Sonntag den 22. Ieöruar 1874. IUI. Jahrgang VI« ,«a«»>»,« Se^ng» eischein« jed!» «»»»tag, Mitlw-ch u»d Sreitaz. Preis« — für «arburg: gan,jährig S N.^balbjShrig » fl., «ierlrljihri» l fi.iotr! füi Zustell»»» Ms Haus monatlich 10 kr. — Mtt p^stoecsendung: ganjjahrtg 8 fl.. halbjährig 4 ft.. I fl. I»f?r»>l,ttSgeMr g kr. pr. Stile. ZI« Da« dtr Eistlldliha: Witi-Rovi. Die Versammlung von Vertretern der Be-^ zirte: Marburg, Pettau, Arledau, Lutlenbkrq, StadkerSburg und St. Leonhardt, welche am 19 F-l>ruar im Saale der hesigen Äezirtsverlretunsi unter dem Borsipe deS Rtichsroths-Abgeordneten Herrn Konrad Seidl ge!a,t, hat beschlossen, an das Abgeordnetenj^auS eine Pelition zu richten „um Gewährung staatlicher Untetstüßung belzuss Ärmöglichung des VoueS der mit dem R ichS-geseße vom 17. Mai l873 in Aussicht genommenen Elsenbahn Wien-Radtersburg mit Äb-ziveigungen.' Dilse Petitiou, welche in den bttresse'iden Gemeinden unterzeichnet werven soll, lautet fol-gendermaßen; „Hol»e« Abgeordnetenhaus des ReichSrathesl Durch daS Veseß vom 17. Mai 1873 wurde d.r Bau einer von Wien nach Nadtcre-durg gehenden Bahn mit Abzweigungen in AuS^ ficht genommen, und die Forls.Kung dieser B^hl, an die fttirlsch kroatische Grenze von der aus den Anschlußpuntt bezugnehmenden Berständigung mit der unaarischen Regielung abtzängig gemacht. Die seither eingelreiene finanzielle Katastrophe hat den^Bau dieser Bahn aus Gru 'd der blobea Steuer- und Gebührenbefreiung verhindert, und soll nunmehr be^bfichliget werden, sür d n Ba» eines Thkiles d eser Bahn und zwar für VttN'Aehring eine derartii^e Staatsunterstützung zu gewühreu, wie solche Angesichts der dermuligen Geldoelhältnisse, der bedeuUnden Kostspieligkeit d^s lvams und der volaußsetzlicheu Aentabtittüt be- nöthiget wird, um den Bau der brsat^ten Bahn sicherzustellen. Indem wir uns hier einer Wiede,holung aller jener Motive enthalten, welche zu Gunsten de« Baues dieser neuen Welllinic sprechen, und aus den mehrfach tvi'derholten Bitt-k aller de-thciligten Gemeinden Steiermarts sowohl bezüglich der unvekzil^il'chen Inangriffnahme deS BaueS als auch bezüglich Sichrrung der neuen Bahn vor jedem Elnsluße der Süpbahn drinj^enst anschließen, könne» wir nicht umhin, eili hohrS Abgeordnelen-hanS tlefer^tebknst zu bitten: Das hohe Adgeordnele.ihauS ivolle guieig-tenst dahin wirken, daß nicht allein der Ban des ThtileS Wien-A^hrint, dieser Bahn durch Gewäh rvn,i von Staatsh lse ermöglichel lvtlvf, sondern oap — wenn mö^tlich — als vorläufiger Endpunkt der neuen Bahn nicht Fehring, sondern Nadkersburg best.mmt und wkittr? auch die Abzweigungen sichertest'llt wcrden. Wlr tiegründen viise unsere vorg'ftellte Bilte IN fol^iender Weise: 1. Wird durh die Verlängerung der Bahn bis Radkersburg der lelsierzeltil^en Verständigung bezügl ch des Anschluss S an v^s ungarisch kroatische Bahnneß nicht prajudi^irt. nachdem ja diesr Bahn nach allen möglichen B^riantcn stets RadkerSbui,; berühren müßte. Ä. Mit d m Endpuvkt Fehring profilirt der fruchtbare Südost SteiermaikS nur in einem sehr geringen Maße von den Wohlthaten der Eisenbahn, die umso gewichtiger stvd, als die neue Bahn direkt in Wien ausmündet. 3. Die Verständigung bezüglich 0-S Än-schlusses an das kroatischsungarische Bahnneß kand bei den jenseits herrschenden Verhüllnissen, ^ bei der dortigen Eisenbahnpolitik und ^en dieSbezi»^-lichen uns bekannten Anschauungen der ungarischen HandelSpolitiker. welche die neue Linie als eine Gefahr deS Pcst.r HanoelS zi Gunsten des Wiener Handels betrachten, noch viele Jahre aus-stehen, lväürend ivelcher Zeit gerade der srucht-barstc Tbe'l Sseiermarks deS w>s'ii'chaf'lich«n AuflchlufskS du'ch eine Eisti'bahn entbehren müßte. 4 Würde der tttropäilch rcnommllte Badeort Gluchkitd.r^^ dliekt durch einen von Wten auSgehrttc>tN Schiene,»slrang verizunden ivcrden. 