Nr. SS. l848. Amtsblatt zur LMOcr Zeitung. Samstag den 29. April. Vubernial - Verlautbarungen. H «94. (i) Nr. ion«. Currende des k. k. illyrischen Guberniums. — Mit allerhöchster Genehmigung Sr. Majestät wird die Ausfuhr oder der Transport von Pferden und der Pferdedurchtrieb nach dem Auslande, über die nicht an die deutschen Bundesstaaten stoßende Zoll-Linie des vereinigten Zollgebietes, bis auf Weiteres verboten. — Dieß wird hiermit in Folge eines Erlasses des k. k. Finanzministeriums vom 21. April 18l8 mit dem Beifügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß auch der Transport von Pferden nach den abgetrennten, in offenem Auf- ruhr gegen die k. k Regierung befindlichen Theilen des lombardisch-venetlanischen Königreiches, oder durch dieselben nach anderen italienischen Staaten untersagt wird. « Laibach am 2U. April 18^8. Leopold Graf v. Welsersheimv, Landesgouverneur. Andreas Graf v. Hohenwart, k. k, Hofrath. Friedrich Nittcr v. Kreizberg, k. k. Gubcrnialrath. H 657. (2) Nr. 852 l. Gurrende über verliehene Privilegien. — Die k. k. allgemeine Hofkammer hat in Folge ein- gelangter hohen Hofkanzleldecrete vom l8. und 20. März l. I., Z. ^766 und 79g5, am 26. Jänner und am lg. Februar l. I., im Sinne und nach den Bestimmungen des allerhöchsten Privilegienpalentcb vom 6l. März 1K32 die nachfolgenden Privilegien verliehen: l) Dem ^ul^ll llg.^xvell, Director der Maschinenfabrik der Wien - Mougnitzer (Eisenbahn - lH^sellschast, Wohnhaft in Wlcn, Wied.n, N>. 953, sür die Dauer von einem Jahre, auf oie V^rbcsserung der Rauckfänqe an Locomotiv Dampfschiff- unt stehenocn DampsmaschiN'N-Kesseln, wodurch elin größere Verdampfung und (3r!parung an Brenn- stoff erzielet weroe. — 2) Dem Anion Sa- tor>, bürgcrl. Vercjolder und Privlleginmsbe. sitzer, und dem Anton Wl»rer, bürgerl, lHoldl U'^d Korall»n«Arbeittr, beide wohnhaft in W>en, Alservorst^dt, Nl. 2U2, für die Dauer von einem Jahre, auf die Ei findung und Verbes srrunq »n dll!'tt! , »wohnhaft ln Wlen, Landstraße, Nr. ll2, fur die Dauer von e>- nem Jahr», ac.f die lHlsiüdung elncs Haar» wuchb:n>tlels. -i) D'in St.phan Amlnail, Privatier, wohnhaft >n W>>n, Alsergruud, 9ir. 323, für die Dauer von »inem Jahre, auf t:ie Orsinoung und Verbesserung in der lHrzcugung einer eigenthümlichen ^.eifengallung, welch, sich durch Güte u„o Woylfellheit b^sonderb auszeichne. — 5) D^m Jacob Krämer, bür° gerl. Spengler, wohnhaft in Wien, Iäger^ z«ilc, Nr. 55, für Die Dauer von einem Jahre, auf die Elfinlung und Verbesserung in d»r (3r zeugung aller Gattungen Knöpfe ohne Oehr, wodurch dieselben mic oder ohne Ueberzug, ohne Nadel und Zwirn m»clelst einer tigenen Vorrich- tung an jed.m d.hndarcn Lcoff^ oder Kleidungs- stücke schnell uno dauclh^fttr, a!6 andcre Knöpfe befestiget, und l,'hne Vcrlchl.ng dcs Sioss.b von demselben wieder nach Bclleben los gc macht werdll ^iratz, dritte Sackgasse, Nr. 27^, >ur dl< Oau^r von einem Iahle, auf die ^lsindung .lnrö aufrecht st^hent-cn Lchirnics mit HcwlHt, „Central^ Schirm" genannt, wclcher alb Osell-, ^lcht» und Bctlschilm oicne, nic umfallen kolnic, und wot)el tie drMcn Füße gäi,zllch vrsparl ivert>»n. — d) Dem I^oclullo, Director o»>l Zlnklvtiß G.stllsaafc in ^rüss.l, wohnhaft >» Blüssil, (oulch LolUS voll Orlh, wuhiiy.lfl in Wicn, Ltopolost«dt, Nr. .