Nummer 14. Petta«, de» 30. September 1894 V. Jahrgang. Pettauer Zeitung erscheint ftden Sonntag. Prei« für Pettau mit Zustellung in» Hau«: vierteljährig fl. l.—, halbjährig fl. 2.—, ganzjährig fl. 4—; mit voftoetfenbung im Inland«: vierteljährig fl. 1,15, halbjährig fl. 2 HO, ganzjährig fl. *.60. — Einzelne Summern 10 fr. Schriftleiter: Ilses Ael«»er, B»h»tz»s,isse 5. — v»r»«lt»g -«» verlig. w. vl«»fr. Buchhandlung, Hauptplatz Hr. 0. Handschriften werden nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beitrüge sind erwünscht und wollen längsten« bit Freitag jeder Woche eingesandt werden. Vertretung der „Pettauer Zeitung' für «raz und Umgebung bei: Ludwig Bch»»h«fer <■ Sr»z, Sp»rg»ffe Nr. ü. Die Verstaatlichung der Süd-bahn. Nach der .Grazer Tagespost" werden im Handelsministerium die Borbereitungen zu den Verhandlungen mit der Südbahn wegen deren Verstaatlichung bereit» getroffen. Da» klerikale „Grazer Bolksblatt" nimmt nun zur Verstaatlichung Stellung und behauptet in einem Athem zwei Dinge: Ersten« dass es über» Haupt gegen jede Verstaatlichung und gegen die Verstaatlichung der Güdbahn insbesondere ist, und »weiten«, das« die StaatSbahnen dem Publikum sehr wesentliche Bortheil, bieten, das« sich dadurch da« Defizit der StaatSbahnen wesentlich verringert, am Ende gar ein Plu« übrig bleibt und das« sich die SchmerzenSschreie über die hohen Tarife der Südbahn und die Unbequemlichkeiten im Verkehre stet« wiederholen und das« da« alle« für die Verstaatlichung spricht, da werde einer klug daraus. Da« ..Grazer Volksblatt" sagt ferner«, das« es von jeher vor allen Verstaatlichungen ein .gewisses Grauen" empfunden und et conftatirt. dass seinerzeit der gewiegteste Senner de« Eisen-bahnwesenS, Dr. Herbst, für die Verstaatlichung der Rordbahn eintrat. waS die konservativen Abgeord-neten verhinderten, wofür sie der Liebedienerei gegen den Grasen Taaffe und deS Verrathe» am Wunde Herzen. Auf der Tenn' de« Le.tenhofeS faßen ein halbe« Dutzend Weiberlcut beim „Woazfchäl'n." Ein mächtiger Haufe schwerer Maiskolben lag da und zwölf Hände wäre» fleißig dabei, jeden ein-zelneu bis auf die letzten drei Blätter zu ent-hülsen, zwei und zwei an den „Schwerfeln" zu-samin^lizuknüpfen, aus das man sie sodann an lange Stangen hängen und austrocknen lassen konnte, bi« sie im Ticfwinter. wenn keine andere Arbeit zi'weg wäre, „gehiefelt" würden. Wenn zwei Weibsbilder beisammen sind, haben sie sich allweg viel zu sagen und ein halbes Dutzend weiß mehr zu erzählen, als zwei, deshalb giengen die Plappermühlen sehr lebhaft; das war für die Arbeit kein Verlust, denn je rascher das Mund» werk gieng, desto flinker arbeiteten die Hände. Dazu hatte die Bäuerin ein probates Mittel gefunden, die Arbeit zu fördern, sie hatte der Großdirn ge-sagt: „Seferl, schaut'S zu. das« mit'n „Woazschäln" bald z'Ort kommt«, die .Fesen" g'hörn eng." — So hatte die GroAirn die Grabenkeuschler Stasi, die Bachschusterin und die Weqmacher Hani ein-geladen zur Arbeit und hatte diesen dreien gesagt: Kommt'« nach'» Bettläut'n auf die Tenn', mir gengen heunt 'n Türkenwoaz an; wa« jede schält. Ii'hört ihr und wa» unsere Dirnen schäl'n, daS innt'S eng theiln und zweg'n ein Krug Most und ein Biss'n Brod dazu, ist unserer Frau nix um." DaS ließen sich diese drei armen Hascherinnen nicht zweimal sagen, denn ein paar GraSbögen voll Weizfesen sind immer gut mitnehmen. Dazu war die Milchdirn vom Leitenhof ein lustiges Leutl, die allweg den Kopf voll Geschichten und Bolke geziehen wurden. Endlich rückt daS .Grazer BolkSblatt" auch mit den Gründen seiner Anti-pathie gegen die Verstaatlichung der Südbahn auS und diese sind so klassisch, dass sie wiedergegeben zu werden verdienen. DaS .Grazer VolkSblatt" sagt: „Sodann haben die anerkennenswerten Vor-theile, (also doch welche! die Red.) welche die ÄaatSahnen dem Publikum biete», auch gewisse sociale und moralische Schattenseiten. Nur einiges hierüber. Einerseits wird ein förmlicher LuxuS mit „Ausflügen" befördert. (da« sind die mora-lischenJSchattenseiten- wa»? d. R.), anderseits der der Landwirtschaft so schädliche Wandertrieb der Dienstboten u. dgl. unterstützt. Damit wird der Nutzen deS anwohnenden Publikum» herabgemindert, das schwer belastete Volk aber hat größere Kosten zu tragen." Wenn da» kein Gallimathia» ist, dann möchten wir wissen, wa» man so nennen kann. Da» klerikale Blatt gibt, trotz seiner Idiosynkrasie gegen alle Verstaatlichung zu, das» sehr viel sür die Verstaatlichung spricht. Aber die Verstaatlichung der Südbahn ist ihm doch ein Gräuel, weil — man höre doch nur mit beiden Ohren, weil Staat»bahnen den LuxuS mit .Ausflügen" fördern und da« ist unmoralisch. Herrgott von Asien! Wenn daS die respectiven Gattinen der verschiedenen Mitglieder der wissenschaftlichen, volkswirtschaftlichen und anderer Congrefse erfahren. Dummheiten hatte und die reiche Leitenhoferin merkte sich genau, wer bei ihr ein paar Abende um .VergeltS" arbeitete; im Ticfwinter, wenn in den armen Keuschen daS Holz kleber wurde, oder 'S Futter für die Kuh. oder auch der Sterz für die Familie, that sie ein gutes Werk und schickte einen Stumpf Türkenmehl oder heidnene« oder sonst waS fehlte. Sie war eine reiche Frau die Leitenhoferin und konnte es leicht thun. Vor fünf Jahren hatte sie der alte Leitner Lenz geheiratet, von einem Pfarrhof weg. wo sie AuShilf bei der Wirtschafterin gewesen war Bildsauber und noch jung; fünfundzwanzig und hätte dem alten Leittier feine Enkelin sein können, denn er zählte damals als Bräutigam dreiuudsechzig. Der alte