Nr. 24°?. ^ Samstag, 26. Oktober 1907. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitung Prännwerationspreis: Mit Poftvci! en du ng: ganziäliriss N0 li, halbjäbriß l5 K, Im Konto, : ganzjährig L2 X, halbjübrig li X. Für die Zustellung we Ha»« ganzjährig 2 5- — Zusertluubglbüh?: Fi!i llrin? Inkratc bit zu 4 Zeilen 50 b, «rühere p«r Heile iZ ^>; bei öfteren Wiederholungen per Kile 8 d. Die «Laibacher Zeitting» erscheint täglich, mit «lienahme der Tonn- und ifeierlage. Die Administration besinl« sich ttongrebplah «l. L, die Medallion Dalmatingasse Nr. io. Lprechstunden der Redaktion von « bis lu Uhr vrl» mittagi. Unfranlierie Briefe werden nicht angenommen, Manuskripte nicht zurückgestellt. AmMcher Ueil. Den 24. Oltober 1907 wurde in der l. l. Hof» und Staats» druckerei das cxi. Stück des Reichsgesetzblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den 24. Oktober 1907 wurde in der t. l. Hof« und Staats» drullerci das XXXVIII. und 1.II. Stück der rumänischen, das I^XIII. Stück der ruthemschcn, das I_,XXII. Stück der rumä-Nischen, das I.XXVII. Stück der ruthenischcn, das «11. Stück der slowenischen, das ('IV, Stück der böhmischen und ruthenischen, das <^V. Stück der slovenischen, das <.!VI. Stück der rumänischen und das (^VIII. Stück der böhmischen Ausgabe des Reichsgesetz» blattes ausgegeben und versendet. Die „Neue Freie Presse" bemerkt, der Parlamentarismus habe sich niemals so schmerzlich selbst verwundet und sittlich herangebracht. Vor der Ob-männerkonfcrenz, deren Einberufung gestern gefordert wurde, werde AbgeordneterKramar, der bisher nicht gewagt hat, seinen Namen uuter die Dringlichkeitsanträge zu stellen, Farbe bekennen müssen. Dort werde er vor der ganzen Öffentliche keit zur Antwort auf die Frage gedrängt werden, ob er noch einmal das Parlament zertrümmern wolle, Herr Kramar habe die Frage der Postulate nur deshalb aufgeworfen, weil er die ezechischen Agrarier durch die stärksten moralischen Einflüsse zwingen wolle, sich gegen ihren Wunsch in die Opposition schleifen zu lassen. Er wolle die Parlamentskrise, weil er glaubt, damit seine eigene per sönliche Krise vermeiden zu können. Das „Neue Wiener Tagblatt" richtet die Frage an die Ezechen, ob die Ausgleichsberatung ein geeignetes Terrain sei, um der Negierung und dem Staate Verlegenheiten zu bereiten. Toll die Bewillignng des Ausgleichswerkes der Kaufpreis für die czcchischen Postulate sein? Die Ezechen sind nicht das Zünglein an der Wage, wenn es zur Abstimmung über den Ausgleich kommt. Für die parlamentarische Erledigung dec, Ausgleiches spreche aber nicht nur der Respekt vor der dringend nötigen Machtfülle des Parlaments, das doch nicht neuerdings den Paragraph 14 alls dein Grabe herausholen darf, sondern mich die großen wirtschaftlichen Interessen des czechischen Volkes selbst, das in den letzten Dezennien eine mächtige ökonomische Entwicklung genommeil hat. Die „Österreichische Volkszeitung" beklagt es, daß es einer Handvoll Iuugczechen gelingen kann, die Parlamentsmaschine zum, Leerlaufen zu zwin-geu. Die Lage sei ebenso widersinnig, wie gefährlich, und es sei dringend notwendig, daß die ihres Ursprungs als Volkserwählte bedachten Parteien sich in dem Vorhaben einigen, dem von den Iung- czechen angezettelten Dnnglichkeitsrummel ein schleuniges Ende zu machen. Das „Neue Wiener Journal" hofft und erwartet, daß die Obmännerkonferenz Mittel finden werde, um der czechisch-radikalen Obstruktion mit Entschiedenheit entgegenzutreten. Man müsse aber kurzen Prozeß machen. Der Mißbrauch der Para-graphe, deren sich eine jedes Billigkeitsalispruches entbehrende Obstruktion schnldig macht, kann mit juristischen Kommentaren nicht bekämpft werden. Das „Deutsche Volksblatt" fordert die deutschen Parteien auf, sich gegen die ezechischen Erprcs-sungsvcrsuche zusammenzuschließeu. War die nationale Gemeinbürgschaft sämtlicher deutschen Parteien im früheren Parlamente eine Notwendigkeit, so ist sie es jeht nm so mehr, denn die Titnation sei für das österreichische Deutschtum durch die Wahlreform keine bessere, sondern eine weit nngünstigere geworden. Die „Neichspost" sagt, die Vorfälle im Parlamente demonstrieren, daß die Geschäftsordluings-reform nicht mehr aufzuschieben sei. Wenn nicht einmal die geregelte Ausgleichsberatung die Behandlung des politisch uud wirtschaftlich folgenschwersten Aktes, der in zwei Geselzgeblingsperioden sich ereignen kann, durch die jetzige Geschäftsordnung geschult zu werden vermag — wofür bietet dann überhaupt noch diefe Geschäftsordnung irgendeinen Schutz? Die „Deutsche Zeitung" hofft, der Appell, den Dr. Lneger an das Haus richtete, werde diejenigen vom Abgrund der Obstruktion zurückreißen, die sich blindlings ill denselben stürzen wollen, unbekümmert um die furchtbaren Folgen, die ihre Mrz-sichtigkeit uach fich ziehen könuie. Die „Arbeiterzeitung" erklärt, die Sozialdemo-kraten seien zn sachlicher Arbeit bereit, aber wenn jemand im Abgeordnetenhause vermeine, daß sie um ihretwillen etwas dulden werden, was gegen ihre Ehre und Würde ist, so werden er sich täuschen. Feuilleton. In der Eisenbahn. Von Actrro H»a«l. (Schluß.) „Natürlich!" bestätigte die also Belobte, „aber nicht allen Menschen ist es eigentlich um ihre Bildung zu tun' viele wünschen nur so ein Hansmittel zum Wohlbefinden, Rezepte zum Reichtum und zu jeder Art von Glückseligkeit. Von Goethe. Und I. I. Mohr sagt: da? Große vergeht lind das Tchöne verwelkt, aber der geistige Erlverb bleibt." Tonnerschlag, was steckte in dem einfachen Mädchen nicht alles! Ich kam mir wie ein geistiger Waisenknabe ihr gegenüber vor, und den anderen, bis zum winzigen Affensängling hinab, schien es nicht anders zu gehen, denn es herrschte einen Augenblick tiefes Schweigen. Schließlich ein Seufzer aus der Brust der Großmutter. „Ach ja. Schau ist es wohl, aber unsereiner hat das ganze Leben lang Arbeit gehabt, — —" sie hielt ergriffeil inne. „Zur Arbeit, Lieb' und Veredelung ward uns da) Leben gegeben. Fehlen die, was hat der Mensch am Leben? Hat er sie -- was fehlte ihm? Worüber wallt er klageu? — Herder." Der Verschmitzte lachte sein hm so stark, daß N'h dachte, es müßte dem Mädchen beleidigend anf-sallen. Aber sie schien es nicht zu hören. Die gc-nchrte Dicke schien endlich das Bedürfnis zu cmp-l'udeu, dem Gespräch eine andere Wendung zu l^'ben nnd sagte: „Das Wetter ist noch ganz schön, "ber ich fürchte, es gibt bald Schnee, die Luft sieht w grau aus." „Grau ist alle Theorie, lind grün des Lebens Mdener Vaum," entgegnete die Salbungsvolle. „Hm!" lachte es aus der Ecke. Bei dem Vengel mit der Pappschachtel verfingen die Sprüchlein anscheinend nicht mehr, er fing an, „es" anzulachen, worüber „er" uud „sie" natürlich in helles Entzücken gerieten. Ich — ich wußte noch immer nicht, was ich ans dem Weisheitsorakel machen sollte, faßte mir em Herz nnd fragte etwas spöttisch: „Von wem ist das?" „Das weiß ich nicht," sagte sie. „Nannu? Sie erwähnten doch vorhin schon eine Stelle ans Faust." „Faust? Nein — wer ist das?" „Hm. Sie haben wohl Goethes Werke nicht gelesen?" „Nein." „Ach so. Da haben Sie aus dem Büchmann geschöpft." „Büchmann? Dm kenne ich nicht." Donnerwetter! Ich wußte uicht mehr, was ich sagen sollte nnd schaute hilfesuchend nach der Schildkröte. Dem Männlein ging es offenbar wie mir, denn ich bemerkte, daß er zweimal schnell hintereinander die Hände über dem Stockknopfe umwechselte. „Verzeihen Sie meine Neugierdc," sagte ich schließlich zu dem Fräulein. „Woher kennen Sie diese schönen Worte von Goethe und Mohr uud Heyse?" „Ach, wir haben uns im vorigen Jahre einen Abreißkalender gekanft." Ich