Nr. 48. Mittwoch, 28. Februar 1894. . 113. Jahrgang. Mibachei Zeitung. »anzN^ionöprel«: M!t Postvrrscüd »nn: M'Miri« si, lü, linIbMl!» si, 75!,, Im Comptoir: lein» ^^'l, hnlbjnlir!« sl. 5> 5>», ssin di>' ^„su'llui'i, >»e Hau« nanzjälilin fl, i, — Infrltiunt-nebiir: ssür >«ne Insnnir I>Is z« 4 Zcil<>!> 25. ll,, „riisüie pcr Znlc « lr.; bei öflcrcn Wicdcchol,»,^,' pcr ^ilr ^ lr. Die «kalb. Ze«.» lrlchrn,« täqlich, m« «»«nähme brr Sonn- und Feiertage. Dir «lbminlftla, Vprechstunben der «cdaclion vo» « l><« n Uhl vormittag« und von » bis 4 Uhr nachmütag«. — Unlianlirr»? Vrirfe werben nicht angenommen, Manuscripts nicht zliriickgeftsllt. Mit 1. März beginnt ein neues Abonnement auf die Laibacher Zeitung. Unb,^^ii"umerations«Vedingungen ^h^ wandert und betragen: mit Postvtlftndung: sül Kaibach: NrÄ " »3 st— lr. ganzjährig . . » fl. - kr. vierteV, " ? ' «» . halbjährig . . ll . llO » M°n2"^ ' » ^ ' viertelsährig . 2 - 7» . ""«Ich... 1.2,. monatlich...-.»». Ab°?nV^i° Zustellung ins Haus für hiesige "nenten per Jahr 1 Gulden. Vvrtnf!^ ^^ PränumeraNons - Betrage wollen "vfrei lugrsrndrt werden. _____ Jg. V. Kleinmayr ör Fed. Damberg. Nichtamtlicher Mil. Valutavorlagen. Wien, 26. Februar. Neten^s ^'venbericht zu den heute im Nbgeord-gesHs^ '^ eingebrachten Valutavorlaqen erklärt die vor-lichen E""^"b"ahmen °ls einen Schritt zur schließ Auae ^?lchung des von der Regierung unentwegt im "rcuwi^ ^" Zieles der Herstellung der Metall-l'chleit l?" ^ ^rund ber Goldwährung. Die Einlös-erst nack ^ ^"?!^" segen gesetzliche Münzen könne Ctaatz,^ """ständiger Abwicklung der Einlösung der ^tabilil?^ ""^ "ah der Erreichung lhatfächlicher Umlauf« . « gesetzlichen Wertes unseres Banknoten« Neuech" ""gesprochen werden. Die bedauerlicherweise störende U .""getretene, die Lage unseres Geldmarktes Einlöst k "ea.ung ^ deu baldigsten Beginn der ^selben ^ Staatsnoten und der Insweiksehuny Ulnso r^s ^ Maßgabe der bereits vorhandenen Mittel lüsun« U'^r erscheinen. Die vorgeschlagene Einöden Cba ^taatsnoten besitze durchaus keinen definier beiden w Indischen wurde im Einvernehme,' Hsch-u,i^ V^rungen und der Leitung der österrei Und D1?'^" Aank die Ausdehnung des Valuten Salute,, '^M.les ^ lahmen der bestehende: ^arfe >> ^ Aussicht genommen, um dem legitime! lande tb,,nl'^ ^aslskreise im Verkehr mit dem Aus der Vj^"""?st entgegenzukommen. Schließlich erklär sühtunq?"""lcht bie allgemeine obligatorische Ein >^^^rKronenn,nl,l,,n^ «n^osi^H ^r noch nich völlig durchgeführten Beschaffung der Geldzeichen der neuen Währung und mit Rücksicht auf den gegenwärtigen Stand der Währungiverhältnisse im Einvernehmen der beiden Regierungen als einstweilen vertagt. Von besonderer Wichtigkeit ist der Gesehentwurf, welchen der Finanzminister in Verbindung' mit einer Vorlage über die mit Ungarn vereinbarte Einziehung der Staatsnoten unterbreitete. Der Umlauf der Staatsnoten, die eine fchwebende Schuld Oesterreichs und Ungarns bilden, beträgt 312 Millionen Gulden und wird am Ende des Jahres 1895 nach Einlösung von 200 Mill. Gulden für gemeinschaftliche Rechnung nur 112 Millionen betragen. Ueberdies bestehen jedoch ^Staats-noten mit dem gesetzlichen Maximalbetrage von 100 Millionen, welche Oesterreich allein belasten und mit deu Salinenscheinen derart zusammenhängen, dass die Circulation der Salinen und der Noten zusammengerechnet nie mehr betragen darf, als 100 Millionen Gulden. Salinen und Noten zusammen summieren sich stets mit 100 Millionen, nimmt ein Posten ab, muss der andere zunehmen. Da mit der Zeit alle Staats-noten verschwinden müssen, so hat der österreichische Finanzminister auch die Pflicht, für die Einlösung der auf Oesterreich allein entfallenden 100 Millionen zu sorgen. Bisher erfolgte die Rückströmung dieser Noten durch den Verkauf der Salinenscheine. Wenn die Salinenscheine nach 6 oder 3 Monaten zur Einlösung präsentiert wurden, gelangten die Staatsnoten wieder in den Verkehr. Der Finanzminister verlangt nun vom Reichsrathe die Ermächtigung, den Umlauf der Salinen- und der Oesterreich allem belastenden Staatsnoten auf 70 Millionen zu beschränken und somit 30 Millionen Staalsnoten dauernd aus der Circulation zu bringen. Der Finanzminister will zu diesem Zwecke eine Anleihe contrahieren. Der Zeilpunkt für diese Operation soll vom Finanzminister nach eigenem Er» messen gewählt werden dürfen. Auch die Wahl der l Verzinsung in Papier oder Gold bleibt ihm überlassen, I denn der Gesetzentwurf bindet die Regierung nur in- - soweit, als die Anleihe mit höchstens 4 pCt. vom No - minale verzinst werden darf. Durch diese Vorlage ist l ein wirklicher Fortschritt erzielt worden, denn es if - von der höchsten Bedeutung für den Geldwert il - Oesterreich, dass der Umlauf der Staatsnoten in jenen ' Maße abnimmt, als der Umlauf der Banknoten in i vorigen Jahre durch die Goldkäufe der Bank zuge - nommen hat. t Bürgermeister Dr. Prix f Eine erschütternde Todesnachricht fand Sonntag in fpäter Nachtstunde ihre Verbreitung durch alle Bezirke der Reichichauptstadt. Der Bürgermeister von Wien ist Sonntag in Rekawinkel, wohin er mit einigen Freunden einen Sonntagsausflug unternommen hat, einem Herz« schlage erlegen. Niemand hatte bisher qewusst. dass der so rüstige, arbeitskräftige Mann leidend sei, und unvermuthet trifft dieser Tod das Gemeinwesen in-mitte einer Fülle hochwichtiger Unternehmungen und Arbeiten, in einer Epoche großartiger Umformung unserer ganzen städtischen Einrichtungen. Die Se°le aller Unternehmungen und Arbeiten, der führende Mann war Dr. Prix gewesen, der unbeirrt durch die nann'nlosen Schwierigkeiten, welche die- Opposition im Gemeindcrathe ihm bereitete, unberührt durch die täglich wiederholten Beschimpfungen und Verdächtigungen, mit denen er von der Opposition im Landtage, im Gemeinderalhe, in den antisemitischen Zeitungen bedacht wurde, seine Pflichten erfüllte, seinen Ueberzeugungen folgend, mit Klugheit und zäher Ausdauer der städtischen Verwaltung vorstand. Dass aber jene Schwierigkeiten und Beschimpfungen nicht spurlos an dem scheinbar so besonnen-gelassenen Mann vorüber-giengen, dafür hat sein jäher Tod einen traurigen, die Herzen aller Redlichen tief erschütternden Beweis erbracht. Verschwiegen, nur seiner Familie und seinem Arzt sich anvertrauend, hatte Dr. Prix in der letzten > Zeit an Herzkrämpsen gelitten, bis endlich dieses viel-, gequälte Herz, das immer und immer für das Wohl l und Gedeihen Wiens so warm geschlagen hatte, der Lebensarbeit müde wurde. Mit der Amtsthätigkeit des entschlafenen Bürger« ! mcisters Dr. Prix wird dauernd die Erinnerung an eine der bedeutsamsten Epochen in der Entwicklung Wiens verknüpft sein. Das große befreiende Wort , unseres erhabenen Monarchen, welches anlässlich der - Eröffnung des Türtenschanzparkes die Vereinigung - Wiens mit den Vororten verkündete, hat an Dr. Prix einen patriotisch hingebenden, pflichttreuen, entschlossenen t und klugen Vollstrecker gefunden. Die ungeheuren i gesetzgeberischen und administrativen Arbeiten, welche , durch die Vorbereitungen des Vrreinigungswerkes. durch i die Schaffung eines neuen Gemeindeftatuts für die > Reichshauptstadt, dann aber durch die Einführung einer einheitlichen städtischen Verwaltung in den angegliederten Vororten bedingt wurden, sind zum großen Theile das ureigenste Werk dieses Mannes, der sich mit vollster Hingebung in den Dienst seiner Vaterstadt gestellt Jeuisseton. Verbrecher-Ehrgeiz. "uninalerzählung von Jean Siichepin. "" hielt^U c?.'" Glück I Er war arm, ohne Talent .. Ce'n^/""" Genie, n>ische Ä5 ^"a.e bei seinem Eintritt in die flotte meb^ Al'. für seinen Namen Oskar /.Merde ?