^U 139. Dinstazz am 21. Juni 1864. Die „Laibacher Zeitmig" erscheint, mit Nnsnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt dm Beilagen im Conyttotr ganzjährig 11 fl., halb-ft'hrig 5 fl. 50 lr., mit Kreuzband im Comptoir ganzj. 12 fl., halbj. 6 si. Filr die Zustellung in's Hau« sind lfalbj. 50 kr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., untn Kreuzband und gedruckter Adresse 15 si., halbj. 7 fl. bO kr. InserttollHgebNhr filr cme Garmond:Spa'tenzelle ober den Raum derselben, ist für imaligc Eiuschal-tung S lr., für 2malige8lr., fllr Smalige I0lr. u. s. W. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel per 30 lr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 fl. 90 lr. für 3 Mal, 1 fl. 40 lr. für 2 Mal und 90 lr. für l Mal (mit Inbegriff des Inserrionsftnnpels). ^^, ^»^ ^»». UW»I»33» ^ ^ Amtlicher Theil. 3e. k. r. UpoNolische Majestät haben mlt UUer. höchster Entschließung von, 9, Juni d, I die am Waitzner Domkapitel erledigte leyte Domberrnstelle suiuliili^ni^ lm'iiVl» ,'s)i>,('ni»!>l! dem Titnlarabte lind Dorozs-maer Pfarrer und Vizc «Archidiakon Paul ssovüch allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller« höchster Entschließnng vom 0. Ilmi d. I. die gra^ dllelle Vorrückung des ^u^i^l«^ ('.innnicu« und Ti« tularabtes Ll'r K ü n h znm Neutraer Archidiakonus am Graner Metropolitankapitcl allcrgnäoigst zu ge» nehmigen. und die biedurch daselbst erledigte lehte Donchcrrnstelle dem Direktor dcr Primatialkanzlei Rudolf Grafen Nyüry allcrguädigst zu verleihe» geruht. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 10. Juni d. I. die Titular-ftropstci St. Mauritii de Voll) dem Gölluiczcr Pfarrer Anton Fallcr allcrgnädigst zu verleihen geruht. Das k. k. Polizeiministerium hat den Konzepts« Adimlktcn der Praqev Polizcidirektion Franz Meßncr zun, ^>o>!zc«rc>n,ti,,t. Uichwntlichti Theil. Laibach, 20. Juni. Die auf Den 18. d. M. anberaumte Konferenz. SilMg hat doch stattgefunden, ist aber. wie aus dcn Telegrammen ersichtlich ist, ohnc Resultat geblic-beu. Die friedliche Stimmung, von der drr Tele» graph mcloet, manifcslirte sich oabnrch, daß alle Vor» schlage von allen Mitgliedern dcr Konferenz uä i'^le-r^nänm angenommen wurden, England soll dic Be« slimmung der Dcmarlatiouslinic durch einen SchicDö» sprilch vorgeschlagen haben. Diese Nachricht zeigt, daß England irotz seiner waffenrasselnoeii Sprache noch immer bemüht ist, eine Basis der Vermittlung zu finden. Em europäisches Schiedsgericht! Nachdem die bisher offiziell festgehaltenen Linien deutscherseits die Linie Apenrade-Tonocrn, dänischerseits die Schley. linie waren, so müßte sich dcr Schiedsspruch gleichsam zwischen diesen beiden Linien bewegen. Aber die Zuläisigkeit deS Schiedsspruches ist selbst eine offene Frage. Wo ist die Nechtsbasiö für einen solchen? Wie soll über die Neichöangchöngkeit von Tausenden durch einen Schiedsspruch entschieden werden? Wer soll zudem den Schiedsspruch fällen? Wir könnien uns nur Belgien und seinen weisen und gerechten König Leopold als Schiedsrichter vorstellen. Die Minister Graf Rcchberg und u. Bismarck, die nun schon Bcioc in Karlebad sind (Graf Ncchberg ist in direktem Auftrage des Kaisers dabin uorauö-n/cill). werden somit sogleich Konuersaiionsstoff in Mle baben; es wäre nur zu hoffe», daß die münd. liche Vesprechllng die letzten Schalten verscheuche, die sich dann und wann übe,- bcr »'nwnll! coräiuw zeig. tcn. auf dcr das Wohl Deutschlands bcrubt. In Kissingrn war. wie Telegramme und Privatnachrichten übereinstimmend melden, der Verkehr nicht allein unter den Souveränen, sondern sogar unter dcn anwesenden Ministern cin sehr intimer und freundschaftlicher. Anch Graf Rcchbcrg wnrdc wiederholt mit dem Flnstcn ^?ltschn in Wicn ihren Sih haben. Es sci nun nöthig geworden, die Organisation wieder nmznarbeiten. (Tr. Z.) Krakau, 15. Inui. Es sind, schreibt man der ,,G. C.", Hausrevisioncn und dnrch sie herbeigeführte Verhaftungen noch immer an der Tagesordnung. Im Verlaufe dcr letzten zwei Tage wnrdcn in der Stadt selbst bei zwanzig an der Insurrektion betbci. ligtc Individuen aufgegriffen, neunzehn solcher Per-soncn aus der Umgebung gebracht. Von dcn früher Aufgegriffenen wnrdcn ncncstens sechs znr Internirung nach Königgrätz abgestellt, zwanzig als Ausländer aus dcn österreichischen Staaten ausgewiesen. Spalato, 14. Juni. Ueber die Anfiösnng des Gemeindcraths schreibt man der „Gcn.