bekam einen plötzlichen Ruck nach hinten und mein dickes Gegenüber einen solchen nach vorn gegen meine, gemarterten Knie hin — nicht vor Schreck über die Autwort des Mädcheus, sondern weil der Zug hielt. Der allgemeine Aufstand, den dieser Umstand verursachte, machte es mir nn- möglich, die Wirkung des verhängnisvollen Abreißkalenders an mir selbst voll zu empfinden und an den Mitreifenden zu studieren — die Pappschachtel veyetzte mir außerdem einen leichten Stoß gegen den Magen, als sie an mir vorüberdräugen wollte. „Ach, wenn man nur erst glücklich draußen wäre," jammerte die Großmama. „Ich helfe Ihnen. Geben Sie mir nur erst meine Schnittmuster!" sagte das Mädchen und langte nach einer Nolle. „Sind Sie Schneiderin?" fragte die Angeredete. „V'U. Na ja doch, warum sagte sie es nicht gleich. Wie ich sie nochmals genauer ansah, konnte ich's nicht begreifen, daß ich sie nicht sofort als „perfekte" eingeschätzt hatte. Als höflicher Mann hielt ich es für meine Pflicht, der großmüttcrlichen Hilflosigkeit meine Unterstützung anzubieten. Fast hätten aber meine Kräfte bei dem schwierigen Werke versagt, nicht wegen des Gewichtes der gnten Frau. sondern weil eine unangenehm keifende Stimme hinter mir schrie: „Na, haste drei Mark fnfzig mitgebracht?" Ich fchante mich erschrocken um — es war eine häßliche, alte Frau, nnd die Frage galt nicht mir, sondern der Zitate orakelnden perfekten Schneiderin. War's ihre Mutter? Sie verschwanden im Menschengewühl. AIs ich noch einen Blick in den Wageil warf, saß als einziger, der noch weiter reiseil wollte, das vertrocknete Männlein mit dein steifen Flansrocke auf seinem Platze, schaute mit dein verschmitzt lächelnden Gesichtchen heraus und wechselte die Hände über dem stocke. Er hatte wohl „hin" gelacht. !Kad) bemflmtSblotte pr «SBienet ^eitung» Pom 24. Dftober 1907 (9?r. 246) nmrbr bte SBeitetüerbreihmg folgenber 5Pref$« etjeuflntffe berboten: ŠDie nact)[tet)cnben, im SBerlage ber Casa Editrice Nerbini, Firenco — 1907 etfct):eitenen, in bcr Tip. Campolini e Sevieri in gforens gebturften SBrofc^üreit Don $rof. ©iobanni SBalbt: «I Fratelli Bandiera c Compagni>; «Le ciuque giornate di Milano»; «Garibaldi nella Lombardia» (1848); «La difesa di Roma» (1849); tL'aBsedio di Venezia» (1849); «Le dioci giornate di Brescia* (1849); «La resistenza di Livorno» (1849); «1 moti della Lombardia — Carlo Pisacane» (1853 — 1857); «Una rivoluzione fostante> (27. aprile 1859); «L'epopea de mille» (I860); «Aspromonto — fantina» (1862); «Dal quadrilatoro — Allo baize del Trentino> (1866); «La caduta del potero temporale de papi — le bande insurro-zionali» (XX. settembre 1870) unb bte fjleicfifanö in 2f'orLIlä iit ber Tipografia ('ooporutiva 1906 gebmcfte, xm bortigcn SScrlogc ber Casa Editrice Nerbini crfdjicnene 9!5rofct)üre: «Lo opere di Misericordia corporali. Illustrazioni original! di Libero Andreotti». Kr. 10 «Telocvièn^ Ruch> pro SKonot Dftober 1907. sJ?r. 42 «®eutfrf)e Sollzwe^r» bom 19. DItober 1907. 32r. 3 «VzdèlAni Lidu» bom 15. Dftober 1907. 92r. 17 «Snahy Slovacka» bom 19. Dftober 1907. MchtamMcher Heil. Der Reichsrat. Tic andauernde Verhinderung des Abgeordnetenhauses, zur ersten Lesung der Ausgleichsvorlagen überzugehen, wird vou sämtlichen Vlättcru au5nahmvlos verurteilt. Laibacher Zeitung Nr. 247. 2288 26. Oktober 1907. Das „Vaterland" drückt seine Freude, über die beginnende Genesnng Seiner Majestät des Baisers ans nnd ineint, es könnte dein Monarchen kein willkommeneres 'Angebinde zu seiner Wiederherstellung überreicht werden, als wenn sich die Parteieil dazu entschlössen, das Staatswohl allen persönlichen nnd kleineren Interessen überzuordnen. Dann lamen die Völker der Monarchie dein Monarchen noch naher, weil sie dann ebenso wie er ihre eigenen Wünsche hinter die Sorge nm das gemein-same Wohl znrückstellten. Internationale Verbülgung der Integrität Norwegens. Der „Petit Parisien" hat die Anfmerksamkeit weiterer kreise ans die Verhandlungen gelenkt, die Mischen Norwegen nnd den Mächten über eine „Neutralisierung des norwegischen Gebietes", wie das Pariser Blatt sich ansdrückt, schweben. In Wahrheit handelt es sich dabei, wie an5 Perlin berichtet wird, um etwas anderes, nämlich nm eine Verbürgung für die Integrität des norwegischen Gebietes. Die größere Zahl der Mächte ist den nor wegischen Wünschen bereitwillig entgegengekommen. Auch von dentscher Seite sind irgendwelche Einwen düngen in wesentlichen Pnnkten nicht erhoben wor den, znmal es sich ja bekanntlich nm Fortsetzung eines seit langen Jahren bestehenden Verhältnisses handelt, das lediglich wegen der Trennung der beiden skandinavischen Nachbarreiche auf einer neuen Grundlage aufgebaut werden mnß. Wenn nnn wirklich Schwierigkeiten in der Frage aufge taucht sind, so wird man sie schwerlich in den Ver handlnngen Mischen Norwegen nnd anßerskandina vischen Mächten zn suchen haben, sondern e5 dürfteil wahrscheinlich Verschiedenheiten der Auffassuu-gen Mischen Norwegen und Schweden vorliegen, die im Allgenblicke einem endgültigen Abschlüsse der Verhandlungen entgegenstehen. Es scheint nnr von der Aliseinandersetznng Mischen den beiden nächstbeteiligten Mächten abznhängen, wann die sich jetzt fühlbar machenden Hemmnisse beseitigt erscheinen nnd der Weg zn endgültigen internationalen Ver einbarungen beschritten werden kann. Politische Uebersicht. Laib ach, 25. Oktober. Man schreibt ans Cetinje: Die Mischen dem italienischen Konsortium, welches den Ausbau des H a f e n s i n A ntivari nnd den Van der Eisenbahn Antivari-Dirbazar übernommen hat, und dem Unternehmer der Hafenarbeiten, M. Segvi«', entstandenen Lohndifferenzen dürften voraussichtlich abermals zn einer längeren Arbeitseiiistellnug führen. Der Streitgegenstand belänft sich ans mehrere hnndel-ttausend Kronen nnd ist dadurch ent- standen, daß sich das italienische Konsortinm weigerte, einen durch einen Scestnrm verursachten Schaden an den Hafenarbeiten auf sich zu nehmen, während der Unternehmer behauptete, sich bei der Aufführung der Arbeit ill allein nnd jedem an die gehabten Weisungen gehalten zu haben. Schwierig war schoil die Frage der gerichtlicheil Kompetenz. Während die (Gesellschaft das italienische Forum für sich in Ansprnch nahm, behauptete der klagende Unternehmer, daß das Formn loci in Anwendung zn kommen habe. Unter dem Drncke der fürstlich montenegrinischen Negiernng mnßte endlich das Konsortium nachgeben und sich den montenegrinischen Gerichten unterziehen. Die erste Tagsatzung soll demnächst stattfinden nnd sie dürfte schon entscheidend sein für das Schicksal der Hafenarbeiteli. Am 22. d. M. begann, wie man ans Lon -d o n berichtet, der zweite Teil der großen Flöt-t e n ü b n ll g e n in der Nordsee. Sämtliche Stationen der Küstenwache an der Ostküsle sind speziell gewarnt worden, daß Torpedoboote, ohne Lichter zu Zeigen, in Flnßmündnngen oder Bays einlaufen nnd verslichen kömnen Signal oder Telegraphen-Stationen zn besehen, nm falsche Nachrichten zn ver-senden. Der Gruildgedanke der Übuiigeii ist augeu-scheinlich, daß eine feindliche Streitt'raft die Küste bedroht. Der während der ersten Übungsperiode durch die Nordseedivision der Heimatsflotte markierte Feiiid scheint jetzt durch die Schlachtschiffe der Atlantic-Flotte verstärkt worden zn sein, denn die Flotte unter Lord Eharles Beresforo, die in Qneensferry Kohlen nahm. besteht aus 13 Schlachtschiffen, li> Panzerkreuzern, -"> Krenzern zweiter Klasse, zwei Sconto, 28 Zerstörern, einem Aviso nnd einer Neparatnrschiff, das ist also die Kanalflotte, verstärkt durch ein lind einige Kreuzer zweiter Klasse. Die Gegner nahmen ihre Kohle