Nienftag Ven 17. Juli 1838. V r e u ß e n. Berlin, 29. Juni. Seit einigen Tagen ver: breiten sich trübe Gerüchte über den Wiederausbruch der Cholera, deren Herannahen allerdings von vielen Ärzten behauptet wurde. Der plötzliche Tod vieler Personen an Lungen - und Nervenschlagcn, welcher sich seit einiger Zeit bemerkbar machte, wurde als Vor-bothe des Übels betrachtet, eben so die Grippen- und Fieberanfälle, an welchen sehr viele litten. Gewiß ist es, daß mehrere der asiatischen Cholera sehr ähnliche Fälle vorgekommen sind, die Krankheit selbst jedoch keineswegs constatirt ist. Merkwürdig bleibt es, daß auch in diesem Jahre die Gewitterregen fast ganz ohne eleclrische Entladung sich zeigen, und dadurch, im Falle die Cholera wirklich wiederkehren sollte, die Meinung zu befestigen scheinen, daß Störungen in der Electricitats-Entwickelung unseres ^Planeten Ursache dieser sonderbaren, verderblichen Krankheit sind. (S. Z.) Oieverlanve. Aus dem Haag, 20. Juni. Aus den meisten Garnisonsstädten marschiren nun Truppen in das Lager bei Neycn. Ende des Monats Julius bezieht eine andere Armeeabtheilung das Lager. — Unsere Regie.-rung ist fortdauernd mit der Auffindung der geeigneten Mittel zur Austrocknung des Haarlemer Meeres beschäftigt, und diese großartige und fruchtbare Unternehmung kommt sicher zu Stande. — Die Arbeiten an der Amsterdam - Arnheimer Eisenbahn werden bald beginnen. An der Amsterdam-Haarlemer Eisenbahn wird ununterbrochen fortgearbeitet, doch wird sie in diesem Jahre schwerlich noch vollendet werden können. Aus dem Haag, 5. Juli. Das halbofficielle «Journal de Ia Haye" bestätigt nun auch die vom Handelsblad gegebene Nachricht, bezüglich derSchlich: tung der Luxemburger Frage, indem es bemerkt, wie es »aus guter Quelle" erfahren, daß die Bundesversammlung in die Abtretung eines Theiles von Luxemburg an Belgien eingewilligt habe, gegen eine dem Bunde von Sr. Maj. dem König der Niederlande zu leistende Territorial-Entschädigung. (Allg. Z.) V e I g i e n. Antwerpen, 2«. Juni. Man bessert mit der größten Thätigkeit die Festungswerke des Forts St. Laurent aus, und zahlreiche Arbeiter richten die Mauer, b^e an dieNordftite des kleinen Bassins stößt, wieder auf. Lüttich, 29. Juni. Die Hollander befestigen Maastricht, besonders auf der Seite des rechten Ufers. Palissaden sind erst neulich wieder gesetzt worden. (Allg. Z.) Frankreich. Ein Schreiben aus Algier vom 56. Juni gibt folgende Details über die Vorgänge bei Belida: „Wir befinden uns fortwährend in Bezug auf unsere neuen Besitzungen von Coleah und Belida in dem-selben Zustande. Die Befestigungen, die Anlegungen von Lagcrbarracken bei diesen Städten werden fort" gesetzt, kein Europäer darf aber in diese Städte gehen. Diejenigen, welche sich den Garten vonVelida nähern, werden mit Flintenschüssen empfangen, und vor drei Tagcn wurde Hr. Gavaudan, Lieutenant im 2^sien Linicn-Negimcnt, der sich zur Aufnahme eines Mara-buts etwas von dem Lager entfernt hatte, von fünf Kugeln getroffen. Man brachte ihn in das Spital von Duera, verzweifelt aber an seinem Aufkommen. Bis auf diesen Tag vermehrt die Straflosigkeit dieser feigen Ermoldcrungln die Keckheit dcr Kabplen. In 226 Belida soll dle vollkommenste Anarchie herrschen, lvo-bei die Kabylen hauptsächlich diejenigen Einwohner mißhandelt haben sollen, die uns ergeben scheinen. Abo.el.Kader soll insgeheim in Velida gewesen, und den Eigenthümern der von unsern Lagern besetzten Landereien 60,000 