Nr. 104 Sonntag am 2;>. Pezcmßer 1878. 111. Jahrgang. Pränuireraticns-Bedingungen. > dkr Snxdil,«» »e, ..Slllirr (xv rrntagi Rr. t (J)u tiftrmfcrri »an Z-tz->u DtliMi. ■ufwütll 3n(cni( (lit dir „tliflifr j^ttan*" an: iH sWo>i« in ml nilrn irttumi»« «l-d>k» t l Jomuum\ Jof. atr:t-TCiltl in <8tt). >1. Ovprlik uns W»He. & ioa:. >-> lUiitn. ij. ütnuc «Wiüitj«. >•> ti it ach. Die nächste Nummer erscheint am Renjahrstage Morgens. Polttlschc Rundschau. 0 tlli. 28. Dezember. Au» Gödölle. wo der Kaiser und die Kaiserin schon seil einiger Zeit weile», werden Attentat»-ge, ächte gemeldet. Nach einem Telegramm« de» „W. Xgbl.* ist der erhobene Thatbestand folgender: Au« Pest kam ein höherer Bonner der Staat«-Polizei nach Gövölle und e« wurde ihm und dem dortigen Pandurenkommissär die Wachtstube im königlichen Schloss? angewiesen. Der Overbcamte der Polijei erhielt zwölf zu diesem Zwecke au« Wien be-rufeneBurggendormen zu seine« Disposition.DieAnf-merksamkeit de« Wachpersonale« gilt, wie au« gute, Quelle verlaute», einem Maler, auf weichen auch der Minister de« Innern in einem Zirkulär an die Lanbesmuoicipien hinweist und der eine» »«schlage« verdächtig erscheint. Der verdächtigte Fremde ist ein Sachse, von schlankem Wüchse, mit blondem Haare und einem Spitzbarte. Er trieb sich io Hatran, Äyöngyö«, dann auch in Gövölle einige Zeit heiuw. Seither ging seine Spur ver-loren. Die österreichisch-türkische Konvention ist nun-mehr perf kt geworden. Die Okkupation de« Sandschak« von Novl-Bazar steht daher io Kürze bevor. Die Pforte hat bereit« zwei höhere Funk« tionäre nach Novi-Bazar gesendet um den Ruck-zug der türkischen Truppen vorzubereiten. Auch «erden die Eivilbehörden von der j künftigen Neugestaltung dieser Provinz bereit« initruirt. Gleichzeitig hat da« ReichSkriegSministerium in Wien an den Oberkommandirende» in Serajevo Herzog von Württemberg die telegrafische Ordre ergeh.» lassen, die zur Okkupation de« Sand-schaks von Nooi-Bazar nöthigen P.rbcreitunge» zu veranlassen. Derselbe soll weiter« verichien, wie viel frisch« Truppe.' zur Durchsah ung cven-tuell nöthig stm werden. Die in Dalniatieir ge-legenen repatriirten Tr»ppe» ha'>en brre:i« Ordre zur Marschbereitschijl erhalte». Die «;ärft der BesatzungStruppen »r mit z-vei Divisionen in Aussicht genommen. L.ir Du>chfühiung d.'r Okkupation jecoch wir» noch einc dritte herangezogen wcrdcn. Ll« künftige Äarnison«arte werde» Novi-Bazor, Sjenica, Nova Varu« und mehrere kleinere Punkte von strategischer Wichtigkeit ge-nannt. $« verlautet, die na'i«n>sche Regie.ung sei telegraphisch von dem Beschluß der albanefischen Liga, betreff« der Annektirung Albanien«, unter-richtet. Italien beorderte alle feine cortrgen Kon-suln, von diesem Schritte abjtralben. Da« jetzige Kavinet Depreti« ist den albaneiiscven Wünsche» angeblich abgeneigt. obgleich die öffentliche Meinung den heutigen Beschluß der Liga der Politik be« Kabioet« Deprcli«-Er>spi zuschreibt. Aur Thätigkeit des Abgeordneten-hanfes. Da« Aogeordnetenhau« hat i» dem kurzen Session«->bjchnitte vom 22. Oktober, an welchem Tage bi«se>bc nach den Sommerferien seine Sitzun» gen wieder aufnahm, bi« zum 21. d. Mt«., «ine zwar nicht der Zahl, aber dem Inhalte der Geschäft«-stücke