Nr. 91. Montag, 22. April 1907. 12«. Jahrgang. Mbacher Mum z/^nmerattonspreis: Mit Postver< c„ du n <,: «anzMrig 3» X, halbjährig 15 li. Im Kontor: ganzjähnl, ^ " ">, «lllbiälmn ii K. ssur dir Zi^Nunn ins Hlliis ^»zjälirig ll li, — Insertlonslirbühr: ssiir lli'inr Inlrrate ^ ^ Li»' «Lailinchrr ^rilu„g» «lcheint tänlich, mit AnsnalMs drr Son»- »nd sscirrtasse. Tis Ädminiftrntlon befindet ! l'ch Nuügrehplnv Nl. 2. dir »«cdal««on Talmaüünasir Nl, ,«, Cprechstuiidru dei Rrdalliu» vo» « bis 1U Ubr vul-s lüirta«!, Ui,srn,!tnr!r Brim werden „ich! lliW'iwmmeü. Mai'üllriptc »ich! zuriiclgrsl.llt. Amtlicher Heil. Den 111. April 1907 wurde in der t. k. Hof. und Staats-orullerei das XXXII. Stück dcr polnischen Ausgabe des Reichs Gesetzblattes uom Jahre 1W7 ausgegeben und versendet. . Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 19. April 1U07 (Ni. W) wurde die Weiteroerbreitung folgender Preß-"Zeugnisse verboten: Nr. oö«8k/ 1).'lmlc» uom U>. April 1W7. Nr. 15) «111»^ rukroku' uom 13. April 1W7. MchtanrMcher Geil. Die Spezilllkommissioneu in der russischen Armee. Ein militärische Berichterstatter schreib! der «Pol. Korr.": Das im Vorjahre wieder ins Lebel gerufene Koinitee für die Truppenansbildliilg Hat bald nach Wiederaufnahme seilier Arbeiten eiil-schen nliissen, daß es die ihm übertragenen Geschäfte nicht aliein belvältigeit könne. Es trat daher ^nsch die Notlvelidigkeit eili, zn seiiler llnterstützuilg zeitweilige, nnd Mar in der Majorität aus ^ruppenoffizieren aller Grade zllfantinellgesetzte ^Pezialkoniniissionen einznbernfen. llnter dieseii Commissionen befiiwet sich die uuter dem Präsi dium des Geueralleutlialtls Batjauov eingesetzle, deren Anfgabe es lvar, einen neuen Modus für die Bekleidung und Ausrüstung der Armee zu be-arbeilen. Eine andere noch tagende Komniission ist die unter dem Vorsiy des Geileralinspektelirs der Infanterie Zarubajev mit dein Zweck, die Attestie-Ntngs- lind Vcfördernngsverhältilisse der Offiziere neu zu regeln, bezw. die früher darüber erlassellen Vestimmuugen zli vervollstäiidigen. Außer dieser Commission sind gegenwärtig beiin Hauptstabe noch swei andere iu Tätigkeit', die erste unter dem, Vor sitz des Chefs der Aiodilinachuiuis-Abteiluuq des Hauptslabes, (Generalmajor Markov, hat die anf "le Abänderllng der Wehrpflicht nud fpeziell die ^orechnunq und Einziehung der Reservisten und Mannschaften derNeich^wehr bezüglichen fragen zli bearbeiten. Als Mitglieder sind auch Nepräsentan- len der 'Viariue herangezogen. Zu den hauptsächlichsten ^leuerungsprojekten gehören: die Bildung einer bisher nichl vorhandenen Ersavreserve; die von verschiedenen Seiten auö lvirtschafllichen Gründeil befürworlete, aber bei den Trnppen selbst einem groben und berechtigten Widerstände begegnende Herabselznng des Embernfungsalters zlir Fahne vom 2l. znm ^0. Lebensjahre; ferner eine zweimalige Gestellung der der Aushebnng unterliegenden Mannschaften deS betreffenden Jahrganges zum Ersatzgejchäft au, Stelle der bisherigen uur einmaligeu, die große Nachteile mit sich brachte. Es wurden dadurch sehr viele körperlich unbrauchbare ^eutc allsgehoben, die von den Truppen beanständet lind zurückgeschickt wnrden, was große llmstänoe und dosten verursachte lind auch den Dienstbetrieb hinderte. Nach dem jeHt iu Frage kommenden Plane soll die erste Gestellung schcm im Frühjahr erfolgen und dabei die 5tos-ziehnng und ärztliche Vesichtignng stattfinden. Vei der zweiten Gestellung im Herbst die nochmalige Vesichtignng und erst dann die Verteilnng der Rekruten auf die verschiedenen Trnppenteile lind Arten. Damit verknüpft sich eine auf die Erfahrungen des lehten Krieges und die Einteilung in 2 Altersklassen begründete anderweitigeBerechnnng der Reservemannschaften nnd ihre Einziehnng im Kriegsfall. Die zweite Kommission unter dein Mitglied des >triegsrats, Generalleutnant Frolov, hat sich speziell mit der Bearbeitung der Bestimmungen über die Ansstellung der Ersatzbataillone lind an derer auf den Gang der Mobilmachung bezüglichen Fragen zu beschäftigen. Nie ans den gelegentlich der Einsetzuug dieser Kommission vom Kriegsmini' sterilim bekanntgegebenen Motiven zu entnehmen ist, hat bei der Mobilmachung gegen Japan die Formation der Ersatzbataillone ein wahres Ehaos herbeigeführt. Es ist das nm so erklärlicher, als die bisher dafür gültigen Bestimmungen noch aus dem Jahre 1885 herrühren. Die Einbernfnng derartiger „Spezialkommissionen" zur Mitübernahme, bezw. Erleichterung der Arbeiten des Hauptstabes und der zu seinem permanenten Vestande gehörigen „Komitees" wird aller Voralissicht nach auch weiterhin notwendig werden, begegnet aber in den Kreisen der Armee sehr ungünstiger Beurteilung. Es herrscht darin bereits jetzt ein großer Überfluß und die Opposition zitiert das Sprichwort „viele Köche verderben den Brei." Das Kriegsmillisteriuni hat Veranlassung genommen, diesen Befürchtungen in der militärischen Presse beschwichtigend entgegenzntreten und die Dezentralisation der ihm obliegenden Refonnanfgaben vermittels besonderer hanptsächlich aus Frontoffizie ren bestehenden Kommissionen durch den Drang der Umstände zn motiviereil. Ans ähnlichen Ursachen, das heißt nm die bisher in den verschiedenen Behörden vielfach vermischten Geschäfte mehr oder weniger heterogener Natur voneinander zn trenn.en, ist auch die Ausscheidung des bisher nur eine der Abteilnngen des Hauptstabes (Zentralorgan des Kriegsminiskriums) bildenden Generalstabes als eines gesonderten Ressorts mit eigenem, direkt dem Kriegsminister nnd dem Kaiser unterstelltem Ehef und genau spezifizierteu Aufgaben erfolgt. Ebenso ist der Hanptstab nach der Einschränknng seines Tätigkeitsbereiches neu organisiert worden. Der Rücktritt Lord Cromers. Der Rücktritt Lord Cromers wird nach einem Berichte aus Kairo von allen europäischen Kolonien Ägyptens als ein schwerer Verlnst empfunden. Seine Persönlichkeit wurde als die beste Bürgschaft für die Aufrechterhaltung der Ordnnng der Dinge angesehen, wie sie seit der Okkupation hergestellt worden und das Gedeihen des Landes gesichert hat. Mit Ausnahme der Organe Mustafa Pascha Kamels drückt die gesamte europäische Presse Ägyptens ihr tiefstes Vedanern über das Scheiden dek Mannes aus, den man heute schon „den Vater des modernen Ägyptens" nennt. Auch in den gemäßigten ägyptischen Kreisen wird anerkannt, daß den Ei'iMlwreneu bom materiellen Gesichtspunkte aus den Reformen, die Lord Cromer in der ägyptischen Verwaltung eingeführt hat, und ans dem Wohlstände, den er geschaffen, die größten Vorteile erwachsen sind. Die Nationalisten glauben allerdings trinmphieren zn können. Wenn auch die Demission Lord Eromers ansschließlich alls Gc- Feuilleton. Der Optimist. Von A«rt Jenffc». Machbrull verboten.) Der altc Forstmeister hatte seinen Frennd, den ^cheimrat. nnr zu dem Zweck aufgesucht, nm sei-"cnt besorgten Vaterherzen wieder einmal Lust zu Zachen. Hatte doch sein Sohn Erasmus, der Kauf-luani^ wicdcr einmal einen empfindlichen Ver-l"oa.ensverlust erlitten — „durch seinen gottverdammten Optimismus!" wie der Forstmeister mit ^nen, mächtigen Fanstschlag auf den Tisch feststellte. „Schmäh' mir den Optimismus nicht!" bo-Zütigte der Geheimrat, „es ist eiwas