Echriftlettmiß: ««thotgafie Nr. 5. XtlOln «r. »1, tntcm»«*. »»,,»»»»« tl|U«M (ilutmi w C«n- ». »«kt-b|< mb ll—l* Ut um. sH i»1*rttt*n Btctri Mchl ■nHjtjtbtn, a«acal>t( B«-(tärangtn U« KtMMtt«!. iiiiiiiimii ■tewt Ht enMUnna l'l™ •nt4ni4 »et MUgl Mt-gHIrltii »rMutra entgtgt». Bri ■«»rrMnnara InU* mM4' »r.I sthjt B*«t- «Matt Jcten Mimt nl CnlUi ■Mtl. M.ML Serwiltmß: ßi»th»»««aUe Vt> » XtUMra Ut. »1, UttrattaL (ktiimiiifniti «,»« Mt fit *««••<■ Wmdfltni ... I MB MNHi. ... » ri wwUitl. * M Ist «tlll Ml (tablm WrattU« SiotdM geisterung entlud sich auS diesen höllischen Feuer« strahlen. Frisch au« der Heimat war die junge Nach Hut gekommen, da» sieghafte Hurra aus den Lippen! Solch junger Mut tat gut nach 16 Monaten Kriegs-dauer! Oberst von Dellmann dachte e«, während er den Befehl zum Vorgehen gab. Jetzt preschten auch die Haubitzenbatterien ihre Feuerschlünde in die Reihen der Moskowiter. Von Minute zu Minute stieg das Grausen der Schlacht. Gelles Pserdewiehern . . . Stürzende, sich über-schlagende Rosse und Reiter . . . Taumelnde, zuckende Körper . . . Bwtspritz« . . . Nervenwelies Slöh-nen und Wimmern . . . Die russische Menschenwand ward zerrissen . . . doch dahinter stürmten neue Scharen, wie aus dem Boden gestampft, kolossale Massen . . . Allein auch diese Wand teilte sich, zersetzt und zerrissen unter dem auflodernden Schnellfeuer des Gegneii. Lawinen von Feuer und Schmutz spr hten aus, denn auch der Feind war unerbittlich — im mer neue Scharen rückten ein in die Lücken. Durch nicht die letzten Konsequenzen zu ziehe», so hat ma» zweifellos auch auf die führenden belgische» Kreise einen ganz gleichen Druck ausgeübt, um e« zu ver-hindern, daß sie von der Großmut Deutschlands da« erbitten, wa« ihnen Fiankreich und England trotz der lanzen Dauer des Kriege« nicht zu gebe» vermochte»: die Wiederaufrichtu»g der staatlichen Unabhängigkeit Belgien«. Der Weltkrieg. Der Krieg gegen Rußland. Die Berichte de« österreichische« General st abe«. 21 Februar. Amtlich wird Verlautbart: Oester-reichisch-ungarische Abteilungen warsen gestern abend« den Feind südöstlich von kozlow an der Stiyp« aus einer vorgeschobenen Stellung. BeioerseitS erhöhte Fliegertätigkeit. Der Stellvertreter de« Lhef« des «eneralstabe« : v. Höser, Feldmarschall Leutnant. Der Bericht der Deutschen Oberste» Heeresleitung. 20. Februar. Bei Sawitsche an der Beresin« östlich von Wischnew brach ein russischer Angriff i» unserem ,Heuer zwischen den beidersetigen Linien zusammen. Legischin und die Bahnanlagen von Ta»« nopol wurden von deutschen Fliegern angegriffe». 21. Februar. Vor Dünaburg scheiterten ruf--siiche Angriffe. Kleine feindliche Vorstöße wurde» auch an anderen Stellen der Front zurückgeschlage». Gegen Frankreich. Die Berichte der Deutschen Oberste» Heeresleitung. Große« Hauptquartier, 19. Februar. Auch ge-stern brachten unsere Truppen einen durch starke« Feuer vorbereiteten englischen Angriff südlich Aper» zum Scheitern. Zm Abschnitte nördlich und nordist-lich von Arras Minen- und Handgranatenkämpse. Wir besetzten einen von un« gesprengten Trichter. Auf der Front zwischen der AiSne und der Maa« lag stellenweise stärkere« feindliches Artillerie- und das Heulen, da« Singen und Pfeifen der sich kre»-,enden Kugeln hallte da« deutsche Signal znm Bor-gehen — Oberst von Dellman» an der Spitze, stiege» die Zugführer, Unteroffiziere und Mannschasten heraus au« den Linien — Auf das markante Gesicht de« Obersten hatte» daS Lebe» und feine Leidenschasten ihre Siegel gedrückt. In diesem Augenblick aber blickte er n«ner», jeder Zoll nur Soldat.--Im Lausschritt, de» Oberkörper weit vorgeneigt, stüimten die Deutsche» »orwärts . . . Mit brausendem Hurra! die junge» Nachhuten . . . Allen voran, in überwältigende? Kawpsbegier, ein blutjunges kerlchen — so ein seiner, ranker, schlanker Junge, da« bildhübsche Gesicht in Eiser glühend — hinein in den Kugelhagel — Dicht neben Oberst von Dellmann bäumte sich der Hengst deS Hauptmanne« Berken kerzengerade ans. Der Oberst wandle den Kopf nicht. Er sah nur die feindlichen Mafien — und ihnen entgegen, über ihm hinweg die feurigen Garben der russischen Ar-lillerie, den feinen, ranken, schlanken Zungen . . . das Ebenbild. .. seiner . .. früh ... und ganz plötz-lich verstorbenen Mutter . . . Dumpf und schwer pochte das Herz des Ober-sten plötzlich... .Margarethe". DaS Höllenbrause» verschlang den Namen, kaum daß er Dellmann« Lippen entflohen. Und schon tauchten Roß und Rei- Seile l geuyuje zischt Kummet 15 Minenfeuer. Durch eine größere Sprengung zerstör» ten wir eine» Teil der französischen Stellung aus fcet Eombreihöhe. Nordöstlich »on Largitzen (nahe der französischen Grenze, südwestlich von Alttirch) stießen deutsche Abteilungen in die feindliche Stel-lang vor, zerstörten Verteidigungsanlagen und Hin-berniffe de« Gegner» und kehrten mit einigen Ge« fangenen und zwei erbeuteten Minenwersern zurück. Unsere Flieger griffen den Flugplatz Abeele (füd-westlich von Poperinghe) sowie feindliche Bahnanla-gen erfolgreich an. 20. Februar. Am Dserkanal nördlich von Apern wurde die englische Stellung in etwa 350 Meter Frontbreite gestürmt. Alle Versuche deS Feinde», in nächtlichen Granatangriffen feine Gräben zurückzuge-»innen, scheiterten. 30 Gefangene blieben in unse» rcr Hand. Südlich von Loo» entspann sich ein leb-haster Kampf. Der Feind drang bi» an den Rand eines unserer Sprengtrichter vor. Südlich von He-duterne nördlich von Albert nahmen wir bei einem erfolgreichen Nachtgefechie einige Engländer gefangen. An der übrigen Front keine besonderen Ereignisse. Im Luitkampse östlich von Peronne wurde ein mit zwei Maschinengewehren ausgerüsteter Doppeldecker abgeschossen. Die Insassen sind tot. Unsere Flieger belegten zahlreiche Orte hinter der feindlichen Nord--front sowie Lunneville mit Bomben. 