnc> ohne Ahnuug in dcr Nähc des Feindes weilenden und sich völlig gesichert glaubenden Husaren überrumpelnd und ohne Moerstand gefangen nehmend. OZ ^^^ ^„f„ f^„<. Zeit gelassen. erst zu deu Waffen zu greisen, lein Schuß siel. keine Kliuge wurde blauk grzoa.cn. Doch die Däne», hattcu Eile; deu aus dem Schlafe Empor, gerissenen ward nicht erst Zcit gelassen sich völlig auzillleiden und unglsatlelt, das Geschirr im Slich lassrnd, wurden die Pferde davon getrieben, wie dieß mehrere Wagen, lütt Sattelzeug und Montirungö. stücken belade», bekunde», die gestern Nachmittags hier eingebracht wurden. Doch nicht ganz olmc Geräusch muß die Gcfangcunehiuung vor sich gegangen sein. wahrscheinlich gelang es vielleicht Einzclncu. sich der-selben durch die Flucht zu cutziehcn und tic in benachbarten Gcliöftcn bca,l>arlicrtru Kameraden zu warnen; dicsc warfen sich^ schleunigst allf'ü Pfcrd und im Vcrcin mit den im nächltcn Dorf bclegcncu Hu< sarc», wclchc uach erhaltcuer Nachricht in größter Eile herangesprengt kamen, wane» sic sich auf den Feind, um ihm womöglich die geinachle Veutc wieder abzu. jageu; doch das coupirte Tenain hiuderte sie. den Feind in seiner gesicherten Stellung zu atlaqnircn. Schüsse krachlcu dnrch daö Thal. Salve auf Salve wurde vou den Dänen erwiedert. Dic preußischen Husaren mußten ihrcu Angriff einstellen, vie Dänen zogen sich zurück und bcvor Verstärkung aulangte. wareu sie, durch dett dichten Wald und die Dunkel-beit der Nacht gedeckt, ebenso unbemerkt vcrschwuubcu. wie sie gekommen warcu." Ueber die Vorgänge bei Fridcricia wird aus Kiel, 31. März. den Pariser Alältern tclegrapbirt: Die Abficht dcr Alliirten besteht darin, die Dälicu i» Fridcricia zu bcunrnliigcn, indcin man sic zwingt, in der Festung gcuügcudc Slrcillräfte zu unleryalteu. Die Marsche und Gegenmärsche erklären sich also anf sebr natürliche Weisc. Die Einnabmc dcr Düppelcr Schanzen bleibt die Hauptsache, weil damit das Pfand genommen wird. wcgeu welches man das Schwer gezogen hat. Eine Husarcupatronille, wclchc rckognoszircnd auf dcr Straße nach Horsens vorgeritten war, traf.l uachdcm schon längst die Nacht hereingebrochen war. auf zwei anscheinend mit Stroh bcladene Wage». Zwci Alaun ritten vor, um das nächtliche Fnbrwerk ciner uähereu Untersuchung zu unterwerfen. AIS sie schon dicht an dcu Wagcu herangekommen wareu, fiel plötzlich die betrügerische Hülle. gleich dem lroja« uischcn Roß, waren die angeblichen Hcuwagcn mit bewaffneten Kriegern beladen, mehrere Schüsse krach» ten den überraschten Husaren entgegen; törllich getroffen stürzte dcr eine vom Pferde, indessen dcr «n« oere. dem ein Schuß durch's Handgelenk gegangen ,rar, eiligst davon sprengte; bei seinen Kameraden aiigrlangt, gaben diese noch eine Salve ans ibrcu Karabinern ab und zogen sich dann auf ihre Vor« postcn znrück. Die Däncn einmal demaskirt. mochtcu eö wohl nicht für geratben hallen, ihre nächtliche Spazierfahrt weiter fortzusetzen, machten Kehrt und fuhreu im schnellen Trabe nach Horsens zu. Veile, 31. März. Gestern Vormittags wurde au deu Straßenecken der Sladt lallt Auftrag dcr prcußischcu Kommaudaulur eine Bekanntmachung angeschlagen, in dcr es untersagt wird, im Veiler Fjord in Booten zu fischen. Jedes drci Tage nach oicscr Kuüdmachlliia. in, Vciler Fjord ankommmende Fabr» zeug wnrdc obnc alle Rücksicht von der am Strande aufgcstelllen Batterie beschossen werdeu. Da durch dicse Fischerboote drr dämschcu Armcc dlirch ihre Spione große Dienste geleistet werden konnten, so dürfte eine frühere Verfügung dicser Maßregel dcu Ausfall dcr Däncn am 28. März vielleicht verhütet haben. 