Nr. 155. Montag, 12. Juli 1909. 128. Jahrgang. MMcher Mum Vränumerationsprel«: Mit Posiverlendung: aanzjäliii,; 30 ll, l,albjäl,ri„ lb «, Im ssonlur^ aanziähriss ^ «!» «, dalbjäliria N «, I>ül dic Zustellun«, !»« Ha»« <,anzjal,r!l, 2 ll. - Instrtion«aebühr: i>ür llrinr Inftralc ^ bi« zu 4 Zcilcn :>« b. gMrrc pcr Zcilr 12 k; bri öfirrs» Wifderliolungc» pcr ^cilc si l,. 1 ^ Di? «Laibacker Zritunss» rrlcheinl läßlich, mii Nutnahml dcr Tonn- »nd feiertags. Dir Adminiftiotion beflndtl sich MillosiöNiatzc Nr 2«: die Medallion Milloönstrahl Nr, L0. Lprechstunbe» bcr Medallion von 8 bit l0 Uhr ^ vormitiaffi, Unfranlirrlr Vncsc werden nichl angenommen, Vlanustripte »ichl zurückgestellt. Ieleph«n°Nr. der Uc»«l»«n 52. Amtlicher Heil. lir^o, Hilinio» uam6»t0 oäLtopivösßll, p08lü,n«n, 31. kl.V3N8tk». 1909. ^ktknönßjös äoloöds 0 tsm, kjs »6 doäs volitov l!08tn,v^u volileem. V I^judijaui, äuo 8. ^li^l 1900. llvorui »votnill. Kundmachung. ^"^ Die Wahl eines Landtagsabgcordneten aus der Wählerllassc der Städte und Märkte im Wahlbezirke Nudolfswcrt, Weirelburg, Tschernembl, Mottling Landstraß, Gurlfcld. Reifuitz an Stelle des zurückgetretenen Abgeordneten Ivan Plan tan, t. l. Notars in Üaibach, wird ai» 31. August 1909 in den gesetzlich bestimmten Wahlortcn stattfinden. Die näheren Bestimmungen iiber den Ort der Wahlhandlnug, deren Beginn und den Schluß der Stimmgebnng, werden die den Wählern auszufolgenden Legitimationstartcn enthalten. Laib ach, am 8. Juli 1909. Für den l. t. Landespläsidenten im HerzossMme .ürain: Rudolf Graf (khorinsky m. p. hosrai. Seine k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 6. Juli d. I. bun Mitglied».' dec' Herrenhauses des Neichsrates Ludwig Frciherru lion Oppenheim er das lhroßkreuz des Franz Joseph-Ordens allerqnädigst Zu verleihen geruht. Nach dem Amtsblatte zur «Wirner Zeitung» vom ii, Juli 1!>U9 (Nr. :54) wurde dic Weiterverbreitung folgender Preß. erzeugmsse verboten: Nr. l3 .Wohlftand für Alle» vom 4. Juli 1W9. Nr. 6 «iiopliv)'» vom 8. Juli 1909. Nr. 28 .rilczmtm 8v0t» vom 10. Juli 1909. Nr. 10 ,Xov6 Uoljell^ Aovin)'» vom 2. Juli 1909. Nr. Ui «Kürcxi 8ob^ vom 3. Juli 1909. Nr. 53 «Deutsche Vollszeitmin» vom A. Juli 1009. Nichtamtlicher Geil. Der Vatikan und die Türkei. (5ine Hiitleilunft aus Rom versichert, oa^ oic außerordentliche Mission, welche entsandt wurde, um dem Papste die Thronbesteigung des Sultans Mehmed v. zu notifizieren, nicht nebenher mit po-lilischen Aufgaben betraut war. Die Nachricht, daß diese (Gelegenheit ergriffen worden sei, um Verhandlungen mil dem heil. Stuhl über die Frage des Prolelioratcs nder die >talholitcn in der Türkei oder die Errichtung gegenseitiger diplomatischer Vertretungen einzuleiten, ist unzutreffend. Tie Entsendung dieser Mission an sich sonne die sehr freundlichen Worte, mit denen ihr Führer. Ghalib Pascha, bei seinem Empfange durch den Papst der Katholiken gedachte, wurden im Vatitan mit lebhafter Befriedigung begrüßt. Seit dem Pontifikat Pius IX. wurde leine offizielle türkische Mission an das Oberhaupt der katholischen Kirche entsandt. Sultan Abdul >>amid trat nie in einc amtliche Beziehung mit d^m Papste Leo XIII., „ur anläßlich des Priesterjubi-lmm!5 oe5 leyleren betraute der frühere türkische Herrscher den armenisch-katholischen Patriarchen ','lzarian mit der Ausgabe, Leo X>U. seine Glückwünsche und ein Geschenk zu überbringen. Man erwartet im Vatikan günstige Virtungen von der ichigen Berührung mit der amtlichen Türkei, da sie freundliche Beziehungen zwischen dem Sultan und dem Papste eingeleitet Hai, welche für die Lage der Katholiken im ottomanischen Neichc wohltätige Fol' geu herbeiführen können. Englands Politik in Ostasien. Tie von der englischen Tiplomalie in Ostasien, insbesondere in China seit einiger Zeit verfolgte FeuMewn. «Einfaches ^cben» in Amerika. . Aus Newyorl wird dem „Berliner Tagblatt" lU'lchrieben: Seit einigen Jahren gewinnt in Nordamerika eine Bewegung immer mehr an Boden, die "Us ihr Banner dieTe'vise: „Simple Life" geschrie-^'U hat. Einfaches Leben - das heißt mit anderen horten jenes Leben, das schon vor anderthalb Jahr-'Mndcrlen Jean Jacques Rousseau mit den Worten ! "Uckkchr zur Natur" gepredigt hat. Nie alles, was 'n der erregenden Luft des ?)anteeles von Ncuan-""" auftaucht, leicht ins Extreme überschlägt und l'l «rotesten Charakter aunimmt, so stellt sich auch o"5 „Simple Life" in Nordamerika in einen schrof-"l und unvermittelten Gegensatz zu jener Jagd < cy dem Tollar, die die Hauptursache der iu Nord-^'»erita mich bei der Männerwelt grassierenden -^ura,th.'uic ist. Und besonders seitdem Theodore . "">"clt dem Buch eines amerikanischen Arztes, "^ den Stein der „Simple Life"-Beweguug ins si^^u brachte, seinen Segen auf den Weg gab und l,y Mbst m mancher Hinsicht zum Anhänger dieses der Neuen Welt bekannte. ' »'wärmt jung und alt für ein bukolisches Leben im d?r t^"' ^""eben 'st dem Alkohol nnd dem Fleisch c nrieg b,s aufs Messer erklärt, und die Anhänger ^natürlichen Lebens sitzen im Weißen Hanse 'so-sÄ.l " '" ^"^ Palästen der Reichen und in den ""Usern der Mittelklassen. '>, . ^"s Klinm Nordamerikas, das den dauernden l,^F'Uhalt in den Städten so unangenehm gestaltet, In., ) ? ^ jotzt znr Sommerszeit eine neue Rasse " ^ituomaden. Iunuer mehr wird es auch in den . mere,, und unteren Schichten der nordamerikani-'"mi Bevölkerung Titte, mit Kind und Kegel und einer ^cltausrüstung in den Wald oder an die Flutz-ufcr zu ziehen, uiu bald hier, bald dort ein richtiges Indianerleven zu führen. Und wer es sich besonders in dem heißen Ncwyorl irgendwie leisten kann. flüchtet an deu Atlantic, auf die Catskillbergc oder an deu Hudson, um dort wie ein Trapper gekleidet, barfuß und barhäuptig, die heißen Tage zu verträumen. Eine Newyorter Ärztin, Dr. Julia Sears, hat iu Oscawaua am Hudson, dessen Ufer dort idiillischen Charakter tragen, eine Zcltlolonic für busineßmüde Geschäftsleute gegründet, die sich durch strenge vegetarische Diät, Tonnen- und Luftbäder von deu Anstrengungen des Winters erholen sollen. Noch siiupler als simpel leben in Oscawana 4W grauen, unter denen sich viele Suffragetten befinden. In den Mittelklassen ist es die Dienstbotennot, dic viele Familien dem „neuen Leben" und dem Vegetarismus in die Arme getrieben hat. Am auffälligsten wirkt das „Simple Life" iu den Kreisen, die sich durch ihre Millionen bisher mit dem größten Luxus umgaben. Sie wandten sich sogar, übersättigt an den Genüssen, die ihnen ihr Reichtum bot, zuerst dem hygieuischeu Leben zu. Besonders die Frauen der amerikanischen Millionäre sind es, die jetzt in ihren Marmorpalästen, wo fie früher dem verwöhntesten Lcbensgeuuß rauschende Feste bereiteten, immer zahlreicher eiuem spartanischen Askctentum das Wort redeu. Eiu Biskuit und ein Glas Milch isi iu diesen Monaten brennender Hitze in den Millio-i-. >spalästen das Einzige, was man sich zum Frühstück gönnt. Auf den Tischen, die sich früher zum Diner nnter der Fülle erotischer Leckerbissen bogen, spielt Fleisch nur noch eine winzige Rolle, und die Gast-gl'berinueu iu der Newyorler Gesellschaft wetteifern jetzt miteinander, durch Gemüse, kalte Reis- und Mehlspeisen, Obstsuppen und Früchte die bisherige Mauuigfalligteit auf eine leichter verdauliche Art ^u ersetzen. Dabei geht