nach bedeutsame Thätigkeit entwickelt. Ja diesem Zeiträume, von welchem die 37tägige vele-gation« Sessivli abzurechnen ist, hat da» Abgeord-nelcndau» nachstehende Regierungsvorlagen erledigt: da» G-setz. betreffend die provisorische Budgltbe-w>lltga»g; da« Gcsetz betreffend die Verlängerung der Wirksamkeit der Atz II und 13 be« Wehrge-sehe»; da« Gesetz, betreffen? die Aushebuig de« R»krute»>Eonlingcnl« für da« Jahr 1879; da« Gesetz, betreffend die Vcrlängerung der Giltigkeit«-»auer der Bestimmungen über da« Verfahren bei Löschung kleiner Satzpo ten; de» siebenten Jahre«-bericht der Staatsschulden- KontrolS-Kommlffio.1; den Handelsvertrag mit dem deutsche» Reiche und die Porlage, betreffend den Handel«oertrag mit Italien. Unerledigt blieben folgende Regierung«-vorlagen: iSesetz beireffenv die The>lu»g von Be^äu-de» nach materielle» Antheilen; Gesetz betreffend die Abänderung der Bestimmungen über die Reife« und Zehru»g«au«lagen der Lan.'e«. und Bezirk«-fchulräthe; oa« Finar'zgejetz pro 1379; da« Gesetz betreffend die Au«gabe von Gvldrente im Betrage von 25 Million«» Gulden (von der Tagesordnung abgesetzt); besetz betreffend die Verpflichtung zur DeSiilsektlon beim viehtran«port (von ver Tage«-ordnung abgesetzt); die Borlage betreffend den Berliner Vertrag und betreffend die Einverleibung von Spitza in Dalmali-n; die Vorlage betreffend die kaiserliche Verordnung hinsichtlich der Porto-freiheit für gewiffe «korrespondenzen und Fahrpost-sendungen; da« Gesetz betreffen» einen Nachtrag«-kredit von 23000 fl. für da« Oenologrsche Institut in Klosterneuburg; da« Gesetz betreffend die Staat«-garantie für »ie mährische Grenzbahn. Bon Initiativ Anträgen wurde erledigt: der Antrag kapp, betreffend die Erlassang einer Adresse an bie Krone. Nchrerleoigt wurlen: der Antrag Feuilleton. An den Sergen. Sin« Novell« au« Steiermark von Harrtet, l?. Fortsetzung.) „Ruhe finden," setzte Ada mit schneidendem Weh hinzu. „O nein, nein! da« wäre Feigheit — der Mensch darf feine» Schöpfer nicht vorgreifen, er muß die Bürde feine« ^eben« tragen, wenn sie auch hart und schwer ist." Sie wanote sich von der Fel«fpitze und Leon trat zu Flvrencen heran, ihre Han» fassend drückte er einen flüchtigen Kuß auf dieselbe. Wanden lächelte, er nahm diesen Handkuß al« Bewei« zärtlicher Liebe feiten« de« jungen Manne» entgegen. Die Reisegesellschaft legte nun rasch den Weg in da« Thal zurück. Ada schritt schweigend an der Seite de« alte« Führer« hin; in ihrer Seele war ti plötzlich so öd und einsam geworden, die düstern Bilder der Vergangenheit entr»llt«n sich vor ihrem innnn Blick, mit all ihrer Leere an Liebe und Glück.— An der Thalmüabung angelangt, wandte sich da« junge Mädchen zu ihre« Begleiter: .Sagen Sie der Frau Gräfin, ich sei bereit« vorausgeeilt, um Alle« zu ihrer Bequemlichkeit zu ordnen." Ada wollte eine Begegnung um jeden Prei« vermeiden, und entfernte sich mit eilige» Schritten den schmalen Wiesenweg nach dem Gasthof ein-schlagend. E« war eine wundervolle Nacht, in den Gebüschen zirpte da« Heimchen, au« den wogenden Kornfeldern vernahm «a» den Schlag der Wachtel und vom Walde her tönte Phi lomelen« schwel-ze»de« Klagelied! Freundlich erhellte die Morgensonne da« geräumige