21. Februar. Nördlich von Zpern wurde ein englischer Handgranatenangrisf gegen unsere neue Stellung am Kanal abgewiesen. Südlich von Loos mußte sich der Feind von unserer Trichterftellung wieder zurückgehen. An der Straße Leu» Arra» griff vergeblich an. Uusere Flugzeuggeschwader griffen mit vielfach beobachteten gutem Erfolge rück wältige feindliche Anlagen, unter anderem in Fo»r-nee». Poperingbe, Amien» und Luneville an. 22. Februar. Da« nach vielen unsichtigen Ta-gen aufklärende Wetter führte zu lebhaften Artille-riekämpfen an viele« Stellen der Front, so zwischen dem Kanal von La Basfee und Arra«, wo wir östlich von Souchez im Anschlüsse an unser wirkung»-volle« Feuer den Franzosen 800 Meter ihrer Stel-lung im Sturme entrissen und 7 Offiziere und 319 Mann gefangen einbrachen. Auch zwischen der Somme und der Oise an der AiSne-Front und an mehreren Stellen der Champagne steigerte sich die Kampflätigkeit zu größter Heftigkeit. Nordwestlich von Tahure scheiterte ein französischer Handgranatenangriff. Endlich setzten aus den Höhen zu beiden Seiten der Maa« oberhalb von Dun Artilleriekämpfe ein, die an mehreren Stellen zu beträchtlicher Stärke anschwollen und auch während der letzten Nacht nicht »erstummten. Zwischen den von beiden Seiten aufge» stiegenen Fliegern kam e» zu zahlreichen Luftgefechten, besonder« hinter der feindlichen Front. Ein deutsches Luftschiff ist heute nacht bei Rev'gny dem feindlichen Feuer zum Opfer gefallen. Der Krieg gegen Italien. 19. Februar. Amtlich wird »erlautbart: An der Tiroler Front beschoß die feindliche Artillerie die Ortschaft Fontaneda in den Judikarie« und den Raum des Eol di Lana. Im Suganagebiete wurde (er in den Kampfwagen unter, dann eben auch Haupt-«ann Berken, der sein Pferd gemeistert, verfchwun-de» war. Väterchen hatte befohlen. . . Allein die furcht-bare Gewalt der schweren Haubitze« fegten Bäter-chn>» Wort weg ... restlos. Entwurzelt lagen win «erkahle Baumriesen am Boden, ganze Strecken Hü-gellande» waren wegrasiert. Zerfetzte Pferdeleider und Menschen — Menschen. Auf der Seite der Ruf-sen ward die weiße gähne geschwenkt . . . Massen-hast ergaben sie sich .. . Die russi'che Feldartitlerie staute ad — »nd schwieg dan» ganz. Hinweg über Tote und Bei wandele, die zu Haufen die Gräben füllten, verfolgte die deutsche Infanterie den Rest de» Gegner«. Ergreifend wirkte e», al« nach Beendigung de» Gefechte» die zusammengeschmolzenen Mannschiften sich scharten und e» über da» weite Totenfel» hallte: „Nun danket alle Gott." Wieder hatten sie dem Feinde ein Stück Boden «bgerungen und die* Bewußtsein machte sie stolz uns froh. Aber keiner war unter ihnen, dem nicht das Herz weh tat um liebe Kamerade», die dieser Kampf gekostet. Und noch eine Lücke — eine empfindliche Lücke hatte da» Ringen gerissen. Ihr allver»hrter Borge-setzter, Oberst von Dellmann, war schwer verwuit bet norde» ... allerding» infolge besonderer Um-stände. Die meiste» vom Bataillon halten e» mit eigenen ein A»griff der Italiener auf den Eollo («ordwest-lich von Borg») abgewiesen. Im Kärntner Grenz-gebiete stand der Ort kggowitz, im Lüstenlande der Mrzli Brh und der Monte San Michele unter leb-haflerem Feuer. Die gestrige Unternehmung eine» italienischen Flugzeuggeschwader» gegen Lalbach hatte einen kläglichen Verlauf. Die Mehrzahl der Flug-zeuge wurde schon an der Kampffront zur Umkehr gezwungen; drei erreichten Laibach und warfen in die Nähe eine» dortigen Spitale« und auf mehrere Ortschaften der Umgebung ohne Erfolg Bomben ab. Bei der Rückkehr griffen unfere Flieger die feindli-chen an und holten ein Eaproni-Großkampfflngzeug herunter. 20. Februar. Zn den Zudikarien steht unser Werk Carriola (bei Lardare) unter schwerst m Mör-erfeuer. An der Jfonzofront dauert der Geschütz-kamps sort. 22. Februar. An der Jfonzofront waren die Artilleriekämpse im allgemeinen, namentlich aber bei Plava, recht lebhaft. Eine« unserer Flugzeugefchwa-der unternahm einen Angriff auf Fabriksanlagen i» der Lombardei. Zwei Flugzeuge drangen hiebei zur Erkundung bis Mailand vor. Ein anderes Geschwa-der yriff die italienische Flugzeugstation und die Ha-jenanlagen von Desenzano am Gardasee an. Bei beiden Unternehmungen wurden zahlreiche Treffer in den AngriffSobjet'en beobachtet. T otz heftigen feind-lichen ArtilleriefeuerS kehrten die Flugzeuge wvh'de« halten zurück. Der Stellvertreter de» Chef» des Generalstabes: v. Höser, Feldmarschall -Leutnant. Der Vormarsch in Albanien. 20. Februar. Amtlich wird »erlautbart: Von Basar Sjak wurde eine italienische Borstellung ge-nommen. Weiler südlich haben sich unfere Truppen näher an die feindlichen 2»ten sümsil'ch von Du-razzv herangeschoben. Auf unserer Seite kämpfende Albaner haben Berat, LjuSna und Petinj besetzt. In diesen Orten wurden üder 200 Gendarmen Essad Paschas gefangen. 21. Februar. Albanische Abteilungen gewannen, von österreichisch ungarischen Offizieren geführt, west-lich von Kavaja die AdriatUste. Der Stellvertreter deS EhesS des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarfchall-Leutnant. Der Krieg in den Lüften. Bomben auf Four»e«. Da» Wolffbureau meldet: Marineflugzeuge belegten am 20. d. den Flugplatz und das Truppen-lager von Fourne», südöstlich von La Panne, au» gredig mit Bomben. Die Flugzeuge sind unversehrt zurückgekehrt. Deutsche Fliegerbomben auf oste» g -lischt Städte. Da« Wolffbureau meldet: Am 20. Februar mittags griffen Marineflugzeuge die englische Küste an. ES wurden Fabrikanlagen in Deal, Bahn- und Hasenanlagen, sowie Gasometer in Lawestost aus- Auge« gesehen, da» — nun ja — da« Unbegreifliche. Jedenfalls dürft e» der erste Fall fein, daß ei» Overjt sich für eine» Fähnrich opjert. . . Kurt Berken . . . Mi« dumpfem Murmeln flog der Name durch die Reihen .. . und die Blicke hin zu dem schlanken, ranken Jungen, der etwas abge-sondert von den Kameraden stand, die Zähne fest aufeinandergebissen um der Tiänen Herr zu bleiben, die ihm im Auge brannte» . . . Den Schlachtengraus hatte sein heldenmütige», junges Herz ertragen, di-i Geschehnis aber erdrück» ihn förmlich. Wie ein dunkle» Fragezeichen stand da» Unbegreifliche der Tat in feiner Seele und mit greif-bare, Deutlichkeit der Verhängnisvolle Augenblick vor feinem Geiste — Sein Nedenkamerad war eben mit einem dump-sen Laut in die Knie gestürzt, die Hand blutüber-strömt, und Kurt Berken hatte da» Verbandspäckchen aus feiner Tasche gerissen, dem Aermsten die zer-schosfene Rechte zu verbinde». Seine von dem Lärm bereit« abgestumpften Sinne hauen da« Heule« und Singen der Kugeln kaum noch gewihrt... bis plötzlich ei« Zischen, wie au» itx Hölle, ihn erreicht . . Zu spät! Verstümmeln wird im nächsten Au-genblick der Volltreffer den schlanken, ranke« Jun-gen. Da . . . ein heranpreschender Reiter ... wie der Blitz ist er vom Pserde. hat den Fähnrich nieder-gewoisen und sich über ihn ... Schwer hob sich die Brust de» Grübelnden. Liebig »nd mit gutem Erfolg bombardiert. Der Haupt-bahnhof und die Hafenanlagen in Lawestost wurde» mehrfach getroffen; der Gasometer brach unter der Wirkung einer Bombe zusammen. In DownS wurden zwei Tankdampfer beworfen. Trotz der Befchie-ßung und der Verfolgung durch feindliche Flieger kehrte» die Flugzeuge sämtlich wohlbehalten zurück. Türkischer Kriegsbericht. Mitteilungen de» türkischen Haupt-quartier«: 20. Februar. Dardanellenfront. Am 18. Fe-bruar wurden zwei Kriegsschiffe, die Eedil Bahr und Tekeburnu beschossen, von mehreren Geschossen un» serer da« Feuer erwidernden Batterien getroffen und mußte« sich cnisernen. Am 19. Februar zwangen unsere Batterien ebenso eine« feindlichen Monitor, der aus der Höhe »on Sedil-Bahr eine Kanonade eröffnet hatte, daS Feuer einzustellen. Am 17. Februar erzielte eines unserer Flugzeuge aus einem in der Bai von Mudro» verankerten feindlichen Tran«-portschiffe einen Treffer, wodurch auf dem Vorder« teile diese« Schiffes ein Brand au»brach Die Preisgabe Erzerums. 