der Amerikaner, geht selbst die Amerilauerin in der Verherrlichung des „Simple Life" noch weiter als der Engländer, der von einer anderen Seite, vom Sport her, aus der Überkultur der Städte zur Einfachheit der Natur geführt wird, und der gleich dem Vetter jenseits des Ozeans seine beste Erholung zur Sommerszeit darin sucht, im ^elt oder auf deu rolleudeu Rädern eines eigens dazn erbauten Haus- oder ausrangiertcu Eisenbahnwagens durch Wald und Feld zu ziehen. Der Ame-rilmier geht. was die Enthaltsamkeit vermeintlicher schädlicher Genüsse anbelangt, um seiner Nerven willen noch weiter: er vermeidet be»m Essen alle Sorten Käse nnd beim Trinken Kaffee uud Tee. Wasser, Fruchlsäfte und Milch löschen allein seinen Durst, und ein Eingeweihter hat sogar ausgerechnet, daß Milliardälinnen wie Mrs. John Jacob Astor und Miß Helen Gould, seitdem sie sich zum ..Simple Life" belehrt haben, ihre tägliche Nahrung mit siebzig Pfennig bestreuen. Zwischen den Mahlzeiten treiben sie schwedische Gvmnastil oder tummeln sich auf dem Rücke,, eines Pferdes. Mrs. Bryce, d,e Gattin des britischen Botschafters in Washington, ist Vegetarierin nnd anch die offiziellen ^uhrerm-neu der amerikanischen Frauenwelt Mrs. Sherman, die Gattin des Vizepräsidenten, und Mrs. Taft, dte Frau des Präsidenten, sind treue Schülerinnen der Lehre vom Naturleben. Nur dem Präsidenten, dem zwei Beniner schweren „Big Bill", den seine Gattin eine Zeitlang dazu veranlaßt hatte, mit zwei Mahlzeiten an, Tage auszukommen, scheint das „Simple Life" nicht bekommen zu haben. Er ist jetzt zur Fleischdiät und zu seinen regelmäßigen drei Mahlzeiten an, Tage zurückgekehrt, und er scheint auch iu dieser Hinsicht nichl ganz die Politik zu verfolgen, die sein Vorgänger im Weißen Hause zur Marime erhoben hatte. Laibacher Zeitung Nr. 155). 1406 12. Juli 1909. .Richtung findet, wie man aus London schreibt, bei Kennern der ostasiatischen Politik durchaus keinen Beifall. Man betont, daß das Vorgehen Englands in Ostasien mit seiner klugen Haltung gegenüber denjenigen europäischen Staaten, auf deren gmen Willen in London grosses Gewicht gelegt wird, in Widerspruch stehe. England hat in Ehina in der Zeit der Schwäche dieses Neiches monopolisierende >lun-zcssionen und Zusagen erlangt, die mit dem heutigen China so wenig zu tun haben, wie die Erlangung von Begünstigungen unter dem alten Regime in der Türkei mit den: neuen. Sobald die chinesische Regierung mit Angehörigen anderer Ttaaten verhandelt, stellt sich sofort ein Protest der britischen Regierung eilt. Als es sich um Vahn-anleihen mit anderen Finanzgruppeu handelte. Protestierten die englischen Interessenten, trotzdem sie selber solche Anleihen wegen ungenügender Bürgschaften zuvor nicht aufgenommen hatten. Gerade in der letzteren Begründung, die immer nachdrücklicher in der englischen Presse verfochten wurde, das; die chinesischen Sicherheiten nicht genügten, lag eine zweifellose Schädigung des internationalen Credits Chinas, mithin ein unfreundlicher Akt. Nach langen, nicht gerade angenehmen Verhandlungen wurde die Sache endlich geregelt, aber der in China zurückgebliebene Eindruck ist der denkbar schlechteste. Man wirft in chinesischen kreisen die Frage auf, ob England sich je erlaubt hat, in Japan ebenso aufzutreten. Man erinnert an die Angelegenheit der Fort-seyung der chinesischen Nordbahn, deren Kontrakte an eine englische Firma vergeben waren und die vollständige Passivität, welche die englische Regierung beobachtete, weil eben Japan der andere interessierte Teil war. Man weist in den erwähnten Kreiseil darauf hin, daß andere Mächte, wie Deutschland und Amerika, in China in ganz anderer Weise vorgegangen sind. Sie haben dem wiedererwachenden China Vertrauen gezeigt, und China werde dies vergelten. Tiefe Macht braucht jetzt Freunde, welche mit Zuversicht auf ihre weitere Entwicklung blicken und nicht als rücksichtslose Eintreiber alter, fragwürdiger Verpflichtungen auftreten, überdies die Kreditfähigkeit Chinas zu verriugcrn trachten. China bedarf auch keinen Vormund. Tic immer erneute Verbürgung der Integrität des chinesischen Reiches in allen asiatischen Abkommen Englands hat den ersten Anstoß zur Unftopularität Englands in China gegeben. Tie jungen Chinesen, die sich durch diese Klauseln gcdemütigt fühlten, befinden sich heute in leitenden Stellungen und arbeiten mit größtem Ehrgeiz darauf hin, China zu einer imponierenden Stellung zn bringen. Politische Uebersicht. Laibach. 10. Juli. Tas „Fremdenblatt" führt in einer Betrachtung über die Lage in Ungarn aus. daß jetzt noch einmal die Gelegenheit geboten ist, und vielleicht die günstigste, die Krise zu lösen. An Stelle eines königlichen Venrauensmaunes wird das wieder- ernannte Kabinett ein Vertrauensmännertolleg bilden, das während des Sommers auf dem Boden, ocr durch die Entschließungen der Krone angesichts der parlamentarischen und Regierungstreue geschaffen worden ist, die psychologischen Voraussetzungen einer gedeihlichen Politischen Entwicklung in Ungarn großziehen mag. Wie man aus Sofia schreibt, weist das Orgalt der demokratischen Partei, „Preporec", die voll der oppositionellen Presse gegen die Regierung erhobenen Angriffe, betreffend die auswärtige Politik, mil folgenden Erklärungen zurück: Wir sind ein kleiner Staat ohne befestigte Politische Bande und iil einer besonderen Lage auf der Vallanhalbinsel. Wir müsseil mit allen Mächten in gleich guteil Beziehungeil stehen und dem Kampfe derselben möglichst fernbleiben, da ein Bündnis mit einer derselben Gehässigkeit gegen eine andere voraussetzen würde, wir aber durchaus keine Ursache haben. Gegner irgend einer Macht zu sein. Unsere Politik ist eine Politik der Loyalität und der Tradition. Wir können lein Werkzeug irgend einer Macht sem. Tainit soll allerdings nicht gesagt sein, daß wir die Achtung vergessen, welche wir unserem Befreier Rußland schulden, und ebensowenig, daß wir die großen wirtschaftlichen Interessen aus dem Auge verlieren, welche uns mit Österreich-Ungarn - verbinden. Nach einer Meldung aus Sofia erklärte ein Mitglied des Kabinetts mit Bezug auf die Gerüchte über eine bevorstehende große bulgarische Anleihe, es bestehe augenblicklich nicht die Absicht, eine solche Allleihe aufzunehmen, weil hiefür kein dringendes Bedürfnis vorliege. Trotzdem werde die Frage studiert werden und die Regierung werde sich über die Möglichkeit und die Bedingungen für eine in einein späteren Zeitpunkt aufzunehmende Anleihe unterrichten. Nach einer Meldung aus London wird sich König Eduard am W. Juli nach Cowcs begeben, um dort am nächsten Tage die große Flottenrevue abzuhalten. Mit Bezug auf das neuerlich auftauchende Gerücht über einen im Laufe des Sommers zu erwartenden Besuch des Präsidenten Falli« res in Epa-nien wird aus Paris gemeldet, daß nach Mitteilungen aus amtlichen Kreisen der Plan einer solchen Reise bisher nicht besteht. Tie französische Kammer nahm mit 54nan die Tonne während der ganzen Iohauuisnachl am Horizonte sehen saun. Der Generalgonvernenr machte sich mil seiner Begleitung zur Besichtigung dieses Schau, 'vieles auf./Bauer» folgte» aufmerksam den seltenen kästen. Dabei übleil sie ihre phl)siognomischen keuut-nisse au den ^ügen des GeneralgonverneurS uud ge-rieteil dabei ill eiuen harmlosen Streit über die ^rage, ob er leutselig oder stolz uud linzngällglich sei. Es wurde beschlosfei', eineii Versuch anzustellen. Einer der Bauern ging auf den Geueralgouvernenr zu und fragte 'iuuisch: „Wieviel Uhr ist es?" Ter Geileral versta,ld die T^rage nicht, aber sein Adjulaul autworlele für ihn: „Es ist gella»! 