PudjuS zur Entschädigung gegeben haben. Ein Brand, den man der Böswilligkeit zuschreibt, hat in der Nacht vom 1'». auf den 15. das große Stailgcbäudc Bab el Uel verzehrt, wo die Zuge pferde standen, welche die Steine und Felsenblö'cke zur Vergrößerung des Molo's zu transportiren haben. Vier und dreißig dieser Thiere sind in den Flammen umgekommen. Die Menge des dort befindlichen Pferde« sutlers hat den Brand so schnell verbreitet, daß die Spritzen erst ankommen konnten, als jede Hülfe unmöglich war. Es verbrannte Alles, und man schätzt den Verlust auf 60,000 Francs. (W. Z.) H p a n i e n. Madrib, 22, Juni. Der englische Obrist Wylde, der vor einigen Tagen aus Bayonne hier angekommen ist, hat gewisse Mittheilungen von Seite Munagorri's und seiner Anhänger hierher überbracht, und obwohl über dieselben bisher nur Weniges verlautet, so kann ich Ihnen doch über die Lage der Sache Folgmdcs mit Zuverlässigkeit-mittheilen. Munagorri hat sich an Lord John Hay mit der Frage gewandt, ob Frankreich und England geneigt seyen, den baskischen Provinzen die Wiederherstellung und Aufrechchaltung ihrer Fueros und Verfassungen zu verbürgen, falls sie die Waffen niednlegten. Die beiden genannten Mächte haben sich berathschlagt, und, wie zu erwarten stand, die zuge-muthete Gewährleistung zurü ckg ewi e sen. Indessen haben namentlich englische Agenten den Munagorria-nern zugesagt, daß sie ihr Unternehmen mit Geld, und bei der Negierung von-Madrid durch freundschaft-liche Vermittelung befördern wollen. Diese Angelegen« heit hat nun den Obristen Wplde hierher geführt. (Allg. Z.) Den letzten Nachrichten zu Folge', befindet sich Cabrera in den Umgebungen von Valencia mit der Befestigung aller Übcrgangspuncte beschäftigt, durch lvelche die TruppenOraa's versuchen könnten, in das Land einzudringen. General Espartero hat kraft der- ihm übertrage.-ven Befugnisse einen Befehl erlassen, durch welchen die Einfuhr von Lebensmitleln, Kriegsbedürfnissen, Zeitungen und Briefen für die Insurgenten in den nördlichen Provinzen verbothen wird. Zu diesem Zwecke sind Zollposten zu Miranda und Logrono am Ebro, zu Lcdosa, Puente la Repna, Pampeluna -c. errichtet. Nach Berichten aus S. Sebastian vom 25. Juni, hat General O'Donnell mit 5 Bataillonen, den Lanciers und Artilleristen, die Stellungen der Carlisten bei Laforts erobert. (W. Z.) Ein Schreiben aus Logrono vom 23. Juni meldet: »Das Geschütz von Penacerrada, dessen Festungswerke zerstört werden sollen, ist nach Vitoria gebracht worden; diese Stadt ist das Centrum dlr Operationen. Nach den von Espartero, der mit t.6 Bataillons und der Cavalleri« von Vitoria aufgebrochen ist, ausgeführten Bewegungen sollte man schließen, daß er einen Angriff auf Tolosa beabsichtige. Die Einwohner der Rioja haben die Autorität der Königinn anerkannt. Alair, Meister von Niedernavarra, will nun das Ulzamachal angreifen." (Ost. V.) Großbritannien. Am 28. Juni ist zu London die Krönung Ihrer Majestät der Königinn Victoria mit großer Feierlichkeit vollzogen worden. Mit Sonnenaufgang verkündigten 21 Kanonenschüsse vom Tower und der Batterie im St. James-Park den Bürgern der Hauptstadt den Anbruch des Krönungstages. Lange vorher war über. all reges Leben; Alles strömte nach den Orten, von wo aus der Krönungs-Hug zu l«hen war. Die eisernen Palissaden längs dem Green-Park hielten die Neugierigen zurück. Tische, Stühle, Bierfässer ?c., von selchen aus man über die Köpfe der Umstehenden hinschauen konnte, wurden