rgu*»l KtB3lU* v Cfl M 1 «. ,. .» „.x .,n,. ,Ur «im mit änfttCwu iit'( f-ou« luouoili« ff. -.(15, «UrtcIÜdrig fl. 1.50, »»ldMri« II. . nonullitij ff. 6.—. Mi» P«»»«i>nz »iftWiaiirm VTu V ®i. cinj.1« *.««T T lt. auicrott noA bei »ft-t«. wit».,».»««-, «.V.N. Au.^n. «rt-c. 3«I«.I« fit uul« K.u .«« MM M 3,- »i MlirtM -«• *ctatti»n ua« Htu.,mfua.ioA •**#«*. «**«««• u.M. S.»«. "« ?- "» »-* «« WtfliwMlioiien uottofrct. — lifaiiul.'lilitr itxi&eu NUttt iiuüclsrtcitbtt. - Suauuinc .Suftatimijcn autt bctUffltiStiafl. t v - JldChnittMn«. Nr. 1. Cilli, Donnerstag den 1. Jänner 1^91. XVI. Jahrgang. Jas Ailkr 1890. Vor Jahresfrist wurde Oesterreich eine grobe Ueberrafchung zutyeil. Es trat in der inneren Politik jeue Wendung ein, welche kurz-weg als der „Ausgleich" bezeichnet wird. Die Einhaltung der Deutschen vom böhmischen Landtag gab der Unzufriedenheit der, Deutschen mit der bisherigen Politik des Grase» Taasse, welche man kurz die kleine „slavische Aera" nennen kann, nicht mißzuverstehenden Ausdruck. Im letzten Monale des JahreS 1889 stellte ein deutscher Abgeordneter dieser Aera das Zeugnis aus. „daß Oesterreich noch niemals so schlecht regiert worden sei," woraus dzr Ministerpräsident Gras Taasse fchross antwortete,, das; die Regie-rung die eingefchlagcnrn Bahne» weiter verfolgen werde. Aber in den letzten Tagen d?S genannten Jahres lud Gras Taasse Ver-trancnsmänner der Deutschen und der Tschechen für den 4. Jänner zu „Conserenzcn" ein zum Zwecke' der ^nbahuuiig einer Verständigung über die bhhmischen Angelegenheiten. Am 30. De-cember, ani 2. und an, 4. Jänner wählten die Deutschen in Böhmen in den Landgemeinde», ' Städte» u»d Handelskammern zum drittenmale seit ihrem Auszüge „ auü dem böhmische» Land-t^ge ihre Abiteordueteu mit d.'r ausgesprochenen Weisung, den» Landtage auch weiierS fernezu-, bleiben. Dieses Wahlergebnis war ein so gesichertes, daß nur in wenige» gemischten Orten die Tschechen den Deutschen Caudidateu gegen-überstellten. Auch die maßgebenden Kreise konnte» sich wohl darüber keiner- Täuschung hingeben, und die Voraussicht eineS solchen Ausfalles der Wahlen einer dritten Kundgebung der deutschen Einstimmigkeit in der Verweisung der bisher verfolgten Politik möcht« zu dem Emschluße, die .Eonserenze-i" einzuberufen, nicht wenig beige-tragen haben. An demselben Tag-, an welchem die „Confer.'iiz" in Wien zusammentrat, starb Z>r. Koch. S:ene in einer Thcaterkanjlei. Per s o ikh: Der Theaterdireetor. Der Regisseur. Der Souffleur. Der The»tcrdiener. Theaterdiener (zum Regisseur).' Der Herr Direetor laß- den' Herrn Regisseur ersuchen, das Repertoire zu entwerfen. Er wird später in's Bureau konnten. , > Regisseur: Gut; geben Sie mir ein Formular! DaS werden wir rasch haben. (Setzt .sich, um zu schreiben.) TheaterUener: Haben der Herr Regisseur da« heutige Morgenblqtt schon gelesen? Regisseur Steht eine lobende Notiz über mich drinnen? Y " Theaterdiener: Heute ausnahmsweise nicht! Aber lasen Se nicht . . . . Regisseur: Ich lese nur die „Genossenschasts-Zeitung", „Levy'S Theater-Correfpondenz" und „Sachse's . Thäter - Chronik". Etwas anderes l' interessiert mih .nicht! ^. .Theaterdrner: Die Sache vom Dr. Koch hat nämlich 'g'anzcnde^ Ersolg gehabt. Regisseur Dr. Koch? Wer ist das? WaS V ^ ist das für 'ir Sache? Ein Lustspiel ? .. v ■ J.Äi'/ ' 1V K : ' i» Prag Fürst Carlo» Auersperg. derselbe, welcher durch einen Compromiß. von welchem er bitter zu sagen pflegte „Ich bin getäuscht worden" die VersöhnungSaera ermöglicht halte. Für die Beurtheilung der Politik des Grasen Taasse muß festgehalten werden, das? Rieger in der Ausgleichs - Conferenz die Aeußerung that, der Ausgleich wäre vor eineqt Jahre leichter zu machen gewesen, weil damals die Jungtfchechen noch nicht solchen Einfluß auf das tschechische Volt gehabt haben, wie gegenwärtig. DaS mag richtig sein, denn die Jungtfchechen wurden erst infolge der Mittelschul - Erlässe des Unterrichts-Ministers, insbesondere aber infolge der Haltung der Altschechen iu der Frage der „confessionellen Schule" stark. Die Ungeduld der Eleriealen in der Schuifrage brachte die Aluscheche« in die Klemme. Das Wort Rieger's ist eine Anklage der Re-gierung: sie ruft ihr bedauernd das Wort ..Zu spät" in'S Gedächtnis. Es ist aber gewiß, daß der Ausgleich um zehn Jahre früher noch viel leichter" zujtanoe . gctou.auii ioü«. denn damals waren gerade die Jnngtfchechen aus-gleichölustig und alle Zugeständnisse, welche Gras Taasse im Verlause von zehn Jahren dem Tjchcchenthum gemacht hat. konnte» zehn Jahre früher als Preis für den Ausgleich in die Wag-•schal; gelegt werden, während sie jetzt die Begehrlichkeit des TschechentHums gesteigert haben. Ans 19. Jänner ward die Eonserenz ge-schloffen. Der Ausgang derselben war für die Deutschen leine Veranlassung zu irgend welchen Freudenäußerungen — das sagten alle deutschen Blätter. Die Errungenschaften der Ausgleichs-Conferenz bedeuteten die Ausrichtung einiger Schutzdämme für die Deutschen, einen Wessen-stillstand in dem vierzigjährigen dentsch-tschechi-schen Kampfe. Trotzdem begann der Kampf am Tage des Abschlusses des Ausgleiches mit neuer Heftigkeit zu entbrennen, denn gerade das, was die Sicherheit des Deutschthums erhöhen sollte, Theaterdiener: Aber, Herr Regisseur, wisse» Sie deil» nicht ... Regisseur: Ich. weiß gar nichts und' will auch nichts anderes wissen, als was das Theater angeht. Stören Sie mich n:cht länger; ich muß ja das Repertoire machen! Theaterdiener: Gut. gut! Ich dachte nur, man könnte mit Ihnen auch einmal ein ver-nünftigcs Wort reden! (Ab.) Regisseur (allein) : Also, das Repertoire! Da werde ich mich wieder auszeichnen! Jnter-essant und abwechselnd muß eS sein; gemischt wie Kraut und Rüb^n — das ist nach.dem heutigen Geschmacke! Also: Montag : ^Die Cameliendame" von Dumas. Dienstag: „Clavigo" von Goethe. Mittwoch: „Der Müller uud sein Kind" von Ranpach. Donnerstag: „Das vierte Gebot" von Anzengruber. ' ' " Freitag: Gastspiel der Primadonna vom Teatro Lirico in Bologna. Signorina Chiari: ..Traviata". Oper von Verdi. Samstag: „Gespenster" von Ibsen. Sonntag : Zum erstenmale: „Sodoms Ende" von Sudermann. . , Bravo ! Das ist mir gelungen! Dieser Ent-wurf — ebenso geschmackvoll, als für die Casse berechnet — wird dem Director Respect ein-. wollen ihre Widersacher nicht in Erfüllung gehen lassen. Gleichzeitig mit den ersten Wiener Eon-sertiiM traten denn auch schon die jungtschechi-^ schen Abgeordneten zusanimen und beschlossen in. Prag eine V nndgebung gegen die „PreiSgebung ! tschechischer Rechte"' bei der Eonferen?. Dieser ' Geist hat seither im böhmischen Volke riesige ; Fortschritte gemacht. Es wird als ein „Recht" . l der Tschechen proelamiert, „Fortschritte" zu l machen, d. h. die Tschechisiernng des Laubes,. > die Zertrümmerung der deutschen Geschlossenheit daselbst. ?ie Aufsaugung der vereinzelten deut-schen Kräfte wird als angeborenes Recht des ! TschechentHums proelamiert. Am 23. Jänner trai der böhmische Land-' tag. noch ohne die Deutsche», zu einer kurzen Nachsessio» zusammen, nnd bewilligte vor Allem 100.01)0 fl. für die Landes-Ausstellung. Ant ■ 20. Jänner versammelten sich die einzelnen ! Clubs der Abgeordneten, in welchen die Wiener -Vereinbarungen bekannt wurden. Die Deutschen nahmen diese Vereinbarungen a», und Schniciikal richtet-, an das „Deutsche Volk in Böhmen", einen Aufr»?. in welchem der Genugthuung Ausdruck gegeben >-iurde. taß das Werk durch ! die Festigkeit und Einigt».'.» D°"»ichcn zu-| stände gekommen ist. DaS Werk lasse die „»olle Lösung so mancher Fragen >.vch immer vtr» niisfen", die Früchte sollen erst kommenden Ge-, schlechter« reisen. Die Wiener Vereinbarungen i wurden anch im,feudalen Großgrundbesitze ge-' •j nehmigt. und ebenso einstinimig im Alttfchechen-eliib. Im .Club der AUifchechc» erschien Dr. Schniciikal. um Kenntnis zu bringen.von der' .Annahme.der Vereinbarungen durch die Deut-, schen, iparauf Rieger. ins Deutsche Haus kapt ! und namens des feudale» Großgrundbesitzes Prinz Carl Schwarzenberg. Nur die Jung«} ! tfchechen erklärten, die Vereinbarungen vorerst... ! prüfen zu müssen. ES war dies »och keine. ; Kriegserklärung ; diese erfolgte erst später, nach; > flößen und ihn wieder einmal überzeugen,- daß er in mir eine Perle besitzt, einen Mann, der bei künstlerischer Rücksichtnahme aus ästhetische Priueipie». das Ttheatergeschäst versteht!, Kuasl, und Geschäft / das sind eben diametrale G-gen-fätze, die zu verbinden es eines tüchtige» ManneS bedarf. Ja.' das liebe Pnbliknm glaubt, ,ein Th?ater leiten, das ist fo, wie' bei der Aepfel-fran . . . .! Nichts ist mehr im lösen Munde der Leute, als ei» Theater und seine Leitung! Jeder glaubt,' er verstehe es besser, jeder macht Repertoire, jeder besetzt . . die heutigen Theater werden beinahe schon von, Publikum geleitet. Ich bin — das kann ich mir ohne Rnhmredig-keit und Eigenlob sagen — ich bin vielleicht noch der Einzige meines Berufes, der mit Eitergie und Verständnis die Zügel des ThcSpiS» karreuS festhält. Wohin käme unser Theater auch ohne mich? Der Director — das-, darf ich mir ja gestehen — ist eine Null! (Es klopft.) Herein! • Der Souffleur (tritt ein): Einen schönen, guten Tag! (Hüstelt.)' Regisseur: Eh, Sie sind'S! Was gibt's?.' Souffleur: Ich dachte, den Herrn Director hier zu sinden . . . (hüstelt)^ Regisseur: Sie wissen doch, daß hier ich maßgebend' bin- ' . wenn Sie also etwas 'wollen . . .?" 