Nr. 181. Prnn u m? rati onspre i »i: Im Evmfttoir g«n,s>0. Filr die >>, i„i< ,^, a>i« halvj. 511 lr. Mil del Post gaozj. fi. !5>, haldj. f>. 7.5'.», Mittwoch, !». «lugnst Vnseltionsgebilhr bi« 10 Zeilen: lmal6Ull., llm. «0 lr., »ül. I fi.; sonst pr. .^^ilr lm. « f»., l«>.» lr., ^!!!!. li> lv. ll. s. w. I!l!<.vi!l'i!^s!v!!,pcl icbl^m. Lull. 1871. Amtlicher Theil. Gesetz vom JH. Juli 5H?« betreffend die Dicnstesbczügc und die Versorgung dcr G^ndarmeriemanuschaft. Mit Zuslimiuuüg dciix'!,' Häuser dce RcichSrathcS fiudc Ich alizuorduen, wie folgt: ß I. Die LotMiia.cn der Gendarmcriemannschasl siüd zu bemessen: für den Wachtmeister mit jährlich 000 fl. ,. 5. Führer .. .. 5,00 ,. .. ,. Gendarmen ,. .. 400 ,. Außerdem erhält die Mannschaft für die Dienst» zeit, welche sie, sci cS vor, sci cS nach dem Beginne der Wirksamkeit dieses GesctzcS. in zufriedcnstcllc^dcr Wcisc in der Gcndluuin'ie zuiück^c!cgt hat, eine jährliche Dien' stcSzulage im Vctrage von 5,0 si. nach vollendetem .">. Dienst jähre .. 150...... 12. .. ! ...... 200...... 1«. .. j § 2. Bezüglich der Versorgung dcr t,,cnstl!^lanyliäi gewordenen Gendarmen vom Wachlmcist^r abwäitö gel-ten diejenigen Beschriften, wclche für die pensiunssähi' gen SlaalSdicncr Aüwcnduüg haben. Der Ruhcachull ist nach der Löhnung und dcn Diensleszülagen zu bemessen. Wird cm Gendarm in Folg/, einer iin Dienstwege erhaltenen Verwundung dicusüintauglich, so werden ihm vci der Vcmcssung s^ucs Ruhegehaltes zehn Dienstjahrc zugezählt. Ucberdics kann in einen solchem Falle bei besonders rücksichtöwiirdigen Umständen der Ruhegehalt in hinein höheren Ausmaße, und zwar bis zum Äctragc der ActlvilälSbczüge, zugestanden werden. § Z. Auf die Versorgung dcr Witwen und Waisen der Mannschaft dcr Gendarmerie haben die für Angestellte des Civilstaalsdicustcs geltenden Vorschriften Anwendung. § 4. Dicscö Gchtz hat am 1. Jänner 1^72 in Wirksamkeit zu treten. tz 5. Mit dem Vollzngc dicscS Gesetze«? ist der Minister für Vandesnerlheidigung beauflagt. Isch!, am 25. Juli 1801. Hohenwart m. p. SÄ)vll ni. i». Se. t. und l. Apostolische Majestät haben dem Rittmeister a. D. Kaspar Freiherr» v. ^ o 6 die l. l. Kam-mercrewürdc allergnädigst zu verleihen geruht. Sc. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung Ulliu 1 August d. I. den Privat« Docenten für Philosophie an dcr Universität zu Graz Dr. Wilhclm Kaulich zum außcrordclülichcn Professor dieses Faches an der genannten Hochschule allcr-gnädigst zu ernennen geruht. Iircick in. i>. Der Minister dct! Innern hat den Bc^ilkshaupt-mann zweiter Klasse Franz Wozcnilck znm A^zirli-hauplmannc erster Klasse, dann die auf ÄczirlScommis-särsstcllcu eingereihten früheren Äezirlsvorstchcr Ignaz Vohdauecly und Franz Vraun ^u Aczillehauftt-Männern zweiter Klasse in Böhmen crnaünt. Der Iustizministcr hat den Vczirlsrichter Peter Levicnik in Russcnfnß zum ^andcSgcrichlsrlllhc dci dem KreiSgcrichtc in (5illi ernannt. Dcr Iustizministcr hat den KrciSgcrichlsaojlnu'tcn Anton Nie dermayer in Brüx zum Oczirlsrichlcr in Zwlckau ernannt. Der Iuslizminister hat den KrcisgerichtSadjunctcn Iostph Foltert in Königgrätz zum ÄezillSrichter in Hohcnelde ernannt. Der Iustizminister hat dem StaatSanwallSs,>bstitutcn Ludwig Mutz i» Zloczow die anglsnchle Ucbcrsctzung in gleicher E>gei>schaN zur Staaioanwallschlist iu Vcu,-berg bewilligt u»d den "aitt'eögcrichlsadjulicttn ^adiclaue Samolewicz iü ^cmdcrg, dann die AeziitögcrichlS adjuncten Ludwig Habdant Bialdökoroti in Zol-liew und Eugen Zboromsli in Solal zn Staals» anwaltsfubstüuten, den Ersteren für Weinberg, die bcidcu iieytlren für Ztoczow ernannt. Nichtamtlicher Tbcil. 32. Vllmchniß jener Veträge. welche von dcr Prüsidialscction des l. l. Ministcriume! dcs Acußcrn sür das unter dem höchsten Prottctorate Sr. l. Hoheit des dlirchlauchtigslcn Hcrru Erzherzogs ^udirig Victor in Wim zu ercichlendc Tegetthofs, Dcn lm a l üdernoinmen wurden. Das k. und k. östcrr.-urgar. Consulat in Iassy übctmiltclte auß.r den bcreili« durch die l. l. Äolschasl in Coiistai'tinopcl cmgcseüdcten 72 Ducatcn, 105) Francs. ^'2 Piaslern, « Para« und 41 fi. 30 lr. B. V. noch 8 fi. 40 lr. V. V., 10 Duc. und 10 Silbcrzwanzigcr. Die k. l. Bolsckast in Coiistanliüoftcl übcrnilOcll!.-außer den im 13., 14. und 20. Vcr^cichnissc aufqesühr-tcn i?-tträgcn l'r. 12.789 Francs l() Ccnl., noch 102'/^ France«. ! Von dcr k. l. Ocscnidtschast in Florenz am lön. iali!ch!üssc und Resultate dcr Fmanz-Gcbühruiig, die Erlhcüuxg dcS Aufolutoriumi!; die Aufnahme neuer Anlchen, Eouocrtirung dcr bcstehcn- den Staatsschulden; die Veräußerung, Umwandlung und Belastung dcs unbeweglichen StaatSvcrmöMS, die Gesetzgebung üdcr Monopole und Regalien uud überhaupt allc Finanzllngclcgeuhciten, wclche den im RcichSrathc vertretenen Königreichen und wandern gcmcinsam sind; zei und Paßwcscn, sowie übcr Volkszählung" erhielte solgcndc ^llssnnl,: „Dic Gcsitzgcbuiig übcr Staatsbürger- und HcimatSrccht, übcr Frcmdcnpolizei mit Ausschluß dcs Vollzugs und dcr Kosten dcs Schubc?, übcr Paßwesen so wie übcr Volkszählung" Ansatz 1,): Ueber dic conscssioucllcn Verhältnisse, übcr Vcrcins- ur>d Vcrsammlungsrcchl. übcr die Prlsse und den Schutz dcS ncistigcn Eigcnlhums" bliebe unverändert. Absatz i): „Dic FchsMlung dcr Grundsätze dcS Unlerrichtswesens bezüglich bcr Volksschulen und Gymnasien, dann die Gesetzgebung übcr die Universitäten" — würde weg- und ^ dic betreffenden Angelegenheiten in die Eompclenz dcr ' ^andla^c fallen. Absatz X): „Die Stiasjustiz- und Pc>-li^cisttas- so wie die Cirilrechls-Gcfctzgcbung mit Ausschluß der Ocsctzgcuung üb^r die inucrc Einrichtung der öffentlichen Bücher und über solche Gegenstände, welche auf Grund dcr L'andcSordtumgcn und dieses Grunda,c> sctzcS in den Wirkungskreis dcr ^anctagc gehör, n; fcrncr die Gesetzgebung übcr Handels- und Wechsclrrcht, Scc-, Verg- ui'd Vchensrecht" würde nun lauten: Die Strafe juslizgcsctzgcbunst, di? Polizeistsafg^sctzgcbung mit Ausschluß der Gesetzgebung nbcr Ucbertrctungcii der in den ^andcsgcsetzen zum Vchuse ihrer Durchführung erlassenen Gebote mid Verbote; dic EivilrcchtSgesctzgcbulia mit Ausschluß dcr Gesetzgebung über die Einführung von Fricdenerichlcrn und Bagntcllgcrichlcn und ihren Wir-kulio.elrciS, sowic übcr daS Verfahren bei dcnscllicn, mit Ausschluß ferner dcr Gesetzgebung über Vormundschaften und Euratclcn nud baS in Vormundschaft?