Leiten-hofer war reich; der Leitenhof neu ausgebaut vom Grund, in den Ställen standen zwei Paar schwere Zugpferde und sein Schweißfuch« für den leichten Zug. zwei Paar schwere Ochsen und ein zwanzig Stück Milchvieh, ohne da« Jung- und «Schwein-vieh und dem Hühnerhofe; dreiundsiebzig Joch Grund, davon dreißig Joch bretteben im Fnstritz-thal, da« andere Berggrund und Wald. Die Leute sagten: „Wann der Herrgott ein Narr» haben will, so laßt er ein alten Man» ein junge« Weib«-bild heiraten; die macht den alten Narrn nachher katholisch." — Gefehlt war'«; die junge Bäuerin hieng mit einer Art abgöttischen Verehrung an den alten Mann und al« er zum Sterben kam, die Influenza hatte ihn gepackt, da sagte er zum Notar, den der Pfarrer hatte holen lassen, »veil die junge Frau vor Leid nicht denken konnte, kurz so: „WaS ich hab'n thu Herr Doktor, dös g'hört meiner Burgi; all'S wie'S liegen und steh'n thut. dass ihren braven Eheherren von den österrei-chischen StaatSbahnen Separatzüge zu unmoralischen Ausflügen beigestellt werden, dann hat Herr von BilinSki, der österreichische Eisenbahnchef. sicher nicht» zu lachen! Berechtigter ist schon die Klage über die Be-förderuug dr» Wandertriebe» der Dienstboten und dergleichen, durch die billigen Zonentarife der StaatSbahnen. wen» unter den „und dergleichen" die übrigen landwirtschaftlichen Arbeiter — die Taglöhner verstanden sind. Da ist der Jammer begreiflich, denn da geht« den frommen Landjunkern an den Beutel, jenen frommen Herren, die sich um daS Bibelwort: „Du sollst dem Ochsen, der da drischet. daS Maul nicht verbinden!" — den Henker kümmern und einem landwirtschaft» lichen Arbeiter täglich 40 kr. sage vierzig Kreuzer und einer solchen Arbeiterin täglich 25 b,S »0 kr. zahlen und zwar wie der technische Ausdruck heißt „auf der Dürr", daS heißt ohne Frühstück uud Jausen, ohne Verpflegung überhaupt! Die billigen Zonentarife geben diesen weißen Sklaven Gelegen-heit, sich um lohnenden Erwerb umzusehen und die Krautjunker sammt ihren Hungerlvhnen seit-wärt» liegen zu lassen. Deshalb also darf die Südbahn nicht verstaatlicht werde»? Oh du schleißige Moral! Festgehalten sollen die Unglück-lichen werden an der Scholle, wo Mann und Weib von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang Für Kirchen, Schul und d'armen Leut im Ort, vermach ich was recht ist, das soll die Bäuerin selber bestimmen, nach mein Tod. Noch was hab' ich am Herzen; dort in mein Kasten liegt ein Brief, den soll meine Witib lesen, ein Jahr nach mein Sterbtag. bin ich todt, so soll er vom Notar und Pfarrer rersiegelt werd'n, aber meiner Frau in Händen bleib'», bis auf selbigen Tag. So. und jetzt hätt' ich gerne a Ruh, bi» — aus ist." — Jetzt waren gerade sechs Monate verwichen, dass der alte Leitn >■ .,iz in die Ewigkeit ein-gieng; am Hof ha! |ich nicht» geändert, den» die junge Witwe hatte mit starker Hand die Zügel der Wirtschaft ergriffen und die Dienstbote» am Hof wußten Bescheid. Der Großknecht Naz sagte, sobald im Wirtihaiise die Rede war. dass die Bäuerin jetzt einen Jungen heiraten werde, blos kopfschüttelnd: „I that« kein rathen, denn neben unserer Frau blieb er doch ein Hascher, der nix dreinreden dürft." — War nicht zu verdenken, dass heute beim Kuturuzschälen die Red auch auf die junge Leiten-hoferin kam und alle wünschte» ihr einen guten Mann; nnr die Milchdirn, die Kalhi, zuckte die Achseln und meinte, dass das eine harte Sach' sei, denn jede verstünde unter einen .gute» Mann" wa» ander» und wenn der künftige Bauer all die guten Eigenschaften hätt', die ihm die fünf da an-wünschen, selm wär er sicher ein Hauptsumper und einen solchen wünsche sie der jungen Frau nicht. — „Wohl etwa» einen rechten Lotter, der mit ein Wagen voll Frucht am Markt fahrt und ohne Frucht. Wagen und Geld heimkommt." Selb thät der Rechte sein, nit?" lachte die Mitterdirn, die Thresl. hart arbeiten müssen, um zusammen 70 bis 80 kr. zu verdienen und wenn sie im Winter arbeitslos werden, mag die Gemeinde für sie und ihre Kinder sorgen oder — sie in ihre Heimat ver» schieben! Oh über diese Pharisäer, welche die StaatSbahnen-Verwaltung der Vorschubleistung der Unmoral zeihen, weil sie billige .Ausflüge" ermög-licht und es als sociale Schattenseiten der Staats-bahnen hinstellt, weil deren billige Tarife dem rüstigen und fleißigen Arbeiter gestatten, sich auS> wärtS um «ine lohnendere Arbeit umzusehen, anstatt daheim unter dem Schofler eines hoch-yebornen oder auch nur wohlgebornen Land-lunkers zu arbeiten, wie härter kein Nigger unter der Peitsche deS Aufsehers irgend eine« oirginischen SclavenbaronS gearbeitet hat, um einen Lohn, der nicht hinreicht, sich gehörig satt zu essen. Wenn der landwirtschaftliche Arbeiter seiner Leistung entsprechend entlohnt wird, fällt es ihm sicher nicht ei», nach auswärts zu gehen und eine andere Arbeit erst wieder lernen zu müssen. Ihn an die Scholle zu fesseln. wo er beim allergrößten Fleiße nie auf einen grüne» Zweig kommt, wo er weder die Vortheile der Krankenkasse, noch der UnfallSversicherung genießt, wo er allen Launen und aller Willkühr eines augendienerischen Ober-knechte« preisgegeben ist und wo ihm ain End« seiner Arbeitskraft endlich die Einleg und im günstigste» Falle eine Unterkunft in der .Haar-stubu" winkt. — das wäre diesen Frömmelnden, — denn christlich kann man diese Art nicht nennen. — Herren Wasser auf ihre Mühle und deshalb — „Oder der jeden Sunnta sein Raufch hat und 'S Geld verspielt, wie der Meinige, d«r Lump?" — brummte die Bachschusterin. — „Oder der andern nachsteigt?" — rief