2 dem sich die Jungtschechen von der eigentlichen Stimmung unter den Alttschechen Ueberzeugung > verschafft hatten und von der Willfährigkeit des i tschechischen Volksgeistes, einen neuen Feldzug ■ wider die Existenzberechtiqung des deutschen l Volkes in Böhmen zu eröffnen. Und heute, nach einem Jahre, stehen wir I mitten in diesem Feldzuge. Die Alttschechen ? wurden 51111t Theile Bundesgenossen der Jung-tschecheu. nachdem sie Alles unterlassen hatten, ihr Werk und ihr Wort zu vertheidigen; selbst im feudalen Großgrundbesitz ist Unentschieden» heit eingetreten, und Einige haben den Kamps-platz 'verlassen. Von den Vorlagen der Regie-rung ist nach einer Mai- und einer October-Session des böhmischen Landtages eine einzige, jene über den LandeSschulrath zum Gesetze ge-worden; die Annahme der LandesculturrathS-vorläge ist keineswegs gesichert, und eine quali- -ficierte Mehrheit für das Curiengesetz ist bestimmt j nicht vorhanden. Zwei-, dreimal hat der Mo- | narch das Wort ergriffen, um die Wiener Ver-eiubarungen als die Grundlage der künftigen inneren Politik zu verkünden, und ihre Durchführung als StaaiSnothwendigkeit zu bez ichnen — das tschechische Volk läuft hinter den Jung-tschechen her. Der Geist des Ausgleiches ist verflüchtigt: waS wird aus den Wiener Verein-barungen werde»? Wundschau. [Die Betrachtungen der fl 0 ve -nischen Presse am Schlüsse des Iahresj klingen in hochgradige Verstimmung aus. Die Bilanz am Ende des. neunten Jahr-zehntes im Säculum schließt aber auch in der That mit einem moralischen Verluste ab, der allem Anscheine »ach nicht mehr wettgemacht werden wird. Die bewegende Krast in der slo-venischen Politik ist schnöde Sucht > »ch Geld und Gut; sie entbehrt der ethischen Grundlage, sie keimt keine 5>de»l?. Aus der verlangten „iVl-ichderechtignng" schlägt der slovenische Politiker Capital für seinen Geldschrank, die „slovenische" Nation ist dem Pervaken die melkende Kuh, die er mit nationalen Phrasen füttert. DaS beendete Jahrzehnt hat dem wen-bischen Volke keinerlei Vortheile gebracht, seine Sache war in die Hände schlechtes Führer gelegt. Statt bescheiden und artig auszutrele», statt veredelnd zu wirken, die Keime der slovenische» Literatur sorgsam zu hüten und zu pflegen und die „Nation" emporzubringcn, hat man die ge« meinltc» Leidenschaften entfesselt und eS so weit gebracht, daß die „Slovenen" eigentlich gar keinen Freund mehr haben. Ihre Abgeordneten sind unbeliebt, denn man macht mehreren der-selben Schleicher«, DenunciatiönSsucht u»d Falschheit zum Vorwürfe. Und zu allem Anderen ge» seilt sich noch der nationale Bankerott, den der Beschluß repräsentiert, „Slovenien" in „Groß-croatien" ausgehen zu lassen. Die slovenische Sousfleur: Nun denn, Herr Regisseur, Sie werden ja wissen, daß Dr. Koch einen sensatio-nellen Erfolg hatte ... Regisseuer: Mir scheint, dieser Koch wird vom ganzen Theaterpersonal protegiert; der Theaterdiener erzählte mir auch schon einen lobenden Ausschnitt. Sie kennen mich aber; ich bin eilt Feind der Protectionswirtschas», und wenn das Werk von dem tfoch gut ist, werde ich mich schon selbst darum bekümmern. Sousfleur (lächelnd): Um dieses Weck brauchen Sie sich, Gott sei Dank, nicht zu kümmern, Herr Regisseur . . . (hüstelt), obwohl es eines ist, zu dem sich Millionen drängen, das Millionen begeistert. . . Regisseur: Sie übertreiben! (für sich:) Comödiantenart! Sousfleur: Die ganze Welt ist heute schon voll davon ' Regisseur: Aha, kenne diese Reclame ä la „Sodoms Ende', und schließlich paßt e« nicht in den Rahmen unserer Familienbühne! Sousfleur: O. das paßt leider in den Rahmen fast einer jeden Familie, denn in dem« selben handelt es sich um des Lebens An-fang . . . (hüstelt). ..D-ut^eMacht'' Presse bat alle Ursache, mit Ach und Weh in das neu« Jahr zu ziehen; sie sollte aber auch den' Muth haben, zu sage», wo das Uebel eigentlich sitz«, das die 'Nation dahinzuraffen scheint. Die slovcnische Politik ist eine Kette von Persoualangelegenheiten. in welche hie und da russophiler Wahnsinn eingegliedert ist. Eine zielbewußte, krastvolle Regierung, und der jämmerliche Spuk zerfließt. [D i e V c r h a n d l n » g e 11 m i t D e u t s ch-l a n dj werden am 8. Jänner wieder ausgenommen. Am 7. treffen die deutschen Delegierten in Wien ein. [Der Handelsvertrag m i t I t a-l i e n.j Den gesetzgebenden Nörperschasten wird bei ihrem Wiederzusamme»lritte nach den Weih-nachlsserien eine Vorlage über die Verlängerung des KündiguitgStermines des Vertrages mit Italien zugehen. Da sie über den 31. December nicht verschoben werden konnte, so geschah sie schon jetzt gegen die spätere Verantwortung der Regierung. Hiczu bemerkt das „Fremdenblait": Es sei wohl für beide Tbeile schon an und für sich als ein Gewinn zu betrachten, wenn über das handelspolitische Kometenjahr 1802 der Tarisoertrag i» Giltigkeit bliebe, zumal die sranzösischen zollpolitischen Maßnahmen noch nicht abgeschlossen sind und die deutschen Ver-tragSverhandlungen erst ins status iiasceuli sich befinden. Beide 'ollpolitischen Facten werden auch aus die späteren Verhandlungen zwischen Oesterreich - Ungarn und Italien von großem Einfluß sein. sF ü r st Karl S ch w a r z e n b e r g> hat sein Mandat sür den böhmischen Landtag niedergelegt. [D i e E r ö s s u u 11 g der tschechischen A c a d e m i e der Wissenschaste n.j die im Lause de? Jänner stattfinden fn"t:, ist »damals verschoben worden. Man führt dies darauf zurück, daß eö der Protector der Academie, Erzherzog Karl Ludwig, bei der gegenwärtigen politischen Lage nicht sür angezeigt halte, Böhme» zu besuchen. [Im jungtschischen Lager] ist Alle» drunter und drüber. Der radicale Flügel, welcher sich durch die vollzogene Fusion mit den „Realisten" und durch die zur Hälfte schon vereinbarte parlamentarische Näherrücknng mit der Skarda-Partei (Mittelpartei) bedroht fühlt, tobt aus Leibeskräften und beschuldigt Dr. Julius Gregr, daß er die Realisten bedingungs-loS, ohne das Plenum der jungtschechischen Partei befragt zu haben, ausgenomuic» und ei» dualistisches Verhältnis mit der Skarva-Partei geschaffen hat. Die Fraction glaubt sich auch dadurch bedroht, daß der Skarda-Partei. obwohl deren Zahl viermal geringer ist, i» den Plenar-beralhuitgen des .Execulio-Comitös der gleiche Einfluß eingeräumt wurde, und 0rängt auf die Lösung der Fusion nach beiden Richtungen hin. Dieser Zweck dürste kaum erreicht werden. Dr. Gregr besteht auf der Ausrechthaltung der Fu- Regisseur: „Des Lebens Ansang?" Der Titel wäre nicht übel! Souffleur: Ja, viele werden durch dieses grandiose Werk erst beginnen zu lebe», und unter diese» viele» will auch ich sein!" Regisseur: Sie ? Souffleur: Habe» Sie es denn nicht schon lange bemerkt: ich bin schwach auf der Brust! Regisseur (sür sich; mit einer Geste nach dem Kopse): Schwach auf der Brust! (Laut:) Ja, ja! Souffler: Bitte, verwenden Sie sich für mich beim Herrn Director. daß er mir Vorschuß und Urlaub gewährt! Regisseur: Vorschuß? DaS ist möglich! Aber Urlaub . . . mitten in der Saison. Wes« halb? Wozu? Sousfleur: Um nach Berlin, zu reisen, um dort durch Dr. Koch des Lebens Ansang . . . Regisseur: Das ist nicht übel! Wenn sich jemand um Novitäten zu kümmern hat, so bin ich eS . . . Sousfleur: Verstehen Sie mich doch recht... Regisseur: Genug! Wir sind zu Ende! Souffleur: Dann werde ich mit dem Herrn Director sprechen! , - 1S91 h • * » sioii mit den Realisten und des freundschaftlichen Verhältnisses mit der Mittelpartei Skarda's. Das Gros der Jungtschechen dürste ihm folgen. s I m ungarischen M i ii i st e r i u ni hat sich die schon seit längerer Zeit erwartete Veränderung vollzogen. Der Minister am kö-niglichen Hoflager, Baron Orcky. wurde ent-hoben und durch den SectionSchef des