Pkänuemrattsus-Prktie: Für Laibach: Ganzjährig . . 8 fl. 40 !r. Halbjährig . . 4 „ 20 „ Vierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich ... — ,, 70 „ M i t der Post: Ganzjährig.................12 fl. Halbjährig................ 6 „ Vierteljährig............. 3 „ Laibacher Redaktion 1' Bahnhosgaffe Nr. 132. Fjir Zustellung inS HauS oiertelj. 25 tr., monatl. 9 kr. Einzelne -iummern 6 kr. Expedition- L Inserate«-Bureau: Tongreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung von Jg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg.), Anonyme Mitteilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendel. Jnsertionspreise: Für die einspaltige Petitz^ ä 4 lr., bei wiederholter r" schaliuug ä 3 lr. Anzeigen bis 5 Zeilen 20 -------- Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entspre> ehender Rabatt. Für complicierten Satz besvNl dere Vergütung. IE 288. Freitag, 17. Dezember 1875. — Morgen: Grazianus. 8. Jahrgang. Die Zoll- und Haudclssrage. Die Meldung von der Kündigung des österreichisch-ungarischen Zoll- und Handclsbündnisses hat nicht verfehlt überall im Auslände, wo man an dem Gedeihen dieser Monarchie ein Interesse hat, Aussehen zu erregen. Selbst jene Personen, die nicht unbekannt sind mit der Thatsache, daß das von »Kaiser Franz Josef beherrschte Reich eine dualistische Verfassung mit zwei Ministerien, zwei Budgets, doppelter Staatsschuld und vollständig getrennten Verwaltungen hat, schüttelten bedenklich den Kopf bei dieser Nachricht. Die Thatfache allein, daß ein Zoll-und Handel-vertrag zwischen der westlichen und oft liehen Reichshälfte besteht, ist ihnen ein Beweis, wie verschieden die Zwillingskörper dieses DoppelgestirnS am europäischen Firmament sind, während aus dem •Beschlüsse, den Vertrag zu künden, sogar hervorzugehen scheint, als ob irgend eine gewaltsame Stö rung ihrer Bewegungen eingetreten sei. Diese Vermuthung ist zum Glücke eine irrige; xg gibt nichts Unfreundliches in den Beziehungen zwischen den Theilen der Monarchie; nichts desto-^mger hebt das, was geschehen ist, sehr deutlich den Charakter der Zweit Heilung des Reiches hervor und läßt auf eine gewisse Schwäche in der Verfassung und in der organischen Zusammensetzung die-seS Staatsgebildes schließen. Alles ist in Freundschaft und Mäßigung auögemacht worden, wie es beispielsweise zwischen England und Frankreich ge. schehen würde, aber jeder Theil des Reiches hat seine besonderen Interessen im Auge und steht auf dem Standpunkte i einer besonderen Rechte, sowie es befreundete Regierungen zweier getrennten Staaten thun würden. Als Koloma.i Tisza, der ungarische Ministerpräsident, im pester Reichstage von der Kündigung des Zoll- und Handelsvertrages zwischen beiden Reichshälften sprach, gingen seine Erklärungen dahin, daß in den Verhandlungen über die Erneuerung des Zoll, und Handelsbündnisses mit Österreich die ungarische Regierung gewisse Zwecke im Interesse Ungarns im Auge habe, daß es eine angeblich gerechtere Theilung des Verzehrungssteuer-Ertrages zugunsten der östlichen ReichShälfle anstrebe, daß, als eine Ubereistimmung wegen der von Ungarn verlangten VerzehrungSsteuer-Quoie nicht erzielt werden konnte, die ungarische Regierung erklärte, sie ziehe sich von dem gemeinsamen Zoll- und Handels-bündnis zurück. Er setzte noch hiezu, Ungarn wünsche noch immer eine Verständigung und sehe sich nur in dem Falle genöthigt, die Unabhängigkeit des un> garischen Zollgebietes zu proclamieren, wenn die unnachgiebige Haltung Oesterreichs es unmöglich machen sollte, einen den ungarischen Interessen ensprechenden Zollvcrtrag zu schließen. Diese Rede TiSza's bezeichnet den Geist, in welchem die Verhandlungen geführt worden sind und die Anschauungen, welche der eine Theil des Reiches von seinen Beziehungen zu dem ändern hat. Die Ursachen der Verschiedenheit liegen tief in den natürlichen Verhältnissen beider Gebiete und in den Interessen der in jedem herrschenden Klassen. Selbst seit die Unabhängigkeit und Selbstverwaltung Ungarns angenommen worden ist alc- ein wesentlicher Grundsatz des Staates, haben diese Unterschiede überwogen und es ist Grund zu vermuthen, daß sie in der Zukunft gleichfalls vorwalten, wv nicht gar die ausschließliche Signatur der Zeit bilden werden. Eine Epoche von unbestreitbarer Wichtigkeit in der Geschichte unserer Monarchie ist daher im Anzuge. Der Zwischenfall hat ein hohes Interesse für alle jene, denen das wirthschaslliche Gedeihen der Monarchie nicht gleichgiltig ist, die wünschen, daß die Hifsquellen des Reiches sich so frei wie möglich entwickeln. Die politische Welt im allgemeinen richtet ihr Augenmerk insbesondere auf das Streiflicht, welches die enstandene Differenz auf den Verband des Reiches und dessen Fähigkeit zu einheitlichem und kräftigem Handeln wirft. Man ist zwar vielfach zuzugestehen geneigt, daß finanzielle Differenzen nicht einen wahrscheinlichen Grund politischer Uneinigkeit bilden, daß thatsächlich Oesterreich und Ungarn nicht mehr von einander geschieden sind als etwa Schweden und Norwegen oder die westlichen und östlichen Staaten der amerikanischen Union. Aber was immer