12." „Das habe ich anch gedacht!" ant» worlele der Bauer, machte mit uuerschüllerlicher Ruhe seine Verbeugung uud ging zurück zu den Kameraden, die entschieden, daß Beckmann lein stolzer Mensch sei. — » Indien ist die Wilwelwerbreunnng überwnnden, aber ein „neuer" Tod ist an die Stelle des Scheiterhaufens getreten, ein zweifacher Tod, so hart, wie ih» nur die l'üude Inbrunst des tiefwurzeluden ^analismus ersiu-neu sonnte. Iu der Rivifla delle Miifioui gibt ein in Illdien ivei lender Missionär eine erschütternde Schi!» derung der Erniedrignnge» und Demüligungen, die die >»discl,e Witwe heute an Stelle des Scheiterhaufens ^dulden mnß. Ter (klaube der Inder beschuldigt die überlebende Wilwe, den Tod des Mannes vernrsachl zu haben, und sie wird dann „ehelich degradier!". Wenn ber Mann bestattet ist, versammeln sich die Anverwand. ten bei der Witwe, die dann mit prächtigen Gewändern und Juwelen geschmückt wird. Aus einer Sänfte, ähn»' lich der, die sie am Hochzeitstage benutzte, briugt mail sie an die Opferstelle und hier werden ihr uuu die Juwelen, Blumeu uud Seideukleider vom Leibe gerissen. >chr Haar wird abgeschnitten, der Kops rasiert nnd das Ehezeicheu, das sie am Halse trägt, zerrissen: erst dann ist sie wirtlich Wilwe. Von dieser Stnnde an a.ber ist ihr lieben uur noch das der untersteu Magd im ^ausc. Tie Muller muß selbst das Lächeln ihrer linder entbehren, deiln ihre Söhne betrachten sie als die Schul» bige am Tode ihres Vaters. Te» Gläubigen ist sie ein "bsctM, ulld alles ivende» verachtungsvoll den Blick von ^r Uuglücllicheil. Viele ^raueu haben dies snrchlbare ^iarlyriu», nicht ertragen sönnen und freiwillig den ^od vorgezogell; sie begehen Selbstmord. 1907 zählte '"an in Indien nicht weniger als 21 Millionen Witwen, darunj^ 700.000 jnuge Geschöpfe, die noch uicht groß. lahrig wareu uild so iu der Blüte ihrer Iugeud leben» ^'si als tot erllärt und einem bitteren Daseiil voll Demütigungen nnd Verachtungen preisgegeben sind. ^ ^ Mne Mitqift in Nricsmnilcn.» Die leidige ^rcta.^vage, die seil einiger ^eit der Diplomatie wieder .l zu schassen machl, hat als vergängliche Begleit» "lcheinuüg anch eine tnriose Mitgiftsgeschichte a»s Licht ?,^ ^ffentlichsei! gebracht. Eiil Sergeant des sranzö-'!,chl'» Kontingents der Besatnmgstrnppen halle sic!) fahrend seiner Dienstzeit i» den Kolonie» mit einer '"soli», verheiratet, die ihin an Vermögensslücteu nichts weiter in die Ehe gebracht als zwei Briefmarke». (5s !!n^"', "llerdings zwei alle Postwertzeichen der Insel ^ ""Mus, die so selten geworden und heute so gesucht , ,,,< da^; t,^. Sammler gern u»d ivillig für ihren Er-l' > ^'^ p"ll^' Tansendfrankennoten aufwenden. Die ^>den Marleu hatten einen Marltpreis von 4000 ^rallfsn. der glückliche Besitzer dieser papierenen Mit-(h »'!"". ?s iudesseu vor, die Marsen nichl sosorl zu .>,,,' ^' machen, sondern sie mit Rückfichl ans den zu lwarl>,i^,, Wertzmvachs, ans den ihn ein Sachverstän-ii?! ^"l'inerssam »,achle, liegen zu lasse». So ließ er ' u) oc!,n füv die beiden Marle»kleillodie» ein funftvolles . u> ans^tige», ^^ ^. ^^ ^,^. ^^„h„„^ des französi-^"n ^tominandos auf 5lre tlingende Münze umzusetzen. Nr' "^ ll^ine ..Injel der Teli.qc,,".» Die lleine Insel >lils<> '^"""'' ^'^' ^uva 15 englische Meilen von der I!!,,- ^"" Maine entfernt liegl nno auf der iusgefam! dn s! '^"'s^'"' >4 Männer, ,!i prallen und I^ ^in- > I^'^lich und sorgenlos dahinleben, lann man ei»e ^njel der Seligen" nennen. Jede Familie hat ihr "l'Nes hübsches Landhaus, ^wei ^ischerl)äuser. eine ">'e ^andnngsbrücke nnd eiii sleines SchnIhanS, das ,. " eiilci Kuppel belrönt ist, das sind die übrigen ^ ""ten aus dem idyllifchen Eiland. Der Friedhof be- fleht nur aus zwei Gräbern lind fast nie war es nötig, daß eill Arzt die INsel besuchte. Äranlhcit, Not uud Hunger sind uubesanut. Moslitos, Nallen verirren sich nie aus die abgelegene Insel, auf der auch der Nar» loffelläfer nnbelanut ist. Nie werdeu die Türeil ver-scblossen. Da ans der Insel keinerlei Straßen angelegt werden, so gibt es anch leine Gemeindesteuern, die bczahll werden müssen: die einzige Abgabe, die die Bewohner von Erie Haven entrichten, ist ein Beitrag für die Erhaltnng der Schule, iu der ihre Kinder den Nnlerriclit empfangen. lDao vergessene Hemd.j Von der Vergeßlichkeit Saume! Tal)lor Eoleridges, des berühmten englischen Dichters, dessen Phantasie so oft am Tage in die ^-erne schweifte lind die einfachsten Dinge des täglichen Bebens blindlings übersehen sonnte, erzählt ein Nachkomme des Poeten eine amüsante Anekdote. „Der Dichter", so be» richtet Arlnr Eoleridge in einei» Vortrage, den er im Eollege für arbeitende Thraueu in London gehalten hat, „beschloß eines Tages, seinem Neffen Sir William Hari Eoleridge einen Vesuch abzustatten. Er reiste auch von Higheale nach Holborn. Es war sehr salles Wetlei nnd es s!el aus, wie der Dichter sorgsam den herans» geschlagenen Kragen seines zweireihigen Jacketts am Halse zuhielt. Ter Neffe wunderte fich, aber sein Er. staunen wnrde noch größer, als er schließlich bemerkte, daß sein berühmter Onkel lein Hemd anHalle. Der be> forgle Neffe »lachte ihm Vorwürfe, der Dichter aber anlworlete ganz hilflos nnd traurig: Es tut mir leid, lieber William, es tut mir wirklich leid, aber ich habe meiu Hemd anzuziehen völlig vergesfen. Der Neffe gab n»n dem Dichter eines feiner Hemden, aber", so schloß der Vortragende seine» Bericht, „ich bedaure, sageil zu müssen, daß das Nleidnngsstück dem nrsprünglichen Be> sitzer nie mehr zurüctgegebeu wurde." Lolal- und Prouinzial-Nachnchten. Tchulnachrichtcu. Der Jahresbericht des f. k. Zweiten Slaatsghmna-siums iu ^aibach euthäll an erster Stelle einen Katalog der ^ehrerbibliothet von Prof. Dr. Ivan Tertnil, dann eiuen Bericht über die T^eier des 60jährigen In. bilänms Seiiler Majestät des Kai fers vom provi-forischeu weiter ^inil dem Bildnis Seiuer Majestälj, worin die NegiernngSzeit des Monarcheil in erhebenden Worten geschildert wird, schließlich.Schuluachrichleu. Der Lehrkörper beslalld aus 23 Lehrlräsleu fiir die obligaleil und ans 9 ^ehrlräsleu für die nichlobligaten i^ehrgegeii. släiide. Die Zahl der Schüler betrug am Schlüsse des Schuljahres 430 nnd 3 Privatislen. Die M»lleri,prache war bei 422 ^ 3 Schillern die slovenische, bei 3 die Noatische, bei 4 die böhmische lind bei 1 Schüler die deutsche, die Konfession bei 429 -! 3 Schülern die römisch.katholische, bei ^1 Schüler die evaugelische. ^sür die höhere Klasse waren vorzüglich geeignet 38, ge-eignet 284 "!'I, im allgemeinen geeignet 33, nicht ge> eignet zogeu Slipeiidieu im Gesamtbeträge von t>1 üü lv 97 l>. Die Einnahulen des Unlerslützniigssoilds betrugen 427 K 8l> >,, die Alisgaben 424 K 83 !