die Graben-keuschler Stasi und drehte einen Weizkolben so hart zwischen den Händen, dass die Körner stiebte». — „»' Gnack sollt ma so ein Man» umdrahn!" — „Oder der zu nix is, als zan Kinder locke»; was hat eine gutS von so a» Dodl?" seufzte die Wegmacher Haiti und wischte sich den Mund ab. ..Wa« machts?" — sagte die Milchdirn lachend, — „döS alles ist nix. wann ma ein gern hab'n thut! G'rad ein solchen wünsch' ich der Frau, den's so gern hat. das« ihr d' Miederhaftln auSbrech'n vor lauter Herzklopf'n, wannS 'n nur anschaut." .Wann eine so blitzdumm daherredt wie Du Kati. i« zan harbn," — sagte die Großdirn v«r-weisend. — „So a Herrin, wie dö unsere, denkt auf was g'scheiderS, wann's heiraten thut." „Recht lpt's. mit derer viel'n Lieb kummt eine schlecht an bei dö grauSlich'n Mannsbilder," bestätigte die Wegmacher Hani, von welcher ihr Mann wgte, dass sie selbst mit seiner Pudlhaubn eifert, blos weilS eine .Sie' ist. „Ja, »ttd was hat d«nn dö Eckwirt Nani von ihrer vielen Liab. allebot kriegts in Buckel voll Schlag" rief die Mitterdirn höhnisch. ,,'d Stub'n voll Kinder Hat'S Narr!" lachte Kati. „und z' desivegn gspürt« a d' Schläg nit." .Was ctwan dös dumme Redn hilft," wehrte die Grabenkeuschler Stasi, .dö Leitenhoferin nimmt kein dummen und kein Gscheidten, kein Schiech'n und ta Sauber», — dö nimmt sich wieder ein Reich'», wie'S erste Mal und hat recht. Singt'S lieber eins Weibsbilder." „Aber waS Heiliges" stimmte die Bach-schusterin bei. „Wohl, wohl!" rief die ThreSl, — heb an'S an Milchdirn." — Kati sah blinzelnd nach der Bachschusterin hinüber und begann dann im ge» zogeiie» Kirisahrertone: „Oh Du mrin himmlische Boda. Schick ma doch oaiimal an Mau» Hat ja jkd's Loatzerl ihr'n ftota, Und a lid'S Hendcrl ihr'n Haun." „Geh Du fürwitzi Dirn, steckst eh' schon d' Halbscheid in der Höll!" — knurrte die Schusterin entrüstet. .. Grad derwegn inöcht ich mit der andern Halbscheid in Himmel, wo d' Engerl Schnurrbärt tragn. Bachschusterin," lachte die übermütige Dirn sind sie gegen die Verstaatlichung d«r Bahnen; blos d««halb. weil die StaatSbahnen e« auch dem Ärmsten ermöglichen, sich anderswo ein menschen-würdigere« Dasein zu .schaffen. Und weil die Neuschule e« auch dem Ärmsten ermöglichet, sich so viel Bildung zu erwerben, das» er dadurch in den Stand gesetzt wird, sich leichter durch die Welt zu schlagen, so wird auch die Ncuschule mit allen Mitteln bekämpft. Kann der landwirtschaftliche Arbeiter dafür, das« Frncht und Vieh keinen Preis haben, kann er dafür, dass die Weingärten verlausen und der Rüsselkäfer die Hopfenpflanzungen zerstört, soll er mit seinem Liedlohn für den Ausfall aufkommen? Kann er dafür, dass riesige Fideicommisse gesckaflen und mit Maschinen bearbeitet werden, wodurch in einem Landstriche Überproduktion geschaffen wird ? Kann er dafür, das» geistlicher und weltlicher Großbesitz die kleinen Bauern im Oberlande ab-stiften und da« landwirtschaftliche Proletariat ver-mehren, weil der abgestistete Bauer nicht als Knecht und sein Weib nicht als Magd bei den Abstiftern dienen mögen? Wenn die frommen Herren keine anderen Gründe gegen die Verstaatlichung der Südbahn vorzubringen haben, — diese hätten sie auch besser für sich behalten, denn sie zeigen blos den nackten StandeSegoiSmu» ihrer Race. Ihrer Interessen wkgen soll Handel und Industrie noch weiter unter dem Tarismonopol der Südbahn seufzen und der billige Zonentarif dem übrige» Publikum »och länger nicht gewähn, hellauf. — „und ein wüßt ich, der mich erlösen kinnt, wann er wollt?" „Wer denn Schwarze?" — frug die Mitter-dir» neugierig. — „Etwan der neuchi Wiesbauern-Knecht, der Sim? — der Lapp. der deperte?" — lachte Kati verächtlich. „Der geht ja der Berqhold Dirn. der Zilli zu G'falln. Der Franzl ist gestern von dö Kaiserlichen z'ruck kemmma, der alt'n Haarsttibn Walli ihr Bub; Kapral war er bei dö Drogauner, schneidi schaut er au», da» oan ganz enterisch wird, sauber i» er zum An-beiß'n und morg'n will er sich bei unserer Frau anfrag'n um ein Dienst." „Du Sagstra!" rief die Millerdirn, „der Franzl. der war ja selm schon a sauberer Lotter, wie er noch bei der Herrschast Stallbursch i» gwe'n. I» ein alter Bekannter von mir von der Schul her." „Ja. aber beiß Dir kein Zahn au« an derer alten Bekanntschaft, Mitterdirn. Der g'hört mir! Wann er anders mag." — entgegnete Kati ent-schieden. „Ein paar hundert Guld'n hab ich in ver Waisenkassa, ein Bisl ivaS hab ich g'spart und wann mein Bruder aus'S Burgauer Wirt»-Haus heirath'n thut, selm lasSt er mir nnsere Wirthschaft daheim." „Ja und kannst oftn mit'n schön Franzl in'» Kühbettetn gehn, Narr," rief bieGraSdirn spöttisch, „du kannst ein kriegn der was hat. Kati und nit ein. denseinMuater inderEiuleg umeinundstraucht." „Wann ich in'» Geld heirat'n wollt Iefsi. selm hätt ich ferten nach Neubau g'heirat; den Weitbauern seine Bittlinänner war'n zweimal bei meiner Muater. Aber dö Kati verhandelt sich nit um ein Bauernhof, und wärs der Leitenhof selber, mein liebe Großdirn! Den Man» den ich heirat'» tyu, den muss ich gern hab«, — oftn liegt mir nix dran und wann er mich bis auf'S Blut martert! — Aber ich glaub'S nit. das«'» einer thät, den ich gern hab Seffi! verstehst? Wannst heiratst Dirndl, so las« dein Mann nie Zeit zum Harbwerdn! Gieb fein »ach und halj'n, ehvor er fuchti wird, oft» magst'» um an Finger ivickeln — hat mei» Muater g'sagt. Und wahr iS; unser Voda war immcreinmal ein Wildling, der gleich zng'schlag'n hat, — ab«r so lang ich denken mag. hat d' Muada nie a unb'schaffne Red von ehrm kriegt. Sie hat 'n gern g'habt und er hat» g wusSt, wenn er auch nix dergleichn thun hat." In diesem Angenvlicke bewegte sich ein Schatten vom Tennthore weg; es ivar die junge Leitenhoferin. Gleich daraus kam die Küchendirn der kleine Händler und GewerbSm ann noch länger der ganzen füdbahnlichen VerkehrSmjfSre preisgegeben sein? Oh diese Volksfreunde! Sie wissen genau wie viele Millionen der Staat zur Hebung Trieft» verwendete, um diesen cisleithonischen Haupthafen mit dem magyarischen Hafen Fiume concurrenzfähig zu erhalten und sie anerkennen, dass die billigen ungarischen Bahn-tarife den Verkehr nach und nach an die Ufer des Quarnero lenken und die Schiffe der ungari-scheu „Adria" infolge dessen dem .