der Charakter und die unmittelbare folge der Differenz sei — sie zeigt der Welt die Regierungen beider Thcile, mehr oder minder unterstützt von ihren Parlamenten, in einer Action, nicht etwa bloß unabhängig von einander, sondern in entschiedener Opposition gegen einander. Wenn dies in einer Handelsfrage geschehen kann, argumentiert die Wett, warum soll es nicht auch einmal in einer Angelegenheit der europäischen Politik, in einer Fragt, welche die Großmachtstellung Oesterreichs berührt, geschehen?. Es ist wahr, daß die auswärtigen Angelegenheiten des Reiches unter der Controle der Delegationen flehen, zweier Körper^ Feuilleton. Die Explosion in Bremerhaven. (Schluß.) Um eine Idee von der fürchterlichen Gewalt bet Explosion und des Luftdruckes zu geben, fei hier noch erwähnt, daß nicht nur in der benachbarten Lloydhalle keine Fensterscheibe, kein Glas heil geblieben ist, sondern daß auch in vielen Häusern am alten Hasen und in der Bürgermeister-Smidt-Straße alle Spiegelscheiben zertrümmert sind. Selbst in Geestemünde sind Fensterscheiben eingedrückt, und ( ebenso ist auch da« Glaswerk der Leuchtthurmkuppel theilweise zerstört. Die Aufseherwohnungen im Thurme bieten dasselbe Bild der Zerstörung bar, wie dir Lloydhalle. Die ganze Mannschaft der „Mosel" soll durch ' den Knall schwerhörig geworden sein. Wie man er* hoben hat, ist ein Passagier der ersten Cajüte der ( Eigentümer der fürchterlichen Kiste gewesen; der-. selbe hat sich nach der Sxplosion in seine Cabine zurückgezogen und -mti"tinem Revolver, der theil» weise noch geladen bei ihm vorgefunden wurde, sich eine Kugel durch den Kopf gejagt. Der Mann, der sich in feine Kammer eingeschlossen hatte, wo er nach gewaltsamer Oeffnung der Thür mit einer argen Wunde vor der Stirn aufgefunden wurde, heißt, wie gemeldet,- W. K. Thomas und wollte in Southampton aussteigen. Derselbe ist ebenfalls ins Hospital geschafft worden. Für die „Mosel" wird der Dampfer „Salier" in den nächsten Tagen die Reife nach Newyork antreten; der „Neckar," welcher erst am Donnerstag auf der Weser eingetroffen ist, wird am nächsten Samstag folgen. Die allgemeine Annahme geht dahin, daß der Sprengstoff, welcher durch feine Explosion das Unglück in Bremerhaven hervorgebracht hat, DYna -m i t gewesen sei, das eben durch das Stoßen beim Abladen zum Explodieren gebracht wurde. Dieser Annahme fleht aber entgegen, daß Dynamit, ein poröser Körper in Pulverform, z. B. Holzkohle, Kieselguhr mit Sprengöl (im Verhältnis von 75 Theilen Nitroglycerin und 25 Theilen Kieselerde) gemischt durch Stoßen nicht zum Explodieren gebracht wird Dynamit bedarf daher einer künstlichen Zündung. Es verbrennt im offenen Raume und in gewöhnlicher Verpackung ohne Explosion, in geschlossenem Raume mit sehr starker Widerstandsfähigkeit explodiert es allerdings durch Funken. Nitroglycerin dagegen kann, wenn es in fest verschlossenen Flaschen in freiwillige Zersetzung übergegangen ist, durch einen leichten Stoß zur Explosion gebracht werden. Die durch die Zersetzung entwickelten Gase üben einen starken Druck auf das Otl aus, wenn sie nicht entweichen können, und bann genügt oft die leiseste Erschütterung, um die Detonation hervorzubringen. Reine Pikt in säure; die vielfach zum Färben, technisch auch in Amerika gebraucht und dorthin versandt wird, ist nicht explosionsfähig, dagegen hat eine Natriumverbindung derselben, die unter dem Namen Pikrinsäure und Anilingelb in den Handel gebracht worden ist, durch ihre explodierenden Eigenschaften schon zu großen Unglücksfällen Veranlassung gegeben." Vom 13. d. wird aus Bremen telegraphiert: .Thomas bekannte, daß er zu verbrecherischem Zwecke Dynamit an Bord schaffen wollte Er beabsichtigte, aus der Versicherung heS Schiffes Gewinn zu ziehen. Diesen Gewinn sollte er mit an« dem theilen. Das Faß hat er hixr durch eine schäften, die, wenn sie mit einander übereinstimmen, die zwei Staaten zu einer einheitlichen Politik verbinden. Aber die Erfahrung hat gezeigt, daß AuS-kunftsmiltel dieser Art nicht imstande find, nationale Leidenschaften niederzuhalten und der Bestand der in ihrem Gefüge wie in ihrer Zusammensetzung höchst unvollkommenen Maschinerie ist wenig geeignet, die Einheit der Zwecke und That«, bei allen sich bietenden Zwischenfällen außer Zweifel zu stellen. So lange eine wirkliche Einheit der Gefühle zwischen den Bevölkerungen selbst nicht hergestellt, so lange das Bewußtsein, daß es gemeinsame Interessen und ein gemeinsames Schicksal gebe, noch nicht allseitig geweckt und rege ist, tan« es der Zwischen-' fälle nur allzu viele geben, welche bei der gegenwärtigen dualistischen Form den Einfluß und die Machtentfaltung des Reiches lähmen. Tritt hiezu noch der Umstand, daß in der westlichen Hälfte der Monarchie von einem concentri-fchen Zusammenwirken aller Factoren zum Besten des Reiches, wie wir es wenigstens in der Zoll-und Handelsfrage in Ungarn sehen, keine Rede ist, daß ein namhafter Theil der Reichsvertretung, die gelammte föderalistisch klericale Opposition, nur darauf spekuliert, wie sie die Grundlage des Reiches unterwühle, die freiheitliche Verfassung stürze und ihre