° 3"" Mudonyme M finden, um die lenken. '""er Zeltgenossen auf eine falsche Spur zu ^de"un^"°^sich nennen, wie er wollte, er w Unve ?ak ""'lte "«er Federhelden, der dunkelste stellen, ""'wndenen und der ärmste aller Schrift- ^^erarisch^!",Faublich, zu welchen Verirrungen I?"er von T,?. /". ""'" ^'"^'" leiben kann. K"ich z" m!^" h" sie manchnml verleitet, sich L^""g .' "Fen oder sogar eine unehrenhaft a I'^lmlie V"-' ^ "el größer wird die Ge-^in^ll beV bat^^lchen bemächtigt, der sich stiin^^rakter ^?// .^?!' leine Geduld erschöpft. l3'5 Fchschla^n '"' W .Leben durch däs be-Hi^GedV verdorben ist, ' "^". ei "neu^ Nl"" ^' s^ ""en Name., Er sagte sich, sein Genie sei nicht für die Träume der Kunst, sondern für die active Ausführung einer Idee geeignet. Ein klug erdachtes Verbrechen werde ihm möglicherweise den so lange begehrten Reichthum verschaffen, und dann werde sein in der Armut verkümmerter Geist in vollem Glänze erstrahlen. Eines Abendes hatte er einen Freund im Krankenhause besucht und erkannte beim Fortgehen in einem der Säle die alte Wirtschafterin einer sehr reichen Dame, in deren Hause er vor etwa zehn Jahren ge-wohut hatte und der er nur unter einem seiner Schrift« stellernamen bekannt war. Die Kranke klagte ihm sie sei schon seit drei Wochm hier, und sie befände sich in einem ganz trostlosen Zustande. «Ich hah^. so erzählte die Alte, «auf der Straße einen Schlaganfall aebabt und man hat mich Hieher gebracht. Meine Herrin bat mich hier gelasfen, da ste selbst schwer krank darnieder« liegt. Sie hat ihre Gesellschafterin zu mir aeschickt Aber dieser kann lch mcht sagen, was mich quält ^ck habe ein Paket Briefe von dem Kutscher meiner Herrin, meinem Liebhaber, zu Hause, aus denen hervorgeht, dass ich für ihn meme Herrin oft bestohlen ^cb hätte diese Briefe verbrennen sollen, aber sie enthielten , seine Liebeserklärungen, sein Versprechen, mich zu beiraten. Eines Tages verweigerte ich dem Tauaenichts , Geld, das er von mir verlangte, da drohte er mir er werde mir die Briefe wegnehmen; wenn er sie bätte würde ich ganz in seiner Gewalt sein. Da bekam icb l eine höllische Angst und bat meine Herrin, Familien« Papiere, die fur mich von großer Wichtigkeit feien zu verwahren. Sie gab mir eine Schieblade in ihrem Bureau und den Schlüssel dazu, und dort habe ich sie hineingelegt. Ich könnte ihr ja nun sagen lassen, dass ich meine Papiere nöthig hätte. Aber ich habe kein Vertrauen zu der Gesellschafterin; sie würde die Briefe gewifs lefen. Verstehen Sie nun meine Verlegenheit? O, es wäre eine edle That, wenn sie mir diesen Dienst leisten wollten.» «Welchen Dienst?» «Mir diese Briefe zu bringen.» «Aber wie foll ich sie bekommen?» «Das ist sehr einfach Abends um 10 Uhr nimmt meine Herrin Chloral ein; dann schläft sie sehr fest. Die Gesellschafterin geht nach dem Mittag um sieben Uhr aus. Madame hat aus Furcht, von ihr bestohlen zu werden, ihr nichts von dem Chloral gesagt. Sie hat es keinem außer mir mitgetheilt, denn mir schenkte sie ihr ganzes Vertrauen. Sie würden also hineinkommen, ohne von ihr gehört zu werden, und würdm mir meine Briefe bringen. Sie wissen, dass das Haus zwei Eingänge hat. Wenn Sie auf der Hintertreppe hinaufgehen, wird der Portier Sie nicht sehen. O bitte, thun Sie das für mich!» «Aber Sie sind ganz von Sinnen. Wie soll ich l denn in die Wohnung Ihrer Herrin hineingelangen? - Wie das Bureau ausschließen?» . «Ich habe einen Nachschlüssel zur Wohnung, ich ließ > chn machen, um meine Herrin zu bestchlen. Hier ist » er, und dieses ist der Schlüssel meiner Schieblaoe. Hier l ist auch^ der Schlüssel zur Küchenthür. Durch dies« Laibacher Zettung Nr. 48_____________________ 396 28. Februar 1894. hatte. Als nach Vollzug der formalen Vereinigung jene Fülle von administrativen Arbeiten sich ergab, die dazu bestimmt waren, in Ansehung der Wohlfahrtö-einrichtungen Wiens, der Straßenführung, Beleuchtung, Wasserzuleitung, des Schul- und Armenwesens die Vor. orte den alten Wiener Bezirken gleichzustellen, war es neuerlich Dr. Prix, der, unermüdlich, stark und thatkräftig in der Verwaltung, klug und zäh in der parlamentarischen Behandlung vor dem Gemeinderathe, das Werk seiner Ausgestaltung und Vollendung entgegen führte. Mochte man immerhin in technischen Einzelfragen die Ansichten und Absichten, welche Dr. Prix mit Nachdruck und Ausdauer vertrat, auch nicht theilen, das Zeugnis ehrlichster Ueberzeugmigs-treue und reinster, makellosester Uneigennützigkeit, vollster Hingebung an alles, was er als öffentliches Interesse erkannt hatte, wird wohl niemand, wohl auch kein Gegner, dem so Plötzlich Dahingeschiedenen versagen dürfen. Das letzte große Werk, welches Prix für Wien unternahm, war die Schaffung der neuen großen Verkehrsanlagen und des General-Vau-Regulierungsplanes. Mit den ersten Frühlingstagen wird in allen Bezirken Wiens eine rege, großartige Bauthätigbit sich entwickeln, die unter der Aegide des »eisernen Bürger« Meisters», wie ihn seine Gegner so gerne und doch so richtig nannten, ins Leben gerufen wurde. Erst kürzlich, trotz der ärmlichen Intriguen seiner Gegner, durch das Vertrauen aller Gutdenkenden wieder in sein Bürgermeisteramt erwählt, moralisch gefestigt und gestärkt durch dieses neu bekundete Vertrauen, hatte sich Dr. Prix mit vollstem Eifer der Neuschaffung von weltstädtischen Verkehrsanlagen für Wien gewidmet. Reicher Anlass zur Arbeit, rege Anregung der gewerblichen Thätigkeit ist durch diese Unternehmungen der Bevölkerung Wiens gegeben. Eine starke Hand, einen festen Willen, einen zweifellos vertrauenswerten Charakter erforderte dieses Werk in erhöhtem Maße, und nun trauert die Bevölkerung WienS am Sarge ihres Bürgermeisters. Schwer ist das Gemeinwesen durch den Schlag getroffen, denes mit dem Tode seines Bürgermeisters erlitt. So thurmhoch in ihrer Eignung die Majorität auch den Antisemiten überlegen ist, der jähe Tod des «eisernen» Dr. Prix reißt eine Lücke, die ausgefüllt werden muss, die aber für den Augenblick empfindlich ist, weil jeder der jetzt berufenen Nachfolger des Todten die Eigenschaften voll und ganz erst bewähren und glaubhast wird machen müssen, die ihn zur Führung der Gemeindegeschäfte und zur peinlicheren Arbeit eines siegenden Drachentödters prädestinieren. Aber auch dann, wenn die liberale Partei den richtigen Mann in ihrer Mitte findet, wenn sie sich zur Einigkeit, Entschlossenheit und Thatkraft aufrafft, wird die Bevölkerung Wiens ihrem Bürgermeister Dr. Johann Nep. Prix stets ein dankendes, ehrenvolles Andenken bewahren._________________________ ________ Politische Ueberstcht. Laib ach, 27. Februar. In der letzten Sitzung des Abgeordneten« Hauses hat die Regierung nebst den Valutavorlagen eine Reihe wichtiger Gesetzentwürfe unterbreitet. Im Handelsministerium wird das «Arbeitsamt» für sociale Statistik und andere Erhebungen, die sich auf die Wohlfahrt der arbeitenden Classen beziehen, errichtet. Die Regierung hat weiter eine Vorlage über die Regelung der Detailgewerbe, hinter welchem Namen sich strittige Angelegenheiten der Gemischtwarenhändler verbergen, und eine Vorlage über die Gebürenfreiheit und Pupillar-sicherheit der Wiener Wasseranleihe eingebracht. Im ungarischen Abgeordnetenhause sprach gestern in fortgesetzter Generaldebatte über das Ehegesetz Kathedral-Archidiakon Todor aus dogmatischen Gesichtspunkten