21. Februar. (Amtlicher Bericht). Unsere Armee hat sich, einer militärischen Erwägung folgend, ohne Verluste in westlich von Erzerum gelegene Etellun-gen zurückgezogen, nachdem sie die 15 Kilometer östlich der Stadt gelegenen Stellungen sowie 50 alte Kanonen, die nicht transportiert werden konnten, an Ort und Stelle vernichiet hatte. Die von den Ruffe» verbreiteten phantastischen Nachrichten, wonach sie in Erzerum 1000 Kanone» erbeutet und 80 000 Gefangene gemacht hätten, widersprechen der Wahrheit. In Wiikllchkeit hat in der Umgebung von Erzerum kein Kamps stattgefunden, abgesehen von den Kämp-sen, die sich in den genannten Stellungen abgespielt haben. Im Grunde war Erzemm keine Festung, sonder» eine offene Stadt. Die i« der Umgebung de-findllchen veralteten Fort» hatten keinen militärische« Wert. AuS diesem G>unde wurde die Behauptung der Stadt nicht i» Betracht gezogen. Aus Stadt und Janö. Todesfälle Im Landeskrankenhaus in Graz ist Samstag Major t. R Franz Sttbenegg, Kom-Mandant einer R'toiivaleSzentenabteilung, ein gebore-ner Eillier, im 65. Lebensjahre gestorben. — Montag früh ist hier der Hausbesitzer und Leder Händler Karl Sabukoschegg im 76. Lebensjahre nach kurzem Leiden verschiede». Karl Sabukoschegg gehörte einer der ältesten Bürge, familie Eilli» an, war ein wegen seiner strammen völkischen u»d freiheitlichen Gesinnung allgemein hochgeachteter deutscher Mann. Er hatte vor mehr al» fünfzig Jahren in Schleswig-Holstein mitgekämpft. Ehre seinem Andenken! Ehrenmedaille vom Roten Kreuze Erzherzog Fianz salvator hat die Silberne Sd en« medaille vom Noten Kreuze verliehen dem Kaufmann Warum nur tat er'»! ? Warum hat er mich geret« tet mit Gefahr feine« Lebens? Warum gerade mich?! Sprunghaft jagten die Gedanken de» Fähnrich». I» Geiste folgte er seinem Baler, der jetzt unter-weg» war, auf dem Ritt in« Feldlazarett, Haupt-mau» Berken wollie seiest sich erkundigen, wie c« mit dem Obeisten «and. Eiu schwere» Weg war e« für den Baier, de« Kurt nie heiter ges,h,n. Irgend etwa» Trübet — Unaufgeklärte» — lullte schuld fein an de» Haupt-mann» Verschlösse»he», danach zu forschen, aber die kindliche Pieiät v>rdoie» hatte. Zu erraten aber glaubte e» Ku>> und {«ine Gedanken irrten zu dem Bilde der schö e» jungen Mutter und zu dem Ge-rücht, da« lich mit ihrem Andenken verwob: Frei-willig war Margarete Berken au» dem Leben ge-gangen — fort von ihrem Man» und ihren drei kleinen Knabe». „Nun donk.i alle Gott', hallte der Gesang der Kameraden und z»a»g die Gedanke» de» Fähnrich» gebieterisch zur Ge^nvart zurück. Da» Gebet hallte ihm im Inner» >v>ed>r und rang sich au» zur Für-bitte um Erhai>un>t seine» Lebensretters. Auch Hauptm inn Berten» Gedanken jagten seinem Ziel voran», jagten zur Vergangenheit und Segenwart, srni Abgesetzter, Oberst v. Dellmann, der Mann, dcffen Unnahbarkeit stet» eine Kluft gezogen zwischen sich und Beiken, hatte nun eine Tat höchster Selbstverleugnung vollbracht, er hatt« s^ine» Jungen, feinen Kurt, das letzte Glück, das da» Le« ftimnet 15 Veniscke fUccht Seite v Rudolf Gaiffer in Marburg und dem Prokuristen Vnton Sauer in Schönstem, von der Landesbücherei. Der Lande». auSfchuß hat dem LandeSbibliolhekar 1. Kl. Doklor Franz Goltfch in Anerkennung seiner ersprießlichen Dienstleistung den Titel eine« Oberbiblwthek»r« »er' liehen. Soldatenbegräbnisfe In den letzten Ta-ge« find nachstehende Soldaten, die hier an einer vor dem Feind« erlittenen krankeit bez». Ver etzuiig ge-ßorden sind, am städtischen Friedhofe zur letzten Ruhe bestattet worden: am 20. Februar Ins. Alexander Bobial det I »R. 83, a« 24. Februar Kanonier Johann Trifunoric, Geb.-Art..Neg. 12, Ins. Anton «esel, de« Lir. 26. Die neuen Brotkarten In der Stadt Eilli sowie in den Uwgebu»gSortschaf«en Gaberje »nd Rann werden nun Broikarien «»«gegeben, welche zum Bezüge von nur einem halben Kilogramm Mehl in der Woche berechtigen. Durch dies« Einschränkung d«« Mehlbezuge« wird der Großteil der Bevölkerung sehr schwer genossen, weil «»«besondere im Haushalte de« Kleinbürger« und de« Arbeiter» namentlich seit kriegSbeginn die Erzeugung de« BroleS vorherrscht, «eil die Seldsterzeugung sich al« wirtschaftlicher er-wiesen hat. In Würdigung diese« Umstände«, »el> cher in der ordnungsmäßigen Ernährung der Bevöl« kerung bedeulendt Schwierigkeiten verursacht, hat da« Stadia«» im Einvernehmen mit der BezirkShaupt-Mannschaft an die Stati halterei ein eingehend be-gründete« Ansuchen gerichiet, welche« sich auf die Einjühmng der allgemeinen, sowohl sür Brot al« sür Mehl in gleicher Weise gilligen Brotkarten sür di« Stadt Eilli und die Orischastrn Gaberje und Rann erstreckt. Die Entscheidung hierüber dürfte in den nächsten Tagen ersließen und e« ist zu hassen, daß schon bei der nächsten Brotkartenau»gab« di« am 3. und 4 März stattsinde» wird, auch schon die all-gemeinen AuSweiSkarte» für Brot und Mehl werden »»«gefolgt werden können. Ernennung zum Feldkuraten. Wie da« Heere»verordnung»blatt meldet, hat der Kaiser den evangelischen Pfarrer in Laibach Hcrrs Di'. Ottmar Hegemon» zu« Feldkuraten in der Reserve de« Heeres ernannt. Das Symphoniekonzert des Cillier Mustkvereines am 20 d. nahm einen überaus schönen und würdigen Verlaus Einen ausführlichen Bericht bringen wir >n der nächsten AuSgab« unsere« Blatte«. Lichtbildervortrag über den südwest lichen Kriegsschauplatz. Der am Samstag im hiesigen Stadttheater von der Zweigstelle Steiermark de» KriegSjürsorgeamtes veranstaltete Portrag über den südwestlichen Kriegsschauplatz war sehr