rührend schönes und Großes um den echten Optimismus." „Den Teufel auch!" fluchte der Alte. Knurrend nahm er die Zigarre an, die ihm der Freund bot, nnd stürzte oiu Gläschen 1 «5,4er Kognak hinter die Binde. „Erinnerst dn dich noch an Willy Haverkamp, ^u't dem wic anf dem Gymnasium waren?" fragte der Gcheimrat. Der Forstmeister dachte nach. „Willy Haverkamp? — Ach so — der!" „Das war ein Optimist in Reinkultur. Immer bergnügt, immer ein neues Hoffnnngsreis auf jede Enttäuschung aufpfropfend — ein Prachtkerl! Du hattest ihn wohl aus den Augen verloren?" „Völlig -" „Ich bin ihm wieder begegnet, al? ich vor — — laß mal sehen — — achtiinddreißig Jahre sind's her >- als ich in O. meine Anwaltspraris begann. Er lv,ar knrz vorher als Hilfslehrer an die Gemeindeschl'Ie gekommen." „Ich er-nuere mich -^ sein Vater war gestorben, und es reichte nicht mehr zur Universität." „Ganz recht! Der arme Kerl hungerte, daß einem das Hcrz wehtat. Aber trotz einem trng er den lachenden Kopf m! Nacken nnd griff mit den kecken Fingcrn immer nach den Sternen." „Wenn das nicht blödsinnig ist —!" warf der Forstmeister ärgerlich dazwischen. „Durchaus uicht, Alter! Er war vollkommen davou überzeugt, daß irgend ein Tag einmal ihm dte Erfüllmig aller Wünsche bringen würde. So lebte er bestandig in der fröhlichsten Erwartnng. Seiiler Meinung nach gab es nichts Unerreichbares für ihn. Neun das kem Glück ist —!" „Hat er denn etwas erreicht?" „Je nm,, wie man's nimmt. Die Braut znm Beispiel, die cr sich m den Kopf gesetzt hatte. Das schönste Mäd^l in dem Nest, Lilli. die Tochter des Koinmcrzien nal „The Egyptian standard" doch als eine Folge des Fcldzuges dar. den die nationalistische Partei seit den Hinrichtungen von Dcnchaw'i gegen Lord Cromer geführt hat. (5s wird sogar das sinnlose Gerücht verbreitet, das; der Snltan auf Grund von mündlichen Mitteilungen, die ihm der gegenwärtig in Konstantinopel weilende Bruder des Khedive, Prinz Mohammed Ali, gemacht haben soll, die Enthebung Lord Eromers verlangt und durch-gesetzt habe. Politische Uebersicht. Laib ach, 20. April. Der österreichisch-ungarische Gesandte verstän-digte die serbische Regierung, daß die Handelsvertrags v e r h a n dlnn g e n zwische», Österreich-Ungarn und Serbien Eltde Mai aufgenom.men werden. Auf Grund dieser amtlichen Mitteilung über den Beginn der Vertragsberatungen mit Serbien läßt sich erwarten, daß man bis zu diesem Termine die Vertragsverhandlungen mit Rumänien und Vnlgarien entsprechend weit gefördert, also die erste, im Mai vorzunehmende Lesung dieser beiden Verträge beendigt haben dürste. Hierauf würde in der bulgarischen und rumänischen Vertragsaktion eine schon in der unerläßlichen Ve»> arbeituug der Ergebnisse der ersten Lesung bedingte Panse eintreten, eine Panse, die eben zum Beginn der serbischen Vertragsaktion benutzt werden soll. In diesem Sinne würde dann auch die zweite und dritte Lesnng der künftigen Verträge mit Rumänien, Bulgarien und Serbien entsprechend alternie-rend durchgeführt werden. Der völlige Abschluß dieser Vertragsaktionen ist demgemäß auch im günstigsten Falle wohl nicht vor dein Hochsommer zu gewärtigen. Ta eine Neugestaltung des handelspolitischen Verhältnisses zu Serbien demnach auch im besten Falle wohl nicht vor dem Hochsommer zu erwarten ist, so mnß irgend eine Änderung in den, jetzigen Charakter dieser Beziehungen nnd damit auch des veterinärpolizcilichen Verhältnisses in der Zeit bis Zu diesem mutmaßlichen Termin des etwaigen Vertragsabschlusses als ganz ausgeschlossen gelten. Am 4. d. fand im Ackerbauministcrium eine Sitzung des vom Landwirtschaftsrate zur Beratung von Landcsgesetzen über den Alpenschutz eingesetzten Konntees statt. Den Vorsitz hatte Lande^aus-schußmitglied F. Pov < e inne. Der Beratung lag ein Referentenentwnrf zngrnnde. in welchem die Prinzipien für den Alpenschutz nnd die Förderung der Almwirtschaften niedergelegt sind. Nach ein-Mendor Debatte, in deren Verlauf diese Aktion des Äckerbauministeriums beifälligst begrüßt worden war, gelangte der Entwurf mit einzelnen Abänderungen zur Annahme. Mit dein Referate im Plenum des Landwirtschaftsrates wnrde das Mitglied des kärntnischen Landesansfchusses Alois Hönlinger betrant. Das Ackerbanministerinm beabsichtigt nunmehr, auf Basis des Entwurfes mit den Landesausschüssen der einzelnen in Betracht kommenden Länder wegen Erlassnng bezüglicher Landesgesctze in Verhandlung zu treten. In einer Betrachtung über die M onar ch e n > zusammen tun ft in GaiNa nimmt die „Neue Freie Presse" die in Rom veröffentlichte amtliche Note mit Befriedigung zur Kenntnis, in welcher erklärt wird, daß die Begegnnng nicht durch politische Zwecke veranlaßt wurde, daß sie aber gleichwohl für alle Welt ein Friedensversprechen nnd eine Friedensbürgschaft fei. Das seien Worte, die man überall gerne hören werde, um so lieber, als sich uicht leugne», lasse, daß die englische Politik eine etwas beuuruhigende Richtung eingeschlagen habe. Wie läßt sich der englische Antrag auf Abgrenzung der Rüstungen mit der erst gestern wieder, vom Lord der Admiralität abgegebenen Erklärung vereinbaren, daß sich England ohne Rücksicht auf die dosten die von niemand be-strittcne Oberherrschaft zur See wahren müsse? Und wie stimmt dieser Antrag mit dem Vorschlage, den England den Spaniern, zweifellos gegen wichtige maritime Zugestäuduisse, zur Wiederherstellung ihrer Flotte machte? Vielleicht gelingt es der italienischen Etaatskunst, an der Aufhebung der bestehenden Spannung zu arbeiten, die in die Welt gekommen ist. Es hat sich diesmal die Auf-gabe gestellt, der Freund zweier Rivalen zu sein, zwischen denen sich eine Kluft gebildet hat. Ist es imstande, diese Kluft durch seilte Einwirkung allmählich zu beseitigen, so hat die Erklärung, die gestern ausgegeben wurde und die an Wert gewinnt, wenn sie, wie es heißt, vom italienischen Minister des Änßern im Einvernehmen nut dem englischen Unterstaatssekretär abgefaßt wurde, eine in der Tat für alle Welt erfreuliche Bedeutung, und Italien ist der große»: Unbequemlichkeit übei> hobeil, auf zwei entgegengesetzten Seiten zn befrie digen. Die Konnnission der russischen Duma zur Veratnng der Vorlagen, betreffend die Abhilfe der H n n g e r s not, beschloß, die Vorlage des Ministers des Innern, betreffend die Anweisung von 22 Millionen znr Unterstützung der Hunger leidenden, der Duma sofort zur Erledigung zu unterbreiten. In türkischen Kreisen wird die Möglichkeit besprachen, daß es in der Absicht der russischen Rc-giernng liegen könnte, in der zweiten Haager F r i e d cn s k o n f er enz die Frage der D u r ch-f a h r t durch die Dardanellen zur Sprache zn bringen, um eine den russischen Interessen gnn stigc Lösnng derselben herbeizuführeu. Tagesneuigleiten. — (Historische Höllenmaschinen.) Als die Schweden 1645 Wismar mit ihrer Flotte besetzten, das ihnen erst 1648 im Frieden zu Osnabrück von den Dänen abgetreten werde», mußte, wurden ihre beiden Admirale Wrangel und Blume von der dänisch gesinnten Bevölkerung bitter gehaßt. Ihre Admiralsschiffe „Lejon" (Löwe) nnd „Drake" (Drache) hatten bereits die Anker gelichtet, um nach Stockholm zurückzukehren. Die Admirale wollten deir Schiffen in