5. Die Wlchlijikeik und Noth vendigkeit der Abzw:ignn,;cn bedcus keiner n'theren Bk.,sÄliduag. doch glaubt ma:t hervorheben zu müssen, daß der eine lehr fruchtiiare, un Wein und Od?t reiche Gegend dulchziehend^FügelR^^dkerSbu-^j^'M»rburg anßerds'n uüe A^'rlsttzn'g der Kä ntllerll'^ie hjtzlet. so dait Snsch Vu»tzau die glUttelS en-e direk-e Linie d0tt B IL^'N bis an die un.^arisve Grenze gebildet w.rd, milche nach seine zeitil^.r gorlsehung in Ungarn zu ein?s inieraitionalcn Ost-iLestbahn-Linle würde. " ' 6. dU7ch Berlänieutn^ d^r Bahn über Flhring noch Radt.rkburi^, sowie durch ^Verstellung der Abzweigungen bed Ujten MhkbAprüche an die Siaueunterslüßung dürsten nicht bloS in der durch die Eisenbahn hervorgerufene», Erhöhung der Proi'uklion Ul^d. sonach auch der 2teuertr«»ft elne mel.r als genügende Kampensation finden. Wir g'bkk! uns der angenehmen '^'»offnung hin, dliß dir vorangeführten Gründe ei» hohes Akgeortn tei'.h'.uS n.cht blas van der Billigkeit, jondein auiz von der Berechtigung unserer vor-ausgesprochenen Biite überzeugen dürsien." S e«l l l - t o u. Die ZoMer-Wmiea. Bon H. Schmtd. (Fortsetzung.) Da haben mich die Ärevzjäger erwischt, mit genauer Roth Hab' ich den Palk noch iveggewo^fen und Hab' Mich in die Felsen g.flüchl't^ aber ich bin n>t bekannt in d.r Gegcnd und >0 Hab' ich mich verstlegeu und bin schon den ganzen Tag in der Irr' heruMtittrap.lt und hält' zu Grund' gehen müssen, ivenn ich nit zuleßt d^s Rinnsal con ein' Wildwasser g'funden hält ! Dem bln ich uachgangkN, und so bin ich zu Dir 'kommen uno diu froh, daß ich mir nit den HalS gebrochen hob'. Aller wo bin ich denn eigentlich?" unter« brach er sich dann, indem er während dts lLff^nö mit scheuem Blicke um sich sah. ^Wo tvlist sein"? erwiderte Martl. „Wenn Du uder'n Berg hinunterkomml't, bist in der Äachenau. Dort kanst ausrasten und über Nacht bleiben. Wird dich wohl nlt tt'rad' Elner von dkn^ Grtnzjägern aufgehen, und morgen kannst na-vhrr schauen, wie Du 'nüberkommst nach Wall-j^au oder Miltenivald zu". „Dank' schön, Kameradsagte der Bulsche. „Aber ich Hab' keine Zeit . . . will schon lieber heut noch hinunter in die Iachenav. Da bin ich nit zum ersten Mal; ich kenn' die Weg' und will heut' noch hinaus bis an die Wegscheid'; morgen werd' ich schon durchschleichen durch dle Riß und in mein Heimathl hinein l" „Wie du ivillst", entgegnete Martl, indem er den Burschen s^ililürtS etivaS schäifer in's Auge faßte. „Ich werv' Dich nit aufhallen. Kannst gar nit fehlen ; geh' nur dem Waldlve., nach, b s Öu zn einer Kohlhüti'n kommst! Die li gt gl.ich unten, ein' Büchsenichuß ?r»elt, wo die Holzrip ist. Kannst auch gleich auf der abfahren, 'Venn Du's gar so eil'g hust und wenn du Schneid hast." „B'hüt' Göll!" sagte der Bursche, indem «r das noch einmal g'süille Glnö ieerle und sich aufrichtete. „Ich dank' Dir sj.ön sür Dein' Uniel-stand, Holzknecht! Wenn ich einmal ka:^n', .vtid' ich Dir'S vergelten." Damit sprang er t»'l Seite und w .r im Augenblick gl-ich einem !hierc ln den Gebüsch n vcrsch ounden, deren iZchivankcn und Kiiickcn den auch j-^ßt so ungeioöhall den Weg verrielb, den er nahm. „3h branch' Delll' Dank nit'', rief ihm Marli nach. „Ist Dir geschenkt; itiill kelne Abrai. tuug mit dir had^n l Das ist einmal ein beZonderel Lursch", sagle er dann kopfschültelad. „Ich mein' alleweil, ich kann'S errathen, ivaS daS sür eine Waar' ist, die der von Tirol 'rüberlragen ha!.^' M.irll hatte währen«^ dess.n das Eßgeschirr be, Seite geräumt und gewahrte darüber einen Mann, k^er auS d m '^^aldabtiang her^argekommen war, niG ehkr,»n^biS er neben ihm stand. Der grobe Zoilch des Hem^'eS. da» M^rtl'» krzs'i.e Schnller'n und Arm beSeckte. ließ an Aueiseh-n und Fade erkennen, dad die Sonn» manch n ; heißen Tages darauf h'iniedergkbrannt hatten dennoch glich er noch srischgesallenrm Schnee, gegen daS Hrmd und die Zw lehhose g'halten, in denen d r Ankomrrende fleckte. „Älüß' Göll!" sagie derseli.', ind^m »r ü.ch ohne Weit'rcS lvie ein gut r Btkannler aus den H.rdrand s-ß e. „Mein