- und Eura» lclsachcn zu beobachtende Verfahren, und aller VchufS Anlegung dcr auf Gruud eines RcichSgcsctzcS citizurich« lci'dcn öffentlichen Äüchcr uolhwclidiijcn Gesetze, fo wie mit Ausschluß der Gesetzgebung über solche Gegenstände, welche auf Grund dcr ^andcöordnuns.en und dieses Gruudgcschcs in den Wirkungskreis dcr ^andtac,e gehören; ferner dic Gcsctzgcbnng nb^r Handels- und Wcchsclrccht, Scc- B>rg» und Vch'nrccklc." Allc hicr nainhaft gemachten ÄuSnahliicn wlirdcn scldslvclständlich in die Eomftctcnz dcr ^andta^c fallen. Absatz y: „Die Gesetzgebung übcr die Orundiügc dcr Orglinisirung dcr GcrichlS-und Verwaltungsbehörden" — würde lauten: „Die GesclMbnng übcr die Grundzüac der Organisirung ocr Gerichts- und VcrwallunaMhö'.den, mit Ausschluß der politischen Verwaltungsbehörden erstcr und zwcitcr Instanz " Absatz,»): „Dic zur Dnrc.'ifül,r,mn dcr i-taatS« qrundgcfttz^ ü^'cr dic allgemeinen Ncchtc dcr Staatsburger, ülicr das RcichMrichl. übcr die richterliche RcgrcrungS-und VolliUsiSgewall zu erlassenden und dort berufenen Gcschc"; dann die Absätze: „) ..Die Gesetzgebung über jene Ocgcuständc. niclchc sich auf Pflichten und Verhältnisse dcr cinzc^cn Vänbcr untereinander beziehen" — und <>) ..die Gesetzgebung bctnffcnd die Form der Vehandsung der durch die Vereinbarung mit dcn zur ui'garischcn «rone gehörigen Vändcrn als g meinsam ftstg^stclltcn Anaclcscnhcitcn" — würden unvcrändcrt bleiben. Daß durch cinc solche Abgrenzung dcr Compelenzen keine dcr wc,cnllich?rcn Bestimmungen der December-vcrfassnni, altcrirt würdc, habcn sclbsl dic vc^ssungs-trcucn Blätter unumwunden anerkannt. !3l8 Zur social-demokratischen Zcwcgung in Deutschland. Die Berliner ,Volksztg." hält cs für einen vcr-hängnißvoUcn Fchler, die Gefahren, die jctzt von den Bestrebungen der Socialdemokratie gefürchtet wcrden, beschwöre» zu wollen durch eine staatliche Verfolgung der Socialdemokratie fclbst. Sie lommt in ihrer Erörte> rung auch auf den Communismus zusprechen und sagt von diesem: „Dcr CommunismuS ist ein dcr Mcn-schcnnatur so durchweg widerstrebenücS Princip, da« l-.och immer jedes demokratische Wahlrecht zu eincm dcm Communismus feindlichen Parlament geführt hat! Das Eigenthum ist auch dem Ae'mstcn cm H.iligthum. Man denle sich die menschliche Gesellschaft gemischt wie man will, es wird imm^r die Selbstsucht und die Selbstlosigkeit in dem Einen Punkte übereinstimmen, daß die Menschcngeftllschaft nicht wie eine Bienengcsellschaft lebt und leben kann. Dcr Communist vom reinsten Wlisscr zieht auch eine ganz richtige Consequent seiner Thcoric, wenn er zur Verwirklichung seiner Phantasie sordcrt, daß die ..Familie abgeschafft" und das „Erbrckt beseitigt" werden müßte. Solche Theorien haben aber nichts Verführerisches, sondern etwas Abschreckendes für die Menschennatur, wo das Gebot der Liebe für die Familie und die persönliche Fürsorge für daS Wohl der Kinder selbst in verbrecherischen Gemüthern eine große Macht hat. Mit solch naturwidrigen Chimären wird man einen Nrbcitcrstand nimmermehr verführen. Selbst dcr Fana-tismus der Commune von Paris hat sich gehütet, solche Principien verwirklichen zu wollen. In geordneten Zuständen dergleichen Agitationen fürchten, heißt die Men-schennatur ebenso verkennen, wie die Thoren, welche solcbe Theorien aushacken. Cs ist im Gegentheil schr wünschcnswerth, daß man dem Arbeiterslandc diese Theorie recht deutlich in all' ihren Conscqucnzcn zeige! Der gesunde Instinct wahrt am besten vor derselben, je weni-! ger man diese verhüllt und gar als „gefährliche Theorie" verbietet nud verfolgt!" Die ..Krciizzlg." ist anderer Meinung und wahr-fchcinlich auch die preußische Regierung. „Man hat sich überzeugen müssen," schreibt die ..Kreuzztg.," dl.'ß Bcbcl. als cr seinen Enthusiasmus über die Thaten dcr Commune zu erkennen gab und seine Hoffnung auf eine Katastrophe aussprach, zu welcher die Mord- und Grand« Scenen von Paris nur in dem Verhältniß eines Vorspieles stehen würden, das Organ einer in den Arbeiter-verbünden allgemein verbreiteten Stimmung, Tendenz und Hoffnung war. und die'Gleichmäßigkeit dcr in auf-cinandcr folgenden Arbeitervcrsarnmlungcn Deutschlands abgegebenen E,llürungen, drohende Bewegungen in Belgien, dreiste Manifcstationcn in England und neue bc-, deutliche Symptome in F'ankrcich haben darauf hingewiesen, daß dcr in den Arbcitermasscn glühende Fana-tismuS unter den Impulsen einer Centralgcwalt stehe, deren Bcfchlc überall Gchorsam finden, obwohl sic. wie die Geschichte dcr Commune dcwicS, auch vor den entsetzlichsten Mitteln nicht zurückschrickt, wenn diese, ihrer Meinung nach, zum Ziele führen. Erst in diesen Tagen hat sich hier in Berlin eine aus Veranlassung des Maurcrslrile einberufene sogenannte Voltsoersammlnng ziemlich unumwunden dazu bekannt, indem sie die Solidarität dcr Ärbeiter-Intcresscn proclamirtc, mit dcr Unterstellung, daß ein unversöhnlicher Gegensatz derselben mit den Intcressen aller anderen Gesellschaftsklassen bestände; wobei sie wiederum die Forderung stellte, daß Grund und Boden „Gemeingut des Voltes" wer- den müsse. Solchen deutlichen Zeichen der Zeit gegenüber hält die hochmiithige Auffassung von der überwältigenden Kraft der bcsscrn Einsicht und der aufklarenden Bildung nicht länger Stand! Man kann sich nicht mehr verhehlen, daß der socialistische Unsinn trotz seiner Unsinnigteit eine Macht und eine dringende Gefahr geworden ist, seitdem er zur Ueberzeugung der Masscn ward und seildcm die Massen eine Organisation erhallen haben, welche sie zum Wertzeug einer fanatisi-renden und vielleicht selbst fanatisirten Gewalt macht. Und so findet denn nun selbst die ..Nationalzeitung," daß cs endlich Zeit und Pflicht de« Staates sei, dem Unwksen der Internationalen ein Ende zu machen." Aus der franMschen Nationalversammlung. In der Sitzung vom 5. August wurden zunächst eine Reihe von Anträgen eingebracht. So ein Aulrag von