ihre,» Staatsbarken, folgen und sie erst beim Auslaufen in die offene See besteigen. Da nahte auf einem schnellen Bliote ei», Mann von uer-trauenenveckenoem Aussehen zunächst dein „Lejon", den» Admiralsschiffe Wranaelö, ,md händigte dein Steward eine Kisre, wie er sagte, sehr kostbare», Inhalts, im Auftrage des Seehelden ein, mit der Bestimmung, daß sie in dessen eigener Kajüte zu seiner ständigen Verfügung sornsam untergebracht N>crde. Anscheiin'nd da»n eilig nach Wismar zurückkehrend, wiederholte er dnoselbe Manöver auch an Bord des „Drake". In beiden Fällen wurde den angeblichen Befehlen der Admirale gehorcht und die Kiste nach »brer Kajüte gebracht. Doch war Wranaels Steward znni Glück seines Herr» etwas nemn'erig, er bo-tastete die seltsame Kiste mit Ohr u:,d Nase. Da hörte er den» i» ihrem Innern ganz deutlich eine große Uhr ticke». Kaum war Wrangel an Vord, so fragte ihn der Diener, wohin er die Kiste mit der große»: Uhr gestellt zn sehen wünsche. Wranael war überrascht, dachte aber, es handle sich um ein Geschenk und ließ die Kiste sofort öffnen. Da fand sich denn innen ein Uhrwerk, so konstruiert, daß es ei», Flintenschloß der damals üblichen Form, umgeben vo» einer Pillvermeilge, groß genug, das Schiff zn sprengen, Nlich einiger Zeit znr Entladung bringen mußle. Das Attentat War offenbar. Die Fahrt des Schiffes wurde eingestellt, die Admirale konferierten- an Vord des „Leson" fand sich derselbe Apparat, und die Adinirals-schiffe kehrten zur Untersuchung nach Winner zurück. Der Täter wurde in der Person eines gewissen Hans K revet ans Varth bei Stralsund ermittelt, der schließ lich eiiM'swnd. auf Antrieb dänischer Agenten in Lübeck dc»5 Attentat versucht zn haben. Er wurde am 5. Juli 1616 enthanptet, - (T er Weltreko rd auf der Schreib -niaschine.) Der Rekord im Schreibmaschinen-schreiben, den eine junge Amerikanerin, Miß Nose L. Fritz in Chicago, kürzlich aufstellte, ist soeben in London gebrochen worden. Die Amerikanerm hatte eine halbe Stunde mit einer Geschwindigkeit von 77 Worten in der Minute geschrieben- der neue Meister aber, ein junger Man»» ans Newcastle - o», - Tyne, leistete in einer halben Stnnde nach Diktat 2590 W»rte, also fast 84 Worte in der Minute, Nach ei'iem in Schleibniaschinenschrift abgefaßten Texte leistete er 4800 Worte in einer Stunde. - (Ein Wettrennen der Alten.) Zwei Ai.strägler, der ^jährige Mooseder nnd der 71jäh» riae Zimmerman» in M»osach, kamen im Verlaufe e das blutigste Iägerlateil, klingt aber nach Verficherung des Einfenders buchstäblicl wahr ist: Am Donnerstag voriger Woche lies^ ^i pabriksbesitzer in Nenbeckum seinen Jagdwageii an IPauncn, uni an der Iagdvcrpachtuug in Vorhelu wlzunehnien. Uin zu verhindern, das; sein Jagd Hund mitlief, wie er das stets gewöhnt ist, wenn e, .einen Herrn im Iagdanznge sieht, lies; or das Tiei m den Hundezwinger sperren und fuhr ab. Als er n ^orhelm eintrifft, wird ihm fein Hund von Bahn oeamten an der Leine zugeführt, der mithin frühei da war als sein Herr. Der Köter hatte sich nämlicl aus dein Zwinger freigemacht, war zum Bahnhoj "eubcckum gelaufen nnd hatte den znr Abfahrt be-reitstehenden Zug nm ^ Uhr W Minuten vormittags Nl dem Augenblicke bestiegen, als sich der Zug in "swegnng setzte, uni als blinder Fahrgast die Reise Nlilzumachen. In Vorhelm verliest er den Zug u id wurde von deu Beamten eingefangeu, die ihn dem ^lgenti'liner, welchen fie zuerst im Znge vermutet batten, übergaben. Das; der Hund nicht über das 3^l Heransgefahren ist, erklärt sich dadnrch, das; er öle Tonr mit seillein Herrn früher schon oft gemacht hat. — (Abenteuer auf der Eisenbahn,) >5ln Vreslau-Berliner Schnellzug unterhielten sich zlvci Männer über alles Mögliche und^ Unmögliche, su guter Letzt anch über „Revolver". Als znletzt der l^üie von ihnen mit der Hand in die Nasche faßte, glaubte der andere, er habe es mit einem Eisenbahn-ranber zu tun, der nach seinein Revolver fassen wollte, Er ergriff daher den mutmaßlichen Nänber an beiden Händen, um ihn so von der Ausführung seines Planes abzuhalten. Im Zuge entstand eine Panik, und als der Train nm halb s, Uhr in Kottbns eintraf, wnrde beim Bahnhofsvorsteher Anzeige erstattet. Der Vorsteher holte sofort die Polizei, nnd jetzt klärte sich der „Naubanfall" ganz harmlos anf. Der verdächtige Reisende war der Vertreter einer Waffen» fabrik. Er „reiste in Revolvern" nnd hatte nur eines der blanken Eremplare zeigen wollen. Der Zug erlitt durch diese Feststellung acht Mimiken Verspätung. — (Ncue Wolkenkratze r.) Die Architekten d»er Hudson and Manhattan Railroad Company be-absichtigen in der Ehnrch-Street, VleN'york, ein Zwil-lingsgebände anfzufiihren, in dem die Endstation der im Van begriffenen Untergrundbahn nntergebracht werdeil soll. Diese Gebäude sollen die größten Ge-schäfsbäuser der Welt werden. Sie werden 22 Stockwerke enthalten nnd eine Höhe von etwa 85> Meten, bei einer Frontansdehnnng von l'>8. respektive von 47 Metern erhalten. Die beiden Hänser zusammen werden Raum für lM0 Nureaur bieten. Die Ausstattung der Vanwerke soll geradezu glänzend wer-« den. Die „Halls" sollen vollständig in Marmor gehalten werden, während in der Fassade hauptsächlich Polierter Granit zur Verwendnng gelangen wird. Die Noswi des Zwillingsbaues dürften sich anf etwa 2l Billionen Mark belaufen. Lotal- und Promnzml-Nachrichten. Wählcruersammluug. Im grossen Saale des „Äc'estni Dom" fand go stern vormittags um 10 Uhr eine Versammlung det Wähler der national-fortschrittlichen Parte: statt, ^ Herr Dr. Kokalj als Präfes des „Slovens ^ drmtvo' begrüßte die Versammlung nnd gab seiner Freude über die große Beteiligung Ansdrnck, worin die Gewähr liege, daß sich die Reichsratswähler ihrer Pflicht gegenüber Lnibach und der national - fort-^ schrittlichen Partei lvohl beivlißt seien. Letztere habe als reine Partei einen Kandidaten aufgestellt, der ' reine Hände habe. (Brausende Nivio-Nufc.) Es fei bekannt, mir welchen Mitteln im „Sloveuec" der Kampf nicht etwa gegen die Partei, sondern gegen deren Kandidaten, Bürgermeister Hribar, geführt werde. Derart niedrige A.igrisse seien nnr in Amerika üblich. Redner würde sich gar nicht wnndern, wenn eines Tages im „Slovenec" die Notiz erschiene, Bürgermeister Hribar habe seinen eigenen Großvater umgebracht. (Heiterkeit.) Bei aller Bösartigkeit aber seien die Angriffe auch naiv. Man fpiele gegen den >iandidatcn Hribar Herrn Dr. Tavöar aus, den man im Lanfe der letzten sechs Jahre auf das heftigste angefeindet uud verunglimpft habe (Zustimmung) uud der nun urplötzlich ein nnschnldiges Lamm geworden sei, das im „Slovenec" tagtäglich unblutig geopfert werde. (Zustimmung und Heiterkeit.) Im Gegensatze dazn sei Vürgenneister Hribar früher vom „Slovenec" stets in Ehren gebalten worden, während nnn jede Nummer dieses Blattes von Angriffen anf Hribar strotze. Das eigentliche Opfer dieser Angriffe aber fei der eigene Kandidat der Slovenischen Volkspartei: dieser sei nahezu ganz aus den Spalten des „Slovenec" verschwunden. — Der vehemente Terro-risiuus der gegnerischen Partei sei ein Zeichen der Furcht. (Zustimmung: Ruf: „Warum kandidiert denn Dr. ^uster^i^ nicht in Laibach?") Uns kann er znr Genugtnnng gereichen, denn er