^Utt), sür die Dauer oon zwrl I!Hl)rlN,aus die (5'lfil.cung eines neuen Verfahrens in dcr Fat)rltallon, An.oendung l.n0 Aussammlung des Zinkwelßcs und Verschiß oener anderer Fardcn, dcrcn Basis weder Ble> noch Kupfer ist. — ^) Dem Joseph Iüitinl, Kgcnt, wohnhaft ,n Wien, Stadt, Nr. l37, ür die Dauer von füns Jahren, auf die El- findung: l. »n der Art und Welse, die schlielle Bewegung d^r Eiseniiahn - Trains, so wie auch o^r Wagen auf gewöhnliche» Straßen, durch Reibung entweder u.» ücn ^tao^n oder Achsen, oder an belden zugleich zu hemmc»; 2. in 0er (Construction oder Form der Verbmoungskctlen, und cl. in DerForm und AnwenDung der Fc0crn, — 10) Dcm Joseph Eugen von Nagy, wohnhaft in Wlcn, Scaot, Nr. 65>, sür die Dau.r von süns Jahren, aus oie Elsil>dung eincs ^lppara I t!g»n Menge Wasscis auf ell^e beliebige Höhe vcr luöge dt an d„ Wien, ^ladt, Nr. 7i<^, sür die Dauer von sunf Jahren , aus oie ^lfi^oung und Herdes!/- lu»g in del ^zcugung aller >atluugell Hil»dele E>plclwalen. — Ili^ Den» Lu0!vlg Ritter von Hohr, (Hignlihüm.r oer t. t, laudesbefugten valz!oelkb' F^brit in Koltln^'lunn, wohnhast l» Kottmg- orunn ln Nlcdelöstclr^lch, sür o>e Dauer ool» ,w«l Iahlln, aus oie Elfi.l0ullg einer Bleilöh ren. Stl.ctm^jchlne und eines damil oerl'unoe nen Verfahrens, um nicht nur aUe Gattungen uon feinen Bl.iiöhren auf «ine ganz neue Art zu walzen, und dlefelden bi>. Verlautbarung, Um die k. k. Beamten in die Kenntniß zu setzen, unter welchen Bedingungen sie um OfsizicrS- stellen bei dem sich bildenden Corps der Wiener Freiwilligen werben können, wird gegenwärtig ein Auszug aus der dießfalls vom hohen k. k. Kriegs- mlnisterio unterm !> d. M., Nr. IU2M.K., G., erflossencn Instruction zur allgemeinen Kunde ge- bracht. — Vom k. k. illyr. Gubernio. Laibach am 23. April 18^8. Carl Xav. Raab, k. k. Gubcrnial - Secretär. Auszug aus einer Verordnung des k, k. Hofkriegsrathes 'lci.,. U. April l8ltt, Nr. lU^M.K., G. — l) Die Assentirung der Freiwilligen erfolgt auf oie Kricgsdauer, d. i, auf die von Sr. Majestät dem Kaiser nachtraglich bestimmt werdende Zeit des Bedarfes, nach Ablauf welcher die allgemeine Entlassung derselben einzutreten hat, — 2) ">lach Maßgabe, der bereits vorhandenen Zahl Gewor- bener sind aus demselben 2, 3 oder 4 selb^sta>l0ige Bataillons, unter der Benennung: /,l-/ 2 , '^ Bataillon der Wiener Freiwilligen," zu errichten. Die Starke und Formation derselben ist gleich der eines Bataillons Landwehr mit U (5ompag»M'n, auf dem vollen Kricgüstande, an OsWelvn, (5halgen und Gemeinen. — 3) D,e Besetzung der (5om..an- danten und Ofsizicrsstellen wird verfügt: .'«) durch die Uebernahme aus der activen Armee mit etwaiger gleichzeitiger Beförderung; li) durch dle Wieder- anstellung aus dcm Pen,ionsstande ,n der beklei- denden Charge, ohne Rücksicht auf die Classifica- tion des Individuums bei vorhandener wirklicher Diensttauglichem; <') durch Eintritt von mit Bci- behalt deü Charakters qulttlrten Offizieren in ihrer Charge; endlich können auch ihrer eventuellen neu erlangtei» Charge rezeivnt. ^- Für die 3 letzteren Kathegorien gilt die active Anstellung der Offiziere nur fur die obbenannte Dsuer des Bedarfes, nach deren Ablauf sie ohne weitere Prärogative in ihre früheren Verhältnisse rückkehren. — Jedoch haben die Offiziere aller Kathegorien, im Falle sich während der Militär- Dienstzeit zugezogener Invalidität, dcn Anspruch