fundamentalen Hirngespinste an deren Stelle setze, wie selbst die Regierung es nicht verschmäht, mitunter der eigenen Partei unter Anlehnung an die föderalistischen Hilfstruppen Niederlagen in Frei-heilSfragen zu bereiten, so muß das Unhaltbare -«inet solchen Situation großen europäischen Kragen gegenüber von selbst einleuchten. Angesichts der geschloffenen Action Ungarns gegenüber der Zoll frage ist es daher die höchste Zeit, daß auch diesseits die Zerfahrenheit ein Ende nehme und der Bewegung 'in der anderen Reichshälfte eine gleich stramme und widerstandsfähige Organisation entgegen stehe. Erst ein einmüthiges Zusammenstehen zwischen Parlament und Regierung wird dem magyarischen -Attentat auf unseren Staatssäckel zu begegnen wisien und die ungarische Opposition gegen ein ein-hritliches Zoll- und Handelsgebiet auf ihr gehöriges Maß zurückführen, sonst dürfte es leicht geschehen, daß einmal in einer Frage, von deren gedeihlicher Lösung die Sicherheit der Monarchie obhinge, nach der einen ober anderen Seite hin kein schneller Ent-ischluß gefaßt werden könnte. Glücklicherweise liegt bei den gegenwärtigen widerstreitenden Meinungen und Interessen eine solche Notwendigkeit nicht vor. Da die Reichsrathssession Ende Februar 1876 vertagt und zeitlich im Herbste wieder eröffnet werden soll, so scheinen auch die österreichisch-ungarischen «Verhandlungen über die wirtschaftliche Frage bis zu letzterem Zeitpunkte verschoben zu sein. Möge es bis dahin gelingen, der Monarchie den Charakter tmi einheitlichen Wirtschaftsgebietes zu retten. Scheibe in zwei Abtheilungen getheilt, eine für den Apparat, die andere für den Zündstoff. Die Kugel sollte ihm heute aus dem Kopfe gezogen werden. Er ist meist bei Besinnung. Das Gerücht, daß er noch eine Kiste mit Sprengstoff, mit einem Uhr-werke »ersehen und bestimmt, in acht Tagen zu ex-plädieren, vorbereitet hatte, erwies sich als falsch." „Gar herrlich lebt der Sultanus." Der „Economifte FranxaiS" fetzt feine inter* tffanten Schilderungen au» dem Privatleben des Sultan» fort. Seinem letzten Berichte entnehmen .«vir folgende»: Fast täglich stattet der Sultan feiner Sammlung wilder Thiere und Bügel einen Besuch 4b. Einige davon gehören zu seinen Lieblingen, andere dagegen kann er nicht leiden wegen de« Ton» ihrer Stimme oder an» anderen Gründen; diese «erd«n dann au» den kaiserlichen Gärten verbannt und in irgend einen Winkel de» Serail» verwiesen. *etee»f*tffe gehen nach allen Theilen der Welt, um seine Sammlung zu vermehre« und *er Gouverneur «kict jeden Provinz sucht ihm eine angenehme lieber» Politische Rundschau. Laibach, 17. Dezember. ZulanL. Das Abgeordnetenhaus erledigte vorgestern da« Budget des Finanzministeriums und begann die Berathung des Erfordernisses des Handelsministeriums. Der Fortschrittsclub berieth vor Beginn der Plenarsitzung über das Budget des Ackerbauministeriums und beschloß, bei jenen Positionen, welche sich auf Verbesserungen und Hebung der 4andescultur beziehen, für die volle Annahme der von der Regierung in das Budget eingestellten Ziffern zu stimmen. Bekanntlich entspricht dies, wie wir bereits wiederholt und nachdrücklichst hervorgehoben haben, dem allgemeinen Wunsche der Land-wirthe und die Vertreter der Landgemeinden können kaum gegen diese Anträge stimmen, wenn sie sich mit ihrer Wählerschaft nicht in schreiendem Widerspruch setzen wollen. Die Kündigung des Zollbündnisses zwischen O este r re i ch und Ungarn äußert vorläufig ihre Wirkung nur auf die Verhandlungen mit Italien wegen Revision des Handelsvertrages. Noch immer ist der designierte Eornrniffär der österreichisch-ungarischen Regierung, Hofrath Schwe gel, nicht nach Rom abgereist, obwol fortgesetzt aus der italienischen Hauptstadt gemeldet wird, daß die Vertragsunterhandlungen mit Oesterreich-Ungarn sofort in Rom beginnen und noch vor den Unterhandlungen mit Frankreich und der Schweiz zum Abschluffe gebracht werden sollen. Bezüglich der im handelspolitischen Programm des Ministers Ehlumecky in Aussicht gestellt«« Vertragserneuerungen zwischen Oesterreich und Frankreich und der Vertragsrevision zwischen Oesterreich und Deutschland, äußert die Kündigung des österreichisch-ungarischen Zollbündniffes bis jetzt keine Wirkung. Das österreichische Handelsministerium hat nemlich mit der Beischaffung de« Materials für diese Unterhandlungen bereits begonnen. Für Ende Februar künftigen Jahres hat das Ministerium von den Handelsund Gewerbekammern die Vorlage von Gutachten über die vorzunehmende Revision der beiden Handelsund Zollverlräge eingefordert. Für den Beginn der Verhandlungen zwischen Oesterreich und Ungarn über die Erneuerung des Zollbündniffes sind nach wie vor die kommenden Weihnachtsferien beider Parlamente bestimmt. Den Nächstliegenden Gegenstand dieser Verhandlungen dürfte aber naturgemäß wol die Einigung über das Vorgehen dem Auslande gegenüber bis zum Abschluffe eines neuen österreichisch-ungarischen Zollbündniffes bilden. Denn wie sich schon jetzt an den Verhandlungen mit Italien zeigt, fehlt derzeit diesem Vorgehen die richtige Basis, und dieses Misver-hältnis würde sich, wenn die