gut de-sucht. E« wurden gegen hundert Lichtbilder au« den Grenzgebieten Kärnten« und Tirol«, von den Stel-lungen aus der Hochfläche von Doberdv. am Jfonzo, ben ihm gelassen, gerettet! Eine glühende Dankbarteil stieg in dem Hauptmann au«.....Herrgott sei gnädig ... laß ihn leben bleiben u»d gknese» Gerettet hat er meinen HerzenSjungen! Die« Glück soll mir helse», zu überwinden, wa« vergangen." Der Wille dazu war da, doch gerade wie her-»or au« der Abenddämmerung, die sich schnell senkte, drängten die Bilder der Vergangenheit sich vorBer-ken« Seele: Sin glücklicher Mann war er gewesen! Drei prächtige Buben und eine heißgeliebte F>aul Erst feine Versetzung in eine entfernte Garnison hotte di» erste Trennung gebracht — Margaretens Eltern hauen Tochter »nd Enkel zu sich eingclade». Berken ging allein voranS, richtete die neue Wohnung ein u.id lebte sich im Dienste ein — sehr nette neue Kameraden ... nur seinen Vorgesetzten hatte er noch nicht kenuen gelernt — Major von Dellmann war auf Urlaub . . . Und dann? Ja»chzend wäre» die drei Buben bei« Wiedersehen dem Papa in die Arme geflogen, eiwa« stiller Margarete Drei Monate später war da» Unbegreifliche gefolgt ... im Fluß hatte man die Leiche der ju gen Frau gefunden .. . Verunglück! bei einem abendlichen epaziergang, stand im Be» richt... Und nun faß Hauptmann Berken bereit» feit «iner halben Sluude an dem Feldbett de« Obersten von Dellmann, zerschmettert von dem Bescheid, den die Schwester ihm gegeben: ,,E« geht zu Ende". Ein abgeblendete« Licht stand am Lager und im Krn^ebiete vorgeführt, die eine» Einblick in die Schwierigkeiten de« HochgebirgSkriege« ermöglichten, daneben wieder heitere Szene», die den unverwüst-lichen Humor unserer Feldgrauen beleuchte». Der vortragende, Herr Schriftleiter Z. Etz, gab die entsprechenden Erläuterungen, denen er einen gefchicht-lichen Uederblick über die Erleichterung der Krieg«» lechnik vorausgehen ließ. Unser Blick schweifte z»-rück zu den Wagenburgen der Nomadenvölker, den Barrikaden der Griechen und Erdschntzbauten der Römer, zu den Hunne» und Golhen, die wieder die Wagenburgen al« Schutz um ihre Marschlager »er-wendeten. Eine gründliche «caderun» in der ang«» wandle« Krieg«technik brachte die Belagerung von Sebastopol in den Jahren 1854/55. Die von den Russen mit großem Geschick verwendeten Schützen gräden lehrten, daß da» verbesserte Gewehr die Ver-teidigung auS einer vertieften Stellung gestatte. Zm amerikanischen Bürgerkriege, besonder« aber im ruf» sisch-japanischen Krieg wurden von feiten der Japaner zahlreiche Neuerungen eingeführt, die auch für die gegenwärtige Kriegführung grundlegend waren. So hat eine genial angewandte Krieg«technik, die jede» Gelände in der Ebene und im Gebirge genau berücksichtigt, nicht wenig zur Stärkung unserer GtsechtSstellungen beigetragen, w»S besonder« am südwestlichen Kriegsschauplätze, wo unsere Braven gegenüber den Italienern in der Minderheit sind, eine glänzende Defensive ermöglicht, die für den Gegner, der im Anstürme sich befindet, mit großen Verlusten verbunden ist. Die Ausführungen deS Red-nerS, die wiederholt Streiflichter auf da« unvergleich-liche Heldentum unserer Truppen und die Opfer-willigte,: unserer Bevölkerung brachten, fanden leb-haften Beifall. Besonderer Dank gebührt dem k. ». k. StationSkommandanten Herrn Oberst Krestel», dem Stadiamte und dem Veranstalter Herrn Oberleu!-nanl o. D. Fritz Mvndel für die Förde, ungen, die wesentlich zum schönen Gelingen diese» Abend« bei-trugen. Zugssührer Etil bediente den Apparat zur vollsten Zufriedenheit. Leider konnte infolge techni-scher Schwierigkeiten der Prachlfilm über den Hoch-gebiriSkrieg nicht vorgeführt werden. Die am nächsten Tage staltgefundene Schülervorstellung brachte den Reinertrag aus sast 400 K. Ein sprechender Be-wei» für die Opferwilligkeit der Bevölkerung, die bereit» außerordentliche Leistungen in der Krieg«für> sorge aufzuweisen hat. Für die Labestelle am Bahnhof baden gespendet: Al« Dank für eine krwiesene Gefälligkeit de» Herrn Dr. Gollitsch 5 Kilogramm Zucker, ein Kilogramm Tee und 2 Flaichen Sliwowitz; Sam-melbüch'e am Bahnhof l8-40 K; ein stiller Wohl-täter 50 K; anstatt Tee 10 K; Herr Joses Kürbisch 3'/, Liter Rum; Herr Rischner 10 Liier Rum und 5 Kilo Zucker; Herr Jicha, Eafe Merkur, 2 Körbe illustrierte Zeitungen. Wärmsten besten Dank sür all' die lieben Gaben. Neue Bestimmungen hinsichtlich der Kriegsgefangenen. Au» Wien wurde u.« be-richtet: Da« KnegSministerium hat neue Bestimmun-gen für die Beistelluug von Kriegsgefangenen zu Ar-deiten erlassen, die mit 1. März 1916 in Kraft tre- warf seinen matten Sch in aus die regung»lo» hin-gestreckie Gestalt in den Kissen. Kein Ate-n schien mehr diesen Körper zu beleben. Ach, brennend wünschte der Hauptmann, daß da noch ein Zeichen de» Bewußtseins un» ErkennenS kommen möge.. . daß er dem Sterbenden noch danken könnte, uner-meßlich danken . . . Ein pfeifender Ton aus der Brust de« Ober-sten kam feinen Gedanken entgegen. Doch bevor noch Werken e« gewagt, die wächserne Hand aus der Decke zu erfassen, hatte der Daliegende die Augen aufge« schlagen und sah ihn an — starr ^und voll tiefem Grauen . . . Unendliche« Erbarmen packle den Hauptmann. „Verehrter Herr Oberst", stammelte er und wollte sich zu diesem hinbeugen. Allein e« kam nicht hierzu. Die Gestalt Dellmann» bäumte sich hoch auf, wie von unsichibaren Mächten emporgehoben. DaS Rin-gen mit d. Weniger al« 10 Kriegsgefangene dürfe» »ur i»,ga»z besonder« au«nah«Sweifen Fällen beigestellt werden, wenn dies di» lokalen Verhältnisse unbedingt erh«i-scheu und wenn hieraus kein« Unzukömlichkeilen z» besorgen sind. Die eigenmächtig« Verschiebung der Kriegsgefangenen durch die Arbeitsgeber ist flre»g-sten« untersagt. Bei der V«r«end»ng von Krieg»-gefangenen ist auf die besondere Eignung und a»s da« sozial« Niveau de« Kriegsgefangenen Rückficht zu nehmen. Roheiten und Ungerechtigkeiten gegen die Kriegsgefangenen, sowie «in« Verhöhnung dieser dür-sen »icht geduldet werden. Für eine sorgfältig« Ueber» wachung hat wie bisher der Arbeitsgeber durch Bei-stellung von BewachungSleul«». di« bei der politischen BezirkSbehSrd« zu beeiden fi»d, zu sorgen. Der Ar-beitSgeber trägt die volle Verantwortung sür die über-nommenen Kriegsgefangenen. Der Arbeitsgeber iß verpflichtet, den Kriegsgefangenen für den Tag min-besten« eine ArdritSzulag« von 15 Heller zu ge» währen und ist nicht