beweist, daß wir den richtigen Mann auserlesen haben. (Stürmische Znstimmnng.) — Herr Dr. Kokalj verlas nnn ein Schreiben, womit Herr Dr. ^nsterinü vom „Tlovensko drn^tvo" znr Teilnahme an der Wählerversammlung aufgefordert worden war (Heiterkeit, Rufe: „Er hat Angst davor!") und nominierte sodann zum Schrift fiihrer Herrn Sparkassetontl'c>llor Trstenjak uud zu Ordnern die Herreu Gemeinderäte Predoviö und T n r k sowie den Besitzer Herrn Trpi n c. Hieranf ergriff Herr Bürgermeister Hribar, durch stürmische Zurufe uud durch Händeklatschen begrüßt, das Wort zu läugercu Ausführungen, deren Spine, sich im wesentlichen gegen die von Herrn Dr. ^uster>n<- im großen Saale des Hotels „Uniou" ge-l.altene Rede richtete. Diese Rede „Seiner klerikalen Majestät" (Heiterkeit) habe leidenschaftlichen Ans-brnchen eines henkerisch airgelegten Fanatikers ge,-! glichen: von Neid, ^orli nnd Haß getragen, sei sie vor allem ganz vom Geiste nnversälschten Christentums durchweht, dessen erhabene Lehren weder Neid, noch Zorn, noch Haß kennen, Redners Hanpt würde unter dein Beile irgendeines klerikalen Matintta Stntarov fallen, wenn man noch in den Zeiten des Ivan Groznij lebte, dem das „Oberhaupt des typischen Klerikalismus" so sehr ähnlich sehe. Dr. Elster» ^ «iö wünsche Reduer als Bettler zu sehen: was für ein . Hochgenuß wäre es für ihn, wenn er gar nnf eines seinerGüter um Alnioseu flehen käme! „Ich", fagte der ! Bürgermeister, „vergönne dem klerikalen Oberhaupt , aus gauzem Herzen, sich in Gesundheit und Zufriedenheit noch eine lange Reihe von Jahren im Kreise , seiner Familie seiner beiden Schloßgüter zu erfreuen, die er um 1,15l).lXX! l< erstanden. (Rufe: „Das ist , der richtige Bettler!") Und da er von reinen Hä'iden sprach, so versichere ich ihn, daß sein Schlaf stets ruhig uud stärkend sein werde, falls seine Hände so rein wie die meinigen sind." (Zustimmnng, Rnfei 5lindra!) Bürgermeister Hribar bezeichnete sodann die Parallele Dr. Lucger-Hribar als geschmacklos: Lneger, dieser außergewöhnliche Mann, mit dein Redner oft kollegial verkehrt habe, würde gegen die Ausnutzung feiner Person im gegenwärtigen Wahlkampfe entschie denen Eiuspruch erheben. - Ferner kehrle sich Bürgermeister Hribar gegen die Behanptnng, daß er seinen Arbeitern die Löhnnng vorenthalten habe, nnd berief sich hiebet anf all die Beamten, Bediensteten und Arbeiter, die während Al Jahren bei ihm gedient hatten. Sie alle müssen erklären, daß ihnen niemals ein Heller vorenthalten worden sei. Redner belench tete sodann die Unannehinlichkeiten, die ihm dnrch einen nnredlichen Verwalter in den Waldungen von Rntschach verursacht wordeu seien, uud bezeichnete alle sonstigen Behauptungen des Dr. knsteröiö als unverzeihlich und vou Persönlicher Feindschaft diktiert. Nach den pathetifchen Deklamationen des Dr. ^nster-5tt- zn schließen, müßte dieser alle seine IahreseiN' künfte brüderlich mit seinen Mitarbeitern teilen, wci-ters seine Schloßgüter dem „guten, gläubigen Volke" überlassen und selbst in den Orde.» der barfüßigen Minoriten treten. (Heiterkeit.) Über ersteres wüßte dessen Kauzleipersonale An,sknnft zn geben: damit das letztere einträfe, müßte er vor allem die Parade-schnnmel verkaufen, die er erst kürzlich vom Fürsten Windischgrätz erstanden habe. (Rufe: So ist es! Um !?.!)() Gulden! Der Bettler!) Bürgermeister Hribar beschäftigte sich nun mit der Behauptung, daß der von ihm angeregte Mo>dus der Erledigung der Lebrergehaltsfrage nnanofübrbar sei. Sie fei, gelind gesagt, verfrüht. Der Antrag anf Verstaatlichung der Lehrerschaft müsse erst lanciert werde» und dann werde man ja, sehen, ob er tatsächlich so aussichtslos sei. Freilich müßte die Lehrergehaltsfrage, falls sie nicht ans diesem Wege gelöst werden könnte, im krainischen Landtage ihrer endgültigen Erledigung zugeführt werdcu. Das wäre auch schou gescheheu, wenn nicht die klerikale Obstruktion eingesetzt hätte. I.i dem Augenblicke, als Dr. kusterött- im Finauzausschusse erklärt habe, daß seine Partei einzig und allein die Tenernngsznlage zulasse, hätie jede weitew Verhandlung über diesen Gegen stand einer Zeitverschwendnng gleichgesehen. - Bürgermeister Hribar betonte, als erster eine energische Aktion in betreff der Errichtung von Ar Kinder der Finsternis. Roma» UOII ?lnton von Persall. (40. Fortsetzung,) (Nachdlüs u^buw!,) „Das glaube ich einfach nicht von dieser Frau," ^utgegnete der Freund. „Da bist dn wahrscheinlich Wieder höchst nngerecht." „Tann glanbe deinen eigenen Augeu, u>cnn ich 'l)r sage, das; dn auch nnter deu Bewerbern warst, noch dazn zur engeren Wahl, ihr selbst vorgelegt. Das hat mir nämlich der Blessenbnrg geschrieben. ^ Die Wnt! — Oh, die Franen lernen mich kennen! ^ie Ii?h^ ilttd hasseu, dazwischen gibt es nichts ^ und diese Frau haßt mich!" „Aber, Johannes, warnm soll sie dich denn hassen? Weil du einmal ein wilder Junge warstV -Dmm wäre sie einfach töricht nnd — das ist fie nicht." „Ja, warum V — Warmu?" Die beiden Männer standen vor dem Cassan-schcn Hanse. Der mit dem Echlapphnte trat zurück, "!>d sah die Front hinanf. Hier muß es wohl sein, ^r Beschreibung nach. Tann zog er den altertümlichen Glockenstrang ano schwerem Eisen. Ein dumpfer Hall draug heraus, der sich in dem tlnnZen Hanse fortzupflanzen schien, um dann in ^lsen, wimmernden Schwingnngen, langsam, wie in weiter Ferne, zn ersterben. „Wo ich eine solare Glocke schon gehört, haben wag? Seltsam!" meinte der mit dem Schlapplnite. „Das wird dir gleich einfallen, es gibt nicht viele solche Glocken." erwiderte der Gefähi'te, „genial ge-Nimmt süv die (saswnsche Sanmilung!" Der andere hörte nicht mehr auf die Glocke, nicht mehr auf deu Gefährten, sein Blick war starr anf das vorspringende Erkerfenster gerichtet. Er hatte hinter den geschlossenen Vorhängen deutlich einen Schatten erblickt. „Jetzt schlürft etwas heran!" fagte der Freund, „ganz wie in den alten Märchen." Schritte näherten sich innen über Tteinfliesen. Das kranse Schloß mit den Drachenköpfen knarrte langsam, schwer öffnete fich der maffive Torflügel. Ein kleiner Alter öffnete, immer noch der Nachfolger Ferrols. — Ob die Herren in die Sammlung geführt fein wollten? „Vorerst zu Frau Professor Cassan," erklärte der mil dem Schlapphut, dem Alten eine Karte überreichend. Vergebens gab sich der Alte Mühe, im Zwielicht der Halle zu lesen. „Johannes Ohnesorg", half ihm der Fremde darauf. „Und hier", er reichte die Karte des Freundes, „Graf Soran. Die gnädige Frau wird für uns sicher zu Hause sein - gehen Sie nnr." Johannes sah sich, während 'er sprach, neugierig in der Halle um, „Sie ist aber wirklich uicht zu Hause, meine Herren", erklärte der Alte mit grämlicher Stimme, „nur das Fränlein, uud das empfängt keine Herren. Wenn Sie in die Sammlung wollen - ich bin der Führrr." „So fehen wir un5 doch znerst die Sammlung a:i," meinte Graf Soran, „uuterdes kann ja die gnädige Frau uach Haufe kommen." Der Alte Iwlte die Schlüssel au» seiner Loge nnd stampfte dnrch den verschneiten Garten voraus dem Laboratorium zu, das jetzt die Sammlnng euthiell. ^ohannes blieb jeden Augenblick stehen und sah sich ring5 nm. „Wird wohl wenig besucht, die Sammlnng?" fragte Sornn den Führer. Der sah mißtrauisch auf den vornehmen Herrn, mit dem tadellosen Zylinder. Der Fremde ärgerte ihn sichtlich. „Wird Ihnen wohl nicht ertra gefallen. Das ist mehr für die Herren von der Wissenschaft." Toran lachte. „Siebst dn, Johannes, ich mache in dem Hanse keinen gnten Eindrnck.