Meiler brennt-, ,ch laß ihu ein Stüttdl'.in allein rauchcn und hat,' meinem BablN ^esagk, daß .r dar-.uf Odachi ^'.eben soll. Ich n'ill ein Blsskl zu Dir in i>ilm,artcn kom. men; es ist ja ictön bei Dir heiobel'. Drunten unier meinen Buchen ist's beinah' schon völl'g Nach! . . . ^>ast schon Bltuch grkabi, soviel ich gesehen hat)'", fahr er lo t. had' ihn unter d^n Bäumeit gegen mlch herko nmrn leben und Hab' i!)n an^t.s vrieen, weil ich gtM'ini izas', cs i>l der Farllgkhütf^ von der Iacheoau. Du ist er umgeschlatttn ivie ter K'ichs, >n den Wald iiineln uud nachher üb r die Riß 'nunier, als wrnn er auf elntin Lchneeschliiten saß'.- Maul antworten und die S-che erklären konnl', lt'urden abermals Shritte hörbar, und Zur Geschichte des Tages Die Etaattvorschuhkassen wer^ dt« viel wknifler m Anspruch genommen, als man bei der Beivilligunst dieser Hilfe erwartet: die verzögerte Durchfuhrung oeS Ge'eKki, die Instruktion der Regierung und die Bedingungen, unter tvelchtn ein Bolschuß gegeben wird, haben es glücklich so weit gebracht. Der HilfSbedütsiige, welcher sich an diese Kasse wendet, mu^ befürchten, den letzten Kredit zu Verlierer,, den er bisher in der Geschäftswklt noch bejefstn. In Frankreich haben die Pilgerfahrten wieder begonnen und wird Alles versucht, um dieselben möglichst großartig zu gestaltlN. Die Steigerung des kirchlichen Fanatismus in Verbindung mit d«r Aufftachelung des „ationaleu Hassee und Mit der milüänschen Rüstung lassen bezwn. feln, ob dieses Jahr der Frieden noch erhalter, bleibt — namentlich, da Deutschland evtschlosscn ist, dem fortwährend angedrohten Rachekrteg zn-vorzukommen. ^le Zersetzung der ungarischen Regierungspartei ist so weit vorgeschritten, daß die Bildung eines neuen Ministeriums aus der Mitte derselben ein Ding der Unmöglich-kttt geworden. Der Versuch, durch Bereinigung mit eiaer bisherigen Gegenpartei, tvahrscheinlich Mit dem linke« Ckntrum, sich zu krästigkn und regierunt^ssähig zu machen, wird klügl.ch scheitern, denn eiN „Koalitiorlsministerium" wäre gleichfalls außer Stande, sich in einem wirthschaftlich so zrr» rütteten und politisch-national so leidenichastlich erregten Volke zu behaupten. Aerintschte Stachrichte«». (Für öffentliche Gesundheit s-pflege.) 3li Fratikfurt a. M. hat sich eine „Vesellfchafl für öffentliche GesutidheitSpflege" ge-bildel. Ziveck dieses ^^sereios tst, die Aufgaben de' öffentlichen Grsundepfl'gk praktisch zu fördern. Zu> Erreichung dieses Ziveckeö soll nne jährliche Versammlung jene ^lliänncr vereiniger', die aus wissenschaftlichem oder technisch-praktischem Gebiete obtr^als Vertvallur'.gsbeamtt der ösfeiulichea Gesundheitspflege ihre Thiilnahme zuwenden. Vor . Allem will der Verein duhin wirken, daß die Ge-je^gebung die Vcschräpkung dcS Privateigenthums durch allgemeine Maßnahmel-, für bestimmte F ^lle regele urid diese dkM v^rallgemuntrte» Grundsaße der Unverlehlichkeit des iLigtNlhums entziehk; es skhle dafür nicht an Vorgüngkn, w e England und das flaozösifche Gesetz üver die gesunt'h its-mäßige Wiedtry^rstellung ungeiuitdcr Wtihnun^en zeige. Ohne solche Gesetze seien die Gemeinden machtlos, und Gesundtzeitsmaßregeln nur durch die Polizeigewalt durchführbar. Der Verein erklärt: l. Die Sorbit für öfs,ntltche Gesundheit liegt in erster Linie den GtMeindtN und den anulogen polltischen Berbindungkp, den Kreiden, ob; sür die ö!se»ll>che G'sundhkitSpflcge sind wesentliche Fortschritte nur auf dem »Äeg? d r Selbstverwal-'ung zu,erwarten. 2. Die Aufsicht über diesen Ilveig der Gemeindeverwoltung steht ebenso, wie über die gesammteu übrit,en Zweige derselben, den Landesregieiungkn zu. Wie e» einerscits i-.'