gegen die Vorlage. Der Deputierte Ignaz Daranyi trat unter allgemeiner, lebhafter Aufmerksamkeit für den Gefetzentwurf ein. Sodann überreichte der Redner dem Grafen Julius Szapary die Beschlüsse der Komorner Districts-Versammlunq mit dem Ersuchen, dieselben zu studieren und dann angesichts des Hauses seinen Irrthum in loyaler Weise einzugestehen. Im deutschen Reichstage begann heute bei Nut besetztem Hause und überfüllten Tribünen die Berathung des Handelsvertrages mit Nussland. Abgeordneter Freiherr von Mirbach erklärte namens der Conservativen, dass seine Partei in einem scharfen Gegensatze zur Wirtschaftspolitik des Reiches stehe. Für den französischen Senat fanden am 25. Februar zwei Ergänzungswahlen in den Departements Vosges und Aude statt. Im ersteren Depar-tement wurde der republikanische Deputierte Ponlevoy und im letzteren der republikanische Deputierte Mir gewählt. Diese beiden Senatorensitze waren auch früher von Republikanern besetzt. Am gleichen Tage fanden sechs Wahlen für den Pariser Municipalrath statt. Gewählt wurden fünf Socialisten und ein gemäßigter Republikaner. Ueber das Finanzprogramm des Ministeriums Crispi wird der «Allgemeinen Zeitung» aus Rom vom 22. d. M. geschrieben: «In manchen Kreisen zweifelt man daran, dass die Regierung selbst das Programm, welches etwa 100 Millionen an neuen Steuern vom Lande verlangt, während nach den Erklärungen des Finanz-Exposi die schwerste wirtschaftliche Nothlage herrscht, für durchführbar halte. Dass dasselbe ohne wesentliche Abänderungen zur Annahme gelangen werde, bezweifeln selbst ruhigere und besonnene Poli« tiker. Die Erhöhung des Salzpreises und der Korn» zolle wird von den Radicalen als Agitationsmittel benützt werden, während die der Grund-, der Einkommen-und der Vermögenssteuer sowie die Renten-Conversion in den besitzenden Classen Unzufriedenheit erregt. Jeden-falls wird Herr Sonnino in der Vertheidigung seines umfassenden und viele Interessen bedrohenden Programmes einen harten Stand haben.» Aus London wird vom 26. Februar gemeldet: Reuters Office meldet aus Bathurst vom 25. d. M. Details über das Gefecht am Gambia. Die Expedition bestand aus 220 Marinesoldaten, bei welchen sich keine westindischen Truppen befanden. Die Expedition wurde aus dem Hinterhalte überfallen, wobei 13 Mann getödtet und 54 verwundet wurden; überdies büßte die Expedition eine Kanone und eine groß- Menge von Munition ein. Das am 25. d. M. abends ausgegebene Bulletin über das Befinden des Ministers von Giers lautet: «Herzthätigkeit befriedigend, Puls 76 Grad, Lungenödem bedeutend vermindert; das Asthma hat aufgehört, die Kräfte nehmen zu. Appetit gut; Schlaf vorhanden.» Tagesneuigleiten. — (Bürgermeister Dr. Prix f) Der AM des verstorbenen Bürgermeisters Frau Anna Prix habe« bisher condoliert: Se. Excellenz der Herr General^djutam G. d. C. Graf Paar namens Sr. Majestät des Kaisers, Ihre l. und k. Hoheiten der durchlauchtigste He« Az< herzog Karl Ludwig, der durchlauchtigste Herr ErzherM Rainer und die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Martt, Se. Excellenz General-Procurator Dr. Ritter von C"Nltt, die beiden Vicebürgermeister Dr. Richter und Dr. G^' sämmtliche Stadt- und Gemeinderäthe, Magistratsdirectol Krenn, Magistrals-Vicedirector Tachau. Stadtbaudireclol Berger und eine Unzahl hervorragender Persönlichkeiten » Von Sr. Durchlaucht dem Herrn Ministerpräsidenten Fürsten zu Windisch-Grätz ist anlässlich des Ablebens de« Bürgermeisters Dr. Johann N?pomul Prix nachstehet Condolenzschrciben an den ersten Vicebürgermeister Docto Albert Nichter ergangen: «Hochverehrter Herr Vicebürgel' meister! Die erschütternde Nachricht von dem so plötM" und unerwarteten Hinscheiden des Herrn VürgermeiM der k. l. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, Dr. I^"" Nepomuk Prix, erfüllt mich mit wahrer Trauer, und bm ich Euer Hochwohlgeboren, den Ausdruck meiner ">' richtigen Theilnahme an dem schweren Verluste, nM das Gemeinwesen der Stadt Wien erleidet, der Oemeinv Vertretung gefälligst zur Kenntnis bringen zu wolle''' Empfangen :c. «. Iu Beginn der gestrigen Clubfitzung der VereM" deutschen Linken ergriff Obmann Dr. Heilsberg das M ' um des erschütternden Ereignisses zu gedenken, " welchem die Reichshauptstadt Wien infolge des Abled«^ des Bürgermeisters Dr. Prix betroffen worden ift. ^ Gestern vormittags fand unter dem Vorsitze des ^' bürgermeisters Dr. Richter eine Conferenz statt, in wew über die Beerdigungs-Feierlichleiten berathen wurde, wurde beschlossen, dem Gemeinderathe folgende Anträge i stellen: Das Leichenbegängnis findet Mittwoch nachmittag wahrscheinlich um 2 Uhr, statt; die Kosten dessen werben aus städtischen Mitteln beftritten, die Beerb'S"" findet in einem Ehrengrabe des Eentralfriedhofes 1 Die Einsegnung wird in der St. Stephans-Kirche v genommen, deren Patronat der jeweilige Bürger«"''. innehat. — Zur Sitzung des GemeinderalheS ha^n ^ Stadtverordnete aller Parteien im Trauerlleide gefunden. Bürgermeister Kammermayer sandte namen» Haupt- und Residenzstadt Budapest an das Bürgern»"^ amt in Wien folgendes Telegramm: «Tief ergriffen ^ die erschütternde Nachricht vom plötzlichen Hinsche'^" ^, hochverehrten und verdienten Bürgermeisters Dr- ^ beehre ich mich, unserem tiefgefühlten Schmerze und um aufrichtigen Theilnahme anlässlich dieses überaus tra« Schicksalsschlages Ausdruck zu verleihen.» ., — (Graf Adolf Podstahty - Llech^ stein), Bailli-Nnziano des souveränen Malteser" ^ leierte am 25. d. M. den sechzigsten Gedenktag ' Professablegung und des Ritterschlages. . ^ — (Baron Chlumecly'), der Pr^d^e" Abgeordnetenhauses, ist von einem Unwohlsein und hiltet das Bett. können Sie von der Hintertreppe in die Wohnung ge« langen. Ich siehe Sie an, erweisen Sie mir diese Güte, damit ich ruhig sterben kann.» Lapisotte ergriff die Schlüssel. Seine Augen nahmen einen starren Ausdruck an, seine schmalen Lippen zuckten krampfhaft. Wenn diese Frau jetzt stürbe, wäre ein Raub bei ihrer Herrin leicht aus« zuführen. Das viele Sprechen hatte die Kranke sehr erschöpft. Der Saal war nur schwach von einer Nachtlampe erleuchtet. In den benachbarten Betten schliefen alle. Oskar richtete den Kopf der Kranken auf, zog das Kopfkissen heraus, legte es ihr auf den Mund und hielt es mit eisernem Griffe wenigstens zehn Minuten in dieser Lage fest. Er hatte den entsetzlichen Muth, mit der Uhr in der Hand, diese That zu voll< bringen. Als er das Kissen fortnahm, war die Kranke erstickt. Sie hatte keine Bewegung machen, keinen Laut ausstoßen können. Er legte das Kissen wieder unter ihren Kopf und zog die Decke bis an ihr Kinn herauf. Sie sah aus wie eine Schlafende. Ihr Bett stand nicht weit von der Thür. Leise schlich der Mörder aus dem Zimmer und verließ durch eine Hinterthür das Hospital, ohne bemerkt zu werden. Es war zwanzig Minuten nach neun. In fieberhafter Aufregung gieng der Elende mit großen Schritten nach der Rue Saint Denis. Um zehn Uhr betrat er das Haus. Er gieng vor allem in den Stall, wo er dem Kutscher gehörige Sachen zu finden hoffte. Hier riss er von einer Cravatte ein Stückchen ab und steckte es in seine Tasche. , Dann stieg er, immer vier Stufen auf einmal nehmend, die Hintertreppe hinauf. Die Witwe wohnte in der Beletage. Er schloss die Thür auf, schlich auf den Zehenspitzen ins Schlafzimmer und erdrosselte die arme alte Dame mit der größten Geschwindigkeit. Wieder hatte er die schauerliche Kaltblütigkeit, ihre Kehle wenigstens fünf Minuten