-Corr." -. Die Haltnng des Munizlpiums gegenüber dcr Regierungsbehörde hatte zwar den Charakter eines eklatanten Konfliktes noch nicht angenommen. aber sie war be-reilö längst über jede Grenze der Konvenicnz geschritten, so daß die zwischen dcr Kommunal« und politi- ' 'chcn Behörde herrschende Spannung schon eine hier allgemein notorische Thatsache bildete; wenn daher auffällige Reibungen bis dal'in vermieden worden waren, so gebührt das ganze Verdienst daran nur den Rcgierungöorganen selbst, welche dießfalls alle nnr denkbare Mitlci der Mäßigung nnd der Vcrständi« gung erschöpften. Noch bcvaucrnswerther war aber dic Haltnng dieses Mnnizipiums gegen die von ihm zu vertretende Bevölkerung, da dasselbe von einigen wenigen, aber lhätigen und kühnen Parteigängern beherrscht, welche je nach Umlländen sich bald dcr Schmeicheleien und Versprechungen, bald dcr Dro, hnngen bedienten, in Wahihcit eine illoyale Pression auf die öffentliche Meinung unserer Stadt ansübtcn nnd deren freie Knndgelmug eigenmächtig verhinderten. Die craltitte Nichtnng dieses Munizlpiums gebt schon aus dcm von ihm adoptirten Wahlspruch «Wollen beißt Können" nnd auS seinem lctzlcn Voranschlag hcrvl'l, womit es ganz unberechtigter Welse der Kom» mune Ausgaben nnd Kontributionen aufbürden wollte, welche mit dcn finanziellen Verhältnissen dcS Landes ganz nnd gar unverträglich waren, so zwar, daß jener Voranschlag von der dalmatinischen Stattbalterei zn« zückgcwilsen wurde, wclchc nnn seit sechs Monaten vergebens anf die Wicdcrvorlage eines ncncn wartet. Ganz unrichtig ist eS. daß eS zwischen den Lokalbe» Horden und dem Munizipinm Reibungen wegen der Belgrader Eisenbahnstrecke gegeben habe; vielmehr bin ich in der Lage. zn versichern, daß das Ministerium schon seit zwei Jahren das Munizipinm selbst mit den vorbereitenden Studien in Betreff dicftr Eü'cnbalM" strecke beauftragt hatte, ohne daß etwas darüber vere lautet wäre, daß eS sich damit irgendwie dcschäf. tigt habe. Ausland. München, 16. Juni. Der »AUg. Ztg.« be° richtet man: «Der Kaiser nnb die Kaiserin von Oesterreich haben gestern Abends vor ihrer Abreise die Ichtc Ruhestätte nnscreö unvergeßlichen Königs Mar in dcr Thcatincr-Kirche besucht und einige Zeit im stillem Gebete dort verweilt. In tiefster Ruh« rnng verließen Ihre Majestäten die Kirche. Ans Neapel wird untcrm 1(j. Juni geschrieben: Unsere Stadt ist heute wieder dnrch cine entsetzliche Nachricht im bohcn Grade aufgeregt, welche uns'Alle nm so schmerzlicher berübrt hat. als noch vor wenigen Tagen über denselben Gegenstand ganz beruhigeude Gerüchte hier eingetroffen waren. Ich meldete Ihnm unlängst die zweite blntige Niederlage, welche in einen: Hinterballe unweit von Rionero cincr vom General Franzini befehligten Truppcnabtbeilung von der Vri. ganlenbandc des Donatello Crocco beigebracht worden war, und bci welcher dcr Lieutenant Vollani, der sich zu weit hinansgcwagt halle, gefangen genommen nnd in daS dunkelste Imiere des wildrem^nlischen Waldes HK4 Monlicchto geschleppt ward. Anfangs wollte man wissen, daß Erocco das Leben dieses jungen und tapferen Soldaten schonen n»o sich mit der ihm sogleich nach erfolger Gefangennehmung ihres allgemein be-liebten Kameraden von den übrigen Offizieren seiner Kompagnie angetragenen ausgiebigen Summe als Lösegeld begnügen würde. Nun aber vernimmt man auS ganz verläßlicher Quelle, daß dem armen Manne die Angen ansgestochen und die Hände und Füße abgeschlagen worden sind' er selbst aber sodann in die» sem jammervollen Zustande auf ein dem Militär ab-genommenes Manllhier gebunden und so durch einen Schafhirten jener Gegend an den General Franzini nach Nionero geschickt wurde! Es scheint, daß die unterdessen von den Lokalbcbörden kundgemachte Aus-schreil'nng ciner Taxe von 50,000 Lire auf den Kopf Crocco's jene Vriganlcn zu einem solchen Akte uner> börler Grausamkeit aufgestachelt habe. Aus Paris meldet man der „Europe" über die Uincrredlmg zwischen dem Kaiser Napoleon uno Herrn v Bnol, erg NachstedcndeS: Herr o. Budbng soll dem Kais.r erklärt tiaben. die Zusammenkunft sei« nes Souverains mit dcu deutscheu Monarchen habe leine polilijchc Tragweite, welche geeignet wäre, Frankreichs Blsorgnissc rege zu machen, und die holie Achtllng und Freundschaft, welche Alerander ll. für Napoleon III. liege, sei sich gleich geblieben. Der russische Votschaflcr erinnerte in dieser Beziehung an die nnfrnchlbare Zusammenkunft in Warschau, auf welche der italienische Feldzug gefolgt se!. Kurz. Herr v. Vudberg wnßte die Dinge so gut in's Licht zu stellen, daß der Kaiser einige Worte ül'er die Si' luation Eliropa's sprach, die feste Hoffnung auf die Erhaltung deS Frieren« ausdrückte und versicherte, es werde seine g'ößle