Aus- wältigen Amtes. Baron Szögyeny. ersetzt. ♦ * * [Italic» und der Dreibundj. Der italienische Gelehrte und Staatsmann Ruggero Bonghi veröffentlicht eine intereiiante Studie über die Beziehungen Italiens zu Deutschland und dem Dreibunde. Er nennt die heutige Freundschaft zwischen Italien und Deutschland „eine der seltsamsten und neuesten Erscheinungen in de* Geschichte der Menschheit"; eigentlich müßten „Italien und Deutschland ihrem tiefsten Wesen »ach Feinde sein." Bonghi führt letzteren Gedanke» ans Grund der Geschichte bis herauf zum Jahre 187» aus und constatierl dann, daß „alle durch so viele Jahrhunderte genährte» Gesühle deS Deutschenhasses in Italien nun heute nicht nur völlig g,fchwunden sind, sie haben sich sogar in ihr Gegentheil verwandelt." Was die Franzosen durch ihre zweideutige, die Gesühle der Italiener in jeder Weise verletzense Politik feit 1870 an Si)mpathien bei den Jta-lienern verloren, das gewannen hierin^die Deutschen. Mehr noch als die Politik der That trage die Politik der Worte, die französische TageSpresse dazu bei. die beiden stammverwandten Voller sich immer mehr zu entfreniden. D>e Frage, ob daS Freundschaftsgefühl zu Deutschland Dauer haben werde, bejaht Bonghi. Er begründet das aus dem großen Einflüsse des deutschen Geistes auf den italienischen und zwar schon seit altersher, lange ehe man an ein Bündnis auch der Regierungen dachte. Auch in dieser Hinsicht habe Frankreich all-mälig an Terrain i.i Italien verloren. Zwar gleichen sich der italienische und der deutsche Geist nicht; aber sie ergänzen sich in glücklichster Weise. „Auch der Volkscharakter des Deutschen ist von dem des Italieners grundverschieden, die Gegensätze nehmen hier kein Ende." aber gerade das müßte zum Vortheile der beiden Völker sein, wenn sie sich gegenseitig veredelten, der Charakter des Italieners fester, der des Deutschen ge-schmeidigcr würde. Die geistige Annäherung sei der Bürge sür die Fortdauer der Freuudschan auch dann, wenn der Dreibund sich einst auf« lösen weroe. WaS ihn jetzt absolut notbwcnvig mache, müsse im Interesse der Wohlfahrt Eu-ropaS endlich aufhören; bis dahin aber fei a» ei» Aufgeben deS Bundes nicht zu denken. [äß 0 n Deu tfch - Ostafrika.Z Letzte» Samstag wurde in London die von Deutschland mit dem Sultan von Sansibar sür die Ueber-laffnno der Küste vereinbarte Summe von 4 Millionen ausbezahlt, woraus der Reichscom- Regisseur (zwischen den Zähnen): Unverschämtheit ! Sousfleur: (sür sich): Ich glaube, er hat mich gar nicht verstanden ooer nicht verstehen wollen! (Laut:) Adieu. Herr Regisseur, und wenn ich durchbrennen müßte — ich gehe nach Berlin! (Ab.) Regisseur (allein, sehr geärgert): Der Mensch ist von» Größenwahn befallen! Er will nach Berlin — lächerlich! Ich muß mich aber^uun wirklich erkundigen, was an der Koch'fchen Sache ist, und reife dann selbst hin. Gewiß heißt sie nicht viel, wie alles, was Theaterleuten gefällt: die haben immer das schlechtste Urtheil! 'Natürlich keine Regel ohne Aichuahme! Ich bin die Ausnahme! . . . ' Director (tritt ein, zur Thür hinaus sprechend): Bewilligt! Bewilligt! Ich werde den Vorschuß bei der Casse anweisen — Sie können noch heute reisen! Verständigen Sie nur den anderen Sousfleur. .daß er inzvifchen Ihren Dienst thut! Kommen Sie gesunt zurück! Regisseur (sür sich, gekränkt^ WaS soll daS bedeuten? Einen Souffleur schckt man nach Berlin! Hm! ^ Director (zun, Regisseur): Th, da sind sie missär im Name» des deutschen Kaisers von dem Landstrich auch rechtlich Besitz ergriff. [Eine s ü d w e st a s r i k a n i s ch e G e * s« llfchaftj ist in Deutschland im Werden begriffe». Sie wird unter Aussicht der Reichs-regierung stehen, neben deutschem Capital anch mit englische»! ins iicbcu gerufen werden, wogegen dem englischen Handelsverkehr wesentliche Erleichterung und Vortheile gewährt werden sollen. [Die Aussöhnung zwischen Deutsch-land und Frankreich zu ermögli-ch e n.j hat ein Berliner Blatt. die „VolkSztg." ein einfaches Mittel entdeckt. Sie schreibt: „Geziemt es Deutschland, die letzten Revanche-Funken, die in den Herze» des französischen Volkes glimmen, durch eine hochherzige That auszulöschen und aus dem halben Feind einen ganzen Freund zu machen? Deutschland als dem Sieger geziemt das nicht bloß, sondern es ist auch, unseres Erachten?, in der günstigen Lage, ohne ei» nennensivertbeS Opier Frink-reich zu versöhnen und sich zu verbinden. Gcben wir Frankreich sür Elsaß - Lotdringen das deutsche Ostasrika! Wenn uns daS Felsen-inselchen Helgoland ein Stück Ostafrika werth war, wie viel muß unS die Freundschaft und daS Bündnis Frankreichs werth sein! Was will die kleine Deckung, die unS der Erwerb Helgolands gewährt, gegen die absolute Deckung sagen, die uns die Freundschaft mit Frankreich gewährt? Wir waren nie Kolonialschwärmer. aber wenn wir auch jenen Besitz noch fo hoch vcranschlagen, er wird zu einem verschwindenden Object gegen das, was wir dafür eintausche». Man denke sich als Preis: gemeinsame Ab-rüstung und Beitritt Frankreichs zmu Dreibünde, vielleicht zu einem Zollbunde. Wie würde nicht bloß Deutschland, fondern ganz Europa ans-atdnien!" — Hiezn bemerkt die „Tägl. Rundsch." „An diesem Borschlag ist zweierlei bemerkens» werth. Zunächst die Angstmeier«, die sich nicht entblödet, Frankreich zu entschädigen, wo es gar nichts zu fordern hat. Wir haben die Reichs-lande, die uns Frankreich durch Berrath einst gei.ommen, mit dem Schwerte wieder erobert und dafür den unerfetzlichenPrcis von 47.000 hoffnungsvollen Menschenleben bezahlt. Wir sind also mit Frankreich quitt; höchstens könnten die Frau-zose» unS eine» Ersatz sür Elsaß-Lothringen anbieten. Sie thu» es allerdings nicht, denn sie besitze» i» bohem Grade nationalen Stolz und nationale Selbstachtung. Sodann ist an dem Vorschlage der Umstand bemerkenSwerth. daß das von den Kolonialg:gneru stets als durch-aus werthlos verschrieene Ostafrika nun plötzlich als entsprichender Preis sür die ReichSlaude erachtet isirb, um deren Wiedergewinnung Frankreich bekanntlich nicht weniger uls seine ganze Znkuiit aus's Spiel zu setzen bereit ist. Auch das läßt tief blicken." [D a s 1)1 t m o r a n d 11 in der Königin Natalie an die f e r b i f ch e S k u p s ch - ja bei der Arbeit, lieber Freund! Na, wie stehts mit dem Ripertoire? Regisseur: Bitte, hier ist es! Ich bin überzeugt, De werden sehr zufrieden sein! Direct«: Zeigen Sie! Also, Montag: „Die Camelendame" . . . WaS??? DaS ist ja unmöglich! Regisseu (verdutzt): Wie: Directoi: Sehen wir weiter! Dienstag: „Clavigo". .. (auffahrend): Aber Mensch, was ist Ihnen dein eingefallen? Regifftu (wirft sich in die Brust): Ich bin 24 Jahre dem Tbeater und ich . . . Director Bedenken Sie doch nur: „Cameliendane" — „Elavigo!" Marguvrite --Luilgenchwindsucht! M >rie--Lungenschwindsucht ! Regisseur (naiv): WaS thut daS ? Director: WaS daS thut? Das geben Sie gut! — — Uid was ist Mittwoch? (liest): „Der Müller md sein Kind." (Fällt vor Ent-fetzen in einen Sessel.) Gar eine lungenschwinb-süchtige Famili. Der höchste Anachronismus! Regisseur:Ich begreife nicht . . . Director: Zehen wir, was Sie für Donners-tag angesetzt hcben! „Das vierte Gebot" von t i u a] hat auf die leytere bekanntlich keine Wirkung geübt. ES führt sich aber auch schon zu eigenthümlich ein und ist von allzu erkenn-barer tendenziöser Färbung. Daß in Serbien noch Gerechtigkeit zu finden sei, wird gleich beim Beginn des Schriftstückes angezweifelt nnd dieser Zweifel am Schlüsse wiederholt. Das unschuldige Lamm, daS tyrannisch von Allen mißachtete Mntterherz ist nur die Königin Natalie, alle Minister wurden au ihr wortbrüchig, auch die Regenten; edeldeukeud blieb allein das radical-gesinnte Volk Serbiens. Die Sünde der Ehe-fcheidung vollführte ein „einfältiger Greis", und aufrecht erhalten sie die gegenwäriiaen „unbegreiflichen Machthaber." Natalie gesteht, daß.sie sich mit König Milan „nicht immer vertragen konnte" ; sie that eS aber nur aus Liebe zu Serbien, das tbte „ganze Liebe' habe. Infolge des Memorandums erließen Garafchanin und Frasfanowitsch RechlsertignngSschreiben, in denen auseinandergesetzt wird, wie sebr Ristitsch und alle übrigen Staatsmänner bei dem königlichen Eheproceß an dem Ansehe» des Thrones und den Interessen deS Landes sich versündigt habe». Diese Erklärungen weift nun Ristitsch seinerseits in einem Communiqu« scharf zurück — eine sehr unerquickliche Pceßfehde, die sicher nicht zur Besserung der innere» Verhältnisse Serbiens beiträgt und voraussichtlich die Erwägungen, wie Nataliens Einfluß unschädlich zu machen s«, immer nothwendiger erscheine» läßt. Locales und ^rovinciates. (!