(Poitnuu. platanft » golofini.l Deutsche Zeitung Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat — Schriftleirung und Verwaltung: Preiernova uliea S, Telephon Nr. 21 (interurban) 1 Bezugspreis« für da» Inland: vierteljährig 40 Sin, haldjährig 80 Sin, ganz-»«tiindigungen werden in der Verwaltung zu billigsten «ediihren entgegengenommen f jährig ISO Din. Für das Au»land entsprechende Erhöhung. Einzelnummer Din 1*50 Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Sonntag | Celje, Sonntag, den ». Juli 1932 J 57. Jahrgang Nummer 51-52 Sturität Was einem in der jetzigen Zeit bei Betrach-tung der weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Ver-Hältnisse den Eindruck beibringt, als sei man in der Gummizelle eines Irrenhauses und renne vollkom-men vergeblich mit seinen Gedanken gegen die Gummiwände an. ist der Umstand, dafj man die „Forderungen" und „Ergebnisse" der vielfachen Rettungskonferenzen mit seiner eigenen Vernunft absolut nicht in Einklang bringen kann. Nun, auf die Aufnahmsfähigleit der eigenen Vernunft würde man schließlich ja noch verzichten, denn man ist ein einfacher, bescheidener und selbstverständlich gänzlich unstaatsmännischer Mensch, aber die ganze Welt denkt ja so, wie man selbst denkt, operiert mit den-selben Tatsachen, wiederholt es tausendmal am Tage, daß es so nicht mehr weitergehen könne, aus diesen und diesen zum Ueberdruß bekannten Gründen. Und doch geht es so weiter. Es geht gegen alle Vernunft so stur weiter. Jede Konferenz bis-her — und sie waren so zahlreich! — scheiterte an derselben Sturität. Wie es gar nicht anders sein kann, werden auch die gegenwärtigen großen Kon-ferenzen in Genf, Abrüstung, und in Lausanne (Reparationen) an dieser einzigartigen Sturität scheitern. Dabei leben wir in einer von bedeutsamsten Zeichen und Ereignissen dickoollen Zeit. Wir sind schon so an das außergewöhnliche Elend gewöhnt, daß wir diese Zeichen gar nicht mehr bemerken. Es ist der Fluch der Weltgeschichte oder das unüberwind-liche Zaubergeheimnis der göttlichen Vorsehung, daß es für große Menschheitskatastrophen auf dem Wege zu ihrer Vollendung immer nur ein „Zuspät" gibt. Wird uns dies die Konferenz von Lausanne nicht wieder beweisen? Die ganze europäisch« Mensch-heit wartet seit den letzten, so besonders schlimmen und katastrophal drängenden Monaten mit äußerster Ungeduld aus die Erleichterung, die die Abrüstung?-und die Reparationskonferenz geben sollen. Die Ganz und gar Bin ich ein armer Wicht. Meine Träume sind nicht wahr, Und meine Gedanken geraten nicht. Wohl unglückselig ist der Mann, Der unterläßt das, was er kann, Und unterfängt sich, was er nicht versteht. Kein Wunder, daß er zugrunde geht. Goethe. Johann Gabriel Seid! in unserer Heimatstadt Waltraut Negri, Grai> 111. 27. Juli. — Abermals muß ich deine Mutter in Tränen sehen und abermals scheitert meine Be-mühung, den Quell derselben zu ergründen. 6 Uhr abends. — Endlich gelang es mir, den Grund zu erfahren; deine allzubejorgte Mutter fürchtet, ich könnte mein Leben, welches ihr nun doppelt Wert ist, weil dein Glück auch daran hängt, zu wenig ganze Welt, die zum größten Teil selbst nicht zahlungs-fähig ist, weiß genau, daß Deutschland, das bereits unerhörte Summen zahlen mußte, nicht zahlen kann. Daß also Frankreich nicht hoffen kann, in seine mit Gold vollgestopften Schatzkammern aus dem weiß-gebluteten Deutschland noch weiter Gold abziehen zu können. Nicht heute und nicht in fünf Jahren-Denn eine Verschiebung der Reparationen bedeutet zugleich auch eine Hinausschiebung der Weltwirt-schaftskrise. Diese Krise kann nicht beseitigt werden, wenn Deutschland fünf Jahre lang keine Repara-tionen zu zahlen braucht. Denn die Krise eiistiert deshalb, weil durch die Tatsache der Reparatio-nen die Grundsätze der Weltwirtschaft zerstört und der normale Lauf des Welthandels zerrüttet wurde, woraus das große Mißtrauen erwuchs, dessen Gift-hauch jetzt über der Welt liegt. Trotz diesem allen steht stur und schroff nun auch in Lausanne wieder die Forderung empor: Deutschland muß zahlen, wenn nicht jetzt, so später. Das Elend der Well soll nicht zu Ende gehen. Der gewöhnliche Mensch mit seiner klaren Vernunft ist am Ende seiner Denkfähigkeit. Wenn er rundherum die bittere Wirtschaftsnot sieht, wie sie jedem einzelnen Menschen schon beim Fenster hereinschaut, wenn er weiß, daß dies alles bald ein Ende haben könnte, wenn .... ja, wenn es diese ungeheuerliche Sturität nicht gäbe, dann bleibt ihm nichts mehr übrig als eine dumpfe, fressende Wut. Richt wenig interessant und sehr bezeichnend ist es, daß auch die sogenannten kleinen Staaten sich dieser Sturität beugen. Das sind jene Staaten mit den bekannt leeren Kassen, denen eine Been-digung des jetzigen Weltwirtschaftszustandes am aller-dringendsten nötig ist. Auch sie helfen die heute als vollkommen leer erkannte Phrase „Deutschland muß zahlen!" zum steinernen Hindernis der Weltgenesung machen. Es sind das jene Staaten, die, gehe es wie immer in der Welt zu, infolge ihrer geographischen Lage wirtschaftlich nur dann werden leben und schonen. Die entfernteste Ahnung von einem Unfall, der mich treffen könnte, macht sie beben. Nur der Schwur, daß ich bewußt der Pflichten, die auf mir lasten, nun doppelt meines Lebens und meiner Gesundheit achten wollte, beruhigten sie. Und noch ein zweiter Quell ihrer Tränen! Der sehnsüchtigste Wunsch, dich ihr schönstes Kleinod, den Ihrigen zeigen zu können! Du siehst wie weit du deiner Mutter warst, als ich dies schrieb; möchtest du jetzt, wo du es liest, dir sagen können: Ganz bin ich es nicht unwert, daß sie mich schon damals so innig liebte. 23. Juli. — Heute bemerkte ich die ersten Tränen in deinen Augen! — sonst schreien die Kinder mit tränenlojen Augen; dir scheint die Natur ihre schönsten Perlen frühzeitig geschenkt zu haben. Entweihe sie nie: Tränen sind der menschlichste Weihbrunn! 29. Juli. — Wieder eine melancholische Stimmung deiner Mutter! Wie sie dich länger betrachtet, kommen ihr unwillkürlich die Tränen. — Heute sah ich dich zum ersten Male im Bad. 30. Juli. — Seltsam! Wie du die Mutter neben dir weißt, wirft du still. Wenn sie ein Nachmittagsschläfchen machen will, so wirft du gewöhnlich unruhig und bleibst es so lange bis sie gedeihen können, wenn das große deutsche Volk leben und gedeihen und mit ihnen Handel treiben kann. Es gab schon große Ereignisse in der Wett-geschichte. E» gab j. B. die Beendigung der napo-leonischen Kriege, die ja auch die ganze Welt um-faßt hatten, und zwar viele Jahre lang. Aber eine solche Sturität wie heute gab es in der Lösung von politischen Weltnotfragen noch niemals. Man verlacht gerne den Kongreß Metternichs, was aber wird unsere Nachwelt zu den gegenwärtigen Kon-ferenzen sagen, die, obgleich sie die gefährlichste Not anstacheln sollte, so unendlich stur sind?! Wirkliche Abrüstung Die nachfolgenden Datei, sind der Bro-schüre „Wirttiche Abrüstung" von Dr Hermann Kirchhof entnommen. Sie werden besonder» jetzt al« Beitrag zur Abrüstungskonferenz äußerst eindringlich sein. Hat Deutschland abgerüstet? Deutschland hat die im Teil V des Versailler Vertrags übernommenen Abrüstungsverpflichtungen durchgeführt. Die allgemeine Wehrpflicht ist a b g e s ch a f f t. Die deutsche Rüstungsindustrie ist vernichtet. Das deutsche Heer ist auf ein Berufsheer von 100.000 Mann mit lang-jähriger Dienstpflicht herabgesetzt. Die An-sammlung ausgebildeter Reservemannschaften ist da-durch unmöglich. Die Bewaffnung des kleinen deutschen Heeres ist genau vorgeschrieben. Die Ansammlung von Reservematerial, von Waffen. Munition und Abrüstungsgegenständen ist ver-boten. Die wesentlichsten Angriffswaffen, wie Flug-zeuge, Tanks, schwere Geschütze und Unterseeboote, besitzt Deutschland nicht. Das Ausmaß der deutschen Abrüstung ergibt sich aus folgenden Zahlen. Deutsch-land hat ausgeliefert: 1. Auf Grund des Waffenstillstands-Vertrages: 5.000 Geschütze (davon 2500 schwere und 2500 Feldgeschütze), 25.000 Maschinengewehre, 3.000 Minenwerfer, wieder aufsteht und sich neben dein Bettchen setzt. Es ist als ob du bereits wüßtest, daß der Liebe bestes Plätzchen am Mutterherzen, ihr bester Schutzgeist der Mutter Auge sei. August 1830 4. August. — Heute trug dich deine Mutter zum ersten Mal in die freie Gottesluft. (Auf den offenen Gang im Hofe des Hauses.) 7. August. — Mein Kollege und Landsmann W. M Lang nahm bei seiner Abreise nach Wien in einem Brief eine Haarlocke von dir für meine Schwiegereltern mit. 9. August. — Schon Geschenke erhältst du lieber Kleiner. Der hiesige Glassabrikant Jgnaz Novak, dessen hoch auf dem Bachern gelegene Fabrik (Racovitz) ich mit dem Gonobitzer Präfekt besuchte, gab mir ein allerliebstes Kristallkrüglein für dich mit. Möge der erste Zug, den du daraus tun wirst, e>n wahrer Glück verkündender Toast für dich und deine gute Mutter sein! 10. August. — Im Wagen deines Paten fuhrst du heute, von deiner Mutter, meiner Mutter und mir begleitet, zum ersten Mal in» Freie. Die sanft schaukelnde Bewegung beschwor einen festen Schlaf auf deine Wimpern und das lieblich Rot deiner Wangen bewies, daß dir der erste Ausflug Seite 2 Deutsche Zeitung Nummer 51/52 1.700 Jagd- und Bombenflugzeuge, ins-besondere alle für nächtlichen Bom-benabwurf bestimmten Flugzeuge, 5.000 Lokomotiven, 15.000 Eisenbahnwagen. 5.000 Lastkraftwagen: 11. auf Grund der Entwaffnungsbestimmungen des Versailler Vertrages rund 6,000.000 Gewehre und Karabiner, 105.500 Maschinengewehre. 242.500 Maschinengewehrläufe, 28.470 Minenwerfer und Rohre, 54.887 Geschütze und Rohre, 28000 Lafetten, 4.390 Minenwerser-Lafetten, 38.750.000 Geschosse. 490,000.000 Handwaffenmunition, 16,550.000 scharfe Hand-, Gewehr-und Wurf' granaten, 60,400.000 scharfe Zünder, 335.000 t Geschoßhülsen, 23.515 t Kartusch- und Patronenhülsen, 37.600 t Pulver. 