vor Eromarty. Die L a g e in K l e i il a s i e,l erfährt in den diplomatischen Kreisen Konstantinopels auf Gruud der aiis diesem (Gebietsteile des ottomanischen bleiches einlaufenden Konsularberichte eilie all-dauerilde pessimistische Beurteilung. Es liegen bisher keine Vestätiguugeu dafür vor, daß die angekündigten (Geldsendungen, dnrch welche der Landbevölkerung die Alissaat erleichtert werden sollte, tatsächlich erfolgt seien. Dagegen fehlt es nicht, ail Klagen über hartes Vorgehen der Snccnrsaleu der Banque agricole, durch welches die schwierige Lage der Landbevölkerung noch gesteigert werde. Man hört überall die Meinung äußern, daß die Pforte auf die Zustände in Kleinasien ihr ernstes Augenmerk richten nnd auf eine Mildernng der dort Herr schenden Notlage, welche den Umtrieben der poli-tischeil Agitatoren, sehr förderlich sei, energisch bedacht sein sollte, widrigenfalls sie im Winter durch unerwünschte Vorkommnisse überrascht werden könnte. Aus Teherau wird gemeldet: Durch die von: Schah am 8. Oktober dieses Jahres erlassene Ergänzung der P ersi s ch enVerfas s n n g wnrde den (Geistlichen die (Gerichtsbarkeit nicht entzogen, dagegen eine Zentralisierung der richterlichen (Gewalt eingeführt, derart, daß nur deu den weltlichen (berichten beigegeben geistlichen Nichtern die (Gerichtsbarkeit in geistlichen liud weltlichen Dingen zugestanden werde. Zngleich werden dnrch diese Ergänzung die Nechte der Minister, der Kammern nnd des Schah festgelegt. Tagesneuigleiten. — (Der vielbeschäftigte L i l i e n c r o n.) Detlev von Liliencron behauptet, einer der beschäftigtesten Menschen der Gegenwart zu sein. Zur prompten Beantwortung der Anfragen, mit denen er täglich in grof;er Zahl überhäuft wird. hat er jetzt, wie das „Altonaer Tageblatt" mitteilt, eine Postkarte herstellen lassen, die folgenden originellen Inhalt hat: „Euer Wohlgeboren zur Nachricht, daß ich wegen ewigen Besuchs, ewiger Einladungen, ewiger Störung, wegen schwerster Ucberlastung mi! Korrespondenz, Manuskript- und Viichersendungen, wegen Anfragen, Rundfragen, Wohltätigleitsanliegcn, wegen Bestürmung mit Auf-rnfen, Depeschen. Zahlreich?» Bitten und Gesuchen jeder Art, zum Beispiel um Prologe. Epiloge. Hochzeitskarmina, Grabsprüche. Festgedichte, Stamnibuchoerse. Autographen usw. usw,, völlig außerstande bin, auf jede Einsendung, Zuschrift und dergleichen zu antworten. Erlauben Sie mir gütigst, Ihnen in dieser Form meinen tief empfundenen Dank auszusprechen. Detlev Baron Liliencron." — (Die Frau als Jockey,) Aus Paris wird berichtet: Eine neue Etappe auf dem EroberungZzuge der Frau in das Gebiet der einst nur männlichen Berufe ist zu verzeichnen: in Paris ist eine junge Amerikanerin eingetroffen, deren Ehrgeiz es ist. als Jockey auf dem grünen Nasen den Männern den Lorbeer streitig zu machen. In Gesellschaft der Gräfin Holina ist sie nach Europa gereist und während sie in Chantilly der nachgesuchten Lizenz als Jockey harrt, trainiert sie häufig und träumt von künftigen Nennsiegcn. In Amerika hat die kühne Reiterin, die nach Herrenart im Sattel siht. schon mehr als einen Erfolg davongetragen- 28 Preise und 14 silberne Pokale zeugen davon, daß auch auf der Rennbahn das schöne Geschlecht dein stärkeren ein gefährlicher Rival zu werden droht. — (Eine boshafte Rundfrage,) Der „Cn dc Paris" veranstaltet eine öffentliche Umfrage, welche drei von den 40 unsterblichen Mitgliedern der „Academic franchise" die obskursten seien. Die drei Herren, auf welche sich die meisten Stimmen vereinigen, werden am 1. November bekannt gegeben werden. Die Zeitung versichert, daß es ihr um nichts anderes zu tun sei, als die verborgenen wissenschaftlichen Verdienste diefer drei Herren ans Licht zu ziehen, — (Die amerikanischen Geschäfts-damcn) drohen zu streiken, weil sie sich in ihren heiligsten Rechten gekränkt fühlen. Die Chefs der bedeutendsten Tctailgeschäfte Newyorls. die fast ausschließlich weib- Drcizehn Trümpfe. Erzählung von Carl Muusmann. Berechtigte Übersetzung aus dem Dänischen von Bernhard Mann. (2. Fortsetzung.) (Nachdruck verbot».) So standen die Sachen, als der alte Werner starb, und jetzt hatte der Notar, der den Nachlas; zn regulieren hatte, die Erben nach Frydenlund geladen, Frau Werner hatte dies niit einigem Er-staunen erfahren. Sie meinte nämlich, das', ihr Sohn ohne Frage der Universalerbe sei. Das; der Verstorbene einzelne kleinere Legate cm den einen oder anderen aussetzen würde, war ja selbstredend. Wozn nnr diese vielen Umstände bei der Testaments-eröffn ung? Holger Werner schien das Ganze vollständig gleichgültig zn sein. Er saß apathisch an dem massiven Bibliothekstisch nnd ranchte Zigaretten, während seine Mlitter von der anderen Seite desselben allen seinen Bewegungen mit einem liebevollen, bekümmerten Blicke folgte. Am Ende des Tisches hatte ein großer, dnnk-ler Mann mit Vollbart Platz genommen. Er bildete einen entschiedenen (Gegensatz zu. dem garten, weibischeil Holger Werner. Sein Antlitz strotzte von Gesuudheit und Wohlhäbigkeit. die Tchulteru waren breit, die Hände groß und von der Arbeit gehärtet. Es war der Gutsbesitzer Graae auf Melkhof/ Seine Züge deuteten nicht, gerade anf hochentwickelte Intelligenz hin. Er machte aber den Eindruck eines praktischen Menschen, der seinen Vorteil, wo er ihn findet, ohne Skrupel wahi> nimmt. Er blinzelte etwas mit dem Auge. was ^mcm itnrrcn ^csichtscmtzdruck emeu Anstrich voll IovmUtat und Hunwr a^n sonnte. Außer diesen dreien saß im Bibliotheksfaal auf Frydenlnnd der Notar nnd Nechtsanwalt des alten Werner, ein älterer Mann, der es nicht zn bemerken schien, daß jede seiner Vewegnngen mit der größten Ungednld verfolgt wnrdc. Endlich hatte er seine Papiere in Ordnnng gebracht nnd das große, versiegelte Kuvert geöffnel, in dem das Testament lag. Er fing an zn lesen: „Ich, Georg Ednard David Werner, tne hiermit als meinen letzten Willen kund, daß alles, was ich besitze nnd noch bei Lebzeiten erwerben follte, namentlich das Gut Fnidenlnnd mit seinem gesamten toten nnd lebenden Inventar und allem übrigen Zubehör, meinem Neffen Holger Otto Werner als meinem einzigen Universalerben znfallen soll. Diesen meinen letzten Willen habe ich mit gründlicher, reiflicher Überlegung hiermit in Gegenwart zweier Zeugen niedergelegt. Frydeulund. den M. Mai 1884. Georg Werner. Als Zeligen: Fritz Hall,, Nechtsanwalt und Notar. Otto Lund, Gntöverwalter." Da giilg ein helles Lächeln über Frau Werners Antlitz. Sie blickte zn ihrem Sohn hinüber, den die ganze Sache kalt zn lasseil schien, während er rnhig die Zigarette »veiter ranchte. Der Gutsbesitzer Harald Graae bemühte sich, gleichgültig auszusehen, es glückte ihm aber uicht gauz. Der Nechtsanwalt hatte eine Panse gemacht, während er die Brille znr Seite legte nnd in einem großen, karierteil Taschentnch die Nase Pntzte. Tar-anf setzte er die Brille wieder auf und sagte in seinem trockenen, geschäftlichen Toil: „Unter das Testament befindet sich eine Nachschrift." Frau Werner lind Gntsbesitzcr Harald Graae richteten sich wieder in ihrem Stuhl auf, währeud der Nechtsanwalt fortfuhr: „Am 7. Ilili 1888 habe ich eine Verändening in obenstehendem Testament gemacht, da die Verhältnisse lind Voraiissetznngen, unter denen es errichtet ist, sich wesentlich geändert habeil. Der Gesundheitsznstand meines Neffen Holger Werner Hai in der verflossenen Zeit einen so merkwürdigen Wechsel erfahren, daß es mir im höchsteil Grade gewagt erscheint, ihm einen Besitz zn übertragen, den zu verwalten er kanm imstande sein wird, so lange er sich in seinem jetzigen Zustande der geistigen nnd körperliche,l Erschlaffung befindet, von der ihn zweifellos nnr eine Ehe heilen kann. Ich bestimme deshalb als meinen letzten Willen, daß obiges unter dem 111. Mai 1884 errichtete Testament nnr nnter der Bedingung in Kraft bleibt, daß mein Nesfe Holger Werner im Laufe eines Jahres, von dem Tage meines Todes zwölf Uhr mittags an gerechnet, eine Ehe eingeht. Falls dieses nicht geschehen sollte, wird der Gntsbesitzer Harald Ollif Graae anf Melkhof als Universalerbe eingesetzt, wogegen er meinem genannten Neffen Holger Werner:M)l) Kronen jährlich, so lange dieser lebt, und dessen Mlitter Frau Elise Weruer geb. Brown ^liW Kroilen jährlich zu zahlen nnd ihr mietfreien Alifenthalt anf dem sogenannten Nitwensitz von Frydenlnnd, so lange sie lebt, einznränmen hat. Diesen meinen letzlen Willen habe ich nach gründlicher Erwägnng nnd klarer Überlegung hie-nüt in Gegenwart zweier Zeugen festgelegt. Frydenlnnd, den 7. Inli 1888. ' Georg Werner. Als Zengen: Fritz Hall, Nechtsanwalt und Notar. Fr. Iacobsen, Gutsverwalter." Lmbacher Zeitung Nr. 247. 