Unterhandlungen mit raschung zu bereiten durch Uebersendung von Geschenken : arabische Pferde, Teppiche, Früchte rc. So senden auch reiche Mohamedaner, sobald sie eine schöne Sklavin erwerben, dieselbe der Sultanin Valide, die sie niemals zurückweist. — Die Geschenke schmälern natürlich nicht den Beutel der Beamten — denn diese lassen sich von den Steuerzahlern zehn Pferde bezahlen, wenn sie dem Sultan eines schicken. Seit den letzten Jahren figurieren unter den Geschenken regelmäßig chinesische und japanesische Malereien und Vasen, für die der Sultan eine besondere Paffion besitzt; im laufenden Jahre hat er für Bilder, nach unserem Gelbe gerechnet, 1.200,000 Mark ausgegeben. Die Palast-auSgaben haben feit feiner Thronbesteigung jährlich 40.000,000 Mark betragen. Die Zahl der Sklaven beläuft stch Auf 5500; in der Küche find 500 he-fchäftigt, in den Ställe» 400, in der Menagerie 200; Kaidfchis find 400, Musikanten 400, Thür-fteher in den verschiedenen Palästen und Kiork» 300, und Pförtner 100 vorhanden. Da» Harem beherbergt 1200 Bewohner. Der Sultan hat 25 Adjutanten, 7 Kämmerer, und wenigsten» 150 Beamte Frankreich und Deutschland hinzutreten, selbstverständlich noch stärker fühlbar machen. Ausland. Die entscheidende zweite Lesung der Strafrecht s-N ovelle hat am 14. d. M. im deutschen Reichstage begonnen. Von den vierzehn Paragraphen, welche erledigt wurden, gelangten sieben, darunter diejenigen über den Schutz der Executivbeamlen, zur Annahme. Dagegen wurde trotz der dringenden Fürsprache des Reichskanzlers -er Paragraph, welcher die Verfolgung von Ausländern verlangt, die im Auslände hochverräterische Handlungen gegen das Reich begehen, nach längerer Debatte abgelehnt. DaS nemliche Geschick erfuhr die Bestimmung, laut welcher Ausländer oder Deutsche, welche im Auslande gegen Deutsche Handlungen verüben, die nach den Reichsgesetzen strafbar sind, verfolgt werden sollten. Bismarck berief sich vergebens auf die Würde des Reiches, welche hier im Spiele fei. Lasters Hinweis auf die Notwendigkeit einer späteren totalen Revision des Strafgesetze-wirkte durchschlagend, und so mußte der Kanzler sich damit begnügen, daß die von ihm paironisierten Executivbeamten in der That von jetzt ab eine gesteigerte Sicherung durch das Gesetz erfahren. Wie die Dinge gegenwärtig liegen, dürfte der Reichstag, der nun doch feine Session bis ins künftige Jahr fortsetzen muß, dem Fürsten Bismark von der gelammten Novelle blos noch den Arnim-Paragraph bewilligen. Die Furcht vor einem Eonflicte ist, wenn auch nicht ganz beseitigt, doch vorläufig bis in das Jahr 1877 hinausgeschoden; denn wenn auch die Fusionierung der konservativen Parteien i» Wirklichkeit erfolgen sollte, um dem Apell des Kanzlers an die Wähler in geschlossener Phalanx Nachdruck zu verleihen, so ist es immerhin fraglich, ob das Volk den Junkern und Magnaten lieber alseinen liberalen Vertretern folgen wird. Die „Kölnische Zeitung" hat wol sicheren Grund unter den Füßen, wenn sie sagt, der Reichskanzler müsse mit der jetzigen Mehrheit gehen. Die Nachricht, daß Fürst Bismarck auf die Broschüre „Pro Nibilo“ mit einer Replik unter dem Titel „Pro Multo“ antworten wolle, scheint unwahrscheinlich, wenn auch Graf Arnim, der sich eben in einer der .Vojsi« fchen Zeitung" aus Florenz zugegangenen Erklärung gegen den Vorwurf unwahrer Berichterstattung und dolosen Ungehorsams verwahrt, alles mögliche thut, um seinen Gegner zu reizen. Der Erzbischof von Köln ist dem Beispiele seiner ehemaligen Eollegen von Paderborn und BreSlau gefolgt und hat sich, um bet Internierung zu entgehen, ins Ausland geflüchtet. Da« Absetzung-« verfahren erleidet dadurch natürlich keinen Aufschub. Am 14. d. M. wurde in Versailles nur ein neuer Senator, nemlich das Mitglied der Linken, Fourcauld, gewählt. Das Gesammtresultat stellt sich nun folgendermaßen: 31 Republikaner, 7 LegitimiUn, für diverse Functionen. Den ärztlichen Dienst versehen 50 Personen, es sind 150 schwarze Eunuchen vorhanden uyd 100 Haremsboten. Viele dieser Sklaven sind verheiratet, ernähren ihre Familie» auf Regimentsunkosten und halten sich Untersklaven, so daß täglich im Palaste 7000 Personen verpflegt werden, durchschnittlich zu 4 Mark die Person, odsr mit einem jährlichen Kostenaufwand von 10.000,000 Mark. Die Pferde, 600 an der Zahl, find meist Geschenke de» Khedive, der außerdem jedes Jahr kostbare Edelsteine, Gemälde und seltene Vögel schickt. Der Marstall koktet jährlich wenigstens 800,000 Mark und da» Harem 3.200,000 Mark, während die Pensionen an die kaiserliche Familie 36.432,000 Mark betragen ; hie Reparaturlosten für die Paläste und Kio-k- nehmen jährlich 1^00,000 Mark jn Anspruch, ganz abgesehen von der Paffion de» .