zu außerordentlichen Preisen vermiethet. Auch die Bäume wimmelten von Menschen, welche sichtlich sich für den T^g wohl vcrprovian-tirt hatten. Um 7 Uhr nahmen die Truppen, von denen ein Theil, aus den Halistruppen bestehend, die Spaliere zu bilden hatte, während die übrigen in den anstoßenden Straßen die Ordnung erhalten sollt.n, ihre Stellungen ein. — 20 Minuten vor 10 Uhr sehte sich der Krönungszug, angeführt von dem Hoch-Constable von Westminster, Hrn. Lee, zu Pferd, in Bewegung. Er ging in folgender Ordnung: Trompeter. Eine Schwadron Leibgarde. Die Wagen der Geschäftsträger und Gesandten von Mexico/ Portugal, Schweden. Sachsen, Hannover, Griechenland, Sardinien, Spanien, den vereinigten Staaten, den Niederlanden, Brasilien, Bayern, Dänemark, Belgien, Würtembcrg, Preußen. Die Wagen der fremden Vothschafter und außerordentlichen Krcnungsgesandtcn: Achmet Pascha vom Sultan, Marschall Soult von Frankreich, Herzog von Palmella von Portugal, Graf Löwenhjclm von Schweden, Marquis v. Brignole von Sardinien, Graf Alten von Hannover, Fürst Putbus von Preußen, Marquis Miraffores von Spanien, Baron v.Capellen von dm Niederlanden, Fürst von 227 Schwarzenberg von Osterreich, Graf Stroganoff von Nußland, Fürst v. Ligne von Belgien, Graf Ludolf von beiden Sicilien, der türkische, der französische, der russische, der österreichische Vothschafler. Eine Garde. Musikbande zu Pferd. Eine Abtheilung Leibgarde. Die sechsspännigen Wagen der königl. Familie. Eine Garde - Musikbande zu Pferd. Der Königinn Balkenmeister. Die ^8 königl. Bootführcr. Zwölf sechsspännige königl. Wagen, zehn mit Braunen, einer mit Schimmeln, einer mit Rappen bespannt, mit den Beamten und Würdeträgern des königl. Haus, Haltes, in der Ordnung, daß je die hoher Stehenden weiter hinten, dem königl. Wagen näher waren. Eine Schwadron Leidgarde. Eine berittene Garde-Musik^ bände. Der Stab der Armee und die Adjutanten zu Pferd. Die königl. Jäger, die Yeomen-Piquers und die Förster. Sechs reichbehängte königl. Pferde, jedes von zwei Stalldienern geführt. Der Ritter-Marschall zu Pferd. Die Hof-Fouriere zu vier und vier. Einhundert Garde-Yeomen mil ihren Offizieren. Der Staatswagen, bespannt mit acht Isabellen, mit einem Garde-Vornan an jedem Rade und zwei Lakaien an jedem Schlage. Zu beiden Seiten reitend der Oberst der Ehrenwache, Viscount Combere, den cbenholzenen Stab mit goldenem Knopf (^« <^c>Iä 3licll) in der Hand, und der Kapitän der Garde-Aeomen, jeder mit zwei Reitknechten. In dem Staats« wagen-, die Königinn, mit der Obcrst.Hofmeisterinn, Herzoginn von Sutherland , dcm Oberstallmeister, Grafen Albemarlc, und dem General-Capitan der königl. Bogenschützen, Hcrzog von Bucclcuch. Das Ganze schloß eine Schwadron Lanciers. Ihre Majestät sah Anfangs sehr blaß aus, bald aber ergoß sich blühende Nöthe über ihre Wangen. Unter den fremden Gesandten zog besonders Marschall Soult die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich. Er und einige andere fremde Gesandte wurden von dem Volke mit lautem Jubel brgrüßt. Um 10 Uhr halte sich der Himmel vollkommen aufgehellt. Während der Dauer des Zugs ging alles in guter Ordnung vor sich. Die Palläste des hohen Adels und die Clubdhäuser waren herrlich geziert mit Blumen und Drapperien, und durch angebrachte Balcone und Gallericn erweitert. Nach vollbrachten Krönungsceremonien erfolgt« die Huldigung, und zwar huldigten, knieend vor der Königinn, zuerst die Prinzen von Geblüt, dann die Pairs. Der