österreichischen Lloqd" bereit» einen großen Theil ber Fracht und Passagiere vor der Nase wegschnappen. — das» daher die Verstaatlichung der Südbahn und die Herabsetzung der Fracht- und Fahrtarife eine dringende Nothwendigkeit für die Erhaltung der, mit so großen Opfern hergestellten Eoncurrenz-fähigkeit Triests ist. Allein. waS kümmert sie daS? Ihnen liegen die vielen Millionen, die Trieft verschlang und die Subvention, die der „Lloyd" kostet, nicht so am Herzen, auch wenn sie umsonst ausgegeben wären, als die paar Millionen, welche die Übernahme der Südbahn in Staatsbetrieb kosten wird und zwar weniger der Millionen wegen, al» w«il die k. k. StaatSbahnen die Un-moral der .Ausflüge" und den Wandertrieb der landwirtschaftlichen Arbeiter an der Linie, — begünstigt. Lächerlichere Gegengründe für die Verftaat-lichung einer Bahn, sind wohl kaum noch vorgebracht worden. Wenn sich das „Grazer Bolksblatt" rühmt. und rief: „MachtS Feierabend Leut, d' Frau sagt, spat wärS schon."--— DaS war um Michaeli herum gewesen. Zu Josesi im nächsten AuSwärtS ließ die Leitenhoferin den Pferdeknecht Franzl rufe», den sie damals richtig in den Dienst genommen hatte und zwar mehr aus Mitleid mit dem schmucken Burschen, der am Ende seiner Militärzeit daheim den kommenden Winter und keine Arbeit fand. Sie hatte ihre» EntfchlusS nicht zu beklagen gehabt, den» Framl war eine tüchtige Arbeitskraft und hielt im Pferdestall militärische Ordnung, weshalb der zw«ite Roßknecht zu Neujahr weggieng. Er wollte sich als Älterer dieser Strammheit im Dienste nicht fügen. Die junge Bäuerin war stets sehr ernst und verkehrte mit den Dienstboten, die sie übrigens gut zahlte und noch besser verköstigte, stets nur als „Frau" und immer mit einer ge-wissen Herbigkeit. Die anderen waren das seit jeher so gewohnt. Franzl nicht. — Wann ich mein Sach richti mach und immer einmal mehr thu, als mir zug'hört. so möcht ich auch ein freundliches Gsicht sechn von meine Vorgesetzten. Mein Rittmeister hat mich eingsperrt, wenn ich waS g'fehlt hab; hab ich mein' Sach gut g'macht, so hat er mich g'lobt. Aus die Weis' bin ich Kaprol wordn, weil mi 'S Lob lieber gwe'n is als 'S Einsperrn; aber am Hos weiß der Mensch nit ob er recht thut oder nit und daS passt mir nit." — Natürlich wurde da» der Frau hinter-bracht und sie war gegen den strammen, bildhübschen Pferdeknecht noch herber al» gegen die andere» gewesen. Als Franzl in'S Zimmer der „ Frau" trat, nahm er militärisch Stellung und sagte kurz: „Ihr habt mich herg'heißen Frau, da bin ich.' — Flau Burgi sah dem jungen Mann einige Minuten fest in'» Gesicht, dann wurde ihr Blick wärmer und oie Farbe ihrer vollen Wangen dunkler. — .Ich hab dir sage» wollen, daß ich bis dato so weit zufrieden war mit Dir Franz. Der Groß-knecht heirat zu Ostern dö Seffi und allzwei thun vom Hos weg. Ich hab Dich sragen woll'n, ob Du Großknecht werd» magst am Hof?" — Der Knecht war einen Augenblick wie aus d«n Wolken ge-fallen! nicht vor Freude über seine Beförderung, sondern vor Verwunderung über den eigentümlich weichen Ton der „Frau'. Dieses Staunen brachte e» mit sich, das« er sie mit weitgeöffneten Auge» anstarrte, ohne zu reden. Da huschte ein Lächeln über ihr hübsches Gesicht und sie frug launig: „WaS fchanst mich denn so gspassig an Franz? G'fall ich Dir leicht besser als die Milchdirn? auch gegen die Verstaatlichung der Nordbahn und der Donau-DampsschiffahrtS-Gesellschast gewesen zu sein, so kann ihr um diesen Ruhm sehr zweisel-harter Natur «kidig sein wer da will, wir sind es nicht, denn die Nordbahn ist die rentabelste in Cislnthauien und der Staat Hütte damit ein gutes Geschäft gemacht; und mit der Verstaatlichung der Dviiaudampfschiffahrts - Gesellschaft hätte er auch noch immer ein besseres Geschäft gemacht, als diese verkrachte Gesellschaft mit fünf Millionen zu subventioniren und jetzt zur Schaffung einer „Ungarischen Donau-Dampfschiffahrts>GeseUschast" — Ja und Amen sagen zu müssen, damit die Ungarn so gnädig sind und nicht mit ihrer Bahn-taris-Politik unser Triest ruinire». Diese beiden Verstaatlichungen, welche einen wirklichen Gewinn gebracht hätten, sind unter der Aera Taaffe, — dem die Leute deS „Grazer Volksblattes" und deren Verbiindete alle ihre Erfolge zu danke» haben, Erfolge an welchen die Deutschen Österreichs so schwer tragen, — nicht durchgeführt worden. Warum? Wir machen das „Bolksblatt " auf die Debatten im vereinigten Dreier-auSschusir deS ungarischen Oberhause«, über den Gesetzentwurf, betreffend die Reception der Juden in Ungarn aufmerksam, bei welchen Debatten der ungarische EultuSminister auf „die Verdienste der Juden um die Cultur" hinwies. Viel-leicht haben sich die Jude» der Nordbahn und der Donau-DampsschiyalirtS-Gesellschaft eben ill« Wäre mir fast recht, denn dö Kati taugt mir nit mehr; ich werd« müssen weg