>IH 31. 2-cccmlicr. sP er s o n a l n a ch r i cht e n.j Der Landes-AuSschuß hat in seiner Sitzung am 23. December d. I. in Aussühruug drS LaudtagS-BeschlusseS vom 20. Novem'ier ernannt: den RechnimgS-Revidenten Ferdinand 5t r a u ß zum RechnungS-Rath ; den Tiiular - RechnungS - Revidenten Ludwifl Maestro» und die RechnungS-Offi-ciale Franz Treu k, Jgnaz P r e st e r l und Friedrich E i ch l e r zu Rechuuiigs-Revidenten; die Acceff'stcn Louis G u r r d, JulinS Schuch, Johann H o f c r, den Kanzlisten Gustav Ritter von P u r g a y und den Praktikanten Karl H n d a b i u n > g g zu RechnungS - Ossicialen ; die Praktikanten Alb. Fichtner, Josef Sine-r e k e r, Moriz Liebscher, Heinrich Ritter von B u r g e r. Rudolf Skala. Friedrich Stricker und Karl H o f m a n n zu Accef-, sisten; die Hitfsbeaineen Max Edler von G a st e i g e r, Franz S m u t n y, Franz S e n n, Joses Matbis, Friedrich K n a i p. Alexander W e i n e i ß, Johann H ü b s ch. Emil C h o ch o» laniek und Gustav P r a n b st r a l l e r zn Praktikanten. — Der Bezirksarzt zweiter Classe in Windischgraz, Dr. Johann H o st o n S k i, wurde zum l.-s. BezirkSarzte zweiter Classe in Niederösterreich ernannt. [Die Weihnachtskneipe der F e r i a l v e r b i n d u n g „G e r in a u i ä", j Anzengrubcr. (Springt entrüstet auf) Sie sind von Sinnen! Regisseur: Ich? Director: Ja, Sie! Im „Vierten Gebot" haben wir ja schon wieder eine Schwind-süchtige ... die Frau Stolzenthaler! Und ihr Kind stirbt an der Vercrbuugstheorie! Regisseur: Ich weiß das! Director: Sie wissen das? Und trotzdem ? (Schüttelt den Kopf; liest wieder im Repertoire.) — Was geben wir Freitag? Aha, das Gast-spiel der Chiari! (verwundert.) „Traviata" haben Sie angesetzt? DaS ist ja der nämliche tuber-culöse Fall wie bei der „Caineliendame". — Samstag: „Gespenster" — in diesem Moment auch höchst gewagt! Regisseur (sehr erregt): Zum Teufel, weS-halb den» ? Director: Weshalb? Weil Oswald Alviag bei dem Stande der heutigen mediciiiifchen Wissenschaft kaum mehr als unheilbar betrachtet werden kann. Somit wird dieses Stück der Ver-erbungstheorie gegenstandslos! Alles kamt man curicren — nichts vererbt sich! Was geben wir Sonntag? Zum erstenmale: „SodomS Ende"... Lächerlich! Das würde ein schönes FiaSco welche am 27. d. M. stattfand, »ahm einen glänzenden Verlaus. Sie wurde durch den Besuch einiger hervorragenden Bürger unserer Stadt ausgezeichnet. Stnd. med. Moritz Rüpschl kenn-zeichnete in längerer, sornwollendeter Rede den Beruf und die Bedeutung der deutschnationalen Partei der alle Herr der Verbindung. Herr Joses Raknsch, sprach in der bekannten markigen Weise über den nationalen Nachwuchs; Stud. med. Richard Zunder feierte die alten Herren, in deren Namen Drd. iur. Josef Possek herzlich dankte. Nach einem strammen Salamander auf Schönerer, der mit jubelnder Begeisterung aus« genommen wurde, nahm der osficielle Theil sein Ende, und man blieb bei frohem LiedeSklange »och lange beisammen. [Eine Versammlung eigen» t h ü m l i ch e r Art! foll unlängst bei den Schnlfchivestrrn hier in Cilli stattgefunden haben. Der Versammlung sollen wendische Kinder-, Küchen-, Stuben-, überhaupt Dienstmädchen jeder Sorte und — Geistliche angewohnt haben, darunter auch der Herr Abt. Wie man uns er-zählt, hielt Herr Kruzic an das Auditorium eine längere Ansprache, in welcher viel von den Deutschen die Rede war, und zwar in eine»' Weise, die gerade nicht als sreundlich bezeichne» werden kann. [S ü d m a r f.] Die Vereinsleitung schreibt: Fran Ludovica August Zeitig, Guts- und Berg-werksbesitzeriu zu BoitSberg. ist, um daS An-denken ihres Gatten zu ehren, für diesen mi einem Gründerbeitrage von 100 Gulden un sür sich selbst mit einem Jahresbeiträge vo 25 Gulden dem Vereine beigetrete»; als Gründe ist auch der deutsche acadeniischc Gesangvereii zu Graz.deni Vereine beigetrete». — Die Grün dniig der Ortsgruppe Marburg wird am 5. Jänner, die der Ortsgruppe HauSuiannstätten am 13. Jänner stattfinden. An der ersteren Gründungsstier werden außer dem Vereinsob-manne Dr. v. Derschatta auch der ReichSraths-abgeordnete der Stadt Marburg Dr. Kokoschi» negg und andere Mitglieder der Vereinsleitung theilnehmen. Die Grazer Gesangvereine Schubert» Irnttd und Styria habe» ihre Mitwirkung' zugesagt, desgleichen ein Streichocletl von Haus-mannstätten. — Am 23. wurde zu Graz der Ausschuß zur Veranstaltung eines größeren Festes zugunsten des Vereines eingesetzt; diesem Fest soll im Laufe dcs Monates März stattfinden. (Die BezirkSvertretuug Cilli] sollte am 29. d. MtS. eine außerordentliche Sitzung abhalten, um über die zum Bau der Bahnlinie Cilli-Schönstein von Seilen des Be-zirkcs zn leistende Subvention einig zu werden. Die Versammlung war nicht beschlußfähig und die Sitzung mußte vertagt werden. Die slovenische Majorität hat bisher nichts gethan, um die deutsche Minderheit zum Aufgeben der berechtigten Abstinenz zu bewegen — wir erinnern nur an den Antrag des Matadors der geben! Dieser Janikoff mit feinem Blutsturz rangiert ja auch mehr oder weniger in die Gruppe der Brustkranken, deren Blutstürze nun ein- sür allemal behoben sind ! Die Leute würden ja hellauf lachen, wenn Janikoff eines so ganz und gar unmodernen TodeS stürbe. — Ihr ganzes Repertoire ist nichts wert! Regisseur: Herr Director, Sie sind be-leidigend . . . Director: Wie kaun man auch ein solches Repertoire entwerfen? Regisseur : Es sind die zugkräftigsten Stücke l' Director; Gewesen! Gewesen! Seit kurzem nicht mehr. Regisseur: Nicht mehr? Director: Einfach darum, weil sie nicht mehr glaubhaft erscheinen. Haben Sie denn deS Doctor Koch vergessen? Regisseur: Ich höre diesen Namen heute schon wiederholt. Ist denn seinWerk wirklich so bedeutend, daß es die gangbarsten Stücke ver» drängt ? Director: Und ob! Allen sogenannten „Krankentücken" macht es den Garaus! Denn heut stirbt mau nicht mehr an der Lungen» schwindfncht und dald überhaupt an keiner 1891 untersteierischen Hetzpriest r, wclcher dahin gieng, das; der Secretär der Bczirksvertretung ei» geborener Slovene sein müsse. Solch Unduldsamkeit muß bcti Spalt nur noch breiter machen. Die Herren dürsten bald die Ueberzeugung ge-«innen, daß die „deutschen Minoritäten" in Un-tersteierikiark doch nicht übersehen werden können. >V e r s a m m l u u g e n i n T ü s s e r.l Am 27. d.. nachmittag 5 Uhr, fand im „Hotel Horiak" die diesjährige Hauptversammlung der Tüfferer Ortsgruppe des Deutschen Schulvereines statt. Aus dem Berichte des Obmannes, Herrn Otto Witthalm, der den Vorsitz führte, war zu entnehme», daß der vor drei Jahren gefaßte Beschüß, die Errichtung einer deutschen Schule i» Tüffer anzustreben, in seiner Durchführung bereits fo weit gediehen ist, daß die Schul» wahr-scheinlich schon am Beginne des Schuljahres 1891/92 wird eröffnet werden können. Herr Witthalm, welcher die Angelegenheit mit nicht genug anzuerkennendem Eifer gefördert hat, theilte mit. daß der Bau eines Gebäudes für eine vier-classigc Schule auf 20.009 fl., für eine dreiclassige aus 16.000 fl. zu stehen kommen werde. Nachdem daö hiesür bestimmte Rechbaner'schc Legat 4000 fl. betrage und die Marktgemeinde Tüffer sür den» selbe» Zweck einen gleichen Beitrag gewidmet habe, so würde die Eentrale noch 12.000, rcspcctioe L000 fl. zu beschaffen haben, und zwar werde dieses Capital bei der Marburger oder einer anderen Sparcasse ausgenommen und vom Schul-verein verzinst und amortisiert werden. Hinsichtlich >es Baues feien die Offerte» der Geschäftsleute veceits der Centrale «gesendet worden und dürsten in etwa vierzehn Tagen herabgxlangen. Herr Dr. Schwab forderte die Versammelte» aus, dem Obmanne den Dank der Ortsgruppe für seine außerordentliche Mühewaltung insbe-sondere IN derSchulban-Angelegeiiheit durch Er-heben vou den Sitzen kundzugeben. Nachdem dieser Aufforderung Folge geleistet worden und der Cassier, Herr Falta, unter Vorlegung der Absolutorien seitens der Centrale den Cassa-Bericht erstattet hatte, schritt mau zur Wahl des . Vorstandes der Ortsgruppe. Ueber Antrag des Herrn Dr. Schwab wurden die bisherigen Func-tionäre mittels ZurufeS wiedergewählt: Obmann ist Herr Otto Witthalm. Obmannstellvertretcr Herr Conrad A in o ». Schriftführer Herr Karl V a l e n t i n i t s ch jiin., Cassier Herr Fakta. Bei dem letzten Punkte derTagesordnnng „Anträge und Jnterpclationen." kam der O b m a n n »och-malS aus die Schulban-Angelegenheit zu spreche» und eröffnete, daß ein Bau-Comite gewählt wurde, in welches vou Seite des Vereines die Herren Bast, Weber und Witthalm. vou Seite der Gemeinde die Herren Amon und Khern entsendet wurde». Das Comite- werde dieAusgabe habe». dieAbschlüße mit den einzelnen Lieferanten und Profefslonistcn zu machen. Die Schule werde der ganzen Gegend Krankheit! Wissen Sie denn nicht, daß Koch das Mittel entdeckt hat, Tubereulöse a la miaute gründlich zu heilcu? Regisseur (dem ein Licht ausgeht): Ah so! Director: Wie können nun eine Maguerite, eine Marie, ein Müller mit seinem Kind, eine Traviata und tutti quanti Mitleid erregen? Sie werden lächerlich mit ihrer Krankheit, die heute nicht mehr bedeutet als ein leichtes Unwohlsein, sagen wir Schuupscn. Glauben Sie nun, daß eine mit einem Schnupfen behaftete Heldin ihres Schnupfens wegen Rührung her-vorrufen kann ? Na, sehen Sie! — Ein wahres Glück, daß Koch mit seiner gloriose» Errungen-schast erst nach Allerseelen kam. Er hätte uns das Geschäft mit „Müller und fein Kind" total verdorben!" — Also, bitte, entwerfen Sie ein Repertoire mit gefunden Stücken! Regisseur: Gesunde Stücke — ja, solche dürste cS in der neueren Literatur nur wenige geben . . . Director.