Rouveure, zufolge welchem für alle Franzosen und die in Frankreich wohnenden Ausländer eine Steuer auf daö jährliche Rein- und Gesammteintommen, von i!)00 Francs ab, eingeführt wird. Der Entwurf beantragt eine Steuer von 1 '/2 Percent auf das Einkommen von 1')0l) bis 2500 Franken und von )j Percent auf jenes von 2i)s)<) Franlcn aufwärts. Ein von Flotard eingebrachter Gesetzentwurf beantragt eine Stcuer von 1 per Mille auf den Betrag ein'.s jeden industriellen oder Handelsgeschäftes, um dadurch den Zoll auf die Rohstosse zu ersetzen. Zur Giltigkeit dcr Beschlüsse dcr Versammlung soll nach dem Antrage der Commission die Anwesenheit vou mindestens 369 Mitgliedern erforderlich sein. Es wird, nachdem l.och dii: Commission den Antrag bezüglich des unenlgcllüchcn obligatorischen Schulunterrichtes in Erwägung zu zichen befürwortet, die Berathung des Gesetzentwurfes in Actress der Solidarität Frankreichs hinsichtlich der Kriegsentschädigungsforderungen wieder aufgenommen. Ler our vertheidigt energisch den Gesctzentwurf. Thiers antwortet demselben und sagt: Wir sind alle einig über daS Vorhandensein des großen Nothstandes, welcher eine ausgedehnte und baldige Hilfeleistung erheischt. Er glaubt, cine Discussion über das Princip sei müssig, das öffentliche Recht und die Gesetze des Landes lassen keinen Z lcifcl darüber, daß wir in einem! solchen Falle nur Unterstützungen gewähren können, die mit den erlittenen Schäden und den Mitteln des Bandes im Verhältnisse stehen. Der Umfang dcr Schäden könne noch bestritten werden, und sci in dcr That bcstritten. indem die Commission bchauvtcle. daß d>e Ziffer dcr Reclamation«:« noch nncr Reduction fähig sei. Man müsse sofort eine mit Beschleunigung vorgehende Enqnöte unter Betheiligung dcr Rcgicrung und der Nationalversammlung vornehmen. Ist dies geschehen, so werden wir cine Vergleichung der Ergebnisse dieser Enquete anstellen, die Zisscr angeben lönncn und darauf bedacht sein, daß die Hilfeleistung eine au?!eichende und baldige fei. Jetzt aber beschwöre ich Sie. lassen Sie uns diese DiScusfionen beenden. Vleibcu wir nur dabei. Bei der dritten Lesung werden wir uns über die Fassung des Gesetzentwurfes verständigen lönnen, der. wenn wir uns nach einigen Monaten der Ruhe wiedersehen wcrdcn. zu dcn wichtigsten unserer Wette zählen wird. Die Rede Thiers wird mit theilwciscm Beifall aufgenommen. Hierauf hält Buffet cine warme, sehr beifällig aufgenommene Rede zu Gunsten des Gesetzentwurfes. Auf die Rede Buffets antwortet T h i e rö mit sehr großer Lebhaftigkeit. Er weist die Bezeichnung Almo, sen, welche seinem Antrage von den Rednern zu Gunsten des Gesetzentwurfes beigelegt wurde, zurück und wirft den Verfassern des Enl^mfcS vor, mehr die individuellen Interessen ihrer Departements, als die I'it"rcsse',i des Staates im Herzen zu haorn, welche cr z» vertheidigen verpflichtet ist. Thiers sagt weiter: Für mich, der t»ie peinliche Lage des Staates kennt, ist es Pfllckt, den lebhaften, ungestümen und zu weit gehenden Lcidcnschaf' ten, welche von der Kammer kundgegeben word>n sind, mich zu widersetzen. Die Entschädigungen würden unter den zu Grunde gerichteten Armen und den Reichen, dcr dieselben nicht benöthigt, vertheilt werden. Wir lönnen blos dem wahrhaft Unglücklichen, welcher dringender Hilfe bedarf, eine Unterstützung im Verhältnisse zu den Mitteln des Landes gewähren. Thiers macht blos zu Gunsten jener Viertel von Paris eine Alisnahme, welche während der Insurrection durch die Artillerie der Negierung zu Grunde gerichtet worden sind und welchen eine Entschädigung versprochen wurde. Thiers schließt, indem er die Nationalversammlung bittet, nicht die Principsfrage zu verhandeln, in welcher sie gewiß Un« recht habe. Thiers bekundete während seiner Rede große Bewegung. Gewisse Stellen seiner Rede wurden laut unterbrochen. Nach der Rede des Berichterstatters beharrt Thiers bei der Zurückweisung der Entschädigung im Principe und beantragt die Vertagung der Veihandluna. zur entgiltigen Fassung des Gesetzentwurfes, Dcr Berichterstatter nimmt die Vertagung bis Dienstag an. um be< züglich der neuen Fassung eiu EinVerständniß zu erzielen, worauf die Sitzung aufgehoben wird. Politische Uebersicht. Laibach, 8. August. Nach den neuesten Meldungen über die Kaiser« Zusammenkunft würde sich Se. Majestät der Kaiser nächsten Donnerstag nach Ischl begeben, um den am folgenden Tage eintreffenden deutschen Kaiser zu begrüßen. Kaiser Wilhelm soll nach dcn bisher vorliegenden, noch km>:swcgs definitiven Details in Ischl nur einige Sluncen, bis zum Abende verweilen wollen, um Nachts noch über Salzburg nach Gastein abzugehen. Fürst Bismarck wird — so versichert die ..Morgcnpost" bestimmt — sich nicht in der Gegleitung des Kaisers befinden, und demzufolge auch teiner der österreichischen Staatsmänner zur Ischler Zusammenkunft erscheinen. Wohl aber soll der in Gastein zur Cur weilende Reichskanzler Graf Beust von Sr. Majesliit bcauflrasst sein, den deutschen Kaiser bei dcssen Ankunft in Gaslcin zu begrüßen. Während seines Curaufcnthaltcs wird Kaiser Wilhelm alsdann den Gesuch unseres Kaisers en-pfan« qcn. und zwar zu einer Zeit. in dcr auch die Reichskanzler von Oesterreich und Deutschland als solche in Gastein erscheinen dürften. Das ..Ocsterr. Journal" meldet, dcr Kaiser habe Riegcr. Prazak und Clam-Martinitz nicht collectiv, sondern einzeln empfangen, da dieselben nicht als Depulll' tion, sondern in dcr Eigenschaft als Vertrauensmänner erschienen waren. Am Jahrestage dcr Schlacht von Wörth fand daselbst die feierliche Cmwcihung eines Denkmals statt, welches das Osficierscorps des 47. mcderschllsischcn Regiments seinen gefallenen Kameraden dort errichtete. Die Feier war einfach ernst. Die Bevölkerung verhielt sich ruhig und beobachtend, die Schuljugend demonstrate csmlllellm. Pie Ambulanz Tricoche. Enlmcruugeil aus dcr prcuhischm Velazcrung von Paris. (Schluß.) V. Es würde mir schwer fallen zu sagen, was dcr Bürger Bilia that, als er die Amdulanz Tricochc verließ, und ob er seine Drohung, sich auf das Schlachtfeld zu begeben, um dicse feigen Brctagncr zu beschämen, die sich in Hinterhalte