ünschenS. »Verth ist, daß die L^^ndeSregi-rnngen in Ausübung dieses Aufsichts'RechlS säumigen Gemeindebehörden gegenüber tie Beseiligutig örtlicher, di? G'sundhkit gesährdtnder Schädlichkeiten anregen Ut'd anstreben, so ist es nndererseits ihre Pfi chl, dafür zu sorgen, daß die Gemeinden, insoweit eS bei diesen nach Lage der Gesttzgebung nicht schon jetzt der Fall ist, mit denjen'gen B sugnissen, der'N sie zur Erfüllung der ihnen lückiichtlich der öffenl» lich'N Gesundh'itspflege zufallenden Ausgaben bedürfen, ausgestattet werden. Hierzu gehört vor Allem das lKecht, unter Mitwirkung der Staats, gewult durch O tsstatut mit gesetzlich bindender Kraft für die Ousbeiriohner die zur Förderung c»rr öfferitlichen Gesuntheittpslege »rfordellichrn Maßregelri zu trcsfen, josern die einzelnen nicht durch die allgemtint LandeSgsteckt tueidlN, in d.neu sie ei >en solchen Qualm erz ugen, daß die darin besindlichtn Mäuse svsott ersticken. Eine sastkige Sudstanz, als welche sich die 3ute als vesonoers geeignet erwies, wird Mit konzenlrtrler Salptterlösung (Kalisalpeter) getränkt, geirockn t, gelh,,rt und i-, halritrockenem Zustande M't Schweselblumen bestreut, i^ach vollsländigtM Ab> trocknen weidcn d e zur Hcrstelluag desgabiikntrS in dünne Ziipfe geslochtenen Zutesasern in kleine pillen.utige Siückchen g'schnittn Karlsruhe verfertigt solche Pillen und verkauft fie zum Preise voi» t kr. sür zehn Stück. ^Gewerbliche Fachschulen in Oesterreich.) Die erste gewerbliche Fachschule in Oesterreich war die Weberschule, die 18S2 zu Reichenberg eröffnet worklen; zur Stunde beträgt die Zahl der gewerblichen Fachschulen siebenund» iechZ'g. (Presse in Oesterreich, geitungs-st emp e l.) In Oesterreich erschetneu achthundert Aeituntien und sind darunter 150 kautionspstichtig. Die offiziell'N Blätter stnd auch stempelfrei. Der Zeitungsstempkl Per ülirigen beträgt 842.000 fl. — 20 bis 23°/g der Roheinnahmen. (HungerSnoth in Dalmatien.) In Dalmatien nimmt die HungerSnoth schrecklich überhand. Nach der „Tagesprrste" sind dieser Tage zu Gain zw.i Männer, NamenS Georg Chinrin und Zos'p!» Parbukovich in des Wortes eigentlichster Bet'eutung HungerS geslorben. Die Nahrungsmittel werden immer seltener und an eine Aufuhr ist bei der Mittellosigkeit ^et Küstenbewohner Nicht zu denken. Marburger iSerichte. (Das unterbrochene Hochzeits-f est.) In Dobrofzeu tvurde neulich eine Hochzeit gefeiert. Burschen ouS dieser Gemeinde und aus St. Mnrgareihen, ungefähr zwanzig an der Zahl, die früher einige Maß Schnaps getrunken, si.len über die Gesellschaft her; sie warfen mit Steinen, schlugen mit Knütteln drein und wurde auch mit einem Gewehr geschossen. Die Zahl der Verwun-dtten b'trägt fünf. Die Anzeige beim Untersuchungsrichter ist geltern erfolgt. (Weindiebe.) Ja den letzten Faschingstagen hatten eS die Gauner auf Weinkeller abgesehen und wurden Einbrüche von Seiten Duistiger verübt il»: Iaveije bei Johann Fretze, in Äosnitscha bei Maihiirs Kantuser, in Vierstein dli Jakob Wretschko, in Reichenstein bei Johann Mirth. (Blattern.) Die Blattern sind auch in t'en Gemeinden Poberich, G.mS, Tresternitz, Slemkn, Zellnitz, Unter-Walz, Over-Walz auSge« vrochen. (Schadenfeuer. Ein Kind verbrannt.) Am 15. d. M. Uli, 9 llhr Al)ends «entstand zu Strichowetz, Bez rk Marburg, in einer Winzeiti des Gutes Brunnsee Feuer und ir'urden daS Stallgebäud«, die Preste und daS WahnhauS gänzlich eingeäschert. L-ider ist hi bei auch ein Knabe iM Alter von vier Iahren und drei Monaten verbrannt. bald )arauf kam ein dritter Gast an der entge-gise^ten Seite um die FtlStcke hervor, auf ivilchrr ein schmolrr Steig zu dttt Höhen hinaufführte, vuf deren die G,oSmatten und Almwetden sich ousbreitln, Mit Lknnhüilen b'str»ut und umkränzt von den Fklewänden, auf drnen die Gemsen Hausen. Der Watdsack auf d«m Rücken des ManneS ließ in dem Ankömmling ebtnso wie die Doppelbüchse und die graue Joppe mit grünem Kiogev den Jäger erk nnen. ES tvar ein hvchaufgeschofserier, stattlicher Bursche, dessen ganze Erscheinung auf Krast und Ausdauer schließen likv; beide aber schienen ihn nahezu völlig Ver-lass'N zu hvbln; denn mit einbr-chenden Knien ui'd dvS Glwehr nach sich schllisend, schleppte er sich wülsam