in seinem eisernen Griff festzuhalten. Dann öffnete er das Bureau. In der großen, mittleren Schieblade lagen Actien, in der rechts Goldrollen. Im ganzen, Wertpapiere, Aankbillette und Gold, steckte er 140.000 Francs in die Tasche. Dann suchte er nach den Briefen, die er nach der Beschreibung der Alten leicht fand, verbrannte sie in dem Kamin, Iließ aber einige übrig. Nur die Ränder ließ er etwas verbrennen und warf sie neben den Kamin hin, damit es aussähe als habe jemand die Briefe in großer Eile verbrannt und sich entfernen müssen, ehe sie ganz vom Feuer verzehrt gewesen. Das Stück der Cravatte steckte er in die rechte Hand der Todten. Dann schlich er wieder auf die Straße und nahm hier den gemessenen Gang eines Spaziergängers ein. Lapisotte hatte sich entschieden nicht überschätzt, wenn er sich für ein Genie hielt. Ein Verbrechergenie war er allerdings. Ein Meisterstück ist ein Verbrechen allerdings nur dann, wenn es unbestraft bleibt; und sicher vor der Strafe ist der Verbrecher erst dann, wenn ein Un-schuldiger diese erlitten hat. Lapisotte genoss die Straflosigkeit. Dennoch. ..) Roman aus der Gesellschaft von L. Ideler (U. T>e" (40. Fortsetzung.) Fünftes Capitel. ^ Der Besuch in Hofberg wurde nunmehr ^Mlte Sarriner Damen bald geinacht, und Nosaue ^e» sich ungemein wohl bei den neuen, liebenslv Bekannten. . g^ Auf Anna's Schreibtisch stand w O^A Nahmen die Photographie ihres Vetters Arnold «? o' Es war ein sehr ähnliches Bild, und Rosalie lw ^, verstohlen nach demselben hin; sie dachte dara^es' sie dies so männliche, gute Gesicht bleich "Us U gesehen hatte — um sie. Und sie empfand, ^'^ ne ihr ganzes Denken und Fühlen gehörte '"v ^ e» ihn niemals vergessen würde. Aber sagen tonw keinem, auch ihm nicht. . «F^ Cora hatte nicht sobald die Photograph" als sie dieselbe hastig ergriff. . ^ <5 «Ach, Anna, ein neues Bild.» "efH^ lönnlch du mir schenken! Du hast mehr v" deinem Vetter.» ^.. zll ",z «Es fällt mir gar nicht ein, dies W" .? ^ schenken,, versetzte Anna unwillig. «Und .d<"^F nicht etwa mitgehen heißest, werde ich es M bringen.» .. ft^t «Ist denn das nöthig?» fragte Rosa"e. F «Was ich gern haben will, bekomme ^' . doch,» bemerkte Cora gleichmüthig. Es sollte ^, sein, aber der eiserne Wille klang hindurch- ^l «Meinen Vetter bekommst du mcht, Bilde noch in Person,, neckte Anna. ! ^»«cher MW.« «r. 48, _______________ 897 28, Mru.r ,«94, -— (Dementi.) Mehrere Blätter meldeten, ^orpS.Commandant Freiherr von Bechtolsheim habe in Aen, wo er angeblich jüngst geweilt hätte, wichtige "jungen empfangen, welche sich auf die Sicherung der «renzen gegen Serbien beziehen. Demgegenüber stellt die "«gramer Zeitung, auf Grund von Informationen an ^p"entester Stelle fest, dass diese Nachricht gänzlich uu« der Luft gegriffen ist und dass Torps.Eommandant 6relt,err von Bechtolsheim Agram seit Wochen nicht "erlassen hat. :^77(Der serbische Ministerpräsident " -lUlen.) Der gewesene serbische Gesandte am Wiener niN """""linger serbischer Ministerpräsident und Mi- in w> kichern. Georg Eimic, welcher seit Samstag "-Ujttn weilt, stattete gestern vormittags Sr. Excellenz dem linder des Aeußern, Grafen Kalnoky, im auswärtiger. "" "nen Vesuch ab und hatte mit demselben eine län- sell, ^"^""^ worauf er auch den Sectionschefs des Mi m ^""" Vch'ch abstattete, Hmte mittags wird ^"^erpräsident Eimic von Sr. Majestät dem Kaiser in un^ Audienz in der Hofburg empfangen werden ^""Monarchen sein Abberufungsschreiben überreichen. Nn<5 - ^ Ministerpräsident bleibt dann noch einr v°ye ,n Wien und begibt sich sodann, wie schon ge< ""det wurde, nach Rom. 25 ^^^"«lüclsfall auf dem Eise.) Am Nelk ?' ""lh^'Uags sind auf dem Wörthersce bei Nrckl?,z ^""' b"' Kinder und da» Dienstmädchen de» selten Schurr, Besitzers der bekannten Prnsion Auen- ^«. "gebrochen. Per jüngste Knabe und das Dienst- ucyen slnd ertrunken, die übrigen sind gerettet worden. Vornn ^^ Blutthat eines Taubstummen.) eine ^ °^"^ ^^ l" Wien ein taubstummer Bettler Ntten??" "'^ ^"^ besser bestialisch zugerichtet. Der hat d^ ^'^ ^°"ö Ignot. Er ist ein Findling und halten ^ " ^""" Ig"°t (i^notu» ^ unbekannt) er- »vurk/^ '^ ^^ Jahre alt und taubstumm. Ignot Hori. m ""'6" Zeit au« Mitleid von dem Taglöhner sich :_. "9"Mer, Währing. Wienerstraße Nr. 72, zu aufsei ^""6 genommen. Er sollte die Kinder be- Neran m"' während Vergmüller in die Arbeit gieng tvobn «, ? Schwester Anna Diemer, eine 39jährige Witwe. Vedienp '^^"^^"'''Gasse Nr. 11, f!e bringt sich durch seines K^tMä"^ ^"' ^r Idiot lernte die Schwester glühet mV" ^""" ""b fasste sofort zu der Frau eine begreif 2""U' ^ er ihr auf seine Art durch Zeichen nicht ein "^" ^^te. Die Frau gieng auf die Liebelei dünnen m l ""5 «ergmüller verbot dem Burschen die den, ,e n "m ^" ^" Wohnung feiner Schwester. Trotz. wurden «i^""^" '"^ Entrüstung zurückgewiesen Nitwe'?v ^ ^"^^ ^"""" ""d immer wieder zur Müller» 5m!." ^"" "bends war Ignot in Berg. l«lnemT^"""Z' ^ schnitt sich gegen 7 Uhr mi< die N^ '^^""'ksser ein tüchtiges Stück Brot ab und wollte durch n^"s verlassen. Vergmüller fragte den Burschen Aböles "'"^" " ^"" gehe, ob er nicht trotz des durch c> .^" Frau Diemcr wolle? Ignot wies jedock er den c> " "^ """ »""^ anderen Richtung, So ließ ben N»^"" "°m Hause gehen. Der Bursche schlug abei UM 9 i?ü ^" Wohnung der Frau Diemer ein. Als e, Frau Di ^ b°rt anlangte, klopfte er an der Thür ^ergisH^ " '"°^° nicht öffnen, da jedoch das Poche» "uslnellli, ^ ""b l" fürchtete, die Hausleute könnte, ^^^n^werden, öffnete sie endlich, um Ruhe zi haben. In demselben Momente stürzte sich Ignot mit offenem Messer auf sie und brachte ihr schwere Verletzungen bei. Als auf die Hilferufe der Frau Hausleute herbeieilten, wehrte sich der Bursche, der das blutige Taschenmesser in Händen hielt, nach Kräften, doch gelang es, ihn nach kurzer Zeit zu überwältigen und unschädlich zu machen. Ignot ist heute dem Landesgerichte eingeliefert worden. — (Anarchistisches.) Aus Paris wird vom 26. Februar telegraphiert: Heute morgens wurden neun Anarchisten verhaftet. Die bei denselben vorgefundenen Papiere und Broschüren wurden mit Beschlag belegt. Vorgestern und gestern sind bei höheren Gerichtspersonen, im Elyse'e und in den Redactionen größerer Blätter eine Menge anarchistischer Drohbriefe eingelaufen, worin für den Fall weiterer Hausdurchsuchungen und Verhaftungen von Anarchisten mit weiteren Attentaten und Brandstif-tungcn gedroht wird. — Aus Pifa telegraphiert man vom 26. Fcbruar: Gestern abends wurde im TeiUro Niwvo während der Vorstellung des «Othello» eine Petarde durch ein Fenster hinter der Bühne geworfen und verursachte eine stalle Explosion, infolge deren die Fenster zersprangen. Drr Dirigent dcs Orchester« ließ die Königshymne und die Garibaloihymne spielen. Das Pu« blicum, welches glaubte, es handle sich um einen zur bengalischen Beleuchtung gehörenden Effect, gerieth nicht in Aufregung, so dass lein Unglücksfall vorkam. Ein In. dividuum. in welchem man den Urheber der Frevelthat vermuthet, wurde verhaftet. — (Aus Portlouis) wirb vom 26. d. tele, graphiert: Infolge des heftigen Orkanes wurde ein Eisenbahnzug von der Brücke in den Fluss geworfen. Fünf Todte, zehn Verwundete. Local- und Provinzial-Nachrichtell. Aus dem Schwurgcrichtssaale. Lail> ach am 27. Februar. (Tobtschlag.) Vorfitzender: OberlandeSgerichtsrath Levitnik; öffentlicher Ankläger: Staatsanwaltsfubstitut Ell; Vertheidiger: Dr. Ritter v. Schöppl-Sonnwalden. In der Nacht zum 13. November 1893 