thun." — Da gab'S ihm einen jähen RisS und er sagte beinahe schroff: ..Z'wegen waS, Frau? Ich mein sie thut ihr' Arbeit so gut wie die andern ?" — Über daS Gesicht der jungen Bäuerin blitzte eS wie harter Unwille. „Was geht Dich die Dirn an?" — rief sie scharf. — „Ich bin Frau und weiß was mir taiigt »nd was nit! Vorschriften lass ich mir nit machen. — von niem'd, Großknecht!" — Er juckte zusammen. die Beförderung gieng rasch. — „Ich mein halt so. dass man kein Menschen Un-recht sollt thun." sagte er leiser. — „Ist dir die Dirn etwan so tief in'S .Herz g'wachsen? Etwan gar dein Schatz. Franz? — döS thät ich mir streng verbitten! Auf mein Hof leid ich keine Liebschaft; der Naz und die Sesfi warn schon früher, noch unterm seligen Bauer, versprochen." — Franzl richtete sich hoch auf und zwirbelte seinen dunklen Schnurrbart. — „Mit der Kati hab' ich nix Frau! Ich hab nix anghebt mit ihr, weil ich ein armer Teufel bin und die Milchdirn kriegt heut oder morg'n eine Wirtschaft und Geld hat's auch. Da thäten wir zwei nit zusammpassen. denn in mein Hans will ich einmal Herr sein »nd nit der Hascher, der sein Weib z'Gnaden leben muss I — Aber, wann« so sei» thät Hrau. dass ich die Milchdirn gern hätt, so ließ ich mir daS von niemand verbieten! Von gar niemand! ver-standen? Ich hab mich bei Euch verlkihkaust und was die Arbeit betrifft, so habt Ihr'« Recht zu schaffen mit mir. Aber mit mein Herz und meiner Lieb hat nit einmal der Kaiser z'jchasfcn g'habt wie ich noch Soldat war." — „Du thust ja grauslich stolz Großknecht?" — lachte sie spöttisch. — „Ich mein' wann sich Einer in'S Volle setzen kann, sollt er ander« — red'n. Wollt' ich heut oder morgen heiraten, kämen reiche Bäuerlich» g'nug, die z'srieden sein thäten. wann ich ein nähm' und wann dem Mann d'Hälste verschrieben wird, ist er ja so wie so Herr." — „Ja, so lang er thut wie sie will," — sagte Franzl verächtlich. — „Für so ein Herrn wär ich nie zu hab'», eh bleib ich mein Lebtag Knecht, oder — Tagwerker ! — Und z'weg'n der Milchdirn, Frau, — wann die weg müßt vom Hof blo« weil'« mich gern hat und daS kann ich nit der Kati und nit einer andern verbieten, selm müsst Ihr schon ein andern Großknecht nehmen, selm geh' ich zum Neujahr vom Hos," — setzte er ruhig hinzu. Sie erbleichte bi« in die Lippen. — „Hast sie alsdann doch gerne!" — zischte sie verächtlich. „Nicht lieber wie eine andere oder Euch,"— fuhr e« ihm unwillig herau«, aber sofort wurde unsterbliche Verdienste um die Cultur in Österreich, speziell um Galizen (siehe den großen Zoll-defraudationiprozes«) erworben und deshalb wurde ihnen unter Beihilfe der Eonservativen die rentable Nordbahn belassen »nd die verkrachte Donau» Dampfschiffahrts-Gesellschast sudventionirt. Pettauer Nachrichten. („3m schwarzen Walisisch zu Äokalon",) das heißt beim „lustigen Karpfen in Pettau" hatte d« vacierende Bretzenmodelleur Martin Horvath sein Geld all verthan und sich datii etwa« illuminirt. Gut, da« passirt gar „Manchem im deutschen Land" und auch anderSwo und wenn sich der Erleuchtete sohin ruhig auf« Ohr legt, so ist die Sache anmit erledigt, horvath dagegen fiel e« plötzlich ei», dass er in »einer Garderobe manche« Stück habe, welche« in blankes Silber oder wenigsten« in mattglänzende Nickel umgesetzt werde» könnte; „baar Geld lacht", dachte er. jedenfalls freundlicher, al» eine schadhafte alte Hose oder ein defekter Flau«. Packte also seinen außer Gebrauch gesetzten Vorrath zusammen und wollte damit einen Bauern glücklich mache». Dieser gieng jedoch aus das lukrative oder „luckerte" Geschäft nicht ein und so gieng Horvath in die ..Auktionshalle für übertragene Herrenkleider" der Frau Strohmaier und bot derselben die Kluft zum Kaufe an. Ob nun dieser die Waare oder er blutroth und verbesserte sich: „nicht einmal so viel wie — wie--„Wie mich, willst sagen Franz? du bist ja recht gnädig." — lachte sie bitter, aber Franzl hörte doch wie ihre Stimme dabei zitterte. Da hob sich seine breite Brust mächtig und er trat hart an die Frau heran und heiß flog sein Athem über ihr Gesicht. — „Ja Frau, nit so wie Euch! Nit den hundertsten Theil! — Wäret Ihr so ein armer Teufel wie ich. Ihr müsstet mein Weib werden und wann ich mich z'todt arbeiten müsst!" — er hielt inne, denn sie war langsam zurückgewichen und hielt sich mit beiden Händen am Tische fest, während ihr Busen wild auf und »iederwogte. Er wusste, dass er sie mit seinen Worten tödtlich beleidiget hatte, die stolze reiche Leitenhosbesitzerin »nd deshalb sagte er fast trotzig: „Braucht nicht zu fürchten, das« Euch der arme Roßknecht weiter belästigt; gebt mir mein Dienstbuch und ich geh' heut noch vom Hos." — Damit ">-ng er aus der Stube nach dem Stalle und packte seine Habseligkeiten zu-sammen. Die Bäuerin gab ihm sein Dienstbuch nicht und war im übrigen so wie früher in ihrem Benehmen. Z» Ostern heirateten Naz und Sesfi und die Milchdirn weinte den ganzen Tag. Franzl that jetzt den Dienst de« Großknechte« und bei der harten Frühjahrsarbeit hatte er wenig Zeit, da« Benehmen der Bäuerin zu beachten. Am weißen Sonntag kam die Frau au« der Kirche und mit ihr der Pfarrer. Die Hofleute sahen sich fragend an. Wa« dieser Besuch bedeuten mochte? Franzl kam erst Mittag« heim und ward sofort zur Frau gerufen. Diese saß am Tische, den Kops in die Hand gestützt und hatte vor sich ein Schreiben liege». Es war der gewisse Brief, den der verstorbene Bauer kurz vor seinem Tode ae-schrieben und den sie am Jahrestage hätte lesen sollen. E« war einige Wochen schon darüber. Die Frau hörte Franzl