grgen die Holzhült« hin. „Ja, seid Jhl'S denn. Herr Forstgehiils'?" rief Mittel, indim rr auslprong und ihm mit tem Koltlenbrenner entgegeneilte. „Ihr scid ja völlig erlegt! Was ist Euch denn passirt?'' „Es ist nichts besonders", entgegnete schiver athmend ter Jäger. ind'M er, von Beiden geleitet, wontte. „Auf einmal haben meine Fuße ouSge-losten, Nltd tvenn dle Hütte noch hundert Schritt' weit geivesen wär', häti' lch's ntmmer machen können. Gieb Mir nur einen T'Unk Wasser, Maitl. und laß mich sttzeii; dann werd ich '.r.ich wohl bald tvitder zusammenklaubcn „Aber lvas hat's denn gegebtN? rief Martl wieder, nachdcm er o.it einer Schüssel auS der Ouelle geschöpft, welche nibenun über die Felsen heiunteigetiöpsklt kam und am Fuße derselben sich in einen kleinen Tümpel samruelte. ^I,tz' seh' ich'S erst, daS Blut ist euch unter'm Hot heruntergelaufen und auf d'M ganz-n Gesicht und am Gewand eingedorrt." . . . Der Jager trank, oihmelc darn tief cnf und lehnte sich, so bequem eS angin^^, auf der Holzbank zurecht. „DaS macht nix", sagte er daltN, „das geht sür eine kleine Aderlaß l^in. Ich Hab' htUt' in der Früh' einen R udichützen versprengt, der einen Prachibock aus dem Rücken getragen hat. Ich halt' ihn angeschriren, aber er ist fo.t Ul>d in'e Gewandt hir eirigtsplungen, c.ls «renn er selber ein GawSbock ivär', ich alletveil' hinter ihm drein l Wie er gespürt hat, daß ich nit auslast' und daß daS Springen nix hilft, hat er den Bock weggeivorsen, aber zu liesst in eine Kluft hll>ein, wo er sich ganz zerfallen hat müss n und kunem Menschen was nützt! Drauf, :vic der Blitz hat er sich umgedreht, und eh' ,ch mich Hab' duck.n können, hat mir seine Kngel schon den Hut vom Kopf geschlagen; die H^-ar' hnben aufgehalten, daß sie mich nur g streilt hat, sonst hält' ich mein T stamtttt machen dürsen. Ich bin einen Augenblick daMisch worden und an den Felsen tiingetorkelt; und wie ich mich wieder aufgemacht Hab', Wal Mtr der Kerl schon weit auS dem Schuß Ut'd ist die Kaltivand hinunter, und jetz' ist er mir doch ausgekommen. Das Bluten muß Mich matt g'mocht haben, uiid es hat auch schon zu dammern angefangen, sonst hält' ich ihn wohl beim j^ragen erwischt. „Aha", sagte Martl halblaut vor sich hin, indem er dem Kohlenbrenner mit den Augen zuwinkte. „No, komm' mir wieder einmal vo»'s Gesicht, Du Lugenschippel, nachhcr reden wir ein anders Wort mit einander!" „Wie ist daS, Martl?" unterbrach ihn der Jäger. „Wie redst Du? Hast Du ihn etwa gesehen?" „Glsehn? Einen Wildschützen? Mit keinem Aug'", entgegnete der Holzkneckt einen Augenblick schtvankend, ob er daS, was er eben erlebt, erzählen oder verschweigen lolle. Für daS sprach die univillkürliche Ttieilnahmr für den Burschen, und das eigene Bewußtsetn, daß onch er schon mattchts Mal eS nicht vermocht hatte, der Jagdluft zu widerstehen, und eine unbestimmte Scheu, den zu verrathen, der, wenn auch un-freilvillig, IN feiner Hütte als Gast geweilt hatte. (Fortsetzung folgt.) (Iahrespri» su » g ia dee O b st- »md Weinbauschule.) Am 16. d. M.VorÄittag fand an der hiesigen Obst- und Weiubauschule die öffentliche 3»hrtsprüsung der Zöglinge, zugleich Schlußpküfung der austretenden Schüler d sich an das Abgeordnetenhaus und an die Re» glerung zn wenden. Nachdem die Versammlung Viesen Antrag als dringlich anerkannt, begründete der Redner denselben ausführlich. Er lvies auf das Gesetz vom 1ü. Mal 1873 hin, welchem zufolge die Eijeubahn Wien-Novi mit einer 'veigung auch von Ravk,rsburg nach rburg gibaut »Verden soll. Die Ausführung sei aber bis jetzt unterblieb-n. Bon jenen achtzig Millionen, welche als Staatshilse zur Besserung der wirthschaftlichen Lage bewilligt worden, seien dreißig bis vierzig Millionen sür Eisenbahnen bestimmt. Zu den letzitn Regierungsvorlagen, betreffend den Bau der E senbahnen, sei die Linie Wien»Novi mit Stilllchweigen übergangen, trotz» dem es jetzt an Konzejsionsiverbern nicht sehle. Der Handelsminister hade voriges Jahr in eine» Denkschrift erklärt, daß er diese Baen gewesen. DieS habe die Rechnung veS BezirksauSschusscs über den Hausen geworfen und zeige sich wegen des Unterschitdes von 28.900 sl. !