auf die normalmäßige Pensionirung nach dem erlangten Grade und nach Umstanden jene u «58. (3) Nr. 3085, ucl!U3l). Von dem k. k, kärntn. Stadt- und Land» rechte wlrd hiemit bekannt gemacht: Es sey bei demselben die Stelle eines Kanzellisten, mit dem jahrlichen Gehalte pr. 4M» si. (5 M. und dem Hjorrückungsrechte in die höheren Gehaltsstufen von 5UU und U4W fl. H. M., in Erledigung ge- kommen. —- Die Bewerber um dielen Dlenstpollen haben daher ihre eigenhändig geschriebenen und gehörig belegten Gesuche, worin sie sich über ihre Geschäftökenntnisse, Studien und ihr gutes mora- lisches Betragen auszuweisen; ferncrs, ob sie mit einem Individuum dieses k. k. Stadt - und Land- rechtes verwandt oder verschwägert sind, anzu- geben haben, und zwar die bereits angestellten Bewerber durch ihre vorgesetzte Behörde binnen vier Wochen, vom Tage scr ersten Einschaltung dieses Edictes in die Klagenfurter Zcitungsblälter an gerechnet, bei diesem k. k Stadt- undLandrechte zu überreichen. — Klagcnfurt dcn 8. April 1848. Stadt- u. landrechtl. Verlautbarungen. Z K62. (3) Nr. 116. Edict. Von d» sls liegenden, landlasilchen Gutes Wlloenega gewill'get, und hlezu drei Termine, unl> zwar: aus oen Z. Juli, l4. August und l6 Sep cemder 18^t6, jedesmal u,« 10 Uhr VornM' ^gs vor l?itscm k. t. Stadt - unl) Landrechte mit oem Beizatze oestill,mt worixn, daß, we»u> dles.s Gut wever vei der «rzten noch zweiten F'ildietUligsta^sahulig um den Echatzungölie- trag oder Darüber an Mann gebracht werden konnte, selbes vei der drltlen auch unter dem Schätzungsbetrage hinlang»geben weroen wür- de. Wo üdli^'ns de»i Kaustustigen frei steht, die dl.ßfälllgen Licitationsdeoingniss.-, ,v»e auch die Schätzung in der oießlanorechlllchen Regi^ snacur zu oen gewöyolichen Amisstunden, od) nach den vereinigten Staaten von Nord - Amerika, und d) nach fol- genden englischen Besitzungen in Nord-Amerika, alo: Canada, Neu-Braunschwcig, Neu- Schottland, Prinz-Eduards - Inseln, Bermuda, N eu - Fundland, Halifax, nicht nur auf dem bisherigen Wege über Frank- le e i ch, sondern auch durch P r e u ß e n und Groß- britannien, u»d zwar über M c> gdeourg oder Berlin und Liverpool, an die Bestimmung gesendet werden. — Die Bestimmungen, unter welchen die Versendung der in Rede stehenden Korrespondenz über Frankreich ^tatt finden kann, sind in der Gubernial Verlautbarung vom 11. März ,844, Z. 535,4, enthalten, und bleibcn unverändert; jene, unter welchen die Leitung der fraglichen Korrespondenzen über Preußen Statt finden kann, sind folgende: 1) Den Korrespon- denten wird freigestellt, ihre Briefe entweder über Frankrei ch oder über P r euße n und Groß- britannien versenden zulassen, in welcher Be- ziehung die entsprechende Bemerkung auf der Adresse zu machen ist. — 2) Bei Briefen aus O e st erreich nach den vereinigten Staate n von Nordamerika findet der Francatur Zwang Statt; dagegen können Briefe aus Oesterreich nach dcn obgenamtten englischen Besitzun- gen in Nord-Amerika, entweder bei der Aufgabe sra,ikirt, oder aber kann das Porto dem Empfänger zur Zahlung angewiesen werden. — 3) Für die aus Oesterreich nach den vereinigten Staaten von Nordamerika über Preußen zu sendenden Briefe muß bei der Aufgabe, und zwar für den einfachen, '/, Loch wiegenden Brief: a) das österreichische interne Porto, je nach der Entfernung bis zur Gränze, von