Sorge sein. alle Schwierigkel. ten zu ebnen, welche diesen Frieden gefährden könnten. AuS Paris, 16. Juni, wird dem .Botschafter« geschrieben! Frankreich wird in immer neue Hänoel in Amerika verwickelt. Die Negierung von Peru hat in der spanischen Streitsache nicht bloß mit Nohheit. sondern auch mit Unklugbeit gehandelt, Vie hat dem spanischen Gesandten de Vazarrcdo nach dem Leben getrachtet u»d denselben selbst in das französische Ge> nerallonsnlat zu Panama verfolgt. Die französische Regierung erachtet sich dadurch verletzt, und wird nicht anstellen, von der peruanischen Regierung Genugthuung zu fordern. Walnend unser Kabinet bisbcr sich etwas abseits von Spanien hielt und der Mei-nung war, daß es zn vorschnell gebandelt habe. wird man es jetzt llntcrstützcn. Frankreich geräih immer tiefer in die amerikanischen Händel. Zuerst durch Mmko im Norden engagirt, wird eS jetzt auch im Süden quis de Moustier, in Kl.'nsw»lii!opc! verschiedenen Häuptern zirkassischll Tribus, dit vor den Russen aus dem Kaukasus geflohen, da»: Anerbieten gemacht, nach Algerien auszuwandern, wo ihnen das franzö« fische Gouvernement gewisse Landereien anzuweisen bereit sei. Der Befehlshaber der Provinz EonNantine. der. wie gcrüchtwcisc verlmittl, zum Unter-Gouvlr-ncur Algeriens unter dem künfligen Gencral'Gonver« neur Mac Mahon ernannt werde» sollte, General Devau?. hat ersucht, bei seiner Kolonne bleiben zu dürfen, während rer zur Senatorwürdc crbobeuc General Martimprey den Wnnsch aosgrdrnckt bat. bis zur Beendigung des AnMandes anf seincm Posten belassen zu werden, — Der „Abend'Moniteur" vom 15. Juni bringt Nachricht,» ans Tunis, Diesem Blatte zufolge sind die Berichie vom 8. d. ziemlich ernst und bezeugen, daß die Gemülhcr dort sich in Aufregung und Angst befinden. Nach den Meldun» gen. welche man über die Insurgenten habe. seien die Forlschritte derselben nichl größer geworden- aber eS scheine, daß der Be,), der sich an der Spitze der Insurrektion befinde und dessen wabrer Name Ali» bcn VrovinMl-Nllchrichtln. Laibach, 21. Juni. Gestern Abends gegen 7'/z.Uhr wollt, ein Knecht ein Faß Wasser holen und julir zu diesem Zwecke die Rampe auf dem linken User vi^ü viz der Schul« allee, hinab zum Laibachfinße. Die Pferde gerictden in den vom letzten Regen noch angeschwollenen Fluß und ertranken, der Knecht wurde mit Mühe gerettet. Es ist das zweite Unglück au dieser Stelle; vor zwei Iabren ertranken hier ebenfalls zwei Pferde. Der Un< f.'ll veranlaßlc das Herbeiströmen einer großen Men» schenmcnge. — Bei der am letzte» Sonntag unternommenen Turnfahrt des „Laibacher Turnvereins" nach Josefs-thai zogen die Turner, 80 Mann stark, nm I'/, Uhr vom Winterturnplaße ans. Als der Verein beim Thiergarten vorüberzog, wurde er durck die liebenswürdige Einladung des Besitzers veranlaßt, hier einen kllrzct, Halt zu „lachen. Dem vo» schönen Hn»"«— kredenzten Rebensaft sprach die Turnerschaar wacker zu und in der freundlichen ui'd herzlichen Weise, wie diese Ueberraschung von Seite des gastfreien Besitzer geboten wnrde, wurde sie auch von allen Anwesenden aufgenommen. Der Sprechwart-Stellvertreter lieb der in der Tbat durch diese sellcne Liebenswürdigkeit allgemein gehobenen Stimmung in beredlen Worten Ausdruck, in welchen die Turner begeistert emslimm-ttn, Unter Pöllerschüsscn und herzlichem „Gnl Heil" gings min nach Josefslhal. wo schon eine große Menge von Stadtbewohnern dcn Turnverein erwartete. Durch die Zuvorkommenheit einiger Herren von der Joscfstlialer Fabrik war der Platz auf eine geschmackvolle nnb sinnige Weise dekorirt und nntcr den Klan» gen der Mnsik begannen sich die Turner nnd dic herbeigekommenen Gäste auf alleilei Weise zu amüsl- Feuilleton. Des Leibes Nahrung und Nothdurft. Soll der menschliche Organismus in seiner na. tlirgemallen Weise fortbestehen, so ist ein bestimmtes Maß von Nahrungsmitteln in der gehörigen Zusam» mensctznng drr Nährstoffe ibm unentbehrlich. Zu kleine Speiscmengcn wirken zuletzt sehr scha'olich auf den ganzen Menschen ein. die Entziebung aller Nabrungsmlltel bat die gänzliche Vernichtnng deS Organismus znr Folge. Es ist noch nicht genau er-mitlclt. in welcher Zeit bei Menschen durch Et't;ic> linng der feNcn sowohl wie ftüssigen Nahrungsmittel der Tod eiiurM. Im Jahre 1832 lcbtc ein zum Tode vlnirlheüter Verbr.