>. Der Jahresbericht des !. k. Staalsglunnasiniiis lnit deutscher Nulerrichlsspraclie iu ^aibach enthält den Programmanfsatz „Von Florians ,!.',^ ls I I ^ehrt'rästeu siir die obligateu und ans 6 ^ehrlrästen fiir die uichiobligaien Lehrfächer. Die ^ahl der Schiller z» Ende des Schuljahres betrug in alien fünf Klassen 1l5 öffentliche Schiller uud l<> Privali-stinnen. Die Muttersprache war bei 100 ^10 die delilsche, bei 9 die sloveuische, bei 2 die ilalienische, bei 2 die böhmische, bei 1 die kroatische uud bei 1 die ungarische, das Religionsbekenntnis bei 1 l I >-9 das römisch, kalholische, bei ! das griechisch-orienlalische, bei 3^ 1 das evangelische, ^um Aufsteigeu »varen vorzüglich ge> eignet 29 -j' 7, geeignet 72 j^ 2, i,n allgemeinen ge» eignel 5, nicht geeignet 8^1; ein Schüler erhielt die Bewilligung zu eiurr Wiederholungsprilsuug. Das Schulgeld betrug 4200 l<; 5 Schüler geuossen Slipen» dieil im Gesamtbetrage vou 775 l<. Der Unterstützungs» sonds halte 702 l< 8 li Eiuuahmeu uud 54li I< 94 !> Ausgabeu. Der VIll. Jahresbericht der städtische,, Oberreal» scluile in Idria bringt zwei Aufsätze, uud zwar über die Integration der rationalen Vruchsunklionen von Ivo Tejlal und über eiue populäre Erklärung des Induktiousstromes von Julius Nardiu, deueu sich die Schulnachrichte» anschließen. Der Lehrkörper zählte 9 definitive nnd 4 snpplierende Lehrkräfte' die Schlile »rnrde am Schlnsse des Schuljahres von 259 össenl. !ic!)e» Schillern solvie von 5 Privalisle» besilchl. Die koilfession war bei 258 Schülern die römifch.latholifche, bei I die evangelische, die Mutlersprache bei 254 die slovenifche, bei 3 die deutsche, bei 1 die kroatische und bei 1 die böhmische. ,^um Aufsteigeu wareu vorzüglich ge> eignet 18 Schüler, geeignet 158, im allgemeinen ge. eignet 10, nicht geeignet 55 Schüler. Eine Wieder-holnngoprüfung wurde 22 Schülern gestattet; 6 Schiller blieben uugeprüst. Eiu Schulgeld wurde uicht entrichtet. 8 Schüler bezogen Stipendien im Gesamtbetrage von 1661 1v 23 b. Der Unlerslützungsverein beteiltc arme Schüler mil Schulbehelsen, auch erhielte» 54 Schüler Kleiduugsstücke im Werte vo» 902 K 90 l>. — Dic mit der Realschule in Verbiuduug stehende Vorbereituugs' llasse zählte 4H Schüler; alle wareu Katholikeu und Sloveueu. ^»m Aufsteige» wareil 2 vorzüglich geeignet, 4! geeignet, 5 nichl geeignet. —^. An der fünfllaffigen Mädchenvollsschule in Krain-bürg unterrichteten nebst der Schulleileriu zwei Kate» cheten, drei definitive Lehrerinnen lind eine Hilfsleh» rerin. Die ^cchl der Schülerinnen betrug am Schlüsse des Schuljahres 189. Die Konfession war bei allen die römisch-salholische, die Muttersprache bei 186 die slo» venische, bei 2 die dentsche nnd bei einer Schülerin die böhmische. Der Fortgang war bei 154 Schülerinnen gul nnd bei 32 nngenngend: ^ Schülerinnen blieben »n« geprüft. Teille Majestät der K a i » ser hat den, Minislerial'rale ii» Ackerbnuminislerinm Herrn Wenzel Goll ailläßlich der von ihm erbelenen Versetznng in den dauernden Rnhestand das Ritlerkreuz des ^eopold'Ordens verliehen. jTitel dcr staatsanwaltschastlichen PcamllN.j Durch kaiserliche Enlschl,eßn!lg vom 29. Inni !. I. ivurde genehmigt, daß die Oberstaatsanwälte der junf-ten Rangsllasse den Titel „Hosral uud ^berstaals» anivall", die Staatsanwälte der sechsten Rangsllasse den Tile! „Erster Slaalsanwall", die Staalsa,'N^Ilsnbsli. lnten der siebenten Rangsklasse den Titel „Slaais' änivall" und die Staalsanwallsnbsliluieu der ach!evollbesugte> Tlaatsanwälle, der sechstell Rangsllasse angeslelll; diefe erhalteil jetzt beide deu Titel „Erster Slaatsanwall". Wenn anderswo infolge ausnahmsweiser Verfüguugeu bei der Nesetzuug von Dienststellen oder infolge von Ernennungen «ui ,»«,--^<>ni,in nnd dergl. ablveicheild vom fl)stemisierten Stande zivei Ersle Staalsanwälle oder zwei Tlaalsanivälte nei einer Behörde tätig sind, so wird nach der Verorduung des Iustizministers zur Vermeidung von Verwechslnn. gen der Umfaug der Nerechtiguug des Ehefs der Staatsailivaltschaft dadurch erlennbar gemacht werden, daß seinem Titel die ^uultiousbezeichnuuq „keilender" vorailgestellt wird !.,leitender Erster ^taatsanwalt, leitender Ttaatsanwalt"). - iu ^andslraß nach Stein, de» Richter Dr. Jakob Jau iu Krouau nach Gnrlfeld nild den Richter Alois Ehr» I ich in Tscheriiembl nach Eberndorf versetzt, dem Rich-ler T^ranz P e >' n i k eine Richterstelle in ^andstraß ver» liehen, schließlich deii Nezirlsrichter nnd Gerichtsvor-steher Dr. Stephan Kranl iu ^oitsch uuler Belas. snug aus feinem Dienslposleu znm ^andesgerichlsrate, »veilers de,l Auslultauleii Joses ^ e >l a r t zum Rich» ter sin Krouau u»d den Auskultanten Joses Jan 5a zum Richter für TscherMiubl ernannt. IGenchmisstc Ttaiutcnändcrunq.j Das Mini-sterilim des Innern Hal die zufolge der Befchlüffe der Generalversammluug der Altiouäre der 5/aibacher Aktiengesellschaft für Gasbeleuchtung iu Laibach vom 26. Juni 1908 geänderte» Slalnte» dieser Gesellschaft genehmigt. " lVcrleihunss eines 3iislplahre> dcr Kaibacher Zrauenovcreinosiiftunq.l Der Herr l. l. ^andespräsident im Herzogtlime Kraiil ha! den in Erlediguug getooi-menen Stistplatz der ^aibacher ^rauenvereinsstistunc, im Iahresbetrage von ioo K dem Invaliden Valentin i7grin ans Mannsbnrg ans ^ebe»sdauer verliehen, —r. ^ «Belobende Ancrlennun«,.» ^'ir die unter schiv,e. rige» Verhältnifsen mit besonderer Sorgsalt und Ge-ivissenhastigkeit beivirlte Ansarbeilxng der Mod'Hye-rnngselaborate 1909 Hal das k. ". k. KorpSlouiinando die belobende Anerlenuung ausgesprochen: deul Halipt-maun Bruno K erschu er des Iusauterieregiments Nr 7, dem .^auplmann Richard Kleinoscheg des Infanterieregiments Nr. 27, dem Hauplmauu Ottolar Weeger des Infanterieregiments Nr. 87 sowie den Militarverpslec/oberosfizialeil Rudolf Rubbia des Mililärverpslegsmagazins in Trieft und Viktor Ja-»anfch des Mililärverpflegsmagaziilß iu Klage»furt. " lunqcn auo dcr Prairio.j Bei Verwaltung des Gemeindeverinögens genießen die aintlichen Organe der Gemeinde den Schutz des 5 68 St. G. — Dcr Vcr-pflegskoslenausweis des k. l. allgemeinen Krankenhauses in Wien bildet leinen Exelutlonstitel im Sinne des 5 l. Z. 13 E. O. —r. Üaibacher Zeitung Nr. 15-V 1408 12. Juli. 1909. — Aufnahme in die Pioniertadcttenjchule i, Hainbur^.j Absolventen von mindestens vier blassen einer Mittelschule tonnen mit Beginn des kommenden Schuljahres in die Piunierkadettenschule in Hainburg a. d. To»,au aufgenommen werden. Prospekte dieser Anstalt, in welcher die Zöglinge zu technischen Offi» zieren herangebildet werden, werden auf Verlangen vom Schnlkouunaudo kostenfrei zugeschickt. — Die Aufnahms. gesuche sind bis längstens 15. August einzureichen. — jDic vicrtlassiqe Privatvolköschulc für Knaben des Deutschen Tchulvcreincs in Laibachj wurde im ab» gelaufenen Schuljahre von 185 Schülern frequentiert. Davon »varen t84 der deutschen nno I der italienischen Nationalität. Von den 46 Schülern der 4. Klasse traten 35 in eine Mittelschule über, 2 wiederholen die Klasse und 9 wenden sich anderen Schnlen Zumeist Gewerbe» schulen) zu. Das neue Schuljahr jdas 25ste seit dem Bestandej beginnt mit den Einschreibungen am 13., 14. und l5. September. " crg.