tras Mi« chael Hribar, Knecht im Schlosse Kreutberg. auf der Straße in Gorjuie mit den Vauernburschen Franz Gre» gorin und Lucas Gostintar, beide von Vresouh, mit denen er kurz zuvor in der Orehel'schen Schänle gezecht haite, zusammen. Ohne weitere Veranlassung, lediglich wegen seines alten Grolles aus die Burschen von Vre» soutz, schlug hiebei Michael Hribar mit einer Mistgabel, mit welcher er sich zuvor bewaffnet hatte, ben Franz Gregorin und Lucas Gostincar auf den Kopf. Hiedurch erlitt Gregorin eine tödliche Kopfwunde, welcher er am 15. November 1893 erlag, während Gostinkar mit einer leichten Verletzung davonkam. > Der Angeklagte, der theilweise geständig war, wurde > auf Grund des Wahrspruches der Geschwornen, welche » die Schuldsragen einstimmig bejahten, des Verbrechens des > Todlschlagcs und der Uebertretung gegen die körperliche Sichrrheit schuldig gesprochen und zu zwei Jahren schweren ' Kerlers, verschärft mit einem Fasttage monatlich, ver« , urtheilt. __________ ' , — (Allerhöchste Reise.) Seine Majestät der i Kaiser trat gestern früh die Reife nach Mentone an. — (Audienz.) Seine Majestät derKaifer ertheilte am 26. Februar vormittags Audienzen, und es hatte u. a. Herr Landespräsident VaronHein die Ehre, empfangen zu werben. ^ — (Daskrainische M i li tä r.V et era n en-^ Corps) hielt Sonntag den 25. d. vormittags 9 Uhr im Rathhaussaale seine regelrechte Jahreshauptversammlung ab. Der Commandant, Magistrats«(loncipift Georg Mihalic, begrüßte die erschienenen Mitglieder, 150 an der Zahl, mit einer Ansprache und eröffiete die Ver« sammlung mit einem dreimaligen Hoch auf Se. Majestät den Kaifer und die Allerhöchste kaiserliche Dynastie, in welches die Anwesenden begeistert einstimmten. Aus dem Vereinsberichte entnehmen wir, dass dem Corps vom Comite' zur Errichtung eines Reichslrieger - CorvS die Einladung zum Beitritte zugekommen ist und dass mit dieser Corpsbildung die Newaffnungsfrage der Veteranen«Vereine der Löfung zugeführt werden wirb. Die Einnahmen betrugen im verflossenen Jahre 1536 fl, die Ausgaben 1514 fl.; das Corps-Vermögen beziffert sich sammt Inventar zusammen auf 5700 fi. An Kranlenunterstühungen , Begräbniskosten - Beiträgen, Witwen« und Waisenunterstühungen wurden 689 fl. 84 lr. verausgabt. Das Corps zählt 41 Ehren-, 3 unterstützende und 304 wirkliche Mitglieder. Ium Corps-Vhrenmitgliede wurde Über Antrag der Verwaltungs»Commission mit lebhafter Acclamation der Ehrendomherr und Stadtpfarrer zu St. Jakob, Hochwürden Herr Johann Rozman, ernannt. Zu Functioniiren wurden die gleichen Mitglieder des Vorjahres gewählt. * (Deutsches Theater.) Dem dritten und letzten Gastspiele unseres geschätzten Gastes Herrn Martinelli verdankten wir gestern neuerlich einen anregenden Anzen» gruber-Abend, indem das einem großen Theile unseres Publicum« noch unbekannte Vollsstück «Der Fleck auf der Ehr'» aufgeführt wurde. Es ist feinerzeit gar viel für und wider das Stück geschrieben und nicht ganz mit Unrecht der Vorwurf erhoben worden, dass die Handlung mit dem zweiten Acte vollständig abschließt, die zwei lltzten Acte daher eine eigentliche Lebensberechtigung nicht besitzen. Reichlich wirb man jedoch durch die ausgezeichnete Charalterzeichnung der einzelnen Figuren, durch die selbft-ftändige, mit hundert feinen Einzelzügen mosaikartig verschlungene Schilderung des Dorflebens und durch den köstlichen Humor, der über dem Ganzen schwebt, entschädigt. Der Hauptwert des Stückes liegt aber in der Verbindung der Handlung mit dem wirklichen Leben, in der tiefsinnigen Behandlung einer ernsten Frage, in der herzbewegenden Schilderung eines Stückes socialen Unrechtes und in dem gänzlichen Bruch mit allem bäuerlich Romantischen. Die ermüdende Länge der gestrigen Aufführung würde durch entsprechende Kürzung der Dialoge im ersten Acte, die trotz ihrer unleugbaren Schlagkraft solche zum Vortheile der Aufführung umso« mehr vertragen hätten, als sich die Wirtshausgespräche der Bauern im mühseligsten Tempo bahinschleppten, ver« mieden worden sein; übrigens waren auch die Iwischen-acte viel zu ausgedehnt. Wir Haien das der Vorstellung Abträgliche vorausgeschickt, um nur dem Guten derselben umso uneingeschränkter unser Lob spenden zu können. Ein wahres Labsal bot in erster Linie die Leistung des Gastes H.'rrn Martinelli in der Rolle des Dorf-lumpen Hubmayr. Die wunderbare Ausgestaltung aller Details, die mit feinster Beobachtungsgabe und unüber- Eora/sH^s/l slch etwa anderweitig verlobt?» fragte von An^/A'' D°ck Antwort klang etwa« zögernd streifte ?« c ^"' und trotz aller sonstigen Vorsicht Cnr? ^"gender Blick Rosalie's schönes Antlitz, ^äulein vi??"?te .^s", Vlick. Was war da«? Hatte A°fessor K "^ nicht neulich gesagt, sie kenne Herrn 3°"en k^'ben nur wenig? Hatte sie mit diesen ^nden «N^s. "Elicit ausgesprochen? Und konnt.' ^ Ein ,!i l"ben? Diesen Rothlopf? ^lalie aus ^ Zorn stieg in Cora's Herzen gegen Wer kelp,' u ^ bei ruhiger Uebeilegung verwarf sie ^""kt feb p m?< ä" bem ihr doch noch jeder Anhalts-^ten' z' ^ber sie nahm sich vor, scharf zu be> .h nur ein u ?^" "nmerhin '«"glich, dass dies alles ?Ht lein i^"'°" "°r. Verlobt konnten sie wenigstens ^ in de'r m ^ Rosalie gewusst haben, dass sic °>den wü>^" 5"" Verwandte ihres Bräutigams ?!or Senden /'""b^"" l)""e ein Mann. wie Pro-l? einen Ai,^ l?^"l"bm,g M einer Dame auch >?°" gehalten, sondrrn dieselbe ^'5 '""Ute also nicht sein. Was W Cora läH.,l l?^ ein korb von scite drr Dame ? n/^en; H^^h'n ch- Rosalie Albrecht hatte kein 2">en ssrei3 ^""" ^ jeder Hinsicht so an ?^t einks" n^"'^^'l"^ Oder doch und zwar 2. ""d Das war eine Möglich "'cht auf. 5°b d.e Hoffnung, sie zu gewinnen, noch sie 'U mU ers?^ bie Hand zur Faust. Kaw^d wa '«^n ob ich mich irrte- dach!. V °uf .Wk w "! ^"ium, so nehme ich de. Uetvmnt.. Nlr werden sehen, Fräulein Sally, wer Cora's Verdacht wuchs, als kurze Znt nach diesem Besuch Anna Wander wieder nach Sarrin kam. Sie nahm sich fest vor, die beiden jungen Mädchen keinen Augenblick allein zu lassen; es kam jedoch Herr Wachtel und forderte srine Tochter auf, ihm sofort einen wichtigen Brief zu fchreiben. Cora war ihres Vaters Sccretär, denn der Gutsherr schrieb schlecht und ungewandt und mochte, wie er sich auszudrücken pfleate das Tintenfass gar nicht sehen. Er hatte es eben nk sehen mögen. .Hat der Brief nicht bis morgen Zeit?, fragte Cora unmuthig. «Du stehst doch, dass wir Besuch haben.» .Fräulein Wander wird dich solange entschuldigen . entgeamte der Hausherr mit einer Verbeugung aeaen den Gast, «außerdem bleibt za Fräulein Albrecht zu ihrer Unterhaltung.» ^ ° Das freilich wollte Eora gerade vermeiden, als aber Anna nun auch sagte: «Selbstverständlick» s»-r,-Wachtel, geht Ihre Tochter mit Ihnen, wenn Sie ihrer bedürfen,- !°"d das Mge Mädchen keinen Grund mehr, den väterlichen Wunsch n.cht zu erfüllen und gehorchte mit verbissenem Zorn. """ U' Als Cora das Zimmer verlassen hatte, beaanu Anna: " .Dies ist ja ein ungemein glücklicher »ufall ans den ich mcht hoffen konnte. Ich h^ einigeVe m Ihnen allem zu spreche,,, Fraulem Albrecht, und wuss nicht, w,e ,ch es anfailgm sollte; jetzt aher sind w i eine Weile ungestört. Kommeu Sie mit m r in dc, Garten, dort kö.men wlr uns besser umlegn „^ «.., vor Zimmer,,, wo v,elle,cht an ,eder Thürspalte ein Oh" liegt.» ^ Rosalie gehorchte mit klopfendem Herzen; sie ahnte den Inhalt des bevorstehenden Gesprächs. Anna nahm vertraulich ihren Arm und sagte dann ernst: «Nun müssen Sie mich in erster Linie nicht für unbescheiden halten. Sie haben mir Ihr Vertrauen nicht geschenkt und konnten es auch noch gar nicht. Ich bin aber, seit ich ein verständiges Mädchen wurde, die Vertraute meines Vetters Arnold Senden, den ich wie einen Bruder liebe. Es kann mir kaum jemand näher stehen, als er. So weiß ich durch ihn, was Sie beide miteinander erlebt haben, und kenne das Band, das Sie jetzt miteinander verknüpft.