-cher zu Toulouse, der lieber Hungers alS anf dem Schaffot sterben wollte, obne alle Speise und bei ausschließlichem Wasscrgennß orcinndsechszig Tage lang. In dtr Regel werden drei Wochen als die Zeit angenommen, nach deren Ablauf Mensctien, welche sich aUcr Speisen enthielten nnd nur Wasser tranken, den Tod erlitten, während Solche. dic sich aller Nahrung und anch des Wassers enthielten, schon nach zehn bis vierzehn Tagen unter« legen sein sollen. Dieß gilt jedoch nur i'on gesunden Menschen- Kranke, namcnllich Geisteskranke, können unglaublich lange Zeit hindurch mit einem Minimum A0» Nabning bestehen. «Von keinem Gefühle", sagt Moleschott, .wird die Macht l>es Geistes trauriger besiegt als von dem deS Hungers. Der Hunger uer. ödet Kopf und Herz. Obgleich das Nahrungsbcdürf. n'ß während geistiger Aufregung in überraschender Weise geschmälert weiden kann. ist doch dem descll. genden Gefülil einer lebendigen Gedankenwelt kein schlimmerer Feind erwachsen als die Entbehrung von Trank und Speise. Und darum fübll der Hungernde jeden Druck mil Zeninerschwere. Darum bat der Hunger mehr Empörungen verwirklicht als der El?» geiz unzufriedener Köpfe." Wie die zeilweise Enl« ziehung der erforderlich/n Nabrungsmilttlmenge in Folge von Theuerung und MißwachS auf das Volk wirkt, darüber belehrt unS die Geschichte hinreichend. Seuchen, namentlich der sogenannte Hnngertyplin?. Empörungen. Tumulte, Revolutionen sind die Fol< gen. Kunst. Wissenschaft. Handel und Gewerbe wcr< den vernachlässigt, wälircnd der vom Hnngcr ge< drängte und hervorgerufene Geist des Umsturzes, der Zerstörung und dcS Kommunismus hoch srinc Fahne schwingt. Ebenso wie durch eine zu geringe Zufuhr von Speisen und Getränken, erkrankt der Körper auch durch eine verbältnißmäßig zu große. Werde» große Mengen von Speisen wiederbolt aufgenommen, so gcwöbnt sich zwar der Körper in den meisten Fällen daran, aber der Magen wird durch die beständige große Ausdehnung in seiner Funklion gestört und zu verschiedenen Krankheiten disponirt, Trett» diese nicht ein. so dehnt sich der Magen immer mehr aus; es entsteht ein Bedürfniß, immer mebr Speisen einzu« nehmen, und so kommt es zu Vielfresserei. Freßsucht. Wolfshunger. Polyphagie. Solche Vielsresser begnü» gen sich nicht mit gewöhnlichen Nahrungsmitteln, son« dern verschlingen anch mitunter gar nicht eßbare, ekel-baste Dinge i lebendige Sperlinge. Mäuse und andere Tdisre. sowie Holz. Glas, Steine und dergleichen. UcbrigenS sind. je nach der Verschiedenheit deS In« diuiduumS. auch dic Folgen der Vielfresserei verschieden. Einige Vielfraße leben ohne irgend eine Sprung ihrer Gesundheit, ohne besonders beleibt oder mager zu werden, und eireichen ein bobeS Aller; andere werden fett und bekommen mancherlei Krankheiten. Geschlecht. Alter. Temperament. Beschäni-gling und viele andere Umstände modifiziren die Folgen der Vielesserei bedeutend. In der Geschichte der Staaten und Nationen spielt die Unmäßigkcit eine Hauptrolle; zahlreiche Bei« spiele lehren, daß Völker sich durch dieselbe ihrcn Un-tergang bereitet liaben. Die Geschichte der Römer, wic sie von der einfachsten, gesundesten Lebensart — ilire Hauplspcise war Jahrhunderte lang eine Art Mehlbrei — durch ihrc Bekanntschaft mit andern Völkern, die durch Verweichlichung schon die hinlängliche Reife zu ibrer Unterjochung erhalten hatten, und durch das berauschende Gefühl ihrer Größe und ihres Rc!ch< tknms zu den größten Ausschweifungen im Essen und Trinken gebracht und so gleichsam zu ihrem Sturze vorbereitet wurden, ist dic Geschichte aller erloschenen großen Reiche. Dic alten Griechen hingegen zeichneten sich im ersten Zeitalter durch große Mäßigkeit aus, und es ist daher leicht einzusehen, wie sie es zu jener geistigen Entwicklung brachten, welche man immer bc< wundern wird. (Schluß folgt.) 555 ien. Ohne und mit provisorischen Apparaten wurde viel geturnt; die tanzlustige Damenwelt fand ihre Befriedigung in einem, im Freien improvisirten Vall; die anwesenden Sänger sangen mehrere Chöre in der bekannten präcisen Wrise; von anderer Seile wurde durch die Abbrcunung eiueS recht gelungenen Feuer-werkcs den Anwesenden in den Abendstunden eine rechl angenehme Zerstreuung bereitet. Daö Welter drohte nur durch ein Paar Minu< ten der allgemeinen Unterhaltung ein Ziel zu seheu; mit ein Paar Tropfen Regen und ein Vischen Don» ncr und Bliy war alles vorüber. Als gegen Abend neue Ankömmlinge auS der Stadt die Nachricht brachten, wie befug dort das Ungewitter getobt halte, war man um so froher, so wohlfeilen Kaufes davongekommen zu sein. Vis gegen 9 Uhr blieb Alles in der fröhlichsten Stimmung beisammen und in den Abendstunden hatten sich unter den Zuschauern insbesondere auch eine große Sckaar von Landleuten aus den umliegenden Ortschaften ciiigefunden, die dem fröhlichen Treiben vergnügt zusahen, Dem