legten, um eincm Republikaner die Kehle abzuschneiden, in Ausführung setzte. Dieser letztere Fall scheint mir zweifelhaft; ein Mann kann nicht zwei Hasen auf einmal jagen, und die Herren Vilia und Consorteu hatten Beschäftigung genug im Innern der Hauptstadt, ohne draußen Abenteuer suchen zu müssen. Am 3l. October versuchten sic die Regierung zu stürzen; im Monat December versuchten sie es nochmals, und im Monate Jänner machten sie einen dritten Versuch, der inchi mehr Erfolg halte als die beiden andern, aber etwas ruhmvoller war. in dem Sinne, daß cr eine gewisse Anzahl von Todten kostete, was in den Er-Mlnnacn der Journale stcts einen guten Effect macht. Wührcnd du,cr Zctt halte Hcrr Bilia jcdoch aufgehört Commandant zu sem. cr war. wie er sagte, despotisch cass.rt worden ^e,n Bataillon wurde aufgelöst und es gmlj das (Wucht, daß die Regieruna. wenn sie die Hand aus ihn kg?, ihn würde füsilliren lassen — was wie ich glaube, ein falscher Bericht war, dcnn die Re' gierung der Nationalverthcidigung hätte teiner Fliege, nicht einmal einem Preußen ein Leid angethan, wenn sie cs hätte vermelden lönnen. Nichtsdestoweniger nöthigten diese unangenehmen Gerüchte Herrn Bilia, sich in eine entlegene Dachkammer zurückzuziehen, wo er eine verborgene Existenz führte, die keine andere Zcrstrcuuna bot, als di: oben erwähnten Ausflüge. Zu Ende der Belagerung erfchien cr jedoch plötzlich wieder, und ich erfuhr ohne darüber zu erstaunen, daß er gewählt wor° den sei, um in der Nationalversammlung eine wichtige Klasse von Demokraten zu reprascntircn. Dieser junge Mann hat eine glänzende politische Zukunft vor sich. Wenn cr so glücklich ist. der Hand des Henkers zu entrinnen, so ist lein Grund vorhanden, daß er nicht Pre» micrminister. Präsident einer Republik — Kaiser sogar werde, wen., ihn die Lust dazu anwandelt. DaS Schicksal der andern Personen, welche ich dcm Lescr flüchtig vorgeführt, ist weniger zu beneiden als das des Bürgers Bilia — vielleicht auch mehr, je nach dem Standpunkte, auf welchen man sich stellt. Dcr Obrist von KcrhM wurde bei dcm zweilcn Angriffe auf Bour-gct mit fünfhundert von seinen achthundert Vretaigncrn gctödtct. Dcr junge Robache wollte die Heilung seiner Wunde nicht abwarten; sobald er nur den Arm heben tonnte, um seine Waffe zu halten, entfloh cr ohne die Erlaubniß d?6 ArztcS, am Morgen dcr Schlacht von Villiers, aus dcr Ambulanz, und am darauffolgenden Morgen wurde er auf dem kleinen Friedhofc des Dorfes begraben, dcr zu eng war für alle Gräber der gelödte-ten Franzosen. Der alte Militärarzt sogar wurde von einer verirrten Granate getroffen, während er die Verwundeten auf dem Schlachtfelde von Montretout ver- band, und fast gleichzeitig mit diesem Kampfe, dem letzten der Belagerung, las ich in mehreren Journalen folgende Zeilen: ..Mit Bedauern melden wir das Ableben dcr Gräfin von Verueinc. gestorben am 15>, dcS Laufenden am Typhu?, den sie sich in der Ambulanz von Samte-Rosemonde zugezogen. Sle war achtundzwanzig Jahre alt " Was Herrn Tricochc betrifft, so hatte ich nach dem Besuche des Herrn Ailia nur selten Gelegenheit, ihn zu sprechen. Unscre Wege waren verschieden. Meine Pflichten als Iournalcorrespondcnl nöthigten mich, in einem schr wcilcn Kreise zu leben, fortwährend herumzulaufen und zu schreiben; und wenn ich zuweilen, während ich bci untergehender Sonne auf einem mit Todten bedeckten Schlachtfelde einige Aufzeichnungen machte, sein wohl' bekanntes Gesicht erblickte, über einen ausgestrrckten Körper gebeugt cinc Feldflasche oder ein Crucifix in dcr Hand hallend, so hatten wir kaum Zeit, ra'ch ein paar Worte oder einen schweigenden Händedruck auszutauschen. Doch hatte ich von Zeit zu Zeit Nachrichten von ihm. O,e Soldaten hatten eine besondere Verehrung für den wurd.gen Priester, die Generäle wünschten, daß cs mehr lolcher gabc, wie er. die Söhne des Brutus aber schwuren, daß er ein Judas sei und höhnten ihn auf der Straße aus. Ich erfuhr, daß feine stets volle Ämbu< lanz zu denjenigen gczühlt wurde, wo die Verwundeten stch des größten Comforts erfreuten, und daß ihm bald kein Sous mehr von dem übrig bleiben werde, was er als Pfarrer von Vainte-Rosemonde erspart hatte. Am Tage, wo der Friede unterzeichnet wurde, ging ich. uM Herrn Tricoche einen Besuch zu machen. Paris lag im glänzenden Sonnenschein und schien mir verhältnißmaßis 13,9 durch tricolore Cocarden, die Damen in Straßburg^ hatten ostensibel Trauerlleider angelegt. Ueber die Stimmung in Norddeutschland jetzt nach stegreich beendetem Kriege gibt der nachstehende Berliner Brief der ..Presse" ein charakteristisches Bild. Die Schlacht bei Weissenburg war der erste Tag im letzten Kriege, und man spricht wohl davon bei einem Schoppen, wenn Leute sich finden, die dabei waren, aber das ist auch Alles. Man steckt keine Fahnen heraus, man illuminirt nicht, die Theater nehmen nicht davon Notiz, ja selbst auf dem Programme der Gartenfeste ist lein Wcisscnburg-Galopp verzeichnet. Genau der Haltung der Eioilbcvöllerung entspricht das Verhallen in unseren militärischen Kreisen. Da gedenlt man. aller lärmenden Freude sich enthaltend, der gefallenen mid dcr verrolln-dctcn Kameraden. Da f^t man sich: die Geschichte war zu ernst, zu mühevoll, zu ergrc>scnd. als daß man zu Prunt uio Iudel aufgelegt scin könnte. Erschrimmnen wie die besprochene ycbcn deutlich Zeugniß von dcr innersten Empfindung dcs deutschen BolkeS. (5s ist zu Strapsen und Kampf bereit, wcnn'ö nöthig ist. aber es stcckt in ihm nicht eine einzige chan-vinislische Ader. Ä.'un frcut sich aufs innigste dcs wiedergewonnenen ssriedcnö und wünscht nichts lebhafter, als er möchte recht, iccht lange währen, ja dieser Krieg gegen Frankicich möchte dcr letzte scin. den wir zu be-strhen hatten, Mr scheint wichtig, daß unsere Off>cierc gar nicht anders denken, und ich schließe die nicht aus, dcrcn Metier das Soldatscin ist. Ältit Jubel werden alle begrüßt, die heimkehren, aber dabei geht Icdcr seiner Arbeit nach nud quält sich im Schweiße seines Angesichtes, um nachzuholen, was im Vorjahre verloren gegangen. Man ist hier gegen die hur durchgehenden Truppen sogar etwas zu