Sun ist am 23. Juni, wie er ankündigte, mit goldenen Buchstaben, voran das Bildniß der Königinn, erschienen. Dreihundert Personen wann mit der Ausgabe dieses Tages beschäftigt. Die Kosten waren sehr bedeutend. (W. Z.) Am 20. Juni hielt die Königinn einen Hof im neuen Pallaste. Die Fürsten Esierhazy und Fürstenberg, so wie Graf von Mandelslohe, der würtembergische Krönungsbrthschafter, hatten Audienz. Hr. Sully hatte die Ehre, Ihrer Maj. ein Porträt derselben in der Stabsroba vorzuzeigen, das er aus Bestellung für Amerika gemalt; Ihre Maj. lobte das Gemälde. Auf heute ist großer Hofball angesagt. Mittlerweile nehmen auch die Feste der Staatsminister und Diplomaten ihren glänzenden Fortgang, worunter wir dcs Diners erwähnen, das Lord Palmerston am 50. Juni dem Herzog von Nemours, dem Prinzen Christian von Holstein-Glücksburg und den fremden Gesandten gab. ... Marschall Soult ist fortwährend, wo er sich zeigt, den Engländern ein Gegenstand ehrender Aufmerksam' keit. (Allg. Z.) Die Times stellt bei Gelegenheit der Krönung einen Vergleich zwischen den Segnungen einer erblichen Monarchie und den traurigen Folgen einer durch Wahl eingesetzten Regierung an, möge es nun eine monarchische oder eine republikanische seyn. Sie weist namentlich auf Polen und die vereinigten Staaten hin; jenes Neich, sagt sie, sey nur durch seine Verfassung in sich zusammengesunken, und eben so werdt es über kurz oder lang der nordam^rikanischen Union ergehen. (Ost. V.) Als O'Conncll am Krönungstag« aus der West-minstcrabtei zurückkehrte» soll er, der Times zufolge, iu Parliament-Street mit fortwährendem Zischen, mit Schimpfworten und Verwünschungen verfolgt worden seyn. Ein gleiches Los soll Hr. Hume gehabt haben. Der Herzog von Wellington dagegen wurde vomVolke überall mit dem größten Jubel begrüßt. (Ost- B.) In den Gewässern der Themse, nicht ferne von ihrer Mündung, wurde kürzlich eine Unternehmung sondergleichen mit vollem Erfolge ausgeführt. Es han: delte sich um die Wegschassung des Wrackes von einem großen versunkenen Schisse, das unter dem Wasser verborgen, gleich einem unerschütterlichen Felsen die Schifffahrt hinderte. Allc bisher angewendeten Mittel waren fruchtlos geblieben. Ein Stabsoffizier vom Geniccorps machte endlich den Vorschlag, zwei unge--heuere bleierne Cylinder mit Kanomnpulver zu füllen, sie mit Hülfe der Taucherglocke parallel unter die beiden Flanken des Schiffes zu bringen, und dann mittelst einer Lunte, die in einer Röhre bis an die Oberfläche des Wassers zu leiten ware, anzuzünden. Diese Vorrichtung wurde getroffen, und die mit aooo Pfund 228 Pulver gefüllten Cylinderungeheuer in Gegenwart einer Menge Zuseher mit der größten Vorsicht los-gebrannt. Die dadurch bewirkte Explosion both einen großartigen, Anblick dar. Mehr als LU0 Fuß Wasser im Umkreise erHoden sich zu Thurmeshöhe; ihnen folgte mit gräßlichem Krachen, so daß die nahen Hügel erbebten, cin dichter schwärzlicher Dampf, durch welchen, wie aus dem Krater eines Vulcans, nach allen Richtungen hin Trümmer von den Masten, dem Kiele und Verdeckbrcttern flogen. Wenige Minuten später war der Themscspiegel wieder glatt, und die zerschmetterten Reste des Wrackes schwammen friedlich auf demselben. (V. v. T.) Das englische Dampfboot Sir Robert Peel, das auf dem St. Lorenzstrom lag, ist von einer Bande von 50 Bewaffneten in Brand gesteckt worden, nach: dem sie vorher die Mannschaft gezwungen hatten, ans Land zu gehen Die amerikanischen Blatter suchen diese Unthat canadischen Flüchtlingen aufzubürdenj eine New-Yorker Zeitung behauptet sogar, das Schiff sey bei einer Wettfahrt mit einem amerikanischen Dampfdool von selbst in Feuer aufgegangen.