Gastzimmer mit feinen schn eweiße» Vorhängen. Ring« an den Wänden waren braun-lederne Sitze angebracht und auf den langen Tischen stände» hohe Basen mit mächtigen Blumen-sträußen. Auch ein ge Bilder befanden sich in diesem einladenden Raume. Unter ihnen hatte sich der Raub de« goldenen Vließe« durch Medea in da« einsame Dorf-Gasthau« verirrt, wie Napo-leon vor Mo«kau. Unter dem letzten hing ein kleine« Oelgemälde, ein schöner Frauenkopf mit aschblonden Haar, e« war die unglückliche, well-berühmte Charlotte log; mit den Gebeten für da« Seelenheil der Dahingeschiedenen war die würdevolle Feier beendet und die kalte Winternacht breitete ihre bleiernen Fittiche zum erstenmale über die Ruhestätte einer Tovter Eilli'«, die, so lange sie lebte, in ihrer Mnipruchslosigkeit wenig vo.i »ich reden machte, die jedoch in den letzten Augenbl icken bewie«, wie sehr sie ihre Vaterstadt liebte. (Dem hiesigen Gisella-Spitale) wurde von dem veistorbenen Fräulein Iosefine Geiger ein Legat von 5»0 fl. testirt. (Lehrerverein in Cilli.) Äm 2. Jmuar 1879 wird die Hauptversammlung mit nach-stehender Tage«ordnung abgeha ten: l. Protokoll. 2. Einlaufe. 3. Thätigkeii«dericht vom Iah^e 1878. 4. Voilage der IahreSrechnung. 5. Wahl der Rechnung«revisoren. 6. Wühl der BereinSleitunz. 7. Festsitzung de» von den Mitgliedern zu leisten-den Jahresbeiträge?. 8. B>stcllung von Zeit« fchriften. 9. Vortrog über Unh->le und Schlüsse (Miklauz). 10. Reserar vber Urtheile de» häufigen Wechsel« von Schulbüchern (Weiß). 11. Antrüge. (Für den künftigen Carneval) hat die Direltion de» «asino-Vereine« bereit« eine ausgezeichnete Streit mufik durch Acquiriruug der über treten konnte. Ein leise« Geräusch schreckte ihn au» seinem finsteren Brüten empor. Die Thüre de» Gastzimmer« hatte sich geöffnet, auf ihrer Schwelle stand Ada im grauen Reiseantug. Bei dem E'blicke» de« alten Baron» wollte sie sich zurückgehen, aber eine heftige H.,nd-beweguog desselben veranlaßte sie stehen zu bleiben: „Bitte, schließen Sie die Thüre! Mit dem Antoruck der Verwunderung haftete der Blick de» jungen Mädchen» auf dem »ollen Gesicht de« alte« Manne«, de« ihr gestern so hochmüthig erschienenen, und durch welche« in diesem Moment ein seltsame« Zucken ging. Einige Au-genblicke herrschte lautlose« Schweigen. »Sind Sie die Tochter de« Hofrathe« Schwarz?" frug der Baron plötzlich und mit der Hand »ach dem Buche deutend, fügte er hinzu: „Ich la» Ihren Namen so eben in ter Fremden-Liste und er fiel mir auf. Ich weiß, jener Man« hatte «ine Tochter. Sino Sie e« ? Sprechen Sie!" Noch gestern erbleichte da» Mädchen, al» Leon dieselbe Frage an sie stellte. Jetzt dagegen blieb sie völlig ruhig und kalt al» ihre Lippen da« „Ja" ouesprachen. „So hat meine Ahnung mich nicht betrogen'" murmelte Flörd mit dumpfer Stimme. „It> kannte Ihren Vater, armer beklagenswerter Mann." (Fortsetzung folgt.) Sauerbrunner Kapelle, deren Kaptllmei'er Herr I Schmid besten« renomirt ist, gesorgt, und auch die Anzahl der Unterhaltungen bereit« be-stimmt. Nach verläßlicher Quelle ist da« Pro« gramm folgende«: 1. Eröffnung« Kränzchen am Mittwoch den 15. Januar, Musik von der Kapelle de« Herrn Schmid. — 2. Familien-Abend am SamStag den 25. Januar, Musik am Klavier. — 3. Ball am Mittwoch den 5. Fe-bruar, Musik von der Kapelle de« Herrn Schmid. — 4. Familienadcnb am Sam«tog den 15. Februar, Musik am Klavier. 