> Wie man uns tuitteilt. wurden bei der stattgehabten außerordentlicheil (henossenschaftsversammlnng der Genossenschaft der handwerksmäßigen nnd verwandten Gewerbe in Adels» berg an Stelle des verstorbenen Genosseuschaftsvoc. stehers, Herrn Anton Ditrich, und seines gleichfalls verstorbenen Stellvertreters, Herrn Josef ^nocente, zum Genossenschaftsvorsteher Malermeister Herr Io» hann Zwölf, zu seinem Stellvertreter Schuhmacher» meister Herr Lorenz Bizjal, beide aus Adelsberg, zu Ansschuhmännern die Herren Georg Smerdel, Schuhmachermeister, Johann I n n c, Hufschmied, nnd Johann Sever, Tischlermeister, sämtliche aus Saukt Peter, gewählt. —r. — sPercinswesen.j Das k. k. Landespräsidium in Laibach hat die Vildnng des Vereines „Iv^toli^ko «la-vonßko lxoliru/X'Vüino >lervn zum Gegenstaude hat nnd sich nach einer kurzen Einlei» tung in die Zeit der Aufklärung und in die der stove» nischen Romantik gliedert. Prof. Grafenauer leitet die ersten Keime der slovenischeu profanen Poesie aus den Reformen des aufgeklärten Absolutismus ab und stellt als Vorbilder den französischen Klassizismus sowie die deutsche vortlassische Literatur uud dle österrei» chisch»deutsche Literatur hin, während er die slo» venischen Romanliter in zwei Gruppen teilt, von denen die Elavisten Kopitar und Jarnik die ältere, die Dich» ter Pre^eren und Vraz hingegen die jüngere roman» tische Richtung vertreten, wobei noch bei den beiden letztgenannten die Zweiteilung in einen Grazer illyr,» schen und in einen Laibacher sloveuischen Kreis zutage tritt. Wir habeil Grafexauers Wert' mit regen. Inter» esse gelesen, und zwar erstens deswegen, weil es streng objektiv gehalten ist und zweitens, »veil es sich durch eiue lebensvolle Darstellung auszeichnet, die, fern von alle», Schulmcißigell, den mitunter spröden Stoff belebt und einzelne Phasen oer slovenischen Lileratnrgeschichte, in ein scharfes Licht rückt, wozn Ausblicke auf die direl» teu oder indirekten Einflüsse der fremden Literaturen wesentlich beitragen. Prof. Grafenauer schuf in seinem Wcrte trotz oder eben wegen der prägnanten Darstel» lung charakteristische literarische Porträte, die fest in ihrem Milieu wurzeln. Selbstverständlich ist eil, grußer Teil des Buches dem Schöpfer der slovenischen Dicht» kunst, Pre^eren, gewidmet. Neue Taten tonnten da allerdings uicht hineingebracht werde»,, doch zeichnet nch diese Partie ourch die logische Konstruktion der Wechsel» beziehungen zwischen Pre^crens lilerarischer Tätigkeit und seinen Lebensverhältnissen sowie durch zutreffende Schlußfolgerungen ans. Prof. Grafeuauer verrät in sei» ner gehaltvollen Arbeit große Vertrautheit mit dem be> handelten Stoffe, der sich auf die besten Quellen stützt, aber auch großen Hleift, oer eine lichtvolle Darstellnng ermöglichte. Seine Literaturgcschichte ist um so freu» diger zu begrüßen, als darin zum erstenmale in ge» schlossener, selbständig bearbeiteter ^orm eine der wich» tigslen Partien aus dem Geistesleben der Slovene», znr Vorführung gelangt. Auf die Fortsetzung taun man mit Recht begierig sein. — Preis eines broschierten Er/m» plarcs 2 lv. — l..Musik für Allc."j Die „Geisha", die popu-lärste und lieblichste englische Operette, bringt soeben die im Verlage von Ullstein u. Ko., Wien, l., erschei» nende ueneste Nummer der „Mnsit für Alle". Das Wert, das sich, wie bekannt, inhaltlich wie musikalisch mit dem modernen Wunderrcich des Orients, mit Japan, befaßt, ist nahezu über alle Bühnen ^mit glei» chenl Erfolg gegangen, birgt es doch eine ^ülle der schönsten ui,d' gefälligsten Melodien. DaS „Geisha". Heft der „Musik für Alle" beginnt mit dem anmutigen Lied vom verliebten Goldfisch. Es schließt sich oaran das Duett von Mimosa und Fairfax, „Kußunterricht" und das Walzerlicd „O tanz, dn kleine Geisha". Typlsch englischer Natur ist das „Chon.Kina»Lied" sowie der flotte Marschchor, dessen exotische Melodien einen eigen« lümlichcn Reiz ausüben. Die weiteren Nummern brin» gen die Tanzlieder „Dcr Kletteraffe", „Der boshafte Pavagci" und vor allem das überaus lustiye Couplet ,M)in»chin»chiliaman". Erwähnen wir noch das zweite Walzerlied „Lieb, lieb so wundersüß", so sind die mar> kantcsten Piöcen dieser Operette wiedergegeben. Es sei noch auf den einleitenden Artikel mit dem reichen Bilderschmuck hingewiesen. — Das Geisha.Hcsl oer „Musik für Alle" ist zum Preise von 60 l> durch alle Buch» und Musikalienhandlungen sowie direkt vom Ver-läge Ullstein u. Ko., Wien, 1^, zu beziehen. — Auf den ^luteu des Mississippi und des Ohio betreibt jetzt eine Anzahl eigen» artiger Theaterunteruehmunge» ihre Geschäfte: Mau ha< große Schiffe kouslruierl, die einen Zuschauerraum enlhalle». Tiefe schwimmenden Theater legen bei de» Städten und Dörfer» am ^lußufer au, die Bewohue, komme» a» Bord, nehme» i» de» Logen oder im Parken Platz, und die Vorstellung beginnt. Die Pausen fülle» kiuemalographische Vorführungen. Bis jetzl verkehre» nicht weniger als 7 solcher schwimmende» Theater c>»s dem Mississippi und sie alle machen glänzende Geschäsie. — l«Wiener Mode."j Man sollte meinen, daß sich während der Ferienzeit ancl) die Mode ausruht. Dem ist aber keineswegs so, es gibt fortwährend Neues uud Inlerefsantes, eine ganze Menge: in den Weltknrortc-u. in Tirol und dcr Schweiz, au, Meeresstrande uud i» der neueste!! Nummer der „Wiener Mode". Diese Zeil-schrift sorgt aber anch für Zeitvertreib; ihr reichhaltiger Haudarbeilsleil sowie die Unterhaltungsbeilage lasse» die heuer so zahlreiche», Regentage leichler ertrage»,. Telegramme des k. l. Telegrafthen-Korrejpondenz-Bureaus. Tchlieftmlll der Ncichsratssession. Wien. 11. Juli. Im nichtamtlichen Teile der heutigen „Wiener Zcilung" wird folgende Kuudgcbuug veröffentlicht: Auf Gruud Allerhöchster Ermächliguug ist zufolge ein-stimmigen Beschlusses des Miuisterrales die XIX. Ces-sio» des Reichsrates heute geschlossen worden. Nur mil inncrem Widerstreben und nach läugerem Zögern ha, die Regierung zu dieser Maßregel gegriffen. Sie war abcr iu dem Augenblicke »»ausweichlich geworden, wo auch der letzte alls der Inilialive eiuer Parlamentär»» schen Grnppe hervorgegangene Versuch, im Wege gü,-lichcr Verhaudlunge» die Arbeitsfähigkeit des Hauses herbei^uführe»,, gleich den frühereu Bemühungen in die» ser Richtung völlig ergebnislos geblieben war. Die Schuld an diesem Ausgauge trifft ausschlicß» lich jeue Parteien, die ohne Nötigung mit einer qro» ßen Zahl zweckloser Dring!ichleilsanträge die Tages» ordnuug verlegt haben, obgleich sie eine ganze Reihe gemeinnütziger, wahrhast vulksfreundlicher Gegenstände Ulusaßte. Alle diese Vorlage» Ware» bloß der Fürsorge für das Wohl der Allgemeinheit entsprungen und ton». ten ihren eigenen Volksgenossen die willkommeue G>> legcnheit zu Arbeit und Verdienst. Einzelne slavische Politiker waren es, welche die äußerste,, KampsmiNel anwendeten, um deu handelspolitischen Anschluß au unsere serbischen Nachbarländer und damil deren win-schaftliche Entwicklung zn behindern. Ein solches Vecn'nnen ist eine empfindliche Schä» digung von Volt und Reich, ist eine Gefährdung der Volksvertretung, die damit »hren ernste», Ausgaben uud Pflichten entzogen wird. Die Regierung hat trotzdem nichts uuterlasscu. was eine Schmälening der Autorität oes Parlaments, eiue Beeinträchtigung der Völker hinlauhalten konnte. Alle Bemühungen in dieser Hinsicht sind aber a» dem hartnäckige», Widerstände der obstruierenden Grnp» pen gescheitert, die für die selbstverständliche Erfül» lung ihrer Pflicht besondere Vorteile begehrte» und zu» letzt diktatorisch mit Zumutungen hervortraten, die >>' Wahrheit darauf abzielten, alle anderen verfassuugs-mäßigen Faktoren unter den Wille» einer parlamen' tarischen Minderheit zu beugen. !6a,bacher Zeitung ^. I5>5. 