79.500 t Munitionslehren, 14.014 Flugzeuge, 27.757 Flugzeugmotore, 212.000 Fernsprecher, 1.072 Flammenwerfer, 31 Pan«rzüge, 59 Tanks, 1.762 Beobachtungswagen, 8.982 drahtlose Stationen. 1.250 Feldbäckereien, 2.199 Pontons. 8,230.350 Sztz Ausrüstungsstücke f. Soldaten. Die deutschen Festungen des Reiches sind ausnahmslos zerstört. Das ganze deutsche Gebiet auf dem linken Rheinufer und eine 50 Im breite Zone rechts des Rheins ist entmilitarisiert, d. h. es find dort weder Befestigungen noch militärische Besatzungen oder militärische Einrichtungen und Vor-bereitungen irgendwelcher Art vorhanden. Weitere entmilitarisierte Zonen befinden sich bei Helgoland, am Nordostsee-Kanal und an der Ostseeküste. Im Osten des Reiches befinden sich nur wenige un-moderne Befestigungsanlagen. Deutschland ist.also tatsächlich ent-waffnet. Diese Tatsache ist auch beim Eintritt Deutschlands in den Völkerbund anerkannt worden. Maßgebende Militärs und Politiker der früheren Kriegsgegner Deutschlands haben die Entwaffnung bestätigt. War die deutsche Abrüstung bedingungslos und welche Verpflichtungen haben die anderen Mächte hinsichtlich der Abrüstung übernommen? Die in Versailles Deutschland auferlegte Ab-rüstung war nicht bedingungslos. Sie sollte vielmehr nur die Einleitung einer a 1 l g e m e i-nen Abrüstung sein. 3m § 1, Abschnitt I. Teil V des Versailler Vertrages heißt es ausdrücklich: „Die alliierten und assoziierten Mächte legen Wert darauf, klarzustellen, daß ihre Bedingungen in Gottes grünen Spiel-Saal recht wohl bekom-men habe. 12. August. — Mein Wecker (Geschrieben um 10 Uhr vormittags auf einer An-höhe am linken Sannufer hinter dem Schloßberg im Walde.) Nicht Räder-Werk. nicht Schlagwerk und Gewicht, selbst Morgenglock' und Haushahn brauch' ich nid t, auch weder einen Knecht, noch eine Magd, die mich allmorgendlich zu wecken hat. Denn einen Wecker hab' ich nebenan, der es weit besser, als sie all- kann. er zupft mich nicht an Zehe, Ras' und Haar, vom Herzen aus weckt er mich wunderbar. Der kleine Wecker aber ist — mein Kind, der weckt mich zuverläßig und geschwind, ein Laut, ein Schrei — so ist es mir genug: weiß Gott! Er kennt den rechten Glockenzug! Dann spring ich hin zu ihm und seh mit Lust sein Lächeln nach der Mutterbrust, und frommer Wünsche wird mein Herz so voll, wie es am Morgen eben werden soll. hinsichtlich der Rüstungen Deutschlands nicht nur zum Zweck hatten, Deutschland die Wiederaufnahme seiner krieaerischen Angriffspolitik unmöglich zu machen. Diese Bedingungen stellen viel-mehr gleichzeitig den ersten Schritt zu der allgemeinen Herabsetzung und Be-grenzung der Rüstungen dar, die die bezeichneten Mächte als eines der besten Mittel zur Kriegsverhütung zu verwirklichen suchen und die herbeizufüh» ren zu den ersten AufgabendesVölker-b un des gehören wird. Wird diese Verpflichtung zur allgemeinen Abrüstung anerkannt? Führende Staatsmänner der im Weltkrieg sieg-reichen Staaten haben die moralische und juristische Verpflichtung zur allgemeinen Abrüstung immer wieder anerkannt. Paul Boncour äußerte am 8. April 1927 auf der Tagung der Vorbereitenden Abrüstung?-kommission: „Es ist richtig, daß die Einleitung zu Teil V des Versailler Vertrages die Begrenzung der Rü-stungen betrifft, die Deutschland als Voraussetzung und als Vorläufer einer allgemeinen Beschränkung der Rüstungen auferlegt wurden. Das unterscheidet sogar sehr genau die Rüstungsbeschränkungen Deutsch-lands von anderen ähnlichen Rüstungsbeschränkun-gen, die im Laufe der Geschichte nach dem Abschluß von Kriegen auferlegt wurden. Dieses Mal ist diese Bestimmung — und das gibt ihr erst ihren ganzen Wert — nicht nur einem der Unterzeichner des Vertrages auferlegt worden, sie ist vielmehr eine Pflicht, eine moralische und juri-stische Verpflichtung für die anderen Unterzeichner, die allgemeine Begren-zung der Rüstungen in Angriff zu nehmen." Viscvunt Eecil sagte über die Abrüstung«-frage im Oderhaus (18. 11. 1926): . . Bezüglich der Abrüstungsfrage gibt es keinen Zweifel, daß die internationale Verpflichtung zur Verringerung der Rüstungen ganz und gar klar bestimmt ist." Dn englische Außenminister Henderson äußerte in einer Ansprache bei der großen Ab-rüstungskundgebung der internationalen Frauenliga in London am 9. 2. 1931: „. . . Jedermann weiß, daß wir gleich jedem Mitglied des Völkerbundes durch Gesetz und Ehre zur Abrüstung verpflichtet sind. Ueberdies müssen wir daran denken, daß der Ver-trag, der diese feierliche Verpflichtung enthält, der-selbe Vertrag ist, durch den die wirksame Abrüstung anderer Stationen sichergestellt wurde. Wir alle wissen daher, daß die gegenwärtige Sttuation nicht definitiv fortbestehen kann." Ist eine einseitige Abrüstung eines oder mehrerer Völker auf die Dauer möglich? Sie ist nicht möglich. Sie widerspricht dem Prinzip der Gleichberechtigung. Der Völkerbund ist Und weckt er oft mich etwas früher auf, als es vordem gewesen mein Gebrauch. ich bin gleich wohl der erste nicht empor: die Muttersorge kam mir stets zuvor. Und sollt' ich manchmal auch der Erste sein, wie wäre dieses Opfer doch so klein! fürs Lamm erwacht der Hirt im Dämmerlicht: und ich — ich sollte für mein Kind es nicht? 13. August. — Man will an der linken Seite deiner Stirne eine kleine unsymetrilche Erhöhung bemerken. Wir glauben fest, daß sich dein Kopf von selbst besser arrondieren werde, als manches Land durch Waffenmacht. 14. August. — Eben kamen wir mit dir, der heute die vierte Woche seines Erdenlebens vollendet hat, von deiner zweiten Luftfahrt (nach Tüchern gegen die Oppoka-Mühle hin) zurück. Du schlicht wieder auf dem ganzen Wege. 26. August. — Zweimal wurdest du nicht mehr ausgefahren, sondern schon ausgettagen. Auf dem Wege schliefst du größtenteils: nach deiner Heimkehr befandest du dich erst wohl. — Der erste Ausdruck deines Wohlbehagens ist: Heu, Heu! Soll das deutsch oder lateinisch sein,- ich wollte das ein Bund freier und gleichberechtigter Völker zur Sicherung des Friedens und Fortschritts der Memch-heil. Es kann tn ihm nicht Völker zweierlei Rechtes geben. Es können in ihm nicht abgerüstete und hoch, gerüstete, nicht zwangsweise entwaffnete und rüstungs-freie Staaten nebeneinander bestehen. Ein solc^s Nebeneinander widerspricht nicht nur der Gerechtig-kett, sondern auch den Erfordernissen des Friedens, da es bei den einsettig abgerüsteten Völkern da» Gefühl der Unsicherheit, Unruhe und stärkste Un-Zufriedenheit hervorrufen muß. Sind sie doch hin-sichtlich iyrer Sicherheit ganz vom guten Willen ihrer ihnen nicht notwendigerweise freundlich gesinnten schwer gerüsteten Nachbarn abhängig und einem Angriff schutzlos preisgegeben. Wessen Sicherheit ist in Europa bedroht? Die Herbeiführung der allgemeinen Abrüstung ist immer wieder mit dem Hinweis auf die angeb-Iich bedrohte Sicherheit verschiedener heute hochge-rüsteter Staaten hinausgeschoben worden. Man hat es so hingestellt, als ob die hochgerüsteten Staaten durch die abgerüsteten Staaten bedroht seien. Demgegenüber ist festzustellen, dah in Wirk-lichkeit und selbstverständlich die Sicherheit der ab-gerüsteten Staaten bedroht ist. Deutschlands Grenzen liegen offen, während die Grenzen seiner Nachbarn aufs stärkste befestigt sind. Die Größe seiner Armee verhütt sich z. B. zu der Frankreichs einschließlich der ausge-bildeten Reserven wie 1:50 (Deutsche Armee 100.(»00 Mann ohne Reserven, französische 612.000 Mann mit 4,620.000 Mann Reserven >. Der Luft-räum über Deutschland kann nicht verteidigt werden, da Deutschland weder eine Luftwaffe noch aktiven Luftschutz besitzt. Deutschlands Sicherheiti st deshalb allein bedroht. Sein natürliches Recht auf Sicherhett ist, so lange die deutsche Abrüstung ein-fettig bleibt, aufs schwerste verlegt. Politische Rundschau Ausland In der Sackgasse Eigentlich befand sich die Konferenz von Lau-sänne vom ersten Tag an in der Sackgasse, aber jetzt scheint ihr Schicksal besiegelt bzw. ihre Ver-tagung „gesichert" zu sein. Zwischen der deutschen Delegation, welche betont, daß sie keinen Vertrag unterschreiben werde, von dem sie von vornherein weiß, daß er undurchführbar sein wird, und der immer weifie Zähne 15 Jahre Mt Zahns-Ite llhiorodonl benutze». Noch nie ha, sie un» enllöuscht! wir honen i«m« B*foe 3atm« und einen angenehmen SeWjmod im Zttunde, umwmehr, ta wir »chon längere Zeit da» THIorodonI-Wundiixisler benutzen. Auch benutz, die ganze Familie nur llhIorodont-Achnbürsleil." gej. er Reparationsftage bezieht. Bekanntlich hatte der Franzose Herriot auf einer der ersten Sitzungen der Konferenz dargelegt, daß Jugoslawien bei einer radikalen Streichung der Reparationen um 68 Millionen Mark im Jahr geschädigt wäre. Run agt die italienische Denkschrift, daß diese Ziffer er-funden sei. Jugoslawien habe in Wirklichkeit das Recht auf 5 oder 6 Millionen Mark pro Jahr. Jugoslawien habe keine so großen Kriegsausgaben gehabt wie z. B. Italien oder andere Staaten und deshalb habe es im Verhältnis auch so wenig Kriegsschulden im Ausland. Die Summe von 5 oder 6 Millionen sei vollkommen genügend für die Deckung des jugoslawischen Saldos. Die Streichung der Reparationen bezeichnet das italienische Repara-tionsmemorandum kurzweg als Bedingung für den Wiederaufbau der Weltwirtschaft. Begeisterte Aufnahme in den anderen Staaten Die Abrüstungsoorschläge des amerikanischen Präsidenten, die die Franzosen und ihre Traban-ten als Propagandamittel für die Präsidentschafts-wählen hinzustellen versuchen, sind in Deutschland, Italien, England und in allen Staaten mit Aus-nähme der im ftanzösischen Kielwasser segelnden mit Begeisterung aufgenommen worden. Frankreich lehnt ab Der ftanzösische Ministerpräsident Herriot hat am 23. Juni abends durch das Radio die fran-zösische Antwort auf die Vorschläge Hoovers bezüg-lich der Abrüstung, die in Paris wie eine Bombe gewirkt haben, bekannt gegeben. Die Antwort lautet selbstverständlich ablehnend. Die „Agence Radio" gibt die französischen Gründe für die Ablehnung nachfolgend an: 1. Die Vorschläge Hoovers be-zeichnen außer giftigen Gasen und Tanks schwere Artillerie, Bombenwerfer und U-Boote als Angriffs-waffen, obgleich diese Waffen sowohl für die Offen-sive wie auch für die Defensive verwendet werden. 