eintreten, rührte sich aber nicht, sondern hielt ihm mit abgewandtem Gesichte den Brief hin »nd sagte mit tonloser Stimme: „Lies das da. Franz." — Er las: „Liede Burgi! Du hast mir meine letzten Lebensjahr zur Glück-seligkeit gemacht, verwegen wollt ich dich nicht kränken. Meine Erste hat mich Zeit unserer Ehe damit gemartert bi« aus« Blut und so hab ich die Sünd wohl abbüßt. Der Franzl ist da« Kind von der Schwester der alten Walli, von der Afra, die bei un« Großdirn war und ich bin der Kind«-vater. Ist alles so weit vertuscht wordn und die Walli hat das Kind als ihr'« ausgeben. Ich hab rechtschaffen zahlt dafür, war aber kein Glück bei der Sach, denn meine Erste ist doch darauf kommen und hat mir'« entgelten lassen. Verzeih der Verkäufer nicht recht richtig vorkam, sagt der Polizeibericht leider nicht; er sagt b!o«, das« Horvath, al« er den Grempel nicht einmal beim Trödler versilbern konnte, plötzlich harb wurde und in seinem Zorne den Stiessohn der Frau Strohmaier faßte, worauf die Sicherheitsivache geholt wurde, welche den rabbiaten Menschen zur Ruh« venveiseu wollte. Allein da kam sie schön an; Horvath kam jetzt erst ordent-lich in Zug. fieng a» „damisch auszudrahn", be-schimpfte d«» Wachmann und als dieser Herrn Horvath arretieren wollte, war d«r Satan erst recht lo«. Der wüthende Bursche stieß mit Händen und Füßen nach dem Wachmann? und benahm sich so excessiv, das« er erst mit Hilfe anderer Wachmänner soweit gebändigt werden konnte, um ihn auf Nummer Sicher abzuführen. Allein der Wildling setzte sein Schimpfen und T Vn bi« in den Arrest fort, wo er gefesselt werden musste. Horvath wurde wegen Wachebeleidigung dem k. k. Bezirksgerichte eingeliefert. lNoch einer.) Auch der Bäckergehilfe Franz Toplak musste wegen Trunkenheit und dabei ver-übter grober Exzesse in den Kotter wandern. E« scheint, dass es den Herren denn doch nicht so elend schlecht geht, als in den socialistischen Eonventikeln fortwährend gejammert wird und wenn jemand zu bedauern ist. so sind es wohl nicht diejenigen, welche einen „blauen Montag" bis in die Mitte der Woche ausdehnen und selbst mir'« also, dass ich dir nie nichts gesagt hab da-von und wannst mich richtig hast ei» Bi«l gern g'habt. so thu waS für den Buben, der jetzt beim Militär ist. Ich küß dich vielmals, du kreuzbrav« Frau. Dein Lorenz." — Franzl legte den Brief hin und wischte sich über die Augen, aber er brachte kein Wort hervor. Da erhob sich die junge Frau so jchweriällig, als sei sie todtmüde und trat an den Schubladkasten. daraus nahm sie eine starke Blechkassette, die legte sie aus den Tisch und dentete auf den Brief: „Er wird nit g'logen haben in seiner Sterbstund." sagte sie leise, aber festen ToneS, — „da in der Schachtel sein Sparkassabüchel und Obligationen, ein biSl über neuntausend Gulden. Nimm'S Franz. jetzt kannst ja die Kathi heiratn, soviel hat sie nit und so bist du der Herr in der Wirtschaft." — Er nahm den Brief: „hat sonst wer da« Gschrift da g'lesen, anßer Euch, Frau? E« sind zwei fremde Siegel d'ranf." — frug er ruhig. Sie sah ihn tieftraurig an, dann schüttelte sie den Kopf. — „Niemd. der Pfarrer war da. weil ich ihn hab beten, er soll die Siegel anschauen, das« sie nit verletzt seind. Ich war nit neugierig früher; wär ich« nur gwesen! Oh wär ich'« nur g'wesen, — Franz!" — brach sie plötzlich in ein wildes Weinen au«. — ,,E« thät besser sei» für un» alle Zwei!" — Er schüttelte den Kopf. — „ Wanns niemd weiß, al» wir Zwei. Frau. — selm soll« auch sonst niemd mehr aus der Welt wissen!" — damit nahm er da« Papier, öffnete weit die Thüre de« Zimmers, dass sie sehen konnte, wa« er that, trat in die Küche hinaus und schob den Brief in die Flammen des Sparherdes und blieb solange, bi« alle« grauweiß« Asche war Dann gieng er in die Stube zurück und schloß die Thüre. „Nehmt da« Geld. Frau, — ich nimm« nit," sagte er mit ruhiger Entschlossenheit und schob die Eassette zur Seite. — „Jetzt, wie soll's werden Frau? Wollt Ihr mich am Hof behalten al« Knecht?" — — „Franz!" — schrie sie auf und um-klammerte seinen Arm. — „Sei barmherzig, — ich — ich hab dich soviel, soviel gern!" — — „Nachher ist alle« gut, Frau. Ich bleib der Großknecht am Leitenhof. — aber die Kathi kann jetzt nit mehr bleib'», da« sieh ich ein. Drei unglückliche Herzen sein z'viel unter ein Dach." grl«,««. als Tarierende noch saufen, wie die Bürstenbinder. (Abgeschoben.) Am 25. September wurde die hcrunwagirende Theresia Gabrovec wegen UnterstandSlosigkeit arretirt und nach ihrer Hei» matSgemeinde Steindorf verschoben. (Freiwillige ^evrrwehr prttao.) Wochen« bereitschaft vom 3V. September bi» 7. Oktober. I. Zug II. Rotte, ZugSsührer: Machalka, Rott-fiihrer: Martschitsch. «Gefährliches Fahren.) Die Passanten der Bahnhofstraße waren unlängst abend» in der eminenten Gefahr gerädert zu werden. Der Kutscher einer der Herrschasten der Umgebung, fand e», wie diese Herren schon sind, sicherlich unter der Würd« seiner beiden Jucker, sich in die Reche zu stellen, in wtlcher die brauen OmnibuS- und Post» rosse standen. Nachdem er in der ohnehin finsteren Alls? ein paarmal im schärfsten Tempo herum» gefahren, blieb er inmitten d«r Straße vor dem linken Flügelbaue dr» Stationsgebäude» stehen und stolz wie «in Spanier sah er auf daS zu Fuße gehend« „Volk" herab. Kurz vor Ankunft de» Zuge» kam ein zweiter Wagen mit einem ebenfalls sehr nervösen Schimmel und weil der Herrschaft-liche die Straße sperrte, stellte er sich vor dem-selben auf. Als der Zug einfuhr, drängte d«r Schimmel rrfchrocken zurück und schob srin«n