allgemeinen Wnnsche entsprechend, machte beim Nachhausemarsch der Turnuercin beim Thiergarten noch einmal Halt; es wurden ein Paar Lieder gesungen und nach dem Ständchen die Heimfahrt rasch fortgesetzt. Im Vorüberziehen wurde in Kaltenbrunn ein freundliches Tücherschwenlen mit einem fröhlichen Liede beantwortet. Gegen 10"/. Uhr langten die Turner in der Stadt an, die Fahne wurde beim Sprechwart-Slellocrtreter abgegeben und Alles trennte sich mit einen» beglichen «Gut Heil!" — Die Gemäldeausstellung im Ncdoutcnsaalc wird Morgen geschlossen, worauf wir alle Diejcuigcn aufmcrtsam machen, welche bisher den Besuch versäumt habcn. Die Zahl der guten Bilder ist groß gcuug, um cinm Gang zu denselben zu thun, auch wenn dabci dic Absicht, das Unternehmen zn untcr-stiitzcn, nicht vorwaltet. — Die Stereoskopensammlung des Herrn Di> wischowöly. welche in der Vude auf dem Kongreß« playe zu sehen ist. verdient di, Vcachtung des Pu-blikums, denn sie ist reich an interessanten Ansichten. — Die Südbadn veranstaltet zum Sängerfeste in Klcigenfurt einen Vcrgnügungszug, zu welchem auch in Laibach am 25. und 20. bis inclusive 29. d. M. gillige Hin» und Nelourkarten für die regelmäßigen Züge ausgegeben werden. — Lctztcn Samstag ist in Tricst das erste Blatt cincr mucn humoristischen Wochenschrift erschienen, welche Herr <äabrin untcr dcm Titel ,.111'uIcmMr' herausgibt. ~ ,Zl,r sseicr der ^riinicrung an dns crsto, zu Frankfurt a. Ai. abgchaltcnc allgemciuc dcutschc Buil' dcsschicßcu wird fiir jcnc Schützen, wclchc sich an dem selben bcthciligct hatten, auf ocr Grazcr Schießstättc! ein Frcischicßcn abgehalten wcrdcn, wclchcö Sonntag,! den 3. Juli, 12 Uhr Mittags, beginnt und mn 7. Juli Abends 6 Uhr endet. Vermischte Nachrichten. Am 3. Dezember vorigen Jahres erhob der 79jährige Solizilalor Heinrich Mcdemalm bei der Filialbank in Brimn deu Betrag von 1(i.000 st. in 16 Stück Banknoten zu 1000 fi. In der Kanzlei angelangt, ucrm'ßic er das Geld, welches auf tine ihm unerklärliche Weise abhanden gekommen war. Da sich eiN!ge Verdachtsgrüudc gcgcn ihn ergaben, als ob er den Verlust nur fingirt und daö Geld veruntreut halte, ward er in Untersuchung gezogen und durch fü»f Monate in gerichtlicher Haft gehalten. Vor Kurzem nun ist es der Wiener SlcherheitSbe-Horde gelungen, zu ermiltlln, daß der obige Betrag dl>m Wiedemann gestohlen wurde, uud der uuglückliche GreiS ward sleigelasslli. Die Dlcdc wurden in Un» gärn aufgegriffen. rS sind dies der Pfcrdesensal Si« mon D., der Hausirtr Jakob W,, der Kleiderhändlcr Moriz W. und der Hausbeswr Joseph N. zu Neo-grad. Auch sind in Pest fünf' Tbeilnehmer am Dieb-stahl zu Stande gebracht worden. Unter reu Thälcrn befinden sich einige sehr gefährliche Gauner. Von dem gestohlenen Gelde wurde noch ein Betrag von beiläufig 5000 ft. vorgefunden. — Der «AugSb. Allg. Ztg." wird aus München. 16. d. M„ geschrieben: «Die Pfahlbauten der «Steln-zeil", welche von einem unliekaunteu Volle in sehr aller uorbistorischer Zeit auf dcm Wasser aufgeführt wurden, sind seit vorgestern auch in Vaiern entdeckt, und zwar in unserer nächsten Nachbarschaft, im Slarn^ berger See, wo wir ihr Vorkommen am wenigsten vermuthet halten. Das Verdienst dieser höchst inter» essanten Entdeckung gebührt dem rühmlichst bekannten Geologen Professor Desor auS Neuenburg. dem wir über die Pfahlbauten der Schweiz eine Reihe wichtiger Beobachtungen uerdalikcn, und der auch seine Vermulhulig über die Existenz ähnlicher Reste in deu Seen Vaiern» in seiner Schrift: «Die Pfahlbauten t,es Neucnburger See's", bestimmt ausgesprochen hat." — DaS Aquarium des zoologischen Gartens in Hamburg ist durch eine große Seltenheit bereichert worden. Freunde naturwissenschaftlicher Schriften wer» den sich auS Darwin's Untersuchungen t>eS eigeuthüm« lich organisirteu Fisches ^li^ullil^li uiml.'cl<.!i>« erinnern. Der Fisch hat etwa die Gestalt und Größe der Aalmutter, unterscheidet sich aber von allen an-deren Fischen dadurch, daß er durch Kiemen, welch» äußerlich am Kopfe liegen, und durch Lungen all', met. Au die Bildung der Reptilien erinnert er außerdem dadurch, daß er mit vier fadenförmigen Rudimenten von Beinen versehen ist. Wen» in der heißen Jahreszeit die Flüsse Afrika's austrocknen, so lliecht der Fisch in deu weichen Lehmboden, krümmt sich in der Mille zusammen und umhüllt deu Kopf mit dem breiten Schwänze; nur vor dem Munde hält er ein kleines Loch im Lehm offen, durch das er ach-met. So liegt er in dem sich verhärtenden Lehm bis zum Eintritt der Regenzeit, die lhn auS seinem Ge-fällgttiß wieder befreit. Drei