berechtigt, diese «igenmächliß einzustellen. Zm Interesse der Aneiserung der Krieg«» gefangenen wird eS sich jedoch empfehlen, höhere Zu-lag« zu geben. Die Barauszahlung von »lehr als 50 Heller per Tag an Kriegsgefangene ist jedoch verboten. Die Verwendung von Kriegsgefan- Jenen in landwirtschaftlichen Betrieben. >aS SriegSministerium hat sicherem Vernehmen noch die geldliche Beitragsleistung für di« i» landwirt-schastlichen Betrieben verwendeten Kriegsgefangenen mit 1. März 1916 im Einvernehmen mit der ist«»-reichischen und ungarischen Regierung eingestellt. Abg. von Pantz sprach im Finanzministerium vor, um nachdrücklichst dafür vorstellig zu werden, daß die diesjährigen BeitragSlelstungen für die bäuerli-chen Betriebe erhilten und die Koste» vom gemein-famen auf den österreichifchen Staatsschatz übernommen werden. Abg. von Pantz erhielt di« Mitteilung, daß die österreichische Regierung sich mit der Regelung der Frage befasse und der namens de« bäuerliche» Interessentenkreise» vorgebrachten Bitt« tunlichst wird entsprochen werden. Berein „Wandervogel". Ortsgruppe Cilli. Morgen, Donnerstag den 24. d. um 8 Uhr abend« findet im Großgasthose Mohr ein« kurz«, aber Uhr wichtige und »ringend« Besprechung statt. ES werden hiezu alle Mitglied« und Freunde de« vereine« herzlichst eingeladen, bestimmt zu erscheine». Auflösung einer Gemeindevertretung. Die G rungSkommiffär würd« der Stalthaliereikonzipist Dr. Mayerhofer in Eilli ernannt. Reiseverkehr zwischen Steiermark und den Nachbarlandern. Nach einer Kund» machung »eS Statthalter» Grafen Elary vom 16. d. hat der Ab der Kundmachung vom 11. Jänner 1916 zufolge Erlasse? de« Kommandos der Südwestsront zu lauten: „Innerhalb der Grenzen de« zusumme». hängenden weiteren krieg«gebiett« Steiermark ein«r« seit» und Salzburg andererftil« unterliegt der Ver-kehr keinerlei Beschränkungen. E« empfiehlt sich j«» doch, auch bei Reifen innerhalb diese» Gebiete« ein AuSweiSpapier (Reisepaß, LegilimationSkarle, Arbeit«-buch, Dienstboicnbuch) bei sich zu führen. Im Grenz» verkehr zwischen Steiermark und dem anschließenden .»eiteren KriegSgebiete" der Königreiche Kroatien und Slavonien haben sich die reisenden Personen mit jenen Reisedokumenten auszuweisen, die sür daS Be-treten und Bei lassen deS weiteren KriegSgebieteS vor-geschrieben sind." Ausdehnung der gegenwärtig geltenden Kleinhandelspreise für Fett und Speck bis zum 29. Februar 1916. Auf Grund der Ministerialverordnung vom 29. November 1915 sind mit 16. Februar 1916 sitr Schmalz, Gelte 4 A.'ujluje Zeucht Nummer 15 Schmer (Filz) und Rohspeck neue Großhandels-Höchstpreise in Kraft getreten und zwar für 100 Kilogramm Nettogewicht ohne Verpackung für Liefe-runz ab Lahn des Verkäufers: für geschmolzene« Fett (Schmalz) 013 K. für ungeschmolzene« Roh-fett (Schmer, Filz) 577 K, für Rohspeck 556 K. Diese Höchstpreise für den Großhandel bleiben bis 15. März in Geltung Auf Grund der von der Stalthalterei über zahlreiche Ersuchen au» den Kreisen der Klcinverschleißer von Fett und Speck erhobenen Vorstellungen hat da« Handelsministerium gestattet, daß die für die Zeit bis einschließlich 20. Februar festgesetzten Höchstpreise sür den Klein. mit Feit und Speck bis zum 29. Februar in Geltung gelassen werden können, damit der Kauf-«annschast die Möglichkeit geboten ist, die auS der früheren Preiiperiode (16. Jänner bi« 15. Februar stammenden, zu den höheren Großhandelspreisen die-ser Periode eingekauften Fett und Speckbestände, ohne Verlust weiter veräußern zu können. Die nied rigeren Kleinhandelspreise werden daher erst vom 1. März an in Kraft treten und von der Statlhal-terei rechtzeitig festgesetzt werden. Neun Söhne eingerückt. In PlaninSdors bei Montprei» sind von 10 Söhnen de« Grundbesitzer» Jasbez 9 Söhne eiugerücki, darunter 7 ver-heiratete. Bis jetzt ist nur einer davon in Galizicn verwundet worden. Regelung des Eierhandels. Die „Wie-ner Zeitung" veröffentlicht eine Verordnung, betreffend die Regelung des Eierhandels, worin eS u. a. heißt: Zur Versendung von Eiern au« dem Ver-««ltungSgebiete einer politischen LaudeSdehörde ist deren Genehmigung ersorderlich. Derartige Lendun-gen dürfe» von Eisenbahn- und DampfschisfahriSun-ternehmunge« nur dann zur Beförderung angenom-men werden, wenn den Frachldokumenlen sür jede Sendung eine von der politischen Landesdehörde au«, gestellte TranSportbescheinigung deigegeben ist. Diese Bescheinigung ist an der Bestimmungtstation einzu> ziehen. Sendungen, die bei Inkrafttreten dieser Ber> ordnung der Transportanstalt bereits ausgeliefert fiud, «erden durch diese Bestimmungen nicht gelros« f«n. Da« Auskaufen von Eiern von Ort zu On und Hau« zu Hau» für Rechnung von Firmen, die ihren Sitz außerhalb deS Verwallungigediete« der betreff senden politischen LandeSbehörde haben, ist nur den-jenigen Personen gestattet, die sich mit einer schrist-lichen Bewilligung de« Ministerium« deS Innern ««»weise» können. Zuwiderhandelnde gegen die Bor-schrift dieser Verordnung werden von der politischen Behörde erster Instanz mit Geldstrafen biß 5000 Kronen oder mit Arrest di« sechs Monaten bestraft. Einführung der militärischen Post-zensur in den politischen Bezirken Rad-kersburg und Luttenberg. Ueoer Anordnung be« Kommando« der Südweftfiont wird mit dem heutigen Tag i» de» politischen Bezirken Radker«-turg und Luttenderg dir militärische Postzensur eingeführt, deren Bestimmungen bei ihrer Einführung in anderen Bezirken wiederholt veröffentlicht wurden. Die Zensur erstreckt sich nicht auf amtliche Sendun-gen, aus Postsendungen, die für den Bestellbezirk de« Auszabeamtes bestimmt sind, auf periodische und sonstige Druckschriften, wenn sie von ZeitungSredaklio-«en oder von Luch-, Kunst- und Musikalienhändlern I« Geschäftsbetriebe bei den Poftschaltern aufgegeben »erden, auf Feldpostsendungen und aas die zur Abgabe einlangenden Jnlandsendungen. Rohitsch - Sauerbrunn. (Gastspiel Rudolf W > n t e r r i.) In den Sommermonaten, zur Zeit der Fremdenfaifon, vergeht kaum ein Tag, wo unserer Aurdirektion nicht Gastspiel-Angebote der Verschiedensten Künstler zugehen. Doch heute denki keiner an RohiischSauerbrunn, wenngleich e« auch vielen bekannt ist, daß unser Kurort ein Rekonva-leSzentenheim beherbergt, wo viele hundert Miluär-Personen dankbar sür jede gebotene Abwechslung wären. Gew ß! Reichtümer gibt e« keine zu holen und eS ist ein patriotischer Akt der Selb>tlosigkeit, wenn