1^. S'ihung des knnnischcn Landtages am 6. April. Die Sitzung beginnt um 10^ Uhr. Vorsitzender: Herr Landcsbauptmaml'Slcllvertrcter v, W u rzba ch. Ncgicrungsvertreter: Se. Exzellenz der Herr Statt« Halter Freiherr v. Schleiß uigg. Das Protokoll wird verlesen uud genehmigt. Auf der Tagesordnung stebeu: Voranschlag des ständischen Foudcs für daö Jahr 1865»; Spezialbc-richt dcs zur Prüfung des Rechenschaftsberichtes ein« gcsctzlcn Ausschusses bezüglich einer Erleichterung in dcr bestchcndcu Grundsteuer; Eventueller Antrag auf Pcwilli^ul'g eincr Nachtrags«Dotation pro 18(>4; Antrag dcs Lanocsausschusscs dic Besorgung dcr Kassa« geschaftc des LaudeS« und Grundeollastungsfondes bclrcffcnd. Abg. v. Strahl liest deu Vcricht über dcu ersteu Gegcustand. Da sich znr Generaldebatte Niemand meldet, so wird zur Spczialdcbattc geschritten. Vci dem Erfordcrniß. Punkt l die Besoldungen bcireffcuo. bittct Abg. Dcschmauu, es möge dcr. das Museum betreffende, im vorigcu Landtage nns-gcsprochenc Wunsch berücksichtigt wcrdcn, bci dcu iu Aussicht stehende» Bauten im Lycealgcbäudc. für ciue bcsscrc Uutcrbriuguug des Musclims Sorgc zu tragen. Dcr Landlag mögc in dicscu, Jahre die Ge« Icgcnbcit ergreifen, scinc Obsorge dem Museum zuzu-wenden; er (Redner) wünsche alle Mängel öffcl'tll'ch zur Sprache zu bringen. um so dcr schweren Amchul« digung zu begegnen, die gestern acacu ihn cryoliel, wurdc. Eiucn Antrag stelle er "icht. " habc >>ur bci Gclcgeuhcit dcr Erwähuuug der Be,oldung dcS Custos dic Sache selbst iu Anregung lirmgeu wolleu. 3R«Z Abg. Toman sagt, Deschmann provocire ihn, das Wort zu ergreifen. Er habe gestern nur ver-langt, der Landeöansschuß solle auch das Museum einer Prüfung unterziehen. Er richte an den Be> richtcrstatter die Frage, ob ein Zusammentritt der Ku» raloren veranlaßt wurde; nach Beantwortung dieser Frage werde er Antrage stellen. Abg. v. Strahl, als Berichterstatter, anlwor-tet, daß im vorigen Jahre sich der Landesausschnß vorbehalten liabc, die Stellung des Museal»Custos zu regeln. Wegen anderer dringenderen Atbeilen sei daS indeß noch nicht geschehen. Heuer liegt nun eine Petition von Mitgliedern des Muscalvereins vor. die Orneralvcrsammlung einzuberufen. Der Petitions-Ausschuß werde demnach seinen Antrag stellen und die Sache in Fluß kommen. Den Kurawren sind all» jährlich die Rechnungen vorgelegt, von ihnen geprüft lind erledigt ivorren; auf daS Wissenschaftliche habe der Landesausschuß leincn Einfiuß genommen. Abg. To man fragt ferner, ob nicht jährlich ein Museall'cricht erscheine» solle. Wenn dieß der Fall, so sei auch dafür zu sorgen, daß eö geschcde. Ley-leres gelle auch von den Sämigen der Kuratoren. Abg. Deschmann gibt Aufklä'lungln über die Stellilüg eineö Museal'Cuslos. und bemerkt, nach den Staunen habe derselbe keinerlei Verpflichtung, jährlich eine ivissenschas'llichc Arbeit derauszngeben; das habe derselbe freiwillig gethan, wenn Zeit lind Umstände eS gsstattlten. Präsident fragt, «'b Abg. Tomau auf seinem 'Gesaqlcn beharre. Abg. To man antwortet, rr habe leinen An« trag eingebracht. Bei Punkt VI. die Erhaltung bestehender Ge« bände bflrcffcnd. ersucht Al'g. Guttinan den Be» riä'lclNlUter um Aufschluß bezüglich der Quote zu den Baukosten, welche von der Kommune Laibachö zn leisten beansprucht werde. Abg. v. Strahl gibt die gewünschten Aufllä-rnngen. Abg. Gnttman erzählt, wie die Unter-Real-schule durcl) einen Vertrag zwischen dem verstorbenen Fürstbischof Wolf und der Gemeindevorstehung in daS Lyccalgebäude gelangte, stellt aber keinen Antrag. Abg. Deschmann verlangt, eö solle gegen« über d,r Gemeinde, die schon viel für die Unterbringung der Untei-Realschule gezahlt babe, der Maßstab der Billigkeit angelegt, und vicselbe nicht wieoer ins MMcio gezogen weroen. Vom Mllsealfond habe man auch Vrilrags gefordert, trotMm derselbe laut Mini. slerialerlaß nnr verpfiichtet sei. für die lnncrc Aoap< tirung seiner Lokalitäten milzuzahlen. Abg. Kromer macht die Bemerkung, er habe also doch Necht gehabt, als er in der vorleßten Siz-zung bel'auptcle, die Untcr-Realschule sei in das Schul' gebaute eingeschwarzt worden, Abg. v Strahl entgegnrt dem Abg. Guttman. der erwäbnle Vertrag sei den, Ausschuß bekannt; den, Abg. Deschmann bemerkt er, der Muscalfond sei nicht in Anwrnch genommen. P räsiocnl sagt. die Konkurrenzpflicht sei jetzt nicht Gegenstand der Debatte. Die Antrage des Finanzausschusses, wie folgt, lautend: „Der hohe Landlag wolle beschließen: 1. Der Voranschlag des krain. ständischen Fon-des für das VerwaltuNgSjahr 1865 werde nach ob!« ger rubrikcnweiser AuSeinandersehung im Erfordernisse mit............33,117 ft in der Bedeckung mit ...... 9654 « somit im Abgänge mit .... . ' . 23,463 ft. festgrseßt. 