5. Kränzchen am Dienst g den 25.Februor,Musikvon der Kapelle deSHerrn Schmi\ Für den langen Karneval ist also eine ganz ausgiebige Gelegenheit zum Vergnügen de« Tanze« mit zweckmäßiger Vertheilung der Familienadende ge-boten, und e« ist bei dem Arrangement dieser Unterhaltungen mit aller Berechtigung zu hoffen, daß die Abende ihre AnziehungSkra't üben, und den Zweck vollkommen erfüllen werden. Dem all-fälligen Einwände aber, daß an den beiden Familienabenden die Musik nur mit dem Klavier besorgt werde, muß mit der gewichtigen Berück-fichtigung begegnet werden, daß die Stadt E'lli gegenwärtig keine Musikkapelle besitzt, daß die in AuSiicht stehende Kreirung einer solchen leider im Laufe de» Fasching» wegen der kürze der Zeit eine Unmöglichkeit ist, und daß roher die Musik von Auswärt« besorgt werde» mußte, »"« mit weil größern Kosten verbunden ist, al« dies bi«-her je der fall war. fo lange man sich der ein-beimischen Mufikkräste bedienen konnte. E« wäre daher unbillig, noch größer: Anforderungen an die Kastn«-Direkiivn stellen zu wollen, da sie mit den ihr zu Gebote st-henden finanziellen Kräften möglichst bau«hälterisch zu gebühren angewiesen ist. Die zu besiegenden Schwierigkeiten sind ohnehin groß genug, und man kann bei der bekannten Verlegenheit der genannten Direktio»« nur den besten Dank dafür auesprechen, »aß sie zeiigerecht sich um eine entsprechende Musik kümmerte un? solche sich auch zu verschaffen verstand. Wäre der Gedarke wegen Kreirung einer eigenen Stadt-musik-Kapeüe nur ei» p>ar Monate früher enl> standen, wozu die Zeit der Regional-Au«stellung schon Gelegenheit bot, weil schon damals wegen Mangel« einer Stadtmusik die Bergwerk«-Kapelle von Trifail dazu acquirirt werden mußte, so hätten wir jetzt bereit« unsere eigene organisirte S'adim sik, und wie viele Verlegenheiten und Schwierigkeiten würden jetz nicht eintreten. Aber wenn auch die Karneval«-Zeit bereit« versäumt wurde, so berechtiget dieser Umstand doch nicht zu einer weiteren Verzögerung in Betreff der Verwirklichung de« Projekte« eine Stadtmusik» kapelle zu gründen. Die eingeleiteten Zeichnungen haben bereits ein solche« Resultat geliefert, daß «unmehr mit allem Ernste zur Gründung eine« Komitv'« geschrillt» werden müßte — doch leider ist bi«her von einem solchen noch nicht« zu hörtn, und der Gegenstand ist zu wichtig, al« daß ver-schleppende Pausen eintreNen dürften, denn so lang da« Eisen glühen» ist, muß e» geschmiedet werden, und eine Erkaltung der mit einer über-raschenden Befriedigung geschaffenen Isee darf unter keinen Umständen abgewartet werden, viel-mehr muß dieselbe mit ununterbrochener Energie reilisirt und so rasch al« nur möglich etwa« positiv'S geschaffen werben. (Das Gtappenkommando in Stein-brück,) weiches am i>0 November d. I. aufge« lört wurde hat in den Monaten September, Ok-tober und November über 1*000 kranke und rückkehrende Soldaten verpflegt. (Falsche Guldennote.) Beim Steuer-amte Gonobitz wurde eine falsche Guldennote eingenommen. In Folge der gerichtliche» Anzeige wurde der Fotograf Johann K. al« Thäter