^ie Nalh-vendigkeit, daS Ersorderniß zur Deckung des Desiziis aas 13 PerztNt zu er-höhen. Der Bezirksausschuß beintrage daher, sich an die Statthalterei zu wenden mit dein ernsten und dringenden Begehren, es möge eln Beamter des Rechnung-Departements abgeordnet iverden zur Llquidirung der BezitkSumlagen. Dieser Antrag wurde einstimmig zum B » schluß erhoben. Der BzirksauSschuß beantragte, die Stelle des Bezirks-Thierarztes nicht zu besetzen. Heir Anton Badl versiche'te, er befürworte sonst die möglichste Sparslmkeit, allein hier müsse er sich dagegkN erklären. Ein Thierarzt des Bezirkes sei unbedingt nothlvendlg; aus den hi sigen Militär. Thierarzt könne man Nicht immer sich verlassen, iveil dtlselbe manchmal längere Zeit abwesend itl. Der Antrag des Bezirksausschusses ivurd» mit elf Stimme«: gegen zehn angenommen. (Freie Versammlung der Holzarbeiter.) Heute Vormittag 9 Uhr siadel im Saale „zum Erzherzog Johann" eine freie Ber. sammlung der Holzaibeiter statt, um üb^r die Satzungen» betreffend „die allgemeine österreichisch, ungarische Kranken- und Jnvalidenkasse sür Holz-aibeiter- zu vcihandeln. sT a n z p r ü f u n g.) SamStag den 28. Februar Atiends halb 8 llhr ivird der diplomirte Lehrer der Tanzkunst Herr Eichler j. sür sämmt-licht Uiiterrichisabiheilungen die Prüfung (im Götz'schen Saale) abhalten. Den mus'lkalischln Tht'l besorgt das Streichochestcr der Südbadn-kapelle. Eltern und Verivandte der Schüler. Freunde und Freundinnen der Tanzkunst sind zum Ä.suche eingeladen. Der Eintritl ist frei; die Pro,Gramme gelten als Eintrittskarten und iverden iM Verlag diel,s BlatteS ausgegeben. Nach dem Schluße der Prüfung findet ein Tanz-kränzchen für Gäste statt. ^Evangelifche Gemeinde.) Der neugetvählte Pfarrer der hiesigen lvangelischen Gemeinde, Herr Dr. Julius Kolatschek, Psarrer i« Wiener-Nenstadt, wrd zu Ostern nach Mae bürg übersiedeln. Letzte Post. Das Abgeordnetevhau» hat fich «it IZ9 gegen 114 Stimmen für die Beihalt»«g des AeitungHstempel» ausgesprochen. Alle NeichStagsabgeordneteu auS Elsaß Lsthringen haben Berlin verlassen Das neue konservative Ministerin» tn England hat den AmtSeid geleistet. Marburg, Sl.Yebruar. tWochenmarttSbe eicht.) Veizen fl. 7.K0, «orn fl. ö.4V, Gerste fl. Hafer fl. 2.40, Kuturnt» fl. ö.20. Hirse fl. 0.—. Hirsebrei» st. 7.80. Heiden fl. 4.10. Erdäpfel fl. 2.40 Bohnen fl.S.—, pr. Metz. Weizengries fl. t3.50, Mundmehl fl. 1».— Semmelmehl fl. 13.—, Weißpohlmehl fl. 12.—, Schwarz, pohlmehl fl. U.— pr.Tnt. Heu fl. 1.50. Lagerstroh fl.1.40. Streusteoh fl. 0.90 pr. Ttr. Rindfleisch 81. «albfleisch «4, Schlveinfleisch,. 84, Lammfleisch 24. Speck frisch »«, Rindschmalz 5S. Schweinschmalz 4t, Schr.»eer S8. Butter S2, Topfenkäse 12, Zwiebel 10, Knoblauch 20, »ren 10, Kümmel 43 kr. pr.Pf. Sier 2 St. S tr. Milch frischt 12 kr. pr. Maß. Holz IS" hart fl. 6.20, weich fl. 4.«0 pr. Klafter. Hozkohlen hart 60, weich 40 fe. pr. Meß. Nr. 768. Kundmachung. Vom Stadtrathe Marburg ivird hiemit bekannt gemacht, daß die Feuersignale vom Stadtthurme an der Domkirche nachstehend gegeben werde", und zwar: ») Bei einem Br.inde in der inneren Ttad: vier Schlägt' an der großen GlolLe; b) in Grazer-Borstadt drei Schläge an du großen Glocke; e) in der Kärntnkr-Vorstadt zwei Schlüge an der großen Glocke; 6) in der Ma,,dalkna Vorstadt ein Schlag an der j,roß:n Glocke; s) in der Umgst)ung von Marburg drei Schläge an der kleinen Glocke. Kaminbrände in der Stadt und den Borstädten iverden i?ebst den Schlägen an der großen Glocke mit einem Schlage an der kleine» Glocke signalisirt. Stadlrath Marburg am 16. Febr. 1874. Der Bürgermeister: Dr. M. Re'ser. Nr. 1334. ^158 Knndmachnng. Nachdem die Blatternkrankheit in Marburg und Umgebung ficd