©ulten» für Bauten, die feit feiner Thronbesteigung wenigsten» 11.200^000 Mqrk v-rschlnngen hifon muß. Seine nominelle ßivillisle beträgt Mr 34.800,000 Marl, so d,ß die übrigen 40.000,000 Matt im Budget unter,anduen Position fhurieyp. ITgr 3 Mitglieder der Rechten und der Duc d'Audiffrel-PaSquier, zusammen 4% Senatoren, welche als gewählt erscheinen. Da die Kammer im Ganzen 75 Senatoren auf Lebenszeit zu ernennen hat, so wären noch 33 zu wählen und hofft man in Bersailles damit ehestens fertig zu werden. Nach dem bisherigen Gange der Wahlen ist jedoch kaum anzunehmen, daß die Senatswahlen vor Ablauf der Woche beendet sein wetten. Mit bezug auf die Gerüchte über eine M i n i -sterkrife lägt Herr Buffet durch sein Organ verkünden, daß es ihm nicht in den Sinn komme, vom Amte zurückzutreten. Der Bicepräsident des MoMrrathes hofft nemlich gelegentlich der Debatte über das Preßzesetz und über die Aufhebung des Belagerungszustandes durch einen Sieg gegen die Republikaner, feine Stellung zu befestigen. Einerseits spricht Buffet der Kammer die Fähigkeit ab. ein Vertrauens- oder MistraucnSvotum zu ertheilen, andererseits hofft er doch, eine Bertrauenskundgebung von derselben zu erlangen. Der Minister des Innern bat offenbar den klaren Blick verloren und bewegt stcb bereits in Widersprüchen. Er ist eben nicht nur ein gefährlicher, sondern auch ein schlechter Politiker, was viel schlimmer ist. Der Ferman des «sultans, welcher die versprochenen Reformen verkündigt, ist erschienen. Se n Inhalt muß als ziemlich weitgehend bezeichnet werden und wenn die verheißenen Reformen auch nünftlicb durchgeführt würden, so könnten sie immer-W« eS heilsam werden. Das Recht, die Beisitzer der Gerichte zu wählen, und die Unabsetzbarkeit der Rickter sind sehr schätzenSwerthe Dinge. Daß die drückenden Steuern abgeschafft werden sollen, klingt sehr erfreulich; °s fragt sich E. wer bestimmt ob eine Steuer drückend sei oder nicht? Durch die Verhinderung der bis jetzt herrschenden Willkür bet der Erdebuna des Zehents würde eine der Hauptur,achen der Empörung in Bosnien und der Herzegowina beseitigt Die Zulassung der Christen zu allen öffentlichen Ämtern ist längst grundsätzlich ausgesprochen und in vielen Provinzen de« türkischen Reiches auch Htattis* durchgeführt worden. Auch die versprochene encnie Feststellung der Amtsgewalt der Gouverneure tinterbcaintm kann Gutes stiften. Verblüffend mitft in dem Reformferman, durch welchen der Sul-® den Mächten offenbar zuvorkommen wollte, die «„.gige, daß künftig die Testamente der Christen in den Provinzen unbedingte Giltigkeit haben fallen. DaS scheint bisher also nicht der Fall gewesen zu sein und damit wird ein wahrhaft schreiender Ucbet* ftanb aufgedeckt, pon dem man keine Kenntnis hatte. Botschaft dankend zur Kenntnis nahm und der HoffnunL Ausdruck gab, daß ihm der Betrag baldigst übersendet werde. Am 30. v. M. nun erhielt Herr G. aus ÄtSmarf eine Postanweisung mit — zwanzig Kreuzern, und die Rechnung desselben stellt sich nun also: Porto-Auslage 5 kr., Entlohnung eines Dienstmannes 30 kr., so daß aus dem erhofften Zuschuß ein Deficit von 15 kr. wurde. Herr G. soll feierlich gelobt haben, von nun ab keine Steuerverkürzung mehr zu ermitteln. — Wieder eine neue Erfindung. Zu den neuen und wunderbarsten Entdeckungen darf auch die gezählt werden, daß man dicke Waldbäume in kürzester Zeit ohne Axt und Säge fällen kann, und zwar durch nichts anderes als einen dünnen Platindraht. Es gibt in der Heilkunde ein Verfahren, welches Galvanokaustik heißt und nur zur Abschnürrung von Gewächsen, Polypen und dergleichen am menschlichen Körper verwandt wird. Der zu entfernende Gegenstand wird mit einem dünnen Platindraht umwunden, welcher zwischen die Pole einer kräftigen galvanischen Lette eingescmltet und glühend gemacht wird. So entfernt man das böse Gewächs durch Abschnitten und Abbrennen. Dies Verjähren will man jetzt auch in Amerika zur Fällung der dicksten Bäume und zum Schneiden von Brettern in Anwendung bringen. — Wenn nemlich ein glühend gemachter Platindraht in eine hin- und hergehende Bewegung versetzt wird, so Bringt er mit derselben Leichtigkeit in das härteste Holz ein, tote ein Seidenfaden in ein Stück Butter. Man kann mit ihm Bretter sagen so dünn wie eine durchsichtige Schnitte Schinken, und dieser Draht vermag wett genauer den feinsten Krümmungen zu folgen, als die subtilste Laubsäge. Sv lange der galvanische Strom hindnrchgesührt wird, bleibt der Draht weißglühend, und da er sehr dünn ist, geht auch bei der Operation kein Holz verloren; nur schwache, kaum in die Oberfläche eindringende Verkohlung findet statt. Außerdem soll der Apparat so schnell arbeiten, daß er das Zehnfache wie ein Mensch leistet. Zur TageSgejchichte. ___ Der „Landgraf wird Hartl" Landgraf ^ürstenberg, Erzbischof von Olmütz, hat einen Beitrag zu ben Sammlungen für das Osfizierstöchter-Jnstistut in Her-ttals mit dem Hinweise auf feine - «tmulh abgelehnt. Dies« Erzbischof bezieht ein jährliches Einkommen von fünf. «alhunderttanfend Gulden I - Daß das gräßliche Unheil in Bremer, f. o v e n durch ein verbrechen herbeigeführt worden ist, dar. Über herrscht nun kein Zweifel mehr. Thomas, dessen Frau, mi, dresdener Telegramme melden, von dort nach Bremen aebracht wurde, bat gestanden, daß er das Faß Dynamit mit einem Uhrwerke versehen bade, welches m Drei Tagen Slflufcn und dann die Explosion herbeiführen sollte. Das Motiv zu dieser teuflischen Bosheit fcheiut die Absicht gerne-ten in fein durch Übertriebene und fingierte Versicherungen «einer «olli Gewinn zu machen, einet, ^»inn, denn er iflch leinet Aussage mit ändern hätte «heilen müssen. Die Zahl der tobten ist noch nicht voll, denn noch immer stet» Miuisterialbeamte <9- in Pest erhielt vor einiger Zeit die amtliche Mittheilung, daß beim Steuer-mte jfoimart für ihn §in Betrag qngewiefen worden fei, Lubn infolge eit^r ihn entdeckten Stemp.lver-lüx% »U8 «Vf Jetsitn Mhe'l entfalle. Die Zeiten find tamx, .tzer .BlMte ,war Wstperstündlich über den unver-bofftm Zuschuß hocherfreut und fa^e sofort eine Zuschrift an da* betreffende @temamt, in welcher er die erfreuliche Mal- und Provinzml-Angelegeuheiten. — (S ch u t f er ialt a g c.) Der Unterrichtsminister hat mit Erlaß vom 11. Dezember lb7.