2. Präsident Hoover macht keinen Unterschied zwi-schen den Staaten, die im Weltkrieg als Angreifer aufgetreten sind, und denjenigen, die sich in der Verteidigung befanden. Das Unterlassen einer solchen grundsätzlichen Unterscheidung (also Sieger und Besiegten!) bedeutet das gleiche wie die Mili-tärparität, die Deutschland schon lange verlangt. 3. Abgesehen von dem kolonialen Bedürfnisse be-rücksichtigen die amerikanischen Vorschläge weder die geographische Lage noch die nationalen Notwendig-leiten der einzelnen Staaten. 4. Die amerikanischen Vorschläge fordern die Herabsetzung der Rüstung?-ausgaben um ein Drittel, nehmen jedoch keinerlei Stellung ein bezüglich der Garantien für die Sicher-heit. — Die französische Antwort auf den Ab-rüstungsvorschlag des amerikanischen Präsidenten spricht Bände für die Aussichten der Abrüstungskonferenz. Was die wiederum angezogene „Sicher-heit" anbelangt, mußte man glauben, _ daß sie, wenn alle Staaten im gleichen Verhältnis ab-rüsten, nicht geringer sein könnte als heute. Jnter-essant ist, daß die Franzosen für die allfällige An- des Präfekten Dorfmann nach Marburg und machte von ihm und dem Kellermeister seines Ordensstiftes Admont, Leopold Schnitzer, begleitet, in Pickern Seiner k. k. Hoheit dem Erzherzog Johann Baptist in dessen Weingarten meine Aufwartung. Der kaiserliche Herr empfing uns ungemein freuTtblich und rechtfertigte das.Gefühl, das mich immer beim Anblicke feines von Krafft gemalten und von Höfel gestochenen Porträts ergriff. 28. Oktober. — Deine Mutter äußerte sich, daß sie nichts sehnlicher wünsche, als dich bereits aufrecht auf dem Arme tragen zu können, damit es ihr leichter werde, dir ins Gesicht zu sehen. (Ein Vorteil des Tragens auf dem Arme, den nur die Zärtlichkeit der Älutter berechnen kann.) 17. November. — Mit dem heutigen Tage ist das erste Jahresdrittel deines Lebens voll. Dezember 1830. — Ein leichter Winter — für dich doppelt mild, weil du nicht aus den wär-menden Armen deiner Mutter kannst; für deine Mutter kürzer als jeder vorherige, well sie ihn mit ihrem lieben Kinde zubringen kann. Neujahr 1831. — Ein neues Jabr! — Wichtig für dich, der du ihm deine eigentliche Ent-knospung verdanken sollst, wichtig für ganz Europa, das es entweder aus einem halben Chaos reißen nähme der Hoover'jchen Vorschläge eine Gegen-leistung auf dem Gebiet der Kriegsschulden sor-dem würden, als ob die Abrüstung für Amerika ein Liebesdienst sei. Die Kkdine Entente gegen den amerikanischen Abrüstungsvorschlag Während 28 Staaten den Abrüstungsvorschlag des amerikanischen Präsidenten bedingungslos an-genommen haben, sind die Staaten der Kleinen Entente, ebenso wie Polen und Frankreich, gegen den Vorschlag Hoovers. Eröffnung des Minderheitenkon-gresses in Wien Am 29. Juni wurde in Wien unter dem Vorsitz des früheren siowenischen Abgeordneten im italienischen Parlament Dr. Josip Wilfan der VIII. europäische Minderheitenkongreß eröffnet, an dem 120 Delegaten aus ganz Europa teilnehmen. Die slowenisch-kroatische Minderheit in Italien vertreten die früheren Abgeordneten Dr. Wilfan und Dr.' Besednjak, die Kärntner Slowenen die Landtags-abgeordneten Dr. Petek und Pfarrer Stare. Die Südtiroler Deutschen sind offiziell nicht vertreten, aus naheliegenden Gründen. Aus Stadt und Land Vorrückungen im Gerichtsdienst. Mit kgl. Ukas sind in die nächsthöhere Gruppe u. a. nachfolgende Richter vorgerückt: Dr. Franz Vidovic, Präsident des Krei-gerichtes in Eelje; Ferdo Rec-mar, Bezirksrichter in Rogatec; Dr. Boris Mihelic, Bezirksrichter in Maribor; Ivan Miklus, Bezirks-richt« in Maribor; Dr. Albin Zuhört, Staatsanwall in Celje; Karl Tschinkel, Bezirksrichter in Ribnica in Unterkrain: Dr. Rudolf Adamic, Bezirksrichter in Maribor: Nikola Antipin, Bezirksrichter in Lasko; Franz Juhart, Bezirksrichter in Maribor; Dr. Vla-dimir Liha, Bezirksrichter in Ptuj; Franz Gorenc, Bezirksrichter in Ljutomer; Franz Sever, Staat,-anwaltsstellvertreter in Maribor und Zorko Dokler, Bezirksrichter in Brezice. Aufhebung von Mittelschulen. Von den 50 Mittelschulen, die nach dem Staatsvoranschlag im ganzen Staat reduziert werden müssen, ist im Draubanat zur Gänze bloß das III. Realgymnasium in Ljubljana betroffen worden. Das bisher volle Realgymnasium in Ptuj wird in ein Unterreal-gymnasium mit 4 Klassen verwandelt. Die Lehre-rinnenbildungsanstalten in Ljubljana und in Ma-ribor werden verwaltungstechnisch an die Lehrer» bildungsanstalten angeschlossen. Unerhörter Zudrang zu den Mittel» schulen. Wie es scheint, glauben die Eltern der Kinder gerade in der jetzigen Krisenzeit den Beweis erblicken zu müssen, daß am letzten noch immer )er Beamte bzw. der Jntelligcnzberufler am besten dran st, denn er bekommt doch noch allmonatlich sein iies Gehalt, während fast allen anderen Berufen >er Zufluß von Bargeld eingetrocknet ist. Jedenfalls tellen die heurigen Einschreibungen in die 1. Klasse >er Mittelschulen bei uns einen Rekord dar. In oder in ein ganzes stürzen soll, entsteigt dem Schoße der Zeiten! Frankreich, ein Patient, der mit sich selbst zerfallen, den Arzt, den er sich nach den ent-setzlichen Eonvulsionen wählte, mit wenig Zutrauen ansieht. 17. Jänner. — Heute hast du dein erstes Halbjahr zurück gelegt. Nun endlich ist der Wunsch deiner Mutter erfüllt; du sitzest ihr frei und auftecht aus dem Arme, lachst sie und alle fteundlich an und führst eine so seltsame Sprache, daß wenn der Ammenglaube, baß die Kinder welche „Papa" schreien einen Bruder rufen, wahr ist, so müßte das dir zugedachte Brüderchen stocktaub sein wenn es dich nicht hören sollte. 23. Jänner. — Welche Freude für deine Mutter! Das erste Zähnchen durchbrach sichtbar die Härte des Zahnfleisches. (Ein Stoff zu einem Ge-dichte im Tone der „Flinserln".) — Heute wurde mit einem Dukaten der Grund zu einer Sparkassa für dich gelegt. Da deine Mutter die Verwalterin ist, so dürfte sie gut gedeihen. 26. Jänner. — Der Geburtstag deines Großvaters väterlicherseits. Seit« 4 Deutsche Zeitung Nummec 3 l/52 Ljubljana t B. haben sich für die 1. Klasse der dortigen Mittelschulen nicht weniger als 968 Kinder gemeldet! Am l. Realgymnasium wurden 273 Schüler und Schülerinnen eingeschrieben, so dah so viele Parallelklassen werden eingerichtet werden müssen, dah sie nach ihrer Zahl allein schon eine ganz stattliche Anstalt ergeben. Allerdings steht die Frage bedrohlich auf. Wohin einmal 'mit diesem übermähigen Intelligenznachwuchs, wohin einmal mit den, Bildungsproletariat? Wäre es nicht qe> radezu notwendig, dah Einschränkungen dieser Massenfabrikation angewendet werden. Kinder müssen schon von klein auf Tisaker Mineral-wasser trinken, iveil sie dadurch vom Blahhaise befreit werden. Pensionierung von Professoren und Supplenten. Das Unterrichtsministerium hat auf Grund des Finanzgesetzes im ganzen Staate 240 wirkliche Mittelschulprofessoren, sowie 90 Vertrags-Professoren, Supplenten und andere Angestellte von Mittelschulen in Pension geschickt: 140 Angestellte wurden entlassen. — Im Verhältnis zu den Summen, die im ganzen Staatshaushalt in Betracht kommen, ist die Ersparnis dieser Pensionierungen und Entlassungen natürlich bloh ein Tropfen auf dem heihen Stein. Eine slowenische Stellungnahme zum Minderheitsschulwesen. In seiner Folge vom 25. Juni veröffentlichte der Ljubljana« Slaven«" einen. Hetzartikel gegen die deutsche Parallelabteilung in St. Jlj, aus dem wir ohne Kommentar nach» folgendes festhalten: Unsere Deutschen und Deutsch-tümler arbeiten mit groher Hoffnung daraufhin, dah sie eine 2. Klasse der deutschen Parallelablei-lung bekommen. Nach dem Gesetz haben sie aber nicht einmal auf eine das Recht. Sie haben das Recht bloh auf eine niedere Volksschule, bis zu den ersten vier Jahren, aus eine höhere Volksschule haben sie. jedoch kein Recht. Auf jeden Fall mühte dann in Ä. Jlj eine neue deutsche Schule wegen dieser Deutschen errichtet werden. Der Ortsschulaus» schuh hat aber eine Ministerialverordnung in Hän-den, derzufolge er auf keinen Fall Kinder aus fremden Schulsprengeln aufzunehmen braucht. Wenn es einige slowenische Kinder — und sei es auch aus Oesterreichs) — aufnimmt, ist dies sein freier Wille und deshalb haben die Deutschen kein Recht, das gleiche zu verlangen. Bei der ganzen Sache handelt es sich darum, dah die Deutschen sagen »nicken: „Seht, ein wie starkes deutsches Element oberhalb von Maribor lebt! Und vierzigjähr'ige Mühe der hiesigen nationalen Kreise wäre vernichtet. Wir betonen, dah die mahgebenden Schulkreise bei der Aufstellung der hiesigen deutschen Parallelklasse am Anfang verhängnisvolle Fehler gemacht haben, die sich schwer werden reparieren lassen. Den mah-gebenden Kreisen rufen wir zu: Carcant consules! — Die Überschrift dieses Hetzartikels lautet: Was alles die Deutschen in St. 3lj verlangen! Aufhebung des Kommissariates bei der Arbeiterversicherung. Der Minister für Sozialpolitik hat den bisherigen Kommissar des Kreisamtes für Arbeiterversicherung in Ljubljana Ivan Tavcar, Beamter der Arbeiterkammer in Ljubljana, seiner Stelle enthoben und eine neue Direktion ernannt. Zu Mitgliedern der Direktion wurden aus dem Bereich der ehemaligen Steier-mark ernannt: a) aus der Gruppe der Arbeit-nehmer: Josip Oslak. Direktor der Ljudska tiskarna in Maribor,- Ladistaus Saje, Buchbinder in Ma-ribor; Stellvertreter: Karl Vidic, technischer Arbeiter in Celje; Anton Blazek, Beamter in Ptuj: b) aus der Gruppe der Arbeitsgeber: Andreas Oset, Ho-telier in Maribor: 3ng. Jos. Jelenc, Baumeister in Maribor; Stellvertreter: Jernej Golcer, Fah-bindermeister in