2. Die Vcdrckung dieses Abganges werde, vorbehaltlich der Austragung der Ansprüche des Landes Krain aus oer Inkamerirung seines ProvinzialfondeS — als Abschlagsqliote der zisselmaßlg noch zu liqui. direndcn Entschädigung von der hohen Staatsver-waltung angesprochen. 3. Der Landesansschuß werde beauftragt, durch die landschaftliche Buchhallung jene ziffermäßige Nach> wcisung zu liefern, welche unumgänglich erforderlich ist, um eine feste Basis zur Beurtheilung dcö Vetra-ges zu gewinnen, drr als eine gerechte und billige Enlschädigung für den inkamcrirten Provinzialfond ins Alige zu fassen scin wird; endlich 4. der LandcSausschuß werde weiters beauftragt: ») mit allem Nachdriickc dahin zu wirken, daß die im kommissionellen Wegt bereits erhobenen Baugebrechen im Lyccalgebäudc uuter Wahrung aller Rechte des ständischen Fondes aus der den Smdienfonden obliegenden Verpflichtung — im ganzen Umfange deS konstalirten Bedarfes. l,nd ohne weitern Aufschub bcslitiget werden; b) rücksichlllch der am Vauanfwande auf die Unterrealschule entfallenden Quote sofort mit der kon-lurrenzpflichligcn Stadtkommune Nichtigkeit zu pflegen und für den unvcrmutbctcn Fall einer Vei-lragsverwcigerunci jene Maßnahmen zn ergreifen, welche sich auS der rechtlichen Natur deS. der Un» terrcalschule gegenüber mit keiner Widmung bela» steten LandeSeigcnthnmeS dieses Gebäudes folgern." werden hierauf angenommen. Es folgt nun der zweite Gegenstand der Tages» ordnung, Berichterstatter ist So. Exzellenz Graf A. Aucrsperg. Die von dem dohen Landtage in seiner Petition ddto. 31. März 1863 erbetene Abhilfe betreffs der dem Lande Kraiu durch den stabilen Kataster auferlegten unverhällnißmäßigen Stellerlast ist laut Finanz» Ministerial. Erlaß vom 14. Februar 1864, Z. 5686. diesem schwer gedrückten Lanoe vorläufig weder in provisorischer, noch in definitiver Weise zu Theil geworden. Die Ueberbürdung, unler welcher der Steuerträger bisher zu leiden hatte, dauert nicht uur fort, sondern sie ist zu Folge Artikel IV des Finanzgescßcö für das Verwallungsjahr 1863/64 durch Veroopp« lung des bisherigen außerordenllicheu Zuschlages noch sehr empfindlich gesteigert worden. Die im vorigen Jahre von diesem hohe» Landtage ausgesprochenen Besorgnisse erhallen dadurch neue Nahrung. Die unverhältnißmäßige Belastung des Landes durch die Grunrstcucr ist dem hohen Landtage in dem vorjährigen, diesen Gegenstand betreffenden Berichte deS Finanz-Ausschusses sowohl nach ihren Erscheinun« gen und Gruuoursachen, als in ihren Nachwirkungen auf die volkswirtschaftlichen Zustände des Landes und dessen Steucrkraft ausführlich dargelegt worden, Es genüge, um Wiederholungen zu vermeiden, auf das damals entworfene Gesammtbild hinzuweisen, sowie auf die Motive, welche die Petition des Land. lages damals begründeten. In der traurigen Sach. läge ist seilher leine oder doch nnr eine Aeudeiung zum Schlimmern eingelrelen. Angesichts derselben frägt eö sich nur: Was kann, was soll der Lauolag in der ihm obliegenden Pfiichterfüllung dießfalls wci» ter thun und bejchl,i schreiten, die Fristung bewilliget. DaS heiße doch die Schonung wirklich üben. Abg. Tom an entgegnct Sr. Exzellenz, die Steucrruckslanc-e seien ein Beweis, daß das Lano überbürdet. Die Fristung sei oft keine Schonung, indcm der Bauer Schulrcn zu machen gcnöthiget sei, und dann von den Gläubigern geklagt wcrdc. worauf die Exekution erfolge, bei welcher das Steueramt zuerst befriedigt werde. Abg. Kromer sagt, die Gottschewer könnten unmöglich zu Hause bleiben, weil das Land sie nicht ernähre. Auf die Fristnngen lege er keinen Werlb, Uno das Zuwarten mit der Fcilbienmg sei keine Schonung, Der Kramer gebe den lehen Groschen zum Steuerzahlen her. wenn er ihn auftrcibcn könne. (Rufe: das ist wahr). Abg, Svetec entwickelt nochmals die Gründe, weßhalb der Gottschewer außcr Landes hausircn gchen muß. Abg. Mnlley verlangt Schonung für die Ve-wodner Ilmcrlrain's, die den ärmsten Theil Krain's bewohnen. Sc. Elzellenz der Herr Stalthalter bemerkt, eS habe sich ein Mißvcrstänoniß in die Dcbattc geschlichen, er habe nur gegen die Angaben des Abg. Suetec gesprochen. Bezüglich der Fristungen bemerkt er. man sollc nicht über eine Maßregel absprechen, bis sie nicht zu Eure geführt sei. Nach einigen Bemerkungen deS Berichterstatters wird der zweite Antrag dcs Finanzausschusses angenommen. Der dritte Antrag wird ohne Debatte angenommen, worauf die dritte Lesung erfolgt. Berichterstatter über den dritten Gegenstand der Tagesordnung ist Abg. Snppan. Der Antrag des Landesausschusscs geht dahin, eine Nachirags.DotatioN von 5000 ft, aus dem Grundenllastungsfonde zu bewilligen. Geschieht ohne Debatte. 