\ Z. 20016, hin sichtlich der Ferien während des Schuljahres 1875 und 1876 att dcu Mittelschulen und den gleichgestellte» Lehranstalten Folgendes verordnet: „Die Wethnachtsferien dauern vom 24. Dezember bis Neujahr, dagegen find der letzte Montag und Dinstag im Fasching als Schultage zu behandeln. Da« erste Semester schließt am 12. Februar 1876. Da« zweite Semester beginnt Mittwoch den 16. Februar 1876." — (Der hiesige Arbeite rbildungsver-eiu) hält am Sonntag, den 19. d. in den Gajlhnuslocali-täten „zur Vereinigung" eine MvnalSvecsammlnng ab. Ans der Tagesordnung stehen folgende Punkte: 1. Bericht der Sectiouen. 2. Ausschuß-Ergänzungswahlen. 3. Bericht in« betreff der Statutenänderung. 4. Gründung einer Arbeit«-zuipeisungS- ^ArbeilSvermittklungS-) Anstalt. 6. Anträge einzelner Mitglieder. — (Latbach er Pfahlbauten.) Infolge freund-licher Intervention der AlpcnftctUm Ärain erlangte die Sec-tton Küstenland auf kurze Zeit leihweise eine reiche Sammlung von Funden vorhistorischer Zeit aus dem lai-bachec Moore, und wird hierüber Freiherr v. Lz oernig tu nächster Woche in einer Sectionsvetsammlung in Triest unter Vorzeigung und Besprechung der Fuudstücke einen Vortrag halten. — (Zum Sesiep .dürftig:et Schulkinder.) Das Programm des morgen abends halb 8 Uhr flatt» findenden San gerade nd« lautet: 1. Marschner: „Ein Mann ein Wort," Chor. 2. Zöllner: .Lustige Gesellen," Chor. 3. Nebved: „Gute Nacht," Chor mit Baritonfolo, 5010 Herr Medii. 4. Bortrag der Herrn ©teinberger. 6. Herbeck: „Landsknecht," tthor mit vierhändig» Clavier-begleitung. 6. Beriet: Eoncertsatz für die Violine mit Be-gleitung des Tlavier«. Violine Herr Gerstncr, Llavier Herr Zöhrer. 7. Schäffer: „Die Post," «hör mit Flügelhotnsolo 8. „Die beiden EhestandScandidaten," komische« Duett, vorgetragen von den Herren Thaller und Steinberger. 9. Storch: „Meine Seele gleicht der Blume," Chor mit SolMuarktt 5011 gelungen von Herren Äanzinger, Schäffer, Burgarell und TiU. 10. te» Herrn Thaller. 11. H-schat: „Berlaffen," und „Mei Diandle iS sauber," Volkslieder. 12. Jtttrftn: „Dir Weinlein, die da fließen," Lhor mit Solo und (Klavierbegleitung. — Die Theaterkapelle execu^ tiert dabei folgende Piecen: 1. Weltausstellungsmarsch, oott Fahrbach. 2. Ouvertüre zur Operette „Orpheus," von Offen-bach. 3. Walzer, „Myrthenstränschen," von Strauß. 4. Ro-mauze, „Verkannt," für Cello, von Jelinek. 5. Polka Mqznr, Glücklich ist, wer vergißt," von Strauß. 6. Ständchen (für Flügelhorn), von Schubert. 7. „Rheinklänge," Loncert-Polka, von G. Lnrnbye. 8. „Die Renitenten," Narren: Galopp, von Jelinek. — (Bewegung der Bevölkerung in Eis-leithanien im Jahre 1874.) Die soeben abgeschlossene statistische Erhebung der Bewegung der Civil-bevölkernng Oesterreichs im Jahre 1874 weist 189,017 Trauungen, 848,678 Geborene und 662,929 Sterbesälle nach. Gegenüber dem Vorjahre (1873) haben die Trauungen um 5798 oder um 3.J Perzent sich vermindert, die Geburten um 472 oder um O.05 Perzent vermehrt, während die Todessälle um 148,222 oder um 22.s Perzent abgenommen haben. Wahrend sich daher gegenüber dem Jahre 1873 die Ergebnisse der Trauungen und Geburten ungünstig stellen, erscheint der Stand der Todessälle als ein günstiger; bezüglich der letzteren muß jedoch bemerkt werden, daß die große Sterblichkeit des Jahres 1873 die Folge der Cholera war, welche allein 107,007 Menschenleben forderte und schon im Iahte 1872 21,263 Menschen wegraffte. Gegenüber den Jahren 1867 bis inclusive 1871 ist jedoch die Sterblichkeit des Jahres 1874 eine größere. Nach den einzelnen Ländern betrachtet, haben die Trauungen in Galizien und der Bukowina erheblich zugenommen; Krain fleht dem Vorjahre völlig gleich; in den übrigen 14 Ländern haben dieselben abgenommeit. Bezüglich der Geburten weisen 9 Länder eine Abnahme, 8 eine (geringe) Zunahme aus. Die Sterbesälle haben sich in 7 Ländern vermehrt, in 10 vermindert. Wenn sich bezüglich der beiden letzten Bevölke-rnngs-Bewegnngsmomente zwischen den einzelnen Ländern eine größere Verschiedenheit zeigt, so ergibt sich bei den Trauungen in allen Ländern, mit Ausnahme von Galizien und der Bukowina, gleichförmig eine Tendenz zum Rück-gange. Die Ursache dieser Erscheinung ist leicht erkennbar. Wirtschaftlich ungünstige Zeitperioden zeigen ihre Wirkung in der Abnahme der Trauungen, weil bei schwierigem Erwerbe und höheren Preisen weniger Leute zur Eheschließung sich finden; daß Galizien eine Ausnahme bildet, hat seinen Hauptgrund darin, daß im Jahre 1873 in diesem Lande die Cholera verheerend auftrat, eine große Zahl von Ehen durch den Tod löste und der überlebende Ehegatte aus Sorge für die Wirtschaft zu einer neuen Ehe gedrängt wurde; die Bukowina aber besitzt bei äußerst günstigen Bodenbedingungen noch eine dünne Bevölkerung, und wie die Zunahme der Bevölkerung in diesem Lande überhaupt eine besonders rasche ist, sind auch die Eheschließungen hier verhältnismäßig häufiger alß in allen anderen Österreich!