ELemplare dieses Fisches smd in Hamburg liuii angekommen, und zwar mit dem sie umhüllenden verhärteten Lebm in einem eisernen Kasten verpackt. Die Lehmhüllt wurde in Wasser etwaö aufgeweicht uud sovann zerbrochen; beim Zulritt der Lust begann der Fisch sich zu bewe« gen und wand sich aus der eng anschließenden Form. die einen vollständigen Abdruck des ThlereS bewahrt, heraus. Das Innere dieser Form ist noch mit einer dünnen braunen Haut ausgekleidet, die sich wahr» scheinlich auS der verhärteten äußeren Schicht von Schleim, welchen die Haut des FischeS reichlich absondert, gebildet Hal und den Zutritt von Luft durch den Lehm verhindert. Nach «hrer Befreiung ln'S Wasser geseßt lagen die Fische ruhig am Boden. Mexikanische Kaiserreise. Von einer Persönlichkeit, welche in Begleitung deS mexikanischen Kaiserpaares die Reise nach Meriko auf der Fregatte „Nov.ira" angetreten hat. ist folgendes interessante Schreiben in Wien eingetroffen: „In See an Bord der „Novara". 19, Mai 1804. Am 15. Mai. Pfingstsonnlag Abends, bei ziemlich umwölklem Himmel, kam ein Lruchlfeuer und bald auch Land in Sicht, und zwar die Ostküste von Mar« linique. Ein Tbeil der Reisenden war noch wach. und diese stürzten nun auf Deck, Die dadurch her» vorgerufene Bewegung wurde noch gesteigert, indem der Kommandant der Fregatte. LinienschiffsKapitän Barry, plötzlich scharf ab nach Süden gegen den Wind wenden licß. waS zur Folge halle, daß auch alle Segcl eingezogen werden mußten. Wir batten nämlich um Mitlag wegeu starker Bcwölkuug keine Sonnenbeobachlung machen können, und so konnte zwar die Länge nach dem Chronomeler. aber nicht genau die Breite bestimmt werden. Auch waren wir durch die Strömung etwas nördlich getrieben worden. Da nun daS in Sickt gekommene Feuer an der nörd» lichen Hälfte der Ostküstc liegt, und sich dort grobe Madreporeobäüke befinden, so muLle der Kurs nach End genommen werden, um der Durchfahrt zwischen Martinique und St, Lucia zuzusteuern und sich bis Tagesanbruch fern vom Lande zu halten; Morgens glgel, tz Uhr fubren wir in das laraiblschc Meer ein, rechts von uns bic bewaldeten Küsten von Martinique, links in einer Entfernung von 12 bis 15 Seemeilen !die Insel St. Lucia mit einem rauchenden Vulkane. Im Hafcn von Fort de France wiederholten sich die Salulschüsse von den Forts, die offiziellen Begrüßungen, wie in jedem Hafen, d,n wir angelaufen hatten, uud bald lagen wir am Molo. Wir fanden im Hafen außer der ThemiS. bic uuS vorangeeill war, eine Fregatte, die Sträflinge nach Cayenne ge-l>rachl halte (eine traurige Erinnerung an Europa); eiuen Dampfer der lranöallantischell Gesellschaft und eine ziemliche Zahl von Kauffahrern. Bald fanden wir uns am Lande und schritten der Stadt zu, Uebcr dieselbe ist wenig zn bemerken. Die Majestäten früh. stückiell beim Gouverneur Kontrt'Aomlral oe Kanoct. und machten in Begleitung ihres Gefolges und res Gouverneurs sammt Frau und einigen Gendarmen um 2 Uhr zu Wogeu und Pferde einen Ausflug nach einem sehr angenehm gelegenen Punkt im Gebirge, etwa eine starke Stunde vom Fort dc France. — In Marliniquc befinden sich noch gegen 300 kriegsgefa»» gene Merlkancr auS den vcrsch>cdc»steu Sländcn. Die meisten haben die schriftliche Erklärung abgegeben, sich dem Kaiserreich unterwerfen zu wollen; eö ist aber aus Frankreich noch der Befehl abzuwarten, sie nach H^use zu schicken. Ueber den Wunsch dcö Kaisers Mar wurde ihnen gcstatlet. aus ihrer Mitte vier auszuwählen, welche mil lins auf der Fregatte „ThemiS" die Heimreise angetreten haben. Den anderen hat 5er Kaiser eine beträchtliche Summe hin« terlasscii, lim ihnen ihr Schicksal in etwaö zu er< leichter». Hoffentlich wird es gelingen, diese interessanten Thiere am Leben zu erhalten. Neueste Nachrichten und Telegramme. Karlsbad, 18. Juni. Nachts. Der König von Preußen ist heute um 9'/^ Uhr Abends unlcr dem Incognito eines Grafen Zollern. vom Minister-Präsidenten v. ViSmarck begleitet, hier eingetroffen uno im Gartenhause abgestiegen. Se. Majestät der Kaiser Franz Joseph wird am 22. Mittags hier eintreffen. Zu AUerhöchstdessen festlichem Empfange werden von Seite der Stadt große Vorbereitungen ge« troffen. Gestern ist die Großfürstin Maria Nikola-jewna von Rußland l)ier eingetroffen. Kissingen, 19. Juni. König Ludwig von Baiern ist gestern Abends halb neun Uhr hier eingetroffen; früher wareu schon der Herzog von Nassau, der Kronprinz von Württemberg und dcsscu Gemalin. Prinz Alexander von Hessen und Prinz Wasa hier angekcmmcn. König Ludwig stattete noch Abends Sr. Majestät dcm Kaiser von Oesterreich einen