- Wissen Sie was? Setzen Sie an: Heute und täglich: „D e r eingebildete Kranke." Das ist ein zeitgemäßes, ein glaubhaftes Stück und das wird ziehen! Victor Leon. (Dtfch. BolkSztg.) „Deutsche Wacht" zum Segen gereichen und sür immerwährende Zeiten einen Damm gegen die slavische Hoch-fluth bilden. Herr Valentinitsch jun. stellte bcn Antrag, daS Baucomite sei einzuladen, die Frage in Erwägung zu ziehen, ob die Vergebung der Arbeiten und Lieferungen nicht am besten im Wege einer Minuendo-Licitation geschehen könnte. Der Antrag wurde angenommen und hieraus die Versammlung geschlossen. — An demselben Tage um 4 Uhr nachmittag, hielt iu Gegenwart des Herrn Coiuniissärs T a x als Vertreters der Regierung der Tüsserer Fort-schriitSverein seine Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Herr Bürgermeister A m o n, verlas das Protokoll der letzten Versammlung, und der Cassier, Herr W i t t h a l m. erstattete den Cassa-bericht, worauf die Wahl des statutengemäß durch zwei Jahre funktionierenden Ausschusses vorgenommen wurde. DaS Ergebnis der Wahl war: Obmann Herr Conrad A >u o n, Obmann-Stellvertreter Herr Dr. Ernst Schwab, Archivar Herr Paul B a st. Cassier Herr Otto W i t t h a l m, Schriftführer Herr Karl V a l e »-tinitfch jun. [Die Tüfferer Liedertafel^ hält heute im Saale des „Hotels Horiak" eine Syl-vesterfeier ab, deren Programm zwei einaktige Possen von Kotzebue, „Schneider Fips" und „Die Zerstreuten", Vortrage eines Damenchors und eines StreichsexteitS, gemischte Chöre. Klavier-und Violinvorträge und »och mchreres Andere ausweist, doS wir gerue mitanhöre» möchten. Leider sind wir sür heute in Cilli festgehalten. sFörderer unserer Gegner.! Ans Marburg wird uns unterm 30. Dec. ge* schrieben: Die slovenische» Zeitungen verfänm-ten es nicht, fort und fort für den Unterstüz-zuugSvereiu slovenischer Hochschüler iu Wien die Lärmtrommel z» rühren und darauf hinzu-weisen, daß jeder .Patriot" für die Söhne SlovenienS etwas zu thun verpflichtet fei. Un-längst kamen die Marburger Förderer dieses Vereines zur Verlautbarung, nnd mit einiger Verwunderung fanden wir unter den „braven Slovenen" den Kern unserer hiesigen Staats-Präparandie, wie den Director Schreiner, den genugsam bekannte» Bezirksinfpector und Haupt-lehrer Robic, den Professor Koprivnik, endlich einen „Professor Vizjak". sD i e C o l l a n d i e r ii n g der W i n-d i f ch - L a n döberger S t r a ß e » n m l e-g u n gj fand vom 10. bis 19. December statt. Der Ban wurde bis aus kleine Mängelbehebnn-gen anstandslos befunden nnd offiziell dem öffentlichen Verkehr übergeben. Am Tage des Protocollsschlnsses. d. i. am 19. d. M. fand, wie uns berichtet wird, über Veranstaltung oeS Be-zirks-Ausschußes St. Marein iu W.-Landsberg ein solennes Bankett statt, zu welchem außer den Mit* gliedern der Collaudiernngscommissiou auch Ver-treter deS Bezirkes Drachcnbnrg und des Marktes St. Marein geladen waren. Der Sekretär des Bcziiks-Ausfchußes St. Marein, Herr Anton Jliasic. begrüßte die Versammlung im Namen des Bezirks-Ausfchußes, worauf Herr Johann Stadler aus St. Peter bei Königsberg die Reihe der Toaste mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser eröffnete. Sodann sprach der Bürger-meister der Marktgemeinde St. Marein, Herr Johann Löschnigg, einen begeistert ansgenomme-nen Toast ans den steiermärkischen LandeSans-schuß, worauf der Herr LandeS-Jngenieur AloiS 'Notar, welcher als Bauleiter der Straßenuinle-guug fungiert hatte, die Bedeutung der letzteren mit Bezug auf den volkswirtschaftlichen Ans-fchwnng der Umgebung von W.-Laudöberg be-sprach und dabei hervorhob, daß die neu zu studierende Eisenbahnverbindung zwischen der Südbahn und der Zagorianerbahn, falls sie in Grobelno abzweigen würde, in der Nähe der neuen Straßenumlegnng geführt werden müßte, wodurch diese erst zu ihrer vollen Bedeutung gelangen würde, da durch sie daS ganze Jnter-essentengebiet von W.-Landsberg, Drachenburg, St. Peter bei Königsberg u. f. w. mit der Bahn in rationelle Verbindung gebracht wurde. Dann würden sich auch diejenigen Bewohner von W.»La»dsberg mit der vollzogenen Thatsache versöhnen, welche bisher als Gegner der neuen Anlage dastanden. Schließlich ermähnte der 4 Redner die Bevölkerung des gesammten Jnter-rssentengelucteS, einmütig zusammen zu halten und nicht durch Meiiiuugsoerschiedenheitell die Durchführung der Entschlüsse der maßgebenden Factoren zu erschweren. Nach dieser mit großem Beifall aufgenommenen Rede erhob sich Herr Andreas Suppanz jun. ans Pristova. welcher den Bau als Unternehmer durchgeführt hatte, um fowol den beide» interessierten Bezirksaus« schüßen als auch der Collandierungscommission. welche aus dein genannten Abgeordneten der Bezirke, dein als Commifsions-Leiter fungierenden Herren LandeS-Jngenieur Avelin Gerzabek und Bauleiter Notar bestand, für die ihm zu Theil gewordene Unterstützung .lährend des Baues feinen Dank auSzufprechen. Endlich ge-dachte Herr Jliasic des unmittelbar vor Beginn des Baues verstorbenen Vaters des Unternehmers. des Herrn Andreas Suppanz scu.. welcher seinerzeit durch rastlose Bemühung eS dahin brachte, daß die erforderlichen Majoritäten in den maßgebenden Äertretuugskörpern für das Zustandekommen der Umlegung gesichert wurden. Nach Verfassung von zwei Dankestelegrammen an den steiermärkischen Landesausschuß iu corpore und an den Herrn Landesausschuß-Belsitzer Dr. Schmeiderer insbesondere war der osficielle Theil des Festes beendet. Die Theilnehmer des-selben blieben jedoch in ungezwungener geselliger Unterhaltung bis lange nach Mitternacht bei-sammelt. sA u s P e t t a uj schreibt man unS : „Der hiesige Korrespondent des deutschgeschriebenen Pervakenblattes hat eine Cor>.efpondc»z „Von der Dran" vom Stapel gelassen, welche hin-sichtlich der Gemeindeverhältnisse von Pettau eine wahrhast rührende Unkenntnis bekundet. Die Idee, sür die Stadt Pettau ein eigenes Statut zu erwirken, ist nicht im Kopse eines Einzelnen aufgetaucht, sondern einem dringenden nationalen Bedürfnisse der Bevölkerung ent-fprungen, und dieses Bedürfnis ist an höchster Stelle durch die Sanction des bezüglichen Gesetzes anerkannt werde». Die Verivaltnngsauslagen der Stadtgemeinde sind durch das Statut bisher in keiner Weise erhöht worden, nachdem der gegenwärtige Beamtenstand des Stadtamtes kein höherer ist, als er zur Besorgung der Geschäfte eines geordneten GemeiiidewefenS i» einer Stadt wie Pettau, auch wenn dieselbe keilt eigenes Statut hätte, nothwendig wäre. Wenn in den letzteren Jahren im städtischen Haushalte größere Auslageposten vorgekommen, so sind dieselben keineswegs eine Folge der Autonomie, sondern theils von Elementarereignissen, welche beispiels-weise die Reconstructiou der Brücke nothwendig gemacht habe», theils von uuabweislich gewordenen Herstellungen, zum Beispiele deS Knabenschulgebäudes, des Feuerwchrlocales u.s.w. Diese Herstellungen hätten erfolgen müssen, auch wenn die Stadt nicht ein eigenes Statut besäße. Was der gedankenlose Schreiber endlich über die verschiedenen Steuerzuschlägt. welche in Pettau bestehen, zum besten gibt, zeigt, daß der-selbe besser thäte, seine kostbare Zeit anderen Dingen zu widmen, als der Kritik von öffent-lichen Verhältnissen, von denen er allem An-scheine nach gar nichts versteht. Bezüglich der neuen Zuschläge zur VerzehrungSsteuer beschränkt er sich weislich aus das Abschreiben einer Land-tagSrede, vergißt jedoch zu erwähnen, daß ti sich nicht um eine neue Besteuerung