--------Das ist ja ein Herr der Wissenschaft." Soran deutete ans Johann's. „Und was für einer! Eine künftige Lenchte!" Anch der Blick, der diesen traf, war nicht ver ! tranensvoll. Der Zylinder Sorans hatte den Alten vergrämt. Jetzt öffnete er die Tür lints. — Ein modriger Wintergernch drang herans, eifige Luft, wie an» emem Gewölbe. Der Alte räufperte sich und begann in nüch ternem Führertone: „Hier, mei'ie Herren, ist da» Studierzimmer des berühmten Doktor Eassan. Er war Professor der Anatomie an, der hiesigen Universität, und genoß die höchsten Anozeichnuuge:!. Erbrachte dc>5 Studium der Phrenologie, daß heißt Schädel-künde', die der große Gelebrle Gall begründet, zu neuen Ehre», anch ist er Verfafser von vielen ge lehrten Werten, die alle hier in diesem Schrank zu , seben sind." Er öffnete einen Bücherschrank. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 91. 628 22. April 1^0?. beiterhäliser» für dir Bedie»stele» des größte» Lai-bacher Fabrikslinternehmeils, der Tabakhallptfabrik, eingeleitet Zu haben. Er habe seilierzeit schon die Mitteiluug erhalteil, die Tabakregie loerde ihn er-sucheu. ihr beim Aukaufc von zlvei Grundstücken für Arbeiterhäuser an die Hand zu geheii: da sei ihm im Februar >>!i>!) die Verständigung zngekoniine», das; die Tabakregie dem Arbeiterbauvereine eine l Beitrag von 500 Gulden beioilligt habe; der Tabakfabrits-arbeiterfchaft aber sei bedeutet worden, daß sie durch die Absicht der Tabakregie, eigene Arbeiterhänfer zn erbauell, nicht ani Beitritte zum Arbeiterbauvereiil behindert sei. Die Klerikalen als die Gründer dieses Vereines hätten also die Situation ausgenitzt. lvor-auf die Tabakregie namentlich auch auf Gruild einer Note des Laudespräsidente» Freiherrn von Hein ihre Absicht fallen Klasse» habe. Redner würde sich als Reichsratsabgeordneter der Angelegenheit neuerdings annehmen. übrigens wolle er nun, da die F-rage der mechanischen Eisenbahnwerlstälten eine solare Löfniig erfahren hal>e, das: das von der Stadtgemeiiide hiezn bestimmte .Griindstiick frei geloorden sei, dem Ge-meinderate die Verwendung dieses Grllndstückes zur Alifführnng von Arbeiterhäuseru auenipfehlen. Das erforderliche Darlehen werde im Landtage beschlossen werden müssen, und dann werde es sich ja sofort zeigen, ob die klerikale Liebe zu der Arbeiterschaft wirklich so echt sei, wie dies versichert werde. Fiir die Markthalle habe sich unter den Klerikalen kein rechtes Verstäuduis gesunde». Diese Frage interessiere in glei^ein Mäste alle Schichten der Laibacher Bevölkerung, und doch sei nicht die Znstimmnng der klerikalen zur Einberufung des Landtages zu dem Zwecke zu erwirken gewesen, um diese Angelegenheit sowie einige andere Beschlüsse des Gemeinderates. betreffend die Ausnahme vou Darlehen fiir dringend notwendige Schnlbauteu. der Erledigung zuzuführen. Die städtischen Arbeiter anbelangend, erklärte der Bürgermeister, er bereite einen Antrag vor, wornach sone Arbeiter, die schon über zehn Jahre in städtischen Diensten stchen, auch fiir Sonn- und Feiertage ihre Löhnung erhalten sollen. (Beifall.) — Des weiteren verwies Redner darauf, daß er am 1l. d. M. im Finanzministerium in betreff der Einreibung der Staatsbeamten Laibachs in die zweite Aktivität^ znlagenklasse interveniert und befriedigende Zusagen erhalten habe. „Der Unterschied zwischen mir nud dem klerikalen Allgewaltigen ist also in dieser Frage ein wesentlicher: Er macht Versprechungen, ich liabe gehandelt." (Lebhafter Beifall.) Redner bemerkte im weitereu Verlaufe seiner Rede, daß die national-fottschrittliche Partei und er selbst das Verständnis für soziale Fragen wohl anch durch die Erhöhung der Gehalte für die Landes nnd 1K98 fiir die städtischen Beamten betätigt habe. selbst verständlich haben die höheren Gehalte der städtischen Beamtenschaft eine Decknng im Voranschlage erfordert: außerdem seien durch die Erdbebenkatastrophe bishiu uugekannte Bedürfnisse - eine weitervm zweigte Kanalisation. Schulballten. Wohlfahrts anstaltcn - eutstanden, die viel Geld erfordert und eine Erhöhung der Gemeindeumlagen znr Folge gehabt haben. Nach einer Aufstellung des „klerikalen Oberhauptes" mache diese Erhöhung lNN^ aus. Zu bedauert, sei eine Zuhörerschaft, die mit solche.l Argumenten bearbeitet, und auch der Redner, der mit solchen Zuhörern rechuen müsse. - Laibach habe kleinere Umlagen als vielleicht alle übrigen Gemein-den in unserer Monarchie (Zustimmung). Selbst der vom „klerikalen Oberhanpte" so sehr vergötterte Dr. Lueger habe namentlich infolge der Armenversorguug, deren ungerechte gesetzliche Festlegung auch mit Hilfe unferer Klerikalen erfolgt sei. die Gemeindeumlagen vou Wien erhöhen müssen. Nach der Ansicht der Klerikalen tauge die ganze städtische Verwaltnng in Laibach nichts, er selbst aber am allerwenigsten. (Heiterkeit.) Anderswo denke mau audero darüber: vor nicht gar zu langer Zeit sei beispielsweise im Gemeiuderate von Klagenfurt eiu Loblied auf die vieleu modernen Einrichtnngeu vou Laibach angestimmt worden. (Beifall.) Hinsichtlich des Vorwnrses der Unterwürfigkeit jedem Laiidcspräsidenten gegenüber erklärte Redner, zwar nicht zu wissen, wie „Seme klerikale Majestät" mit den Landespräsidenten verkeim', aber so viel wisse er. daß Herr Landespräsident Schwarz noch lauge nicht Dr.' ousters zu Füßen liegen müsse. Redner verkehre mit jedermann so, wie es einem gebildeten Menschen zustehe. (Zustimmung.) Wie er aber die Rechte des Bürgermeisters und der Stadt Laibach gegen Eingriffe seilen» der Landespräside'lten zu wahren wisse, davon möge sich der „allgewaltige Herr aus dem Hotel .Union' " beim Freiherrn von Hcin oder aus den Reservatakten des Landespräsi-onnns überzeugen, falls sie ihm Herr Landespräsi-dent Schwarz zur Verfügung stelle. Auf die Frage seines Beitrittes zum südslavische» Klub übergehend, erklärte Bürgermeister Hri-bar, er sei stets beiseit, i i allgemein nationalen Frageil mit jedermann mitzuwirken nnd ans diesem Grnnde auch, ohne von seinem national-sortschritt-lichen Programme abzustehen, dem Klnb der slove Nischen uud kroatischen Abgeordneten beizutreteu. (Beifall.) Die Person des Obmaunes töuue da kein Hindernis abgeben: übrigens stehe es noch keineswegs fest. ob dieser Obmann eben Dr. ^usterüiü heißen werde. (So ist es!) Dieser habe durch seine Ausbrüche ohnmächtiger Wul gegeu die Kandidatur des l)teduers seine wahre nationale Deukungsart durch das wertvolle Eingeständnis gezeigt, daß er bei keinem nati» nalen Unternehmen mitwirken wolle, an dessen Spitze Redner stünde. Vor einem Monate habe er sich zwar ausgesprochen, daß er gerne der betveffeudeu Aktiou beitrete, aber bei all dieser Iukoufeaueuz habe er doch sein Herz enthüllt, das gerade so kalt sei wie damals, alo er seine kärntnischeu Brüder seiuer Herrschsucht geopfert habe. (Rufe: Traurig genug! Schändlich!) Falls das Unternehmen nicht zustaude käme. so müßte alle Verautloortlichkeit dafür auf dessen Intransigenz nnd eigenartige