indifferent, denn eS werden Klagen da, über laut, daß sie sehr schlechte Quartiere bclommen, auch sonst wohl wenig Anfmelksamlcit materieller Art erfahren. Ader diese Indifferenz, sonst der Äcrliner Ait «ar nicht, ist eine. wenn auch noch so üble Folge dcs Vcwußiscins, daß wir mit dem Kricg nichts mehr zu thun hauen. Mau entzieht sich mit 'einen Gedanken der jüngsten Erlebnisse nicht oh»c großes inneres Bedürfniß. Mag sein, daß dcr Kricg bei Vielen nickt m,hr haflct, weil er uns voi allem Leid und Schrecken bewahrte und uns die Mieren der Invasion „icht kennen lehrte. Allein so viel bleibt doch übrig: Das preußische. das deutsche Voll. ist ein durch und durch friedliebendes, vor dem lein Nachbar etwas zu fürchten halle, und wäre die deutsche Macht noch zehnmal stalker als sie ist. Die Heidelberger Altlatholilenvcr-sllmmlung tagt untcr dcm Vorsitze des Gcheimralhs Winschcid. Sie ist zahlreich von Dclcgirtcn aus Deutschland, Oesterreich und dcr Schweiz besucht. Vom 22. bis 24. September soll in München ein allgemeiner Ällta-tholitencongrcß abgehalten werden mit öffentlichen Vorträgen, und welchem dic hier gefaßten Beschlüsse zur An. nähme vorgelegt werden. Es zeigte die Discussion als einmülhigc Absicht der Anwesenden das Streben nach einer durchgreifenden kirchlichen Reform, um daS ur» spu'mgliche kirchliche Princip, dcr heutigen Culturstufe entsprechend, zur vollen Wirksamkeit und Geltung zubringn, fterner wurde die Geheimhaltung aller gefaßten Äe» schlllssc beantragt, bis die Partei vollständig oiganisirt sein wird. Die Versammlung schloß mit dem Antrage, dem Altkatholikentllgc die Vorschläge behufs gänzlicher Loslösnng vom unfehlbaren Papstthum vorzulegen. Ueber die Vorgänge in Bukarest enthält die Presse einen Brief von dort, iu welchem es untcr an« derem heißt, Flirst Karl, dec die daraus entstehende Ge«' fahr lenne, habe lange gezögert, das Eisenbahngesetz zu unterzeichnen, aber seine M,nistcr drohten ihm mit dem Ausbruchc einer durch die Rothen angestifteten Revolution unt, außerdem mit einer Militaroerschwörung, die in der That ex,stiren soll und an dcrrn Spitze mehrere bekannte höhere Osficiere stehen, welche schon mehr als einen wulachischen Fürsten gewaltsam gestürzt haben. Den Anfang der involution soUte, wie am 22. März d. I.. wiederum eine Deuts imchltze machen, und da dcr Fürst dlcs um jeden Preis vermeiden wollte, so blieb ihm wohl nichts anderes übrig, als das Eisenbahngeseh zu unterzeichnen. Die deutsche Regierung scheine nun adcr entschlossen, den Prin;cu fallen zu lassen. In der Nacht vmn 2l). auf den 30. Juli sei in Bukarest eine Depesche dcs Fürsten Aismarck angekommen, welche den deutschen Omeialconsul Rsdowitz beauftragte, dcm ru. mänifchcn Gouvernement anzuzeigen, daß dic deutsche Regierung sich an die hohe Pforte, als die souzcränc Macht über Rumänien, gewendet habe, um deren Inter» vention zum Schutze der bedrohten Interessen deutscher Staatsangehöriger (dcr Obligationcnbcsiyer) herbeizuführen. Die übrigen narantireudcn Mächte seien von diesem Schritt bcnachrichligl. Frankreich trifft Anstalten, die dritte halbe Mlllrardc der Kriegsentschädigung noch in diesen^ Monate zu zahlen. Die Leistung dcr zweiten, welche' die vorige Woche erfolgte, war vcrhältnißmaßig schr ^ le,cht, da von dieser Rate 5ic Entschädigung für die cl-^ s^ß-lothringischen Bahnen im Beliagc von 325> Millio-in Abzug gebracht worden ist. Die Zahlung dcr zweiten halben Milliarde hat noch feine Erleichterung der Occupation zur Folge; die der dritten aber ist für Frankreich deshalb von besonderem Interesse, weil nach Artikel VII dcS Frankfurter Friedens vom 10. Mai alsdann die Pariser Forts und die Departements Oisc. Scinc-ct-Oisc, Seine-ct-Marne und Seine geräumt werden sollen. Bedauerliche Vorfälle ereigneten sich am Samstag in Poligny (Iura'Dcpartement). Der ..Temps" berichtet darüber: Ein preußischer Soldat wuroe vorgestern Abends in dcr Nähe des Bahnhofs aufgeheult aufgefunden. Als deshalb Nachts Eavallcrie. Patrouillen die Stadt durchzogen, wurdc auf dieselben «cfcuert, wobei ein Cavallcrist schwer verwundet wurde. Hierauf erschollen Allarmsignale seitens der Militar-Autoruät; die Soldalcu schonten Keinen, dem sie bcgc. gneten, zwanzig Mann wurden auf Scite des Volles verwundet, darunter acht schwer. Die Aufregung ist groß. 800 Mann Excculions.Truppcn wurden vom Dijoner MilitärEhcf dahin entsendet. In Verbindung mit dieser Nachricht wird aus Paris berichtet: Nach'.ichlen aus den vom Feinde besetzten Departements melden fortgesetzte Reibungen, und furchtet man anderweitige Conflicte, wcim die Departements nicht bald von dcn Preußen geräumt werden. Der alle Streit über die Einäscherung von Ga« zcilles durch die Baicrn ist noch immcr nicht been-dct. General v. d. Tann hatte in einem Briefe die Behauptung einer mulhwilligcn Brandlegung entschieden zmücwwicscn; jctzt veröffentlicht der „Gaulois" ein Schreiben des Mairc von Bazcillcs. welcher die in dcm Schreiben dcs Generals v. d. Tann aufgestellten Behauptungen zurückweist und darlhul, daß das Dorf Bazcilles nicht durch Granaten während dcr Schlacht angezündet wurde, sondern durch bairische Soldaten, welche gleich nach dcm Kampfe aus freiem Antriebe mit Brandstoffcn Feuer anlegten. In Dublin spulen die Ferner wieber. Sonntag Nachmittags versuchte eine Vande amnestirter Fcnier. gefolgt von einer großen Volksmenge, im Phönirparte trotz Polizeivcrboles ein Meeting abzuhalen. Eine ernst» hafte Emeute fand statt. Die Polizei schritt ein und schlug auf die Menge los; mehrere hundert Personen und viele Polizeimänner wurden verwundet. Die Ordnung ist wieder hergestellt. Zur Eröffnung des Mont-Cenis-Tunncls werden italienifcherscits große Festlichkeiten und in Turin eine Industrieausstellung veranstaltet. Der Ehcf der franzö» fischen Regierung, Herr Thiers, hat nun nach Turin die Absicht bekannt gegeben, sich an diesen Feierlichkeiten zu bethciligcn und hicbci Beweise der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Italien und Frankreich auszutauschen. Diese Beziehungen waren bekanntlich letzter Zeit etwas gespannt, da die Italiener Herrn Thiers