handelt, sondern nur um die Aufrechthaltung des seit Jahren bestandenen FleischverzehringSstener-Zu-schlages in anderer Form. Wir glauben nicht fehlzugehen, wenn wir den geistlosm Urheber der Corresponenz in den Reihen der obfcuren Schreiber-Kategorie vermuthen, j und möchten demselben dringend empfehlen, 'in der Folge feinen „Geistesprodncten' wenigstets einen Versuch von sachgemäßigen Erhebungen zugrunde zu legen; dann würde er wahrschenlich gar nichts schreiben oder, im vorliegendet Falle, gerade das Gegentheil von dem, waS «geschrieben hat. [© a n c t i 0 n i e r tl würd« der vom steter-märkischen Landtage beschlossen: Gesetzentwurf, womit der H 4 des Gesetzes von 15. December 1871, enthaltend die der L»ndesgesetzgebung durch daö Reichsgesetz vom 27. Juli 1871 über die Regelung der polizeilichen Abschaffung und 1591 des Schubwesens vorbehalteneu Bestimmungen, abgeändert wird. jVerwendung von Strasge ld ern.j Jnbetress der Verwendung aus Grund der Ge-werbeordnung verhängter Geldstrafen wurde verfügt: Strafgelder, welche wegen Uebertre-tung der Gewerbeordnung von Geivcrbsiuhobern eiugehoben werden, die weder einer genossen-schäftlichen, noch einer BezirkS-Krauteneasse.' woh! aber einer Vereins Krankencafse angehören, haben in die Vereins-Kranteiicasfe zu fließ,», wen» die straffälligen Gewerbsiuhaber Milglieoer einer Genossenschaft sind, welche korporativ der Vereins - Krankencasse beigelretcn ist und jene daher die Hälfte der Versicherungsprämie der Gehilfen zahlen. Dagegen haben in dem Fille, wenn der straffällige Gewerbsinhabec keiner Genossenschaft angehört und dessen Ar-bester bei einer Lereiiis-Kraukeiicasse versichert sind, die Strafgelder in d«*» Armenfond des Ortes zu fließen, wo die Uebertretnng begangen worden ist, weil der Straffällige zur Vereins-jtrankeiicasse in diesem Falle nicht beitrags-pflichtig 'ist und somit die Voraussetzung des ^ 151 der Gewerbeordnung nicht eintritt. Ebenso haben die Strafgelder in den Annenfond des Ortes zu fließen, wo die Uedertretung begangen worden ist. wenn der Straffällige ein Unter-nedmer ist. welcher eine Betriebs-Krankencasse gegründet hat. f Dur ch z ug s g e b ür.s Die Vergütung, welche daS Militär - Aerar i» 5em Zeitraume vom 1. Jänner bis 31. December sür die der Mannschaft von, Ossiciers-Stellvertrcter abwärts auf dem Dnrchzuge vom Quartierträger ge-bürende Mittagslost zu leisten hat. wurde in Cteiermark sür die Stadt Graz mit 26 lr., sür die übrige» Marschstationen mit 22 kr. sür jede Portion sestgksetzt. sVereinSauslösung.] Die Statt-halterei hat die „Soeictä. academica italiana* in Graz ausgelöst, und zwar wegen eines von derselben gefaßte» Beschlusses, durch welchen die Vereinsleitung beauftragt wurde, gegen jene Mitglied-r einzuschreiten, welche mit gegnerischen Nationalitäten angehörenden Studierenden ver-kehren. [$? i l b i ch o » u n g.J Im Monate Jänner befinde» sich die Hirsche, Thiere und Wildkälber, daS Gemswild. die Auer- >.nd Birkhähne u»d solche Hennen, dann vom 15. an die Feld- und Alpenhase», ferner von den Wasserthiere» die Lachse und Flußkrebse in der gesetzlichen Schonzeit. sA u s d e r N e u m a r k t l e r G e g e n d in O b e r k r i i n] wird uus unterm 29. De-ceinber geschriiben: „Die slovenifchen VolkSbe-glücker hoffen »och inimer, die Bewohner unserer Gegend durch unablässig« Hetzereien und Ein-schuchterunge» nach und »ach sür sich gefügig zu machen. Sie dürsten sich darin jedoch täuschen, denn Neumarktl besitzt eine denkende, durch den Krach der Bau! Slooenia und durch ähnliche Schicksale ander« pervakifchen Gründungen längst aufgerüttelte Bwölkerung. welche Herz und Nieren der a»f den Geldsack speculierende» „Brüder" von d?r Save und Laibach gründlich kennen gelernt htt. Um uns jedoch für unser selbständiges Angehen manchmal Eines zu versetzen, werden msere ivohlbegründeteii Wünsche von den sanatisheu Herren, denen man das Heit in die Hä.de gespielt, fleißig ignoriert, unsere Anliegen lclächclt uud Eingaben auf die lange Bank geschoben. Das spüre» wir auch rücksichtlich unserer Schulangelegenheiten. Unsere Bevölkerung bedaf der deutschen Sprache so dringend wie der Asch deS Wassers, und darum bleibt eS uns duryaus nicht gleichgiltig, wen» an unferer Marktschilt auch nur ein Schullehrer sein Leben fristet, kr das Slovenische über die Sterne erhebt und sich als Hemmschuh des deutschen Unterrichte« erweist. Wie haben unsern früheren Bezirksschilinfpector, den wir als ruhigen Gymnasial Professor kennen lernten, durch das Wohlwolen der Pervaken verloren und dafür einen famtifchen slovenische» Schullehrer und ZeitungSorrespondenten aus Laibach geschickt erhalten, dem hier höchstens die Elerisei ein Ohr leiht. Wir h ben keinen Grund, solchen „Deutsche Zvacht" „objectiven" Leuten zu trauen, und wir werde» die deutsche Schule, die wir uuter St. Anna im Lviblthale endlich erringen müssen, wahrscheinlich noch gegen mancherlei Anfechtungen zu vertheidige» habe». Das Loiblthal belebt sich durch den Bergbau auf Quecksilber immer mehr, und nicht nur die Beamten und Arbeiter, sondern auch die übrigen Ortsangehörigen wünschen süfc ihre Kinder deutschen Unterricht. Je drmgeuder sie danach verlangen, desto lauter wird der slo-venische Zkitungslärm, und schon sind wir so weit, daß von dieser Meute unser friedliebende Werksdirector als ein Eindringling, ein „Daher-gelaufener" geschmäht wird. Wir sind gewappnet, kommt nur heran!" > Ueber die Verbreitung der ReblauS i n K r a i n] liege» folgende officielle Daten vor: Von der gesammten Weinbaufläche im Lande mit 11.631 Hectar waren Ende 1889 verseucht oder seuchenverdächtig 5805 Hectar in vier BezirkShauplmannfchasten und neunund-zwanzig Ortsgemeindc». Die Verbreitung der Reblaus in den einzelnen Bezirkshauptmann-schalten war folgende: Im politische» Bezirke Gurkseld waren verseucht vder seuchenverdächtig von der Weinbaufläche pe: 4174 Hectar 2543 Hectar; im Bezirke RudolfSwert von 2472 Hectar 1237 Hectar; im Bezirke Tschcrncmbl von 1061 Hectar 1546 Hectar und im Bezirke Adelsberg von 1202 Hectar 478 Hectar. Aus den vor-stehenden Daten ist zn entnehmen, daß die Ber-breitung d?r Reblaus i» Kram leider eine außer-ordentlich große ist uud bereits die Hälfte der Weinbaufläche davon ergriffe» erscheint. ♦ • * [31 u f d e in Heimweg von der Kirchef gieng am Sonntag nachmittags ein Fräulein auf der Strasse von St. Paul gegen Sannbrücken, als ihr beim Lackendorfer jircuz tin Schlitten entgegenkam. Der Mann, der im Schlitten faß, feuerte mehrere Revolverschiissc ab, deren einer das Fräulein am linken Vorderarm traf und — da die Schlagkraft des Projeltils durch den starken Wintermantel abgeschwächt worden war — nur leicht verletzte. Der leichtsinnige Schütze soll, wie uns geschrieben wird, ein Sachsenselder sein. . Weater, Kunst. Literatur. Cillicr Stadtthcatcr. (S u d e r m a » n ' s „Die Ehr e"). Daß der Offizier, solange sei» Juspections-dienst währt, in der Easerne und bei der Truppe anwesend fei, ist eine Vorschrift, die erfüllt rverdeu muß; aber das ernste Wort „Pflicht" möchten wir in diesem Falle doch nicht gebrauchen, weil die Nichterfüllung jener Vorschrift dem Ossizier nicht a» die Ehre geht und weil es dann a» einem Worte für viel wichtigere Dinge fehlte, zum Beispiele für das Gebot, dass der Soldat nicht zögern dürfe, fein Leben in die Schanze zu schlage», sobald dies geheischt wird.