ermittelt und fand man bei der Hausdurchsuchung vollendete Fälschungen sammt der Platte vor. (Die Kerzenvertheilung bei Begräbnissen.) die schon so oft zu widerlichen Szenen Anlaß gegeben hat, hat bei dem Be-gräbniffe de« Fräulein Iosefine Geiger wieder so recht die Uuverichämtheit und schmutzige Interessirt» heil gewiß« Individuen dokumentirt. Namentlich war e» ein Theil der Landbevölkerung, der die Gelegenheit ausnützte und ohne die geringste Ab-ficht dem Kondukte zu folgen, eine förmliche Bal-gerei provozirte, so daß sich die Erben bemitffigt sahen, die Bertheilung einzustellen und die noch zurückgebliebenen Kerzen der Kirche zu schenken. Ohne gegen die Sitte des K rzenvertheilen«. »ie wir allerdings nicht zu motiviren verstehe-t, zu eifern, möchten wir doch um künftigen ähnlichen Auf-tritten vorzubeugen, rathen, e« Beispiele anderer Städte zu folgen und bei eventuellen Aalässen die Kerzen befreundeten Fimilieu ins Haus zu senden. (Polizeibericht.) Am 4. d. M. zur Nachtzeit wurden dem Grundbesitzer Matheu« Sattler in Hotunje, Gemeinde Panigl. Bezirk St. Marein au« unversperrtem Svweinstille ein 1'/, Z.ntner schwere« Schwein werth 30 fl. am A'end de« 6. d. M. dem Grundbesitzer Birihlmä Leßi«k valgo Grisold in A lberg. Be,irk Mahren-berg eine goldene Ankeruhr sa nmt silbe-ner Kette und Schlüssel, dann in der Nacht vom 22. auf den 23. d. M. dem Grundbesitzer Franz Mu ei in Kaweno. Gemeinde St. Georgen a. d. S. B. au» unbewohnten Nebenzimmer nach AuSwigang de» Fenstergitter». Kleivungöstücke im Werthe von 70 fl. durch unbekannte Thäter entwendet. Die soeben erschienene Kummer >2 de« illustrieren Familienblatte« «Die Heimat", IV. Jahrgang 1878, 79 enthält: Ritler vom Gelde. Roman in zwe, Büchern. V'n Theodor Schift (Fortsetzung.) - Liebelei«. Gedicht von F. Engels. — Snem >Äu beziehen. Maiiz'ich« Hof-, Verlags- und Univ..Buchhandlung Wien, »ohl-markt 7 (Expedition der „Heimar" Eeilernälte l.) Buntes. (Poftfendungen nach Bosnien und der Herzegowina.) Mit Nückfidt auf die gegenwärtig destedenüen BerkehrSverhältnissc wurden die in Bezug auf die Annahme von Frachiien'un-gen für die in Bosnien und der Herztgovina befinvliten k. k. Kommanden, Truppen, Anstalten und deren Angehörige in folgender a'eife abgeändert: 1.) £>«» Maximalgewicht der mittelst Post zu befördernden Frachtsen^ungen nach Bosnien und der Herzegowina wird vi» auf weitere« auf zwei Kilogramm beschränkt; 2.) nebst den Sendungen irit Flüssigkeiten und solchen, deren Inhalt dem Berder-ben unterliegt, werden von nun alle Senkungen mit Eßwaaren von der Beförderung ausgeschlossen; 3.) alle nach Bosnien und der Herzogowina bes'immien Postiendurgen müssen auf der A.'resse auch den Bestimmungsort enthalten, und muß die Asresfe auf der Sendung selbst ges hrieoeu. nicht aber auf angeklebtem Papiere angebracht sein; 4.) die mit ber h. Verordnung vom 21. November 1878, Z. 33,872 (P. V. Bl. er 1878. S. 357). verfügte Einstellung be« Postfrachtenoerkehre« nach Traonik und den Orten auf der Straßenroute Deroent-serajewo bleibt vorläuft? aufrecht. Es sind demnach Frachten für Dervent. Kotor«ko. Doboj. M^glaj, ^epöe, Branduk. Senica. Kom. Han Bit^z, Bu-zovaca, Travnik. Kiseljak, Bla/uj, Serajewo, Mokro, Nogatica. Goiaz'a