Besuch ab, welchen der Kaiser heute Vormittags um 10 Uhr erwiderte. Heute findet bei Sr. Majestät dem Kaiser von Oesterreich ein intimeS Diner ohne Bciziehuug der Suite stall, bei welchem die russischen Majestäten, der König von Vaicrn, der Kronprinz uud die Kronprinzessin von Württemberg, der Groß-herzog von Oldenburg, der Herzog vou Nassau, der Großherzog von Hessen uud Prinz Wasa anwesend sein werben. Baron Vudberg und Freih. u. Schrenck sind hier eingetroffen. Ihre Majestät die Kaiserin von Oesterreich befindet sich wohl. Frankfurt, 19. Juni. Der Bundestags.Präsident Baron Kübek ist zu Sr. Majestät dcm Kaiser nach Kissingcn berufen worden. (Pr.) Hamburg, 19. Juni. Die gestrige Londoner Konferenz blieb rcsullallos, weil Qnaade leine Instruktionen hatte, und es wurde kein Protokoll der Verhandlungen unterfertigt. Der Konferenz und dein Kopcnhagener Kabincte wurde ein russischer Vermilt-lungSvorschlag mitgetheilt. Billc empfiehlt der dänischen Rcgiernng die Bildung von Fremdenlegionen. (Pr) Hamburg, 19. Juni. Der „Altonaer Merkur" ist gegenüber der Behauptung: der Herzog von Augu-stenburg hätte sich biS zur Andeutung verirrt, „es wäre für ihn und seine Sache besser gewesen, wcnn Preußen sich gar nicht in die holsteinische Angelegen« hcit gemischt halte", ermächtigt, zu erklären, der Herzog babe eine solche Aiideutmig nicht gemacht, sei vielmehr vom Gegentheil überzeugt. Turin, 19. Illln. Vorgestern Abends ist Ga« ribaloi auf der )jacht des HerzogS von Southerland in die Bäder von Ischia abgereist. Cherbourg, 19. Juni. Der Konföderirteu« Dampfer «Alabama" lief um II'/, Ul,r Vormittags aus. wurde aber vou der Unionislen^Korvetle „Kcr-scage" angegriffen und in den Grund gebohrt. Vrnssel, 18, Inni. Abends. Die Ncpräsen« tantcN'Kammer ist üder die Motion, «die Kammer möge erklären, das Ministerium habe das Vertrauen des LandeS verloren", mit 57 gegen 56 Stimmen zur Tagesordnung übergegangen. Vondon, 19. Juni. Die gestrige Konferenz-sihung währte fünf Stunden. Sämmtliche Bevollmächtigte waren in derselben anwesend. Die nächste Sitzung wird Mittwoch stattfinden. — Der heutige «Observer" glaubt. daS FrieoenSwlrk habe gestern Fortschritte gemacht. Kopenhagen, 18. Juni. Nach dcm «Dag. bladet" ist in Folge der Ankunft deS dänischen Gesandten am russischen Hofe. Baron v. Plessen. gestern eine neue. sehr bedenkliche Miiusterkrise auSgcbroä'en. Veranlaßt wurde dieselbe durch eine prmzipitlle Mci-mingSverschiedenhcit zwischen dcm Könige und seinen verantwortlichen Natbgedern. «Dagbladet" weiß nicht, ob die Krisis schon überwunden ist. Markt- und Geschäftsbericht. Krainburg, 20. I»ni. Auf dem bcutigen Markte sind erschienen: 5)0 Wagen mit Getreide und 10 Wagen mit Holz. (Wocheumarkt - Preis c,) Weizcu pr. Mehcn fi. 5.85; Korn fi. 3.40; Gerst, ft. —.—; Hafer fi. 2.70; Halbfrucht fi. —.—; Heiden fi. 3.— ; Hirse fi. 3.40; Kukuruh ft. 3.80; Erdäpfel fi. — —; Linsen st _._^ Erbsen fl.—.— ; Fisolen ft. 4,30; Rinos« schmalz pr. Pfund kr. 47. Schweineschmalz kr. 44; Speck, frisch kr. 30. drtto geräuchert kr. 40; Butter kr, 38; Eier pr. Stück kr. 1; Milch pr. Maß kr. 10; Rindfleisch pr. Pfund kr. 18, Kalbfleisch lr. 17, Schweinefleisch kr. 20, Schöpsenfleisch kr. 16; Hahn. del pr. Stück kr. 25. Tauben lr. 12; Heu pr. Ztr. fl. 1.50, Stroh kr. 90; Holz harte«, or. Klafter ss. 5.10. dctto weiches, fl. 350; Wein, weißer, pr. Eimer fi. 7. Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr sk Fedor Vamberg in Laibach. 556 Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an der k. k. öffentlichen Vörsc in Wien dm 20. Juni 1864. 0'/« M^talliqufö 72.35 1860-cr A,,l,ihe 9t).95 b°/. Nat..?lnl,h. «0 40 Sill',r . . . 114.-Bankaktie,, . 765. London . . 114 80 Hrtditaltim . 1!)4.70 K. l. Dulattn 5.46 Fremden-Hnzeige. Den 18. Juni. Ttadt Wien. Die Hcrrcn: Fürst Wmdischgrah und sslarici, Gütcr-Dirlttor, von Haasberg. — Oltinann und Mobitschck, Kaüflcut,-; Skraber, Mldizin,r. vin Wici,. Elephant. Lic HsN'cn: v Pllschlrn, Roitier, vou Tricst. - - Ncchfcld, l'c„s, O!'lrgymnasia!-Prof,ssor. und Liszt, A,,si!t, r»on Graz, — Fciscr, Kaus-iiian!!, von <5illi. — Knr^ Handlung»'», iftudsl, von Nien. — Müller, Ägcnt. vim Prag. — Poöniq, Wcinl'.indlrr, von Kropp. Wilder Mann. Dic H»rrn!! Dr, Vlltini und Offacio vo» Tliesi. — Varon Y'all v. Gallcnsteiuvon Giaz. Den 1l». Juni. Ttadt Wien. Di'c Herren : Nculiurg, jtaufinann, aus Ho^ hfil)cl, Golrail'litcr, vou Carlstadl. Lhitlltions-Ankündigung. Am 23. Juni, Vormittags um 9 Uhr, werden in Egg ob Krainburg beiläufig 4«» Sägeblöcke im Lizitationöwegc parthienwcise verkauft. Kauflustige sind höflichst eingeladen. Wirthschaftöamt Egg ob Krainburg^ Zwei Knaben, 13 mid 15) Jahre alt, VcamtcnssölM, dcr deutschen nnd lvaimschen Sprache kundig, wcrdcn alö Lchvliugc zur Hand« lunss odcr für ciu Gcwcrbc, am liebsten außer dcr Stadt Laibach, unterzubringen gewünscht. Dicsifälligc Anträge erbittet man sich unter dcr Adresse: ss,. F in Laibach, alten Markt HS.