nationale Überzeugung salleu. Hinsichtlich der dritten Eisenbahnverbindung mit Trieft erklärte Bürgermeister Hribar mit aller Entschiedenheit, der verstorbene Sektionschcf Wurmb habe ihm in defsen Bnrean anf einer Karte die dritte Eisenbahnverbindung eingezeichnet vorgewiesen nnd ihn ausdrücklich aufgefordert, .sich dafür zu interessieren. Wenn die „Deutschnationale Korrespondenz" erklärt, daß a'i eine dritte. Verbindung nicht gedacht werde, so lumi, das richtig sein, denn mit jedem Wechsel im Ministerium trete auch ein Wechsel im Programme ein; es sei aber nicht ausgeschlosseil, daß sich die Bemühungen der Neichsratsabgeordueteu von Laibach in dieser Richtung erfolgreich gestalteten. -Wenn Dr. ^uster^U' den Alisspruch geta i, daß Redner keinen einzigen Meter Eisenbahn bauen werde, so würde mail beiuahe glaubeil, Dr. ^ustorKiö se. bereits Eisenbahnministcr. (Heiterkeit.) Aber selbst Minister müssen sich den Veschlüsscu des Abgeordnetenhauses fügeu. Die Slovenische Volkspartei habe bisher nicht ein einziges Eisenbahnprojell zu Ende geführt (Zustimmung): was da geschehen sei, sei ein verdienst des damals noch nicht klerikalen Hofrates l^nklje uud Freiherru von Schwegel. Redner aber habe mit Hilfe eines Konsortiums wenn auch eine kleine, so immerhin eine Eisenbahn, die von Laibach nach Oberlaibach, fertiggebracht und hege die Hoffnung, sie bis St. Lucia weiterzuführen. (Beifall.) Hinsichtlich der Herabsetzuug der Hausziussteuer habe Tr, ^nsterön' vergessen, darauf zu verweisen, daß im Laibacher Gemeinderate diese Frage schon seit acht Jahren vertiliert werde und daß Redner an alleil Kongressen, die sich in ganz Österreich damit beschäftigten, werktätig teilgenomlnen habe. Gerade auf Gruud der gefaßten Beschlüsse werde uun im Ministerium au einem einschlägigen Gesetzentwurfe gearbeitet, dem uatürlich auch die klerikale Partei ihre .»ustimmnng 'licht werde versagen wollen. (Heiter keit.) Die in der Versammlung im Hole! „Union" ge-äußerteu Ansichten über die Restaurierung dos Üaibacher Kastells seieu geradezu als barbarisch zu lezeichnen. Erachte jemand die Errichtung einer slo-venischcn .Minstgalerie und einer Volt'sbi'dliothek als lächerlich, so habe er die Kultur um mindestens ein Jahrhundert verschlafen. (Zustimmnng.) Der Kastellfrage sei der Bau von Arebiterhäuseru eutgege.i? gestellt wordeu. Der für die GeM'rbetreibenden daraus erwachsende Gewiuu wäre aber doch uur ein einmaliger: der Fremdenzuzug hingegen, den die Restanriernng des Kastells unbedingt fördern würde, brächte ihnen ständige Einua,hmen. (Beifall.) Die Behauptung, daß Redner Petitionen gegen das allgemeine und gleiche Wahlrecht ail den Reichsrat abgefendet habe, sei eine abscheuliche Verdrehnug der Tatsachen. Petitionen seien nur gegeu das Uu-recht abgesendet worden, das den krainischen Städten nnd den Slovenen in Kärnten zngefügt werden sollte. (Lebhafter Beifall.) Habe Dr. 5ln,ster5i<- noch vor Ablanf les Jahres lM,^den Zusamnumbrnch der Magistratsherrschaft prophezeit, so könne ihm gesagt werden, daß für die Klerikalen absolnt keine Aussicht bestehe, dieses fortschrittliche nnd nationale Bollwerk in ihre Gewalt zn bekommen. (Stürmische Znstimmnng.) Die Antwort, die sie au, 11. Mai echalkn werden, dürfte ihnen noch lange in den Ohren klingen. (öivio-Rnfe, er-neuerter Beifall.) Die national-fortschrittliche Partei werde ans dem Wahlkampfe gestärkt hervorgeheil. Zum Schlüsse reagierte Bürgermeister Hribar anf einige im „Slovenec" gegen ihn enthaltenen Aw griffe, die er zu einem guten Drittel als unwahr bezeichnele (Rufe: Nichts davon ist wahr!), berief sich hinsichtlich seiner Eiutünfte auf die Steuerfassiouen, stellte iu Abrede, daß er in betreff der Druckerei Hribar je mit dem geweseneu Ministerpräsidenten v. Koerber Rücksprache gepflogen hätte, drückte de» Wnnfck alls, daß im „Slov. Narod" seine Perfol nicht gar so sehr hervorgehoben würde, wie dies in der Polemik gegeu den „Slovenec" der Fall sei. nnd schloß nnter langanhaltenden ^iviornfen lind unter Händeklatschen seine Rede mit einer Apostrophe an die Versammlnng, ihn zu verurteilen oder ihm das Reichsratsmaudat der Landeshauptstadt anzuver-lraueu. (Schluß folgt.) U>A't;li<^). ^nfet'tionserkranknngen wurden geineldeti Typhus 2, Diphtheritic 1, Notlauf 2. (Tod d u rch Ertrinke n.) Am 1!5. d. M. "^'lldö entfernte fich die 21/2 Jahre alte Kenschlers-tochler Angela Florjancn5 ans sx?lod lik, Geineindc ^uh, in Abwesenheit rhrcr Eltern, die ilil Stalle mit 5n' Fütterung der Ki'che beschäftigt waren, aus dem Hanse. In das Hans znrückgekehrt, vermißten die Elt^n ihre T^ter nnd fanden sie schließlich ill dem etwa :;00 Schr-.tte entfernten 5eloouitba6)e, halb noch ain Ufer liegend, als Leiche anf. Alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. 1», Theater, iüunlt und Literatur. — (Die Philharmonische Gesellschaft) hätte dem vielseitig geäußerten Wunsche nach einer Wie^ derholnng der Aufführung vou Mozarts Messe gern entsprochen. Es haben sich jedoch Hindernisse entgegengestellt. Eine Wiederaufführung tonnte aus technischen Gründen nur in der allernächsten Zeit veranstaltet werden nnd da ließ sich nun, besonders bei Berücksichtigung anderer, schon vorher festgesetzter Veranstaltungen kein geeigneter Tag finden, an dem man über alle zur Mitwirkung berufenen Kräfte hätte verfügen können. Es muß deshalb bie Eutgcgenuahme weiterer Vormerkungen anf Plätze nüt dem Ausdrncke des Dankes an alle, die bereits durch Zeichnungen ihr großes Interesse an diefem edelsten Werke Mozarts gezeigt haben, eingestellt werden. Da« Legen findet, wie schou früher bestimmt, am 28. d. M. das letzte Mitgliederkonzert statt. Dieses ist dem Andenken Johannes Vrahms (f am 3. Aftril 1897) gewidmet. Die Vortragsorduuug enthält unter audercm dieseo Tondichters OmoI1°Sinfonic nnd dessen sieben deiitschl' Voltslieder für vierstimmigen lu^oN^EHor. ^a diese Tunwerke nnd insbesondere der gemischte Ehor ^eignet sind, allgemein großes Gefallen zn erwecken, fo wird bereits hcnte daranf anfmerksam gemacht, daß die Generalprobe zn diefem Mitgliedertonzerte ausuahms-^eise uffentlich gegeben nnd jedermann gegen 1 X Ein-trittsgebühr zugänglich fein wird. Anfaugs Mai findet der öffentliche Schülcrvortragsabend statt. ^ („Der Pilsener Vier bran er") be-^^'!t sich ein neues Fachblatt der Vrauindnftiie, ^alzfabrit'ation nnd Hopfetikultur ii Österreich-Ungarn, das ab 5. Mai l. I. alle 14 Tage erfcheinen wird. Abonnementspreis: halbjährig 2 X 50 I, samt Hufendnng. — Probennmmer gratis und frauko öurch die Ndmmistration i» Pilsen, Sachse lgasse i). — („Popotnik.") Inhalt der "1, Nnnnner: ^) V.: Die Nealstunden bei den Slovenen. 2.) I. ^lemenöiö: Ist der grammatische Unterricht in ücr Volt'sschnle berechtigt? !'..) Drag. Pribil: Iiu '^Neu Universitälstni'se in Tnrnan. 4.) Ö.: Er-p^riuK'i^al-Pä'dagogit. ^.) Ign. Kijancc: Schall !nigie:nsche Streiflichter, si.) Literatnrbericht. 7.) Um 'chau iFenilleton, Chronik, Pädagogifche Nachlest'), ll< ! '> V <> I! !>< I< i ,l <"' i < < l 1.) Inhalt der ''- ^ninmeri l.) Andreas ilalau: Der Kiuderschutz ongreß. 2.) Dr. V. Grcguriö: HauZ- und Tchnl lU)gicnc. 3.) „Tlovenska l^olska Matica". 4.) Lite l'atur und Mnsik. 