ein Künstler seinen Weg hieiher lenkt. Leider aber geschieht eS trotz allem Entgegenkommen der Direklion nur äußerst selten. Meister Winterri folgte freudig der an ihn ergangenen Einladung und es waren unvergeßliche Stunden, die feine Kun» allen Anwesenden bereitete. Winterri's Leistungen und über« all besten» bekannt und so über jede« Lob erhaben, daß «S zwecklos wäre, dieselbe» neuerlich zu erwäh» neu. Dennoch dürste aber seine Kunst selten so »n-endlich viel Freude bereitet haben und mit so ehrli» cher Begeisterung und Dankbarkeit aufgenommen worden sein als diesmal, und ein solche« Bewußt-sein zählt vielen ja ebensoviel al« klingender Lohn. Unserem Winterri aber entschieden noch viel mehr. Und nicht ail > da« Vergnügen der Vorstellun g selbst ist e», wa» freudig begrüßt werden muß, die Kranken haben nun viele Tage einen Gespräch«stoff der ihnen die Zeit kürzen hilft. Wintern'« Sastspiel war fttr alle Beteiligten ein unvergeßliche« Ereignis, und wir hoffen im Interesse der Kranken, daß der Meister seinem Versprechen «reu, recht bald wieder kommt. Er ist von Allen jederzeit herzlichst will-kommen! Schweres Lawinenunglück bei Salz-bürg. Am 19. d um 2 Uhr nachmittags gingen vom Rölberriedl im Hochköniggebiete zwei Staub lawinen über die Schweizerhülte ab, die zum Teil zerstört wurde. Schimannschaften, welche mit dem Ausschaufeln der in den beiden vorangegangenen Tagen gefallenen Schneemassen beschäftigt waren, wur-den durch die Lawinen verschüttet. ES wurden so fort Rettung«arbeiten, an denen sich auch eine von Salzburg entsendele Sanitätspatrouille beteiligte, eingeleitet. Bis Sonnlag nachmittag« waren 44 Tote und 49 Verletz!« geborgen, welch letztere nach dem Reservespital Bilchosshofen geschafft wurden. Bi« abend« erhöhte sich die Zahl der Tolen auf 55. Rund HO Mann werden vermißt. Erfinder. Marconi ist der Erfinder der draht-losen Telegraphie, d'Annunzio der Erfinder der ge-wissenlosen Demagog», Salandra der Erfinder der skrupellosen Felonie, Viktor Emannel der Erfinder der bodenlosen Infamie und Cadorna der Erfinder der aussichtslosen Strategie. Schützet die Scholle. Für die deutsche Erde! Dieser Rus — so schreiben die Mitteilungen — muß mit ehernem Klänge durch alle Gaue hallen denn zu keiuerZeit war die Gefährdung unserer deut' ichen Heimat so groß wie jetzt in diesem Völkerstreite. Tausend lälige Hände sind sür unsere Schutzwehren im Hinlerlande nötig und der Gedanke der völkiflen Pflicht, muß unter allen Umständen lebendig erhallen bleiben, wenn nicht unwiederbringliche Verluste zu beklagen sei» sollen. An den deutschen Boden machen sich in diesen Zeiten viele Schädiger und Plünderer heran, die mit ihm Mißbrauch treiben wollen. Seine Verkäuflichkeit und Verfchuldbarkeit erle chtert Ver wüsten und Ausbeulen desselben zu Bereicherung?-zwecken. Willkürlich kann jeder Familie die Heiwal entrissen werden; auck der Krieg zertrat vielsach deutsche Siedlungen. Drum ist vermehrte Achtsamkeit der Schutzvereinler notwendig, aus daß wir nicht im Kriegsgelriede an unserem teuersten Volksbesitze heil-lo» 6-chaden nehmen. Der Gülerschlächter Handwerk blüht, die Reichen lauern auf billige« Land, die Jagd-Herren suche» Grund und Boden zur Abräumung und Tausende von Einwanderern schauen noch Kaufs gelegenheile» au» In unruhigen, unsicheren Kriegs-zeiten blüht ja der Weizen der Händler. Wenn die Bauern nach dem Kriege in ihre Höfe heimkehren, werden sie vielfach von der angewachsenen Schulden-last erdrückt werden; desgleichen die Witwen und Waisen der gefallenen Landwirte. Da ist eS eine heilig: Pflicht der Allgemeinheit. deS St«ates, der Gemeinden, die Lcbensmöglichkeilen gefährdeter Bau ernf«milien durch hilfreiche Maßnahmen zur sicheren Erhaltung der Bauernscholle werktätige Unterstützung zu leihen. Der ungeschmälerte Bestand de< Volks boden» muß unsere gemeinsame Sorge und Aufgabe sein. Spenden sür Notstand und Lodenschutz nimmt jederzeit der Verein Südmark in Graz entgegen. Eingesendet. K. k. priv. Böhmische Unionbank. Die Direktion der Böhmische» Unionbank in Prag hat in der gestern stattgehabten VerwaltungSiai» sitznng den Rrchnui-gSabschluß sür das Zahr 1915 vorgelegt. Einschließlich des GewinnvonrageS auS dem Jahre 1914 stellte sich nach Abzug der Berwal lungskosten, Steuern usw. der disponible Reingewinn auf 7,300.745 K. Diese« Ergebnis repiäfen tiert ll1/* Prozent dc« Aktienkapital»; es ist um 1 */, Millionen K'0»e» höher als jenes des Lo,jähre» und um 250.000 K höher als im letzten Fr e denSjahre 1913 Der VerwallungSrat beschloß übe, Antrag der Direktion, der am 9. März 19 l6 stait findenden Generalversammlung die Verteilung einer 7'/,prozenngen Dividende, gleich l5 K per Akiie. vorzuschlagen, 5O0.UO0 K dem Reservefonds 1, 300.000 K einem neu zu schaffenden Spezialreserve-sondS, 100 000 K dem Pensionsverein sür die Be« amten u»o Diener des Institutes zuzuweisen, am Abschreibung von den Bankgebäuden 150.000 K verwenden und den nach der Bestreitung der Tan tiemen und Remunerationen erübrigenden Rest von 372.842 K auf neue Rechnung vorzutragen. D>e Dividende ist um 2 K oder 1 Prozent höher als im Vorjahre und hat da« Niveau de! FriedenSjah« re» 1913 erreicht. Da« Gewinn- und Berlnstkonl« stellt sich wie folgt: Ertragnisse: Gewinnvortrag vom Jahre 1914 319.869; Zinsen von Wechseln, Vorschüssen, Wert-papieren und au« den K»ntokorrenten avzüglich ge-zahlt» Passivzinsen 8,336.196; Provisionen (inklusive de» Gewinne« der Wnrenabteilung) 3,051.933; Erträgnisse des Devisen-, Effekten- und Sonsortial-geschäfte« 2,121.362: unbehobene Dividenden 112 Kronen; Summe 13,829.477. Lasten: Gehalte und Löhnungen 2,708.712; Spesen 1,750.879; Steuern und Gebühren 1,971.444; Abschreibungen am Jnventcr und an Forderung?» 97.697; Gewinn per Saldo 7,300.745 K. DaS Bilanzkonto stellt sich wie folgt: Aktiven: Kassabestände 12,960.852; Effekten 9,622.117; Syndikats- und Kommandilbeteiligunge« 3,372.593; Wechselportefeuille 50,643.837; Reali-täten und Bankgebäude 4,696.510; Inventar 112.306; Debitor?» 