1409 ,2. Juli 1909. Tu' ^raqc dco (5r»>ächliliU!U^!,^'s('l.u'0 »oar immer mehr in dci, Hiiilorqriiiid qetreleil »,nd politische ^l.n» deruiil^'n ».ulrdcn lwrqeschubcil, deren Lrsiillll»^ crsl recht cine cn^e Verll,'ictll»lq verursacht licitlc. Tao aber sonnte nnd dnrste die Regierung nicht zulassen und so blied ihr nichts anderes übri^, als zn der Mas;reqel zn qreifen, die aiu besten qeeiqnet war, den unhaltbaren Zuständen in> Parlament ein rasches Ende zu bereiten. Tie Verantworlnnq trifft ausschließlich nnd mit Voller Tchwere die Urheber, die dnrch ihre Handluna,s» weise Parlament und Pol! arq qeschädiql haben. Bereits in der Besprechung, die der Ministerpräsi-deill am 8. d. M. mit den Führern der obstruierenden Parteien halle, Hal Abq. Dr. Küsten- das ^^erlanqen ^eslelli, die Neqiernnq inö^e im Abqeordilelenhanse feierlich erllären, sie verpflichte sich, die Äslivierlin^ deZ ^»leteü-Ablösungs^eschäsles dnrch die Voonische Aqrar» bcint „mit (5'insel5>mq ihres vollen polilischen Einslnsses" zu verhindern. Tarauf hat der Ministerpräsident er» widen, Das; die Neqierung entschlossen sei, sich für die ^erwirllichnnH jeiler Wünjche mit allem Nachdrucke ein-zusel.'.en, die in der am 8. Juni vom Hanse anqenom» Mene» Nesolnlio» Nedlich in Sachen der Äosnischen ÄMirbant enthalten seien, eine Resolution, für die ja auch fünf Milqlieder des Nabinelw ^eslinliul hätten. Tariiber hinauszugeheu, sich weiter ,'^n verpflichten, sei tne Neqierung jedoch nicht in der !^aqe. Abq. Dr. !>»» ster,^i'' erllärte, sich damit nicht zufriedengeben zn tön> >len. Auf die »viederholle ^raqe des Minislerpräsidenten, was eiqenllich darunter zn verstehen sei, das; sich die 'Ileqiernnq verpflichte, elwas „mit lHinsetznnq ihres bolleil polilischeu (5inslnsses" anzustreben, qab Abqeord» nelev Tr. Küsters zu, das; dieser Sal.', nur bedeuten kimue, l^ie ^ievilliqteil im Parlamente z» l'rllaicn, c>aß die ^ieqiernnq nach wie vor aus dem Aoden der vom Hause beschlossenen Resolution stehe, hat der Ministerpräsident auch noch am 9. Juli gegenüber den bei ihm erschienenen Vertretern der christlichsozia-leu Partei und des Deutschnationalen Verbandes be> kräftigt. Am !<». Juli sind nun Ihre Exzellenzen Bürger» weifte Tr. Lueger und Tr. Geszinaiin beim Minister-präsidentei! erschienen, »u> ihm den vom Komitee der slavische, Aktionsparteien ausgearbeiteten lHnlwurs ^Ules einzubringenden Dringlichleilsanlrages zn über» luitteln^ Sämtliche Parteien hätten danach im Hanse bl'n solgenoen DringlichseitSanlrag zn beschließen: „Das Haus verweist auf seiue Beschlüsse vom )>- März und 8. Juni d. I. und ist fest entschlossen, jmiem Willen unter allen Umständen (Geltung zn ver-iMfsrn. Tas Hans spricht demnach die allerbestimm-te>le Erwartung ans nud fordert es kategorisch, das; ^e ^'egiernng u>it Einschung ihres volleil politischen ^'nflilss^ das faktische Inslebentreten des Kinelen-'wlosxi^sgeschäftes der Privilegierten bosnisch.hereego-^ll>ichl'„ U^rar. nnd Kommerzialbanl verhindere und >ni Gegeuleile durchsetze, das; die bosnisch.hereegovinische ^nindeinlastung nur mehr als öffentliche Angelegenheil Handel! ii„d, mil Aufwendung von ^andesmitleln s^.^'^ 'lu^schlus; eiues jedeu Privallinternehmens, aus->uNle>;lich d„rsh Organe der Landesverlvalluug dlirch. ^I»hrt »verde uud das; deuillach alle Privatunterneh. "Ulnge» i„i Hiublicte aus das Kmeten-Ablosungsgeschäst rwn cr^il^.,, Nerechliguugen und Privilegien ohne "Njpruch auf irgendwelche lH,uschädigung erlöschen. ^ ^» formaler Beziehung wird beantragt, diesen A'lrag mit allen nach der Geschäftsordnung zulässigen ss,.s'^"ilgen sofort in Verhandlung zn ziehen nnd der "ledmui,^ zuzuführen." bl>, ?^ Mcritnm dieses Antrages slimml »vortlich niit m" '"'»olution des Abg. Dr. ^usler>i<' überein, die im ^mimnl'ul allgemein als ein Mißtrauensvotum gegen di.> F^',"'"ng angesehen worden ist, gegen welche sich ' .i»egn'nmg erllärl hat nnd die am'8. Juni vom sz N"^"<,'l>,chause libgelehnl unirde. Die von den ob-T„!?"d"' Gruppen geforderte Annahme dieses Nm, ^'^^ ^-' H"»s wlirde daher nicht nur das m>, s!'^"' >""dern anch die Negierung in Widerspruch st,- .f "1 !^lbsl gebracht haben. Der Vorschlag der Ob-laust im Wesen darauf hinaus, Par-^ei-, s "'.^ "l'gierung mögeil sich gegenivärtig ans einen lni5 ,. . , ^ verpslichten,^ den sie vor Monalsfrisl als ""mmeh,nbar zuri.ckgeunesen haben, zellenl^n ^"i'slerpräsident hat folgerichtig Ihren (5f. ei /.^' ^^- lueger und Dr. Geßinann erklärt, das; t»ari, ' '"^^" ^"^' >'"' diesen Vorschlag und den Die n'"^!chlussenen Dringlichleitsantrag anzunehinen. bl'rrii"^'"'""!) "l'U'd^ >n der Annahme dieses von ihr lrien v"!'"'"' ^'Nuorsenen Antrages durch alle Par-auszcrd.)' ^""l^ "» klares Mißtranensvotnin erblicken, dak d^ !^ '^' d"' nen hilizugesngte einleitende Passns, «llei, n..?5''^"^'sl "'tschlussen sei, seinem Wille» unter Nierim! '^ "' ^'Itung zu verschaffen", von der Ne-Maci' !> "'?^ akzeptiert werden, »veil es sich in der '"" "»e in den Wirkuugs. lanien '^> österreichischen, sonder» der gemei». zur ^/^l"u»g fallende Angelegenheit handle.' i» der slistim, l""" williger Beschlüsse die Milwirs»ng nnd b°l """'a auch der lön. nngarischen Negiernng'sowie A s': '"' "U' Allerhöchste Genehmigung notwendig sei. den .>,"'")l. ">M>'gig, daß das Hans seinen Mlen'über ^lb." "' b'l'ser Faktoren stelle. Wenn das österreichische voll ",'""'ha us '" "^"' "."»einsamen Belange» mit '" Rechte auf der Wahrung seiues paritätische» ^mslusses bestehe, dürfe es sich in seinem ^alle liber >ie Rechte anderer Faktoren hinwegsel)e>l. Der Ministerpräsident betonte weiter, daß die Re> iieruug — wie sie alls das bestimmteste erklärt habe - -linverändert auf dem Boden der Resolution Redlich slehe, die ja gleichfalls die Durchführnng der >lmete»> iblösung mit ^andesmittel» und durch Organe der !^an. i^esverloallung fordere; außerdem habe sich gewiß seit i)er Annahme dieser Resolution leine Tatsache ergebe», velche einen Anhallspunkl dafür geliefert haben würde, 5aß die Regiernng ihre Meinung seit dem 8. Juni ilgendwie geändert hätte. Wenn nnn von den Ob» slruklionsparleien die gallze Angelegenheil, die doch vahrhaftig genngsam erörtert nnd durch die Beschlüsse .'om 8. Inni eildgüllig ansgetragen iliorden sei,,!>e»er> lich ansgegriffen und in den Vordergrund gestellt werde, fo lasse das leine andere Deutung zu als die, daß die Regierung und die Mehrheit unter ein enndinisches Joch gebeugt werden solle». Er handle sich lim einen Vorstoß gegen die Regiernng; die.^metenablösung stehe in gar leineni Zusammenhange mit dem handelspoii. tischen Ermä'chlignngsgesetze, gegen welches sich die Ob» strullion in erster ^inie lehre. Es handle sich nm ein Unlernehmen mil ansgesprollien persönlicher Tendenz, und es sei weder den Arbeilsparleien »och der Regie-rung zuzumnten, für das Gelingen eines solchen Pla-nes einzutreten. Ans diesen Gründen muffe die Regiernng den Vorschlag der obstruierenden Parteien ablehnen. Der Abschied dcs Hicichstnuzlcrs Viilow. Berlin, l l. Inli. Reichskanzler ^iirsl Bülmv nnd Gemahlin gaben gestern ein Diner, zu dem Staats» setrelär des Auswärtige», v. Schoe», u»d eiile große ^ahl vo» Beamten der Reichslanzlei uild des auswär» tigen Amtes geladen waren. Im Verlaufe des Mah» les hielt Staatsselretär v. Schoe» ei»e A»fprache, i» der er die Verdienste des Fürsten Bülow nm die answär» tige Politil feierte Ulld dem Reichslanzler fiir das lebeildige Interesse, die wohlwollende Fürsorge lind die gioße menschliche Güte danlle. die der ^-ürsl jedem eiii-zelnen der Beamlen des ansivärtigen Ainles stets nnd ill jeder !