2289 26. Oktober 1907. liches Personal beschäftigen, sollen beschlossen haben, ihren Angestellten die neuerdings in Amerika in Mode gekommenen Frisuren ü la Pompadour zu untersagen. Die Chefs begründen dies Verbot damit, daß die eitlen jungen Damen immer, wenn sie gebraucht werden, vor den Spiegeln stehen, wodurch natürlich das Geschäft und die Vedienung der Kundschaft Not leiden muß. Selbstverständlich erheben die Ladies energisch Einspruch gegen diese drakonische Verfügung und behaupten, ein Recht zu haben, sich zu frisieren, wie sie wollen. Im vergangenen Jahre tobte ebenfalls ein heftiger Streit zwischen Chefs und Angestellten, als die ersteren die durchsichtigen Blusen als unanständig verwarfen. Damals gaben die Damen schließlich nach, diesmal sollen sie entschlossen sein, nicht zu wanken und zu weichen. Wenn die Chefs die modernen Frisuren mit dem beliebten Vlumcn-und Federnschmuck wirklich untersagen, wollen die Verkäuferinnen aus Opposition unfrisiert ins Geschäft kommen. — (Ein unangenehmes Abenteuer mit einem Neger) hatte ein Passagier des Eilzuges zwischen Liverpool und Manchester zu bestehen. Als der Zug mit einer Geschwindigkeit von achtzig Kilometern in der Stunde durch Newton Willows raste, öffnete ein junger, schwarzer Passagier plötzlich die Tür seines Abteils und ging eine Strecke auf dem Trittbrett entlang. Nachdem er glücklich zurückgelangt war, versuchte er, einen in demselben Abteil sitzenden Passagier namens Cost erst gütlich, dann gewaltsam zu demselben Wagnis zu bewegen. Dem Passagier gelang es. als der Neger ihn zur Tür hinausstoßen wollte, die Notleine zu ziehen, worauf der Zug anhielt. Dcr Schaffner, welcher Cost vom Kampfe total erschöpft fand, überwältigte den N^ger und schloß ihn in ein leeres Abteil ein. Der Schwarze zog jedoch die automatische Bremse und verhinderte die Abfahrt des Zuges. Schließlich mußte der Schaffner mit drei kräftigen Passagieren den Rasenden am Boden festhalten, wobei es ihm doch noch einmal gelang, den Zug wieder zum Stehen zu bringen. Auf dcr nächsten Station Eccles wurde der schwarze Wüterich schließlich in Gewahrsam gebracht. — (Geschäft ist Geschäft) Jeden Morgen trifft von der französischen Grenze her ein alter Mann mit dem Zuge in Brüssel ein und wechselt französische Banknoten in Fünffranlen-Stücke ein. Hat er die Wechslung vorgenommen, so „reist" er wieder zurück, um am nächsten Morgen wieder zu erscheinen, Sein Verdienst besteht darin, daß sich beim Wechseln von 1000 Franken immer ein Verdienst oon zirka 8 Franken für ihn infolge der Kursdifferenz herausstellt, und das ist sein Geschäft. Zwar beschwerlich, aber sicher. Lotal- und Provinzial-Nachrichten. Einc Bergfahrt in den Steiner Alpen. Von A. E. (Fortsetzung,) Wie sollen wir es begrüßen? Jauchzen wir hinaus ins weite Land und hinauf zu den luftigen Höhen. Möge auch welch zufälliger Augenzeuge verwundert den Kopf schütteln über die verrückten Gesellen — es ist uns gleichgültig. Wie lange währt's denn? Nach einem kleinen Imbiß in der Zoishütte steigen wir ins Feistritztal ab. Ein Farbensprühen flimmert und gleißt aus tiefschwarzem Grunde — glühende Farben, so lebensvoll und prächtig, daß sie fast das Auge blenden; aus dunklem Tannenwald leuchtet das letzte farbenprangcnde Fest des Laubwaldes — weit hinaus. Dann wieder einsame Größe! Tannenwald, nichts als Tannenwald, Millionen von Stämmen im tiefen Feistritz-tale. Blauende Berge verschwimmen weich am plastenden Himmel. Ein eigener Künstler hat seinen Einzug gehalten, dcr Künstler der Gegensätze. Bild an Bild — hier so müde und weich, so farbenlos und lebensmatt — dort wieder fo kraftstrotzend und hart, so farbenglänzend lind prächtig. Gegensatz an Gegensah — und doch das Ganze so harmonisch, so genial hingeworfen. Ja der Künstler Herbst! Er ist ein Künstler der Stimmungen, die so seltsam bekannt und so seltsam mächtig an unserem gefühlsverschlossenen Herzen rühren. Erinnerungen an vergangene hübsche Stunden schwirren durch die laue Herbstluft. Menschen beleben den Ort, Menschen, an die man nicht mehr gedacht . . . Bald stehen wir an der Grenze der Vaumregion, die sich wie ein Gürtel um das Gebirge schlingt und die Reize der Almwelt mit der des Waldes vereinigt. Es ist ein Buchenwald mit merkwürdig schlanken, hohen Stämmen. Das Abwärtssteigen gehört wohl zu den geringsten Vcrgniigcn einer Bergpartie, und froh atmen wir auf, als wir vor der rauchgeschwärzten Holzerhütte im Tale stehen. Kuhglockengcbimmel und Hirtenstimmen verraten die "ahe 2ll,„. Am Felsen „?.agana Pc5" vorüber gelangt man auf schönem Wege zum Gehöfte des Ur^u-bauers. Die Bezeichnung „Nagana Pec'", die für diese Mnlde gebraucht wird. dürfte sich auf den Felsblock beziehen, der " der Größe eines kleinen Nauernhauses durch die Mitte eben gespalten ist. als wäre er mit einer gewaltigen Säge durchgeschnitten, was ja auch der Name „Durchsägter Fels" ausspricht. Dort guckt bereits zwischen kolossalen Felsstücken, die einst von Winters rauher Hand hcrabgcschleudert wurden, das Häuschen des Ur^wbauern hervor. Dabei haben wir auch das herrliche Feistritztal betreten. Wie Frühlingsgeruch zieht es hier aus feuchtem Moose, dort liegt der Boden im herbstlichen Brande; die Natur führt uns zurück aus der Weite zu seligem Genügen. Ist es nicht als ob die Berge leine Sehnsucht wecken, die sie nicht auch zu stillen vermögen? Wer hier einmal geweilt, dem bleiben die Stunden sicher unvergeßlich. Wie ein schöner Tranin zieht das alles vorüber . . ., Menschen, mit denen man hier geweilt im stillen Tale — weit weg vom Strudel des hastenden Alltagslebens — Menschen, die einem lieb gewesen, mit denen man das empfunden, was im schönheitstrunlenen Herzen die hehre und stille Erhabenheit der Natur auszulösen vermag. Ein Sommerabend im Feistritztale — wer kann ihn vergessen? Nur das Rauschen des Baches, der als wilder Junge dem Schoße der Mutter Erbe entspringt; aus dem Walde da schleichen Gestalten, weiß, bald groß, bald winzig klein — still schweben sie daher; sind es wirklich nur N>ebelschwaden oder sind es Elfen, die im nächtlichen Reigen cinherwirbcln — so lautlos, geisterhaft? Dann wieder ungewisse Stimmen aus dem Walde. Ist es der Waldgcist? Sind es Gnomen, die im stillen Tann ihre Spiele treiben? Und um uns ein Feuerregen von Glühwürmchen — Hymen der Liebe . . . Man wird wieder Kind — ein großes Märchenbuch liegt weit aufgeschlagen vor uns. (Fortsetzung folgt.) — (Erweiterung der Laibacher Wasserleitung.) Wie bereits bekannt, hat sich die Stadtgemeinde Laibach zu einer Erweiterung der städtischen Wasserleitung behnfs