— Daß ei» Man» sich mit einem Mädchen einläßt, welches — hm — nicht ohne Makel ist, niag geschmacklos sein; aber einer jungen Dame, deren Ruf fpiegelrein, ein Eheversprechen nicht einlöse» oder auch nur die bewußt geweckte Hoffnung auf die Heirat nicht er>ülle». ist ehrlos, weil ma» damit feine Pflicht verletzt. — Daß die gefeierte Sprossitt eines vornehmen Hauses zwei, drei Gecken am Narrenseile führt, ist wohl nicht fchön, doch braucht man sich daran nicht allzusehr zu stoßen; aber dem Manne welcher die Dame zum Traualtar geführt und ihr seinen Namen gegeben, die Treue brechen, das stürzt sie von dem hohen Piedestal, auf welchem sie gestände», in den Koth der Straße herab. Wir habe» bisher die Gebote der Ehre und die Gebote der Pflicht sür identisch gehalten, »lud diese unsere Anschauung ist auch durch Sudermanu nicht alteriert worden, der zwischen Ehre und Pflicht einen Unterschied macht und sie säst als Gegensätze hinstellt. Denn er sagt, der Begriff der Ehre wechsle nach Ländern und Völkern und richte sich sogar nach den Verhält- 5 nisseu, in welchen die Mensche» leben, während die Pflicht ..... Ja. Herr Sudermann, die Pflicht ist ja gleichfalls variabel — das läßt sich doch gewiß nicht bestreiten —, nnd wenn die Leute in Ostindien von der Ehre andere Ansichten haben, als die „europäischen Barbaren", so weicht wahrscheinlich auch ihre Vorstellung von den Pslichten der Menschen von der unsrigen ab, iliiv dann ist es vollkommen überflüssig, die Ehre ausmerzen uud an ihre Stelle die Pflicht setze» ,u wollen. Es handelt sich da uni mehr als um ein Spiel mit Worte», d?»» die Sophistik, mit welcher sich der Dichter über den Begriff Ehre lustigmacht, kaun Unheil aiirichte» sehr großes Unheil, und diese Sophistik ist umso verführerischer und geiährlicher, als sie sich mit der goldschimmernden Gewandung eines ungemein wirksamen Dramas drapiert hat. Was aber die Eonceptio.l des >Suderman»-schen Schauspieles anbzlangt, welches vorgestern in unserem Staditheater ausgeführt wurde, so gestehe» wir, daß wir in unseren Erinnerungen Hunderte von Bühnen-Novitäten zurückblättern müssen, um auf eine Premiere zu stoßen, in welcher wir nur annähernd so gefesselt wurden, als dies vorgestern geschah. Schon die ersten Scenen nahmen das Publikum gefangen, und in der Mitte des ersten Actes herrschte bereits so gespannte Aufmerksamkeit, waren die Wechsel-beziehungen zwischen Bühne und Zuschauerraum bereits so lebhaft, daß man sich kein Wort, keine Silbe entgehen ließ und über dem Interesse an den handelnden Personen gänzlich der Darsteller vergaß, die ja keinen schöneren Lohn haben als den Beifall. Von der erwähnttn Sophistik, die wir absolut nicht gutheißen können, abgesehen, muß man Suderinan» als eine» ungemein glücklichen Bühnendichter anerkennen. Die Basis, auf welcher sich das Schauspiel erhebt, ist fester Grund, die Architectnr des Dramas ist solid und gefällig, die Schnörkel und Zacken sind — die letzte Spitze etwa ausgenommen — mit Geschmack durchgeführt, uud das Ganze macht den Eindruck eines vollendeten Kunstwerkes. Der Gedanke, das „Vorderhaus" dem .Hinlerhause" des große» Heims eines reichen Berliner Bürgers gegenüber-zustellen, die Gegensätze zwischen beiden zu be-leuchten uud die Fäden zu zeigen, welche trotz dieser Gegensätze her- und bingesponnen werden, dieser Gedanke ist eines bedeutende» Dichters würdig. Und wen« der Dichter so zu schildern vermag wie Suderinan», wenn er. wie dieser, seine Gestalten plastisch zu modelliere» w-iß. wen» er die Handlung in den Banden der Logik festzuhalten und ebensosehr den Geist als das Herz des Zuschauers zu beschäftige» versteht, dann darf man sich nicht wundern, wenn sich sein Werk im ersten Anlause sämmtliche deutschen und wohl auch die meisten nichtdeutschen Bühnen erobert. Die einzelnen Scenen deS Dramas sind zum Theile Genrebildchen von einer Naturtreue, daß man sich an ihnen kaum sattsehen kann. Die handelnde» Personen stechen mit so scharfen Eontenren hervor, daß man leicht die Täuschung sür die Wirklichkeit nehmen könnte und daß man es mit größtem Interesse verfolgt, wenn die zwischen den Personen bestehenden Eontraste zur Schärfe des Rasiermessers zu geschliffen und die Eonfliktc mit unerbittlichem Zwange bis in die letzten Eonseguenzen geführt werden. Das Allerletzte wollte uns. wie bereits erwähnt, freilich nicht recht gefallen, denn das drastische „Ja, warum haben Sie das nicht gleich gesagt", ist doch gar zu trivial neben der lauteren Liebe dec beiden Leutchen, die sich am Schlüsse des vierten Actes verlobe», und scheint uns fast geeignet, diese Liebe zu stören. Mit der Aufführung des Sudermann'fchen SchauspieieS hat die Gesellschaft Frinke ein« schöne und schwere Ausgabe gelöst, und zwar glücklich gelöst, denn es war eine nahezu durch-wegs sehr gelungene Vorstellung. Und wir glauben keinem Wiederspruch zu begegnen, wenn wir in erster Lenie Herrn Nordegg nennen, dessen Graf Traft — eine allerdings sehr sympathische Gestalt — dem Königslieutenant desselben Schauspielers an die Seite gestellt werden darf. Er traf de» To» des vornehm denkenden Mannes, der so 6 „Deutsche Wacht" 1891 spitze Reden zu führen weiß, außerordentlich gut uud sührle den durch ein fchickjalreiches Vor-leben abgeklärten Charakter sehr anschaulich vor. Der Freund des Grasen, der aus den niederen Sphären der Gesellschaft hervorgegange. gleichwohl aber ebenso vornehm gesinnte Robert H.inecke wurde von Herrn Trantsch dargestellt, der die äußeren Mittel eincS jugendlichen Liebhabers allerdings besitzt und sie auch zn ver-werthen weiß. Rur das Maßhalten hat er sich uoch nicht angeeignet, und wenn die Rolle ein halbes Dutzend Ausbrüche vo» au Verzweiflung streifenden Zorn enthält, so muß der Schauspieler ebensosehr daraus bedacht sein, diese Ausbrüche nicht monoton zu machen, als er die Rothwcn-digkeit der Steigerung 'nicht unberücksichtigt lassen darf. Die größte Kraft muß der Dar» steller deS jungen Heinecke doch offenbar an jene Stellen, aufwenden, wo eS — im vierten Act — dem leidenfchaflliche» Manne an die Ehre gehl und an seine Liebe. Gerade hier aber ließ uns H^rr Trauisch im Stiche: er hatte sich bereits ausgegeben und war ermattet. Schöne Leistungen waren diejenigen des Fräuleins Calliano. der Frau Krug, des Fräuleins Groß und der Herren Schmidt-Renner und Bednarz, welche in gut studiertem Znfammenspiel das „Hinterhaus" zur Anschauung brachten, und ganz besonders gefiel uns die Art, wie Fräulein Calliano ihre Rolle ansgewßt hatte. DaS ..Vorderhaus" wurde von den Herren Krug und Brazda und den Dame» Gruber und Lißl re-präsentiert, und oecdienen die Leistungen deS Herrn Krug und des Fräuleins Lißl ebensolche Anerkennung, wie diejenigen der Herren Briefner und Conrad. welche die beiden bornierten Lebe-männer Brandt und Stengel sehr ergötzlich schilderten. Die Vorstellung zählte überhaupt zu den gelungensten der Saison, und wir gehen gewiß nicht fehl, wenn wir vermuthen, daß die Dircction mit dem interessanten Schauspiele noch ein zweites vvlleS Hans erzielen könnte. . Würden ivir selbst doch nicht im mindesten zögern, das Stück »och ein zweilesmal axzusehen. E. Nächsten Freitag: „Der Feldprediger". Millöcker's Operette * Der am 10. d. Mts. stattgehabte erste Kanimernlusikabend des Pettauer MusikvcreineS nahm, wie uns von dort geschrieben wird, einen im hohen Grade befriedigenoen Verlauf. Die interessanteste Nummer bildete der an die Spitze deS Programmes gestellte Vortva,, der Sonate „Für das Hammerklavier" op. 100 von Beethoven durch Herrn Arno Schütze, welcher dieses an Schwierigkeiten alle-' Art überreiche Werk mit tiefem Verständnis und klarer Technik spielte. Herr Waldeniar Schlövogt erfreute das zahlreich erschienene Publicum durch den sehr gediegenen Vortrag einer Romanze von Volk-mann und einer vo» Grützmacher eingerichteten Tarantella von Lindner sür Cello. Den Schluß des Programmes bildete das von den genannten beiden Herren in, Vereine mir Herrn Franz Haring in vorzüglicher Weife vorgeführte Trio op. 100 von Schubert. Sämmtliche Vorträge wurden mit wohlverdientem lebhaften Beifall belohnt. * Octave Feuillet, der berühmte französische Dtamatiker, ist in Paris gestorben. Die besten seiner auch im deutschen P»Ike bekannten Werke sind „Ein verarmter Edelmann" und die „Sphinx." I untes. [Der Kaiser] ist am Sanistag von den Hochwildjagden in Obersteiermark nach Wien zurückgekehrt. s D e r Großfürst Thronfolger v o n R n ß l a ii d ] ist ein 23. December in Bombay angekommen und mit Ehren empfangen worden, wie sie nur einem König gebüren. * * • [Dem vaterländischen Dichter Frau z K e i in] wurden aulässig seines fünf-zigste» Geburtstages nui Samstag in St. Pöllen herzliche Ovationen dargebracht. fD e r deutsche A l t e r t h u m »f o r s ch e r Dr. S ck l i e m a n n] ist am letzten Freitaz in Neapel plötzlich gestorben. Der berühmte Gelehrte hat daS 0v. Lebensjahr erreicht. Eingesendel. Der hiesigen Kaufmannschaft wurde anläßlich der Frcigebung deS jweiten WeihnachtSfeiertageS hu-nianes Vorgehen gegenüber ihren Bediensteten — und mit vollem Rechte — nachgerühmt. Diese Begünstigungen komme» jedoch nur der kaufmännischen Männerwelt znstatten. Wie aber steht eS mit den in den k. k. Trafiken beschäftigten Frauen? Für die hat Niemand ein Auge, um zu sehen, dail sie, von den wenigen Normatagen abgesehen, Jahr au» Jahr ein von früh 0 Uhr bis spät abend« beschäftiget, nicht einmal Zeit finden, ihre Maljeiten ungestört einzunehmen, tkönnien die P. T. Herren Trafikanten ihren GeschäftSeollegen nicht etwas Humanität abgucke». eder soll sich wirklich der wohllöbliche Ma-gistrat bemüssiget schen, nach Analogie eines ge-wissen Gesetzes behufs Verhütung der Quälerei ird i-scher Wesen einzuschreiten? Mehrere Stadtbewohner. Icrzcichuis derjenigen Personen, welche bisher Karten gelöst' haben, die von der Pflicht der NeujahrS-Äratulationen entheben : KillicheS Victor..........2 fl. — Tisch August sammt Gemalin.....1 „ — Fürstbauer Thomas sammt Familie. . . I „ — Jcllenz Josef...........1 „ — Herzmann Josef sammt Familie . . . . 