Wagen den beiden Juckern zwischen die Beine, wodurch diese ebenfalls scheu wurden, links rissen und auf die HauSthilre losrannten, auf deren Stufen mehrere Personen ebenfalls den Zug erwarteten; auch der AuSgang war dicht von Wartenden umstellt und so begann eine Panik, bei weither Rippenstöße und Fußtritte nicht mangelten. Anstatt nun die Gäule zu beruhigen, begann d«r Herrschaftliche jammervoll zu schimpfen und hätte den Schimmel» lenker an, Ende noch verhauen, wenn's Zeit ge» Wesen wäre. Zum Glücke kamen bereits die ersten Reisenden aus dem Ausgange und zum Glücke kamen die Passanten mit dem Schrecken und ein paar Rippenstößen davon! — DaS ist übrigens noch nicht alle». Diese Allee, welche von vielen Pettauern abends al» Spazierweg benlltzt wird. — wird auch von einigen sportliebenden Herren dazu benutzt, um ihre Pferde einzufahren, — natürlich im schärfsten Tempo und ohne Wag«n» laternen; diese scheinen überhaupt von den Privat-fuhrwerken überflüssig gesunden zu werden. Auch — 4 — wilde Radfahrer trainieren sich mit Vorliebe in dieser Allee und zwar abend». Run frage» wir. besteht am Bahnhofplatze in Pettau eine ..Wagen» Ordnung," oder kann sich jeder a»fstellen wo e» ihm gerade belikbt? In di«s«m Falle würd«» wir da» p. t. Stadtamt bitten, den Spaziergängern zu verbieten, die Bahnhofallee zu betreten und die Abreisenden per Luftballon sicher bi» ins StationS- S'Mi.de zu befördern, — sonst könnte eS bei einem weren Unglücksfalle vorkommen, dass der Ge-räderte sich nicht an den Kutscher oder Wagenbesitzer und nicht an den einzigen SicherheitSwachinann hält, der verdammt erscheint, der Unordnung zähne» knirschend zuzusehen, weil keine Borschrift existirt, dass die Wägen der Reih« nach hinterrin-ander stehen müssen, daher naturgemäß stehen können, wir und wo e» ihnen beliebt; — «S könnte also vorkommen, dass sich ein solch G«räderter an daS Stadtamt um jEurkosten- ic. Ersatz wendet, weil dieses e» unterläßt, durch eine streng ver-fasst« und streng gehandhabte Wagenordnung und Verbot de» schnellen FahrenS in d«r Bahnhofallee, besonders abends, da» Publikum vor dem Über-so'-renwerden zu schützen. Wenn sich die k. k. Post und die Hotelomnibusse freiwillig in eine gewisse Ordnung einfügen, dann müssen sich auch die p. t. Herrschaftskutscher darein finden und da sie «8 nie freiwillig thun werden. müssen sie dazu gezwungen werden. DaS Pettauer Publikum ist denn doch zu gut. sich die Frechheiten solcher Rosselenker mit und ohne Livree gefallen zu lasten. (Mord.) Am 23. d. M. zwischen 9 und 7,10 Uhr Abends wurde der auf der Herrschast Ebensfeld als Schaffe? bedienstete Johann Koren, als «r Abknd» stark anqetrunken aus dem Gast» haus« heimgi«ng, auf der Straß« zwischkn St. Kuni-gund und EbknSfeld mittelst eine« Holzprügels erschlagen. — Der mutmaßliche Thäter wurde in der Person «ine» ebenfalls auf der Herrschast EbenSfeld bedi«nsttt«n Knechtes, von der k. k. Gen-darinerie zustande gebracht und dem k. k. Bezirks-Gerichte eingeliefest. Vermischte Nachrichten. (Verstaatlichung der Sndbahn.) Die Ber» staatlichung der Südbahn ist au» dem Stadium der Vorverhandlungen der beiden Handelsminister bereits bis zur Einleitung der Verhandlungen mit der Südbahn gediehen. Im k. k. Handels-Minj. sterium werden bereits die bezüglichen Berechnung«,, augeslellt »nd die betreffend«» Pläne entworfen und wird die Südbahn sodann eingeladen werden, ihre Delegirten zu den Verhandlungen zu ent-senden. Wir können die Verstaatlichung dieser Bahn nur wünschen, di« auS ihrer Concession ein den Handel und Verkehr gleich hart treffende» Monopol gemacht hat. Dagegen dürfte die Staat». Verwaltung den verschiedenen Wünsche» der P«t' tauer. bezüglich der immer unleidlicher werdend«» Mängel am hiesigen Bahnhof«, al» da sind: G«° dtckter Perron, bequemere und gegen Unwetter geschützte Zu- und AuSgänge, Verlegung der Abfallsgruben und endlich ein« .bahnhofmäßige Beleuchtung" de» ZufahrlsplatzeS und so weiter, jedenfalls freundlicher entgegenkommen, al» es die k. k. priv. Südbahn-Gefellschaft bisher gethan hat. die mehr auf Geld als auf gute Behandlung der Reifenden sieht. Eingesendet. kl» die geehrte Redacti»» ber „Pettauer Zett««g." Die in Ihrem Blatt vom 29. d M zum Ausdruck gebrachte Annahme, das« der Brand de« Schweizerhouse« tm volt«gatten von den Lande« Wohlihäiigkeitt.Anslaliea au« a>n ehesten gesehen werden konnte und die damit in Verbindung gebrachte Deutung, wegen Außerachtlassung der rechtzeitigen Avisirung der Feuerwehr, trifft nicht zu. weil der Brand in der Anstalt nicht früher al« um l« Uhr 10 Minuten vormittag« wahrgenommen wurde. Genau um dieselbe Zett ist Dienstmann Johann Kvsoderz in die Stadt geeilt, um den Au«bruch de« Feuer« bei der Feuerwehr-Stotion zu melden. Dabei kann N'cht unerwöhnt bleiben, das« e« gerade Mütter der Anstalt waren, welche sosott am Brandplatze erschienen und al« Erste bei den Rettung«, und Schutz, arbeiten thatkräftig zu Hilse gekommen sind. 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Pionnier-Bataillons, ferner dem Wehrh&uptmar.ne Herrn Johannn Steudte mit seiner braven, aufopfernd thätigen Feuerwehr und der k. und k. Gendarmerie verpflichtet. — Endlich muss der Verein mit lebhaftem Danke con-statiren, dass der k. k. Bezirkshauptmann Herr Dr. Alfons Ritter v. Scherer und der Bürgermeister Herr Josef Ornig durch persönliche Bethätigung an den Rettungs-ärbeiteu ein schönes Beispiel der Nächstenliebe gaben. Pettau, den 27. September 1894. FUr den Verschönerung»- und Fremden-Verkehrs-Verein Pettau Dar Obmann Josef Kasimir m p. Baren: Wenn meine Schwester Pauline nur etwa« von ihrem reizenden Teint hätte, fie würd« gewiß ihr halbe« vermdaen dafür geben. Aräulein Rosa: Warum so viel? Grolich CrSme und Grolichseife toten ja zusammen nur fl. 1.