94,279.148; Guthaben bei Banken und Banki?rS 80,465.463; Borschüsse aus div?rse Effekten und Kriegsanleihen 302,910.309; Verrechnungskonto der 5'/,prozentigen österreichischen KriegSanleihe 69 205.210; Summe 628,270.950 K. Passiven: Aktienkapital 325.000 Stück Aktien k 200 K 65,000.000; Geldeinlagen 84,571.396; Tratten 7,665.842; unbehobene Dividenden 10.286; Reservefonds 18,850.000; Kreditoren 304,153.412; Verrechnungskonto der 5'/,p oze»!igen österreichischen KriegSanleihe 140,719.269; Gewinn per Saldo 7,300.745 K. Vermischtes. AuSprägungneuerMünzen mit dem kleinen Wappen Eine im Reichsgefetzblatte veröffentlichte Kundmachung des Finanzministeriu« teilt bezüglich des Gebrauches des Wappens der österreichischen Länder und des Wappens der Länder der ungarischen Krone bei der Ausprägung der Münzen folgende» mit: Bei der Ausprägung der jenigen Münzen der Kronenwährung österreichi» sehen Gepräges, welche den kaiserlichen Adler tragen, wird fortan daS mil dem allerhöchsten Handschreiben vom 10. Oktober 1915 festgesetzte neue kleine Wappen der österreichischen Länder in Anwendung ge« bracht werden. Ebenso werden die Münzen ungari sche» Gepräges, welch« das vereinigle Wappen der Länder der ungarischen heiligen Krone mit Engeln al» Schildträger tragen, in Hinkunft mit dem neuen Wappen der Länder der ungarischen heiligen Krone ausgeprägt werden. Hiezn wird aus Wien gefchrie« den; Die Einkronenstücke, die gegenwärtig geprägt werden, weifen keinen Adler al» Aver» auf und werden in unveränderter Weife au» geprägt werden. Die Zwanzighellerstücke, welche voraussichtlich au« Eisen Ende diese» Monat« zur Ausprägung gelan-gen werden, ferner die Zehnhellerstücke «uS Nensil« der, dann die Zwei» nnd Einhellerstücke werden den Adler als Avers «halten und von »un an mit dem neuen Wappen, das heißt mit dem neuen Schilde de» Adler» zur Ausprägung gelangen. Ein neuerdeutfcherErfolg imWirt-fchaftSkriege. Von bestunierrichleler Seite wird mitgeteilt, daß von der Aushungeruugsrechnung un-serer Feinde wieder ein Posten abgesetzt werden muß Zm Sommer >915 habe» Engländer und F anzosen theoretisch einwandfrei nachgewiesen, daß beieiis im Herbst 1915 die deutsche Slahlproduk-lion und dam't die Herstellung der Granaten zu-nächst in der Güte, dann aber auch in der Menge schnell bergab gehen müsse, weil die Manganvorräte nicht länger ausreichen würden und die Zufuhr ausländischer Manganeize unterbunden sei. Daß die Grannen nicht schlechter geworden sind und daß un-ere Truppen und die unserer Verbündeten daran keine» Mangel haben, konnten unsere Feinde inzwi« sche» an allen Fronten selbst feststellen. Immerhin wi'd bei ihnen die Hoffnung geblieben sein, der kiiiiiche Augenblick fei nur verschoben, nicht aufge-hoben. Dieser kritische Augenblick liegt noch in un-absehbarer Ferne. Aus lange Zeit ist Deutschland auch heute noch mit Mangan-rzen versorgt, ohne die Mengen, die deutsche Bergwerke fördern und die zur Not allein ausreichen, um genügende MunitionS» menge > anzuferligen. Der Krieg hat aber darüber hinaus deutsch« Wissenschaft und Technik veranlaßt, sich mit drm Ersatz deS Ferro-Mangan« für Stahl» erzeugung zu beschäftigen. Die Ersatzjrage ist ge» löst. Das Material wird au» inländischen Grund-»offen hergestellt, die sich in beliebig großen Men-ge» im Znlande gewinnen lassen. Anlagen hiesür ftummtr 15 Deutsche Wacht Seite 5 sind schon im Betriebe und noch größere im Bau. Da« Verfahre« wird un» dauernd von der Zufuhr au« dem Auslande unabhängig machen. E« bedeutet gleichzeitig einen Fortschritt und ist wirtschaftlicher al« da« bi«herige Perfahren. Wie auf s« manchem anderen Gebiete, so wird auch hier durch die Poli-tif der Absperrung da« Gegenteil »on dem erreicht werde», wa« ihre Ui Heber beabsichtigten. Ruchhanökmg Kriß Nasch Rathaus- «* gaffe 1 ♦ ♦ «» Rathaus ♦ ♦ gasse 1 Schrifttum. volk««ohlfahrt |U fördernistda« ve« streben de« seit drei Jahren bestehende» Wochenblat. te« für Hau«, Hos und Garten „Mein Sonn-tagsdlatt". Dasselbe ist, wie der Titel bereit« sagt, ein Wochenblatt, da« unter anderen auch sür die Geflügelzucht O.sterreichs in hervorragender Weise eintritt. ES ist ein wohlwollender Ra geber der Hau«-frau in Stadt und Land, des Landwirte«, sowie de« Kleintierzüchter«, deS Gartenfreunde«, überhaupt Je-dermaun«, der sür all da«, wo« aus heimallicher Scholle lebt und wächst, ein Inte, esse hat. „Mein Sonntagsblatt" ist ob seine« gediegenen und beleh-«»den Inhalte« besten« zu empfehlen. E« sollte überhaupt dort zu finden sein, wo e« einem größeren Krei« von Leser» zugängig wird, so in jeder Volk«, und Bere>n«dücherei und Lesezirkeln in möglichst meh-men Exemplaren. In jeder VallSschule. in jeder Psarre sollte e« zu Hause werden. Der Preis die-je« Blatte« «st K 4 50 für da« Jahr, oder K 1 20 »ierteljähng. Der Verlag von «Mein Sonntagsblatt" in Nrutüschein sendet gern auf Verlangen Piohe» »»mmern kostenlos. Rachdruck verboten. Hulllus Afavius. Novellistische Skizze von F'itz Morch. Tulliu« FlavmS wälzte sich unruhig aus seinem Lager, da« er »ach Tisch aus kurze Zeit aufgesucht hatte. Heute abend« zum erstenmale wollte sie ihn »in Stelldichein gewähren, die blonde, stolze Germa-venmaid. Daß sie sein werden würde, hoffte er ja »icht. »er gelehrte Schüler Ovid«, dessen ars amandi tt auswendig wußte, er sagte nch, daß die« voiläu sig außer dem Bereiche der Möglichkeit läge. Aber er wollte schon glücklich sein wenn er n»r ihre Hand berühren, nur den Saum ih-e« Gewände« küssen di'rfe.' Er kam sich in dieser Rolle deS schmachtenden Seladou beinahe lächerlich »or, aber die Leidenschaft war stäiker al« er und er wußte »ichl einmal, wohin sie führen soll». Da« La^tt der Legion war ruhig, nur der klirrend« Schritt der Wachen und >h>« Ruf« waren zu hör«n. Dir Heibstnachl de« Norden« war früh heradgesunken, obwohl es noch gar nicht spät war und die Truppen waren von den Streisereien in den unwiitlichen Wäldern an der Weser ermattet. E« war überhaupt eine höchst unruhige Zeit und «an merkte e« den noidi'chen Riesen an, daß sie ferner nicht Lust hatten, sich dem Joche der Well-hcrien zu deuten! Da hätte e« nun eigentlich Vorsicht gegolten sür da« ganze Heer sowohl wie sür den einzelnen Soldaten und die Person des Befehlhader«. Aber Tulliu« Flaviu«, der Tribun, war nicht vorsichtig. Aus edlem Geschlecht, war er schon »n jungen Iah ren zu ihren und Würden emporgestiegen — und das leichte Blut der Jugend rebellierte zuweilen ge-gen die Pflichten de« hohen Amtes. So war eS eigentlich eine Tollkühnheit, mitten in der Dunkel-h«it deS feindlichen Urwaldes zu einem Abenteuer im Dienste Eupido« hinauszuziehen — aber gerade das reizte seinen jugendlich phantastischen Sinn. Er ließ sich den Brustharnisch gürten und hängte das Schwert um. Aber über diese kriegerische Rüstung warf er nicht das