InleromtionSgelüstc zuschreiben. Wie versichert wird, hat sich der türkische Gisandte, Photilldcs Bcy, nach Rom begeben, um mit dcm Minister dcs Acußern über die zwischen Italien und Tunis schwebende Confercnz zu conferircn. Aus Rom wird gemeldet, daß Cardinal Antonelli mit dem Minister Minghctli conferirl habe, um die Sä» cularisation der Kirchengüter und die Unterdrückung der kirchlichen Orden zu verhindern, mit welchem Erfolg, ist noch nicht bekannt. -- Die bisher noch gilli^en päpstlichen Kupfermünzen werden vom 12. ad außer Eours gesetzt. Die Madrider „Gazeta" veröffentlicht Vorladungcn des mit der Untersuchung in dcr Angelegenheit der E r« mordung Prims beauftragten Untersuchungsrichters gcgcn vier neue Angeklagte, untcr welchen sich der Ad» julant des Herzogs von Montpcnsicr. Oberst Solis, befindet. Als Zeugen sind auch der Herzog von Monl-pensier und seine Secretäre ESquivcl und Lalour vor» geladcn. heiter, — glücklich, zu wissen, daß das Schlimmste vorüber sei. Uebcrall öffnete man wieder die Magazine. ^7^^'.^"^°^" von den Fenstern, und an der A ^ Sa'"tcMcmonde erblickte ich den ausgezeichneten A ch ek en, du Arbeiter beaufsichtigend, wclchc die Säcke mit Erde von diesem Meisterwerke scil.es Genius entfernten. Man hatte die Verwundeten in die militärischen V°!Pllalcr. dle jetzt wcnigcr überfüllt waren, übertragen und die Fahne unt dcm rothen Krcu; war verschwunden' NN der Thüre las ich folgende Anzeige: „Dich Kirche wird am Sonntag dcr Mitlfaste dcm Gottesdienste wiedcr geöffnet. Pierre Ehamüonncau, Pfarrer." Pierre Ehambonncau! sagte ich erstaunt, aber was lst denn aus Herrn Tricoche geworden? fragte ich den Architekten. ' ^ "> O. haben Sie es nicht gehört? antwortete der gefragte, lachend die Asche von seiner Cigarre schült.lnd. Verr Tricochc hat sciuc Demission gegeben. Seme Demission gegeben! Und aus welchem . ft '^ ?° ^"' " und dcr ausgezeichnete Nrchi- n / ^ c?">!'""' "' c° ist eine der neuen Idem. ^"° ^ Kaiserreichs in ihm fest- ^ ^' ^5 ."""' "^ sag"'' daß ich ihn vechche; ch glaube, daß dcr gute Greis cm wenig 5W (und cr bcrührte in bezeichneter Weise se.n'e Stirne)' A Grund gib er vor daß, da er die Congregation, we che er zu leiten beaufllaat ^cwescn, zum Irrlb.nn', ver-lcllct habe. er verdiene, von sci„er Stelle entfernt n, werden Man sagt, daß sich der Erzbischof bemü t habe lh» zu beruhigen, aber, S.e wissen, wenn ein Mann cmcs Alters sich «ine Idce in den Kopf gesetzt hat, so IM er sich nicht mehr zur Vernunft zurückführen. Herr ^ricochc hat cine Pfarrcrst^e in irgend cincr entlegenen und wildrn Gcgcnd dcr Pyrenäen erhalten..... Ich bitte Sie um Entschuldigung. Holla! Gebt doch Acht. Ihr Anderen, was Ihr mit diesem Sack anfangt. Ihr habt ihn fast durch das Fenster hinausgeworfen. Ich verließ ihn, ohne zu antworten nnd begab mich nach der Wohnung dcs Herrn Tricochc. An dcr Thürc lud cbcn ein Commissionär einiges Gcpiick auf einen Yandwagcn und Mademoiselle Virgiuie, dic Haushalte, rm dcs Pfarrers, kam im Rciseanzugc und mit ein paar Packclcn beladen, hinter ,hm h<-r. Ah. Sie sind ei», mein Herr? fraglc sie, in^cmsie nur ihre Verbeugung machte. Sie kommen noch cbcn recht um dcm Herrn Pfancr Lebewohl zu sagen. Ist ts wirtlich cin Lebewohl? fragte ich nicht ohne Bewegung m dem Moincnl, wo dcr Pfarrer sclbst crschiln. dcladcn mit dem Rest seiner Effecten, bestthenb in einigen Bi'lchcin. Ja, mcin theurer Freund, anlwortctc er. mir mit einem ruhigen lächeln die Hand reichend. Ohne Zweifel errieth cr die stumme Frage in meinem Gl'ck. denn. ohne meine Hand loszulassen, sagte er mit ruhigem Ernst: „I^vudo iuti'r !»,wo0»t,u8 iiiiiiu,« uu'H8 ot, in-vo Fest.) In Brück an der Mur findet durch drei Tage, am 1A,, 14. und 15. August, cin österreichischer Feuerwehrlag stall. — (Professor Dr. Schulte,) Kirchcmcchtölchrer an der Prager Universität, soll, wie daS „Mainzer Journal" meldet, al« Professor des KircheurechtcS au die Uni< versilät in Bonn berufen werden. — (400(1 Pferde) gehen in Transporten von je 20 WaqgoilS — 160 bis 200 Slück '- über Wicn nach Paris um den Bedarf dcr dortigen Messagcricn zu decken. Die Pferde lommen au« Ungarn und „Nissen bls Ende October qeliefert sein. — '(Theurer Wein.) In Wien dürste wohl noch nic eine fo theure Wcinsorte zum Verlaufe ausgebolen worden sein. alS dies so cben durch eine BerlassenschastSmasse geschieht; es werden nämlich von derselben 15 Flaschen Tolayer vom Jahre 1827 zu dem Preise von 300 fl,, das ist 20 fl. per Flasche, feilgeboten. — (Arbeitseinstellungen in Deutsch, land.) In Königsberg ist, dortigen Blättern zusolqe cin Stnlc der Maurer und Zimmerer in Auesicht. —' In Hanau dauert der Strite der ^igarrenmacher fort Dcr Socialdemokrat Nichlcr, welcher den Strike leitet will, wie wir m der „Hess. M,-Z.« l„sen, die dortigen Arbeiter bewegen, nach Anspach überzusiedeln; ein lleincr Theil der Arbeuer hat dies bereits gethan. Der Slrile der Berliner Maurer dürste demnächst in den Sand verlaufen. 1320 Locales. — (Verein der Aerzte.) Nächsten Eamstcig, > d. i. am 12. August, um halb 7 Uhr Abends, hält der' Verein der Aerzte in seinem Museallocale eine Sitzung ab, mit folgendem Programm : ^. Innere Vcreinsangelegenheilen. ! U, Wissenschaftliche Vortrage: 1. Dr. Slrabar auö Mai: ' Demonstration einer seltenen Mißgeburt; 2. Pros. Va-lenta: Ueder Lunc^encroup mit Demonstration ; 3. Director Greqoric : Aus der geburtshilflichen Praris; 4. SanitälS-ralh Gauster: Bericht bezüglich der Beanlworlung der Zuschrift des Wiener ärztlichen Vereins über das ärztliche Nssocwlionswesm. — (Firmung.) Den 9. d. M. m Ralschach, den 10. in Weißenstein und den 13. in St. Martin bei Krainburg. — (Schadenfeuer). Am 3. d. Mts. Abends nach 9 Uyr brach in der Mahlmuhlc des Jakob Frantuar in fauchen, Steuerbezirk Egg, auf bisher unbekannte Weise Feuer aus, welches die Mühle sammt dem Wohngebäude, dann die anstoßende Mühle des Franz MihelöiV: uuo dessen > Keusche mit den in den beiden Mühlen befindU^en Getreide-Vorräthen einäscherte. Der hiedurch verursachte Schaden wird auf 7000 fl. geschätzt. Die beiden Mühlen sammt Wohngebäuden waren mit 3000 fl. assecurirt. — (Wiener Weltausstellungszeitung.) Unter diesem Titel erscheint seit 1. d. M. in Wien ..als Centralorgan sür die im Jahre 1873 stattfindende Welt' ausstcllung in Wien, sowie sür alle Interessen des Handels und der Industrie" ein neues Blatt, volläufig monatlich genual, später wöchentlich, gegen den Beginn der Ausstellung täglich. In dem Programm verspricht das Blatt, da das großartige Unternehmen der Ausstellung nur durch, das einträchtige Zusammenwirken Aller gelingen könne, dieses Zusammenwirken mit allen Kräften fördern und lediglich der großen Sache dienen zu wollen Das Blatt ist, wie besonders betont wird, lein officielles Organ. 