3RR Berichterstatter über dcu vierten Gcgcxstaud der Tagesorünnng ist ebenfalls Abg. S u p p a n. Dcr Antrag dcs 5!andesausschusses: «Der hohe Landtag wolle beschließen: ») Dlc Besorgung dcr Kassagcschäfte des Landes« und GrnndcnllastungsfondeS dnrch die k. k. Landcshanpt» kassa Laibach nnter den mit Note dcs k. k. Lan« desrcgiernngs < PräsidinmS ddo. 20. März b. I., Z. 55)8, gestelNen Bedingungen werde dankend angenommen; d) dcr LandeSansschuß wcldc ermächtigt, den Beitrag von 1000 fi. für daS Solarjahr 1804 zn V, ans dem Landcsfondc und zn ^/, alls dem Grundent-lastungsfonde an das k. k. Atrar abznführcn;" wird ebenfalls ohne Debatte angenommen. Schluß der Sitzung 2 Uhr. Nächste Sitzung morgen, Tagesordnung: Das Landes-Praliminare für 1865. Oesterreich. Wien. Se. Majestät der Kaiser Ferdinand haben der Witwen- nno Waisen«Solietät der Prager medicinischcil Fakultät einen Vetrag von 500 ft. zu spenden geruht. Trieft, 4. April. Die Verzögerung einiger, die Familien-Verhältnisse des österreichischen Kaiserhauses und dcs künftigen Kaisers uon Meiiko betreffenden Bestimmungen ist, nachdem der staatsrechtliche Theil der Frage vollkommen erledigt wnrdc, keinesfalls dcr Grund. weLdalb der auf heute für bestimmt ange-sehte Empfang der mexikanischen Deputation auf ein Paar Tage weiter verschoben wurde. Die bezüglichen Aktenstücke sind dlrart vollständig ausgefertigt. daß nichts als di? sanltionircnde Unterschrift noch fehlt, was aber nicht mehr verhindert, daß die, die Per» Handlungen leitenden uno abschließenden Herren, Staatsralhspräsioent Varon Lichtenfels und Unter» llaatsselrctär Varon Mcyscnbug, bereits heute nach vollbrachter Aufgabe ibre Rückreise antreten. Der Trancrfall in der kaiserlichen Familie allein hat die Abänderung dcs bereits feststehenden Programmes der Proklamation deö Kaisers von Mexiko und der Ab« schicdsfeicrlichkeilen verursacht. Man erwartete heute sicher die Ankunft Sr. Majestät des Kaisers und hofft jcht noch auf dieselbe, vielleicht bei der Rückkehr dcr. zur Leichenfeier nach Wien gestern abgereisten Fran Erzherzogin Charlotte. ^>ch andere Mitglieder des kaiserlichen Hauses werden ^wartet. (Oest. Ztg.) — 6, April. Der französische bevollmächtigte Minister Herr Hcrdet ist gestern hier angekommen. Ihre kais. Hoheit vic ssran Erzh. Charlotte ist gestern nicht, wie in Miramnr crwarlel wurde, uon Wien zurückgekehrt, Ueber die baldige Ankunft Sr. Maj, des Kaisers ist es heut ganz st,ll aewordcn nnd allen Nachrichten zufolge, welche uns zu Gebote stehen, ist anch dcr Tag des Empfanges der mexikanischen Deputation in Miramar noch durchaus nicht bestimmt. Es gewinnt überhaupt den Anschein, daß noch recht wohl cine Woche wenigstens vtrgehcn könnte, ehe dle Annahme dcr mexikanischen Krone stattfinden wird. (T. Z'g.) Venedig, 1 April. Bereits jkht schon treffen vlele Industrielle Anstallcn, sich in Mexiko anzusieoel». "ui dort Handelsverbindungen zwischen dem neuen Kaiserreiche lind ihrer Heimat anzuknüpfen. Die un> Lll»stlge>, Industrie- uno Handelsuerhaltnisse, welche Ntgeuwärlig bier herrschen, haben zalilreiche brave Arbeiter und Handwerker bewogen, ihr Glück in Mexiko öu uersnchen. und noch im Lanfe dieses Jahres wer-den viele Vcnctiancr, wclche troß des besten Willens l"^ nicht fortkommen, in Mexiko ein Fsld neuer Thätigkeit betreten, und Venclianer Kolonisten dürften ^e ersten sein. wclche dem neuen Kaiser in seine neue Heimat folgen. » Prag, 2, April. In dcr heutigen Landtags« p^'g wurde nun das Gemeindegcseh nach der Regie« ^'Wvorlage angenommen. Es geschah dieß nicht ^""e heftigen parlamentarischen Kampf, In diesem uaiidri, sich mm einerseits die Dentschcn nnd die