—Auf den westindischen Inseln Antigoa, Varbadoes, St» Vincent^,, Hort zufolge Beschlusses der Colonialrälhe die Negerlehrlingszeit mit dem 21. Juli d. I. auf, und den Negern, die so lange in den Fesseln der Sclaverei schmachteten, wird von diesem denkwürdigen Tage an völlige Freiheit geschenkt. Jamaica allein widerstrebt noch dieser Emancipation, wird aber ebenfalls nachgeben müssen. (Corresp.) Gsmanisches Reich. Durch eine ausdrückliche Willenserklärung des Sultans ist das Agrikultur-, Industrie- und Han-dels-Collegium, von dessen Errichtung schon so lange bie Rede war, jetzt zusammengetreten. Präsident desselben ist Nuri-Efendi. Die Aufgabe dieses neuen Collegiums ist, sich mit allem auf den Handel, den Landbau und die Industrie Bezüglichen bekannt zu machen, und für die Vervollkommnung und das Ausblühen derselben zu sorgen. Briefe aus Trapezunt melden, daß durch die Vermittelung des englischen und russischen Gesandten wahrscheinlich bald der Friede zwischen dem Schah von Persien und der Provinz Herat zu Stande kommen werde. Die Bestätigung dieser Nachricht würde in ganz Perst'en, besonders aber unter dem Handclsstande, große Freude verbreiten. Mit dem österreichischen Dampfboote wird nächstens Zelli-Sultan, Onkel des Schahs von Persien, hier eintreffen. Nach seinen verunglückten Bemühungen, sich der persischen Krone zu bemächtigen, wurde er in Ardibil gefangen gehalten, von wo er entflohen ist, und den Sultan um ein Asyl hat ersuchen lassen. Jetzt befindet er sich i„ Erzel-um. (W. Z.) Nachrichten aus Consiantinopel vom 27. Juni melden: «Am 21. d. M. hat der Großadmiral Ahmed Fewzi Pascha dem Sultan an Bord des Ad-miralschiffcs „Fewzie« ein glänzendes Gastmahl gegeben. Tags darauf bewirthete er die Großwürdenträger und die vorzüglichsten Ulemas, wie den Scheich-ol-Islam (obersten Mufti) die beiden Kadiaskere u. s. w. — Am 23. d. M. brach in Constantinopcl innerhalb Ajasma-Kapussi zur Nachtzeit Feuer aus, und verzehrte einige Häufer und ungefähr dreißig Kaufmanns-lädcn. Bedeutender war eine Tags darauf bei Kum-Kapu ausgebrochene Feuersbrunst, wobei gegen fünfzig Häuser und Voutiken ein Naub der Flammen wurden. — Den neuesten Berichten aus Smyrna und Salonich zufolge waren auch in diesen beiden Städten Sanitätsanstalten gegen die Pest angeordnet worden. — In dieser Hauptstadt erhält sich der Gesundheilszustand fortwährend befriedigend." (Ost. V.) H a c Ii r i c Ji *. Da die von do in Casino -Vcruine eingeleitete, und von den wohlthätigen Bewohnern Laibachs so erfolgreich unterstützte Lotterie zum Besten der durch Ueberschwemmung verunglückten Ungarn die allerhöchste Genehmigung erhalten hat, so wird die Ziehung derselben Mittwoch am 18. Juli d. J., um 6 Uhr Nachmittags, auf der Terrasse vor dem stand. Gute Untcrthurn Statt finden, welches mit dem Bemerken zur allgemeinen Kcnntniss gebracht wird, dass nach dem Schlüsse der über die eingeschickten Gewinnste verfassten Liste noch nachstehende Gewinnste eingeliefert worden sind; Nr. 151 eine mit Seemuscheln verzierte Tabakpfeife; „ 152 ein vergoldeter Damenfächer; * M 153 ein Schmuckträger, plattirt, mit Riech- {Täschchen von Glas. Von der Direction des Casino-Vereines, Nevacteur: ^l?r. bau. Kein rich. Vcrlegcr: Sgna,' Äl. Svler ti. Alelnmapr.