5.) Znschriftei,. , 7.) Miszellen. (Nach d e nl Süden) wird heuer der Zug l^r Vergnügungsreisenden viel zeitlicher als sonst gl.M'1,; wer nnuoe ninn gerne, oa oer suiter von nns nicht Abschied nehme:, will, dem Frühling ent gegenreisen wollen. Im Frühjahr gibt sich die ele° gaute Welt Rendezvous auf dem Marinsplatze ill Venedig. Da hat sich nuu rechtzeitig ein neuer Reise-führer (Preis 2 I<) eingestellt, in handlichem Format, nicht zn nmfangreich und dennoch erfchöpfeud. Otto-mar Piltz, der bekannte Schriftsteller und eminente .Kenner Norditaliens hat ihn geschrieben, und mit zahlreichen Karten und Plänen versehen im Verlage der k. n. k. Hofbuchhaudlung Moritz Perles ill Wien, I. Seilergaffe 1 heransgegeben. Nebst allen wnn schensn,,erte!> prattischen Nachweisen enthält er eilleil kunstgeschichtlichen Führer, den: man sich ruhig an vertrnnen kailn. Selbst den Habitues der Piazza nnd Piazzetta, der Riva degli Schiavoni mld des Lido lvird er gute Dienste leisten. — III demselben Verlage ist noch ein zweites Wert' voll Ottomar Piltz erschienen, das den Schriftsteller voll einer anderen Seite zeigt: Sommernächte am Gardnfce (Preis A I<), Skizzen nnd Novellen. Es gibt wohl wenige Antmx'ii. welche die Stimmungen des lÄardasecs so künstlerisch zn fasfen wissen, wie Piltz. Wer je einige Wochen in Riva, Sal<> Gardone geweilt hat, wird diese anmutigen nnd liebenswürdigen Erzählungen zn schätzen wisse». Für ernstere Literatnrfrennde bringt das fchmncke Vändchen eine Skizze: Goethe ill Mal-cesine, die Schilderung einer interessanten Episode ans Goethes italienischer Ncise. Hier zeigt sich Piltz als verstäildnisvoller und eifriger Goetheforfchor. Das Vlich ist eine empfehlenswerte Lcktüre für diejenigen, die nach dem Süden reisen und für jene die zn Hause bleiben. Telegramme lies l. l. Tclcstlllphcn-zllillcslüiillicnz-Vllttllils. Prag, 21. April. Die Mililärparade, welche ge stern wegen des nngünstigen Wetters abgesagt worden war, findet Dienstag, den 23. d. M. um 10 Uhr vor-mittags statt. Petersbnrg, 21. April. Bei der Überfahrt von einem Ufer der Newa znm anderen ist gestern in später Abendstnnde infolge des Znsammenstußes mit Eisschollen der alte Dampfer «Archangelsk» mitten im Fluß geten^ tcrt nnd fchuell gesunken. An Bord befanden fich 60 Per-sonen, meist Arbeiter, von denen nach den bisherigen sseststellnngen nnr 11 gerettet worden sind. Verstorbene. Am 20. April. Maria Lacher, Institutsarme, 7« I., Iapeljgasse 2, Marasmus. — Aloisia Kocmur, Aufsehers-tochter, 1 I., itirchengasse 1i), Lrnu«lliti8 CHpillkrin. Im Zivil spitale: Am 16. April. Gregor Primozii, Taglöhner, 74 I., Marasinus, Ain 17. April. Johann Schober, Inwohner, 81 I., Il^portropliiu, pokt ^I^ril8inu8. Am 18. Aftril. Maria Legat, Oberkoudulteursgattin, .58 I., Lebereutaitung. — Sophie GorZe, Arbeiterstochter, ^ I., Diphtheritis. Lottozichungcn am 20. April 1907. Graz: 69 74 2 3 58 Wien: 34 40 52 33 45 Meteorologische Beobachtungen i« Laibach. Seehöhe ^0« 2 m. Mittl. Luftdruck 736-0 mm. l ^ j»-Z!" _____________^____________"^ I^s^U7^7^7^4-1 ! il^sDWD. mäßig ! halb bew. ^" 9 U. Ab.! 738 - 3 b - 9> O. mäßig_____heiter^_______ 7 U, F. ! ?41^V"4^5' SW. mäßig ' '", ! 2l 2U.N. ^7417i 8 2 NO. z. start fast bew. 0-0 9 U.Ab. ^43^2^4^3^lO^schwach^___heiter_______ 221 7 U. F."^43^7 I 0'3> » j '. j 0 0 Das Tagcsinittrl der Temperatur umn Samstag beträgt 6.^°, Normale 10 5°, vom Sonntag 5'7°, Nurmale 10 7". Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. !«« »7^,^ ^-^I'I-z »^ ^.nn^ck./'^i^^ ^vliillnliillel. Danksagung. Anläßlich des soeben stattgehabten Jubiläums festes des Laibachcr Studenten^ und Volksküchen-Vereines zum Gedenk» tage der ^jährigen Ornndnng, welche die Vereinsleitnng ain 7. und am 13. l. M. beging und über dessen Einzelheiten die hiesigen Tagcclblättcr bereits berichtet haben, sind dem genannten liumanitären Institute so zahlreiche Sl,mpathiekundgebungen zu» getoinmen, und haben sich Zivil- und Militärbehörden, Kor» porationen, Honoratioren, sowie eine Reihe von Geschäftssinnen durch gütige Förderung, dann Mitwirwng an der so schön gelungenen Doppelfeier, beziehungsweise durch namhafte Spenden an Geld, Vittualitäten, Getränken und Effekten so rege beteiligt, daß es ganz unmöglich ist, jedem einzelnen hicfür schriftlich zu danken; es bittet daher die Vercinsleitnng alle, die an der Feier in so hilfsbereiter Weise mitgewirkt, anf diesem Wege den Ansdruck des innigsten Dankes entgegennehmen zu wollen. An erster Stelle sei derselbe dargebracht der Hochwohl-geborenen Frau Karla Schwarz, Gemahlin des Herrn Landcspräsidenten, fnr die huldvolle Annahme des Protektorates, ferner den P. T. Damen des Vergiiugnngslomitces, welche sich auch mit so willkommenen Spenden für die Vuden eingestellt haben, uud Herrn t. u. t, Major Wilhelm Soppe, dessen großer Kunstsinn, Eifer und Mühewaltung das glänzende Gelingen des lebenden Vildes beim Wohltätigkeitsabend zu danken ist. Auch allen Mitwirkenden an dem Konzerte, den beiden Künstlerinnen, Francn Julie 3 teinhardt«Gerhild und Mizzi Me esc, den beim lebenden Bilde beschäftigten Personen, den Dcunen und Herren des gemischten Chores, den Sängern der Männerchöre sei herzlich gedankt. Hervorragender Dank sei anch den beim Vudeimerkauf so uner« müdlich tntig gewesenen Frauen mid Fräulein, durch deren Eifer die Einnahme des Abendes wesentlich erhöht würde, dargebracht. Desgleichen spricht die Vercinsleitung ihren wärmsten Dank ans: Den hvchw.Herren Missionären für die Ausschmückung der Kirche zur Iubclmcsse am7,d.; dem löbl, Offizierskorps des k.u. l. Iuf. Negiuieuts König der Aelgier Nr. 27, für die gütige Aewilliguug der uuentgeltlichcnMitwirknng der Musikkapelle sowie Herru Kapellmeister Theodor Ehristoph für die persönliche Leitung der beim Konzerte am Ni. April auf» geführten Musikstücke; der löbl. Direktion der Krainischen Sparkasse für die freuudlichst gestattete Überlassung der oberen Lokalitäten des alten Tch ics; st ütte ngebäud cZ und die Gratisbcleu ch t u n g znr offiziellen Feier am 7. April; Der technischen Lcituug des landschaftlichen Theaters für die unentgeltliche, leihweise Überlassung der Kostüme und Komparscriestückc znm lebenden Bild; der löbl. Direktion der Aktiengesellschaft > U D^ «U UM numori5ti5cn-52tiri5cnen ^eitZpiegel detracnten R IM UD M^ »H» OH unö verfolgen vill, iler le5e Den Pon tag ^H WM MU MD MM E^O 2i3 neue5te summer iler Mnckner ^^^»»»WM«»»>>»W<>W>>>»>«» Snxelverkäuf unil ^lionnement5 del I3. v. Xisinuia.^i' H. ^oä. Va.uidsi'^ in I>a.ida.od.. Xongre55nlat2 M 2 un9 Wdannnof (Xiozk) 5ovie in Stkwd^üok, 5ü9dannnoj M05K). c»WD Saifcotfjer Seitung 9,e>-!!N sämtlich« Tlltien und der ..Tine'-sen Lose" uersteht fich per Stn«t. >>elo Ware Allgewcine Staats' schuld. Einheitliche Rente: lunu, steuerfrei, Kronen (Mai-Nou.) per Kasse , . ««-''!' !»8-7d detto (Iäu,-Inli) per Kasse «8-4,° 9865 4 2N/„ ü. W, Nuten (Fcbr.-A»«,) per Kasse......l»«- >a>) 20 4 2°/„ u. W. Silber (ApriLOlt.) per Kasse......!ü» - l«<>-20 1860 er Staatslose 500 fl. 4"/„ ,50 8i'>52 85 l860er „ 100 sl. 4"/„2»«n< Nlb0 1864 er ,, luo sl. . , ^58- ^«4- 1864 er „ 50 sl. . . ^08'. 264- Dom. Pfandbr. il 120 fl. 5 "/„^88-—,!