ausgiebigerer Versorgung der Stadt mit Trinlwasser entschlossen. Das im Jahre 1890 in Betrieb gesetzte Wasserwerk war seinerzeit für eine Vevöllerungs-ziffer von 30.000 Einwohnern berechnet und es war ein mittlerer Wasserverbrauch von 100 Liiern und ein maximaler Wasserverbrauch von 150 Litern per Kopf und Tag angenommen worden. Unterdessen ist die Bevölkerungsziffc? um 80 Prozent gestiegen und hat dcr maximale Wasserverbrauch schon im Jahre 1904 in den Tagen des größten Konsunis annähernd 130 bis 140 Liter pro Kopf betragen. Der mittlere Tagesverbrauch im Jahresdurchschnitte betrug nach den Betriebsausweisen in den Jahren 1902 bis 1904 3484 bis 3850 Kubikmeter, hat also die der Berechnung des Werkes zugrunde gelegte mittlere Leistung erheblich überschritten und mit der maximalen Tagesförderung von 4884 Kubikmetern in den Sommermonaten das Wasserwerk an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit angespannt. Damit hat sich die Erweiterung des Wasserwerkes, bezw. die Vergrößerung seiner Leistungsfähigkeit als dringende Notwendigkeit für die Stadt Laibach ergeben. AufGrund dcr im Monate Mai l. I. durchgeführten tommissioncllen Verhandlung hat die k. l. Landesregierung mit Erkenntnis vom 5,. September 1907, Z, 1l>,254, dem Ansuchen, betreffend die Erweiterung der Wasserleitung, Folge gegeben. Mit den Bauarbeiter», deren Küsten auf rund 200,000 X präli-miniert sind, soll im kommenden Frühjahre begonnen werden. Nach dem vom Ingenieur Smreler in Mannheim, dem Erbauer deZ Laibacher Wasserwerkes, verfaßten Projette umfaßt die Erweiterung vorläufig lediglich die Legung eines zweiten Hauptstranges von Zuleitungsröhren längs des bestehenden Stranges. Der neue Zuleitungsstrang soll mit 400 Millimeter Durchmesser von der Pumpstation in Kle6c ausgehend längs der Wasserleitungs nnd dcr Wiener Straße bis zum Hauptpostgebäube, von dort längs dcr Schcllenburggasse, des Gradier, dcr Erjavec- und dcr Rosen-bachstraße bis zum Wasserleitungsreservoir im Tivoliparte geführt werden. Die Baukosten sollen aus dem Reservefond des Wasserwerkes bestrittcn werden, ^- (Veränderungen im F i n a n z d i e n st e.) Der Gymnasialschüler Raimund Kamenget wurde zum Steuerpraltilanten unter Zuweisung zum Steueramte in Laibach Umgebung bestellt. Steueroffizial Franz Kobau wurde von Radmannsdorf nach Bischoflack versetzt. Wetters wurden versetzt die Steuerpraltitanten Rudolf P e h a 5-e l von Nadmannsdorf zum Steueramte in Adelsberg, Anton Prudi," von Zirlnitz zum Steuerrefcrate der Bezirks-Hauptmannschaft in Radmannsdorf und Franz Sch weiss c r von Rudolfswert zum Strneramtc in Zirlnitz, In den dauernden Ruhestand wurden versetzt der Gvidenz-Haltungs-Obergeumeter erster Klasse Franz PerN in Laibach und der Steuervcrwalter Johann Knez in Nassen-fuß. - (Bau einer Lokalbahn Stein-Heilen-st c i n,) Wie man uns mitteilt, findet am 18. November und nach Bedarf auch den folgenden Tag um 9 Uhr vormittags mit dem Zusammentritte der Kommission in den Amtslolalitäten der k. l. Bezirlshauptmannschaft in Stein die Trassenrcvision in Verbindung mit der Stationslom-missiun bezüglich des in Krain gelegenen Teiles des Eisen-bahnprojeltes für die Herstellung einer normalspurigen Lokalbahn Stein-Heilcnsiein statt. Für den ersten Tag ist eine Besichtigung der Trasse in Aussicht genommen, bei welcher Gelegenheit die Dctailfragen bezüglich der Trassenführung (Varianten) und der Stationen, soweit als möglich, an Ort und Stelle werden in Erörterung gezogen werden. An die Amtshandlungen in Krain werden sich die gleichartigen Amtshandlungen des in Steiermark gelegenen Teiles der projektierten Bahnlinie anschließen. Die Projekts-behclfe sind bei der l. k. Bezirkshanptmannschaft in Stein zu jedermanns Einsicht aufgelegt. —r. " (K. k. Fachschule für Tischlerei in Gottschee.) Seine Exzellenz der Herr Minister für Kultus und Unierricht hat den provisorischen Fachlehrer an der Elisabeth-Knabenbürgcrschule in Graz Herrn Friedrich Stöger mit der Nechtswirtsamleit vom 1. November 1907 zum Fachlehrer der 10. Nangsllasse an der l, l. Fachschule für Tischlerei in Gottschee ernannt. —i-. * (Besetzung von V e z i r l Z t i e r a r z t e n Z -stellen in D a l m a i i e n.) Bei den k. l. politischen Behörden Dalmatiens gelangen zwei landesfürstliche V<-zirlsticrarztensstellen mit den Bezügen der 10. Nangsklasse, eventuell zwei Veterinärassistentenstellen mit je einem Ab-jutum jährlicher 1200 X, zur Besetzung. Die mit den erforderlichen Dokumenten belegten Gesuche sind bis spätestens 18. November im Wege der vorgesetzten Behörde bcim k, k. dalmatinischen Statthaltereipräsidium in Zara einzubringen. —i'. " (Mitteilungen aus der Praxis.) Die Zurückweisung einer Beschwerde mangels dcr Legitimation zur Vefchwcrdeführung ist leine Beschränkung des Rechtes der freien Meinungsäußerung. — Dicnstgeber im Sinne des 8 176 I b St. G. kann auch eine juristische Person sein. Ein bei der Verwaltung einer Eisenbahn angestellter Nachtwächter gehört zu deren „Dienstleuten". —,-. — (V ei ein Z we sen.) Das k. k. Landespräsidium für Krain hat die Bildung des Vereines „I'oxi'edno pcxl-pm-no clru-itvo o. kr. po^rnil, in I)!-5NMvni1i u^nx-lx'noov v I.MdI.i'snn" mit dem Sitze in Laibach, nach Inhalt der borgelegten Statuten, im Sinne des Vereins-geseßes zur Kenntnis genommen. —. " (Zwei ungeschickte C h i l f e n c r,) Die Gilde dicfcr zuerst in Wien aufgetauchten Verbrecherspezialitäten verbreitete sich mit unglaublicher Schnelligkeit auch in den Provinzstädten. Wir haben bereits im laufenden Jahre mehreremale berichtet, daß viele dieser Schwindler von der Polizei angehalten wurden. Vorgestern abends tauchten wieder zwei solche Gauner auf, von denen es bann einem gelang, sich durch die Flucht der Strafe zu entziehen. Dieses Paar kam ins Gasthaus Bevc an der Wiener Straße; jeder setzte sich an einen anderen Tisch. Als sie die Zeche bezahlten, warf der jüngere einen Fünflroncntalcr auf den Tisch und wollte, nachdem ihm die Kellnerin das Kleingeld aufgezählt hatte, auch den Taler einstecken, benahm sich aber dabei so ungeschickt, daß der Kellnerin seine Absicht sofort klar wurde. Auch der ältere Schwindler manipulierte mit seiner Krone so ungeschickt, daß er sich sofort als Komplice des anderen entpuppte. Von der Kellnerin zur Rede gestellt, verließen die Gauner, ohne das Vier ausgetrunlen zu haben, das Gasthaus und begaben sich ins Nachbarwirtshaus „Zum Sechser". Hier versuchte dcr jüngere sein Glück mit einer Zehntronen-Note, aber wieder ohne Erfolg. Während ein herbeigerufener Sicherheitswachmann den älteren Chilfener verhaftete, suchte dcr jüngere das Weite. Der Verhaftete nannte sich Engelbert Kapfcr, er soll 23 Jahre alt und vom Berufe Maschinenwärter aus Hl, Dreifaltigkeit in den Windischen Büheln sei», während dcr durchgegangene Gauner angeblich Zehenhofer heißt und aus Graz stammt. Kapfer wurde dem Bezirksgerichte eingeliefert. Laibacher Zeitung Nr. 247. 