ucr» ^ssiiügsfrcundlichc Partei dcr Großgrundbesitzer, an« ^lerseilS die Eichen und die Fraktion Clam « Mar-u"n die Schranken, welcher in scharfsinniger Weise dar« that, daß 5ie Differenz zwischen dcr Regierung nnd °tm Landtage eine nnbedentende sei und dieser daher U'Nlich nachgeben könne. Anßerdem sprachen Prof. -brinz, die Frage vom juridischen Standpunkte bc« leuchlend, Dr, Pankratz und Dr. Grohmann für die ^tglerungsvorlage, welche anch Sc. Excellenz dcr ^tatthaltcrci. Vizepräsident Graf Vclcrcdi sehr glück« uch und in eindringlicher Weise vertheidigte. Die ^"gcupartcl, welche auf dcn vom Landtage im vori. Nln Jahre gefallen Bcschliisscn bchante. schickte Herrn .^' Trojan als Hanptredner in's Treffen, welcher »eooch die vorgebrachten Argumente nicht zn wider« Sadi, ""'"vchte. Ebenso erging es auch Herrn "' welcher auf die «gräulich retrograde" politische Bewegung hinwies. Dr. Klaudy brachte, wie ge-wohnlich, gegen die Negierung viel, sehr viel Worte, aber wenig Argumente vor. Hofrath Taschck schloß sich als Berichterstatter den Vertheidigern dcr Regie-rungsvorlage an, wclche auch mit 107 gcgcn 75 Stimmen angenommen wurde. Vei der Abstimmung zeigte sich die oben erwähnte Parteigruppirung uno es war interessant zu beobachten, wie die politische Scheidung sich auch auf Familienglieder erstreckte. So stimmte Fürst Il'h. Adolf Schwarzcnberg für die Regierungsvorlage, sein Sohn Adolf dagegen, Graf Franz und Leo Thun gegen die Regierungsvorlage, Graf Leopold Thun für dieselbe. — Die Herren Pros, Vrinz und Herbst haben erklärt, diesen Semc,ttr nottr allen Umständen die angekündigten Vorlesungen an der Universität abzuhalten. Es ist, darnach zn ur« theilen, also ein Zusammentreten des Ncichöralhcs vor Angnst l. I. keinesfalls zu erwarten. Ausland. Paris. Die Nachrichten, die der „Moniteur" aus Mexiko briugt, datircu aus Vera« Cruz vom 1. März und auS dcr Hauptstadt vom 25. Februar. Die Dinge gestalteten sich danach von Tag zu Tag besser; die Inaristcn wichen immer weiter zurück: Ortega nach Durango. Uraga nach Zapotlan. Doblada nach Monterey, wo auch Juarez selbst am 10. Februar eintraf, aber nur kurze Zeit verweilte, da dcr Gou-uerncnr von Nuevo Leon, Vidaurri, nichts vou ihm wissen wollte. Man hielt es für sehr wahrscheinlich, daß Vioaurri sich bald dcr Inicrucntiou und dem Kaiserreiche anschließen würde. Am 27. Fcbrnar war auch Santa Anna mit seinem Bruder in Vera» Cruz angekommen uuo Beide haben dem dortigen Kommandanten die schriftliche Erklälung gegeben, daß sie Intervention und Kaiserreich anerkennen und sich jeder politischen Demonstration enthalten wollten, da sie als einfache Bürger in's Vaterland zurückgekehrt seien. Wie schlecht es mit den Iuaristcn bereits stand, er» hellte aus cincm Schreiben des Generals Uraga, daS man auf einem gekaperten Schiffe gefuudcn halle. ES heißt darin: «Der Proviant ist erschöpft, der VolkSgeist verdorben. Wer nicht Verrälher ist, ist Egoist und das Volk stößt uns als eine Last uon sich. Ich brauche Waffen un» Decken. Ich habe noch 3000 Mann, aber ohne Pferde uud mit schlechter nnd unvollständiger Bewaffnung." Altoua, 3. Apr:!. Dcr „Altonacr Mcrcnr" berichtet: Gutem Vernehmen nach unterhandelt eie schlcswig'sche Zivilbchöroe mit den Hambnrgcr Be> Horden, um dem Dr. Rchhoff einen längeren Urlaub zur vorläufigen Uebernahme der schlcswig'schen Gcnc-ralsnpcilntenorntllr ansznwirken. Antwerpen, 3. April. Prinz Napoleon ist gestern von Middclbnrg und Vließingen kommend, hier angelangt, hat beute die öffentlichen Gebäude b'esncht und ist um 2 Uhr nach Rotterdam abgereist. Bukarest, 3. April. In der Kammer bcschäf. tigt man sich gegenwärtig mit der Feststellung des Budgets nach den einzelnen Posten. DaS Budget für das Ministerium des Acußcrn wird zuerst volirt. Lokal- und ProvillMl-Nachlichlen. Vaibach, 7. April. Die gestrige „llovi^" sagt in eintm langen Artikel, unsere Landlagsbcrichtc seien einseitig und die Reden mancher Angeordneten so gekürzt, daß man unmöglich daraus ein treues Bild der Verhand» lungeu gewinnen könne. Nir kennen die eitle Persönlichkeit, von dcr dieser Schmerzcnsschrei ausgeht; werden aber tropdcm den 1500 Hohlkngcln