^age erwiesen habe. — III seiner Erwide-rililg dankte Fürst Bülow für die gütigen Worte des Vorredners, bat alle, ihm ein freundliches Andenlen zn bewahren, nnd sagte ihnen Lebewohl mit dem Wnnsche und der Zuversicht, daß das Answärlige Aml, deil Bliä gerichlel aus die inahnende Geslall des größten deut' schen Mannes, des ersten deutschen Reichskanzlers, stets alif dem Posle» bleiben werde für Denlfchlands Inter» essen, für die Ehre und Wohlfahrt des denlfchen Volkes, für Baiser uud Reich. Erdbeben. Marseille, t<>. Juli. Um 9 Uhr abends winden hier nnd in der Umgebnug mehrere Erdstöße von dersel-ben Hefligleil wie diejenigen im vorigen Monate vei> spürt. Unter der Bevölkerung entstand große Panik. (5iscnbal)mmgliilt. Toulouse, M. Inli. Um N Uhr abends stieß in der Rahe von 3onlouse ein Personenzng »nil ei»e>» Güter» zug zllsanimell. Drei Waggons stürzten um. 17 Per» sonen wurden mehr oder weiliger schwer verletzt. (Vrubcnkatastrophc. Zusovta, ü. Inli. Im Bergiverle von Malejevla in, Toligebiele ereignete sich eine Explosion von Gasen. Eiile große Anzahl von Bergleuten befand sich zur ^ei> der Katastrophe in den Grubeu. Die Rettnngsman». schaslen brachten bisher 17 Erstickte, 2 schwer nud 8 leicht Verletzte ans ^icht. Die Rellnngsarbeiten werde» sortgesetzt. Die Ursache des U»glücks ist nnbelaimt. Verantwortlicher Redakteur.- Anton Funtel. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Am 9. Iul i. Angoli, Dirrltor.; Dr. Kerry, l. und l. Obeileutnant, Trieft. — Nelmelz, l. l. Äezirlslommissär, Pettau. — lterwenla, l. u. l. Leul., Trifail. — Cizinsly. l. l. Professor, — Iahrabml, Lehrer, Siblava. — Zachar, Offizial, Lo,mii«!l, — Graf, Stcpancl, Priv.; Äußaur, Sonneschein, Prehburgrr, Menbl, Rsdc.; Vernbt, l. u. l. Oberstleut.; Dr. liernit, Wien. — Icdlitla, Uehrcr, Prag. — Dr. Habianitjch, Betriebsleiter, Wildon. - N0th. Priv.. Trieft. - Pavlin. Oberlram. — Nomatla, Priv., Fiume. — Fischer, l, l. Oberleut.; Wipauc, Avoth,, Zara. - Zlabcl. l. l. Professor, Vrium. — Zemam,, Nsd.. Graz. ^ Werthcim, Groß. Kflte.. Budapest. — Pticar, Priv,, Lobar, - P»Ner, Traube, Nsde., Berlin. — Zenlolil, Inss., Wcißlirchcn. — Suftmltii, Äuchhändl.; Dcmsar^ Ueh. rcrin, Trient. - Arluszowöli, Ing, Lodi, — Wagner, Stud,; Arlo, Oroftgrundbcs., Agram, Milavec, itfm., Reisilih, Verstorbene. Im Iivilspi tale: ?l m «. Iul i. Nnsselo Pittino, Maurer. 29 I,, Tuber« lulose. — Kaspar Mral, Maurcrssohi,, 4 Tage; Melchior Mral, Maurerssohn. 4 Tage; Nalthasar Mral, 4 Taqe. Lebensschwäche. Am 7. Juli. Helena Zlatinöel, Ttadtarme. 77 I. (,'nnt„8il» eorvliri fract, — Carolina Zidan, Arbeiterin, 18 I., Tuberlulose. — August Zarnil, Kaufmann, A0 I,, ^louii>^iti8 purul. al)8o. — Karl Zassorjan, ßriseurgehilfe. 17 Jahre, ?e-ritouifi», Am «. Iuli. Matthias Posredlar, Gemeindehirt, 7s I,, l'lAotnr» compi. cr»nii. Lottoziehungen am 10. Juli 190!>. Graz: 16 27 II 30 31 Wien: ^I N» 8 16 34 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehvhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ^ ,-Z RZ? ^ »„sich. 33 H ___^ !^U!Z^ ! ^- . ' 2 U. N. 729-^ 24'I S. mähig , teNw. bew. ! ^' 9 U. Ab. 729 4 l? 2 SW.^chwach, lheiter ! 7 U. 5. l727'7 l?-1 ' . Vsast bewölkt 11. 2 U. N. 727 0 16 7 TTO. lnäftiss bewüllt 0 0 9 U. Ab. 72? 9 13'^ SW. schwach Re«en ____ 12>7U. F. 727 9 12 « S. mäßig teilw. heiter!11« Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstaa. beträgt 18 0°, Normale 19 6°. vom Sonntag 15 9«, Normale 19 7°. TeiSlllische Bericht«- »mo Vcobachtllllssen der ^aibacher Erdbebenwarte lOn: Gebäude der l, l. Stalll«'vberrenlsch«le.) ^'»qe: Mrdl.Vreile4»;" OA': 0stl.«äuge vo» («reeuwich l4°»>'. Vcbruberichtc: * Am 7. Juli gegen 22 Uhr 30 Mi. nuteu sehr starlcs Beben in Buchara und Turkestan. — Am 8. Juli gegen N Uhr 45 Min. Erdstoß dritten bis vierten Grabes i» AscoIi Piceno; gegen 2A Uhr 4b Min. sehr leichte Erschütterung in Mess in a. Vodcun » ruhe «»verändert. Nl'„ y'!!!!!'!»ach< !>!<< Äüix,!„ach! 0 »!„ !'i<> i!4 !»» q,^n>»! Einige geradezu wunderbare Fälle von Hell« erfolgen» die in den jüngsten Wochen in dem altberühmten Krapina'To'plitz in Kroatien zu verzeichnen waren, erscheinen geeignet, nrnc Bestätigungen für den guten Ruf der Heilquellen dieses reizenden Badeortes in der kroatischen Schweiz zu er» bringen. Die Erzählungen von den Kranken, die in das Bad getraa.cn werden müssen, um es allein zu verlassen, sind in Krapina»Tüplitz wieder einmal zur Wahrheit geworden. Die heißen Quellen von Krapina.TöPlitz erfreuen sich nicht umsonst des Rufes, wahre Wnnderqurllen zu sein, jede Saison mehrt dcn alten Ruhm dieses historischen Badeortes und wirbt ihm nruc dankbare Verehrer. So ist anch in dieser Saison Krapina»TsPlitz der Zielpunkt großer Scharen von Heilung» suchenden aus der ganzen Monarchie und vielfach aus dem Auslande, denen die Quellen, die schon seit Römerzeiten in schier übermächtiger Fülle ihre Heilwasser spenden, für die verschiedenen Leiden der Musleln und Gelenke, bei Neurasthenie etc. Erleichterung und gäuzliche Befreiung bringen. Nicht wenig trägt zu dem Gelingen der in Krapina>tbplitz untcrnom» menen Kuren der Umstand bei. das; der Kurort unter der neuen, überaus rührigen Direktion sich förmlich verjüngte und heute in jeder Hinsicht auch verwöhnte Besucher befriedigen wird. Die günstige Bahnvei bindung (via Agram.Zabol'jtrllpina» Töplih) ermöglicht auch schwereren Kranken ohne Ungelegen» heitcn dcn Besuch von KraPina»TöPlitz, das in seiner wunder» hübschen Lage. guten, staubfreien Luft und prächtigen Ruhe Hcilucbeiifaktoreu von nicht zn unterschätzender Bedeutung be» sitzt. Vornehme Konzerte, Reumonen etc, sorgen für reichliche Zerstreuung uud Ablenkung. Die Vadedireltion und der dirigierende Kurarzt Dr. Edmund Mai geben bereitwilligst Auskünfte aller Art, i^420») MilMllMlW. Vbrbauü „'rrukbulg" äeukcber Arbeiter Lermauia w I.aibaok bat sieb lroinilliu aulzbiöst. (2453) D Anläßlich des Hinscheiden« unseres innigst ge> D D liebten Gemahles und Vaters, des Herrn ! l Alfons Pire D t. k. Landcsrcsticnmssslates, » D gedenken wir voll Dankbarkeit aller Verwandten > > «nd zahlreichen Freunde, die uns in schwerer Zeit > > mit so viel Trost und Teilnahme beigestanden sind. > D Insbesondere sprechen wir den Herren Beamten > > der hohen t. t. Lnndesr^icrun«. an der Ep'Ve > > Hofrat Graf Ehorinsly. den Herren Beamten der » > Bezirlshauptmannschaft. des Bezirksgerichtes und » > des Hauptsteueramtes Krainburn. allen übrigen « > Beamten, den Herren Professoren des Staatsssym- » > „asiuu'S Krainburg. dem Oen!e„,dcrate der Stadt » > Krainburg. der hochwürdigen Lehrerschaft de« Bszirle«, den Vertretern der Land. > > gemeinden, der ,. l. Gendarmerie dem Veteranen. > > lorps. der Feuerwehr Kra.nburg, der Bürgerschaft > > der Stadt ltrainburg und alleu übrigen Teilnehmeln > > für die vielen Kranzspenden und das ehrenvolle > > Geleite, dem »rainburger Eitalnicavcreine überdies > D für die ergreifenden Trauerchiire. unseren tiefge» V l> fühlten Dank aus. > l> Krainburg, am 11. Juli 1909. > ! Die trauernden Hinterbliebenen. > Laibacher Zeitung Nr. 155. ^10 12. Juli 1909. Kurse an der Wiener Mrse (nach dem offiziellen Aurslilatte) vom w. Inli ll)09. Tic noncrteil k.ir!e rerstcven sich m Krnncnwährung Die Notierung sämtlicher ^ltien i>:id drr ,.Divclieli Lo!c" versteh: sich per 3tüct, Oelb Ware Allgemeine Staatsschuld. «wbe,t!iche Rente: ", lonvcr, steuerfrei, Kronen (Mai-Nov.) ver Nune . , 96 1b 8« 25 delto (Iann.