-fchen Provinzen. — (Centralblatt für das gefammteForst. wesen.) Redigiert von Oberlandsorstmeister R. Micklitz und Professor Gustav Hempel Monatlich ein Heft in Lexicvn-Octav mit Illustrationen. Preis fl. 4 25 öst. W. halbjährig mit Postverfendung. Verlag von Faefy k Fnck in Wien. Unter den Händen ausgezeichneter Redactente und durch die Mitarbeiterfchaft der hervorragendsten Fachmänner, hat diese Zeitschrift das foichsiche PMjsum im Sturm erobert. Ein Blick auf da» Jnhalts-VerzeichniS der bisher erschienenen Hefte zeigt uns eine Reichhaltigkeit de« Materiales, wie wir sie tatsächlich anderswo vergeben« suchen. Es würde zu weit führen, auch nur der bedeutungsvollsten Artikel zn gedenken, wir beschränken uns daher daraus, von den Autoren nur einige Namen wie: Asbert, Atturn. Bernhardt, DanhelovSky, Exner, Fischbach, Großbauer, Har. t'g, Heß, Heuschel. Lehr, Marchet, Nördlinger, Schlesinger. Seckendorf u. s. w. zu nennen. Die Zeitschrift, die elegant ausgestattet ist, verdient unzweifelhaft die weite Verbreitung, die sie bisher gefunden hat. Witteryng. Laibach, 17. Dezember. Morgens bewölkt, später heiter, Sonnenschein, nach, mittqgs Thauwettxr, Alpen ksqr. Wolkenzug aus — schwacher NO. Temperatur: morgen« 6 Uhr' -nachmittag« 2 Uhr •+• 16* C. (1874 + « 4. + 8 2« C.) Barometer im Fallen 736-34 Mm. Das' TageSrntttel der Temperatur — Uetmale. 6>, 8-8* «nti 4‘, 1873 ge Augekommeue Fremde am 17. Dezember. $0tel StoOl L'ir». Kulasckek, und Prenner, Sck>un, Koppman und Krzesadlo, Kaufleute, Wien. — Dr. Kas-,ek, Advokat, Graz. — Pekareg, Prag. — Kopriva, «a-gor. — ©ruber, Dresden. Hotel Elefant. Zörner. Gastgeber, Karlsstadt. — Gebhard, Kfm., Brünn. — Kobler, Triest. Hotel Mohren. Müllern, Posefforscandidat, Graz, väterlicher Hos. Seeder, Graz. — Kociancii, Materija. Lternwarte. Rizzoli, Reisnitz. ______________________________ Verstorbene. Den 15. Dezember. Anna GaLperlin. Arbeiters-lochter, 12 I., Civilspital, organischer Herzsehler. Den 16. Dezember. Franz Anjic, Arbeiter, 54I., Civilspital, Brustwaffersucht. — Jakob Hribar, Arbeiter, 51 I., Civilspital, Rippenfellentzündung. — Theobald Jpa-vitz, Rechnungs-Offizial, 23 I., Krakau Nr. 70., Johann Mklavc, Arbeiter, 45 I , Civilspital, und Gertraud Garl-rose, Oebstlerin, 68 I., Civilspital. alle drei an Sungentu-berkulose. — Leopoldine Fürnschuß, Beamtenswitwe, 66 I., Kapuziner-Borstadt, Nr. 9. organischer Herzfehler. — Antonia Hauptmann, Hausmeisterswitwentochter, >4 I, in der Stadt Nr. 271. Zehrfieber Gedenktafel über die am 20. Dezember 1875 stattfindenden Licitationen. 3 ffeilb., Bartel'sche Real., Laibach, LG. Laibach. — 3 Feilb., Koß'sche Real., Gnrkfeld, LG. Gurkfeld. — 3. Feilb., Modic'sche Real., Bloschkapoliza, BG. Laas. — 3. Feilb.. Gerl'sche Real., Oberseedorf, BG. Laas. — «. Feilb., Leustek'sche Real., Belavoda, BG Reifniz. — 3. Fetlb., Pirner'fche Real., Zagrad, BG. Naffenfuß. — 2. Feilb., Jamnik'sche Real., Prase, BG. Krainburg. — 2. Fetlb., Povzun'fche Real., Großpudloq, BG. Gurlseld._______ Telegramme. Wien, 17. Dezember. Die „Wiener Zeitung" meldet, der Kaiser ernannte den Dr. Lizt zum Gencralprocnraior beim obersten Gerichts« und Cassationshofe. Das Abgeordnetenhaus erledigte gestern in Mittags- und Lbendsitzung das Handelsbudget nach den Ausschußanlrä^en und begann die Debatte übet bas Ackerbau-Budget. — Der Minister des Innern überreichte Borlagen über Abänderung des SnuitätS-pflege-GcletzeS. Budapest, 16. Dezember. Im Unterhaus-interpellierte Simonyi, ob die lbeilweise militärische Occupation der infurgierten türkischen Provinzen I beabsichtigt werde, und wenn Ocsterreich-Ungarn' dies beabsichtige, auf Beschluß welcher Mächte die? geschehe. Telegraphischer Cursbericht am 17. Dezember. Papier-Rente 69 35 — Silber-Rente 73 75 — 1860» StaatS-Anlehen 111-80. — »ankactien 922. — Credit 204 30 — London 113 60. — Silber 10615. — K. k. Münz, ducaten 5 36. — x 20-FrancS Stücke 911. — 100 SReu 4 mark 56.20. Regimentsbefehl! Der Inspirierende erscheint Sonntag den 19. d. M. im Schweizerhause. ________________L. 173/4 Bei Karinger & Kasch reiche Auswahl gcroiififter und prcisroilnliger ©egeiiftünde zu fi- lme Ntlijahrs -Grschcnkrn. In l II sind zwci seit 46 Jahren im besten Betrieb stehende altrenommierte Detailgeschäfte in Specereiwaren, ans vorlheilhasten Posten, ans mehrere Jahre zu verpachten. (775) 3-1 Anznsragen bei F. C. Schwab in Pettau, Farbholz-, Schneide-, Raspel- und Mahl-Mühlen, Schwefel-n. Salpeter-Raffinerien, Farbwaren eil «rros :c.