geworfen; die Siadl ist verlassen. Die Kanonade, welche beute plötzlich aufhörte, begann seitdem wieder. Die Düppclstcllung ist unbeschädigt. Garibaldi ist gestern Abends nach der Insel Wight abgereist. Suez, 3. April. Nachrichten ans Melbourne vom 24. Februar zufolge dauert dcr Krieg in Ncn« Seeland fort. D>c Emgcborncu habcn sich in Pi-ropio konzcntrirt. wo sie uon dcn Strcitkraften Ca-mcrons umzingelt wurden, wclcher sich vornimmt, sie duich Aushungerung aufzureiben. Aeuesio Aeberlülldzjiost. Dieselbe ist am 4. d. M. in Triest eingetroffen uud bringt Nachrichten ans Calcutta bis 11. März und aus Bombay liis 12, März. In Umballah. Patma und Calcutta wurden zahlreiche Verhaftungen unter den Mobammedancrn wegen hochverräterischer Verbindungen mit dcn Auf« ständischen au der Nordwcstgrcnzc vorgrnommcn. Agenten der nordamcrikanischcn Bundesregierung wer-bcu nntcr dcn brittischcn Matrosen in Calcnlta, Dcr italienische Abgesandte Bonbommc ist anf dem Wege nach Bokhara zur Befreiung dcr dort gefangenen Italicner in Bombay angekommen. Zwischen der brittischcn Negiernng und jener von Nepal ist wegen Festnehmung zweier briltischer Unterthanen auf britti« schein Boden durch die Negiernng von Nepal ein Konflikt entstanden. (Verichtissunss.) In unserem gestrigen Telegramme lmtcr Wim, t>. April soll cS statt „Unabhängigkeit" heißm: ZiisaimlicügclM'iglcit. Erklärung. Dcr in dcr Landtagö^Sitzung vom 5. April dnrch den Abgeordneten Herrn Dr. I. Oleiweiö ans dic LandwirthschaMlchrc am hicsiacn Obcn,»!unasln,u gc-machte AMfaU trifft thcilweisc anch "'"'''^"'"'l'cl-lcit und ich crachtc eö fnr meinc Psllcht, dambcr nicht mit Stillschweigen hinwegzugehen. 3ZA Der gruauutc Gegenstand, seit November v. I. von der h. Behörde uür anvertraut, wird seit der Auflassuug der einst bestandenen Lyccalllasscn für Schiller der 7. und 8. Klasse, sowie fnr die Hörer der Theologie als unobligatcs Fach qclehrt, und es dürfte in einer Stadt, wie Laibach,, Niemandem schwer fallen, zu erfahren, ob und welche Zuhörer daselbst vorhanden sind. Um jedoch dein Herrn Abgeordneten hierin jede Mühe zu ersparen, will ich gerade heraus sageu, daß ich für hcner dic allerdings bescheidene Zahl vou 7 Zuhöreru besitze, und daß sich darunter keine Hörer der Theologie befinden. Der Grnud des Nichterscheinens der letzteren mag in verschiedenen Bcihältnisscn liegen, vielleicht anch in geheimen Triebfedern, denen gegenüber mich jedoch mein reines Bewußtsein vollkommcu aufrecht erhält. Waö ich ftither iu dicscu Vorlesungen treibe, betrachte ich durchaus als tcin Geheimniß; Jedcr^ manu, der uicht tnrzwcg die Sache verdammt, sondern so viel Interesse dafür hat, um sich über ihr Gedeihen oder Nichtgcdcihcu, über ihre Zweckmäßigkeit oder Unzweckmäßigkcit anf dem Boden der Thatsachen orientiren zn wollen, wird mit Freude begrüßt; ich werde mit aller Resignation selbst dem strengsten, auf diesem Wege geschöpfte» Urtheile mich unterwerfen. Gegen Muthmaßuugcu aber, als ob „vielleicht iu der Schule etwas aus einem Buche vorgelesen" würde, mnß ich mit aller Entschiedenheit Prolest erheben, indem ich uicht gcwohut biu und es mit meinen: Ehrgefühl nicht vereinigen könnte, eine übernommene Arbeit so gedankenlos zu verrichteu. ''Daß ciue uubedeutcndc Summe, verausgabt für ciucn theoretischen Uutcrricht, dcr, wie hier, mitVc-! uützling einer uatnrhistor.'landwirthschaftl. Sammlung für geistig reifere Schüler ertheilt wird, ein „hinausgeworfenes Geld" sei, um diese Ausfassnug wird dcu Hcrru Abgeordneten kciu mit dcu Grnndzügeu der hcutigcu uaturwisscnschaftlichen Anschannug vertrauter Manu zu bcueiden Bcranlassnng finden; nlcines Er-achteus bezog noch jede glückliche Praxis anf diesem Gebiete aus ciucr wohl durchdachten Theorie ergiebige Nahrung. Laibach, 6. April 1864. Dr Ml. HV>»etzi«l>kn, t. k. Gynmasial-Lchrcr u»ld Suftplent der , Landwirthscha'ststehrc. Eiügcitttcncr Hindcrnissc wegr» wird dlc nächste Versammlung Freitag am 15. A priI 1K64 stall« finden. Vom Präsidium der juristischen Gesellschaft. Laihach, am 5. April 1664. , Markt- un> Geschäftsberichte. Laibach, 6, Apr'l. Auf dcm deutigen Markte si»d elschienrn: 26 Wagrn uud 3 Schiffe mit Holz. und 65i Mcßcn Elpäpfcl. (W ochen marft«Prsis e.) Wci^n vr. Mchen fi. 5..'i9 (Magazins. Preis fi, 5,07); Korn si. —.