-Iuli^ per Kasse 8« ib 9« 3b >-t«/« ö, W, Notcn (Febr.-Aug. ver Kasse......SS 40 «96« ^2". S. W, Silber (April vtt. per «asse......29 45 S9 6k lSSoer Vtaatsloie 50« fl. 4°/«ieo 7b >k4 7k> l 86, b^. «88 - 29«- Staatsschuld d. i. Reichs» alt vertretenen König. reiche und Länder. ^itcrr. Holdrente steucrfr., G old per «lasse .... 4°^ «i? eo il7'80 '"ltcrr. Rente in krouentv. stlr., rer Kasse.....4"/« 9s I', 96 »h detto per Ultimo , . , 4°/„ 9« ,b 96-3H "ft, Investitions-Rente, stfr. Nr, per Kasse . , 3' //.,, 8b «0 8b 8N ßillnbahn>jt»lli,schnl!>' o«sch»lbnng«u. ilisab/<°/n 115 45,1,-4k> ^aKz. Karl Ludwig-Bahn (dir. Stücke! Kronen . . , 4°/„ 9b »d 9« »b ^udolf-Bahn in krone»wäb,r. stcucrfr. idiv. St.^ . . 4",, 95 50 SS b» ^orarlberger Bahn, stir,. 400 :n,d 200« «ronen . . 4°/^ 9b b0 SS b0 '» zt»»r»schnlivllschll«bnngtn >!isabcth«. 200 sl. »Pi,5'."/„ von 40« »l.....4l>0- 4b2- detlo i,<> 86 20 S7 ') ltlilabcth Vah» u<>« u. 3000 M. 4 ab 10"/c,......,16 1b 117 10 ltli,'abetl,.«ahn 40« u. 2000 M. 4".,,........Ilk 75N7 7b ^crdinanbs-Nordbahn Em. l>,86 3? ?ü 9« 6ü delto Em, 19<''! 9« S5 s? S» Zranz Iolcph-Vahü Em 18»4 ,di^'. Tl.) 3ilb, 4",„ , , . 9b 9« 36 S0 ^«llizischc Narl Ludwig > Valin !diu. Lt,) Zilb. 4"/„ . . , vö"?l> 96 ?ü Ung.-galiz, Palm 20» fl. E, 5"/„ <«4 ,u!«b io o^tto 400 u. d00«) Kr. »'//'n 8? sb 6« 6i> Vorarlberger Bahn « Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"'„ u»g, Eoldrentl" per Kassc , 113'7b l13 9b 4" „ dettll per Ultimo N«'75 '»!»'> 4"/> ungar. Rentr in ltrone»- inähr. stfr. per ftasje . .! 93'20 93 40 4",« dettll pcr Ultimo 93 10 »^ »u 5> / „ deltll per iiasse «2-7k> «2-95 Ungar, Hrämieu.Anl. a 10« >/>>kroat. u. llav. Grdentl.-Obl, 94 3b 9b'3l> Andere öffentliche Nnlehen. Bosn, Landes-Anl. (dio.) 4«/« 33'bN 9l ''0 Voen,-l,erceg. Eisenb. -Landes- «ulehen (d,v,, 4l/2°/„ . . 99'5b100b0 ü" „ ?onan-Neg,-Anleihe 1878 I03'20 —- Wiener Veriehrs-Änl. . t" „ 96-10 97 10 detto 1U0<1 4"/» 95 95 8« 9ü Anlehen der Ttadt Wien , . 101 7« lN2 70 bett» (N, oder E) l874 120 2b l2, 25 dcllo ^1894).....33 10 94'IU detto lGlls) v. I. 1898 . 9b'40 »6 4« deltll ^Tleltr.) v, I. 1900 95 60 «6 6^ betlll 2°/„ 92 30 93 3« Pfandbriefe usw. Vodcnlr,, allg, ösl. i, 5»I.vl.4".„ ».v.w 96-30 Böhm, Hupotbelenb, Verl. 4"/„ 9?b« 9t>'b« Zential.Vud.-Kred.-Ät,, osterr., 15 I, ver!.....4>,,",„ loibN 102 b" bett» 65 I. Verl. . . . 4«/n 972b 3V-Ü5 nrsd^Ins^.üsterr., f.Nerl.-Unt, u. üffentl. Vlrb, Nat, 4. 4"/<> Äb4U 9«-40 Landeib. d. Kon, Oalizie» und Lodom. 57>/, I. rüclz. 4°/„ 94 b« Ub-10 Mähr. Hr,potl,clcnb. veil. 4"> »6:5, 9? 15 N.-österr, LandeH-Hyp.-Ansl. !° e 97'2?i 9« 2b dettu inll. ü"/n 'br. verl. 3>/2"'l, «?'00 ««^o dctlo Ä.-Echu!dich. uell.3'/,"/n 87b0 88>b0 bctto verl......4"/° 97- »»' Österr.-uniiar. Banl 50 Jahre uerl. 4"« ü. W..... 98-20 99-20 dello 4'/n Kr......98 80 99 lib Spar!,, Erstoöst., 60 7», ucrl, 4°., H9'S0 1>>0 «0 Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. Öslcrr. Viordweftb, 200f>. L. . io»-!!0 :«4-eo Ltlllltsdahn tW gr..... 8N5 »«9-— Eildbahn il, 3",„ Jänner-Inli 500 ssr, lper Lt.) . , . --- —-- Eüdblll,!, 2 5"^, zi00 !l, E. o. G, 11S-45 120-45 Diverse Lose. VtlM«Iiche f»l». 3°/<> Bobrnlredil-Losc Em. I880 277- 283- detto Em. 1889 L67'— 27« - 5"/„ Donau Neg.!l.-Lose 10« fl 204-5« 2?, 21'2b 23-^b Kreditlose ,00 fl...... 498-- 508 — Clary-Loie 4« f>, «W, , . . 178-— 1ä8'- Ofenir Lose 4» fl......- — --- Palsfy-Losc 40,'l. KW. . . . 213-- 223' Notci, Kreuz, öst. Ges, v. 10 fl. b2'2k> b« 2b Noten Kreuz, unss. Ves. u. 5 fl, 2i»'2l> 332b Mubols-LVse 10 sl......«8-- ?4- - Salm-Lose 40 fl. KM . . . 2b6-- 266-Türl, E.-V, ?lnl. Präm.-Oblig. 400 ssr. per Kc>sse . . . 186>20 187-2» detto per Medio . . . 186»2! 187'2« G,,d Ware Wienrr Nomm.-Lose «, I, 1874 ^^5« l>L2-b0 Gew, Sch. d. 3"/„ Präm,schuld d, B°denlr,-?l!!st. Em, ,«»!, ^7^ 84 75 Aktien. fl»n,P<,lt.Untenltti»nnll«. «ulsiss-Tepli^er Eilend. 500 sl. 234b-- <,3b5- Böhmische Noiotmhn 150 fl. ^_.^ - -— ^nschtiehiadel ttijb, 500 sl.NM 2720-- 2740'- dctto (lit. l^) 200 sl. per Ult, g.^- _ 9!'ü-Ton«» - Tampischifsalil-ts - Ges., ».. t, l. priv., 500 sl. KM, 987— 94,- Inx-Bodeichllchci E,-Ä. 400 Kr, 57«.— 5??'- ^eldinandt'-Vlordb, 1000 fl, KM. 5^7,''- l>'n -Nascha» -Oderberaer Eisenbahn 200 !l, ü....... »«4>— 365 — '^emb. - Czer».- Iasly-ltiienbah»- Gesellschaft, 200 sl. 2. , . ^3- b«b — loyd, ost., Trieft, 5"0 fl., KM. 4«,.., 48b- Hsterr. Nordwestbahn 200 sl. 2. .. — —'— detto (lit. N) 200 fl, S. p. NIt, —-., —'-^ ^'rag'TuzcrEisenb, 100fl.abgst, 224--- 22b- Ltaatseiicnb, '^«0 sl, E, per Ult, 722 50 "23 50 Tüdbahn 200 fl, Silber per Ult. n>^-- 109, Siidnorddeutschc Vrrbinbungsb, 2U0s, . , . 408'- 4,2'- Wl. Lolalb.-Altieu Ves. 200 fl, 18?-— 207'- Vanlen. ^'nglo-Österr. Vanl, I!i0 ll. , 29-. —-- detto per Ultimo S38 30 «39 !!« krcditbaul, ung. allg., 200 fl. 753— 754' - Depositenbank, all«., 20« sl. . 45l>-. 456" Eilompte - Gesellschaft, nieder- üsterr., 40« kr..... S>>2'- Sü4'— Giro- u. kasseiwcrein, Wiener. 200 fl........ 4b?-- 4S1' — HNpufhclenbanl, öst. 200kr. 5"/„ 293 b0 LS4-— Länderbanl, osterr/, 200 fl., per Kasse . . '..... ..-- -.^ betto per Ultimo 4b1 - 4b2-— „Mcrlur". Wcchselstub.-Mtien- Gesellschaft, 200 fl. . . . 613-— 61b — Osterr-ungar, Vaiil 1400 kr. 17?l>- ,?^<-> Geld ! Wa vc Unioiibaiil 20« fl...... bbi— 5^2 — Unionbanl. uül'mijche ,0» sl. . «44 l>»' — Hirlenbcrgcr ^jatr-, Zünbh. u Mol.-ssadril 400 kr. , . ,040- 1ui-7 — Liesinger Brauerei 100 fl. . , LO>- - ^0» - Montau Ges,. öst, alpine 10« sl. «42 2t> «43 2b ,,Pcldi-Hnt»c". Tiegelgußstahl- F,-A,-G. 200 sl..... 470 - 47-i — Pranerltisen-Industrie-Geselllch, 200 sl........ 2b45'-!2i>üb' Rimn- Mnrann - Lnlgo-Tarjauer ! ltiicnw. 10« fl..... b»2 — b'»3 -algo-Tarj. Lteinlolilcn 100 fl. bss- b?^ ^' ..Tchlöglmlchl", Papiers,,20«fl. 30"'- 3^" „Schodnica". «. G. f. Petrol.- Industrie. 50« Kr. . . . b07 —j i.l<> - ,,G!cNrernli!l!l",Papiers.u,V.V. 434-- 43' ^ Trifailer Nohlenw-G. 70 sl. . 2??-- ^0 - lurl. Illbatregie-Ge!. 20« ssr, ! per Kasse..... - '- —-— drtto per Ultimo . , , 372 — ^4 — iÜaffe»j.-Gcs..östcrr.. 1««fl. 602— ^f,- - Wr. BllUgeIeN!ckaft, 100 fl. . , i«4- - i L,^ - Wienerberae Zlegelf.-Alt,-Vel. 735- . 7^2 - Devisen. Kurze Klchten nul> Kchtck». Amsterdam....... 198-s« i iv» — Tentschc Banlplähe , , . . 117-uo l,,? bb Italienische Banlvlake . . 84'!!.', «5 lb London........ 239 «0 24« 10 Paris......... 35'22 9V3? Vt. Petersburg...... 2b2 7b 2b«-7^ Zürich und Basel..... 3ü 30' 9545 Valuten. , Pulaten........ il-34 ,, 3« 20-ssranle» Tlücle..... 19 »4 ,90? 20-Mall Tlücle...... 23-4!» 23 b4 Deiltschc Reichöbanlnotcü , , 11?-32 1,7 b2 ^talienijchl' Baninolcü , , , 95 0b !»b 3« Rubcl-'^ote»....... 2'bü'' 2l>»'