____________ Ein ausgedienter Militär (Rechnuiigsseldwebel) sucht eine paffende Bedienstung. — Näheres in der Administration dieses Blattes. (771) 2--1 pr* Josef Nass "W« SS kr.-Bazar Malli'schcs Haus, alter Markt in Laibach. Neu angelangt: (Srofte Teudung der schönste» und besten (Eftinn fiftemmren aus einer der renommiertesten Fabriken in Wien. Preise : Dutz. Kaffeelöffel ’/i „ Mesier oder Gabeln „ 6 50 2-85 »/, „ Löffel „ „ 6 r,o 8- l/s „ Dessertmesfer od. Gabel „ „ 5 90 2-70 */s „ Kinberlöffel .... 6 — 2-80 1 Stück Zuckerzanqe . . . . „ „ 2— -•90 1 „ Gemilselöffel . . . . „ „ »■— 1-40 1 „ Obersschöpfer . . . „ 2 90 1-40 1 „ Butterdose . . . . „ 3 50 1-80 */a Dutz. feinste Mefferrastel |# „ 7-80 4 50 1 Gefäß für Salz und Pfeffer . „ » 1- -■40 AE" We sonders zu bemerken "WU und für Weihnachts-oseiNeujahrs-Geschecke sehr geeignet: 1 prachtvolles Leder-Etui, enthaltend: 6 Messer, 6 Gabeln, 6 Löffel und (j Kaffeelöffel, alle 24 Glück zusammen anstatt 25 fl. nur 10 fl. 1 Eßbesteck vollständift für eine Person sammt Etui anstatt fl. 3 50 nur fl. 2 Ferner: Theckannen, Präsenliertasse», Zahnstocherbehälter, «enstiivfe, Zuckerdosen, Pfefferstreucr, Eierbecher, Moccnlössel, Zren* schierbestecke rc. tr. Es werden auch einzelne Stücke abgegeben und auf Verlangen ein Garantieschein verabreicht. Bestellungen ans der Umgebung oder Provinz werden prompt und solid per Nachnahme aiiSgefilhrt. Jos. Nass im Malli'schen Hause in Laibach. vorrätMt in Ign. v. Kleinmayr L Fed. Bambergs Bililerbucliei* BeIeIde in Laitocli, Sternallee. (sämmtliclie in eleg1. Cartoiieiiibänden.) Bohny’s N. Neues Bilderbuch. Anleitung zum Anscbauen, Denken, Rechnen und Sprechen für Kinder von 21/« bis 7 Jahren. Mit 36 coior. Tafeln und einer Zeichentafel. 11. Aullage. fl. 3 30. Pracht-Bilderbuch, Deutsches. Ein Jugendbaum. Nach Aquarellen v. Offterdinger. fl. 2 70. Kinderlust. Ein Jugendalbum mit Keimen von J. Trojan. Illustriert von Rud. Geissler. 2. Auflage. 3 fl. Pracht-A B C-Buch. Das schönste Bilderbuch. Mit über 200 Bildern auf 12 Tafeln. In prachtvollem Farbendruck von Breitschwert. 4. Auflage, fl. 1 80. Bilderbuch, Naturgeschichtliches. Text in drei Sprächet!, (deutsch, französisch und englisch ) 3. Auflage. 500 Abbildungen auf 28 Tafeln (Folio) fl. 4 80. Fränkel R. Erstes Lesebuch. Leichte Erzählungen für ganz kleine artige Kinder von 3 bis 6 Jahren. Mit 8 bunteli Bildern. 3. Auflage 11 1 50. Fränkel, Thievfabelu für ganz kleine Kinder von 3 bis ti Jahren. Mit schön color. Bildern fl. 1 80. Wildermuth, Ottilie. Aus der Kinderwelt. Ein Buch für jüngere Kinder. Mit Bildern von Oscar Pietsch. - fl. 2 52 Bildersaal, Neuer, für die Jugend. Bilder von C. Oflterdingor und Rudolf Geissler. Text vou Strässle. 2. Auflage von »Natur .und Leben,« fl. 210. Münchener Bilderbogen. Je eine Serie von 24 Bogen in einem Bde. Schwarze Ausg. fl. 2 04, colvr. il. 3."60<, Deutcha Bilderbogen (Stuttgarter) für Jung und All. Je eine Serie von 24 Bogen in einem Bde. Schwarze Ausgabe fl. 2 04. color. fl. 3'60.^ Naturgeschichte der drei Reiche. Ein Bilderbuch für artige Kinder. (Ohne Text) fl. 1.20. Mensch, der, und die Thierwelt. Ein lehrreiches Bilderbuch mit 134 naturgetreuen Abbildungen und unterhaltendem Text. fl. 2 70. Bilder zum Anschauungsunterricht für die Jugend. I. Theil. Verchiedene Gegenstände. 30 Dopppeltaf. fl. 3 GG. II. » Gift- und Kulturpflanzen. 30 ddo. - 3'66' III. • Naturgeinülde der ganzen Welt nebst Text von R. Wagner.' 24 ddo. • 366. IV. - Biblische Bilder zum alten Tcstain. 30 Taf. » 2B8. V. » ddo. ddo. zum neuen » 30 » - 2 88" VI. » Wilde Tliiere aller Zonen 60 » - 396. Konewka, Paul.- Schattenbilder. Mit Keimen v. J. Trojan. 3. Auflagp. 11. 2 40. Unsere Hausthiere. Ein Bilderbuch für Kinder von 4 bis 8 Jahren. 12 Bilder mit erzählendem Texte von Mandel. 2. Auflage, fl/ I 80. Nehmts zu Herzen! Ein Ziehbildcrbuch mit Verwandlungen für die liebe Jugend. 11. 2 70. Das verloren geglaubte Hänschen. Gesucht und ! wieder gefunden von der (imssmutte.r. Bilder mit Versehen ^ UV'J Verhandlungen. II. 1 />()., , Verwandlungs-Bilderbuch, neues. Zur Unterhaltung und Belustigung der heiteren Jugend mit sechs Doppelbildern in lithographischem Farbendruck, fl. 120. Der Struwwelpeter oder lustige Geschichten und drollige Bilder für Kinder von 3 bis 6 Jahren, fl. 1 08' Bastian der Faulpelz. Eine Bildergeschichte für Kinder von dein Verfasser des Struwwelpeter, fl. 1- Lachende Kinder. Mit Bildern von Th. Hose- mann. fl. 1*08* Die Schreiliesel. Eine lustige und lehrreich» Geschichte für Kinder. 11. I 80. Die Jahreszeiten. Humoristisches Kinderbuch von C. Reinhardt. 11. 1.50. Bilderräthsel, lustige, für kluge Kinder, von W. v. Breitschwert. 24 Kupfertafeln, nebst Erklärungen fl. 2 70. Busch, Wilhelm, Schnacken und Schnurren. Kino Sammlung humorstiseher kleiner Krziihlungen in Bildern. 3 Theile. Preis pro Band fl. 1 50 , >, Ausser vorstehenden besitzen wir noch eine weitere reichhaltige Sammlung von Bilderbüchern aller Art — Ernst und Sfjterz —' zu allen Preisen, auf Papier/ Pappendeckel1 und Leinwand gedruckt. . ’.l Druck »on Jg. v. ÄIc inmaur * F«d. tßamfrcvQ ®ei leger Ott »mar Bamberg. ftür die tHebactioti verantwortlich: Franz Spitaler.