« Eine leife Rothe bedeckte das feine Gesicht des Mädchens bis an das rothgoldene Haar heran; sie wollte sprechen, aber ihre Lippen zitterten und die Worte versagten ihr. «Aengstigen Sie sich nicht,» sagte Anna warm, «Ihr Geheimnis ruht in Freundeshand, t^nn schon Arnolds wegen würde ich Ihre Freundin sein; ich bin es aber auch so,» setzte sie herzlich hinzu. «Aber, Fräulein, so peinlich wie es Ihnen auch vielleicht sein mag, Sie müssen mit mir über Ihr Verhältnis zu Arnold sprechen, denn er hat mich darum gebeten. Und sei', Glück ist mir viel zu wichtig, als dass ich säne Bitt? unberücksichtigt lassen könnte. Kurz und gut, Arnold fragt durch mich bei Ihnen an, ob er in den bevorstehenden Sommerferien zu uns, seinen Verwandten, nach Hofberg kommen solle und Sie wiedersrhru dürf?. Sein Besuch würde gar nicht auffallm, da er sehr häufig unser lieber Gast war.» «Ich kann doch Herrn Professor Senden nicht bestimmen oder verbieten, seine Verwandten zu besuchen,» eutgegncte Rosalie mit gesenkten Augen. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zettma Nr. 48. 398 28 Februar 1894. tresslichem Humor charakterisierte Figur des bei allem zur Schau getragenen Cynismus scharfsinnigen und gutmüthigen Vagabunden, stellte diese genial erdachte Gestalt in den Vordergrund des Interesses. Das Publicum brachte dem ausgezeichneten Künstler die wärmsten Ovationen und zeichnete ihn durch Widmung eines prächtigen Lor-deerlranzss noch speciell aus. Die weibliche Hauptrolle wurde durch Fräulein Grimm in sehr lobenswerter Weise dargestellt. Für die vielseitige Begabung dieser Künstlerin spricht ihre Verwendung als Opernsängerin, Operetten- und Possensoubrette, und wie wir gestern sahen auch als Schauspielerin. Die glückliche, etwas lolette junge Bäuerin gestaltete Fräulein Grimm anmuthig und liebenswürdig. In den tragischen Scenen fehlte ihr allerdings die dramatische Kraft der Steigerung, obwohl uns auch hier die Wärme und Innigkeit des Tones zeitweise überraschte, und im Schlussacte brach das Soubretten« temperament siegreich hervor. Geschmackvoll kamen die hübschen Gesänge zur Geltung; weniger gefiel uns das santuzza-artigc Costüm der Künstlerin. Mit natürlichem Tone gab Herr Höfer den jungen Bauer, sehr brav Frau Milola die neugierige, gemüthliche alte Bäuerin; mit guter Charakteristik, nur etwas zu laut, Herr Erl den Wirt. Der Individualität des Herrn Ienbach sagen Vauern-charaktere nicht zu, dies sah man neuerlich in der gestrigen Vorstellung. Das Scenische zeigte sich geschmackvoll und entsprechend, nur wurde die Leichenfahrt im Schlussacte leider durch die Darsteller vollständig gedeckt. Das Haus war nahezu ausverkauft. ^ — (Erzherzogin Immaculata.) In dem Befinden der Frau Erzherzogin Immaculata ist seit vorgestern keine wesentliche Aenderung eingetreten. Das gestern mittags aufgelegte Bulletin lautet: «Nährend der Nacht unterbrochener Schlaf, Temperatur nachts 38'4, morgens 37-4; die Wunde und sonstigen Erscheinungen unverändert. Albert, Widerhofer, Weinlechner, Heim.» — (Die Reise des deutschen Kaiser. Paares.) Aus Venedig wird gemeldet: Privat «Nachrichten zufolge wird das deutsche Kaiserpaar im Frühlinge von Abbazia nach Venedig kommen und mehrere Tage hier bleiben, um die Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Das deutsche Kaiserpaar hat schon einmal, im November 1889, hier geweilt. — Schon seit einiger Zeit weilt in der Villa Szemere in Nbbazia der Hofmarschall des deutschen Kaisers, Reichsgraf Maximilian von Pückler«Grodih, sammt Gemahlin, geborene Reichsgräftn Helene von der Schulenburg, Hosdame der deutschen Kaiserin. — (Militärisches.) Auf Grund der Bestim-mungen des Militärtarifes für Transporte auf den öster-< eichischen Eisenbahnen, dann der Militärtarife für Transporte auf Schissen der Donau-Dampffchiffahrts-Gesellschaft und auf Schissen der Seetransport-Unternehmungen, ferner mit Zustimmung des königlich ungarischen Handelöministers, rücksichtlich der ungarischen Eisenbahnen, wird eine neue amtliche Legitimation bei Reisen in Civilkleidung (Sport-lleid) für active Generale, Stabs- und Oberofficiere, Militär-geistliche, Auditore, Militärärzte, Truppen-Rechnungsführer, Militärbcamte, Militärkapellmeister, ferner für das Personal der Militär - Vildungsanstalten und der Officiers-löchter-Erziehungsinstitute — mit Ausnahme des fämmt-lichen externen Lehrpersonales vom Cioilstande — dann für die Armeediener sowie für die gleichgestellten Chargen dcr Kriegsmarine, der l. l. und der königlich ungarischen Landwehr, zur Inanspruchnahme der Fahrbegünstigung wie bei außerdienstlichen Reisen in Uniform mit Istem März d. I. eingeführt. Die Legitimationen der activen Officiere (Militärärzte, dann mit Wartegebür Beurlaubte ausgenommen) sind von dem im Garnisonsorte anwesenden Commandanten des Truppenlörpers lc. in Verwahrung zu nehmen und von demselben an den Anspruchberechtigten zur Benützung nur bei dem im Dienst, reglement für das l. u. k. Heer. erster Theil, Punkt 280, bezeichneten Anlässen fallweise auszufolgen. Die Giltig« Kit der dauernden amtlichen Legitimationen, welche die Militärgagisten derzeit besitzen, erlifcht am 28. Februar d. I.; dieselben sind infolge dessen bis 3. März einzuziehen. — (Schadenfeuer.) Am 24. l. M. gegen Mittag kam beim Grundbesitzer Martin Bizjak in Hrafche, politischer Bezirk Ndelsberg, infolge Funlensprühens des Rauchfanges ein Schadenfeuer zum Ausbruche, welches derart rapid um sich griff, dass auch drei Nachbarhäuser von den Flammen ergriffen und binnen wenigen Stunden in Schutt und Asche gelegt wurden. Sämmtliche Objecte waren mit Stroh eingedeckt. Der Gesammtschaden beläuft sich auf circa 3200 fl., dem eine Versicherungssumme von 1450 fl. gegenübersteht. An der Brandstätte waren fünf Feuerspritzen, und zwar zuerst jene von Hrasche, Kleinotol und Hraschuje, dann die freiwilligen Feuerwehren von Groß« Otok und Adelsberg mit je einer Feuerspritze thätig, welchen es mit Hilfe der Bewohner nach mehrstündiger Anstrengung gelang, das Feuer auf die brennenden Objecte zu beschränken und völlig zu dämpfen —r. — (Elisabeth-Kinderspital.) Am Sams-tag den 3. März d. I. findet die 31. Generalversammlung der Schutzsraum, Gründer und Wohlthäter des hiesigen Elisabch-Kintmspitals im städtischen Rathsaale statt. — (Der Verein zur Unterstützung dürftiger Realschüler in Laib ach) hält Sonntag den 11. März l. I. um 10 Uhr vormittags im Conferenzzimmer des Realschulgebäudes seine 27. Generalversammlung ab, an welcher theilzunehmen alle P. T. Mitglieder eingeladen sind. — (Der Pianist Anton Foerster) wird, einer Einladung folgend, am 3. März ein selbständiges Concert in Agram veranstalten, am 5. März bei dem Gesellschafts-Concerte des Schiller-Vereines in Trieft mitwirken und am 7. März dortselbst ein eigenes Concert geben. — (Aus Adelsberg) wird uns gemeldet, dass die im dortigen Bezirke herrschend gewesene Influenza nunmehr gänzlich erloschen sei. Von den 957 Erkrankten sind sechs gestorben. —o, — (Benefiz.) Heute geht als Regiebenefiz des verdienten Schauspielers und Regisseurs