1 „ — Regn Josef sammt Familie......1 „ — Jabornegg Edler v. AltenfelS Franz nebst Frau Gemalin .........2 „ — Traun Karl nebst Fraa Gemalin. . . . 2 „ — Knpfcrschmidt Josef nebst Frau Gemalin. 2 „ — Reitter Josef...........I — Ekoberne Georg nebst Frau Gemalin . . 2 „ — Seybalt Flitz...........1„ — Seybalt Corinna..........1 „ — Regula Carl senior........I „ — Wogg Victor nebst Frau Gemalin . . . 2 „ — NadakovitS Johann nebst Frau Gemalin. 2 „ — Jcllenz Johann ..........1 „ — Ferjen Anton...........1„ — Rasch Flitz............1 „ — Ogradi Franz...........5„ — Palloa Jolcs nebst Frau Gemalin , . . 2 „ — Dr. Reckermann Joses »el st Frau Gemalin 2 „ — Ehrlich Alwin...........1 „ — Stiger Gustav nebst Frau Gemalin. . . 2 „ — Dr. RogozinSki Fillipp.......2 „ — Rakusch Josef und Julius......5 „ — Wainbrechtsammcr Leopold st. Fr. Gemalin 2 „ — Fräulein Degen Wilhelmine......1 „ — Fräulein Haussenbüchl Emilie.....2 „ — Frau Rakusch Julius........3 „ — Dr. Keppa Josef..........1 „ — Weber Joses...........1 „ — Dr. Riebl Johann.........2 „ — Pokorny Prokop..........2 „ — Ambrozic BlasiuS.........1 „ — Garzaroli Edler v. Thurnlak Johann N. 1 „ — Dr. Sajovic Johann sammt Frau . . . 2 „ — Tölestin Franz..........1 „ — Zaugger Maria Frau........1 „ — Lichtenegger Victor.........1 „ — Windbichler Hans.........1 „ — Ploner Paul...........1„ — Walland AloiS, Kaufmann, st. Fr. Gemalin 5 „ — Dr. Wokaun Emannel Joses.....1 „ — Hummer Joses..........1 „ — Mareck Adolf...........2 „ — Kreitzbeeger Johann sammt Frau. . . . 2 „ — Schmidl Gustav sammt Familie .... 2 „ — Bahr Franz sammt Familie.....5 „ — Costa Josef...........2„ — Lemesch Georg...........1„ — Vukadinovic Gottfried........1 „ — Zamparutti Johann.........1 „ — Mundy, k. u. k. Oberst, nebst Frau Gemalin 2 „ — Z, «(-02. 8—1 I Kundmachung. Mit Bezug auf die wiederholt vorangegangenen hierämllichen Kundmachungen wird hiemil nochmals erinnert, die Anzeigezcttel sür die Volkszählung nur mit dem Stande vom3l.De-cember l»?0 genau »ach der erhaltenen Belehrung auszufüllen und die Geburtszettel oder de-glaubigten Abschriften derselbrn süc die in den Jahren 1881 bis einschließlich 1881 geborenen Knaben den Aiizeigezetteln anzuheften. Die ausgefüllten Anz»igezett>l Nnd bis spä-testen« 3. Jänner 1891 von den Parteien den Hanseigtnthümei'il zu übergeben nnd von den letzteren mit den aufgefüllten Sammelbögen längstens am 7». Jänner 1801 beim Stadtanite zu überreichen. Die Prüfung der Anzeigezeltel wird durch die Zahlungs-Eomniissioii an einem den Haus-beschern vorbezcichneten Tage vorgenommen werden und hat der Hausbesitzer zu diesem Be-Hufe für ein entsprechendes Local. faivie auch dafür Sorge zu tragen, daß die Heimats-, Tauf-und Trauungsdocumenle der Hausbewohner zur Einsicht der Commission bereit gehalten werden, eventuell, daß der Commission durch geeignete Personen die nöthigen Auskünste über bi; Parteien ertheilt werden. S t u d t t! m t C i l l i, am 30. Dezember 1800. Der laiserl Rath und Bürgermeister: Tr. Ncckcrnlailil. Hotel Elefant. Donnerstag den I. Jänner 1891 Concert der Cillier Musikvereins-Eapelle. All fit IIK '/j»» flTtir. aiHtnr 2.» kr. Um ublri-i. Itcn /ufpritcli bittet llneliacbtaneitrull 12~ M. Kaliander. Allen meinen verehrten Kunden nnd Freunden ein 7—1 glückliches neues Jahr! J"_ IE~,ie"bing,er. ^Vllen meinen hochgeehrten P. T. Kunden die 1 und bester Empfehlung! zeichnet hot'li&chtuii{!jvoll Cail Roessner 1—1 X3a£2.er.tlQiioin.iaclier. b(5 Wetten. Spielen nul Testamenten lies Cillier Stwlt-' Versiiliifnernngs-Vcreines. 7 ..Deutsche Wacht» 1891 c KBENDIK'5 S | \lederfett ' Pt* v^ä^^®sserdicht. Zur Jagd- und nafi-n Herbstzeit tctu nasses und hartcS Schuhwelt mehr, das erreicht nur J. BENB11L in St. Valentin bei Enns pateut. rühmlichst besannt«« wasserdichtes LrdrrnahrungsftN. Heber 30 Prämien, Hunderte von Auer» kennungS- schreiben sowie die Verwendung beim Iagdscknhwerke des Allerhöchsten Hofes bestätigen die Vorzüglichkeit. Dann Wicksrn des Leders an Schuhwerk, Pferdegeschirren, Wägen Möbelleder die von demselben erfundene t. I. a. pr. Leder-KlanztinKtur, welche vom h. l. u. k. Reichs > Krieg» - Ministerium geprüit und bestens oesunden wurde. PREISE für 940—10 Le dei- Nahrungsfett: Glanztinktur: Dose.....80 lr, '/, Dose.....40 tr. '/. Dose.....20 lr. V, Dose.....>0 lr. pr. Kilo l fl. 2(1 kr. pr. Flasche Nr. 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Villen cmboltrnb («fiel li lr., eine tHaTlc, die 8 Schach,ein, dem»»» J2i» Pille» eiittiitt, lostet ist I fl, S. ». ^Sslrilltltsll ?/* e.<1l"l*lt1' °u> der die S>r>»<>! »paibele „Zum hei. . i"p°>d" „ich- sieht, »ud ans der «fltfleitt nii, uMrrer emiiMtuatrr in rotbem Xrnrf ucrfc^r», ist ein g-lslfla». ut desle« Anlaiis da« l'tlMiaim zen»>r,,l wird. L« ist gc»»u zu deichle», hn f< m«n nicht ein schlecht«», n«r liincn Sr1»>l> hadriid««, I« »er-de,« schädlich-« Priiv-rat erballe. ) 'Won »eilnun« »»«dliickiich Sieuslei»'« ttli-s,»rlbv»Ir»: diese find »»I dem Umschl«>i-und dir VMroi»ch«nit»n!ii»|) mit ueiien-steljender «nieNchlist versehe». »»-?« tsaupt Depot iu Llien: Apoll>etc „Znm heiligen Leopold" des Ph. Neuftcin, Stadt, Ecke der Planten- uud Spiegelgasie. Zu haben in Cilli bei de» Herren: X Marett, Apoth.; üupserschmid. Apoth. Alte, hartnäckige Vetbcii der S'rbauunßSorgaiie sind äußerst beschwerlich. Wer damit behaftet ist, verlange die belehrende Schrift über Magc«leiden v. 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Die heilige Seelenmesse wird den 2. Jänner 1891 8 Uhr früh in der hiesigen Stadt-Pfarrkirche gelesen. CILLI, den 29. December 1890. k. u. k. Hauptmann i. R, Neffe. Die Herzlichsten SALOIV * JA/ D Cilli, Grazergasse Nr. 10. % w » «afe -ses- » ict* * & UUIxa*, v II im* ^ - meinen hochverehrte» P. T. stunden nnd danke sür das mir in so reichern Maße geschenkte Vertraue» im) bitte mir auch im neuen Jahre selbe? zu schenken Hochachtungsvoll :89i Nr. 7214. Executive Aalirnissmvcrsteigerimg. Vom k. k. Bezirksgerichte T ü f f e r wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuche» deS JoS. Bullmann durch Dr. Schurbi die exeeutioe Feilbiclnnz der dein Herrn Carl Noch Guts-besitzet' iu Scheuern gehörigen, mit gerichtlichem Pfandrechte belegten, und auf 4Ü47 sl., 344 fl. und 150 fl. geschätzte» Fahrn iss., als: diverse Wohnung« - Einrichtungsstücke, dann Pferde, Wägen. Ochsen. 1 Kuh, Kälber.' Sch.?einc :c. bewilligt, und hiezu die 2 FeilbietungS-Tag« satzungen . ^ . , v-3 lile mle ans dßu 19. Jänner 1891, die zweite auf den 3. Februar 1891 edeSmal von 9 bis 12 Uhr vor-, und nöthigen allS von 2 bis 5 Uhr nachmittags in Scheuer» beiSteinbrück mit dem Beisatze angeordnet worde», das? die Pfandstücke bei der ersten Feilbietung nur um oder über den SchäyungSwerth, bei der zweiten Fcilbietuna aber auch uuter den Schäl;-werth, gegen sogleiche Bezahlung und Wegschas-fung hintangegebe» werden. K. k. Bezirksqerickit Tüffer am 10. December 1890. - l Erlaube mir dem P. T. Publicum höflichst , anzuzeigen, daß ich vom 1. Jäuner 1891 am Hauptplay Nr, Vorsteherin der concoss. Lehr- und 1—3 . . Ürziohuujts-Anstalt. Au meine hochverehrten Kunden ein glückliches Neujahr sowie auch meinen innigsten «rärmstcu Dank für da« mir bisher geschenkte Vertrauen, welches ich mir auch iu Zukunft erbitte. Hochachtungsvoll .Monte sine M'ruvha, G— 1 Uhrmachcrxwittwc. tweida^ Tcchnicum Mittwcida — Sai-hvn »} «mtblani • ItifcPiileisr-SchoXe , k) W «kmeUter - SfkBl«. — VorunUMTlf.ht fmt — <£> ___ tyiu Hübich möbliertes, heizbares, großes < eine iotra—a Zimmer ; Gemischtwarenhandlung ist pr. Januar an einen soliden Herrn zu in einem größeren Markte Untersteiermarks ist vermielheii. Näheres zu ersragen im Weber- sofort zu verpachten. — Gefl. Zuschriften nn,. r scheu Hause Lanngasse 5,1. Stock rechts I.Thür. ..8. B. 27" an die Administration d. Bl Die Bierbrauerei von Thomas Göl; in VI UiKI 1SU beehrt sich hiemit höflichst anzuzeigen, dass das Bier-Hepot in Cilli von nun ab sich im eigenen Hause UM'" InTx. 21. rjj befindet, ^ wohin geneigte Aufträge und Bestellungen gütigst gerichtet werden wollen. Gleichzeitig wird als Vertreter Herr F. L. Prögelhof bestens empfohlen. l>ruck nud Verlas der Kirma Johann Rakuxch in Oilli Herausgeber und verantwortlicher Redacteur A. Ehrlich.