Eelje: Aufsichtsrat: Franjo Dolzan, Spenglermeister in Eelje. — Ferner wurde auch der Kommissar des kaufmännischen Kranken- und Unterstützungsoereines Dr. Ivan Pleh tn Ljubljana seiner Stelle enthoben. Zu Mitgliedern der neuen Direktion wurden u. a. ernannt: Vilko Ber> baj«, Kaufmann in Maribor; Anton Fazarinc, Kaufmann in Eelje: Vllko Weiil, Kaufmann in Maribor: Stellvertreter: Franz Majer, Kaufmann in Maribor: Ivan Ravnikar, Kaufmann in Eelje; Alots Dolezal, Beamter in Maribor. Der Sozial-minister hat auch bei den anderen Kreisämtern für Arbeiterversicherung im Staat die Kommissärswirt-schaft aufgehoben. Mit einem Militärflugzeug geflüchtet. Am 25. Juni landete auf dem Flugplatz in Ljub-ljana ein modernst gebauter italienischer Militär-eindecke? des Typs „Fiat AS l". Der Pilot, ein 26-jähriger Mann, sagte aus, dah er Josip Krizaj heihe, aus Wippach zuHaufe sei, von Beruf Techniker. Reservefeldwebel der italienischen Militär- luftschiffahrt. Bei der Waffenübung sei er der Fliegereskader in Udine zugeteilt gewesen. Er habe die Gelegenheit, als er allein in der Luft übte, benützt, sich auf 3600 Meter Höhe erhoben und in der Richtung gegen Görz und dann direkt nach Liubljana geflogen. Beim Divisionskommando in Ljubljana bat er um Asyl und um Bewilligung des dauernden Aufenthaltes in Jugostawien. Das italienische Militärflugzeug blieb vorläufig im Han-gar des Ljubljana« Aeroklubs. Ein Prozeh gegen Mariborer Korn-muniften. Am 8. Juli beginnt vor dem Gerichts-Hof zum Schutz des Staates in Beograd der Prozeh gegen drei Frauenspersonen und einem Zivilisten aus Maribor, die in den beabsichtigten kommunisti-schen Offiziersputsch verwickelt waren. Ueberfall auf deutsche Turner in Du». Am vergangenen Sonntag, an dem in zahlreichen deutschböhmischen Städten die Gauturntage des Deutschen Turnverbandes stattfanden, wurde in d« deutschen Stadt Dur der Fackelzug der deutschen Turner von einer zugereisten Gruppe von Tschechen — es waren auch Frauenzimmer dabei — mit Messern und Steinen überfallen, wobei 18 Personen verletzt wurden, darunter drei schwer. Ein Auto mit abgeblendeten Lichtern fuhr wiederholt in die deut-schen Turn« hinein. Als der Hauptzug der Turner in der Stadt erfuhr, was ihren abgesprengten Brü-d«n passiert war, wollten sie mit Stöcken und Tischbeinen diesen zu Hilfe eilen. Inzwischen hatte aber die bishin untätige Gendarmerie und Polizei den Festplatz abgesperrt, sie entwaffnete die Turner und übergab die Stöcke und Tischbeine den Tsche-chen. Als am Sonntag vormittags der Bürgermeister von Dur in Begleitung von mehreren Abgeordneten zum Bezirlshauptmann wollte, um sich zu beschweren und um Schutz zu vnlangea, wurde er vor der Bezirkshauptmannschaft von ein« tschechischen Menge beschimpft, bedroht und angespuckt. — Was wäre wohl im alten Oesterreich, diesem ausgeschrieenen Völkerbedrückungsstaat, geschehen, wenn es die böhmischen Deutschen gewagt hätten, in einer tschechischen Stadt in dieser Weise zu Hausen! Natürlich war ab« ein solcher Fall ganz einfach undenkbar! Wege« Hartleibigkeit und Hämorrhoideu. Magen-und Darinftörungen, Leber- und. Mil>auschwellung, Rücken-und Kreu»fchmer?en ist das natiimche ,.?rau,>losef".Bitter-wasser. täglich mehrmals genommen, ein herrliches Mittel. Aerztliche Prüfungen bei önranlungen d«r llnterleibsorganc haben festgestellt, dah das Hrauz Iosef-LVasier sicher tosend und immer gelinde ableitend wirkt. Das Zranz ^osef-Bitter-wasser ist in Apotheken. Drogerien und speiernhandluiige» erbältlich. Celje Evangelische Gemeinde. Für Sonntag, den 3. Juli, ist bei günstiger Wttterung ein Waldgottesdienst vorgesehen. Gemeinsamer Abmarsch um 8 Uhr früh vom Steg im Stadtpark. Bei un-günstiger Witterung findet um 10 Uhr in der Christuskirche Gottesdienst statt. Aus dem Stadtgemeinderat. Auf der Stadtgemeinderatsitzung am 24. Juni gedachte ein-gangs der Bürgermeister Dr. Gorican mit ehrenden Worten des auf tragische Weise dahingeschiedenen vndienten Gemeinderates und Baureferenten Herrn Dr. Christian Wolf, dem die anwesenden Gemeinde-rate stehend ein dreifaches „Slava!" nachriefen. — Unmittelbar daran fchlog sich von 18 Uhr 30 bis 20 Uhr eine geheime Sitzung. — Die Polizeiwach-leute werden ab 1. Juli l. I. etwas höhere Ge-hälter erhalten; diese sind schon im Voranschlag für da» ^Zahr 1932 vorgesehen. — In der städtischen Gasfabrik wurde der Ingenieur Boris Laurenric provisorisch angestellt. — D« Dienst eines Ge° meindetierarztes wurde Herrn Josip Kozel aus öostanj vergeben. — D« Stadtmagistrat wird die Stelle eines Maschinisten im städtischen Schlacht-Haus ausschreiben. — In den Heimatsoerband der Stadtgemeinde wurden aufgenommen: d« Beamte der Celjska posojilnica Alois Jerni; der Beamte Franz Faganelli: die Private Maria Bevc: und d« Kellermeister Johann Panik. Dem Gastwirt Johann Toplihar und dem Goldschmied Franz Ochs wurde die Aufnahme für den Fall der Er-rcichung der jugoslawischen Staatsbürgerschaft zuge-sichert. — Die Ansuchen des Handelsmitarbeiter« Janko dost« und der Hausmeist«in Anna Pospeh wurden abgelehnt. — Zu Stellvertretern der Mitglieder des Gemeindebauausschusses wurden gewählt Dr. Brinar, Ing. Komel und Dr. Rajsp; zu Stellvertretern der Mitglied« des Steuerausschusses die Gemeinderäte Dolzan, Loibn« und Dr. Skoberne. — Die Stadtgemeinde übernahm die Rechte und Pflichten, die aus 8 18 d« Neuen Statuten der Frw. Feuerwehr und Rettungsabteilung in Celje hervorgehen. — Die Stadtgemeinde wird Herrn Dr. Premschak die Kosten für die Herstellung des Trottoirs vor seinem Hause in der Cankarjeva cesta ersetzen. Das Ansuchen des Herrn Hoteliers Fritz Skoberne, die Gemeinde möae die Kosten für die Herrichtung der durch die Überschwemmung zer-störten Schutzmauer bei seinem Garten an d« Susnica ersetzen, wurde abgelehnt. — Dem Allg. Krankenhaus wurde die Wassergebühr bis auf weit«es auf 2 Din pro m» herabgesetzt. — Dem Hotelier Herrn Slavko Furman im „Celjski dom" wurde die Vergnügungssteuer in die Saison vom 1. Juni bis 31. August auf die Hälfte herabge-setzt. — Die Aufsicht über die städtischen Bäd« wurde dem Finanzrtferenten Dr. Vrecko übertragen.— Die feinste Gebühr für die Gemeindestrahenumlage beträgt 050 Din für 20 bis 60 k?; Lasten unt« 20 kg sind von dieser Gebühr befreit. — Der Frau Decko, sowie den Herren Cank, Omladic, Posnik, Nerad, Mastnak, Morn und Friedrich in der Umgebung wurde die Einleitung der Wasser-leitung erlaubt. — Die Bedingungen für die Ein-leitung von elektrischem Licht werden insofern ge-ändert, als der Hausbesitzer die Kosten für den neuen Anschluß zahlen muh; diese Kosten werden im Verhältnis auf alle übrigen Abnehm« aufgeteilt, die später auch um den Anschluh bitten würden. Der Wert der Leitung setzt sich jedes Jahr um 2070 herab. Am Schluh des sechsten Jahres «lischt das Recht des Abnehmers auf Entschädi» gung. Die Elektrarna wird der Gasfabrik auch das für die Heizung bezahlen, das die Feuerwehr und Rettungsabteilung braucht. — Der Industrielle Herr Viktor Tomsic in Teharje hat der Elektrarna das Angebot gemacht, dah er das elektrische Netz in Teharje in seinen Besitz und Verwaltung über-nehmen würde. D« Gemeinderat sprach sich im Prinzip dafür aus, jedoch bloh für den Fall, als sich die Sache auszahlt. — Am Wege, der von der Mariborska cesta neben der Hl. Geistkirche vorbei nach Langenfeld führt, wird eine starke elek-irische Lampe angebracht werden. — Die aber-malige Bitte der Frau Aloisia Rausl um lieber» lassung eines Grundstückes Na okopih wurde ab-gelehnt. — Die Frist für den Bau ein« Fabrik auf dem Bauplatz beim U. Lahnhof. den He« Kirbisch von der Stadtgemeinde gekauft hat, ist ab» aetaufen und wird nicht verlängert. — Die Ko» lenceva ulica beim Gebäude der Pensionsanstatt wird heuer noch nicht herg«ichtet werden; dies wird nach Möglichkeit im nächsten Jahr geschehen. — Das Ansuchen der Firma „Union" hinsichtlich d« Umstellung der Zufahrt vom Krekov trg zum Maga-zin der Firma wurde abgelehnt. — Der Frau Fanni Zinauer wird ein Bauplatz beim U. Lahn-Hof im Ausmah von 803 in' unter den üblichen Bedingungen verkauft: das Haus muh bis Ende 1933 gebaut fein. — Die Reparaturen im Damen-und im Herrenbad an der Sann, die dieser Tage beendet werden, kosten 12.000 Din. — Die Stadt-gemeinde wird vorläufig den Kindergarten an der Deckova cesta neben der König Aleiand« Kaserne nicht eröffnen. Das Gebäude wird hergerichtet, die Kosten betragen 28.000 Din. Die Wohnungen im Gebäude werden provisorisch vergeben. — Die Futterernte auf den Gemeindewiesen am Josefib«g und beim Friedhof wurde um 7890 Din versteigert; für die Ernte auf der Wiese beim Seidlbrunnen fand sich kein Interessent. — Das städtische Bau» amt hat dem Materialprüfungsinstitut der Ljub-ljana« Universität Steinproben aus v«schiedenen Steinbrüchen zur Untersuchung eingesendet. Als bester Stein würde jener aus dem Graben unter d« Vipota befunden, weshalb hier eine Kommission die Möglichkeit und Rentabilttät eines zu eröffnen-den Steinbruches untersuchen wird. — Die Burg-ruine, die seinerzeit Eigentum des Landes Steier-mark, dann nach dem Umsturz jenes des Staates, in letzter Zeit aber Eigentum des Draubanats war, ist definitiv in das Eigentum der Stadtgemeinde übergegangen. — Nach dem Gesetz über die Bürgerschulen müssen die Banalv«waltungen und die Gemeinden für die Erhaltung d« Bürger-schulen sorgen. Die Stadtgemeinde wird d« Bür» gerschule in Celje die Räumlichkeiten. Beheizung. Beleuchtung, Wasser und gegen 30.000 Din für materielle Bedürfnisse zur Verfügung stellen. GR Dir. Brinar beantragte, dah die Schulräume in Hinkunft nicht mehr für Assentierungen hergegeben werden sollen; «»mindesten solle die Unterbrechung des Unterrichts für die Zeit der Assentierungen «» reicht werden. — Die Brücke üver die Susnica beim Glacis und die Brücke über die Koprivnica bei der Bergschule muh nach dem neuen Baugesetz