-Nr. 150, I. Stock, oder im Zcitungs-Comptoir, und wird dic nähere Auslnnft sogleich ertheilt werden._________________(N75—3) (674-8) Die Niederlage derk. k. oi>!en ngj&jüf londesbosugli n Klllttllucr WschMlllenWlik l'olm >reaS Schniocrschizl) von Zulnih. H.inö' üir. 149. gege» Molll)äuS Schmoclschizl) l>on Zirlnitz Haus Nr. 148 wegen, ans oem,Verglllcht vom 20. November 1859. Z. 7169, schnloiger 136 fl. 50 lr. ö. W. «. 8. o., in die lkltlllive öffcnlllche Ver-'lsigerung der. dem ^eyiein ^cdöligrn. im Grunbbnche der Pfarrgiloc Zlrknip ,'ub Nlts.'Nr. 7. Url'.Nr. 7. üorkommen. den Nlalitäl im gerichtlich eiliobenen SchäV ilingswerihe uon 3300 fl. ö. W. gcwilligcl. ll»o zur VlMwdme rerselben oie ckllutivl Heilbirlun^^tligsahnng liuf ren 5. Juli in d,r Gcrichtskanzlei. znr Vornahme tcr letzten abcr ans Den 4. Angnst l. I.. Vormittag« nm 10 Uvl. im One let ülealilät mit dem Anhange bestimmt 'liolven. daß ti» feilzubietende Realität »nr bei der l^len Feilliittung auch nn« ter dem Schäl)nng wohnlichen AmlÄslundeneingesehcn weldtü. K. k. Bezirksamt Planina, als Ge-richt, am 12. März 1864. (1152-3) Nr. 239?. Crekutive Feilbietung. Von rein k. k. V,zirk6cimle Slein. >ils Gcucht. mild bekannt gemacht: Es ,ucrc>e nbcv Ansuchen der Maria Zweck vl'n Podgier, nun in Pottok, gegen Maria Slcrliinz von Poltok als Eistebc> lin der im ErekutiooSwe^e um 552 fi. (5., M. ucrälllzcrten. früher dem Kasper Hkclbiln vox Potlol gshörig gewesenen, in, Glnndbnchc Kllu^ lngsproiokoll. der Grund« buchscrlralt nnd die lUzttationSbeding-nisse können hicrgerichlS eingesehen werben. K. k. Vezillsar,!t Slein. als Gerich!, am 13. Mai 1864. , ^ ^ Herr Redacteur! ! > Äugelet dinch d^'ii ill dl'r ,,Prch>" umn I^l. d. M. vevüfsciltlichtcu Artikel ! ^ iider dir vortrcfflichc Wirtsauiscit des K»nz»,,'schm ^„«t>»«rl,,»^»«,„>» ' , ,,»or;ügc des Aiiathrrin - Mundwassers an mir selbst crprolit ' habe, folgenden offmm Brief an Hcrru H. «. «»«,,,,, zu veröffentlichen: »»uk iii Unsslini, l«. März 18!!^ Geehrter Herr Vollega! , ! Seit 23 Jahren litt ich an Aphten in der Mundhöhle, die manchmal sehr schmerzhaft warm uud mich am Essen uud Sprechen hinderten: ich consnltirtc , iintcr vielen Aerzten auch Professuren der Pester und Wimer Hochschule uud qc- ! > brauchte die verschiedensten Arzneimittel, allein ohue irgend einen Erfolg ;u erzie- ' leu; seitdem ich mich nbrr Ihrr^ n,it i^echt hochssepriescuen ^>»»'t>,«»'«e,- < I»>»»>«>«»««^»'»« brdicnc. l'in ich von meinen beiden gänzlich befreit, und bcdanere nur von ssanzcm Herzen, selbes nicht frithrr angcweudct zu habcu; ich l lauu daher uich! muhili, Ihucu hiemit offen meinen Taut anzusprechen, uud bitte l I Sie, dieses mein wahrheitsgetreues Schreiben iin Interesse Aehulichleidcuder im ' Druck zu veröffeutlichni. < ! Achtuugövoll Ihr ergebruster F»^. K.il,v«,,««»n. (1209-1) K. K. pritl. Jüdbnhn-Gesellschaft. Hängerfest w Nlagensnrt vom 26 bis 29. Juni l. I. Zusammenkunst des Wiener Müuner-Gcsangsvemus mit den Gesangsvereinen aus Stcimnark, Drnlcn, Arain u. s. w. Vergnügungszug ^eznuatzuss »ac« Nissach. MMg z« demUsijrlfier-8ee. Fahrpreise: Bon Wi.n!"f>-^^'"d°rII A,^.. ^..s "«f<,°,W,md°rII,A.,^ ^^ .» f., °, W, m d°r II C>, In «aibach, «iUi und Marburg werden am 25. Und 2.I««ive 29. Juni d. I. giltige Hm - UNd Retourkartcn :mch Klaaenfnrt für die regelmäßigen Züge ausgegeben und ist der Preis einer solchen Fahrkarte: «°n «»ch s « ^ ° W,^I, «, „. «„„ , « f., °, W, l., „. ^„,..^ ^ , f., °, W, u, m. Dic Tom- nnd Retourtartm haben auch Oiltigleit filr die Separatzltgs nach ViUach und zu dem WürthevSec. F a h r p l a n. Hinfahrt: 3 I Wien Abfahrt « Uhr 45. Min. Abends, H ^ Neustadt „ 10 « 1« ,. ^5 Gloyguitz ^ 11 „ 7 „ Nachts, / MUrzznschlag Abfahrt 1 Uhr 20 Min. Nachts, sAnlunft 2 „ 37 „ Bnick )Nufcnthalt 6 Minuten, ^Abfahrt I Uhr ^.'j „ sNnlunft 4 Uhr 10 Miu. Früh, Graz ^Aufenthalt 30 Minuten, .^ (Abfahrt 4 Uhr 40 Min. „ Z / , Ankunft C Uhr 48 ,. ^ Marburg ^Aufenthalt 42 Minuten. "' (Abfahrt 7 Uhr:^) Min. „ 3teif»ig-FrestN ?lbfahrt 8 „ .'j an, »»-doch nur iu beschrankter Auzahl au«ljegeben. Nleu, im Juni 1tt<>4. Die Votriebs Direktion. Hiezu ein halber Bogen Amts- und Intelligenzblatt.