2290 26. Oktober 1907. — (Militärisches.) Seine Majestät hat ernannt: Den Oberstleutnant Franz Ruprecht des Divisions-artillerieregiments Nr. 22 zum Commandanten dieses Regiments; den Obersten Eduard Edlen von Kreysa. überkomplett im Lanbwehrinfanterieregiment Wien Nr. 1, Kommandanten der Landwchrkadettenschule. zum Kommandanten des Landwehrinfanterieregimcnts Laibach Nr. 27 und ihm bei diesem Anlasse in Anerkennung vorzüglicher Dienstleistung den Orden der Eisernen Krone dritter Klasse mit Nachsicht der Taxe verliehen; angeordnet die Einteilung des Oberstleutnants Wilhelm von Lauingen, Generalstabschefs der 28, Infanterietruppendivision zur Truppcndienst-leistung, bei Belastung im Generalstabsloifts, beim Infan-terieregiment Nr. 19 in Raab. — Vom Reichskriegsministerium wurden mittels Dekrets belobt in Anerkennung erfolgreicher Leistungen als Lehrer an Militär-Erziehungsund Vilduiigsanstalten: die Oberleutnante Alexander von Gndte des IR 7 und Alexander Schlesinger des FIN 28. — Transferiert werden mit 1, November: die Hauptleute erster Klasse: Vinzenz Drasscr vom IR 50 zum IR 7, August Graeser vom FIV 29 zum FIV 23; der Rittmeister erster Klaffe Friedrich Schreiber des Armeestandes, Magazinsoffizier beim Ulanenregiment Nr. 3 zum Platzlommando in Laibach bei Einreihung in die 3. Gruppe: die Oberleutnante: Hermann Wendling vom IN 8 zum IN 7. Franz Schlömicher vom IN 10 zum IN 7. Ottokar Ritter Pelzet von Staffalo vom IR 22 (Nordgruppe) zum IR 47. Alexander Vara-tZits vom IN 7li zum IR 47, Friedrich Lorber vom FIN 23 zum FIV 20. Josef Tru35ec vom FIV 29 zum FIV 19; die Leutnante: Leo Nosner vom IR 48 zum IR 7. Johann Petritsch, Richard Stenta. beide des IR 79 zum IR 97; die Hauptleute erster Klasse: Johann Wo trüber vom LIR Laibach N»r. 27 zum LIR Prag Nr. 8. Johann Fink vom LIR c?aslau Nr. 12 zum LIR Laibach Nr. 27; die Hauptleute zweiter Klasse: Josef Troyer vom LIR Nr. 27 zum LIN Klagenfurt Nr. 4, Emil Palese Edler von Grettaberg vom LIR Stanislau Nr. 20 zum LIR Laibach Nr. 27; die Oberleutnante Anton Edler von Rosas vom LIR Klagenfurt Nr. 4 zum LIR Iwin N>r. 11, Karl Petsche vom LIN Laibach Nr, 27 zum LIR Lemberg Nr. 1U. Johann von Pellegrini vom LIR Klagenfurt Nr. 4 z?nn LIR Gravosa Nr. 37; die Leutnante: Josef Ottoman s l y vom LIR Klagenfurt Nr. 4 zum LIR l^aslau Nr. 12; Rudolf Ullrich vom LIN Przemysl Nr. 18 zum LIN Klagenfurt N>r. 4, Ferdinand Plaskan vom LIR Klagenfurt Nr. 4 zum LIR Czernowitz Nr. 22, der Kadett im nichtaltivcn Stande Rupert Vrunncr vom LIN Pola Nr. 5 zum LIN Klagenfurt Nr. 4. Mit Wartegebühr wird beurlaubt der Oberleutnant Thcophil H a l I a v a n h a von Nadoi 5 i 6 des DragoncrrcgimcntZ Nr. 5 (auf ein Jahr, Urlaubsort Stuttgart). * (Erledigt) ist eine Konsulentenstellc für das Sanitätswesen in der 8. Nangsllasse im l. l. Acterbau-ministerium bis 31. d. M. ^r. — ( 8 imon Oi-L^oiöiöova i'avnlv ku.i'ixni«tt in öitainioa v 1^'u i>IH n n i.) Die öffentliche Lesehalle wurde im Laufe der vergangenen Woche, d. i. vom 19. b. 25. Oktober, von 557 Lesern besucht. Die durchschnittliche Frequenz betrug also 80 Personen pro Tag. — (E v a n g e l i sch c K i rch e n ge m e i n de) Veim Gottesdienste zur Erinnerung an die Reformation morgen, vorm. 9^2 Uhr singt der Kirchenchor die Motette: „Er kommt, er kommt" von Johann Adam Hiller. — In Anschluß an den Gottesdienst findet eine Gemeindeversammlung statt, um über den Anlauf eines Grundstückes sowie über Vollmacht für das Presbyterium zum Verkaufe eines anderen Beschluß zu fassen. — (P r ie st e r j u b i l ä u m.) Man schreibt uns aus Wippach unter dem 24. d. M.: Heute beging Herr Matthias Erjavec sein 25jähriges Jubiläum als Pfarrdechant in Wippach. Aus diesem Anlasse waren am Vorabende fast alle Häuser des Marktes beleuchtet; heute tragen sie Flaggen-schmuck. Die Jugend und die Kirchensängcr veranstalteten dem Herrn Pfarrdechant eine Serenade. Wie bekannt, war Herr Pfarrbcchant Erjadec vor kurzem zum Ehrendomherrn des Laibacher Domkapitels ernannt worden. Um die heutige Feier zu vergrößern, trafen sämtliche geistliche Herren des Dekanates sowie viele andere, die seinerzeit beim Herrn Kanonikus als Kapläne gedient hatten, in Wippach ein und überreichten ihm zur dankbaren Erinnerung eine prächtige goldene Halskette mit dem Kreuze, weiters einen Ring und Insignien. —». — (Todesfall.) Der frühere langjährige Direktor der Papierfabrik in Zwischenwässern. Herr Gustav Dietrich, eine in den deutschen Gesellschaftskreisen unserer Stadt bestbelannte Persönlichkeit, ist vor einigen Tagen in seiner Heimat Siebenbürgen im Alter von W Jahren gestorben. — (Todesfall.) In Povlje bei Trstenil verschied ,m 73. Lebensjahre Frau Ursula Perne, Mutter des Herrn Dr. Franz Perne. k. t. Professors am Kaiser Franz Josef-Gymnasium in Krcnnburg. Das Leichenbegängnis fand am 24. d, M. statt. —x. — (Der Männer- und Frauengesang-chor des (!italnicavereines in Krain-b u r g) veranstaltet heute abend eine Unterhaltung, auf deren Programm Männerch'öre und gemischte Chöre sowie eine freie Unterhaltung stehen. —^. — (Der Oi ta I ni cav erei n in Bischoflack) veranstaltet am 27. d. M, in seinen Lokalitäten zugunsten des Cyrill- und Methodvereines ein Konzert, das sich aus folgenden Gesangs- und Musilnummern zusammensetzt: 1.) Dr. G. Ipavic: ,.N»3« j?«ro", gemischter Chor. 2.) Vcrdi-D. Alard: „II Trovatore". Geige mit Klavierbegleitung. 3.) H. Volari<": „fticv^i^kini rninäonknin", Frauenduett mit Klavierbegleitung. 4.) Dr. V. Ipavic: ,,(?« i,a poli'nne r«8u i»n<1o", Sologesang mit Klavierbegleitung. 5.) A. Dvorak: „Nlnvannki plozi", vier-händiges Klabierspiel. 6.:,) Ch. de V5riot: „Nal^ni p,-i. 5) F. Drdla: „k>i,ninin na ^i-lln«Lta A'avnln", Violine mit Klavierbegleitung. 7.) Oskar Dev: a) „I^n-Iil, vl>5<'1s» nli6 1n'3o 2vi-U"; d) „55<1raviea". Volkslieder für gemischten Chor. — Bei dem Konzerte, das um 8 Uhr abends seinen Anfang nimmt, wirken aus besonderer Freundlichkeit die Fräulein Lina Caleari und Milcva L a v r e n 5 i 5 mit. —^. — (Versuchter Mord auf einer Tanz-unter h a l t u n g.) Am 20. d. M. gegen 10 Uhr nachts feuerte der Taglöhner Johann Janl aus Ratfchach. Gc-richtsbezirl Kronau, der, als irrsinnig erkannt, bereits einmal in der Irrenanstalt interniert gewesen war, im Gast. hause des Johann Petrn- in Natschach. wo eine Tanzunter» Haltung stattfand, auf den Vesitzerssohn Johann Vranc einen Rcvolverschutz ab, Vranc, in die linke Wange getroffen, wurde ins Landesspital nach Laibach überführt. Janl, der sich gleich nach Abgabe des Schusses entfernte, wurde tagsdarauf von der Gendarmerie festgenommen. Er sagte, er habe noch mehrere Feinde, deren er sich entledigen müsse. Vei ihm wurden fünf scharf geladene Revolver vorgefunden. Man lieferte ihn dem Bezirksgerichte Kconau ein. —1- * (Eine Krainerin als Opfer eines Heiratsschwindlers.) Eine 33jährige. in Wien wohnhafte und nach Idria zuständige Gouvernante, wurde durch ihre Leichtgläubigkeit das Opfer eines wiederholt abgestraften Einbrechers und Schwindlers und kam um ihre Ersparnisse im Betrage von 1400 lv sowie um ihre Wertsachen und Kleidungsstücke im Gesamtwerte von 180 Kronen. Vor etwa drei Monaten hatte die heiratslustige Gouvernante im Wiener VollZgarten einen 34jährigen Mann kennen gelernt, der sich ihr als Bautechnilcr Franz Vröcht vorstellte und es verstand, ihr durch sein Auftreten sowie durch verschiedene listige Vorstellungen ein derartiges Vertrauen einzuflößen, daß sie sich bereit erklärte, ihn zu ehelichen. Anfang Oktober l. I. reiste nun der angebliche Vröcht unter der Vorgabe, beim Niedergange des Bau-gewerbcs in Wien sei es ihm unmöglich, bort eine passende Stelle zu finden, nach München, um sich dort einen Posten zu beschaffen. Die Vraut sollte ihm nach einigen Tagen nachfolgen. Vorgeblich um sie weiterer Sorge zu entheben, überredete er die glückstrahlende Braut, ihm das gesamte Eigentum auszufolgen. Da aber die Gouvernante kurz darauf Verdacht schöpfte, reiste sie einige Tage vor der verabredeten Zeit nach München und erfuhr im Vahnhofhotel „Fränkischen Hof", daß ihr Bräutigam unter dem Namen Franz Radda dort logiert, aber bereits am 5. Oktober München verlassen hatte. Im Posterestantc-Aureau des dortigen Bahnhofes erlag für sie ein Abschiedsbrief des Gauners, worin er ihr