Herrn Höser das effectreiche Schauspiel von Pumas «Kean» in Scene. * (Aufsindung einer Leiche.) Am 22sten Februar wurde im Saveflusse bei Unterfischern dcr Leichnam eines unbekannten Mannes gesunden. Ob ein Selbstmord oder ein Unglücksfall vorliegt, konnte bisher nicht constatiert werden. Der Ertrunkene soll aus Groß-oblak stammen. —r. Neueste Nachrichten. Das Herrenhaus des Reichsrathes hält am Dienstag den 6. März d. I. um 12 Uhr mittags eine Sitzung mit folgender Tagesordnung: Mittheilung des Einlaufes; zweite Lesung des Gesetzentwurfes betreffend das Urheberrecht an Werken der Literatur, Kunst und Photographie; Wahl von neun Mitgliedern in die Specialcommission zur Vorberathung der Ge-fetzesvorlage betreffend den Verkehr mit Lebensmitteln und einigen Gebrauchsgegenständen (auf Grund des in der 35. Sitzung des Herrenhauses gefassten Beschlusses); Wahl eines Mitgliedes in die Staatsvertrags-Commisswn. Im Abgeordnetenhause tagten gestern der Budget - Ausschuss und der Immunität«. Ausschuss. Ersterer setzte die Berathung des Staatsvoranschlages fort, während der Immunitäts-Ausschuss sich mit dem eingebrachten Antrage des Abg. Dr. Vrzoräd betreffend die Immunität des Abg. Dr. Dyl beschäftigte. Der Polen-Club wählte den Abgeordneten Ritter von Benoe zum Obmann und den Abgeordneten Ritter von Zaleski zum Stellvertreter. Gelegratntns. Wien, 28. Februar. (Orig.-Tel.) Im Budgetausschusse erklärte Se. Durchlaucht Ministerpräsident Fürst Windisch-Grätz auf eine Bemerkung, dass im Cabinete verschiedenartige Anschauungen vertreten seien, es sei selbstverständlich, dass die Minister als einiges Ministerium auf Grund der übereinstimmenden Ueberzeugungen sowie des von ihm seinerzeit dargelegten Programmes dastehen. Betreffs Gleichberechtigung einzelner Völkerschaften wird die Regierung sich die diesbezüglich bestehenden Gesetze und Verordnungen stets vor Augen halten und gegenüber allen Völkerstämmen mit gleichem Wohlwollen vorgehen. Betreffs Aufhebung des Prager Ausnahmszustandes, bezüglich dessen an die Hochherzigkeit der Regierung appelliert wurde, bemerkte der Ministerpräsident, es wäre thatsächlich eine Hochherzigkeit, wenn diejenigen, welche vermöge ihrer Stellung und ihres Ansehens im böhmischen Volle hiezu berufen sind. durch ihren Einfluss Verhältnisse herbeiführten, wodurch es der Regierung ermöglicht würde den Ausnahmszustand aufheben. Auf die Frage betreffs der Mittel zur Lösung der böhmischen Frage erklärte der Ministerpräsident, er könne den Ausdruck «böhmische Frage» nicht acceptieren. Die Regierung habe nicht allein die Mittel, um befriedigende Zustände in Böhmen herbeizuführen, hiezu bedarf es auch der Mittel von anderer Seite. Betreffs angeregter Fragen social-politischer Natur halte die Regierung sich deren Wichtigkeit vor Augen; bezüglich der Verhandlungssprache des Verwaltungsgerichtshofes wies der Minister-Präsident auf die Erklärung des Präsidenten Belcredi hin; die Verhandlungssprache sei die deutsche. Der Dispositionsfond wurde mit allen Stimmen gegen die Stimmen der Abgeordneten Herold, Kaizl, Meznik und Klaic angenommen. Mentone, 27. Februar. (Orig.'Tel.) Ihre Majestät du Kmserin von Oesterreich ist eingetroffen. Wels, 27. Febru^^SMe Majestät der Kaiser lst mit Gefolge um 9 Uhr 10 Minuten mit einem Separatzuge hier eingetroffen und auf dem Bahnhofe von dem Erzherzog Franz Salvator empfangen worden, ""welchem er nach dem Schlosse Lichtenegg fuhr. Um 1^ Uhr 20 Minuten sehte der Kaiser mit dem Schnellzuge d« Fahrt nach München fort. Der Monarch hatte leden Empfang abgelehnt. Paris, 27. Februar. Der «Gaulois» und mehrere andere Blatter widmen dem Kaiser und der Kaiserin von Oesterreich sympathische Willkomm-Artikel. Newyork, 27. Fchrnar. «Newyork Herald» meldet aus Montevideo: Der Dampfer der brasilianischen Auf' ständischen, «Jupiter», wurde durch die Batterien des Regierungskreuzers «Nictheroy» in den Grund gebohrt. Die gesammte Mannschaft soll umgekommen sein. Aiterarisches. Eine interessante Biographie von Peter Cornelius, ben» zu so spätem Ruhm gelaunten Dichterkomponisten, aus der Fed" Adolf Sterns finden wir in dem jüngsten Heft (7) der mU" stricrten Zeitschrift «Vom Fels zum Meer» (Stuttgau. Union Deutsche Vcrlagsgescllschaft), wie denn überhaupt die Kunsi in ihren verschiedensten Aeußerungen an dieser Stelle neuerdings eine besonders sorgfältige Pflege findet. Dafür sprechen im vol' liegenden Heft auch der geistvolle, prächtig illustrierte AuM von O. Harnacl über das «Neue Miuseum in den Thermen de» Diocletian in Rom» und die feinsinnigen, formvollendeten Uebertragungen von Proben altitalienischcr Lyrik durch Fli? Schanz. Die Freuden und Sorgen des «Mcenzer Carneval' schildert eine lustige Plauderei von Carl Laufs, zu der H. Iunl" die uicht minder lustigen Bilder geliefert hat. Von weltett» illustrierten Aufsätzen sei hier namentlich der über «TriM" von Gerhard Nohlfs hervorgehoben. Zu den beiden Romane» «Der Marschallstab» von Schulte vom Vrühl und «Der R"Ng'" bahnhof» von Helene Vöhlau, deren Vorzüge wir bereits ftuye gewürdigt haben und von denen der letztere in diesem ve> schließt, ist eine köstliche Humoreske «Ohm Jonathan» A' Victor Blüthgen getreten. Die Vielseitigkeit des Sammlers, ^ neuerdings den Lesern auch die bedeutenderen Mitarbeiter der^'. schrift in Wort und Vild vorzustellen begonnen hat, sowie"'° treffliche Ausführung der Kunstbeilagen verdient auch in dmew Heft rühmende Anerkennung, «^ Alles in dieser Rubrik Besprochene ^lann durch die h"!'» Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr Verstorbene. ^ Den2 6. Februar. Nlbina Dovc. Näheritt, ^ ^ Nosengasse 39. Tubcrculosc. — Anna Siebcrer. Obercondll^s, (Äattin, 79 I. Wienerstraße 23, Gehirnblutung. _^ ^elt Supancic, Rittmeistcrs.Sohn, 20 T., Romerstrahe «, Blutung. Im Epitale: ^, Den 2 4. Fcbruar. Amalia Tclavc. Stuben«" g„ 26 I.. Lungen tuberculose. — Helena Rebol, Arbeiten«, " Lungcntuberculofe. ggA Den 2 5. Februar. Franz Avsenel, Inwohner, ^c»' Lungencmfthysem. — Andreas Troha, Inwohner, 73 >5', schwäche. ^-^ MeteoroloaMe NeMchtuunen in Laiba«^ " HZ «Z^ Z" «lnl» d,» 0""""' ZZ-7 U. Mgl 734'? ^1^8 s O. schwach fetter gF 27.2. R. 735 0 112 NO. schwach h"!" 9 «Ab. 738-2 4-2 SN. schwach h"t" ^ Herrlicher, warmer Tag. — Das Tagesmittel der «-tur 4 b«, um 4-2° über dem Normale, ^^^^^^^sy Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianusch" Ritter von Wissehrad. ^^-^ » Danksagung. > Für die vielen Beweise aufrichtiger Theiln?)'^ » während der Krankheit, für die schönen ittaNM^ > den und für die so zahlreiche Begleitung z" "».„,. » Ruhestätte unseres nnvergessliche'n Bruders,"" » Schwagers, des Herrn V Emil Pehaui W sprechen wir allen, die sich an diesen, letzte" " » dienst bcthciligtcn, den innigsten Dank aus. > « aibach am 27. Februar 1894. > Die trauernden HintcrblicW^ ^Ü^5 1""">« «'"^_____________________________399______________________________ LLIchr«« 189«, Course an der Wiener Börse vom 27. Februar 1894. «»«d«, °M.»«, 1»«,«°«° '^"K''«che ««>> '«N 5° 6t°al«l°!e . 250 fi. ,48 - 150- >»«»« " " ^""^ 5«' l- »<« 50 ,47 - >"S4tr <-'.» ../'^u»stl> "><> l, ,«« 5»<> ,ni 5t°. bt°, per Ultlmo 97 «5 «? 85 'lyreidnnnen. °^""«'w,ft«.er!.(bld. ^«°r«i^"?^"'l"'"°m, 97- 97 50 "u,^«nenw.ftnl^.4<«) "'"««»r.!.2<)0»r.zi°». g/. ^.^ ^""°Uubw..U.»00st 5YZ »17,5 217-5« Geld War» vo» Vtaate znr Zahl«»» äbenlnmmene >r WO Vi, 4" , . , 11? — ll? 80 lklisnneilibah». 400 u. »000 M. !ioo M, 4°/„...... 