und Lisegrad zur Postbesörderung bi« auf weitere» nicht anzunehmeu und derlei etwa an hierbezirkige Postämter zur Umkartierung einlangende Sendungen an da« Ausgabtpostamt ohne Anrechnung eine» Retour-portss zurückzusenden. (Ein schlaues Beichtkind.) Der Pariser „Figar»" erzählt folgende Anekoote. Herr B. gerälh eine« Tage« ou» Zufall in eine Kirche und erinnert sich bei dieser Gelegenheit, daß er schon lange nicht mehr gebeichtet habe. Du mußt doch morgen beichten gehen, denkt er. Am folgenden Toge setzt er sich hin und beginnt sein Gewissen zu erforschen, aber er findet, daß er eine schwere Menge großer Sünden zu beichten hat. Da« könnte eine schöne Geschichte geben, sagt er zu sich selber; wenn ich da« alle« sage, und ich muß e« sagen, schimpft mich der Pfarrer au«, ich verliere die Geduld, werde ärgerlich »nd — nein, da« geht dur^auS nichtl Aber wo« thun? Endlich kommt ihm ein Gedanke. Er schreibt seine Sünden auf und geht zum Utbersetzer: „Haben Sie die Güte, mir die« in« Spanische zu übersetzen !" E« geschieht. Mit der spanischen Uebe,sehung geht Herr B. zu einem spanischen Priester. der kein Won französisch versteht, wie er kein Wo-t spanisch. Da« spinische Sündenbekenntniß wird verlesen; bei jedem Satze wacht der Äeistliche eine Keberde de« Sch ecken« und Abscheu«. A>« der Sünder fertig ist, hält der Geistliche eine fürchterliche Gtnspredigt, die der Sünder scheinbar zerknirscht, innerlich aber um so vergnügter anhört, da er kein Wort davon versteU. Getröstet und absolvirt verläßt er den Beichtstuhl. Landwirtschaft, Handel, Industrie. iWiener Fruckt- und Meblbörs« »cm 28. Dec.) «Orig.Telg) Man notirte per 10> Kilo giomm: Weizen Äanater von fl v10 VN. Tkeib von fl 7.90— 0.10—, Tbeib schweren von fl st7Z— 11 —, eiowNüber von fl. 9.70-10.60 dto. fchiv. von g.--8.90. Marchfelder von fi. 9.S.' — JO-10. Wala chischer von fl. —.---•—, Uiance pr# Herbst von fl --. Roggen Nyirer- und Peiterbnden von st. S.KV—K.W. Clovakischer von st. «!S0—7.— Anderer ungarischer von st. 6.40—6 70, Lefterreichischer von st. 660—7.— «erste Slovakiiche von st.--- — —, ^benivgarische von fl. V.K0—7.Svekter'ichischer von fl 7—.-8.2'», Futtergerfte von st. 5.30.—5.50 Mais Banaler oder Theib von st. —.--— In ter^ nationaler von st. 6.--ü.10, Cinquantin von it. 7.— —7.10, auf Lieferung proArühjahr von st. — .— —. Hafer ungarisch«! Merkantil von st. 0.15 6.80, dto. gereutert von fl. ®.S5-«.<0, Böhmischer oder Mahrischer von fl. .---.--. Usmic« pro Frühjahr ton fl. 6.30—6.85. Rep« Rübser Juli. August von fl. 12.50—12.7-S—, itohl August-September von st. IS.25 > !Z.50—.— Hfllfenftdcht eiHaibekorn von fl. .6--6.75 Linsen von st. 12 —.24.— Abfen von fl 10— Bodnen von fl. 8.75--10.75. JR ö b « ö 1: Raffinir, prompt von fl. S2LS—SS—. Pro JSnner. April von fl ZS 50.—SZ7 5 Pro September, December von st. —.------ Spiritu«: Roher prompt von fl. 29 — —29.25. Jänner, April von st. —.--. —. Mai, August von st. —.-Weizenmehl per 100 Kilogramm: Nummero 0 von fl. 21--22 —, Nummero 1 von fl. 18.50—2a— Nummero 2 von st. 17.--18.—, jiummeio 3 von st. 14.60—.13.50. Roggenmehl pr. 100 Kilogramm: Nummeio 1 von st-12.50—11—, Nummer» 2 von fl. 10.50—11.50. Hourle der Wiener Aörse vom 28. Dezember 1878. Koldr e»tc...........73.