— und bezwecken «IM aus leichteste «nd schnellste Weise. Bei Anwendung dieser einfache», billigen Mittel ist schön zu sein, lein» Kmch. 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Kundmachung. An der gewerbhehen Fortbildungsschule in Pettaa \wird der Unterricht für das Schuljahr 1894/5 am I. Octotor beginnen. Die Einschreibung der Lehrlinge wird Sonntag den 30. September 1894, vormittags von 9—11 Uhr, vorgenommen und es haben neueintretende Lehrlinge das Entlassungszeugnis einer Volksschule beizubringen. . Der Unterricht wird ertheilt: An Sonntagen von 9 bis 12 Uhr Vormittag; an Montagen von 7 bis 9 Uhr abends; an Donnerstagen von halb 8 bis halb 9 Uhr abends. Das Schuljahr dauert vom 1. October 1894 bis 1. Juni 1895. Zum Besuche der gewerblichen Fortbildungsschule sind aut Grund der §§ 75a und 100 der Gewerbeordnung, sowie nach § 18 der Statuten dieser Anstalt sämmtliche Lehrlinge vom Schulsprengel Stadt Pettau (Pettau, Kanischa, Rann) verpflichtet. Eine Ausnahme machen jene Lehrlinge, die bereits von der gefertigten Schulleitung das Entlassungszeugnis erhalten haben. Die P. T. Herren Lehrmeister werden erinnert, dass jede ungerechtfertigte Vernachlässigung des Schulbesuches einer strengen gesetzlichen Ahndung unterzogen werden wird. 8ohaIasssoliKM der gewtrbl. Fortbildungsschule In Ptttau, am 88. September 1804. Der Bürgermeister: Josef Ornig. — 7 — * r * ;r» i i ' f cfc * i 4 \ r ~s+. •*& -f J * ? V fc ^ V» t/ -X»6 "e^- >» *-- '-Aj Sparcam du L f. Sammentadt Fe und Banknebenstelle der öStePF.-ungaF. Banl$. Ckeek-CciU) de« k. k. PaiUpareajaea- AatM Nr. 808061. Geschäftszweige: Spareinlagen-Geschäft Hypothekar-Dar leihens-Geschäft Gir*-C«ito M der Filiale der fatarr.-ugtr. Baak ia 8ru. W echsel-Escompt-Geschäft übernimmt Spareinlagen in jeder Höhe gegen halbmonatliche Verzinsung und halbjährige Kapitalisirung ^er gpqrenwärtig 4°|o-igen Zinsen. btiel Häuser und Grundbesitz im Bezirke Pettau coulan -st gtben 50l|ü-ige Zinsen und Rttekzahlang des Kapitals in Feigen Annuitäten, so dass Kapital und Zinsen durch 3°|0-ige halbjährige Raten-Zahlungen in 351ja Jahren getilgt sind. escomptirt Weohsel im eigenen Wirkungskreise gegen 6°|o Discont ohne weitere Nebengebühren und vermittelt als Nebenstelle der österreichisch-ungarischen Bank die Escomptierung solcher durch die Filiale der österreichisch ungarischen Bank in Graz, gegen Vergütung der Porto-Auslagen und ^ Provision vom Wechselbetrage. Vorschuss-Geschäft ertheilt Vorschüsse auf Werthpapiere, Münzen, Einlagebücher von Sparcassen etc. gegen 6°|o Zinsen und Vergütung der Stempelgebühren. verkauft *ie execntiv erstandenen Realitäten, als: ein Haus in der Stadt, eine grosse Wiese und sechs Weingärten zu äusserst günstigen Zahlungsbedingungen und wird Kauflustigen im Bureau der Anstalt bereitwilligst jede Auskunft hierüber ertheilt • /• Bank-Geschäft besorgt CQiiinilMlonsiiroia« den Ankauf und Verkauf von Wertpapieren, leistet Zahlungen auf fremden Plätzen, besorgt Incassi von Wechseln und Anweisungen auf Bankplätzen und anderen grösseren Orten, löst fällige Coupons ein und wechselt alle fremden Noten und Münzen. Realitäten-Geschäft Conto-corrent-Geschäft übernimmt bis auf weiteres Bareinlagen, verzinslich vom Tage der Einlage bis zum Tage der Behebung ohne Kündigung gegen 3% pro anno nnd überweist oder leistet Zahlungen nach Möglichkeit für die Conto-corrent Inhaber auswärts kostenlos. — 8 — P. T. Alfons Cllsnti, acad. Tanzmeister, beehrt aich hiermit bekanntzugeben, das» er Nanti| dM 15. October im Saale des hiesigen OtSiRM, seine Ta n z -Leh r-G urse beginnt. Der Unterricht im gesellschaftlichen Betragen, sowie in sämmtlichen modernen und nationalen Tänzen, wird in leichtest fasslicher Methode ertheilt. I. Abtheilung für AnfllDger, jeden Montag, Mittwoch and Freitag von 7 Uhr abends ab. II. Abtheilung für Vorgeschrittene, jeden Dienstag, Donnerstag nnd Samstag von 7 Uhr abends ab. ——HU Jeden Sonntag Gesammtübung. ~ — Ein Cure umfasst 18 Lectionen. Alle diejenigen, welche wünschen, am Unterrichte theil-zunehmen, werden höflichst ersucht, ihre Namensunterschriften bis längstens 10. Ootober bei der VerveItnng dlesee Blattes zu hinterlegen, woselbst auch nähere Auskaufte bezüglich des Unterrichtes zu erfahren sind. Hochachtungsvoll Cilenti. 5—10 fl. täglichen sicher»» Aerdie»« ohne Tapital und Rifico bieten wir jedermann, der sich mit dem verkause von xseKlich gestattet«, Losen und StaatSpapieren befassen will. Antrüge unter >fe" an die «nnoncen.Ikrpedition I. D«u>«btrR, «i». l.. Wollzeile IS. lmmerväkrevder, selbstthätiger Couvert- und Marken-Anfeuchter zu haben in der Papierhandlang W. BLANKE, Pettau. Ein gesunder Lehrjunge mit genügender Schulbildung, aus gutem Hause, wird unter Angabe von Referenzen aufgenommen bei Rudolf Probst Kaufmann in DOMWltZ bei Leoben. Für Jäger und Jagdfreunde! W.r «in lutachlaaaaadaa, fadariaicbt gabaalaa Jagd- oder Scheibengewehr «HmcM, dar wanda aich »s 4» UnUrMtchiMUfl Empfahlt baaondara wild« BschaUnten toh U 8. bia 40 S. Fadarlaichta Schrot t«*w,hra (ScMILaaal rriacbao J.n Hlihn.nl ran to bi* «o a. EinlajUafa, Reparaturen und Umataltnnf«n werden prompt and biUt|at anafafübrt. All* BdiM Qawahr. (lad U»f dar k, t HroMranaUH erprobt und alataaehoaaan. 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