zu verbreitsn droht und schin mehrere Fälle mit todtlichem Ausgange vcr' « kommen sind, so werden die C tern und Kestj^ drl der schulbesuchendcn Zugekid aufgefordert 'c-oald eine Erkrankung an Blatlern in dem bekrcffenden Wolinhaust stattfindet, den aller im Hause wohnenden Kindcr uic!) und in ss lange cinzustcllen. bis durä» ärztliches Zeug-n'ß der Schulbtsttch iriede. für statthaft erklärt wird. Die Boistä'dr ' - öffentlichen und Privat-lkhranst>zlttn ,werten <. uchl. diese Maßregel strenge zu kontroliren .. ^ Eutgegenhandellide sogleich anhcr anzrne' Dic ' ..icrtrctung dieser Weisung wird mit Geld' tili .uel! Arleststrafen geahndet iverden. Gtu'kialh Marburg am 21. Februar 1874. Der Bürgerincistcr: Dr. M. Reiser. Günzlicher Allbtierliiillf deS Lcbuhwaaren-LagerS in der Xieder läge der Marburger Schudiraaren-^^brik, Vurg» p!aH Nr. T zu stc^unend l)crabqesek»tett Prei'tn. Zur gefälligen Abnahme empsichll acdlungSvoU 149) Jodann Wefiak. Gin schönes möblirtcs Zimmer ist zu vergeben. lbb) ^ tt»»», j.ut'.ttiergafse WMWWMWWWMWWWWWWMMWWWWWWWWWWD ^ ^ Sr' Vsr''W»1tATUKSSl?atVl.. 1. vsr vsiit- vov 10 ^otiöv xsvkkrt sms Stimmo, ^eäook k«»nll I^isw»i»6 vsäor im »ixovsv Is»w«v Qvol» »Ii LsvoUmäoktixtsr wsbr all 1V Ltimmsll iv viv«r korsov vorsivixsu. ß. 11. 2. Liu ^otiovär Icavn «viu Ltimmreodt ii» äsr üellsralvsrsammIuvK sQtvsäsr psrvövilod oäor äuroli sillsv »väorvll »tiwmbo-rsMixtov ^Ltiovar ausüdsu, äsr mit eillsr VoUmaoltt v»od äer vom VsrvaltllNsssratks dostimmtov I^orm (»ul äsr kücksoit« äsr I^vxitim»-tion»lc»rto vortxeäruolct) vsrssdsn igt. ?rausn vsräsa äurok LsvoNmiiodtixts, ?neAskötok1sllv uvä ^uriäigolls ?srsollvQ äurok ikrv g^ssvtTli» edsv. t)s2iet»ullxsvsi80 st»tutari»t:ksll Keprägölltklltsa vsrtretsn, »uot» vsna äisgv uiodt selbst ^otionärs giuä. (147 Z^M?s?M?M?UU?kM?UWW»WWWWWWLS«»»M 3- ISS. (lS7 Kundmachung. Die hiesige Bezirksverlretung hat in d^r S'Kung vom 19. d. M. folgende Beschlüffe gefaßt; « 1. Wegen Inangriffnahme des Baues der Eiftnblihn Wiea-N^vi in der Theilstlecke Wien-Radk.rSburg mit Abzwkigangen von Harlberg oder Fürstenfeld nach Graz und Radk^rSburg Fach Marburzi sind Petitionen an beide Häuser des Rtichsrathes zu richien und ist sich lm Depu-tationSlvege an daS k. t. Ministerlum zuwenden. 3n die Dkputtitlvn werden gewählt die Bezirke-vertrktungSmltglikder Herre/pe Brandstetlrr Fr., Dr. Duchatsch Ferdinand, Girstmayr Joh. sen., Dr. Reiser MatitzäuS und Seidl Conrad. 2. Zur Prüfung der BczirkSrechnung pro 187S wird ein Comitä. bestehei'd auS den Be-zi'kövirtretungSmitgliedcrn Herren AlbenSberg Ludwig, F h Anton und Jai^schi^ Ed. gewählt. 3. Das Schulgeld fi»r sämmtliche schulbesu-chende Kinder dcs Brzirkts wird in vollem Be» trage innerhalb der bestehenden ge'thlichen Bestimmungen für das Jahr 1874 auf die Bezirfs-tassa itb rnommen. 4. D r Bau des Loses L der St. Jakobtr Bezirtsstraße wird pro 1S74 bewilligt, ebenso soll LvS^ dieser Straße, dann die Strecke vom Ende des Loses L. bis St. Jakob roch im Jahre 1874 in Angriff g-nommen werden, wenn der Vauforlschrjtt ves Loses L und die noch aufzuragenden Konknrr nzstseit'gkeit'n den ik^au des Loseö ^ ermöglichen und der Kostenbetrag für die Slrecke vom Ende de'? Loses L bis Et. J^ikob vorschußweise von der Gemeinde St. Jakob gegkn Rückerstattung im Jl^hre 1875 getragen w rd. b. Die k. k. Statlhalterei ist um Liquidi-rnngsveranlassung d.r BezirkSumlag'N aus den Jadren 1867 biS inkl. 1873, beziehungsweise um Richtigstellung her zwischen den Ncichweisen d«» k. k. Finanz Rechnu»g^»DtpartrmsNtS Graz und d-s k. k. Hauptzoll' und Steueramtes M.nburg bestehenden und durch die leKteren die Bezirki«-kassa mit dem Entgange eineS Betrages von 9L41 fl. 81 kr. bedrohenden Differenzen zu ersuchen. 6. D'k Voranschlag des Bezirkes pro 1874 wird mit einem Emps^inge von 1500 fl. und einer Ausgabe ron 38500 fl. 1 kr., mithin mit einem Abt,an e von 37000 fl. 1 kr. genehmigt und zur Deckung desselben eine !8^/oige Umlage auf die direkten Steuern sammt allen l. f. Zuschlägen beschlossen. 