Pallium, den Kriegsmanlel, fon-dern die friedliche Toga ließ er darüber wallen. Einen Reisehut setzte er aus den Kops und rief den Knaben, der ihm mit der Fackel vorauszugehen hatte. E« war nicht einladend im Walde aus den Weserhihen. Wohl lauerte kein giftiges Reptil unter jedem Busch, aber einen Pfad gab« nur da. wo ihn Ur und Wisent mit gewaltigen Hufen getreten hatten. Und der grimme Wolf, d r gewaltige Lär. der riesige Eber, alle jene Reckengestalten unter den riesigen Tieren, mit denen unsere Alvorderen ihre kolossalen Körperkräfte maßen, alle lauerten sie aus den unbedachten Wanderer, der eS wagen würde, ohne starke Wehr sich in diese Wildnis zu wauen Deshalb zitterte auch der Kn^be, der die Fackel zu tragen hatte — er fürchtete sich. Immerhin, ei war ein Sklave, man durfte ihn darum nicht schel ten. Aber auch den Herrn steckte die ©ciorguis des Diene'S an und im letzten Augenblick faßte er noch den Wuisipieß, der an der Wand lehnte, und ver» ließ das Zelt. Im Vorbeigehen ließ e: dem Soldaten, der vor dem Zelte de« zweiten Militärttibun n den wir nach unserem heutigen Sprachengebrauch vielleicht al« Oberstleutnant bezeichnen würden, Po> sten stand, den Befehl zurück, daß dieser ihn vor-kommenden Falles zu vertreten habe. Dann fthnt-ten sie gemeinsam beim zweifelhaften Lichte der Fackel dahin. Manchmal stieß der Fuß an gefallene Baum, stamme, die den Psad sperrten, manchmal schreckten sie aus, wenn es in d:n Büschen knackte und die Wipfel der Bäume unheimlich rauschten — manch, mal auch hielt der Knabe zitternd ven Schritt an. wenn des Wolse« langgezogenes Geheul zu ihnen herüberdrang. Ader endlich winkte die bekannte Lich tung und brachte Tulliu« F.aviuS an das ersehnte Ziel seiner Wünsche. Wie er hierher gekommen? ES war ihm fast wie ein Märchen. Einen großen Eber verfolgend, hatte er sich immer weil« inS Dickicht locken lassen und endlich hatte er über-Haupt nicht mehr gewußt, wo er sich befand. N\ch stundenlanger Wanderung hatte er endlich die L>ch« tung erreicht, durch die ein Bach floß. Und an die» fern Bach saß — sie. Adelgundi« hieß sie, wie er jetzt wußte, und war die Tochter eines der Edelinge, die nicht weit davon ihre Höse halten. Sie saß am User und pflückte Beeren, «l« sie den Fremden sah. wollte sie die Stelle »erlassen — nicht etwa fliehend, sondern langsamen Schrille«, mit trotzig zusammen-gezogenen Augenbrauen. Er aber rief ihr zu, da er der Mundart eini-germaßen mächtig war. Ein hölzernes Gesäß sah er in ihrer Hand, während sie die Veeren in einem Tuch« trug. So bat er sie um einen Trunk Wasser, und sprang über den Bach, der sie von eiaauder tteont«. Er war hingerissen von dem Feuer dieser blaue» Augen und stand längere Zeit in ihrem An-blick verloren. Nach und nach war sie freundlicher geworden und sie hatten ein wenige« miteinander geplaudert, immer aber hatte sie ihn durchdringend angesehen. Sie hatte ihn auch erlaubt, wieder zu kommen — aber nie hatte sie ihm auch nur die ge» ringste Gunst gewährt. Garn überrascht war er da-her gewesen, al» sie ihm beinahe zärtlich für diesen Abend zu einem Stelldichein bestellte. Beim Scheine der Fackel sah Tulliu« jetzt das Gewand der Geliebten hell schimmern. „AdelgunviS!" ..Tulliu« ?" .«r selbst -• „Du hast mich warten lassen — und kommst nicht allein?" „Die Nacht ist dunkel im Wald . . „Und einen Speer trägst Du auch? Zieh" — sagte sie, die Hand aus seine Brust legend, „Du trägst den Harnisch unterm FriedenSkleid." Eure Wilder wimmeln von reißenden Tiere»." .Wird ein Mann davor sich fürchten? Nei» — aber Du führst Löse« im Schild," und sie klatscht« in die Hände, „Jngomar, Wulff, Ehlothen — greift ihn!" „Ha. Falsche I" rief der R?mer erbleichend und hob den Speer gegen sie. Sie erfaßte die Waffe und entriß sie ihm mit Riesenkraft. Schon fühlte er sich auch ergriffen und seine Hände aus den Rücken ge-fesselt. Schreiend löschte der Knabe die Fackel und sprang inS Dickicht. Die Nacht war furchtbar für TulliuS Flaviu«. Noch bevor sie zu Ende war, brach man auf und führt« ihn mit — eine ganze Kriegsichaar dieser Riesen. Und mit Entsetzen gewahrte TulliuS, daß man ihn denselben Weg zurückführte, den er gekom» men war. Seine Legion — oh — die Legion, die ihm der Kaiser anvertraut. Wie hätte er nun erst gejammert, hätte er sehen können, wie die Germa-neu daS Lager gänzlich umzingelten. Und dann plötz-lich ein Hurraruf, und als der erste Streif am Ost» Himmel sichtbar wurde, da standen sich die Gegner kampfbereit gegenüber, aber die Römer sahen, daß e« einen Kamps aus Tod und Leben geben werde, denn ringsum waren ja Feind«. Auf einem Felsenvorsprung, seinen Truppen sichtbar, stellte man den F»*stehend aus: einem Wohnhafte mit 4 Wohnungen, einer modernen Villa mit 3 schönen Wohnungen, einem Wohnhaus« mit Stellungen tör ein Pferd and Rindvieh. ein Bau latz lind einer gut besuchten Gastwirtschaft mit Kegelbahn, Teii h- und Wiesen wirtschaft ist unter »ehr günstigen B dinguugen zu veikauten. Der Vtrkauf kann für die g«nz«* Gruppe oder auch für einzelne Objekte abgeschlossn werden. Anzutragen bei der siädt. Riaiiiäten-vei kehrsvermittlung in Cilli (Stadtami) Sekiei&r Blechinger. Zl uSwcIS über die im städt. Schlach'.hause m der Woche vom 14. bi« 20. Februar 1916 vorgenommenen Schlachtungen. sowie die Menge »nd Gattung des eingeführte« Fleisches. Name Fleischer» Friedrich Johann Manschet M riin Junger Ludwig . «nk« Ber»hard . Kvsiär Ludnnq . L« toschet Jatob P^iq r Luise . . Plev!al Franz . Redeutckeqg Josef SeUak Franz . . Stelzer Jo>«t . . Suppan Johann Swettl Johann . Umega Runolf . Gaftwiu« . . . Private .... ts<iäni listn d,». »iiiflffttfrrtrt ftiriidi m * r: I |S -y o « A a a- & 1 -s <0 3 I Eingeführte« Flei'ch m Kilogramm ü «• (0 U _ _ , s a O I "5 ■"* "6 as lifi (Q Terkau'en. Daselbst ind nui h w-itere drei Wohnhäuser mit ertniefiihieer Oeknnninie xerkättflich. Aos-ku sterteilt die ReaHt&tenferkelmverniitt-looi; dr Stadt g-meinde Cilli (Sekretir Hans kl -h've^r« Sehr nette Villa ii> di-r Bnnuttelbarsten N'be von Cilli. « ■) tock boie Töoi.crn, tun «Vohi.li ,u«. Stall, frease, H^Ulave, Scn«»«i»--s'all, 2 Joch R- bengrund nebst eross r Wiese. Prria 6500 K. Sofort terkänflich. Ansonst erteilt die Rialit&tenverkebrBTer-mittlane der Stadtgenie.nde Cilli (Searetir Hans Bleci in»cer). Striftleitunq, Verwaltung, Tiud und Beklag: BereinSbuchdruckerei „Celeja" in EiUi. — Verantwortlicher Leiter: Guido Echidlo.