Nummer 51/52 Deutsche Zeitung Seite 5 "st ' _r / . löst Henko, Henkels Haus-und Wäschesoda, den Schmutz von der Wäsche! Gibt es eine einfachere und bequemere Art der Wäschebehandlung, als die Wäsche am Abend vor dem Waschtag mit Henko einzuweichen? Warum wollen Sie sich abquälen, wenn Henko schneller, schonender und billiger arbeitet? Lassen Sie es Henko fun! Nehmen Sie auch Henko zum Weichmachen des Wassers sowiezum Putzen u.Scheuern! r : / Pf.. Henkels Haus-ünd Wäschesoda die Gemeinde erhalten. — Bei Allfälligem wurde auf Antraa des GR Prof. Mravljak die Stelle des Schlachthausreferenten bis zur völligen Ge-nefung des GR Herrn Rebeuschegg provisorisch! mit dem GR Bernardi besetzt, der in den Schlachthaus-ausschuh kooptiert wurde. — Die Jenkova und die Oblakova ulica werden dem öffentlichen Verkehr S>eöffnet. — Die nächste Gemeinderatsitzung, die etzte vor den Sommerferien, wird am Freitag, dem 8. Juli stattfinden. — Die Sitzung dauerte von 18 30 Uhr bis 21 Uhr. Aus dem Umgebungsgemeinderat. Am Freitag, dem 24. Juni, fand in der Gemeindestube am Breg von 20 Uhr 20 bis 21 Uhr 45 eine Sitzung des Umgebungsgemeinderates unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Herrn V. Kukooec statt. — Die Banalverwaltung hat die Vorschrift er-lassen, dah die Gemeinden das Budgetjahr mit 31. März abzuschliehen haben. — Der Vermögens-stand der Umgebungsgemeinde stellt sich folgender-mähen dar: der Ueberschuh, der in das Gemeinde-budget für das Jahr 1931 übertragen wurde, betrug 371.833 Din, die Einnahmen betrugen 2,030.34616 Din, die Ausgaben 1,692.17016 Din, so dah der Ueberschuh 338.176 Din betrug, also um ungefähr 12.000 Din weniger, als im BudgÄ vorgesehen war. Der Wert der Immobilien der Umgebungs-gemeinde beträgt 631.813 Din, der Wert der Mo-bilien ungefähr 34.000 Din, zusammen 666.000 Din. Die unbeglichenen Verbindlichkeiten der Ge-meinde (Beiträge zur Sannregulierung. Strahen-regulierung, Militärpuloermagazin, für die Strahe auf den Josefiberg und das Bespritzen der Strahen im Vorjahre) betragen cca 393.000 Din, die Schuld für die Umgebungsvolksschule gegen 3,000.000 Din, zusammen macht dies cca 3,400.000 Din aus. — Zwei Gemeindebeamten wurde der Gehalt etwas erhöht. — Die Herren Gorjanc und Swetel in Gaberje haben den notwendigen Grund für die Sirahenreguliernng abgetreten. Dafür zahlte die Ge-meinde Herrn Gorjanc 500 Din aus und stellte um sein Haus einen Zaun auf-, Herrn Swetel wird sie als Entschädigung 1000 Din und 10 Säcke Zement geben. — Die Fäkalienausfuhr in der Umgebungsgemeinde übernahm der Besitzer August Zagar in Loznica. — Die Umgebung?' gemeinde sagt allen Wohltätern, die sich an der Hilfsaktion der Gemeinde beteiligt haben, auf-richtigen Dank. — Die Gemeinde wird für das Aufspritzen der wichtigeren Strahen auf ihrem Territorium Sorge tragen. Vidoo dan-Feier. Der Vidov dan wurde in unserer Stadt durch Freudenfeuer, welche am Schlohberg, Annensitz, Josefiberg und auf der Vipota angezündet waren, festlich begangen. Die Stadt war beflaggt. Sucharistischer Kongreß. Der katholiiche Himmel hat sich den Seinen als gnädig erwiesen. Der Peter- und Paul-Tag war wie bestellt. Einen schöneren Kongrehtag hätte es bei diesen Schlecht-wetterzetten nicht geben können, obgleich man Anlaß zu Befürchtungen gehabt hatte. Denn um die dritte Mittagsstunde zogen gewitterschwere Wolken auf. Die Kon-grehstadt aber und ihre nähere Umgebung blieben vom Regen verschont. Und gegen Abend schien wieder die Sonne.---Am Feiertagsmorgen wuchs die Stadt von Stunde zu Stunde. Weit über 10.000 Fremde befanden sich schliehlich in Celje und man kann also sehr gut von einer Verdoppelung der Stadt sprechen. Das Strahenbild war von selten gesehener Lebhaftigkeit. Bauern von nah und fern, dazwischen Feuerwehrleute in Uniform und Berg-männer in ihrer Tracht, und vor allem überall Geistliche aller Alters- und Rangstufen, schüchterne Kleriker, mächtig einherschreitende Ordensbrüder und hie und da im geschlossenen Wagen ein Bischofs- ornat.---Nne Enttäuschung erlebten die Gastwirte, die auf einen Massensturm gerechnet und sich für ihn vorbereitet hatten. Die Mehrzahl der Fremden waren aber Bauern, die sich ihren Pro-viant mitgebracht hatten. Dasselbe erlebten auch die Gastwirte in Ptuj, wo am Sonntag, also vier Tage früher ebenfalls ein „eucharistischer Kongreh" statt-öefunden hatte. In Ptuj brachten die Bauern sogar ihren Wein ins Wirtshaus mit und bestellten dazu — ein Sauerwasser. Der Massenansturm blieb also mehr ober weniger aus, aber auch die Stammgäste, die allzu grohen Andrang befürchteten, blieben au?.---Imposant war die Prozession. Im- posant vor allem nicht nun die Organisation der-selben, sondern noch mehr die Organisation der Kirche, deren gewaltige Bindung zwischen höchsten Kirchenfürsten und kleinster Dorfpfarre klar zum Ausdruck kam. Die Prozession war gleichsam eine bildliche Darstellung der jugoslawischen katholischen Kirche. Eindruck machte auch der Zug mit Fürst-bischof Dr. Karlin, Erzbischof Jeglii Und den vielen Geistlichen, der dem Baldachin voranschritt. Achtunggebietend gewih auch für den Nichtgläubigen dieser einstündige Fuhmarsch des greisen Erzbischofs im Dienste einer Ueberzeugung, im Dienste der katholischen Kirche, die mit allen Mitteln die Mensch-heit unter einen Hut zu bringen trachtet, die sich zu einem „eucharistischen Völkerbunde" auswachsen möchte. Doch was mehr bedeutet: Es spinnen sich immer noch Fäden zwischen den verschiedenen Kon-fessionen. Wenn Christus es für möglich hält, dah sie olle Eins seien, darf uns mancher gegenwärtige Versuch in diesem Sinne nicht verwundern noch befremden. Viele Katholiken sind gelegentlich der feierlichen Abendandacht gestern vor zwei Wochen in der serb. pravoslaven Kirche gestanden, guten Willens und ohne Argwohn. Und nicht wenige unter ihnen liehen sich auch vom orthodoren Bischof mit Myrrhe salben. Und dieser unsichtbaren Gemeinschaft der Gläubigen wollen wir uns also freuen und von ihr noch Gutes erwarten in kom-menden Tagen. — li. p.— Ausstellung an der Mädchenbürger-schule in Celje. Vom 26.-29. Juni d. I. fand im Handarbeitssaale der hiesigen Mädchenbllrger-schule die Ausstellung der Zeichnungen und Hand-arbeiten sowohl, als auch des Kochkurses des heu-rigen Schuljahres statt. Man war überrascht über die Fülle des Gebotenen. Vom handgestrickten Strumpf und Ausbessern desselben bis zum Kunst-teppich sah man die verschiedensten Arbeiten und zwar: Häckeleien, Filetarbeiten, Weihstickerei, Klöppelarbeiten, Bordüren an Kleidern und Decken in Handwebe: Wäschestücke, Tischgarnituren und Kissen in den verschiedensten Ausführungen. Die schönen Erfolge im Zeichenkurs als auch in der Kochaus-stellung verdienen ebenfalls hervorgehoben zu werden. Die Ausstelluno ist ein ehrenvolles Zeugnis für die Tüchtigkeit der beiden Fachlehrerinnen Frl. Tratnik (Handarbeiten) Frl. Levstik (Zeichnen). Die Damen verstehen es in hohem Mahe in den Schülerinnen Liebe zur Sache zu erwecken, den schlummernden Geschmack zur Geltung zu bringen, den Schönheitssinn zu veredeln und die hohe Bedeutung dieser Unterrichtszweige für Haus und Familie den Mädchen zur Kenntnis zu bringen. Das Gesamtbild war ein schmuckes und jeder Be-sucher war voll des Lobes, es gebührt den beiden Damen für die Mühe und den schönen Erfolg vollstes Lob und Dank. (I. H. ehemalige Fach-lehrerin.) Der Zudrang in die l. Klasse des Gymnasiums war auch in Celje recht stattlich. Zur Ausnahmsprüfung am 24. und 25. Juni traten 178 Schüler und Schülerinnen an, von denen bloh 19 die Prüfung nicht bestanden. Auf Grund der bestandenen Prüfung wurden 95 Schüler und 64 Schülerinnen aufgenommen. Aus der Geschäftswelt. Die bekannte Buchhandlung Goricar & Leskovsek wird sich, da der eine Geschäftspartner Herr Goricar gestorben ist, mit 1. Juli kennen, und zwar wird das Ge-schäft am bisherigen Platz (Kralja Petra cesta 7) unter der Firma Karl Goricar von den Erben weitergeführt werden, während sich Herr Franz Leskovsek am Haupchlatz Nr. 16 neu etablieren wird. Wichtig sür die Erwerdssteuerpflichtl« gen! Der Stadtmagistrat Celje verlautbari: Vom 27. Juni bis einschliehlich 9. Juli l. I. ist im Zimmer Nr. 9 des Stadtmagistrat» das Verzeich-nis der im Jahre 1932 zur Erwerbsteuer ver-vflichteten Personen der Gemeinde Celje-Stadt mit den Steuergrundlagen, die die Steuerverwaltung in Celje beantragt, zur öffentlichen Einsichtnahme ausgelegt. Die Verhandlungen vor dem Steuer-ausjchuh für Celje-Stadt werden am 20. Juli für Handels- und Industrieunternehmungen, am 21. Juli für freie Berufe und am 22. Juli für die Handwerker und Gewerbetreibenden stattfinden. Der städtische Autobus. Sonntag, den 3. Juli fährt der städttsche Autobus um 12 50 von Seite 6 Deutsche Zeitung Nummer 51/52 Celje nach Rogaska Slatina und kehrt um 19 40 zurück. Diesen Fahrplan wird der Autobus an jeden Sonn- und Feiertag durch die ganze Saison beibehalten. Nächtliches Feuer. Mittwoch nachts ent. stand in Ostrozno bei Celje um zirka 23 Uhr im Heuschober des Besitzers Matija Gomilsak Feuer. Den vereinten Bemühungen der zur Löscharbeit herbeigeeilten Feuerwehren aus Celje, Gaberje und Babno gelang es, die benachbarten Gebäude zu retten, während das Brandobjekt vollständig ab-brannte. Das Feuer dürste gelegt worden sein. Unglück mit einer Patrone. Am Mittwoch fand der 40 jährige Besitzer Karol Zupan aus Sedlarje bei ömarje eine Pattone. Als er sich mit ihr besagte, explodierte sie. Er wurde im Ge-ficht und an der linken Hand schwer verletzt und ms hiesige Krankenhaus überführt. Diebstähle. Für die Fahrradmarder ist jetzt Hochsaison. Am 25. Juni wurde aus dem Flur eines Gasthauses auf der Kralja Petra cesta ein Fahrrad im Wert von 1500 Din (Marke „Waffen-rad") und am 27. Juni vor einem Geschäft in derselben Gasse dem Angestellten der Elektrarne Herrn Bucar ein Rad im Wert von 700 Din (ebenfalls Marke „Waffenrad") gestohlen. — Am Sonntag, dem 26. Juni, abends kroch ein Dieb in das Zimmer des Sekretärs des Slow. Alpen-Vereins Herrn Vilhar auf der Ljubljanska cesta 16 hinein und schleppte einen kompletten Anzug sowie ein Paar Hosen im Wert von 1600 Din heraus. Freiwillig« Feuerwehr Telje, Telephon 99. Den Wochendienft übernimmt am 2. Juli der 111. Z»g. Somraandaitt: Vandek Edmund. Maribor Anton Plotsch +. Vergangene Woche ist hier der in deutschen Kreisen allseits bekannte Gärtnerei-besitze? Herr Anton Plotsch an Herzlähmung verschieden. Ueberzeugungstreu und deutsch bis zum Fanatismus war er von einer robusten Natur aus-gestattet und kraft- und gesundheitsstrotzend wie ein Eichenstamm. Um so überraschender kam allen sein plötzlicher Tod. In ihm verliert das Deutschtum unserer Stadt einen seiner Unentwegtesten, der immer wenn es Deutschtumsinteressen zu wahren galt, auch unter schwersten Verhältnissen bedenkenlos seinen Mann zu stellen wußte. Immer mit grohen Wirt-schaftssorgen kämpfend wurde er doch nie feiner Ueberzeugung untreu, obwohl die» oft wirtschaftlichen 'Nachteil für ihn im Gefolge hatte. Offen und frei trat er immer wieder, von manchen belächelt, für das von ihm so heih geliebte Deutschtum ein, wankend und schwach gewordene mit seiner unver-siegbaren Begeisterung von neuen, aufrichtend. Kaum 50 Jahre alt wurde diese knorrige Eiche vom Le-benssturm geknickt. Samstag Nachmittag wurde die Leiche dieses aufrechten, wackeren deutschen Mannes, der sich in der Nachkriegszeit als treuer Recke er-wiesen hatte, feierlich eingesegnet und auf dem städtischen Friedhof in PobrHe zur letzten Ruhe bestattet. Eine Kampfnatur hatte ausgekämpft. Viele feiner Freunde und Bekannten gaben ihm das letzte Geleite. Nun deckt ihn der Rasen seiner Heimat, die er über alles geliebt hatte. Möge die Liebe und Treue zum Deutschtum die er zeitlebens hegte und pflegte, als Same in den Herzen unserer Jugend aufgehen, dann wird Anton Plotsch wohl das schönste Denkmal in unserer Stadt errichtet sein, das wir uns wünschen können. Gestorben. Im blühenden Alter von 26 Jahren ist Fräulein Hermine Spes, die Tochter des bekannten Bauunternehmers Herrn Spes in ihrer in der Betnavska cesta gelegenen Wohnung einer heimtückischen Krankheit in kurzer Zeit erlegen. Rührig und fleißig war sie zu Hause unermüdlich tätig und erfteute sich in ihrem ganzen- Bekannten-kreise ob ihres sympathischen Wesens großer Be-liebtheit. Ganz unvermutet hatte sie Schnitter Tod den Ihren entrissen, die nun schmerzerfüllt an ihrer Bahre stehen. Die Leiche der Verewigten wurde auf dem städtischen Friedhof in Pobreüe feierlich ringe-segnet und daselbst zur letzten Ruhe bestattet. Viele ihrer zahlreichen Freunde und Bekannten waren er-schienen um ihr das letzte Geleite zu geben. Groher Andrang von Schülern im Realgymnasium. Bis jetzt haben nicht weniger als 277 Schüler um Aufnahme in die erste Klasse unseres Realgymnasiums angesucht. (164 Knaben und 113 Mädchen). Von diesen haben jedoch nur 219 Schüler die Aufnahmsprüfung bestanden. Infolge der grossen Schülerzahl wird das Realgymnasium auch im kommenden Schuljahr sechs erste Klaffen aufweisen. Die Sporttombola, die der Sportklub „Maribor", vergangenen Sonntag veranstattetc, wies einen enormen Besuch auf. Auf dieser gelangten gleich 20 Tombolagewinste und die schöne Zahl von 600 kleineren Gewinsten zur Verlosung. Die erste Tombola (4000 Din in barem) gewann die Private Hedwig Kriznik, die zweite Tombola (3000 Din in barem) der Fleischergehilfe Rudolf Braiic. Wetters wurden noch an Tombolagewinsten ein Radio-apparat, eine Nähmaschine, ein Sportrad, ein mo-derner Küchenschrank, und verschiedenes andere verlost. Einstellung der Arbeiten beim Neu« bau am Kralja Petra tra? Dem Vernehmen nach muhten die Arbeiten am Neubau des zweistöcki-gen Wohn- und Geschäftshauses am Kralja Petra trg aus dem Grunde eingestellt werden, da es in-folge des Bankmoratoriums an Geldmitteln mangelt. Tierquälerei. Die Beschwerden von ein-kaufenden Hausfrauen mehren sich von Tag zu Tag, wonach die Bäuerinnen das auf unseren Mam feilgebotene Geflügel in viel zu kleine Hühnersteigen hineinpscrchen und den Hühnern noch obendrein die Füsse abschnüren, was bei ganztägigem Aufenthalte, gewöhnlich in der Sonnenhitze unerhörte Tierquä-lerei bedeutet. Aber die verantwortlichen Faktoren mögen ebenfalls bedenken, dah die oft mehrmals im Jahre verhängte langatmige Hundekontumaz sich gleichfalls als Tierquälerei auswirkt, da unsere armen vierbeinigen Freunde in solchen Zeiten auf jegliche Bewegungsfreiheit verzichten müssen, was sich beim Hundegemüt ebenso auswirken muh, wie beim Menschen das im Kerker schmachten, also beileibe keine Annehmlichkeit. Weiters spricht man in der Stadt herum, dah die markenlosen Hunde beim Wasenmeister ohne Futter und Wasser tagelang an der Sonnenglut braten müssen, bis sie „vom Leben zum Tode befördert" werden. Wir machen den Tierschutzverein auf dieses Gerücht aufmerksam und fordern ihn auf dort nach den Rechten zu sehen. Sollte sich jedoch das Gerücht bestätigen, so möge nichts unversucht gelassen werden, diese grobe Un- 8kömmlichkeit abzustellen und die Schuldigen zur erontwortung zu ziehen. Strahenräuber. In der Rächt von Sonntag auf Montag konnte die Kriminalchronik uftserer Stadt wie-der zwei Fälle von Straßenraub verzeichnen. Diesmal hatten es die verwegenen Patrone nicht so sehr aufs Geld, wie vor kurzer Zett im Stadtpark, als aus-gerechnet auf Fahrräder abgesehen. Als für solche Zwecke besonders geeignet haben sie diesmal sich die nachts in der Regel sehr menschenleere Strafte, die in Melje entlang der Drau führt, ausgesucht. Zwei Galgenvögel hielten in den dort vorhandenen Gebüschen Vorpaß und richtig kam im Dunkel der Nacht ein gewisser Paul N. auf seinem Rade daher, um heimwärts nach Besena zu kommen. Rasch sprangen sie ihn an, warfen ihn samt seinem Rade zu Boden, entrissen ihm dieses, und während der eine sich flugs aufs Rad setzte und davon fuhr, schlug der zweite sich seitswärts in die Büsche. Es währte gar nicht lange und ein zweiter Radfahrer ging ahnungslos in die bereitgestellte Falle. Da aber diesmal nur ein Angreifer vorhanden war, so ging wahrscheinlich der Raub nicht so reibungslos vor sich, als im vorerwähnten Falle. Jedenfals schrie der angegriffene Radfahrer laut und vernehmlich um Hilfe. Ein Schutzmann und einige in der Nähe befindliche Paffanten kamen auf die Hilferufe eilends herbei. Der verwegene Patton riß zwar augenblicklich aus, immerhin gelang es dem Schutzmann und einigen beherzten Paffanten, die sich fteiwillig an der Verfolgung des Räubers beteiligten, diesen nach verhältnismäßig kurzer Zeit auszuforschen und dingfest zu machen. Die Ausrede auf Volltrunken-heit wird ihm schwerlich der wohlverdienten Strafe entziehen können. Antike and moderne Möbel irztl. Ordinations- and Wartezimmereinrichtung, ärztl. Instrumente, schöner Streicher-Flügel, antike Uhren, Karamanien, Gläser, Radio etc. billig abzugeben bei Dr. Carl Iparic, Maribor, Cankarjeva ulica l/I. Slovenska Bistrica Promotion. Gestern Samstag wurde an der König'AIeksander-Universität in Ljubljana Herr cand. iur. Krulc Franjo zum Doktor der Rechts-und Staatswiffenschaft promoviert. Das „Rottreuz"- Kino hat mit der Vor-führung am Peter- und Paulstage seine Spielzett beendet und bleibt über die Sommermonate ge-schloffen. Mitte September wird die Vorführung von Tonfilmen wieder aufgenommen werden. Marenberg Einschreibung der Kinder in die deutsche Schulabteilung. Wie wir seinerzett eingehend berichteten, ist im vorigen Schuljahr die Ausstellung einer deutschen Schulabteilung in Ma-renberg unterblieben, weil damals die „Einschreibung" ohne Verständigung und in Abwesenheit der Eitern vorgenommen wurde, was natürlich das be» kannte entsprechende Resultat ergab. Heuer erfolgte die Bekanntgabe der Einschreibung für die zu errichtende deutsche Schulabteilung nicht einmal 24 Stunden vorher, und zwar bloß im Wege von Zetteln, die von der Schulleitung an eine Anzahl von EUern geschickt wurden. Trotzdem wurden bei der Einschreibung am Freitag, dem 24. Juni. 83 Kinder für die deutsche Schule angemeldet. Hievon sind 16 Kinder einstimmig, 6 als Ausländer und 59 gegen die 2 Sttmmen des Bezirksschulinspektors und des Schulleiters mit den 2 Stimmen der deutschen Elternverireter eingeschrieben worden; 2 Kinder wurden von der Kommission abgelehnt. Wir wissen natürlich nicht, ob in der Zwischenzeit neue Bestim-mungen bezüglich der Einschreibung der Kinder in die deutsche Minderheitsabteilung erschienen sind. Im Hinblick darauf, dos; uns bezüglich dieser Ein-schreibungen bloß Die Frage noch der F a m i-liensprache als maßgebend bekannt ist, stellen wir fest, dah die schulbehördlichen Kommissions-Mitglieder bei dieser Einschreibung wieder die A n a» lyse bis zum Großvater und zur Großmutter be« trieben haben. Auf diese Weise glaubten sie bei 59(1) Kindern Einspruch gegen die Aufnahme erheben zu müffen. Unter den beanständeten Familien finden wir solche mit folgenden Namen: Müller August und Müller Ignaz, Seebacher. Kellenberger, Ehmann, Grätzenbacher. Schreiner, Ziegler. Dah alle beanständeten Familien die deutsche Familiensprache sprechen, ist hier allgemein bekannt. Wie rigoros die schulbehördlichen Kommissionsmitglieder vorgingen, zeigt folgendes Bei-spiel: Der Fleischermeister Franz Repatetz «mtt 4 Kindern) wurde im diesbezüglichen Protokoll von den schulbehördlichen Vertretern als Slowene festgestellt und demzufolge Einspruch gegen die Einschreibung seiner Kinder erhoben. Der Mann protestierte dagegen mtt dem Erfolg, dah das Pro-tokoll richtiggestellt wurde. Man sollte nun meinen, dah, da der vorgebliche Grund für den Einspruch gestrichen wurde, auch der Einspruch selbst aufgehoben worden wäre. Merkwürdigerweise n i ch L Die Kinder blieben trotzdem