— Einheitliche Staatsschuld in Noten . . 61.75 in Silber . 02 90 1860er Staa>.«-Anlehen«lose .... 113.30 Pankactim........... 782.— Creditactieu...........221.20 London.....*.......117.05 Silber ............100.— Napvleond'or.......... 9.35'/, k. k. MiinzvUk'aten........ 5.59 100 Reichsmark.........57.85 Mit 1. Jänner 1879 beginnt ein nett« Abonnement auf dir wöchentlich zweimal erscheinende „Kitlier Zeitung" und zwar kostet dieselbe: Für Eilli mit Zustellung in» Hau»: U1>o»atlich fl. —.55 Vierteljährig „ 1.50 Halblthrig „ 3.— Ganzjährig „ 6.— Mit Postversrndung (Inland): Lierietjährig fl. 1.60 Halbjährig „ 3.20 Ganzjährig „ 6.40 Jene P. I. Abonnenten, bereu Abonnement mit 31. Der. d. I. zu Ende geht. ersuchcn wir um sosortige Erneuerung, damit in der Zusendung teine Unterbrechung eintrete. Administration der „Cillier Zeitung" MHIHMUHIIIHItllHHHM Die besten MjACK- UN<1 * l ^Firniss-Farbeni: Z t zum sogleicben Anstrich geeignet sind * ' ■" " zu den billigsten Preisen nur bei ^ * ':: Josef Costa in Cilli :: | ^ zu haben. * :: Mablersartien in irösster AnswaM. i: (Anest und Empfehlung) Ich litt durch mehr denn ;wei Jahre an chronischem Darmkatarrh, überhaupt an hartnäckigen Berschleimungen der Ver-dauungSorgane, welches Uebel sich fortwährend durch unacre^elten Stuhl Diarröe und häufüze Appetitlosig-feit kennzeichnete, mich der Tage«- und nächtlichen Ruhe beraubte und physisch rapid abschwächte. Mannigfaltige, von tüchtigen Aerz en ordinirte Mittel vermochten mir keine dauernd« v>ülse und höchstens die sich selbst aus-erlegte verzweistung»volle Maxime des Hungerleiden« eine Linderung zu verschaffen Am Rande der Hoff-nungslosigkeit auf Wedeigenesung «rrraute ich mich dem Herrn I. I F. Popp, Heide (SchleSw.-Holst.) an. und dies zu meinem Glücke. Ter Gebrauch der Lpecie« seiner Pulver, wie überhaupt die Beobachtung seiner Heilmethode befreite mich in wenigen Wochen von dem qualvollen körperlichen Desaut u. f. w. Reifniz (Krain-Lesterreich), am 22. Noo 1877. Ant«» ^rsfiovic, f. f- Benrk^gerichts-Adjunct. Den Inhalt und Unterschrift vorstehenden Attestes beglaubigt durch Unterichrist und AmtSflegel. ^iillitl rt*H 22. 9tOO. 1*77. 37,. Gemeindeamt Reijnitz, am ll.. «.) Andreis Tfcrioirf, Bürgermeister. Das Districts-Comiuissariat der l i vm. mbsels. Grazer Braudscliadeii-ycr-siciiernn^s-Aüstalt befindet sich in Cilli. Herrengasse 125. Neunjährige Magenkrankheit, Nervenleiden beseitigt durch oelif«» llolsuche M alzpriiparatp. Auö Marie»bad ging am 16. Juni 1877 ein Schreiben an den t. und k Hoflieferanten Hern, Johann Hoff in Berlin, Hanptgescbäft und Fabrik für ^esterreicb und Ungarn >n Wien, Kraden, Bräuuerstrafte Nr. folgenden ^nhalie» ein: „Nach 9jähriger Magenkrankneit habe ich endlich^ in Ihrem Mal^extract-Gesundbeitsbier daS richtige Heil Mittel gesunden, daS «ich von meinen peinigenden Schmerzen befreit hat. Mein Turckisal! hat sich gegeben, die Hitze hat sich gel gt. die i ant gewesene Zunge hat wieder die >10 male Farbe erhalten. Alles dies verdanke ich Ihrem ausgezeichneten Malzenract! ÜAZ 6 Peter Bräuer in KönigSwartha." Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Generaldepositeur für Steiermark M. ?iy, Herren gasie. Graz. — Verkaufsstellen : In Cilli: Iof. Kupfer-f«bmid, Apotb.: in Marburg: bei Hru tiöaig, Ai'olh. '. in Petiau bei Hrn. Pirker und W.-<Äraz Hrn. «ordik. Die gefertigte Direktion beehrt sich den P. T. Vereinsthcilnehmern der wechselseitigen Brandschaden- Versichernngs-Anstalt in Uraz höflichst bekaunt zu geben, dass die Einzahlung der Vereinsbeiträge pro 1879 mit 1. Jänner 1879 beginnt, und jederzeit, sowohl an der Direktions-Cassa im eigenen Hause der Anstalt, Sackstrasse Nr. 18/20 in Graz als auch bei den Distrikts-Commisaariaten geschehen kaun. Diejenigen P. T. Yereinstheilnehraer, welche rttcksichtlich ihrer Gebäude bereits im Jahre 1877 bei der Anstalt versichert waren und noch weiterhin daselbst versichert bleiben, partiiipiren an dem Gebahrungs-Uebcrschusse des bezeichneten Jahres mit zehn Prozent der Beitrags-Vorschreibung pro 1879, daher die Barzahlung aus Letztere um zehn Prozent geringer zu leisten sein wird. Zugleich wird die Abtheilung für Mobilar-V ersicherung (Haus- und Zimmer-Einrichtung, Vieh, Fechsung, Maschinen, Vorräthe aller Art, Waarenlager, etc.) dann die Versicherung der Spiegelgläser gegen Schadcn durch Feuer und Bruch, bestens empfohlen. I>ie Dircction 563-3 der raliselsßitip BmdscbaiMffflcheruais-Aistalt in Graz. Kleino Anzeigen. J;ilf lp d'esf Rubrik eingeschaltete Amonr j bis zu 3 Zeilen Raum wird mit 15 kr. berechnet. Auskünfte werden in der Expedition dipses Blatter Wreiltnis«) um! r.n entgeltlich ertheilt. Qeparaturen Ton Nähmaschinen aller Systeme |1 werden bestens and unter Garantie ausgeführt. ^_C. Wehrhan jr. Postgasee 49. 21 In der r» |»lii«- und Um- Il4»lli*<-Il4'lt gibt gründlichen Unterricht ein k. k. Beamter. Auskunlt in der Redaction d. Blattes. 419— Im Markle Sachsenfeld ist eine «ehr bequeme 57t> In Cllll. m U Ku«tans»tellung. ^ Fallt e z M Glas - Photographien.« Am 29. Decemb. ist ausgestellt: VI. Serie: I. Abtheilung der Nehnelt. Am 30. Decemb. ist ausgestellt: IIL Serie: Spanien und Pertncal. Am 31. Decemb int ausgestellt: II. Serie: R u h m I a n d. Am 1. Jinner ist aasgestellt: I. Serie: Pari«. Zu sehen: Hauptplatx Hr. 107 Im Qawölbe. Geöffnet täglich von 10 Uhr Vormittags bis 8 Uhr Abends. 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Bei brieflicher Bestellung wird um möglichst genane Angabe der Pupillendistaui und der Nummer etwa bereits benutzter Gläser gebeten. Reparaturen werden prompt und billigst besorgt. Versend, pr. Postnacbnalime. Umtausch stets gestattet. Am 26. .d. wurde am Eisplatze ein l>r»mt«'r H'interrot'k ausgetauscht. Man ersucht denselben in der Schmiedgasse Nr. 92. 1. Stock, rechts, einzuwechseln. 580 EllOlttTiSiMBggi^r! Ein Cewölb ist in der Postgasse Nr. 40 mit 1. Jänner zu beziehen. Anfrage daselbst. 581 Johann Uaku-ch in Cuii geliefert AbanoemaDls lär die „Tappt"' werden in der Buchdruckcrei ton Johann Rskusch entgegengen ommen. Den geehrten Kunden am Neujahrstage diene zur Nachricht, dass alle Specerei-Handlungen geschlossen sind. 577 Sparkasse der Stadtftemcimle Cilli. Wegen Rechnuilfiss-Abschlusses finden am 3. und 7. Jänner 1879 keine AllltStctg'C statt. Cilli, 28. December 1878. 578 I>i© Direktion. 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