— (Mgz. Pr. fl.3.47): Ocrstc fi 2.60 (Mgz.Pr. fi. 5,15); Hafer ft. 2 30 (Mgz.Pr. fi. 2,42); Halbfrncht fl. —.-< (M,n. Pr.fi. 4.5); Hei^u fi. —.— (M^. Pr, fi. 2.82); Hirse ft.—.- (M^. Pr. fi. 3.15); Knsnrntz fi. —.— (Mg;. Pr. fi. 5.62)- Eidäpfel ss. l.60 (Mgz, Pr.' fl, -,—); ^i"sen ft 4 20 (Mg;. Pr. ft,--------); Ochsen ft. 4,50 (Mqz. Pr. fl, —.—); Fisolen fl. 4,00 (Mg;, Pr. fl. —.—); Riiwoschmal; pr. Pfnnd kr. 55, Schweineschmalz kr. 39; Spcck, frisch kr, 28, dctto geräuchert kr. W; Vlitter kr, 5)5; Girr pr. Stück kr. 1^; Milch (ordinär) pr. Maü kr. 10; Rindfleisch pr. Pfnnd kr. 18—22, Kalbfleisch kr. 19, Schweinefleisch kr. 23, Schöpsenfleisch kr. —; Hähndel pr. Stuck kr. —, Tanben kr. 15; Heu pr, Ztr^ fl, 1,10 bi6 ft. 1,00. Stroh kr. 75—90; Hol;, banes 30", pr. Klafter fi, 8,50. delto lv,iches ss, 0,50; Wein (Mg;. Pr.) rother »no weißer, pr. Eimer fl 11 bi? 15. Nenstndtl, 5, April, (W o ch c n markt - Prei s c,) Weizen pr. Mcßen ss. 5.32; Kor,, fi. 2.70; GerNe fi, 2.00; Hafer fi 2.— ; Hall'frncht ft, 3.40; Heiden ft. 200; Hirse fl. 2.00; Kliknrut) fl. 3.32; Erdäpfel ft, 1.80; Linsen fi. 0.40; Erbsen fl. 0 40; Fisolen fi. 5.20; Ninds. schmalz pr. Pfund kr. 45, Schweineschmalz kr. 40; Spcck, srisch kr. 30, delto geräuchert kr. 35; Vuttcr kr. 40; Eicr pr. Stück kr. 1; Milch pr. Maß kr. 10; Niiwflcisck pr. Pfund kr. 21. Kalbfleisch kr. 26. Schireiuefieisch kr. 22, Schöpsenflcisch kr. —; Häliu» del pr. Snick kr. 35, Taubru kr. 25; Heu pr. Ztr. fi. 3 — , Strol, fi. 1,4l); Hol;, l'artes, pr. Klafter ft. 0.30. dtttl) weiches ft. —.— ; Ncm, rother, pr. Eimer fi. 4.50. bett? weißer ft. 3.50. ^.,^-<) ^' ' ^' Vcrautwortlichcr Redakteur: Issnaz v. Kleinmayr. Druck uud Verlag von Issna; v. Kleinmayr s5 Fedor Vamberg in Üaibach. 3üür!sll!ll*rl^l ^' ^^ NÜ!l''iil,cl Stl",M!l„ii und lll'h.iftcm (^csch.ift.' W.1N» c^ iuSl'csl'üdlrc National-Anlchci!, M.tillliquc.?, 18(»0,l:Loss, Credit-Aftiln, dann die Mien der anglo, Aitil»!! * üslerrcichischsn Vans, die eine nicht lmbcdsntsübc ß,,tsc>llfl',sscrimg erfuhren, wahrend Wechsel auf fremde Plähc, (3old und Silbcr reichlich u»d u>u circa '/,//, billig,r ' den 5> Äl'ril angeboteü waren. Keld sehr flüssig. V»sse,ltliche Schuld. X. dt« Slmucs (slir i0N st.) Geld Wacn, In olierr. Wührun« . zu 5'/. ss8.50 68,75» »'/. N„l'/. «1.25, 51 30 ^..... „ Apr-(5u>lp. „ 5 .. «l.1O ttt.N) M'taUique^ ...... 5 „ 73.25 73,35> dttiomitMn'ssoup. .„ 5i .. 73.40 73.5,0 detto........ 4j.. 6450 <;5i > Mit Verlc's.v^. 1339.....150. - 1K0.50 „ .. „ 1854..... lN.75 0ii.- „ „ „ „ I860 zn 500,1. i»5.— 95.50 „ „ 18 94.70 «»mo-Reutensch zu 42 I.. mü.!,-. 17.5)0 18.-N. der Ksl'nlnndcr (siir 100 fl.) Grund,ntln!'llll!gs'Ol'Ilg>'.tlc>ncn. «?leber-lDeft.rrc!ch . . zu 5.*/. 86.— 86.50 Ol>, ,Oeft. lüld S^lzl«. ., 5„ 84.50 85.— Vül,m,u . . . . ..5.. 92.50 9!j.— «lei,!m...ssiinit.u.,d Vlavoiiieu . 5 „ 74.75 75."5> «alijien .....5 .. 72.20 72.4»' Tiebsl^ur^» .... 5 „ 70.75 71.25) Äullwiua.....5 .. 70.50 71.— .. m. d. Äcrl.-Cl. 180? 5 ,. 70.— 71.75, Vci>,!ic»iisch,s Ä»l. 1859 5 .. 94.— 94.50 Aktien (pr. Stnct.) Nalioiml^uk ...... 772. 773.- ,Nredit'Ä!„1a!t ^u 200 N. Ü. W. 180.30 180.40 '.'l. lV üs^ül.'Ges. z. 5.00 !^. lV W.611.— Llci.-K. Ferd.'Nodt'. j. 1000 fl. tt. M. 1815-1814-Ttaals-ttis.'Gls. ,il200''.CM. ,d,r 500 Fr.....193.25 193.50 Kais. (5lis.. Vahl, zu 200 ft. (lM. 134.25 131.50 3l'rdd.^,rl><ö.2N0 .. ., 127.50 197.75 Slid. Staats-, K'mbavdisch "veüe- liamsche u»d ccntral-italienische (5i>. 200 fl ö. W. 500 Fr. 25) l. - 25,2.— M!d Waare «Hal. .ssarl-Ludw.-V. z. 2'X, ,1.6^.206.50 207.— Oest.Dl'!i.-D.imvssch.-Ges. ^^ 435.— 430.— Oesterreich, i!l.'yd iü Tries, ß.H 220.— 228.— Wie». Da,,ipfm.-Äftg.500fl.c'.W. 460.— 470.— P.,ler Kclteul'rilckt .... 387 — 389.— Wl!„i. Weül'ah» zu 2W ss. . 156.25 150.75 Thcißl'ahn-Ak'is";» 200sl.<5. M. m. 140 ff. (70'/.) C'iiijahli!!!., l47.— —.— Pfandbriefe (für 100 st.) National»! 10j^hri^e v. I. banl au, i 1«5>7 zu . 5'/. 101.V0 I0l.1l) (5. M, ) v,'Sl'a>t ü „ W.2.°i 9<).5)>» olati^iall'.aüf^.W v>rll'i!'l'.5 ., 80.10 86.25 Ungarische Aode»-.ssred!t-'.'I»!)aIt zu 5'/, M.....8?.