unter den Beanstän-deten! Die Mutter der Kinder ist eine geborene Brudermann und selbstverständlich wird in dieser Familie bloh Deutsch gesprochen. Hagelschlag. Am Peter- und Paulstag. der bekanntlich ein Unglückstag zu sein pflegt, ist gegen 6 Uhr abends über Marenberg ein schreckliches Hagelwetter niedergegangen, das den größten Teil der Erntehoffnungen vernichtete. Ueber ein« halbe Stunde trommelten die dichten dicken Eiskörner hernieder und zerschlugen die Saaten. Zu der all-gemeinen Wirtschaftskrise hinzu, die sich in unserer etwas abgelegenen Gegend besonders scharf äußert, weil der Landmann gar nichts von seinen Pro-dukten verkaufen kann, bedeutet dieser Hagelschlag ein schweres Unglück für die Bevölkerung. Hoffentlich werden die mahgebenden Stellen darauf hin-arbeiten, dah die notwendige Hilfe und Erleichterung gebracht wird. Slovenjgradec Inspektor Alois Schechel +. In Slovenjgradec ist nach langem schweren Leiden Herr Schulinspektor i. R. Alois Schechel verschieden. Der Verstorbene war lange Jahre in unserer Stadt als Lehrer, Oberlehrer und dann als Schulinspektor mit bestem Erfolge tätig. Mit ihm ist ein echter, musterhafter Schulmann, ein tteuer, vornehm gesinnter Charakter, ein grundgüiiges Herz dahingegangen. Besondere, unvergängliche Verdienste erwarb sich Herr Inspektor Schlegel auch als Sekretär der hiesigen Alpenvereinsortsgruppe sowie des Fremden und Verschönerungsvereins. Von der Srohen Beliebtheit, deren sich der edle Mann er-:eute, legte am Dienstag nachmittags die zahl-reiche Begräbnisbeteiligung aller Bevölkerungskreise von weit und breit beredtes Zeugnis. Schmerzer-füllt über den allzufrühen Verlust dieses unseres guten, treuen Freundes entbieten auch wir der schwer betroffenen Familie unser herzlichstes Bei-leid! Nummer 51/52 Deutsche Zeitung Seite 7 22 Am alten Tor Erzählung aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts Bon A. M. Karlin Urscha trocknete so allmählich und so natürlich «in wie ein Lederapfel auf der Fensterbank. Ein-mal, wenn sie erst recht gut abgelegen war, würde der Meister aller Aepfel sie vom Gesimse des Lebens wegnehmen. Anders Johanna Ranner. Diese hatte die un-angenehme, friedenstörende Gewohnheit, zu denken, in dieser fraß der Wurm der Unzufriedenheit dieser und tiefer hinein. Rund um sie hatte das Glück diese oder jene berührt wie Kinder Blumen pflücken: planlos, oft die besten übergehend; sie aber verwelkte am Stengel . . . Durch die Scheiben der Glasveranda lachten die Sterne herein — ganz so hell wie einst, so flimmernd im grohen Bären, aber Johanna hüllte sich nur fester in das gestrickte Tuch und sah gar nicht mehr zu ihnen auf. Sie hatten ihr ein Ver-sprechen zugelogen . . . Rein, nein. Sie selbst hatte ja das Versprechen in sie hineingedichtet. Wettlichter ohne Verständnis waren es wie die Kienspäne auf dem Ständer. - In den drei hofseitigen Zimmern standen die Betten in Reih' und Glied. Verschlafene Gesichter Hoden sich von den Kissen, Kinderaugen blinzelten, schlössen sich wieder. Das „Frailn" machte die Runde... Die Schule, diese Kastkinder, das war ihr Feld. Sie säte und erntete, säte wieder. Zufrieden sollte sie sein in diesem Seelengarten, aber war man je ganz, was man sollte? Gab erfüllte Pflicht endlich jemals mehr als eine bleiche Freude, die verglichen mit dem erträumten Sonnenschein weißem Nebel im späten Abenddämmern glich? Sie kam sich vor wie ein Gärtner, der täglich seine Blumenmengen zum Markt schickt und in der eigenen Wohnung blumenleer bleibt. An den Veiten der Allerkleinsten, die schon schliefen, blieb sie stehen. Was erwartete die Schwarz-braune, jene Blonde? Die Hand auf dem Bett-rand, flüsterte sie ins Dunkel hinein: — „Dir schlummern noch im Zeitenschoße Die heiteren und die trüben Lose . Das Glück hatte so stille Füße, man hörte es nicht. Und so schnelle! Ehe man es ahnte, war es vorbei und mtt ihm die Jahre der Blüte. Dann brütete die sengende Sonne mit seinen Gewittern auf einem, mit dem Blitzschlag der Todesfälle, dem Hagel der Sorgen, der Glut der Wünsche, der Schwüle vergeblichen Wartens und später. . später kam wohl der Herbst, wenn man die Tage herab-haspelte wie die alte Urscha die ihren, ohne so recht zu wissen, daß es Tage waren, bis man, vom Frost des Seins erstarrt, dem Winter „Tod" in den Schoß fiel. Hinter all dem . . . welche Bedeuwng? Ge-wiß war einem das Leben nicht geschenkt, um all-mählich niedergetreten zu werden, wie man Schotter in schlechte Sttaßen trat. Um der Pflicht zu ge-nügen? Pflicht — herrliches Wort — blitzend wie «in Schwert, dos eine jugendmutige Hand ins Morgenlicht hebt, aber in Prosa umgesetzt hieß es, verbessern, Köpfe nach Ungeziefer untersuchen, Hustentee anordnen, schmutzige Hälse tadelnd waschen und das Einerlei der Zahlen und Zeichen lehren. An die Seele der Kinder kam man nie richtig heran bei all dem Vorgebirge von alltäglich Not-wendigem und Seelen gehörten ja überdies ins Fach des Katecheten . . . All die gepriesene Liebe der Kinder für die Lehrerin verdichtete sich zu bunten Kaffeetassen mtt einem Strauß, an Namenstagen überreicht: zu einem Ausruf, nach Jahren, in einem Geschäft, an einer zügigen Sttaßenecke im Vorbeieilen und meist im unverfälschtestem Cillier Deutsch: — „Zesses na. Sie sind amal meine Fralln g'wesen! I bin so gern zu Jhnere Stunden 'gangen!" Von einem Lager hob sich ein Kopf. „Bitt', Frailn!" „Was möchtest du?" „Gibt's morgen Allerheiligenstriezel?" „Wenn du brav bist!" Richtig, morgen war Allerheiligen! Auf dem Gange draußen standen ja schon in den Korb ge-packt und gut verhüllt die Grablaternen und oben-auf gebunden hingen die Kränze für Vater und Mutter. Jene hatten es gut. die . . . In das Bittere ihres Gedankenganges schnitt enttäuscht die Kinderstimme: — „Daheim gibt 's Striezel, auch wenn ich nicht brav bin!" „Brav" war ein so dehnbarer Begriff und ein Tugendgrad, dem jähe Stürze eigen waren. „Morgen, ehe wir nach Sankt Maiimilioni !gehen, bekommt jede von euch ein Allerheiligenweckchen." „Ich küß' die Hand, Fräul'n!" sagte die Kleine, zog die Decke bis zur »Nase und krümmte sich beruhigt in die angenehmste Loge. Johanna Ranner schloß sachte die Türe. Durch die Scheiben blinzelten nicht mehr die Sterne. Nun war der ganze Himmel verdeckt. So lichtlos war ihr eigenes Sein. Nur di« Kerze der Pflicht, eine schmale Bahn zeichnend, leuchtete ihr. Selig die, die schon im Schatten von Sankt Marimiliani schliefen! Oder jene anderen Glücklichen, deren erst knospendes Her; schon die Aussicht auf ein Allerheiligenstriezel in Wonne versetzte. Beneidenswert selbst die greise Urscha, die vor sich hinsurrte und Gedanken spann, die keine Leid-knoten enthielten. Bateraugen Frau Helene Senko legte einen Hasen in die Beize. Das war ein Hochamt der Kochkunst, wobei der halbe Haushall ministrierend Zutaten darreichen mnßte. „Essig, den Essig her, du langsame Tudel! Bewegst dich wie ein Ochs nach drei Tag' Vieh-markt!" herrschte sie vom Küchentisch her die Magd an. „Ja wird 's heut' oder morgen? Was drehst dich, du Träppn, wie eine trächtige Kuh vor der Stalltür?!" „Zahnweh' hab' i!" meinte die Geschottene, die Hand auf der linken Backe. „Laß dich nicht auslachen! Bis du beiratest ist alles wieder gut und nun schnell den Essig — den Essig —" sie zog den Rest der Haut vom Fleisch und brummelte in sich hinein: — „Zehnmal sagen und dann selbst tun . . ." „Und dann ist erst nichts g'schehen", bemerkte Tiko, entfernte sich indessen wohlweislich aus der Greifnähe mütterlicher Hände. „Du vorlauter Mistbub! Was suchst denn in der Küche? Laus' g'schwlnd zum Sardellenbändiger in der Bahnhofgaffe und bring' mir um zwei Kreuzer schwarzen Pfeffer. Aber nimm die Füß' unter den Arm!" „Ich kann meinen Kropfbehälter nicht finden, Vermutteruna!" klagte Miko von der Schwelle her. „Was braucht ein Lauser wie du einen Hals-kragen? Geh' und schau' hall in der Lade vom Zigimigitischerl, ob noch ein aller vom Vater drinnen ist, aber wirf die Miederschnüre nicht durcheinander." Sie schürte das Feuer zu lodernder Flamme und stellte eine Pfanne auf. „Feferl, das Reugewürz — schnell!" Die Tochter legte Wacholderbeeren auf den Küchentisch. „Es ist kein Neugewürz mehr im Schränkchen und Wachholder tut 's auch. Es ist ja alles eins.." „Wenn auf der Welt alles eins wär', so wär' der Kuhflader Butter!" Aus dem Speisezimmer rief nun verärgert der Richter: — „Um Himmels willen, Mutter, wo steckt denn meine grüne Weste?" „In der zweiten Lade — rechts!" „Da ist sie nicht!" „Vielleicht im Schrank beim Ofen auf dem dritten oder vierten Nagel," und zum Hereinstür-zenden Tiko gewendet, fuhr sie fort: — „Flieg Bit Krämer zurück, ober wie ein geölter Blitz, und ng' Reugewürz! Und du, Tontschko, stoß den Pfeffer! Richt alle Fünfviertelstunden einen Stoß! Klara, Lorbeerblätter und Frauenseelenblüten möcht' ich . . ." „Frauenseelen . . T „Mein Pantoffel Hot mehr Verstand wie du! Bergthymian, natürlich!" Vom Schlafzimmer herüber donnerte der Richter: — „Zum Teufel, wo ist die grüne Weste? Soll ich hier anwachsen . .?" „Ich bin mitten in der Beiz'!" rief Frau Helene Senko erbost zurück. „Mtt einem Aller-wertesten kann man füglich nicht auf drei Kirchtagen tanzen!" Wirtschaft u.Beriehr Halbe Fahrt für Hopfenpflücker. Der Verkehrsminister hat den 50 % igen Fahrpreisnachlaß für die Hopfenpflücker unter No. 13.070/32 bewilligt. Hopfenvericht aus Zalec, vom 27. VI. 1932. In den letzten 2 Wochen hatten wir, trotz häufigen Regen, doch wieder heiße und sonnige Tage und auch etwas wärmere Nächte, welche der Wei-terentwicklung der Hopfenpflanzen sehr zustatten kommen. Der Pflanzenstand blieb jedoch trotzdem noch immer sehr ungleich und dürfte ein beträchtli-cher Teil der Anlagen kaum mehr die volle Stan-genhöhe erreichen, da meist auch schon die zurückge-bliebenen Hopfen Settenranken bilden. Demgegen-über findet man aber auch