7. Nachfolgenden Gemeinden wird die Be-willigung zur Einhebung böherer Gemeindeum lagen pro 1874 betvilligt, alS: a) Frauheim 52-/0, b) Loka 40^^/«. 0) Gt. Lorenzen 27°/o, ä) Mauerbach 60°/«,. 0) Galz 35°/^. k) Zig lenz n37^'/g. ß) Zmollnig 40-/,,; ftrner wird der Bez rkeausschuß ermächtigt, den Gemeinden St. Jakob und Rantsche die nachgesuchte Bewilligung zur Einhebung von Z5°/oigen Umlagen dann zu ertheilen, wenn sie den Nachweis über die nach ß.75 der G. O. v. 1.1864 vorgenommene Ab^ stimmung der Wahlberechtigten gelief rt haben. 8. Der Bezirksausschuß wird ermächtigt, den Gemeinden Gams, Rosbach, TresterniK. Äel« lovetz und hl. Kreuz die Bewilligung zur Bereinigung in lZine OrtAgemeinde unter denl Namen „GamS bei Marburg" dann zu bewilligen, wenn der Nachweis ilber die Erfüllung der ln der G. O. vom Jahlt 1864 enthaltenen dieSfälligen Bestimmungen beigebracht sein wird unl) wenn die k. k. Statthalterei gegen diese Vereinigung aus öffentlichen Rücksichten keine Einwendung erhebt. 9. Die Vereinigung der Ortsgemeinden Jaring und Wengen in Eine Orttgemeinde unter dem Namen „Jaijng" lvird bewilligt. 10. Der Bezirksausschuß wird beauftragt, die der Bezirksvertretung bei deren Aktivtrung von dem bestandenen k. k. Bezirksamte Marburg übergrbenen Kriegsprästations-Obligationen und Kassenschsine der k. k. Bezirkshauptmannschaft Marburg zur Realisirung und Verthe lung aut-zusolgen. 11. Die hiesige BezirkSthierarztenSstrlle wird ausgelassen. 12. Den Einschreiten der Gemeinden a) Ober^Et. Kunigund, Roßbach und Gams um ErkläruNi^ der von der Langenthaler Bezirksstraße nächst dem H.'use drs Herrn Krainz abzweigenden, durch die Gemeinden Po^rut. Nosbach und Gams führenden und in l Kterer Gemeii de in die Drauwalder Reichsstrape einmünvendcn Ge« meindlstraße, dann d) der GemeindeKranichSfeld um Crklärun.l der von Kranich^feld über Podowa n^ch Maria-N ustift führenden Getneindestraße zu Bezilkestraßen II. Klasse wird keine Folge gegeben. 13. Auf Herst.lluttg der Zufahrtöslraße von der St. Leonharder Bezirksstraße I. Klasse zum Bahi'hof^ P'ßnitz wiid bei dem NichleiN-tritte des Bezirkes St. Leonht„d in die Konkur-rcnz und im Hinblicke auf die bevorstehende Ei-s.nbahnverbindung Radkersburg^Marburg verzichtet. Bezirksausschuß Marbulg. 20. Febr. 1874. Der Obmann: Seidl. E in jung«, womöglich im Nss kuranjfacht bkwliidirt r Mann mit guten Rkf«««-ztii wird skr da« hitßgt Vbtr-Iisptk- t«rat der „Viterltiitischei Ledt!:»»«!!!. cheN«II»->«»>>" i» Wit» al« «kin li'tvr Lufg«-nommen. — Nähe«« s-Inspektoral: Trazervoistadt Nr< W^ !^'!'>ck^ j-dea Dien», taa. DonnerOta- ! ''^»««tag zwischen l und 2 Uhr. Eine neue best tonstruirte Stlrti»t-Pitz««schiit wurde bei dem Handelsmanne QuÄHvt» AI UvrAte? ßi» Solileintt» aufgestellt, welche dem ?. I. Publikum zur Benützung empfohlen wird; pr. Metzen wird 10 kr. ö. W. berechnet. (ISA Eine elegante Wohnung mit k Zimmern. Küche. Speisekammer, Keller und Zugehür wird vermiethet und kann am 1. Mai bezogen werden : Tegetthoffstraße Nr. 104. Anfrage im 1. Stocks__(lö2 Eine Wohnung ebenerdig, mit 3 Zimmern, Sparherkiküche und Speisekammer, dann ei« eingerichtetes Zimmer >st ju vergeben in der Säiwar^gafse N. 46. 156) Anzufragen bei Josefa Spaüek. UMsll" MMAiZTSMSAt. ^uivadl xrosssr Vorrktkv Wtkl!!-. LM». MW- MMlei'- IQ aUev li'ayollen, eiufaelier u. fvivstvr Lorts, ill aUvQ Hol^ßattullßsrl, politirt, allvv ?rei36li nae^ lzilligstem ?rvistariks. lZpeise, 8clil»sziimmes- unÄ 8»I<»nHödel, »Iis liselilvi-- unä Ispsiiofsr - eriougnl»«. LesteUullßSll erbittet (14 I^aeker, 2Ia.rI>urK, Ora^ervorstaät, l'e^sttlioL^strL.SZS. verlmwortttche Redaktion, DieuS und Nerlag von Cduard Sanschitz i» Marburg. Ein schöner Keller in der Tegetthoffstraße auf 60 Startin in Halbgebinden ist vom 1. April zu vergeben. (141 Anzufrag-n im Comptoir dieses Blattes. s.«. et.».