gestand, daß er ein wiederholt abgestrafter und aus Wien abgeschaffter Verbrecher sei und ihr geradeswegs bedeutete, er werde sich mit dem ihr abgenommenen Gelde nach Amerika begeben, um sich endlich einmal eine ehrbare Existenz zu gründen. Seine Reise gehe über London. Das Sicherheitsbureau der Wiener Polizeibehörde stellte fest. daß dieser Heiratsschwindler mit dem im Jahre 1873 in Vrünn geborenen und dorthin zuständigen verehelichten Agenten und Bauzeichner Franz Nudda identisch ist. Gegen den Gauner wurde ein Steckbrief erlassen. * (Verdächtiges Gut.) Wie gestern unter der Spitzmarle „Dicbsiähle" mitgeteilt, wurde der Taglöhner Rudolf Velilanja wegen Diebstahles von einigen Wäschestücken im Krankenhause verhaftet. Bei seiner Durchsuchung fand man auch eine graue Frauenjopfte mit großen schwarzen Vcinlnöpfen, die er beim Vetteln erhalten haben soll. Die Eigentümerin wolle sich bei der Polizei oder beim l. l. Bezirksgerichte melden, wohin der Dieb eingeliefert wurde. " (Ein unbekannter jugendlicher Selbst-m örde r.) Am 24. September nachmittags hat sich in Sctiren am Wörtherfee ein bei 14 Jahre alter, städtisch gekleideter Bursche in selbstmörderischer Absicht in den See gestürzt und ist ertrunken. Wer über den Burschen Aufschlüsse geben könnte, wolle sich beim Laibacher Polizeidepartement melden. — (Die Laibacher V c r e i n s l a pe l l e) konzertiert heute abend im Hotel „Südbahnhof" (Seidel). An fang um V28 Uhr abends. Eintritt frei. — Morgen abend findet im Hotel „Ilirija" (Bahnhofgasse) ein Mitglieder-lonzeri statt. Anfang um V^>8 Uhr abends. Eintritt für Mitglieder frei, für Nichtmitglieder 40 li. — (Ein neuer Moses.) Wie aus Hl. Barbara in Untersteiermarl berichtet wird, schwemmte dort dieseriage die Dräu eine hölzerne Kiste an das Ufer, aus welcher das Weinen eines Kindes vernommen wurde. Die Kiste wurde aufgefischt und darin ein etwa acht Wochen alter Knabe aufgefunden, den ein dortiger Besitzer an .Kindesstatt annahm. — (R a tt enve rti lgu n g.) Wir machen auf die in der heutigen Nummer enthaltene Anzeige der Firma S. Waltor in Trieft aufmerksam. Diese Firma hat laut der uns vorliegenden Atteste in der Vertilgung von Ratten, Mäusen und Insekten durchaus befriedigende'Erfolge erzielt. Theater, tlunft und Literatur. "" (Deutsche Vü h n e.) Das Buch, das Buchbinder zu der Operette „Das Wäschermäbcl" geschrieben, ist vollauf geeignet, einer fröhlichen Stimmung zum Durchbruch zu verhelfen, wenn dem Durchbruch durch die Darstellung lein Hindernis in den Weg gelegt wird, und das war erfreulicherweise gestern nicht der Fall. Die Musik, welche Naimann dem Wäschermädchen in den Schoß streut, zeigt die Vorzüge eines hübschen Talentes. Zahlreich flattern die Melodien auf, anmutige Motive, auch häufig mit bekannten Anklängen, die leicht und seicht im Ohr haften und hastig wieder zerflattern. Frische Marschmotive, der obligate kleine und große Walzer, kurz alle jene Stücke, die das OperettcnpulMum fordert, erfreuen den Zuhörer, dabei befliß sich der Komponist einer charakteristischen Orchester-sftrache, die vorteilhaft von der Schablone absticht. Freilich weder einen neuen Stil, noch eine neue Mode hat „Das Wäschermädel" angebahnt, aber die Operette hat Humor und Farbe und wird bei aller Naturwüchsigleit nicht gemein. Resch und schneidig, mit natürlicher Urwüchsigleit sang, spielte und tanzte Fräulein Kurt das lustige Wäscher--mädel; in dieser, ihrem Soubrettentalente zusagenden Rolle fühlte sie sich heimisch und das Publilum wohl dabei. Herr Walter wußte durch wirksame Komik und lustige Mätzchen über die Schwächen seines Gesanges hinwegzuhelfen; Fräulein Seldern sah als Sängerin elegant und schick aus. ihrem Spiel und Gesang fehlte jedoch die Sicherheit, weshalb alles recht zaghaft klang. Herr Engel und Fräulein Albin brachten einen Zwiegesang zu guter Geltung, Herr Herrmann gab einen Deutschmeisterlorporal mit derbem Humor. Fräulein Helmsdorf war ein fescher Debardeur und mußte über lebhaften Beifall mit ihrem Chor das Marfchlied wiederholen. Die Träger der kleineren Rollen verdarben nichts, die Chöre gingen glatt und die hübschen Tanzweisen wurden vom Kapellmeister Herrn Felix Günther beschwingt aus dem Orchester geholt. — Das Theater war gut besucht. .1. — (Aus der deutschen Theaterlanzlei.) Sonntag findet die dreizehnte Aufführung der noch immer zugkräftigen Operette „Die lustige Witwe" statt. Am Mon> lag gelangt die lustige Operette „Wien bei Nacht" von Hcllmesberger zum drittenmal zur Wieberholung. Dazu wird die einaktige Burleske „Der gemütliche Kommissär" von Georg Courteline zum erstenmal gegeben werden. Die Vorstellung findet bei gewöhnlichen Preisen statt. — Weiterer Spielplan: Mittwoch: „Lustige Ehemänner"; Donnerstag: .....so ich dir"; Samstag und Montag: „Gin Walzertraum". Illusion »».ors. in der Iomkirche. Son ntagden2 7. Oktober (^lrave des Kirchweihfestes) um 10 Uhr Hochamt: Messe in N«.w Die Bor und LithlOn-hältig o I Salvator-I Quelle ^1 bewährt sich bei Nieren- und H Blasenleiden, Harnbeschwerden, H Rheuma, Gicht und Zuckerharn-HI rühr, sowie bei Catarrhen der Ath-H mungs- nnd Verdauungsorgane. ¦ Harntreibende Wirkung! ^m - ----------------------------------»— ¦ Bltinfr»! I Laicht Verdaulich I Absolut rein l ^B Kftuflich in Mineralwnnsor-Depoti, eventuell M bei der Szlijye-I,ip<5czer Salvfttor-Qunl)e->-^H Unternehmung in ii ^Lj. Budapest, V. Riidolf-r:ikp:irt S. fSjT] si 187) 69-24 —————._._______—____________---_———— i Null 1st jede Reklame, wenn nicht besondere Vorzüge die Ware selbst empfehlen, wie dies bei „Cirlne"-Parkett- und Linolenmpolltur der Fall ist. Dioße ist seit 1901 tatsächlich tausendfach gläuzeud belobt und von jeder Verbraucherin begeistert weiter empfohlen worden, weil sehr einfach und sparsam anzuwenden und der kinderleicht mit Wollappen erzielte Hochglanz waschbar und deshalb jährlich ein-, höchstens zweimaliges Einlassen nötig ist. (4387 a) s^f ßjf feste Sifllisslae g ^r weiss u.^zart. überall zu habon. sq Seit Jahrhunderten bekannt ^ ^___-—-~ "MBrasaSvSJ ~g fjr^fa als unterstützendes Kittel 2 Q ^i bei Garen in Karlsbad, 'S '¦§ Wi Marienbsid, FranzensSad etc. tS >^ Ms s*cta blänzcad bcwälirt. Niederlage bei den Herren Miohael Kastner und Peter Lassnlk in Laibaoh. (3441) Um Untersohiebnngren vorzubeugen, werden die P. T. 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Filiale der K K. priv. Oesterreichischen Credit- BF rasaxa mW o » « ff*- ^ AUtlen kapital K. 120,000.000- Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach Reservefond K. 63,000.000- sl7is; Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung von Depots. — Weohselstube. Kurse an der Wiener Mrse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 23. Oktober 1907. Die notierten Kurse verstehen sich in Kroneuwährung. Die Vtotierung sämtlicher Nltien und der „Diversen Lose" verstellt sich per Stück. Geld iüare Allgemeine Sloats-schuld. Einheitliche Rente: lonv, steuerfrei, Krone» (Mai-ittov.) per Kasse. . 95 55 9K>'5 detto (Iän.-Iuli) per Nasse 95 8> 9b — 4 2°/„0, W, Noten Febr.-?!ug.) per Küsse......9?4> h? ß<> 4 2 o/o ü. W. Silber (April°vlt.) per Kasse......9? bu 97?> i860 er Etaatilose 500 fl. 4°/n l4ßüb l5l> lii lSLNe» „ i»» fl. 42-- Äs« — 1864 er ,, 100 fl. . üb, «>< «bu l>« l8S4 er ,, 5« fl, , ilüb- .5»-- Dom.-Pfandbl. il 120 fl. 5 "/„«««'- 891 - Staatsschuld d. i. Ncichö. rate vertretenen König» reiche und Länder. üsterr. Voldrente, stfr,, Gold per Kasse ... 4"/o li4 «e ,i4«z Osterr. Meute in K^onenw, stfr., K-. per Kasje. . . 4°/» 95'- <«,H< oetto per Ultimo . . 4°/« l6 - «6 iü dst. Investition«.