20 Nummern 1 st., einzelne 8 kr. — (Schlußverhandlungcn beim k. k. Landesgerichte Laibach.) Am 9. August. Josef Gasper^c uud Complicen: öffentllche Gewaltthätigkeit und Betrug; Helena Borstuik und Maria Rupert: Betrug; Heinrich Musch.- Diebstahl und öffentliche Gewaltthätigkeit. — Am 10. August. Blas MuZic und Mathias Caihen: schwere körperliche Beschädigung; Anton «^erjat und Anton Stem-dou: schwere körperliche Beschädigung; Theresia Waverka: Dicdstahl. — Am 11. August. Matthäus Zdrazba und Gregor Dolenc: Diebstahl; Rafael Roza: schwere torper. liche Beschädigung; Franz Tomöic: schwere körperliche Beschädigung; Elisabeth Dolcnc: Diebstahl. Ein^esexoet. Vescuiguua, aller Kraiitheitcu ohne Medicin uud ohne Kosleu durch die drliectte G suiidhcilöspeisc N('v„>!^<:^i'n c!u liai^v vou i,'ouduu, die bei Lrn'achseucu und Kiudcrn ihre Kosten 50fach ill audereu Millelu erspart Auö^ug «us 72 000 Geuesungcu, au Maqcu:, Nerven-, Unlerleidij:, Brust, Luugcu-, Hals-, stimm-, Äiheui-, Drüseu-, Niercu- uud Blas>'iilridm — wouou auf Pcrlaugeu Eopicu gra-ti^ uud franco gesendet uicrdeu: Certisicat Nr. 64210. Neapel, 17. April 1862. Mciu Herr! Iu Folge riuer Lcberlrauthcil war ich seit sicbcu Iahrru iu cmem furchtbaren Zustand,: von Abmagcruug uud ^,'eideli aller Art. Ich war ausz^r Staude zu leseu oder zu säireibcu; halte cm Zilteiu aller N^rvcu «in gan^cu Äörper, schlechte Verduiiuug. furtiuahrcurc Schlajlusigkeit, uud war in ciuer l'ieicu Nervenaufreguuq, die mich hin- uud hcrlrieb uud mir lci-ueu Augenblick der Ruhe lieh; dabei im hüchstm Grade mclcm-chotisch. Viele Aerzte hatteu ihre Knust erschöpft, ohue ^'liidcruug meiner beiden, Iu völliger Verzweiflung habe ich Ihre ltevül^^m'u versucht und jetzt, uachdcm ich drei Monate davou gelebt, sage ich deiu lieben ^olt Daut. Die ^uv!>Iel,^>Ü!-« verdient das höchste Lob, sie hat mir die (Kchiudheit völlig hergestellt uud mich iu deu Stand gesetzt, meine gesellige Posilio'u lrneder eiuzuuehmcu. Mit iuuigstcr Dauldarleit und volltommeucr Hochachtung. ^»i-quisu l!o llr<'!üi!i. Nahrhafter als Fleisch, erspart die liuv!,w5mero bei Erwachsenen nud Kindern 50 Mal ihren Preis iu Arzneien. Iu Vlechdlichseu vou z Pfund fl 1.50, 1 Pfuud fl. 2.50, 2 Pfund fl. 4.50, 5 Pfnud fl, 10, 12 Pfuud fl. 20, 24 Pfuud fl. 3l'. NttV!!le5!>Ii;i'») C.l!s)!^!!>l>'!n iu Pulver uud in Tabletten für !2 Tasscu fl. 1.,>0. 24 Tnsscu ft 2 5.0. 4» Tassen fl. 4 5<», in Pnlu,r für 12<> Tassen ft. 10. silr 28« Tassen ft. 20. für 57«! Tassen ft. 36. Zu beuchen durch Äarry du Barry H Cumv. iu ^ion, 1VHi123oU8288« Ilr. S, in I.g.idH<)Ii Ed M a h r. in Marburg F. Kolletnig. iu Klag^iisurt P. Vi rub ach er. iu Graz Gebrüder Odcrra uzmayr, iu Iuusbruct Diechtl H Fraul, iu Viu; Haselmaycr. iu Pest Tür öl, iu Pr>!g I. Fürst, iu Brüuu F. Lder, sowie i>, alleu Städten bei guten Apoih^ürit „ud Svecereihändler»; anch uersendtt daö Wiener Hauß uach all^il Gegenden geqeu Postauweisung oder Nachnahme, Ncuejlc M (^rittiual - Telegranu:, der „Laibachcr Zeituuß.") «Paris, U. August. Die „Assenre Havas ' meldet: Die Prcuftcn räumen in acht Ta^en die Departements Qise, Seine und Qise. Seine und Marne und Seine. Bezüglich (5'ntschädi ssung der durch die Invasion betroffenen Departements wurde zwischen der (5o,nmission und d.-r Negiern«,, ein Ginverstaudnift erzirlt. (fs wird versichert, das linke (scntrum werde den Antrag auf Vollmachtsverlängerung fiir Thiers unverzüglich einbringen. Paris, ?. August. Der Anklagcact gegen die Insurgenten wuide heule oclöffentlicht. i^r glbt einen geschichtlichen Abriß über die Mitglieder der inler^ nationalen Association, welche den Ausstand vorbereiteten, und erzählt hierauf den Aufstand vom 19. März und die Verbrechen, welche ihm folgten. Cs folgen hierauf die Berichte bezüglich Assy's, welcher angella>,t «st, zum Bürgerlriege llllfgcici;», Civil- uud Üliililärgcwalten usutpirl, Regieruligsarlc cniögnld:, Decrcte volirt und deren Ausführung veraiilaßt zu haben, welche die Verwüstung, die Metzelei, die Plünderung, Brandlegung und Mord zur Folge hallen. All: Angeklagten sl,,d dcs Complottes zur Aenderung der RcgierungSform, der Aufreizung zum Bürgerkriege und dcr Usurpation von Regieruligegewulten angeschuldigt. Insbesondere werden noch angeklagt: Courbet der Mitschuld an dcr Zerstörung der Vendome-Saulc; Lhullier des Attentatcs, um Verwüstung, Metzelei und Plünderung nach Paris zu biingcn, Truppen auegehoben und insurrcclionclle Tn-ppen commandirl, sich des lZi-genthumcs der Stadt uu) dcs SlaaleS bemächtigt und Soldaten zum Uebcrlrllte zu den Nebelten vclleitct zu Hader«. Oroliss>!t wird dcr activen Theilnahme an dem Ausstande, der öffentlichen Aufforderung zum Ungehorsam qc^cn die Gesetze und der Äeleidiguna der Nationalversammlung anyltlagt. Vndure, Oillivray und Ierl6 wcrdcn dcr wiUlürlichln Ecqulslration und der adsicht-lichen Zerstörung von Pliraiyausevn und öffentlichen Monumenten, derKirchcnplündcluna, und auch des Mordes angctlagt, da sie für die Hinrichtung dcr Geiseln stimmten. Ionrde wird überdies jür dic i^iiwnzgcbahrung vürant-wörtlich gemacht, welche dcn Bruch dcr Siegel an den Slaalscassen und die Vi,:sch!cudcrung der öffentlichen Fonds verursachte. Fergat wiid angellagt, als Batail-lonSchef die Waffen gegen Fsantreich getragen zu haben. Oie Mitglieder dcr Commune werden für die Brandstiftungen verantwortlich gemacht. Axdere Berichte sind noch nicht erschienen. Der bei Eröffnung dcs Kriegsgerichtes verlesene Be» richt führt den Uifprung der