häufig gutentwickelle, kräftige Anlagen, welche schon zum Blütenanflug übergehen und einen Vollertrag versprechen. Der dermalige Stand der Hopfenfelder läßt jedoch schon heute auf eine wesenttich geringere Ernte als im Vor-jähre schließen. In der verflossenen Woche wurden im Sann- und Drautale annähernd 250 Meterzentner 1931er Hopfen um durchschnittlich Din 350 per 100 kg für deutsche Rechnung gekauft. Vk. Flugzeuge auf der Grazer Messe 1932. Das wachsende Interesse für das Flugwesen im allgemeinen hat die Messeleitung veranlaßt, auf ihrer heurigen Veranstaltung auch diesem Gebiete Raum zu gewähren. Schon im vorigen Jahr war von der Akademischen Segelfliegergruppe an der Technischen Hochschule Graz ein Segelflugzeug im Freigelände der Messe ausgestellt worden, welches das allgemeine Interesse des Publikums fand. Im heurigen Jahr wird nun auch weiters ein Motor-flugzeug zur Schau gebracht werden, das in den Werkstätten des bekannten Grazer Feldpiloten und Fluglehrers Hans Ramor in St. Peter eben seiner Vollendung^ entgegengeht. Die Grazer Meffe hat damit im Sinne ihrer Einstellung und ihrer Ziele eine anerkennenswerte Tat vollbracht, daß sie diesem neuesten Verkehrsmittel eine vorteilhafte Propaganda-Möglichkeit eben durch die Ausstellung auf der Meffe verschaffte. Das Motorflugzeug wird in einem hiezu geeigneten Rahmen der Halle l (Jndustriehalle) untergebracht sein, während die Segelflugzeuge ihren Platz im Freigelände finden werden. Sport S. K. Sokol (Zagreb): Athletik S. K. Sonntag, den 3. Juli um 17 Uhr findet am Sport-platz Felsenkeller ein Freundschaftsspiel obiger Mann-jchasien statt. S. K. Sokol ist eine gut ausgeglichene Mannschaft, welche den zweiten Platz in der 1b Klasse in Zagreb einnimmt. Die Elf wird von einem allen Internationalen trainiert, besitzt in Zo-greb einen sehr guten Ruf und hat schon ihre Spiel-stärke durch gutes Abschneiden gegen erstklassige Gegner bewiesen. Die.Mannschaft der Athletiker dürfte nach dem gegen Cakovec gezeigten Spiel ihre Krise überstanden haben und ist zu gewärtigen, daß falls sie ein gleich gutes Spiel vorführen, es zu einen schönen spannenden Spielverlauf kommen müßte. Als Vorspie! treffen sich die Reserven des S. K. Celje gegen jene der Athletiker mit Spiel-beginn 15 Uhr 30. Freundschaftsspiel Athletik: Cakovec k: 4. Das Spiel am vergangenen Sonntag zeigte, daß Athletik die Spielpause. durch vernünftiges Training ausgefüllt hatte. — Cakovec führte das erwartete schnelle Kombinationsspiel vor und war dcdurch in der ersten Halbzeit sowie anfangs der zweiten Halbzett dem heimischen Klub leicht über-legen, führte auch bis zu dieser Zeit mtt 4 : 3 Toren. Athletik ließ jedoch im Tempo nicht nach und konnte das Spiel mit 6:4 für sich entscheiden. Bei Athletik war besonders hervorzuheben in der Verteidigung Janeschitz im Tor und Gorisek als rechter Verteidiger. Vreiko als linker Back braucht noch Training und vor allem Ruhe. Die Läufer-reihe hatte ihren besten Mann in Gorisek, der spe-ziell in der 2. Halbzeit vorzügliches leistete. Hojnik arbeitet zu nervös und mehr als zuviel. Suholeznik hält den Ball zu lange. Hönigmann ist der durch-schlagskräftigste Stürmer, den Athlettk hat und ist immer gefährlich. Kuzelj. die Schußkanone gut, jedoch schießt m wenig. Koncan noch zu langsam. Gradischer nach dreijähriger Spielpause muß sich mll dem Ball noch etwas mehr bekannt machen. Seite 8 Deutsche Zeitung Nummer 51/52 Schach - Ecke redigiert von Harald Schwab Problem Nr. IS A. Mari. 2. Preis aus dem Quartalswrnier von „31 Problems" 1931. Stellung: Weih: Kcl, Dd8, Tb7. Sa6, Sb2, Lal, Ldl; Ba4, e6 (9 Steine). Schwarz: Kc3, Da3, Tc8; Ba2, c4, d3, e7 (7 Steine). Weih zieht und setzt im 2. (zweiten) Zuge matt! Lösung zu Problem Nr. 15 1. Lf7—e6! beliebig. 2. f6—f7-h Nachrichten In Bad Sliac in der Slowalei hat ein internationales Schachturnier begonnen an dem fol« gende Meister teilnehmen: Bogoljubow, Canal, Engel, Flohr, Maroczy, May, Grocensly, Pirc, Pororny, Rohacek, Spielmann, Dr. Pregbal, Dr. Vidmar und Walter. Pirc schlug in der ersten Runde Bogoljubow und Dr. Vidmar steht derzeit im Spitzenselv; über den Ausgang dieses interessanten Turnieres werden wir seinerzeit noch ausführlicher berichten. Post der Schachecke an H. Schwab, Wien VIIL, Skodagasse 23 a Schrifttum jf$ Marijan Marolt, Ccrkvene umetnine izven Celjske zupnije, 1932. In der vom hi- storischen Verein in Maribor herausgegebenen Samm-lung künsllerischer Denkmaler Sloweniens bearbeitet Dr. M Marolt als III. Band das Dekanat Eelje. Nachdem er im vergangene Jahr die hiesige Pfarre behandelt hatte, folgt soeben als zweiter Teil (Seite 117—270) die Darstellung der kirchlichen Bau- und Kunstwerke der übrigen Pfarren des Dekanates Eelje. Insofern stellt Marolls Werk einen Ersatz für das längst vergriffene, allen Heimatfreunden aber unentbehrliche 'Buch Orozens dar. Das reiche Beiwerk, das Orozens Bände über die historische Diözese i iözese Lavant so anziehend machte, tritt freilich bei Marolt stark zurück. Andrerseits bringt er viel mehr archäologisches und kunsthistorisches Material. Mit bewundernswertem Fleih hat er alle wünschenswerten Angaben. Pläne, Grundrisse, Abblldungen, auch Detallansichten angefertigt. Diese 86 Bilder sind auch im Druck gut wiedergegeben. Auher den heute noch vorfindbaren Kunstwerken ist die historisch und (als einer der frühesten Zentral- bauten der Alpenländer) auch kunsthistorisch inte-ressante protestantische Kirche von Scharfenau, der Trümmerhaufen Eooce, ausführlich berücksichtigt. Der in Aussicht gestellte dritte Teil wird der Pro-fankunst und den Privatsammlungen gewidmet sein. Hoffentlich bringt er auch ein ausführliches Register. Humoristisches Im „wilden Westen" der USA hatte der Verleger eines winzigen Lokalblättchens sich mit dem Verleger der noch winzigeren Konkurrenz heftig ver-kracht. Anstatt nun aber — wie in längst vergan-genen schönen Zeiten — den achtschüssigen Revolver zu zücken und dem Mißliebigen ein halbes Pfund Blei zwischen die Rippen zu jagen, Holle er sich seinen Lokalrqwrter, zwinkerte vielsagend mit den kleinen Schweinsaugen und meinte: „Schreiben Sie mal über den Mann!" Der Reporter schrieb! Und es rauchte sein Hirn-- Räch einer Weile kommt der Verleger in sein Zimmer. „Haben Sie schon geschrieben'?" — „Yes, Sir!" — „Wie haben Sie ihn denn genannt?" — „O, bis jetzt Lump, Schuft. Hund, Verbrecher? Ist's recht so?" — „Rein! Sie müssen noch schärfer werden!" — „All right!" Der Verleger macht kehrt und will gehen. In der Tür aber dreht er sich noch einmal um: „Hören Sie! Sie dürfen aber aus sönlich werden!" keinen Fall per- „Und was sind Sie, Herr Kandidat, wenn Sie einmal alle vorgeschriebenen Eramina abgelegt haben werden?" „Ein alter Mann!" P. T. Gebe bekannt, dass ich mein Spezerei- und Kolonist-Warengeschäft Celje, Kralja Petra cesta 4 mit 1. Juli 1932 meinem langjährigen Mitarbeiter Herrn Willi. Dofek verkaust habe. Indem ich allen meinen geschätzten Kunden für das mir geschenkte Vertrauen herzlichst danke, bitte ich gleichzeitig, dasselbe auch meinem Nachfolger zu übertragen. Hochachtungsvoll ^ Georg Krusic. Bezugnehmend auf obenstehende Annonze teile ich höflichst mit, dass ich mit 1. Juli 1932 das Spezereiwaren - Geschäft des Herrn Georg KruSiö gekaust habe. Es wird stets mein Bestreben sein, durch grösste Aufmerksamkeit und Solidität mit stets frischen Waren zu billigsten Tagespreisen meine geehrten Abnehmer zu bedienen. Ich bitte daher, das Herrn G. Kruäic entgegengebrachte Vertrauen auch mir an gedeihen zu lassen. Hochachtungsvoll Wilhelm Dofek. Geschäftslokal Im Hause der Vereinsbuchdruckerei .Celeja* gelangt ab 1. Jänner 1933 ein Geschäfulokal samt Nebenräumen zur Vergebung. Interessenten werden ersucht, «ich in der Druckerei zu melden und ihre Anbote dort schriftlich zu hinterlegen. Einreichungsschlass Ende Juli 1932. Der „Verein der Industriellen und Grosskaufleute in Ljubljana" hält seine diesjährige Generalversammlung am Donnerstag, dem 7. Juli 1932 um 7,11 Uhr im grossen Saal» des „Trgorski dom" in Ljubljana, UregoräiöeTa ul. 27, mit nachfolgender Tagesordnung ab: 1. Ansprache und Bericht des Vorsitzenden. 2. Bericht des Schriftführers. 3. Bericht des Kassiers. 4. Berieht des Aufsichtsrates. 5. Wahl des Vereinsausschusses und Vereinsaufsichtsrates (§§ 10 und 15 der Statuten); 6. Anträge und Beschwerden. Wasserkrallanlagn mit ca. 80 PS ausgebauter Wasserkraft samt Fabriksgebäude, geeignet für einen Textilbetrieb, womöglich in der Nähe von Maribor oder Celje zu pachten gesucht.'Anträge unter »Bahnnähe 36913« an die Verwaltung d. Bl. Diener oder Krankenpfleger mit guten Zeugnissen, bittet um Stellung bei kleinem Gehalt. Anträge an die Verwaltung des Blattes. 369u6 Möbl. Zimmer mit zwei Betten ist an ein ruhige», kinderloses Ehepaar zu vermieten. Anfrage in der Verwltg. d. Bl. 36911 Weisser Kücheneissclirank ein- oder zweiteilig zu kaufen gesucht. Anträge an die Verwaltung des Blattes. 36909 Ein gut erhaltener Eiskasten ist preiswert abzugeben. Adresse in der Verwaltung des Blattes. 36912 Grosse Krankheit Epilepsie - Krämpffe - Fraisen - Fallsucht Dacctfon hat «ich seit 20 Jahren Dr. Sehaefer's Epileputn bestens bewihrt Ferner als Nerrenberuhignnginnittel bei ner»üsen Zuständen und Schlaflosigkeit Prospekte durch : Apoteba St. Stjepanu Mr. M. FISTEB, Ostfek III e Danksagung. Für die aufrichtigen liebevollen Beweise der Teilnahme, welche mir anlässlich des schmerzlichen Verlustes meiner unvergesslichen guten Gattin, Frau Katharina Zintauer zuteil wurden, für die zahlreiche ehrende Beteiligung am Leichenbegängnisse, für die schönen Kranz- und Blumenspenden, spreche ich auf diesem Wege allen lieben teilnehmenden Freunden und Bekannten meinen tiefgefühlten herzlichen Dank aus. Celje, den 26. Juni 1932. Franz Zintauer im Namen fcimtlicher Verwandten. Eigentümer. &*r