-Rente, stfr., Kr. per Kasse . 8>/,"/<> 86— 8»'8, sist»l>ll!,n.Klea»°sl!'!,!i!. »eisch«itnng»n. Hli sabelliblll»! in G., steuerfrei, zu 10.000 fl. . . . 4"/« — - --Franz Iosef-Valu, in Silber (diu. Lt.) . . . b>//Vi,liU'sü l20-hk> Val. Nail Ludwig-Aahn (div. Sriise) Kronen , . 4"/„ 95"/.' L«i?5 Rudolfbah» iil jironcnwährmig, steuerfr. (div, St.) . 4"/„ 95 7 b «6'75 Vorarlbergcr Bal;n, steuerfrei, 400 Kronen , . , 4"/> üb 8« 9«'80 H» lt»»t»schuldotlsch«ln«tu »b>«ftn»peltt >fl!n,l»>!,u.Hkli«n »lisabeth-B. 2N»fl.KVl. 5' //s von 400 Krone» , . . . 4K9 - 4ti-dettu Linz-Budweis 200 fl. ö. W. S, 5V<"/n .... « Hllllllt zu» Zllljlung ül>e:> uo««eul Eisenbahn «Pliaritiit»' ßl>l!gllti»nen. Bühm. Westba!,n, (em. «l'5, 4W Kronen 4»/^ . , . , 86'^ 97 ill) Elijlibethbahn «00 und 3000 M. 4 ab lo"/.>......114— llb - Nliiabtthbllhn 400 und Louo M, 4-,.,........l14- Ud- Franz Josef-Aahn Vm, 1884 ldiv. St.) Eilb. 4°,^ . . L«7b 9?'?l> Gllllzifche ilarl Ludwig-Valin ldiv. Et) Cilb. 4°/^ . . 8l> 2b 97 2b Un>;.-aaliz. Vahn 200^!, 3. 5°«l«?-- ms- -Vorarlberger Balin Em. 1884 (dlv. St.) «Lilb, 4«,< . . !N'b< 87 b^ Staatöschnll, der Üander der ungarischen Krone. 4V° lina, Goldieiur per Kasfe . ix)i» 8<' l<0-4»/^ detto P^r Ultinlo ivUi« liu- 4«/„ unss, Rente in KrllNl'n- währ. stfrei per Ka„? . . 92 ?« 92" 4°,, dcttu per Ulttiüu l,zj >^ detto 5 bo fl. , l»» 50 1^4-50 Theih Nea.-Lus? 4°/„ , , , .,41—145. 4"/» ungar. Grunbentl.-Oblig ß2 k>b «» i!5 <»,„ lroat. u. slav. Vrundentl.. ^dll«........lg 2z Y4 2K Andere öffentliche Nnlehen. Bos'.!. i.'anbez.Aiil. (div.' 4"/u »1 !,s !"2 3^ Voin. - lirrceg, Eifenb. - Landes> Anlrlien (div.) 4'/,«/„ . 9« 4/ l>9 4.> 5"/u Tonali-Äeci.-Unlewe 1«7l< 102- >04 - Wiener Nerlkhrs^InIe,!,? 4°/« 9ü Ii W Äö bett« 1»00 4°/» 95 3^ iiS'Äi» Unlehen der Stadt Wien . . iui-25 N2 .'i-dettl, (2. od. O.) . . . 119 75 !^u 75 drlto (1894) .... »4'?.' Uü''5 detto (189K> . . . , ?L'?l 97 7.' betto (1^!)0) ' , . . 96-25 9?-'<5 detto Inv.-A.) 190L , W üi, lj?-^!^, Bör!eba!i'??nlel)en vcrlo«b, 5°/„ 9b'?5 «<,'/.', Äulg. ^!aalseisrnb.-Hl!p."Anl, 1«t>9 »Äold , . . S°/n 118-n l,!i 5 Bull,. l-,natt.Hl!potbe!ac Anl, >8!»!< «°.,. i,n- >,9- Gelt, Ware Pfandbriefe :c. V°denlr.,llNg.öst.in50I.»l.4<',l, N.'»'7< Nu'45 VVHm. ^yprihelenbaü! Uerl. 4" u 97 5< «6 50 Zentral-Vlld.-Kreb.-Bl., üsterr., 45I. verl. 4'/,«/° - . . 1015«! —--Zentllll-Boi>..nred.-Vl., ötterr., L5I. Verl. 4"/, . . . , 8?'?t 98'72 Kret>..Inft.,österr.,f.Veri..U"t. u.üffentl.«lrl>.Kllt.^vl.4"/, 9ö'- SL-Lcndcsb. b. i»»n. Gallzien und LodllM. 57'/, I. ruckj. 4°/« »4 5» N5-50 Mälli, Hypothelenb. oerl, 4°/, ««'Id »7 10 N.'üsleil.La:'.des.Hl)p..Äns'.4°^ 97-z>5 «8-25 betto inll. 2 °/,> Pl. veil. 3»///° pgni 89 2,' dett°K..Echuldlch.uerl.3l/,°/» 68-25 59'L5 detto vcrl. 4°/u »?'- «8 - Osterr..uilssnr. Äanl 50 jähr. uerl, 4°/» ö. W..... S7 »l 98'8> dettu 4",^ Kr..... »8 5v »9'5, Lparl. I.öst., «0 I. verl. 4°/o Wi! 1002b G^senbal,n°Pri«ritÜts-Obligationen. sscrbtulludü'Nbrdbahn Ein. 188ß - - ^ '- drtto Em, IN04 —- —'— Österr. Nordwestd. WU fl. E. - 108 bU 1>N'5c 3laalibal>!l 50o Fr..... 400- 4C4 — ^üdbah» ll 2°/,, Jänner. Juli Ü0l) Fr. (per Et.> . , . 290 ?b 2»2 7i, Olidbahn k 5°„..... 121 IC lL2 III Diverse Lost (per Ctiicl>. D»rzin»llche k»se. 3«/« Vobenkredit'Lvse Em. I«» i«!»' 275 - dr>>° Lm. l««9 2v9'3! i-75 2> ö",^> Dunau. ttessulierunlii! - Lo!e 100 sl. Ü. W..... 254-ü« 2«'1 5< 2 erb. Präm..«nl. v. 100 Fr. 2->/« V? - U>3 öl' zlnvtlziülllchl zoll. Äudap,.^aftlila (Dombau) ü f!. 195« 21 50 krcdillolc 100 fl...... 4^3- 44^»- Clarli.Lmr 40 fl, K. Vi. , . 154'- 1«>>- Of?nrr Lo>c 40 fl..... 2^' - -'- Palsfv.Loje 40 fl. «. M. . . 105 b>' !»»«'!><' Viuten Nreu^, üst. «ei. v., 10 s!. 44 25 4»l-2^ ^oleil Kreu,», una. <"e>. y., 5 f>, 2b 8 2/ l»I> ,).^.di,'ll.^!ir 1,,' fl, , . . «» - 72 ^ ?lllm.^m> 40 t!. !t. M. , . LH5'— »Iil'- Gelo Wire Tür:. (5..H..NNI. Präm..Oblid, 400 Fr. per Kasse . . . l«»-- ,8l- netto p« W. . . . i8l<-- i«4 — ^icn.'r Komm.»Lose v. 1.1874 480— 4W-— Hew,.Ech.b. 3°,^VrHm..3ckuldv. K. Vodcn!?.'Vl!ist. Vm. 1889 66— 70- Nltieu. ßtlln,pllr<'ZlnltMlh»nu«en. «uM'Tcpl. Eisenb. 500 fl. . 2^25 — 24ä,i — ^Sbm. Nurdbahn 15l> fl. . . 34»— »52- Äuschtiehrader Nijb. 500 fl. KM. i820 — 2840 — detto (lit. U.) Lo« tt. <,er Ult. W64 — l(,?i-lonau . Dampfschiffahrt«. Ges., 1., l. l. priv., 5U» sl. KM. 1l!W — idiö- eliz.Alldenbacher Visk. 400 Kr. 54b — 550'— veidi!lund«.Noidh.I0na fl. KM. 5260'— 5L6«,--^n'.H..Tzeri!..Ills^ < Hisenbahn» Gesellschaft, !i>« fl. E. . 5ös-.. 5l-i-, ^!°yd.osterr.,Tri!!st.,500fi.KM. 411>- 415— Osterr. Viordwestdadn »00 f!. Z 4»L— 4^4— detto (lit. U.) 200 fl.S.p. Ult. 42«-- 4i4— Vracl.Tnr?rl3iw!b.10Usl.abgst. 211-50 213- 5talltse!,o.2N»f, 2. per Ultimo «52 7!. «b3?ö Hiidb. W0fl. Silber uer Uliimo i<8-25 i4U'2c, öüdnorddcutlche Aerblndnnsssb 2N« fl. KM...... 392- 334'- Iram>val,.Ges., neue Wiener, Prioritätk.ttltlcn 100 fl. . —,- .--— llugar. Wcstbah» (Raab.Graz) «N" fl. S...... -WS-- 4>b-- lLr. Lolalb.'Atticn.Ae!. 200 fl. 2»0-.- Ziu — Vaulen. Allglo.Österr. Äanl, 1i!0 N, . . 2)1- 29Z BnnlUtrein, Wiener, per Kass? — — ____ oettu per Ultimo . . , 5^4 25 525 2> Z^delllr..Änst. «sterr..300fl.L, lao0— l005 - ^^ltr..Vod..Kredb. Zsl., 200 fl. äI0— 532 -Kceoitllliüall für Handel mW Gewerbe, il!o fl., per Kasse —'— — >- detl» u?r Ultimo «3« 7!> 632'?5 ltrcdilban! allg. »ng., « Giro» und Kassenveiem, Wiener, 200 jl........ 448-— 4b2-— Hl»potheltnbanl, österreichische, 201) k 5>Vu E...... 284 - LS7-- Ländcrbant, tisterr., 200 fl. per Kasje....... — — — - d^itu per Ultimo .... 40950 4105^ Mevtur'', iüechielst, > llttien. Ge!cülcha,^ 200 fl, . . . 539— 601 — Geld Ware Österi.'Mig. Vanl 1400 Kronen 1762' - l77ö — tlnionbank 200 fl...... 5S3 - 534 - Aerlehrsbanl, allq,, 140 fl. . »26- i)2) -- Zndnftrit.ssnltrnehmmlgen. Baugef., alln. osterr., 10» fl. . ,13'— l«7 — BiüxerKohlenbernb.'Gef.ioofl. 726- ?iji — Hifenbahnm.'Lellin., erste, lou fl. ll>7 - 1^8-— ,,E>bcmül,>", Papiers. u,N,.V. 182'- 1»4 — Vle!tr..Oes., allg.esterr.,2o»fl. 4ü4 - 428- — detto internal., 2Uli fl. i»«z — 588 — Hirtenberger Patr.>, Zilndh. u. Met..Fabrll 4uo Kr. . . 9i«,v - 975 — Uiesinger Brauerei 100 fl. . . «>!5 5>o »; 5^) MontaN'Gefellsch, äster7..alplne «'4— 6^>5 — ,,Poldi.Hüttö", Tiellelgußstahl' F..A..G. H0N sl. . . . 45?-.- 4l3 — Zraaer Eilen »Ind.» Ges. Vm. 1905, 2 fl...... HÜ50 - liSUo - '»iimll'Murany »Talss0'Tarjancr Eisenw, 100 sl..... 545- 54 S - Zalgo.Tarj. Ztelnlllhle» 10a fl. 55?-- 5^9- .Tchlöglmühl". Papier,.,»0»sl. »13-- 325 — .Schudniea", A,>G. f. Petrol.« Iiid,, 500 Kr..... 450— 488 — ,,2tcnrerixülil", Papierfabrll und V,.<3...... 4^7— 450 — lrifallcr Kohwiw.'G. 70 fl. . 25 i— »53-türl. Tabalregie>Gcf, 300 Fr. per Kasse . --'— —'- bett» per Ultimo -iU2 50 408 50 Wasicns..Ges,, Ssterr,, in Wien. loofl......... tU2- 46» — WagsM'LelhanNall, allgem,, in Best. 40« Kr..... —- —' - Wr. Äaugesellschast 100 sl. . . '4l'- 148--- Wienerberaer Ziegels..««.»Ges. «hg — 704- Devisen. z»ne sichten «n> Kchtck». Amsterdam....... lli9 85 i'»9-5^ Heutfche Playe...... «,«7^2» ll?42» London........ 24^5) 2» 9H'85 gürich und Nasel..... 95 42' ^-5?^ Valnten. üullNen , ..... li 36 11'4<> !ju-Hranlen«2t!lcke..... i» 1^ l',) ^0 «o.Marl-Stüite...... ^-4« ü» !>2 Deutfche Neichsbantnoten . . 117 25 «17 45 Italienische Äantnoten . . . 95 9,^ L6'15 Nubel-Ätoten...... Hb^" i'54l<> vou Kciti«ii, Pljuiilbri^s*m, X'rioritüten, Aktien, ; Lo^eii etc., JH^vlmvii nnd Ta)nt«it. | (*) Los-Versicherung._________________ Ba.rx.lc- Ta.2a.ct. "Weclislerg'escliäft Privat-Depots (Safe-Deposits) I Verzinsung von Barelnlageo Im Konto-KorrBRt und auf Blrt-Kont», I