- 87.50 Lose (pr. Stück.) Kred.'Aiülalt für Handel u. Vew. zu 100 fl. ^st. W. . . . 126.50 120.75 D^i.. 31.25 3l.7i. dd. W. W.30 96.60 '^r, „füllt >1. M. 100 ft dttll,' i)6.1 Haml'ing. fnr ^<)l> M6 ., 9 .. 57 „ ^crcin^haler . 1 .. 72j„ 1 „ 73 „ Silber . . 115 .. 25 .. 1,5 .. 50 .. Telegraphische Effekten- uud Wechsel-Kurse au der k. t. öffentlichen Börse iu Wien den 0. '.'lp.'l! 1804. 5'/« Mtalliquciü 73.30 1800-cr Anlcih, 95.35 5°/« Nat.'Änleh. 8l 35 Silber . . . «15 50 Äa»fa!lir, . 773.— Loudun . . 115.90 /kreditalli.n . ,180.00 K. s. Dusaten 5x53 . „ /rcmdcn-Hl^eige. ,/,', v Den 5. Al'ril. Ttadt Wien. Die Hernu: A!,,»!enlt,al, Primat, uo» Vcll^. — Walther, Güt^l'.üher. von Großer,. — v Hoib,n«r. f. l Mai^r. vin Kraiüburg. — Äü«, ^ianv^ine und lz,,^sil,tt, Handlung llis.nde, ciuö Fransrerch I « ^l , Elephant. Die Herrin: v. Wlyrachlr, l f. Oberst, vo» Ngrai». — Parma, l- l Pu!ijei''Ol'erfl'N!inijsäi, vc>» Filmic, — Popper, Kaiu'!»^»u. >l»d Tr>lill. Handelsmann, von Wien. ,-- Toiübosso vl,'li Rohilsch. ^'-l '> ^ Väievischcr Hof. Die'/Hervcil : (Äö»i^sl'er>, »»d Willcr. Hand'lsl'Ute, uon Acp'.vm. M5—2) ' Die fünfte Abtheilung U0ll Sattler's Rc> ^ nl oram e n ! schließt an^U. April. Manusllklur-Waarcn - Ltzitalion. Künftigen Mittwoch am »». d. M. „nd an den uachfolgeudeu Tagen werden am Hauptplatze )ir. '.» Tuch - uud andere Schuitt < Waaren lieiwuäo veräußert. Laibach am 7. April 1864. Lottozichung vom tl. April. Graz: 34 Vtt 5^ 37 3 (655—1) Nur bis »K. April »8O4 siud uoch zu der großcu uud reich ausgestattetcu Silber-und Esscktrll-Lottcrit wobei schou Gcgcustäudc un Werthe vou s.5.«>«N>fi., vertheilt iu 53« Gewinne, darunter Spenden von Merh. ^»lircll k. k. Majestäten, den Herren (?r;her;osseu :c. :c., »lud deren Nein-ertrcissnift dem Kaiserin Aisabchgch'itlllingall gewidmet ist, mit der Bc^ünstigullg zu haben, daß Abnehmer vou H Losen auf einmal l Vos 8>>nti«, «O Losen anf einmal > Dessertmesser sammt Gabel von I.Mthia.em Silber, uud H.'» Losen auf einmal l Tischmesser sammt Gabel von N'.lölhigcm Silbcr, als Aufgabe crhaltcu. Aolj. C. 8ols)ell i,l Men. Derlei Lose sind in Laibach ;n haben bei (050—1) VtlKllNs einer schönen Mealität! Ill dcr Agramcr Vorstadt „Heiligeil Geist", eine halbe Stnude von der Stadt entfernt, ist eine fchöue große Realität zn ucrtanfcu oder gcqcu ciu Haus iu dcr Stadt ciuzutauschcu. Diese Realität besteht iu einem ncn luifgcbauleu solideu Gebäude, worin im crstcu Stocke ciu großer Borsaal mit m'cr bequcmcu Scitcuzimmeru und einem Änlko» sich bcfiudcu, von wo sich die schönste Fernsicht uud Ucbcrblick auf den ganzen Bahnhof ^iucm dardieltt! Zn ebener Erde sind zwei Dicnstdotenzimmcr, iinche, Spciö nnd ein nnterirdischcr Keller vorhanden, ^- dauu eiu Pferde« uud ^uhstall, ciu Dreschboden, ciu Einsatz-kcllcr, Wagcn«Rcmisc, uud scitwärti< im Obstgartcu auch ciu Heu Stadel, — sämmtlich aus solidem Matcrialc erbaut uud mit Zicgelu gedeckt. Dcr Grllud dieser Realität besteht iu einem Weingarten vou 65 Hancr, — 4 Joch Accker, — 8 Joch Hoch. uud Stockwald, — 5 Joch Obstgarten mit schr vielen Obstbänmeu von den schönsten nnd edelsten Obstgattuugcn bepflanzt. Zn dicfcr Rcalität lauu uoch ciuc Vicsc w dcr Cbcuc, bci dcm Aachc Zhcruo^ mcrschzak gclcgcu, in dcr Größe" von 5 Joch gegeben werden. Das Nähcrc ist iu dcr Illiza Nr. 768, 2. Stock rcchtö, beim Aloi5 Vutiuaz, Advokaten in Agram, zu crfragcu. > (552-IY ^ '''' Nr. 3887. Edikt. Im N"ckl.'a,e zum eicßämtllchlN Edikic sdto. 28, Iäni'cr I. I.. Nr. 1182. wird hlrimt klixl) gcmacht, es scieu die mit dcm Vescheibe vom 28. Ia'nncr l. ?.. Nr. 1182. l"!l>. 525 fi. o. 8. c. auf ocu 16. März u»d ^6. Av r il t>. I. r hier^erichts augford» uttln drillt» FeÜdittlm^ieschritte» lverde». K. l. Nä?l. delcg. Vezillogsiichl Lai-dach a,,l,16. Mrz 1664. (646^2) Widerruf. 'O'er'crgebcnst Gcftrtigtc hat sein Geschäft nie aufgcgcbcn, ft soll sich cin Anderer ins selbe nicht einlassen. Dcr Gefertigt? wird von den /'. 7'. Herren Hausbesitzern seine Gebühr mit Ende deö Jahres ftlbst beziehen. IM Smersliker, Kaminfigei zu Neust>>°>^ Hiczu cin halber Bogen Amts- uud Intelligcuzblatt.