<:«-. Staatsschuld d. i. Reichs- rate vertretenen König» reiche und Länder. Österr. Goldrrnte, stfr., Gold per »asse .... 4"/„ 117 25 ,17-55 Ostrrr. Rente in jtronenw. slsr., Kr. per Kasse, . . 4"/„ h«-6.' 98-85 , detto per Ultimo . . 4"^ 9» 65, ««8K Öst. Inueslittunö,-Rente, stsr,, Kr, per Kasse . 8>///,. 88'»,- 88-55 E!ftnba!M'3<»°t»schul>' »tlsliivtlllungen. Elisabethbahn in O., steuerfrei, zu 10,«!><> sl. . , . 4"/„ —-- —' Franz Iosef-Bahn in Silber (dw. St.> . . . !»>/,,"/„ i«3'd< 124-5' Gal. Karl Ludwin-Bahil l,d!v. Stücke) Kronen . . 4'V 98-5, 89 50 R »dolfbahu in >N'unei!wäl)rmin,, stenerfr. (diu, St.) . 4"/„ 98-7/ 99'75 V orarlbern/r Bahn, steuerfrei, 40U Kronen , . . 4"/„ 98 5<> 9950 ßu Zwlltnlchnldnelschrlllinngt» nbL^fttmpelte L>l«nba!,n.Bklitn Elisabeth-V. 2»«fl, KM. 5,'^/, von 4l>n Kroueu . . , . 486'— 4<>8--detto Linz-Äudweis 200 fl, Ü. W. S, l>-'/,,"/,.....dL- 4>j!- 5> detto Salzburn, Tirol 2<)0 , ü, W. S. b"/„ . ' , , ,2!-- ^«3 5< Geld Ware Dom Staole zur Zahluny iil>t»> nommtnt ß!senl>lll>N'Prlllrilllt»> ßbliglltlonl». «iNmi. Wesibal»,, Ein, 1«!!5, 4 Nronen 4"/„ . , , , 89 30 ic« 3l Elisabetlibalü, «U0 und 20NN M. 4 ab K>«/„......H,;-4c, N7 40 Elisabethbalüi 400 und 2000 M, 4"/s,........»17-C5 1l8'ü5 ssranz Josef-Aahn Em. 1884 ldiv. St.) Eilb. 4°/« . , 99 05 i0ü'<,/, Galizische Karl Ludwig Vad» ^biv, St.) E!ll>, 4"/„ , 98 ,°>i> 99-55 Uüg.-gallz. Val)» !^oo sl, S. 5",» li« !>>, li,-5» Uorarlberger Bahn ;<> 4«/„ nüg, Rente i» Kronen nähr. Nfrci per Nastc . . 9» .^5 94'55 4«/^ detto per U!ti'»o 94 35 «, !>.°> 3 >/,"/« detto per Nasse . «3 35 «8 Kl> U»g. Prämie».«»!, k 1«u fl. . 19? :»l> 199-.^? detto k 50 fl. . ,ft7»5 l<>9 35 ThcißNess.'Lose 4°/u . . . .»49- >5l-4",„ unaar. <«rul!dent!,°Olilia. 94-i.>> «k-l5 4"/„ lroat, », slay. Grnndrntl.^ lDblin........95-45 — - Andere össcntliche Anlthen. Vosn. LllNde«»Anl. (div.) 4"/„ 9U 5,5 94 5- Aue». - hercrg, Eisenb, ^ Lande?. Aüll'lien (biu,) 4',",^ , 9!'<>5 1«<> «,' 5".',, Tuna» Ne^, ^lnlcilil' 1878 i> detto (L, od. G.) . . . 12,-—l^^i-deüo (1894) .... 9>'-?5 9??: dltlu l18»8) . . . , 98-80 M» «» delto (190«) , . . . 98-95 99-9 ^>'t70 Inu.-A.1 «902 98-8<> ^>9 ,"< Vür!coa»-Mnlehe» verlosb. 5"/„ 99-40 im>4 Bnlzi. LlantSeiienl.'.' Hnv.-Anl 18^9 Gold , , , , ü"/u 119-bo!8o ü, Bnla, T'aa<<<. H>wot!,elar ?i,„. 18',!^ .....«" 0 !^<>.!'4 Geld Ware Pfandbriefe :c. Äodenlr.,aNl,,üst.in5«I.»I,4"/^ 9»-3l> 99-K' Äüllm, Huputhelcnbaul vcrl. 4°,^ 9s 2u »W-i.°, ."rnlra!.Vob.-«red,-V!.. österr., 45 I. uei l. 4 >/,"/,, . . . 101 50 lOs K, Zentral Boll,.kred.-N!.. Werr,, «5I. uerl. 4"n , , , , 99'10 15« K' j^red,.Inst.,osterr.,s. Verl.>Unl, u.öfie!!tl,Arb,kat.^«!,4"/<, 9«-1« 99--Landcsb. d. Nön, Vali^e» und Ludom. 57'/, I. ruclz. 4"/> 97-25 982!, Mähr, Hliputhelenb. verl 4°/„ 98 6'> 99 5,,' N.>österr,Landei!.Hyp..Änst 4"/^ 9»l,> Nwic, delto inll, 2"/„Pr. verl, «>/i"/u 9175 92 75 detto »..Schlildsch.uerl,3V2"/„ 9i-5<> !'2'!?<> , detto uerl. 4"/u 99— 100- ^strrr.'Ungar, Vanl 50 jähr, verl 4°/u U. W.....»9 25 <«»2.'> dclto 4"/u ttr.....99'l,5 1<>N-8,^ Lparl, I, i!N., N0 I. verl, 4°/^ Is,i2« 1<>L ^0 Eisenbahn-Prioritäti!-Obliyatillnen. l^rrdiunnd«.i>iordbllt,n Em. 1886 — - —-- detto Tm, 1904 — - —-- Österr, Nordwrstb, '^«0 fl, 2. Iln-Z!', 1«5'8< ölaat^balni 5»« ssr..... 4,,^ dl ^iwbahn l» 3"/„ Jänner. Juli nuc» ssr, (per St,) , , , go4 «5 »«««,' Sndbahn k 5»/o..... 122 9ü '23 »/ Diverse Lose betlo ltm. »88!» -^80-75 290 7.°> 5 °/o Tunan > Ressiilicrungö - Lu!e 100 fl, 0. W..... 248— 2b»'- Zrrli,Vräm.'Vlnl. v.IN«Fr.2"/„ i»s— lü« - Zlnuerziu«llcht fose. Vud>>p,»Vasilila lNomba» > 5 U, 2160 28->>l Ülre^itloi»' 10^ sl...... 48? — 14?'— Clarli'Luse 4« f>, N. W. , , ,Z-„er .^us,- >»« fl, , . . 1?:,-— i>-,,-^ Valfty.Lose 4l> io>e» ttrenz, nnn,. Ges. v., 5 !l. 2? 40 2^4» Nndolf'Lole 1« sl.....«V- - - -alm.Lose 4l> sl. 5. M. ,88- 19>>'- «eld spar? Türl. E,>V.»Anl, Präm.'Obllg. 40« Fr, per Kasse ... — — —-^ detto per M. , , «f>«-ia 1^7-l», Wiener Komm,.Lusc v. 1.1874 481-- 491-Gew..Nch,d.3",liVrilm,«schuldu, 0. Äodenlr,.'Anst, lim, 1889 7^-— 88 - Nltirn. flan»Pl>rt'fln!fiNlhmungell. «»sstU'Tepl, Eisenb. 500 fl, 2480 - 2490 - Vökm. Ao,obll!,!i 15<> sl, . . 3fiN — 354-- N!,Icktiel,rader Eisb,50!i fl. KM. ö!>8« — 3020" detlo (lit,, I^/> 200 fl, per Ult, N23 — il^S -Tona» . Tampsichisfahrts. Ges., >., l, l. priv., 5U0 fl, KM, l«I8-5U UL1 - T»x.Vodei,bact!er Cisb. 4U0 »r, Kb6 - .°>60-- sseidinand«.^!ordb. W»o fl.KM, 5544- 5560'-Lüi»b,'C,^rn..Iass» > NÜenbalii!» Geiellschaft, 200 fl. S , 57«- 579 - Llo»d,üslrrr,,Trieft.,500fl.KM 474- ^8n-- Osterr. ^,'ordwestdlldn 20» sl. S, 434-- 436 - detto (>>'., ^) 200 ll,ü.p, Ult 429- 4«1-- Prass>T>>irerEilenb, 100fl.abgsl. 2^4- 237- lTtaat«Mtie» 100 sl. . —-- ---Unaar, Westbatm (Raab.Hlu^) 2««^ fl. S....... 403-50 4N4'7i' Wr. Lolalb.'Altien.Oes, 200 sl. ,90- <9<> Banlen. Annlo.Österr. Van!, 120 fl. . . «0« 50 30? 5! Vnnlverei», Wiener, vcr Kasir — - — detto per Ultimo . . , 54«-?5 "47 75 ^ode»lr,.I!üsl, österr,,200^1,T 10Ü5-- lüsi'- tt>-ntr..P°b,.Kredb, ösl,. 20« fl. 554'- 5ds -Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, 1»>0 fl., per Kasse - -- - -- detto per Ultimo 6«2 .^n s«8'5!l Kreditbanl aNss. nng., 200 ll . ?v? - 77« ~ Terositenbnnl, »Na., 200 f>, <»;i-- 4,"2 — Eslunipte > HcielÜchasi, nieder» osteir.. 40« Kronen . . , 577 - 579-Giro» nnb Kassenoerein, Wiener, 2«o fl,....... 458- 4,!2-— Hvvothelenbanf, österreichische, :«<> fl, 3»",,, E..... 288- - 289- Llindcrlmnl, öNrrr,, 2no fl, per Kasie..... --- —-- betio per Ultimo , . . . 447 — 448 — ,,?.'ier!ur". Wechfels«.. Aktien. «V^iellschaft, 2U<» ll. . . 6^ö— «34- M,Id War« Österr..una, Banl 14W Krone» 1772-- >?82-— Unionbanl 200 fl..... 5 343 50 Induftrit'AntelNf^mungtn, Äangcl., alla,. österr,, lou sl, 125-— ,26 W Vrnxer KohIenberab, Gel.loa fl, ?2'!->- 730- Lifeiibahnw.'Leilin.,erste, 10„fl. L04- iK>7" „Elbemühl". Papiers, n, V<«. 203 - 2,,4 öo Eleltr,'Ges,, allg, östcrr,. 20» sl. 4»4-. 436 — detto internal., 200 fl. Ngl)-- «31 50 Hirtenberner Patr.», ^nndh. u. Met.Fabril 4on Kr, . . 1,24 — 'l3l 5ft Liesixner Älünerei lou fl. . , 2»n- 286 — Montan.GefeNich, üsterr,.nlpl»r Salgu.Tarjaner Eijrnw. 1«U sl..... k>49 50 5,',N50 Zalao.Tarj, Steinlolilcn 100 sl, 5?8 - 5>,2 — ,,Schlönlmnh>", Papiers..2«nfl, 350'- 355-,,Echobniea", A,.G. !. Petrol.. Ind., 500 Kr..... 54?'- »3»'— ,,FteNrermiili<", Papierfabrif und V,.0...... 452'5> 45<^' — Triwiler KoI,lruw..G, 70 fl, '^69 - l!?H — Türt. Tabalregie.Oe!, 20« ssr, per Kasse , --- - > detto per Ultimo 416'- 4l7 — Wafseus,.We!., üsterr,, in Wien. l<'0 fl........ 546-5» 548 — Wllnaun.Leihanstlllt, allgem., in Pest. 4«l» Kr..... —-- — - Wr. Vangefellfchast 100 fl. . , 15K-- 15? — Wienerberner ^ieaeli,.Alt..Oes, 772- 7/5 — Devisen. Kürzt Zlchten und Zcheck». Amsterdam...... 199-4" l93«>» Deutsche Psätze...... ii?-i!2 !,7'82 London........ 1'4 9i,-60 Rübel'Nolen , , j 2'5! «51 Iv«,. Rente.,, S^SL,,, Au.ien, ~JT. «. JÄM^y^MT Privat - DepOto (Safe-DepoMite) 1,ON€U ftc, JWeviNC« iiikI Vji1ii««'U. '; DBa,3n.ls:- -U.I5.c3. TTT'ecll.slexg'escIb.&ft i ^ntsr eigenem Veioclil-aoo dar Partei. (4) Los-Versicherung. I.HiltBt-li, Ntrltar^aisso. Verzinsung von Bareinlagen Im Konto-Korrent und auf Giro-Konto.