124 50 125 50 ssraxz IolepI, N.ltm, I8«4 4"/„ «7 70 ««'70 WallzNchs Karl. «„Kwig ^ Vahn Eni, ,««1 »00 fi, 3, 4"/o , 96 «5 »7'«5 Vorarlberaer Bah», «miss. l«»4. 4",,, (dw.Et.) L.,1. l00fl. «. 97 — 98 - Un„. Volbrente 4"/„ per lasse. — —------- dto, bto, dto, per Ultimo . . «7 «0 11? 80 bto, Rente Kronenwäbr,, 4°/„, s»?Nsrl,rm,enN°m. 9510 95 80 4„/° bto, bto, b!o, per Ultimo. 95 10 »5 30 diii.St,(t,«l,<»°lbl'>«I1.,4'/,'Vn »»5 75 12« 5 dtn. blo. SIlb. ,00 fl,, 4'/,°/« »02 - 102 70 dt«, Staat^Obliß, (Ung. Obftb.) V. I, <«?«, 5',> , ,2N— '28 70 bto.4>/,",^Ocl!llnlrsg!,l «bl'iüdl, ,00 »0,0« 80 bto. Psäm^Nnl. ^lOOst. ö,W, ,52 50 ,53 — dto. bto. K 50fl. 0. W, ,51 — 15»' - Tbeih.Ntg.»Lose 4°/^ lN0 fl. . ,4» b0 »48'5N Grnud»ntl.»VbUgalian»n ^für ,9'?5110'75 4°/^ sroatilch, :md IlavoliOchf . ^»'— —-- 4»/s, ll^nariickl ^oo N W.) . 95-l« «« — And«« Vss«nll< Anl»h,n< Donau°Mcg,°L»!« 5"/„ . . . 128 — ,28 5« dt°. .Ollllrilie l»7« , . ,<>8'— i,o . Issüleliln dr? Gtadt Giirz , . —>— —-— «nlehn, b, 3ladlgcm^libe W7 IN 108'— ?lnlcbsn d, Llablgsnisillbe W!,n !Gr l,d. — N.-österr, Lanbe«Hyp.Ä»st. 4°/« 99 80 ,00 4<> Oeft'ung. Van! verl, 4>/,<>/„ . ------- - — bll>- '. 4»/n . . 9l» »l» IM, 70 dto. 5vj«hr... 4°/t, . . 99'9l) ,(«»?<> Vpaicasse. I.bft., »>>I. 5'/,°/s,ul <0l— — — ßriolllät«.Vblilatis«n (sür 100 fi.). sserb?a Oefterr. Norbweftbahn . . . ,n« 50 «<>9 50 Ltllatlbahn.......ziz-__!z^z _ Lüdbahn k 8°/„..... l4l» 7b 150 7b „ " ., ^^9 5^ »anwr^ein. Wien« 1N0 fl, 1»<» 80 181 5s» Vodenci.'«nst,M,200fl,V,4«°/„ 4«1 — 4«3 50 «trdt.-Nnft.s. Hand, u. V, Ittoss, — — —-— bto. bto, per Ul«mo Leplbr. 3«4 bft 8»5'— «lrebltbanl, «lln, un«,. 200 fl,. 485 — 456 — Depositenbank, «llg,, 200 fl. .229 75 Ü3N 75 ««compte Ges., NbrUN.. 500 st. 780 — ?l>0 - »iro-» Casienv., Wiener,««)». 2»2 — il»3 bv Hypc>tt,slenb..öft,.2O0st,»5°/«» 90— »<3 - Länderbanl. «fi,. 20« fi. . . , 254'— «55 — OeNeri-'Unaar. Van! «00 fl. . IN10 1014 Unionbanl 200 st...... 2«7 — 268 — Verlel,r«banl. «ll,.. l« st. , ,77 — i?9 — Arti ft. «Vl. 1140 114« dto. l«i. U> 2<» fl, . 452 - «» 25 V0fl.V. 54 25 b4 70 sscrdinanb»°3ll,rdb. 1N00fi,!00 — Siaatlellenbahn 2<»0 fi. V. . . 320 75 821 75 Elldbahn 20« fl, Silber . . . »07 — 1«? 75 Oüdnordb, ?j«b,«V. 200 fl, »W, lv5 30 1l»N — 3>»»wah«<»e1.,Wr.,l?0st.ö,U. «79 — ?8N - »«.18«?,«0«fl. »81 »8».- »«ld »ar lramway-Ges., neue «r.Vrio» ritHt»°«!ct «02 50 Wiener 2ocall>»hn«z.»ct..«es. 7» — 7? — lndnltsU-Alii«» sper Vtü!?), VausseL, «ll«, 0efi,. 10« ss, . ,,4 «) 115 b<, «gybier Eisen» und Et»hl°Inb. in Wien 100 fl..... «4 _ ,K,z »stnbahnw.'llelh«., erst«, 80 fi. 10?- 1N8 bv ,,«lbe»ühl". PHpi»«, n. « .». 4»- 44 — tzleN»«« >tt«»»?re< l00 st. , IN8 — 109 — «t«n«««»e« — , Vtevrer«.", Vapierf, n, »,«». INI — i«» — irisaller lfMtN».»««1. 70 st. ,«S — 1S8 — «»ffen1.^».,0tstin!«^ 20 125 40 P"i»......... 49 77/49 87, »:-Pettr»hut,......--------------1 Valut»». Ducaten........ 5»» 5 95 20-ssranc«-Stücke..... 9 93, 995 Lilber........ --- -- Dev^lche N,ich«b»n!noten . . 61 2vi 61 ?» Italienische Vantnoten ... 43 20 4» »u Pap«rr.»iubel..... 1 »,7.! 1 ,4 VWesMeater in Laibach. ^. Vorst. (Abo„«..Nr. 101.) Ungerader Tag. <" ^"""^ ^" 28. Fcbruar "eneftz des Regisseurs und Schauspielers A Emil Hüfer 3!! ^" ^enie und Leidenschaft. duschendes Alexander Du.nas. ""l°ng halb 8 Uhr. Eude um 10 Uhr. ezelno gledisöe v Ljubljani. v èetrtek dne 1. marcija ¦p Cetrtikrat: ^^yodana nev«>sta. ^Appetitlosigkeit,! nehl»e dill U: »oWeohtem Magen ¦ K:le bewahrten (788) 10-2 ¦ SiSgLfl Pfeffermünz-¦ Karamellen I 2u habe ,els "lroherM» Erfolg haben. ¦ »HeinJLe " v!n Paketen a 20 kr. in der ¦ J°»ef M derlaße bei Herrn ¦ "7^-—_ayr» Apotheker, Marienplatz. ^| 690) 3~^--------------— . ; ^3 St. 7829. v Oklic. lenJske kutlvni zadevi *Hrve do" Jane2u .f^Jünice v Metliki» proti se z od, "r«ancu iz Metlike šiev. 205 SI. 706'i m z dn6 9.novembra 1893, Wena J na 15- decembra 1893 do-tö*Öa vi l?ga eksekut.ivna dražba zem-tUka na Sl- 56° k«'- obèine Me- d°P°^ne1^mi?rcija 1894 80e Pri tem »tavi. PreJSnjim prislavkom pre- ^Af^ V MeUiki dn' ^o St. 2626. rjublJani t m> del okraJno sodisöe v °*be Fran ?anja' da se Je V8le,l S^'aikaT?- Mlerce' (r^^'a i'1 Mlklavcn V- Ljub]Jani. proti Malij, ,Ne«inikomZlrOlna "iWim pravnim I rbtliku n« ^ez,naneg^ »»ivahäöa (,,o ?Sllli|i«ket?r» -n)? Zara(li Pnpoznanja >an v p28otavilt80HP.MalcvÄ Burger °èil dan nf Z& 8kraJs«no razpravo U ,C-k*". °am ,U," ,pri tem »odiftfti. JllblJ«ni dn6 p l°krajno «*o v une ^. februvarja 1894 '01 ^ ^w Von morgen den 1. März an: w* f(| | -o^^ Gänzlicher | !%• & Ausverkauf I In < ^ ^5^> des žesamintei1 Posamentier-, M p "V ^ ^ Kurz-, Weiss- und Wirkwaren- j}= 9 <^%e) v La^ers c")»-i si 1 ^ -At- zw tief herabgesetzten r| Dermatol-Streupulver k bereitet mit Dermatol von ^M Farbwerke, vorm. Meister Lncias & Brüning I 1 M» MX 9» o 1» • * »• 1*K.9 DeuUohland ^| Das beste Streupulver für Kinder, Touristen, H Jäger, Soldaten und alle, die viel gehen müssen. H Zu haben in der Apotheke «zum goldenen Hirschen» des ^M JosefMayr, 3Xarieiiplat^ in Laifoaeli H in Schachteln zu 30 und 50 kr. (890) jo—1 ^H Oerlilibny's aromatische ^'^^^^^ Veit Jahren bewährie schmerzstillende Einreibuna W bei aNen schmerzhaften (nicht en "'Pr am. Ä. Schindler, M Mi^an. Dr°., , ssriesach:' N NuHn ^««'.^^un.,: I, Gm.iner W aenfurt: P H""!«. P, A>rnb«chcr 3. ssomctlcr, A.Eggcr; Nudolfewer«- ^ "^"^r^, ^"''""' «la- W Eine goldene Damen-Bemontoir- uhr sammt goldener Kette wurde am 9(en d. M. in der neuen verlängerten Triester-straße von der LaHerrnannsallee aus bis zum Coliseum verloren. — Der redliche Finder wolle dieselbe in der Herrengalle Nr. 3, II. Stock, gegen Belohnung abgeben/________________ (Ö18)_ Im März findet ein Papierblumencurs in 12 Stunden statt: Feldgane Nr. 14 im ersten Stock.___________________(910) "(798) 3—3 St. 1431. Razglas. V pravdni stvari Andreja ßajna iz Knežaka 6t. 108 proti Jakobu Tom-Siöu vulgo Stipetu iz liacja zaradi 2 gold. 40 kr. s pr, se je loženeu Jakobu Tomäiöu postaviJ Jo.sip Gärtner iz Ilirske Bistrice kuratorjem ad act um in za obravnavo pre.st.aviJ dan na 8. marcija 1894 ob 9. uri dopoJdne pri tem sodiööi s poprejšnjim pristavkom. G. kr. okrajno sodišèe v Ilirski Bi-strici dn6 15. februvarja 1894. "(803) 3—2 StT3354. Razglas. C. kr. za m. del. okrajno sodiSèe v Ljubljani naznanja, da se je vsled tožbe Tomaža Kovaöica iz Rakitne St. 15 proti Matevžu Germeku iz Rakitne št. 53, oziroma njega neznanim pravnim naslednikom,zaradi pri posesto-vanja zemljiftèa vlož. št. 314 kat. obè. Ifika Vas de praes. 10. februvarja 1894, št. 3354, 8lednjim postavil Tomaž Kržiè iz Rakitne skrbnikom na èin in da se je za skrajsano razpravo doloèil dan na 10. aprila 1894 dopoldne ob 9. uri pri tem sodiäöi z dostavkom paragrafa a skr. p. C. kr. za m. del. okrajno sodišèe v Ljubljani dn6 12. februvarja 1894. 7762) 3—2 Sr6lÖ^"nl2f32T Razglas. Na tožbi: 1.) Helene Skerlj iz Tr-nova §tev. 12 zaradi priposestovanja zemljišèa vl. šf. 24 kat. obè. Trnovo in 2.) Antona Hervatina iz Jablanice St. 11 (po Janku Rahnetu, c. kr. notarji v Ilirski Bistrici) zaradi 90 gold, s pr. se je tožencem Blažu Skerlju iz Tr-nova, Jarneju Logarju iz Podtabra ftt, 3 in Mihaelu Tomišièu iz Koritnic št. 27, odnosno neznanim dediöem in pravnim naslednikom, postavil Jožef Gärtner iz Bistrice kuratorjem ad actum in za skrajšano obravnavo doloCil dan na 1 2. marcija 1894) ob 9. uri dopoldne pri tem sodisèi s pristavkom § 18. «um. pat. C. kr. okrajno sodiAèe v llirHki Bi-fefrici dn6 11. februvaria 1894