Insurrection auf dic Allianz dcr revolutionären Partei mit der internationalen Association zurück, welche die unglücklichen Verhältnisse des Vaterlandes und die Anwesenheit dcr Preußen benutzt haben, um ihr Vorhabm auszuführen. Der Gericht weist hierauf nach, daß der gesammte Plan darauf hinauslief. Paris allgemein in Brand zu sctzcn. Es wurden 238 größere Gcbinike oder Häuser vom Grande betroffen. Dem Oencralbericht folgen sodann Emzeln-bcrichtc über die verschiedenen Angeklagten. Paris, 8. August. In dcr Nationalvcrsammlung erklärte der ssncsssminister. er habe dem Herzog von Chartrcs. welcher ohüe Gchalt zu dicnrn mttangle, gestaltet, provisorisch als Escadronschcf in Algerien ;u dienen. Dcr Gesetzentwurf megcn Vci mchrtmg der K^gs-gerichtc wurde angenommen. Dcr 5lrlP?r?. Motallil,uc« 59 50. - 5perc Melalliqu^ mit Mai-. nud ^vemder-.ZWsen 595^. _ ^„^ Natioual-A"l"l,eil W^eu mit Getreide, 0 Wnczni luit Holz, 0 Waniu mit Zwiebel,! m,^ 70 Slilck Schweins, vnu 17 bis 21 tr per Pfund.__________Durchschnitte«- Preise, st- lr. „. ,f. Weizen pr. Melden 5. 70 ! Butter pr. Pfuud , ^^0 K°rn „ 4 -/ Graupen pr. Maß . — -- Gerste „ 2 70 Fier pr. Stlict . . — 2 Hascr ,. ^ - ' Milch pr. Maß . — IN Valbfrucht „ 4 «9 N„idflcisch pr. Pfd. — 21 Helden „ :j 20 s Kalbfleisch „ — 2°.' Hlrsc „ 3 60, Schwrinefleisch „ — ^ Kulnrutz „ 4 20^ Schüpseusteisch „ — Ili Erdäpfel „ — -. ! Hähudcl pr. Stucl —2'. Anisen .. __ _ ^ Tauben „ — 12 Erbsen „ ,._ — ! Hm pr. Zcutuer . __ . ^. Fisolen „ - — !^ Stroh „ . ^_ ' , NlndSschiual; vr. Pfd. — , 50 Hol,, hartr«, pr. Ulsl <; Schweiiieschülalz „ — 42 — weiche, „ 4 -. Speck, frisch. „ — 37 Wciu, rother, pr. Eimer .- — Speck, geräuchert, Pfd, ^- — -^ wrlher ,. - — Angekommene Fremde. Äm 7 Älissust «>^s«,»«. Vuga. Picar, Kal bei Kanal. - Buga, löiciltucr, Htanal. — Cailuailu, Militär (NeistliHcr. Salvatoie de Macchioro, Trieft. — Virulamo ^entilo»,D, Trieft. -- Win-seppe lHapouMa. Fiume, — Stiegcr, jlausm,, Passau. ~ Ouba Professur, Wraz. - Weiß, Wicu. - Wenzel, Profelwrs Witiv/ Trieft. ^ Steiner. Prwat. Wraz. ,. Eisucr Muucl^l -Kouacic, Trchaut, Ivria - Earniclich, .halid"lsm Trieft' -Laugrr, Sagor. ^ , ^- ,» ^<««>t HV,^,.. Baron Schwarz, l. l. FZM., Wien. - Ri-bano. Pnuat, Wlen. - Tremsau, Haudelsmaun, Triest, -Sckaup, Wleu - Röster, Kauf.u,, Bradfort. - Berqer Ge- Assistent, Tne,t. - Pez. Kaufm., Wien. "s"er''Trie'sl ^'^^^' ^"'^^ ^"'^ " ^^' Maqazius-Äus. Z Id ZA ^^ °^ I 5« kZ s» ° «° ^Z ^___L:^ » - -, » Kl.«.» «li Mg '7.!8 7? ^12?i miildW N^bcl^ I n 2 „ N. 73«..u ^2t,4 NO, mäszili ;.HäIfle dew. """ 10« Ab. 7^7.3. !'»!«., w,ud!>,ll ditu» bew. ^''" Nacht« sterncuhrll. Diach 5 Uhr Hüh^uüll,^ Iliiteltag^ wcch-ssludc Bc!vü!lu»(i. Nachmittags auf lurze Zrit llbh^fter N°rt,usl» wl»d. Strlchrr^u. Da« Tngcsmittel dcr Wärme ^. t8^" uin 1'4" uuter dem Normale, 'Ueräutworillch.r Rccan.ur: Igua, v. K l c','« m a u r. " OiNlcndcrlchl. '^i^n 7 Auc,ust. Speciell die Auglll-Actieu waren ,m Vorgeschaltc gedruckt, crholtcu sich aber dauu uud sti^eu ndcr deu uorgestrilii'» L^ür« Vli^,,,^..'. ^------!^------ papiercu blieb'die Haltuug matt. fouicit die Unbcdcuteuhcit der vorgefaUcueu Schlllsse überhaupt uou eiucr Haltuuc, ,u sprccheu ncstailct Daaeacu ta»,^,, ,. „^ '^"^°" keinucrtheu bcsserc Course als die vom Samstag ;um.B°rcicu, woruutcr boh- /^. ?lllge,?leiuc Gtaatoschuld. siir 100 fl. Geld Wiai! Olliheitlichc Staatsschuld zi: 5 pCl - in Noten verzinSl. Mal-November 5i).54 ^9.60 , ., „ Fcbrullr-August i.9,50 5^,b0 ^, Silber „ Iänuer-Inli , 69 55 "9,li5 , „ , Apnl-Octobcr. "9 50 69.60 Lisc«,I. 1839 . . . 302.-303.- .. ,, 1s54 (4 "/,) zu 250 f!, 94 50 95,- ., 1860 zu 500 fl. . . NN.50 101,o,'^>,. ^., Fur 100 ss. W^ll Waar< 'b^ymen . . , . zu5p«t 96.— 97,- ^',nn . . . „5,, 7s,c,5 755., Nledei-Oesterrelch. . „ 5 , 97 __ 9^ ^_ Ober-Oesterreich . . „5 " ^^^ ^'^ Siebenbürgen ... „ 5 „ ?<; 75 77 2^> Stelermal^ ... « 5 ., 93 — 94 ^ Ungarn . - ... ,. 5 .. 8020 80.60 C'. Andere osscntllche Anlehen DouaurcailllNüiciölose zu 5pEl. 97.— 97.25 Ul,u Eiseubllhnanlehen zu 120 ft. i? W. Silber 5"/o pr- Sttlcl N0 20 110.49 „,7.1 ^rämicuanlehcu zu 100 ft. 7. N.l73!l. Einzahl.) vr.Stüct 97.40 97 60 Wieuer Cllmmuualaulchcu, nick- Geld Waare zahlbar 5 pEt. für 100 ft. . . 87.20 87.40 >». Actien von Nanlinst'tllten. 9 25 N'3.50 Vcrlehrsbant.......N0.50 171.- >L. Actien von Tral,Spvrtll»t.sneh» munden. <Äslft Waare Alfiild-Fiumlliier Bahn . - - I76-"0 177.- «öhm, Westbahn.....251.50 252.- E°rl-Vudn>ig-«atm.....249.50 2d0 - Douau-Dampfschifff. Gesellsch. . 580.— 581, - Elisllbech-Westbahu.....223.25 223.75 Elisabttlz-Wcstbahn (Linz - Vud- wliser Strecle) ... . .197,7519825 Ferdmands-Nordbllhu . . . 2147 2150. -Fünfk«rchtu-V»rcstr««»hn . . 175.— 175.50 Mell' Waare ?krc!N','Iosevl!s.?;abn . . , . 2.^3 50 204 — ^mbcra-T^rn.cIafsyerlNllhn . 174 .. 175 — !!°". vslerr........^74 ^ 375 ^ Oesterr. Nordwcsibahn . . .214 25 214 75, ,3iul,alfö-Aahn...... 162— NN50 Siebeubilrller Nchn . . , . 172.75 175.25 Siaatsbahn....... 42^.50 423, - Südbllhn . ,...... 18050 18075 Sild-uardd Verbiub. Vahu , . 175,— 175 50 ^Theiß-Vahn ...... 252 50 253.50 ,Ungarische Nordostbahn . . . I<)3,25 1 verz. 106,— 106.20! Franz-Iosephs-V^hu . . . , ^>:0 97.80 j ^.earl-^udw.B.t.S.l,er>.!,Vm. 105.— 106-Otllerr. N°rbwell8»bn . . 9810 9880 I!^«b.O 3V ,5>00Fr,..!,Em. 14050 14,-3 .s'^ '^^«"" lf'c, pr. Stllck 10!. 50 109,75 3 ^^ « ?.?'I' ^"« s'tr 100si. «9.70 89.90 Vlidb.-Bous 6''/.. (I8?ü—7^) » 500 Frcs pr. ^tilck ">N _ 2ä2 -- ,U"g. Ostbahu fllr 100 fl. ' ^d6,<»0 87,'l0 ! ««. Prlvatlose (Pet Slllcl.) ,°^°« ^ H°ud°l u. Gew. G.,d Wac.lt ^.^'^^i!,W......178 25 178.50 »iudolf-Ttlftuuu zu 10 fl. . . 15,^ 15.50 Wechs,l (3Mou) Geld Waare NugSbura, fl!r 100 ss s«dd. W. 102 70 102,80 strautturl °,M. 100 fl. dnc« 102.90 103.-' Hamburg, silr 100 Marl Äauco 90 - 90,N' London, fUr 10 Psuud Sterlina 121.90 ,22.-h°r,e, fUr 100 Francs . . . 4755 47 95 Cours der «eldsn,t,u lt. Mlluz-Ducatci. . 5 ft.' 51 fr. 5 ss, 82 ll Napllls?u«b'or . 9 73 9 „ 73i ^ Prcuß. Casseuscheiue', 1 ". ftii'. . 1 ., «2i - l Glider . 120 ,. 90 „ 121 16 " Kraiuifche Vrundentlllstung« - Obligationen, P"